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' meldet, der Ministerpräsident Pas
au 6 der Debatte bestanden mxbrere Redner darauf, die Vorteile FxrkBanniffes mit Rußland fur Frankreich zu ?rfahren._ Der Miniücrpräfident D oumer g u e wiederholte, daß drescs Bundnis ankreicb zur Verteidigung auer jeinxr Interessen eine große Kraft gkbk- Es sei auch eine,wertvo"ll€ Gewahr für den Frieden. Frank- reich babe täglich Beweise dafur. _
Die Kammer nahm darauf die olgende, von der Re- gierung genehmigte TageHordnung homas durch Hand- aufheben an:
Die Kammer zäh“ auf die Regierung, daß diese die auswärtige Tätigkeit ver großen indgstxiéüén Werke und ßnanziellen Institute MWM!"- dam" dl? W?Warnge Politik Frankreichs dadurch nicht be- hindert und der internatwnase Friede nicht gefährdet wird.
Nack) Annahme der TageSordnung vertagte fick) die Kammer,
-- Tie BureauS des Senats haben eine Kommission von neun Mitgliedern gewählt, die den Vorschlag der qumer, dem Rochetteaussckwß richterliche Befugnisse zu ertexlen, prüfey sol]. Der Justizminister hat sich obi_ger Quelle zujoxge dam1t einverstanden erklärt, daß die Vefugmsfe der Kommrssxon darauf
beschränkt sein sollen, Zeugen zum Erscheinen zu zwingen und ,
falsche Zeugenanßsagen zu bestrafen.
Rußland.
Ein Kai erliches Reskrip't an den MZnisterpräsj- denten Goresmykin sr_icht, wre „KW.,T. B.“ meldet, pte Ueberzeugung aus, daß Heine staatSmanmsche Erfghrung, ferne ruhige Festigkéit und seinx,dem Throne gegenuber exprobte Treue zur wahrhaften E1mguxtg der ngterung sonne" zur “weiteren Besserung der Verhältmffe des rusnschen Lebens fuhren werden. Die weitere Festigung der Staats- und (Heseklschafts- ordnung müsse die alLererfte Sorge der Regierung bilden. Nur Ordnung und Achtung vor dem Geseß könnten die Bedingungen chaffen, unter welchen die gesesßgebende Arbeit ftuchtbringend kein werde. Die Regierung owie die gese gebenden In- stitutionen müßten als einziges Ziel daS Woh Rußlands im Auge haben. Da jedoch die Ausführung der vom Kaiser auf- gesteljten Aufgaben vorx ihxen VoÜstreckern ein festes Bewußt- sein ihrer Verantwortlxcbkett vor dem Throne und Rußland verlange, und weder Willkür _noch Nachgiebigkeit z1zgunsten irgendwelcher Nebenmotive-zulaßx, so erwaxte_ chr Katser von dem Ministerpräsidenten, Haß dteser unahlässtg tm Auge _be- halte, das; das große Bildnis _des rufsxschen Staates mcht durch persönliche Erwägngen verdutzkelt werde undadaß daS Wohl des Volkes mit semen Ueberlteferungen und btstomschen
- Grundfesten, auf dLnen Rußland wuchs und erstarkte, vöUig
remden rundlosen Bestrebunge_n mcht zum Opfer gebracht vaerde. Dgas Rekxkript schließt mlt Hen Worte'n:
Indem ich J rer Sorge die Ausfxzbrung meiner Vorschriften (zn. vertraue, will ich hoffen, daß die Llelze_zum Vaterlande alle seme treuen Söhne in gemeinsamer, einmuttger, „erfolgreicher Arbeit vexeinigen wird .und daß zwischen meiner mem volles Vertrauen befißenden Regierung und den geseßgebenden Jnftttutkonxn, deren Befugnisse vom Geseß genau féftgelegt find, ein solches Em- vernebmen eintritt, wie es zum aÜgememey Wohl Rußlands und mir egenüber notwendig ist und wie es unt Gotteerlfe das Weitere
acbktum dcr rusfi;chen Macht fördern wird und em Untewfand der Entwicklung der moralischen und wirtschaftlichenKräfte unseres großen Vaterlandes und den Anfang der WWU Blüte ]einer Weltbedeutung bilden wird.
Der Ministerrat hat die Einbringung zweier Por- lagen in die geseßgebenden Körperschaften begutachtet,'die emen Ergänzungskredit von 8371792 Rubeln zur Beend1gung der Westlinien der Amurbahnen und die Unterhaltung einer
rachtdampferlinie Odessa-London seitens der (Ge- eUschaften für Dampxschiffahrt auf dem Schwarzen Meere be- treffen. zu der von se ten der Krone jährlich 214000 Rubel zu-„ geschaffen werden soUen. Ferner hat der Ministerrat beschlossen, die Einfuhr von 20 Millionen Pub Gußeisen aus dem Auslande zu ermäßigtem ZoÜsaH während der Zeit vom 28. März 1914 bis zum 18. Januar 1916 zu gestatten. -
_“ Die Verkehrskommission und die Kommission für Kriegs- und Marineange_legenße_iten qer Reichs- duma haben obiger QueUe zufolge m perezmgter S1Zung eme (Heseßeßvorlage angenommen, betreffend dre Kosten der Krone für, die_ auszuführenden Vorarbeiten gm Bau der „Bahn- lime Rjäsan_Tula-Ssukhinitscht-Varanowrtscht- Warschau.
Italien.
DerKönig hat gestern, wie „W. T B.“ mexdet; dx einem Erlaß dW Demjssion des Kabinetts GtolttU an- genommen UUd Salandra mit der Bildung des neuen "Kabinetts beauftragt.
_ Griechenland.
In der JLstrlgßndSißung der Deputiertenkammer gab der MakLULMlULster über das Flottenprogramm laut MeldunZ des ZW. T. B.“ Folgende Erklärung UÜZ .
Die REIFEN"?! abe das" Sibi sbauprogramm den Bedurfmffsn und den Mitteln des vergroßerten Griechenlands entsprechend Fe- nebmi t. DLL Flotte werde um drei Panzerschiffe vom Dreadnoug t- tvp mt Einschkuß der auf der Vulkanwerft im Bau begriffenen Einheit, dr?! „Panzerkreuzer und eine entsprechende Zahl kleinerer Ernhexten vermehrt werden. Auf Grund dieses von dem griechisch?“ Generalstab Ynd Von der englischen Marine- misfion gebilligt?" Programms fkk?" Bestellungen in Auftrag ge- g€ben worden, ubxr die genaue Etnzelheiten bekannt zu geben die Regierung nicbk fur angezeigt halte; Dxe Regierung könne die Ver- s1cherung geben, daß sie dle „Bébmfnisse des "Landes vollkommen würdige, vor keine" M“" éYkUckschkecke und fest entschlossen sei, die durch technische„ULbeleenhe* PZM den unvergleichlichen selbstlosen Mut der Offizteré und derti M11schaft unter Führung des ruhm- reichen Admircjxlxo Coundourio s errungene Oberherrschaft zur See zu "eder Zeit zu 1 erw _ ,
1 Die AUSfühxungk-U, des MWsZerS wurden vom Haus und den Tribünen m1t begetstertem Be1fall aufgenommen.
Serbien.
In der Skupschtina erklärte cZeFtern, wie W. T. B.“
, “fck in Äeantwortun einer Interpellation des Jungrawkaxen Skerlitsch, daß dj?
altun geschäftxicher sziehungen zUM Staat LFÉF) Stellar? eines MmrsterS, enxes Mitglieds des Staats- rats und eines olkswextreters unvereuzbar set. Die Regierung sei bereit, an die geseßltchx Regelung" d:.Fer Frage hekanzutreten, Die Skupschtina nahm eme dleSbezuglt e von der Regierung gebilligte motivierte TageSordnung an.
Bulgarien.
men der Maßnahmen, die zur wirtscha tlichen StärkIuYg YashLandes getroffen worden find, hat die Nat;f onal- bank einer Meldung des „W. T. V.““xzufolge beschlossen, den bulgarischen Handels- und Gewerbetretbenden Darlehen
u ewä ren, gegen Ueberlaffung von Requisitionsbondx, his Zur gHöhehvon 80 Prozent _des Dahrlehqsbetxages, de_r mcht geringer als 5000 Frcs. sem. darf. We1terh1n_ ha't'dte Bank beschlossen, in den einvexletbten Gebteten dre1 Filmlen und 17 neue Agenturen zu emchten.
Amerika.
Der amerikanischeSenat hat gestern, wie „W.T.B.“ meldet, ein Amendement zur Verfassung, den Frauen das Stimmrecht zu gewähren, abgelehnt. 35 Abgeordnete stimmten für und 84 ge_ en das Amerxdement. Zur Annahme wäre eine Zweidrittelme rheit notwendig gewesen.
Asien.
Die gesiern abgehaltene gemeinsame Konferenz von Ver- tretern beider Häuser des japanischen Landtages hat nach einer Meldung des „W. T. B.“ _ den Hysqsantrag des Oberhaufes, der den Marineetat um stehen 1l11onensPfund Sterling herabseßen will, mit einer Stimme Mehrhett ver-
worfen, Afrika.
Das neue Provinzialparlament von Tranqual enthält nach der automatischen Neueinteilung der Waßlkre1se, die die südafrikanische Akte vorsieht, neun SiHe mehr als_d,aS aufgelöste, also im ganzen 45. Während die Arbeiter artet 1m alten Parlament nur drei Vertreter gegen 20 Abgeor nete,der südafrikanischen Partei, 12 Unionisten und einen Unabhäng1€en hatte, wird sie jeßt 23 zählen gegen 22 Abgeordnete von en übrigen Parteien zusammengenommen.
Deutscher Handelstag.
An seinem gestrigen zweiten Verbandkungßtage nahm der Deutsche Handelstag nach einem Referat des Herrn Schmersahl-Hamlxurg über die SpnntagSruhe im Handengewerbe folgende Erklaruna an:
Der Deutsche Handelstag erkennt den vom BundeSrat beschloffchnen und dem Reichstag am 3. November 1913 vorgelegten Entwurf emes Geseßes, betreffend die Sonntagsruhe im Handengewerbe, aks geeignente Grundlage für eine Neuregekung an und spxickxt fichinsbesondere dafur aus, daß ]) das Geseß keine verschiedene Regelung für Orte mit verschiedener Einwohnerzahl ireffe. Im Gegensaß zu dem Geseß- entwurf erklärt es jedoch der Deutsche Handelstag für dringend wünschenswert, daß 2) das Gesetz nicht nur für den Betrieb der offenen Verkaufsstellen, sondern auch für das übri e Handengewerbe die Arbeit an Sonn- und Festtagen eine gewisse eit lang gestatte, 3) die für den Layenschluß am Abend geltende Vors rift der Gewerbe- ordnung, .die beim Ladenschluß im Laden schon anwksenden Kunden dürfen noch bedient werden“, auch auf den Ladenschluß an Sonn- und Festtagen Anwendung finde. ,
Ueber das Thema „Die Kommunalabgaben m Preußen“ spraäh sodann der Dr. Bolbe-Effen, worauf die 39. Vollversammlung des Deutschen Handelstages von dem Präsidenten Dr. Kaempf ge- schloffen wurde.
Parlamentarische Nachrichtem
Der Bericht über die gestrige Sißunq des Reichstags und der Schlußbericht Über die gestrige Sißung des Hauses der Abgeordneten befinden sich in der Ersten und Zweiten Beilage.
_ Die heutige (54.) Si ung des Hauses der Abgeordneten,-welcher der Domänen und Forsten Dr. Freiherr von Schorlemer und der Minister des Innern Dr. von Da_llwiß beiwohnten, er-
* öffnete der
Präfident Dr. Graf von Schwerin mit der Mitteilung, daß auf die v_om_Hause Seiner Majestät dem Kaiser und König und Ihrer Ma1estat der Kaiserin und Königin dargebracbten Gjückwünscbe zur Geburt des Erbprinzen von Braunschweig und Lüneburg Tele- gramme folgenden Wortlauts eingegangen find: ]) von Seiner Ma'estät dem Ka_iser_und Könkg: „Dem Hause der Abgeordneten Meinen esten Dank sur dte freundltcbe Anteilnahme an dem Glück Meincs Hauses. Wijbxlut, K.“; 2) von Ihrer Majestät der Kaiserin und Königin: k,J bm hocherfreut über die freundliche Anteilnahme, die Sie Mir tm amen des Hauses der Abgeordneten zur Geburt Meines Enkels ausgesprochen Haben, und bitte Sie, dem Hause Meinen herzlichen Dank zu ubermttteln. Auguste Viktoria.“ '
_, Dann_ wird die erste Beratun des Geseßentwurfs u'ber Tetlung land-_ oder for?twirtfchasstlicher Be- sxßungen (GrundtetlungSgeseß) fortge eßt in Ver- bmdung mit der Beratung der Anträge der Abgg. Freiherr von Zedl1ß (freikons? und Boisly (nl.), betreffend Er- Zehungexx über ck Zu ammenlegung von bäuerlichem Grund- estß mrt Großbestß, und in Verbindung mit der ersten Be- ratung de_r von dem Abg.,Ecker-Winsen (nl.) eingebrachten Geseßentwürfe wegen Ansiedlung von Landarbeitern und Schaffung von AUmenden, wegen Scha ng von klein- und mxttelbäuxrlichen Betrieben und wegen örderung der inneren Kolonisatwn durch provinzieUe Ansiedlungsgeseüschaften, sowie des von dem Abg. Aronsyhn (Fortschr.VolkSp.) eingebrachten Gefeßentwurfs wegen Forderung der inneren Kolonisation.
Abg. Freiherr vonReißenstein-Pilgramsdor (Zentr. : Meine politischen Freynde schließen sich kem Anfrage auf erbeerisung der Vorlage an eme Kommt fion von 28 Mitgliedern an. Auch wir stimmen dem Ziel, der Vorlage, Erhaltung und Weiterführung der innexen Kolonisatwn, zu. Wir betrachten es als die erste Aufgabe der inneren Politik, weiten Kreisen der Bevölkerung Grund und Boden zu verschaffen, um so der ländlichen Bevölkerung die Zukunft auf eigner Schaue zu fiebern. Auf diesem Gebiete darf kein Stiüstand ein- treten. Allerdings muß man auf diesem Wege mit Weisheit und Vor- sicht vorwärts schre„itkn nack) dem Grundsaß: wer langsam steigt steigt
esund. Wie verhangnlsvoll Fehler auf diesem Gebiete find, Hat die ZZemeinbettsteilung unter _Friedrich dem Großen gezeigt. Weiter find wir der Meinung, daß fur die innere Kolonisation einzig und allein wirtschaftliche Momente mgßgeberxd sein dürfen. Wir wünschen nicht, da die innere Kolynisatwn mlt irgend welchen Momenten kon- fef oneller Art verknupft wird. Die Ansie'dlungspolitik hat alt zu machen vor der Unvetleyliéhkeit des anateigentums. D ese ist ein Grundpfeiler des konsexvativen Staatslebens. Hier darf keine Bresche gelegt werden. Wu: sind fur eine innere Kolonisation, namentlich sowÜt sicb freiwillige BFHE finden, die Grund und Boden für die Besiedlung hergeben. ach diesem Grund aße“ find wir bereit, die Vorlage'zu prufen. Ueber dieZuristiscben edenken, die ein Teilmeiner politischen Freunde ge en vers iedene Besfkmmungen des Geseßentwurfs hat, wird ein raktionskollege fich äußern. Immerhin find wir der Meirzung, daß der Geseyentwurf einen Boden hergibt, auf dem wir uns eimgen kömzen. Was nun den ersten T-il, die behördliche Genehmigung der Guterteilungen, anlangt, so sind wir der Meinung, daß er in der vorgcschlagenen Ausdehnung doch zu weit geht, obwohl wir anerkenyen, d_aß au_f dem Gebiete des gewerbs- mäßigen Güterhandels Auswucbse m retcblicbem Maße vorhanden
find, die auch wir beseitigen wollen. Eine vollständige Begründung
für die behördliche Genehmigung in allen Landesteilen scheint uns
«geführt, daß
inister für Landwirtschaft,"
nicht gegeben zu sein. Wenn man sub das statistische Material ansieht, das in der Begründung über die Zerschlagung des Gruyd- befiyes in den einzelnen Regierungsbxzirken gegeben ist., so er cbemt dieses doch recht dürftig. Die Begründun "bat fich diejenigen egie- rmtgsbezirke berauSgegnffen, die am beweisqraftigsten find. Es gibt doch aber auch eine große Anzahlvon geWerbsmaßigen Teilungen,dje ganz be- stimmt Von angemeinwirUckoaftliäyen Gefiébtkpunkten aus begrundet find. Anders liegen die Verbältniffe in den Provinzen Westpreußen und Posen. Wb.- find der Meinung, daß dem Güterbandel durch diese Maßnahmen außerordentliä') schw“ beizukommen ist. In Bayern haben s'lcb durch die Einführung eines derartigen Geseßes schwere Uebelstände ergeben. Dadurch ist auf die Boden- preise ein Druck nach unten ausgeübt worden, den man nicht mehr als normal bezeichnen kann. Zahlreiche Bauernexxstenzen, die nicht besonders festgesessen haben, sind dadurch Über die Klinge gesprungen. Bei dem § 4 muß man die rage aufWerfen: was find gemeinwjrtscbaftliche Jntexeffen, und was md die Ziele der inneren Kolonisafwn? Diese Gründe sind nach unserer Anßckdt durchaus kautschuxartig. Ueber den Begriff „gemeinwirtschaftlube Interessen“ sagt die Begrüvdung niehts Näheres; man müßte ihn in den Ausführungsbesjimuxungkn näher präzisieren. Bezüglich der „Ziele der inneren Kolonisation“ erkennen wir an, daß fie bei der derzeitigen Regierung, feststehend sind. Wird das aber auch spätethin der Fall sein? er haben Bedenken dagegen, dem Regierungs- pkäfidenten so Weitgehende Befugnkffe in die Hand zu geben- Das Beschwerderexbt der Jytereffenten wird. iUusorisch gemacht, weil der Regierungsprasident uber die Besckywerden auf Grund der Berichte der nachgeorkrzeten Behörden entscheidet, gkgen die die Beschwerde fick) geradeKrtchtZt. Dte Sympathixn meiner Freunde für die gewerbsmäßigen Guterhandler sind nicht alizu groß. Man kann aber nicht so Weit gehen, den Güterbändler als den (Grund alles Uebels anzusehen. Man darf ihm nicht zu harte Bedingungen auferlegen, well man Rückficht nehmen muß auf die Gewerbefreibeit. Man muß aber auch berücksichtigen, daß der Güterhändler auf dem Matkte des Grund und Bodens nicht ganz entbehrt werden kann. Man muß sich vor den Folgen hüten, die in Bayem eingetreten find. Die Ver- anlwortun dafür zu übernehmen, fällt meinen Freunden außerordentlich schwer. ir müssen in der Kommisfion bemüht sein, Bestimmungen zu finden, die die Schäden, die das Gesey mit fich bringen könnte, vkr- meiden. Die Ausführungen in der Begründung des GeseJntwutfs über die Zerschlagung von Grund und Boden in den 'rovinzen Westpreußen und Posen find bedenkenerregend. Es" tft aus- in den letzten 25 Jahren Niesenüacben _auf- eteilt worden sind- Aber auch hier kann man den Guter- Fandel nicht allein verantwortlich machen; auch die Anßedlungs- kommission bst viele Tausende von Hektaren zerschlaaerz. In dkesenJrovmzen hat die Zerjrümmerung des Eigentums von Prt- vaten die rende hes „GemeinwirtsÖaftlichen“ erreicht. Die Ansied- lungspoliiik gesch1ebt nicht aus aemeinwirlstbaftlichem Interesse, sondern ist belastet mit politischen Momenten._ Wir find gegen die Anfiedlungspolitik nicht aus pol1tischen und am!) nicht „aus „konfeffioneüen Gründen, auch nicht aus be- sonderer Vorliebe fur die Polen, sondern aus Intersffen der Allgemein- heit, aus Jntexeffen des Staates. Wir sind aber auch dage en im Interesse des Frtedens und der Gerechtigkelt. Wir wollen uns ni tmit- schuldi machen an den Mißstanden, d1e heute in der Ostmark bestehen. Der inifte'r bax das VorkaufSrecbt _damit begründet, daß es geeignet sein.soll, dle Gtxternachfrage zu bejcbränkkn, die Preise der Güter dadurch herabzzxmmdern und den Staat in die Lage zu sehen, mehr als bisher bauerliche Anfiedlung zu betreiben. Wir geben zu, daß dre Güterpreise in den [eßten Jahren bedenklich ge- stiegen find. Wir haben Von der Regierung erwartet, daß fie uns in ihrer „Begründung einen genauen Einblick in die Frage geben werde, in welchem Maße der Preis von Grund und Boden in den lxßten Jahren gestiegen und wo der Grund und Boden am meisten nn Pteise gesitegen xst. Es wäre doch außerordentlich inter- essant gewesen, wenn wir darüber Aufklärung er alten bäjten. Es fragt fich nun, aus Welchen Gründen der Preis von Grund und Boden so gestiegen ist, und ob das VorkaufSrecbt erade dasjenk eMittel sein wird, wel es gxeignet erscheint, bier helend einzugreien. Was die Gründe an elangt, die für Haß Steigen der Güterpreise maßgebend find, so ist schon in der Begrundung des Entwurfs darauf hingewiesen, a daran zuuz großen Teil die ganze Entwiäklung unseres Wirt- schaftslebetxs beigetragen hat. Das Steigen der Güterpreise ist auch darauf zuruckzufuhren, da? die Qualität der Produkte in den leßten Jahren sehr zugenommen at. Man sehe fich heute nur eine Herde in einem Kuhstall an und Yergleiche fie mit einer Herde, wie wir fie noch vor" zehn oder funfzehn Jahren hatten. Ein weiterer rund fUr die' Steigerung der Güterpreife ist der, bas; gerade Pie Krexse der Industrie das Bestreben haben, emen Tell tbres Vermögens in Grund und Boden anzulegen. Man macht hier oftmals die Beobachtung, daß diese Herren nicht den Mrssckoaftlichen „reis zahlen, sondern jeden Preis, der gefordert wird, um fich dxn Be 113 des Grund und Bodens zu sichern. Dadurch ent- stßht naturli "eine große Nachfrage, und der Preis der Güter wnd in die ohe getrieben. Der nächste Grund ist der, dakß mit dem Wachsen des Wohlstandes der niederen Kreise diese [einen Leute eme besondere Freude daran haben, ihr Geld in Grund und Boden anzulegen. Die Leute wollen „von ihrem Gelbe etwas sehen und davon etwas haben. Sie legen es dann erwin Grund und Boden an, und es ist ibnxn oftmals ganz gleichgü?tig, ob der Preis, den sie zakxlen, wirtschaftltch ist oder nicht. Gerade diese kleinen Leute treiben durch ihre hohe Nachfrage die Preise für Grund und Boden in die Höhe. Ich gebe'nun zu, daß man es leicht für berechtigt hält, von Staats wegen eine Regulierung der Preise herbeizuführen. Es fragt sich pur, ob das vorgeschlagene VorkaufSrecht dazu das geeignete Mittel ist. ' Wir find mit dem Vorkauförecbt des- wxgen in einer, außerordentlich schierigen Lage, weil ja nach dieser thbtung bin m keinem Staate isber irgend welche Erfahrungen ge- macht worden find. Ich halte es doch für einigerma en bedenklich, daß es fgerade der preußische Staat sein soll der zuert von diesem Vorkau Sreckot Gebrauch macht und die Erfaßrungen darüber sammeln soll. Das Vorkaufsrecht entspricht den Wünschen der Bodenreformer, die derz Grund und Boden der peraten Bewirtschaftung entziehen und den Gememden und'dem Staat übertraxzen worten. Dies ist aber ein durchaus sozialisnsches Pxinzkp, das w r entschieden bekämpfen mü en. In das Elgsntumßreckyt ist bereits eine Bre che gelegt worden. ck exinnere nur an das EnteignungSgeseß. as Vorkaufsrecht ist m js Weiter als ein EnteignungSrecht des Staates. Wir Ya en schwerwiegende Bedenken dagegen, diesen Bestimmungen uber das Vorkaufsrecht unsere ustimmung zu eben. Noch einige Worte über die vorliegenden nträqe. Der Antrg ngel- brecht, jeßt Antrag von Zedliß, wünscht Erhebungen 11 er das Bauernlegen in den leyten 10 Jahren; wir begrüßen ihn mit Freude und geben dazu die weitere Ante ung, daß der Bauernstand ge en das Auf ekauftwerden aucb dadur gefichert werde, das; man i m eine Fe tigung seines GrundbesiTes „ ermöglicht. Bei der Fidei. kotmnißgesetzgebunZz wird weiter araber zu,1preck)en sein. Das schon vorhandene efißbefestigungßJese ift werten Kreisen unbequem und unsympathisckp wegen seiner pol tis en Tendenz, Ebenso ist uns der Antrag Boisly syxnpathisä). Die anderen Anträge dienen dem Ziele “M iyneren Kolonisanon und diese Tepdenz billigen wir naiürli UW“ dre Anträge geben aßer doch zu wert und ordern StaatSmütel i ' hohem Umfange, fie raten ein Tempo der a na MLU an das i? dW gebotenen großenVorficbt bei dem Fortséhreijen auf diesemY'z dm er nicht barmontert. Auch mit dem Ziele 591- Schaffun ?) W;? Urchauß Ymd wir durchaus einVerftanden. Jn diefe" B "v er WMWW er Vereinigung für Wobxfabrispftegß auf wd? MINUS! Jnd Von achtenswerte Vorschäge gemacht worden M'? »ünde skbr bs- daß_ die Anmenyenwixtschaft, besondexs x' D r WW" sebr- zuruckgeganßen 1s1', abex M J?" der MMMML-
„ a ZU gro en , ck nichtb1ngeben durfen, da schon Aßlein ?ZffnMLTFteiF-YKJ Mkay?
Grund und Bodens größte Sehwierigkeik bFrxüGemeinden bei diesen BZstrebungen die
M wird, au di , W «W der Gemeinden sYbskethffeanZJexWäxZ ?xxx-