1914 / 111 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 12 May 1914 18:00:01 GMT) scan diff

Und einer ist nicht erder aufgestellt worHen. Von'den 15 „Ab- géordneien, die damals gefehlt Haben, fmkx 11 mredcrgewah'ltz zvai sind vor dEr zweiten Abstimmnng'zuruägetrcten und mex (Wschlagen worden: fünf sind in die'St1chwal)[ gekomnwn. "

Jm Senegal [)(11 ein foÄaltfttschxx Reyubltkancy „uber don viHHerigen Vsrtretcr dss Wahlkretxeß, emen gßßtntgtett sozialistiscßen Radikalen, gesiegt, s_odaf; dw" Zahl der Stße der soziakistischen Repubükaner sick) aux 31 erhoht. Es steht nur Wck) daS Wahlergebnis aus Martquue aus.

*" JUMJL der in letzter Zejt, vorgekommenen Lan- dungßn französischer Militärslxeger quf deuYchenz BodéU hat der Kriegsministex Nouxens, wxe ,_,_W. 1. B. Méldkk, in Ergänzung seinerzeäf erlas1ener Vorckckr1ften vecryfylgt, das; JMlitärflieger fich keinesfaUH der Grenze'nakwrn oder ,):[uxxe untsrnebmen dürfen, die sie zu 9111er [Leßßrxsxegung der G1enze Nranlaffen könnten. FaUS stexm dxr JaaHe der Grenze vqn NLv-xl Übsxfallen würden, müßtßn 'ne landM oYer fosyrt dle NickMmg ändern. Diese Vorschriften erstrecken [[ck] aux lenk- bare Lnftschiffe. Freiballonfuhrer solZen qlle geetgxteten Maß- 11ahmen treffen und gegebenenfalls M emer Entxermmg pon mindestens drei Kilomeiern von dLr Grenze lax1d_en. Jede Ueökrkretung dieser Vorschriften soll dem KmegHmmxster sofort telegruphisch gemeldet werden. *

* Rußland. s d J L' ck abend wurde der türkische MinYtex LS mxern TUNZÄLBLW Uom Kaiser NikoWUS in feterlxcher Yudwxxz empfaugen, Nack) der Audienz stellte er dem Kmser dtedet- glieder feiner Mission vor. Im ANWTJJ daran fMWMk GaWdiner staff, in dassen Verlauf derfzxatser anf das _ ok) du?: Suans Muhammed und daß Gedeihen des oktomamschen

Reichs trank. Schweden. ' '

Ueber daS Befinden Hes KHnigH 1st gestern mxttag " ' I Bulletin verö "entli )t mor en; WUFF Beffxrung im L'Yfinden des Königs ist, nun so wektivor- QCsÖritten, daß der König in den nääxsien Tag'zeg dre NegierungG w edßr Wird übernehmen können. Aber datmt Yer Komg s'eine voUe esu?) - beit wiedyr gewinnen kann, haben dte_ Aerzte tbm auf das[ 1361.) siimmteste geraten, sobald“ als tunlkcky eme Brunnenkur in Kar s a 311 nehmen. ' _, .

--- Wie „W. T. B.“ msldet, bestoßt dxe AMOK, 119.171]th zusammsntretenden Reichßtag vorzuschlagetx, zwecks Emrxchtzmg direkter Telephonverbindung zm1schcn Schwe LTZ 11 nd DeUtschland mit Anschlußwjtungen 11achStockholm un 63018111)ng für 1915 900 000 Kronen anzumetsen.

Türkei.

" ' " ts am

Das c*érxade uber dre Eroßff-nng des Parlamen 14. Mai Ft gestern abend Veroffentltcht zvorden. t- Jm Ministerrat wurde gestern 11,18 Vexatung _des Work- lantßs der Thronrede beendigt, dre bet Eroftnung de,;

Parlaments znr Verlesung kommen soU.

Serbien. "1 t b (* der estri en Sißung der Skkupschti'na W) e ?" _er XunXLdikalegDragSkovic und Geno'ffe'n son)» der Nattonglxst Nibarac Und Genossen cm den_Mrmsterpraftdenken Vaschüsck) Jnterpeüationen Über die im Offtzterkorpß bestehendß Un;

* zufridenheit. Die Skupschtina nahmsodaqn,wie„W-xTxB ,meldet, die Gescßesvonge, betxeffend d16_ ? erb 1 s ch-„rum'gntsche Konvention über den Bau einer Eisenbahnbrucke uber dre

Donau, einstimmig in'“ leßter Lesung an. Der Vorsißende, Präfident Ni ko lic, gab“ der großen Befriediguna Ausdruck„ daß West für die Gestaltung inniger Beziehungen zwischen Rumärxien und Serbien wichtige Geseßesvorlage von der Skupschcxma einstimmig angenommen worden sei, Hierauf wurhe zur Jest- steklnng für *die Heutige Tagesxyrdnung geschrttien., Der Miniserrästdent Paschixsck) erklarte, has; er heute dxe vor drei Taaen Von zwei regterungH-frßundlxclxn Angordnetxn an ihn qekichtew JuterpeUation nber dle UnzufmedYUHett des Offiziérkorps beantworten werde. Der Abg. Pc'mc (Jung- radifal) steÜte den An'trag, daß “auch dle, analoxx InkerpLUation der opposxtxonelxen Parteten auf dre TMZ;- ordnUnq der Heutigen Sxßnqu gesteÜk" werdxn Tode: Der *M'Uüsterpräsidenk PNchxtsck) xrqurte sxch a- MMU. Es kam zu einer Yängerexx ,texlmerse seHx erregten Débalw, in deren Verlauf d1e OppJsttrcznéZredner ,dxe Hyllung der Regierung in scharfer Weise bekampsten, Ha dte Reglergng einer eingehenden Erörterung der Ursachen, die zu denx ernste? Konflikke zwischen der Zivilgewalt und der Armee gefuhrt mx, im ganzen Lande große Erregung Hervorgerufen_k)atten, au,:- Zuweichen beabsichtige. Unter stürmxschem Protest der Jung-

" radikalen wurde schließlich die vom Ministerpräsidenten Pasthitsch

geforderte Tagesordnung angenommen und die Stlzung ge-

cl . 7 )[offen Albanien.

' ie „Albani (be Korrespondenz“ meldet, habet) zufolge dex. YFZZMS, den sdie _intern'ationale Kontroükommtffwn xn Korfu qefaßt hat, sowohl dte aTbamsche Rexxerung Wie Zograpljosz dic notwendig?:1 Anoxdnungen „zur sestseßu'ng dsr neUtralen Zone tn EPWUH verfugt. Durch dtese neutrale Zone, die nach dem Stande der Yperavqnen vom 9- Maj abgegrenzt wird, soklennZnsammenstoße zw1schen den beiderseitige'n "Kombattanten verhntet werdcn.

Amerika.

' * die - DUS rikam cke Staatsdepartezxte11t„l)at . , d,*V[o111atischT:r1n ?Jertretersirx Washington, deren Lander m Mextko- M) "“Wien sind ersucht, die beunruhigerzden Gerucht? JU YLLÜMU, wonach, Zapata in Mexikocitt) dre dort ansasslgen uslßneér bedrohe. M' “str des Aeußern Ruiz hat, wie ' ' e mr e , , , “TZI“ .T- FZWYYYU, bei den Friedensvßxm'ttlerndm “FWW ten tele ra i da egen Einspruch“ erhobenz" (1 I g pk) sch g , auf deS_ amerikanisck e Torpedoboote und em Tr'aUSportYUscru r Höhe von Lo os Island zwischen Tamprco „und, ech! ckK- erschlenen sind und Truppen gelandet hqben, dte dle ex; Mnmäckßer verhafteten, aber wieder fre1lteßen, nachdem ts , W Apparate übergeben Hatten. Ruiz hat um VorsteUungen ei er Régierung der Vereinigten Staaten ersucht.

Weitere, Me[dungen besagen, daß Huerta, außer dem Befehl, die Leuchtfeuer an der Küste des Stleen OzZanS aYsMöschen, ähnliche Anordnungen auch für dre Atlanxzsé)?

Üste gegeben Hat. Die Beseßung Lobos Islands dnrs-te daher eine Vorsicht§maßreael zum Zweck des .SchUZ-Ls der Msamten , Schiffahrt darsteüen. Demgemäß mr_rd die Be- chwerde Huertas über die VerYeZung des Waffenstillstandes für ungekechtfertigt angesehen._„ - ,

- betriaben

(“'n uare ein_e an enen Naäriehten uol e tobt bei Tanépic? die ?vildeZegSZlacht der Lanzen Rzevfolinon. 'Eine Anzabl von Oesxanks sie!" in Flammen. Auch em TQ per Stadt brennt. Der britische Panzerkreuzer „Effex“ ist e1lxgst nach Tampico abgegangen.

Parlamentarisckze Nachrichtem

Die Schlußberichte über die gestrigen Sißungen _des Ne_ich 9- ta gs Und des Hause 5 dex Abg eordneten befmden s1ch m der Ersten Und Zweiten Betlage.

Die heutige (255) SiHUng des Reichstags, welchex der Kriegßminister, Genex'alleutnant von Falkenhayn bex- wohnw, «öffnete der Präxxdent Dr. Kaempf um, 11114 Uhr.

Vom ReichHkaUz[er Dr.vo11Betl)mann Hollweg 1st folgende?- T'“ kamm ein e an en: 4,2ng Die Warmge gT-ziénabme des ReiÖZtags, die Euer Hochwobl-

geboren mir in so gütigen Worten h_ekundet'baben, bat mich in meiner Traxler tief gerührk. Jab bltte'SlS, bochgeeerter 'Herr Präsident, dem hohen Hause meinen aufr1chngen Dank ubermnteln

BU MUM" Neichskanzler von Bethmann Hollweg.

Das HÜUH setzte die Spezialberakxng hes Milit_äretat§ bei den dauernden AUSgaben Für „Y_rtrklerle- und Wafxenwesen“ und für die „Technischen Instttuke“ syrt. ' ' ' .

Abg. Büchner (Soz.): _Daß KriegsZumrsterrum und dre MilitärwerWaltÜng sind in Kkeimgketten Arbeitern und_Angesjx11ten gegeniiber groß. Man sollte ,es detz Staatßarbexterrz nber- laffen, sub zu organifiexen, wxe es lhnen paßf. Dte Ver- waltung Hat auf keinen FaU das RSM, die Arbeiter zu fragen, ob fie organisiert find. . ier werden aber Steuerzahlex ybne weitexes um ihre Arbeit gebracht. Man _seßt soggr den Pollzetavparat m Be- wsgung, um die Gefinnung emes Arbetters zu erforschen, als ob es Pcb darum handelte, einen Raubmord aufxudecken- Dre Polizei benußt dabei sogar Listen weit zurückl'xegender Jahre, um„Arbetter brotlos zu machen. Sie seßt fick) dabei ]elbsf über die Besttmyxuzxgenxes Yer. einstecbts fort. Ich kann es verstehen, nzenn dxe Mtlttarbehorde mcht weiß daß Gewerkschaften ihre Mitgliederlisten nicbt etnzureichen babeß, aber nichf, daß die Polizeibehörye vgn Spaxldau so _dummxist.

Vizepräüdent Dr. Paascbe: Sje durfen eme PoltzSibeborde nicht dnmm nennen. Ick rufe Ske zur ?*dnuna-

Abg. Vücbn er (fortfahreyd): Auch Wahlbeeinfltzffungen Werden Versucht. Die Arbeiteraußsckyüße haben gar keinen meWß auf den Kantinenbetrieb. Da die Juspekkwnen dUTÖ Yi? VNJkserte BSbötde ja vorher bekannt wkrden, so_ ryxrd natyrlicb (31125 in Ordnung gefanden. Jn dsr Zwckckyenzet't lgßk man die Mißsiaqde ruhig bestehen. Cin ArbeitSausschußm1tglted, das 3.1"? Anzcjge gebracht hatte, daß stehengebliebenes Bier Lmd Spexsenreste it) der Kantine der Gewebrfabxif in Spanday zum zwLiten Male verkauf; wurden, wurde einfach abgeschoben; dre Cntxaffung wurd_e damn begründet, daß er die Arbejfeyaufgebeßt batte. Auf,e1ne Bx- fchwerde an das Kriegsministermn] und den KriegSMmister, 111 ber die Einseßung einer Kommtss'xon erbeten wurde, wurde erwidert, die Kantine sei eine Prtvateinrichtung des Direktoxs Weißbau'pt, auf den die Verwaltung ksine_n Emfluß babe, Fm Mitbeßimmungßrecbt könne dahkr"dem_Arbetterausschuß nicbt em- geräumt werden, dem Direktor mUffe uber-Yaüen werden, wie Welk er Rajschläge des ArbeitsraussäxUffxs beruckmchtigen Wolle. Der springende Punkt isK, das; der Arbeitkr zu Yarscht entlaffexj wurde, Bisher nahm man immer av, daß die Kantine eme staaütche Cin; richfung sei. Die schroffe kaaydlung des Arbeitsrausschuffes muß Erbitterung erregen; die Mitglteder können es fixb mcht gefaüen lassen, daß NS wie Schulkinder behandelt wßxdsn, daß fie stramm stehen müssen. Die ArbeiterauöWüffe mnffsn in allxn Sxaats- mehr Vewcgungxfreibeit erhalten. FOL]: Direktor hat leider daßaßÉnigÉZk BestimZYWScert. d Als kem AUTÜUÜMTJÜF

n e te, da a nen ewe r e„ e a an en ge ommen uren, ur e„ erviFM DZekt-oo:s Wxißgbaupt mit 3 „M Strafe belegt. Dabei" Hat der Arbeitexnur aus Pflichtgefühl, gehandelt. Besprechungen durfen nur im Betriebe stattfinden, nicht Zu Versammlungen. Üm_Auss§huß- mitglied zu werden, muß man mmdestens _das 30. Lehensxabr uber- schritteri haben. Der Unterstüßungsfonds fur unschulmq in Not qe- ratene Arbeiter wird willkürlich von der Verwaltung Verwendet. Wer hat bier zu bestimmen, die Verwaltung oder_ das „Kriegßministxrium? Die Verwaltung muß das Versprxchen des KrIeJSMnistermms emlösen. Unter dem neuen Dxrekxor des Fcuerrverkslaborawriums' werden nicht die tüchtkgsten und intelligentesten Arbeite; als Vorarbeeter angecßellt, sondern es beckskhk Beyorzugung. Em Meister bat den Zanamen „Iwan der Schreckliche erhalten. Die Akkordlöbne find so nkedrtg„da me Ar- beitLr kaum auf den üblichen Taaelobn kompzen. Nicht hloß m pankzau, sondern auch in den anderen Militäerktjatterx wird uber die meprtgen Stücklöbns geklaJt, so in Danzig. Dte_Arbelter nxbmen Arhett mit nacb Hause, UM einigermaßen zu, vsrdtenen. Wie kann dle Ver- waltun solche Löhne dulden? mem Arbeiter wurden 20 aks Vor- schuß ßewiüigt, der aber beim nachsten Lohntag auf [emen Lohn Von 20 „% abgezogen JOE, HWY errvaklkltJngleeFFn YYÖUMZ)

u te. Inn xe ' er .

FICK JYFTZ,1?oßmacht fie Hä; mitschuldig. Ganz unschuldig jst fie nicht denn Meister, M W) solcher. Uebechhreikunaxn schuldig aenéacht hatien, wurden beforderY und dekorxert. 'Em Meister Schüler in Spandau bat die Arbejter in der gememsten Weise beschimpft und einxn Albeiter, der_ fich beschwert batte, in die zweite Lobnklaffe verseßt, wq drefer schwer, arbeiten muß obwohl er lungenlekdend ist. Wre [angeIsollen dte Staats- rbeiter noch auf die neue Arbeitsorxnung warten. Der General yon cÉLandel hatte vor zwei Jahren erklart, daß bald eine neue Arberts- ordnung erlaffen Werden sol]. Hoffen wzr. das; nun endlich, die eue Arbeitsprdnung besser wird und dix vjelen Feragrapben bet der TUM Verordnung foctfallen, namentlich_ der_ Paragraph, der erst s äter hineingekommen ist, er die SozialdeMokraan wo]! den Hetxxeben aussrbließk. Eine große Zahl dxr Unfaae tsf auf Uebexanstrengung zurückzuführen. Darum mussen die Urlaubs- verhältniffe verbcßerxbl voeödeét.s FLLFZZS WFZTUHOFZ! Xxerixxes a un 6 , 2 -

YYYZW HLTÖderZReiCbngJ die Err1chtuna „el_ner Pensionskasse für die Staatsarbeiter verlangt. Die Milttarverwaltung hat in Dauz'rg unter Um ebung des ArbeiterauSsÖuffes ein Penfionß- eseß vorgelegt. Die echnuna, aU_f der das (““USB beruht, „gleicht Inf ein Haar derjenigen für die Wztwen- und Wulfenpenfiox m yer Nejchsyerficherungsordnung; man mmmt den Arbeitern sebr Viel, gtbt

*ihnen aber sehr wemg, Daßdie Arbeiter ein solches Geseß ab-

, kann doch niemand wundern. inx neue Lobnordnung, FJeLj-xxnbéeéanuar 1914 gelten sollte, ist endlich nach'10 Jahren in Gestalt eines Antrags erlassen worden, denn. die geltenye Lohnordnung stammt von 1904, und „alle PreiSstetgenzngen, dle ganze Verteuerung der Lebenshaltung fett 1904 waren btsher unbe- rücksichtigt und unbeachtet g2blieb€n-_ Den ersten Entwurf lehnten die Arbeiter ab, weil er vöÜig ynaenugend war, dann kam_ein cm- derer Entwurf. der dann tatsachlich zurn,1- Januar 1914 m Kraft aetretewist. Diese neue Lohnordnung [21st an denselben großen Mängeln wie die bisherige; fi? ficht nicht weniger als 13 Lohr). klaffen “vor; die meisten Arbxtten werden aber nach wie Vor 111 Akkord geleistet, will der Arbe1ter also mehr verdienen, so muß er seinen Körper und seine Kräfte mehr anstrengexx. Jm große“, und anan kann man sagxn, daß bei Zektxobn. eine wtrkliche Lohnerbohung Zarnicht eingetreten ist. Es herrscht uberaU, besondexs aßer in Danzzg, eine ganz ungeheure ntreiberet. In Lippstadt xst mfolge die1er Antreiberel bei den Akkordarbeitern die Zahl der Lungenkranken erbeblick: gestiegen. Der GeneralWild von Hobeanrn sprach ZM) dem warmen Herzen der Verwaltungden in Priwatbetrteben dsschastrgtequbejte-xn

gegenüber. Zeigen Sie doch Jhr warmes Herz für xi: eigenen Arbeiter in_ den Staatsbetrieben! Wir fordern die Besetfkgung der Akkordarbett und eine gerechte Behandlung der Arbciter.

(Schluß des Blattes.) . * -

- In der heutigen (78) Sißung dec; Hauses der Ab- geordneten, welcher der Minister der geistlichen und Unter- richtsangelegenheiten ]). Dr. von Trott u Solz beiwohnte, wurde zunächst bekannt gegeben, daß von Jem Präsidenten des Staatsministerinmß, Reichskanzler Dr. von Bethmann Hollmeg ein Telegramm mit dem Dank für die Teilnahme deS Hauses an seiner Trauer eingegangen ist.

szn' setzte- das Hau?» die zweite Beratung des Ef (1 tx- dLs Mtnxstsrmms dcr geistlichen und Unterricht§- angelegenheiten, Und zwar die Erörterungen über den Fonds von 3,5 MiUiynxn Mark (eine Million mehr als im Vorjahre) zu Veihxlxen für die Jugendpflege fort. Hierzu liegt die Ueberstcht über dix Außbildung und Fortbildung von Jugendpflegern und Jxxgendprlegerinnen im Etatsjahr 1913 vor, die die Budgetkommisjwn nach KenntniSnahme für erledigt zu erklären beantragt.

Das Wort ergriff zunächst der Minister der geistlichen und Unterrick)tSangelegenheiten 1). Dr. von Trott zu Solz, dessen Rede morgen im Wortlaut wiedergegeben werden wird.

(Schluß des Blattes.)

Wohlfahrtspflege.

Der Zentralvxrein für das Wohl der arbeitenden Klasserz, 'Siß Berlm, 'bat fich die Aufgabe gestellt, die Frage der" z'weckm_aßrqen Organisation der Ernährung der Arbeiter kmxr „naheren Erörterung und Behandlung zu unterziehen. Dic W1chng81t dieser Frage braucht nicht besonders hervorgehoben zu werden, erst recht mehr in einer eit, in der die Preise für Lebens- mittel bock) find. Nachdem berets eine besondere Kommisfion Tür die Beschaffung Von orientierenden Unterla en tätig gewe en ist, hat man beschlossen," zunächst eine enksebrift über den Sxand der Arbekterexnabrungsfrage zu veröffentlichen und so- dann tm Herst d. I. m FLYex:1'.in-Cbarlottenburg in der Ständigen Ausstellnng fyr Arbeiterwoblfahrt eine Kon- ferenz über Arbeitercrnabruna zu Veranstalten. Diese Kon- ferenz soll fick) vor aÜ'em mit den_ gemelnnüßiaen, genoffensÖaftlichen und mdustriekley Einnchtunaen, die zur Verbesserung und Verbilligung der ArbeUerernabrnng in Groß- und Jndustrieslädten, in Jndustrie-, Stgaxs- und Gememdebetrkeben bisher geschaffen worden find, be- schafttgsen. Im Anschluß an den einführenden Vortrag eines Physio- logen uber die Grundxatsacben der A-cbeiterernäbrung, wle fie ist und wie fie sein sollte, werben die wirtschaftlichen, technischen und organisatorisÖen Fragen der bestehendén Maffenbezüge Von Lebenßmitteln, der Massen- kucben und Kantinen usw. auf (Grund einer großen praktischen Stoff- sammlung und der vorerwähnten Denkschrift behandelt und zur Er- örterung gesteüt wexden. Die Teilnahme an der Konferenz.stebt allen K_xeisen der Industrte und der Arbeiterschaft sowie den Vertretern der öffentlichen Verwaltungen, der Konsumvereine, der Volksspeiseballen usw. offen. An d"en Vorberatunaen der Konferenz find auch“ die Zenxraxstelle fur Volkswoblfahrt, das Bureau für Sozial- pqlxtik m Berlin und das Soziale Museum in Frankfurt a. M. be- tetltgt. Den Vorfiß in dem Unterausscbu ?, der yom .ZentralNrein" mit der Veranstaltung “0913 Konferenz beau tragt ist, führt der Wirk- liche (Geheime Rat Dr. Thiel, BexKn-SWUZ.

Eine Konferem 'kar Fabrikwoblfahrtspflege, die sick) mit ekner Verwand_te11Tc-,1[7rage aus dem Arbeitersrnäbrungßproblem be- fassen wird, namlich mit dem Großeinkauf von Lebenßmitfeln nnd BedarfSartlkeln i_ür die Arbeiterschaft, namentlich auch für die Fabrikkonsumanyjalien, wird von der Zentralstelke für V'olkswoblfabrt bereits Mitte Juni in Berlin ver- anstaltet, werden; Eine Reihe von Vertretern verschiedener Firmeit soll Bextcbte erstatten, an die sich eine Aussptaäpe anschließt. (Gleich- zeitig wtrd diese Juni-„Konferenz eine andere Frage erörtern: „Fabrik- pflegerinnen und Fabrtkfcßwestern, die ihnen zuerkeilten Aufgaben und rte bisherigen Erfahrungen“.

Kunst und Wiffeuschaft.

Erste Ausstellung der „Freien Sezession“. 11“). Wendet man fich den jüngeren Malern der Se e on 17 der Gesamteindruck, den man von ihren Bildern d(ZdYträgF ZZZF verworren und unkl_ar. Man wäre so gern geneigt, in diesem Chaos eirz tastendes Voxwaxtsdrängen, ein Ringen nach neuen Ausdrucks- möglicbkeiten zu erblnken, wenn man nicht immer wieder bewußten Verzerrungep und krampfhaften GeWaltsamkeiten bege nete. Es ist bedauerhch, daß_ so viele schwach begabte Maler Kc!) plötzlitb expreffiorxisttfcb gebatdxn. Ihre Kraff reicht nicht aus, die neuerr Formen uberzeugend zu gestalten, und so wirken ihre (Gemälde lediglich roh und plump. Noch schllmmer steht es um jene Maler, auf derem Kunst der Expresßoniömuß nur obeeräckolicb abgefärbr hat und derem Bilder daher eme unmogliche Mischung von stofflich charakterk-

sierender Malerei und von symbolischen ormen dar tell . TYYWmsx-U sYam zud seinexn BÉlde d wiei YrÉu r DeLneetys . _gen, ,a 1m run e m inne Corint

erfaßt ist, xedocb m einer verwilderten derben Art au?!

geführt Wurde? Am!) die Gemälde Alfred Partikels von denen: nur die ,Roggenernte' persönlicheren Ausdruck und eigeneä Klang der: Farben aufweist, zßjaen ein Streben nacb roßer, ausdrucksvoller Form,“ das mit,der maxertschen Behandlung der Binge nicht recht zusammm- geben wrÜ. _Dre stack zusammenfassende und vereinfachende Art Qttq Mullefrs kann n1cht darüber hinwegtäuschen, was. fur em _kynVZnnoncller, gefälliger und geschickter Maler er lau Gruyde“ Ut. Niedlich und gefällig ist auch das 1161391 (10 13“. 1431-1119 von Marie Laurencin, der es ni tan Empfindun und- Emfallen fehlt, deren unverdienter Ruhm a er ledkglicb au .mteressanten' Aufxyachung ihrer Bilder begründet ist. uyd Krrchner muß man diesmal den guten Willen für die Tat bmnebmen. Was fie jest ausstellen, ist primitiv, nicht aus ver- haltener, konzentrierter KraFt, sondern aus Unwermö en, und wirkt daher besonHerH rob. Wer dte grotesk verzerrten origineZen Zeichnun en LyonelFetnrngersgenaukennt, verwirdsicbnitbtwundern daßdiYs . Künstler als Maler jetzt beim Kubismus angekommen ifst M er Pechstelns „Mutter und Kind" ist unter den Gemälden FLY

modernsten Saales das einziTZ,er das gesähloffen und eindring1jch wirkt

und bei aller großzügigen Lina , dekorativen_Kompofitionen K_arl fHäMeJr LVUZLYWFÜÉOU i"- DW ste_llung bemabe wie abgeklarte MeiskerWerke und fLffeYLser' Aus- wieder, so oft man vor fie tritt. Die „Erwachenden F 7,3 1mmex Kompofition „Nach dem Bade", die in der “"en und d'“

find, haben einen Schmiß und eine SilbeereFée FCU und kalkig

der Bei H eckel

und ' ' ÜLSUZWUOLYYT erskheinen-M ErimnerbakabsFixervYYWc-ÉSÉÜ fa'rblg Beleuchtung 1313 Einxabriger* die gleiche gx-„syensterhßftsein??)n dadurch nacht _ in seinen Landschaften und ge e frübexen landscmgfltF dexx Trick, mit deffen Hilfe offenbaxt indruck zu eZziekYen UZZFYZFÜMLJ beinen vorübergeelxendxlrx Grafsn Zeppekin Von Bernhard Pankoek FUD dsisel HWY? HFT

*) Vergl. Nr. 104 d. B1.