Feuerw. Offiz. zur Geschoßfabrik, in den etatém. Stand des 2. Feld- Art. Regis, Frhr. v. Lerchenfeld-Abam, Sec. Lt. vom 5. Inf. Read, zum ]. Jnf.Regi., Kor te, Sec. Lt. vom 8. J11i.Negt., zum 2. Inf. Regt., Besiiard, Sec. Lt. vom 3. Feld-Art. Regt., zum 1, Fuß-Ar1.Regt., Paraquin, Sec. Lt. vom 4. Feld-„Art. Regt, v. Oelbafen, Sec. Lt. vom 2. Feld-Art. Regt, Beide zum 2. Fuß-Art. Rear, Grieb, Zeug-Li. vom Haupt L borawrium, zu den Art. Werkstätten, versetzt. Martin, Oberst, bcauftragt mit der
übrimg des 16. Inf. Regis, Eppler, Oberst, beauftragt mit der Führung des 17. InsuRrgtK, zy Regis.Con1n1drs., Meier, Haupt- mann (1. D., unter Reaktivirung mit dem früheren Rang und SteÜung 51 1:1. 811163 des 10.J11f. Regis.,zu111Plawnajor derFestung Germersheim, v. Spreitber, Pr. Lt. 5. D., bisher drm Depot_des 4. Inf. Regis. zur Dienstleist. ziizirtlwilt, unter Reaktivirung rnit drm frühe- ren Rang und Stellung 13. 113. 51663 des 5. Jnf. Regis. zum Adjut. bei dcr Kommandantur der Haupt: und Residenzstadt Müncbeti er- nannt. Die bisher in der Art. und Jng.Schulek-1mmand1rten außeretatöm. Sec. Tits. Baumann, Hailer, Vom 3. Feld-Art. RM., Märk1stetier, Herrmann, sämmtlich im ]. Feld-Art. Rest., Baumann, Scanzoni v. Lichtenfels, Rock, Clar- mann 1). Clarenau, Bürckstümmer, im 2. Feld-Art. Regt, Bbscbl, Habersack, Hütber, Hartmann, im 3. Feld-Art.
Regiment, Randcbrock. Sebilffabrt, Riezler, Darm- boer, im 4. Feld-Artillerie-Regiment, zu cialßmafngen Sec. Lis. ernannt. Die Pr. Ltr.: Lcrb, im 8. Inf. Regt..
v. Stockhammern, vom 12. Inf. Regt. im 10. Inf. Regi, Schneider, im 15. Inf. RM., Ulrikb, vom 15. Inf. Regt: im 4. Jäger-Bat., iämwtlicb als (Comp. Chefs, Frhr. v. Horn, 3 19. Zuiko des 1. Inf. Regis. Und Adjut. beim Gen. Kc-mmdo. des ]. Armeecorrs, Frhr. von und zu der Tann-Ratbsambausen, 9. ]3. 811ij ch 2. Ins. Regis. und Adjut. bei der 2. Inf. Brig, Horadam, vom 1. Eber. Regt. im 2. Ulan. Regi, , Frhr. v. Bercbem, dcm 4. Cheb. Regt. im 5. Cher. Regi, bxrde ais CEcadr. Chefs, Frhr. v. Seckendorff-Aberdar, ubrrzabl. im ]. Ulan. Regt., Stinglwagner, BÖSMiller, vom 1. Fuß-Art. Regt., als Comp. Chef im 2. Fuß-Iirt. Regb, Dillmann,. s 18- Zaire des 3. Feld-Art. Regis, untcr Ernennung zum Unterdirektor der Gcscbützgirßerei, Ruß, überzäbl. im 3. eld-Art. Regt. zu Haupt- leuten (Rittmeistern) befördert. Die Sec is.: 11. Wajlter, kom- mandirt zur Kriegsschule, im ]. J11f.Regf., Stabdinger, im 2. Jni.Regt., Degelmann, im 7.J11f.Regi., Hrrzing. kommdrt. zur Kriegßakadkmie, im 14. Inf. chi., Fux, im 16. Jnf. Regt, Dinglrr, im 2. schweren Reiter-Re.“1i., Schreiber, kommdrt. zur Kriegsakademie, im 5. Cbev.Regf., Schmalz, im 1.Fuß-Art. Regi, zu Pr. Lts. befördert. Marabini, Hanpim. 5. D, verwendet berni Landw. Bez. Nürnberg, Micheli, Ha;1pt1n._z. D., verwendet bei der 2. Jngen. Direktion, als Majors charakterisirt. ,
Jm Beurlaubtenstande. 26. April. Die Offize. drs Beurlaubienstaudes: Halenke, Pr. Li. vom 16. Inf. Regt., zum 4. Inf. RM., Scbmidi, Pr. Lt. vom 6. Inf. Regi., zum 9 Inf. Rth Fickel, Sec. Lt. vom 17. Inf. Regi., :um 11. Inf. Regt., E stein, Sec. Lt. vom 3. Jnf.Regt., zum 12. Jnf.Regt., Gers, Sec. vom 1. Feld - Art. Raab, zum 2. Feld - Art Rent. versejzt. Wurm, Sec. Lt. dcs Bcurlanbtexistaiides im 6.J11f. Regt., zum Pr. Lt. befördert.
Absckoiedsbewilligungen. Jm aktivranere. 26.April (Graf v. Joner-Tettenweiß, Oberst a. D., als Gen. Major, Gemmingen Frhr. v.Masse:1bach, Ha11ptn1.a.D., Treisel, Rittm. a. D., als Majors, Frhr. v. Eichtba[, Pr. Lt. 1“; 19. Zuiko f. C., 1151er Versetzung zu den Offizieren a. D., mit drr Erlaubniß zum Tragen der Unis. des 4. Cbrv. Regis. als Rittm. ckaraktcri1irt. Schnitdt, Pr. Lt. a. D., zar Disposition gestellt. 11. Winckbler, Zauptmann und Platzmajor der_Fesiung (Hermrrsbeim, Martin,
,eug-Pr. Lt. von den Art. Werkstätten, Weig, Sec. Lieut. 3. D., diesem unter Verleibung des Anspruchs auf AnsteUung im M-ilitär- Verwaltungs-Dienst, rer nachgesucbte Abschied mit Pension und der Erlaubniß zum Tragen der Uniform bewilligt. Ritter 11. G rundn rr, Sec. Lt. z. I)., unter Verleihung des Charakters als Pr. Lt., mit Pens. und mit der Erlaubniß zum Tragen der U.".if. verabschiedet.
Yichtamtlichcs. Deutsches Reich.
Preußen. Berlin, 3. Mai. Se. Majrsiät der Kaiser und König haben den Plan, bereits gestern wieder in Berlin einzutrrffen, aufgrbrn müssen, und werden wogen einer Erkältung, dir, sicb in Heiserkeit zeigt, den Aufcnthalt in Wiesbaden um einige Tage 311 vsrlängern griiötbigt sein.
Wie „W. T. B.“ aus Wiesbaden meldct, hatten gestern der Schloßbanptmaim Graf Matuscbka und der Sanitäts- Rati) Friedmann Einladungen zum Diner erhalten.
Se. Majestät nobmen täglich dir Vorträge des Hofmar- scbal1s Grafen von Perponcbcr entgrgrn umd arbeiten ab: wechselnd mit den Chefs des (Zivil- und des Militärkabinets und zeitweilig mit dem Vertreter des Auswärtigen Amtes.
__ Der Bundesratl), sowie der Ausschuß desselben für Zustizwesen hielten hcute Sißungen.
_ Der Schlußbericht iiber die eitrige Sißung des Reichstags befindet sich in der ErZen Beilage.
_ In der beuti en (37.)Sißung dcs Reichstagxs, welcher der Präsident es Reichskanzler-Amts, Staats-Minister HoCmann, und mehrere andere Brvolimäcinigte zum Bundes- rat und Kommissarirn desselben beiwohnten, theilte dcr Prii- sident mit, daß zwei Schreiben von den Abgg. von Forcade de Biaix und Dr. Dreyer eingegangen seien, betreffend die Frage, ob durch ihre Ernennung zu RrichsgerichtsMiithen 110111 1. Oktober 1879 ab ihr Mandat schon 1th erloschen sei. Die Schreiben gingen an die Grscbästsordnungs-Kommission.
Dgrauf setzte das Haus die erste Berathung des Geseß: entwuris, beirrffend de_n Zolitarif des deutschen Zoll- Lebiets, fort. Zunächst ergriff das Wort der Abg. Reichen- perxier (Olpe) und führte aus, daß es sich bei dieser Vorlage ailerdings YM Interessen handele, cxber um die Interessen der Gesammtheit, die aus den Jntcreisen der Einzelnen sich zu- samxxrensrßtsn. Selbst wenn die Theorie der Handelsfreiheit an 11ch richltigwäre, könnte, man sicb nicht Mit der passiven Handelsfreibeit allein be niigen, wenn die aktive den Deu1schen von anderen Ländern be ch'xänkt werde. Leßtere könnte eoentueli nur durch Zöile erzwungen werden. Aber in dieser so über- a11s schwierigen Frage dürfe man sich iiberhaupt nicht von Dok- trmen leiten lassen. Abgesehen von denjenigen deutschen nduftrien, die,noch, schwach und mit dem Auslande noch nicht onkurrenz- fähig seien, und damit sie nicht von der übermächtigen aus- länd1fchen “Konkurrqnz erdrückt würden, in Deutschland geschüßt werden müßten„seirn auch diejenigen der Jndustriebranchen Deutschlands, die_ 1th mit dem Auslande konkurrenzfähig“ senen, in ihrer Existenz nicht gesichert, wenn das Ausland diirch seine Zollmaßregeln den Export derselben vernichten kx)nne.„ Der Redner legte sodann ausführlich dar, wie aller: dings ]Lßt fiir die Übermächtige englische Industrie der Frei: handel günstig sei, daß aber in früheren Perioden, als
in England die Industrie schwächer gewesen sei, man dort keineswegs dem Freihandelsprinzip gehuldigt habe. Die freihändlerische Aera habe in Deutschiand auch zu der unsoiiden Wirtbscbaft der Aktiengeselischasten geführt. Es sei ]eßt die Aufgabe der Gesetzgebung, eine Umwand-
lung in der finanziellen Wirthschaft des Volkes herbei- ufiihren. Die deutsche Industrie habe sich unter der Herr- Zchaft eines mäßigen Schquolisystems, wie es vor der jeßigen
freihändlerischen Periode bestanden habe, sehr gut entwickelt. Wenn man jetzt wieder zu dem alten guten System zuriickkehre, so werde auch ein gleiches Rekultatsich ergeben. Namentlich werde die jekt schwer dqrnirderlirgende, aber äußerst wichtige Eisen: industrie sich (1117 den ihr gebührenden Standpunkt im Welt- handel erheben. Habe dock) dcr Eiscnexport des schußzöli- nerischru Frankreich nach Italien bedeutend zugenommen, während der Eisenexport des freihändleriichen England dorthin in gleichem Maße abgenommen habe. Diese und noch andere vater- ländische Industrien zu schüßen, werde die hohe Aufgabe dieses Hauses jeßt sein.
Der Abg. Dr. Bamberger wies im Eingangs feiner Reds auf die Wandlun in den Ansichten des Reichskanzlers hin, worin ihm schneli die öffentliche Meinung gefolgt sei. Der Reichs- kanzler habe früher den Vorwurf erhobrn, die deutsche Geseßgebung arbeite zu schnell, und 1831 FWS er selbst Anlaß dazu. Die noch zur Disposition stc1€nde Zeit genüge keines- wegs zur gründlichen Lösung der rorliegendrnAUfgabexi selbst bei gewissenhaftester Arbeit. Er ziehe deshalb prinztpalitrr dio Plenarberaibung vor. Es liege hier der unlösliche Widrr: sprncb vor,. daß man einerseits das Volk fiir finanziell leidcnd erkläre Und arif der andern Seite ihm größere Lasten auf- lege. Man suche hierfür die verschiedrnstrii Erklärungen. Der Reichskanzler errege mit seiner Finanzpolitik" im Volke Hoffnungen, die nie in Erfüllung gehrn könntrii. Das sei Nament- lich in diriem Zeitalter des wachsrnden Sozialismris sehr ge: fiihrlicb. Das bisherige Verfahren des Reichskanzlers m 'der wirthicbastlichcn Frage sei alierdings äußerst grscbickt; diese Geschicklichkeit, die so glückbringend für Deutschland auf dem Gebiete der auswärtigen Politik grwesen sei, kehre sicb )'th aber leider gegen die inneren politischen Parteien, Diesen Ge- dankrn führte der RedUer beim Schirtsse des Blattrs näher aus.
_ Dis Lokalregierung in Malta bat mittelst Verfiigung vom 24. v. M. angeordnet, daß diejenigen Provrnienzen arts dem Schwarzen und Asowi'cben Merre, aus der Türkei, Mon: tenrgro und Tripolis, welche mit reinem Gesmidbcitspaß versehen sind, zur Praktik zugelassen werden sollen.
_ Vom 1. Januar 1878 bis Ende Januar 1879 sind im Auswärtigen Amt auf Grund der Bcsiimmungen, betref- fend die kostenfreie Vermittelung des Geldverkehrs der drutZ schen Serleute im Auslande mit der Heiniatk), vom 15. Juni 1877, bei 22 Kaiserlichen Konsulaten mit 118 Anträgcn 6129 (76. 75 „3 Ersparnisse deutscher Seeleute ein- gegangen.
_ In den deuticben Miinzstätten sind bis 51.1111 26. April 1879 geprägt worden, an Goldmünzrn: 1 259 945 520 «46 Doppelkronen, 405 307 370 «16. Kronen, 27 969 925 „M Halbe Kronen, hiervon auf Privatrecbnung 373474410 «16 Vorher waren geprägt: 1 258 844 540 515 Doppelkronen, 405 367“ 370 «7 Kronen, 27 969 925 «16 Halbe Kronen, hiervon auf eratrecbnung 372 508 070 «17; Summa 1 692 927 255 916
_ S. M. Glattdecks-Korvette „Nymphe“, 9 Gescbiiße, Kommaiidant Korb.:Kapt. Sattig, hat am 28. März- cr. Kingston unter Segel vrrlaffen, traf an drmselbcn Tage in Port:?)kdyal ein, give; am 1. April cr. wieder in See und ankerte am 11. April im Hafen 11011 Havanna.
Sachsen-Coburg-Gotha. Coburg, 1. Mai. (Dr. J.) Gestern sind in dem „Regiernngsblait“ wiedrr mehrere gc: memschastlicbe Gesetze der Herzogthümrr Coburg Und Gotha zur Publikation gelapgt, nämlich rin Grieß, betrrffend den F0rftdiebstahl, das Ausfübrrmgsgrseß zur (Zivilprozeß: ordnung vom 30. Januar 1877, zur Konkursordnung vom 10. Februar d. Z., zum deutschen Grrichlskostrngesrße und zu der druiicben Gebührenordnung fiir Gerichtsvoll iebcr und für Zeugen und Sachverständige; ferncr ein Geéeß, bctreffrnd Uebergangsbestiinmmigen zur Civilprozeßordnuug vom 30. Ja: miar, zur Konkiirsordnuna vom 10. Febrnar und zur Straf- prozeßordnung vom 1. Februar 1877, sowie ein weiteres Geseß in Betreff der Straffestseßung durck) Verfügimg der Polizeibehörden und endlich ein Gesetz, die Organisation der Justizbebörden erster Instanz betreffend.
Oesterreich=Ungarm Wien, 1. Mai. Ueber dir in dem heutigen gemeinsamen Ministerratbe unter Vorsiß des Kaisers erledigten Fragen berichtet die „Pest. Korr.“: „Im Sinne der gefaßten Beschlüffe soilen Bosnien und die Herzegowina, sowie Dalmatien und Istrien womöglich mit dem ]. Januar 1880 dem gemeinsamen Yollgebiete der Monarchie einverleibt werden; Triest nnd
iume hingegen verbleiben vorläufig Freihäfen. Mit der z eststeÜung der Durchfiihrungswodalitäten wird ,die öster- reichisch=ungarische Zollkonferenz betraut. Brzüglich der Rege: ung der Administration in Bosnien wird den beider: seitigen Legislativen seinerzeit ein aus wenigen Paragraphen bestehender Gescßentwurf unterbreitet werden, in wrlcbem aus: gesprochen wird, daß die Kosten der Verwaltimg Bosniens womöglich aus den eigenen Einnahmen zu deckcn seien; sollte dies aber absolut unmöglich sein, so sei im Sinne der be- strhendcn Gescbe bei den Delegationen um die Bewilligung der fehlenden Summe anzusucbcn. Fiir Bauten, Investitionen, für die Zollmanipulationskostei1, für Straßen: und Eisenbahn- bauten nmß um die Votirun der erforderlicien Summen bei den beiden Legislativen ange11cht werden. Die indirekte Be: steuerung ebenso wie die Monopole werden ebenfalls von den beiderseitigen Vertretungen gescßlich zu regeln sein. Der diefe Fra en regelnde Gesetzentwurf gelangt vorläufig nicht vor die Par amente. Beschlossen wurde ferner, das; die Vertrags- verbandlungen mit Serbien ehestens aufgenommen wrrden sollen, und daß der serbischeEisenbah11an1chluß im Sinne der in Berlin abgeschlossenen Konvention innerhalb der fest- gesetzten Frist von drei Jahren, Und zwar bei Belgrad, durch-
zuführen ei.“ . 2. Mai. (W. T. V.) Die „Polit. Korresp.“ schreibt: Die Anregung des iranzösischen Ministers der
Auswärtigen Angelegenheiten, Waddington, zur Ueberwei-
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Sie woklrn nicht den ersten auf Zwangsmaßrcgeln von unserer Srite.
„anterscbrn Bureau“ Unterm 30. v. Mis. folFende Depesche zu: „Authentischen Mittheilungen aus Kabu
Frankreich. Paris, 1. Mai. Das heutige officiel“ vrröffentlichteinanericbt des Directeurs de la Presse, Hrn. Anatole de la Forge, an den Ministerdes Innern „iiber die Prrßfreiheit in Frankreich.“ beleuchtet an der Hand alter Ouellenwerke von Jean de La (Taille, Cheviliier, Didot, Hatin, Peignot, Leber u. A. die ge-
Das Befinden des aber nicht hoffnungslos. Ministerium der Jahren 1875_77 veröffentlicht.
virt aus; er erklärte, den fchußzöllneriscb gesinnten kaiiinierii stehc es frei, auf em ihren Bedürfnissen entsprechendes Votum hinzuwirken.
griechischen Grenzfrage an eine Bot: keineswegs allseitig beantwortet. t aber keinem Zweifel, daß der Impuls des fran- inets zu der in Konstantinopel selbst anzubahnen= der griechischen Frage schon jeZt der einmüthigen Unterstiißung sicher ist. Dagegen soll das Pa:
riser Kabinet wissen, daß bei einer Frankreich befreundeten nachbarlicben Großmacht bezüglich des Modus der von Frank: reich beantragten Behandlung der griechischxn Frage Bedenken die gedachte Großmacht hätte vorgeschlagen, die
Frage anstatt einer Votichafier-Konferenz den der Mächte bei der Pforte im Wege der gewöhn- ndlung zu überlassen. _ Nach einem Telegramm est nimmt die europäische Donaukommis- rbriten am 9. d. wirder auf.
ritaunien ,und Irland. London, 1. Mai. Ihre Majestät die Königin übersiedelt, den
bis jeßt getroffenen Dispositionen zufolge, am 19. Mai von Schloß Windsor nacb Balmoral. Den „Daily News“ wird unterm 8. 11. M. aus der
gemeldet: „Die britischen Truppen werden rei Wochen an der Grenze bleiben, um sick) von
den jüngsten Strapazen zu erholen. Gesundheitsrücksichten mach das Lager des Gsiicrals in Gingihlovo 11icht länger
d es soli ein Vorpostsn unweit des Flusses
Jnyazam grbildetwerden. Offensiv=Operationen sollen nicht vor 14 Tagrn wirdrr aufgsnommsn starkes Corps vom Tugela aus aufbrechen und die niedere Straße entlang auf Cetew ayo's Kraal marscbirrn wird. Der feindliche Verlust bei Gingihlovo hat etwa 1200 Mann Der englisch Verlust an Waggons und Munition seit dem Beginne des Krieges wird auf über 750 000 Pfd. Sterl. geschäßt. wird gemeldet, Maédr Lanyon babe befohlen, daß kein
werden, worauf cin
Kriegsmaterial,
Aus VrätosYia -. n: der Stadt auf 500 Glien nähern dürfe. Ueber sind in der unmittelbaren Nachbarschaft von sammelt, und Feindseligksiten zwischen ihnen und Regierung können jeden Augenblick ausbrechen. Schuß tbmi, sondern warten
fghaniscbcn Kriegsschauplaße geht dem FU-
die_ Angrirgrnheitrn Jakub Khans in sehr rfasiung. Es werden krine brmcrkenswerthen
Vorkehrungen getrdffrn, um die Gbilzai-Pässe zu be: haupten. Es herrscht ein Unzufrirdcner (Heist U11tcr Jakub
pen, der sich durch zahlrriche Desertionen kund-
giebt. _ Jm Hauptquartier drs Generals Browne treiTen beständig widersprechende Berichte über thms und das Verhalten derGrenzstämme ein. Badakshan bleibt der Yanplaß ernster Ruhestörnngen.
“"_- L. ai.
die Absichten Ja ub
(W. T. B.) In _der heutigen Sißung des es erklärte „auf eine bezügliche AnfraFe 6
Preis der Scbaßkanlzler Norihcoie: dis NSJierung ha iiber angeblich augenbi folgnngen keine Mittheilungen erhalten, auch sei es mit der Regierung ganz Unvereinbar, sick) in die inneren Angelrgenheiten Rußlands einzumischen. zu denrn sich die Regierung im IFahre? 1852 in Neapel ver- anlaßt gesehen habe, trages zur Basis geha t; der Erfolg jenes Schrittes sei nicbt der Art gewesen, ermutbigequel'bst wrmi derselbe Grimd vorliegen sollte. (11.
cklick) in Rußland stattfindende Ver-
Die Vorstellungen,
ätten die rotokolie des Pariser Ver-
die Regierung zn ciner Wiederholung zu
(W. T. B.) Die „Times“ läßt sich aus von gestern mriden: es gelte für sehr wahr-
daß Jakub Khan herite Kabul vrrlassen und nach Gundaxnnk komnten werds, um mit dem Major Cavagnari zu konscriren.
Jm Anschluß an diese Nachricht wird dem Bureau“ aus Simla,
„Neuierscben vom heutigen Tage, gemeldet: Ja: habe dir Absicht ausgesprochen, sich nach dem
€11glischcn Lagsr bei Gundamuk zu begebrn, um mit den in- discben „Behörden persönlich zn verhandeln. Derselbe werde
mit mehrerrn Sipdars, Ministern und einem ge von Kabul abreisen.
„Journ al Die Studie
der französichen Presse von ihren bis weit dung der Buchdruckerkunst zurückreichenden An:
fängen €die ersten geseßlichen Censurbestimmungen datiren aus dcm „Rays 1275) bis
herab zu Ludwig )(7. und den leßten [ten Regimes.
Kaiserliche Hoheit der Erzherzog Rudolf von
ist gestern Abend, von Italien kommend, mit
eirzem Gefolge von sechs Personen in Villafranca bei Nizza eingetroffen., um sich von da an Bord eines öster- reichischen Kriegsschiffes nach Spanien zu begeben.
fr.) Die Nachricht von dem Todedes Generals [che gestern durch alle Zeitnngen ging, ist un: Generals ist sehr beunruhigend,
des Innern hat soeben Auswanderungsbewegung in
eine den Danach hat fich dieselbe, die den vorhergehenden Jahren schon eme sehr noch mehr verringert. Sie zählte in den er-
wähnten drei Jahren 10 997, in den Jahren 1872, 73 und 74 dagegen 24 000 Per onen. _ 2. Mai. (5
.T. V.) Die Delegirten der schuß- gesinnten andelskammern Überreichten s-Minister irard heute Vormittag die in Versammlung votirte Adresse. Auf die An:
sprache derselben erwiderte der Minister: Die schnelle Votirung
hänge von der Kommission ab. Ueber die selbst sprach sich der Minister nur sle reser-
andels- bei den Senatoren und Deputirten
effe, so würde er sich eventuell zurückziehen, da Abschluß von Handelsverträgen sei, Im Al]:
gemeinen s ien aus den Erklärungen drs Ministers hervor-
die Regierung geneigt bleiben würde, Handels:
verträge abzuschließen, und zwar auf drr Basis von Sätzen,
er find als die in dem allgemeinrn Tarif, und
wiirde.
daß sie diese Meinung auch vor den Kammern vsrtreten
Die Delegirten wurden heute auch von dem Vräs iden- ten Grévy emyfanget), welcher denselben die Versicherung ertheilte, daß die Regierung sich mit der Lage der Industrie beschäftige, und daß sie sick) bemühen werde, alle Interessen mit einander in Einklang zu bringen.
Der Präsident Grézvy empfing ferner den Besuch des Prinzen Aleander'von Hessen, der sich 111it seiner Gemahlin und semem ]i'mgsten Sohne bier aufhält. Der Prinz kehrt in der nächsten Woche mit seiner Familie nach Darm stadt zuriick und wird daselbst mit fcinem Sohne, dem zum Fürsten von Bulgarien erwählten Priiizen Alexander von Battenberg zusammentreffen, welcher die bulgarische Dr.putation in Darmstadt empfangen wil].
Spanien. Madrid, 29. April. Gestern Nachmittag traf hier aus Sevilla die Nachricht von dem Tode der seit längerer Zeit krank darniederliegenden Schwägerin Sr. Ma- jestät des Königs, der Prinzessin Christine, ein. Sie ist derselben Krankheit erlegen, welche vor wenigen Monaten ihre jüngere Schwester, die Königin Mercedes dahinraffte, nur daß bei ihr der Verlauf der Krankheit ein etwas langsamerer war, als bei der unglücklichen Königin. Der Herzog und die Her: zogin von Montpensier befanden sich an dem Sterbelager dieser zweiten Tochter, welche ihnen binnen Jahresfrist durch den Tod entrissen worden und die man eine Zeit lang für die Nachfolgerin auf dem Throne ihrer vorausgrgangenen Schwester gehalten hatte. Se. Majestät der König Alfons begab sich heute früh von hier nach Sevilia. Der Tag für die Brisrßung der Leiche ist noch nicht bestimmt. W1:_es heißt, wird die Verstorbene an der Seite ihrer Schwestrr im Escurial ihre lebte Ruhestätte finden. .
_ 1. Mai. (Ag. Hav.) Se. Majestät der König wir.- am Freitag nach Madrid zurückkehren, um So. KÜiikkich) Hoheit den Kronprinzen Rudolf von Ocsicrrzzcb, welchcr am Sonnabend hier eintrifft, zu empfangen.
_ 2. Mai. (W. T. B.) Wie der ministrrielis „Tismpd“ mrldet, grhören von den neugewählten 441 Deputirten 333 der ministerieüen Partei an.
Türkei. Konstantinopel, 2. Mai. (W. T. B.) Die von der Pforte zur Prüfung der Vaknfangelegenbrit in Ostrmnelien einge eßte Speziaikommission hat folgende Lösung der Frage vorgeschlagen: Die nach dem Herkommen zum Vakuf gehörigen Güter sollen den derzeitigrn Inhabern gegen verzinsliche, amortisirbare und einen verkäuflichen Werth repräsenrircnden fandbriefe käuflich überlassen wcrdrn, die Lokalderwaltung oli den Berechtigten gegeniibrr eine Garantie dieser Scbuldurkunden Übernehmen und die von den Inhabern zu leistenden Zahlungen überwachen. Die gegenwärtigen Zn: haber der Vakufgiiter werden dadurch in den Stand gesetzt, in kürzerrr oder liingerer Zeit und ohne erhebliche Opfer das volie und urteingescbränkte Eigenthum an diesen Vakufgiitern zu erwerben. Was die den Moscheen gehörigen Und von den- sriben direkt verwalteten Güter betrifft, so soll bezüglich ihrer Alies unvcrändert bleibrn. Nur in dem Falie, daß diese Güter mit Hypotheken belastet sind, folien die Einkünfte der- selben 11011 der Verwaltung der Provinz eingehoben und bis zur volisiändigen Tilgung der Schuld den dabei Jntrreisirten ausgeantwortet werden. _ Die internationale Kom- mission für Ostrumelien begiebt sich nunmehr nach der erfolgten Unter eichnung des organischen Statuts für Ost- rumelien nach (Zhilippopel zurück, da den betheiligten Regie- rungen angezeigt erscheint, daß die Kommission die fiir die administrativen Einrichtungen der autonomen Provinz erfor- derlichen Maßnahmen an Ort und Stelle vornehme.
Rumänien. Bukarest, 2. Mai. (W. T. V.), Nach hier vorliegrnden Brrichten ist Fürst Karl auf der mri dcm Kronprinzen von Sckweden Nack) der Moldau unter- nommenen Reise überall Mit großem Enthusiasmus empfangen worden. Drr Fürst kehrt an demselben Tags, an welchem der Kronprinz Rumänien verläßt, nacb Bukarrst zurück. Der Minister-Präsident Bratiano trifft bereits nächsten Sonntag bier ein. Der Erbprinz Leopold von Hohenzollern wird nächsten Diebstag zu längerem Besuche am Fürstlichen Hofe erwartet. Außer dem türkischrn Grsandten, Suleiman Bey, befinden sich zur Zeit auch Hobart Pascha ,und Karatheodori Effendi, der Bruder des türkischen Münsters des Auswärtigen, hier; heute Abend wird die Ankimst Aleks Paschas erwartet.
Rußland und Polen. „St. Petersburg, 30. Abri.“ (St. Pet. Herold.) Ihre Ma1esiät die Königin der Hel- lrnen ist am 28.April, Mitternachts, in Jalta eingetroffen, von wo sich Dieselbe in Begleitnng Sr. Majestät des Kais ers nacb Orianda begab. '
Eixi Cirkular des Ministers des nnern an die Gouverneure ?th dieselbexi M Kenntni , daß alle For- derungen und Vor chläge der zUtWLiligen General=Gmwerneure von St. Petersburg, Charkow und Odessa, wie auch der General-Gouverneure von Moskau, KUW und Warséau, denen zeitweilig dieselben Rechte, wie jenen, vc-rlieben ind Unverziiglick) ausgeführt werden müssen, obwohl der Wirkun s- kreis der General-(Houverneure nur auf das ihnen unterste te Territorinm ausgedehnt ist.
_ 1. Mai. ( ()UM. de St. Pet.) Durch einen Ukas Sr. Majesxät dcs aisers vom 29. U. M. ist der General- Adjutant, Grneral der Infanterie Giikdenstubbr zum Mitglieds des Reichsraths ernannt worden.
_ 3. Mai. (W. T. B.) Die „Agence Russe“ schreibt: Nachdem die Kommission zur Reguliruna der ostrumelischen Grenze sich einstimmig Über die Grenze Rumeliens schlüssig gemacht hat, werden die Pourparlers dcr Mächte darüber, ob die Grenzfrage durch ein Votum der Majorität oder durch ein einstimmrges Votum zu erledigen sei, Überfliissig. Die Frage ist praktisch durch die Ueberein- stimmung der Kommi are gelöst worden.
Gegenüber den in den [eßten Tagen hier verbreiteten Gerüchten erklärt das „ ournal de St. Pétersbourg“: es sei nicht richtig, da die Unterbandiun 211 mit der hiesigrn außerordentlichen ckinesischen Misfsxion abge- brochen seien und das; letztere St. Petersburg wieder zu ver- lassen beabsichtige.
_ Gestern Morgen um 10 Uhr wurde der frühere Seconds- Lieutenant Dubrowin, welcher zur revolutionären Partei ge örte und bei seiner Verhaftung zwei Gensd'ar1neric:Unter: of ziere durch Revolverschüsse verwundete, nack) Verlesung des Todesurtheils, welches von dem General (Jirko bestätigtwor: den war, auf dem Glacis der Pcter-Pauls-Festung mittelst
Amerika. (Mig. Corr.) Der neue Gesandte der
Vereinigten Staaten am Berliner Hofe, 1)r. schifft sich am 15. d. M. in New-York an Bord des Dampfers „City of Brussels“ nach Deutschland ein,
Süd-Amerika. (Allg. Corr.) Der in Southampton . eingetroffene Postdampfer „Guadiana“ bringt aus Buenos- Ayres nachstehende, bis zum 2. April reichende Berichte: Der chilenische Gesandte war daselbst angekommen, um den Strcit zwischen Chile und der Nrgentinischen Republik bezüglich der Souveränetät iiber Patagonien auf der Basis des jüngsten Vertrages zum Austrag zu bringen. Da indes; m der argentinischen Deputirtenkammer eine starke Partei drn Vertrag beanstandet, wird die Ratifikation desselben als pro: blemqtisck) betrachtet. Die Wahlen für die Stadt und die Promnz Buenos Ayrrs sind ruhig verlaufen. Die Einkünfte des Landes zeigen keine Verringerung. Die Lage der Dinge in Montevideo ist eine friedliche, aber der Handel stockt ndcb immer. Nach Berichten aus Paraguay ist die dortige Jndusiris im Wiederauffchwunge begriffen.
Afrika. (Allg. Corr.) Aus Zanzibar melden bis zum 5. April reichende Briefe, daß daselbst allenthalben Ruhe h'errscbe. Der Afrikareisende Mr. Stanley ist in Begleitung eines belgischenOffiziers, M. Dutalis, an Bord des „Albion“ auf der Insel angekommen und hatte eine Unterredung mit dem Sultan, dem er von dem Konsiil der Vereinigten Staaten vorgestellt worden ist. Soweit bis jeßt bekannt, soll Mr. Stanley als Führer und Dolmetsck) der unter dem Patronat des Königs der Belgier ausgrsandten nenen Expedition fungiren, deren Chéf Hr. Dutalis ist. 1113er der Plan dieser Expedition verlautet noch nichts Näheres. Einige glauben, Stanley beabsichtige in erster Reihe die Flüsse an der Ostküste, möglicherweise den Lufigi, Dana und Juba zn untcrsncben. Andere haben Grund zu glauben, er werde sie!) nach dem Congo begeben, welcher die Hauptbasis der Opera: tionen bilden sol], sobald er das nötbige Gefolge sngagirt hat, zu welchem Vehufe er sich nach der evtgegengeseßten Küste; begeben wird. Es heißt, daß die Eingrbornen im Innern selber _eine Zwrigftraßr von der sogenannten Mackinonstraße zwischen der Küste und dem Nordende des Nyaffasees an- legen.
_ Australien. Brisbane, 18. April. (Ag. Hav.) Gestern smd 15 Kommune-Verurtheilte von Neu:Kaledonien auf einem Boot nach Queensland entflohen.
White, Inman:
Statistische Nachrichten.
Nach der aUaemeinen Volkßzählung vom 31. Dezember 1877 brtrug die thatsäcblicbe Bevölkerung Spaniens auf der Halb- insel und den benachbarten Inseln 16 625 860 Einwohner, darunter 40 741 Fremde, so daß eine Zunahme von 952 324 Einwohnern im Vergleich zu der Erhebung von 1860 stattgefunden bai. _ Die Be- wegUng in der Verbrechersiaiistik war, nach AuSweis der amtlichen Zeitung, am 31. März folgende: vorhanden waren am 28. Februar 17 224 Bestraste, davon 16 369 männlichen und 855 weiblicbm (He- schlechtsz dazu traten im März bezw. 581 und 26 und gingen ab bezw. 38:5 und 25, so daß am 31. März ein Bestand von 17 418 verblicb, nämlich 16 562 Männer und 856 Frauen.
- Kunst- Wiffenfchaft und Literatur.
„Königlich Preußische Militär-Kirchen-Ordnung Vom 12. Februar 1832, nebst allen dieselbe bis auf die neueste Zeit ergänzenden oder abändernden Verordnungen und erläuterndewAn- merkungen“, besorgt von Hoffenfelder, Divisionspfarrer der 5. Division zu Cüstrin. 8. Kart. Preis 1,60 ck Berlin, R. v. Deckers Ver- lag. Marquardt u. Schenck. _ D'r Verfasser hat in dieser neuen AuSgabe drr Militär-Kirckyenordnung in den dern izrsprünglicbcn Trxt beigrfügtcn Anmerkungen alle seit dem ersten Erichrmen dersrlben evin- getreteneu Abänderungen durch spätere Gcstße und Verordnungen beruck- sichtigtUnd auch durch sonstige erläuternde Anmerkungen die Orientirung in den auf drm militär-kircblichen Gebiete geliendrn Bcstimmungen erleichtert. Beigegeben sind diesem Werke außerdem die Bestimmun- gen über die Regelimg des *.Ukilitar-Kirckpenrvesens im (Großherzog- tbam Oldenburg und im Grobberzogtbum Baden, diz: Instruktion für die Militär-Oberpfarrer, das Formular zur Vokatlons - Urkunde und das Jntroduktionsformular fiir die Militärgeistlichen, Scbxma'ta zu vorgeschriebenen JahrestabeUe11,'ein Auszug ans dem Militär- Strafvoilstreckungs-Reglement, 1owe1t dasselbe die Mitwirkuni) drr Militärseelsorger betrifft, sowie eydliib die nenestcn Vorschriften, betr. den Schulunterricht der Militarkmder. _ ck
London, 30. April. '(Cöln. Zi .) Hormuzd Rassam 1-2 in diesem Jahre durch Krankheit ver indert worden, sein: “.*-Zach- forscbunaen in Assyrien mit dem gewünschten Eifcrfortzujrlien. Indessen hat er einen Fund gethan, Welcher fiir die unfrethÜige Untbätigkeit reicblichen Ersaß bieten wird. In der Stätte des jüd- Westlicben Palastes auf dem Hügel bon Kooyunjik bat rr" emxn achteckigen cylinderförmigen Thurm aufgedrckt, desse'n Außenf19che in gut erhaltcnen Inschriften einen ericht iibsr die Kriegszugs drs Königs Sennacherib (oder Saiibertb) wiihrend eiiies Jabrzehxits seiner Herrschaft enihalten. In diesem Bericht Wird a1zch der Krieg Sennacheribs mit den Juden unter dem König Hezektah (Hiékia, Zeitgenoffe des Jesaias, regierte vrn 728 bis 699 v. Chr.) bescbrtebxn. Der Cylinder mißt etwa 20 Zoll in der Höhe und 6 bis 73011 tm Durcheffer. Den hier einaeiroffenen photographischen Abbildungen nach zu urtheilcn, ist er wohl erhalten. ' . - Am 15.April wurde in Moskab emeAutbropologiscbe Ausbstetllung eröffnet, über welche die „M. D. Ztg.“ Folgendes mitt eil : Neben dem Allgemeiuchk, ein axiscbauliches Bild der Ent- wickelung des Menschen von der vorbiiwrischen Zeit bis heute zu geben und das Interesse für die anthropologische Wifienschaft zu heben, verfolgt die Ausstellung nock) den Speiialzweck, dadurch ken Grund zu einem antbropologistben Museum für den Lehrstuhl der Anthropologie an der Moskaucr Uniyersität zu legen. Zu diesem Zwecke War schon die Ethnograpbiscbe AusfieUuziq des Jahres 1867 bestimmt gewesen, und sie hatte sick), ursprüngitch als Anthropologische geplant, nur wegezi des damals pocb gering entwickelten InteresseI für Anthropologie m der Praxis in eme ethnographische verwandelt, die, der damaligen Strömung Rechnung tragrnd, ihr Hauptinteresse den slawncbcxn Völkerstämmen zuwandte. Doch nimmt auch die gegenwärtiße Ausstellung, als eine ini, Cen- trum Rußlands veranstaltete, sel stverständlich am meisten Rucksicht auf die Entwickelung des russischen VolkSOtammes und drr mit ihm verwandten slawischen Stämme, weshalb für den Kenner die Schädel- sammlungen aus verschiedenen Grabhügeln (Kurganen), des Mos- kauer, Jarofflawschen, Twerscben, W[adimirscben und anderen Gou- vernements, sowie die dabei gewonnenen reichen Sammlungen von ?erézexgen aus der Stein- und Bronzezeit von größtem Inter- e e m . Da die AussteNung jedoch auch auf den vorbistoriscbenkMensMn Rücksicht nimmt, von dem wir nur aus seinen Knochenuberresten, aus den damals im Gebrauch geivesenen GerätbsÖaTten, nach der damals lebenden Thieren und den Erdschichten, n welchen die Alles gefunden wird, Kenntniß erlangt haben, so ist die Aus- stellung, den dekorativen mit dem instruktivcu Zwecke verbin- dend, in der Weise ausgestattet worden, daß sie stellenweise emen
des Stranges hingerichtet.
der Mensch damals in die Erde zu tbeilen und die er theils zu bekämpfen, theils sicb nutzbar zu machen hatte. So smdrn wir außer dem Höhlenbären, dxr Hyäne und dem Löwen besonders jene gewal- tigen Repräsentanten des Amphibiengeschlecbts, den Jchtbvosaurus, Plefiosaurus und Hyleosaurus, ferner das in Sibirien so häufig ge- fundene Mammutb und das spezieÜ der Neuen Welt angehörige Yiegatberium, sowir endlich gelungene Nachahmungen der kolossalen Farrenkräuter und Scbachtelbalme, die jene Urzeit charakterifirkn und den Meinen Wohl eher aus Scb-xffels Gedichten, als aus wissen- schaftlichen Werken bekannt sein bürsten.
Krhrcn wir aus dieser, zumeist dcr vorbistdriscben Zeit («ewid- meten (linken) Abtheilung in die rcchte Hälfte der Aussteiiung zurück, so finden wir dort eine Anzahl, noch von der Ethnograpbisckyen Aussteilung ber bekannter Gruppen aus dem Leben versibiedener Völkerstämme, worunter besonders die von Hrn. Pokrowskij zu- sammengestcüten Gruppen übsr die erste Erziehung und Pflege der Neugeborenen bei verschiedenen russischen Völkersc'baftrn Fuser- effe erwecken; ferner finden wir ddrt reiche archäologiscbe Samm- lungen und zunächst mitRlickficbt auf die aÜmäblich veränderten SÖädelformen ausgestelite Aquarellen, Photographien M. von Per- sönlichkeiten vom zkhnten Jahrhundert bis auf unsere Zeit. Im Hmtergrunde rechts befinden fich neben einzelnen Spezialsammlungen, die auf Wanscb der AUSstellcr bereinigt bleiben und nicht am die ent- sprechenden Abtheilungrn vertbeilt werden soUten, einzelne Zimmer für Arbeiken der Spezialisten, für Beratb-Ungrn dcr Drputirten :c. Sogar auf ein Krankenzimmer ist in vorsorglicber Weise Bedacht genommen worden, in wckcbem p[ößlicb Erkrankte Aufnabtnc und zu- gleich ärztlichen Beistand findeti können, da fick) eine große Anzahl von Aerzten crbotrn hat, abivrchxelnd in der Ausstelinnq zu weilcn.
Im Aligemcincn muß man den Männern der Wissenscbaft, wie der Kunst, die dem Arrangrment der Ausstellung ihre Zeit und Kraft widmeten, voile Anrrkrnnung zollen, und es verdienen außer den Profrssoren Schtschucowsktj und vvrziiaiicb Bogdanow, noch be- sondere Ernäbnyvg die Herren A. Kelsiew, Sdgraf, Filimonow, Anntscbin und U|chakow als Sammler und Sewrjugin und Dxmour als Dicoratenre. Jener bezüglich der Modelie alter Grab.]ewölbe, Dolmen 2c., Lrßterer bezüglich der Nachbildung vorsintfiuthlicber G2- wächse -und überbaupt drr Pffauzendekvraiion.
Nach der. „Mosk. Wed.“ bat die AusstcÜuna in nkurster Zeit eine Weiters Bereicberung erfabrrn durcb eine interessante SImmlung bon Bronze- und Eisengeginständem, die Professor Samokwasow aus Grabbü,1eln im Kurski'icben, Kijew'schrn, Tschcrnigow'scben und Pultawa'scben, sowie in dcr Gegend WU Warscbaii erbcutet bat.
GeWerbe und Handel.
Vom Berliner Pfandbricf-Jnstitut smd bis Ende Avril 1879 42367 200 246. 43 prozentige imd 8989 800 «FK 5prozeniige, zusammen 51357 000 «M Pfandbriefe angegebcn nwrden, wovon norl) 41625000 «16. 4-Zprozrntige und 8328000 „M 5pro- zentige, zusammen 49 953 000 „16. Pfandbriefe vrrzinslicb sind. Es sind zugesichert, aber noch :*.icbt abgebobrn ] 733 400 „M.; im Laufe des Monats Aprii 1879 awxxneldet 5 Grundstücke mit Einem Fener- verficherungswertbe von 34kck:'50 „M
_ Dir Marienburg-ZNlawkaer Eisenbahn hatte im Jahre 1878 cine BetriebScinnabme von 1776 028 „16 Und eine Betriebsausgabe von 830 682 946, so das; 945 345.16 als Gewinn werblieben. Hiervon entfallen auf den Erneuerungswxid 185 926 „M, auf die Eifénbabnfteuer 17 566 «FH, an Dividende (5170 für die Stammprioritäfen und 50/0 für die Stammaktien) wrrden 702 652.“ rektbeilt, und 39 201 «. bleiben zum Vorirag_ auf neue Rechnung. Aus der Bilanz ist zu ers2hen, das; die Gcselljckyaft einen Reserve- fond von 365 400 «16 und eine Baureferbe von 1377 439 «xz. besißt.
_ Die „Leipz. Ztg.“ bringt einen weiteren, vom 1. Mai datirien Bericht über die LeipzigerO stermesse: Obwohl die_Meffe uns eme große Menge Menschen zugeführt bat und man schon der Hoffnung Raum gab, “OY sicb Mnigstens ein leidlicbes Meßgescbäft rutwickeln wiirde, läßt si nur sagen. daß es in den meisten Meßartlkelu bisher iioch sehr ruhig ging. Wenn auch in Tuchen und Buckskins ein ziem- licher Theil der zugeführten viclen Waaren umgesetzt Wurde, so waren es hauptsächlick) die besseren Fabrikate, die den Fabrikantcn ziemlich zu- friedenstellende Preise brachten. Crimmitsrbau, Zorstr, Peitz und Kottbus sextcn ganz bübskbe Partien um, da diese rte [ockende naue Maxxer an den Markt gebracht battcn. Die leichten Waaren aus anderen Orten (iiiigen nur ibeilweise befriediaend um, es wurden aber die Preise schr gedrückt. Baumwollene Rock- und Hosenstoffe, von welchen recht nette Muster zu ,brmerke'n Waren, Waren ganz wenig gefragt, und es kamrn die Fahrt- kanten wieder nicht auf ihre Meßankosten. Ebenso erging es der Fabrikanten baumvaener bunter Tüchcr, bon d211e_n deshalb die meist-sn den ibeueren Meßplay frühzeitig wieder dcrließen. Woilene Strumpfwaaren blieben ebenfalls ohne bkdcuteiide Nachfrage und es waren nur leichte Sommertraarcn, sowie einige Phaniaste- sachen, die in ganz kleinen Posten umgingen. Für schwerc Winter- waare, wie Jacken, Socken und U.1terbeink[*cider, wollixe man sich gar nicht intercsfiren, da troy des lang anhaltenden verflojsene'n Winters die Lager der Händler keine fühlbaren Lücken aufzuweisen haben. Von böhmischen Glaswaaren ist diesmal nichts zu brachten, da darin, was Luxussacben betrifft, so gut wie nichts begehrt Wiirde und Gebrauchsartikel nur Wenig Nkbmer fanden. , ,
_ Die Dividende der Werra-Bahn pro 1878 Mrd 11% betragen. , , _
Paris, 1. Mai. (Fr. Korr.) Die Strikes in Lyon und in denKoblengruben von T'oucby und Lourcbcs dauern fort.
Verkehrs-Anstalten.
Auf der indo-europäisÖen Telegrgbbeniinie smd rm Monat April d. J. an aebübrenpfiichtigen Depeichen befördert worden: 8. aus London, dem übrigen England und Amerika nacb Persien und Indien 1004 Stück, 11. aus Perfien und Judirn nacb Lbndon, dem übrigen England und Amerika 1407 Stück, 1“. vom eyropaischen Kyn- tinent _ excl. Rußland _ nacb Persien grid Jndren„449 Stuck, (1. aus Persien und Indien nach dem europaiscben Kontinent_ excl. Rußland _ 339 Stück. Summa 3199 Stück. _ New-York, 2. Mai. JW. T. B.) Der Hamburger Poit- dampfer .Gellert“ ist eure früh 3 Uhr hier eingetroffen.
Berlin, den 3. Mai 1879. Cöln, 3. Mai, 1 Uhr Vorm. Die englische Post
vom 2. Mai friih, planniäßikx in Verviers um Uhr 21 Minuten Abends, ist ausgebieben. Grund: Ung ige Witterung.
„Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler der ProvinzSachsen und angrenzender
Gebiete" Herausnegeben von der Historischen Kommisfion der Provinz Sachsen. (Haile a. d. S. Druck und Verlag von Otto Hendcl.)
1. Heft: .BescbreibendeDarstellung der älteren Bau- und Kunst- denkmäler des Kreises Zeitz.“ Unter Mitwirkung von ])r. tbaol. Heinrich Otte, 139.31. 0111913, bearbeitet von Gustav Symmer, Königlicher Bauinspektor a. D. Mit zahlrecchin Abbildungen. (Preis 3 916.) .
Seit den Politischen Umgestaltungen, die unser _Vaterland dnrch die le ten großcn Krisae erfahren hat, ist auch dre vom Kultus- Mini terium längst geplante Aufnahme und Beschreibung der alteren vaterländischen Kunstdenkmäler energisch in Angriff genommen worden, und zwar sind die neuen Provinzen und Lande (Kurbeffen_,_ Habnover' und Elsaß) darin den alten vorangegangen. Aberaucb m sammtltchen alten Provinzen ist die Angelegenheit seit der jungsten Umgestaltung
gebirgigen und höhlenartigen Charakter aufweist urid ami) Exemplczre der vorhistoriscben Pfianzen- und Thierrvklt enthalt, mit der sich
wieder in Fluß gebracht geworden, und hgbet) die neuen Provinzial- behörden sich der Förderung derselben bereitwilltgit angenommen.