1879 / 151 p. 1 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 01 Jul 1879 18:00:01 GMT) scan diff

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Deutscher Neichs-Anzeiger

und

Königlich Preußischer Staats -Anzeiger.

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Ze. Majestät der Kaiser und König haben Aller- gnädigst geruht: den nackwenamiten Beamten im Ressort des Auswärtigen Amts die Erlaudniß zur Antrgrmg dsr ihnen verliehenen Ordenß-Jnsignisn „iu ertheilen, Und zwar: dss Großkreuzes dLH Herzoglich sachsen- ernßstiniirhen Haus-Or'dens: dcm Kaiserlichen Botschafter Grafen zn Münster in London; des Komthurkrorizes des Ordens) der Königlich italicniscben Krone: „_ dem zweiten Sdkrstär des Deutschen archäologrichen Zn- stitutH in Rom, Professor Dr. Helbig daselbst; des Großherrlick) türkischen OEmaniS-Ordens drittsr Klassik: drm LegatiorieZSstretär Grafen von der Goltz dci drr Kaiserlichen Gesandtschaft in Athen, zur Zeit kommissarisch in Kopenhagen verwendct; drs Kaiserlich rassischen St. Anncn-Ordens dritter Klasse: dem LegationeZ-Sekretär Grafen zu Lynar, ieitherigem dritt€ii Votichafts-Sekretiir bei der Kaiicrlichcn Botschaft in St. Peterßburg' des Rittsrlrench des Großherzoglich meckleii: durgiichen Haus=Ordens dcr Wendischen Krone: dem Kaiserlichen Konsul Frsiherrii von Jfflinger: Granegg zu Tiflis; sowis des Ritterkreuzes des Königlich schwedischen Wasa-OrdeiieZ: dem znr Zeit im Auswärtigen Amte beschäftigten Attaché Grafen zu Eulenbnrg.

Si“. Maidstät der König l;?ben Z'lecxzxxiiidiasi gernlt:

dem Hauptmann Kühn, ck ]a suits des: 4. V0mmcrfchcn InfanterieRegimentE Nr. 21 Und Suddirektor der Gewehr- mbrik in Spardau, imd drm Hauptmann Habrecbt, Zr 1:1. 511le des 5. Nleiniiclwn ananterie-chiments Nr. 65, kom- mandirt zur ienstleistung beim KriegL-Ministerium, den Rothen Adler-Orden virrter Klasse; dem Major S([)WLUk, aggregirt dem 3. Magdedrirgischen Jnfanterir-Regiment Nr. 66, kominandirt zur Dienstlsistung bei dcr Militär=Schießschuls, den Königlichen Kronen=Ordcn driitrr Klasse; dem Schul- lehrer Beetz zn Hildesheim den Königlichen Kronem-Orden

vierter Klasse; dem cmoritirtrn Hattptledrer, Organistrn Und

Küster Scharff zu Minikbrarup im Kreise Flensburg den Adler der JtlhÜbLl' des Königlichen Haus-Ordrns von Hohen- zollern; sowie dem Itirtergutsxbesißer von Waßdorf auf Blnmenan im Krrise Crenzlmrg imd drm Fiirbercidesißor Waldow zu Flatow die Reltrrtth:Mediiille am Bande zn verleihen.

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T-eutsrhes Verordnung,

betrciirnd dLn Bau einer Briicke», iiber die Saar dei Groiz-Blittersdorf im Bezirk Lothringen. V011116.Jnni1879. Wir Wilhe l_m, vori Gottrs Gnaden Deutscher.!iaiser, König von Prenßen 2c.

verordnen im Namen des Reichs, auf Grund des Artikel 9 des Direktorialbeschluffes vom 19 conti)». des Jahres 71, be- treffend die Maßnahmen zur Erhaltnngdes freien Wasser- ablauf?» der schiff: und flößbaren Flüsse, seriier dss Titel 17, Artikel 11 des Geseßcs vom 14 00165] des Jahres )(, dc?- treffend die indirekten Abgabrri, sowie drs Artikel 41 deH Ge: seßes vom 18. Juli 1837 über die Munizipalverwaltung, nach Einsicht des Beschlusses des Gemeinderathes von Groß- Vlittersdorf vom 8. Sevtember 1878, auf den Vorschlag des Reichskanzlers, fiir Elsaß-Lothringeu, was folgt:

Der, Bau einer steinernen Briicke iiber die Saar bei Groß-Blrttersdorf wird hierdurch genehmigt.

Dis Gemeinde Groß-Blittersdorf wird zugleich ermächtigt, behufs Auibrmgung eines Theile?- der Baukosten diefer Briicke eine Anleihe zum Betrage von siebenzigtausend Mark zu einem füns vom Hundert nicht übersteigenden Zinsiuße auf- znnehmen und fiir die Benutzung dsr zu erbauenden Brücke ein Briickengeld nachMaßgade des in der Anlage*) beigefügten Tarifs zu erheben. _Das Brückengeld ist bis zu dem Höchst- betrage von 400 «FC; ]ährlich zur Bestreitung der Unterhaltung?- kosten der Brücke, im Uebrigen aber ausschließlich zur Ver- zinsung und Tilgung der Anleihe zu verwenden und nur so lange zu erheben, bis letztere getilgt ist. Die weiteren Be- dingungen der Anleihe:Aufnahine bedürfen der Genehmigung des Ober=Prä1identen. _

Urkundlich unter Unserer öchsteréenhändigenUnterschrift und beigedrucktem Kaiserlichen iisrege.

Gcgeben Berlin, den 16. Juni 1879.

(l,. 8.) Wilhelm. In Vertretung des Reichskanzlers: Herzog.

*) ,Die Anlage wird örtlich bekannt gemacht.

Berlin, Dienstag,

Verordnirng, betreffend die Erhebung des Oftroi in der Stadt- gemeinde Straßburg im B..]exirk Unter-Elsaß. Vom 19. Juni1879.

Wir Wilhelm, vort Gottes Gnaden Deutscher Kaiser, König von Preußen 2c.

verordnxn im Namen des Reichs, auf, Grund des Artikel 8 de'?) Geirßes vom 24. Juli 1867 über W Gemeinderäthe, nach Einsicht des Antrag?- des auf Grund des Geseßes vom 24. Februar 1872 die Befugnisse des, Gemeinderathes aus: Üdendrii auf;.rordentlichen Kommissare; für die Verwaltung des Biirgcrmtistsramtés der Stadt Straßbur vom 7. Mai d. J.,

. auf den Vorschlag des Reichskanzlérs, iir Elsaß-Lothringen,

was folgt: .

Die Erhrbung des Oktroi in dem Gemeindebanne der Stadt Straßburg im Bezirk Untcr=Elsaß findet fernerweit bis zum „AblaufdeS Jabrch“ 1883 nach Maßgabe des in der An- lagei“) deigsiügten Oktroitarifs statt.

. Bszüglick) dees Oktroireglements “verbleibt es bei der Be: _stimmrxng der Verordnung vom 23. Dezember 1). J. (Geseßdl; iiir Elmß:Lothriiigen S. 72).

Urkundlich unter Unserer Höchsteilßenhändigen Unterschrift und beigedrncktem Kaiserlichen Jnsiege .

Gegeben BeréinQ den 19. Juni 1879.

8.) Wilhelm. In Vertretung des Reichskanzlers: Herzog.

*) Die Anlage wird örtlich bekannt gemacht.

Die Zimnmer 10 des-„Geseßbl-rtxzéMir Elsaß-thhringen, welche von [?CUTL atv zur Versendwig gelangt, enthält unter

Nr. 330 die Verordnung, betreffend den Bau einer Brücke iilisr dis Saar briGroß-Blittersdorf im Vszirk Lothrin- gen. Vom 16. Juni 1879; und unter

Nr. 331 die Verordnung, betreffend dis Erhebung des Oktroi in der Stadtgemeinde Straßburg im Bezirk Unter- Elsaß. Vom 19. Juni 1879.

Berlin, den 1. Juli 1879.

Kaiserliches Post-Zeitungs-Aiiit.

DET heutigen Nummcr des „Reichs: Wld Staats: Aiizrigers“ liegt das „Postdlatt N r. 3“ bei. Dasselbe enthiilt, außer Nachrichten von allgemeinerem Inter- esse fiir den Vcrkehr mit der Post und Telsgraphie, auch eine llrlwrsicht der Porto- urid Gebührcnsätze fiir Bririicndrtngsn (Briese, Postkarten, Dritcksachen, Gsichäftéo'papirre imd Waareiiprdben), fiir Briefs mit Werthangade und fiir Postanwsisuugen in Deutsch: land und nach drm NUBlaUdé, sowis eine Uebersicht der Gebührensätze fiir Telegramme in Deutsch: land und nach dem Auslande.

Das Postblatt erscheint vierteljährlich, in der Regel am ersten Ta e dcs Vierteljahrs, Und kann durch Vcrmittclrmg der derrts )en Reich§:Posta11stalt€11_gegen Vorarerezahlung von 1.161ährlich, sowie zum Preiie WU 25 .;5 fiir die ein: zelne Nummer dezogsn wcrden.

Königreich Preußerx.

Se. Majestät der König haben Allergnädigst yeruht: den Appellatioiisgerichth-Ratl) Meyer in (T_dln zum SenatS-Vräsidenten bci dem Appellatioirsgcrichtshose daselbst zu ernennen; nnd , _ dcm Geheimen Registrator bélm Ministerium Fiir Handel Und Gewerbe, Theobald Thienwiebel, den Charakter als

Kanzlei-Ratl) zn verleihen.

"*"-UO Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht:

den nachdenannten Beamten im Ministerium der öffent-

lichen Arbeiten, und zwar: dem Kanzlei-Nath Bröse den

Charakter als Geheimer Kanzlei-Ratl) den Geheimen Revi-

soren Kringel und Kind den C arakter als Rechnung?:-

Nath, sowie den Geheimen Registratoren Mildratl) und

Wittig den Charakter als Kanzlei-„Rath zu verleihen.

jVerordnung wegen des Zinssatzes, welcher von den Hinter- legungsstellen fiir hinterlegte Gelder 51: ge: währen ist. Von121.Mai1879. Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden König von Preußen 2c. . verordnen auf Grund des §. 9 der HmterlegungEOrdnung vom 14. März d. J. (GeseH-Sawnil._S. 249), was folgt: Der Zinssatz, welcher für dre ber den Hinterlegungßstellen eingehenden hinterlegten Gelder zu gewä ren, ist, wird drs auf weitere von Uns darüber. zu, treffende estimmung auf zwei und ein halbes Prozent ]ährlick) hierdurch festgesetzt.

Juli Abends.

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.Alle Poß-Anftaitcn nehmen SesteUuug an; „. ; für Berlin außer den post-Jnstaitrn nur!) die Cxpe- ;

dition: ZW. Wilhelmstr. Nr. 32.

1879.

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Urkundlich unter Unister Höchst€ig9nhändigen Unterschrift und beigedrucktem Königlichen Instegel. Gegeben Berlin, den 21. Mai 1879. (b. 8.) Wilhelm. Leonhardt. Hobrecht.

Verichtignng.

_Jm Artikel ]. drr Verordnung vom 9. Juni 1879, be- treffend den Uebergang der Verwaltimg ddr evangelisch-kirch- [ichen Aiigslegsiiheiton in der Provinz SchleswiFHolstein auf das Konsistorium zu Kiél Und im Amtsdszirke des Kon- 1ist0riums zn Wiesbaden aiif dirics Konsistorium, ist statt „Kisl“ zu [sien „Schleswig“.

Ministerium der gsiitlichen, Unterrichts: und Medizinal-Angelegenheiten.

Ain Sck)rtllel)rer:Semi1iar ZL!VÜWU_1st drr Lehrrr Hart: mann cms Horst als Hiilsslehrer angeitellt.

Ministrrium der öffentlichen Arbeiten.

Der di-Zhérich RegierungKBaumeister Oskar Delich zn Codlenz ist ZUM Königlichen LandBaumeister ernannt und demselben die vakante technische HiilfSarbriterstelle bei der Kdniglichrn Regisrrmg dasrlbst verliehen worden.

Der Königliche Bau-Jnipektor Otto “Bruns zu Trier ist in gleicbsr Eigenschaft nach Coblenz, und

der Königliche Kreisdaiimeister Karl Koppen zu Tar- nowiß OS in gleich€r AmtSLigenfthaft nac!) Schweß W..“Pr. vrrseßt worden.

Arif Ansuchen der Stadt Nimptsch und anders.? Inter: esssntcn ist die Königliche Dirsktion der Oberschlesifchen Eiskri- bahn mit Anfertigung der generellen Vorarbeiten für eine normalspurigd Eisenbahn untergeordneter BeYeutung von Strehlsn nach Nimptscl) beauftragt wor en.

Die Nummer 27 drr Gesetz-Sammlung, MWE :)011 [)'Éllt? ab zur Vsrißndimg gelangt, enthält unter

Nr. 8652 die Verordnung wegen des _ZtilÖftlHLI, welcher von den Hintsrlegnngsstellen fiir hinterlegts (Helder zn ge: währén ist. Vom 21. Mai 1879; cmd unter

Nr. 8653 den Allerhöchsten Erlaß vom 24. Jimi 1879, bstrdffend die Konvcrtirrmg der noch nick)t amortisirten fi'm': prdzsntigen PrioritätsLdligationen )'11. Serie: dsr VergisiH- Miirkischon Eisrndahn-Gesellschaft iiber 20 Millionsn Thalér (60 Millionen Mark") in vier Und Lin hald prozontigé.

Berlin, den 1. Jirli 1879. '

Königlichss (?ZEFcZ-Sammlungs=Amt

Bekanntmachung auf Grund des: Reich?,geseßes vor:;21.0ktoder1878.

Auf Grund drs §. 1 Und 6 ch NeichögesrßeH vom 21. Oktober 1878 gegen die gentsingefährlickxn Brstredungen der Sozialddmokratie wird hiérmit der * Grsangverriir „Frohsinn“ in MULLdLUlWiM von der unterfertigten LandrSpolizeibehdrdL verboten.

Speyrr, den 27. Juni 1879.

Königlich Bayerische Re ierrmg dsr Pfalz. Kammsr des ?ZUULLJU. _, JU Vertretrmg des Königl. chierungS-Vrändenten: von Lamotte, Königl. Regieru11g§:Dir8kt0r.

Bekanntmachung.

Nac!) Vorschrift des Geießes vom 10. April 1872 (Geseß-Samml. S. 357) sind bekannt gemacht:

1) der Allerhöchste Erlaß vom 27. November 1878, betreffend die widerrufliche Ueberlaffung der Verwaltung der örtlichen Bau- und Feuerpolizei, sowie der Aufficbt über die bauliche Unterhaltung und Bcfferung der öffentlichexx Straßen, Wege und Hecke'n mit Zu- behör (Brunnen, Kanäle, Waiierleitung, Beleuchtungsyorrichtung) an die Stadtgemeiiide Hannover auf ihre Kosten, durch das Amtsblatt für Hannover, Jahrgang 1879 Nr. 14 S. 109, ausgegeben den 4. Avril 1879;

2) der Allerhöchste Erlaß vom 10. April 1879, betreffend die Verleihung des Cnteignun Hrecbts an die Stadtgemeinde Lauenburg a. C. beztiglich eines zur erbreitcrung der Straße an der Sterkmxz erforderlichen (Grundstücktheils, durch das Amtsblatt der Königlicher) IZBerung zu Sch1e6wig Nr. 24 S. 167, ausgegcben den 14. Juni 1 ; 3) der Allerhöchste Erlaß vom 23. April 1879, betreffend die Genehmigung der von dem 18. General-Landtage de_r Westpreußisckycn Landschaft gefaßten Beschlüsse bezüglich der Nachtrgge

]) zu dem revidirten Reglement der Westpreußifchen Landschaft vom "25. Juni 1851 (Gesep-Samml. S. ()23 fis.)k

2) zu dem Regulative über die Bildung Weitpreußiscbcr Pfand: briefe obne die Bezeichnung der Spezialbypothek vom 18. Mar 1864 (GesetZ-Samml. S. 314 ff.) und zu dem_ Regulative über die landschaftliche Beleihung der zur Westpreußqchen