,*. Z 5,“ *.*. T* _); ; _
„Uk-
Justiz-Minifterium.
Allgemeine Verfügung vom 28. Juni 1879, betreffend die Befugniß zur AuSübung der Nechtsanwaltschaft bei den Amts: gerichten rn dem Geltungsbereiche der Verordnung vom 2. anuar 1849 und in den Bezirken _der Appellationsgerichtr zu Kiel, Cassel und Wies- baden.
In dsm Geltun sbereiche der Verordnung vom 2. Januar 1849 und in den ezirken der Appellationszzerichte zu Kiel, CaLel und Wiesbaden wird die Befu niß zur Ausiibung der Re tSanwaltschaft für die bei den mtheriehten zu verhan- delnden Angelegenheiten, auf welche die deutschen Prozeß- ordnungen nicht Anwetidung finden, aUen Recht?:anwälten er- theilt, welche bei dem Land erichte des Bezirks oder bei einem Amtsgerichte im Bezirk de elben zur RechtSauwaltschaft zuge- lassen sind.
Berlin, den 28. Juni 1879. _
Der “ustiz-Minifter. In de en Vertretung: von Schelling. Bekanntmachung der Minister der Justiz und des Innern vom 1. Juli 1879, betreffend die Ausführung des ReichSgeseHes vom 6. Februar 1875 über die Be: urkundung des PersonenstandeS und die Ehe- schli€ßung.
Jm Ans [asse an unsers Bekanntmachung vom 1. De- zember 1875 Ministerial-Blatt für die innere Verwaltung S. 275; Jastiz-MinisterialBlatt S. 271) wird hierdurch mit Rücksich_t auf die am 1. Oktober d. J. eintretende anderweite Organimtion der Gerichte Folgendes bestimmt:
3. Als Gericht erster Instanz, wenn wegen Ablehnung der Vornahme _einer Amtshandlung der StandeHbsamien Be- schwerde ge_xührt wird, oder wenn die Berichtigung einer Ein: tragmig eriolgen sol1 (§§. 11, 66 deS Reichsgeseßes), ist zu- ständig da?: Landgericht, in dessen Bezirk der Standesbeamte seinen Amtssikx, hat.
1). Als Gericht erster Instanz, welches die Nebenregister aufzubewahren hat (§. 14 Abs. 2 des Reichégeseßes), ist zu: ständig im Bezirke des Ober-LandeSgerichts zu Cöln das Land- geri _t, in den übrigen Theilen der Monarchie das Ath- JW ,
innerhalb dessen dsr StandecZamth-bezirk liegt, wenn aber der [eßters mshrersn Gerichtsbezirken angshört, dasjenige Gericht, welches der Justiz-Miniftsr in Uedrr: einstimmung mit drm Minister deé: Innern bezeichnet.
0. Die zu a. und 1). den Landgerichten zugewiesensn Nn- gelrgénheiien werden rwn dm Civilkammern erledigt.
„Zugleich wird daran ?_ingewiessn, daß nach Maßgabe der §§. 58, 107 _Ab]. 2 dss usführungsgeseßes zum Gerichts- verfaffungsgdwßr vom 24. April 1878 (Ges.:Sammi. S. 230), dLZ §. 11 Ab1._ 1 daß Reichßgefeßes vom 6. Februar 1875 und der Nr. 3 umerer Eingangs erwähnten Bekanntmachung die Behörde, welche die Aufjicht Über die Standesbeamten auszu- Üben ha_t, vom 1. O_ktober d. I. ab im Bezirke des jeßigen Appeüationsgerichtshoxes zu Cöln die StaatSanwaltschaft bei den Land _erichten, im Bszirke dss jetzigen AppeÜationSgerichth zu T_Fran furt am _Main die fiir die Aussicht in Gemeinde- ange egenheiten zuständige Behörde ist.
Berlin, dxn 1. Juli 1879.
Dsr antiz:Minister. Der Minister des Innern. Leonhardt. Graf zu Eulenburg.
_Abgereist: Tor Ober=BaU: und Ministerial=Direktor Weishaupt nach den Ostprovinzexn;
_der Oder-Bau: imd Ministerial-Dirrktdr Schn€ider nach Hrrmngors;
der Oder-Bsrghariptmarm und MinisterialDirektor 1)r. Serlo nach Neuralzwerk.
Die Nummer 29 der GssWSammlung, welche von hsute ab znr Verscndnng gelangt, enthält Unter
Nr. 8655 das Gesetz, _betrsffend die Rechtswerhältniffe der Studrrenderr 11111) die Disziplin anf don LarrdeH-Universifäten, der Akademie zu Münster und dem Lyceum Hosianum in Braunsberg. Vom 29. Mai 1879.
Berlin, den 6. JUli 1879.
Königliches Geseß-Sammlungs-Amt.
B-ekanntmawung.
Bei dsr dem Plane gemäß am heutigen Tage roc Notar und Zeugen _stattgefundenen_44. Prämienziebung des vormals Kurhesfi- schen, bei dem B3nkbau1e_M. A. von Rothschild U, Söhne in Zranksurtva. M. gurgenommcnen Staats-Lotterie-Anlebns vom QaHre 1840 Und _an die 4000 “.*-iummern der am “2. Dezember r*. J. und (_rm _4. Juni 17. J. gezogenen 160 Serien die im beigefügten Verzeichnme ]. aufgefubrtxn Prämien gefallen.
_ Die_A1_1§zahlung dieser Prämien smdet, gegen Rück abe der Prawiemckpeme, vorzi 15, DeYember d. I. ab täglich, mit u6nabme der Somi- _Un_d Fexttage, bei dem oben genannten Bankhaus: oder bei der_ Kömglicben Regierungs-Hauptkaffe dabier statt.
_ _Dxc Erbeburrg der Prämien kann jedoch auch bei aÜen Übrigen Koritglichxn Regierung? und beziehungSnoeise Bezirks-Hauptkaffen, sowie bei der Krei-F-kane _i_n Frankfurt a. M. und der Königlichen StaatZscbyldxn-Tilgungskane in Berlin geschehen, in Welchem FaUe die Prarmemgheine bereits vom 1. Dezember d. I. ab bei der be- treffender Kade eingereicht Werdxn können, da dieselben zunächst an dtZ__Regierungs-Hauptkayie in Camel zur Festsekzung Übersandt werden mu] en.
Zugleich werden die Inhaber solcher Prämienfcbeine obigen An- lehris, welcbe z_u einer der im Weiter beigétü ten Verzeichniffe 11. auf- gefuhrten Serien gehéxrer), zur baldigen na träglichen Erhebung der darciuf g_efal]_enen Pramrendeträge, gegen Ablieferung der Prämien- scheme, bt_erm1t_aufgefordert. *
Endlxch_ w1rd_ auf das _unter_111, beigefügte Verzeichniss amorti- firtxr_anm_1enscheme, sowie auf das Verzeichniß 17. derjenigen Pramtemcheme, deren Verjahrung eingetreten ist oder in Kürze bevor- steht, aufmerksam gemacht. _
Cassel, den 1. Juli 1879.
Königliches Regierungs-Präsidium. von Brauchitsch.
Bekanntmarbung für Seefahrer.
Am 17. Juli cr. soll in Leer eine Steuermannß'wüfun und eine Prüfung zum Schiffer auf kleiner Fahrt beginnen. „ (;
Anmeldungen zu diexen Prufungen nimmt der :Unterzeichnete entgegen.
Ferner soll am 28. Juli er. eine Steuermannéprüfun in Grü- nendeich beginnen, wozu Anmeldungen der Navigationsle rer Jung- claus ia Grünendeich bei Steinkirchen entgegennimmt.
Leer, den 4. Juli 1879.
Der Navigationsschul-Direktor. Im Auftrage: Der Navigationslebrer W e n d t l a n d t.
Yiehtamtliches. Deutsches Reich.
Preußen. Berlin, 7. Juli. Se. Majestät der Kaiser und König machten, wie „W. TV.“ aus Em; meldet, am Sonnabend und Sonntag Spazierfahrten und er- schienen Abends im Theater.
_ Der Bundesrath trat gestern zu einer Sißung zusammen.
_ Der Schlußberichtüber die vorgestrige Sitzung des Reichstages befindet fich in der Ersten Beilage.
_ In der heutigen (74.) Sitzung des Reichs- tages, welcher der Präsident des Reich?:kanzler-Amts, Staats- Minister Hofmann und mehrere andere Bevoümächtigte zum Bundesrath und Kommissarien desselben beiwobnten, gelangte ein Schreiben des Abg. Dr. Hammacher zur Verlesung, wo- nach derselbe in Fol e W Beschlusses der Wahlprüfung?- kommission, auf Grun der amtlichen Ermittelungen die Un- gültigkeit-Zerklärung der Wahl beim Hause zu beantragen, sein Mandat niederlegt. Der Nbg. ])1'. Lasker lenkte die Aufmerk- samkeit des Hauses auf die ihm glaubwürdig hinterhrachte Thatsache, daß das dem obigen Kommisfionsbefchlusse zu Grunde liegende amtliche Material, obwohl es schon seit drei Mona- ten bei der Regierung in SchleeZwig liegs, erst vor wenigen Tagen an_ das Haus gelangt sei, als der Abg. 1)1'. Hamrnacher cm- gßrangen habe, von der jeßigen Majorität des Reichstages zu diffentiren. Folgerungen aus dieser Thatsachs one er nicht ziehen, er ersnche aber den Präsidenten. Um amtliche Konsta- tirung derselben, um eventueU das „Haus zu einem B€schluffe zu veranlassen, welcher ein solches Verfahren der Re ierung künftig vsrhindere. Der Präsident versprach, dissem N Unsche nachzukommen. Sodann theilte derselbe mit, daß die zu Bern am 24. Juni d. J. unterzeichnrte Vereinbarung zwischen dsm Reich und der Schweiz wegenRegelUng der Grenze [)61 Constanz eingegangesn sei.
Das Haus trat dann in die zweite Berathung des Geseß- entwurfs, betreffend die Statistik deß auswärtigen Waarenverkehrs, und genehmigte die ersten fünf Vara- graphen_deffelben unverändert und ohne Debatte nach den Kommisswnsbeschlüffen. Jn §. 6 wird bestimmt:
„Für die Ausfuhr kant; ausnahmsweise die Nachlieferung des Anmeldescbeines binnen [&,-gstens achttägiger Frist" gegen Ein- reichung eines I' tecimsschkincs gestattet werden.“
ierfür bea ragten die Abzzg. Dr. Karsten und Dr.Witte
(Me lenbur , um den Verkehr u erleichtern: .Der eicbstag wolle befchléeZen: den Einsam! des zweiten Alinea von §. 6 wie folgt zu faffen: Die Nachlieferung dss Anmeldescbeins binnen längstens c_:_ch_t_tä_giger Frist ist gegen Einreichung eines Interimsscheines ge-
1 a e .“ .
Der Referent Abg. von Knapp und der Abg. Stumm erkiärten M) im Jutereffe der Sicherheit der Statistik gegen dreien Antrag, woraus derselbe abgelehnt, und die §§. 6-10 nach den Kommisnonsbefchliissen angenommen wurden. Die §§. 11__15 handeln von der statistischen Gebühr. Die Abgg. ])r. Witte (Mecklsnburg), Dr. Karsten und 01". Klügmann be: antragtezr, dieselben zu streichen, resp. den §. 14 entsprdchend zu__ chdmztren. Mie drei Antragstelier hoben die Nutz: lo1igk_ei_t emer solchen Gebühr für die Sicherheit der Statistik hervor. _Dieselbe könne nur erreicht werden dnrch em reges Jnterexyc des HandslSstandes an derselden, wslchc-Z durch ein_e 1olche Gebühr_ vermindert werde. Der Abg. Stumm bestritt dr; leßtere Thatxacbe, die Gebühr sei unumgänglich nothwendig für die Sicherheit der Statistik, worin ihm der Referetzt und _d_er_ Kommissar des BundeSraths, Direktor des Kaiserlich stat11ti1chen Amts 1)1'. Vccker, beistimmten. Der Antrag Witte wurde darauf abgelehnt.
_ ZU §. 12 erklärte dsr Kommiffar des Bundesraths, Ge: [)erwe Ober-Regierungs-Rafh Huber, auf Wunsch deH Abg. Merer_(Schaumbnrg-Lippe), daß der Durchfuhrverkehr auch dann frei vdn drr _ statistischén Gebühr ssin werde, wsnn die Waarrn aur _vsrichtedenen TranSportwegen befördert wiirden, dizxs a_b_er gl€1ch von vornherein in den Begleitpapieren ange- zeigt 181. Im Uebrigen wurde die Vorlage unverändert nach den Kdmntimwnsdeschliiffsn angenommen.
_ Es so_lgte die zweite Berathung drs GsseßentwurfS, be- trrffend die Besteuerung deS Tabaks. ZU §. 1 warnte der Y_bg. Gras von Fugger davor, die von der Kommission Dorge1chlagenxn Stensryäße zu erhöhen, damit würde man der Tadakmdristrieden empfindlichsten Schaden zufügen, während die ]eßrgen Saßedre besten Erträge lissern wiirden. Durch die Abl?!)- nung der Licenzsteuer 1ei die Vorlage wesentlich verbessert worden, und sei dieseibe ]“th zur Annahme W[[kommen geeignet. Der Abg. von Schm1d(WÜrttemberg) präzifirte seine Stellung zur Vorlage kurz dahin, das; er zwar gegen die niedrige Nor- 1111an der Steuerfäße durch die Kommission mancherlei Bedenien habe, daß_ er aber trosdem fiir die Vorlage, als emen nothwendrgen und integrirenden Bestandtheii der großen Finanz: u_nd Steuerreform stimmen werde. Der AbZ. Frhr. von quxhall hirlt die Interessen deH inländischen TU_UkbÜULS durch die? staffelweise Bestéuerung, wie sie die Kom- misnon m _§_. 2_v0r7chlage, Nachdem die Nachsteuer mit Recht abgelehnt 161, _xür genügend gewahrt. Eine darüber hinaus gehende Begünstigung werde, was er nicht wünsche, den Tabakbau m_ Deutschland _ zu einem SpekulationSobjekt machen. Er wunsche Dher die Annahme der Kommissionsworsckyläge. Eine ahnliche Stellung nahm der Abg. Marcard ein. Der Abg. R1cht_er (Hagen) erklärte, das; er aus wirtxschaftlichen und politischen __Gründen gegen die Vorlage timmen werde. Zunachsi konne er keine so hohe Besteuerung des Tabaks rechtfertigeti, bevor der Branntwein entsprechend belastet sei. _Eme_ Gew1chtssteuer,_ wie die hier vorgeschlagene, sei auch irrationell, da fie dl? niedrigeren Sorten unverhältnißmäßig Yoher belaste, als __die besseren. Die jeßige Vorlage, wie ne aus der KommimonoZberathung hervorgegangen fei, ent: spreche der friiher abgelehnten Camphausenschen Vorlage, welche der Reichskanzler selbst als ein Durchgangsstadium
wirthfchaftlichen Lebens der Nation würden folgen und nicht eher aufhören, als bis das gegenwärtig-s Regime selbst auf- Yöre. Deshalb könne er und seine Partei dieser Regierung eine neuen BewiUigungen machen, wodurch dieselbe nur e:
_sZärkZNwürde. Beim Schluß des Blattes sprach der 21sz. 1". um.
_ Der in der lesten Landtagssession wiederholte Ver- such, die Reorganisation der drei vormals sächsis en Stifter Merseburg, Naumburg und Zeiß im e e der Geseßgebung herbeizuführen, ist nicht von ErfoFg gewesen. Die Angelegenheit einstweilen beruhen zu lassen, war nicht angänglich, weil die Stifter zu Naum- burg_ und eis nur auf je zwei Augen stehen und bei etwaigen: vo ständigem Aussterben der betreffenden Kapitel zu besorgen war, daß das Stiftsvcrmögen den allgemeinen Staats: fonds zustele.
Dariiber aber, daß der Eintritt dieser Eventualität zu verhüten sei und de_rß eZ wesentlich darauf ankomme, die Stifté-revenuen für kirchliche und Schulzwecke in der Provinz Sachsen, uxiter _vorzugswoiser Berücksichtigung des vor- mrrlrgen Stifthebretes, zu verwenden, hatte sich in beiden Häusern des _Landtags Einverständniß ergeben.
War bei duzser Sachlage die unverweilte Ergänzung der Kcrpitel und M Verbindung damit die Bestimmrrng über dre E_1n_künfte der zu ernennenden Kapitulare geboten, so erychren es auch angezeigt, vorbehaltlich späterer gesetzircher Regelung,_ namentlich in Betreff der projektirten Vereirngung der Stifter_Naumburg und Zeiß, zugleich die allseitig gewünschte Bestimmun über die Verwendung der StiftSrevenuen, vermöge der au? §. 35 des Reichsdeputations: Hauxxtschluffeß vom 25. Februar 1803 beruhenden landes: herrlichen Machtbefugniß eintreten zu lassen.
Se._Mcxjcstiit der Kaiser und König haben dem- gemäß mtitelxr Allerhöchster Ordre VO11118.Junicr. Unter Er: nennung je eines neuen Mitgliedes fiir die drei Kapitel und untsr Vorbehalt der Rechte der zur eit vorhandenen Kapitulare anzuordnexigeruht, daßfortanjedes Stiftswitglied, in Naumburg u_nd Meryeburg weben lebenslänglicher Nutzung einer Kurie, eine nach den Vor1chlägen des Geseßentwurfes bemessene fixirte Präbende von 2000, resp._ 2500 „16 oder 3000 „46 beziehen soil, und daß 11_ach _Abzug dieser Vräbenden, sowie nach Er- füliung ailsr 1_onstrgen, _an dem Vermögen der Stiftér hai_tenden rechtlichen Verpxlichtungen die Gesammtrevenuen der Stifter _vom 1. Januar 1879 ab 311 kirchlichen oder Schul- zwecken__mx1erhalb der Provinz Sachwn, unter vorzugöweiser Berücknchtigung des bisherigen Stifthebietes, verwendet wer: den folien. Ueber die Art dieser Verwendung wird demnächst nähere Bestimmung ergehen.
_ Der Kgiserliche_ Botschafter in Paris, Fürst von 539 enlohe, rzt hier emgetroffen, um an den Ardeitsn der?; Rex _stages Theil_ zrz nehmsn. Während seiner Abwesenheit fnngrrd der BotxxhaßH-Rath Gras von Wesdehlcn als mterrmrfttscher Gexchäststräger
_ Der Kaiserliche Gesandte v o n V ra 11 dt ist nach Peking
Zurückgekehrt und hat die Gcschäfte der Kaiserlichen Gesandt- chaft Wieder übernommen.
__ ___ Der Bevdl1miichtigte _zum Bundeßrath, Königlich sqchnsche _StaatsZMimster der Finanzen, Freiherr von Könne- riß, ist 111 Berlin angekommen.
___ Dxr Königlich sächsische Gssandts und Bundesrats)?»- beyoliritachtrgte,_ Wirkliche Geheime Rath von NostiH:Wall: wrß, hat Verlm behufs einer Badekur in Urlaub verlassen.
_ Der General der Infanterie von Groß: gen. von Schwarzhdss, kommandirender General deS 111. Armee: CorpH, hat Uck) mit 1nehrwöchent1ichemUrlaub nach Johannis- bad in Böhmen, de§gleichen der General-Lieutenant von Jkdéozowrcz, Chef der LandecZ=Aufnahme, nach der Schweiz egewn.
_ _ Der Gen€ral=Stabsarzt der Armee 1)1*. Grimm, er1te_r Leibarzt Sr. Majestät des KaiserH und Königs und Chexder Militär-Medizinal-Abtheilung im Kriegs-Ministerium, hat nch mit längerem Urlaub nach Kissingen begeben.
_ S. M. gedeckte Korvette „Leipzig“, 12 Geschüße, Kommandant Kapitän 5. See Paschen, ist am 27. Mai cr. von Hongkong »13 Singapore nach Capstadt in See gegangen.
S. M. GlattdeckeZ-Korvettd „Luise“, 8 GLschÜH€, Kom- mandant Korvetten-Kapitän Schering, ist am 26. Mai cr. von Yongkong nach Anwy in See gsgangen.
«. M. Kanonenboot „Cyclop“, 4 Geschütze, Komman- dant Kapitän=Lieutenant von Schuckmann [„ ist am 25. Mai cr. von Hongkong nach Swatow in See gegangen.
S. M. Glattdecks-Korvette „Ariadne“, 8 Geschüße, Kommandant Kort). Kapt. von Werner, ist, telegraphischer Nachricht zufolge, am 6. d. Mrs. in Batavia eingetroffen.
_ Bayern. München, 5. Juli. Das eben erschienene Gewß: und Berordnunchblatt Nr. 33 publizirt die Königliche Allerhöchste Entschließung, vom 3. Juli, welche den Landtag, dessen Versammlung durch Verfügung vom 2. März d. Z. bis auf Weiteres Vertagt worden war, auf Mittwoch, den 16. Juli, wieder einberuft.
„Während der Dauer d2s_ schon am 2. Juli 1877 erdffnsten achtzehnten _bayerijchen Landtages“, schreibt die „Allg. Ztg.“, „sind die Kammern bereits viermai vertagt worden, so daß die bevorstehende Periode der'Thätig- keit der Kammern die fünfte innerhalb der Dauer diese?- wohl längsten Landtages ist. Unter den Gegenständen, welche, als die leßte Vertagung am 3. März d. J. eintrat, in der Kammer der Abgeordneten nixdt mehr zur Berathung gelangen kormien, steht obexian der Ge1eßentwurs bezüglich der Vervoll- ständigung des Eisenbahnnsßes; es wird zu erwarten sein, daß die Kammerndwsen schon so vielfach verzögerten wichtigen Gegenstand unmittelbar nach dem Wiederbeginn ihrer Thätig- keit zur Berathung und ErlediZung bringen werden.“
Die nächste Siyung des eseßgebungßausschusses der Kammer der Abgeordneten ist auf künfti en Mitt- woch anberaumt. In derselben soll die zweite LLFUUJ des (HeseYntwurfs über das Geb ührenwesen begonnen werden. Der esßßgxhungsausschuß derKammer der Reichs- räthe mird 181116 Berathungen erst beginnen, wenn der Aus- 1chuß der Kammer der Abgeordneten die beiden (Heseßesvor: lagen erledigt hat.
Auf Villa Amsee fand heute die Taufe des am 2. d. M. dernen Prinzen, Sohnes Sr. Königlichen Hoheit des
rmzen Ludwig, statt. Der neugeborene Prinz erhielt die Namen Wolfgang Maria Leopold.
zum Monopol bezeichnet habe. Neue Beunruhigungen des
Oesterreich-ngam. Wien, 5. Juli. Der Kais er ist heute Morgens von Ischl zurückgekehrt. _ _ (W. TV.) Die „Polit.Kor_resp.“ meldet aus Sof 1a: ürst Dondukoff-Korsakoff 1st_ zu_m Empfzxnge des ürsten Alle an dervon Bulgar1e_n m_ Varxm emgetroffen. - Die bulgarixche Regierung verlangt die E in r e 1 hu n_g der aus dem Verbande der türkischen Armee _entlaffenßw zuruckkehren- den Reservis_t_e_t__ in die 1_)__ul__garische Miliz, um Aus: eitun en de e en zu ver in ern. _ _ schr - Z. Juli. Der niederöfterrerchrschzz Großgrund- besiß wählte 6 liberale und 2_kon_servatwe Abgeordnete, demnach verloren die Liberalen zwei SWL. In Tirol ver: loren die Liberalen den Stadtbxzrrk Bozen, wo e_m Konser- vativer gewählt wurde; auch m_ den Landgewemden von Kärnten haben die Liberalen emen Siß an die Konserva- tiven verloren.
Schmei . Bern, 5. Juli. (Bund.) Aus der Bundes- rathss ißunz g vom 4. Juli. Gemäß dem_ Schlußprotokoll über die interkantonale Inspektion der Arberten am großem Gotthardtnnnel, (1. (1. Göschencn,_ 5. Septemb9r_1877, nnd die Beiträge der Subvenienten für die fixe Annmiat wahrsnd des fünften und sechsten Tunnelbamahres _der Gotthardbahn- geseÜschaft nicht ausbezahlt, sondern, soweit sie b_1§her em: elangt sind, bei der eidgenössischen Staaiskaffe depomrt worden. achdem der Finanzausweis der Geseklyrhast nxnmehr gelerstet wrd damit deren finanzielle Rekonstruktion ge1rchert ist, Wird der Direktion die fragliche Summe von 2842 000 Fr. nebst den darauf erwachsenen Zinsen ausbezahlt.___ Auf Gruxzd der internationalen Verträge, Bundesveschwffe und _1ruheren Schlußnahmen des Bundeswthes _werden __die Verpfiichtungrn der Gotthardbahngesellschast gegenuber dem Y_unde in Form eines einheitlichen und umfassenden Beschlunes fest- esteklt. _ Die von der Gotthardbahn-Drrektwu vorgelegten läne fiir die Ausführung des Unterbaues der Strecke
Giornico-Bodio werden genshmigt.
ankreich. VarieZ, _4. Juli. (Fr. Corr.) Das „IouFrrnal officiel“ verdftetztlicht heute ein Dekrex des Präsidenten der RepUblik,_ durck) weiches im _Anthuß an einen Bericht deS KuliuS-Mmisters Lepere der _m_ Folge eingetretenrr Vakanzen seit dem Jahre 1870 allmahlich auf sechs. Mitglieder verminderte Ce_ntralrath der x_eror: mirten Kirchen von Frankreich, der nach demTekrete vom 26. März 1852 den Verkehr zwrscheri drm Koxiftstormm und dar Regierung zu vermitteln und die Kirche uberhaupt in allen wichtigen Fragen bei der leßtereri zrr vertreten hat, durch die Ernennung von 9 neuen Mitgliedern vervokl: " ' twird. _ _ staanrr gestern vom Senat angenommene 6391eßent: wurf, betreffend di_e____Yiichkehr nach Paris, lautet ' un wo 1 : _ M dthyéersDeßr Sgixz der voklstreckenden Getralt und der Kammern Lst WAY???" Der Luxembourgpalast wird fiir den anat, der Bour- bonpalast für die Deputirtenkcrmmer bestmimi. „zndeß bleibt cs jeder der beiden Kammern fretgefteät, _dasxemcxx Gebaude in der Stadt Paris ZU beziehen, in welchem fie ihren StZ nehmen wiil. Art. 3. Die bisher von dem Senat und der_ Deputtcten- kammer innegehabten Räume des Schl_offes v_o.1_ Versatüxs bcbalteri ihre Bestimmung bei. Der Kongreß beider Hau|_er tagt jedesmal za Versailles in dem bisherigen_Saale der Dexxutirtenkammer. _So_-_ bald der Senat nach den Ge1e13en vom_ 24. Hebruar rind 16. xzu ( 1875 in die Lage kommt, als Staatsgertcbtsbox zu furzgtrer14_bezeich- net er selbst die Stadt und das Lokal, wo er seine Olßungen
*“U. _ baltleth_ Senat und Deputirtenkammec kehren mrt dem 1. No-
.0. na Ratis éurück. _ _ _ _ vemeÜd 575 Di? Étärkezund Zusrrmmemeßurisx der_ fur die innere und äußere Sicherheit der beiden Kammern nothivendrgen bewaffneten Macht wcrdn je von ibrem_Präs1dent_en im Yndegmxi der S_Zsszon Bestimmt. Zu diesem Vebme richter xeder Praßdsnt emechMZtZon ax! den Kriegs-Minister. Wenn der Prasidknt ix_n Laufe der S_emon eine Verstärkung der bewaffnetexi Viawt ink, noth1g_erachtet, 19 er- folgt diese auf sein Verlangen 1m_ Emderncbmen unt den) Kriegs- Minister. Die einer jeden der beiden Kammern zur Verfugung ge- stellte rewaffnete Macht steht unter den Befehlen des ketreffenden
"" t . _ _ __ _ __ PMFY Y. Petitionen cm eines der beiden Hauser konnen nur Wrist-
licb eingedracbt Werden. Es ist verboten, sie in Person vor die
* k. d s auses u bringen. _ _ SMZTTKK € JFK. Uebzertretung des vorstehenden Artikels, jede durck)
" ntli e Rede, Druckschriften oder Straßengnsckoläge_versuchte Auf- ZeffixungckTu einer öffentlichen Versammluxig, die auf_ die Beraotbung, Abfaffung Oder Uederbringung ciner Petition, Erklarung odcr .ldrenc an die Kammern abzielte, wird mit den in Art. 3 des Genyes vom
. ' 1848 an edrobten Strafen ambndet. _ 7 ITTF 8. Dickies Geseß ändert nichts an den Bestimmungen des
. uni 1848 üsoer die Aufläufe. _ _
Gesc e_s__v§rn ZÖTTJ Art. 463Vdes __StxajgeseÄZbuchd findet auf dre in ' ce e vor e ebenen erge en eme niverx ung. _ dleseYZérssYiller 5. Juli. (W.T.B.) Die De_putirten- kammer setzte heute die Berathung des Artikels 7 _des "erry'scben Unterricht?:gßseßes _fort. Der_Depuirrte Keller (Legitimist) trat für die Ertherluxxg des_ offerrtlrchen Unterricht?: durch Kongregationen und Jesmten em u_nd ver- wahrte sick) gegen den ihm gemachten Vorwurf, kein Franzose zu sein. Bert (Nepublrkaner)_ wendete sich gegen die Ertheilung des öffentlichen Utzterrichts durch Je- suiten, fiihrte AuLzüge aus_ verschiedsnrn Werken derselden _axi und schloß mit dem Hinweis darguf, daß es_ nothwendig 191, die Jugend einem solchen Unterricht?, zu entziehen.
Türkei. Konstantinopel, 5. _Juli. (W. T.__B.) Fürst Alexander von Bulgarien1s_tnachderere1trt_ur durch den Sultan nach Varna abgereist. Der Großvrzier Khe reddin Pascha hat die Botschafter der auswartigen Mä te davon benachrichtigt, daß er mit der Ernennung von Kommissären fiir die grrechische Grenzregu- lirungsfrage durchaus einverstanden sei“ da_ aber mshrere Beamte diese Mission abgelehnt hatten, fo ser drm Sultan die Frage unterbreitet worden, wxlcher nunmehr__ andere Kommiffäre ernennen werde. __ Wte verlautet, ware der e emalige Sultan Murad 1_n_Jo_lge ihm zugegangener aarmirender Nachrichten über mrlrtarrsche Maßnahmen auf einem nach dem Marmaramerr abgehenden, Schiffe entftohen. Es seien bereits mehrere Schiffe untersucht worden. _
_ 6. Juli. iirst Alexander _von_ Bul arten, weicher gestern Na mittag um 1_ Uhr hier eingetro en war, empfing um 3 Uhr den Jnvestrtnrberat des Sultans und schiffte fich Abends um 9 Uhr nach Varna ein.
Rumänien. Bukarest, 5_. Juli. _Jn Folge der_deut- schen Reklamation WMW wrderrechtltcher Arretrrung
Generalkonsulate in Bukarest 3000 Francs Enischädigung für die Betreffenden eingezalhlt. Der Zafenkaprtan mird vor
ein K ' Egericht esteÜt werden. erharzdlungen wegen MaßreZFi zur VerJütung ähnlicher Uebergriffe find noch im Gan e. _
g_ (W.T.B.) In der heutigen Sißung der Deputrrten_- kammer behauptete der Berichterstcztter der VerfaffungßMevr- swnskommisfion,Marzesku,daß Artikelsll. d erV erfassun g nicht aus religiös er Intoleranz, sondem als Maßregel zum Schutze der Nation in die Verfassung au_fgeno_mmen worden sei. Die Kommission beantragte, dem_Art1kel 111._folge_t_1de Faffungozu geben: Fremde aller religidjen Bekenntnisse konnetx das- «;n- digenat erlangen. Gesuche _ Ym Naturalrsirrxng jmd unter Angabe der Familienverhältmne, __dcr Beschaftigung und der Vermögenswerhältniffe an_ den Fursten zu richten. Nach 10 Jahren, von der Ueberreichung des Gesucheß ab gßrechnet, werden die legißlativen Versammlu_ngen darubcr_ ent1cheiden, ob das anigenat zu gewähren 1st._ Das Jndrgenat muß mit einer Zweidrittel-Majorität votrrt werden. Von der zehnjährigen Anwesenheit _im Lande Behufs Erwerbung des Jndigenats sind befreit: Fremde, _welche dem Lande hervorragende Dienste geleistet, welche__e_1_ne neue Industrie eingeführt haben, oder welche von rumam1chenEltern geboren worden sind, die niemals uziter fremdem Schutze gestanden haben. Die bestehenchn gefeßlichZwBestingungen sind maß: gebend für den Verlust des rumanische_n VurgerrechteZ Em Spezialgeseß wird den Modus der; Aurenthaltes der _Uremden in Rumänien regeln. _ Nach dem _von der Kommimwn 136: antragten Entwurfe sol] ferncr _besiimmt werden, d_(_TsZ__d1€= jenigen Personen, welche nicht d1_e_ vqÜen Rerhte; rumanUcher Bürger genießen, keinen Ruralbenß _in ermamen erlangen können, ausgenommen dUrck) Erbschaft 8]Z_1U1€§t8t0. _ Nach der Verlesung des Berichtes der Kowmrsndn beantragte der Minister=Präsid€nt Vratiano ein_e geheime SLHUUJ dsr Kawrner, damit die Regiérimg ihre An1ichten _bekannt_ gßbe. Yorher hatt? der Ministsr-Präsident noch erklärt, dax; die_Reg_rerung dom von der Kommission vorge1chlagenen Entwurfs nicht ZU- stimme.
Bulgarien. Nllstsch11_k, 6,_“uli. iW. T. B.) Furst Alexander von Brrlgarien 1t_heute Mittag in Varna eingetroffen, wosslbsi das De1€un_er emgenonynenxwurde. Hier wird dsr Fürst" morgen Nachmrttag und rn Trrnowa am Dienstag eintreffen.
Amerika. Washington, 3. Juli._ (W[g. Corr.) Während des eben dsendigten Kongrßs 126 wurden rm Ganzen 3287 231116 eingebracht. Von _ diewn _?klgtigtW _Zznr 77 Gsfeßeskrast, die anderen wurden [WZ zur 11ach1ten (*:-2111011 ver" oben. _ __ _
1ckDie demokratische Partei in Kalifdrnreri hat 1ick)__m1t der neuen Verfassungspartei vereinigt, 111139111 119 dsr Ansyisl: lung des Mr. Hngl) Glenn zmn_Kand1daten fur d9_n (Hou: verneurposten des Staates Seitens der loßtercn ihre Zu:
stimmung gad.
Südamerika. Psru. (AUg.Corr.) Einprruanrickxs Trarrsportschiff ist mit einer Waffenladuxig rwn Vana_ma abgesegelt, ungeachtet des Protestes dcs chilennchsn Komuch: und des Verbots der columbxsckxn Regierung. __
Die Besaßung dss perrtan17chenThurmsch1ffec3 „ O_u a s c a r_ bsbauptet, während des Bombardements vdn Antowgastcr die ck)il€niichen 150pfiindigen Krupp__fchen Batterien zum Schweigrn gebracht zu haben. Auf drr RUckkehk nach___Callao wiirde der „Hua8car“ von zwei chilenischen _Panzerschrneri auf eme errze Strecke vsrfolgt; es wurden Schüffs zw_1schen 1h_t_16_11_Z€1V6ch1e[t, abcr ohne Erfolg. Die Chilcnen_ _rusten zwols Tranézydrt- schiffe ach, angeblich für eine Expédrtwn nach dsrpcruanmchen Küste. _ _ _ _ _ _ Bcricbten ach Lima, vom 10._ Jani, zizwlge [regen dir „Huascar“, zwei Monitors Und zwei pe_ruar111ch:_Kderxten in dEr Bai von Callao vorAnker, Und die chrlxnrfche (riotte hat die Blockads von Jquique wieder ausgenmnmen.
A'rika. Egypten. Kairo, 3. Juli. (W. T V.) Die egyptissche Armee wird, wie verlautet, anf 12 000 Mann rsduzirt werdrn.
Kunst, Wissenschaft und Literatur.
Die Feier der Goldenen Hockozkit Jbrer Majextatexi_ des Kaisers und der Kaiserin bai Veraxilaffung gegeben zur Veroffent- lichung einer von dem Semmar-Direkwr O_r. Gottlok) SÖU- mann zu Alfeld und dem Seminarlebrer Wilhelm H einze da- selbst bearbsiieten, für die preußische Jugend h_estimmsen Lkbrbucbes: „Preußens Geschichte in Wo_:t U1_1d Btld',wclches_ im V_er= lage :on Cle Meder (Gustav Prior) m Hannover LL:]ÖLLNLU ist. Das Buck) schließt sich eng an das von_ denselben Verfanern beraus- gegebene, sehr tüchtige „Lehrbuch der dquchenGesckoiwte ar) undzerwnxt sich zum erecke dcs Schulgebraugbs durch diejelben Vorzuge aus, wie dieses. Die Verfasser haben fick) bestrebt, aus den QueU_en und nach den besten Vorarbeiten die einzelnen Lebcnsdilder Wahr und m de_n bedexxfcn- den Momenten so farbenfrisch, als_e_s der cnse Raum emes Schul- buchs gestattet, darzustellen, daf: dzx1elhe_n_n1cht Verfehlen werden, die jugendiicben Herzen zur Liebe _mc Konig und Varerlandzu be- geistern. Die ältere Gesäoichte bis_ _auf dre Hobenzoilrrn Ut nur kurz gegeben, da erst durch das Furjlengescblecht der Hohenzollern Brandenburg-Preußen zu dem macht_!a'm _Staate, 916 Welckzer er heute dasteht. erwachsen ist. Die Gcschtchte dieses Herr]cherge_sch_le_chts, welcbcs im Laufe der Zeiten in Lerd und Fraud s_o mnxg_m1t1etnem Volke und Lande verwachsen ist, daß beide nur 21116Ge1ch1chke haben, ist in seinen einzelnen Persönlichkeiten durch tndrvrduelle_Cbaraktcr- züge der Jugend anschaulich xiescbildxrt, und haben s1ch_d1e Verfaffcr bemüht, zu zeigen, wie die großen Fursten dte_ses HauYes m der. hervor- ragenden Zeiten der deutschen Geschichte die Bxsten des Volkes um |ck geschult, s1ch m den Mittelpunkt der großen Bewegungen __gesteUt_ babxn _zu Preußen und Deutschlands Heile, und wie 11e herrliche Vorbilder e_dler Sei.!)stver- leugnuna, b'ngebender Treue, Hochherztgkeit und christlichen Finnes
erresen find. Die dem Buche beigegebenen, treffiicb außqefubrten bbildungen bilden nicht nur eine apsprecbende außere Zterde_ des Buches, sondern Werden auch den Blzrk _des _Lebrers und S_chulers immer wieder auf die lebendige Persoylzchkett als den T_rager der Geschichte richten; denn gerade das Jndrvrduelie und Perjonltée ist in allem GeschichtSunterrichte der Jugend nicht nur_ das_ “5111er- effanteste, sondern auch das segensretch Wirksame. _Em bewnderes Augenmerk haben die Verfaffer auch auf die_metbodische Anordnung und übersichtliche Disxwfition __des Stoffes ertchtet, so daß das Buch den Schülern der oberen Klane mehrqus iger Schulen, den Prapa- randen und Seminaristen als Lehrbuch m dre Hand gegeben werden
d the Geschichte der neueren Zeit. _ Fexmsilie mit Nußen JLeleseUSFerden. Der Preis des empfehlenswerthen 5 5 beträgt nur „44 „5. _
Buch: Man schreibt der amtlichen „Wien. Ztg.“ aus Rom unter dem
van drei deutschen atrosen_durch den Hafepkayitän in Sulina hat die rumänische Negrerung dem Kaiserlichen
22, v. M.: Der Papst hat einen Beweis seines hohen Jnterefies
“ ' 't d ren 1 en Geschichte unzertrennlich verbqndene J kann fur die un er p ßscb Aber es dürfte auch in der 7
für die Wiffenschaft an den Tag gelegx. DieSmal h_at sicb jetn Augen- merk den altberübmten vatikanr] (ben Archiven zrz- ewendet, welcbe wahre Schätze der wichtigster) Urkqnden, Qandscbrt Yen und dergleichen mehr enthalten. Zum Leiter dmes _wm_en1chaftlich boch- bedeutenden Instituts bat Leo )(111__ nach dem_ kurzlich erfqlgten Ab- leben des Archivars Monsignor Roxx-Bernardmi der) Kardinal Her- geurötber, und zwar unter Zugextebung de_t; werteftgebendeu Be- fugnisse berufen. Diese Wals verlerbi den wnrenschaftlrcben Bestre- bungen des Papstes einen nicht mmder klaren A1:Sd_ruck, Lis der weitere Entschluß deffelben, die Schaßx der _wrchttgen_ Odmm- lung von nun an dem gelehrten P_ub_ltk_um letchtxr zugaxigiicb zu machen. Bisher hatte nämlich den papiiitcben Archiven fast tmmer aur ein einfach?: Prälat, wie beispielswei1e zuleßt Monfignox Bx:- nardini, vorgestanden, der trotz dem Wechselder Zéstkn fo zixmlccb AUes beim Alten beließ. Dagegen wurde [etzt der aquezetcbnete Gelehrte Hergenröther beauftragt, binnen_ 6 Monaten emen Plan zur Neuorganifirung d:§ vatikanischen Archivs _vorzrrlegewund geben- bei ausdrücklich zur Veranstaltung von Publixcrtwnen mtere'ianter Urkunden autorifirt, um das Archiv auf eine 1emer Bedeuturxg_ent- sprechende Rangstufe zu erheben und es dkn anderen europanckyen Instituten dieser Art gleichzuxteklen.
Land: und Forstwirthfchast.
Wie das .Bokletino dell' Agricoltura' in Rom m_eldst, war_d[e Warme Witterung, welche in dsn [eytsn Tagén M Jtczlrexi berrfcbtk, von dem besten Einfinffe auf den Stand derFel_dsru§h__te. Dec Weizen gedeiht vortrefflich Und verwriwt_eine_mriteimaxzige Ernte. Auch der Mais steht gat, nur berarixr 1chczn_ernes er- quickenden Regens. Der Neis- wird nur_eine wrttelmaßrge (Trutz gsben, ebsnso schrrarb wird auch die WLÜUWS (LUÉ-UUM.
Gewerbe und Handel.
Urbxr den im Jabre1878 zum er-“texi Male in Breslzxr abgehaltenen Flachsbörirntag und Marz-Jlach§mg_rkt__r2- merkt der Jahresberiwt dcr Handelskammer 3u_Bre§[au mr_1848: Ter Flawsbörsedtag (im Dezembkr 1878) war in dern _Marzc be- sucht, daß unsere geräumige Galxrie im großen Vorjemaals kaum binteicdenden Plak; für die Jmterementru bot, und der Flawsmarkx im März war und klieb nichs andereß ais ein dedeanrkt._ AU? diesem Yiärzmarkte stockt? der Absaxz erklariichsrxretxe vollythdig, da der Spinner nacb dsr Flacthrnie uiimögliw ern Halbes Jadr mxt seinem Aufträgen und seiner Jnformattori Über dm Außfai] _dxr neue.. Ernte warten kann. Das ResUltat war geradezu 6111 klaglicchs, de_r Unwikle der 311111 Theil weit hcrgekdmmenen Händler allgemem. Die „Handelskammer durfte diesem A_u€f_:1[le_ UH rrrWoberxkn Marktss grgenüber fick) sagen, daß fie ebeniv crndrrngltck) als srUébklOZ ibre dbmabnendc Stimme rechtzeitig und wiederholt erhoberr Harte.
Frankfurt.). M.,YJU!1._(W.T. B.) __AUs dre ncuexx prrozentigen Bergirw - Markisrden E_1_1enkak)n - Pri- oritäten [„jtt, ()„ weird) am Montag eingerukyrt Werdexi JoUext. smd derrits keträchYiche VOTKUMLÜUNJLU bei dem Bankdawe Rotb- cbild ier ein elau en. _ s * Nbürnbegrg, 5.Ju[i. (Hovfenmarktdxricböt von Lsoroid PSU", Höpfenkommisfivnsgesckäft.) Die etwas größere FWR; Welche wah- rend der crsten Hälfte dieser Woche naw _Hovfen bxrrxckpts, dat M» zum SMW"; der Woche angehalten. Seit Donnerttag mag sich _der Umsay am biefigsn Markte auf Citrus ngr 100 Baller kelaixxen. Gsfragt sind hauptsächlich grüne MZÜÜÖOWM, _ W1kkllchk _Prtxria- waare ist fast gar keine mehr am Markte rorkxandsn- _Dte Vorrathe bestehen größténtheils aus gelblicdexi Mitrel- uni) ge_r_mgen Hopien. Der Lagerdestand ist nicbt mebr_grd';. T_ie Pr_et1e iar gute _ gru_ne Hopf-Zn find um einige Murk ge1txegen. Old_Sttmmung Ut zicwlrcb fest. Die Nachrichten aus den PssxLTLZUUJÉÖUTtheU" [_autxn meißtens immer noch unsänstig. Dir Wittermrg ist ngenwdriig ]ehr scblccht und sind namentlich die Nächte zu kybl. ;_5n emzeinen Gegenden bat die Pflanze sckwn durch das Ungezzesxr gxlttterl. Die Syekulatwri verhält sich dc?) auFenblicklichen GSZÖÜÜZUTUÜUOU gegenuber noch voUtändi ablé nen. _ _
sLonZon, 5. JUK. (Al]g. Corr.) Die Kod[_enindustrte_m Wales befindct sich in KMU" kritischen Lage. DieGrUbenarbriter weigern sicb, eine Herabseizung ihrer L_HHrie 1_1m 10% anzunehmen. Die Grudenbcfißer dagegen find ent1_chloy1en, dic Arbett nur zu der er- wähnten Lohnberabsexxung wirdsr aufnehmen zu laffen.
Verkehrs-Anftalten.
Am 1. Juli d. I. ist die zur Rheinischen Eijenbalyn _ge- hörige 172,87 kw lange Badnlinie inSburg-Quaksnkruck mit den Stationen Duiébiirg, Odkrbaußn, O'terseid, Vo_tirop, Kirchhellen, Dorsten, Wulfén, Reken, COSIield, Darfeid, Horstmar,
"Rheine, Spelle, Beesten, Freren, Fürstenau, Lulle, Wippen Und
Nortrup, sowie die in Osterfeld ariswließends 4,05 kw lange Zweig- bahn nach Frintrop mit der Stattou Frrrxtryx rem 0_ffentlrcken_Ber- kkbk? übergebcn rrorken, ebenso die zur preußiicberx Oxtbabn geborige, 65,3 km lange Bahnstrrcks Goldap-Ldck, Fortxxxung der Bahn- strkcke Znst'erburg-Goldap, mit den Zw11chri11i_:x__twnen_Garnen, _Ko- mahlkn, Olexko und Köwcn und die zur briiifcben LudwrZs-Eisen- bahn gehörige 19,95 km" lange Babnitrccke WlLÖUIDSL-Nlederxi- baUsen mit den Stationen Wiesbaden, Erbenheim, Jg1tadt, Nie- dernhairsrn und Aurinarn-Medenbacb,
Triest, 7. Juli. (W. T B,) Der _Lloyddampier „Venus“ ist mit der OstindilÖLlL Ueberlandet hente Morgcn 71 Uhr aus Alrxandrien bier eingetroffen.
Berlin, den 7. Juli 1879.
eschicbte des Deutschen Archcreologi1§ben “Instituts
29- 1879“, Festschrift zum "21. Avril 1879. HerauégZZeden von der Central-Direktion. Berlin, A _Ajbrr u. Co., 13-9. (Swluß aus* Nr. 204.) _ _ __ _
Am “25, März 1861 grwäbrte Se. Majejtat de_r K_on_1g L*.) ; L_r c l m der Direktion die Bitte, an SteUe Seines daßlnßkfÖWDLULZLIQ.(".?-JZ“ lichen Bruders das Protektorat zu Übernehmen. Als Geneer-Szkrctar trat Gerhard ein, während Levfius _ und Mommjen Usb m die Sekretariatßaeschäfie der Direktion theilten. _ _
Es würde zu weit führen, hier den_ neue_n_ Aufschwung, den die Anstalt und ihre wiffenschaftlicben Arbeiten 1eitd_em_ genommen [Z(iben, aUch nur skizziren zu woÜen; die negere Geichxcbie des Instituts erweitert sicb eben geradezu zu einer umfaNanen Ge1chtchte der neueren klassischen Archäologie selbst. Wir verwaexi daher aus dte_treffltche ausführliche Darstellung, wie fie dj_e Fe1t1chrift aiedt, und be1chranken uns auch ferner auf die äußere Ge1chrchte des Instituts.
Mit dem Jahre 1865 schied Brunn (;us seriicr _Sthung, mx: einen Lehrstuhl in München zu iibernebwen. Fur ibn trat Wols- gang Helbig, ein Zc")gling_de€t Jnstttrrts, etn._ _
Nawdem fich die Anstalt so in emer_R_ctbe von Jahrzehnten nn Dienste der Wisicnschaft erprobt batte, er1chten es angezeigt, dersxlbxn nunmehr auch denjenigen festen Schyß _zu fi_chern, welcbcn ledtxlicb 'die Umwandelung in eixée Staatßamtalt gewabren konnte. _Der An- schluß an die Berliner Akademie lag am n_achi_t_en, zumal dies_e durch die von ihr besorgten Sammlungen der griecbtjzbewund lateinisckoen Inschriften ihren Beruf zur Förderung qhnltcher Interessen glänzend bewiesen batte. Um_ dem Institut in_deffen f_e1ne bisherige freie Bekregung möglichst zu _la_ffen, wllte _etne_r eigenen Kommission, unter Aufficbt und 5L_lutwritqt der Akademie, dre Leitung desselben übertragen werden. Cm dahin laufender Antrag hatte denn auch den erwünschten Erfolg. An) 18. Jult1870 ge- nehmigte Se. Majestät der König Wilheln) dre Ueber_trag_ung des Instituts-Etats aus dem Ertraordinarrum m das Qrdmartum des preußischen Staat-xhaqualts. Das entxprecbend abgeanderte_ Statizt aber erhielt am 2. März 1871 im Hauptquartier _zu Versailles dre AUerböcbste Genehmigung nunmehr S Majestat des Deutschen
„G 18
'- Kaisers. Die Art der Thätigkeit wurde durch die Neuordnuug der
äußeren Verbältniffe nicht berührt. Dagegen lautete der 1. Para-