1879 / 161 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 12 Jul 1879 18:00:01 GMT) scan diff

!*iiiiigsie gcpriiit urid bsjabt worden sei. Er habe. auch ge: handelt vcrmb-W s::iner Pflicht, die vitalsien Interessen der von ihm vertrct-JW Bürger zu schützen. Er sei ja erst seit wenigen Monat-sn Chef dieser Verwaltung, und man werde 66 VikÜLiÖt von seiiier Seite noch als Objektivität aUkaLMWU, w-snn er sage, daß ihm eine Verwaltung, die so strikt und c::crgisci) die Interessen der allgemeinen Wohlfahrt akler Bür- ger mit Zurückweisung deH unberechtigten Einflusses großsr Jiitcrcssengrnbpen mit den koloffalsten Mitteln wahrgenommen habe, ihm bit.“, dahin nicht bekannt gewordensei. Gerade im In- terkffe dcr aÜgemsincn Wohlfahrt und damit das Leben ii: Vcrlin wiihrend der Verdoppelung der Bevölkerung aiif gicicber Wohlfeilkxit erhaltkn werdk, habe die Ver: Miltung in Bsrlii'. im Jahrs 1874 die Schlackztstsusr ab: g(sthufft und damit auch, während ihr die Beibehaltung nach 116111 GLsELL ircigestcmden habe, eine Einnahme von 5_6 Mixl, Mark jährlich, Mon [19 dringend bedurfte, angégébsn. Die Vstiiion dss Vsrliiisr Magistrats, die in ihron Ziffsrn nir- gknbs widsrlegt worden soi, habe Unzwsifelhast ftstgestellt, daß mit dem AUgLUblickS, wo diese Maßregel hier in 1361,“ großon Stadt ixis Lebkn (1611)?th sei, eine beff€re_(§rnäl)rung der großen Mai"? der VSVÖlkU'UUg €ing€ireten Wi. Im Jahre 1874, 5111“ -eii ber Herrschaft der Schlachtsteuer, habe _der Ficischverbrauck) UW Kopf der mittleren Bevölkerung Berlins 52 YZ jährlich 1161108611. Nack) Aufhobung d_€r S_ck110ch1s16110r ssi im Jahre 1875 'der Verbrauch pro Kop] au]_ 72 [ZZ ge: stisgsn ungerchmet die Millionen Kilogramme Fleiygb, die auf Landwch, bis man nicht kontroiliren könne, emgexiihrt wor: TM iéisii. Bci [(Rechtsn Zeiten sti ber Verbranch ii". ben Jabrcn 1877_78 auf 64 11115 62 „ch zuriickz gkganm'n. Tie iaßregel habe also fiir some 513637161 fistILstCUt, da[; die??! Befreiung: der nothwendignen LOÖLUSULiULi 5011 611611 ZöÜen, abgesehen von, der Frage dcr Tlesrbcit ober iichtthensrbeit, die Wirknng gehabt babe, die' bcffere E*cniilxung dcr großen Masse bor Bevblkb- rmig bcrbciznfiibren. Wolle die Majoritiit .es s6in6r Parlßi, mxim Disse Ucbcrzoixgung in derselben [Lbendig sei, wenn 116 mit Lpfsrn, wie sie der Magistrat von Berlin gebracht habs, 97161th isi, verbstiken, daß 61: und isine Fréuxide gßgenüber c-ixxsr miberon Agitation mit 011€); Energie daisir cmträten, 7666 ihre Usberzeuznng sei und wa?: man zum Scbuße der Bevölkerimg wahrnehmen miiffe? E?» ssi i_odann dem Städts: tcigs mid vieUeicht ibm pErsönlicb vorgeworsen xoorbén, daß er éixie Trciinung zwischi Stadt und Land beabmbiigi habe, 65 s-i behauptci WOWLU, sr beabsichtigc cine Agitation dcr großén Siädw gegen die hiér getroffenen 0er ZU trencnben Bestim- 11?1111Z€U. Ziwbrdorst habe er “Tic Erklärung abzngsben, M6: giitratc agitirteii iibsrhaupt nicht, und LS babe_iib€rhaupt dem (36115611 Städtetags Und den im Städtetag? vxrmnnneltsn Ma- giiiraten voilstiindig fern gelegsn, nachdem 116 ibre Bsfcbliiffx €§0ß11)(111611, irgsnbwie eine Agitation zn eröffnen. „Daß csrsonsn der Magistrats hier und dort ihrs politische Meinung (1116) in Agitationen vertreten wiirde'n, daß eine Agitation gsgen die threidezöile vielLeicht er- folgsn werds, das WOUS cr nicht absireitén. Seiner Ueberzenguyg iiach brauche man eine Agitation gar nicht herbeizxxführen, 1i_e wsrde won sslbsi kommen, wenn mit den Getreidezöllen die VLriheusrung allsr stexismittel in Folge der Sclmßzöiicz. die 5an Haus beichwffen habe, auf einmal zur Keniitniß ber KOUsUMLUfen kommNi werbe, weliiée jCHt noch nicht wüßten, wach ibtien Eigentlich bevorstehs, und die nach ssiner Erfcihrung, die er 611 'der Spitz? großer Verwaltungen gemacht habe, Erst in 0211 Augsnblicks mifingén zu dknken, wo sie fiibicn müßten. Er konime darauf ziiriick , daß eine Trennung zwi1chen Stadt U::b Land, Lili? Agitation dEr großcn Städte gsgenüber dem 261156 11115 ien ii-Hiiien Stäbwn unmöglich in 136111 Sinne 13:5 111 Jsr Mcimiixg be?- Städtetags gslegen haben könno. (T“: 165.176 sehr wobl , daß bis Mittklstiinbs , ba?- Biirgsrtbnm ii: Stabi mib Lux:), zusammeiigehen miiffe, Mun es seine Z::icrsffsn schiiizsx: Und ißine politische Meinung zur (');-11117153 bringM woiie, Und das ssi auf dem Städtetag ZLTÜDL ÜUÖbriickiick) aqusiprochcn worden, wie Lr im Gegenthcél zi: andsrsti Bsbaiibtimgkn hier aii-Zbriicklicb kOUstaiiWU müsst. Wsnn DSL 21551. 13671 Klsist=RsZow 566 Abbaitsn deH StädW: tags mik dsr NiéÖ-LÜSIUUJ des Präfidiiims séinerséits in Vor: [Mimi] gsbracbibabs, io Erkläre er hier ein für ails Mal, das; 66 iciusr Ansicht nach das Ligetists Recht des Präiidexiten sei, i:,L-sr bcr-glsicben Siitickx-[iiiie iich 11111: selbst Rechenschaft zu N(IM, Er 56.136 Oiiizieil Erklärt, aus welchen Griiiibßn Lr das Vxäsibiiim nisbsrgxlegt habe, hier Um Neichtage gegßniibsr, 14:75 MKL (»“; in::xisr ablehnen, eine andere Erklärung, als er 13171616 gcgcbZii 5616, 0:21: 6111? Erklärung dieser Erklärung 1766) QUÖZUWTLÉLU. Er giaubé, bak; könne Lr Mnigstsns vex- lairgsn, wenn EL“ 13 Jahre 565 Vräsibiiim in nicht leichisn Z-xitcn gsiiibri 13616, daß 96 ibm überlassen sei, für sich und 77661) isinem Gswiffcxi ZU [)?Ukshiilén, wann der Zeitpunkt ge- kcmin€ri isi, wo 07 VSTT-fiiÖtLt sei, 66 seinsr Ueberzengung nach nisberziilsgen. E'.“ 352752 girade Wkgen der Annahme der Ge- trsibezöiie, gérabs wsgen der Besteuerung der nothwendigstsn stcnsmittel, Mick)? er im finanzieUen Interesse dér Staaten Uichk fiir criorbsriéä) halte _ den Bedürfnissen der Staaten, bi: €]? c::ierksmi-x, [).-5.116 aiif andere Weise geniigt werden kön- n-xn _ gegen 566 Zoiitarifgeieß im Ganzen aus dem haupt- sächlichii€n Grund?, der ihn leite, stimmsn. Seinér Uebsr: 369911119 7136) ?Vékif-Z mit der Annahme dieser Zölls der seit 5261 Juhre 1808 13021 der preußischen Monarcbik befolgten Handel-Zpolitik, wsicixe biH zu disiém Augenblicke auch die Po: [iiik 556 2611965877. NEUF)??- und be?» Zoiivereins gewesen sei, ILL" AT-ickyic-d gsgébéir. Er könne sich nicht criischließen, diesen Zibrixi mitzumachen, weii er bikie Hanbélßpolitik fiir den gan- 325 91675811 DsUtiH-iands nach der Natur deH Landes für ge: b;:tsn «achte mxd weil er glaube, daß die Art und Wßise, wiß 61718 etitgéZéng-Feßte Politik ]Lßt mit der Annahme des ZTMQÜZS in?: LEBEN gefiihrt WIWC, eine iibsriiiäßiZS VL- 1672ung dex: Volksé; nicht bloß zu Gunsten dsr Staaton, son- 52771 _Uorzagswsiie “bir Industrié zu We e bringen werde, eine Béla] 16173, die LL" namsntiich in den ZMS", wo schon so tief (W. 867]. (Yewohiihkiién beH Volkes gerührt werde, nicht im Hz::iersne der STÜMZTT Erachten könne.

, Tsr „Nbg; 13072 Kardorff führte aus, er wolle dem Vor- r:;-nc-r mcht ngM auf das Gebiet dEr Erörterungen über Tzn Stäbtxtag, nyeii er der Meinung sei, daß derselbe so ins Wasser geiaUen 181, daß es; sich nicht verlohne, darüber zu sxreckxen. Wenn der „Abg. von Forckenbcck sage, das; die Städte i:", ihrs: Gesammibeit von wohlwollenden Intentionen geleitet i;i:n, 1'6 sei ja “666 [Libsiverständlick]. Aber die Art der Ver: w:!tiing stimme nicht mit dem Grundiäßen Überein, die er 171.) isixe Freund? für richtig hielten und in andern Ländern 92:65571: isien. Er erinnere daran, wie oft bei städtiichen Sub- mxiiémxxi auf Miastkrfteine, Röhren 2c. selbst bei nur geringer

Preisdifferenz dem auIländischcn Fabrikat der Vorzug gegeben weriw vor dem einheimischen. Es sei das kein Vorwurf gegen den Abg. von Forckenbeck,_ derselbe sei ja anders verfahren_ aber in vielen Städten dominirten diese Ansichten, die man in kein€m andern Lande der Welt verstehen würde. Eine franzöfische Munizipalität, die das Inland umgehe und Fabri- kate aus dem Aus-lande beziehe, sei undenkbar; einem eng: lischen Mayor würden in, solchem Falle die Fenster ein e- worfcn werdxn. Der Abg. von Forckenbeck habs dann hingewie en auf die Mahl: und Sch1achtfteuer und aus den Wirkungen ihrer Aufhebung den besten Beweis abzuleiten gesucht gegen die Ersprießlichkcii der Wirthschast§7poli1ik der Majorität. Aber gerade darin liege der beste Béweiö, wie wenig Einfluß der von seiner Partei proyonirte Getreidczol] auf die Ernährung der Städte haben werde. Die Kon- sumenten würden nicht schreien und klagen, wenn es tbeurer werde. Si? würden es thun, wenn die augenblickliche Er: wcrbs: und Arbeitslosigkeit fortdauern würde, dies aber durch die gsplante (Heseßgebimg, so hoffe er, gehoben WerM Würde. Sie würden sick) dann anch nicht beklagen, wenn sie wirklich einige Pfennige mehr für ihr Brod bezahlen müßten. Aber er glaubs, ste wiirden auch gar nicht mehr zu bezahlen brauchen als bisher. Es wirkten beim Brobpreise außer dem Mehlpreise auch noch ganz andere Faktoren mit, bis ganz ver- schiodensn Fluktuationsn unterworfen sLiM. Ditz FraJL miei) der Aufhebung der Mahl: und Schlachtsiener werbe Überhaupt ganz falsch gestellt. Man miiffe nicht fragen: Sei bas Brod billiger geworden? sondern: Könne die stölierimg die Lasten, Miche ihr durch diese Aufhebung überwiesen seien, leichter tragen als: die Mahl- imb Schlachtsteusr selbst? Und da sei ihm die Antwort nicHi zweißlhast. _ WENDL er fich nun zu dem Antrago 56-3 Freiherrn vvn Mirbach , so bemexke er zunächst dem Abg. Richter, daß er sshr wenig Getrside baue, also persöiilich kaUm Interessent sei, damit dersSWS nicht Nack) feiner Wszise egoistischs Teni-enzén bei ihm vorausscße. Die Nothwendigkeit daß Roggsnzokles e_r- gsbe sich fiir Dexxtschland 6116 der Rothwendigkeit, die [€ick)t€r€n Bodenarten , die sich in 5611 östlichen Pro- vinzen fänden, zu unterstüizsn. Er wiirde in dcren Jiitsreffs 1161161" auf jebsn anderen ZolT verzichten als anf diesen (He- treidezoll. Dax? landwirthsck)aftliche Haiiptprobukt in den öst- lichen Provinzen sei Korn, Und gerade in Korn sei der ein: hsimisckx Markt so sLlr überschwemmt mit ausländischer Em: fuhr, daß das inlän isc'he Prodiikt _nicht mehr 311 vorwsrth-Zn sei. Erkläre man sich fiir unfähig, 1ich dagsgen zu wehren, so köime man sich auch nur außer Stande erklären, Lill einiges Deutsches Reich zu gründen. Der Abg. Lasksr bssireite zwax dis Nothlagc', aber er verweise ihn auf die erschreckends Zu- nabins der Siibhaftationen. Viellsicbt 40 Proz. dLS Vochns in diesen Provinzen seien lediglich angewiesen auf Kartoffel- Unb Roggenban. Und gsradß dort sei jener kräftige Ménscben: schlag gewachscn, der so viel für die Entwickelung von Deutsch- land gethan babe. Verurtheile man. Dies Land, brach zu liegsn, so spreche man glsichzcitig auch Ein Verdikt aus, wie künftig dis deutsche Bevölkerimg ausfaklen wsxbc. Er wiirde 63 für bedenklich halten, von dsn alten pr2ußi1chen Traditionen abzugeben und er bitte das Haus, aus: dissem nationalen GE- sickHtSpunkte don Antrag 566 Frsibcrrn von Mirbach anzu- ne men.

Der Abg. O1". Bambcher erklärte, der Gams der De: batten habs zu Erörterungen geführt, Mit über die Bedeu- tung des Getreidszoiies [)inaiis, Und das liege in der Natur dsr Dinge, sei in dsr Logik der Thatsachen begründet. Dsr Abg. von Kleist habe seine Aeußßrunchn ganz mißversianden, das Zurückbleiben der Landwirthschaft betrLffsnd. Er habe gesagt, die Industrie sei vorwärts geschriiten mit Nr Schnel- ligkeit dch Dampfes Und der Elthrizität, und dagégcn [Si die Landwirthschait zurückgeblisben. SLi das bis Spracbc eines Spötters odcr Ankläger?) gegen die Landmirt[)schafi? Er woÜe sich mit bisser Bemerkung begnügen; denn wer glauben woilte, durch Reben beiits mich Eine Abstimmung beeinflussen zu können, der müßte blind sein. Die Regierung sslbst werde von dsr Strömnng, bis zu erhöhten Schußzöllsn treibs, fort- geriffen, Und man müsse beinahe bitten, daß nicht 110ch wsitere Erhöhungen 561151017911 würbßn. Schon in 561: Kommission sti jsbe Herabsetzung, wenn auch nur um 10 „Z, von den Kmiimiffarien bekämpft, aber jede Erhöhung, die gczfordert sei, mit woblgefäiiigcm Lächeln aufgenommixn. Er habcz hsnte erlebt, das; die Regikrung bei dem Roheisen ihre eigene frühere Vor: lage fiir unannebmbar Und nachder Terminologie des:“: Präsidenten Hofmann fiir verwerfiich erklärt hab?. Er freue sich, daß der drittM Lesung nicht eine viarte folge; bei dEr fünftcn wäre dann jebs Einfuhr vsrbotén. Seine Partei ssi in dcr Mi- noriiixit, (1er ihre Ansichten seien uuwiderlegt. Er bsklage diese Manier, Politik zu macbsn, auf das Allerticfsie. Worm seine Partei nach der Meinung der Majorität geirrt habe, so sei das stets in der besten Gsstlischast solchßr Leute geschehen, die sick) damals das zur Ebro rechnetsn, wenn sie seine Partei auch jsßt vcrlaffen hätten. Ein großer europäischer Staat habe 1872, (119 es sich darum gehandelt, Osfterreiä) davon ab- zuhalten, daß es durch eine Auflösung des HandelÉ-vertmges Frankreich den Uebkrgang zur Schußzoilpoliti erleichtere, von einem fremden Botschafter ein Aktenstiick empfangen, welches außgefiihrt habe, Oesterreich habe den Beruf, Frankreich noch _ auf eine NeiLe von Jahren von protektiv- nististhen Niickstcbten a zuhalten und hoffentlich dadurch EUropa vor jedem erstén Rückschritt auf diesem (Hebiüte zu bcwahren, und die?; Schriftstück sei unterzeichnet gewesen: „Vißmarck“. Auf dieses würde er noch stolz sein, wenn der Unterzeichner sick) dessen nicht mehr erinnere. In diYer er- neyten Jagd nach immer höherßn Zöilen in dritter Lsung gexchehe weiter nichts, alc.?- baß jeder béraufgcseßte neue Zoll den friiher eroberten neutralisire, namentlich wenn man der Industrie durcb Gekreidezöile das Leben abschneide. Fiir diese Getreidezölle träten jetzt auch Leute ein, die der Industrie so freundlich gesixmt seien, wie jener Ober-Vräsident der Rhein- provinz M Anfang der fünfziger Jahre, der jeden industriellen Schornstein fiir em Werk des Teufels erklärt habe. Viekleicht wisse der Abg. v. Kleist-Reßow seinen Namen? Die einzi e Recht- fertigung für gesteigerte Getreidezöile sei die: die (.'senzöile seien der Kaufprei-Z der Kornzölle. Eine solche Politik sei ]“th in den Kodex der legiHlativen Moral aufgenommen.

Man habe ihm in verschiedenen Stadien dieser Verhandlungen von verschiedenen Seiten eine kleine Schrift zum Vorwurf gemacht, die er an seine Wähler ge- richtet habe. Er vertrete ihren Inhalt und ihre Form vol]- kommen. Er habe in ihr scharfe Gedanken aUSgesprochen, aber er möchte_ wünschen, daß Diejenigen, welche hier einen Gegner angrifxen, ihre Ausdrücke immer so vorsichti wählten, wie er es in jener Schrift gethan habe. Er habe si]? erlassen,

weil er davon erschüttert sei, daß in bis friedlichen Kreise, die er vertrete, die agrarischen Stichworte yineingcworfcn seien, weil er eine Bedrohung ihres Lebenßglücks Und ihrer ganzen politischen und kommunalen Existenz darin gesehen habe. Nur wegen dss friedlichen ruhigen Glücks der Bewohner eines, ge; scgneten Landes- habe es ihn aufgeregt, daß man den Sauerteig, den Geist der Unzufriedenheit in sis hineingetragen und ihnen aleißenbe Versprechungen gemacht habe von einem Glück, das ihnen bereitet werden könnte. Tatum habe er zur Fedcr gegriffen, fick) mit ihnen auséinanderzuseßen, und darum habe er auch die Zufriedenheit gehabt, daß er mit selisnsn Ans- nahmen ihre Zustimmimg gefunden habe. Er [)660 immer seixien politischen Gesmnungsxxenoffen, die wirthstbastlick) nicht am seinem Standpunkt ständcn, gesagt, die wirthschastliche Reaktion auf einen gewissen Punkt getrieben, fiihre zur politischen Reaktion. Das habe sich nun gezeigt, als bei der schließlichen Abstimmung das Haus sicb voUftändig nach rechts und links g€t[)ei1thabe. Auch in Zukunft werde die Wirth: schaftlich freie Bewegung eintreten vor einer freien politischen Bew2gung.

Ter Vundeskommiffar Gehaime NegierungE-Natl) Buréhard erklärte, der Vorredner habe behauptet, die Regierung habe hsute einen Antrag, der ihre urspriingliche Vorlage wieder herzusteüen bezweckte, fiir unannehmbar erklärt. Das könne fich auf den Antrag Delbrück zu der Position Eisen _beziebcn. Dann sei diese Behauptung aber vonständig irrig, die RegierungSvorlage habe nicht diesLm Antrags entsprochsn, und er one hoffen, daß die weitiragenben Folgerungßn des VorrednerS wenigsténs auf sichereren Grundlagen beruhten.

Nach dem Schluß der Diskusfion beklagte sich der Abg. Bebel, daß er nicht zum Wort gekommsn sei, obwohl er sich vor den Abgg. von Forckenbeck uni) Bamberger g?- melbet habe.

Der Vize-Präsibsnt Frhr. von Franckenstein erklärt?, daß er dem Abge?rli)3116ten g6schäst60rdnung6mäßig das Wort gebe, den er zuerst 2 e.

Der Abg. Bsbel stellte fiir die nächste Session eine be- züglickje Aenderung dsr Geschäftsorbmmg in AuSsicbt.

Psrsönlich verwahrte sich der Abg. von Kleist-Reßow da: gegen, daß er 9611 Städtetag eine Donquixotsris genannt habe, er habe nur das ?länzende Fiasko desselben hervorgehoben.

Der Abg. Fry. von Schorleiiier:Alst bemerkt?, er habe an "dem Tome Richterxs gegen seine_Partci gcmerkt, das; er ihn gesterns arf getroffen habe. Er1ei stolz darauf, daß diese Rede Ri ters ohne Erwiderung von ihm in das Land gehe. Er werde für den Kornzou stimmsn.

DLL“ Abg. Dr. Bamberger gestand seinen vom Bundes: kommissar gerügten Jrrthum zu. -

Der Abg. Schröder (Lippstadt) beklagte, daß der Abg. Nichter seine Wahlreden für die nächsts Landtagswabi hier im Reichstage gehaltsn habs. Was den Vorwiir atibetreffe, daß er sich von den Brosamen dsr „Nord. Alix]. tg.“ nähre, so sei der Abg.Richter unzweifelhaft Ein sehr gefcheuter Mann, aber er halte sick) doch noch für viel gescheuter, alk; der Wirk: lichkeit angemeffSn sei. Nie habe er den MF. Richtsr zu dem Abg. Bebel herabgezogen, er habs nie Bebe niedriger gesteüt als Richter.

Der Abg. Bebel richtete an 566 Haus die Bitte, daß ma_n nicht immer seine Person angreifen rxiöge, wenn man ihm die Mögli keit nehme, auf solche Angriffe sachlich zu antworten. Daran wurde in namentlichsr Abstimmung der Antrag Mir: bush mit 186 gegen 160 Stimmen angenommen, worauf fich das Haus um 41/2 Uhr vertagte.

_ Die gestrige Abenbfißung, welchcr ber Rsichs: kanzier Fürst von Bi-Hmarck, der Präsident des Nerch§kanzlew Amts, Staats-Minister Hofmann, und mehrere andere Bevoli- miiibiigte ZUM Vundeßrath und Kommissarien beffßlben bei- wohnten, wnrde vom Präsidenten um 71/2 Uhr eröffnet. Das Haus 76616 die dritte Verathung VLS Geseßentwurfs, betrsfsend den Zolltarif des deutschen Zollgebietes mit of. 9

Getreide) fort. Der in der zweiten Lesung hesch offene 4011 auf Malz 1,20 616 113111216 unter Ablehimng 1168 vom Abg. Dr. Zinn gestellten Erhöhungéantrages genehmigt. _ Anis, Koriander, Fenchel und" Kümmel beantragte der Abg. Witte (Mecklenburg) frei_ zu lassen; das Haus hielt jedoch den Beschluß zweiter LSsung 3 „16 pro 100 19»,- mit 170 gegen 121 Stimmen aufrecht.

Die vom Abg. Frbrn. von Ort) vorgeschlagene Zoll- erhöhung fiir Raps und Rübsaat von 0,30 auf 1 616 wurde abgelehnt, nachdem der Bundeskommiffar, Geheime RegierungH-Rath Tiedsmann die Ablehnung „empfohlen hatte.

Der Abg. Bernards beantragte, für frisches Gemüs e einen 3011 von 4 „16, während daffelbe nach der Vorlage, zoll- frei bleiben soilte. Auf den Wunsch des Bundeskomm1ffars wurde aiich diessr Antrag abgßlehnt.

Zu Position 13, Holz: und anders Schnißstoffe sowis Waarsn daraus, lagen Anträge auf Zollerhöhungen von den Abgg. von Fürth, Graf Galen und Richter (Meißen) vor. Das Hach genehmigte anf die Befürwortung des Bundes- kommiffars, Ministerialraths 11r.Mayr den Antrag von Fürth, Korbweiden mit 3 «46 (statt zolifrei) zu belegen, decZgleichen den Antrag des Grafen Galen, Korkstopfen, Korksohlen 2c. mit 30 „16 statt mit 10 616 zu verzoilen.

Ein Antrag des Abg. Günther(Nürnberg),r0be-Z (Zedern- holz zollfrei zu lassen, wurde mit 169 gegen 151, ein Antrag Holßmann, betreffend den zollfreien Grenzverkehr von Holz, wenn es zu Lande eingefahren werde, mit 172 gegen 153 Stimmen abgelehnt, im Uebrigen die Pos. 13 nach der zweiten LesurF genehmigt.

Us eine Anfrage des Abg. Rickert erklärte der Bundes- kommiffar, Geheime RegierungKRath Burchard, daß der BunbeSrath sich fiir befugt erachte, zur Erleichterung der „- 011- abfcr1igung die Beamten anzuweisen, auf Grund der 011- deklaration, in welcher entweder da?; Gewicht oder der kubische Inhalt angégeben sein müsse, sich mit der Zählung der Stiicke und probeweisen Vermessung oder Verwiegung zu beJJnügcn.

Zu Position 19, Kupfer, war vom Abg. v. eumann wiederum ein Zokl von 3 «16 fiir Nohkupfer beantragt, den das Haus ablehnte, indem es dem Antrage des Abg. 136 Del- brückf ziilfoxge Nohkupfer und kupferne und andere Scheidemün- zen reite .

ES folgt Position 22, Leinengarn 2c. In Folge des heute angenommenen FlachSzoileS beantragte_ ber „Abg. “Frhr. von Varnbüler, in einer Anmerkung die Zollsteiheit für ute, Manillahanf und Kokosfasern auSzusprechen. ,

Der Abg. Grützner bat um Beibehaltung der LLMLU arn- zöile; man könnte "a als Kompensation für bzw Flachszo an eine Erhöhung derielben denken; er spreche sich aber dagegen aus, weil die Zölle auf einer Vereinbarung der Spinner und

Weber beruhten. Er hege nur den drin enden Wunsch, daß der FlachE-zoll möglichst bald wieder abgef afft werde.

Der Abg. Windthorft erklärte, er glaube, daß der Flachs 011 etwas in Eile und mit L_Lnüberlegtheit beschlossen sei; da eine. e- mykour nicht mehr zulä1fig ssi, so habe er beantra t, diesen Zoll erst mit dmx: 1. Juli 1880 in Kraft treten zu affen, da- mit der Reichstag in der nächsten Session Gelegenheit habe, dcnsslben wieder abzuschaffen. '

Der Abg. Richter (Hagen) bemerkte, vom Mittag biS zum Abend habe die Majoritiit schon Rezie empfunden Über einen Beschluß. An der and der Praxis würden fich YOÖ Mbrcre Beschlüsse als: zu ei ig und unüberlegbgefaßt erwenen.

Der Präsidetit von Seydewiß erklärte_die in den leßten Worten liegsnde Kritik eines Reichstagsthluffcs für nicht mehr parlamentarisch.

Der Abg. Richter(Hagen) entgegnete, er habe nur daffelbe gesagt, was der Abg. Windthorst gesa t habe' was dem Abg. Windthorst recht sei, sei dem Abg. Ri ter billig.

Der Präsident von Seydewiß erwiderte, wenn der Abg.

Windthorft dieselbe Wendung gebraucht haben soklte, so müßte er das noch nachträglich rügen.

Der Abg. Richter (Hagen) erklärte, ihm könne es nur sehr lieb sein, wenn in der nächsten Session ein Antrag auf

AeiiberUng des Zolltarifs komme; er_und seine Freunde wür- den dann ails Aenderungen, die sie jür wünschenHwerth hiel- ten, bei dieser Gelegenheit beantragen.

. Der Abg. Windthorst führte aus, jeder Abgeordnete könne zu ]eder ?xit Anträge auf Aenderung des ZoÜtarifs stellen; es frage ick) nur, ob er damit durcbkäme. Tas Beginnen des Abg. Nickter, bei der Abschaffung des FlachSzoils vieUeicbt den „ganzen olltarif abzuändern, erscheine ihm doch aber ein wenig thöri t.

. Damit (bloß die Debatte. Persönlich bemerkte der Abg. Nichts): (Hagsn): Der Abg. Windthorft habe sick) erlaubt, von ,]LMYU Beginnen als von einem „ein wcnig thörichten“ zu pre en.

_ Der Präsident von Seybewiß erklärte, daß, wenn der Abg. meLhorst dieso Außerung gethan habe, so erklär“: er das noch nachträglich fiir unparlayientarisch.

[) &?)inan wurde die Posttion 22 ohne Aendermig gc- ne mig.

Zux Position 25g. Fleisch beantragtéder Nbg. Wolffson die ZoUsreiheit fiir einzelns Stücke frischen Fleisches in Mengen von nicht über 2 [(Z für Bewohner des Grenzbezirks.

Der Bundeskommiffar erklärte, die Regierung sei mit diesem Amtrage nicht einverstanden.

Der Abg. Wolffson bemerkte, er gxaube, daß der Re-

, Zicrungskommissar sick) gc En seinen Antrag erkkärt habe; er

abe bei der großsn Unru hier im Hause nur bis Griinde nicht versteFien könncxn.

Der eichskanzlsp-AmtSWrßfident Hofmann enfgegnete, der Vorredner werde es bsgréiflich finden, daß man vom Re- gierungstisthe die Debatten nicht aufhalten 759118. Die Re- gisrungen empföhlen die Ablebnuyg des Antragex- mit 91ück7icht aufk Zen §. 116 56.6 VereinßongUeHe-Z wegen des klsinen Grenz- ver e rs.

_ NachdemberAbg.Wolffsondaraufhingewiesen,daßfiirBUtter eme iihii_lich*: Bestimmun im Tarif Enthalten sei, trat das- Haus seinem Anfrage Mit erthlicber Majorität bei.

AUs dßn Antrag dss Abg. Frhrn. von Varnbülerwurben nunmehr die ZoUsäYe fiir Tabßk nacb dsn Beschlüsien Über das Tabakstsuergeseß in den Taxif eingeßsklt.

Aux, den' Antrag des Abg. Witte (Mscklenburg) wurde der Zoilsgtz fiir Styqrin von 10 auf 8 616 ermäßth, für Paraffin, Valnntin, Walratb uni) WachS von 6 aiif 8 „16 erhöht. '

Jm Uebrigen wurden die Positionen bis 26 (incl.) ohnk Amxdexung gsnehmigi, worauf sich das HMH um 11 Uhr." ULT“ ag e.

M2". .?zr-y„-m-:..-«

47:3 3? Ins e raie für der: Deuifc'heii Reichs- u. Kgl. Preuß. Staats-aneiger, Das Ccntrcxl-Handelöregisier und da; Pofibkaét nimmt an: bie Königliéixe Expedition

818612511616 11111] Uxxrerxuobes-Zacbsn.

5.11101181-1'18116 kkabüszswsut-z, Fabriken

Oeffentlicher aneiZer.

„Invalideudank“, Rudolf Mose, Haaicnßeiu

5:5 Beutsihen Reühs-queigerz und Königin!)

Preußisxhrn Staats-Imzeigerx:

Berliu, 8. 17. Wijhelm-Skraße Nr. 82. J.;;

Zubbaskztionsv, I"...“gßbodo, 761'164111113-211 u. ästg].

7811008711113, „8411101'613811011, Zinssabwbg M n. s. 77, 7011 6116111116561! kzyißkczn.

1. 2. Z. 76rkäuick,7€kp361ariwxeu, Submissiousu ebe.

17.116 6105511311118]. & 6. 779,1"501116516118 ZSkuuukmagbUUZ-ev. 7. bicßrarisoäo WENZEL. 8. WSQWFLUÄZSU, [ TT; (161- ZÜUZQ“ 9. 88„Uüi6u--Uaoiirjubi631. _! 1161le.

Vogler, G. L. Daube & Co., F. Schlotte,

Büttner & Winter, sowie alle :'iörigeu größeren

Aunaneen-Vureaus. TB

Steckbriefe und Untersuchungs -Sachen.

Steckbriefs - Erledi unn. Der hinter den Kürschnermcifter Pau Spiegel wegen Urkunden- fälscbung unter dem 30. Juli 1867 in den Akten 8. 690 jetzt 836 rex). (10 1867 erlassene Steckbrief wird hierdurch zurückgenommen. Berlin, den 2. Juli 1879. Königliches Stadtgericht. Abtheilung für Untersuchungssachen. Kommission 11. für Vor- untersuchungen.

Subhaftatiouen, Aufgebote, Vor- ladungen u. dergl.

[5177] Aufgebot.

Dem Banquier Fr. Burabalter zu Potsdam, be- ziebungßweise seinem Beauftragten, smd angeblich am 30. Mai 1879, Nacbmittags, in Berlin auf dem Wege Von der Börse zum sogenannten rotben Schloß nachstehende Aktien ber Berlin-Stettiner Eifenbabn nebst Zins- und Dimdendensckyeinen Ser. 17. Nr. 14 bis 24 und Talons:

1) 8 Stück (Vollakiicn) *- 200 Thlr. = 600 „14 Nr. 27504, 77309, 77310, 99482, 99563, 99564, 99565, 99584 und

2) 1 Stiick (Halbaktien) k 100 Thlr. : IWM Nr. 52989 8.

und “dem Rentier Ludwig Woblbold zu Nürnberg ist angeblich in feinst Wohnung zu Nürnbera am 25. April 1879 oder später die Aktie Nr. 70237 der Berlin-Sieiiiner Eisenbahn über 200 Thlr. = 600 „16 nebst Zins- und Dividendenscbeinen Ser.17. Nr, 14 bis 24 und Takon verloren aeqangen. Wer an diese Aktien als Eigentbümer, Pfandgläubiger oder sonstiger Briefsinbaber Ansprüche macht, wird aufgefordert, sich 1pätestens im Termin

den 23. Oktober 1879, Vormittags 111 Uhr, an hiesiger Gerichtssteble, im großen Sißunassaale, 11. Treppen, bei dem Herrn KrengeriÖts-Ratb Sebaüebn zu melden, widrigenfalls er mit seinen Ansprüchen unter Auferlegung eines ewigen Still- schmeigens präkludirt und die bezeichneten Aktien bebtxfs neuer Ausfertigung für die Verlierer für ungultig Werden erklärt werden.

Stettin, den 7. Juli 1879.

Königliches Krengeritbt. Abtheilung für Civil-Prozeßsachen.

[6178] _Aufforderunn.

311 der Prozkß- und Depositionssacbe: 1) der ver- ebelichien Leibgedinger Buchholz, Dorothea Maric, geb. Zuniex, im Beistande ihres Ehemannes zu Schlagenthm, 2) des Arbeijsmannes Friedrich Fer- dinanb Radke zu Township-Wilber orie (Nord- Amerika), 3) des Schneiders Christian Gottlieb Radke" zu Züblsdorf, 4) der Verehelicbten Bauer Holzbuier, Johanne Caroline Friedricke, geb.Radke, im Beistand? ibrks Ehemannes zu Seefeld, 5) der verebeliochteii Ernestine Wilhelmine Krol] , geb. Radke 1111 Bcistandc ibres Ehemannes Eduard Kroll in Amexika 6) der Dorothea Marie Arndt, geb. Radke,"1m Beistande ibrcs Ehemannes, des Eisen- bahnwarters Arndt zu Carolinenborst, Kläger,wider den Bauer August Humbold zu Schlagentbin, Verklagien, ist von dem Verklagien die eingeklagte Summe einfschließlich der Zinsen mit 166 Thlr.

Sgr. 4 P „'am 2. Mai 1873 an das unterzeich- nete Gericht, eingezahlt und befindet fick) dieser Be- tkag noch im Depofitorium, weil 'die Kläger ihre Berechtigung zur Empfangnabme nicht nachgewiesen haben. _Seit der Niederlegung des Geldes find die Kläger ofter aufgefordert, die nötbigen NachMise Zur Empfangnahme des Geldes beizubringen, sie aben dies ,aber nicht gethan und find die an fie deshalb gerichteten Briefe in der leßten Zeit als unbesiellbar zurückgekommen. Die vorbezeichneten

lagex oder deren Erben werden benachrichtigt, daß das eingezahlte Geld bei ferner unterbleibender Ab- forderung, „zur allgemeinen Justizoffizianten-WiWen- kaffe abgeliefert werden soll.

Arnsumlde, den 1. Juli 1879.

Königliche Kreißgerichts-Deputation.

15-249] Bekanntmachung-

Auf der Glashütte bei Baruth ist im Jahre 1849 der Glasxthleifermeisier Joseph Keßler und im Jahre 1 74 daselbst seine Ehefrau Ma- rianne, geb. Richter, verstorben. Beide haben in ihrem Testament u. A. die folgenden Personen, deren jeviger Aufenthalt und Existenz unbekannt ist, zu Erben eingesest:

[5926]

]) Marianne Bidincr, geb. Keßler, 2) Schuhmacher Karl Keßler, 3) Josepha Kölbel, geb. MÜÜLT, 4) Theresia Thomas, geb. Palme, 5) Josepb Keßler, 6) vier Kinder des verstorbenen Anton Richter zu Bauizen. , Dieselben resp. ibre Eiben Werden hiermit auf- gefordert, sicb binnen drei Monaten, spätestens in dem auf den 25. September 1879, Vormit- tags 10 Uhr, an hiesiger Gerichtsstekie anberaumten Termine zu melden, widrigenfalls fie mii ibren An- sprüchen an eine zum Nachlaß gehörige Hypothek von 101 „16 21 „3 ausgeschloffen Werden. Baruth, den 10. Juni 1879. Königliche Kreisgericbts-Kommission.

Verkäufe, Verpachtungen, Submissionen :c.

[6073] Bekanntmachung.

Die Lieferung yon 66 000 Centnern Oberscblefiscben odxr Westpbäliscben Steinkohlen, 5500 Centnern Bitterfelder Braunkohlen und 3000 Hektolitern Coaks für die oberste Reicbs-Post- und Telegrapben- verrvaltuna soll im Wege des schriftlichen Anbie- tunngcrfabrens Verdunaen werden.

Die Bedingungen können bei dem technischen Bureau des General-Telegrapbevamts, Französische Straße 33 5.0., an den Wochentagen von 9 Uhr Vormittags bi5 3 Uhr Nachmittags eingesehen werden.

Anbietungen sind versiegelt und frankirt mit der Aufschrift „An ebot zur Lieferung von Stein-

August, Mittags 12 Uhr, an das genannte Bureau abzugeben. Berlin, 17. 7. Juli 1879. Kaiserlickxes General- Kaiserlicljes General- Postamt. Tclegraplxenamt- Wiebe. In Vertretung: Elsasser.

[6190] Bekanntmachung.

Zur Verdinguna ber bebufs Etireitermig der bix- sigen Garnison-Bäckerei erforderlichen Ti1ch[crarber- ten incl. Material, sowie der Lieferung der be- nöibigten Granitplattcn und Saargemünder Plat'ten in öffentlicher Submission ist bei dem unterzeich- neten Proviantamt Termin auf

Dienstag, den 22. Juli er.. Vorm. 11 111 r, anberaumt, bis zu Welchem Offc'rten mit der 5 uf- scbriit: .,Submisfion auf Tischlerarbeiten (bezw. auf Lieferung von Granitplatten oder von Saar- gemiinder Platten _ jede Offerte besonders) behufs Erweiterung der Garnison-Bäckerei“ hierher einzu- reichen smd, deren Eröffnung alsdann erfolgt.

Die betreffendkn Bedingungen, Projekiicicbnun- gen2c. liegen in unserm Bureau _ Köpnicker- straße 16/17 _ zur Einsicht aus.

Berlin, den 13. Juli 1879.

Kgl. Proviantamt.

[6179] Bekanntmachung.

Für die vom 4. bis 22. September d. J. in den Kreisen Ost- und West-Havelland, ericbow 11., Ruppin, Ost- und West-Priegniß tattfindenden Manöver der kombinirten 2. Garde-Division sollen circa 1200 zweispännige Wagen zur Abfuhr 'Der Ver- pflegungs- 2c. Bedürfniffe von den Magaiinen, so- wie circa 800 ziveifpännige Wagen zum Transport der Offizier-Effekten 2c. an den Mindestfordernden verdungen werden. .

Offerten mit Angabe des Preises pro Wa en für einen ganzen resp. halben Tag sind unter ezeicb- nung „Vorspanu“ an die unterzeichnete Intendan- tur bis zum 23. Juli d. J. einzureichen, an wel- chem Tage früb 10 Uhr auf dem Bureau (Artil- lerie-Kaserne am Kupfer raben, Stube Nr. 90) der Verdinqun stermin abge alten Werden wird. Ebenda liegen die Debiagun en zur Einsicht aus.

Berlin, den 11. uli 1879. Intendantur ver 2. Garde-quanierie- Divifion. Ez e r l in s k y.

Bekanntmachung.

Die Lieferung von 267 Stück kiefernen Bettungsboblen, S. 3 m lang, 30 cm breit und 8 cm stark,

und Braunkoxlen und CoatS“ bis zum 1.[

Termin auf den 18. Juli, Vormittags 10 Uhr anberaumt wvrden.

Lieferungs-Unternebmsr woilen ibre postmäßig Verschloffenen, mit Der Aufschrift:

„Submission auf Lieferung von Vettungs-

bohlen“ versehenen Offerten frei bis zur Terminsstbuds an das unterzeichnete ArtiUerie-Depot einsenden.

Die LiefkkUUJÉ-deiii ungen liegen im dicffeiiiaen Geschäftslokale zur CiniJicbt ans, können ami) ab- scbriftiicb gegcn Ersiccktung der Kopialien mitgc- Theili Werden.

Artillerie-Depot Torgau.

[6001] Submission.

Zum Umbau des Festungs-Magazitis resp. zur Erhöhung dcffylben um 1 Stockwerk sollen die dazu erforderlichen

«16 „Z im Betrage von 13 562 78 22 746 43 6868 95

1 356 50

Maurerarbeitkn Zimmerarbcitcn achdeckerarbeiten , , ,

SÖloffer- und

Schmiedearbeiten , ,

Klempnerarbeiten , , 1100 52

Malerarbeiten . . . 207 96 einschließlich der Materialienlieferzmg, nach den einzeln.:n Titeln getrennt, im Subm1sswn§wege ber- geben werden.

Versiegelie Offerten mit 'der Alescbrift „Umbau des Festungs-MaZazin-Z“ [md bis zum Montag, den 21. d. M., ' ormittags 10 Uhr, in ume- rem Bureau franko abzugeben, woseibst auch die betreffenben Anschlagspositionen izebtt Bedingun- gen 2c. eingesehen, event. (Wen Er!tattung der Ko- pialikn abfchriftlich mitgetheilt werden können.

Straksund, den 4. Juli 1879.

Königliches Proviant-Amt.

Bekanntmachung.

[6166]

Flaggen für die hiesige Fortifikatiou soll im

Wege der öffentlichen Submission vergeben werden. Die Lieferungsbediiigungen sind im Fortifikations- Bureau _ Hinter Roségarten Nr. 58 _ während der Dienststunden zur Einsicht ausgelegt. Lieferungslustiae babxn ibre Offerjen „versiegelt und portofr.i, mit ent1prechender Aufschrift verse-

hen, bis „zum ' Dienstag, den 22. Juli er.,

Vormittags 10 Uhr,

an das genannte Bureau einzureichen, _wo deren Eröffnung zur angegebenen Zeit und in Gegenwart der sicb einsmdenben Submittenten stattfinden wird. Königsberg, den 10. Juli 1879. (4J,1(5Z.212.) Königliiite Fortifikation.

[6188] Bekanntmachung.

Für den Festungsbau von Königsberg soll die Lieferung des Bedarfs von

Achsen, Rädern und Achslagcrn für Transport-Lowrics, sowie die an diesen Gegenständen vorkommenden

Reparaturen

im dWege der öffentlichen Submission vergeben wer en.

Die Lieferungsbedingungen sind im Fortifikcztions- Bureau _ Hinter Rofigarten Nr. 58 _ wahrend der Dienststunden zur Einsicht ausgelegt. Untcrncbmungslustige haben ihre Offerten vcr-

Dic Liiferung von neun Festungs-.

_ Donnerstag, den 24. Juli er., Vormittags 10 Uhr,

an das xienannte Bureau cinzurxiÖen, wo derén Eröffnung znr angegebenen Zsit und in Gegemwart der sich emsmdendcn Submittenten stattfinden wird.

Königsberg, den 11. Juli 1879. Königliche Fortifikation.

[5986] Bekanntmackmug.

Die Lxeferung ker Verpflegungs- und BMW- Bedürfniiie für die Truppen des 1. Armee-Corps währeiidstder dieF-jäbrigen Corbsübnng, Welche iii den Kreijen Königsbera UNd Fiscixbausen stattfindet, soll im Wege der öffentlichen Submisfion 606311. mit darauf folgender Lizitation Vergeben Werden, zu welch€m Bebuf ein Termin

auf den 80. Juli, Vormittags 10 Uhr,. in unserem Gestbästßzimmer Nr. 51 anberaumt ift.

Unternehmungslustige werden zur Vctbeiliguna an diesem Termine mit dem Bemerken aufgefordert, daß_die versiegelten Snbmisfionsofferten mit der Auficbrift:

„Submission auf Lieferung von Verpflegungs- Bedurfniffcn fiir das Corps-Manöver des ]. Armce-Corpß" berieben, bis zum genannten Zeijpunkte Psriofrei hierher einzureichcn find und das; die Lieferungs- bedingungen in unserer Registratur, sowie bei dem Proviant-Amte in Danzig eingesehen, auch ab- schriftlich von beiden SteUcn gegen Erstattung der Kopialien bezogen werden können.

Königsberg, den 2. Juli 1879.

Königliclchntcndantur [. Armcc-Corps.

[5921] Die Lieferunx; von: 1) rot. 515 500 Klar. Siablscbienen, 2) 701. 889 500 Klgr. eisernen Langschwellen, 3) rot. 189600 Klgr. eisernen Querskbrvellen, und 4) rot;. 108 500 Klgr. Kleincisenzeug, soÜ im Ganzen oder geibeilt im Wege öffentlicher Submission vergebsn werden.

Zeichnungen und Bebingunzen können in unserer Kanzlsi bierselbst eingesebkn, aucb Submiifionsfor- mulare Von da auf portofreies Ansuchen und gegen Erstattung der Kopialien bc'zogen Werden.

Bezügliche SubmissionH-Offerien find bersu'aelt, portofrei und mit der AufsÖrist: „Submission auf Lieferung von Stahlschiencn resp. Lang- schtvelleu 2c.“ bis spätestenI zu dem auf Montag, den 2]. Juli er., Vormitta 6 11 Uhr, in unserem Verwaitungßaebäude, Hedderii sstrafxe 59, bierselbst anstehenden Termin an uns einzureichen.

Später eingehende oder nicht bedingungßgemäße Offerten bleiben unberückficbtigt.

Frankfurt a. V ., den 27. Juni 1879.

Königliäxe Eisenbahn-Direction.

[5987] Bcrgtsch-Markischc Eisrubnlm.

Die Lieferung des für den Winter 1879/80 erfor- derlichen Bedarfs von ca. 160 000 kx Preß- kohlen bezw. Preßtorf zur Heizung 'von Per- sonenumgen soll im Wege der öffentiichen Sub- mission vergeben werden. '

Die bezü lichen Lieferungsbedtngungen können von

dem Vorsteßer der Zentralkanzlei, Herrn Pelxz bier- selbst, gegen Einsendung des Betrages von 50 4 bezogen Werden. ' Offerten nebst Proben smd 148 zum 19. Juli 1). I., Vormittags 11 Uhr, mit der, Aufscbvift: Submission auf Ließrnng von Preßkoblem versehen [ranko an unser masckxiuexteckmiféjes- Bureau cmzureicbe .

siegelt und portofrei, mit entsprechender Aufschrift versehen, bis zum (8x.1(bx.214.)

[5956]

bis zum Submissionstermin:

an unsere Vetriebs-Materialien-Verwaltung. gungen und Zeichnungen auch zur Etnsicbt auslieacn.

soll auf dem Wege der öffentlichen Submission ein den Mindestfordernien v.:geben Werden, wozu em

Posen, den 3. Juli 1879.

n Elberfeld, den 4. Juki 1879. Königliche Eisenbabw-Direkiion.

Posen-Creuzburger Eisenbahn. Es soll die Lieferung des Bedarfs von ca. 300000 kg " sowie 23 50011; Kleineiscnzeua, bcsiebend aus 1800 Stuck Laschen, 5000Stück Laiäbenbolzen, 27000 Stuck Hakennägel und 3600 Stück Unterlagsplatten im Wege der Submission vcrgebeu werden. Offerten sind portofrei und versiegelt mit der Aufstbrtft: , „Submission auf Lieferung von Stahlsckxikxnän bmi? Klekncisenzeug für. die Posen-Creuzbnrgee en a n“

Dieufta , den 22. uli 1879. Vormittags 11 Uhr. _ (; Yi. Martin 21 biersclbst, einzureichen, woselbst die Bedin-

13 sm hohe Bessemer-Stablscbienen.

Die Lieferunas-Bedingungen fiir jedes Subznisfionsobjekt nebst ZLiÖUUUKEU können gegen porto- freie Einsendung von 75 „3 von der Betriebs-Materialien-Verwaliung bezogen w“;rden.

Die Direktion.