1879 / 172 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 25 Jul 1879 18:00:01 GMT) scan diff

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auf der Insel Roatan errichtet und ein Extrazol! von 15 Proz. auf die fremden Waaren gelegt wird, die nicht direkt aus dem Produktionslande importirt werden. _

Der „Times“ wird vom Kriegsschauplaße 111 Süd- afrika aus dem Hauptquartier der 1. Division auf der Ebene von Umlalasi unter dem 2. d. M. gemeldet:

Die Zulumacht scheint in die Brüche zu gehen. Unter: werfungen findsn stündlich statt. Die jun en Truppen, Leute, auf w21che Cetswayo zu cinem leßten ersuche sick) verließ, scbeinen zu defertiren, _ chi von Dunns Streifwachen be- richten, daß Lord Cbelmsford sich ganz in der Näbe von Ulundi befunden und zwei der größten Kraals vcr- brannt babs, niimlich Jocibo _ den Hauptmilitärkraal und Basis 01161“ Operationen _ und Dugazi. Ferner wird berichtet, daß Cetswayo's junge Leute,_ deren An: verwandte sich unterwerfen, denselben 1naffenwei1e verlassen. Der König beabsichtigt, sich in die Buschgegend am Abhange des unteren Jntcrbakuluberges znrückzuzichen. Man glaubt, daß er 0119 ausführen werde, da er nicht im Sta1ideist,1mser Vorgehen zu vßrhindern. Unzweifelhaft werd§_n wir nicht im Stande sein, ihm zu folgen; allein es ist ircher, daß seins Armee sick) auflösen wird, wenn er den Versuch macht, dahin 1131211911. Die Amatongas bedrohen ihn, und seine AUS- Zichten sind sehr triibe. Die Opposition der alten Lenke gegen den Krieg war ni€mals zweifelhaft; diE Unzufriedenheit war dahsr voraus?:zusehen und zeigt sicb jetzt deutlich. Da die j1111g€n Lsute aklmählick) sie!) 311 den An: sichten der Erfahreneren bskennen, so wird der Krieg bald ein Ende nehmen. Wsikere sechs Häuptlinge haben DMM wissen lassen, daß sie bereit seien, sick] zu ergeben. Wir haben Ungefähr 1200 Gsfangené; weitere 1000 w2rden beuie er: wartst. Dies? Leute können sich frei bewegen, habeii 120005 für ihre Verpflegrmg 721er aufzukommen. DacZ VLLk) der- jenigcii, welcbs sick) ergeben, wird demselben zyrückeritatket. Eine große Muffe Vieh, das EithhUm des K0111g2,_ i1t ngch diesem Distrikte auf die Weide getriebsn worden_; daxyelbewird eventUeU konfiSZirt WLTÖM. Maulthiere treffen m großen Massen ein. Es hätte dEr Vormgxsck) stattfinden 11110 11121 (8le gsipart werben 101111811, wenn diMlben früher eingetroxsen waren.

_ 25. Juli. (W. T. B.) Das Unterbans hat 09168 die irische Universitätsbill in zweiter Lesung genehmigt. _ Der Schluß der Parlamentssession fi110€t00ra116: sichtlich am 15, August statt.

Frankreick), Paris, 23. Juli. Tas [)entige „Jour- nal officiel“ ber0ff€11111cht 008 (550768, betreffend den Siß der ausfiibrcnben Gewalt und der Kammern in Paris. Daffelbe ist 00111 22. Zulidatirt. Die Kammern wsrden danach vom 3. November 0. I. ab wicdér in Paris, und zwar dEr Senat im Palais du Luxsmbourg, die Deputir- tenkammer im Palai-Z Bourbon ihren Siß iisbmen. Judeffen bleibt ihnern auch die Wahl eines anderm; PaYais in Paris anheimgesteÜt, und 0an Schloß zu Ver1ail1€8 iiir (1116 FW? vorbehalten.

_ 24. Juii. (R81). fr.) Hrute hat auch der leßte StakatSrath vom Jahre 1872, Hr. Silvy, seine Entlassung gegeien.

_ 25. Juli. (W. T. B.) Durch Unsere Blättsr [aufsn eine Anzahl Völlig Unrichtiger Nachrichten. Dabin gehören die Mittheilungßn 111161.“ den aiigeblick) beyorstehendsn Besuch des Prinzén Jézröme Napoleon in Chixclhnrst Und die Ernemmng dos MarscbaUcZ Mac Mabori iür das Ge: neralkommando dsr Trnppßn in Paris. Bsides ist völlig nn- ricbtig. Prinz Jéröme Napolson bat mehrfach kundgegebeti, daß LL" sick) 120211 ostensiblen Austretsns rnkbalten werde.

Versaiklss, 24. Juli. (W. T. B.) Tie Deyn: tirtsnkammer Lrlsdigte [)EUTS die», Budgets für Posten und Telegrapben, für Landwirthschast und für Jristiz, wobei mehrere der von der Régiermig gefordertén Krédite theich; wiederbergefteUt, theils erböht wurden. Bei d€r Beratbung des:; Justiz : Etats kündigte dEr Staatssekretär im Justiz- Ministsrium, Goblét, an, daß die Vorlage, bctreffend dis Ne: form der Justizorganisation, dsr KCMMWB noch vor dem Ende der Session zugeben werde.

Spanien. Madrid, 24. Juli. (W. T. V.) Die Kammern beabsichtigén, sich am 11iichst€11 Sonnabend 311 vertagßn. _ Die nach der Vrrfaffung crfordorlichs G2: 11ehmig1mgd€r Kammern zu 61116!) Reise 028 König?» in das 2111810110 ist biH )'th nicbt 116chgesucht wordcn; dic hiesigen Journale ziehen daraus den Schluß, daß Se. Majestät im Laufe diesetZ Smnmers Spanien nicbt ve1lasscn werde.

Italien. Rom, 24. Jrili. (W. T. B.) DLT Senat hat heute den 11011061? Kamnwr beschlossénen GeseZentwnrf, betreffend die Aufhebung dsr Mahlsteuer fiir die nis- dercn Gctr e10910rt911, geneb111igt. Brziiglick) 082 von der Kammer bescblqswnxn ZusaßgsießentwnrfS, bßtreffsnd die vollständige Ab1chaf11111g der Mablsteuer bis zum Jahre 1884, erklärte dsr Berichterstatter der Senatskommission, daß der Bericht dariiber nach der Wiedereinbernfung des ParlamentL vorgelegt werden soÜe. Der Minister : Präsident C airoli hatte den Senat ersucht, von einer HinauLschiebung der nge abzusehen, damit ein gleichmäßiges Vorgehen des Senath und der Kammer er111'0glicbt werde. _ Von dem Finanz : Ministér Grimaldi wurde auf eine Ansrage erklärt, daß die Zucker: steuer zu derselben Zeit eingeführt werdcn 10112, wo die Mablsteucr auf die niederen Getreidesorten aufgehoben werde.

_ (Jtalis) Zum Gsneralsekretär des Ministsriums fiir Landwirthschaft und Handel ist Amadei erriannt worden.

Griechenland. Athen, 24. Juli. (W. T. 23.) Da die Opposition nicht im Stande war, einKabinet zu bilden, ist das seitherigs Ministerium ConmoundouroH geblieben. Die Ministerkrisis ist somit als beendet anzusehen.

_ Bulgarien. Sofia, 14. Juli. Der „Polit. Corr.“ w1rd von hier geschrieben:

„Niemand, ber h_em Gange der Dinge mit Aufmerksamkeit folgt, kann vxrkennen, daß 11) den [eßten Wochen, insbesondere aber seit dem Eintreffen bes Fürsten Alexander auf bulgarischem Boden, eine merkliche Beruhigung ber vielfach erregten Gemütber der bulgarischen Bevélkerung PlatZ-gegriffen und sich in aller StiUe eine namhafte Aenderung in dcr qußxren Haltung derselben vollzogen hat, deren Rückwirkung (1117.01? S11119t10n in den benachbarten Ländern sicb bereits zu mamseitircn beginnt,. Die Unterstützung, Welche den in- surrektionellen Bewkgungen rings m_nber von hier aus in mannig- facher Weise zu Theil wurbc', bgt aufgehört; man fängt an, fich auf den eigenen Haushalt zuruckzuzrebcn 1111!) «alle Wünsch darauf,zu konzentriren, den [syteren so behaglich nnd zweckmäßig als mög- lich einzurichten. Man entsagt der bocbbolitischen Agitation, man wird, um es kurz zu bezeikbnen, konservativ. Es ist dies zweifellos der Einflußnahme des Fürsten zuzuschreiben. Schon vom

Auslande (1119 ließ er wiederholt den mit ihm in beständigem Kon- takte stehcnden Konservativen Bulgariens bekannt geben, das; es ihm sebr angenehm wäre, bei seinem Eintreffen in der Hauptstadt des Landes die Spuren der früheren agitatoriscben Politik so viel als möglich verwischt zu sehen. Schon am 29. War es möglich g rvor- den, Agenten nacb Macedonien zu entsenden. deren Mission darin bestand, die Leiter der Bewegung in Ochrida, sowie die einfluß- reichsten Jnsurgentenfübrec für eine Beendigung des plan- und ziel- losen Aufstandes zu gewinnen. Man ließ ihnen sagen, daß von Bul- garien aus die Sache der macedoniscben Bulgaren fortan auf keine Unterstüßung zu rechnen babe. Fürst Alexander babe aUe großen Höfe bcsucbt und die dort für die Bulaaren vorwaltenden Intentio- nen genau kennen gelernt. Er habe in Folge dessen die Ueberzeugung gewonnen, daß (Europa wobl geneigt sei, das Fürstentbum zu schützen, daß man aber dieses Woblwoklens in dem Momente ver- lustig geben würde, in welcbém es zum Vorschein käme, daß die freien Bulgaren Agitationen in '“en türkischen Provinzen unter- balren und gegen die Beschlüffe des Berliner Kongresses, der sich iür die Erbaltung drs türkischen Reiches in (Europa aussrracb, kon- spiriren. Der von den edelsten Gefühlen für die bulgariicbe Nation beseelte Prim; von Battenberg wünsche im Interesse der bulgarischen Zukunft, daß jede Bewegung aufböre, welcbe seine SteUung er- schweren und die notbwendige Konsolidirung und Entwicklung des kleinen bulgarischen Staatßwesens behindern, wenn nicht gam in Frag: stellen würde. Da aucb der Metropolit Meletije, dessen Auto- rität in Macedonien eine außerordentliäoe ist. sich in demselbm Sinne bei der maßgebenden Geistlichkeit jener Provinz_ verwendete, so blieb diesen Scbritten der Erfolg nicht aus. Vier Jnmrgentenbanden haben bereits die Waffe.; niedergelegt, 1200 Aufständische kehrten in ihre Heimafbédörfer zurück u:.d nur gegen 3500 Mann baltetr 11011) Die Fahne de: Insurreltion aufrecht. Es ist mxehr (119 wahrscheinlich, daß auch diese zumeist aus dem Rassoger Kreise stamrmnden Auf- ständischkn mit der Zeit der. Yatagan mit dem Pßuae vertauschen werden. Zwischsn den Radikalen und KonsarvatiVen Bulgariens ist eine starke Annäherung in der Anbahnung begriffen. Es war beab- sichtigt, ein radikales Blatt zu gründen, dessen Programm in ei6er systematiscben Oppofition gegen die dem Berliner Vertrage Rechnung Tragende Regierung Des Fürsten kulminiren 701116. Wie bereits früher bericbtxt wurde. hatte die Partei sogar die für "012128 Unter- NEHMEN nötbigen Fonds srbon ausfindig gemacht. Da berjuäxt-Zn es die Konservativen, ibre politisiben Gegner noch einmal von dsr U11- zeitgemäßbcit dieses Srbkittes zu überzeugen, dcr wvhl dem Lande schaden, in keinem FaUe aber der Sache, zu deren Vcrtbeidigung bas Blatf bestimmt würde, 1111132n könne. Nach mehrmaligen, zwischen 1611 beiderseitigen Chefs stattgefumdenen Konferenzen erklärten fick) die Rakikalcn bkreit, die, pr0j2k1i*te Gründung entweder ganz 9111111625611, oder, fa1is fie korb ein Organ berauSgeben müßten. dasselbe im Geiste einer versöhnlichen Politik zu leiten. Der Fü1st wird rcr1ä11fig ron dixs r Scite ber gegen Wine konservative Politik nacb 1101211 11110 außen feinen Angriff zu gewärtiaen baben und so darf man sagen, daß Fürst Alexander untcr günstigen Auspizien seine Regierrxng angetrkten bat.“

Rußland und Polen. S t. VeierEburg, 23. Juli. (St. VSt. Ztg.) Von den sechs Botschaftern, die Rußland bei den fremden Mächten vertreten, haben, so schreibt die r11ssische „St. PETSLSÖ. Ztg.“, fünf zwei: bis drei: monatlichen Urlaub erhalten und ihrsxrcsp. Posten zeit: 1011181 verlassen. Diese fünf Botschafter 11110: Fürst Orloff (PariS), Graf Schmvaloff (London), Wirklickxer Gkheimrath von Oubril (Berlin), Geheimrath Nowikoff Wien) und Baron Uexküll (Rom). Nur Fürst Lobano :Rostowski, der als Botschafter beim türkiscbsn Sultan fungirt, ist auf seinem Posten geblieben. Die interimiftische Ver: waltung dieser Posten ist an SteUe der beurlaubten Botschaftsr den Rüther": und Ober-Sßkretären der resp. Bot- schaften übertragen worden. Dieser gleichzeitige Urlaub von fünf unserer Botschafter fiihrt 311 136111 Schluß, daß in keiner drr fiinf Hauptstädte, Paris, London, Berlin, Wißn oder Rom, irgend eine, für Rußland wichtige, politisch? Frage Unerledigt nglieben ist, weil andernfaÜs die Anwesenheit ein:"?- diplomatischen Ersaßmannes an Ort und StEUe, und nicht die eines cinfacbsn Bevoümiichtigten, von Nöthen gcwesen wäre. Das Centrum der diplonmtffchen Thätigkeit Rußlands liegt heute offenbar Sinzig Und aklein in Konstantinopel, da der dortige Vot- schaiter dereinzige ist, der seinen Posten nicht verlassen hat. Dir griccbisch-türkisckie, die cgyptische, die klsinasiatiscbe Frage, die Ab- greUzung der Staaten auf der Balkanhalbinseél, die Finanz: frags. 111 'der Türkéi in Bezug auf die Sebalebaltung der russischen Uritertlwnen, die im Vorlaufe 028 [MM Krieges geschädigt wordeti sind _ dies AMS, sowie nock) manckwrlei Anderes, 003 bei Yliisfübrung dss Bsrliner Traktat?» 311 Tage getreten ist, muß in Konstantinopel durchaus unter Mitwir- kung des; dortigsn russischen Botschafters erledigtwcrden. Eine solche exceptionells Stellung, wie die Hauptstadt der Türkei sie im gegebensn Augenblick einnimmt, hat eben dcn iibrigen fiinf russischen B0tschaftern die Möglichkeit eröffnet, Linen mehr odsr minder langen Urlaub anzutreten.

Amerika, Washington, 24. Juli. (W. T. V.) Der Schaßsékretär Sherman hat „gestern in Portland (Mains) ein? Rede gehalten und 1ich dabei für einc Unbe: schränkts Silberauspriigung unter der Voraussetzung auSgesprocbsn, daß sick) eine internationale Festssßnng iibsr den Preis dss Silbergeldes erreichen ließe. Von der Rogie- rung seien Silbsrdollars für den Betrag von 35 Milliowen DanréZ ansgcprägt worden, dieselbe bcabsichtige indcß davon nur 6 Millionen in Umlauf zu setzen. Schließlich wies Sher- man uns die 11011 der demokratischen Partei drobendsn Gefahren hin, die darauf ausgehe, die Autorität des Bundes, zu schwächen und den Provinzialismu-Z iiber den Nationalis- mus zu stellrn.

Südamerika, (Allg. Corr.) Ach „Reuters Bureau“ liegen folgende Meldungen vor:"

Chile. Valparaiso, 29. JUni. Die chilenische Flotte blockirt noch immer quiique. Dcr „HUUScar“ ist reparirt worden und bleibt iür cht in Callao. Die alliirteirperuanischen und bolivianischen Armeen, deren An- zahl am 20 000 Mann geschäßt wird, warten auf Waffen und Munition. Die gegenwärtig im Felde stehendsn chileni- schen Truppen sind 12 000 Mann stark. Es ist ein neuer cbilenischer Staatsrat!) gebildet worden. Einige Journale Valparaisos beschuldigen die Regierung des Mangels an Thätigkeit in der Kriegführung und drücken ihre Enttäuschung über den in den Operationen eingetretenen VerzU aus.

Argentinien. Buenos-_Ayres, 1. Juli. Der argentinische Senat weigerte iich in seiner Sißung vom 28. 1). M. mit 18 gegen 7 Stimmen, den Vertrag mit Chile zu ratifiziren, wobei er den 813165 quo in der pata- Donischen Frage aufrecht erhielt und die Ratifizirung dcs

ertrags von 1878 auf zehn Jahre hinausschob. In Folge dieser ungünstigen Abstimmung gab der Minister des Aeußern seine Demission, welche indeß vom Präsidenten der Re- publik nicht acceptirt wurde. Signor Balmaceda, der chile: nische Gesandte, sol], wie es heißt, arif die Ankunft Or. Las- tarria's, des chilenischen Vertreters bei Brasilien, warten, um

der argentinischen Regierung neue Vorschläge in der;"patagonischen Frage zu unterbreiten. _ Ein in BusnoS-AyreS eingegange- nes Telegramm aus Corrientes, vom 29. d. M., meldet die daselbst erfolgte Ankunft des, Rebellendampfers „Guaranz“. Der Dampfer „Ozorio“ verblieb im oberen Paraüa, und der Regierungsdampfer „Faraauy“ hatte sich nach Asuncion begeben, nachdem er in Humaita und Pilar Garnisonen gelassen. Fünfzig Jnsurgenten hatten sich den argentinischen Behörden ergeben. Godoy war befreit worden und hatte sich mit anderen Rebellenführern nach Goya be- eben. Die von Godoy versuchte Revolntion wuroe allgemein ür unterdrückt erachtet.

Statistische Nachrichten.

Nac!) Mittheilung des statistischen Bureaus der Staijerlin sind bei den biefigen Standesämtern in der Woche vom ]3. Juli bis incl. 19. Juli er. zur Anmeldung gekommen: 175 Eheschließungen, 843 Lebendgeborene, 29 Todtgeborene und 717 Sterbefälle.

Kunfi, Wiffenschaft und Literatur.

Bonn, 23. Juli. (Cöln. Ztg.) Unsexe Univerfität hat durch den beute AbLÜd erfolgten Tod des Profeiwrs der Rechte, Geh, Justiz-Ratbs Dr. Karl Sell, einen ihrer ältesten Lekrer verloren.

München, 25, Juli. (W. T. B.) Von der hiesigen Aka- demie der Wissenschaften sind der Direktor Kuhn vom Köll- nischen Gymnasium in Berlin, Prof. Dr. Nöldeke in Straßburg, Prof. Dr. Zarncke in Leipzig und der Akademiker Prof. Prings- beim in Berlin zu außwärtigen Mitgliedern ernannt worden.

Getverbe und Handel.

Die Preußische Central - Bodenkredit - Aktien- Gesellscbaft bat nachibrcm Außweis pro 30. Juni 152 936 962 «14 in Hypotheken angelegt und dem gegenüber 7470240) „74 51111)- zentige und 67 101350 «76 43 prozentige unkündbare Central-Pfand- briefe cmit_tirt, wozu dann Ukch 2997 000 „14 4§prozentige kündbare Central-Psanbbriefe kommen; im Ganzen beläuft ficb die Pfandbrief- Cmisfion ans 144 800000 ..,-6 Ferner hat die Gesellschaft 8575 751 „46 in Lombard-Darlebnsgeschästen und 2407 873 «76 in Kommanal-Darkebnsgeschäften angeleqt. Außer ihrem eigenen Ge- schäft§baus, welche6 mit 1400000 „76 bewerthet ist, bat dieselbe keinen Grundbesitz,

Nürnberg, 23. Juli. " (Hopfenmarkt-Bericbt von Leopold Held, Hopfenkommisfioiisgesckyast.) In Folge der seit Sonntag ein- getretenen Ungünstigen Witterung hat der Ho_pfenmarkt wieder eine etwas festere Haltung angenoniMLn. Die Preise halten fick,) auf ihrem STaUdpunfx. Hsute wurden ca. 200 257111211 verkauft, bauvt- sächlich ron Ku11d1-anstsbäydlern, da die Preise nach der augenblick- lichen Lage der Verbältnisie für Spekulanxen und Exporteure schon zu hoch 11110. Sollts jedoch bas gegenwärtige schlechte Wxtter noch mehrere Tage anhalten, so iit es jebr rwbrscheinlicb, daß sich die Spekulation wicder regen wird. Seit Anfang der Woche treffen täglich für die gegenwärtige JabreSzeit ziemlich bekräcbtlicbe Zufubren hier ein. Die Stimmung am Markte ist fest. Die Be- richte aus den Pflanzungen lauten rxiit AuSnabme weniger Gegenden durchgehends schlecht. Jn einzelnenDiUrixten, aus denen scblecbte Berichte einlaufen, bat die Pflanze zwar noch mcbtAUUitteJ, sondern ist nur sebr im Wachxztbutw zurück und kann 116) aljo unter günstigen Wit'eruanerbäZtniiien nrcb bessern, aber wenn das gegenwärtige schlechte Wetter sortdauert, _s0 wird auch hier bald das Eintreten der Schwärze zu befürchten 1e1n.

Hamburg, 24. Juli. (W. T. B.) Die heutige General- versammlung der Jnxerrxationalen Barnk, bei welcher die zu einer endgiltigen Be1chlußfaffung erforderliche Anzahl von Aktien vertreten war, Hat die Liquidation der Bank beschlosien.

AntWerpen, 24. Juli. (W. T. B.) Schluß der Woll- auktion. 1422 BMW angeboten, 698 Ballen Verkauft. Schöne Buenos-Ayres-WoUen behauptet, andere WoUen matter, Lammkalen

5-10 biÜiger. Verkehrs-Anstalten.

Eisenach, 21. JUli. (Pkagdeb. Ztg.) Die durch mehrere Zei- tungen gebende Nachricht, daß die Eröffnung der Gesammtstrecke der Felda bahn am 1.September stattfinden werde, ist nicht zutreffmd. Am 1. August fol]. die Strecke Dorndorf-Vacba, am 1. Septembér die Strecke Lenxsfeld-Dermback) eröffnet werden, während die Strecke Dermbacb-Kaltemwrdbeim erst im Oktober fertig werden kann.

Triest, 25. Juli. (W. T. B.) Der Llovddampfer „Mars“ ist gestern Abend 64 Uhr aus Konsiantinopsl hier ein- getroffen.

New -Y0rk, 25. Juli. (W. T. B;) _ _Der Dampfer .Canada“ von der__National-Damps]ch1fss-C0mpagnie (E.Mcsfingsibe Linie) Ut hier eingetroffen.

Berlin, "0211 25. Juli 1879,

Preußische Klassenlotterie. (Ohnx Gewähr.)

Bei der 119168 angefangenen Ziehung der 4. Klas? 160. Königlich preußischer Klassenlotterie fielen:

] (Hewiim 3 75 000 „46 auf Nr. 63 892.

1 Gewinn 9 30 000 „76 auf Nr. 75 016.

2 Gewinne 3 6000 «16 an Nr. 30 261. 90 874.

42 Gewinns 8 3000 «16. auf Nr. 3575. 4159. 4469. 5278. 10 427. 11 398. 11 511. 13 261. 15 621. 19 422. 21887. 30 739. 31 345. 35 494. 37 384. 40 115. 40 840. 41811. 43 930. 51 680. 54 057. 54 867. 56 007. 59 946. 60 656. 63 716. 63 870. 65 254. 66 031. 66 706. 67 355. 72 297. 73 075. 73 144. 73 679, 79 839. 82 107. 82 973. 87 173. 91 271. 93 939. 94 977.

50 Gewinne 3 1500 «76 auf Nr. 314. 3294. 3301. 3680. 4368. 10101. 10 929. 12 672. 17 596. 18 970. 19 307. 20 023. 26 336. 27 749. 28 041. 28 205. 30 804. 31 259. 37 018. 37 643. 37 804. 38 596. 39 470. 42 313. 42 769. 43 629. 45 504. 46 366. 48 765. 49 591. 52 821. 53 383. 54 226. 58 079. 60 942. 64 519. 65 187. 74 091. 78 027. 80 275, 80 836. 83 705. 84 386. 84 626. 86 360. 87 446. 90 303. 91 806, 93 592. 94 286.

78 Gewinne 9 600 «46 auf Nr. 381. 429. 708. 1597. 1759. 3084. 4181. 6908. 7162. 9650. 10 487. 13 835. 15 324. 15 586. 16 443. 16 920. 19 274. 20 411. 20 650. 24 607. 26 189. 27 421. 28 519. 29 162. 29 454. 29 710. 30 304. 32 430, 32 456. 33 108. 35 226. 35 963. 37 537. 38 332. 38 569. 38 871. 39 187. 39 486. 40 227, 41 821. 42 277. 44 538. 46 849. 49 195. 49 521. 51 182. 51 549. 53 890. 54 812. 55 ] 57. 55 456. 57 012. 58 158. 58 275. 58 622. 59 999. 60 268. 60 612. 60 882. 62 303. 62 453. 66 025. 67 545. 69 933. 70 331. 70 574. 71 893. 72 273. 74 565. 74 743. 80 230. 81 210. 84 139. 87 587. 89 202. 92 083. 92 291. 93 007.

Redacteur: I. V.: Riedel.

Verlaa der Expedition (Kessel). Druck: W. Cloner

Vier Beilagen (einschließlich Börsen-Beilage), außerdem ein Fahrplan der Berlin-Wehlaret Bahn.

Berlin:

' wi11igen.

, bekennt 1161) der Gemeinderats) von Limbnrg, Vertreten dUrcb den

* tige, Seitens der Gläubiger Unkündbare Schuldverschreibuna zu einer Z Darlebnéricbnld 2611 ...... Reichémark, jveliber Betrag als ein Tbeil des obigen Ansehens zur Stadtkaffe gezahlt worden ist. Der

* jährlichen, am 2. Januar und 1. Juli jeden Jabrks fäÜigen

* jäbrliä) am 2. Jammr und 1. Juli zurückzuzahlen, so daß die erste

; mus; jedoch dreimonatlicbe Kündigung durch öffentliche Bekannt- - machung vorbergeben.

* wird sowohl bei der planmäßigen Tilgung, als auch bei anticipirten

drei Monate vor dem Hkimzablungstermin _ wslcher auch bei anti- . ciptrten Zablungen mit den (Couponsterminsn zusammknfallen muß

* 6251173 Wird sogleich öff-"11tlicb bekannt gemacht.

* eimaigen außxrordentiickyen Rückzahluns; des Anlcbens Werden in eine

, Preußischen Staats-Auxeiger“ eingrrückt. * OW Fur Einlösimg gekündigten Schuldberscbreibungen auf.

* Verschreibu11g nach Wahl res anabers bei der Stadtkasse zu Lim-

oder Berlin in der nach dem Eintritt des äUigkeitstermines fol- ; , genden Zeit.

* vk_kschreibun3 smd auch die dazu gehörigen Zinscoupons der späteren kde" Zinscoupons wird der Betrag vom Kapitas abgezogen.

Mf :inen Fünfjährigen Zeitraum ange eben, für die Weitere Zeit ** Werden Zinswupons auf fünfjährige H

ordnungéblatt des vormaligen Herzogtbnms Nassau von 1860 Seite

1791130 Jahren, währsnd die Zinsen mit Ablauf von vier Jahren _ Ukkwbren und der Lauf der Verjährungsfrist mit Ende Dezember des

zum Deutschen Reichs-Llnz

„44? 172.

Erste Beilage

Berlin, Freitag, den 25. Juli

riger und Königlich Preußischen Staats-Llnzeiger.

1879,

Königreich Preußen. Privilegium wegen Aussiabö auf jeden Inbaber lautender

Obligationen der Stadt Limburg a. d, Lahn, Regierungsbezirk?"WiesbadenzumBetragevon600000646

Vom 14. Juli 1879.

Wir Wilhelm, von (Goktes Gnaden König von Preußen xc. Nachdem der Gemeinderat!) der Stadt Limburg im Einverständ- niffe mit dim Bürgxrausschuffe und uwter Zustimmung des Amts- bezirkßratbs bescbloßcn „bat, zur Bezahlung älterer, zum größten Theile aus “6811 Kriegßleistungeu der Jahre 1796 bis 1815 herrühren- den Sebiilden und zur Bestreitung drr Kosten des Neubaues eines Land- gerichthcbäudes eine Anleihe von Secbsbuxirert Tauécnd Mark aufzu- nehmen und darum nachgesmbt hat, für die gedacbte Anlebenssumme auf jeden Inhaber lautende, mit Zinßcoupons versehene, Skadt- Obligationen außgeben zu dürfen, ertbeilen Wir gemäß des §. 2 dex? Geseycs vom 17. Juni 1833 chen AussteUung von Papieren, welcbe eine ZablungSverpflichtung an jeden Inhaber enthalten, und der Ver- ordnung rom 17. September „1867 (Gesetz-Sammsung Seite 1518) durch gegknwärtigss Privilegium zur Aussteuung von Sechsbundert Tausend Mark Limburger Stadtobligationen, we1che nach dem an-

liegenden Schema in 1425 Aboints und ;war:

875 Stück 8 200 „44

250 Ia 500 .

300 8 1000 . auxzufertigen und mit vier und cinbalb vom Hundert jährlich am 2.Ja.*111;1r und 1. Juli jeden ngres zu verzinsen find, von Seiten der Gläubiger unkündbar, nacb dym festgestellten, auf der Rückseite jeder Obligation abgedrucktxn Tilgungßblane in “0211 Jabren 1882 bis1920 einschließlich, miitelxr Verloosung der Obligatiowen jährlich am 1. Juli und 2. Januar zu amortisiren sind, mit dem Vorbkbalte der Rechte Drittsr, Unsere [ÜRdLÖHkaKlHL Genebmigung, obne jedoch dadurch den Inhabern der Obligationen in Ansehung ihrer Befriedigung eine Gewährleistung Seitsns des Staats zu be-

UrkUndlick) unter Unserer Hbckxsteigenhändigen Unterschrift und beigedrUcktem Königlichen Jnfiegel. Gegelen Bad Ems, den 14. Juli 1879.

Wilhelm. Jm AÜerböcbsten Auftrage: Graf zu Eulenburg. Maybarb. Bitter.

Provinz HesseU-Nassau. RegirrnngsbezirkWiesbaden. * Stadtwappen. Schuldverscbreibung 111611“ ..... Nr ..... Über ........ Reich§mark.

, Dxr Gemeinderats) der Stadt Limburg an der Labn bat im Einberjtändniffe mit dem Bürgerausscbuffe un"?- 1111121 Zustimmung des AmtsbezirkSratbs beschloffen, zur Tilgung älterer Verbindlich- keitxn und 3111: Bestreitung dcr Koxic'n de.“; Neubaues cines Law.?)- gericbtsgebäudes ein Anleben von Rei.i*§n1ark 600000

Secbsbunberj: Tausénd Reichsmark anzxnebmen.

Auf (Hrimd des ?lüerböcbsien Pririkeginms vom 14. Zusi 1879

VorfißendM 11110 zimi „111 diesem Vebufe gewählte Nkitgliebcr deffel- ben, Namens der Sfadt Limburg durch diese für jeden anabcr gül-

Gcmcindc-ratb vsrfbriäxt Namens der Skadt Limburg, diescs An- leben 71111 bier 11110 einhalb vom Hundert (43%) in halb-

Zi_nscns311r:rz_insen_. auch vom 1. Januar 1882 ab aUmäblicb in Ge- maßbka ck28 srstaexteUtcii und am Schlusse dieser Schuldverscbreibunz abgedrnckten Tilgungsplanes innerhalb achtunddreifxig Jahren al]-

Réürlkzxxblung am 1. Juli 1882 und die [11512 am 1. Juli 1920 21,0 g .

_ Der Stadt Limburg sind anticipirte Rückzablunzen, sowie auch bis Abtragung des ganzen Anlebensreitcs gestattet, in diesen FäÜen

Die Folgeyrdnung der Einlösung der Sibuldversibreibungcn

Rückzahlungen durcb das Loos bestimmt und die Ausloosung mindestens

"" durch das Bürgermeisteramt zu Limburg vollzogen. Das Er- AÜe BekanUtmarbungev, sowohl bezüJlich der planmäßigen, als

Limburger 11:10 eine Frankfurter Zeituxw, in das Regierungs-Amks- blatt zu Wiesbaden und in den „Deutschen Reiäjs- und Königlich

Mit dem FäUigkeiiItermin hört die Verzknsung der auSgeloosten

5 Die W:Lzablung der Zinsen und des Kapitals erfolgt gegen Kuckgabe der berreffeukenZinscoupons, beziebungSrveis: dieser Schuld-

b1:1g oder bei der Mitteldeutschen Kreditbank, iliale Frankfurt a. M.

Mit der zur Empfangnabme des Kapitals präsentirten Scbuld- Faüigkeitstermine nebst dem Talon zurückzureickpen. Für die fehlen- Mit dieser Schuldvcrscbreibung smd balbjährige Zinßcoupons

. eriodcn ausgegeben werden, DLLAUSZQHe jeder weiterenZinScouponÖ-Serie erfolgt bei der Stadt- kÜUk, zu Limburg oder durch Vermittelung dcr Mitteldeutschen Nred1tbar1k. Filiale Frankfurt a. M. oder Berlin, gegen Rückgabe des der alteren Serie beigedruckten Talons. Beim Verluste des Talons erfolgt die Aushändigung der neuen Zinécoupons-Serie an de,“, Inhaber der SchuldverscbreibUIJ, sofern deren Vorzeigung recht- kUUI aeschehcn ist.

Das Verfahren bei dem Aufzebote und der Amortisation ab- bauden gekommener oder zu Grunde gegangener Schuldverscbreibun- M"- Coupons und Talons richtet sich nach dem zu Limburg geltenden Rechte und insbekondere nach dem Gesetze vom 2. Juni 1860 (Ver-

89) unp der (Gerichtsstcmd hierftir ist Limburg. . ', Die Kapitalien unterliegen der gememrechtlicben Verjabrung

Jahres, in welches der Fälligkeitstermin fällt, beginnt. , Fur die der Stadt Limburg obliegenden Zahlungen an Kapital

lichen Vermögen, ihren sämmtlichen Einkünften und bereitesten Mixteln. Außerdem hat dieselbe der Mittelbeutsckoen Kreditbank, Filiale Frankfurt a. TM., als Vertreterin der Obligationsbefiyer eine, hypothckariscbe Sicherheit nach Maßgabe derHypotbekenurkunde geleistet, deren Inhalt bei dem Gemeinderatbe zu Limburg und bei der gébachten Vankfiliale eingesehen Werden kann. Limburg an der Lahn, den ........ . Der Gemeinderath. Der Vorsißende Die Miigliedsr U U. U.

Außgefertigt. U .

ProvinzHessen-NassceuT RégierungsbezirkWiesbaden. a on. Der Inhaber dieses Talons empfängt gegen dessen Rückgabe

zu der

Obligation der Stadt Limburg an der Lahn , _bitk...Nr....über...Mark 012 31116112 Serie Zinßcoupons für fünf Jabra vom 2. Januar 1885 bis 311111 2. Jaguar 1890, sofern nicht Seitens des legitimirtan Zn- babers rer Obligation vorher Widerspruch dagegkn erbobcn ist, und zwar 1)le der Stardtkaffe 311 Limburg oder durch _ für den anaber kostenfreie Vermrktclung der Mitteldeutschen Kreditbank, Fi1iale Frankinrt a,/M. oder Berlin.

Limburg an der Lahn, den 2. Januar 1880. Der Gemeinderatb.

Der VJUZenbe. Die Mitglieder.

Bürgermeister. AULgFertigi.

Stat-iftifche Nachrichten.

,Die Ausdehnu'ng und der Betrieb “026 russisckyen Ctsetzbabnnetzes 1111 Jahre 1878 geskaltcte fixb, nach den VSL"- offentlichungkn des Mimtiteriums der Wege- und Wafferkommuni- kationen, qugenbertpaßen: Es skanden am 1. Januar 0. J. mit Aus- sckxluß der sitinland1scben Eisenbahnen 54 Eisenbahnlinien mit einer LanZenausba-bnung von, 20 473 Werft im Betriebe. Ein großer Theil derjelbcw war im Jahre 1878 für Kriegszwc'cke 111 Anspruch gxnommen; gleichwohl fand, in Folge dss gesteigerten Exports auch 6111 _sebr lebhaffir Güterverkehr statt, der nch1 wäbrknd der ersten Halfte des Jahres durch die Schließnng der südrusfiscben Häfkn rer- mxbrt wurde. _ Im Allgemeinen zeigen die am Schluss des 'Be- 1r1ebsjabres 1818 fich ergebenden Resultaxe, daß sich das russische C1senbabnwesen Weit leistungxfähiae'r erwieien, als dies bei dem T€Och immer herrschenden Mangel an Betriebsmitteln zu erwartsn stand. Es _ wurdxn auf sämmtlicben russi1chen Eisenbahnen im Jahre 1878 brsördert 30 358 372 Privatpersoricn (gegen 1877 + 4 370 845 [3de 16,8 '3/0), 7 192 434 Militärs (9271811 1877 + 1880220 oder 35,4 '*/0) ferner: Eilgut 11675434 Pub (+ 2034 626 Pad oder 21,1%), gewöhnliche Frachtgüter 1975470079 Pub (+ 263 334 682 P::d oder 15,4%). Von diesen Gütermengen smd 885 004 308 Pud von ausländischen Bahnexi und 0011 Seeschiffen auf 1usfiscke Bahnen übergeführt wordén, um 106 330 047 Pub oder 13,6 0/(1 mehr als im Vorjahre. 'An Brutto-Einnabmcn wurden im Jabra 1878 auf sämmtlichen Bahnen erzielt 211922 389 R51. oder durcbscbnittlicb 10 731 R51, Oro Warst, wäbrend der Ertrag des Vorjabrcs sick) auf 183 986163 Rbl. oécr pro Werft anf 9675 Rb]. gesteÜt batte. Gegen 1877 ergibt sich sonacb ein Mebraufkommen von 28026 226 Rbl. oder 15,2 0/0 und pro Werft von 1056 Rbl. oder 10,9“70. _ Im Jahre 1878 sind im Ganzcn 1179,5 Werxt und im Vorjahre 1877 1148 Werft USULT Eisenbahnen dem Boxrieb übergeben worden. Der Entwicklangsgang des gesaw1nie_1_1 rujfijcben Eisenbahnwesens während der fünf leytcu Jahre ergiebt 11ch aus der nachstchenden Zusammenstellung:

Jahr _ Betriebs- Gesammt- Etnunabme

' länge: Einnahmen : pro Werft: 1874 . . 16333 Werft 140933 789 Rbl. 8980 Rbl. 1875 . . 17658 , 141013 278 8141

1876 . . 18135 146667168 , 8252 : 1877 . . 19293 183296163 , 9013 , 1878 20473 211922389 10731

Im Vergleich zum Jahre 1874 haben sonacb zagenommen: die Ausdehnung der russischen Bahnen um 4140 WLTst oder 25,3 0/0, *die Gesammteinnabmen um 70 984 600211151. oder 50,4 0/0 und die durch- sénitZlZickZer; Einnahmen pro Werft der Betriebslänge um 1751 Rbl. v er , ') (.

Kunst, Wissenschaft und Literatur.

'Von der Zeitschrift des Vereins für bessiscbe Ge- schtchte und Landeskunde (Neue Folge. Caßel, im Kom- misswnßverlage von August Freyscbmidt) ist kürzlich das Doppelbeft 1 und 2 des 8. Bandes ausgegeben worden. Daffelbe wird eröffnet durch „Beiträge zur Geschichte der_Stadt Marburg, von W. Bücktng“, Lehrer in Marburg, namlich: 1) Geschichte des Kugelbauses; 2) Zur Geschichte der ehemaligcn KapeUe bei dem Schröcker Brunnen, genannnt ,Das heilige Kreuz“, vor dem Walde jenseit des Labnberges; 3) zwei vorreformatoriscbe Armcnstiftungen. Dann folgen:. „Beiträge zur Erforschung und Gkscbichte dcs Pfahl- grabens (1.111195 impsrij 1201119111 Mausrbsuanus) im u11t«ren Main- gebiet und der_Weiterau,“ von Dr. Albert Duncker, Oberlehrer ix_i Wiesbaden. Die umfangreiche Arbeit gelgngt zu dem Resultat. _daxz bie Theorie K. Arnds und seiner Anbanger von einem zwe11e11 außeren Limes, den Kaiser Probus vom Main bei Burgsiadr durcb SchZrt und Vogelsberg naa) der Siegen?) von Kloster Arnsburg 111 der etterau bm begonnen, aber unvollendet gelaffen babe, unrichtig sei, die von Arnd gefundenen und in seinen Schriften publizirten

Bürgermeister. Provinz Hessen-Nassau. Regierungsbezirk Wiesb aden. Z QZZ Z Z Z 1.Juli1880. Zinscoripon ...... Mark Pf. ZM ck Z _ zur Obligation der Stadt Limburg an der Lahn. ::-o“-"““:*-.J* 1.116.916 ..... über Mark. F Vz-o ck L (R 0- * ' "" DFL,? __ : „per ck511k)aber die1es Zin§coup01is_ empfängt ZN II':Z gegen Ruckgabe. am 1. Juli1880 d1e viereinhalb- ;7; Z Z «:: *:“. prozentigen "Zinsen der vorbemerkten Stadt- .5 Z'“JJZ obligation fur das Halbjahr vom 2. Januar N «IFOK 1880 bis zum 1. JM 1880 mit Mark Z.ZYYJZZ Pf. ,bei der Stadtxaffe zu Limburg ober, ZZZ '" ZZZ _.; , nach seiner Wahl, bei der Mitteldeutschen SYS FZHOZ ? Kreditbank, Flliäl? Frankfurt a./M. oder ZEWO? BZ ; Berlin. Limburg, den ...... Der Gemeinderatb. Der Vorfißcnde. Die Mitglieder. U, d'. R. Bürgermeister.

j

Ursprungs seien und anderen Anlagen von Mensébenband. Gemar- kungs- und Gebietßgräben, Straßendämmen und Land- wehren ihre Entstehung verdanksn. Auch der Lauf des un- zweifelhaft römischen Pfablgrabens in der Wetterau sei vbn Arnd mit unzureichenden wiffenskbaftlickxen Hülfsmitteln unter- suchx wbrben 11111) desba[b noch nicbt genügend festgestellt. Diele Fxmtellang müffe nxmentlicb auf Grund der von Wilhelm Arnold t_.1 seinen Wuken: „Ansiedelungen und Wanderungen deut- 1cher Stamme“ :xnd „Deutsche Vorzeit“ angeregten wiffenschaftlicben Venuxxgng der" Fkurnamen und zwar möglichst bald geschehen, da 131170) die fcrtwabrknde Beseitigung der Spuren des Linie?- die Lö- 1unZ der Frage _1msmer 1chwieriger werde. Dies wäre nach dss Verf. A_1“_t11ch1 eme eriyrteßlicbe. gemeinsam zu [öserwe Aufgabe für die historischen VereirZe 311 DarmstadÉ, Gießen, Caffel und Hanau. Aki die Abhandlung ichlteszen 7111) zwei Excurse: über *die Römerstätte Altxnburg an dér Kinzig bei Röckingen, Die anderen Ansichten Eintl Huanrs gs-Zenüker_ nachdrücklich für ein LiUWÖkastLU Erklärt wrrd,_ rind 1_1ber die Größe 0:6 Kastells zu (ZkroiZkroZenburg. Dxr Arbsrt ist eine sehr instruktibs, anscbaulicbe Karte der Spuren rö- m11cher _Amiedelurwen, Straßen, Kastelle und Gremwälle “(:-er unte- ren 2110111920201) und der östlichen Wetter», nach K 2111123 Anga- bew 11110 VermuthiiJen, nkbsi Plänen von GroßkrPZeUburg und dem Abwbnitt dxs Psabwrabens zwischen Kinzig und 5. iddar béiqegeben. Em" weitexer 211117113 von dem Bibliothekar 131. F. G. C. Groß 571110611uberdenHi1debrandlied-CodexderKasjelerLandes- biblrotbek. _ Derielb: bringt frrxier Angaben und Vkrmukbangen Wer die Srbiäjale der alten Fuldzer Handsckprifien-BibKOTbkk Überhaupt. Den Sibiuß bildet ein imVerein .MUseum“ zuFulda gebaltsner Vortrag von 01“. JUstus Schneider, ArzT daselbst, iiber „Zwki Re- acntsn Fulda's aus dem Hause Da1berg“, 7161111111) Den Fürstabt Adolf (gest_. 1737), Kämmerer von Worms, 11110 den „Großherzog von Frankinrt“, Karl Frbrn. 11.11 Dalberg. " Als, 6. Supplement ist der Zeitsrbrift brigegkben: Der B ericbt 1111612171? bcidni1chn Altertbün1€r “cer ebcmals kUrbesfischen Promnzcn Fulda, Obsrbeffen, Niedcrbsssen, errscbaft Schmalkalden 111119 Grafschaft Scbanmbura, welcbe ficb in den gegenwärtig rer- ;mcgten Sammlumgen des Museum Fridericianum zu Cassel 11110 des Vereins für bessiscbeGescbicbte undLandeskunde ,bsfinden“, 1101101“. Eduard Pinder, Direktor 113 Maseums und Konservatyr der _Vereinssammlunqen (Caffsl, im KommissibnsvsrlaZL bon Angriff Frey1chmibt). Dersclbe legt zxiersi dar, wie die Csntral- )unimelxelle und die beiden seit 1875 i11 ibr rersinigtcn Sammlun- gen zU Skande kamen, 11110 giebt darm Line Usbsrficbt der an der CFUÜÄÜLUS bisher bekannt geworkenen Ux1tersnchungen von Grab- buseln und anderen Resultate. Am Schluß wird 11er den anschn- lirb_en Bcßxstzxw “der Sam1111u11g bericbtet 11110 W 3 [itbograpbisckxen Tafeln “ore bcsten Stücke, die zuZleicb dem Laien als Typen gelten können, getreu abgebildet.

Rgcb dem 1. Höft? des Jahrganges 1879 1:81- bicrisljäbrlirbcn „Mittbsilungm“, zrclcbe der Verein 0116512111, beträgt die 31111 der Mit.),lirder de,»? Hauvtvereins gegenwärtig 850. Die Sammlungen und die Bibliotbrk erbalren fortdauernd dnrch Ankäufe 1163 Gesxlé-enke erfreulicHen Zuwachs. Yon bes011derem Jntsrsffe ist in dem sr- wäbnten Vierteljabrsbeft die Mittbkikun; liber eine im Mai II. neu entdeckte Wachkstation am römisrbeii GTLNZWUÜL im Bulaurvaldc bei Hanau, 11011 1); Albkrt D1111ch€r.

Ju _dcn Tagen vom 23. bis 25. Juli ist die kiesjäbriiie (45) Hauptberwmmlnng des Vereins für besfisrbe 0521091011: 1111?) 8311826- kunbe, 1111?) zwar in Esknge abgehalten Wbrdcn.

Land- und Forstwirthsch:11“t.

Jm Ver1age von Wiéßsmdt, Hembel & Parév biersskbst ist vor Kurz_emcrschici1e11: ., Die Lanchkulturgeseßgebung 7:25 breußi7rbcn Staates für AUSLÜLÜUÖLksLHUUgln mit 21116- scblus; der Provinz „Hannover. Bearbeitet ron Eugen Scbiieiker, Mitglisd des ckNewifi011§kollcginm9 für 83:1“266111111irsacben, erster 11111:1 zirciier Abswnitt.“ Skit “cer Greiffscbcn AuMabe “cer „PreUZiswen GéskYe übsr Lankxskultur und landwirtbsibaitliÖe POliZCi“, 71301552 nur bis 1866 wirbt, fehlte es an einer Bearbeitung der zablroicbcn imb wiäyiigen Gesxxc, 111711111? gkrade die 1615111 13 Jahre aws diesem Gebiet? 11110 insbewmdere für die 111112rworbencn P1061113211 bcrvor- qebrarbt haben. Nur fÜr die Provinz 42.011110er cxistirt die von T1). W.)“ikaum bcra11§qegcbne ZusammcnstkUum der dort geltenden Lanrxs-Okonrmie-Gejetze, wclche dein Verfaiscr dcs borlicgendcn Werkes gestattetx, Diele (Gesche, zumal in Rückficbt auf ihre 111111 Tbeile rxr.111diä13[icben Abweich11nacn vom Agrarrewte der übrigen prenßifcbkn Provinzen, bei drr Bea1b€ifung 0116111sch1ießsw Das Werk, von dem jstzt der crste und zwciie Abscb:*itt vorliegt 11110 welckxes *.*ier AbsäNitte umfaffsn wird, ist, wie die Verkagsbuchband- [011,1 mittbeilt, als Beginn eine." (112 Gebiete Der preußiswen Landss- kultargesekgebung, ingcsonbere Rcalkredit und landwirtbsckxaftlickze Polizei umfaffcndxn DarstcUung gedacbt, Deren Erschsinen von der Vcrlaaxbuckybandlmm ins Auge gefaßt ist. Als Einleitmig giebt der erste Abschnitt unter dem Titel „Grundlagen der preut“;ischen Landes- kulturgeskßgebung" eine kurze Charaktkristik dicser Gesetzgebung nach den Zeitverbältniffcn, ans welcbcn ibre crsten Anfänße erwachsen, mit Dem Texte dss Ediktks vom 9. Oktobkr 1807 und des Ediktes zur Beförderung dcr Land-Kultur vom 14. September 1811. Die drei folgenden Abschnitte b:l)a1ide[n al1e diejenigcn Gescxe, deren Handhabung den sogenannten Auseinanderseyungsbebördsn obliegt. Ter gesammte bierbxr gehörige Stoff vertbeilt sicb auf leicht überücbtlicbe Weise nacb dem Inhalte und Gegenstande dcr Gkseye in die weiteren Ab- schnitte: 2.Abschn.: Vorscbriften über das Verfahren. 3.Abschn.: Gemein- beitstbeilungen (Linschließliäo Servitut-Ablösimgen). 4. Abséhnitt: Rkallasten-AblösWgeu, Entsprechend dem Zwecke eines für ken Praktischen Gcbraucb bcstimmtcn Handbuwks irt, in der durch den Vorgang des Kochschen Landrecbts bewäbrten Form, das Veraltete und Aufgehobene vom Texte ausgeschlossen, dagcgcn das zur Zeit (Helfende mit den Mittkln näber erläutert, welche, die Genesis drr GesktZe, die Rechtsprechung und VerWaTiungépraris, Literatur und Kritik darbixten. Die Darstcüunz des V_e§fabrens hat dadurch an praktischer Brauchbarkeit gewonnen, dai; 11e, ab :*eickpend von den

bisherigen einschlägigen Handbüchern, die dahin gehörigen (He- setze nicbt in ihrem äußerliwew Zusainmcnbange, wndern nacb dem Gegenstande und Inhalte ihrer _ einzelnen Tbeile geordnet bringt, insbesondere bezüglicko ch Verxahrxns im engeren Sinne im Rahmen der Marginalien dcr _.Oauptvrrordnung vom 20. Juni 1817, 1161716110 zur A111fi11dung der einiclnen Paragraphen der fünf wichtigsten Verfabxenßgescxze die dem Inhalts- berzeickonime beigefügxe b2_1ondere Nachtveimng dient. Des Einfluffes der Deutschen Givixprozegordnung auf das prensziscbe AuScinander- seßungWerfabren iit in der Einleitung zum Abschnitt 2, sowie bei dem Vkrfczlxrensgescße für das linke RÖeinufer gedacht. Die beidxn letzten Abxcbnitts, von _denen der dritte (,Gemeinheitstbeilungen) noch im laufenden Jahre ersbeineu soll, werden die einschlägigen Gcscße in einer Anordnung geben, welche von den allgemeinen oder auf grö- ßerem Gebiete „geltenden fortscbreitet zu den einzelncn Provinzial- oder SpezialgUeHen. Dem vierten Abschnitt (Zikeallastcnablöjmxßsn) wird ein chronologiscbcs Register aUcr mitgctbeiltcn gesetzlickoenjsosrx schriften :e. und cin albbabctiscch SacOrczéister sowie ein Verze1chntß der erläutétunssbcdüistigc11 Abkürzungen böigcfügt sein.

und Zinsen haftet fie mit ihrem ganzen beweglichen und unbeweg-

48 .Ueberreste“ dieses .äußeren“ Waües vielmehr treit späteren