Strafen im Gnadenwege kommen die Vorschriften zur An- wendung, nach welchen sich das Verfahren wegen Zuwider- handlungen gegen die ?ollgeseße bestimmt. _
Die auf Grund dir es Geseßes erkannten Geldstrafen fallen dem Fiskus desjenigen Bundesstaates zu, von deffen Behörden die Strafentscheidung erlassen thÖ
§. . Das dem Waarenführer nach Artikel 409 des Handels- eseßbuckzs an dem Fracht ut zustehende Pfandre t erstreckt Lich auch auf die Ansprü e, welche dem Waaren Ührer aus der Erfüllung der ihm nach diesem Geseße obliegenden Ver- pflichtungen oder aus der Vertretung deH Absenders (§. 5)
erwachsen. §. 19.
Me
Dieses Grseß tritt mit dem 1. Januar 1880 in Kraft. _
Urkundlich unter Unserer Zöckifteigenhändrgen Unterschrift und brigedrucktem Kaiserlichen
Gegeben Scthß Z)?)ainau, den
nsiegel. 20. Juli 1879. Wilhelm.
von Biswarck.
mig der 26.
. Bekanntmachung.
Die Postverhindungrn nach Norderney gestalten fich
während der Zeit vom 1. his einschl. 15. August wie folgt: 11. Von Norden nach Norderney:
1) Von Norden nach Norddeich mittelst Priwat-FuhrWerks, von Norddeich nach Norderney mittelst Dampfschiffcs. Die Abfahrt von Norden erfolgt: am 1. Auaust um 9.) Uhr Vorm, am 2. August um 10 Uhr Vorw., am 3. August um 101) Uhr Vorw., am 4. August um 11 Uhr Vorw., am 5. August um 11) Uhr Vorw., am 6. August um 12 Uhr Mittags, am 7. August um 12Z Uhr Pkitrags, am 8. August um 11 Uhr Mittags, am 9. August um 2 Uhr Nachw., am 10. August um 3 Uhr Rachm, am 11. August um 4.) Uhr Nachw., am 12. August um 5? Vorm. und um 53 Uhr Nachm, am 13. August um 6 Uhr Vorm. und um 6 Uhr Nachw., am 14. August um 7 Uhr Vorm. und um 6? Uhr Nachw., Dirie Vrrhindung wird zur Die Fahrzeit beträgt von Norddeich
der
des
am 15. August um 81 Uhr Vorm. Beförderung von Postsackyen jeder Art henuxt. von Norden nach Norddeich ungefähr 51 S unden, nach Norderney ungefähr 1 Stunde.
2) VU Norden über Hilgenrirderfiel nach Norderney auf dem Wege durch das Watt mittelst Wagen. Die Abfahrt von Norden erfolgt: am 3. August Um 3 Uhr 25 Min. Nachm, am 4. August um 3 Uhr 25 Min. Nachw., am 6. August um 4 Uhr Vorw., am 7. August um 4 Uhr 30 Vorw., am 8. August um 5 Uhr 10 Min. Vorw., am 9.August um 5Uhr 42 Min.Vorm., am 10. August um 6 Uhr 32 Min. Vorm, am 11. August um 7 Uhr W 48 Min. Vorm. Diese Verbindung wird nur zur Briefheförderung henuhi. Die Fahrzeit beträgt etwa ZZ Stunden.
13. Von Emden nach Norderney: _
Mittelfr der Dampfschiffe der Ems=Dampfsch1ffahrisgesell- schaften, deren Abfahrt aus Emden stattfindet: am 1. August my 14 Uhr Narhm., am 5. August um 114 Uhr Vorm, am 6. August um 11 Uhr Vorw., am 7. August um 11.) Uhr Vorw., am 8. August um 12;1 Uhr Mittags, am 9. August um ]221 Uhr Mittags, am 10. August um 1 Uhr Mittags, am 11. August um 11) Uhr Nachm., am 12. August um 21 Uhr Nachw., am 13. AUgust um 12 Uhr Mittaas, am 14. Angust um 12 Uhr Mitéags, am 15. August um 1215 Uhr Mittags. Diese Verbindung wird zur Briefheförderung benutzt. Die Fahrzeit beträgt ungefähr 5 Stunden.
(3. Von Geestemünde nach Norderney:
Mittelfr eines Dampfsckyiffrs des Nordderrtschen Lloyd, welches aus Geestemünde abfährt: am 2. August um 43 Uhr Vorw., am 5. August um 5x Uhr Vorw., am 7. AugUst um 61- Uhr Vorw., am 9. August um 8 Uhr Vorw., am 12. August um 111 Uhr Vorw., am 14. August um 2? Uhr Vorm. Diese Verhindung wird zur Briefheförderimg henußt. Die Fahrzeir beträgt ungefähr 7 Stunden. K
Wie fich die Ve.hindungen vom 16. Augitst ad gestalten, darüher bleibt Weitere Bekanntmachung vorbehalten.
Olderihurg, den 17. Juli 1879.
Kaiserliche Oher-Postdirekrion.
An
Bekanntmachung.
Die Postverhindungen nach den Badeorten auf d* Inseln Föhr (Wyk) und Sylt (Keitum, Westerla; ?) gestalten fich während des Monats August d. Z. wie frißt:
„4. Nach öhr (Wyk).
1) Von Husum nach Fh r mittelst des Dampfschiffes „Wyk- Föhr“ am ?„ 5., 7., 8., 9., 11, 12., 14., 16., 19., 21., 23., 26., 28. und 30. August. An den Tagen: 2., 5., 7., 8., J., 11., 12, 16., 19., 21., 23., 26. urd 30. Augnst ist Wyk bei Benutzung des Eisenbahn- zuges 6 Uhr früh aus Hamhur an demselben Tage zu erreicheti. Dauer der Ueherfahrt ungefähr 3 runden.
2) Ueber Daaehüll nach Föhr:
8. Von Flensburg nach Dagedü Personenpost täglich 1130 Abends (nach Ankunft des 65 Nm. aus Haznhurg ahiahrenden Eisenbahn- zuges), m Dagebüll 75 früh; '
1), von To_nd_ern über DcezhüU nach Dagebüll rivat-Per- sonenbfuhrwerk taglich 12 45 Nm. (nach Ankunft des 6 U r früh von Jm urg ahiahrenden Eisenhahnzugcs), "rn Deezhüll 3 45 Nm. Die
eiterfahrt von Deezhüll richtet fich nach dem Ahgange des Fährschiffes_aus Daßehüll. Von Dagehükl zweimal täglich mittelst des Fahrsrhiffes. A gang vom Eintritt der Fluth abhängig. Dauer
der Ueherfahrt ungefahr ]? Stunde. 13. Nach Sylt (Keitum, Westerland) über Hoyer.
Von Tondern nach Hoyer:
a. Personenpost täglich 1230 _Nm. (nach Ankunft des 6 Uhr früh von Hamburg ahfahrenden EixenhahnzugeS);
1). Post_ mittelst Privat-Personenfuhr1verks tä [ich 730 früh énach Ankunft der um 1130 Abends aus Flensburg a gehenden Per-
onenpost). _ _ Von Hoher nach Sylt taglich mittelst des Dampfschiffes
,Germania“. Der Abgang des Schiffes ist vom Eintritt der Flath
Se. Majestät der KöniZ haben Allergnädigst geruht: e
Regiments Grafen v o n N ot (hk i r (1) u n d Tr a ck u Panthenau ZnZh Kreise Goldberg-Haynau et en.
Se. Majestät der König haben AÜergnädigsr geruht:
Carl ist gestern Abend nach Norwegen abgereist.
dem KreiStathescbluffe des von fünf an vier und ein ha bes Prozent herabgesetzt werde, -- vor- behaltlich aÜer sonstigen Bestimmungen der gedachten Privilegien und der auf Grund derselben ausgefertigten Obligationen - mit
Obligationen den Inhabern derselben unter Jnnehaltung der in den Obligationen bestimmten Kündigungsfrist von sechs _ _ den Fall zu kündigen find, daß die Obligationen dem Kreißausschusie
zusedHenden Termine zur Abstempelung auf 4Z Prozent eingereicht wer en.
von Gramzow über Zichow nach Va ow im Kreise Anger- münde des Regierungsbezirks Potsdam durch mangelhafte Unterhaltung in einen Zustand des Verfalles gerathon ist, welcher die Erhebung des Chauffeegeldes von den Passanten
fertigt erscheinen läßt, so erklärr Ich das der Gramzow- Paswwer Chauffeegesellschast durch den Erlaß vom 13. Ok- tober 1843 verliehine Recht zur Erhebung von Chauffergeld hierdurch für aufgehoben und er111ächtige Sie, die EinsteUung der Hebung anzuordnen.
An den Ministcr der öffentlichen Arbeiten.
nasium in Belgard zum Rektor der höheren Bürgerschule in Pr. Friedland „ist genehm tßworden.
in Zislenzig ernannt worden.
Belassung in seinem Wohnsiß zum Kreis- Ost-Sternherg ernannt worden.
UniversitätE-Vihliothek entliehenen Bücher findet in drr Wochr vom 4.-9. August statt. Bibliothek gesckxloffrn. von 11-1 Uhr geöffnet, doch können wegen baulicher Repa- raturen erst vom 27. August ab Bücher wieder aUSgeliehen
werden.
der Advokat und Notar Dr. Ebeling in Lauenstein, der Notar, Justiz : Rath Liißrler in Diisseldorf, Und der Notar va11 den Bosch in Cöln sind gestorben.
12. Juli 1879, betreffend die von den Richtern, StaatSanwäl- ten, Gerichtssthreibern und RechteZgnwälten zu tragende Anus: tracht (Reick)§:Anzeiger Nr. 167) ist die Angabe über die Breite der SchUÜW (ZNÜUZS) an dem Barer der daseLhst zu a.»c1. bezeichneten Beamten dahin zu berichtigen, das;
Königreich Preußen.
dem Seconde-Lieutenant r Reserve des Garde-Kürassier-
ie Kammerjunker- iirde zu ver-
dem Titrilar-Bauinspektor Hermann Johann Anton
yer zu Lingen den Charakter als Baurath zu verleihen. Berlin, den 26.Juli1879.
Se. Königliche Hoheit der Prinz Friedrich
Auf den Bericht vom 11. Juni 1). J. wil1 Ich hierdurch geneh- err, daß der Zinsfuß derjenigen Anleihen, zu deren Aufnahme Kreis Johannishurg durch die Privilegien vom 20. August 1855 (H. S. S. 616 -, 25. April 1864 - G. S. S. 328 und Apri1 1869 _ G. S. S. 778 - ermächtigt worden ist, gemäß enannten Kreises vom 8. März d. J.
Maßgabe, daß die angegehenen und noch nicht ausgeloosten Monaten für
Kreiser- Johannisburg nicht bis zu einem, von demselben fest-
Bad Ems, den 25. Juni 1879. Wilhelm.
Zugleich für den Minister für Handel und Gewerbe, im Allrrhörbsten Auftrage: Gf. Eulenburg. Maybach. Hobrecht. die Minister des Innern, der öffentlichen Arbeiten, für Handel und Gewcrhe und der Finanzen.
Da nach Ihrem Berichte vom 4. 0Uli d. Z. die Chaussee
ck den bestehenden Grundsätzen nicht länger als gerecht-
Bad Ems, den 11. Juli 1879. W i l h e l m. Maybach.
Ministerium der geistlichen, Unterrichts: und Medizinal-Angelegenheiten.
Die Wahl des Oberlehrers 1)r. Petersd orf am Gym-
Der Arzt Dr. 11166. C [umsky u Paulswiese ist zurn reis-Physikur» des Kreiies Ost-Stern erg mit dem Wohnsrß
Der Arzt ])r. 11196. Weißenhorn ZZ? ZixleiziZiFWistKxixTx un ar ' i
Königliche UniversitätS-Vibliothek. Die aUgemeinr Zurücklieferung aÜer aus der Königlichen
Vom 11.-13. August bleibt die Wiihrrnd der Ferien ist diesrlbe täglich
Berlin, den 25. Juli 1879. Der Königliche Bibliothekar. Prof. Dr. Koner. Justiz=Ministerium. Drr Kreiederichts:Rath Schweiger in Calbe a. S., und
Berichtigung. In der NÜgemeinen Verfügung des Justiz-Ministers vom
statt „zwei Millimeter“ zu lesen ist: „sieben MiUi: meter“.
ahhän ig. An den Tagen: 2.-11., 18.-25.§11ugust ist Sylt bei der A fahrt mit dem Eisenhahnzuge 6 Uhr früh aus Hamburg an demselben Tage zu erreichen. Dauer der Ueberfahrt ungefähr 2 Stunden. Kiek, den 24. Juli 1879. Kaiserliche Ober-Postdirektion.
Die Nummer 28 des Reich§-Geseßblatts, welche von heute ab zur Versendung gelangt, enthält unter Nr. 1322 das (Hefe , betreffend die Steuerfreiheit des Branntwems zu gewerh ichen Zwecken. Vom 19. Juli 1879;
unter Nr. 1323 das Gesetz, betreffend die Statistik des Waaren-
verkehrs des deutschen Zollgebiets mit dem Auslande. Vom 20. uli 1879; u_nd unter r. 1324 dir Bekanntmachung, betreffend die Abände- rung der Jnstrrxktion Über die Zusammenseßung 2c. der Sach- verständi envereme. Vom 16. uli 1879. Ber in, den 26. Juli 1879. Kaiserli eS Post-Zeitu11gs:An1t.
betreffend Verbote und Beschränkungen der Ein-
Bekanntmachungen, fuhr über die Neichsizrenze.
Nachdem die Rinderprft in Galizien und Böhmen liberal] erloschen und auch Russisckaolen seuchenfrei ist, verdrdnen wir auf Grund der revidirten Instruktion vom 9. Zum 1873 zum Reichsgeseße vom 7.21pri11869, unter Aufhebung_unserer Verordnung vom 10. Juni cr. (Amtsblatt Stück 24 Sette 166), das Folgende: _
'. ür den Umfan der LandeSgrenze unseres Bezirks bleibt die Ein- und Durchfuhr von Rindmeh jeder Race aus Rußland sowohl, als auch aus den Ländern der österreichisch- ungarischen Krone untersagt. Die mittelst Reskripte des Herrn Ministers für die landwirthschastlichen Angelegenheiten vom 10. August 1873 he iehungsweise 10. September 1877 und 8. Februar 1878, mrtgethetlt an die Königlichen Landraths- ämler der Kreise Neisse, Neustadt und Leobschüß durch unsere Verfügungen vom 4. September 1873, 17. September 1877 und 14. Februar 1878 gewährten Verkehrserleichterungen
auf Grund drr Verordnun blatt Seite 275) bis auf
diesem stammenden thierischen Theile: in frischem (in-Zbesondere frisches Fleisch) von der Einfuhr auszze chloffen.
vom 20. November U. I. (Amts- _ _ eiteres verboten. 711. Dre Em- und Durchfuhr von Wiederkäuern, als der
Schafe, aus Rußland, und von Sch.1fen, Ziegen und anderen Wiederkäuern aus Oesterreich wird von Erfüllung nachstehen- der Vedingungrn abhängig gemacht:
1) Es ist durch ein polizeiliches Attest nachzuweisen, daß
3. am Abgangsorte und in einem Umkreise von 40 11111 um de111elben die Rinderpest nicht herrscht, und
11. der TranSport durch seuchenfreie Gegenden erfolgte.
2) Die Schafe, Ziegen 2c. sind vor dem Uebergange über
die dieffeitige LandeSgrenze von einem preußischen beamteten Thierarztr zu untersuchen und dürfen erst die Grenze pafsiren, nachdem dreselhen für gesund befunden. welchen sich auch nur ein einziges kranker: oder verdächtiges Stück Vieh befindet, müssen unbedingt zurückgewiesen werden. Behufs Ausführung der thierärztlichen Untersuchung sind die betreffenden Zutriehe rechtzeitig bei dem Königlichen Landraths- Amte des Einganchpunktes anzumelden. ärztlichen Untersuchung hat der Einhringer zu tragen.
Zutriebe, unter
Die Kosten der thier-
7111. Ebenso wie das Rindvieh selbst, sind auch die von ustande
Dasselbe gilt auch von den von Schafen, Ziegen und
anderen Wiederkäuern herrührenden thierischen Theilen in frischem Zustands.
Dazxegen dürfen geschmokzeneS Talg in Fässern und
Wannen, Milch, Butter und Käse frei Eingeführt werden.
Die Einfuhr und der Verkehr der von Rindvieh, Schafen
und Ziegen 2c. stammenden thierischen Theile in voÜkommen trockenem Zustand?, als namentlich der Häute, Därme (auch eingesalzen) und Haare, sowie vollkommen lufttrockene, von thierischen Weichthsilen befreite Knochen, Hörner und Klauen 1
erst die Grenze passiren, Nachdem dieselben in Anwesenheit des diesseitigen hcamteten Thierarztes gehörig desinfizirt
t gestattet. Doch diirfen Rinderhäute, Hörner und Klauen
worden sind. _ 11T. Bcarhritete, in festen Säcken verpackte Wolle wrrd
Überhaupt, gcwaschenc, in festen Säcken vrrpackte Wolle unter der Bedingung zur Einfnhr zugelassrn, daß dieselbe in ge- schlossenen Eisenbahnwagen eingebracht UUd dabei durch amt: liche Vegleitschrine nachgewiesen wird, daß die hetrrffende Wolle aus vd'l1ig feuchsnfroien Gegrndrn stammt. _ )(. Die Einfuhr von Heu, Stroh und Häckiel über die diesseitige Landerenze ist grstattet, dagegen bleiben Dünger, sowie gebrauchte StaÜgeräthe, Gsichirre Und Lederzeuge von der Einfuhr (1116 eschwssen. _ Lmnprn diiren in Säcken verpackt und nach gehöriger Desinfrktion in geschlossenen Räumen 2c. durch schwefelrge Säure (dargestellt durch Abbrennen von Stangenschwefel oder Chlorgas (dargesteüt durch Uebergießrn von Chlorxal nut E sigZ eingeführt wrrden, wsnn die bewirkte Desinfektwn durch den ieamteten Thierarzt bescheinigt wird. )(1, Die Einfuhr von Pferden, Schweinen und _ eder- vieh, sowie die von diesen stammenden thierischen Ther e, 111 aus Rußland sowohl wie auch aus Oesterrriih gestattet. _ )(11. Dasselbe gilt von Blutdüuger, sobald derselbe fem pUlverisi'r't und vonommen geruchlos ist, auch das Vorhanden- sein diefer Eigenschaften von dem dieffeittgen beamtetrn Thier- arzte hescheini t wird. _ )(111. as von der Einfuhr gesagt ist, gilt auch von der Durchfuhr. )(11'. Unsere Verordnung vom 23. März 1877 (Stück 12 Seite 103 des Amtsblattes), wonach nur auf den Stationen Oppeln, Cosel (Stadt), Neisse_und Grottkau Rindvieh zrzm Bahntrané-porte bedingungsweiw verladen werdrn darf, hletht in Kraft, jeddch mit der Maßgabe, daß unter den vor- geschriebenen Bedingungen auch an anderen als den so: grnanntrn Fixtagen Viehverladungen auf diesen Stationen gestattst sind, wenn drr Verlader die Kosten der thierärztlichen Untersuchung trägt. );)! Zuwiderhandlungen gegrn vorstehende Maßnahmen WerLU unbeschadst etwaiger hierauf hrziiglicher k'reiSPOlizei- licher Strafhestimmungen in Gemäßheit der §§. 327 und 328 des Strafgeseßbuches und des GxseYe-Z vom 21. Mai 1878 (Reick)s:Geseßblatt Srite 95) bestraft. Oppeln, den 19. Juli 1879.
Königliche Regierung. Abtheilung des „Innern.
Hüpeden.
Personalveränderungen.
Königlich Prenßisckie Armee.
Abschiedsbewillrgungen.JmaktivenHeere. Mainau, 17. Juli. Grotjan, Pr. Lt. a. D., zuletzt von der Landw. Inf. des 2. 23.116. Landw. Regts. Nr. 114, die Erlaubnis; zum Tragen der Landw. Armee-Unif. ertheilt._
Beamte der Militar - Verwaltung. Durch Ver- fügung des Kriegs-Ministeriams. 28.Juni. Fechner, Oher-Roß- arzt vorn Feld-Art. Regt. Nr. 2, m_;f seinen Antrag zum 1. Juli er. mit der geseyl. Pens. in den Ruheitand verseßt.
In der Kaiserlickjen Marine.
Main au, 17. Juli. Kelch, Lt; zur See, zum Kapitän-Lt. befördert. Matthesen, Korvettenkapitän vom Marinestab, unter Versetzung in das Seeoifiz. Corps, von der Stellung als Direktor der Maschinisten- und Steuermannsschule entbunden.
Jichtamtliches. Deutsches Reich.
Preußen. Berlin, 26. Juli. Se. Majestät der Kaiser und König haben, wie „W. T. B.“ aus Gastein meldet, gestern abermals gebadet, dann bei schönstem Wetter eine Promenade und später eine Ausfahrt gemacht. Das Befinden Sr. Majestät ist vortrefflich.
-- Se. Kaiserliche und Königliche Hoheit der Kronprinz ertheilte am Donnerstag Mittag 1 Uhr dem 2?)lhxgierungs-Präsidenten von Hagemeister aus Düsseldorf eine
udienz, -
Gestern früJhk bald nach 5 Uhr begab Sick) Höchftderfelbe zu Wagen vom euen Palais bei Potsdam nach der Station Groß-Veeren und von dort mit der Eisenbahn nach üterbog, wo auf dem Schießplaße eine Besichtigung des 1. randen- burgischen Feld ArtiÜerie-Regiments Nr. 3 (General:Feldzeug- meister) und des 2. Brandenburgisrhen Feld-ArtillerreMe- giments Nr. 18 (General:Feldzeugmetster) stattfand._ Dem- nächst wohnte Se. Kaiserliche Hoheit dem Schießen betder Re-
werden von diesem Verbote nicht berührt. _ _ )'1. Die Einfuhr von Schafrn aus Russ1sch:Polen bleibt
gimenter bei.
ZF); Auswärtigen Angelegenheiten,
gehörige frühere
Mittags um 121/4 bog nach Groß-Beeren Neuen Palais.
Uhr erfolgte die Rückfahrt von Jüter- und von dort zu Wagen nach dem
«- Die Bestimmung des §. 113 des Stra ese hu 4 welche mrt _Gefangnißstrafe denjenigen bedroht,fgderßeincke)m, Beamten M der rechtSmäßigen Austihung seines Amts durch Gewalt _oder durch Bedrohung mit Gewalt Wider- stand letstet, tstönarh einem Erkenntnis; des Ober-Tribu- nals_ vom 26. .;uxn d. J., mcht nur auf den Fall anwend- bar, in welchem dre Gewalt unmittelbar gegen die Person ZSFUUBDEYFZJUUXUchWxth1st,t stmZMh findet stets Anwendung, _ e ger 1 wir , ur er " den Widerstand zu iiberwiznden. ck hohte Anstrengung
-- In den deutschen Münzstätten sind in der Woche vom 3. bis 311111 19. Juli 1879 an Goldmünzrn gepragt worden: 1 814 220 „75 Kronen, und zwar auf Prwatrechnung. Vorher waren geprägt: 1267 644 340 „171 Doppelkronet), 407 458210 „75 Kronen, 27 969 925 «75 Halde Kronen, htervon auf Privatrechnung 383 324 070 «% Summa 1 704 591 135 «74 (nach Abzug der wieder eingezogenen 165 680 «15 Doppelkronen, 129 100 «FH Kronen und 780 „44 Halbe Kronen).
_- Die in der heutigen Börsen:?Zeila e ah cdruckke _tahellarische Uebersicht drr Wochgenaqurrse deutscherZettelhanken vom 15. d. M. schließt mir folgen- drn summarischen Daten ab: Es betrug der gesammte Kassen- bestand 712 371 000 „M oder 6453 000 975 mehr ach in der Vorwoche, wahrrnd der Wechselbestcmd mit 577 070 000 915 eme Ahnqhme um 18 973 000 «16 und die Lombardforde: rrrngen Mit 82 837 000 «74 eine solche um 9414 000 «76 zergen; es betrug ferner der Notenumlauf 885 920 000 “W oder 28 995 000 «x_wentZer als in der Vorwoche, während dre sonstigen taglich falligen Verbindlichkeiten bei einem Betrage von 208 021 000 916 der Vorwoche: grgem'iber Line Vrr: mehrung um 5081000 „74 UUÖ die an eine Kündigungsfrist Zebnndenen Verbmdlichkeitrn m Höhe von 42814 000 «16 eine , unahme um 187 000 «44 nachweisen.
_ __ Der Gesandte am Königlich württemher i en 0 e Wirkliche Grheime Narh von .“r'xeydrbranh3 séndexr Zlhsas, [hat'tSftUtthrh mH Urtlguh Y_rrlaffen. Während seiner
we cn LL ungir er ega tons: at Gra " als interimisiischer Geschäftsträger. h f VMDMhOff
_- S. M. Aviso „Lorrley“, 2 Geschii ?, Kommandant Kapitän-Lierttenanr von Wietrrsheim, ist (Km 24. d. M. in Plymouth cmgetroffen.
Württemberg. Lwaigshurg, 23. Juli. Ludw Ztg.) Nach achttagigem Aufenthalte auf der Vrihzlichen V111a reisten der Furst _von Waldeck:Pyrm0nt und die Prihzeismnen gestern Mtttags von hirr ab, um nach Ardh'en zuruckzukchrrn.
Anhalt. Dessau, 22. Juli. (Magdeh. t . Da?- Yrisfuhrungsgeseß _zum _deutschen GerichtsverfasésZUk131Zcdeseße nimmt 111 der Absicht, emer Geschäftsüherhäufung bei dem Lgndgerrcht vvrzubeugewund _den Mitgliedern des Landgerichts wahrend der ersten Zeit semes Bestehens dir erforderliche Muße zii emer besonders sorgfältigen Bearbeitung der nach den deutichen Prozeßordnungen zu behandelnden Rechtssachen an der Hand rrngehender theoretischen Studien und unbeirrt ddrck)_gletckzert_1ge Anwendimg des alten Rechts zu gcwähren, dre Bzrdrmg enter Hülfskammer drs Landgerichts zur Erledrgung der am 1. Oktober anhängigen Rechtssachen in ALlsjlckÜ: Es wurde durch dqs EinfiihrungSgeseY nur im Mlgememcn ahgeordtiet, daß die Nothwendigkrit einrr Hülfs- kammer 11110 dw Zuthrrsung der Geschäfte an dieselbe durch das StaatS-Mmrsterium h_eitimmt werden solle, und das; mit drr Wahr- nrhmung der r'chterltchrn Geschäfte im der Hülfskammer auch solche R1chter sollten heauftragt werden können, welche mit dem 1. Oktober d. J. _m den einstweiligrn Ruhrstand trcten. Das M1111ster111m hat_1ndeffen nachträglich fiir nothwendig er- achtet, im legrslatorlfchen Wege die Bildung einrr Hülss- kamer 1323 Landger1chtsfestzusetzrm und so ist das bezügliche Gesehentftgnden, welches heute durch die Geseßsammlung xnblizrrt Wird. _Diesr Hiilfskammer soll einschließlich des Vor- tßendetr aur drei Mitgliedern bestehen und in drr Beseßung v__0n drrr Richtern exitsrheidcn. Das jetzigr Ober=Landesgericht zahlt Mit dem Prasrdenten sechs Mitglieder. Zwei davon finden Verwendung herrn ReichEgericht und beim Ohrr-Landes: gericht i_n Namnhurg,_ der Präsidrnt tritt in den Ruhestand, und hlerhen somit drer Mitglieder Übrig, welche für die Hiilfk': kammer m Aussicht genommen sein sdÜen.
Oesterreich-Ungarn. Wien, 25. uli. W. T. B
Der „Pol. Corr.“ wird aus Konstantianel gémeldet, der) SUlLaU solle, die anhaltende Krankheit Khereddin Paschas vorschirßend, abermals entschlossen sein, denselben zu entlassen.
Bereits vorgestern habe in dieser Angelegenheit ein Minister-
rath stattfinden und die Forderung Kherrddin Vaschas ent- .." Md“ das Parlamentarische System einzuführen oder zr: dem
gbsoluten System zurückzukehren, berathen werden sollen“ no
In leßterStunde se_i derse_lhe abgesagt worden. Ferner geh? as Gerucht, daß die Berliner Signatarmächte einen Termin festsFen wollten, tnnerhalb dessen die Pforte in der rie-
Zöxsßen Angelegenheit einen bestimmten Entschluß assen
„ P r a g , 24. Juli. Das „Prager Tagblatt“ meldet da dre Lan dtage erst nach Erledigung des Wehrgeseßeß einß-
_ bekUsen werden.
_Schweiz. V er n , 25. Juli. Wie dem Bund“ aus Paris gemeldet wird, ist dort am 23. das U 6 b e r e“i n k o m m e n
_»- zwischen der Schweiz und Frankreich bezüglich der Söhne
m der Schweiz naturalisirter Franzosen von dem Minister der
„„ Waddington, und dem dies- setttgen Gesandten, Dr. Kern, unterzeichnet worden.
Niederlande. Haag, 25. Juli. (W. T. B. Dem „Vaderland“ zufolFA wäre der der konservativen Baxtei an- _ imster van Lynden mit der Bildung
eines neuen Kabinets beauftragt worden.
Belgien. Brüssel, 25. Juli. (W. T. B. Der _)Senat hat den Geließentwurf, betreffend die Abänd)erung BFS Geseßes 13 er die Personalsteuern und die
ahlgeseße, Mit 33 gegen 29 Stimmen angenommen.
Großbritannien und Irland. London, 24 uli (Allg. Corr.) Der Kdnigliche Postdampfer „Nubian“, der ge tern Morgetx 111 St. Vincent emlxef, brachte weitere Nachrichten xxx? HUFaÖxtkazrckZschenDKrtFTg§schaup1ase, welche bis
. . . rer en. 16 egterung verö entli t na : steheZdle Depeschen: ff ck ck _ cegrawur des General-Majors H. Elif ord an den Krieas-Mtnrster. 6. Juli. Nachstehendes ist vfon Chelmsford eingelaufen:_ „Da _Cetewavo bis gestern Mittag (3. Juli) meine Be- dingungen nicht erfuÜt und auf die am Ufer weilenden Truppen heftig gefeuert hatte, so schickte ich ihm die 114 Stück Vieh zurück, welche er _hergesandt hatte, und ertheilte den Befehl, daß Oberst Baker mtt_fcmen berittenen Truppen eine Rekognoßzirung unter- nehme. Dres wurde" mit Erfolg durchgefiihrt und veranlaßte die Zulu - Arxnee vdrzurrrcken und fich zu zeigen. Diesen Morgen 61; Uhr _ uberschrttt em Corps unter meinem Befehl, welches aus der zweiten Otrifidn unter Geueral-Major Newdiqate mit 1870 Europaern, 530 Eingeborenen und 8 Kanonen und der fliegenden Kolonne unter dem Brigadier Wood mit 2192 Europäern, 573 Ein- gehorencxi, 4Kandnen und 2Gatlinggeschüx3en bestand, den Umvolosi- Fiuß, ruckte m_ einem hohlen Quadrat, in dessen Mitte sich die Wägen It. der Munrtion und den Verjcbanzunngerkzeugen, so wie die «_.ragerkoxorme befanden, vor Und hejetzte gegen 81 Uhr eine Vortreff- [xcbe Pontion zwtscben Enadiveng und Ulundi. Oberst Buller hatte drese SteÜung Tags zuvor ausfindig emacht. Unser befestigtes Lager am rechtexi User des UmvoloZ behielt eine Besaßung von _900 Europaern, 250 Eingeborenen und einem Gatling- geschu13_ unter Oberst BeÜairs. Bald nach 73 Uhr sah maxi die Zuluarmer ihre Bivouaks verlassen und auf allen Sexten rorrucken. Die beritteiien Truppen nahmen bald darauf den Kampf an. Ergen 8x Uhr war der Angriff vonommen entwickelt; gegen 9») Uhr fing der Feind zu wanken an. Die 17. Lanciers nebst dem Rrst_drr_ berittenen Truppen Übernahmen die Verfolgung, Welche m voilstandrger Flucht endigte. Die Gefangenen erklärsn, daf; Cetewdyg Personltrh komwandirt, alle Arrangemenjs selber getroffen UUÖ die __Flucht vom Ltckazikraal aus hrohachtet hahe; zwölf Re- gimenter 1_o[1en an dem Kampfe Theil genommen haben. Ist dies der Fall, 10 find wir don 20000 Mann angegriffen worden. Bei der Auk-dehnung de_H Terrains, anf Welchem der Angriff und Rückzug stattgejunden hat, ist es unmöglich, den Verlust des Feindes genau zu schaßen; derselbe kann sich jedoch meiner SÖäLZung nach nicht untrr 1000 Mann belaufen. Gezen Mittag stand Ulundi in Flani- men, im Verlaufe des Tags wurden al1e Militärkraals der 5Zrzlués und des Umvolofithals zerstört. Um zwei Uhr begann der Kuckmarsck) nach _dem Lager der Kolonne. Das Verhalten der Truppeq unter 1119111671! Vrfrhh war überaus hefriedig nd. Ihre Ruhe urrterrxnew vollstandigen Gürtelfeuer war bemerkenswerth. Die Schne_idtgkctt rmd Kampfluit der berittenen Truppen ließen nichts zu witnschen uhrrg, das_Feuer der Artillerie war sehr gut. Ein Thais der Zul_utrupp_rn naherre 11ch unserem hefestigtrn Lager und bedrhhte es eme _Zeitlang_ rnit einem Angriff. Das Eingehornen- Jonrmgent, das erden Therl der Garnison hi1derr, wurde nach der ,lktion beordert, die Verfolgung des Feindes aufzunehmen. Da ich nunmehr den Zfiwrck meines Vormarscbes vollständig erreicht habe, halte ich es fur das Beste, dlc Instruktionen Sir G. Wolseleh's auszufuhrrn und nach Eulonganite und von dort nach Kwamagwasa zu marschiren; Ick ivrrde einen Theil des Corps mit den lerren Wagrn ahschtrkrn, um die Vorräthe zu holen, welche jeyt im Fort Marjhail herrit ltegrn. (Folgt eine Verlustliste.)
Sir Garnet Wolseley tele ra hirt unter dem 8 ds aus dem Hafen von Durnford: g p,
Ich habe drwBefehl er_thei[t, daß das Yiarine-Bafaiüon am Kar) und a11_r_uhrmcn Verstarkungen hier in Durban zurückbleiben, da ich den Krieg als beexidtgr betrachte. Schicken Sie keine weitere Mannschaftenrder Vorrathe ah, ehe Sie von mir hörrn. Lassen S1? mrch wissen, in welcher Reihenfolge die Regimenter zurückge- 3schickt werden sollen. Ich hoffe sehr die täglichen AusJahen in Bglde _brdeutend herabzuseßen. Ich erWarte rnit dem großen Zulu- ZÜYYLFYDYI 16. ds. zusammenzutreffen und die Friedenshxdingungen
on der gestrigen Unterhaussißung verlas der Kolonial- MMLKÉSL“, Sir Michael H1ck'E-Beach, das nachsteheiide Tele- gramm von Str Bartle Frére, datirt an?- der Kap: stadt, vom 831111:
_„QÖ h&(gSldckwunsrh-Z Ihrer Majestät Regierung zu einem eni- frheidenden _ rege, den Ihrer Majestät Streitkräfte unter Lord Chelmsford 111 einem_ ehr11chen Kampfe auf offenem Felde am 4.Juli errungen haben, sowie zu der später erfolgten Einnahme und 3er- storrmg _v_011 Cerrwayo's Königskraal Ulundi. Lord Chelmsford scheint, )emem Berjprrcben gemäß, im Lager am Hügel des wriixrti Uncvolosi am Nachmittag des 3. Juli an die Ahlirfrrung seiher Kanonrn und 1000 Gewehre_ Sritcns beglaubigter Jndunas, was von ihm als _ein Benzets der Aufrichtigkeit des Friedens- gesuchecz Cetewahos gefordert worden war, gewartet zu haben. Da diese Bedingungen nicht erfüllt wurden, verließ Ldrd Che1msford_das Feldlager und rückte mit der zweiten (Newdi- Fates) Dwrfion und Woods fliegender Kolonne vor. Auf dem Marche Wurde er auf flachem Lande von einer Zulumakht, deren Stark? verschieden aus 12 001“) bis 20000 Mann angegeben wird, angegriffen. Dle Zulus umringten Unsere Truppen, die ein hohles anrrs 1*1[deten. und griffen fie auf allen vier Seiten in einer Dtstguz von_ 60 Ellerran, abcr fie wurren zurückgeworfen, worauf fich _ihre Reihen m_xflosten und unter einem heftigen Feuer die Flixcht ergriffen. Der Femd wurde von der Kavallerie verfolgt und gänzlich zxrsprengt. _Lord Chelmsford rückte auf Ulundi vor, zrrstörtesämmt- liche Militarkraals und kehrte am selbigen Abend nach seinem Lager am weißen Umvolosi zurück. Der Verlust der Zirkus wird von Archi- bald Forbes, _drr mrt obiger Nachricht in 15 Stunden nach Lands- mgri „YUft ritt, arrf 800 Todte und VrWUndete geschäßt. Der britische Verlust beziffert sich auf 10 Todte und 53 Verwundete.“
(Der Rest des Telegramms bezieht fich auf die Bewegungen des Generals Creolack.) Lord Chelmsfords Streitmacht umfaßte De- tachemenis des_14., 21., 24., 58, 80., 90. und 94. Regiments, die 17. Lanciers, einer) Trupp Garde-Dragoner und 600 Mann Kolonial- truppen nebxt Artillerie und Genietruppen.
__ Jm L_lns luß an dte_amt[1chen Depeschen vom südafrika- n11chen Krregs chauplaße wrrd dem „Reute rsck) e n B ureau “ unterm 8. d. M aus der Kaptstadt (ria St. Vincent) geme__l_det__
ach em die Truppen eine Zeit lang in Ulundi erastet, wur- den Detacbernents nach allen Richtungen hin auSgegsandt. welcbe jeden Krach rnnerhalh einer Distanz von drei Meilen einäscberten. Jn U1_undt Wurden viele der bei Jsandula von den Zulus erbeuteten Trophaen entdeckt. Cetewayo soll, dem Vernehmen nach, am Tage vor der Schlacht nach Norden geflüchtet sein. Im Laufe des Nach- mttjags vom 4. ds. kehrten die Truppen nach dem Lager am rechten Ufer des Umvolosi zuruck. In Folge des Fouragemangels, der dadurch veranlaßt worden, daß die Zulus das Gras verbrannten, beabsichtigt Lord Cbelnzsfcyrd, sich nach Kwamagwasa zurückzuziehen, wv er wahrscherriltrb bleiben wird, bis fick) die erste Divifion mit ihm verbindet. Sir Garnet Wolseley, der außer Stande war, in_ Port Durnford zu landen, kehrte am 4. d. nach Durban zurück und ret_st_e aber am folgenden Tage in aller Frühe wieder ab, um sich der ZOtvtstorz des Generals Crealock über Land anzuschlie en. Am 7. uberschrttt der General den Tuaela. Major Bartow nahm am 5. "0. mit der KavaÜerie der 1. Division eine Rrkognoszirun vor, wobei er_ 500 Ochsen erbeuteje x_md einen großen Kraal niederbgrannte. Die Eingeborenen_ der__ Distrikte in der Umrunde des Forts Napoleon machen Antra e_fur eine Maffenunterwerfung. Bis je t haben fich sechs kleine auptlinge mit 300 Kriegern, 15000 eibern und
jüngst einen Einfal] in das benachbarte ul . 7
500 Yinsder; fiéHtödtetle «(Jh 17 Feinde. Z "geb'“ Md “(Mete _ a vom enera -S aßmeister dem Kap-Pa [ .
breitete Budget pro 1879/80 veranschlagt die Einkrüncitr;l edxjsliUäanreers
auf 2309000§ und dir AuSgahe aus" 2266164F. Die Einkünfte
ZZ? ]leFZ-ZUÖZZÜYLSEZLUFR'LÖ?“ aufch2 067 889 X und die Ausgaben
. ver te ona ein Ueber ' " der auf neue Rerbnuna vorgetragen wurde. schuß von 1623“ HL,
- 25. Juli. (W. T. B.) Der Marquis von Sa “6- bury empfing [)EUW eine (1116 Anlaß der rrimänisclhleon Judenfrage an ck11 abgeordnrtc jüdische Drputation U_nd irwach nch derselben gegenüber dahin aus, daß er iiber die Loyung „drr Frgge _eme bestimmte AUHkunst noch nicht zu geber! vermdge, wszl die Angelegenhrit im Augrnblick sich noch 11) emer Krisis hefmde. Die englischr Régierung habs, seitdem die Fra € verhande[t_werde, in hrrzlirhrm Einvrrnehmrti mit Deutsch and,__Frankrrich und “talirn grhcmdrlt; er glaUhr nicht daß die Machte davoix _ah tehrn wiirden, an drm feier; 11chen__ mid ohnr BSUPWl dastrhrndrn Akts frstzuhalten drn 11? m Brrlm voUendet hättexi, und welcher dir An:, erkenming der S_rlhständigkeit Kumänirm von drr Ahätide- rung__11_merer (8619138 _dirses Landes abhängig qrmarht habe Runta111911_vrrda11ke ssme Unabhängigkeit schlxef31ich aUrwingÉ Ryßland, m rrsrer Stelle hätten aber schon England Frank- reich __UUd Zialretr durch den Krimkrirg dazii mitgewirkt Rumantenwurdr emrn Akt voÜkommener Thorhsit hrgéhen' wrnn es die Bcdmguiigcn des Brrliner Vrrtrages nicht Er:, fullcn _[011t9„ denn semi“, staatliche Existcn; werds sobald ein UBLLLhehrachiYiUYCr anwalzung rintrctk, mir von, der strikten
(1 er - :rimmun ? ' ' " abhängen können. 1 g n der internationalen Vrrtrage
Frankreich. Paris, 24. 0Uli. X » Aue3_1_chuß_des Se_nat§ fiir dir;Ferrhj'ßsrrhéoTrZrleanr de_tresiend dw Frsrhertdes höhrrcn Unterrichts, fuhr gestrrti in, seiner Verharidlnxig sort. _Drei verschiedene Amendrments [agen h_or,_welche darauf abzwlten, das System der gemischten Juri) m trgcnd riiirr Form zu retten, oder wrnigstens nach 1161911636111 Muster eme ogenannte Staatsjnry, die iiicht blos ausx_zyakultatsxrl)rern hriteht, rinzirfiihren. Von Daguenct Borsmß-Lavernwre 11110 Briffet hrrriihrrnd, blieben sie sämmt; _[ich_1_n dcr Mmdritäi, und nun Lt'st wurde der Art. 1 111 „i_emem rirsprmiglichen Texte, nach wrlrhem also alle Y_rrqimgen fUr akadejiirickw Grade fortan wieder UUL“ vor drn hqherrn StaatsWrrrrickUÉ-anstaltcn abgelegt wrrden soÜen mit 5 gegen 2 (xtnmnen aiigrndmmrn, indem Hr. Pariet; ahwrsend war und das nrmxtc Mitglird, r. PeÜetan rrklart hatte, daß in irinrn Augrn daS Schicksal der ganzrré Vorldgr an den _Art. 7 gektiüpst sei, und daß rr sich also für dW uhrtgrn Artikrl drr Abstimmung rnthaltr. Von Einigen Deputirtexi war hLlU/„AUSsChUssS der Wunsch auSgcsprochrn wdrdrn, in dir beirn Senate eingsgangrnen katholischen Prti- trann m1t angeblich" mrhr als ritter MUionUntcrsckxriften E11111cht nthen zu durfen. Troß drr eifrigrn Einsprache des Hrn. BUfsEt wrirdr ihnen dies vom Aussthnsse bewilligt nur mrt _drr durch dre GeschaftsordnUna gehotrnen Bedinézrmg der_ß ihnen dahri em Srnator ihres Departements znr Srité strtride. Hr._ Jules _Srmdn Ermahnte als Vorsitzendrr den Augqchuß, semr Arbeiten m_riglichst zu heschlemrigrn, damit die Vorlage noch m_dieserSesnon znr Verhandlung gelangr.
- 25. Juli. (NW. fr.) Dsr Ministerconseil hat
gestern 8 Staatsräthe zum Ersaß flir dir NWZ (? ir
unszur Vrrvollständigung des nenrn StaatsrarhxssérnYltT __ ;_yrrner ist __hesckyldßen wordrn, das; fiinf Minister sich zur feierlichen Enthizlluxtg der Statne Thiers' nach Nancy he: geben sollen, namlich Leroyrr, Lepérr, Cdchéry, Léon Say
Und Jules FFW).
_ 26. 331111". (W. T. B.) Nach einer Mittleilnn dec" „.(Forirngl dmctel“ hat der Ministrr fiir Landwirthsckzafézmit? tr st__5_B_91ch1Usses_v0n gesternNcrUr den Provenirnzcn aus rumtichen Hgfcwdes Schwarzen und Asowsckwn Merres gegenuber 191€»er noch heftandenrn Qnarantäne- maszrrgelxi von gestsrn ah aufgehoben. ka Vcrsarllles_,_25._J1;li.d(WBT.V.) DiEDoputirtcn-
m_wer JLULUUML )ene ak ud et iir d c) ' ' ' dcr Ossentlichen Arbeiten. 4 g f a.: MWstGWM
_ Rumänien. Bukarest, 26. Juli. (W. T. B Na 2: zu mmmtliche ruinanischc Journale erklärrn sirh herehit dcrs nruc Kahinet untsr der Vorausseßung zu unter; stußsn, daß das__vor_1 demselben aufgestellte niiiiisterieüe Pro: gramm znr vollstandigen Durchfiihrung grlange.
_ Bulgarien. Sofia, 24. Juli. ( Lol. Corr.
Yhmsterrath beschloß, _rmgrsäumt an die DXmoliruZig ZOLL?- €Testungen zn schreiten und bestimmte vorläufig zu diesem «. wecxc 150 000 Francs. Der Minister drs Aeuszrrn erhielt z1tgl01ch _derr Auftrag, von dtesem Beschluss des Ministerrathes drr (_HroWackUe sowohl, wie auch die Pforte im Laufe der nachpxen „rage _zu verständigcn. Was die Reinstallirung der mdhanredanrschen Flüchtlinge hctrifft, so soll im Ministerium _des Jnnrrnrine Kommission nirdrrgeseyt wrrden, welche [ich eigens mrt dieser komplizirteu Aufgabe zu beschäf: trgen „hatte. ZnBetreff drr Rückerstattung des unbeweglichen Vermogens an die Mohamrdaner wurde beschlossen, eine aus Mohamedanern und Christen bestehende Kommission zu er: neunen, welche _aUe den Ersteren gehörigen Felder, Häuser u. s. w. aUSzumitteln und solche, die durch Kauf in den Besitz zweiter Personew übergangen sind, abzuschäßen haben wird denn es herrscht nn Ministerium der ernste Wikle, al1€ legiti; men Rechtstrtel auf das gewiffenhafteste zu respektiren.
Montenegro. Cettinje, 15. Juli. nr La e schreriÉ_m_e_r_nchdc_Z_„Pol. HTML?.[Z von hier. Z 9
„ _1e a_rt von e_r chung des [angjähri cn Vali von Schurr Hussein Pascha «Wie den Fürsten Nikolauss,x welcher ein aufrichtiger Freunddes Friedecrs tft und einer definitiven Gestaltung der durch den Berhner Kongreß bestimmten neuen Grenzen Monte- negro'_s zirstreht, mrt Wahrer Genugthuung. Die Hoffnung, da mit Huffem xenr thdxrnisie, wr1che dem an sicb schwirri en Wkr c der Grenzregulirung bxsher tm Wege standen, zum großen heile beseitigt sem werden, er_1chetrt um so berechtiqter, als zum Nachfolger Hussein Paschas dsr außerst vdrtheilhaft bekannte Haidar Pascha ernannt wurde. Man _kann wir Gewißheit behaupten, daß, wäre Haidar Paschq schon fruher Balz von Ober-Alhanien geworden, der Welt die Erscheinung de_r unheimlichen Li (1, sowie die blutigen Excesse von szkan und spek erspart ehlie en wären Das erste, was «Haidar Paicba “.".t zu machen _1ch herilcn dürfte, wird zweifelSohne 21112 aurrxcbttar Unterstußung der Grenzreaulirungskommission srin, deren Mitglieder schon seit Wochen feiern. Der Dele- girte Rußlands, Oberst Baron von Kaulbars 11., so wie die Ver- treter Montenegro's,_ Niko thanovic und Simo Popovic, wurden bisher berufen, un_1_uhe_r die Mittel zu berathen, welibe die Wieder- aufnahme der Thattgkeit der Kommisfion ermöglichen sollten. Diese
Kindern, einer _Quaxitität Waffen und 1357 Rindern ergeben. Eine Abtheilung Freiwilliger aus dem Fort Webber in TranSvaal machte
Berathungen sind aber nun gegenstandslos geworden, denn sämmj-