1879 / 190 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 15 Aug 1879 18:00:01 GMT) scan diff

Gemischen Untersuchungen mit Uebungen im L_ahoratormm: Mxtt- wotbs und Sonnabends von 9-12 Uhr - pmavm. _Lebrsaal ix_u Institute (Dorotheenstraße 38, 39). - Anmeldungen m der Instr- tuts-Quästur. _

3) Profeffor ])r. Kny: 8. Grundzüge der Anatomte und_ Ent- wickelungSgeschiéhte der Pflanzen mixmikroskopnchen Demonstraxtonen: Dienstags. Donnerstags und Frettqgs von 8-9 Uhr -_prxya1;1m„ b. Botaniscb-mikrofkopiscber Kursus tm Anschluß an die obige Vor- lesung: Dienstags und Freitags von 11-1 Uhr - pubbaa. Lehrsaal für a. im Universtiätögebäude, für_b. tm _Jnft1tute. - Anncreldrtngen für 3. in der Univerfitäts - Quastur, fur 1). m der «zustttuts-

r. _ _ QuasI Professor Dr. Held: Nationalökonomre, Zstundrg, publxee, - Nähere Anzeige durch Anschlag über die Stunden, den Lehrsaal und die Anmeldestelle, sowie über die weiteren Vorlestzngen, welche Pr?- Feffor 131“. Held für das landwirthscbaftltche Instttut und dre Um- versätät halten wird, bleibt vorbehalten. _

5) Profeffor Müller: Anatomre und Physwlogre der Haus- thiere, verbunden mit anatomischen Demonstrattonen: Montage, Dienstags und Sonnabends von 3-4 Uhr, Frertags von 2-3 Uhr __ pubÜcS. Lchrsaal(ZnstdxrtTHhIieraxznerschule (Loursenstraße 56). __

eldun en in der „zn in s- ua] ur. _ ARMS) 131“? Hartm ann: a. Rindviehzuchx: Montagß 1_m_d Freitags von 4-5 Uhr - YUbUSL. 5. Allgemeine Zuchtungßprmztpten: Mon- tags und Freitags von 3-4 Uhr - p1351jce. Lehrxaal tm Instrtute. - Anmeldungen in der Instituts-Quastur. _ _

7) Profeffor Dieckerhoff: Ueber Krankhexten der Hausthtere: Montags und Dienstaas von 2-3 Uhr - 01151100. Lehrsaal m der Thierarzneiscbule. - Anmeldungen in der JnsttiutH-Quastur.

8) Professor Vr. Großmann: LanththsckoaftltcheBuchführung, Berechnung hei Ablösungen Und Amorttsatwnen, Prmztpten der Ver- ficherungsgcseüsäyaften; Arithmetik und Algebra: Donnerstazs von 4-6 Uhr -_x_)ub1ice. Lehrsaal im Institute. - Anmeldungen m der n ituts-Quä tur. _

J st9) Ingenieur Schotte: Landwirthschafxliche Maschmenkunde

mit Zugrundele ung der Mafchinen-Mechamk : Sonnabendß von

„:..-6 Uhr - ].")ULUQS. Lehrsaal im Institute. - Anmeldungen m der tituts-Quäftur. _

Ins 10) Post-Baurath Tuckermann: Landwirjhschajtltche Baulehre

mit kaurfionen: Mittwvchs ron 2-4_Uhr - _pud11ce, Lehmaal m:

Infxitute. - Anmeldungen in der JnstrtutZ-Quastur.“ _

11) ])r. Scheibler: Chemie der GahrungSgeWerhe,_ Starke-, Stärkezucker- und Spiritusfahrikation: Drenstags _von 5_-7 Uhr, Mittwycbs von 12-2 Uhr - 1301311013. Lehrsaal tm Institute. - Anmeldungen in der Instituts-Quastur. _ _

12) Garten-Jnspekwr Bouche: Ueber Gartetxbau, unter Beruck- sichtigung res Gemüse- und Obstbaues, der Geholzzuéht, der Park- anlagen, der Konstruktion von Gewackyshgusern: M1ttrvochs ern 4-6 Uhr _ pnb1jce. Lehrsaal im Institute. - Anmeldungen m der stituts-Quästur. _ _

J113) Kammergerichts-Rath Keyßner: Preuß1sches_Recht, unt besonderer Rückficht auf die für den Landwtrth wtchtraen Rechts- verhältniffe: Freitags von_ 5-7 Uhr - 00131109. Lehrsaal tm Institute. - Anmeldungen m der Instituts-Qumtnr. _

14) 111". Wittmack: 3. Landwtrthschaftltckoe Botamk: Montags und Donnerstags von 5-7 Uhr -- prjfatim. 1), Ueber Verfalschung der Nahrungsmittel: Sonnabenrs ron 4-6 Uhr_- yubhee. Lehr- saal im Univerfilätßgchäude. - Anmeldungen m der Unwerfitats-

tur. Q s15) Oher-Roßarzt Küttner: Hufbeschlaqxehrc, verbunden mit Demonstrationen und praktischen Uebungen: Mittwochs hon 8-9 Uhr -- ])nb1icS. Lehrsaal im Institute. - Anmeldungen tn der Inst!- tuts-Quästur. _ _ _ _

16) Oekonomre-Rath 1)r. Fretherr von Canstetn: SpezteUer

ftanzenhau: Sonnabends Von 1-3 Uhr - pydbce. Lehrsaal tm Yustitufe. - Anmchldungcn in der Jystiiuts-Quastur.

17) 131". Lehmann: Die Stattk des Larrdhaues: Donnerstags von 11-12 Uhr - publics. Lehrsaal im Jnstttute. - Anmeldungen in der nstituts-Ouäftur. _

18)J1)r. von Kaufmann: AUngwählke Fragen der Natw_na[- ökonomie und Finanzwiffenschast mit_Berück1_"1chtrgung Yes [andrvtrth- schaftlichen Jutereffenkreises - pubbcs. Nahere Anzetge durch An- schlag üher die Stunden, den Lehrsaal und dre Anmeldesteklc bleibt vorbehalten. __ _

Außer diesen, für die der Landwirthschaft hefltmenen _Studtrenden besonders eingerichteten Vorlesunaen, werden an der Urxtverfitat und Thierarzneischule noch mehrere Vorlesungen, welche fur angehenhe Landwirthe vom näherem Intereffe smd und zu welchen der Zutrttt denselben freisteht, oder doch leicht verschafft werden kann, stattfinden. Von der. Vorlesungen an der Uniwerfitat smd hewnderß hervorzuheben:

hysik, Geologie, Mineralogie, Zoologte, namentlich ntomologie. _ _ _ _ _ _

Das Winter-Semester heqmnt alerchzerttg mrt dem Winter- Semester an der Königlichen Univerfität, axn 15. Oktober 1879. Melkungen wegen der Aufnahme in das Jnstttut werden vom Pro- feffor 1)r. Eichorn (Dorotheenstraße 38, 39) e_ntgegenge_n0mm_en.

Die Benutzung der Bibliothek des Königlichen thstertums für Landwirthschaft im Lesezimmer (Schü*er_1straße 26) - Anmel- dungen hierzu ehendaselhst im landwirthscha tlichen Mu1eum-1st den Studirenden gestattet, ebenso haben dtesclhea Zutrttt zu den Samm- lungen des Museums. _

Die JnstitutS-Quäskur befindet fich m dem Central-Bureau des Königlichen Ministeriums für Landwirthschaft, Domänen und Forsten, Leipziger Platz Nr. 9 und ist von 10-1 Uhr geöffnet. _ _

Von derselben wcrden fortan erhohen: a. an Einschrethegebuhren 6 .“: pro Semester; 1). an Auditoriengehühren 50 „5 Pro Bor- lesung; 0. Gebühr für die Llasfertigung eines Studienzeugmffes 3 .“

Das Kuratorium.' Thiel. Olshaufen.

Yichtamtliches. Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 15. August. Se. Majestät der Kaiser und König smd gestern Nachmittag 5_Uhr, zu Wagen von Großbeeren kommend, wohlbehalten ans Schloß Babelsber eingetroffen. _ __

Se. ajestät wurden her der Ankunft von_Jh_renKa11er- lichen und Königlichen Hoheiten den KronyrmzkchenHerr: schaften und deren Kindern, von Sr. Kömgltchen Hohen dem Prinzen Carl und von dem Erbprinzen und der Erbpmnzessm von Sachsen-Meiningen begrüßt. ;; __ ---«»W

- Ihre Majestät die Kaiserin und Königin 3? heute früh in Potsdam eingetroffen und chn Jhren

aiserlichen unh Königlichen HYeiien dem Kronprmzen und der Kronprinzessm, sowie dem rinzen Wilhelm empfangen worden. Ihre Majestät begab Sich sofort nach Schloß Babelsberg zu Sr. Ma1estät dem Kaiser und König. __ _

Den Kammerherrendienst bei Ihrer Majestät derKaUerm hat Graf KöniJSmarck übernommen.

- Gegenüber den in der Tagesrreffe gebrachten Ver- fionen der von dem Herrn Kultus-thster o_on Puttkam er bei dem ;estmahle gelegentlich der Etnwethung des neuen Gymnasia gebäudes Cöslin gethanen Aeußerungen find wir ermächtigt, nachtehend den gexreuen Wort_laut_derselben wiederYrgeben, wobei wir voraussckxcken, dqß s1ch dl? bespro- chene 3 ede des errn von Puttkamer an emen quf xhn aus- gebrachten Toat anschloß, in welchem gletchzettrg der Verdienste des Herrn Staats-Minifters [)r. Falk ruhmend Ek- wähnung geschehen war. _

Der Wortlaut der beiden Stellen, um welche eZ steh han- delt, war folgender: _ _ Mit besonderer Freude und Genygthuung habe1ch dre von dem Herrn Vorredner den Verdtensten memes Herrn Amtsvorgängers ezollte Anerkemmng vernommen; uh 1reue mich dieser Auer ennung um so mehr, als 10) 13110!) xhr nur durchaus anschließen kann, wennglerch nh, wre 1ch _offejx be- kenne, nicht in alTen wesentlichen _Beztehungen den ktrehlrchen und politischen Standpunkt memes Herrn Amtqurgangers theile. Ich kann aus eigener Erfahrung bek__ux1de1_1, mrt welcher bewunderungswürdigen Energie uxrd That1gxe1t der_ Herr Minister Falk während seiner 7jähr1gen Ameuhrung stck) dre Pflege und Förderung des gesammten Schulwxsens, de?- höheren sowohl wie des niederen, hat angelegen sem lassen. Dafür gebührt ihm der Dank des L_andes, arxch _0l1er Derer, welche ihm auf seinem Wege nicht 1mmer nnt volkgem Em- verständniß haben folgen können. - _

Was meine eigene ministerielle S_Yellyng betrxfft, so __be- merke ich, daß, wenn ich meiner _per1on11chen Ne1gung hatte folgen dürfen, ich es entsch1eden vorgezrgen haben würde, in meiner SteÜung _als Ober - Praftdent an der Spiße der schönsten Provmz des Stacrtesx zu ver: bleiben, einer Stellung, welche nnr volxe Befrted1gu_r_1_g_ und fruchtbare, eine ganze Mannerrast ausfullende Beschastrgung gab. Ich habe aber nicht geglaubt, dq?) Recht zu_ haben, das von Sr. Majestät dem Karser im Emmerstandnrß unt dem Fürsten Biswarck mir übertragene Vertrauensmandat ah- zulehnen, und werde mich bemühen,_ d1es Yerkrarxen auch nx meiner neuen Stellung zu rechtferngen; 1011te 1ch aber 1161 Führung meines Amtes gemäß memen Ueherzeugrmgen hen in mich geseßten Erwartungen der oberster) St_aatslettung _mcht entsprechen, so würde ich jederzeit herext sem, von memem Amte zurückzutreten.

- Der geseßlick) jedem Jujurienprozeß nothwendxg vorangehende Sühneversuch vor dem Sehzedsmann kann, nach einem Erkenntniß des Ober-Trrhuqals vom 10. Januar 1879, nur durch Vorlegung emes S_chtedßmannS- Attestes über den erfolgten Sühneversuch n_achgewres_en werden, dagegen ist der Zengenbeweis zum Nqchwe1s des erwrderlrchen Sühneversuches unzulässig. Der R1chter hat demngch eme Klage wegen Beleidigung nicht eher zuzulassen, 01?- hrs dyrch ein Schiedsnmnnsattest nachgewiesen worden, daß der Kluger die schied-Zmännische Vermittelung ohne Erfolg nachgesucht hahe.

Cassel, 14. Au ust. (W. T. B.) Se. Köprgltche Hoheit der Prinz ilhelm wohnte heute Vormrttag dem anläßlich der Säkularfeier des Gynmastums abgehalteney Fest? gottesdienfte, sowie dem fick) anschließenden Schu_akte her. Ber dem leßtcren sprach der Prinz seine Freude darüber aus, daß er per Anstalt persönZeich seine Glückwünsche _habe darhrmgen können, und Überreichte sodann die dem Drrektor Yozt und dem Oberlehrer Riede], von Sr. Majestät dem Konxg ver- liehenen Orden§a1t§zeichnungen. kittags trat der Y_rmz dre Weiterreise nach Potsdam an. - Se. DUrchlauchtder Furst v on Waldeck,11ndSe.Hol)e1t derPrinzAlexcxnder vq_nHessex1 haben der Festfeier des Gymnasiums ebenxalls personltck) ber- gewohnt.“;

' Sachsen. DreSden, 14. Angust. (Dr. J.) ("hre Majestäten der König und die Königitz smd heute “6th 5 Uhr von München im Hoflager zu Pcklmß Meder em: getroffen.

Oesterreich : Ungarn. Wien, 13. August._ Ihre Majestät die Kaiserin und die Erzherzogin Marte Va: lerie sind, wie die „Salzburger ZeitUng“ meldet,_ gestern Nachts von Ischl in Salzburg angekommen_ und soxort nach Schaftlach (Tegernsee) in Bayern wertergererst.

- 14. August. (W. T. V.) Die „Polit. Corresp._“ läßt sich 0115 Konstantinopel von heUte melkzen, dre Beziehnngen des Sultans zu_ Khereddm Pa1cha hät: ten wieder einen so vertraulnhen Charakter angenom- men. daß der Wiedereintritt Khereddin Pa1chac3 in die Regierung nur als eine Frage_von kurzer Zert angesehen werde. Gerüchtweise verlaute, daß Savas Pascha, der von Geburt zwar ein Grieche, g[eichw0l)[ aber ein entschiedener Gegner der Abtretung JaninaH an Griechenlankx sei, zum tür- kischen Delegirten für die Verhandlungen nxrtGriechen- land designirt sein solle. - Anläßltch_der nch mehrenden Rauhanfälle und Einbrüche, welche m_TkZerabta und Bujukdere vorkommen, haben die Votxchaxter mehrerer Mächte der Pforte angezeigt, fie würpen bei ren hresigen un: genügenden Volizeimaßregeln genöthmt sein, die quz1schaft ihrer Stationsschiffe zum Wahrnehmen von Po1izerdtensten au-Zzuschiffen. - Jm Spitale von Stambul, m welchem einige sporadische FäUe der Cholera beobachtet worden waren, ist seit drei Tagen kein neuer Cholerafall vorgekommen.

- Der „Pr.“ wird aus Serajewo, 13. August, ge- meldet: Nach den Angaben des Magistrat§_ _soUen 1476 Läufer und Nebengebäude abgebrannt 1e1n und der

chaden 45 bis 50 Millionen Gulden betragen. Der Brand im Taschlihan ist gelöscht. Die Gefahrjürkden Bcsistan, welche bis heute heftand,_ift beseitigt. Huemr Pascha verbrannten sämmtliche auf das ergebtet bezügl1chen Proto- kolle. Ein Theil der abgebrannten österre1ch1sche11_ Unter- thanen begieht sich in die Heimath zurück. Dre städtz1che Be- quartierungskommisfion bringt die Flüchtlinge m_ Prwatqugr- tieren unter. - Der Wiederaufbau Sera1ewos_ wrrd nach einem neuen StadtreguZirungSplan erfolgen, dteGe- bäude werden durchweg mas1iv _ ausgeführt. Dre n_1e1sten verschont gebliebenen Läden m der Franz-Josexstrqße smd wieder _eröffnet. Die Begowa Dychamna blteb unversehrt, dre

Basch Tscharjchija und ein Theil

Kirche gegen den Marktplaß zu sind herstellhar, während her neue, von der serbischen Ktrche gegen dre Ebene stch hm- ziehende Stadttheil gerettet ift. Eme große Menge von Patronen explodirte in den _hrennenden Hausern. Auck) Waffenvorräthe wurden be1 dteser Getegenheit entdeckt._ - Bereits vorgestern versuchten die Händler dte Lebensmtttel hinaufzuschrauhen. In Folge dessen_ _wurde gesterxz durch den Telal (öffentlichen AUSrufer) pybl1z1rt, dax; bet strengste): Ahndung die Preise der Lebensmtttel dreselben wre vorher zu bleiben hätten. - Das Infanterie-Regmzent Kellner Nr. 41 zählt an Todten, Verwundeten und Vermrßten 17 Mann,

Prag, 14. August. Sämmtliche c echischen Blé'rtter betrachten den KabinetH-wechs el 01?- eichen einer erzielten Verständigung, welche den Eintritt der czechifchenAbgeordneten in den Reichsrat!) verbürge.

Großbritannien und Irland. London, 13. August. (Allg.-C0rr.) Die „London Gazette“ meldet die Ernennung des Majors Samuel V. Miles zym britrschen General- Konsul in Bagdad, sowie d1e_ des Hrn. Henry A. Cumberbatch zum Vize-Konsul rn Bukarest. - 14. August. (W. T. V.) In der heutigen Sitzung des Unterhauses antwortete der UnterzStqatMekretär Vourke auf eine Anfrage Campbells: er hoffe, dre Pxorxe werde einsehen, daß die baldige Ernennung von Kommi]- sionen zur AUcZarbeitung einer VerfasxUng für d1e europäischen Provinzen der Türkex ebenso mr In: teresse des Sultans, wie in demjenigen der Bevölkerung _l_ieg_e. - Im weiteren Verlaufe der Sitzung lenkte _Duss dW AUfmerksamkeit deS Hanses auf die in Afghamstan be- folgte Politik und sprach sich tadelnd Über dieselbe aus. Im Laufe der Debatte vertheidigte der UnZer-Staatssekretär für Indien, Stanhope, den mit nghaniftan geschlossenen Vertrag, welchen England getreultch ausführe. Der1elbe sichere den bei dem Kriege verfolgten Zweck: ein srarke-Z, un- abhängiges Und freundsckzastlicheH Afßhanistan, e_me nchere Grenze und eine erhöhte militärische Macht in Jnd1en [)erzn- stelXen. .Was den Vormarsch Rußlands gegen Merv angehe, so könne England denselben bei der ne_r_te11(§)'renze mit größerem Gleichmuthe ansehen. Ueberdies henße die Re- gierung die festesten Ver1icheru11gen Rußlands, das; es__nicht bis Merv vorrücken werde. - Der Führer der Opposttion, Lord Hartington, wies auf zukünftige Gefahren hm. Der Schaßkanzler Northc ote vertheidi te die Regierung und hob hervor, die Opposition könne die olitik der Regiernng nicht umsioßen; eine Kritik sei deshalb nußlos_ und Überdxes dem Lande im Auslande nachtheilig. Hieraus vertagte mch das Haus.

Nach hier eingegangenen Nachrichten vom Kap,__vom 29. Juli, soüte der neue Vormarsch der englr1chen Truppen in zwei Kolonnen am 3. August beginnen. Eine dieser Kolonnen soklte unter dem Oberbefehl von Clark von Durnford aus, die andere unter dem Oberbefehl Russ els von Rorkes-Drift aus vorgehen und beéde Kolonnen sick) am 6. August in Magnibonium vereinigen. - Cete- wayo hat Auskunft darüber erbeten, ob ihm im FalXe Feiner Unterwerfung das Leben geschenkt werden würde. EH ist ihm hierauf eine bejahende Antwort ertheilt worden.

- 15. August. (W. T. B.) Wie dem „Reuterschen Bureau“ aus Konstantinopel vom 14. d. M. gemeldet wird, sind Ali Sail) Pascha und Savas Pascha _zu O_ele- girten für die Verhand lungen heZügLick) der gr1echi1chen Grenzfrage erxmtmt worden. S_cvaet Pascha werde wahr- scheinlich den Vorsß in der Kommixswn führen.

Frankreich. Paris, 13. August. (Fr. Corr.) Der Präsident der Republik hat ein Dekret Unterzeichnet, durch welches abermals 65 Kommuneverurtheilte be- guadigt werden. Die Vegnadigten sind fämmtlich Deportirte, die «In Nencaledonien weilen.

- Das „Journal officiel“ veröffentlicht ein Rund- schreiben, welches der Minister des Innern soeben im Hin- blick auf die Sessionen der Generalräthe erlassen hat. Dasselbe giebt nur rein geschäftliche Erläuterungen zu dem Gesetze vom 10. August 1871 über den Wirkungskreis dieser Departemental = Versammlungen und schließt mit der aÜgemeinen Bemerkung: „Sie dürfen nicht vergessen, daß das Geseß von 1871 aus einem Gefühl des Vertrauens in die Einsicht und Mäßigung der Generalräthe entsxanden ist, und wenn man auf der einen Seite keinen Eingriff in di: Rechte des Staats und die Gewalten seiner Vertreter dulden darf, ist es doch von nicht minderer Wichtigkeit, den Generalräthen in liberaler Weise die volle Auslkbung der ihnen gefeßlich ein- geräumten Befugnisse zu sichern.“

- 14. August. (W. T. B.) Das bonapartistische Jour- nal „L'Ordre“ erklärt: die bonapartiftische Pa_rtei müffe die „kompromittirende Verbindung mit den Legitimijten“ abbrechen und zu ihren demokratischen bonapartistischen Tra- ditionen zurückkehren.

Italien. Rom, 9. Angust_. (AM, Ztg.) _Die „Gazzetta uffiziale“ veröffentlrcht m threr heutrgen Nummer das Bud getges eZ über das Dekinitivum des Jahres; 1879. Es werden mit demselben die Einnahmen ans 1 435 828 569 Lire und die Aquaben auf 1408 212 949 _Lire festgesc t, was einen Ueberschuß von 27 615 620 L_ire erg1ebt. Die A tivreste aus dem Jahre 1878 und den_Vor]ahren_wer- den mit 236 644 713,77 Lire und dje Passwreste der1elben Kategorie mit 256 753 027,39 Lire fix1rt. Endlnh mmrnt man an, daß im Jahre 1879 zusammen 1463 472 855,48 Ltre zum Jncaffo und 1 547 134 797,88 Lire zur AuSzahlung gelangen werden.

- 15. Augnst. (W. T. B.) Die Nachricht der „Re- publique francxaise“, daß die albanesrsche Ltg_a dyrch rta- lienische Freiwil lige, namentlrch durch Artrllertstep, ver: stärkt worden sei, wird von der „Agenzta Stefant“ auf Grund zuverlässiger Informationen für un_be_gr_ündet er- klärt. In Rom sei nichts von der Ex1st_etz_z ttalremscher Frer- williger in Albanien bekannt, und es set 1115er, daß kern ret- wiÜiger mit Waffen und Gepäck Jtalxen verlassen habe, um nach Albanien zu gehen.

Türkei. Konstantinopel, 15. August. (W. T. B.) Von autorifirter Stelle wird gegenüber den Nachrtchten, daß 'm Konstantinopel einigesporadrsche Fal_1e der Cholera vor- gekommen seien, mitgetheilt, daß hrer ke1n_Krankhe1tsfal- beoba tet worden sei, wel er verdgchttge Symptome_gel zeigt ha e. Der aÜgemeine esundhextSzustand m Konstan-

der Magazine in der Tschemalu1chagaffe von der serbischen

tinopel sei fortdauernd ein durchaus befriedigender.

Serbien Belgrad, _14. August. (W. T. B.) Das amtliche Blatt publtz1rt dre zwischen Serbien und der Schwetz_ abgeschlossene provi1orische Handels: konventron, worm der Schweiz ebenso , wie England, Italien und_Rußland das Recht der meistbegünftigten Nation zugestanden rst.

Südamerikg. (Allg. Corr.) Der „Panama Star & Herald“_veröffentltcht folgende Mittheilung ans Lim'a, vom 9. Jul1_: „Das peruanische Kanonenboot Pilco- mayo“ erretchte ungefährdet Arica mit einer Ladung von Remington-Gewehren und MUUition, die unverzüglich an vier dort stehende wasxenlofe bolivianische BataiÜone Übergeben wurden. Die all_xxrte Armee befindet sich ]"th in Bereit- schaft zu aggre11_r_ver_ Kriegführung, wenn die Generale Prado und Dach nch tür ein derartiges Vorgehen entscheiden sol1ten. - Nachmhten auS Antofagasta zufolge treffen die Chilene n umfassende Vorbereitungen zu einer Bewegung; sie werden wahrscheinlich eine Landung an der peruanischen Küste versu_chen. _Sieben Traanortschiffe und 30 Leichter- sck)ine, dre m Anxoxagasta vor Anker liegen, nehmen Mann- schaften ynd_Wafsen an Borj). Diese Fahrzeuge werden von einem ckFernsehen Panzerschifre und einer Korvette beschi'tßt. Tie Übrrgen Schiffe des chilenischen Geschwaders waren noch immer _nnt der Blockade von Jquiqne beschäftigt; und dre Küftxnbehörden von Visagna waren von dem ch1lemfchen Commandeur benachrichtigt worden, daß 00712, 15. Juli ab salpetersaures Natron als Krtegseontrebande betrachtet und jedes Schiff mit einer derartxgen Lgdung mit Beschlag belegt werden würde. Fer Export_ von mlpetersaurem Natron 0115 Pisagua ist 7e1t de_r KrregSerklärung äußerst geringfügig gewesen, nur etwa__em halhes_D1115end Ladungen ist verschifft worden. Mit Rückncht aus dre angebliche Absicht der Chilenen, an einem Prrrxkte de_r peruanischen Küste zn landen, sind die HD?" mrt starken Garnisonen versehen Und Reservestreit- k_r01_te _an gelegenen Vnnkten znr sofortigen Dienstleistung stattonzrt. Am 2. d. M. versnchten kleine feindliche Abtheilun- gen eme Landung hei PahelLon de Pica unter dem Schuhe der_Kanonen des „Magallanecs“, wurden aber von der Garmson ]enes Plaßes zürückgeschlagetx. Am 5. verließ der „Hua-Zrar“, nachdem er nen equipirt worden, in Gemein: 1chast nnt dem__„Chalaco“, einem TranSport-Schncüdampfcr, 601100, _Um 116) nach dem Süden zu begeben. Die beiden Sch1fs8 wüten m Aric_a bereits angekommen sein.

In Folge der aufständischen Bewegung in AEZpinwall 11111) des ungeregelten Standes der Angelegenheiten auf der L a n d- emge 0011__Panama hat, wie der „Standard“ erfährt, das cngl11che Kriegsschiff „Sirius“ den Befehl er- halten, von der MOEquitoküste bis Santa Marta zu kreUzen und Greytown, Cartagena UUÖ andere Häfen anzulaufen.

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Afrika._ Egy_pten. Kairo, 14. August. (W. T. B.) Heute___§_80rmxttag_ sand in der (Zitadelle in Gegenwart der euroanchen Konmln, der Ulemas und der höchsten Civil- Und Mtlrtärbeamten die feierliche Verlesung des Jrrvestttur_-F_ermans fÜr den neuen Khedive statt. Nach der Fexerlrchkeit wnrden die Konsnlu und die höchsten Staatshemnte11__von den1_§§hedive in Audienz empfangen. Für Yeut_e__2[hend Ut eine restliche Belenchtung der Stadt vor- erere.

Statistisrhe Nachrichten.

_. D_ie_Dampfkesscl und Daanmascbinen in Preußen. (Statijtijche Corr.) Vor mehreren_W0chen bereits ist an dieser Stelle über die Artfnahme der erxtcn Damyfkeffel- und Dampf- maschinen-Statistik im Deutschen Reiche berichtet Und deren allge- meinstes Ergebnis; für den preußijchen Staat in einigen Zahlen mit- getheilt worden. Dasselbe läßt 1'1ch in Kürze dahin zusammenfassen, daß die mit Ueberwachung der Dampfkcffel ketrauten Beamten am 1. Jaguar 1879 in den Katastern 38 649 Dampfkessel und 35 960 Dampfmaschinen'“) verzeichneten, und zwar unter den ersteren mit einer beneßten Heiz- fläche von

überhaupt durchschnittlich _ __ qm qm fes11tehende Dampfkenel . . 32 411 1 290 291 39,8 Lokomohilen gnd hervegliche Dampfkenel . . . . 5 536 66 756 12,1 Schiffs-Dampfkcffel . . . 702 46 900 66,8 zusammen . . 38 649 1 403 947 36,3.

Unter den Dampfmaschinen dagegen fanden fick) mit einer Leistungsfähig- _ keit von uberhauht durchschnittlich Pferdestärken feststehende Dampfmaschine . „29 895 887 780 29,7

Lokomohilen _. ; _. . . . . 5442 47104 8,7 Schiffs-Dautpsma7ch1nen . . . 623 50 309 80 8 *“ zusammen . . . 35 960 985 193 27,4

Diese hohe Zahl von nahezu einer Million Damrsvferde ist aber noch keineewegs erschöpfend, da be: der vorliegenden Erhebung diejenigen, Welch im Dienste der Militärverwaltung und Kriegs- marine stehen, wwie die sämmtlichen Lokomotiven unherückfichtigt blieben. Die letZteren besisen aber in Preußen eine Leistungsfähig- keit von rund 2000000 Pferdekräften, die Maschinen der deutschen Kriegsdampfer _eine solche von 110080 Pferdestärken, so daß die (Hemmmtzahl saxnmtlichcr Dampfpfetde in Preußen fich ch rund 3 Millionen hclauft; d. i. mehr als Pferde von Fleisch und Bein rorhanden smd, von denen überdies keine auch noch so große Menge jene in ihrer gewaltigen, auf einem Punkte vereinten und anhalten- den Kraftäußerung ersetzen könnte.

So gewaltig aber auch die Macht erscheint, Welche durch die Damvfinhustrie in unser Erwerbsleben eingeführt Wurde, noch he- wunderungswürdiqer als ihre Größe Ut die Kürze des eitrauxns, _in der sie zur Entfaltung gedieh. Zr: einem sehr großen heile_tstd1e- selhe erst in der allerjüngsten FINL erfolgt. Dafür giebt dte Sia- tiftik der fcststehendeu Dampfke el und Dampfmaschinen in den fol- genden Zahlen einen BMW. Wie dieselbe darthut, waren unter den am 1. Januar 1879 vorhandenen

feststehenden _ erbaut Dampfkeffeln Dampfmaschtnen vor 1851. . . . . 549 791 von 1851-1860 . . 3 754 3 620 von 1861-1870 . . 10899 9444 1871 und später . . 16476 13 659 zu unbestimmter Zeit 733 2 381 zusammen 32 411 29 895

') Einige Abweichungen der _hier mitgetheilten_ ven den früher veröffentlichten Angaben erklären s1ch aus der nachtragltchen Vervoll- standigung der Uehers1chtcn.

Wie sich zeigt, find also die (1131 Beginn dieses Jahres vorhan- denen Dampfkessel und Dampfmaschinen zum größten Theile erst in Yer jüngsten Vergangenheit erbaut worden. Dies erlaubt allerdings tm Allgemeinen noch keinen Schluß darauf, daß die Anwendung der Dampfkrast neuerdings erweitert wurde; denn es bleibt dabei unge- wiß, wie viel Kessel und Maschtnen in_ den früheren Jahrzehnten vorhanden waren, und die jetzt allein ermxttelte Zahl der davon urch gegenwärtig benutzten muß naturgemäß um so geringer werden, je wexter die Zeit der Erbauung zurückliegt. Wenn aber aus den obi- gen Anaahen fick) ergiebt, daß am 1. Januar 1879 von 100,0 gezähl- ten feststehenden Dampfkeffeln 50,8, und von 100,0 Dampfmaschinen 45,7 aus unserem Jahrzehnte stammjen, so ist damit wohl zur Ge- nuge dargethan, daß die in den letzten acht Jahren erbauten keines- wcgs hlos ältere und unfauglich getrordene erseßt haben, sondern vor Allem bei der _Neuhegründung oder Erweiterung qerrerhlicher An- lager) z1_1r Aufstellum kamen. Dadurch mußte aber eine außer- gewöhnltch starke Nachfrage nach Dampfkeffeln und Dampfmaschinen wachgernfen werden; und diese hat skb, wenigstens so Weit an erste- ren der_ Bedarf zu decken war, zum Weitaus überwiegenden Theile dem hetmischen Gewerbefleiß zugewandt; von den vorhandenen fest- stehenden Dampfkeffeln fi_nd egr)hch:1_1_tck _

un en en 111 . . Reiche (ohne Elsaß: “ld? UFH stlant Elsaß“ Loth- U 1 en [mm ,

Lothrinaen) ringen Ländern Wo 501

vor 1851 . . . . - 8 40 von 1851-1860 . . 3619 - 19 116 von 1861-1870 . . 10739 1 52 107 1871 und späfer . . 15 915 10 458 93 zu unbestimmter Zeit 381 - 24 328

zusammen . 31 155 11 561 684

Von den Dampfmaschinen ist das Ursprungsland nicht festgesteÜt Worden. Dagegen wurde für diese du_rch eine sehr lehrreiche Zu- sammensYeUunq des Alters und der Leittunßsfähing ermittelt, oh aus_de_r1ungsten Zett rorwiegeyd die größeren 01er die kleineren Ma1chmen1tarx1men._ Es ergab fich, das; die letzteren unter den neueren mehr Uherwtegen al_s unter den älteren, und es Mrrde damit der_S-Öltzß nahe gelegt, daß die Damvfkraft in ihrer Weiteren Aus- brertung tmmer mehr in kleinere Betriehe eingexrunzen ist.

Am 1. Januar 1879 waren vorhanden

Dampfmaschinen erbaut

von von mit _eirzer _Lcistungs- vor 1851 1861 187,21 31? WF “sahtgkett von 1851 bis bis Mt stUZFMt er _ _ _ 1860 1870 ska 091 Zu. we". Pserkcttärken 94 875 2 533 3 999 832 Uher 5- 20 , 444 1 642 4292 5752 10 2 20- 50 133 556 1419 2166 210 , 50-100 54 231 491 673 66 „100-200 30 144 277 425 41 _ 200 28 120 240 386 16 unhesttmxnt wie viel Pferdestärken . . . 8 52 192 258 214

zusammen 791 3 620 9 444 13659 2 381

Es find htcr die Maschinen nach dem Maße von Kraft geord- 1171 werden, welches ste zu äußern vermögen. D.“: 512123 aher keines- wegs :mmer voUständig ausgenth wird, so muß, um die thatsäch- ltche 21mrprn_dung_des Dampfes zu ermitteln, noch außerdem die durchschntttlrch wrrxlich aUsgeühte Leistung festgestellt werden. Wie fich dteselhe zur Leistungsfähigkert verhält, ist der folgenden Zusam- menstcUung zu entnehmen.

Am 1. Januar 1879 war die Zahl der feststehenden Maschinen,

bei denen heträgt die_Leisfung§: diednrÖsckznitüiÖ wirilich

_ _ fahiakeit ausgeübte Leistung 5 Und wcmger Pferdestärken 8333 11171 über 5 bis 20 13132 11582 . 20 50 4484 , 2994 , 50 100 1515 1041 100 , 200 9177“ 684 200 790 311 unbestimmt, wirviel 724 2112.

_ Ayck) die durchsch0ittli_ch angeübte Leistung, wie ße. hier bei der Etn_1he1[ung drr Dampfmmchincn zu Grunde gelegt wurde, giebt aher 911210 noch ker_nen ficheren Maßstab der Kraftäußerung; deim Offenbar 1!t_ dteselhe 1ehr verjcbiekxen für zwek P.'kaschinen, die zwar die gletche _Za51 von Pferdestärken thatxächlich liefern, von denen aher dt? eme _Tag und Nacht _ Ununterhrochen, die andere tag[;ch_ mxr ermge Stunden thatig ist. Es ist daher von wesent_ltcher Y_edeutunq, noch außerdem die Betriebßzeik festzustellen, unh dies lst_ fur die Dampfkessel und _die Dampfmaschinen in der gleichen Weise geschehen. Wie fichhierbctergehen hat, stehen im Betriebe

__ _ _ „feststehende _ _3. ]Übkllcb Dampfkemek Damptma7chinen

90 uud rvemaer Tage . . . . . . 1880 1765 Über 90 bis 180 , . . . . . . 7 300 4939 „, 180 , 270 . . . . . . 8387 4923

270 , 365 . . . . . . 13611 16 840 unbestimmt, wie viel Tage . . . . 1233 1 428

1). täglich

6 und weniger Stunden . . . . . 847 2928 Über 6 bis 12 , . . . . . 15756 16278 12 18 . . . . . . 3172 2847

. 18 . . . . . . 11 467 6 269 unbestimmt, wie viel Stunden . . . 1169 1573

Mit Hülfe dieser Angaben läßt fick) nun eine hinreichend deut- sche Vorstellung von den Leistungen gewinnen, die im preußischen (Herverhfieiße der Dampf ausübt. Ter Vor ang, dem so gewaltige Wirkungen verdankt Werden, läßt s1ch kurz ezeichnen als UmsetZung der Wärme in Kraft, und dabei wird durch denselben für die Gegen- Wart Wärme nutzbar gemacht, welche seit Jahrtausenden bereits in unseren Kohlenlagern aufgespeichert ruht. Die Öltesten von diesen liefern für mehr als anei Drittel aller Dampfkenel die Nahrung; denn es wcrden_geheizt

tmt Dampfkessel mit einer heneßten

Heizfläche von qm Steinkohlen . . . . . . . 20 943 816 369 Braunkohlen . . . . . . . 3 761 158 459 Torf . . . . . . . . . 692 28119 Holz und Holzabfällen . . . 465 20 548 Coaks . . . . . . . . . 168 2741 Gencratorgasen . . . . . . 66 2143 entweichenden Gasen . . . . 3023 123 023

anderen, gemischten und unhe-

kannten Stoffen . . . . , 3293 138 889.

Die vorstehenden Mittheilungen_ können von dem reichen Stoff, den die deutsrhe Dampfkeffel-Statistrk zu Tage gefördert hat, nur einen kleinen Theil zur allgemeinen Kennxmß bringen. Der größere, und darunter namentlich die Menge teckxmjcher Einzelheiten über die Bauart der Dampfkessel und Dampfman-Zm konnte nicht berührt werden; es muß vielmehr für diese der WWU auf die ausführ- lichen Beröffentlichungen genügen.

- Ueher die Bewegunq der Be_völ_kerung in Wien im Jahre 1878 entnehmen wir den Mtithetlungen des dortigen städtischen statistischen Bureaus die nachfolgenden Zahlen:

Die Zahl der Eheschließlungen in Wien betrug 5183 und hat gegen das Vorjahr um 134 oder 2,7% zugenommen. Troß dieser Zunahme ist aker die Ziffer dcs Jahres 18,78 gegenüber der von 1876 um 315 und gegenüber der von 1870, tr_t welchem Jahre 8586 Ehen eschloffen Wurden, um 3403 zuruckgeblteben. Die Zunahme der Zahl der Eheschließungen gegen 1877 xst mcht nnr cine absolute gew: en, sonkcrn kommt auch im Verhaltmß zur Einwohner ahl zum Ausdruck. Denn während in 1877 auf xe 1000 Cinwo ner 7,25

(Eheschließungen entfielen, stellte fich diese Verhältnißziffer in 1878

auf 7,32. - Die Gejamrxtzahl der Geburten betrug im Jahre 1878 28 922 und zWar 27610 Lebendgeborene und 1252 Todt ehorene. Jm Vergletch zrtm Vorjahre hat die Zahl der Geborenen ü erhanpt um 0,9 %, dre der Lebendgeborenen um 0.6 % und die der Todtgehorenen um 7,0% zugencmmen. Jm VerhältUiß zur Be- völkerung ergiebt fich aber dem Vorjahre gegenüber eine Abnahme; denn während in 1877 auf 1000 Einwohner 41,2 Kinder geboren m_:rden, xteUte fick) diese Verhältniszzahl in 1878 nur auf 40,8 und her den Lehendgehornen alTein nur auf 39,1 gegen 39,5 in 1877. Dre Vermehrnng der Geburtenzahl hat demnach in 1878 mit der Vermehrung der Bevölkerung nicht gleichen Schritt gehalten. Be- zugltä) des Geschlechts ker Gehornen ist zu bemerken, daß in 1878: 14882 Knahext und 14033 Mädchen gehoren find; auf je 100 Madchen__entnelen daher 106,1 Knaben. Von sämmtlichen e- hornen Kinxern _waren 16540 ehrlich und 12 375 UNehelich. Fs en_tfielen _alw (x_ur je 100 Kinder 57,2 eheliche und 42,8 uneheliche, wahrend 1111877 der Prozentsatz der [eßteren nur 41,9 und im Mrttel “_der Jahre 1873-1877 nur 40,4 betragen hat. Déese stei- gende Ztffer der 1l1eg1ttmen Kinrer kann aber nicht (168111 der Wiener Vevolkerung zar Lasßgelegt wrrden, da eine oroße Anzahl von Frauenépersouen aus fremden Orten nUr zu dem Zwecke nach Wien kommt, um 111 der dortigen Lanchgehäranstalf enthrm'cen zu werden. Durch Mehrlmgksgehurken kamen 572 Kinder zur Wekt, von denen 529 lehend- und 43 todkaehoren Waren. Dem Geskhleéhte nacb

* traren darunter 290 Knaben und 282 Mädchen. Was die Ahkunft

rer Mehrlinge betrifft. so Waren 331 in der Ehe und 241 unehelich gehoren Wochen. Bei 283 (Hehnrtéaktcn handelte es fich Um Zwil- Ztnqe Un_d her 2 Um DriUinge. - Was die Sterblichkeit betrifft, 1_0 find tm Jahre 1878 in Wien im Ganzen 21643 Personen ver- storben, gegen 1877 mehr 708 oder 3,4 0/0; auf je 1000 Personen e_ntsaUen 29,5 Verxtorhene, währemd 1877 die entsprechende Sterbe- zt_ffer 29,01etrug. In" der obigen Gesammtzahl find aber auch 2091 Per7rne_n emhexrtffen, die von answärt; in Wiener Spitäler zleretlung Uherhrackzt marken und dorf gestorben find. Nach Abzug 5121er Zahl erzieht 1161) die Tode§ziffer der Wiener Bevölkcrnng für 1878 Und MF 19 052 oder 26,0 aufje1000 Einwohner (1877: 25,5). Von der Gemmmxzahl der vorgekomrnenen Sterbefälle entfieken auf das maxmlrche Gerecht 11621 oder 53,770 (1877: 55,1%), auf das wcihlirhe (Re?“ckxlecht 10 022 oder 46,3 "*,/„1 (1877: 44,9 '-*/0). Hier- nakh War der_Ilntheil des männlichen (HesÖkechtS an der SUmme der Sferhrfalle irn Vergleich zum Vorjahre 1877 geringer, wghrend der 523 weiblichen Geschlechts eiUe entsprechende Er- hohung_ erfahren hat Im eryten Lebensjahre starben 5543 Kinder oder 25,69/0 der Summe der Todesfäkle (1877 25,7'*/“-.), im 2111er _vvm 2.-5. Lehencjahre 3573 Personen oder 16,5% (1877 14,5'*/0), tm Alter vom 6.-15. Lebensjahre 970 Pers. oder 4,5'"'/.-, (1877 4,6%), tm Alter vom 16.-25. Leherßjahre 1930 Pers. oder 8,9% (1877 9,6170), im Acht Über 25-40 Jahren 3160 Pers. 01er 14,6 “-'/0 (1877 14,79/0), im Alter von Über 40-60 Jahrer13449Per1.oder16,10'/g (1817 16,2“1/0), u_nd im Alter von mchr als 60 Jahren 3012 Pers. oder 13,90/0_(1877 14,7%). Tas DurÖsÖUZtTSaUersämmtlicher im Jahre 1878 m Wiexx verstorbenen Personen berechnet firh auf 25,22 Jahre, x_vahrend dhmelhe im Vorjahre 26,06 betrug. - Der (He- hurtenuherschuß, d. i. dieZahl, Um We1che die Summe der Le- hendZeborenen 1:16 Summe der aus der Stadtkevöikerung Verstorbe- nen_uhertrtff_t, Ocrerhnet fich für 1878 auf 8618 Personen, um 535 nxemger als 1111 Y_orjahre, aber um 612 mehr als im Durchsckonitt fur 1873/77. _ Ans je 1600 Einwohner betrug dieser UebersÖUf; in 1878 12,2, tm Jahre 1877 13,1 und im Durchschnitt fUr 187377 11,7 Personen.

-_ Na_ch Askittheiwng des st aki stischen Bureaus der andt Berltn 1'1nd_ bei den hiefigcn Standesämtern in “("er Woche vom 3. Augurt bis inkl. 9. August cr. zur Anmeldmlg gekommen: 177 Chexchließrm gen, 808 Lebendgeborene, 35 Todtgehorene, 673 Slerhesäüe.

Kunst, Wissenschaft und Literatur.

__ Der Verein für Geschichte und Alterthum Schle- 1tens überreichte seinen Mitgliedern als Gaben für die Jahre1878 und 1879 folgendc_Pub[ikafionen: „Zerjyrm'e-Z rerum 811031365k0111“, Bd. )(1. Schweidnlyer Chronistkn (Thornmendorfsche Familienchronik und Chronik Michael Steinbergs). HerauSgegehen von C. U.Schimmel- pfenmg und Th. Schönborn; „Regesten zur schlesischen Geschichte V.J. 1281-1290). _HeraWegehemryn G.LHrünhagen; Festschrist, anläß- lich de_s 75xahrxgen «10111119510er der schles1schen Gese11schast für vaterlandqche Kultur, verfaßt und betitelt: „Eine Deputation Bres- lauer Bürger bei Napoleon 1. 1813“. - Ferner gelangten als eine außerordentliche, i_nshesopdere der Munißcemz des Ober-Ceremvnien- meijiers Or. Grafen Stthried von Alca'ntara und Rattonixz zu wer- dankende Spende zur Vertheilung an die Mitglieder: „Die schlesi- schen SkéMl ron 1250-1300 hezw. 1327“. Heraußgegeben von Dr. P. Pfotenhauer. Mit 26 photolithographischen Tafeln. - Der 14. Band h_er Vereinszeitsckprift enthält in zwei Heften a.:xer el_ner Re1hc_ kleinerer. Mittheilungen nachbezeirhnete Ah- handlyngen: Dre Drangmle der c».Otadt Schweidniß im dreißigjähri- gen Kriege und spezicll, im Jahre 1627, von Dr. J. Krebs. Herzog Kafimtr _von AuschwiH (Oswiexim) (reg. 1414-1433), yon R. Temple m Pest. Die K'reuszrren mit dcm rothen Stern in Schlesten, von Dr. Pfotenhauer. Der Prozeß des Markgrafen _Georg Friedrich von Brandenburg mit dem Kaixex Über die Tarnojvitxer Bergwerke (1560-70), vom Archiv- sekretar_ l)_r. R. Döhner in Hannhver. Zur (Geschichte von Friedland, vom Biblgothekar Kerber in Fürjtenstein. Urkundliche Nachrichten zar Gxsrhtchte der _Stadt SkoUchau, von Anton Peter in Troppau. Schle11ens Kriegskotten in demTürkenkriege von 1661-1664, von 0x. Th.Schönhorn. SÖMPUWU Anfzeichuungen des JustiziarKlose aus dem Jahre 1741, mttgethetlt ron Gymnasiallehrer Pflug in Waldenbura. Dre Kanzsei Herzog_ Heinrichs 17. von Brcrlau, von «H. Jäkel. Die Rechtshandschristen der Stadt Breslau, Von (H. Bobcrtag. Die 1chlefischen Kaffellaneicn vem Jahr 1251-1280, aus den Regesten zusammen,“,estcUt von H. Neuling. Beiträge zur Geschichte der Grafjrhaft Glatz in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhan- derts, von uam]. NWZ]. A. Nürnberger. Diplomatische Be- sprechungen im Neiffer Kapuzinerkloster 1741, von C. Griinhagen. Die Zusammenkunft Friedrichs 11. und Josephs 11. in Neisse, von E. Reima_nn. Perwaltunßßhestimmungen und Einrichtungen in Schlcfien_ mx _vortgcn Jahrhunderte, ein Vortrag, gehalten im Verein fur (Hejchichte und Alterthum Schlefiens, von H. Oelrichs, Oher-Reaterungs-Rath. Die pragmatische Sanktion in Schlefien, von Professor Dr. A. Dove. Herzogin Barbara von Liegniß-Brieg, geborne T).)karquäfin von Brandenburg, ihr Hofhalt und ihre Regie- rung 0011 1586- 1595, von Dr. C. A. Schimmelpfennig, evangelnaxer Pfarrer in Arné-dorf. Ein Prinzenbefuch am Hofe der Brieger Piasten (1618-21), von Dr. J. s'rehs. Dic Standcsherrsckoafr Wartenberg im Befiß des Herzogs Biron von Kurland und des eldmarschalls Münnich (1741-64), von l)r. Tb. SÖÖUÖOrU. Die astellanei Sandcwalde und ihre Germanifirung, eine ortsaeychichtliche Studie im _Kreise Guhrau, von H. Schach in_ Weimar. Beiträge zum Jtinerar Karls 117. und zu [cinem Anfenth lt tn Schleficn mit dem König von Cypern tm_ Jahre _1364, roy 1)r. Herquet, Staatsarckxivar in Aurich. Dre Schaff m_t Oelöntjchen, vom Hauptmann a. D. von Prittwiß und Gaffwxr m_ Oels. Das K'riminalregister des Stadtgericbts zu Troppau fur _dte Jahre 1643-70, von Professor Josef Zukal in Troppau. Em (Gedicht vom Liegnitzer Kriege, beraußgegeben von Dr. Meißner tn Berlin.

- Die ReiÖngsexzarbung hat fich _darauf beschränkt, die Ver- fassung der_ordentluhen Gerichte in den Grundzügen festzustellen, das Verfahren xn Sachen der ordentlichen streitigen Gerichtsbarkeit mög- lich1t vollstandig zu regeln und der besonderen streitigen Gerichtsbar- keit die Schranken anzuweisen. Dcr landesgeseylickoen Ausführung ist es überlassen, die Verfassung der ordentlichen Gerichte auf 'der

gegebenen Grundlage auszubauen und die Lücken im ordentlichen