1879 / 195 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 21 Aug 1879 18:00:01 GMT) scan diff

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S erna. Anlage 1. ck

1. [ 2. | 3. | 4. | 5. | 6 Bezeicb- Angabe des Tag und

Tag des nung des „Orts, wvber Stunde der

des Fleisch- Schlach- Schweines das Schirein

beschauers

Nr . schlecht wie d. Namens|

| gebniß der und Race. 1). Verkäufers.

suchung.

Bescheinigung

tens. nacb Ge- bezogenist,so- WYOZZIÖ über das Er- Untersuchung.

|

Anlage 2.

Name, Stand - Tag und und WobnortdYYZYYYs Tag des Stunde der Ergxxniß des Befißers Schlach- mikroskopi- _ Nr. des nachGescblecbt tens schen Unier- Unter Schweines. und Race. * suchung. suchung.

1. | 2. | 3. | 4. | 5. | 6.

Yichtamtliches.

Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 21. August. Se. Majestät der

Kais er und König nahmen gestern in Babelsberg den Vorirag des Civilkabinets entgegen. _ ,

Beide Kaif'erliche Majestäten besixhii ien gestern gemeinschaftlich die Sonnenwarte und ließen Slch ie Beamten derselben vorstellen.

_ Die Bestimmung des §. 2163 des Preuß. Allg. Land- Recbts Th. 11. Tit. 8, daß eine Veränderung in .der Person des Eigentbümers einer (gegen FeuerSgefahr 20.) versicherten Sache nichts in der VersichéWg ändert, wenn nicht damit zugleich eine Veränderung des Orts, der Aufsicht, der Art der Aufbewahrung oder der Nachbarschaft verbunden ist, kann, nach einem Erkenntniß des Ober-Tribunals vom 22. April 1879, vertragL-mäßig resp. durch Statut der Versicherung§gesellschast ausgeschlossen werden.

_ Der Kaiserliche Gesandte Freiherr von Caniß un'd Dallwiß ist nach dem Haag zurückgekehrt und hat die Geschäfte der Gesandtschaft wieder übernommen.

_ Der Kaiserliche Gesandte Freiherr von Magnu S hat Kopfenhagen mit Urlaub verlassen. Während seiner AJ“ wesenheit fungirt als interimisiiscber Geschäftsträger der Le- gationH-Sekretär Graf von der (Holtz.

' _ Der Präsident 1)1*._ Sydow und der Geheime Ober- Fmanz-Nath Merlek er smd in ihrer Eigenschaft als Direk- tor, beziehungsweise als Mitglied der Hauptverwaltung der Staatsschulden m der öffentlichen Sißung des Königlichen Ober-Tribunals vom 13. d. M. nach Maßgabe des §. 9 des Gßfeßes vom 24. Februar 1850 vereidigt worden.

_ Der General der Infanterie von Groß: gen. von Schwur hoff, kommandirender General des 111. Armee- Corps, [Yat eme mehrwöchige Dienstreise behufs Inspizirung der Truppen des Corps bezw. zur Beiwobnung der Manöver im Bereiche des 1. Armee-Corps angetreten.

_ Der General der Kavallerie Baron v o n R e inb a b en, General-Jnspecteur des _Militär:Erziebungs= un Bildungs- wxfxné, 1st nach beendigtem Urlane Wieder hierher zurück- ge e )r .

_ S. M. Vanzer-Korvette „Hansa“, 8GeschÜße, Kom- mandant Korvetten-Kapitän HeuSner, ist am 19. d. M. in Valparaiso eingetroffen.

'S. M. Aviso „Loreiey“, 2 Geschütze, Kommandant Kapüän-Lteutemant von Wietersheim, ist am 17. d. Mis. in Malta eingetroffen.

Württemberg. Schloß Friedrichshafen, 18. August. 2Fibre Kaiserliche Hoheit die Frau Großfürstin Michael von ußland ist hLUte von hier abgereist.

Hessen. Darmstadt, 19. August. Gestern Nachmittag fand, nach der Enthüllung des LandeS-Krieger- Denkmasls, um 2 Uhr im Weißen Saale des Großherzog- lichen, Re[rdenzicbloffe-Z Hoftafel statt, an welcher Großfürst Alexei, die Prinzen des Großherzoglichen Hauses, sowie die Generale und Commanbeure, welcbe während des Feldzuges der Großherzoglich essrscben (25) Division ange ört hatten, Theil ixahmcn. _ e. Köni liche Hoheit der Gro berzog und die Prinzen Heinrich und ilhelm begaben sich, wie schon

sikrn kurz gemeldet, nachher noch auf zwei Stunden in den

2 &aalbau, woselbst das Festbanquet stattfand. _ Das „L a n d e s: *

Denkmal“ steht, nach einer Abbildung in der „Darmst. Ztg.“, ,nack) „dem ursprünglichen Modell und vorläufig ohne die „Relixfs auf dem Postament. Das Relief auf der _Vbrseite zeigi Se. Kbni liche Hoheit den Großherzog, Sr. Majestat dem Kaiser Wil e m auf dem Schlachtfeld von Gra- velotte begeZnend. Auf _er Rückseite ist die Erstürmung des Schlosses C ambord darge1tel1t. Die rechte und linke Seite

des ostaments ent [ten über dem Bild des eisernen Kreuzes

die amen der Sch acbxen ,in denen die besfiscben Truppen mitgekämpst haben. Die Widmung auf der Vorderseitelautet: „Seinen heldenmiiihigen Kriegern das dankbare Vaterland

1870-1871“.

*

der von verschiedenen Seiten gemeldeten

langen werde, scheine noch fraglich zu sein.

Andraffy hier eintreffen.

mitgetheilten Angaben iiber den im Auswärtigen Amte bestätigt.

Thqtsacbe ist 95 wohl kein „bloßer Zufa daß auch der un- garische: Premrer-Mmister in dem Augenblicke, als sich die Kmsis im Auswärtigen Amte einer Entscheidung nähern sol], bisher nach Wien kommt.

, 'Nach alldexn erscheintes,nichtunwghrscheinlich, daß die de- finitive „Entscheidung über die Demission des Grafen Andraffr) imd kzletchzeittge'Ernennung des Nachfolgers. nicht alsobald, ]eden alls nicht m den aÜernächsten Tagen, erfolgen diirfte.

Baron Pretis ist heute von Bad Wartenberg hier ein- getroffen.

_ Die „Vudap. Corr.“ bekämpft die in ungarischen Blättern „immer wreder von Neuem ventilirte These, daß die Demxfsion des Grafen Andras s 1) im Zusammen-, hang stehe mit der Bildung _des MinisieriumsTaaffe und der Neugestaltung der Dinge in Oesterreich. Sie schreibt hier- über unter Anderm:

.Es ist eine unleugbare Thatsache, daß Graf Taaffe mit dem Grafen Andraffy bezüglich der äußeren Politik im vollständigsten Einvernehmen gewesen; und daß Graf Andraffy nie eine gefügigere österreicbiscbe Delegation gebabi hätte, als diejenige, welcbe jest aus dem Retchrathe zu erwarten ist, bedarf wobl keiner Weiteren Be- weisführung. Ju gouvernementalen Kreisen ist man des- halb auch der entschiedenen Ansicht, 1 daß die Ernennung des neuen österreichischen Ministeriums und die vom Grafen Taaffe inaugurirte Politik die “ungarischen Regie- run.§verbä1tniffe in keiner Hinsicht alteriren dürften. Man glaubt in ien, daß die ungarische Regierung und der ungarische Reichs- tag gewiß kiinen Grund haben, weder dem bisherigen Ministerium, noch der früheren Verfassungspartei eine Thräne nachzuweinen, um- soweniger, 018 ja die bekannten, wenn auch verschiedenen Programme der Verfaffungspartei bei den Wahlen Ungarn gegenüber tiicht so überays zuvorkommend und freundlich waren, Graf Taaffe ist en11chieden der Ansicht, daß ein stetiges und vollständiges Einvernehmen mit der ungarischen Regierung doppelt nothwendig sei und er wird in der Ueberzeugung, daß sicb die ungarische Regierung um die internen Angelegenheiten Oesterreicbs nicht weiter kümmxrt, aucb aufrichtig bestrebt sein, dieses Einvernehmen mit der ungarischen Regierung aufreckotzuerbalten. ' Das Kabinet Tisza bat wgbrlicb gar keine Ursache, drm Ministerium Taaffe im Vorhinein mtt Mißtrauen zu begegnen. Es wird ja bald für die unqariscbe Regierung Gelegenheit vorhanden iein, fick) bei verschiedenen Anlässen 151 ÜbZrzteugen, mit Was für Männern fie es jetzt in Oesterreich zu

an a .“ ' , _ Dem „Pest. L.“ wird von hier berichtst: Die öfter- rexchischziingar1sch0 Zvi]; Und“ Handels-Konferenz ILat den beiderseitigen Ministerien den _Geseßentwurf ( acbhang zum Z0l1 urid Handels-Biindniffe) wegen Einbeziehung der okkixpirten Länder in das Zollgebiet der M 0 narcbie vor elegt; außerdem Geseßentwürfe wegen E nfiih- rung der österrei iscb:ungarischen Verzehrungssteuern im dalma-

iinischen Zollgebiet, sowie spezielTe LandeSgeseße fiir die okkupirten

Länder wegen Einfiihrung analoger Normen bezüglich der Verzehrungssteuern und Monopole. Die Einigung der Zou- und Handelskonferenz war indeß keine vollständige, indem ge- wisse Differenzpunkte, wie die Frage: ob die Zollverwaltung in den_ okkupirten Ländern gemeinsam oder in BOSnien ungari1ch und in der Herzegowina österreichisch sein sol], der direkten Verständigung zwischen den beiderseitigen Ministerien vorbehalten bleiben. Uebrigens zeigen sich die zu bewältigen- den praktischen Schwieri keiten so groß, daß es kaum möglich sein wird, den für die Zoüvereinignng in Aussicht genom- menen Termin (Neujahr 1880) einzulaltcn.

_ AUS Serajewo, 19. AugUZt, wird der „Pr.“,“ge- meldet: Ein Theil der österreichischen Kommissare, welche an den Beratßungen über die Beseßung von Novi- bazgr theilgenommen, ist an die Grenze des Paschaliks ab- gereist. 'DW Abreise HUEUi Pascha?) ist bis zum Einlangen von Weisungen aus Mitrovißg verschoben. _ FZM. Herzog von „W ürttemberg begab sich heute nach der Herzegowina zu einwöch0ntlichem Aufenthalte. _ Gpstern und heute waren w0g9ntBegmn des Ramazans die hiesigen Moscheen illu- mimr.

_ Aus Serajewo, 20. August, übermittelt „W. T. B.“ folgende Berichtigung: Die Meldung mehrerer Blätter von hier vqrgekommenen Unruhen, durch welche das Militär zum Einschreiten genöthigt gewesen sei, ist ohne alle und ]ede Begründung, die Ruhe ist nirgends gestört worden. Ebenso unbegründet ist die Angabe, daß bei dem leßten Brande 8 Soldaten umgekommen seien; thatsächlick) ist, daß 8 Soldaten leichte Verleßungen davon trugen, und daß ein Soldat einen B uch des Unterschenkel-Z erlitt.

Linz, 19. ugust. Wie die „Linzer Tagespost“ mit- tbeilt, werden zu der für den 31. d. nach Linz berufenen Abgeordnetenkonferenz der VerfassungSpartei fast sämmtliche deutsch=böhm1schen Abgeordneten erscheinen. Die „Tageßposi“ tritt, als Organ der liberalen Partei Ober-

Oesterreich:Ungarn. Wien, 19. Au ust. Ge enüber . NainiÖt, da? über die Person des Staatsmannes, welcher dem Grafen Nn- drassy in der Leitung der auswärtigen Angelegenheiten folgen werde, bereits eine Entscheidung getroffen sei, wird, wiedie WKS“ bemerkt, in ernsten politischen Kreisen die Ansicht fe ge alten, daß 0116 diese Angaben verfrüht seien. Erst nachdem Graf Andraffy in Wien eingetroffen, dürfte die Personalfra e „in Fluß gerathen“. Ob überhaupt sofort und m den näch en Tagen dieselbe zum endgültigen Abschluss ge-

Weiter berichtet dasselbe Blatt: Graf Andrassy wurde bekanntlich für morgen, den 20., hier erwartet; da aber bis heute Nachmittags seine Abreise aus Terebes nicht fignalisirt wurde, so ist sem Eintreffen für morgen zweifelhaft. Nach dem „EÜenör“ sollte auch Hr. von T isza heute Abends von Pest nach Wien reifen, mithin gleichzeitig mit dem Grafen

, Von gut unterrichteter Seite werden uns, fährt die „Presse“ fort, die in unserem leßten Morgenblatte Stand der Krifis Die Ernennung des Nachfolgers für den Grafen Andraffy diirite keineswegs Lo unmittelbar und rasch bevorstehen, wie vielfach gemeldet wor- 'en. Vorderhand sind ails Mittheilungen über die angeblich de- signirten Kandidaten fiir das Portefeuille des Auswärtigen Amtes nichts Anderes als Konjekturen. Es scheint, daß bisher noch keinerlei ernste Unterhandlungen mit irgend Jemandem wegen Uebernahme des Portefeuilles statt efunden haben und diese überhaupt erst erfolgen dürften, na dem Graf Andraffy Sr. Majestät dem Kaiser jene Personen namhaft gemacht hat, welche er für geeignet hält zur Uebernahme des Amte-Z, Es handelt sich hierbei nicht blos nur um die Befähigun zurLeitung der Geschäste dem Auslande gegenüber, sondern an um die Eig- nung zur Vertheidigung derselben im parlamentarischen Kampfe gegenüber den Delegationen. In Anbetracht dieser

organ der legitimisiischen Partei, er Graf Chambord sich nach England oder nach der Schweiz begeben würde, für voÜsiändig unbegründet.

faffungstreuen regiermxgsfäZitgen Mittelpartei ein, welche die un„ni_i e Ytofesstonsmäßtge egation aufgeben und so dem Mini terium Taaffe das Regieren miiglich machen solle. Peft 20. August. Dem „Pest. 8.“ wird aus Wien ge- meldet: Ölm kommenden Sonntag geht Se. Majestät der Kais er nach Brud". hre Majestät die Kaiserin wird bis Ende Se tember in J chl verweilen und dann in Gödöllö Aufeniha t „ziehmen; die Meldungen, nach welchen die Hohe rau im ngcbsien Herbst nach Irland inge, um dort anden . agdexi theilzunebmen, entspre en niiZt der Wahrheit. Die gtserm uiid Königin bleibt bis nach den Weihnachts- fUFmÖM m Gödöllö und übersiedelt Anfangs Januar na ien.

Großbritannien und Irland. London, 19. Au u“t, (L_ll1g. Corr.) 'Die, gesammte britische SiaaÜSsch1?[5, die fundirte wre die unfundirte, betrug am 1. April d. J. 778 078 840 Pfd. Sterk; die im Fiskalxahre 1878/79 creirte FLYER [288 123 Pfd. Sterl. Getilgt wurden nur 803126

. er.

Der Aufruhr in Lurgan entbrannte am Sonnabend Nqchts v'on Neuem. Kaufläden wurden Nestiirmt, und die 116111611 feindseligen Haufen, feuerten mit F inten aufeinander. Em Mann wurde durch die Explosion einer Dynamitpatrone, welch? er bei sich trug, schwer verletzt. Am Freitag sind elf Polizisten verwundetundsechs derselben dienstuntauglich gewor- den. Den leßten Nachrichten zufolge herrschte Ruhe in der Stadt. „Sonntag Ngchts wurden wieder Befürchtungen laut; die Poiizei beseßte em .lxerstehendes Haus und quartierte da- se_lbst eme Anzghl Polizisten ein. Die Straßen der beunru- higten Stadtbezirke wurden durch Abtheilun en von Polizisten abgesperrt, weiche das Zusammenrotten der eute verhinderten.

Frankreickx. Paris, 19. August. (Fr. Corr. Die Session der Generalräthe ist gestern in ganz Fra)nkreich, nut AMUahmZdes Seine=Departements, der Insel Corsika und Alßerien2, eroffnßt worden. Bei der Wahl der Vorstände ha en die Republikaner neuerdings die Majorität in vier De- partements errungen und sie dagegen nUr in einem, nämlich in dem der Hautes:Pyr-Znées, verloren. In 55 von 90 Departe- ments behaupte_n die Republikaner jeßt daS Feld, und Unter 2926 Generalräthen zählt man 1603 republikanische.

_ 20. August. (WTB) Die ,Union“, das Haupt-

élärt die Nachricht, daß

Rußland und Polen. St. Petersburg, 20. August.

(W. T. V.) Die bulgarische Deputation at i eute iich Moskau begeben und kehrt von da ttacheinsexicki Yünf- -, tagigen Aufenthalte über Ode a nach Bulgarien zurück.

_ 21. August. Das rkenntniß des Odessaer

Krregéögerxchts'in diZm am 17. d. M. beendeten politischen Prozesse lauiet fur fiinf Angeklagte, nämlich Tscbubaroff, Ltsogub, Dabideriko, Wittenberg und Ligowenko auf Tod durch den Strang. Die, Angeklagte Gukowskaja wurde zur An- siedeiung in Sibirien, die übrigen 22 Angeklagten zu Zwangs- arbeiten 518 zu 10 Jahren verurtheilt.

Die Nr. 52 des „Amtsblatts der Deutschen Reichs-

Po st- und Telegrapbenverwa ltung“ hat folgenden Inhalt: Verfüaynaen : Vom 14. August 1879. Telegraphen-Uebercinkom- men mri Norwegen.

1) Hospitäler

Z

vorübergehenden Aufenthalt batten.

österreichs, mit großer Wärme für die Bildung einer ver:

Statistische Nachrichten. Die Bevölkerung Norwegens am 1.Januar1876

Das vor Kurzem'vom statisiiscben Centralbureau zu Christiania herqusgegebene zweite Heft uber die Ergebnisse der leßiep nor- wegischen Volkézablung (vom 31. Dezember 1875) giebt, aÜerdings 71111? m Tabeller), cm sebr übcrsichtliches Bild von den Wohnverhält- niffen der vablkerung sowie von deren Gliederung nach Geschlecht, Altxr und Civtlstand, "und,zwar sonwbl für die Land- und Stadt- beyolkerung, als auch [ur die 6 Stifter, 20 Aemter und 56 Vogteien. Die „Star. Cdrr.“ theilt daraus folgende wichtigsten Zahlen für das ganze Königreich mit.

Die faktische Bevölkerung belief sich am 31. Dezember 1875 auf

1806 9,00,See'len, die Zahl der beWobnten Häuser betrug 284 971 und" die in ihnen wohnende Bevölkerung, also mit Einschluß der vdlxlutbergehend Abwesenden, umfaßte 1813424 Köpfe. Hiervon za e man

in den Städten .

29 504 Häuser mit 332 398 Bewohnern, auf dim Lande 6

[255467 , „148102

so daß durchschnittlich auf ein Haus in den Städter 11,3 B'ewohner kamen, auf dem Lande jedoch nur 5,8.

Unterscheidet man die (Gebäude nach ihrer Lage und ihrer Be-

stimmung, so gab es im ganzen Königreiche

mit Zahl Bewohnern

Wobnbäus er Hauptgebxiude. . . . . . . . . 259 779 1 711 768 Nebengebaude . . . . . . . . . 24 217 78 940

Häuser für besondcre Zwecke

Hauptgebaude. . . . . . . . . 844 22716.

Nebengebäude .

Die 844 Gebäude für besondere Zwecke batten folgende Bestimmung: es waren unter ihnen

mit Zahl Bewohnern . 34 979

2) Armenhäuser . . . . . . . . . . . 53 1 734 3) Krankeybäuser . . . . . . . . . . . 45 1365 4) Jrrexibauser . . . . . . . . . . . . 11 1267 5) Gefananiffe . . . . . . . . . . . . 49 447 6) Straf-Arbeiisbäuser . . . . . . . . . 8 1 547 7) Zwangs-Arbeitshäuser . . . . . . . . 8 246 8) Anstalten zur Erziebun . . . . . . . 23 550 9) Anstalten zum Unterri t . . . . . . . 11 574 10) Kaéernen . . . . . . . . . . . . . 6 385 11) Nr eiter-Wobnbäusxer. . . . . . . . . 461 12 210 12? industrielle Etabli ements . . . . . . . 69 798 13 andere 66 614

Wir bsmerken, Saß in 'die'ser' Zusäminetistellung die zweite ablenreibe die Wohnbevölkerung angiebt, also nicht diejenigen nstaltsbewobner darin berücksichtigt sind, welche nur einen kurzen,

Von besonderem Interesse sind die Arbeiter-Wobnbäuser, über

welcbe wir hier noch einige Mittheilungen machen wolLen. Von den 461 Arbeiter-Wohnbäusern, die von 6198 Personen männlichen und 6012 Personen weiblichen Geschlechts bewohnt waren, kamen

auf die Städte 51 mit 4673 Bewohnern, auf das Land 410 7537 Wie man sieht trifft man Wohnhäuser, die ausschließlich für

Arbeiter bestimmt md, auf dem Lande viel öfter an als in den Städten, dafiir sind fie in den [eßferen um so größer. Am zahl-

xejchsten koxnmen sie in den _Stift_ern Christiania und Bergen vor und am haufigsten wieder in diesen beiden Städten selbst; man

äblte 3 „im Stift Arbeiter-Wohnbäuser mit Bewohnern Christiania . . 259 8730 Ber en . . . . . . 76 2212 avon in der Stadt Christiania . . . . . . 8 1956 Bergen . . . . 9 612

Ueber die Art des Zusammenlebens der norwegischen Wohn- bevölkerung werden folgende Angaben gcmaébi. Außer 47 642 einzeln- lebenden ersonen (24452 männl. und 23190 weibl. Geschlechtß) wurden gezahlt

in männlicbe Weibliche

Personen 341202 Familien-Hausbaltunaen . . . . . 858 307 903 023 162 öffentl. und anderen Anstalten . . . 2609 1843

Der Civilstand ist im Gegensaß hierzu für die faktische Bevölkerung ermittelt; diese gliedert fich darnach, wie folgt: es waren

Männer Weiber zusammen

ledig im Alter unter 15 Jahre . . 317 197 307 937 625134 . - . über 15 . . 239 025 259 393 498 418 Verheirathet . . . . . . . . . 288 079 292 231 580 310 verwittwet . . . . . . . . . 31 652 69 446 101 098 geschieden . . . . . . . . . __809 1 131 1 940 zusammen . . 876 762 930 138 1 806 900

Diese Angaben sind in der norwegischen Statistik noch besonders für jedes der 6 Stifter, für die 20 Aemter, sowie für die 56 Vogteien und zwar für 9 ver chiedene Altersgruppen gemacht. Für sämmtliche Alterßjahre ist der ivilsiand angegeben für die 6 Stifter, getrennt na_ch Land und Stadt, sowie für die beiden größten Städte Christiania und Bergen. Wir begnügen uns hier, für die Haupt-Altersarupben die gewonnenen Zahlen wiederzugeben. Von der gesammtenfaktischen Bevölkerung standen

im Alter von M. W. 0- 1 Jahr . . . . . 26 906 25 801 1_ 2 Jahren . . . . 22 621 21 854 2- 3 . . . . 22 111 21 753 3_ 4 , . . . . 21 952 21 681 4_ 5 . . . . 21 151 20 346 5 -10 . . 102 267 99 490 10_15 . 100189 97 012 15-20 . 89 184 90 661 20--25 . 72 303 83 013 25 _ 30 58 712 69 282 30-35 51 513 58 512 Z5_40 45 508 50 976 40-45 45 805 49 375 45-55 , 87 040 93 715 55_65 58 251 64 051 65-75 31 767 37 737 75-85 15 190 19 820 85-95 2 252 3 727 über 95 ,. . . . 143 313 unbekannt . . . . . . 1 867 1 019

Ein Alter von 100 und mehr Jahren hatten 77 5Yersonen, nämlich 21 Männer und 56 Frauen, von denen sogar 4 aiter als 105 Jahre waren.

Kunst, Wiffenschaft und Literatur.

Als Ergänzungsbeft Nr. 58 zu „Petermanns Mit- theilungen“ erschienen im Verlage „von Justus. Pertbes in Gotha: „Studien über das Kirma der Mittelmeer- länder von Theobald Fischer (mrt 7 Karte:) auf 3 Tgfeln). Besonders interessant smd darin die Abscbmite uber das jahres- zeitliche Verhältniß der Vegetation, über dix Winde des Mittel- meergebiets, namentlich Mistral. Bora und Sciroxco, wwte der Ver- such zur Beantwortung der Frage, ob "sich das Klima der Mittel- meerländer in historischer Zeit gßandert babe. „_ '

Daß die Miitelmeerkänder mit ihrer dreifausxndxabrigenn Kultur eine Modifikation ihres Klimas erfczbren haben „massen, dqruber kann nach dem Verfasser kein Zweifel sem, da sich diese Erscheinung sogar für Länder nicht leugnen kaffe, deren Kultur kauxn nacb eiiiem Jabr- tausend zäblt. So sei das heutige Klima" Deutjcblands ein "anderes als in römischer Zeit, wo ungebeuere Walder den Boden Yubl und feucht erhielten und Sümpfe sich da ausrebnten, wo heute. die Sonne den immer und immer wieder aufgelockerten Boden be1chemt, der jeßt, künstlich entwäffert und geebnet. von „Aebrenfeldern' wogt.

Wenn daher für die Kulturländex I)iitje1europas ein? Zunahme der Wärme und eine Abnahme der Niederschlage oder wenigstens, eme andere, ungleichmäßigere Vertheilung beider wahrscheinlich sei, so müsse dies in noch böberem Maße für das Mittelmeergebiet geilen. (Gleichwohl gelangt der Verfaffer, gestü't auf den beyrigen wirth- scbaftlichen Wiederaufscbwung Griechen aqu und Siziliens, zu dxr Ansicht, daß es der „Gang der Weltgescbickzte“ gewesen, welcher die gegenwärtigen Zustände auf den drei sudltckpxn Halbinseln und in Kleinasien herbeigeführt habe; daß mcht die Natur sicb geandert habe, sondern die Menschen. " , _ ' "

Anders gestalten sich jedoch diekVerbalxniffe weiter im Suden, vom 34. Parallelkreise an, wo diethc'derscblage fich auf wenig mxbr als 4 Monate konzentriren und die 5111ederscblag6mengc bereits eme sehr geringe ist. Dort [affe fich in vielen Gegenden ganz direkt'nacb- weisen, das; seit dem Alterthum eine bedeuteiide Abnahme der Nieder- schläae stattgefunden babe und anscheinend in “neuester Zett so rnascb stattfinde. daß außgedebnte Landstriche fur xine saßbgfte Bevo'lke- rung unbewohnbar geworden sind. Am Sinai lebten die eraeltten in der heutigen Wüste Ct Til) mit ihren Heerden Jahrzehnte lang in einer Gegend, ivo jeßt an einem Tage alles Wasser ausgetrunkerz, alles Gras abgeweidet werden würde. Noch deutlicher reden die Pracbtruinen von Palmyra zu uns, die in einer beute ganzlich wasser- armen Gegend liegen, währerid Plinius und Piocop den frucht- baren Boden und“die Wasserfülie der "Umgegend, rubmexi. '

Zahlreich seien die Zeugnisse dafur, daß mi WeFLen ,die Aus- trocknung und die Wüstenbildung der Sahara" eme in historischer Zeit stetig fortschreitende ewesen und" die Verodung der im Alter- thum und noch im Mitte alter so bluhenden Laridscbaftetx am Nord- rande Afrikas nicht lediglich Fisiorischen Ereignissen, wu; der Aus- breitung des Islams zuzuschrei en sei, sondern meteorologischen Vor- gän en, deren Wirkungen der Mensch nur auInabmSweise_und nur an egünstigteren Oertlicbkeiten unschqdlicb zu, machen 'vermczge. Daß freilich die Waldverwüstung durch die arabischen ?Jxrtenbolker bier wie in Kleinasien viel Einfluß dabei gehabt habe, ez a_ußer Frage.

Als weitere Beweise für die zunehmendeTrockenbeit wird da? Vner- schwinden'großer Säugetbiere, namenllicb deS|Elephanten, und die Ernfub- rung des .Kameels in Nordafrika ausgefiihrt„ welches auf den agbptrscbxn Denkmälern gar nicht vorkommt. Erst wir dem Beginn unserer Zeit- recbnung tritt es auf, während früher die Roffe- und Elephanten- Zucht blühte. Jedenfaüs war es also da_mals_noch nicht so uneyt- bebrlicb wie heute für die weiten Wüstemtrecken. Das AtlaSgebzet, namentlich Carthago, „war früher ein Land der Elephanten, nicbt des Kameels, ,wie noch heute die V'erbre'itung des„Elephant_en in Asien wie in Afrika, wesent1ich aus klimatischen Grunden, dre dcs Kameels ausschlie tz wo im oberen Nilgebiet der Cleybant auftritt, geht das Kameel ei aller Pflege u Grunde oder wird leistuxigs- Unfähig.“ Sol1en sicb aber diese ickbauter einst aus ihrem jeßtgen Verbreitun Sgebiet im centralen Afrika so weit_nach_Norden ver- breitet ba en, „so durfte die Subaru nicht in ihrer 1eßigen Aus- dehnung und Intensität vorhanden sem, es mußte durch Landschafnten reicherer Bewäfferun und reichlichen _Graswuchsks cine, Brucke zwischen dem Nigergeßiet und den Atlaslandern geschlagen sem.

Auch eologi cbe Gründe, namentlich die Bildung der zablreichen tiefen, jeßtgtrocketsien lußthälernnd Betten in der Sgbara, deren ezeicbnungen noch eute auf kraber fließende Gewaffer dxuten, sprechen für die Ansicht des Verfaffßrs. Dre elbe Erichemunq wreder- bolt sub aber auffallender Weise uberall an der Aequatorialgrenze der subtropi chen Zone, so in Califormeu, in Austra- lien. Als rsacbe für diese Klima (Aenderung hat Fischer schon früher eine aklgemeine Verschiebung der Zone, in welcber der rückläufige Passat sich zur Oberflaébe der Erde herab- senkt, gegen die Pole bin, also eine eranderung" in der Herrschaft_ der Winde binzustelien gesucht, mzd Wetst _zur Stuße dxrselben auf das von Rohlfs beobachtete siegreiche Vorrucken der tropischen Regen des Sudan, die sich abstufende Wald“ und Steppenvegeiation gegen die Sahara, und sowie auf die durch zunehmende Niederschlage in raschem Wachsen begriffenen Seen, den großen Salzsee in Nordamerika und den Wansee bin, ohne jedoch seine Ansicht fur unfehlbar zu halten. Die der Abhandlung beilicgendxn fein ausgefübrien kleinen Kar- ten veranschaulichen nach den Entwurfen des Verf. die jährliiben und die sommerlichen Niederschlagßmengen, die Jahres-Jsotbermen, die Januar- und die Juli-Jsotbermen (leßtere rnit Darstellung der Ma- laria-Gegenden), die mittLeren Jahrestemperaturen und die. klimati- sckHeintGebiete, und endlich die Ianuartemperaturen des Mittelmeer- ge e es. ' In zahlreichen Tabellen m_n Schluffe hat der Verf. sein umfang- reiches Beobachtungsmaterial niedergelegt.

_Das 8. (August-) est von Petermanns (Hedgrapbi- s ck21! Mittheilungen ( 01501, 31111116 Peribes) enthalt folgende Aufsätze: Reisenacbrichten aus Sibirien 11.2 Kapi. Dabls Fahrten im Mündungsgebiete des Ob, 1876 und 1877, Mit Karte; Höhen- bestimmungen in Japan wäbrend der Jahre 1874 urid 1875, von'J. Nein, mit Karte im Text; Major Serpa Pinto's Reise durch Südafrika; die SalzwüsteFUtacama, Begleitworte zu der beigelegten Tafek 16 (bei dem gegenwartigen südamerikanischen Kriege von besonderem Interesse); J. G. Bennett? Polarexpedition; Geo- graphifcber Monatsbericht; Geographische Literatur.

_ Jm Verlage von Christian Teichs Buchhandlung zu Loben- stein ist erschienen: „Alphabetisches Verzeichnis; aller auf Grund des Reichsgeseßes vom 21. Oktober 1878 erlas- senen Verfügungen gegen die Sozialdemokratie bis 30. Juni 1879, nebst dem b;treffenden Neichgeseß, dem Verzeichnis; der in den einzelnen Bundesstaaten für die Ausführung des Gesetzes zuständigen Behörden und den von den Landespolizeibebörden dazu er- gangenen Ausführungsbestimmunaen, systematisch zusammengesteüt von Christian Teich.“ Die handliche kleine Schrift (Pr. 1 „M) theilt ibren Stoff in folgende Abschniite: Die Kommrsfion zur Entscheidung von Beschwerden nebst GeschäftSregulc-rtiv; Verzeichnis; der mit der Aus- führung des Geseßes betrauten Behörden nebst Ausführungsinsiruk- tionen; Alphabetisches Verzeichniß der vxrbotenen Vereine; Orts- register der verbotenen Vereine; Alpbabetisthes Verzeicbniß der ver- botenen périodischen Druckschriften: Alphabetisches Verzeichniß der verbotenen nichtperiodiscben Druckschriften; Verbotene Kassen; Verbot gegen Personen und Waffen; Auf Rekurs an die Reichsbebbrde wie- der aufgehobene Verbote; Zusammenstellung.

_ Geschichte des Bauernkrieges in Ostfranken, von Magister Lorenz Fries, beraysgegeben mit Unterstützung des Laridratbes von Unterfranken und A1chaffenbur ini Auftrage des historischen Vereins von Dr. August Schäffler, önigltchem'Krei,€- archivar, und Dr. Theodor Henner, Privatdozent der Geschichte in Würzburg. 3. Lieferung, Bogen 23-29. Würzburg, 1878. Verlag dcs Vereins. _ In der vorliegenden Foriseßnng dieser'mfexeffanten Publikation des Originaltextes wird gejchildert: „Wie die Btlthauser bauren von Melricbstat gein Sweinfurt komen sem und sich daselbst vor der stat gelegert haben, wie fi ron Sweinfurt _geni Haßfurt zogen und Walpurg und Rentiveiiisdorf gervonnen, wic men am kurSnersgeseUe gepredigt, das si ire qbrickait zu t'odt schlagen solten, wie berzog Hans von Sachsen und grave 'Wilbelm von Heime- berg die Bilthauser banken uberzogen, gem Mainungen gejagt, etliche erstochen und inen die 0107151111 ginomen, welcher gestalt sicb die Biltbauser an Herzog Hansen ergeben babxn.“ Besonders aus- führlich und interessant ist das Kapitel: „Wie die banker) vom Necker und Otenwalt etliche ordnung und reformatton ufzuricbten fitrge- nomen haben.“ Dann nimmt die Beschreiburig des Krieges ihren Fortganq:- „Wie sich etliche baurn im ampt Trimperg Uigcmacbt und das closter Aura eingenomen haben, wie si, das haus Sotenberg be- legcrt haben und wie der abt von Fulda seine untertbqnen , vor dem Sotenberg abgefordert hai.“ Darauf schließt das zweije Bucb 'MLÉ der „kurzen anzaigung, wie uno uf Welche zeit der bischove zu Wirtz- burg seine unterihanen uf dem [.qu Widerumb' zu gnadixn und un- gnadsn angenomen hat, und MS si sicb gegen ime verschriben haben“.

_ Das Sepiember-Oktoberbeft der Zeitschrift_ fiir preu- ßische Geschichte und Landeskunde, unter Mitwirkung vba Drovfen, Duncker und L. v. Ranke herausgeaeben von, Constantin Rößler (Berlin, E. Sicgfr. Mittler „u. Sohn, Königliche Hofbuch- handlunxi) bringt eine größere_ _Arbett von 131-. Heinrich Rocho_[l: „Der Feldzug des Großen Kurfursten gegen Frankreich. 1674-1675.“

Land-Zund Forstwirthfchast. Fürdie deutscheKollektiv-Ausstellung von Molkerei- produkten, veranstaltet voxn milcbwrrtbscbaftlicben Verein in Deutschland zur m_t[chwirtbschaftlicben Aus- stellung in London vom 13. b1s17. Oktober d. J. werden von dem Geschäftsführer C. Petersen folgende Bestimmungen bekannt gegeben: Die Konkurrenz erfolgt zu den folgenden Gruppen des Pro- ramms der Londoner Ausstellung: 1) Fremde Butter (10r01gn Jorter), o.. ((Gruppe 49): Frische Buiter(§r6511 0111861“), 1). ((_Hruppe 50): Dauerbntter (auraä 51113161"). 2) Fremde Kase (10121311 0116886), (Gruppe 41). Andere fremde Sorten (9.07 011191“ Fdrexßn yarxstzr), Es kommen Hier hauptsächlich die „Schweizer Kgse': oder auf amerikanische, aucb holländische Methode bereitete Kase in, Betracht. 1) Die Butter und der Käse werden 1," Hagiburg eingeliefert. Adresse und Termin der Einlieferung bleibt spaterer Bestimmung vorbehalten. , , ' 2) Die in Hamburg eingehende Butter wird einer sachkundigen

und unparteiischen Vorprüfung unterivorfen, und gelangt nur bis

als fein und geeignet befundene zur Ausstellung. 'Die nich für ge- eignet befundene Butter wird für Rechnung des Einsenders m Ham- burg verkauft oder nach dessen bei der Anmeldung anzugebenden Ordre über dieselbe verfügt. ,

3) Den AusstelLern für Butter bleibt es uberlaffen, zur För- derung dieses bochwichtigen Unternehmens den Werth der einLesandten Butter dem Comité zur Verfügung zu stellen, _bezw. emezi illi eren Preis zu berechnen. Sonst garanttrt das Comité "fiir die zur us- stellung zugelassene Butter den augenblicklichen 'hoéhsten Hamburger Marktpreix unter Abzug von 20 43 auf jedes Kilogramm znr theil- weisen Deckung der KZsten, Welche Kosten im Uebrigen Seitens des Comités etraqen wer en. , '

4) Dxie Ausstellung der Dauerbuiter geschieht ausschließxcch in sauber gearbeiteten holsteinischen Dritteltonnen" von ohnqefabr 45 kg Inhalt und bat Aussteller solche mit seinem ublichen Brand- zeiiben zu versehen. Die Verpackung der frischen Butter smdxt, falls nicbt noch andere Bestim'muxi en getroffen_ werden soüten, m sauber gearbeiteten hölzernen Gefa en von 7 bis 8 kganha'lt statt,

5) Die Driiteltonnen müssenin Sackleinen einaenabt sem.

6) Da eine Ausstellung von Kasc nur in unangeschmttenem" und unangestocbcnem Zustande geschehen darf, so findat xine Voryrufung von Käse in Hamburg nicht statt. Das Comité wird fick) vielmehr bezüglich der ulassunq zur Aussiciiung auf das allgemeine Uribeil der Vorstände der landwirtbschaitlicben Vereine, bezw. spezieller Fach- leute verlassen.

7) Die zur Aussteuunq gelan enden Käse werden am Schlufie der Ausstellung, soweit nicht der ussteller anders darüber verfügt, verkauft und der Erlös obne szug dem betr. Aussteller zugesandt, falls nicht der Aussteuer die Kas; dem Comité für die deutsche Kol- lektivausstelluna zur freien Verfugung steÜt.

8) Alles Weitere bleibt späteren Bekanntmachungen bezw. pri- vaten Mittheilungen überlassen.

9) Die Ausstellung geschieht auf den Namen des betreffenden leo'dZZenten, dem auch die yiwa seiner Butter zuerkannte Prämie zu te .

10) Die Anmeldung wird bis zum 10. September 1). J, erbeten und hat beim Oekonomie-Ratb Petersen in Oldenburg im Groß- berzogtbum und auf bon diesem zu beziehenden Anmeldixbogen z“: geicheben. Eine etwaige Verlängerung des Anmeldetermins wird spater bekaxmt gemacht Werden. | Ü 11) Ein Aussteller kann nur ein Drittel oder Füßchen 0115-

e en.

Nürnberg, 16. August. (Mig. Ztg.) Unsere Getreide- Ernte kanxi niinmcbr als geborgen betrachtet und im großen Ganzen das Ergebmß ein befriedigendes, genannt werden. Bei andauernder Bedarfsfrqge haben fich .die Preise unverändert fest erhalten. Neue Waare wird „noch wenig angeboten, alte bleibt beliebt. Wir noti- rxn: all_baYerifcbe Weizen 11,25-11,75 «14, russischer Weizen 11,75 bis KFOR? bayerischer Roggen 7,90-8 «14, Hafer 7,75-8 «14, Alles per .

Gewerbe und Handel.

Zufolge Nachricbten aus Belgrad sind in der Woche vom 28."Ju[i'bis,6. August in dem Serbischen Kreise Catch fünf Stuck Rmdvreb von der Rinderbest“) befallen worden, von denen zwei der Seuche erlezcn sind.

_ Die Dividende der Görlilser Aktien-Gescllscbaft fur Eisenbahnbedarf für das mit dem 30. Juni abgelaufene Betriebßjabr wird, wie die „V. Börs. Zig.“ vernimmt, auf 6x 0/9 gegen 40/0 im Vorjahr festgesetzt Werden.

_ Die Dividende der Harkortscben Bergwerke und chemischen Fabriken für das Betriebsjahr 1878/79 ist auf 60/0 wie im Vorjahr festgeseßt worden.

_ Der „SaarbrückerBergmannskaiender“ für das Jahr 1880 (achter Jahrgang) ist soeben im Kommissions- verlage von H, Klingebeil in Saarbrücken erschienen. Das Büchlein enthält außer den üblichen Kalendernachricbten mancherlei nüßlicbe Mittheilungen , wie das auf die Regierungßbezirke Trier, Coblenz, Cöln, Aacbxn, Düsseldorf, Arnsberg, Wiesbaden, Münster, Magdeburg, dre Pfalz 20. sicb erstreckende Jahrmarkts- Verzeichniß, die Poti- und Telegrapbentaxe, die Zabltage der Königlichen Saarbrücker Steinkohleiigruben :c. Der der Unter- haltungslektüre gewidmete Theil des Kalenders enthält eine inter- essante Erzählung in volksibümlicher Sprache und Darstellung: „Die boÜändische Erbschaft“, von Wilhelm Fischer; außerdem findet man darin Rätbsei, alte BergmannssprÜÖe, FeuiÜetonisti|ches 20 Der Preis für den Kalender beträgt in_ einzelnen Exemplaren 30 H, bei Entnahme einrr größeren Anzahl 20 45.

_ Das Generalkonsulat der Vereinigten Staaten von Amerika in Frankfurt a. M. verzeichnet, wie wir der „New- 5Torker Hdls.-Ztg.“ entnehmen, den Export _nach den Vereinigten

taaten aus Frankfurt a. M. und aus den diesem Distrikte unter- geordneten Koniulaisbezirken für das am 30. Juni beendete Quartal mit 2367 464 Doll. (1878: 2130 697 DoW). Davon entfällt auf Yankfurt 338 624 Dol]. (1878: 294 428 DM.). Aachen 157 873

011. (1878: 200 821 Doll.), Eöln 290480 Doll. (1878: 238 608 Doll.), Mannheim 486 866 Dol]. (1878: 307712 Doll.), Mainz 168 700 Dol]. (1878: 169182 DM.), München 79 621 Doll. (1878: 81052 DOW), Nürnberg 436 982 Doll. (1878: 374 546 DM.). Sonne- berg 313219 Dol]. (1878: 313 688 DOW), Stuttgart 95 094 Doll. (1878: 150 659 Doki.)

_ Die ,New-Yorker Hdls.-Ztg.“ äußert sicb in ihrem vom 8. d. M. datirten Wochenbericht iiber die" aqumcine G's- schäftslage folgendermaßen: In unseren Geicbaftskreisen bleibt die Stimmung eine sebr ermuthigte, 11111) in der That hat man alle Ursache, der Herbstsaison das günstigste Prognostikon zii steilen. Ob wir für unseren Ueberfluß an Produkten höhere oder niedrigere Preise als die gegenwärtigen erhalten werden, ist Von untergeordneter Bedeutung, so lange wir uns überhaupt eines fremdeti Marktes ver- sichert halten dürfen, und das ist der Fall. Macht sicb doch_ schon jeßi ein empfindlicher Mangel an Schiffén fublbar zur Verladung der bereits für Europa bsordertcn Brotstoffe und anderen Produkte. _ Seit Anfang dieics Monats find dern Geldmarkte, in der Form von Zinsen und Dividenden, mindestens 12 AÜ11[.,DOÜ. zugeflossen, aber gegen Erwarten bat die Abundanz mäßigen Kaviials sicb weniger fühlbar gemacht als vorher; der Contremine der Aktiexbörfe ist es innerhalb dieser Woche sogar gelungenUden Diskonto fur Cczil Loans vorübergehend auf 6_7 0/0 zu treiben. Es" hat dczs zu, einer Be- festigung der bestehenden Raten geführt; wghrend m voriger Woche gegen Hinterlegung von Bundespapieren die größten Summen zu 1x % außgeboten waren, ist jetzt unter 2 0/0 scchr anzukommen. Für Plaßwecbsel bleibt der Diskonw unverandert 31_42*_ 0/0. Dec Waaren- und Produktenmarkt hatte "in den meisten bßdku- tenden Artikeln recht lebhafte Umsäße. Fur Volle Getreide- ladungen wurden 28 Schiffe zu steigenden Ratxn ,gcchartert, und Land in Brodstoffen bei weiterem Rückgang der _Preije ein lebhaftes Gez chäft statt. In B an 111 w olle nahmen die ansaße gn Unifang zu, wobffer sicb die Preise abermals niedriger stellten; die heutige Borse schloß fur Middling Uplands zu 117) Cts. egen 1121 (516. am vorigen Freitag. Von Provisionen wurde Scßmalz um volle 35 Eis. geworfen; zu den niedrigsten Notirungen steilte sich jedoch starke, Frage ein, und war der Markt schließlich wieder eiwa§ hoher. Reis wurde fest auf Preis gehalten. Petroleum bgite trags, fast gesckxaftslose'Tendenz. Hopfen blieb sehr fest im Preise, Käufer verhielten fick) jedoch bei den gebefferten dicffeitigen Ernie-Aussichten zurucxbaltend. Das Gx- schäft in Rio Caffees blieb, schleppend; Fur Zucker war die Nachfrage trotz niedrigerer Preisbasis gering. In Soblleder zeigte sicb viel Thätigkeit, und fanden Besonders in „HemlorkULeder große Umsäize statt. Der Markt für'Sch_iffsbedurfiziss0 lag außerordentlich ruhig. Fiir Wolle blieb die Tendenz, bet rubigzm Geschäft fest. Bon fremden Manufakturwaaren ist noch" keine größ:re Thätigkeit zu melden; der Import derselben betrug wabretzd der heute beendeten Woche,] 933 920 Doll. gcgen 2 161120 Doll. m der Paralielwoche des Vorjahres.

Hannover, 21. August. (W. T. B.) In der heutigen außerordemlicbcn Generalversam mlung der Hannover- Alienbekener EisenbabiigesellsÖaft wurde der Vertrgg, betreffend die Ueberlassung an deuStaat, mit 1760 von 1900 Stim- men angenommen.

Nürnberg, 17. August. Heute ist dieAusstellung de_s Vereins deutscher Blecharbeiter in der Turnhalle bicrselbtt eröffnet worden. In besonderen Paviüons im Garten sind größten- theils Maschinen ausgestellt. Die vorgeführten Arbeitet) weisen viel Er- freuliches auf und lassen das Streben erkenrien, stilvoll und'nacb guten Kunstvorbildern zu arbeiten, zeigcnaucb eme sebr foxtgcscbrritene und aiisgcbildete Technik. Einzelne_ außgestellte Gegenstande durfen geradezu die Bezeichnung „künstlerijch“ beanspruchen.

*) Siebe Nr. 192 des Reicbs-Anzcigers.