1846 / 31 p. 2 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

wolle, als ob die Trennung ker Kirche vom Staate nicht erreicht werden könne, wenn nicht kit in ]Öranxenciz beauftragten Minister das in: 891:- copzle aus die zu errichtende oberste Kirchen-Behötde übertragen wollten. Zugleich machte er aufmerksam, ob bei der allgemeinen kirchlichen Bewegung Nicht auf kik Idee des (It)!“[mz ex'nngclicm'um zurückzukommen sein durfte, das fich in den Zeiten der Reformation gcgen äußere Feinde der Kirche so trefflich bewährt habe; er glaube, der ießjge innere Feind der Kirche sei be- deutender als der damalige äußere. Bür ermeister Ur. Gross konnte sicb ebenfaUö mit der Deputation uur theilwei?e einverstanden erklären und-wtco besonders darauf hin, das: die Lage der evangelischen Kirche keincéwcch ","“ so klägliche sei, als in mehreren Petitionendarxuthunversucht wekde. Zn fastglxtcbi'm Sinne sprach Bürgermeister G o ttschald, ker fiel) dagegen verwalYte, kay-nmn skin Schweigen für Zustimmung a::slege. Ein Punkt“ des Uvutatwnö- Gutachtens sei es aber hauptsächlich, dem er nicht beistammxn konnr,“n._1m- lich der Vorschlag, die Reform der Kirchcn-Versassung bts _zn pach1t§n1 Landtage zu vertagen; ein Zeitverlus! von 4-5 Jahren erschrme *bm hm höchst bedenklich; da die Materialien zu „dem treffendennGcsesYnach der Erklärung der Regierung bereits vollständxg genu_g votlagxn, xo glaube er, das: dieses Gesch, wenn es sofort m Angnff genommen werde, im sechsten oder siebenten Monat des Jahres im Em- wurfe beendigt sein könne, und wenn sodann die Votbcmthuyg durch die Zwischendeputation sogleich beginne, werde es nur einer Wre- dereinberufung der Stände auf vielleicht vier Wochen bedürfen, um das Geses in den Kammern zu brrathen, und so werde es möglich, daffelbe schon zum Schluffe des gegenwärtigen Jahres ins Leben treten zu lassen. Zur Erreichung dieses Zweckes erlaube er fich, zu dem Punkte Zub 8 des Deputatious-Vericbts den Antrag zu stellen: die Kammer wolle dre Staats- Negierung ersuchen, nacb Erledigun der für den jeßigen Landtag beftimm- ien Verathnngs-Gegenstände den 'andtag zn vertagen, den-Gesxy-“Ent- wurf über die Reform der evangelisch-lutherischcn Kirche mat mogltchfler Beschleunigung an die Zwischendeputation gelangen last!) und „nach Been- digung der Vorberathung durch dieselbe den Landtag wieder emzubetufen. Nachdem dieser Antrag hinreichende Unterstiißung gefunden hatte, bemerkte der Präsident, das; die Diskussion über denselben bei der Berathung dxs einschlagenden speziellen Theils des Deputationöberichts zu ctönnrn sem werde, elklärte die allgemeine Debatte über den vorliegenden Gegenstand (dem Referenten das Schlußwort vorbehaltend) für geschlossetxnnd bestimmte die spezielle Berathung für die Tageöordnung der nächsten “Sitzung.

Königreich Hannover. Durch den anhaltenden Regen waren in den lthen Tagen bei Münden dt'e Fulda und die Werra wieder zu einer solchen Höhe angewachsen und ansgetreteu, daß seit dem 26|en dort auf den Straßen nach Kassel, Göttingen und Wißen- hausen hin mit Juhrwerk nicht durchzukommen war. Es waren da- her seitdem keine Posten von Kassel in Hannover angekommen.

Großherzogthum Baden. Die Karlsruher Zeitung enthält einen Artikel iiber den Stand der verschiedenen Konfessionen im Großherzogthumc Baden, wobei die Zählung von 184231: Grunde gelegt ist. Hiernach sind 7/3 der Landes-Bevölkerung Katholiken, mzd '? besteht aus Protestanten, Mennoniten und Juden. Genauer rst das Verhältniß folgendes: 874,349 Katholiken (daVot1178,235 im Seekreise, 2 2,552 im Oberrhein-, 277,708 im Mittylrhein- und 175,854 im Unterrhein-Kreise), 414,841 Protkßanten (davon 8145 im See:, 97,803 im Oberrhein-, 157,042 im Mittelrhein- und 151,351 im Unterrhein-Kreise), 1358 Mennoniten (hauptsächlich im Unter- und Mittclrhein-Krkise) und 22,409 Juden (davon allein im Unterrhein-Kreise 10,765).

Großherxogthum Oldenburg. Das Großherzoglache Staats- und Kabinets-Ministerium hat, weil bei der Anwendung 13er bisherigen Vorschriften in threff des Verfahrens bei d-cnz Uxbertrxtte von einer christlichen Konfesfion zu einer anderen Schwtertgkcxten ent- |andcnsind, zu beten Beseitigung auf Befehl des Großherzogs unterm 16. Januar folgende neue Anordnungen zur Nachachtung bekannt

emacbt, g „§. 1. Wenn Jemand, der das vierzehnte Jahr zurücxgelegt hat, von einer christlichen Konfession zu einer anderen übertreten „Mu und th quf seine dessaUfige vorschriftömäßjge Anzeige. bei dxm berkommendgn Gerst- lichen seiner biSherigeu Konfejsion v-Zn dresem dre Aysstellung etyer Be- scheinignng über die geschehan Anzetge des brabfickzttgtxn Uebxrtntts vex- weigcrt wird, so hat ein Protestant fich an das Konststonum, em Kathpltf aber an die Kommisfion zur Wahrnehmung des landesherrltchcn „Hohens- recht-Z über die 1ömischxkathollscheKirche zu wenden und von rer Wergerung kes Gcistlichen Anzeige zu machen. J". 2. Diese Anzeige soll _von dem den Uebertritt Beabfichtigcnden schristlich gemacht und von ihn!, selb]! unterzetchnet werden. Die 11nterschrift1m=ß,nnter Beifügung des Amtsnegels, entchcr vyn dem Amtmann, oder dem Anritor, oder dem Kirchspiels-Vogtc heglauhxgt sem. Kosten smd für rieseBeglaubigung nicht ZU b_erechncn. §. Z., Dje Bchordc, an mlcbe k-Lc Anzeige gerichtet wird (das Kynnstoriury rem.-dteUKymmxsfion-zur Wahrnehmungkes lanchbmlicbcn Hyheatsrechts uber pxe romrs-ch-katholx-sche Kirche), isi vcrvflicbtct, unverzüglich, spätestens bannen zwet Tagen, emjAttest nbxr rie gesckehene An:.cigc, UnterVetfügung des Amtsfiegels, kostenfrei zu “ck.?!- len. Tiefes Ams: vertritt kann dir Stelle der von dem betreffender) Gerst- licben *.*erweigertem Beschcinigung, und auf Production, deffclbcn „rst ]e-der Géistlickxe rerxenigen Konfession, zu welcher dxr Uebertrttt beabschttgt ryxrd, ermächtigt, denjenigen, far w:!chkn das Atxcjt auSgesteUt wx1rde„ 111 !cl-nk ercbe, aufzunehmkn. Das bei ihm produzlrte Attest hat der (Hc1ft11cbe0m Kirchen -Archivc ;u verwahren. Z. 4. Die Behörde, welche da? 111 §. 3 geraxchxe Attest crtheilk, 'OU hiervon sofort denjenigen GeißbcheymKennt- 111€- sex,:en, wélcber kie *.*vrfcheiftsmäßige Bescheinigung ubcr dae 1hm„ge- mackte Anxeége re.? bkab'sicbtigtcn Uebertrikts zu xiner ankejxrcn Konfemon häu: aUZseren sonv, Ter iclchs aber nach ker bet d„cr„Behorde gemachten An;e€ge vemcigert bar. Zugleich ist von dem Gcrstlrchxn Aquxttjst Yb“ k1e'ernke sxinek Weigerung zu fordern. Findet demnachst dax Behorde rie :cxgebrakxten Gründe uugenügsnd, so bleibt es jhrem Ermenen_ uber- laffen, gegen den betreffenden Geistlichen im Dizztplinmtvege wetter zu

:erf;:_.3xn.“

Freie Stadt Frankfurt. A_m 27. JanuarWMorgen-s 75 Uhr batte ker Main bei Frankfurt die Höhe von 151, 731113- erretchtz Las Waser war in kfe r*.ächstgelcqenkn Straßen der Stadt cmgedrun- gm, und man befürkhrkte kin noch höheres Steigen.

Rußland und polen.

St. Peteerurg, 24. Jan. Während des leyten Aufent- hale 5.7 Warschau hat Se.Majestät der Kaiser, auf erskellung des Bérktxk ZkLZLZZlLLkE, dem General der Kavallerie, Grafen anroweki, &". “Zt. Alx;:kx:er-NewskieOrden mit diamantenen Jnsignixn; ken kÜka".“-".ék:k"„kn Wchkchowski, Ober-Justiz-Tirkktor, und Falxzoff ;;: 7; “' meatcren, den St. Annen-Orden erster „Klasse mit ?.er “,;';!:."'.k:t M K: sékkéchkx: „Krone; dem Staatörath Koslowski, T*.meU éxr K,Zr„*2-24";:':,krkanq in kkk Regierungs-Kommissivn "ces

rkvseZke-n Lexx". okk-e rée Krone“, den Geheimeräthen und SE.“: “„."k." TL,“:i-'ké *.*-“, ZJUL-“xrxxki, unk “(en Wirklichen Staatsräthen TUNZE; Z:l-,*“ch.-';k', “_Z:l::szk', 'FiQSksijschewski, ijatkowskj, Pa- sÉJZSkl, Z4ch;::1217, 22-2 „'.-*"! Pcklkk-kowski ken St, Stamslaus- chen fester KLIA?! :erléxkztm, (:*: Mitglie'cec “ck! watichauer Abthei- laookn ce? 2:14»:wa ZtMtZ, Ljicqot'xhineki, Tureki, Trschctrsche- :::-119, T*c-ö'kazx “.I.“;wÜvkza, unk Y:;rxzkx, so wie den Präsidenten Lek Sky,: TFx2r7-1zxx, (Hr:"::1e-r, xu Ték'rkI-cheu Staatskäthm und den K:Txx'HZWÜ Mk'xZUQ. A:;“Uxften ker SuwitItZ JIUwaltunq, Zum €::;t€7:k': ?'kk“„'.'*,'k.

“3710-ka 9“;'7kk[*che0 Y.:Yeekeseßlx xcm Ute" 't. M“; 'cer (Tom-

L,“'„?,-*-' .“,x- ")*-* (“!)-.'xe--“;ck.71-txetx-T,1visicn„ GenerUÉieutenant *:“,“72'Ykk 1, - (.chxx-«ax-x: M 171971 Game-“_anantekée-T,évésion;

kk- » „5:11; ,

142 der Commanbeur der Zten Grenadier-Divifion, General-Lieutenant Owander, zum Commandeur der Zten Garde-Jnfantert'e-Tivision; der Commankeur des finnländischen Garde-Regiments, General-Major Wiatkin, zum einstweiligen Commandeur der 3ten Greuadier-Division; kek einstweilige Commandeur drs Grenadier-chiments des Prinzen inedrich der Niederlande, Gencral-Major Merkaskn, zum Comman- deur der 2ten Brigade der Iten Grenadier-Division; der beim Iten Infanterie-Corps stehende General-Major Vorgts "., zum Comman- dear der MM Brigade der 15ten J:!fanterie-Tivision; der bci der “lften Grenadier-Divifion stehende General-Maiok Shidkoff ]'-- zum Commandeur der Iten Brigade der “llten ananterie-Division, und der Commandkur der 216.1 Brigade der Iten Grejxadjer-Division, General-Major Kryloff|., zum Comnmndcur dcs finnländtschen Garde-

! Regiments; und mittelst Tagesbefehls vom “löten d. der General-Lieu-

tenant Schulgin ]. zum Kommandanten von St. Prtersburg er- nannt worden. , Um denAbsatz von Pferden, der bisjcyt oft mit großenSchwte- rigkeiten zu kämpfen hatte, zu erleichtern und somit der Pferdezucht eines der unentbehrlichsten Hiilfomittel ihres Gedeihens zu sichern, hat die Verwaltung der Ikeickys-Pferdezncht, mit Kaiserl. Genehmi- gung, den Beschluß gkfaßt, Auctions-Anstalten fiir den Verkauf von Pferden, wie ähnliche Anstalten bereits in England bestehen, zu St. Petersburg und Moskau einzurichten, und später auch in anderen Städten, wo ein solches Bedürfnis; sich fühlbar machen würde.

Frankreich.

Deputirten-Kammer. Siyxtng vom 24. Januar. Nachdem der Minisier der öffentlichen Arbeiten, Herr Damon, eine Uebersicht über das Eisenbahnennry in Frankreich gegeben und er- klärt hatte, daß daffclbe in sechs Jahren vollkndct sein werde, kam er zur Beantwortung der Frage, ob die Gesche in Betreff des Zu- schlags dcr verschiedenen Linien von derVerwaltung gewissenhaft aus- geführt worden. Zuerst sprach er von dem Zuschlag der Nordbahn und von der Verschmelzung der Gesellschaften und vcrtheidigte sich gegen den Vorwurf, als ob er bei den Verhandlungen hieriiber die Kommission und die Kammer irregefiil)rt hätte; aus Allem, behaup- tete der Minister, was bei dieser Diskussion vorgekommen, gehe her- vvr, daß nach dem wahren Sinn des Gescxzes die Verschmelzung stattfinden könne, so lange die Listen der Actionaire noch nicht depo- nirt seien, und daß erst nach dieser Niederlegung die Verschmelzung förmlich verboten sei. Herr Damon fügte hinzu, er könne sich hie'r wohl über zu harte und offenbar ungerechte Behandlung be- schweren; die Regierung habe sich nicht verpflixhtct gehabt, die Verschmelzung, in der Weise, wie sie stattgefunden, zu Nr- bictcn, dieselbe sei auf durchaus ordnnngsmäßiqc Art geschehen. Jn Betreff der Lyoner Bahn, welche einer Gesellschaft nach der Sißung, in der kein Zuschlag hatte erfolgen können, unmittelbar pk- willigt worden War, bemerkte der Minister, cr lxabe wohlgethgn, nacht länger damit zu warten, sondern diesc Konzcsjfon ohne Wettercö zu erthkilc'n, Weil viel darauf angskommrn sei, diese Unternehmung denz jenigcn zu iiberlasskn, welche die nu'isten Bürgschaften “darbotrn; dte Vereinigung dcr Geskllskhaften sci be'sser als eine emzc-lne Com- pagnie; iiberdies sei es sehr wünschenömcrth gewesen, so Vill Unterzeichner als möglich zusammenzubringeu, und das System der Verschmelzung habe dies Resultat gehabt; endlich habe die dringende Nothwendigkeit vorgelegen, sehr bedeutende Summen, die damals gelähmt gewesen, unVerzüglich flüssig zu machen. Der Minister ging hier auf neue Entwickelungen ein, um zu rechtfertigen, was in Betreff der Nordbahn geschehen, und um nachzuweisen, daß die Vortheile von dieser Bahn bei weitem nicht so groß sein würden, als man behauptet habe. Aus allen diesen Angaben unt? auß einer Vergleichung mit dem Ertrag der anderen Bahnet'1„ so ww Mit dexn Werth der Actien dieser Bahnen, schloß der Munster, daß er dae Dauer der Konzession für die Nordbahn nicht kürzer „habe .stell'en können; dies würde, sagte er, den Gewinn, auf den dre Actjonmxe müßten zählen können, Weit unter 5 pCt. herahgcbracht haben, uudjem Zinsgenuß von .*“) pCt. sei der Saß, dcm dje ganze Kammer beige- stimmt habc; jkßt bringe die Nordbahn nur etwa 4 Fr. 20 C. auf die Actie. Herr von Vatry, der hierauf das Wort nahm, wollte nicht einräumen, was Herr Lherbette behauptet hatxe, daß es Männer gebe, die fähig gewesen, sich durch Cisenbal)n-Bewtlltgungcn bestechen zu lassen. Nein, ein solcher Handel habe mcht stattgefuzxdcn; aber die Würde drr Verwaltung sei fompromittirt worden: mdrm man an Personen geschrieben, daß sie so und so viel Actien'crhalten sollten, während Andere, die auch um Artikn angehalten, n1cht§ brkommmx hätten, sei jenen begünstigten Personen, da ste ?lqtten, «[ 1131-- empfingen, ein wirkliches Geschenk gemacht gnd fo!glr_ch thre Fret- heit durch eine Art von Erkenntlichkcrtspsltcht gefcyscxt worden. Der Redner machte dann einige Bemerkungen über eine neue Katastrophx', die kürzlich in der Handelswelt stattgefunden haben solle, und iiberydte gewiß Herr Barbet, der Maire von Rouen,_ nähx-rr-n Aufschluß Wurde geben können. Endlich tadelte er noch dte Komgltche Verorfdnung über die Nordbahn, Welche die Auogabe von 400,000 Actten zu „500 Fr., also eines Kapitals von 200 Millionen, gcnehmrgt habe; man hätte, meinte er, die Actien nur auf 2375 Fr. stellen sollen, Ya. nur ein Kapital von 150 Millionen nöthig ski. Dm“ Ha11del§-Y21nzster, Herr Canin Gridaine, besfritt, daß hirrdurch zu Acttcnschwnzdcl Anlaß gegeben sei; die Gesellschaft [)J-bc aus Vorsicht, drenthm sehr l'o'blich scheine, sich fiir alle Falle decken “wollen; rzber- kiks sm“ die Prämie auf die Actien von _."100 Fr. gcrmger als [tc es auf Actien von 87.5 Franken geweskn 18111 wiirde, die bexresfende Verordnung sei nach reiflicher Erwägung im Stqatsrath erlasjen wor,- den, und es habe nicht in der Macht der Regtcrung gestandxn, dre Zahl der Actisn zu beschränken. Diese Diskussion, an 13er dw,.Her- ren Bienau, Lanyer, Von Morny und Deslongrats theiltxah- men, dauerte noch eine Weile sort, ohne clwas von aligememe- rem Znterrsse darzubieten. Einige Stimmen verlan'gten dann die Vertagung der Debatte, dieser Antrag wurde jedoch Vex- worfen, Ter Präsidknt läßt nun darüber abstimmnn, ob dre Diskussion des zweiten Adres; :ParagxaplUn als geschlossen be,- trachtet werden sollc; die Entscheidung fällt ,bejalzend aus. Marquas von Larochejaquclin fragt: „Aber, Herr Präsident, )| denn damit die ganze Erörterung des “„In-n Paragxaphxu geschlossey?“ Der Präsident: „Nein, es kann noch übkx dre e*mzeluen Theklejdcssxl- ben gesprochen werden, dikse sind noch mcht angenommetzzJ Dre Mat- glieder der linken Seite verlassen ihre Piave. Der YrasrderLt for- dert bie Teputirten auf, sich nicht zu entfernen. „le Borschrjften“, sagt er, „sind beobachtet worden. ka't kü'ndigt man dsre Absicht an, die Abstimmung durch Theilung iiber dae emzelnen Thetle des Parq- graphen zu Verlangen und Amendemen-ts. vorzuschlagen. Glaubt dae Kammer, hiernach in eine Vkrtaguug WWW zu sollen?“ Das Ceu- trum erhebt sich in Masse dagegen. Herr Lunean aber Vetlanat, daß Über den erstkn Sat) kes zweitcn Paragraphen abgesondert abgestmnyt werde, und zwar kurch Theilunq. (Lärm um Cßxttrttm.) Dchpxaa sident läßt zu der begkhrten Abstimmung schmtxn. Der: bezugluhe Saß lautet: „Ihre Regierung beeifert sich, dre „Ausführung der großen Arbeiten der Verthridigung und des öffentlvchen 911187116- zu betreiben, deren rasche VVUUWUU die Kammxr wünscht. Emtges Gelächter entstand über ein Verskßen des Justrz-Mimsters, der gegen

dicen Saß der Adresse stimmte. Uebrigens fand es , -_ * , . Stxmnxkenzahl Zricht hinrxichend war, die Abstimmuugfichmußkxßxé *;"MM,“,kxserEthrx“m??schFlLÉFÉUßYTÖeZTchKaFséchkilgsäéldVZY her fur ungulttg erklart und nun doch auf Montag ausgxst", erfqlgung Gegend von T.iaret zu bleiben, theils um dadurch eine

der , . werden. sztktßx Abd el Kader's zu verhandern, thetls um jenen nun sexi

. konnten so hefti erschütterten und schwer heimgesuchteu YYY 9Zim? neue starke 8Organisation zu geben. Abd el Kadxr [,' auf den Warenseris- Gebirgen “d,en Uld-el-Hadsch-Segtr, 1en Neffen kes angesehener! Kalifa St-Embarxk-ben-AUaU, zu- chelassenz er hält sich mjt etwalhundert Reate'rn bex den Ka- 1,2 in den höher gelegenen Thetlen der Gebtrge auf, wtrd [. auf das genaueste blobachtet, xmd von den' Kabylen erwar- fmcm nicht, daß sie ihm auf dae Ebene wierdcn folgen wol- c Das Schreiben enthält auch Näheres über die Lage dcs den “Moser! ergebenen Kalifa von Laquat; cs xvixd darjn versichert. daß “ck da, wo die französischen Truppen n1cht unnnttelbar emwtrken, netk- Stämme gäbe, welche ge'gen Abd cl „Kader entschieden Pür-

„th11.

Paris, 25. Jan. Seit einigen Tagen hat fich das Gers verbreitet, es sei eine ernste Meinungs-Verschicdcnbcit im Kab) zum Ausbruch gekommen“, das Ministerium hätte sich in ZWri LFU“ geschieden, an der Spiye des einen Theils stände dcr Coils???“ Präsident, Maxschall Soult, an der Spiye des anderen HM («“Z“ zot. Die neuesten Vorgänge in Algerien sollen zu diesem «')xrv-YcsZU geführt haben; Marschall Soult weigere sich, den iibrigan, gliedern kes Minister-Ratvs dic “Depeschen, welche der Kris" Miniser, Herr Molines dk St. Yon, erhält, 111itzutl)exlrn, : heißt, Wenn Depeschen aus Algerien cinträfen, so verfügten] die beidcn lthgenanntcn Minister zusammen in die TnilcxjeenM gäben dem Könige direkt Kenntnis; von der afrikanischen NNkesrzL

denz. Die Herren Guizot und Duchatel, so wie mehrere ihrex,„* _

legen, sollen mit einer solchen Verfahrungswcise Framus k1icht?.- ?TsolxlÖZfYJrk-YMF YYYsichdi?"s.?“ÜZÜYZFleKIeiZT-Ych F;? verstanden sein, namentlich jetzt, wo die Laqe der inqc in Al.,“ gk _ * . _

. . '- -, -- *- . « a ren durch den Tunnel! untersagt und cine Untetsuchungs- em so ernstes Ansehen genommen, und da thre duofallrgcn NW ;nFssYVU hingesandk worden ist.

tionen ohne allen Erfolg geblieben, so hätte sich daraus nun eine“ „„ . . , . bedenkliche Mißstimmunq unter den Mitgliedern des Kabinetsx Dkk zesmten sollen 1hr Haus,; *" r?“ Pysistraße keinesweges fur - * ck ' - * ,. - xverlaffen, sondern sich beretts wieder m großer Anzahl 111 du'- Wtckelt, Zu dem Konfercnzsaale der xeputrrten-Kamnnr mb „„ _ k „„ . cfunden md ." richtet haben _ vorgestern Herrn Thiers und Herrn Guizot lange Ann in Akmxs , GEW“)? “"I * ?! ge *? und abgehen; sie waren in chges GcsprächÉsertieft. Dikskskjkéz Großbritanien und Irland. Ereignis; hat bei mehreren cputirten die ermuthung vcran|zJ ', - - . .).) es könnte sich um cine Verschmelzung der Parteien handeln. 1 ZUTZTY'JH foFéluß der Sthung vom ““' . DUN amtltche Bericht des L§3ez1eraiLevaffeuY an dcn F'fztegW [W116 nun diese seine Pläne betreffe, so enthalte er fich akfichtlich vor ncfter uber das Ungluck, welches seiner Kolonne widerfahren 1111.14". “"W“-g„" Zeitpunkte (dcr Sisung vom 27stcn) auf das Detail der- „Sctif, 10. Jan. Ich habe die Ehre, Ihnen eine Abschrift»; “m „Zuzugehen. Jm Voraus indcß wolle er davor wamen, daß man aus Berichts 3" sckRickk", den ich “" dcn Marschall Gouverneur "“ckth Sie 11-3- * gegenwäxtigeuZustand der Dinge allzn großeHoffnungcn für die nächße den daraus die Katastrophe ersehen, die uns getroffen. Mick s(bmmxj „,s. schöpft, so weit die Preise und der Vorrath dcrLebensmittel in Be- tiks; ich kann nichts hianfügcn; die Thatsachen sind der Wahlbl'ik 911,“ «kommen. Noch habe man sieben Monate dnrchzumachcn, che eine neue berichtet. Morgen. kk" Wk?"- M'U "ch Wich "“ck Konstantine bkgkbk". .; nm eingebracht werdenkönne,unddaßdie nächsteJolgezcitdiePreise derLe- bin 11. s. w. - Der General Levaffcnr an den (Hencral-k-Bonvch smittelßeigernwerdc,laffe sichmitGewißheitvoraussehen.MitviclcrEncrgie Setis, 10. Jan. Ich hatte ki? Ehre, Ihnen durch ÖM Cöllkikkvn “mpfte der Premiek-Minißer am Schlusse seiner Rede die Anmaßungen 28. Dezember emen Bekicht über dir Lage der Dinge bis 311 dikscm Dax:. .'mjgen seiner Anhänger, welche versucht haben, ihn als durch Verpflich- zu senden, Vom Bivounk im Tum-el-Hamua, wo ich mich damals bci gm gegen die Partikular-Jnteressen seiner Partei gebunden darzustellen. beobachtete ich die Stämme von Hodna und Ma sis, die Si Saad llntcrstuzn cherklä!c“, sagte er, „daß hier durchaus ein Mißverskändniß herrscht, g-“leistct. Am Asten rückte ich nach Tnm-Bn-Taleb gegen die drti Dörfcru .ßxwas die Ausdehnung der Verpflichtungen, als auch was die ange- Hal-Bu-Tateb, welche am Aufstandc Theil genommen hatten. Als ich 11 heeStrafe für deren Verlesung anbetrifft. Ich bin kcincm Menscheit, mit beschäftigt War, dic Silos ränmcn xu lassen, widersetzte sick,» unsSx- “Klose von Menschen persönlich verpflichtet, um einen bestimm: vor- Saak, und es kam zn cinem Gefechte, das uns einige Vcrwuydctc kosme. eichncten Weg einzuschlagen, oder gcgen meinen Willen mich den Lasten Troß unseres Erfolges hatte Si-Saad die Pere'jtwiUigkcit "1311-cm Gcgncr, Ilmtögewalt zu unterziehen, Ic!) unterschäße keineswegcs meine aus- sich zu unterworfen vermindch; ich entsckloj; M1ch also, diesen Häuptling r'ubnete Stellung, aber man möge mich recht verstehen in Hinficht der anzugreifen. Am 277101 vrrlxeß 1ch mcm Lager vor Tnm:Bn-Tafckymn pßichtnngcn, welche mein Amt mit auflegt. Dcr Werth desselben be- mich nach Ain- Azel zu begeben, woxans Si-Saad schloß, daß 111.71- .tnicht in der Macht, Aemter zu venheilcn; dies ist von dem Amte des Konstantinc znrückginge. Eine Abtheilung von 100 Mann Kavatlexieund emier-Ministcks unzertrennlich, aber man glaube mir, daß dasselbe auch etwa 500Mann Fußvolk, mit der er mcincholonne folgte,wmdc von 111111»- e Quelle fortwährende! Anfeindung und Unzufriedenheit ist. Ich griffen und ihrer Fahne beraubt. Hierauf v.gab ich mich am (:()s-cnmämxwa äße riese Macht nicht des Privilegiums wegen, Aemter zn 12,000 Mann in das Land dcrUlad-chcn, um die Wohnung SNSW'Z heilen. Persönliche Zwecke, das kann ich ohne Amnaßung zu zerstören und seine Anhänger zn bestrafrn. Dies gelang nnrvoystanrjx. 11, habe „“ck nicht. Ich habe vier SonNrainen gedient, und am 3- Januar unterwarfen sich die Abtrünnigcn; dock) an décscn Tax rgj". und seinen drei Nachfolgern. Unter der Regierung Georg's lll. änderte fich das Wett" plößli'cb- fit'l cine ungchcurc Muffe Sllmtx. mc-“n Amt noch so untergeordnet, da:“; ich mnnöglich schon die Auf- mn Iten das ganze Land in zicmlich bedenkrnkeröbc kcckik. Ick Mitch samkeit meines Souverains auf mich ziehen konnte, aber untcr der Re- mich, das Gebirge zu verlassen und mich nach Konstantinc zuruckzubcged ung seiner drei Nachfolger, Georg W., zuerst als Regent und dann als Es trennte uns kaum eine Entfernung von 15,000Mkker vo" deröchrl'rm fg, Wilhelm 17. und Vickoria, brachte es mein Geschick mit, daß ich auf der Konstantine licgk; aber der ohnedies schWicrigc Weg Wurde rum ge der höchsten Acmtcr im Staate bekleidete. Ich habe ihnen unter erneuten Schneefall ungangbar. 11111 7 Uhr Morgens a11sgebrych3c!1,baikt irrigen Umständen und zu kritischen Zeiten gedient; fie haben Zeder bereits die Hälfte meiner Abtheilung, nämlich die Kavallcrtc 11111115" viel zu günstige Anficht von den Diensten, die ich leistete, gewonnen, Bataillon des Vortrabs, die Hochebene erreicht, als um 10 Uhr smr/xs xjedem dicser Souveraine habe ich erklärt, mit dem ganzen Gefühl pflicht- Schnecgesiöber, von cisigem Winde getrieben, den Marsch der Truppch/L [digen Dankes, daß es zlur eine Gunßbezeugung, eine Auözcicbnung, hielt und dessen Fortseßung unmöglich machte. (Zinc furchtbare DW Belohnung gäbe, dic ste mir ertheilen könnten, nämlich die einfache trat ein, und man konnte nicht 25 Sebritt vor sich sehen. ZurückM» Muang, ich sei ein loyale: und treuer Diener gewesen. (Hört, hört!) und stillhaltcn war gleich unmöglich; ich drang also, tros aller Hindtwv». nnx'xeMacht cinen Werth hat, so besteht derselbe darin, daß sie meYr vorwärts und schlug den Weg nach Setif ein, das nur 13 Stundch- egenhéngiebt, öffentliche Dienste zu thun. Das macht allein den wa fernt lag. Es War ettva 5111", als dieser fürchterliche Marsch bcending. ., Werk!; amtlichrr Gewalt aus, und ich glaube, mit Wahrheit erklären Ich selbst befand mich beim Nachtrab, nachdcn1ichdrciVataiUoncUntech “, können, daß ich. wenigstens abfichtlich, dieselbe nicht gcmisbraucht Befehl des Oberstancrbillon gestellthattc. Ein sichcrer Jülvrer bcglt'itctek f..... Die Leitung einer Regierung ist ein schwieriges Unternehmen. Nachfrab, nnd nacb dreistiindigcr Anstrcpgung gelangte ich mit den M mag mir gestattet sein, mit aller Ehrerbietung zu sagen, daß, wie unser sten Herbillon und BouScarin in djs Mate rer Niederlassungen dcs Sta mes Riga. Dort beschloß ich zu iibe111achtcn nnd qnarticate mcinc Leute die Dukas. Diese Nacht war schrcck11ch für Alle, 2 Fuß Schnee deckte - Boden. Mit Anbruch des Tages (am 4ten) scyte ich micky gegen Seti! das ist das Ziel, welches ich zu erreichen versucht, und ich kann es Marsch, wo ich gegen 4 Uhr Abends antraf. Während h'iescs ganzen .* für unverträglich mit dem wahren Konservaiismus halten. Die Be- ges schneitecs unaufhörlich. Der Wind wchte nut Ungcstum. Dcxnn-mß ng von dieser übernommenen Aufgabe mit Ehren wäre eine mesk, reichten wir Sctif ohne besonderen Unfall. Aber dcr grausaxpc M-U/aßxgnzt eine Strafe, denn die Erfüllung der Pflichten übersteigt bei xvettem 2ten hatteuns trankige Verluste zugezogen, vicle der Unscrigen siurztan 81.11! Maß meiner lörperlichrn und geistigen Kräfte. Aber so lange due Ehre erstarrt um und fanden ihr Grab im Schnee. Tiefe Leiden trafen „uns 1116. _ das, Pfisichtgefijh] xs fordern, werde ich nicht davor zurüäschrccken. Ich allein, denn auch die Gams der Araber erlitten bedeutende Verlujrc. M: bxreat, dre Verantwortlichkciten zu übernehmen und die Opfer zu tragen, meinem Abmarsche auc; dem Lande der Rigas am 4ten empfahl 1chno1 1ch werde mich nicht dazu verstehen, das Amt zu bebalten, mit ver- mcine Kranken der besonderen Obhut ihres Kaid und stellte six Unter rm “melter Macht und gefeffclter Autorität.“ (Lauter Beifall.) Sch*xß cines Spahi-Offizicrs, dem ich eine Abtheilung mrincr Kolonnczu- «Lord John Ryssell's Antwv" aus diese Rede beschränkte fich iu riicklicß. Am 5101 sandte ich eine Zägcr-Schwadron mit einem Arzte:::x zHauptsacho auf dae leßte Minister-Kxifis. Cr berichtete, daß er am 10. Tragbahxcn 311 den anückgelassenen, um sie m-fmhebcn. Ich freue n;“. mbcx syme, erste Aydtenz bei der Königin gehabt und derselhen soglcich ancn anzeigen zu können, daß sie mir eine große Zahl zrxruckbrachte. ?! ,. chrvtengkeateqmxöxmqndergeseythqhe, mitwelchxn kr und „semcKollegen jedem Augenblick trafen neue Lcntc ein, die wir im Schnee verloren glaublx'» , großeq Mngtxat m be-iden Hansen:. gegcmther 311 kampfcn haben Dicsrrllmstand ist es, der die Zahl der Todtcn noch nichtgenan f:)tzuskéUF M., Dxe Kontgm habe 1hm darauf, emen Brtef „Sn Robert Peel's erlaubt. Ich werde sie Ihnen sobald als möglich melden. In die|crsckr::' ethetlt, m welchem derse1be scine pers“o_n!iche Unterstuynng des Antrags lichen Lage bach die Truppen einc bewundernngswiirdiZic Ykmnsztxchxké " Anfhchung _dkk Getrmdegeseye zugesagt hkka Ek habe darauf eine wiesen. Weder Anführer noch Soldaten haben ihre ube und (8311.12 ferxnz Z"" Str Nobcrt Peel gebqbt und von demselben zwar jeden eincn Angcnblick verleugnet. Viele meiner Soldatcn sind in Folge dchmx' Mis „uber_ den Stand der ,Layge, . aber keine Andeutung über und Strapazen ins Hospital gebracht worden, doch kann ich Ihnen?!" Mane m Bc1rc*ff der GctrmdcgeYH-angc erhalten. Nichts- fichern, daß nach der Ansicht der Aerzte Wenig bedenkliche Fälle vorha-"xké wemgcr babe dte ahm zugesagte Unterstußung thu ver-anlqßt, von jcder find und einige Tage hinreichcn werden, um den Gesundheitszustand 25 “!,. [“as-Parlament aufzulosxn, zu abstrahrrcn. Mtt semcn Freu-UYe-n znßellen,“ Aber ,die wegen der Gctxatdez Gcseße zn treffendx Maßxcgc] dcfmmv Die Algerie bcmcrkt, daß bei diesem Verlust, der schon 1! Jubercnzgckommen, daß dje bestchenden (Heselze sofort ansgchobcn, zu- tericll so bedeutend sei, die moralisch? Rückwirkung noch mehr Wer d,“ Abßabcnlast kfx thlkldbkstßxk kklt'1ch1_kl_,twkkdkl1solle. Als fürchten wäre, indem die Araber in diesem Ereignis; den Finger E "ck S" Ro kik Peel du'srm Plane seme Unthtußung zugesagt, habe

-- - - . sM'ni tes sahen. Dies Blatt macht den Gencral Levaffcur fUr die's9114 dcn [TasLeeme Y:?)rR-MnLFTZUFUÉ"sIZMJFstZ:“ WYZMTÉKFFK

[Ust ganz verantwortlich und chlangt, ["?"ka Uytxrsuchun-g. ,_ _ ründe auseinanderscßte, welche ihn hinderken, in das Ministerium u InTVUYW angekomnwncP(tvatbrlee vouOsstZterendcs40,1“??? .. (ke,!HaUpigrundwakbekanntlich, daßLord Palmerstondas Ministeriuzm fanterae-chaments, lvclches bet dcr IJoloan dcs cherals 5.1“qu ,Uswakttg-et!Anqclkgcnhcitcn übernehmen solln), und da nunLord Grey, war, besagen, das; bki der AUkUUfk '" Skklf nur 300 Man" D:“, gkeach s11119€911111e und seine Rechtlicbkcit an und fiir fiel) nicht hinrei- qefehlt hätten. Jm Toulouuais wird jedoch aus Kon sta11127; gewesen waren, die Bildnng dcs Miniserimns von seinem Eintritte Zoom 11. Januar qeschrieben, daß am 7. Januar noch 500 verxk- &?an [mdachoan d?ch eixetr derdC'srstcnIJcIcscY- !!!-'ich?![ dem freien *, - ., ,. - * -, c),“ a: ' _, c «1 or ere e , un cin i i-xintr'tt [* r - worden seren. So vn! schmutUJe'wÖ,“ daß dex „4.00 PWW! |_ gen kanunhungcn hä?" Vcranlaffnn eben können] soWe'bzu nach Kolonne 1200 Flmten, tl)r (Hepack und :hrc „Kane, dre 2000.31. €*.- higt gesehen M Königin das YFaJdat ur V,") ha,c " ckck hielt, unkerchcs zurückgelassen hat. Ein BlatF zeigt auch bkl'lltö,“ s zurückzustcuén, Hauptsächlich bedaure „, dzaß ['s'ih:1|1n?1ich)lknelxögli?l; General Bcdxau habe Befehl crhaltcn,__dao „Kom-mgnxo 111, der P sen “sei, die Aufhebung der Getraidegcseße zu ctlangcn, weil er, sei- th3 Koustantmc, Welches Generach'vancur mtcrmusnsch fuhrte, w Anficht ngcb, d'lll'ch eine solche Mnßregcl in den Stand geseyt der zu iibernt'lmwn. , '" skmownrde, sxme Pläne zuzGunstrn der Verbesserung der Verhält- Man spricht von neuen Depeschen, die aus ?llgicr im KM,? Ko" «;rland nnt'Nachdrucx ms Wett „zu !cßcn. Nach, Lord John Ministerium angelangt skicn. Aus den Westlichen Bezirken Algen? "spÉaßh Herr d JSraelx, dex m lanÉxcr Rede scmc von per- sollcn die Nachrichten iiber die Laar der französischen Truppen sk" nach 'Wmng zeugenden, Angrtffx auf [r Robert Peel erneuerte beunrubiqcnd lauten. Dao Jourüal dcs Débats enthält inkk -3"w“sk" sini)“, daß dtescr an scmer Partei zum VKU'ÜÜ)" kaokdk" ein Schkeibcn ano Algier vom [()ten, welches eine allgemeine M “T n

'ZOYMGNS Herrp d'JSraeli “verdixint als Außdruck der entschie- sicht iiber den Stand der Dinge im Westen und im Centrum 1; y' “I"" S" N“ Peel“ “'"" "“l"“ Erwahnung, zumal da gcricno giebt, aber nichts Von neuen Unfällen bcrichtet.

FMM“ thglied fiir_ Shrewsbury, Verfasser des „Coninoby“ und der

. , Nö“ w- ""chlsk,lhaft dre stärkste geißigc Macht dicser Fraction dcr To-

der Kolonne Marschall Vugcaud's bajtc man 111 WNW“ «".. ""“"" auch 1m Ganzen genommen ein politischer Schwindlcr, Alles richten bis zum öfen, Sie stand an du'scm Tage zu Sklk-t'l--" t ';"kaüßt hat, was nur irgend gegen die ministrricllc Politik vorge- am oberen Riu, 8 Licm's nördlich von Téarct. (Henna! ZUffl'f_h"„ „1- "d'" kann,. Die Waffen des denkkö sind bekanntlich die M seine Verbindunq mit dem Marschall bejvrrksiclligt. Abd rlea'" -'" IWM")? und [""“-'n Satvrc gcgen dk" Pkkknikk'Mi'Üskkk-

“* .* ' - * .? kk" '" "icht Einer von jenen Bckchrtcn“ sa te Herr d'Iöracli

hatfe sicb wrstwartö durch das Land der Scharfaa, mms Tbklei, )*e kkinkkPattei ver , , , g, .. , , , . (. . . cx. . pfltcbtet fino. Zeh bm vtelletcbt Matzlted cmrr gc-

großen Stammes der 310016, gewandt und war obmhalb cn qutei. Dxe Anficbten a?;er, wclche ich zu (551111001 dcs Scbnv-

Mohammed -ba'n - Audas iiber die Mina gegangen. - ms bxsweilen, wenn auch schwach, auseinandcrzuscpcn versucht habe,

., KFL- , ..

anu ar.

.-

,Ötet, es keine leichte Aufgabe is, das Wesen der Monarchie, Aristo- /und cines reformirten Unterhauses zu harmonischer Einheit zu vcrbinden.

scher Bau, unsere alte Verfassung „Ehrfurcht und Verwunderung erzeugcnd“ '

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halte ich fest, Als Vertheidiger dieser Prinzipien bin ich ins Parlament geschickt worden, wenn ich fie ausgehe, gebe ich meinen Eis auf; und mit dieser freien Darlegung meiner Anfichtm will ich versuchen, zu erklären, warum ich jest auftrete. Ich halte es für unpassend, daß der sehr ehren- werthe Herr (Sir Robert Peel) die weitere Diskussion über diesen Gc- genßand verhindert, nachdem er selbst mit ungewöhnlicher Axäxme seinen Gefühlen bis in die Einzelheiten der Frage gefolgt ist. Ich chte einen Minister, welcher erllärt, das: er sein Amt in Uebereinstimmung mit den Geboten scinrs (Heißes und Gewiffens vexwaltct; es giebt kaum einen Mann in diesem Hause, der nicht k!,ese edle Gesinnung anerkennen wird. Unglücklich aber muß die Stellung dteses Landes sein, da sein Ge. schick von einem Manne geleitet wird, dessen Politik seinen Uebcrzkugtmgen zuwiderläufk. Da der sehr chrenw. Herr indes; einen so delikaten Gegen. stand berührt hat, so mögen wir fragen, wclckxe Ursachen und Umstänre einen so befähigten und hochstehenden Mann zu solchcr Apologxe, zu so!- cbcr Rechtfertigung gezWungen habep können, ihn unter dcm Beifall seiner früheren Gkgner aufstehen und semexeigenen Partei gegenüber einen so axologetiscben Charakter annehmen lauen. Lyne Zweisci ist er 1111th- WUßtsein zu einem solchen Schluß gelangt. Er sag!, das; er nicht so sehr durch die Stärke der BeWengründc, als dilkch Beobachtung dahin gelangt sei; aber diese Beobachtung hätte er schon längst machen können, al:? er noch in diesem Hause einen weniger hochstehendenPosten aussüUte und ge- ringeren Einfluß besaß. Was soll man von einem Staatsmann dcnkcn,

der vier Sonvxrainen gcdicnt, Erfahrung und das Königliche Vcrtxaucn besitzt, '

und der nun mit der Erklärung hervortritt, daß er nach einer Erfahrung von drei Jahren nothwendig seine Ansichten über diesen wichtigen Gegen- stand ändern müsse, der fich ihm seit 20 Jahren sch0n hätte aufdrängen müssen. Ein solcher Minister mag gewissenhaft sein, aber er ist unglücklich. Aber auch das wiu ich noch hinzufügen. daß er gerade der Leßte isi, wel- cher seine Partei im Tone der Drohung anreden darf. (Hört! hört! von den ministeriellcn Bänken,) Wie immxr die Entscheidung des Hauses aus- fallen mag, das mus; ich sagen, es 1st sehr scthr für die SteUung des sehr ehrenw. Herrn, welche er jxßt einnimmt, irgend cine parallele Stellung, welchc Grschiclxte odcr Erfahrung uns zeigen, aufzufinden, es sei denn, man denke an einei: Kapudan-Pascha von Konstantinopel, der von dem vorigen Sultan den Oberbefehl über die Flotte erhielt, unt Mehmed Ali anzugreifen, die Flotte aber in den Hasen des Feindes fiihrte. Damals wurde diescr Admiral ein Verräther genannt; aber er verjheidigte fich da- mit, daß er ein Feind des Krieges sei, einen langen Kampf verabscheue und denselben dröhalb durch den Verrath seines Henn habe beenden wollen. Ich taube, dieser Mann ist jest erster Lord der Admiralität in Konstantinopel. Dcr ehr ehrenw. Herr (Sir R.Pee1) wendet ßch mm mit einer atthearbciteim Rede an uns und sagt: Man habe behauptet, daß eine gewisse Macht ihn zum Minister gemacht und eine gewiffe Macht ihn von diesem Posten ent- fernen könne; er protestire gegen eine solche Autorität und werde niemals eine so dienstbare Stellung anerkennen. Beide Seiten kes Hanses mögen hierin dem sehr ehrenwerthen Herrn beistimmen, aber diese Beistimmung kann nur wie bei dem freien Handel im abstrakten Sinne stattfinden. Nie- mand hat ein Recht in der Stellung des sehr ehrenwerthen Herrn, so hoch- gemuthrte Gesinnuugen zu äußern, ohne auf Antccedeutien zurückzugehen. Dies führt uns auf die Betrachtung der Regierungen mittelst Partrien, wclche niemals bei Beurtheilung der gegenwärtigen Stellung dcs sehr ehren- werthcn Herrn aus den Augen gelassen werden darf. Es ist für ihn ganz gut, Wenn cr sagen kann: Ich bin der erste Minister des Landes; und vielleicht auch, wie Sir R. Walpole: Ich bin „der einzige Minister“. (Gelächter) Seine Sprache heute Abend svar reich an cgoistischer Rheto- rik, und ich glaube, er hatte Recht, dieselbe zu gebrauchen, kenn wenn, wic ich höre, das ganze Kabinct gegen ihn gestimmt hat, so hat er Recht, keine Notiz davon zu nehmen, (Gr!ächter.) . . . . Aber wir müssen uns fragen, als Mitglieder des Unterhauses, durch Welche Mittel hat denn der sehr ehrenwmbe Herr seine gegenwärtige Stellung erlangt? Wie hat er die Macht erlangt, seine Anhänger zu hintergehen und ße verächtlich behandeln zu können. Seit einer Reihe von Jahren vertrat der sehr ehrenwerthe Herr eine ganz andere Poliiik, und er kann jetzt nicht sagen, daß es die Gunst seines Souverains war, Welche ihn in die gegenwärtige Stellung feste. Wir auf dieser Seite des Hauses erinnern uns fast mit Erröthen dcr Anstrengungen, welche den sehr ehrenwerthen Herrn in seine gcgenwär- tige Stellung brachten. „Die gchciligte Sache des Schutzsystem» .. die Sache, welche Pläne der Herrscher vereitelt, Parlamente aufgelöst hat. Es war prächtig, den sehr ehrenwmhen Herm anzuhören, als er auf die De- tails einging. Es mag für ihn ganz gut sein, einen so hohen Flug zu nehmen, und we'nn er ihn nur kalten könnte, so wäre es besser flix das Land. Aber 111) will Ihnen sagkn, wclche Voxßrllun, ich von einem großen Staatsnmnne habe, und ich War es mit der grö ten Achtung für jeden Herrn auf jener wie auf diescr Seite des Hauses, ohne einen Partei-Triumph zn wünschen, denn ich glaube jest zu einer Partei zu gehören, die nicht mehr triumphiren wird. Wir haben auf unscretSeitc nur die Constituenten, die wir nicht verriethen. Meine Vorstellung von einem großen StaatSmann ist, daß derselbe eine große Idee vertritt. Dies mag ihn zur GeWalt füh- ren. Sich mi! dicserJdee verbinden, sie zu entwickeln, sie einer Nation zum Bewnßtsein zu führen, macht einen Mann zu einem großen Staatsmann. Ich kümmere mich nicht darum, ob er Fabrikant oder cines Fabrikanten Sohn isi; er würde durch diesen Umstand vielmehr eine erhabene und heroische Stellung einnehmen. Aber ich bcrückfichtige nicht die Stellung eines Mannes, der niemals eine Idee exzeugt, der die Witterung beobach- tet, der seine Erfahrungen sammelt und, wenn er den Wind aus irgend einer Gegend spürt, seinen Weg danach einrichtet. Ick frage nichts nacb seiner hohen Stellung, aber der Mann, welcher diese “Stellung nicht durch Entwickelung und Festhalten einer Idee und eines großen Prinzips gewinnt, kann wohl ein mächn'gcr Minister sein, aber er ist kein großer StaatSmann.“ Sir R.Peel, bemerkt Hm d'JSraeli Zn Lveitcretn Vcrlmrs seiner in demselben Ton fortgehendcn Rede, sei stets hinter den Ereignissen seiner _Zeit grgangen und dürfe gar nicht wagen, dem Hause Zu erklären, daß er der einzige Mann wäre, erchcr dic Monarchie und Aristokratie mit einem rcformirtrn Unterhaufe zu harmonischer Einlvcit verbinden könne. Die Rede schloß mit einer bitteren ancktiVe gcgcn den Premier-J)?inister, dcr von Lord Stanley deshalb verlassen workcn sci, Weil er selbst alle die Prinzipien verrathen habe, durch Um: Anerkennung er Minister gc- tvorden.

Nachdem noch Lord Northland, Herr Milrs und Oberst Sibthorp kurz im Sinne der Ultmtorfcs dcn Grundsäykn des Ministers widersprochen hatten, erfolgte die bereits gemeldete ein: stimmige Annahme der Adresse.

London, 24.30". Die kautationcn dcs Ober- und Unter- bauses begaben sich heute Mittags 2 Uhr nach dem Buckingham- Palaft, um Ihrer Majestät der Königin dic Antworts-Adresse beider Häuser auf die Thron-Nede zu überreichen. '

Die Rüstungen dauern unausgescyt fort. Außer der ?lusbebung der Miliz und der Znftandseßung der Flotte, wird die stehende Armee vermehrt. Tie Königliche Artillerie, 72 Compagnieen zäblcnd, soll für die Compagnie “10 Mann Verstärkung, mithin im Ganzen 720 Mann mehr, erhalten. Mit Ausnahme von 26 Rckx'utcn, die in Irland zu Lisburtt ausgetrieben wurdcn, hält es indessen schwer, die erforderliche Anzahl zusammcnzubringcn; man lxat daher Vor, zur Lockung eine Pension von 1 Sh. pro Tag nach abgeleisteter “.?-[jäh- riger Dienstzeit dcn Kapitulantcn zu versprechen. Der Standard nennt diese ganze Rüstung nur eine mäßige Vermehrung der zurAuf- rcchthaltung des Friedens nöthigen Streitkräfte.

sclgicn.

, Brüssel, 26. Jan. Die Repräsentanten-Kammer ist noch nut der Diskussion des Jagd-Gcseßentwmfs beschäftigt. Sie hat beschlossen., daß es der Regierung anheim gcsiellt bleiben soll, in je- der Provmz oder Gegend den Schluß der Jagd festzustellen. Auf den Antm des Ministers des Innern wurde eine Geldstrafe von 50 Fr. au?3 unerlaubtes Jagen in fremdem Gebiet, die zum Besten der Gemeinde des Gebiets crbobcn Werden soll, vorbehaltlich weite.- rer Entschädigung der Jagdbrrcchtigte'n, von der Kammer angenommen,

Der französische Publizist Jules Lechevalier, der sich viel mit sozialen und kommerziellen Fragen beschäftigt und in Frankreich einem von ihm ausgegangenen Vorschlag in Bezug aus die Emancipation der Sklaven Annahme verschafft hat, ist vorgestern von, hier nach Berlin abgereist. „Er will“, sagt die Jndependance, „m Deutsch- land die neuen Studien fortsetzen, mit denen er sich während, seines Aufenthalts in Belgien beschäftigt hat. Wir erfahren, daß seme Ar- beiten an diesem Augenblick auf die Handels-Fmgen gerichtet sind und auf die Mittel, vermittelst finanzieller Combinationen die Hindernisse zu beseitigen, wclche die Privat-Znteressen dem Abschluß von Handels- Verträgen zwischen den verschiedenen Völkern entgegensepen. Indem er sich auf das Gkbiet der Thatsachen stellt, wie sie sich jeyt darbieten, und die Schwien'gkéit da angreift, wo sie am bedeutendsten ist und wo sie bisher unüberwindlich war, besonders in Frankreich, sucht er nach, einer erfolgreichen AuSgleichung zwischen den Erfordernissen des Natwngischuyes und dem Bedürfnis: äußerer Ausdehnung, welche durch Eisenbahnen und Dampf jeht zum gebieterischen Geseß für die Jydusme geworden. “Die Aufgabe, welche Herr Lechevalier lösen wall, besteht nach seiner eigenen Erklärung darin, dem Schuysysteme kme nach außen gerichtete Politik zu geben und ohne Störung, ja selbst mit Vortheil für die bestehenden Interessen Einheit und Freiheit im Handels-Verkehr unter den Nationen zu begründen. Zum Besten seines eigenen Vaterlandes, dessen Handels-Verkehr mit dem Auslande durch eifersüchtige Herrschaft des Eigennnßes ganz gelähmt isi, konnte Herr Lcchevalier nichts Nüylicheres unternehmen. *Der von ihm ge- hegte Plan darf übrigens nicht mit dem verWechselt werden, der zu Zollvereinigungen führt; der seim'ge geht viel weiter: er will unter den Gewerben selbst internationale Beziehungen der gegenseitigen Ent- wickelung, Gewährleistun und Theilnahme herstellen. Er faßt die Sa- chen gerade da aus, wo der Zollverein sie zwischen den verschiedenen Staaten läßt. Wir wüßten nichts Kühneres und Schwierigeres als eine solche Vermittelung der Gewerb-Znteressen, zuerst im Schoße eines und deffelben Volkes, und dann zwischen Nation und Ncstion. So viel wir jedoch von den Grundlagen des Planes kennen gelernt haben, können wir das Unternehmen weder mitZweifelsucht, noch mitGleich- giiltigkeit betrachten, zumal wenn man den beharrlichen Charakter und die bewährten Talente des Urhebers in Anschlag bringt.“

Schweiz.

Kanton Zürich. Die Eidgenössische Zeitung enthält unter der Aufschrift: „Der Ausgang in Bern“, folgenden Artikel:

„So wäre denn der erste Akt des bernischen Drama's beendigt, Kann das Resultat zweifelhaft sein für den einsichtigen Politiker, dem die entge- grngeseßten Beßrebungen, Interessen und Ideen klar find, der den (Hang der Ereignisse in Bern seit Monaten aufmcrksam verfolgt und die Stellung der Parteien wie die Bedeutung der Personen auf der einen und auf der anderen Seite unbefangen abgewogen hat? Wir halten es in der That für nicht zwcifellyaft. Die Regierung und die liberalen und konservativen Interessen, die fir seit derNiederlage der Jreischaaren, bewußt oder unbewußt, mit oder geßcn ihren Willmversochtcn hat, sind nnteriegcn, und die revolutionaire Partcibat dieOberhand gewonnen. Zwar die Berner Volks-Zeitung vom “182en r. M. nennt den AuEgang der letzten Kämpfe „einen Sieg des Rcchts iiber das Unrecht, der Reform über die Revolntion, des Fortschritts über die Barbarei, der Wahren Freihxit über die Gewalt““, und das lautet recht tröstlich und scheint von Manchem in Bern selber geglaubt zu Wer- den. Aber leider ist das nur ein Schein, leider ein bloßer Wahn, leider eine Täuschung, aus der dies.!ben nur zu bald herausgerissen werdkndlirften.

„AUerdings ist keinPutsch erfolgt und auch kein Verfassungs-Rath be- schlossen worden. Die äußere Form, die Legalität isi größtentheils geret- tet Worden, und in so wcit haben alletdings die Freunde der Berner Volkszeitung wenigstens theilweise gesiegt. Aber der Sache nach ha- ben nicht fie gcfirgt, ist nicht die revolutionaire Partei die untexliegendy, sondern umgekehrt, Denn offenbar wäre ein Putsch für diese lexztcrcPartci nicht Zweck, sondern nur Mittel gewesen, und offenbar War auch das Begehren einer Revision durch einen Verfassungs-Raty nichtZweck, sondcrn blos Mittel, um die jeyige Versaffung zu beseitigen, um cine Total-Revi- sion zu cazwingrn, um endlich die AuGarbeitung der neuen Vcrfaffung in ihre Hand zn bekommen. Das ist es, was die revolutionaire Parteijcbezweckte, und diesen chck hat sie erreicht. _ In ihren Handen -_ da sie ja die Mehrheit in der Versassungö-Kommisfton hat - ist das Werk der Total-Revifion, und daß fie unter Total-Rcvifion uicht blos eine Durchsicht der alten,Verfassung, nicht blos eine Verände- rung dieses oder jenes Punktes, sondern vielmehr eine totale Veränderung der bésherigen Grundlagen der bernischen Verfassung, „eine neue Ausbauung des ganzcn StaatsgebäudeS“ verstanden hat, und daß fie die Macht, die nun in ihren Händen liegt, brauchen wird, um ihre Bestrebungen in allen wesentlichen Punkten vollständig durchzusetzen - darüber dürfte die Volks- Zeitung bald ins Klare kommen. '

„Oder meint fie vielleicht, wenn die revolutionaire Partei in der Ver- faffungE-Kommisfiou die Mehrheit habe, so sei diese dagcgen im Großen Raths auf der anderen Seite? Wir find überzeugt, daß das nnr eine neue Täuschung wäre. Der Große Rath, der den revolutionairen Andrang nicht xu bemeistcrn vermochte, der sich darauf bcscbränken mußte, ihn zu ermäßigen, ihn Wenigstens in einer äußerlich gesetzlichen Bahn zu erhalten, der auch das nur vermochte, indem er von Konzesstonen zu Konzesfionen ging, und der am Ende, als es fich um die Ausführung des nur so zu Stande Gekommencn handelte, in der Wahl der Verfaffungs-Kommisfion, sei es ans Schwäche des Ganzen oder Nachläsfigkcit von Einzelnen, das Heft der Entscheidung vom Gegner überließ, diescr Große Rath wild auch ferner dcm revolutionairen Andrang nicht zn wircrstchcn vermögen. Er wird vielleikbt opvonircn, er wird zu modifizircn und zu ermäßigen (nchen, und dics wird ihm wohl auch hier und da gelingen. Im Ganzen und Wesentlichcn wird er nachgcbcn, wie er bisher nachgegeben hat.

„Der Eindruck, den die Entscheidung im Großen Rathe- auf das Volk des Kantons Bern und aus die öffentliche Meinung übcrhaupt machen wird, ist sicherlich nicht derjenige eines Sieges dcr anti-rcvolutionaircn Partei. Nach den Vcscbllissen des Großen Natives war ck zweifelhaft geblieben, wer eigentlich gefiegt habe. Durch die Wahl der Verfaffnngs-Kommisfion hat fich der Sieg für die nächste Zukunft entschieden aus die Seite der xevolutionairrn Partei geneigt, und diese Partei ist es wahrlich am wenig- sten, dir einen Sieg zu benußen versäumen wird. Wir wicderbolcn: Das Resultat des leßten großen'Rathcs in Bern ist eine Umwälzung, eine legale Umwälzung zwar, aber doch eine Umwäkzung. In ihren cin- zelnen Theilen wird fie ers? nach und nach horvortretcn, abcr ibrc Konse- quenzen Werden nicht aquleiben.“

Italien.

Nkiinében, 25. Jan. (21, Z.) Ein diesen Morgcn angekom- mener Courier überbrachte dem Königlichen Hofe die' Tmuerbotsxbaft von dem vor fünf Tagen erfolgten Hinschejden Sr. K. Hoheit des N'Ik'kkkukk" Öcrzogs von Modena. Der Herzog, Franz 1x), Erz- herzog von Oesterreich, war am 0. kaobcr 1779 geboren, ist also iiber (16 Jahre alt geworden. Er grlangtc zum Bcsiß des Herzog.- tbums durch die Verträge von 1814 und 1815 und succcdirtc seiner Mutter in den Herzogtbümcrn Massa und Carrara am 14. Novem- ber 1829. Ibm folgt auf dem Herzogtbron dcr Erbprim Franz, geboren 1. Juni 1019, vermählt smt dem 30, März 1842 mit PU,"- zessin Adelgunde, Tochter Sr. Majestät des Königs Ludwig von Bayern.

Türkel.

Kynstqntigopel, §_.Jan. (T*. A. Z.) Cin eiserncs Dampf- boot mtt archmtcdqcher Schraube, das Eigcntbum dcs GenerabGou- vcrneurö von Kandm, Muftafa-Paftba, ist neulich in dem Hafen von

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