, Ik) Beziehung auf die Truppenbewegungen haben wir unserer Mittheilung vom 16ten d, M. noch hinzuzufügen, daß der komman- dix-end-e General zu Posen - von einer ihm schon friiher ertheilten Er- machngung Gebrauch machend _ nunmehr auch der zum 3ten Armee- Corps gehörenden, in Frankfurt a. d. O. und Umgegend garnisoni- renden 5ten Division und einigen Detaschemcnts der zum 6ten Armee- Corps gehörenden 11ten Division aus der Gegend von Breslau den Befehl ertheilt hat, in das Großherzogthum einzuriicken, um durch die Gewißheit „eines kräftigen Schuhe:) die sich unter der deutschen ?Zevölkenmg hier und da kundgebende Aengstlichkeit völlig zu be- eitigen. ,
Dcutsche Bundesstaaten.
Königreich Bayern. Aus Anlaß des Jürsi von Wieden- schen Antrags über die Quartett und Klöster „ist von dem Referen- ten des dritten Ausschuffes der Kammer der Reichsräthe eine Statistik der bayerischen Klöster abgefaßt und der Kammer Vorgelegt worden. Hiernach bestehen gegenwärtig im Königreiche 36 Abteien und Klöster und 23 Hospitien und Expositurtn mit 670 Ordengliedern, darunter 7 Benediktiner-, 2 Augustiner-, 25 Franziskaner-, 15 Kapuziner-, 3 Minoritey-, 4Karmeliter-Klöfter; außerdem ein Redemtoristen-Klosier m Altötting und 2 Klöster dxr barmherzigen Brüder.
Königreich Sachsen. In der Sißung der zweiten Kammer vom 16. Februar schritt das Präfidium nach dem Registranden-Vortrag auf Grund der Landtags-Ordmmg zunächß zu einer nochmaligen Abßim- munis| über einen in der levten Siyun von dem Abgeordneten Schaffrath gcsie ten Antrag, drr dahin ging, da die Administrativ-Jusiiz den Ver- waltungs-Behörden entzogen und an die Justiz-Behörden überwiesen wer- den solle, und es wurde dieser Antrag, über den bei der Abstim- mung in der letzten Sivung eine Stimmenglcichheit fich herausgestellt hatte, nunmehr mit 30 ge en 29 Stimmen abgelehnt. _ Die Tages- ordnung bildete die Fortesung der Bcrathung dcs Aussabe-Vud- gets für das Departement des Innern. Die Zunächst zur Dismsfion vorliegende Position umfaßte die Summe von 16,300 Rthlrn. zur Belebung und Unterßüsung der Industrie, in deren Ansäscn sich im Vergleich: zu dem lestcn Budget nur eine einzige Erhöhung, und zwar zur Beförderung der landwirthschastlichcn Inkenssen, im Betrage von 2000 Rthir., befindet, welche von der Regiemng durch die jetzt ersol te Organisation der landwittbschaftlichen Vereine und spcziell durcb die sgeit dem Monat November. 1841 erfolgte Anstellung eines Geschäftsführers für den landwirtbschastltckxen Haupt-Vercin mit 1500 Rthlr. Gehalt und durch die Unterhaltung eines ihm beigegebenen Biiteaus begründet worden isi. Die mit der Vorberathung des Budgets beauftragte zweite Deputa- tion„(Nefn-ent Hensel ][.) erklärt in ihrem Berichte, daß sie gegen die Erhohun? des früheren Poßnlats für die landwirlhschaftiicve Jndußrie von 4000 an 6000 Rthlr. um so weniger etwas zu erinnern finde, als eine solche den in der früheren Stände-Versammlung mtögesprochenm Wünschen ynd der _allgemciu anctkannten Wichtigkeit des Zweckes entspreche, daß fie jedoch dre ybneworgängige ßändische Ermächtigung geschehene Anstellung tines Gcschastsfuhrers mit einem Zahrgthalte von 1500 Rthir. unter Er- ibciiung rer Staatsdienrr-Quaiität für um so bedenklicher halte, als durch em derartiges Verfahren dem ßändiscbrn BewilligungSrechte vorgegriffcn werde und hier eine so dringliche Beschleunigung nicht voriicge, weshalb fie dm Wunsch aussprechen zu müssen geglaubt, daß derartige Kreirun- gen neuer Staatédienetstellen, welche eine dauernde Vermehrung des Bud-
cts zur Folge haben, nur in unvermeidlichen Fällen ohne vorgängige
tmäcbiigung der Stände in Zukunft erfolgen möchten. Zugleich erledigt die Deputation bei dieser die Beförderung der Landwirthschast betreffen- den Unter-Abthcilung eine aus Chenmiß eingegangene Petition um An- stellung landwirthschaftlicher Kreis-Cbemiker, welche die Forschungen des bekannten Chemikers Liebig auf dem Gebiete der Agrikultur-Chemie verfol- gen und erweitern sollen, Die Deputation tbcilt ganz die Anficht dcr Petenten über den Einfluß der Chemie auf de Landwirtbschast, sie ver- mag aber die deshalb von den Petenten gemachten Vorschläge nicht für angemessen zu halten, weil es ihr zweifelhaft ecschtinen müßte, ob beiAus- führung derselben der von den Petenten beabsichtigte Zweck wirklich erreicht werden könne, weshalb fie der Kammer vorschlägt: „Auf das Gesuch selbst der gedachten Petition nicht einzugehen, dieselbe aber der Staats-Regietung zur weiteren Prüfung der darin niedergelegten Ansichten zu übergeben.“ Noch nimmt die Deputation bei dieser Pofition Veranlassung, auf den Mangel einer vollständigen Gewerbs-Statisiik in Sachsen hinzuwäsen, und unter Andeutung des mannigfachen Ruscus, den die gewerbliche Statisiik für den Staat und den anusiriestand haben müsse, der Kammer den Antrag anzuempfehlen, daß die Staats - Regierung aus Ve- fördernng und Vervollkommnung der Gewerbr-Statisiik in Sachsen ihr besonderes Augenmerk richten und die zu Erreichung dieses Zweckes die- nenden Mittel erwägen und anwenden möge. Diese Pimkie des Deputa- tions-Berichts wurden von der Kammcr zum Gegenstande einer sehr aus- gedehnten Debatte gemacht, die im Allgemeinen die Anfichten und Anträge der Deputation als richiig anerkannte und weiter ausführte, in einigen Punkten jedoch über dieselben hinaus ing und zu mehreren neuen Anträgen führte. Der Staats-Minisier von Falkensicin legte die Ansichten dar, von denen die Regierung bei der Anstellung des in Rede stehenden Ge-
und 1597. Eines derselben enthält das Luthersche Wapprn. 34) Ein la- teinischer Brief von Johann Agricola Eisteben an Philipp Melanthon über Luthcr's Tod, anfangend „Magoo (101012: aäl'ceit me mots ["Um-“i“ in einer von M. F. Scidel angelegten Sammlung von eigenhändigen Bric- sen bedeutender Männek. 35) „Ein Epithavium Doctori Martini Lu- theri“ von Hans Sachs, von dessen eigener Hand, in einer Sammlung von Gedichten deffelben. (Noch nicht Eigenthnm der Königlichen Biblio- thek.) 36) Philipp Melanthon's eigenhändi er Bericht über das Colloquium xu Worms. Geschricben zu „Dcssa 28. ZebruatiiAnno 1558.“ 37) Philipp Melanthon's Handexemplar der Vu! ata. Lugduni 1554. 8. mit einem von Melanthon's Hand eingeschriebenen prnchc. 38) Hand- schriften von Luther, Mela|nthon, Justus Jonas, Johann Bu-
enhagen u. A. im Fncfimrle. Außerdem verschiedene Au6gaben von Luthet's gesammelten Werken und seiner Bibel-Uebetseyung, erste Drucke seiner einzelnen Schriften (Quiaxmpi-J), z. B. der Kleine KatechiSmus in der erßen Attégabe zu Wittenberg bei Rhaw 1529. 4., eine Sammlung von Jubelschriften aus dem Jahre 1817, u. a. m.
Gletscher-Expedition im Winter *).
Wen frösielts nicht hinter dem warmen Stubenosen, wenn er die Be- scbreibung einer Nordpol-Expedition liest oder an den russischen Winter 1812 denkt? Manchen, „der unseren Hochalpen im Sommer "etwas ins Herz gesehen, mag ein ahnliches Gefühl anwandeln, wenn er fich einen Winter an den Orten mtSmalt, wo er in der schwülcn Hive dcs Juli oder Augusi den Fuß auf den Schnee feste und, in den Mantel gehüllt,
das rauchi e Feuer einer „Sennhütte aufsuchte. Doch macht man sich schwerlich emen rechten, gewiß einen zu starken Begriff von der Winterkälte in den Hochregionen und auf den Gletschern, wie fie schon mehrmals einige Naturforscher im Interest der Wissenschaft gekosict haben.
Schon früher einmal, im Jahre 1841, hatte Agassi; in Begleitung von Desor den vielbesprochenen Aargletscher besucht und mehrere Tage lang auf dex Grimsel zugebracht, um das täthselhaste Vorrücken der Glet- scher im Winter kennen zu lernen. Allein die verwickelten Verhä'iniffe die- ser Bewegung hatten ihnen Yzei :, daß es nöthig sci, Stationen an den verschiedenßen Punkten des !etxchers durch Signale zu bezeichnen, die fich auch iin Schnee des Winters der Beobachtung nicht entzögen. Dies hatte man un verfiyisenenSommcr vorgesehen, um, wenn es möglich sei, im kommenden Winter die Untersuchungen in auögedehntekem Maße als früher, fortsetzen zu,konnxn. Axn 3. Januar trat nun mit sätkeru Kälte und Nordwind die schone Witterung ein. Da Agasfiz selbst zu sehr beschäftigt war mit den Vorbereitungen zu stmer amerikanischen Reise, veranlaßte er
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schäftöfübrexs des landwitihschaftlichen „Haupt-Vereins ausgegangen sei. Ohne Ermachtigun der Stände sei diese Anstellung keineswcgcs erfolgt, fie, sei vielmehr d : Folge eines quodkücklichcn Antrags und der Geneh- migung dcr Stände-Versammlung vom Jahre 1840, und die Regierung habe also nur in der Absicht der Stände und gewiß in der Absicht Aller gehandelt, die es mit der landwirthsehaftlichen Industrie gut meinten. Daß fie für diese Stelle einen Ausländer gewählt babe, finde hauptsäch- lich darin seinen Grund, weil diese Stelle vor Aaem einen Mann erfor- dere, der die Erfahrung befise, wie bei den landwitthschaftlicheu Vereinen die Angele enheiten zu betreiben seien, der die in dieser Beziehung be- stehenden intichtungen dcs Auslandes kenne. Auch sei hierbei auf einen Mann Rüchficht zu nehmen, der nrben diesen Erfahrungen tüchtige theo- retische und praktische Kenntnisse und eine wiffenschastliche Durchbildung befise, der der Feder gewachsen sei, um den Bezirks-Vetcincn die Qual der Schreibrrcien zu crlcichtcrn, und der die Gabe habe, durch sein Ver- halten fich das Vertrauen dcs Baucrnsiandcs zu twinnen. Der Grund, daß Sachsen früher so langsam auf dem landwirth chastlicben Gebiete fort- geschritten, sei darin zu finden, daß man in dieser Beziehung so schwer von dem Alten abzubringen gewesen, und die Anstellun eines unbefan- genen Mannes, der von den Vormtheilen, wie ste fich in ast allen Regio- nen zeigten, frei dastche und seinc Erfahrungen mit Bescheidenheit, aber auch mit Kraft gcltend zu machen wiffe, sei hier um so nothwendiger hervorgetre- ten; er glaube, daß in dieser Beziehung die Wahl der Regierung gerecht- fertigt sei. Als Staawdiener habe dre Regierung diescn Mann deShalb anzustellen sich genöthigt gesehen, weil derselbe in der Stelle, die er im Auslande bekleidete, diese Eigenschaft schon hatte, und er nur unter diese! Bedingung fiirSachscn zu ewinncn gewesen wäre; auch sei der Angestellte von den ewichtigsien Autoritäten, er wolle hier nur den Namen Zeller nen- nen, emp oblen worden, so daß die Regierung sich nur Glück wünschen könne, nach langen Versuchen endlich ein so gelungenes Resultat erzielt zu haben. Bci der ferneren Debatte nat nun hauptsächlich die von den Abg. von Glaß und Stockmann angeregte Auficht deutlicher hervor, daß der Staat der laiidwikthschastlichen anusiiie eine größere Unterstüzung als bis- her gewähren mögt. Der Abgeordnete Hanßwaid stellte den Antrag, daß die zur Untersiiißung der iandivirthschaftlicbcn Industrie in dem Budget bean- tragte jährliche Summe von 6000 Rthlr. auf 8000 Rtbir. erhöht tverdc, wclche! Antrag in dcr Idee zwar allgcmeinen Ankiang, dagegen aus unisi formellen Gründau vielfachen Widcrsprucb sand. Cin wcixcrer Antrag des Abg. von Ronnc-w, dahin gehend, daß die Regierung von der bran- iragten Position jähiléch 4000 Rthlr. an die !andwirthschaftlichen Bezirks- Vereine gleichmäßig vettheilen und der Vcrwendung diescr Summe keine näheren Gränzcn vbrschreibcn solle, wurde von dcn Abg. Meisel, Sachßc, Georgi, Hadm, Hemel "„ Schumann und den Staats-Ministern von Zr- schau und von Falkenstein besonders aus dem Grunde bekämpft, weil die Zwecke, für welche diese Summe verwendet werden solle, nicht näher be- zeichnet seien, auch aus dirsem Anfrage bedenkliche anonsequenzcn, nament- |ich in Bezug auf die Gewerbevereine, hervorgehen könnten. In Bezug auf die in der Petition ans Chemniy beantragte Ansiellung von Knis- Chemikcm fand die von der Deputation ausgesprochene Ansicht zahlreiche Vcisiimnmng und wurde auch von Seiten des Siaats-Minisicrs von Fa!- kenstein gctbrilt. Bei der Abstimmung wurdc hierauf die im Budget bean- tmgte Pofition in allen ihren Unter-Abtbcilungm und eben so die Anträge der Deputation mit Srimmcncinhcit angenommcn, dagcgcn die Anträge der Abg. Haußwnld und von Ronnow, und zwar der erstere mit 34, der zweite aber mit 37 Stimmen, abgelehnt.
In der Sißung der Kammer vom 17ten kamen, bei Fortsevung der Betathung über das genannte Auögabe-Budget, die das Gewerbc-Schul- wesen, die Landbrschäl-Ansialt u. s, w. betreffenden Propofitionen zur Dis- kusfion und wurden sämmtlicb angenommen. In Bezug auf die die Ablö- sungen und Gemcinhcitsthcilnngcn betrcffcnde Propofition hatte fich die Deputation, auf Grund des bereits am vorigen Landtage in der Kammer mehrfach außgesprochenen Wunsches nach Beendigung der Ablösungs-Ge- schäftc, veranlaßt gesehen, den Antrag vorzuschlagen: die hohe StaatSregie- rung möge der nächstcn Stände-Vcrsammlung ein Dekret vorlegen, worin ein Zeitpunkt für Auflösung dcr General-Abiösungs-Kommisfion fcsigescßt wird, und motivirt denselben besonders auch dadurch, daß, ihrer Anficht nach, die Bestimmung eines solcheuTermins nicht nur zur Beschleunigung der noch tiickßändigen Ablösungögcschästc wesentiich beitragen, sondern zugleich auch in finanzieller Hinsicht wichtig sein, nämlich eine Ver- mindmmg der Budget - Ansäse herbeiführen werde. Gegen diesen Antrag erklärten fich die Abgeordneten Becker (Stellvertreter des beurlaubten Abg. Todt), Sörnis nnd Mfiüer, die einerseits hierin eine Beschränkung der Freiheit zur Ablösung auf einseitigen Antrag erblicken zu müssen glaubten, und andererseits darauf hinwicsen, daß es jest um so we- niger an der Zeit sein dürfte, einen Termin zur Auflösung der General- Ablösungbs-Kommisfion festzusesen, als durch das den Ständen vorliegende Dekret ii er die Ablösung der Laudemialpfiicht jedenfalls die Geschäfte der- selben wieder bedeutend vermehrt werden dürften. Dieser lcytcren Anficht trat auch der Staats-Minisier von Falkenstein bei und erklärte, daß nach dem dermaligen Stande der Verhältnisse die Re ierung nicht im Stande sein düxste, in dieser Beziehung schon am nächsten andtage cinen bestimm- ten Termin festzustellen. Da jedoch der Antrag der Deputation von den Abg. Stockmann, Schaffrath, Geißler, Secretair Tzscbucke, v. d. Planiy, von Thieiau, Georgi und Sachße als völiig unbedenklich und zweckmäßig verthcidigt wurde, welche die gegen denselben ausgesprochenen Bedenken als unbegründet datsiclltcn, so trat die Kammer bei der Abstimmung hieriiber
&) S, Allg. Preuß. Ztg. Nr. 44.
_ chm Tha
demselben gegen 11 Stimmen bei.
Desor, dieSmal ohne ihn auf dcn Aargletscher zu gehen; auch Herr Doll- sus von Mülhausen wurde schnell davon benachrichtigt. Am 7. Januar" trafen auch die Herren Dcsor und Dollfus zugleich in Bern ein, um den nächsten Tag nach der Grimsel abzureiien. Ein schottischer Theolog, den fie im Postwagen fanden, schloß fich an fie an, weniger vielleicht aus Wiß- begierde, als um dem unüberwindlichen Orange nach Außer _ewöhnlichem, der die Kinder Albions so sehr ausxcichnet, zu genügen. inen zweiten Begleiter fanden sie im Mciringcrthal an Herrn Streckcisen von Basel, einem riisiigen und kundigen Bergsteiger, der. sich aus Liebe zu den Alpen im Oberhasli angekauft hat. Diese kleine Karawane bewegte fich am 9ien durch die Schluchten und Thalgründe des Hasiithales. Die Luft war ruhig, nur eine schwache Brise (Nordwind), welche die Luft auf »3 bis "8“ () abkühlte, wehte durch das Thal, während die Sonne lustig drein lachte. Bei der sogenannten „gesprengten Fluh“ zwischen Meiringen und Guttannen kamen fie in den Bereich eiiies starken Föhnes ( Südwind), der plößlich das Thermometer auf +4" (] hob, obgleich die Stärke des Windes kein geringeres Kältcgefühl auf der Haut erzeugte, ais_ die 4“ un- ter Null bci ruhiger Lust. Dieser Föhn bewegt fich dann von hier in hö- heren Luftschichten weiter, da er den brienzcr See troß seiner Stärkenicht er- reicht. Der Weg war wider alles Erwarten gut, und durch den vielfachen Verkehr der Bewohner von Guttannen, dem hbchsien Dörfchen im Thal, mit den tiefer gelegenen Ortschaften gebahnt. Nur hier und da verdeckten die schmuyi- gen Schnitte el der Lawinen auf kurze Strccken den Pfad. Mit Gut- tannen verließen unsere Reisenden die leßten bewohnten Häuser des Thales. Der Weg zum Handeckfalle boi einen nicht wenig interessanten Anblick dar. Er war belebter als im Sommer, da die Gemeinde, das schöne Wetter be- nuvend. _in der Umgegend Holz schluL. Gleich Ameisen sah man fie nun ihren Wintcr-Vorrath an Holz auf Schlitten einbringen. Die Natur hat nicht umsonst den unbebaubarcn Fclöbodrn und die rauhen Schluchten der Hochalpen so teich'mit den stolzen Föhren geschmückt; denn müßte hier der Arme sein Holz, wie in roßen Städten, mit Geld aufwiesen, so würde er die Beute eines barbaris en Winters, und verschwunden “wären dann die hölzernen Hättcben, die so manchen Reisenden unter ihr gastfreundlichcs Dach aufnehmen. Mit vcrhältnißmäßig leichter Mühe wurde die Sennhütte bei dcr Handcck erreicht. Der mächti : Aarfall war aber verstamnii mit seinem Getöse, das im Sommer den oben er ittern macht. Der unbandige Strom, der sich hier über die Felsen in die Tick: wälzte und synsi durch das Auflö- sen seiner Wasser in Millionen Tropfen einem reichen Kleid: der feinsten Spisen vyn blendender Weiße lich, war jest zusammengescbrumpst zu einem Bäch- lem, das bescheidenzwi chm einem Gewand von Eis hinabglitt.
An der Handcck hörte nun der gebahnte Pfad auf. Der Weg, den man im Winter einschlägt, is? ein anderer, als der im Sommer: der Kürze weHen verläßt man den Lauf der Aae nnd suchtzdie Höhe der östli-
seite zu «winnen, indem man oft Schneegehänge von 40“ bis
Königreich Württemberg. Der Schwäbiszheyt F . * * - . rankretci]. k ur enthalt m seinem amtlichen TbetlFolgendes. „Mit C1uw.- ariö- 14, Febr. Die Pairs-Kammer hat die gestern
. u *“ “ " -o t a! Sr. Majesiat des Komgö und Ihrer Maiesiat der Konxgjn, „ , „ „ , „, . unter Zustimmun Ihrer Kaiser]. Maxesiaten des Kaisers „vs: br!“ Petition des Grafen von Sapmaud ntchkaZIlXFeYnÉtesétzé
Kaiserin von Ru land, isi zwischen Sr. Königl. Hoheit de die elbe zur Ta_ coordnung übergxgangen- „ prinzen und Ihrer Kaiser]. Hoheit der Großfürsiin OBST“. b;;f übser die Fabri muster betxaf. Die 3 tt_sien „Artikel desselben, kolajewna, zweiten Tochten Sr. Majestät des Kaisers, dazR „ die Arten dieser Muster bestimmen und emxhkllkn, und wonach vcrlöbniß geschlossen worden. Es wird dieses für das König] “ Erfinder eines solchep Musters odcr deux Kaufxr „hkk Erfindung höchst erfreuliche Ercigniß, an welchem das gesammte Vaterla'nd ausschließliche Vortheil davon auf eme bestimmte Zett zustehen soil,
leb a te en Ant eil nc men wird ierdur nr 6 entli o ne viel Einwendungen angewommen, der 4te Artikel aber, gebhraxhtß“ h h , h ck 3 ff chm Ken“ x:; Zeitdauer des PrivilegiumS, ]e nach der Art des Musters,
„ 5,- 10 oder 15 Jahre “fesstscHtÖ'zu Ybererfchatssungäwch ein-
Großherzogthum Baden. Wie die KarlSru , “,in die Kdninnission verwte ei). te cpu it en- .9mme,r iung meldet, hat Se. Königl. Hoheit der Großherzog dexhiezra. “([-“gte den m dem _ersien Yrttkeb dcs Gesey-Enkwurfs “b" d'? chcn Petenten aus den verschiedenen Landesthcilen gegen dieM. 51; verlangten Kredit von „4 Millionen zur Vollendung des K“- des Abg. Zittel, bezichungöweise um Schuh für die Rkchtein
zwischen Rhein und Marne, voii'Strqßburg nach Viiry; die tholischen Kirche, durch die Regierungs-Direkwren nachfolgend,“ ssion über die Forderung von 155 Millionen zur Vollendung wort zugehen lassen: „Vor Allem achte und ehre Ich die
«„en-Kanals der Garonne zwischen Toulouse und Castels welche in den Unterzeichnern der Adressen das Bedürfniß
* -e vertagt. „ „ „ , in einer Angelegenheit, die jcdem Menschen die heiligste MW Es heißt, der KM'I habe neuerdings dk“ Zasage erhalicn, daß sein soll, sich vertrauensvoll an Mich zu wenden. Mit [:ü-*
königin Victoria im MonatJuni auf 11 Tage nach Paris kom- Vergnügen erfüllten Mich der Ausdruck dieses Vertrauens“
werde. „ „ , „ , . die Aeußerungen treuer Anhänglichkcit an Meine Person, Dem Prinz?" von IMM“? 'st das bisher vom Admiral Parseval- hohen und heiligen Interessen, für welche die Petitionairexx,
mes geführte Kommando der Flotte im mittelländischen Meere landesväterliche Sorgfal! anrufen, konnten indessen Meinem,_
.achk. . . „ „ „ . , " zen nicht' näher gelegt werden, als sie ihm sietshin [ „. Der Marme-Mimskkk bat den BMW des Admiral Lamb“ uber lagen. Meinen Behörden aber sichert ihr bisheriges
Zerstörung der argentinischen Batterieen am Ufer des Parana Mein vollkommenes Vertrauen in ihre Beflissenbeii, MW“
lien und vcröffcntlicht. „Die Details dicser Waffenthaten sind be- Meinen Bestrebungen, die Rechte der katholischen Kirche zu [ck" '_ in der) Hauptpunkten "b“ England bekatht geworden.
ihre Interessen zu fördern, wie nach allen Seiten hin gleiche G„ Ibrahim Pascha "7 von Perpignan, woh'" " “ck "U." begeben, tigkeit und Sorgfalt zu üben, pflichtgcmäß zu unterftiiven. Ick __ einem von dem Grafen von Castellano veranstalteten Maokenballe daher erwarten, daß die Petitionaire, wie Mein ganzes Volk, in _
wohnen, nach dem Bade Bernet wieder zuriickgekehxt. und in vollcm Vertrauen auf die Gerechtigkeit und HumanitätM“_ Aus Toulon schkklbt man vom M'": „Es hat "ck hkl"? das Regierung, Meinen Entschließungen entgegenseben und sich
-ch't verbreitet, eine bdiesen MngkUEkingeiYoffene tklM'üphksche durch den lauten Ruf Einzelner nach maßlosen Neuerungen in _ sche befehle, die Vor etc,:tungt'n zur _rpcdttion gegen . adagao- kirchlichen Verhältnissen des Landes, noch durch grandiose GUI mzusieiien. Man kann jedoch wohl annehmen, daß dicses Ge- über die Absichten Meiner Regierung, im mindesien Werden beun .
ungegriindct ist*, denwdic Dinge sind bereits zu weit gediehen, lassen.“ - Ju Berücksichtigung dcr im Laufe des Jahres [, daß man auf die Expkd'kko" "W verzichtcnsoilte. Man hat schon gesteigerten Preise aller chensbediirfniffe haben Se. König»
nniichc Summen vxrausqabt, und diejArtillerie- und Infanterie- dcr Großherzog Höchsiihrer Livree-Dienerschaft in den lcytcnx,o pen, welche sich m unserem Hafen cmschiffcn sollen, haben be- cin Gnadengeschenk von 3000 Fl. gemacht.
ihren Feldzugs-Sold empfangen.“ . Die [chien Nachrichten aus Algier veranlassen den Courricr Großherzogthum Hessen und bei Rhein. Die.. dizinisebe Fakultät zu Gießen erklärt, um den vielfachknAugriFe
nxais, die Beschwerden der Opposition iiber die Art der Krieg- !ung und Verwaltung mit verstärkter Heftigkeit zu erneukrn. Man Weiche sic in öffentlichen Blättern bisher erfahren, zu begegnen,“ der Großherxogl. hessischen Zeitung, daß, nach einer ';.
-e durchaus nicht wissen, was noch zu erwarten sei. Abd el Kader de sich cht in Hotna an der Gränze der kleinen Wüste, und schon
schlußnahme der Fakultät, der Doktorgrad in der Arznrikunde an '
länder nur bei persönlicher Gegenwart und nachdem sie der ges «'
e man daran denken, die Metidscha zu schüven, welcbe 60 Stun- chcn Priifung geniigt, ertbeilt werde.
fern von der Gegend sei, wo sich jest der Emir befinde. Abd el r's Erscheinen in der Horna habe neue Truppenbewegungen von
% Schmerin, 13. Febr. Der Großherzogliche Hoflcgi *- wegen des Ablebens Sr. Kaiserl. Hoheit des regierenden H
Seiten veranlaßt, die„wiedcr z): nichts führen würden; denn be- die Truppen dort ankamen, ware der Emir wieder funfzig Stun- vvn Modena, so wie für Ihre Hoheit die Verwittwcte Herzogin Anhalt-Deßau, die Trauer auf 8 Tage an.
weitdavon entfernt. Der Mouiteur algérien suche die ernste
5- verhiillcn und die kleinen Siege übe!) Vn Masa und andere
ptiinge zu übertreiben und die Wahrheit zu vertuschen. Das
ck Heer sei so erschöpft, das; kaum noch große Opergtéonen mög-
5, Braunschweig, 17. Febr. In der gestern wiederz seien. Die Eiimärsche Bugeaud's richteten die noch übrigen Trup- sammengetretcncn Ständc-Versammlung konnten die Arbeiten “oo uicht beginnen. Es Wurde den Mitgliedern eröffnet, das; bchmii dcs ausführlichen Kommissions-Berichts über die Jiuanz-Em/b „„ angefangen und die Vertheilung desselben vor Frcitag deu Mien d.
ganz zu Grunde, während man voraussagen dürfe, daß der Emir wieder nach dem Westen Werfen werde. Daß die Lage der Dinge
nicht auszuführen sei. An diesem Tage werden daher dicSi'iwde
sich von neuem versammeln, um einige untergeordnete Gegwiiande
:ohlich werde, sei _daraus zu entnehmen, daß der Marschall die waffnung der Sträslinge und die Mobilmachunsg der National- zu verhandeln und den gedachten gedruckten Bericht riitgegenzim men. Da ordnungsmäßig ein Tag zwischen der Vertheilung und d
m fiir nötht'g befunden. Die Kavallerie habe 0 wenig Pferde, bK Marschall 100 Fr. mehr für jedes Pferd ausgesetzt. Zn Diskiission dcs. lehieren itegcn muß, so werden die siändischenjk handlungen über die Hauptgegensiände erst am 23sten d. beg-
Civii-Vrrwaltnng zu Algier gehe es vielleicht noch klägliche: her, irrte hochgestellte Beamte hätten sich Unterschleife und Pflichtwi- keiten aller Art zu Schulden kommen lassen. Der General-Dirckwr “evt mit einer strengen Untersuchung beschäftigt, welche die Schul- Die Pause von mehreren Tagen läßt fich also lediglich der und der Zeit, welche die ständische Kommission auf die Berichte tung verwandte, so wie dem ständischen Geschäfthange, bcimefsu Unscre auf den Inhaber lautenden Kammer- und Landesschi
ans Licht ziehen solle. Die Presse zu Algier sei ganz der
it der dortigenMachthaber prengegeben. Es siehe nämlich dem
verneur frei, jede Drmkcrei zu schließen, so daß er jedes Jour-
unierdrückcn könne. Daher denn„schweb„ten die dortigen Blätter
Verschreibungen sollen wiederum auf 10 Jahre mit neuen estandtger Furcht und wagten mcht, d'e Dinge so darzustellen, ' d d ' - , .. „. ..
Ep.,sbbchEixg ?..psp Marschalls ...s... .... Mm-
die Kammcr- und Landesschuld-Verschreibungen in den Ablöéun““c;*xk1edtcsBm ZF Fache?“ d Grdaf CEtzyottb-abe fiF) daruber lb“ dem
sachen als Zahlung angebracht werden können so machte die M..» ar_ e wer “ ",k "" igen humex “.“. Journa e stkek'g
“ Zsagt habe, m Zukunft dre Handlungen der Militair- und erl-
örden zu tadeln, widrigenfalls sie die Folgen zu gewärtigen hät-
sieseicn. Vorkurzem hätten sie nicht einmal gewagt, dic Militair-
fende Behörde vor kurzem bekannt, daß der Courswerih bei 3pr zentigcn 100 Prozent (also pati), der der Zprozenttgen Obligatiow
W ' ' „ aber 90 Prozent sei. , abe.enn sik FM schwiegen, so waffe man, was es zu baden
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500 Neigung überschreiten muß. Man erreicht so die lest: Tbai-Emn- terung, das Bödeli genannt, und statt die Terrasse des Spital-StoiiwsiU umgehen, sicigt man geradeaus gegen den Sattel der Sceeck, wo zweintiu Seen, dem Auge der unten durchziehenden Reisenden verdrckt, ihrcWai“ in Staubbächen über die abgerundeten Feisschliffe hinab zur Aar WW Eine außerordentliche Wirkung zeigten hier oben die Miitagssirahlcn dctEonnk- weiche dic Temperatur um 7 " über diejcnige an beschatteten Orten hob. ]! Nachmittag erreichte man ermüdet unter den besten Auspicicn das Grimstlbvi'b Dieses wird auch im Winter von zwei Knechten des Spittleto htwoi'i wclche die Verpflichtung haben, die Reisenden aufzunehmen und be!,sli
tem Wetter mit Hülfe ihrer Hunde nachzuforschen, ob Niemand verw!!!“ verunglückt sei. Diesen hat Herr Dollfus einen dritten beigesellt, mu!“
telli enten Oberhaslcr welcher die Aus abe hat, tä lich mehrmals dal“ „, . , : . -- - romJter und Thermonieter zu beobachteI, die Meng? des gefallenen Zu der Prasidentensielie , welche durch den Tod des Herrn
aufzuzeichnen und von Zeit zu Zeit, wenn es das Wetter erlaatbt,/ sm_comt krlßdtgk wurde, sou Herr Persil ernannt werden. Aargletscher zu gehen, um das Vorriichm desselben zu messen. Dyi- „Einer o_fßzlellen Statistik zufolge, beläuft sich die Zahl der Fälle liche. Fürsorge des Spitklkks hatte bis! Ach zur thuemliMWM ' ** “ Etniargung und noch frühzeitig genug entdeckten Schein- Lcute angeordnet, Der Tisch- wenn auch nicht so „ausgesucht, “"'"“ é m Frankreich seit 1833 auf 94. Von diesen erhoben sich 35 Jahreszeit dcr Tourism, bot eine reichliche uud erqmckende Nahruud . onen aus der Starrsuchi in dem Augenblick wo die Leichenfcier Kampf mit der Kälte mußte ein seuriger Burgunder kämpfen. ei!“ nen sollte' 13 erstanden in Fol e der Sor kalt w lch d' L' b Des folgenden Tages, am 11. Januar, wurde der Gletscherb _ Hinterlasseixen ihnen bew' s. 7 g 'l d Sg ,d e e te “ e Der sonsk so angenehme Weg längs des Aarbettes war nun mitko"_ [lig fiel“ 9 d kie . 131, - wei "' „ arg, er fi? ymschloß, Schnee bedeckt, welchen man, bis zum Knie einfinkend, durchwaten 1" eln v x i “" ,? Zh" ettung dk" „Stichen, welche ihneti die Mit einiger Anstrengung wurde das Ziel der Expedition erreichko “, w ", ck M- in. enen "Jan das Leichentuch um sie, befestigte; schroffe Absiurz an dem anderen Ende des Gletschers war durch yt" ', * b WOM LUst- welche sk? im Sarg: hatten; 19 zufälligem und häuften Schnee ettvaö ausseebnet. Der Schnee auf der Oberflaibeii Üchklt?em „Yufschllb der Beerdigung. Die ranzosischcn Renten waren heute an der Börse, in Folge
war glücklicherweise härter und bot dem Fuß unserer Reisenden eine *“ . Grundlage, auf der fichleichter als unten vorwärtsschreitmlicß. Dkk nkkdrtgeren Notirung der Consols , anfangs wiederum mehr an- *ien, hoben sich jedoch von 2 Uhr an wieder etwas. Das Ge-
:vaF, ?bgieich gmsxz heTiteräwehniger dilactlt'kcl al: asn sIööien S:)?nxrthMsSÜ : n o eder ro en ro en eit,we ezu ieer a reszei 11 ex : .war " ' „ - - . YrrsschTHDancki, Yab- aber TieJZLtössicht sucht mittwleä scksöné DYMO,“ Ubrlgens ganz null Nordbahn Acnen 763. 75.
ie en, as re om an n emar orn, mi en en em - . Schnee, waren eben so anziehend und ethaben als im Sommer. EU:: gÉterYIbrisö- 14. Fkbk- Zn„der Pakks-KUWMU sollt? kak? sogar, als verleihe ihnen die größere Menge von Schnee, welche im . der M 9? rochenßDehatke uber Arbkel 4 des Geiescs m „Be- ihre steilen Flanken bedeckt, etwas Freundlicher“! und Heiteres, Us"- “kel odene uiid zabrtkmqsier fqrtgesßst werden. Ueber diesen in anderen Jahreszeiten nicht bemerkt. Was aber besonders die “w,“, hkkksibk Memungöverschtedenhett zwischen der Regierung und samkeit unserer Reisenden erregte, war die außcrordentiiche Snak- -- oMintssion. Der Minister des Handels und des Ackerbaues fix hier in dieser Schneewüsie umfing. Sie war so stoß, W 27390“ daß man die Sorge der Classificaiion der einzelner: Modelle bei den Messun en in einer Entfernung von 2500 Fuß jedes |.. " Uster der Verwaltung überlassen müsse Wegen des in Joi e skand, welches esor mit seinem Führer, der unmittelbar neben iht?“ „ Mode darin hérrschenden ununterbrochener; W chsejs. d' K g wechselte. Nichts trägt mehr zu ei?!" tr reisenden, feierlÜtYFs-U- . sion der Pairs-Kammer vcriiuht eine solche Cleassisica'tior:e in odna: bei, als eine solche Todtensiille an emm tte, wo schon es selbst aufzunehmen und hat daher den ursprünglichen Arn“-
d Nt d " ti Ei b ck a d s Gemüt erzeugt. 4 . _ . er a ur en mach gßtn (Ö Z'lußuffoißt.) ') des Regierungo.Emwuxfg m diesem Sinne sowohl, als in Be-
„ Zu der pariser Journalistik werden mehrere Veränderungen an- ndigt. Der Constitutionnel will das Format der Epoque chwen und seinen Preis wieder auf 60 Fr. erhöhen; Esprit ltc, Contrier frangais und Commerce wollen sich in ein 1ng großes Journal verschmelzen; dem Sidcle sieht ebenfalls Foxmat-Vrrgrößerung bevor.
Dre Verwaltung der Bank von Frankrcich ift beschäftigt, ein Ge- zu Zrlatigxn, welches sie ermächtigt, Billeis von 250 Fr. auszu- n; m eimgenMonaten wird sie Villets von 5000 Fr.“ in Umlauf n, wozu ihre Statuten sie ermächtigen, Schon gegen Ende De- ers hat sie sich Billets aus Ordre und auf Sicht von 5000 Fr. und 10,000 Fr. bedient, weil sie ihre sämmtlichen Billeis von 1000 erschöpft hatte. _
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treff der Dauer des ausschließlichen Privilegiums fiir den Erfinder, modifizirt. Schon gestern hatten sich Stimmen in dem einen wie im anderen Sinne in der Kammer vernehmen lassen. Bci Beginn der heutigen Sihung aber zog sich die Kammer zuerst in ihre Büreaus zurück, um 9 GeseH-Entwürfe ohne allgemeines Inter- esse zu prüfen, dann den vorgelegten Geseh-Eutwurf in Bette von Aenderun en an den Artikeln 209 und den folgenden des Forstgefxeheö, was die rbarmachnngen betrifft, endlich die betreffenden Kommissionen zu ernennen. Erst um 33,- Uhr kehrte die Kammer zur öffentlichen Siyung zurück, worauf einer der Secrriaire den von der Deputirteu- Kammer bereits angenommenen Entwurf in Betreff der Vctfälschung der Weine verlas, der durch eine besondere Botschaft dcr Paérs- Kammer übrrmacht worden war. Der Entwurf wurde zur vorläufi- gen Priifung au die Büreaus verwiesen. Der Präsidknt gab Darauf Kenntniß von dem Resultate der in den Büreaus vorge'nomme'ncn Ernennungen, so daß bis zum P9|schluß d:“e Verhandlung iiber die Modelle und Fabrik-Muster noch mcht begonnen hatte.
In der De putirten-Kammer entwickelte GeneralJacquc- minot seinen Vorschlag, eine Vermehrung der Offiziere und Unter- Offiziere der übervollzähligen Compagnicen der Legion der National- (Harde von Paris und der Banlieue betreffend, Er sucht die un- zureichende Anzahl der jest Vorhandenen Offiziere und Unteroffiziere in den über 200 Man zählenden Compagnieen nachzuweisen. Die vorgeschlagene Vermehrunl? um einen Lieutenant odcr Unterlieutenant, oder auch zwei, je nach msiänden, findet er, um der Erleichterung des Dienstes willen, erforderlich. Der Antrag wird von der Kam- mer in Betracht gezogen und die Diskussion desselben so- fort eröffnet. Herr Lherbette bekämpft den Vorschlag zwar nicht, möchte aber, daß man , ehe man zu Modificatio- nen des Gesetzes über die National - Garde schritte, mit dem Vollzug dieses Gesetzes sich befasse. Er kündet an, daß er sich vor- behalte, in diesem Bktreff eine Interpellation an den Minifter des Innern zu richten, wenn derselbe auf seiner Bank sein werde. Da Niemand mehr das Wort verlangte, so beschloß die Kammer den Druck und die Vertheilung des Antrags, Worauf zur Berichterstaitung iiber Petitionen geschrittcn wurde. Eine Petition der Grcffiers der Militair-Tribunalc', um Verbesserung ihrer Stellung, wurde auf An- trag des Herrn Laurens an den Kriegs-Minisier verwiesen. Herr Moulin erstattete Bericht iiber eine Petition des Generals Donna- dieu zu Courbevoie, der eine öffentliche Genugthuung verlangt in Betreff der Akte, die über ihn, den Geseyen zuwider, verhängt wor- den sei. Der General hatte zu beweisen versucht, daß er durch den schnellen Vollzug der Hinrichtungen zu Grenoble1816 aus Anlaß der damals dort entdeckten Verschwörung gegen die Regierunq nur die Befehle des damaligen Ministers der Polizei, jcyigen Groß-Referen- dars der Pairs-Kammer, Herzogs Decazes, vollzogen habe, wenn also Schuld vorhanden sei, sie auf diesen zurückfallen miiffe. Dieselbe Petition hatte der General schon in den früheren Sessionen vergeb- lich cingcreicht. Auch dicEmal hatte sie kein besseres Schicksal. Die Kammer schritt auf Antrag der Kommission zur Tagesordnung dar- über. Eine dritte Petition der Pastoren der lutherischen und der rcformirtcn Kirche von Paris verlangt Abschaffung der ofsizicli ge- duldeten Prostitution. Die Kommission beantragthrweisung an den Minister des Innern. Herr von Gasparin unterstiiyt diesen An- trag, und Herr Antoine Passy, Unter-Staats-Secretair dcs Mi- nisteriums des Innern, bestimmt näher, in welchem Sinne auch die Verwaltung darauf cinzu ehen bereit sei. Die folgenden Berichte über Petitionen bis zum 8IZOsischluß waren nicht von so allgemeinem Intereffe, um hier erwähnt zu werden.
Großbritanien und Irland.
Unterhaus. Sitzung vom 18. Februar. Die fortgescvte Debatte über Sir R. Peel's Handels-Reform-Maßregeln murdc auch heute noch nicht zu Ende geführt. Im Allgemeinen bot dieselbe wenig Bemerkenswerthes, da die Redner die vielfach schon erörterten Griinde für und wider die Abschaffung der Korngeseve wiederholten und theils von national-ökonomischem Gesichtspunkte ihre Ansichten aussprachen, theils auf die persönliche Stellung des Premier-Minisiers zuriickkamen und dessen vermeintliche Inkonscquenz tadeltcn. Sir Howard Dou las, konservaiivcs Mitglied für Liverpool, erhob sich zuerst, um semBedauern dariiber auszusprechen, daß er den Maß- regeln der Regierung sicb widerseven müsse; aber er sehe in der Auf- hebung des Ackerbau-Schuhes nicht allein den Verderb des Ackerbaues, sondern auch den Untergang des Jabrikwesens und der Koionieen. Namentlich sei der ministerielie Plan für die leßteren, deren Inter- essen überhaupt hier nicht gehörig vertreten und verstanden würden, höchst nachtheilig. Die kanadische Kornbill, jener feierliche Vertrag zwischen der kanadischen und der Reichs-Legislatur, und alle die Hoffnun- gen, welche sick daran knüpften, wiirden hiermit zerstört, und da über- dies der mini erielle Plan alle Unterscheidungs-Zölle aufhöbe, “so müßten die Kolonieen in kommerzieller Hinsicht zu freien und unab- hängigen Ländern werden. Wolle man freien Handel, so möge man sich darauf beschränken, Zonreiheit in den Kolonicen einzuführen und aus ihnen und dem Mutterlande einen Zoll-Verein bilden, gleich den Vereinigten Staaten oder dem drutschcn Zoll-Vercinc, wo Freiheit des Handels im Innern, aber strenger Zollschulz gegen das Ausland bestehe. Die bisherigen Schritte auf dem Wege einseitiger Handels- frcihcit haben bereits die Fabriken in Ostindien vernichtet und dieses Land genöthigt, sich auf den Ackerbau zu werfen; jeyt werde es auch diesen aufgeben müffen. Der Redner schloß mit Anfiihrun mehrerer Stellen aus den Reden Huskisson's , um zu zeigcn, da? jener große StaatSmann nicht ein Advokat dcs freien Handels gc- wesen sei, daß derselbe stets eifrig dem Ackerbauschuy das Wort gc- sprochcn und endlich die Beschiiiznng der Kolowiccn zur Erhal- tung von Englands Seemacht fiir nothwendig gehalten habe. Lord Villiers widersprach der Bemerkung des vorigen Redners, daß die leisten Zoll-Ermäßignngen den kommerziellen Wohlstand der verflossenen drei Jahre nicht erzeugt haben sollten, und berief sich zum Beweise für die Vorzüge ciner freieren Handels-Politik eben auf die Erfahrung dieser Zeit, worauf Herr Francis Scott von neuem die persönliche Stellung dcs Premier-Minisich zu seiner Partei vom Standpunkte der unzufrirdencn Torics eröricrte. Er zeigte aus einzelnen Säßen der [Wien Rcden Sir R. Peel's, Sir James Graham's und des Hrrrn Sidney Herbert Widersprüche, welche, wie er sagte, den krummen Weg bezeichneten, deu Männer ohne Prinzipien zu gehen veranlaßt wiirden. So habe der Minister cinmal gesagt, daß die Preise aller Lebensmittel durch die Korn- geseße künstlich in die Höhe getrieben wären, während er wenige Tage darauf zur Beruhigung der Agrikulturisten versicherte, cine Ab- schaffung jener Gesche würde keine merkliche Aendexung in den Prei- s?" zur Folge haben 11. s. w. Auf die vorliegenden Fragen selbsi eingehend, bemerkte der Redner, daß allerdings die Zölle fiir Rob- stoffe kkknäßigt und auch die Fabrikate dcs Auslandes nur mäßig bc- ]üsket werden könnten, daß aber der ministericllc Vorschlag eine Kon- kuxrenz hervorrufe, welcher die einheimische Industrie nicht gewachsen stl..“ Folge man jenem Vorschlage in allen seinen Konsequenzen, so würde mat) dahin gelangen, alle Zoll- und Accisc-Abgaben aufzuhe- ben und die ganze Staats-Einuabmc zu opfern, da eine Einkommen- Steuxr dann auch nicht mehr rinträglich sein werde. Wolle man überdies von der Agitation der Anti-corn-law-lcaguc sich Gesche iiber
das Maß des Schutzzoues vorschreiben lassen. so werde man sehr bald dahin kommen, ähnlichen Agitationen das Erstgeburtörecht, die Kirche und alle anderen Institutionen zum Opfer werden zu sehen. Herr Ward äußerte die Ansicht, daß die bisherigen Anhänger Sir R. Peel's, die so sehr über seine Jnkonsequenz klagen, es nur ihrer eigenen Blindheit zu- zuschreiben haben, wenn sie die ministericlle Politik nicht schon lange durchschauten. Denn von dem Augenblicke seines Amts-Antrittes an habe sich seine Bahn unablässig auf dem Wege der Nachgiebigkeit gegen die Verantwortlichkeit seiner Stellan und die Anforderungen der gesunden Vernunft gehalten. Die er|e Pflicht jedes Staats- manncs sei, sich eine Ucberzeugung zu verschaffen über das, was Recht sci nnd was nicht, und dann dem als richtiq Erkannten zu folgen. Wenn das Schuyxoll-Sysiem nicht allen Klassen und allen Interessen dienen könne, so sei es nichts wertb. Von Jahr zu Jahr haben sich die Agrikiiiturisien geweigori, aufrine Untersuchung der besonderen auf ihnen haftyénkkn Lasten, für welche sie angeblich durch das Getraide- Monopol entschädigt werden sollten, einzugehen, man müsse daher glauben, daß ein solcher Druck nicht vorhanden sei. Im eigenen Jntereffe der Agrikulturisten aber sei es, daß den fortwährenden Preisschwankungen und anderen Unsicherheiten, welche von dem Ge- traide-Monopol unzertrennlich sind, ein Ende gemacht werde, und daher sei es an der Zeit, daß die Legislatur ein entscheidendes Wortspreche. Als Beispiel, wie vortheilhaft für die Agrikultur selbst die Aufhe- bung der Schuszölle sei, könne man den AriikelWoUe anführen, wel- cher zum Vortheil: der Sckafzüchter im Preise bedeutend gestiegen sci, seitdem man den Einfuhrzoll aufgehoben habe. Herr Ward sprach schließlich die Hoffnung aus, daß die Majorität zu Gunsten des minisieriellen Antrages im Unterhaus: bedeutend genug sein werde, um durch ihr materielles Gewicht die Annahme desselben auch im an- deren Hause des Parlaments zu sichern. Herr Miles bemerkte da- gegen, daß die Vertreter der Gettaidezölle in diesem Hause die Hoff- nungen, Wünsche und Vesorgnisse einer allxu großen Muffe ihrer Landsleute außerhalb desselben vertreten, als daß sie sich bei dem Resultate einer Abstimmung wiirden beruhigen können; vielmehr seien siekentsxhlossen, den Antrag in jedem Stadium der Verhandlungen zu be ämp en.
Lord March beantragte die Vertagung 'der Debatte, woraus Lord Northland erklärte, daß er für die Maßregeln der Regierung stimmen werde, nicht, wcil er sie billige, sondern weil er lieber Sir R. Peel als Lord John Russell folgen wolle. Die Debatte wurde hierauf vertagt und die Sivung nach Erledigung einiger förmlichen Geschäfte in Bezug auf Bills für öffentliche Arbeiten in Irland aufgehoben.
Jm Oberbause wurden die von Lord Dalbousie gestellten An- träge in Betreff der Behandlung der Eisenbahn-Bills angenommen. Lord Aberdeen versprach die Vorlegung der Korrespondenz mit der spaxischen Regierung iiber die Zulassung des spanischen Kolonial- Zu ers.
London, 14. Febr. Lord Canning soll, nach Angabe der Times, nicht zum Gesandten in Portugal, sondern zum Ober-Com- missair der Land-Revenucn an Lord Lincoln's Stelle bestimmt sein.
Nach amtlichen, dem Unterhause vorgelegten Berichten war der jährliche Ertrag des mit Armensieucrn belasteten Grundeigenthums in England und Wales im Jahre 1841 62,510030 Pfd., und die Armensieuer betrug in dem erwähnten Jahre 6,351,828 Pfd. Sämmt- liche Lokalsieuern, die in England und Wales zwischen dem 25. März 1843 und dem 25. März 1844 bezahlt worden sind, betrugen 11,187,027 Pfd., in Schottland 530,665 Psd. und in Irland 1,561,“19l Psd. St.
Nach Angabe der Liverpool-Times hätte der Herzog von Wellington schon den größten Theil der Stimm-Vollmachten (proxiez), welche ihm, als er sich zu Gunsten der Ermäßigung der Getraidezölle erklärt hatte, von seinen Kollegen im Oberbause abgenommen worden waren, von denselben zurückerhalten, so daß die Annahme des Peel- schen Anfrage; auch im Oberhaus: gesichert scheine. _ Lord Arthur Lennox, der Bruder des Herzogs von Richmond, durch den er ver- anlaßt worden war, den zu dessen Verfii ung stehenden Parlamentsfiß für Chichester zu räumen, weil er sich iir Aufhebung der Getraide- Gesehe erklärt hatte, glaubte sich auch verpflichtet, seine Stelle als ArtiUerie-Jnspecteur in die Hände Sir Robert Pecl's niederzulegen; dieser bat ihn jedoch, zu bleiben, und versprach, die Anschläge für das ArtiUcrie-Departement, welche Jener im Unterhaus: vorzulegen gehabt haben würde, selbst vorlegen zu wollen.
Die League arbeitet mit großem Eifer daran, Unterschriften zu Petitionen wegen sofortiger Aufhebung der Getraide-Geseye zu sam- meln, und hat in den verschiedenen Kirchspielen von London 403,703 Unterschriften zusammengebracht. Auch in der geßrigen Sisung des Gemeinde-Rathes von London ist eine Petition des vorerwähnten In- balts angenommen und beschlossen worden, den Repräsentanten der City die Beförderung dieses Zweckes anzuempfehlen.
Niederlande.
Aus dem Haag, 12. Febr. Ter Jinanz-Minisicr bai, in Folge des Beschlusses der belgischen Regierung vom 12. Januar, wonach das Tonnengeld von den niederländischen Schiffen zu einem höheren Betrage als von den Nationai-Schiffen erhoben wird, die Bezirks-Direkwrcn der direkten Steuern :c. in den Sceprovinzen crmächtiZ, die erforderlichen Brfehle auözufcrtigen, daß die bel- gischen «chiffe in den Häfen dieses Reichs, insoweit die;; die Be- zahlung des Tonnengeldes der Seefchiffe betrifft, unter die im Art. 295 des allgemeinen Gesehes vom 26. August 1822 erwähnte Zte Klasse gkstellt werden.
Derselbe Minister macht bkkannt, daß die Verausgabung von 800,000 Gulden, in Miinz-Biilrts, und zwar in Stücken von 500 und 100 Gulden, fcstgesicllt worden ist.!
Sclgicn.
Brüssel, 15. Febr. Die Repräsentanten =Kammer hat vor- gesiern nach einer kurzcn Debatte mit rinigen Modificationen deu Gesey-Entwurf, der einen Kredit für die Militair-Arbeiten zu Oude- naerdc und Hoffest bewilligt, mit 65 gegen 5Siimmen angenommen. Hierauf wurde die allgemeine “Diskussion des Budgets der Justiz fort- geseßt. Herr cheau richtete, die von Herrn dc Bonne in der vori- gen Sixzung veribcidigie Aufsicliung berührend, Juterpeliationen an den Justiz-Ministcr, um zu erfahren, was die Regierung thun würde, wenn die Gerichte sie vcrurtheiiten, dem von dem Bischof von Lüttich abgescxicn Hiilfspriefter seinen Gehalt zu zahlen. Der Redner sutbte bicrau , indem er seinen Gedanken weitläufig entwickelte. die trann'ge Lage des unteren Klerus in Belgien zu benoeiscn; er erhob sich gegm die Verordnungen, wclche die Priester von dcm Recht der Freiheit, welches die Verfaffung allen Bürgern bewilligt, auéscbl'o'ffm. Dcr Jnsjjz-Minißer antwortete, ,er nehme die Möglichkeit einer Verurtheilung des Staats diirch dte Gexichte nicht an; die Regierung würde, wenn diese Verurthcrlung siattfändc, in derselben Lage sein, wie wenn n'- Gcricht sie “verurthetlte, einen Beamten, den sie abgescst hätte, in seinen Juncttoneii und in seinem Gehalt zu laffen. Der Ministre bemerkte, daß die Lage des Klerus von dem Grundsap der Verfassung