ck70!- rankfurt a. M. 17. Febr.- Tagen in dFm Eisenbahn-Actien,wiedet größere Kaufluß, wodurch deren
Course tä lich höher gehen, Heute war daes auch dex Fall, dagegen waren die spanis en Fonds, bol]. Integrale und auch verschtedene Lotterie-Anleben slauer. Von dem Gclde kann man nicht sagen, daß es im Ueberfiuffecvor- banden sei, koch i]? auch gerade kein drückender Geldmangel zu verspüren, und der Diskonto steht kaum höher als 43,- %. - Jm Waarenhandcl, so- wohl en gros wie 1:11 (1611111, herrschtgroßeStilie, und erst mit dem Eintrixte der Jriihjabrsmeffe erwartet man größere Geschäftsthätigkcßt, ,aber-doch ktm günsii es Resultat dieser Messe. Der Winter warzuun 1'1nst-g,_„d1eLebens- Bedüanisse etheischen in ihren hohen Preisen zu große mschmnkung.
1101111101" 1101'88. ])011 20. 1901111101" 1846.
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Mcteorologische Beobachtungen.
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Königliche Schauspiele.
Sonnabend, 21. Febr. Jm Schauspielhause. 34ste Abonne- ments-Vorstellung. Auf Be ehren: Michel Perrin. Hierauf: 935 5011], auögesührt von Mad. Érue. Und: Der Verstorbcne.
Sonntag, 22. Febr. Im Opernhause. 25ste Abonnements-Vor- stellung: Adrian van Oftade, komische Oper m 1 Akt, Musik von Weigl. Hierauf: Der Schußgeisi. Anfang 6 Uhr. ,
Zu dieser Vorstellung werden Billers, mit Sonnabend bezetchnet, zu den erhöhten Opernhaus-Preisen verkauft.
Im Schauspielhause. 35|e Abonnemenw-Vorstellung: Der Günstling.
& Monta , 23. Febr. Im Schauspielhause'. 36 e Ab €.- Votsiellung:g Der arme Poet. Hierauf: Phädra.| onnemW ;
Rönigsßädtischcs Theater.
Sonnabend, 21. Febr. Mit Allerböchsker Genehmigung; Ern Erdänßßre Vorstellung in 3 Abtheilungen, zum Benefiz des Hex:; (: e 1. Preise der Plähe: Ein Platz in den Logen und“ *- Balkon des ersten Ranges 1 Rthlr. 10 Sgr. :c. l' “* Zu dieser Vorsteüung sind nur noch Parterre- Billets im Billet-Verkaufs-Büreau zu haben.
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und Gaun1f-
Oeffentliche Ausführungen.
Sonnabend, 21. Febr. Im Konzertsaale des Königlichen SWN hauses: Leytts .Konzert von Henry Litolff. Von den intnzßx Compofitionen, welche zur Aufführung kommen werden, erwähnen „* die eigenen Werke des genialen Konzertgebers, wie namentlich die O
türe zu Catharina Howard, mehrere Piecen aus SalvatorIm, eine Caprice über „Robert der Teufel““, eine (Jayrice 111: (;.,„W' 011 101-1111: (1'611101: (von ihm selbst vorgetragen) und 1111111110, 11".[[[1 für Violine und Orchester; dann “ferner Ouvertüre zu Egmont undxi, Konzert von Beethoven und ein Scherzo für Pianoforte vonLM 5 Westmotland. Fräulein Marx, Herr Pfister, Herr Bött[ch„ *- Herr Léonard und die Königliche Kapelle, unter Leitung des Komm: ' meisters Herrn Ganz, werden den Konzerkgebcr unterßüycn. Ans“! * 7 Uhr. Billets .-*1 1 Nthlr. in der löbl. Musikhandlung von BMW: Bock und bei dem Konzertgeber (Univerfitätsßmße 3). *
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" allen Theilen der Monarchie
' „[xrtions-Gebühr für den atm
*; „esterre
“! Jbunement beträgt: 2 mytr. fiir '- „jahr. 4 kthlr. - ?Iahr. 8 Rthlr. - | Jahr.
ohne preiserh'o'hung.
einer Zeile des Allg. Inzrigers 2 Sgr.
Allgemeine
ußische Zeitung.
.Alle p-ß-Inßalleu des Ju- und „Auslandes nehmen seßellung auf dieses Blatt an, für berlin die Erprdilion der Allg. preuß. Zeitung: Friedrichsaraßt nr. 72.
9 53.
Inhalt.
' r T til. * 117211221“ Berl11n- Hosnacbtichk- - Ernennungen und Abschieds-Bewilli-
ungen in der Armee. - Aus Posxp; Truppm-Versiärkungen daselbst. eutsche Bundesstgaten. Konuigreich Sachsen, Landtags- Vexhandlungen, - Königreich Wurttembetg. Glückwunsch von Seiten kanstatter Bürger wegen der „Verlobung des Kronprinzen. - Großbkk ogtbum Baden. Zollfrete Getraide-Einfuhr,
ic1)ische Monarchie. Venedig. Rückkehr des Erzherzogs Friedrich. - Die Herzogin vor) Berry. _ Abbate Betio +, ankreitb- Paris. Entbmdung der Herzogin von Nemours. - Trehouakt's Befördekmög. "*- DiF OppxfiiionS-Bemübuvgm. - Schrei- ben des Bischofs von hartres uber dre Unterrichts-Frage. - Vermisch-
,s„ .. Schnibeq aus Paris. (Debatte über die Kanäle; Agitation [jr Handelsfrtihett.)
oßbritanien und Irland. London. Petitionen zu Gunsten der
Verantwortlicher eracteur 1)“ I' W. Zinkeisen. * "(LHandelssreiheit. - Die Verzögerung der indischen Posk. - Schiff-
Jm Selbstverlage der Expedition.
;. ;. ix
Gedruckt in der Deckerschen Geheimen Ober-Hofbuchdruckerei
Bekanntmachungen. [13-23]
Die am 15. Oktober 1838 zu Sasterhauscn verstor-
1igen Ländereien, taxirt zu 2489 Thlr. 8 Sgr. 4 Pf., ingleichrn die der vcrehelichten Tramm gehörigen aus der Mark Zschapkan belegenen Grundstücke Nr. 24. des Hypothekenbuchs, bestehend in
[135]
Allgemeiner Anzeiger.
Ediktal-Citation.
Auf dem im Bezirke des unterzeichneten Landgerichts gelegenen Rittergute Zschorna haftet zur Zeit noch eine alte, mit lehnshertlichem Konsens versehene Hypothek
so wie zum Selbßunterricbt. Zweite umgeatbei- tete Auflage. 8. geh. Preis K Thlr.
11111188, (2. .A., 11/1111. (1:111(1„ [)38 81-01
1
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' Weiz. Kanton Waadt.
bene Rittergutßbcfiyer und Kaufmann Sophia Flügel Hasenclcver, geborene Stümper oder Stüber, hat in ihrem Testamente ihren DiSponcnten Wilhelm Ludwig Müller und Christian Crust Hcrrmann und ihrem Wirth- schafts-Jnspekwr Weiß, den beiden Ersieren eine jähr- liche Rente von 500 Thlr. und dem Lcßteren eiue jähr- liche Rente von 300 Thlr. ausgeseßt, mit der Bestim- mung, daß aus den diese Renten repräsentircnden und aus die Güter Sasterhauscn und Raabcn einzutragen- den Kapitalien von zusammen 26,000 Thlr. nach dem Tode der genannten chataricn cine Hasenclever-Flii- gelsche Stiftung gebildet werden soll. Ein Thsil dicser Kapitalien, im Betrage von 4000 Thlr., ist insbeson- dere dazu bestimmt, daß jährlich die Zinsen davon an zwei auf einer Preußischen Univerfität immatrikulirte Stndirendc, Welche entweder zur Verwandtschaft der Adoptivmutter der Stifterin, dcr verwittweten Kauf- mann Elisa Ruck, e*borcncn Hasenckever, zu Landeshut gehören, oder von ahren, der Stifterin, rechten Aclterp abstammen, verthcilt werden, so daß diese, wenn fie dte Universität nicht früher verlassen, das Stipendium drei Jahre hinter einander genießen sollen. Da in dieser ieyteren Verordnung einc Familien-Stistung enthalten ist, eine solche aber in Gemäßbcit der §§. 29 ff. Tit. 4. Th. ll. des Allgemeinen Landrecht?» von dem nach §. 10 a. a. O. zu bestimmenden Familien-Votstehcr verlaut- bart werden muß, so ist vor Allem die Ermittelung der zum Genuffe der in Rede stehenden Stiftung berufenen Familien-Mitglieder erforderlich. Es werden deshalb alle unbekannten Mitglieder der Familie Hasenclcver und Stümper oder Stüber, und insbesondere alle zu den unbenanntcn Familicn gehörige Personen hierdurch auf esotdekt, fich vor oder spätestens in dem auf den 4.111pril1846, Vormittags um 1111hr, vor un- serem Deputirten, dem Königlichen Ober-Landcsgcrichts- Referendarius Jrgahn, anberaumten Termine im Par- teienzimmer Nr. 11. auf hicsigem Ober-Landes cricht zu melden und demnächst ihre Legiiimation zu fü ren, un- ter der Verwarnung, daß die zu rechter Zeit fich mel- denden und als Glieder der genannten Familien fich legitimirenden Personen (103 die allein Berechtigten wer- den angesehen, und daß die etwa erst späker fich mel- denden Familienglicder alle Handlungen und DiSpofi- tionen derselben anzuerkennen und zu übernehmen Wer- den für schuldig erachtet werdcn, Nachkommen aus der Familie Hasenclever, und zwar dcs Adoptiv-Großvaters dcr Stifterin, des Kaufmanns Luther Haseuclever zu Remscheid, soUen noch an diesem Orte, so wie in Bur- scheid, Lennep, Solingrn und überhaupt in Westphalen, leben und zu ihnen auch der Kaufmann Arnold Moll in Lennep, die Familie des Sccretairs Kans zn Mün- ster, des Kaufmanns Sandcrlcben zu Arnheim, so wie der Dachsberge, Klenke und Kochinsky gehören. Von den Mitgliedern der Familie der Siifterin sind fast gar keine Nachrichten vorhanden. Sie soll die Tochter eines Militairs Namrns Stümper in Grünberg gewesen sein und später diesen Namen mit dem Namen Stüber vcr- tauscht haben. Von ihren Verwandten soll eine voll- bürtige Schweßer an einen bereits verstorhcnen Unter- offixier in Grünberg verheirathet gelvescn sem, dort noch wohnen und Kinder am Leben haben. BteSlau, den 19. November 1845.
Königliches Ober-Landeögericht, Erster Senat.
Nothwendige Subhaftation. Land- und Stadtgericht zu Wittenberg.
Der der Ehefrau des Gasiwirths Anton Tramm, Franziska geborenen Schulze,"?ehörige, an der Chaussee wischen Wittenberg und Gra enhainichen bei Runden Zeitgene und im Hypothekenbuchß unter Nr. 30. ein- getragene Gasthof zum Grauenstem nebst dazu gehö-
[1147]
1) einer Hufe Land mit vaentarium, taxirt zu 3991 Thlr. 25 Sgr. 7 Pf.,
2) einer halben Hufe Holzland und Acker mit Juven- s ll tarinm, taxirt 311 2036 Thlr. 19 Sgr. 5 Pf., o en
den 30. Juni18-16, Vormittags 11 Uhr, an (Heriäytsstelle subhastirt werden.
Die Taxe und der neueste Hypothekenschein können in unserem ]]l. Biireau eingesehen werden.
Ruhrorter Dampfschlkppschiff- [1361 fahrt. . Dritte Einzahlung von zehn
Prozent.
Unter Vezu nahme auf B. 3 und 4 des von des Königs Majesßät unterm 6. Juli 11. J. bestätigten Statuts der Ruhrorter Dampfschleppschifffahrts-Geseu- schaft Werden die Herren Actionaire hiermit aufgefor- dert, die dritte Einzahlung mit 10 Prozent, oder zehn Thaler [)en-Artie, spätestens bis zum 20. April ("|". nach ihrer Wahl in Ruhrort, Köln, Düsseldorf, Berlin oder Frankfurt a. M. zu leisten, und zwar bei folgenden Empfangsstellen :
1) in Ruhrort bei Herrn Franz Haniel,
2) in Köln bei den Vankyäusern A. Schaaffhau-
sen und Sal. Oppenheim jun. &" Comp.,
3) in Düsseldorf bci dcm Bankhause Wilh. Clcff,
4) in Berlin bei dem Bankhausc Gebr. Schickler. 5) in Frankfurt a. M, bei dem Bankhause H. D.
Dreßler, gleichzeitig aber die in ihren Händen bcfindlichen Par- tial Quittungen über die früheren Einzahlun enmitein- zulicfcru, indem nur gegen deren Zurückga e die über 30 Prozent oder 30 Thaler lautenden m'uen Partial- Quittungen verabfolgt werden können.
Die Annahme der Einzahlungen findct von heute bis im:]. dcn 20. April statt, und crthcilcn die oben- b1zcichncten Empfangsstellen Znterimö-Qnittungcn, deren Austausch gegen die von uns ausgefertigten Partial- Qnittungen vom 10. bis im]. 20. Mai 1:1'. cbcndasclbft stattfinden kann.
Ruhrort, den 16. Februar 18.15,
Die Direction.
Cral'au - Oberschlesische Eisenbahn.
Den Inhabern dieser 3 ' . “_ . .. ., 477“); “_.É
Quittungsbogen besor-
. , gen wir auch dieGmal die „2 «[Z] «101-511.
ausgeschriebene sechße Einzahlung von 10 pCt., wenn uns die resp. Qnittungöbogen _ bis zum 4. März “ “ d. J. hier eingeliefert
werden. Nach Maßgabe unseres Bestandes werden wir auch zeitgemäß wieder die auf 60% eingezahlt lauten- den Quittungsbogen „Zug um Zug ausliefern können, _
Berlin, 20. Februar 1846.
J. Gebert &“ Co., Linden Nr. 15.
...*
von 1750 Thlr. oder 2000 J!. Ehegeld und Gegenver- mächtniß, wovon nach einer am 31. Mai 1640 zwischen dem damaligen Besyer gedachten Rittergutes, Wolf Abraham von Stenysch und dessen Verlobter, Magda- lenen von Heldorff - der hinterlassenen Tochtex eines gewiffen Georg Adams von Heldokff zu Locmewts, -- errichteten und am 26. April 1643 höheren Orts be- stätigten Ehesiiftung, 240 F1. Zinsen und 30 F1. Haus- geld alljährlich an genannte Magdalene von Heldorff, nachher verchcl. von Stenssch, auf deren LebenSzeit be- zahlt werden sollen.
Zum Behuf der Beseitigung dieser Hypothek batmm der gegenwärtige Besser des Rittergutes Zschotna, Herr Rittmeister Ludwig Moriy von Schröter, auf Erlaß det geschlichen Ediktalien angetragen, und da auch das Kö- nigliche Appellationögcricht zu DreSden, als Lehnhof, in einer unterm 6. Februar 1837 deshalb an das vor- malige Justizamt allhier erlassenen Verordnung Seine Genehmigung hierzu ertheilt; so werden daher nach Vorschrift des Mandats vom 13. November 1779, die Erlassung von Ediktal-Citationen außerhalb des Kon- kurses betreffend, alle diejenigen, welche auf das oben erwähnte Chegeld und Gegenvermächtniß, so wie auf die berührten Zinsen und Hauögcld, aus irgend einem Rechtsg-runde noch Ansprüche zu haben vermeinen, ös- fentlich hiermit vorgeladen,
den 18.Zuli1846 . entWeder in Person oder durch gehörig lcgitimirte und, was die etwa im Auslande wohnenden Interessenten betrifft, mit gerichtlich a1thestellten oder anerkannten Vollmachten versehene Bevollmächtigte an hiefiger Ge- richtsstclle zu erschcinen, fich innekhalb der bis Nach- mittags 5 Uhr dauernden Gerichtszeit mit ihren An- sprüchen zu mrlden und dieselben zu bescheinigen, mit dem Herrn Rittmeister von Schröter oder aber, nach Befinden, auch unter sich binnen 3 Wochen rechtlich zu verfahren und zu beschließen, sodann
den 10. August 1846 der Jnrotulation der Akten zum Zweck der Abfassung eines Erkenntnisses, so wie hiernäch|
den 22. Auguft 1846
der Publication des leytcren fich zu versehen, iibrigens gewärtig zu sein, daß diejenigen, welche in dem zur Anmeldung ihrer Ansprüche bestimmten Termine nicht erscheinen, oder überhaupt die lesteren nicht gehörig an- zeigen und bescheinigen, für n11Sgeschlo[se11, auch der ihnen etwa zustehenden diesfallfigen Ansprüche und der Wiedereinseßung in den vorigen Stand für verlustig wcrden geachtet werden, wogegen das zu eröffnende Er- kenntnis: beim Außenbleiben der Vetheiligten in dem hierzu anberaumten Termine, Mittags 12 Uhr, für pu- blizirt geachtct und zu den Akten genommen werden wird.
Endlich ergeht an auswärtige Interessenten hierdurch zugleich die Aufforderung, zur Annahme der künftig-an sie zu crlassendxn Verfügungen und Citationen, ch'oxig legitimirte Bevollmächtigte am Orte des (Heri is zu bestellen. -
Wurzen, am 16. Fcbruar1846.
Köni lich Sächsisebes Land ericht. [[ Schreibßk.
„..., Citerarischc Anzeigen.
Bei August Hirschwald in Berlin ist so ebener- schienen und in allen Buchhandlungen zu haben:
Gedike, [):-. C, E., Anleitung zur Kran-
kemvartung. Zum Gebr'auch fiir die Krankenwartschule der Berliner Charité-Heilanstnlt,
[141 b]
16171, 01101' ])akztellung 111111821611611111115.
«11:1111331011 6111310111011 iiber Wesen, [115101 unt] 11:1111113 (103311111611, nebst Übban-Uuux äs 11115r0n)'m113 Mercuriaüa „1)1: 3311111111“. ["-“11 ])a'iäasogou 111111 0101111111012 8, 51:11. 140157711111
genannt Orientalische Rheumatismus-Amukm. 11131171 (1. M. 13331111501' 111 11011111 [ 7.111" Mittheilung 11'11' Urn. 1511110111 61053 111 111651111.) 1117. N70111Zeboron Jeebrtos 80111'0113671 170111 13. Üuxuzt 1101151 11110- !na1151n1134111101101' kam] 1011 U01', .'115 1611 1.11 1511 5011031111101" 11118 (111111 11.1118 2111'11011116111'10. 1115 11“: [*:-ng 062151111101" 11.1111: 1011 11-111 keinen 1111111110! [1118111113 weiter 301111111 111111 konnte 11111011 110 111111» nicht; über (110 Wirkung 1111125 111111615 311 31:11, MTW 1c11 j1:11(1(:|| jotU 118711] 111111 mit 701x111- gen 111111311 111 [“Age-1110111 miubeile 111111 211 jcäem 1101101113611 (3611111113111: überlasse. Rämlicb:
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* t. . . . r , Üekonoknio-Üircklor. [
Obiges Schreiben des Oekonomie-Dittkwrs Henn; S ! .... r in Deffau, dcm Publiko zur geneigtejxDurÉF ficht übergeben, ist aufs neue ein glaubwiirdjgeth)F weis, wie schävbar in dcr jcßigcn feuchten [md un, gesunden Witterung die Rheumatiömus-Ablcttxr W“ und Zeugnis; able en, in wie vielen Fällen dlz leiter mit gutem rsolge angewandt werden konnt“ theils gegenKopf- und Gesichtsschmerz, gegen ZN schmerz, eben so gegen Schauer in den Lenden, 891", Harthörigkeit, gcgen Gliedcrreiéven, wie überhauM'
gen chronische nnd akute Rheumatiömen u.Nkk?"ä ' ; , »" * MMM" Dramen gelingt es, durch die glückliche Vescynng, die ihnen
leiden aller Art, von Lcidendcn, die mit den) M!“ oder anderen dieser Uebel behaftet sind, gelylß "' unbeachtet iibcr augen Werden. - Zeh füge 11"- hinzu, daß die heumatismus-Ablciter nichtnykmk' dizinisch-chemisch geprüft find und demnächst!)" ?- nebmigung zum freien Verkauf in den Kömgl-vkk", ßischen Landen von Seiten der hohen Bchokd'b'; halten haben, sondern auch die Wirkung derskl', fich anf mehrfache ärzlliche und praktischc Ersab'""* gen und Anerkennungen stürzt. du!
Die Haupt-Niederlagen fiir BU11U habe ich Herren
H. W. Warendorf, Leipzig-r-Str- N“, 66, und
E- W“ Eßlingl'r, Spanbaucr-Str.Nl-g
(nahe der Post), , übergeben, woselbst das Stück f. d. Prctö von “' Sgr. und skätkere :*- 15 Sgr. zu haben find.
Eduard Groß 1. VW
d anderweiti e Ver ierun en rden sind. g 8 g
41- . ZZlec-nde. Aus dem Haag. Ernennung.
; elgien- Brüssel. Kammer-Debatten über kletikalische Verhältniss, --
ermt'schtes.
Beschlüsse der geistlichen Kapitel. «nien. Madrid. - Schreiben aus Madrid, (Stellung des *] inistmums; die Bad eis; das neue Zollgesev; Tilgung der Staats- [chuldz Annahme des ahlgeseßts im Kongresse; Vermischtes.)
nigl. Schauspielhauß. („Thomas Thyrnau“) - Erste Ausfiihrung der Oper „Zayre“ zu Gotha. - Zur vaterländischen Geschichte.
„Amtlich er Theil.
Se. Majesiät der König haben Allergnädigst geruht: Dem Seminar-Znspektor Birkmann zu Soest den Rothen
- dlerx-Orden vierter Klasse; und dem WachtmeisterDanckhofs, vor- 11? 11" (Harde-Dragoner-Regiment, das Allgemeine Ehrenzeichen zu ern en.
Nichtamtlicher Theil.
Inland.
Bxxliu, 21.Jebr. Gestern Abend fand bei Ihren Majeftäten Komge und der Königin im hiesigen Schlosse ein Ball siatt, zu chem gegen 500 Gäste eingeladen waren. Der Anfang des Festes um 835. das Souper um 1015, das Ende um 1 Uhr. Außer dem Rittersaal waren der Ballgesellschaft die anskoßen-
3. , zum Theil 11111 xingericbteteu Gemächer qeöffnet, welche dem * runde der vaterlandtschen Industrie einen erfreulicher: Anblick ge- *
hrtkn, indem näht allein die reichen geschmackvollen Stoffe, mit
_ en die Wände bekleidet, in den hiesigen Fabriken der Herren Ga: _
n und Rümpler gefertigt, sondern auch alle Marmor-, Bronze- im Jnlande vortrefflich aUSgeführt
Berlin, 21. Febr. Nach dem heutigenMilitair-Wo en- akte ist Se. Hoheit der Herzog von Sachsen-Kobétrg-
otha zum Gencral-Major T- 1:1 Zuiko der Armee ernannt; ferner dem Z
ajox zur Disposition, v o n d e r S ck 11 len b u r g zuleht im Zten n- terae-Regiment, der Chargkter als Oberst-Lieutenänt beigelegt und dJem uptmann v on S two 1 1 11 Ski , vom 17ten Infanterie-Regiment,
«.
Königliches Schauspielhaus. homas Thyrnau. Drama von Mad. Birch-Pfcifser. (Den 20. Februar.)
hiesse Bühne “ ' '
. "giebt, sich dergestalt beim Publtkum u mmmren da m1tas Urtherl aber ihren eKentlichen Werth sehr ersébwers wird: ,so is? d der Marqyise vUon ilette ge augen, einem Drama, das sach ' mb feinen anguenskucken “011 so vetßält, wie die Ritter- und Räuber- ; er achtztger Jahre zum Gos von Berlichingen; so mit Tbo-
i„Thyrnau, 111 bzw die Langmuth des Publikums auf eine Weise
dlmeZZothe 181111)!“ wkd, Baßfnlitrbdiexchtung vor einigen Namen die eeeen,ene1a erei at, «“'
“INSM! 3? [Theil ?skd- [[ f ck m ck der ihm am Schlusse
e zu tegen, md nicht erst ästhetische Untersuchun en über de 'kkslkbjed des Romans vom Drama nöthig, sondem man Fnöge fich nut: t,znatenhaft der Verschiepenheit Yes Eindrucks erinnern, den die Muster m Dj_xhtttngSarten in jedem fur Kunstgembti keit empfänglichen Men- . izurucklaffen, und wird begreifen, daß ihre (Zebietcxinandet ausschlie- n**,.111Romatx, namentlich" im historischen, ein Strom der Geschichte, der 'ne-H;" naturlichts 'G'efalle der Mündung zueilt, und auf dem die asfa nchen der Jndw-dueu und selbst das Admiralschiff des He en nur msskvsknd; im Drama dagege'n die höchste Selbsithätigkeit destndivi- vielx'mhot 13er die Macht des _h-storischen Hintergrundes verschwindet, da
1 r dae Geschichte selber erst schafft. Dem Romanschreibet verzeihen
[ck???“ wm" “' in Zeit und Raum häufig abspringt; denn der Strom seiner
te kann durch so bielekHt'1'en Land stießen daß es ermüd " ' * en wurde, TFZMMS skin" us“ 3" dunbmessen; das Dräma hingegen begnügt fich in |,“ “'m Gkb'kk, da ei- nur die wältende Kraft des Einzelnen auf S"" Zusamnnnhans zeigen wm. Dadurch schließt es aueo
“ Einräumung von Kirchen im Allgemeinen.
. Kirchen anderer Konfessionen attszuüben.
Berlin, Sonntagden 221?" Februar
als Major, dem Hauptmann Hartmann, vom “llten Infanterie- Regtment, ebenfalls als Major, dem aggr. Major von Lojewsky, votp 1sten,K'ürassier-Negiment, als Oberst-Lieutenant, und dem Ritt- me-sicr Ntcktsch von Rosenegk, vom 1sten Kürassier-Reqiment, als Maxor, mit der Regiments-Uniform und den vorschk. Abz. f. B., Aussicht auf Civil-Versorgung und Pension, eben so auch dem Oberst und Commandeur deo Iten Kiirasskek-ngimeuts, v o n Gra e w e, als General-Major mit Pension der Abschied bewilligt worden.
Berlin, 21. Febr. Aus Posen gehen fortwährend beru t' ende Nachrichten ein. Die am 14ten d. M. angeordneten VerhafhtYUgen werden fort-geseyt, ohne auf den mindesten Widerstand zu stoßen, und hte [„durch dxese Maßregel hervorgerufene Aufregung läßt nach. Nur 111 emzelnen vqn Truppén entblößten Kreisen waren die deutschen Ve- wyhner noch ammer in großer Spannun , welche sich jedoch legen wird, „sobald die zum Einrücken in die ??rovt'nz bestimmten Truppen dort emgetroffen sein werden. Außer den in unserer Mittheilung vom 19ten d. M. genannten Truppentbeilen haben auch noch 2 Es- kadroqs des „5ten Husaren-Regiments und 2 Bataillons des Men In- sa,utene-Reg1ments (beide zum 2ten Armee-Corps gehörig) diese Be- stammung erhalten.
Deutsche Bundesstaaten.
Komgreuh Sachsen. Die erste Kammer hatte für ihre Sivtmg vom 19.“ Jebxuat den anderweiten Bericht ihrer außerordentlichen kirchlichen Deputanon ubxr das Dekret, „die sich Deutsch-Katboliten nen- nendcu „Diss1de'ntc11 betreffend“, ur TageSordnnng bestimmt, in wcl- chem mehte dle m d-u'ser Angelcgenknit von der zweiten Kammer gefaß- ien Beschxuffe, namentltch insofern sie von den Beschlüssen der ersten Kam- mer abwnchend sind, dargelegt und von der betreffenden Deputation begut- achtxt tyxtden. Bevor die Kammer zu dem Gegenstande der Tageöordnung s(hrttt, ubergab der Stqats-Minißet von Wieteréheim dem Präsidium xmen Aufsaß, welcher ,dte Resultate der von der Regierun an estellten Er- ottemygcn [n Betreff [euer in der ersten Kammer aufgeste ten ehauptung, daß em Geaßltcher,der Oberlausiv ein Kind „im Namen des Weltgeistes, des lehreqden Geistes und des umschwtbenden Geistes“ getauft“ haben sylle, enthalt. Der Kultus-Minißer gab über die Angelegenheit zugleich etnskn-rzeö Nesumé, aus dem hervorging, daß der betreffende „achtbare“ Gelßlache kexneszvcgcö le-ugtze, daß er vor 14 Jahren aus wohlgemrinten Mottven allexdmgs “bel nner Taufyandlung von der Formel des Kirchen- btzchcß abgeWachen set , daß er aber auch andererseits den Beweis elicfert, nue m semer Taufrede der dogmatische Theil der Taufformel vo ständig en'thalten und die Tausyandlung selbß also als eine christliche anzusehen set, weshalb auch das Mmisierium das Faktum nur als einen liturgischen Jeblgriff betrachxe und betrachten könne und der Anficht set“, daß auch die Kammer nach dtcserMittbeiiuug die Sache am zweckmäßigsten aus fich beru- hennlaffe. B,“ der Petathurtg des erwähnten Deputations-Vetichts trat nun zuvotdersi eme Memungs-Verschiedenheit beider Kammern darüber hervor, 01 welcher F01111_da6 dre Angelegenheiten der katholischen Disfidenten ord- nende Int(xtmzsmum yon der Regierung zu erlaffen sei, Dir erste Kam- mer wat namltch bc1 thxcn Beschlüssen von der Anficht aUSgegaugen, daß der "Staats-chiergng-eme Ermächtigung zu einigen den Neukatholiken zu gxwahrenden Vergunsngun en,- namentlich zu Ueberlassung der Kirchen an yleselbcn, unter gewassen edmgungen ettheilt, übrigens aber dctselben ybcrlasscn werden solle, von dieser Ermächtigung im einzelnen Falle nacb threm Etmes sedx Gebrquch “zu machen; die Weite Kammrr hat dagcgen beschlossen, „daß dte mtermnsnsche Stellung der eukatholiken durch einGe- setz oer eme mit Geseßeökraft versehene Verordnung, die der Zustimmung der Stfandc_„ged.enkt, geordyet Werde, so daß diese Verhältnisse der Deutsch- Katholxkepkunsng unabhängig von dem Ermessen der Regierung m dcm, 1th zu bestxmmendcn Maße so lange fortbestehen sollen, bis fie durch em andatcs Geseß wieder geändert werden, Mit diesem Bcschluffe dcr zwetten Kammer kann sich die Deputation der ersten Kammer in ihrem an- dcxweiten Berichte besonders aus dem Grunde nicht einverstanden er- klären, wn] ein solches Gesch weit über die Gränzeu cines Interimistikums hinausgehen und eme wixkliche Anmkennung enthalten würde, zu welcher es, wie bcideKammern einversmnden, jest noch man an der Zeit sei, und räth daher dex Kammer an, bei dem früheren Veschlusse zu beharren. Nach kurzer Dtskusfion wurde dieser Antrag der Deputation ge en 3 Stimmen angenommen. Die Wesentlichen Diffckeuzcn in den gegensßitigcn Beschlüs- sen der beiden Kammern traten ferner noch in folgenden Punkten hervor. _ „ Die erste Kammer hat dte Staats-Negrcrung ermächtigt, die Uebcrlassung cvan clischer Kirchen an die Ncu-Katholiken zu [enehmigt'm nach dcn BcschlüsSn der zweiten Kammer aber sollen diese beßugt sein, ihre Gottcs-Verehrung auch in den " , , Auch in dieser Beziehung meh dae Dcputatwn der erßcn Kammer an, bei ihrem ursprünglichen Ent-
Tableauartige, alle Anxkdoten, die ganze landwirthscbastliche Lyrik, die den Les“: des Romans ergdßen mögen, von fich aus. Wird nun ein Roman 1n„em Drama _vcrwandelt, so fällt die ganze Masse des Stoffs auf die Bahn:, und W[rd ihreqt Wesen durch die dialogische Form, in der er er- schemt, so wemg asfimalirt, als Speisen schon verdaut smd, wenn man ste 11111 dem Messer zerschneidet.
Uebrigens ist in_ dem vorliegenden Stück ker Roman so flüchtig zum Drama umgeßempelt, daß sein ursprüngliches Gepräge nur halb verdrängt iskun'd oft ?e-mtgjfichtbar wird. Frau vonPalzow wird der Mad,Birch- P,fe1ffer ar riese stiefmütterliche Behandlung nicht dankbar sein, obwohl ktme andere zu erwarten war; denn kann man geraubt: Kinder so lieben, wie die eigenen?
Eigentliche Handkung, die mit Ursache und Wirkuxg fich vor uns ent- tm'ckelt, enthält das Drama nur in dcr Zntrégue des Prinzen gegen Thomas Thyrnau, die eine Anklage zur Fol e hat; alles Uebrige ist Zufall und Anekdote, dialogische Einkleidung der echtvollsten Romanscenen, Was sonst noch von Gegensäßcn vorhanden war, deren Konflikt wirkliches Leben, dramatischen Kampf herbeigeführt hätte, ist unbenuvt geblieben: die Gegensäse der echt deutschen Maria Theresia mit dem stanzöfifirten K„aunis, die von Pflicht und Neigung in dem Herzen des Grafen Lacy, settdem ttMagdalenen sah, auf welche fich die Bearbeitung mit allerMacht werfen mltßte, sind kaum berührt: Kaunis ist eine Null, und Lacy kommt durch die bequemste Passivität an sein Ziel.
Der schrecklichste der Schrecken aber ist die Rede T h y r n a u ' s im lessen Akt, Fu,“,der er es für gut findet, die Geschichte Böhmens von der Zeit des dre1ß1g1abri en Krieges bis auf Maria Therefia zu beleuchten; ein wahres Gluck, da er die vorsündfluthlichen Zeiten unbesprochen läßt, Und diese Rede denke man fich von Herrn Rott im langsamsien Tempo vorgetragen! Mad. Crelinger gab der Kaiserin, „det braven deutschen Hausfrau“, wie Schlossxr sie nennt, xu wcni Wärme. Fräul. von Hoppe waren vortrefflich: ?) agda in der That tine poejische Gcßalt
Hagn und Herr“
schluss- sehen zu bleiben,.denn daß den Neu-Katholiken außer evan eliscben Jtrchen, zu delnenj auch dteireformirten zu rechnen seien, weder römisZ-katho- ltscbe, noch nechrscb-katholtsche Kirchen zum Gebrauche würden eingeräumt wxxden, yer thx fich von" selbst. Da einige Mitglieder der Kammer (die Bgrgermetstex Weimer, Hubler nnd 1)r. Gtoßmann) der Anficht der Depu- iatton, als könnte der Fall nicht eintreten, daß tömisch-katbolische Gemeinden
dcn DcutschzKatboliken ihke Kirchen einräumen möchten, nicht unbedingt bei- treten z_u durfen glauhien, so fand fich hierdurch Dekan Dittrich bewogen, zu erklaren, daß er dae Memung der Deputation nur bestätigen könne; die
Einräumung von Küchen von Seiten der Katholiken könne doch nur an Orten stattfindeq, wo eine katholische Kirche beßehe, die- sex Orte aber gxbe es 111 Sachsen überhaupt nur wenige, und es sxt, nicbt w,ahtschemlich, daß eine Erscheinung, wie der Deutsch-Katho- ltzrsmus, d1e nur-durch fremden Einfiuß hervorgerufen worden sei und noch getragen werpe, m solchen„O:ten großen Eingan finden würde; sollte es aher aucb „hlt! denen„ „dte bei der Geburt die es Kindleins Hebammen- dtenße verychten“, gelnx en, _ihxe Abficht zu erreichen, so würden Patron und Gemexpde sich gew! entychaehen dagegcn erklären, ihre Kirchen einer Paxtn zu offnen, von der es wemgsfens zweifelhaft sei, ob fie die göttliche Wurdxunserxs Heilandes anerkennt oder abspräche, denn ste würden sich durch djese E!,nraumung selbst ins Angeficht schlagen, wenn fie aus ihren Kanzcln Predtgtey gestattxn wollten, deren Inhalt eine maßlose Beschim- pfung der katholaschm Ktrche bilde. Hierauf wurde über den Antrag der Deputation abgestuymt,_ und es fand derselbe gegen 1 Stimme (Wehner) Annahme. „Ankixndtgung der gotteödienstlichen Versamm- 111 ngen. ,Die wege Kammer hat beantragt“, daß den Deutsch-Katholiken dxe offexztlache nkgndigung ihrer gottesdienstlichen Versammlun en ge- stßktet sem solle; dre Depuxatiou der ersien Kammer räth verse! en an, d1esem Vxschlusse Her [etzse1tigen Kammer beizutreten, insofern darunter 11:1015 „werter 111,6 dre Pravat-Anzeige des zu haltenden Gottesdienstes m ortlichen Blattern zu vetsichcn sei, denselben aber abzulehnen, insofern tt_nter der yon, der zweiten Kammer den Neukatholiken zugebilligtm „öffent- ltchen AnkundtgunZ“ ihrer gotteSdiensilichen Versammlungen etwas Mehre- res, z. B. das Lau ten mit Glocken, verstanden wetden wollte; diesem Vyrschxagc der Deputatiorx trat dieKammer ohne Diokusfion einßimmi bei. Etnraumuns? von Kuchen für Deutsch-Katholikm auf den 5:- fern. „D" xt xKammer hatte fich bei Beratbung der Regierungs-Votlage, welche “dre EltZMUMUU v-xn Kirchen an die Deutsch-Katbolikm uicht blos auf der Stadxe be chränkt wissen wolln, dahin ausgesprochen, daß den Dentsch-Katholtken dj_e Erlaubniß, ihren Gottesdienß in den Kirchen zu halten,“ um in den Stadien, und zwar nur in solchen, ertheiltwetde, wo die „Zahl der Bekenner der neuen Konsesfiou schon eine größere sei“, die zwctße Kammer faßte dagcgen den Beschluß, dem Vorschlage der Staats- Negrerung, daß unter den erwähnten Kirchengemeinden nicht blos die in den Städten, soud_e_m auch in anderen Orten zu verstehen seien, beizutreten. Die Deputanon taxh der Kammer an, bei dem ersten Vescblusse zu beharren, und es wurde dann auch dieses Gutachten gegen 10 Stimmen angenom- men. Trauungen. Hier hatte die Deputation in ihrem ersten Be- rtchte „vorgeschla' (11, daß dre Ermächtigung, selbige zu vollziehen, den neu- katho11schzn Gk!" lachen auch schon während des Jnterimistikums, unter in dem Venchte nqher angegebenen Bedingungen, zu ertheilen sei; allein bei der Bcrathung m der Kammer wurden diese Vorschlä : nicht angenommen, sondem nur beschlossen: in der skändiscben Schrift d : Voraussesung aus- zusprechen, daß den neukatholischen Geistlichen, nach der Vollziehung der Trauung durch einen evangelischen Geistlichen, die Ein- segtzung der Ehe ebenfaUs wxrde nachgelassen werden. Die zweite Kammer rst [eyoch „diesem Beschlysse mcht beigetreten, sondern hat, nachdem ihr: De- putanon ehre Ueberemsttmmung mit den in dem Berichte der Deputation der ersten Kammxr auögesyrochenm Anfichten erklärt hat, beschlossen: daß den deutsch-katholtschxn Gustltchcn die Trauung unter den in den Berichten an- gegebenen Modtftcgtionen gestattet Werde. In dem votlirgenden andemeiten Be- 11chte ko'mmt nun dteDeputation der ersten Kammer aufdas inibrem früheren Be- mbte ntcdergelegte Gutachten zuriick, das fie durch die von der Staats-Regieruus dqgcgetz vorgebrgchtcp Griinde nicht als widerlegt anzusehen vermag. und un- pftehlt chte taxespru1,1g11,chcn Anträge, die materieu mit den Beschlüssen der zwei- ten Kammer ubcrxznsnmmen, wiederholt zur Erwägung und Annahme. Jndeß wurdcn dre Antrage der Deputation und mit ihnen die Beschlüsse der zwei- ten Kauchr hei der Abstimmung mit 27 Stimmen abgelehnt und hierdurch der urspmnglxche „Beschlußider Kammer bestätigt. Parochial-Lasien. In Bezug ,auf dtePaxochtal-Veiträge bat die erste Kammer die Frage: oh solche dre Neuxatbolrken xpährcnd der Dauer des Interimistikums an die Kasche, dcr ße fruher gngehoxten, zu entrichten verpflichtet seien, bejahend beantwortet, dagchn dix zweite Kammer den Beschluß gefaßt: daß in dem zu ,cranffendcn Ge ese dte Befreinng der Deutsch-Katholiken von persönlichen Vertragen zu den Parochial-Lasten der römisch-katholischen Kirche ausse- syrochcn werde. D::sem Vcschluffe der zweiten Kammer glaubt die Deputa- non dex ersten Kammer, gestützt auf den Grundsmz des sächfischen Staats- 1111d Kjxchenrcchtß, daß dcyenige, Welcher aus einer Kirchengescllschast aus- mu, m re„chtl1ch-er Bczzchung noch so lange als Mitglied derselben angesehen wud, bis dex fachliche Verein, in welchen er eintreten will, vom Staat anerkannt ist, mcht beitreten zu können und räth der Kammer an,
und Kauyiy die Frucht historischen Studiums. Der eriß, mit dem Herr Hoppé seme Darßellungeu durchführt, ist überall ßchtbak.
Gusxow's [ester Brief hat die Sympathieeu alle: dem für ach, welche die dramanschc Kun]? ungern zum Handwm erniedrigt sehen. 5 ist un- sere Pfltcht, 1111 scmem Proteste Theil zu nehmen, damit wenigstens das Publaum m semenJordcruugcn 1111 die Bühne nicht erschlafft, wum auch Mad, B1tch-Pfe1ffer selbst mat dem Genius der Kuni? auf so gespann- tem Fuße zu leben fortfahren sollte. 20.
Erne Aunnhrung der Oper „Zayre“ zu Gotha.
, Gotha, 17. Febr. (Eingesandt.) Am 15ten d. M. wurde aus htcfiger Buhne [zum erstenmal: „Zayre“, roße Oper in 3 Abtheilungen, egebxn. Dex Zettel henannte weder den Zerfasser des Libretto, noch den ondtchter, eme unnusc Vorsicht, da Beide bekannt genug waren. - M. Tenclli hat das Verdienst, einen Stoff hemaögefunven zu haben, welcher dem Geschmacke, der Vorliebe und dem Talente des erhabenen Kom- pynisien Yorz1tgsweise zusagen konnte. Der Herzog von Koburg bedurfte emes Sams, das neben reicher Sentimentalität oratorischen, fast kirchlichen Styl gestattete, und die Voltaitesche „Zavre“ genügtedieset Anforderung vollständig. Dabei gelang cs dem Dichter, der einfachen, für die Jestzeit dürftigen Scenirung des klasfischeu Trauerspiels eine mo- derne, lebendige, romantische Fäxbung zu geben, welche zu reicher Entwicke- lung der in unseren-Tagen leader nothwendig gewordenen Bühnenpracht Vcrqnlassung gab. Dae Verse find fingbar, hier und da poetisch. Die Com- pofitxon de? Herzogß, welcher bekanntlich seinen entschiedenen Beruf zur Must! brmtö in fruheren Werken betbäti te, ist eine fleißige, tüchtige, :- [ungenc Arbeit zu nennen , welche übera den Liebhabern, in den meisßm T talen gber auch den Kennern und fähi en Beurtheilem genügt. Ueber- 1111en war den mufikalxschennBlänern d : Würdigung der einzelnen Num- mern des Wexkes, und beschranken wi1' uns hier darauf , zu bemerken, daß außer den Chosen, welche uns durchgängig wirksam erschienen, die Cavatine
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