berechtigt und verpflichtet gewesen, so wie sie auch andererseits die Ueber- zeugung habe, daß von den Eisrnbahn-Direktorim ernstlich dahin geßrcbt werde, in jeder Beziehung mit möglicbsier Sparsamkeit zu Werke zu Zehen. In Bezug auf die Anträge des Abg.Oberländer miiffe er, um Mißver „änd- nisse zu vermeiden, bemerken, daß __er |ck in der estrigen Signing keines“ weges unbedingt gegen diesriben erklart habe; die fort und fort bemüht sein, Mittel und Wege zu finden, wenigstens einige dersel- ben xu unterßiisrn, doch würden fich diese Mittel freilich nur auf Aurathun e_n und Mahnungen beschränken müssen. Die Frage, ob es wünschenßwertb em könne, daß die Eisenbahnen als Staatsbahnen unternommen, auSgcsirhrt und be- trieben würden, führte ebenfalls einen gegenseitigen Anotauscb der Armchten her- bei. Staats-Minister v o n „3 e stb a u machte aufmerksam, das: diese Frage schon auf dem lestm Landtage diskutirt und im Allgemeinen entschieden *sei; auch er halte dafür, daß es fiir das Ganze vorthcilhaster sei, wenn der xtaat dre Eisenbahnen iibernähme, allein er müsse hier an die rrgentvurirlnbe Lage Sachsen;; und an das erinnern, was die Regierung am vorrgrn Land- mg": geltend gemacht hgbr, Es habe fick damals rim _d_rr Frage gehandelt, ob sich Sachjcn in der Lage befinde, fiir die Cijcnbahncn m 5-0 Jahren eine Summe von 30 Millionen Rthlr. aufzubringen, und er müsse gesehen, daß er nicht den Muth gehabt habe, mit diesem Y_or- schlage vor die Kammer zu treten; cht würden diese sämmtlichcn Ermi- bahnen mit einer Betheiligung von Seiten des Staatö mit 7 Millionen Thaler gebaut, und wenn man auf die Zeit zuriickgrhe, wo dicse Frage zuerst aufgestellt und verhandelt wurde, so werde man das jeyige Systrm gewiß nicht so tadelnswcrth finden. Nachdem noch der Abg. Ziegler den Wunsch nach einem besseren Jncinandcrgreiftn der Eisenbahrr-Vcrbinditrrgxn und einer bequemeren Einrichtung der Wagen dritter und zweiter Klone, namentlich bei dcr Leipzig-Dresdener Eisenbahn, arrögcsprochen, auch darauf hingewiesen hatte, das; dicFahrpreise im Allgemeinen noch mehr berabgescst werden müßten, wenn die Eisenbahnen auch den ärmeren Klaffer! zu gute kommen sollten, wurde die allgemeine Debatte fiir geschlossen erklärt, und der Präfident schritt nach einem kurzen Schlußwvrte des Referenten zur Abstimmung über die Obrrländcrschcn Anträge, von denen dcr erste Punkt gegen 34 Stimmen, der zwrire gegen 23 Stimmen, der dritte egen 24 Stimmen, der vicrtr gegen 20 Stimmen, der sechste gegen 16 timmen und der fiebentc gegen “.'5 Stimmen angenommen, der fünfte aber gegen
tv Stimmen abgelehnt ivurdr.
Königreich Hannover. Die Hannoversche Zeiiurtg meldet, daß die allgemeinen Stände des Königreichs, in Gemdßhert des unterm 1. Februar d. I. erlassenen Einberufungs»“Schrrrbens, am Listen d. in der Residenzstadt ihre dritte Diät begonnen haben.
Königreich Württemberg. Auch im Königreiche Würt- iemberg ist, durch Verfügung des Finanz-Ministeriumö vom 20. Fr- bruar, die zollfreie Getraidc-Einfubr bis aufWeiteres gestattet worden.
Groszhcrzogthum Baden. Die Karlsruher Zei- tung spricht sich in ihrem Vlatte vom 28. Februar iiber die Auf- lösung der badischen Kammern folgendermaßen aus:
„Oeffentliche Blätter des Zn- und Auölandcs haben in den jüngsten Tagen in zahlreichen Artikeln unsere Kammer-Auflösrmg bcurtheilt und deren Ursache und Zweck, ja, sogar die vorgeblich dafiir angewendeten Mittel dar- zustellen und zu beleuchten fich bemüht, Während die Einen dieses unstreitig sehr bedeutungövoUeEreigniß mit Freude begrüßen, haben Andere in zärtlroher Sorge um das badische Volk daffclbe beklagt, und mancheOppofitionsdiatt-r nehmen leinen Anstand, die Nachtheile fast an den Fin ern bxkznzahlcn, welche für das Land und selbst für die Regierung aus die erAufl'ojung her- vorgehen sollen, indem dadurch eine Reihe von Geschäftem-baulichen Unterneh- mungen, Gesetzen re., dercn Vollendung das Volk sehnlrchsi erwarte, wieder aufs neue hinauögeschobrn worden. Wir erkennen in dieser scheinbaren Sorg- falt jene bekannte, nicht sehr redlicheTaktik, das eigene Verschulden Anderen ausmbiirden. Es ist gewiß, daß dieAuflösung der Kamrrrern durch die uiiter- brcchung der ständischen Arbeiten manche Verzögerung in den beabsichtigten wohlthäti cn Einrichtungen und Geseyen hcrbrifiihrt, daß durch die neuen Wahlen törungcn in den gewohnten Geschäften dedBiirgetö und selbst eine gewisse Aufregung eintreten, aber eben so gewiß rst_rs auch, daß gx- rade in Berücksichtigung diescr mit einer Kammer-Auflosung nothwendig verbundenen Erscheinungen cine wohlwollende und umsichtige Negrerimg nur nach sehr ernster Priifung uud Erwägung aller Umstände sich zu einer solchen Maßregcl entschließen wird. - Dic badische Regierung hat von einem verfassungsmäßi cn Rcchte Gebrauch gemacht, und es rrrisirht nur die Frage, ob dazu Zeranlassung gcnugsam yorhandeu nvqr. Wir ken- nen die Gründe ihrer Entschließung nicht, allem er nur rrgeird an der nnbesireitbarrn Wahrheit, daß Nrgierung nnd Stande ge'meiuschaft- !ich die Angelegenheiten des Landes zu berathrn, „dre Wohlfahrt des Voikrs zu bcgriindeu haben, und daß die Gcschaste niir „duni; wechselseitiges Vertrauen, durcb Eintracht und gegenseitige“ Verstandrguwg cinen gedeihlichcn Fortgang haben können, fcßhält, dem wird c? bei "th- ger, unparteisamer Betrachtung des Ganges der Verhandlungeit '," der zwrr- ten Kammer nicht schwer werden, die Regierungs-Maßrrgel richtig zu wnr- digen und als natür|iche Folge vorhergegangener Erschernrrrrgen__zu binary- ten. - Es ist Thatsache, die selbst von Männern liberaler Fgrbnng rrrcht eleugnet wird, daß die Mehrheit der zweiten Kammer entschredxn femd- Lelig gegen die Regierung und das System derselbcn ausgrtrcteri isi. Wir erinnern nur an die Motionen von Welcker und von Sorron, Er-
sterer hat in der Begründung srines Antrags (ruf eine Adresse an Sc. Iröuigliche Hoheit dcn Großherzog den Zuständen unseres Landes eme
wie ste der Wirklichkeit iiberall nicht ent-
so düstere “Färbung .egeben, ' é *] das; der Abgeordnete Welcker m
spricht. Allein auch abgesehen davon,
Ockouomie“ besonders beschäftigen, so wie aus der durch das Programm bekannten „soßematischcn Einthcilung des ganzen Stoffes, auf die Ausfiih- run im Einzelnen schließen, so rechtfertigen dicse Vorlesungen in vollem Ma e das Interesse, Welches ihnen hier zu Theilwird. Herr Lechevalicr wird in den nächsten Stunden einen historischen Uebcrbliä iiber die verschie- denen Sysicmr und Schulen dieser modernen Wissenschaft geben und uns mit dem Prinzip seines eigenen Systems bekannt machen, von dem wir mio dem Programm nur wissrn, daß er cs, zum Unterschiede von scinerxVor- gängern und Kollegen, namentlich des Herrn M i ck el C [) ev a l i e r vom College de France, „Prinzip der konservativ-progressivcn Associa- tion“ nennt. Es wird alSdann in drei Abschnitten die allgenrrincThcorie „der ökonomischen Wisscnschaft folgen, natiirlich in ihrer Anwmdung aus die Lösung der sozialen Fragen des Tages.
. Herr Lech evalier ist übrigens nach Deutschland gekommen, um hier seine neuen Studien über die Handelsfragen der Gegenrvart, welche ihn längere Zeit in Belgien beschäftigt haben, fortzusetzen und dann mit einem roß- artigen Plane zur Vermittclrmg des Schuy- und freien Haridclo-SUJems hervorzntrcten. Ueber diesen Plan ist vor kurzem von Belgien aus in die- sen Blättern (Allg. Preuß. F'tq. Nr. “51; berichtet worden.
Dichter-Gräber jewo'eiW der Alpen. '
Dichier-Gräber. R3:en„r;, 'Uli-rz, L-Zsrtaido. A. Neumont. Bum, 752“ U. „(„U-Err, JKU).
Die Freunde der italienischen T“tr::-.77*:r air": Yr'ßr'sssrx Werden Herrn Neumont, dem sie schon für andere (457.327: 71-3“; srr'Üi-bter fahlen, anch “" dicse kleineSchrifr Dank wissen. Gleichsam ai; ausiährixriren Kommen- tar zu den berühmten Stanzen, die eron im Childe ::a-otx cenGrä- bern Darrte'S, Petrarca's und Boccaccio's weihte, giebt der Verfasser U"? Dakskkgungjeiner Pilgersahrten zu den Stellen, wo die ir- dischen Reste der dk“ größten Dichter Italiens der Erde zurückgegeben wurdxn- "" SWM?“ Stellen fißr den Italiener, der oft ncidiich und miß-
ünßlg das Verdienst der Zertgcnoffen ansieht, aber den Ruhm seines oltrs und seiner Heroen, dcr mis vergangenen Zeiten siammt, nicht hoch genug sich anrechnen kann, geweihte Stellen aber auch für uns Deutsche, die wir nach unser universellen Natur geneigt sind, das Große und Herr- liche unter allen Zonen und zu allen Zeiten als ein uns Verwandtes zu betrachten und hoch zu haltcn, Und doch Werden nur wenige von denen,
Von
egierung werde vielmehr „
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maßlosen Uebertreibungen sicb gefiel, so war der eingeschlagene Weg einer einseitigen Adrrffc nicht in der Verfassung begründet, und die Regierung hat nur alle und jede ihr gesetzlich zustehenden Rechte gewahrt, wenn sie erklärte, dem Re enten die Annahme der beantragten Adresse nicht anrathen zu kön- nen. 5.1) an will zwar mit Bestimmtheit wissen, und die Organe der Oppo- sition behaupten es selbü, die betreffende Kommission sei von der Basis der Welckerschtn Motionö-Begründung ganz abgegangen und habe nur eine höchsk milde Adresse zur Berathung brinxen wollen. Es mag sein, allein es handelte sich ja nicht allein um den „;nbalt, sondern noch vielmehr um das Prinzip, an dem die Regierung fcstbalten mußte, wenn sie mit ihrer früheren bestimmten und verfassrrngömäßig begründeten Erklärung nicht geradezu in Widerspruch kommen wollte. - War nun dieser Streitpunkt allerdings eine Veranlassung zur Kammer-Auflösung, so war er doch nicht die einzige. Wir erwähnen nur der gereiztcn Stimmung, der wicderholten leidenschaftlichen Ausfälle von Seiten dcrOpposnion theils gegen die rechte Srite der Kammer, theils und zunächst gegen die Regierung und obersten Staats-Beamten; wir gedrnken ferner der ewigen Stürme und Zäuke- reien, dcr persönlichen Beleidigungen und ertrrmcn Forderungen, und man wird cingcsiehen mirffen, das: unter solchen Verhältnissen eiue fried- liche Verständigung, eine gcdcihlichc Bcrathung nimmer möglich war. Es sieht darum auch ciner wahren Ironie gleich, wenn man in dcn Blättcrn der Opposition dem Lande glauben machrn will, in zwei Monaten wären alle Geschäfte bccndi t ivorden. -- Zu allen dirscn Verhältnissen kam nun aber noch die Mot on des Abg. Zittel mit ihren bekannten Jolgrn. Wir glauben zwar gern, daß Lcsmcr die Aufregung im Lande nicht bc- abfichtigt, nicht entfernt gewollt hat, aber so viel liegt doch am Tage, das; sein Antrag die unmittelbare Veranlassung der Bewegung und der zahl- reichen Petitionen geworden ist. Sind wir nun auch geneigt, einen Theil der tausend uud tausrnd Unterschriften nufRerbnung allrnsallsiger Jinpfirng zu schreiben, so bleibt doch immer noch ein sehr großer Theil des Volkes iibrig, welcher gegen die Mehrheit der Kammer ein sörmlichcs Mißtraucns- Votum abgegeben. KonutedieNegicrung wohieincso deutlich auSgesprchnc Volksstimmung unbeachtet lasscn? Wir wiffen War nicht, Welchen Anthcil diese massenhafte Erhebung der katholischen Bevölkerung des Landes an der Entschließung dcr Nrgicrung hatte, aber so viel scheint uns gcwisr, daß es ungerecht gewesen wäre, Wenn man derselben nicht einige Rech- nung getragen hätte, Alle diese Erichciuun en zusammengenommen mus:- ten daher die Regierung zu einer Mnßrcgcl Führen, die jeder Unbefangene kommen sah. Es isi deshalb auch mindestens sehr unrecht und der Wahr- heit entgegen , wenn man dem Volke glauben machen will, die Regierung habe die kirchliche Bewegung benuvt, um vielleicht einer unbequemen Opposition ledig zu werden; denn das; die badische Regierung eine Op- pofition ertragen kann, hat sie seit 1819 genngsam bewiesen. Hat sie doch selbst von der chierunngank seiner Zeit anerkannt, daß eine Op- position scin miiffe, daß sie eine freimiiihige Entwickelung der Griinde, wclche denen der Regierung entgegen.":chcn, ehre, und daß, ohne Oppofition dic Kammrr cin (Haukelfpiel sein würde; aber es muß diese Opposition eine anständige sein, fie muß nicht in politischen Träumereien und, alles recllcn Bodens rntbchreud, in unpraktiscben Bestrebungen ihre Aufgabe finden oder in steten unbegründeten Angriffen die kostbare Zcit vcrkierrn, Man kann darum auch nicht sagen, der LiberaliSmus hat die Kluft zwischen der Regierung und der Mehrheit der zweiten Kammer her- beigeführt, sondern es tragen die Uebrrtrcibungen desselben, die politischen Urbersvanuthcitcn - allcin die Schuld. Denn die Regierung folgt uberall drm Systeme einer vernünftiger: Reform, welchc allein vor gewaltsamen Erschütterungen zu bewahren vermag. Darum kann dieselbe auch mit vollem Vertrauen fich an das Volk wenden, dcsscn gesunder Sinn fich so oft be- währt hat; und wie die Regierung dem Volke vertraut, so wird mich letz- teres ciner allzeit verfaffungstrcucn Regierung gern vertrauen wollen.“
Freie Stadt Bremen. Von Seiten des Senats ist un- term 2:Z.Jcbruar folgende Bekanntmachung erschienen: „Die Finanz- Deputation findet sich veranlaßt, die von ihr am 28. Juni v.J. cr.- lassene Aufforderung zu Anleihen zum Vehuf der Kosten der Ei- senbabn-Anlagen nach Hannover in Erinnerung zu bringen, Zugleich ersucht sie alle diejenigen, welche vorziehen möchten, ihre Kapitalirn nur auf einen bestimmtean-itranm, etwa von fiinf Jahren, herzu- lcihen, cine dessallsige Anzeige", zu Welchem Betrage und unter wcl- chcn sonstigen Brdingungcn sie drmStaate indieser Weise ein Dar- lehn zu machen geneigt sind, bei dcr General-Kassr der Stadt schrift- lich oder mündlich machcn zu wollen. Es wird grbcicn, dicse Erklä- rung baldigst und Wo möglich in den nächsten acht Tagen abzugeben, umdic Jinanz-Depuiatiorr in den Stand zu seßcn, eine Verständigung über dirsrlbc ohne Zeitverlust herbeiführen zu können.“
Freie Stadt Lübeck". Zu der am 23. Frbruar abgehalte- nen Raths-Vcrsammlung sind der Kaufmann J. D. Eschenburg und der bisherige Rechis-Anwalt, Ober-Appellationsgcrichts-Prokurator [)|-. Th. Curtius, zu Mitglicdrrn des Senats dcr freien Stadt Liibcck gewählt worden, - Am 20.Fcbruar starb in Liibcck der älteste dor-
tige Geistliche, [);-. 0190|. Behn.
Rußland und Polen.
St. Peteröbnrg, “19. Febr. Mittelst Kaiserlichen Tages- befehlö vom “13. Februar ist Se. Majestät dcr König von Sardinien zum Chef des archangelogorodsrheu Insantcric-Regimcnts ernannt, Welches hinfort den Namen „Infanterie-Regiment Sr. Majestät des Königs von Sardinien“ führen soll,
die Jahr für Jahr aus unserer Mitte iiber die Alpen ziehen, mit eigenen
Augen jene Gräber gesehen haben, von weichen die kleine Schrift berichtet, wie sehr auc!) Pietät und Interesse sic dabin locken mochte; der Mensch ist immer Sklave der Vcrhäitniffe und des Augenblicks und vielleicht gerade am meisten auf Reisrn, wo er sich doch am frrisicn diinkr.
Mancher wird, wie der Schrcibrr dieser Zcilen, das herriich belegerie Monsclice in der Beleuchtung des dämmerndcn Morgens gesehen haben, und es war uns doch Weder dort zu vcrwriikn, noch das nahe Arqira, wohin die lcßten Zeiten Petrarca's unseren Geist fiihren, zu besuchen vcr- gönnt; der Eilwagen fiihrt uns ohne Verzug Ferrara zu, wo wir schon eber Muße finden, uns das bittere Schicksal Taffo's zu vergegenwärtigen, Wenige auch unserer Reisenden sehen Ravenna, wohin doch außer dem Andenken Dante'ö so merkwürdige Reste früherer Zeiten locken, womit sich so viele und so bedeutende hisiorischc Etinucrnngen verknüpfen. Gclang es doch auch unserem Verfasser erst nach langem und wiederholtem Aufenthalt in den hröpcrischcn Gefilden, fich mit dieser Stadt, deren Name stets mit einem „gleichsam magischenKlange an sein Ohr geschlagen hatte“, und die ihm doch stets „wie eine vereinsamee Cikce“ in ihrem Marschlande frrn liegen geblieben war, brkannt und vertraut zu machen. Es isi ihm endlich doch beffer als vielen Anderen und als dem Referenten geworden, den von Bologna bci mehrmaligem Aufenthalt sehnliibü nach Ravenna verlangte, den mehr als Neugierde und unbestimmtes Jntereffe dorthinzog, und der sich doch des Herzens Wunsch vcrsagen m-rßte, wenn er nicht für das ihm Wichtige noch Wichtigeres opfern wollte. Was Wunder, schreibt demselben doch noch kiirrlich ein namhafter italienischer Schriftsteller, der seinen Wohn- ort in den Marken hat, und den gleiches Interesse an den noch angehobe- nen Schätzen mittrlalterlichcr Schriftdenkmale nach Ravenna lockt, daß es ihm troß mancher Vrrsuchc noch immer unmöglich gewesen ski, dorthin zu gelangen. So abgeschieden, so außerhalb des großen Verkchrö liegt jetzt die Stadt, in den Zeiten der dahinsterbenden Römerberrschaft des Occidents das Haupt Italiens.
Allen denen nun, welche Italien besuchten und doch nicht so glücklich waren, mit eigenanrtgen zu sehen, was der Verfasser sah, werdcn die eben so lehrreichen als angenehmen Schilderungen, die er entwirft, von großem Werthe sein, nicht minder wird er die Theilnahme Vieler zu ewinnen wissen, die zu ergänzen „suchen, was in den meistert Reisewrrken ii cr Jta- licn rnit Siillschnveigrn übergangen wird. Denn der Verfasser bleibt nick)! bei jenen Gräbern siehen, rr verseßt uns auch in das Leben, waz diesc Gräber jest umwogk, er unternimmt es, die Lokalität im Ganzen und Gro- ßen zu schildern und die bedeutendsten historischen Erinnerungen, die an
Zu diesen Tagen wurden dem Kaiser der Geschäfmxä Vereinigten Staaten von Amerika, Herr Clay, der Secretairgbna bayerisihen Gesandtschaft, Baron von Gift, und der Attaché b“ ' „ französischen Gesandtschaft, Graf Aloys de Rayneval, „„ckck-"tir?
Der Reichskanzler, Graf von Nesselrode, ist am 1,7th d'“ H seiner Reise nach dem Auslande wieder hier eingetroffen, ' '
Die Königliche Akademie der Wisenschaften zu Miimyen bat Pronslsor Mädler in Dorpat zu ihrem korrespondirrndm Mit _ erwä t. ' **
Frankreich. clq
*
Die Pairs-Kammer hat am Schw [bra f
Paris, 21. Febr, ß gestrigen Sißung den Gesch Entwurf iiber die Fabrik-Muste, Zeichnungen mit 103 gegen 27 Stimmen angenommen. "' wurde, außer der gestern schon erwähnten, noch eine Jiveitezt ments-Jrage, nach langen anfgrrcgten Debatten, entschieden. ,' quis von Boissi) wollte nämlich eine Interpellation iiber die“ ",s schen Ereignisse an das Ministerium richtcn und glaubthZW berechtigt, da zweiMitglicdcr sein Verlangen untersiiihten, TUV“ mer erklärte sich aber mit großer Majorität gegen eine PWM“ brechung der Tagesordnung. “ "
Die diplomatischen Veziehuxgen zwischen dem TuilerieenboseW twurfö in Betreff der Leinwand scheint uns daher zugleich billig
* d kW; sie hält die jeßige Lage, ohne Vesorgnisse fiir die Zukunft,
dem Herzog von Modena sollen aus dem Punkt sein, wjkdkkbkrgcßxm zu werden. Dem Journal des Döbats wird aus Algier vom 12 bruar geschrieben: „Die Behörden und die Bevölkerung sind.“ ohne einige Brsorgniß wegen der beunruhigenden Nachrichten»ck uns von allen Seiten zukommen, Jortwähreuv werdenVorriich Lrbenömitteln fiir die Truppen abgeschickt, welche auf der Ebene'r'x Meridscha stehen; alle Lastthiere sind requirirt worden, der Verf mit den benachbarten Städten isi jetzt sehr schwicrt' . DieJns *- terie der National-Garde ist unter die Waffen gerrchn worden," mobil gemacht zu werden. Ein Theil der Militair-Sträflingeista“ schon bewaffnet und aus der Stadt gerückt. Ein Tagwrrbefehlvzx 1. Februar hatte brstimmt, daß die General-Jnspection derN liz am 8. März stattfinden sollte. Ein anderer Tagesbefehlz,| gestrigen Tage verfügt nun, das; diese Inspection am nächstenSona- ) tag vorgenommen werden solle. Es sind nur sehr.];M, '“ Soldaten in Algier anwesend, die Stadt wird nur von der «„, Garde Vertheidigt. Nachschrift von :x Uhr NachmittagM iibrige Theil der Militair-Sträflingc ist so eben mit Waffen und» piii? abnmrschirt. Wir haben fast gar keine Soldaten mrvr bierKr Alarm ist allgemein. Diese Furcht ist ohne Zweifel übertrieben; d« offenbar haben wir hier nichts zu besorgen, Liber draußen gebt mitdem Kriege mit den Arabern nicht giinstig.“ Der Sud de Ma scille hat aus Algier von demselben Datum nachstehendeM“ theilungcn erhalten: „ Abd el Kader, welcher sich bei den Jli befand, ist das Thal des oberen Isser herunter gekommen und Nachtzeit in der Nähe der Brücke von Veni Hini über d' Fluß gegangen. Am 10. Februar, vor Ta es-Anbruch, drang durch das Defilé, welches das untere Basin dicses Flusses dem oberen trennt, in die Ebene der Issers vor und führte Razria gegen die Zssers der Ebene aus. Der Marschall Bugr marschirt auf Hanrsa, um den Emir im Rücken zu faséen, Gr]! Zussuf gebt morgen mit 600 Rritern von der Mai on-Carx-Tc und nimmt die Richtung nach dem Osten. General Gentil sehxj Defilé: der Beni-Aischa, zwischen der Ebene derJssers und drrEbcn der Mctidscha. Diesen Abend [angie am Thore Bab-Asun rin kiki nes Detaschement Soldaten von der Kolonne des Marsrimi/ quear-d an, welches nach Algier brordrrt worden war. Es gaben diefeLeute an, daß sie die Ebene drs Jsser ganz vcriidet gctroKm YJÜM.“ Aus Serif wird berichtet: „Die Umtriebe Abd elKader's an seiner Anhänger bringen in unseren Distrikten einige Wirkung hervor; demAures-Gcbirgc finden Aufstände statt, und sclbsi die Ebene, diejichi- uns her ausdehnt, ist nichtgcsichert gcgen Insurrectionsversnche, wenns man “versichert, rin Bataillon eingeborcner Tiraillcure in dieser!- genblicke in der Mcdsrhana vou Enipörcrn eingefchloffen isi. Cori Ben Zamun, ein Sohn des berühmten Marabouts dieses Name*, sei abgefallen; erst vor kurzem war er zum Aga der Flissas em worden. Es wird diese Nachricht als sicher mitgetheilt.“ Naihrir- Schreiben aus Algier vom “]Ltrn im Courrier de Marseii vvm 17ten war Abd el Kader, als er in das Thal dcs Ifferr & drang, nur von 4-500 Reitern begleitet. Der ministerielle Mefjii » ger enthält beute folgende Erklärung: „Gestern und heute verbre
Besorgnisse iibcr Algier zu erregen. Lügen 'zu strafen. Die Regierung hat keine andere Depeschrnau; Iran und Algirr erhalten, als die in den Journalen mitgetheilten, und statt daß man fiir die Umgegend lcßterer Stadt etwaszr/W- ten hätte, ist im Gegentheil aller Grund, zu tauben, daszbioök“ Erscheinen Ben Salem's am Zsscr die Vorauséevung erzeugte-
cl Kader habe, alle ihn vcrsolgendrn Kolonnen täuschend, sich JW", __ BÜ": DUMÜ'MU dcs öffentlichen Unterrichts: Er habe eineganz
„- " _.-
derselben haften,„schnell an uns voriiberziifiihren. Man folgt scinexx“-
stellung dabei um so lieber, je mehr sich ein seiner und empfänglicbkkEl" in derselben Vkrkäsh, je reicher er dieselbe durch ein geiibteö Kunst-Ull„ und eine ausgedehnte Belesrnheit iiber seinen Gegenstand auszustattenkküi Das wird dem Gesammeindrmf ivcnig Eintrag thun, daß manab zu auf Augenblicke aus den Umgebungen, in dcnen man so gern rk ziemlich willkürlich in ganz fremdartige versetzt wird, wie etwa HUS]? stiUcrr Treiben italienischer Landstädtc auf einen giiinzendcn Ball iii?“ sordyousc, auch wird es nur vorübergehend auffallen, wenn der". seine Worte gar zu sein und sauber zuspiyt. ck Am längsten verweilt die Darstellung mit Recht bei Raver“ Dante's Grab - jenes im Ganzen, wie dieses im Einzelnen, ÖM“ Aufmerksamkeit werth. Der Verfaffer erwähnt manches welthistokl a eigniß und manchen großen Namen, die mit Ravenna fich MW“ Vielleicht hätte der Kampf der Erzbischöfe gegen das Primat NWZ- ' cr namentlich das elfte Jahrhundert erfiillt, noch mehr hcrvorgchobk" den können und besonders dabei auch Guibert's Name genanm werd'"|L len, des kiihnsten und glüälichstcu Gegenpapsies, den die Geschichkklkk Als Anhang findet sich eine Sammlung der Inschriften, kx? 'n Dichtcrgräber einst zierten oder noch jest zieren. Leider scheint d'c-Koir tur hier ziemlich vernachlässigt zu sein. S. 84 n-byjnxir fiir Zz-b*'*F„-k S. ***-*) !*“r 1] 11.1 für tcr' (| 11.1 ((it-jou), cbcndas, ["e-*lix'sjralcm sm“ (“";-W ""E"" S.-“50 Zcirulnm für §-*n|rrru smd Fehler, die wohl thek dem“ als dem Steinmetz zur Last fallen. ck Dock) wenden wir von dem letzten Blatte des Biichleins grrxtnobt- uml den Mit? zuriick auf das erste, es trägt die Widmung der “aur!“ den Marchese Gino Capponi zn Florenz, einen rben so ausser“ck als vom Himmel hartgepriiftcn Mann. Es freut uns um seiner 1“ 5,- 10], daß er hier auch von einem Deutschen als „geisivollcr Kcnurr MM- fer Forscher der vaterländischcn Literatur und Geschichte“ gkpk'k'"uck- als welchen ihn Italien schon lange verehrt; es freut uns aber kau". fich diesc chreude Anerkennung des fremden Verdienstes durch teu! Mund, fie wird auch das Zhrige dam beitragen, daß sicb die "LU“ra "ck die Litrraten Deutsch.!ands und Ztaiienö mehr und mehr nahem- „urrseres Erachtens , beide Theile uur grwimrcu Werden, «s
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** durch das Regime drs Gescyes.
tete man in Paris an der Börse Nachrichten, welche geeignet war; ,'“ Wir sind ermächtigt,; -
Zi -1
...ckck. *
„ähcrt. Ein einziger Bericht ist seit den publizirten xingegangen, y dieser giebt vollkommene Bcruhrgun iiber die Provinz Konstan- „e deren Bevölkerung mar! als geneigt schildert„dem Ex-Emjx, „";, rr fich nach dieser Serie hin wagen sollte, emen sehr üblen
* 3“, mpfüllg Zu „bereiten.“
Die 3Mschcn Frankreich und Velgirn am 13. Dezember v. J. Irsckloffcnc Handc-ls-Uebereinkurkst Wird “vom Journal des D “,“- ats in ihrem. (_Hruridsase gutgehetßen. „Unsere: Lernen-Jndusirie“, merkt das mmrsierrelle Blatt, „verlangte„ daß dre Uebereinkunft mit ; ien nicht erneuert wiirde. Dre Regierung ist diesem Wunsche, *,ér Forderung nicht beigetretrn, _ und sie hat Weise gehandelt; sie iirkk dadrtkch den Schuß-Jdrcn ein Opfer gebracht haben, welches s allgkn2eine Jnterrffc dcs Landre; nicht “Vorschrteb. Eine stufen- risk fortschreitende Befreiirng, dies rst xrht der durch die Gewalt
Linge angedeirtetr, aristZlegte-G-aitg; man kann sich nicht vrr- irn, das; die .Handels-(zrerhert in diesem Augenblicke jenseits der ccrch' einc Schlaßht liefert, wclche friiher oder später , uns WiederhaU pnderr wird, und von Seiten der Ge- [bmjhendrn wiirde .es cine , Unklugbrii sein, nicht zu sehen,
sie vor Ablauf einer grwrsscn Anzahl Jahre sub bereit hal-
müssen, jcdcs Schußes zu entbehren. Die Klausel dcs Gesetz-
frcchk, und man wird nicht gad dcm Arrge verlieren müssen, daß bsi unter der Hrrrschaft drsgrhrgen Tarifs die Lcinen-Jndustrie in ankreiib ""s"“k'k'gk Fortschritte gemacht hat. In Ermangelung
.; er allgenrrinerrn, vollständigeren Maßrcgcl, welche die Handels-
iereffen der beiden Länder noch mehr genähert hätte, bietet sich
k ..er drr neue Vertrag als eine bemerkenswerthe Verbesserung dar.
wird als solchi“, wie wir glauben, vom Handelssiandc mitZufrie- heit aufgenommrn werden, und die Kammer kann nicht ernmngeln, ch ihr Votmn cmequßrcgel zu bestätigen, welchc unsere Verbin- rqen mit unseren nordlichen Nachbarn befestigt,“
*Grsiern Abend war großer Bal] bei dem englischen Botschafter,
" d Cowlcv. „„ Bei schwackzrm Geschafi erfuhr die Notirung der Rente heute . geringe Veränderungen; fordaucrndc Ungewißheit iiber die Lage Dinge in Algrrien lähmte die Speculatiou, *
ck Paris, 21. Febr. In der gestrigen Siyung 'der Depu- rirn-Kammer hatte Herr Odilon Barrot angekündigt, das; er „Antrag an dre Kammer itellr-n werde“, und zwar im EinVcrsiiind- se und nach Verabredung mit seinem Freunde Thiers, dic Vora- nng dröUIon der Parrs-Kammcr bereits angrnommeuen Gesch- itwurss ubrr den Sccitndair:Unterricht, worüber Herr Thiers in er der vorrgensSessionen der Deputirieu-Kammer schon Bericht tirtha-tte, wreder aufzunehmen. Die Aenderung der Verfassung Komglich'czi Rathes des “offentlichen Unterrichts, die von Herrn ius und seinen Freuirden bereits in der Adreß-Debatte so heftig ämpft wiirde, ,und die fast völlige Gewißheit, daß der jetzige Mi- erdrs öneirtlrchen Unterricht nicht die Absicht hat, selbst die Wie- „;ck/nahme xeneö Grsev-Eutwurfs iiber den Secundair-Unterricht verlangen oder einen anderen an desen Stelle vorzulegen, hat ,in „Odilon B-grrot und Herrn Thicrs veranlaßt, nun selbst die matrvc zu ergreifen,. und man war daher von allenSeiien sehrqespannr, wclchem Sinne die Kammer iiber die angeregte Frage *sich ent- rider: wrrde, um so, mehr, als in diesern Punkte die gewöhnliche bschcrdung dcr qutereu in Mirrisicrielle und Opposition nicht wohl chr gcltrn kann, indem auf briden Seiten sich Anhänger und (Heg- deo [)r'stchcnden,Unterrichts- und Univrrfitäts-Sysiemo befindén. "Beginn der Siizung mm sollten zuerst Berichte über Petitionen ;?aiiri werden, Aber 'HerrfBureau dc Puzy beantragt Aufhe- gder Sryuwg, da dre Minister nicht auf ihren Bänken seien, die rmrer abcr rn Abwesenheit des Kabincts nicht berathen könne, rmmcri links: Unterstiißt! Herr von Schaumburq: Die mier kdnnc ami; ohne Anwesenheit der Minister iiber Petitionen chcidcrr. *Der Präsident_ fordert Herrn von Maraude rrirf rBerrchte zn erstarren. Dies geschieht, ohne daß die betreffender; itronen Von allgemeinem Interesse für das Ausland wären.
Herr Odilon Varrot erhiilt nun das Wort ur Entwickclim c'nes gangs erwiihnicn Antrags. Es handle sich um 3jcinc Maßregel,gdisetvor . Jahren die Kammer langx beschäftigt habe, um ein Versprechen der _rie, rim Erseßung dcr Regimes der Ordonnanzen und dcr nrinisieriellen „ s“ "b . , Alle Meinungen müßten im Ein- 9 ZZ" n? er cm „jolches,Grscß„allc Ucberzeugungen müßten ihm giinstig “„Wer", *iu'genblrck scheme cndlrch gekommen, den öffentlichen Unterricht Mi? rnrger wechselnden Grundlage festzustellen, als die nach Laune "11:11!“ grgrbenrn„Ordonnanzen es seien, der Augenblick schcine e- *xcind-r Unterricht auf gesetzliche Grundlagen gestellt Werden miiJse, eDwrisr-llsbc'nk", ;die man als Einwurf cnigcgcnhalten werde, würden ",3' wieder kilufdzcnrnéhfrrrZLUdFW sich auLspglcichcn. Die Wei erung, das arc c 1 xx “ ' rte nach slchzrhnjährigch Warten.!“ erwergcrrmg des Bollzrtgs der
«M Antwort zu qebrn* Die Nr ' * " '
5 „ * . gierung konne dre Beantraiun so ern- WWW:!) nrrhbi der-Oppo-srrr-on einräumen. Hätte die Regiernérg dicses e Verlan tikß Öl er die Freiheit des Untrrrichtö gewollt, so_ hätte sie das- | daßr?“ UU dererhqndang hervorgerufen. Das Kabinet glaube
;ldedcij gÖgcnw-atirge Srsjton giinstigcr dazu sri, als die lehre, eine
eller Öde! - cßrhnndlung zu uritcinehmcn. Man könnre die Herren An- **n GrsFr-jxnt Barros" und lerrrs fragen, ivnrum „sie seit drei Jahren
t “Uferw'cki'rn wurf hattcrr schlafen laffcn, warnnr sac ihn voriges Jahr „le sic le'cr"'“'ll Dtc'Yiegrcritng ,kcnnr alle Verheißungen dcr Cham; sic er fraglickizu Tit WMW, abcr srzhaitr den Augenblick nicht fiir gelegen
deranfnahn Z' kkhzandlung. Gre widersrye fich daher der beantragten
e') 1» drs ()escxz-Eniwurss. (Lärm auf der linkcn und rechten
HerrThjxxz. E - -- - --
_ , Ber“ , *r wolle drr Bchggrnndc dcr Kommijsron an rbcn, ' „mkMYt-Ztter cr gewesen sei, und zugleich auf die JrrrcrpellaJionen kcimrinujk 1 kkx antworten. Cr scrrirrscits habe die Frage iiber jede gemachtz 3x “hsv?" gksrrcht. In „diesem (Heiße habe er seinrn Vc- "killigriiWsFchNoe so vrel als: moglich Stimmen in dicser Kammer
übmr des I(Hese "23 Habe cr vorigeö-Zirhr nicht lebhaftrr nuf Wiedik- Ükchse1 in dcerP gkdknngcn,_ro ser dies iiur deshalb geschehen, weil
Nichts stattqkfnnd„crslon drs Q'hcszz ch Ministeriums des öffentlichen
„ mlßrn nnd vvn ;" WX:- wril imc Menge anderer politischer Fraqen ein Kampf w'schWkr «chbtrgkrrtxalle Gcmäthcr beschäftigten, rndiich
lung sehr zus etrschm dem hdhen Klerus rind der Universität die Ver-
unden, nie sei „WWU schien." Irm seien alle diese Umstände Vcr- dkkausnahme d 6231 omen: _gunstagcr gewesen. Vcrive'igcrc man die
„ niimlich dnßem eséVLS, so konne man nur einen Grund dafiir ha-
" bloße Ordonna an der Vrrhandlupg, nusiuwcichcn suche, das; man "ßcllrm r' "IUZ mehrere Schwierigkeiten entscheiden wolle, weiche
8 mes nationalen Untcmchts beriihrcn. (Aufregung.) *
Dkk Minis'er d -- , rs ar „„ „ „es ofjferrt,lrchen Unterri ts: -ic iH “je „"Jcschxx Griinde seien nicht sehr gewichtig,ch Die «Figchxic FY: nen belastet “YAM Chkss dcr Qppofitron wohl wüßten, mit Schwic- m Fu kkfiillrn- 11; Re „ierun ser fest entschlossen, die Verheißunq der kgiSlat'ua er re „g arrbe nicht, daß das vierte Nahr ("„Schwwri rk rin gunsklgrr Moment sci fiir Löiurrg qc Uribenschaft gkertcn. Sie glaube nicbt, daß der Nuqrnblick, wo rregt Waren xk! arrin _berirl:g_t habe, die durch dicse Srirwicrigkritcn “gen und Fru ",' gluKl-rh gewabitcr Zeitpunkt sei, diese Fragen wieder kn SÜWirri k ,t"*'“ wsm'g zu fahren. Die Regierung könne nur dann ; J et en entgegentreten, wenn sie die llebcrztugung habe, sie
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F::Yler'réckxy zu können. Tirseueberzeugung babe sic aber in diesem Augen- Herr O. Barrot: Wenn die Regierun die lieber cu nn ' * n- nrarbt habe, so solite fie den GeseH-Entwur zuriickziehiSn,g Tghithrkßicxdlics KiK:,nsthngethft;„immer den Verdacht, durch Orkonnanzen und den neuen _ l - (! re an cdeutet nS wirri k't *“ “ „ strmmFung WW) 9 e ck g et en beseitigen zu wollen. (Zu 'Herr uizot: Niemand könne sicherlich der Re ierun d “ R l_resirerten, den Gesrs-Entwnrf zurückzuziehen, Aber mitgder Furüékéiehxéx: nele, auch der Bserrcht des Herrn Thiem zusammen, Daun gäbe es rvcdcr Bericht, noch Diskussion mehr. Die Regierung beweise also durch ihr Vcr- sgbren, daß" srcfdas Dazwischcntreten dcr Kammer nichr sckicuc. *)iicumnd konne vernunsugerwerse denken, die Regierung wolle die Sarbr durcb bloße Ordonnanzen regeln, Eben die Aufrechtlmitung drs Geseßco sei ein 'Be-
rrcis für sie. Augenscheinlich könne ein so wichtiqer (Hcgensmnd iiur diirch 7
ein Gkstö gelöst werden. Lärm. Ja, ein Ge c: ie“ “* * 79. srtz fiir den höhrrrn Unter(richt u)nd ein Gesetz sfili: dicnxßtxZMFlFég“(1111237- rrch,ts. (Der Antrag Odilon Barrot'ö wurdc fch1icß1jch mit ;)]1 gc'rn ]:,4 Stimmen verworfen.) * U
Nach einer Korrespondenz aus Deilvs vom ljren wiithrtc Abd cl „Kader fortwährend mit Feuer und Schwert chen die drn Fran- zosen befreundeten Stämme. Der Häuptling Bin (Tannin, der stets voir den französischen Machthabern mit (Lirrnstbezcrrgunqcir und Be- Wrrsen unbedingten Vertrauens aller Art iibrrhiirrft worden war ist mit allen Streitkräften, iiber die er verfügen kann, zum Feinde iibcr- gegangen. Die Lage der Dinge verschlimmert fich täglich mehr, wie sehr man auch bemüht ist, sie minder ungünstig darzdsicllen. Ter Ober-qunr-andani von Tellys sieht sich wegen der Geringfügichit der Strcrtkrafte, die ihm zu Gebote stehen, außer Stand, den*un- gluckl'ichen „Stämmen Hiilfe zu bringen, die sich in qutem Glauben an dre„Starke und Bcreitwiiligkeit Frankrcicho, sie nöihigenfalls auch zu schuycn,„ unterworfen hatten. Er hatte ein kleines Schiff nach Algier geschickt, ,um Von dort Verstärkungen zu verlanqen, die man ihm aber schwerlich wird gewähren können, da aUc verfügbaren Trup- per! bereits entsendet sind. Dellys war am *]lteii noch nicht ange- griffen worden, aber man erwartete jeden Tag einen Anqriff und hielt sich gefaßt, den Feind zu empfangen, *
Dre testen Nachrichten, die man am 15ten von der Kolonne des Marschall Bugeaud zu Algier hatte, melden, daß er sich im Kalifate Mahr-el-Dm'ö befand und sich anschicktr, gegen die Beni Kalfrun zu operrren, deren Berge längs des rechten Ufers des Jffer sich hinzie- ben. Der Marschall ist in Eilmärschen dort zum GcneralGeniilge- soßen; akm Z,)ten fand die Vereinigung Beider statt. Diese vereinig- ten Strertkrafte sollen gegen die Kab:lenhaufen operiren, die sich zir- sammengcrottrt _haben unter Abd cl Zader's Einfluß bci den Nesliuas und den Beni Kalfrun.“ Die Offensiv-Vewegung des Marschalls hat zum Zwecke, dem,Emrr seine Rückzugslinien durch das Gebiet der unterworfenen Stämme abzuschneiden. Die Bildung einer bequli- chen Kolonne zur'Deckun der Ebene ist angeordnet worden. *Die Truppe", welche dieselbe bilden werden und bereit sind, ins Feld zu rucken, strhen zu Vuffarick unter den Befehlen des Generals Jussuff. Obersi-Lreutenant Maissiat deckt mit zwei Vatailionen jenseits Fon- duck,die' Aus änge in die Ebene auf der Straße der Briicke von Bern-Hrnt. . erner sind die Kommandanten der Kolonnen, Welche die Lime des Südens decken, von der Bewegung des Emirs unterrichtet und auf alle Fälle gefaßt.
„Abd el quer befand sich nach den lcyten Nachrichten, die man von ihm bat, m der Nähe der Mtakas, auf den nördlichen Abhän- gen des Dschurdschura und scheint dort seine Anhänger zu sammeln und irxire zu werben. Indes; versichern die (freilich verdächtigen) franzojrschen Berichte, seitic Bemühungen seien bis jeßt zirrrilich fruchtlos gewesen. Ja, die Kabylcn, zu denen er sich nach dem Ueberfall seines Lagers geflüchtet hatte, sollen sogar die ihn beqlei- tenden Grams grpliindert haben. Und nur dem durch die Maraduts geltend gemachten Cinflusse der Religion soll es gelungen sein, sie zur Jiiirkgabe der gemachten Beute zu vermögen. Man scheint die Gewißheit erlangt zu haben, das; Abd cl Kader selbst sich in dem Lager befand, welches am 7trn vom General Gentil überfallen wurde. Der Emir hatte, nachdem er mit der ihm eigenthiimlichcn Schurlliq- keit der:? "Gebiet, der Stämme im Osten von Hamsa durchzogen, sich niit srrnrm Kalrfa Ven Salrm an dem nämlichen Tage vereinigt, wo dieser ,seine furchtbare Razzia gegen die Zsser ausführte. Mari hält nuirdie Absichi des Emirs für ausgemacht, daß er in den östlichen Fhßrl ,der Metrdscha hatte eindringen wollen, um dort Schrecken zu er rer en,
Großbritanien und Irland.
Unterhauxé, Sihung vom ?(), Februar. (B, H.) Mit Ausnahme einer langeren Rede des Herrn d'Zsraeli bot die gestrige Fortseßung der Korn-„Yebatte wems?L Bemerkenswerthes dar.
Herr Bruce rrgrin zrrcrst das ort, nm darznthun, das; die nene Maßregcl ganz urinorhig sei, und das: das seit 1842 bestehende Getraide- Gesey noch gar nicht habe erprobt Werden können.
, Herr P, Sconpe dagegen erklärte alle Gesetze, durch welche der Ge- trmdehandel beschrankt und belastet wird, fiir ungerecht und unpolitisch zn aUettHZeiteZ; un? nnter crllerlil Umständen.
err ew egate wo te in der von Sir Nobert *ieel vor r clla enen Maßregel iiur das Mittel sehen, alle Agrikultnr- uicht ;mrr, sognHeTrrgauch dre anufirre-Erzeuguiffe des Landes zu entwerthen. Die auf dem Grund- Ergenthum haftendcnbcsondcrcn Lasten scbäßtc rr, mit Einschluß dcr “Zehn- tcnn, auf 12,000,000 Pfd. jährlich Und behauptete, das; diese Steuerlast erst ganzlich aufgehoben werden miiffr, ehe es möglich sein könne, mit drmAus- lande zu koninrriren,
Hrrr Barkly äußerte die Ansicht, das; dir League nur durch Motive des Ergcnnußcs zu ihrer ?( itation gctrirbrn worden sci; erklärte sich Yr- Tzu Gunsten der von dchclbcn vrrfochtcncn Aufhebung der Gctmidc-
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Capitain Venn ett sprach gegen den ministericllcn Vorschlag, in welchem er nurdcn Anfang zu frrncrer Vcrlcrignung der politischen (xirundsiiyc, denen Sir Robert Peel bisher gefolgt isi, erblicken Wollte.
Derdbckannte Radikale, Herr Muniz, erklärte hierauf untcr allgcmci- nem Geiachter des Hauses, daß er weder mit Sir Robert Perl, noch mir den Torres, iioch mit der liberalen Opposition in diescr Angclcgenhrit rin- v-rrsiandcn sri, dennoch abcr eifriger als irgend Jemand wimsrve, die vor- lirgcndc-Maßrcgrl rnöge mit entschiedener Majorität gewchmiqt Wcrdrn. So “*,."ka cs namlich aiich fiir ztveckmäßJ halte, das; England in «Allen seinen Vcrb'irltnincn auf den Standpunkt der Kontincntalstaatcn Europa'ö hrrab- grdrucki Werde, Was offenbar dcr Erfolg der Perlscbcn '))kiisxnahmc srm mirffr, so halte er es doch vor allcn “Dingen fiir notbwrndia, endlich einmal eine srsieVasrs fiir die kommerziellen und industriellen Znständr des Landes zu erlangen und den Vorwand aus dem Wrgc geräumt :u schen, welcher alles und jedes Unheil immer dr:1 Getraidrqesescn zuzuschreiben gcrvolmt gewesen sei. Er srincrscits scikeiricswcgcö dcmSchrrvzoll-Systrmabholdxcr halte es inöbcsondrrc fiir nothwendig, insoweit von der Vcsrriicxung hoch- bcsteucrier, einheimischer Jndrrstricchigc gegen nichtbcsiciic1tr, auöläuriscbc Judrrsirrezwcigc homogener Art die Rede sci“, bisher aber habe man der! Arbeiter, dcr im Grunde hanptsächlich die Konkurrenz mit dem Auslande anözrzhrrlten habe, unbeschiiyt gclaffcn, und Weil die vorliegende Maßregel durcb Ermavrgung dcr Brodptcisc diesen Schutz cndlicl) gcwäbkrn Wilk, so könne rk nicht izmhin, fich mit voller Entschiedenheit fiir dieselbe zu crklärrn, Jin Uebri- genUkonnc er sich insbesondere nicht flik dichbauptnng Sir Robert Pcel'ö erklaren, das: die-[rstcn Tarif-Ermäßigungen alö dic T*.ncllc der jiingstrir Handels-Prospcrität angesehen ivcrdcn mtissen; viclnrchr [affe ficb nachweisen, daß mairchc Industriezweige durch jene Zoll-Reductiouen zerstört worden seien, wre z. B. die ka-Fabrikcu bis auf eine "einzige, die schon längere Zeit mit Verlust arbeite, sämmtlicb cingrgangcn seien, seitdem die Hemb-
den Stand gesest habe, mit Ersolq in Konkurrenz mit ihnen zu treten Man möge daher anf dem neuen Wc c den man ein e la en * großer Brhrrtiamkcit vorschreiien. g , g sch 3 habe, mit
HF,! d Israeli nahm hieraus das Wort, um die vorliegende Maß- regel ZH" Robert.?)rcl'ö' und dessen anzes politisches System, zwar mit sebr„_vrcler Enrschredetihert, aber docß keineswcges in einer so gebässrgcn 28er“, wie ber „yerschrtdcnenkandercn Gelegenheiten in dieser und der [emen »„essron, zu bekampfrn, Wie auch die Anfichten unter einander verschieden srrm,-sc_rgte zr, so lgsse fich doch weni stens das Eine nicht bestreiten, daß dre Minister ihre Meinungen geändert abeu, und die Frage, welche zu ent- rchcrden sei, gehe „im Grunde nur dahin, ob man sich fiir das aussvrtchen trolle, was die Mmisicr friiher fiir das Richtige erkannt haben, oder für das,
waz ix_c cht als das Richtige hinzustrllen bemüht find. re rü cre l'abe "ck im“ das Sihuyxoll-Spstem erklärt, jest verWean fis: LaffelJean kasvrirksclrrrdrnstr, c:) lasse sich aber leicht darthun, daß dieses System den gebazngcn Ok“.'*rnker, den man ihm bcizumessrn geneigt sei, keinesweges in sicb trage. Bcror cr indcs; darauf eingebe, wolle er kurz die Motive be- , trachten, wiirde rir-Mimstrr, insbesondere Sir Robert Peel, nach ihrer eigcncn „Angabe, dci iyrrm Mcinungswecbsel geleitet haben. Sir Robert brrbe bei dcr Gclxxxerhcrr ganz neue Begriffe über das Wesen der politischen Jgrtri zu Tage, gefordert und insbesondere einen Unterschied zwischen der r*rrciiilichcir „Mernirng und- der politischen Partei siatuirt, den er (Herr d Zimrlt; ".'. kcmer Werse zugeben könne. Seiner Meinung nach sri dre „POUUÜHL Yarter ,nichts Anderes als die inkorporirte öffent: liche Mimirirg, rnoge diese nun die Meinung ciner Minorität oder der. Ma.]oritat sern. In so, viele Parteien nun auch England ge- therlt sri, so werden doch _mrt Hiilfe der freien öffentlichen Distusfion durch eure Vereinbirrung zwijchen der Vernunft und der öffentlichen Mei: nung, wre fic-firh m der Partei darstellt, in der Rege! selbst die verwickelt- sten und schwrxrrgstcri Kontroversen auf eine dem allgemeinen Interesse rnt- syrcchende Werse geldsi. Die politische Partei sei daher ein sehr wesent- licher Faktor zur Erzielung des öffentlichen Wohlcs; die Organisation des Volkesxund dre Zirtcreffcn der Nation erfordern ihr Bestehen, und wenn daher anmnd, wie der sehr ehrenwerthe Baronet, bei einem Wechsel sri- "". politischen Yrrnchtcn in einer Weise zu Werke gehe, daß dadurch die Existenz der politischen Partei, zu der er bisher gehörte, aufs Spiel ge- sept Werde,“ der rnache fich nicht etwa nur einer einfachen Treulosig- irrt 91; seiner etgxncn Meinung, sondern einer Gewaltthat gegen dre . onentlrche “Myntti“; schuldig, denn er verhindere, daß die Zorlrrgendc gewichtige Frage auf dem anerkannt legitimen und den znrereffcir der Nation entsprechenden Wege einer iitlicheu Vereinba- rung zwischen der gesunden Vernunft und der öffentlich Meinung gclöß "","?“ Der von deni Prrrnier-Minisicr rrpräscntirte Theil der öffentlichen Meinung sei daher mchtUin der Art, wie cr es verdiene, von ihm behan- delt wyrdcn, und Wenn „uber sein Verfahren Beschwerde gefiihrt "werde so gehe diesc Beschwerde nichr etwa nur von den 300 Mitgliedern des miter- hanscs mrs, chlrire cr getauscht habe, sondern von der ganzen Muffe des Thrill"? der Bevolkcrriug, Welcher jener Srction der öffentlichen Meinung angrhorik dem der Minister seine Macht verdankt und aus dessen Wahl die Majoritat der Mitglieder des chi en Unterhauses hervorgegangen ist. Was 1run dre vorirrgenden, Maßregeln igelbsi betreffe, so sei es von vorn hrrein eiue Adsurdrtat, dre in Irland temporair herrschende Noth zum Motiv für dre ganzliche Umgesialtung der kommerziellen Politik des Landes zu marheu; eben so wenig sei man auch berechtigt, die Prosperität der levim drei Jahre ausschlrrßlich d'en. Tarif-Ermäßigungen beizumessen und diese daher als unabwerslrcizc Nothrgung zu ferneren Reductionrn zu betrachten. Offerzhar habe rnair eme Haupt-Veranlaffung der kommerziellen Wohlfahrt der ]uiixgsirn Zeit iibersehen, niimlich die Beschaffenheit der Acrndten ver levtcn Fahre, So sei 3. V. die Erzeugung von Weißem Zucker in Havana sryr knzrpp, auskgcfallen, dagegen habe man in Mauritius und Ostindien eme reichliche „Zucker-Acrndte gehabt; alle großen Zucker-Fabriken in Ruß- land w::rden rn der Regel aus Havana versorgt, und die russische Regie- rung ser daher genothrgt chescn, um den Ausfall zu decken, die Einfuhr von Zucker aus England zu gestatten zum großen Vortheil des britischen HaridclSverkehrs. Aehnlrche Ergebniffc haben Kaffee, Baumwolle und Wolle geliefert. Wylie maxi riber doch den lestrn ZoU-Crmäßigungen einen ent- scheidenden Einfluß cmraumrn, so könne der nur darin bestehen, daß die- srlb'rn- das bis dahin irnvcrniinstige Schuß-ZoU-Systcm auf das gehorrge Maß rcdfuzirt , haben, womit aber noch keineswcgrs das Motiv gegeben_ sei, drescs " Maß zu überschreiten, um so weni- Zer, da es eine bloße Tauschung sei, wenn man glaube, durch Einnahme, des Systems der Handelsfreihrit auch das Ausland zum „freien Handrl bekehren zu können. Sir Nobert Perl qlanbe mrs einigen Auödruckcn in dem Berichte des amerikanischen Schay-"Secre- trrrrs, Herrn Walker, auf eine liberale Tendenz der Handelépolitik der Ver- einigten Staaten srhließen zii können, vcrgcffe aber ganz die gewaltige Ans- dehnung, welche die' Industrie der Vereinigten Staaten unter der Herrschaft des „bestehenden Tarifes erlangt habe - fie beschäftigte im Jahre 1Z40 nicht weniger als 800,000 Fabrik-Arbeitcr _ und daß demnach schwrrlich Nei- gung vorhaudcn sem konne, _die Basis solcher Resultate aufzugeben, Von Preußen beharrpte dcr rcmrer-Minisirr, daß desen biShcriges Handels- Svßem bereits „xerchüttert“ sei und bald fallen werde da- gegen habe er (Herr d'Zsracli) noch in diesen Tagen, gele- serr, daß Mecklenburg und andere kleine Staaten sich bereit er- klart bach),- dem, durch Preußen rcpriisentirte'n Zoll-Vercine beizu- treten, da 17? xeßdernseshen, daß src bisher durch die Vorsiellnngen des eng- lrsrhcn Kabincts ubrr ihre „wahren Interessen etäuscht worden seien“ matt nruffe demnach wrnrgstens in Deutschland selbs? das preußische Svßerir noch nrth fur so, erschrr_ttcrt halten, wie Sir Robert Peel. Was Frankreich be- treffe, sq sei es scmc (Herrn d'Jsrarli's) feste Ueber eugung, das: es außer dem. Mirirsier, welcher den guten Willen des britiszchcn Kabincts in jeder Werse fur, sich zu gewin'ncn sucht, auch nicht einen einzigen Staatömann in Frankreich gebe, der nicht auf das allermrschicdensie fiir das Schuszoll- _Syftcm eingenommen, und der kommerziellen Aristokratie welche jest m, den Kairimcrn die Oberherrschaft fiihrt, völlig crgcbrn sei wo- bei „mmi nicht yergrffen dürfe, daß außerdem auch UOch die re- prrbltianqche Paktkt, jeder Abhängigkeit Frankreichs vom Auslande abbold m_rt xciicn C.Iaridriö-Aristrxkratrrr Hand in Hand gebe. Hen d'JsmeF ging hierauf zu einer ausführlichen Entwickelung der Iiirchtbrile des freien (chtrmdcbandcls und „des freien Handels im Allqcmeinen iiber ohne jedoch etwas; Ncnrs vorzribrmgeu, _cs wäre denn die B*chaaprrmg, daß England von [eher cmc schr liberale Handels-Polirik befolgt habe. Zum Schluffe snchtc cr irachzrrwerjerr, daß die Präponderanz dcs Agrikultur-Jnicresscs welche zu fichcrn dreU-Getraidcgc-chc bestimmt sind, ein rrothwendi es Elcnient drr vrrsgssuugsmg[;igcn Zusia'ndc des Landes sei, da die VerZassung die Ein- kiinste dcr Kirche, so wie die Kosten dchrtsiiz-Vcrwaltung und der Armen- Brrsorgung, arif den Ertrag der; Grund und Bodens angewirsen und diese nur er sie bezeichnete, icrritorialc Verfassung zum Schutze des “][-ZMA": mant, drcmscö l_rochsicn oileinods des Landes, so wie zur Abwehr der in allen arideranandc'rn so_großes Unheil bcrbcifiihrenden Ccntralifirungssucht bestimmt schr.7 L:)kkriirdiriogZOirch dthr wohl_bcdenkcn, bevor man dem gegenwärtigen [ x ' ' . , * ' *Stxkixxnccnizkixhr. inge m den Getrardcgcseycn cine seiner bedeutendsten Nach dem Schluß dieser Rede wurde die Drbairr an d - trag des Herrn Bankes bis zum “.'Zstcn d. M. vertagt. s en Art *Das Oberhaus beschäftigte sich in seiner qesiri en nur k „„ „ _ „ . „ „ . Uk w-ßung mit c-mgcn Angelegenheiten von ausschiießlick» loqkalrm IntereFeÉ
London, ".'1. err. Zn “Jolie dcs qr enwär ' ' geordneter! Standes der Brzichungeii Eirgläan zu tdgrxrnVYYnimiÉk Sraaten ist dem Königlicher: Arsenal zu Woolwich der Befehl zr?gr--- scxmkt wvrdczr,_daß es sich bereit balten solle, eine ansehnliche Kriegö1 rustung zu. liefern, Welck)? aus kin“ Anzahl Geschiipe von versehie- drrrcrt Kirirbern, aus Laffeteu, Munition re., fiir die verschiedenen I'iriexxssiiiinr und “T“ampfbiite bestehen so!], die an den Küsten und auf drr! “(Filinkn vonKarmda,-so wie auf den Seen, stationirt sind welche ch Granzrn zwischen dieser Kolonie und den Vereiniqten Staaten bilden. Mehr ,als 300 Geschiisc nebst der nötbiqen Munition we'r- dcu zit dtcxcm Zwecke in Bereitsrbaft grscßt wcrdén miiffen.
„Herr Wagboru zeigte vorgestern in drrSyrisch-Arqvptischrn Ge-
skß'mg "' EÜÜWUJU' W" 3"ir M J'U'kikc" "" Schk'ßk" ""k“ Pöl?" "" | sellschaft an, daß die rnqlischr Nrgt'rrmtq dcn Entschluß qrfas't babe" * x * ' ,
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