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[1344] Rothwendiger Verkauf. _ Stadtgericht zu Berlin, den 16. De ember 1845. Das m der neuen Jacoboßmße t. 24 belege!“-
Uoi. 111. R0. 194 des stadtgericbtlichtn vaotbekenbuzbs
verzeichnete Steinmeymeißer Aäekmannfch' Grundßuck,
min zu 12,557 Thlr. 13 Sgr., sol! '
„ am 16. Iulius 1846,„Votmitta «) 11 Uhr,
an der Gerichtsfielle subhaßnt-werden. * axe und Hp-
pothekenschein smd in der Registratur einzusehen,
[1343] Rothwendiger Verkauf.
Stadtgericht zu Berlin, den 12. Dezember 1845.
Das in der Blumenstraße Nr. 14 belegene, 70]. 27. 1%. 1932 des stadtgericbtlichen Hypothekeabuchs ver- zeichnete Tischlermeister Winkelmannsche Grundstück, ge- tichtliich abgeschäpt zu 5212 Thlr. 7 Sgr. 6 Ps., soll
am 17. Juli 1846, Vormittags 11 Uhr, an der Gerichtssielle subhaßirt werden. Taxe und Hy- pothekenschcin smd in der Registratur einzusehen.
[43311]
Auf„den Antrag des Kammitgcrichtnaiho Leo von Caprivi in Berlin, als Erben der hieiselbst versiorbenen verwittweten von Behr, Ulletifa Dorothea Charlotte Henriette Caroline, geborenen von Parsenvw, werden Alle und Jede, welche an den Nachlaß der ebengenann- ten verwittweten von Behr, geborenen von Parsenow, insbesondere an das zu selbigem gehörende, hietselbst an der Fleischetsiraße unter Nr. 12 belegen: Wohnhaus cum yertiueoliis ex ezyite ckeäits, ex jure bxpotbe- cae, oder aus irgend einem anderen Recthgrunde Fot- detungen und Ansprüche haben oder zu haben vermeimn möchten, hiermit aufgefordert und geladen, solche in ei- nem der aus den 11. und 25. Junius und 9. Julius dieses Jahres, Morgens 10 Uhr, ange- seyien Termine bierselbsi iu Curia vor einem verordne- ten Magißrats-Deputirien anzumelden und gehörig zu beglgubigen, bei Vermeidung der in ']"ermino den 23. Julius d. ZS., Morgens 10 Uhr, auözusptechenden Präklufion. „
])atum Greifswald, den 20. Mai 1846.
Bürgermeister und Rat!) hierselbsi. (gez.) ])r. Ziemssen.
.. Rheinische Eisenbahn- 135051 Gesellschaft. Sechste Einzahlung von 109. auf die PrioritätsStamm- Aktien.
Die Inhaber von Prio-
ritäis - Stamm - Actien
„ Infekte,) (Lesezischas: u?“-
. ;; „ en [el ur au ge or-
_ IxYÉ. „-! deßtl, Jie "*"-*); Ein- ', = ,'! za an von 10 oder §Ychsckch*»j"'M-Ä“NU 25 Thaler pt? Actie
*„7 „;).. ,..- , ;„ i!!15'-- . **)" längstens bis zum **.i*“**"“-é' ')“ -"-' "**;“.*-'*-**““ ' «„ckck-„HH„ 1 Juli d. J.,
von welchem Tage die neuen Partial-Quittungen [au-
ten werden, entweder bei uns selbst oder bei den Herren «TZ HerFaZt,_ XC . pp?" Um Ün- o), “ " R.Schaasfhau en, m Koln,
L. H. SFL),
eder o., - -
Yk“ Weklgissobsseäz- C in Aachen-
ende ) o n o., , A. H. Heymann &" Co., "' B“!“
u !eisien und zugleich die Partial-Quittungen über die Zünfte Einzahlung mit einzuliefem, da die neuen Quit- tungen iiber 60 % lauten werden.
Die vorgenannten Bankhäuser werden über die em- pfangenen Zahlungen Interims-Quinungen ertheilen, welche demnächst gegen die von uns vollzogenen sötm- lichen Actien-Quinungen umgetauscht werden.
Köln, den 23. April 1816.
Die Direction. Hirte, Spez. Dir. "Subst.
[426 b] *
Die in LeipHiI seit dem Jahre 1831 wirkende Lebens- Verficherungs- sellschaft hat ihren 15tenRechenschafts- Bericht veröffentlicht und den Mitgliedern zugetheilt. Es iß wünschenswetih, aber auch das größere Publikum hierauf aufmerksam zu machen, überzeugt, daß dasselbe an dem Gedeihen dieses, nicht dem Privat-Jmeresse, sondern dem allgemeinen Wohle gewidmeten Jnsiitutes regen Antheil nimmt, und eine verbreitete Kenntnißnahme dieses Berichtes wird dem guten Zwecke förderlich sein.
Zu diesem Ende hebe ich für die Leser dieses Blanes daraus hervor, daß im Jahre 1845 538 Personen mit- 544,700 Thlr. Versicherungssumme beizutreten wünsch- ten, worunter fich 46 schon frühere Mitglieder befinden, welche ihre besiehenden Versicherungen um 36,300 Thlr. erhöhten; es wurden davon 434 Verficherungen mit 420,900 Thlrn. abgeschlossen.
Aus der Gesellschaft schieden durch Tod und andere Ursachen 160 Personen mit 221,200 Thiim, und der Beftand am Ende des Jahres weiß 4066 Mitglieder, verfichert mit 4,888,500 Thlr., nacb, worunter 482 Frauenöpersomn. Das durchschnittliche Alter der Mit- glieder ift 46 Jahr. Der Tod forderte 82 Personen mit 116.800 Thlr. aus der Zahl der Mitglieder ab, und es ist nicht ohne Interesse, die verschiedenen Krank- beiiöformen verzeichnet zu finden, welche diesen Abgang herbeiführten. Der diesjährige Zuwachs an Kapital- Vermögen von 70,392 Tyir. erhöhte leyteres auf 724,651 Thlr.
Aus einer beigefügten Zusammenstellun der Resul- tate der 15jährigen Periode von Anfang 1 31 bis Ende 1845 ist das alljährige Steigen der versehiedenen Ver- hältnisse abzunehmen. In diesem Zeitraum waren 5894 Personen mit 7.047,600 Thlr. versichert; die Ein- nahme dafür belief sich auf 1,748,177 Thlr., die be- ßrittene Aus abe dagegen auf 1,023532 Thlr., von welcher den ntereffenten für Sterbefälle 765,166Thlk. Und für Erlaß an Prämienzahlung in Folge der ent- ßandenen entbehrlichen Ueberschiisse 127,525 Thlr. zu Theil winden. „
Sind nun die von der Anstalt veröffentlichten ans. führlichen Ergebnisse wohl SIAM“. die Vortheil: det Lebennerstcherung für alle, (ande der bürgerlicmee- senschaft darzuthun, so bleibt im Interesse derselben eine
632
immer gtößere Benusun ber Anjou wünschenswetth, welche auch nicht anoblei eu wird, sobald Jednmannin seinen Umgebungen damuf hinzuwirken sucht, auf den wobltbätigen Zweck“ aufmerksam zu machen. - Anmeldungen zum Eintritt in die Anstalt finden bei der unterzeichneten Agentur statt. ' C. F. Scheel in Berlin, Neue Grüns“. 15.
[448] Ediktal-Citation.
Die Befiser des Zain- und Waffenbammerö zu Niederschlema im Königreiche Sachsen, Karl Günther und Heinrich Gottlob Friedrich Stölzel, welche unter der Firma „Gümhu's Wittwe" und Stölzel mbm dcm Betriebe des Hammers auch eine Eisengießerei errichtet gehabt haben, find zahlungéunsähig geworden. Es isi daher“ auf deren "Insolvenz-Anzcige zu ihiem Vermögen der Konkuröprozeß zu eröffnen gewesen, und werden alle bekannten und unbekannten Gläubiger Günthct's und Stöizcl's, und wer sonst aus irgend einem Rechts- grunde Ansprüche an deren Vermögen zu haben ver- mcint, vorgeladen,
den 13. Oktober 1846, welcher zum Liqiiidations-Termine in diesem Kreditwesen anberaumt worden ist, an hicfigerKönigl. Landgerichts- stelle persönlich oder durch hinreichend legitimitte Be- vollmächtigte zu erscheinen, ihre Forderungen gehörig anzumelden und zu bescheinigen, indem sie entgegenge- seyten Falls derselben, so wie der Rechtswohlthat der
Wiedexeiiisevuug in “den vorigen S1aud. fiir verlußig
erachtet und von diesem Kreditvesen werden ausse- schlossen werden, hinüber mit dem verordneten Streit- vtriteter, sowohl nach Befinden der Priorität halber unter sich, zu verfahren, sodann
den 7. November 1846 der Publication eines Präklufiv-Btscheides, welcbe: riickfichtliib det Außenbleidmden des Mittags 12 Uhr für publizitt erachtet werden wird, gewättig zu sein. Hiemächß isi
der 11. Dezember 1846 zu einem Verhörs-Tetmine, wobei diejenigen, welche entweder gar nicht e:scheinen oder sich nicht beßimmt eriläten, sii! einwilligend in die Beschlüsse der Mehr- xah! weiden angesehen werden, sowohl wenn in diesem Termine ein Vergleich nicht zu Stande kommen sollte,
der 23. Dezember 1846 zur Jnrctuiation der Akten behufs der Abfassung cines Locations-Etkennmisses und endlich
der 30. Januar 1847 zur Publication des levienn, welches rücksichtlich der in dem Termine nicht Erschienenen Mittags 12 Uhr für pubiizirt erachtet werden wird, anberaumt worden.
Auswärtige Gläubiger haben zur Annahme der in diesem Kreditwesen künftig an fie ergebenden Verfügun- gen Bevollmächti te am Orte des Gerichts xu -bes1eUen. Kirchherg, im önigrech Sachsen, am 18. Mai1846. Das Königl. Landgericht. Meisel.
[447] ()bu'iesxcrenie. - [17.20 (;nberninlo'y Jugnnowzki
901]an (10 yownecbnéj Wiaämuoéci ZZ !“ äviu 26. (:).echa
8. [„ich (];.ie ])eßnFm 831111115 0 mi] 4 oc] Miazta ['m-?satosgso Jugustömx ;) o mi] 8 ac! nxiasta (Zubernialneßo Ja- «341: oäleßkxn) [Zcxtacya na sprceäaé :]"):sz (Lo ])anälu :asranicxueßo :aksaliükownm'go !“ Z|0§ci Zaluk 2119 Zuanoopego ; wniujakiéj cxßäci Zuxirko- «e30*ué)*1l0a-es0,_tuäxieé 860 leuk opzxmm-go x)- klocacb ncenionxcb ua r§. 1465 kay. 83 ;) tc) [mie- (LFucxemi cieciami mi kilka set (]0 kilka (]:icin sxtuk köénxcj) «„Aus-“1115"- ubéjmuchemi, 2 [(ist)-(:|) 'eänéj §2tuki «artoéé „07.11.1620112 2051-13 na )'8. 1 Loy. 17 (10 1:01). Z'i'eb. 40; kaéäx «;th cluZé kuynn machx, op:)u-xon): w Naäjum poxcmfso «“job-ci äl'erä :akupié "m);!(céj «)'roNnFK-ache,w termivie ; m'é75cu oxnocxonym 2510550 sit; :eebco, gätie o bliéuxcb «arunkacb «ZnäomoÖé ])m-"iézéé moée -- ndämienia sic; nakunjcc ée [cénictwo Uannkn x“ (Zu- bernii Kuzuztoxszkié, poxoéono jezt nm] kanoxem xpxavyuyu machky-n §w0je ujécse )* RUM: Wiemnic.
(zubernalm' (:))-«Un Ücccxxsiztx [kacken Ztanu [Z. '1'7kel. ZuWaiki, äusa 4. (16.) Naja 1846.
r. b. oäbFAaé sik; b;;ä-ie w Uni;-
W" Bekanntmachung.
Das Bad Brückenau, seiner vorzüglichen Heil- quellen, romantischen La : und schönen Anlagen wegen tübmlichsi bekannt, wird iir dieses Jahr am 16. uni mit _der im vorigen Jahre errichmm Molke)! :ur- Anstalt, dann einem heuer ins Leben tretenden Schlammbadeeröffnct. “
Die Molke wird von Ziegen, welche auf den über 2000 Fuß egen die Meereosläche höher liegenden kräu- terteichen Wiesen des „Drcistelzeö“ weiden, gewonnen, gleicht nach Versicherung von Sachverständigen der Al- pen-Molke und erprobte sicb bereits in voijähriget Sai- son iroß dcr ungünsiigcn Witterung in vielen chroni- schen Leiden der Brust und des Untetltibs als höchst wiiksam. - Nähere Auskunft hieriiber, so wie in Be- zug auf das bestehende TaxxReglcment, ertheilt auf portofreie Anfragén
Bad Brückenau, den 5. Mai 1846.
Die Königlich Bayerische Bad-Jnspection. V e tga )! et.
- . .
[M“] ZU] [(188111Z'KÜ.
l).“): königliche ](ur- unc] Wohnbau.“) mit Zac]- Ünztaü, “!*.-)])[e (L'bätc, Restauration unt] [(u-“Wirtin ;o)-ast wire] an) 1. Mai 1846 geöffnet; bclsrbiz-o Quartier-Zeztelluugen bitten «'i-' an um üikckl bier- ]iek Zelaugen :u ].“)saeo.
Zac] [(TU)-13611. Celröäer 30173110.
Außerordentliche General- Verfammlung „der Actionaire dcr Ungarischen Central-
'430"] Eisenbahn.
Die von der Direction außgeschtiebene
außerordentliche General-Vetsammlung
; der Actionaire der Ungar. Ceniral-Eisen-
-- *:; ";_;“ bahn, wurde in Gegenwart des Herrn ?TY; „k-“Y! K. Ungar. Statibaltenimthcs Michael
“"Y“-4“- von Ambtus als König!. Commissair am heutigen Tage abgehalten, wozu |:!) 67 stimm- berechtigte Mitglieder eingefunden hatten. '
Derselbe verlas zuvördersi ein Intimat der Hochi. Königl. Ungar. Statthaltetei, «1.10. 12ten d. M., nach welchem die Ungar. Central-C'isenbahn-Gesellschaft an- gewiesen wird, in Zukunft dafür Sorge zu tragen, daß keine weiteren Ums elmäßigkeiten, wie sie in li'vtertr Zeit vorgekommen, Zanfinden können, und däß dem §. 32 dethtatuten, nach welchem die Direction in anbmg ihren Sis zu nehmen hat, Folge gegeben
" e.
Die auf Antrag der Direction von der vierten Ge- netal-Versammlung am 8. März d. I. erwähne Unter- suchungs-Kommisfion, unter Vorfiß Er. Hoch'g'tb. des HerxntGmfen Franz Zichp jun., “verlas hieraus ihren
en .
Die Gegensiände desselben waren: 1) Uniersuchung det in'leyietn Zeit in den öffentlichen Blättern gegen die Direction der Ungarischen Central-Eisenbahn, und insbesondere gegen einige ihrer einzelnen Mitglieder er- hobenen Beschuldigungen. _ _
2) Lokale Be|chtigung und Erhebungen.
Als Hauptbesund fiel]! Feb dar: Es sei außer allem Zweifel, daß das am musica angegriffene Directions-
Bekanntmachung.
Die Gouvernements-Regierung von Augußowo bringt zur allgemeinen Kenntniß, daß am 26. Juni «1. St. (8. Juli 11. St.) d. J. in dem 4 Meilen von der Kreis-Stadt Angufiowo und 8 von der Gouvernements- Stadt Survaxki gelegenen Forst-Amt Balinka licitaiions- weise zum Verkauf von Holz, welches sich fiir den aus- wärtigen Handel eignet, geschi'itten werden soll, im Be- trag von 2119 Stück Kiefern- und darunter einigem Tannen-Nusholz, so wie von 860 Stück Brennholz in Klößen, auf 1465 Silber Rubel 83 Kopeken abgeschävi, und zwar in einzelnen Schlägen, von einigen Hundert bis zu einigen Zehn Stiick verschiedenen Maßes ha!- tend, von denen der Werth tines Stück:) auf 1 Silber- Rubel 17 Kopeicn bis zu 40 Koprken Silb.r angesest ist; jeder Kauflusiige wolle sich daher, mit einem der Hälfte des Werths des zu kaufenden Holzes gleichkom- menden Vadium versehen, an dem bezeichneten Termin und Ort melden, wo er Nachricht über die näheren Be- dingungen erhalten kann. Schließlich wi-d noch bc- merkc, daß das Forst-Amt Balinka im Gouvernement Augusiowo an einem in den Niemen-Jluß mündenden schiffbaren Kanale liegt.
Der Civil-Gouverneur Witkliche Staatörath B. Tykel. Suwaiki, 4. (16.) Mai 1846.
l 1-
Mit lied, Herr Motiv Ullmann v. Szitäny, die In- in: en. der Unternehmung mit taßlosem Eifer zu so:- dem ettachtet habe, wenn auch die durch denselben, nach einen Ansichten getroffene Wahl der Mittel nicht immer den beabsichtigten Zwecken entsprochen habe. In
'der" wenig beschränkten Wahl dieser Mittel sei insbe-
sondere drr Hauptgrund. zu den bcdauerlichsien Mißbra- tungm, so wie auch zu den Uebergriffen von Seiten einiger Lieferanten, gelegen, die es nicht scheinen, diese Nachsicht zu mißbrauchen, hieraus Nasen zu ichen, hierdurch den Namen eines Mannes Verunglimp ungen preiözugeben, der sich durch die Gründung einer der großartigsten und wichtigsten Unternehmungen ein blei- bendes Verdienst erworben, und schon-deshalb einer entsprechenden Anniennung fich verdient gemacht hätte.
Was die gegen Hm. Hauptmann Cornelius Wurmb vorgebrachten Beschuldigungen betiiffi, so habe die Un- iersuchungé-Kommisfion, nach sorgfältiger Prüfung des Tyatbeüandcs, diese Anschuldigungen und inöbesondere die der Fälschung. als eine böSwiUige Deutung erkennen
„müssen, die allenGrundes entbehrt und aus unlatiierer
Quelle entsprungen ist.
Es liege dem Vorwurf durchaus nichts Anderes, als ein '))kanipulmionoverschen zum Grande, und die Un- tersuchungs-Kommission finde fich verpflichtet, zu erklä- ren, daß in dem angeregtenFaUe, nach ihrem Ermessen, von einer Fälschung nicht die Rede sein könne, und daß die diesfalls erhobene Beschuldigung völlig unbe- gründet und eine böswillige Verleumdung sei. Aus der genauesten Priifung aller auf diesen Punkt bezüg- lichen Einzelheiten gebe durchaus nichts hervor, was di: vorgebrachte Anklage oder auch nur den leisesten Zweifel rückstchtlia) der Ehrenhaftigkeit des Herrn Haupt- mann C. Wurmb zu begründen geeignet wäre.
Weder der Direction colleciive, noch ihren einzelnen Mitgliedern sei eine wissentlich verschuldete Außeracht. lassung oder Vernachlässigung der Interessen der Unter- nehmung zur Last zu legen. '
Was die mit Hiilfe von auSgezeichneien Technikem volgenommene lokale Besichtigung der bisher ausge- führten Eisenbahnbauten von Pesth in beiden Richtun- gen, bctriffi, so seien die Erdarbeiten im Ganzen gut und zweckmäßig ausgeführt, und in sehr gui-cthaltenem
* Zuftande.
Dic Vau-Objekte, Brücken und Durchlässe seien, in- sofern: selbe durch den Aug nschein beurtheilt werden konnten, aus gutem Material hergestem befunden wor- den, es seien keine wesentlichen Mängel sichtbar, und ihre Ausfiihrung miiffe als vollkommen entsprechend angesehen werden. Die Bestandtheile dcs Oberbaues, namentlich Schienen und Quetschwellen, smd vom besten Materiale, und sämmtliche sonßi eBahn- und Betriebs- Bestandtheile sind nach den dr?ien Prinzipien in An- schaffung gekommen.
Was die Hochbauten betrifft, so seien selbe ihcilweise der Vollendung nahe, mid to walk: hinsichtlich der Stabilität der in ihren Dimensionen und Anordnungen sehr gioéxcn Gebäude, kein Bedenken ob. Im Allge- meinen omme iiber das, bisher im) Werk Gerichten, der Befund als sehr befurdikend zu betrachten. Was die Anlagskosien der Bahn m Allgemeinen betrifft, so hätien selbe vielleicht noch weiter ermäßigt werden kön- um, aber im Vergleich mit anderen ähnlichen nnter- ncbmungen sei der Bau ungewöhnlich binig und was bisher selten vorgekommen, „unter dem Voranschlag in Ausführung gebracht worden.
Der ausfiihrliche Bericht der Untersuchungs-Kom- mission wqtde der General-Vetsammlung zur befriedi- genden Wissensxhaft gebracht, und dieser für ihre auf- opfemden Bemuhungen der wärmsie Dank von Seiten der General-Vusammlung voti-t. .
Es wurde nun zur Wahl der zehn ab ängigen Di- nkioren geschtinm. Das Ergebnis war olsendts:
65 Stimmen erhielten ?:. Elke. Franz , .
öni . Un a:“ ' '
58 Züthégr. *“ "*"
* ). ornelius 49 ZWÉWÉM. Wm". - r. . iam ?! 4, Zffozjk pf ) K,! 6 t. orig Golo ' kurafiibttr des K:“ selon).
43 St. Exc. Gras Cm] Obergespan des R,. mitates.
41 Hr. Jos. Landau„ Wiko Gkoßbändltr. *
39 Graf Franz Zichy j.,"- Ungarischer Hofrath,'
39 Hr. Pan] Spkkngn Hosbnutath. “
34 Hr. Moriy Ullmann „„
33 - Hr. Sigmund ). , Mehrere: Komitate tafelbeisiper.
Nachdem die Namen der vorgenannten von mtal-Versammlung gewählten 10 Herren Königl. Commissair protlamirt wnrden, fand Motiv von Ullmann veranlaßt, fiir das ihm . Vertrauen zu danken, den Wiedereintritt indj, tion jedoch abzulehnen.
Herr Graf Franz Zicby jun. siellie hinaus trag, um das Verdienst des Herrn Motiv „„ :, als Gründer des Unternehmens bleibmdim Andenken zu erhaltcn, in den Actien der Um bei ihrer definitiven Ausfertigung die Woite: det von Moiis v. Ullmann“ einzuschalten n» ben den einstimmigen Dank der General-V * in eincr, rieseehrenvollen Uinßiindeenthaltensq auözusprechen.
Dieser Anitas, welchem fich auch die i)». Carl Estethcizy und Franz Uirményi, Exceaax DirectionSmitglieker anschlossen, wurde von)) ral-Versammlung mit einstimmiger Acclamaiin nommen.
Es wurde hierauf zu einer neuen Wahlge und Herr Vicegtspan Michael v. Ianké) bein stimmig zum Direktor erwählt.
Die bis heute eingelaufentn Rehabilitiiungs- für jene Pattial-Iqtetimsschcine, dercn 4te, 10pioz zahlung nur um einige Tage versäumt wordeniß, den ausvahmsweise und unbeschadet dcm Rechtsp bewilliget. _
Se. Erteilen; Hm- Gras CarlEst-rhzzy Mien aus den Antrag, bei Gelegenheit der kiini'xig/äh Jubiläumsfeier Sr. K K. Hoheit des NeWMins Ungarn und der bevorstehenden Eröffyung-iwii der Bahn, bci Höchstdtmfelben um die gnadige ligung anxusnchen, die Centrat-Eiseybahu vou mit dem Namen Stephan-Central-Eisenbahn bei zu dürfen, und die Direction wurde angewiesen, eine aus ihrer Mitte zu erwablende Deputation hohe Gnade bei St, K. K. Hoheit dem Reichs-P untettbänigst zu erbitten. .
Schließlich wurde dem König!. Commiffair, Michael v. Ambuiö, der Dank der Versammlu
die Leitung der Verhandlungen votirt und die S :
als geschlossen erklärt. Preßburg, den 17. Mai 1846. Von der Direction der Ungarischen Ceniiai-Cis (PMW ?i/
[“""] Bekanntmachung. Am Montag, den 15.
1846, Vormittags präzisé 10 Uhr, in Lü" Hause der GeieUschaft, Johannisstraße Nr. 16:
General- Versammlung „ *Hcrren Aetionaire der D- schen Lebens-Versicheru Gesellschaft,
worin Rechnung über das 17te Geschäftsjahr * werden wird. Lübeck, den 16. Mai 1846. Z. Vermehren, General-Agent der Deutschen Lebens-erficheiungs-Gescli/Éa/k
Literarische Anzeigen.
80 eben ist erschienen um] in cker Zortim Üucbbnnälnng von Dietrich Reimer, be!")zstk. 73, vortötbiß:
[432,4 13386161481'3
ÜLZZLbänäbux/Z
i'ür Keiscnäa in Ventsckilanä unc] alemösW" uber) ](nixerstaate. Uubxt eincr Reisekal'tc unc] 20 515016-YZKW ])rittc umgearbeitete Jul'lsiße' ]" e:]eg. kolben) ['Und-“mä. ['r-"ci; 2 “[]-lt. [0
[425 ])]
Kartoffel-Dampf-Bierbrau
Die Aufgabe, um aus den toben Kartoffel" kürzester Zeit alle Arien von Bieren billig und vo züglich" Güte darzusieUen, babe“ ich nach dem Sachverständiger aufs vollständigste gelöst. Ick mtr Landwirtbe und Braueigner hierauf anime,!“ machen, so wie ich mehrere sebr *tüchtige- 11"t Methode vertraute Oekonome zur Leitung vpn sel-Bierbrauereien empfehlen kann. Aus drci ““ g:;iet Kartoffeln werden nach meinem Verfabk!" dem Abfall eines gesunden und kräftigen V'.
Minimum 150 Quart Bier von der WikMS'“ ),“
besien Bayerischen Biere et icli; auch sind zur vorräthig: Lagerbiete, Weiz
[)|-. W. Keller, Apotheker erster Klasse- B“" m landwitthscbaftlicb-technischen Inst!tu Btsißr der Katioffel-Damvf-Vierbrau Berl , Neue Königsstraße Nx. 2-
, Abonnement betriigt: 2 Kkhir. für & Jahr.
„ theilt): der. Monarthie „hne preisery'ohnag. Gebühr für den Zeile des Alls. Juzeigerx 2 Sgr.
Preußische,
“Allgemeine
Alle oß-Aa ten des ! Aula,)sde- Wm ! .“ ud
-' ' . anf diese- statt in ürkerlia ' die Expedition_ der ck , pn". „ Setting: e 1- t u n go “""“-'N“!- “t- 77-
7147.
Berlin, Donnerstag den'28sten Mai
1846.
Inhalt.
Schreiben des Stadtvorsiandes von Mainz an So. en Wilhelm von Preußen. -- Rh ein -Prov in).
. ab : en: nber Theil. 8 h
!, Hoheit den Prinz de von und ngch undesstaaten. Velbot ausländischer Dukaten betreffend. - Landtags-Verhandlungen.
Wien. Abreise der Kaiserin und des z. - Reise der Kaisetb von Rußland. St. Petersburg. Ordens-Verleihungen. -- Kaiserin an die Fürstin Schtstdubatoff. -
Königreich Hannover. G ! o ßherz o g- in Baden. rreichische Monarchie. „zogs Fran) Karl Aud und Poletx. ', ipt Ihrer Majestat der im Garcia und Jenny Lind. eich. P atis. Hofnachnchten. aparte. - Depntiitc siiudischen Po arokko. - Fürsprache
_ Be nadigungögesuch füt Louis ie Konkurrenz in Beförde- fi. - Militair-Organisationsplan des Kai- sür die Maroniten. _ Der Le- - Arbeiterbelohnuugs-Iury. - Ueber den Mißbrauch Vermischtes. - Schreiben aus Paris. (Aussabe- nd der Kalte.) ' d Irland. London. Parlammts-Vetbandlun- Nachtiebten aus den La Pla-
)! - Kammer. -
' fiir eine Privat-Kajüte f.4'Pers.„273,' “» » » » 256 » » . MMW“ "," Kinder unter zwölf Jahren zahleii 'die Hälfte. ?“ ttt'i der ZUM 11: . tamen u abtik-Bill ist verworfen. -- Sir R. Peel iiber die Reise Ibrahim Pascha's Unterrichtofragem - Kriegs-Budgct, -- Bitt- Auswandctet. - Vermischtes. Widerseylichkeit gegen die Beausfichtigung
evorsiehenden Cortes-Wahlen. _ (Die Auflösung der _ Der bevorstehende Wahlkampf nisten. '- Der GroßfürstKonßantin. - Vermischtes.) - (Strenge Maßregeln der Behörden in den Provinzen.) Konstantinopel. Reise des Sultans.
bahnen. Leipzig. Die Explosion des Lokomotiven-Kcffelo.
: 16- und Börsen-Nachrichten. Schreiben ans Amsieidam. örsen- und Marktbericht.)
Schauspielhaus. (Gastspiel des Herrn Devrient.) -- Wien. Her- abe mittelalterlicher Kunßdenkmälet.
Paß reisen, so findet für diesel. ' eiü Ermäßigung im Preise siatt, und zwar auf dem ersiewund [Seiten Pla von 5 Riblr. 10 Sgr. oder 5RubelSilber und auf dein drißtn love vonZRthlr. 6Sgr.
fn“ Vieheinsuhr. _ oder 3 Rubel Silber pro Person.
Kanton Tessin. Umertichiswescns durch den Staat. ien. SanSebastian. Die b m'o ermordet, -- ies. - Die Vermähliings.Fmg,„
se,!be von, eine! gerinsßer'en Anzahl Pa gieren benuvt wird, als für dix sie eingerichtet i , so wird für j" m-in derselben unbeseyt ge- bliebenen Plav eine Ermäßigung von 10 Rthlt. 20 Sgr. over 10 Rubel Silber gewährt. '
Briefe aus M adtid.
gen ist zugleich die Zahlung fiir Kaffee, Thee, Frühstück, Mittag- und Abwdessen, den Wein jedoch ausgenommen, einbjßrisfen.
auf dem 1. Platz FZ Kubikfuß In welche die Hälfte des Passa-
- » Wyk)“ _
Maießät der-König haben Allean Dm Land- und Stadtgerichts-Dtrektor nnd Kreio-Iusiizraih ) z) Oppeln zum Landgerichts-Direktor bei dem Landgerichte eiiau zu ernennen; und
Dem Land- und Stadtgerichis-Assessor von Dreßler zu Gräh harakter als Land- und Stadtgerichis-Rath zu verleihen.
.; _; pro Kubikfuß bezahlt. ädigst gerubi:
2 Rubel Silber wird keine Kontanten-Scndung befördert.
Bekanntmachung.
ffahrt zwischen Stettin und
" 3 )) 6 )) 3/ " )' " " 3 " *" [. Petersburg. uber TMM
Posk-Dampfschif St Das der Kaiserlich ruiüschen Posi-Verwaltung gehörige eiserne psschiff „Wladimir“, mit Maschinen von niederem Druck und Pferdekraft, 750 Tons haltend, zum bequemen Aufnehmen von ieren eingerichtet und von dem Capitain-Lieutenant Kra- befehligt, wird vom 31. Mai d gelmäßige Verbindung zwischen St.
übka " 6 _, " . 3? » )) » )) 3 )) ))
. J. (neuen Stylo) an, Petersburg und Stettin 6 Kubiksuß mit 3"; Rthlr. preuß. Cour. oder 3 Rubel Silber be- rechnet.
))a die Fahrten dieses Dampfschiffes nur zwischen Kronsiadt und RoheProdukie proLasi 16 Rthlr. pr.Cour. od.15Nub.Silb. mit 5pCt so Werden die mit demselben zu be- _; ' „ d andere. Gegenstände auf Fluß- pfbdten für Rechnung der Posi-Verwaltung von St. Peters-
nacb Kronstadt und von Swin'emiinde uach Stettin et yice
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?Der „Wladimir“ geht ab: aus Kronstadt alle 14 Tage
' Sonntags mit Tagesanbruch, aus Swinemünde: fg,lis.a11e 14 Tage des Sonntags mit Tagesanbruch. unsktger Fahrt wird die Ankunft des Dampfschiffes in Kron- owohl als ,in Swinemünde am Mittwoch erfolgen- des „Wladimir“ werden von Stettin des Sonnabends Mittags, Ankunft des ersten Dampfwagenzuges aus Berlin, nach Swine- d„abgefertigt. In Swinemünde findet die Annahme bis 6 Uhr
emiinde stattfinden können, Kupfer in Blöcken pro
nden Reisenden, (Hüter an
zu wenden.
mit dem „Wladimir“ bestimmten Briese werdcn Sonnabends mit dem um 64; Uhr friih abgehenden Eisenbahnzuge abgefertigt. Mit diesem Die Passa- Zuge spätestens müssen auch die Reisenden für den „Wladimir“ von Berlin nach Stettin abgehen. _
Verbindung zwischen Stettin und St. Petersburg eine achtiägige Verbindung dadurch hergestellt werden, daß
k Das Posi-Dampfs-hiff „Wladimir“ wird an nachfolgenden Tagen
aus Kronstadt: ' aus Swinemünde: den 31. Mai neuen Stylo den 7. Juni neuen Styls . 14. Juni ) )) 2]. (( )) „ 28. )) )) )) - 5. In“ " " 12 Jun )) )) 19. )) » " 26. " )) » 2. Auguß " 9. August " )) 16. " " " )) 23, )) )) )) )) 30, )) )) )) Die Bekanntmachung der folgenden Fahrten bleibt vorbehalten. Es ist zu zahlen:
1. an Paksath-ld: auf dem ersten Platz: pr. Person 2 h . pr. Cour. od. 58 Rubel S. )) )) zwriten )) » )) 40 ») )) )) )) 37 )) )) )) )) dritten )) )) )) 23? .» )) )) )) 22 )) ))
Wenn Eheleute und Famil “edu auf einen gemeinschastlichen Wenn bei Belegung einvr PriW-Kajüie fiir 4 Personen die-
Jn den fiir die Uéberfah-tt erlegten Beträ-
Jiir Wagen mit 4 Rädern 50 Ri . Ct. oder 417 Rub. S.
)) )) )) )) 25 )) )) )) )) L.]? )) )) » Pferd ohne Futter 50 » » » » 47 » » » einen Hund ohne Futter 5“, )- » » » 5 » » An Gepäck haben die Reisenden":
„ „ 2, „ » 2; ) zahlen, haben auch nur
» » 3. » 6 » te dieses Gepäémsßeo frei. Fiir das Uebetmaß werden 12" , . oder 373; Konken Met
!!. M-Feaäßs fIZ Kontanxxn: ._
Gold .......... ), pCt. - „ Silber ..... x »: "“ " 'C" “““"-'*'"-
Jiir eine geringeréFtachi als 21; Rtblr. preuß. Courant oder
111. An Fracht für Güter:
:) von Stettin nach St. Petersburg: bisZKubiksuß. . 2:5 Rthlr. pr. Ct. oder 291. S. mit5pCt. „ 6Kubiks.,pr.Kubi'kf. L „ 16 Sgr. », - » 50Kop.S. ken.
b) von St. “Petersburg nach Stettin: bisZKubikfuß. . 2:7, Rthlr.pt. Ci. oder 2 R. S. mF'Xt-ZpCt. . ' apla- » 6Kubikf.,pr.Kubikf.-- » 8 Sgr. » - » 25 Koy.S.Z ken. Bei Paketen iiber 6 Kubiksuß wird die Fracht für die ersien
Last von 120 Pub 8? » » »“ » 8 », Kadlaken. - Behuss der Beförderung von Gutem beiiebe man sich in St, etersburg an den Agenten der Posi-Dampfschtfffahrt, Herrn Zohqnn yrßen u. Comp., und in Stettin an den Agenten Herrn D. Witte
Die von Berlin nach und iiber St.Petersburg zur Beförderung
Vom Monat Juli an wi d Kait'der vierzehntägigen
das früher zwischen Lübeck und Kronstadt in Fahrt ge- wesene, fiir diesesJabr in MieiheEgenommeneDam s- schtfs --N!kolat„l.“„“, welches jest in ngland ueueKesysel erhält, von Königlich preußischer Seite zu den Fahr- ten zwischen Swinemünde und Kronsiadt eingestellt werden wird. Der Tag, an welchem der „Nikolai“ zum erstenmal von Swine- münde abgehen wird, so wie der Fahrplan dieses Schiffes, wird später bekannt gemacht werden. Berlin, den 18. Mai-1846.
General-Posi-Amt.
Uichtamtlicher Theil. I n l a n 11.
Berlin, 27. Mai. In Folge des Ablebens Ihrer Königl. Hoheit der Prinzessin Maria Anna, hat sich der Stadtvorsiand der Stadt Mainz gedrungen gefühlt, das nachstehende Schreiben an Se. Königl. HoZeit den Prinzen Wilhelm von Preußen zu richten:
n Se. Königl. Hoheit den Prinz Wilhelm von Preußen, Oheim Sr. Majeßät des Königs, Gouverneur der Bundes-Feßung Mainz.
Die betrübende Nachricht von dem am 14ten Jo. M. ck_fol im Hin- scheiden der Erlauchten Gemahlin Ew. Königl. Hoheit hat, sob als sie durch die öffentlichen Organe zur Kennmiß der Bewohner hiesse: Stak gekommen war, die tiesße und innigne Theilnahme erregt, da die erha- benen Tugenden der Hohen Verblichenen, verbunden mit der hnablaffendeu Güte und Freundlichkeit, die wir während der öfteren Anwesenheit in uniexen Mauern vielfach zu bewundern und zu verehren Gelegenheit hatten, vxi
allen Bewvhnem im lebhaftetien Andenken sieben. Dem Dran e unseres Herzens folgend, konnten wir uns die Genug-
ibuung nicht ver agen, Eurer Königlichen Hoheit das innigße Miigcfühl an einem so schmerzlichen und unersetzliche)! Verluste zu exkemien zu eben und zugleich den Wunsch beizufügen, das Gott- Allexhocb nen rafduud Stärke verleihen möge. den gerechten Schmerz mit Mu und chcißiicher Ergebenbeit zu tragen. _ - _
Indem wir uns erlauben, den Anodruck dieset unsere: Gefühle und Empfindungen Ew. Königl. Hoheit zu erkennen zu eben. [inden wir uns dazu durch den Gedanken mund daß wir sowoh durch Hochdeto nh.- bene Stellung in hiesiger Stadt, duxtk die vemandscbafilicheu Band: mit unserem geliebieu Fütjwhause-nnd insbesondere auch noch dutch das Glück, Ew. Köni [. Hoheit als Ehrenbürger unserer Stadt verehren zu jöautu,1mosch :] Höcbüdexo nlauchten Person näher zu | “ de_duzh "??tWF-e eine". im so »“ ' runun'ne. “ “ . g Wi? ergreifen dicse Gelegenheit, um, der fortdauernden Gnade und Wohlwollen Ew. Königlichen Hoheit zu empfehlen, und haben die Ehre, in tiefster Ehrerbietung zu verharren
Ew. Könglichen Hoheit
untetthänigßer Stadtvorfiand der Stadt Mainz. ' Im Namen deffelben ' Det Büxgetmeißet Nack. Der Ober-Sectetair Theuerkauf. Mainz, den 2. Mai 1846.
Nhein-Prövinz. Koblenz, 22. Mai. (Rh. u. M.Zig.) Seitdem durch den Lieutenant Waghom der Versuch geweiht worden :|, die ostindische Ueberlandposi nach London auf dem Wege über Triest dureh Deutschland zu befördern, bemerkt man namentlich eine größere Per- sonen-Frcquenz von Engländern, welche auf dieser Route die Reise von und nach Ostindien machen. So kam heute ein britischer Gene- ral auf der Rückreise von Oskindien nach London mit dem kölnischm“ Dampfboot: hier vorbei und führte in seinem Gefolge mehrere Seikbt mit sich, die in ihrer National-Kleidung dem hier am Rhein-Ufer sei:): lZahlreich versammelten Publikum eine sehr interesante Erscheinung a ga en.
Deutsche Bundesstaaten.
Königreich Hannover. Die Hannoversche Zeitung enthält folgende Bekanntmachung, das Verbot ausländischer Dukaten betreffend: „Es ist zur Anzeige gekommen, daß seit einiger Zeit der Umlauf von Dukaten von anderem als bannoverschem Depri) e in hiesi- gem Königreiche sebr zugenommen habe, und daß der grö ere Theil
Königliches Schauspielhaus.
ici don Shakespeare, nach A. W. von Schlegel's Ueberseyung„ (Hamlet: Herr Emil Devrient.)
(Den 26. Mai.) *
61111 "W allzu lange her, daß die deutsche Bühne die Schlegel- g des Meisterwerkes adoptirt nnd die dem Behagen des “UW mit vieler Vühncnkenntniß angepaßte Schrödersche_1_leber. Aber einer geraumm Zeit hatte es be-
"ma bei Seite gewiesen hat. g bei den Lenkcm der
- ehe die Götbesche Mahnung rechten Anklan “WU fannt), ehe man das Publikum im Ganzen als ein männliches .das Gaygclband abnahm, bei welchem man es lieber "„Welt skch iäiiigen, als an der NothWendigkeit der K ' ]kkß- Ente solche gesevliche Notbwendigktit isl Hamlet Ws dt.! thatlosen Theorie, worauf das ganze Stück hinarbeitet. . welcher" eigentlich vom wahren He Traum:: ist, bricht nach dem
in süßer-Ge- unsigescye er- 's Tod, der
[den wenig hat und nur ein philo- di Tode seines Vaters seine Universi- : '." ab und kehrt in den Kreis der fürstlichen Familie zurück; er [kme Mutter" vxrmählt mit dem neuen Könige, ?m'kk Anspruch: haben darf, mit einem Manne von :“Herrschxrtait, dem geraden Gegensave des Prinzen. Seine st,mmt 'I.“ Gewand einer tiefen Trauer an, schrecklicher A * ii tmim Koniglichen Obeim beschleicht ihn, den der Geist seines Ds“; pdem er ihm zu [eich die Mission der Rache anfksk- M)! )| aber kein Ge chäst seit den weichen Hamlet, der nur M- aber nicht auplanm und handeln kann.
auf dessen Thron
-, Braun-und Bitte!“ wenig Gefühl
Wäre er )) cht der
natürliche Rächer seines Vaters, der Geist könnte ihn nie dazu erkoren haben. Mit der Gattung beschäfti?t„ ist er dem einzelnen Menschen gegen-
über unbeholfen und demüthig, Et ahrung geht ihm ab, es treibt ihn im-
mer im Kreise seiner melancholischen Philosophcme herum. Wie wiir- „die- ser edle Moralisi fähig, Thaten zu thun, Thann von Gewicht, die emen
* Charaktcr, einen Mann vctlangen? Woh! fühlt Hamlet dies, tl" kennt sich
selbst sehr gut und fühlt sich überlastet mit dem von" der Pflicht ihm auf- erlegten Verhängnis, dessen Quelle ihm blos Grauen, dessen Vollbringung
ihm Furcht einjagi. So geht er nun vorläufig in seiner Gedanken-'.
Sphäre dtm Ziele zu, er meditirt, et ndet, spiicht fich Muib ein, versäumt den rechten Augenblick, schiebt auf, läßt ße!) hin und herneibxn ohm Selbs- besiimmung. Das Schicksal bat ihn erfaßt, er wird geschoben, während er selbst zu obnmächti zum Handeln ift. Was smd seine kränkelndcn Entwürfe? Er clit sich wahnsinnig; odne wahre Hoffnung, auf diesem We e zum Ziel zu gelangen, opfert er damit die lieb- liche Ophelia, zieht sich chäkfere Beobachtung zu, fällt aus der Rolle und vollbringt nichts. Die Schauspieler-Sccnc muß ihn von unzem qufregcn, aber bald sinkt er bedächtig wieder in das alte Geleise. Die m_nsiethafte Unterweisung, die er den Komödianien giebt (möchten die Schauspieler aller Zeiten 'sie. beherzi en !), zei t wahrlich nicht, daß er u festxm Entschlixffe ermuthigt ist. Heine philo opbiscdm Monologe" ßnd o sublim und schon, als unzeitig. Wir sehen nur den Lebenöübetdrus gen, nicht den der Rache g'ewei ten Königssohn. Und das ik der Mann, der ck geboren glaubt, „die eit wieder einzurichten“, die aus den Fugen ge mmen_! Als nun einmal seine Enischloffmheit aufdämmm, muß der arme Polomud wie eine Vogelscheuche fallen, und willig fügt ii'ch Hamlet in die verkeme Verban- nung nach En land. Endli , dex änzluben “Enisagung der That nabe. is! es die Ma 1 der äußeren - irnich it, weiche sem: plösliche Leidenschafj
dieser fremden Dukaten das gesevliche Gewicht nicht beside, o : daß sich dieser Mangel anders als durch Nachträgen erkennen la :. Es
entzündet, und nur mit halbem Bewußtsein ermordet er den König, als er schon sein eigenes Ende vor Augen sieht. - --
Der Kreis dieser Gefühle, dieser ewigen Widersprüche in dem verzag- tm metaphysischen Helden, der eine Aufgabe erhält, die zu groß fü: ihn jß, der er mit Widetwillcn ßch hingiebt, und unter deren Laß er allmälig zu- sammensmkt, ist in mtißerhaften Zügen entwickelt, ein durchscheinend“ Bild des trüben Tages. Man könnte sagen, Hamit: sei zu wenig dramatisch, dic Anstöße kommen von außen, der Held sei ein schwaches, umhän'ges Werkzeug: aber das Geschick handelt für und durch ihn, ein un cheater Frevel wälzt wie eine Lawine seine schrecklichen Folgen vor fich n und zerschmettert dcn Uebelthäter wie den Unschuldigen. Das _Ganze schildert die Thatlofigkeit der vagen Refieriou und ihren m_)thwendigen Untergang, Den Stoff der Tragödie hat der Dichter bekanntlich aus dem dänischen Historiker Saxo Gmmmaticus entlehnt. dessen Etzghlung im Wesentlichen der Ereignisse mit dem Drama iiberemsinzmt, wahrend aher die Sage märchenhaft einen glücklichen Aussang fur den Heldt]! nimmt m yz: Zeichnung der Ophelia, des Polonius imd Laerteß. „so me dieEinmisÖlms des Dämoniscben, "ganz dem Dramgnkxt angeboten. Das Hamlet dm deutscheu Gefühl so nahe seht, isi bn sxmer schweren. kräumnischm, passi- ven Individualität natiirlich. Er ist, Me V ör.ue gezeigt hat, Saks Dm- schet, und eben darym begegnen wir ihm mit Venouudemvg unter den Helden Shakespeare'o. „ ,
Hm Devrient war beniuht. der Titelrolle das Interesse des Zu- schauers zuzuwenden, und" war m Vielem vortrefflich; doch sand er tickt ganz im Charakter des Hamlet, n stellte fich vielmehr in eine Manier, welche der einfachen eichnung der Rolle widerspricht und ihr eine wisse Geschraubtheit mütbei t, die ihr nicht ci en kk. Das nanmnische kein des Held:)! wurde dadurch zum großen Theile vadisikk, und es trat ein