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nur einige Fü rer aUSgeschloffen find. die _Heratis un Turkomanen im Begriff, Herat, wo die Ka- bulis eingeschlossen sind, anzugreifen.
Aus Kabul wird gemeldet: Es ist eine weitere fliegende Kolonne, bestehend aus 1000 Mann der dreiWaffen attungen unter dem Befehl des Generals Roberts, fiir den hyberpaß gebildet worden. Vor seinem Nückzuge schrieb Mahomed Jan an General Roberts und erklärte ihm, die Afghanen wiirden, obgleich ste „sich augenblicklich zurückzögen, ihre eindseligkeiten nicht eher ernsteUen, bis die Engländer aus A ghanistan ver- trieben worden seien.
' -- 9. Januar. (W. T. B.) Nach einer Meldung der „Times“ aus Pretoria, vom 8. d. M., ist der ehemalige Präsident von TranSvaal, Vretorius, wegen ochver- raths verhaftet worden. Seine Freilassung gegen aution wurde verweigert.
Italien. R'o m, 8. Januar. (W. T. „B.) Die rumänische Regierung hat CreßuleSco zum Gesandten am hiesigen Hofe ernannt.;I “»»-*:») - ..»...- « . -
Türkei. Konstantinopel, 7. Januar. Veni„Reuter- schen Bureau wird von hier gemeldet: Der Ministerratl) be- rretl) heute die Forderung des englischen Botschafters Layard, daß der Ulema Ahmed Tewfik nicht nur nach einer von Christen bewohnten Insel verwiesen, sondern auch das gegen ihn gefällte Urtheil formell annullirt werde. Die muhame- danischen Religionsbehörden unterstützen das Verlangen des Botschafters und erwartet man daher, daß die Pforte dem- selben zustimmen werde. *
_,8. Januar. (W. T. B.) Betreffs der in der Nacht dom Dienstag zum Mittwoch durck) eine Abtheilung von Mi- lizen erfolgten gewalisamen Befeßung der griechi- schen Patr1archatskirche wird aUS Vhilippopel weiter emeldet, daß sick) eine griechische Deputation zum General- - - L*UV-L'VULUB "AZWV“Püf"chä"““"*WélckLüs * die "Milizerr «die “Sckzliisfel' zur Kirche Übergeben hatten *- degeben und daß derselbe eine Untersuchung des Vorfalls zugesagt habe.
Skutari, 7. Januar. Dem „Pest. L.“ wird von hie gerneldet: Moukhtar Pascha verständigte die aibanesische Liga von der neuerlichen Proklamation der Pforte an die Bewohner von Gusinje. Jussuf Bey, Chef der Liga, er- klärte darauf, daß die Liga bei ihrem friiheren Beschluß be- harren und freiwillig keinen Theil Albaniens abtreten werde. Moukhtar Pascha sandte 4 Tabors Redifs südlich von Kalkan- delen um die Zuzüge nach Gus in je zu verhindern. Die Be- völkerung Plawch weist den Auswanderung-ZvorsMag zurück. Der Pfdrtenkommissär, welcher auswanderungslustigeFamilien koxiseribirezi wollte, wurde Unter Eskorte nach Jpek gebracht. Die Sireiikriiste der Liga betragen in Plawa und Gusinje, inkl. der waffenfähigen Bevölkerung, 6500 Matm.
Serbien. Belgrad, 7. Januar. (Vest. L.) Die Verhandlungen zwischen dem österreichisch : ungarischen Vertreter Baron Herbert und Ristics bieten Aussichten für die Erzielung eines Einverständnisses in der Eisenbahnfrage, Der Abschluß der, diesbezüglichen Konvention diirfte sicherem Vernehmen nach nicht „hier, sondern in Wien erfolgen, zu welchem Zwecke, der Minister zur DisPosition, Maries “' näch- stens stel) dorthin begeben wird. Gestern wurde die S kurzsch- tina bis zum 14. d. vertagt.
Amerika. Washington, 8. Januar. (W. T. B.) Im Nep_ras entantenbaus e wurden Vorlagen eingebracht, wonach fur Eisenerze Zollfreiheit gewährt, fiir Brucheisen eine Steuer von 3, fiir Stthschienen eine solche von 10 Dollars pro Tonne festgeseßt, die Steuer auf baumwollene Garne aber um 25 Proz. und diejenige auf Leinenfabrikate um 10 Proz. er öht werden soll. ' New- ork,_ 8. Jgnuar, (W. T. V.) In der heutigen Sißung der Legislatipe des Staates Maine nahmen die Republikaner ihre 'Siße ein, doch weigerte sich der Präsident des Senats, welcher bis zur Wahl des Nachfolgers (Harcelons, dessen Amtsdauergestern um Mitternacht abgelaufen ist, als Gouverneizr fringtrt, die Mandate der Republikaner vor Fest- steüung seiner Machtbefngniffe zu verificiren.
Reichstags-Angelegenheiten.
Trier, 9. Januar. (W. T. V.) Nach amtlicher Zählung winden bet der am 5. d. M. im hiesigen ]. Wahlkreise (Prüm, Btiiburg', 'Daun) stattgehabten Ersatzwabl zum Reichstage 14 364 gulttae Stimmen abgegeben, wovon 14091 Stimmen Frhr. vpn Schorleuier, Landratk) a. D. zu Vahr bei Quakenbrück, er- hielt. Derselbe tft somit gewählt.
Statistische Nachrichten.
Nach Mittheilung des statistischen Bureaus der Stadt Berlin find bet den hiesigen Standesämtern in der Woche vom 28. Dezember [Zis inkl. 3. Januar cr. zur Anmeldung ge- kommen: 173 Eheschließungen, 954 Lebendgeborene, 40 Todtgeborene, 506 Sterbefälle.
- (Allg. Corr.) Den Statistiken des „Bureau Veritas“ zufolge haben" wahrend des Monats November V. I. folgende Schiffsunfalle stattgefunden: (Es gingen 130 Sccielschiffe zu Grunde, und zwar 43 englische, 17 deutsche, 12 amerikanische, 12 franzofisch'e, „11,norwegische, „9 niederländische, 7 schwedische, 6 dä- nische, 4 italiemiébe, 2 griechische, 2 rortu iefifcbe, 1 österreichisches, und 4, deren Nationalität unbekannt it. Ferner scheiterten 18 Dawpfer, darunter 13 "englische, 2 spanische, 1 deutscher, 1 ameri- kanischer und 1 nicderlandischer, und zWei werden vermißt.
Kunst, Wiffenfrhaft und Literatur.
Kirchhoff & Wigand in Leipzi haben soeben die Kataloge Nr. 570-573 ihres antiquarisgckyen Bücherlaaers auSgeqeben. Nr. 5707572 enthalten die Bibliothek des Ober- AypellationsgertcbtsxPrasidetrten' Hr. Agath.Wunderlich in Lübeck und bringen 3 V"erz„-ichmffe von juristischen Werken. Das erste derselben, Nr. 570, fuhr? in 4135 Nrn. Schriften über Jurisprudenz im All- gememen und uber die verschiedenen Zweige derselben, mit Ausschluß von andels- und Krimnzalrecbt, auf; das zweite, Nr. 571, in 832 rn. ein Verzeichmß von Schriften, betreffend Handels-, Wecbfeb, See-, Eisenbahn- und Gewerberecht, sowie den Kon- kzirsprozeß; das dritte endlich, Nr. 572, in 632 Nrn. em Verzeichniß_von „Schriften üher Kriminalrecbt. _ Katalog Nr. 573, enthalt em Verzeirbmß von 1007 Schriften aus dem Gebiete der Staats- und Kameralwissenfchasten (Staatswiffen- schaften im Allgemeinen; Staats-und Völkerrecht, Politik; National- ökonomie, Fmanz- und Sozialwiffenschaft, sowie Statistik; Verwal- tungskundek. In beiden Abtheilungen, sowohl in derjenigen, in welcher de rechtswiffenschaftlicben Werke Éusammenqesielii sind (Nr. 570-572), als in derjenigen, welche die christen über Staats- und Kameralwissenfckzanften umfaßt, finden sich viele merthvolie Schriften, theils aus alterer, theils aus neuerer und neuester Zeit;
Wie verlautet, sind *
wissenschaften, theils von Deutschland im Aligemeinen, theils ein- zelner deutscher Länder, theils anderer Staaten Europas.“ Land- und Forftwirthschaft.
L ondon. 5. anuar. (Cöln. Ztg.) Das landwirtbsckpaftlicbe Fachbldtt „Mark ane Expreß“ veröffentlicht beute 441 Ernte- berichte fiir das Jahr1879 aus den verschiedensten Theilen von England und Wales. Aus denselben geht hervor, daß in den leisten zehn Jahren, vermutblich aber schon weit länger, keine so all- gemein schlechte Ernte dagewesen ist. Was Weizen anbelangt, so berichten von 429 Bezirken nur 4 über eine Durchschniitöerntez über- schritten wurde der Durchschnitt in keinem einzigen Falle. Der Ver- lust durcb Minderertrag wird in diesem Falle, d. b. bei Weizen wie auch bei anderen Feldfrüchten, durch mangelnde Güte noch erhöht. Nur_ aus zwei Bezirken wird über mehr als eine Durchschnittsernte an Gerltefbertchtet. Hafer ist noch am leidlicbften geratben. Ebenso schlimm wie bei Halmfrücbten sieht es bei den Hülsenfrüchten: aus. Nicht in einem einzigen Falle hat der Ertrag der Erbsen den Durchschnitts- saß überstiegenz' Bohnen baden nur in sechs Fäiien mehr als den Durchschnitt geliefert. Noch trauriger siebtes mit den Wurzelfrücbten. Nunkelrüben haben nur in einem Falle über den Durchschnitt ge- liefert, und eine_Durchscbniitsernte wurde nur in fünf Prozent der aufgezeichneten Falle erreicht. Für Rüben stellt sich das Ergebniß in etwa sechs Prozent der Fälle aus den Durchschniit, in nur drei Fallen höher. Bei, Kartoffeln wird die Sache geradezu trostlos; ein Drittel der dbnebm sehr geringen Ernte war mehr als zur Hälfte vsrfau'lt, Bet der Heuernte ist der Ausfall der Menge nach nicht so erheblich, aber in der Güte ist er sehr bedeutend. Das schnell ge- wachsene Gras hat wenig Näbrkraft und ist überdics bei anhalten- dem Regen schlecht eingebracht worden.
Gemerbe und Handel.
Der Verwaltungsrat!) der hiesigen Diskonto-Gesell- schaft hat beschlossen, die AbschlagL-dividende mit 40/0 vom 15. Ja- nuar ab zur Auszahlung zu bringen.
Brüssel, „8. Januar. (W. T. B.) Nach dem Journal „Europe“ :| die Mit mehreren Finanzinstituten kontrahirte vier- pryzentige Axileil)e, im Betrage von 140 5.1)?iiiionen, nunmehr Seitens der belgischen Regierung unterzeichnet worden.
London, 7. Januar. (Allg. Corr.) Die City-Bank zahlt
Reservefond die Summe von 1000053 zu, der dadurch die Höhe von 230 000 ...-€ 'erreicbt. - Die Union-Bank bringt für das Jghr1879 eme (Gesammtdividende von 12-ZU/g zur Vertheilung und tragt außerdem einen Gewinnüberschuß von 12000 „€ auf das
Jahr 1880 über. Verkehrs-Anstalten. Lemberg", 8. Jgnuar. (W. T. B.) Der Verkehr auf der Strecke Zloczow-Podwoloczyska der Karl-Ludwigs Bahn ist wexxen Schneeverwehung eingestellt.
Berlin, den 9. Januar 1880.
Berlin, 9. Januar. In der gestrigen Sißunq der Stadt- derordn etenv ersammlung verlas der Borstever ])r. Straßmann die Antwortschreiben Sr. Majestät des Kaisers und Sr. Kaiserlichen Hoheit des Kronprinzen auf die von der Versamm- lung zum Jahreswechsel an Allerhöchst- und Höchstdenselben gerich- teten Adrefferi. _
Dieselben laufen:
Es ist Mir angenehm geWesen, die Glückwünsche der Stadtder- ordneten Meiner Haupt- und Refidenzstadi Berlin beim Antritt des neuen Jahres zu empfangen. Ich zögere nicbt, Ihnen für diese Auf- merksamkeit Meinen Dank auszusprechen. Ihre Adresse gewährt Mir wiÜkommenen Anlaß, Meiner Hoffnung bestimmten Ausdruck zu geben, es werde mit Hülfe des Allmächtigen Meinem Einfiuffe ge- lingen, dem Deutschen Reiche die Segnungen des Frieden?; zu fiebern. Das deutsche Volk wird demnach Gelegenheit finden, sicb durcb Fleiß, Sparsamkeit und redlichrs Erwerben die Voriheile eines neugehobenen Wohlstandes zu verschaffen. Es wird Mir zur Befriedigu;1g ge- reichen, wenn Ich in die Lage komme, günstige Erfolge solchen Stre- bens in rr-eiten Kreisen zu beobaehten.
Berlin, 5. Januar 1880. Wilhelm. An die Stadtverordneten i:: Berlin.
Ick danke den Stadtverordneten fiir die freundliche Zuschrift, welcbe fie bei Antritt des neuen Jahres an Mich gerichtet baden. Sie ist Mir um so willkommener gewesen, als fie den aufrichtigen Wünschen begegnet, welcbe Jch dem Wohle Berlins und seiner Bürger- schaft widme,
Berlin, 3. Jariuar 1880.
Friedrich Wilhelm, Kronprinz. An die Stadtverordneten zu Berlin.
Im Anschluß (111 die Vorlesung, welche die Versammlung unter Erheben von den Sißen anbörte, forderte der Vorsteher die Ver- sammlung auf, die'm"der Adresse ausgesprochenen Wünsche durch ein Hoch, auf Se. Maxestat den Kaiser, Se. Kaiserlickye und Königliche Hoheit deri Kronprinzen und das ganze Königliche Haus zu bekräf- tigen. Die Versammlung stimmte dreimal beqeiftert in das Hoch ein. Sodann wurden der bisherige Vorsteher ])1'. Straßmann mit 92 von 96 abgegebenen gültigen Stimmen und der bisherige Vorsteher- Stellvertreter Kommerzien-Ratk, Voligold mit 58 von 97 abgegebenen gültigen Stimmen wiedergewählt. Beide nahmen die Wahl an.
, Auf Grund des §. 2 des Geseßes über die Schonzeit des Wildes, vom 26. Februar 1870, in Verbindung mit §. 94 des Zuständigkeit-deseßes vom 26. Juli 1876, wird die Jagd auf Hasen, Auer-, Birk: und Fasanenhennen, Haselwild und Wachteln innerhalb des Regierungsbezirks Potsdam mit Ab:
[auf von Sonnabend, den 17. Januar 1880,
geschlossen, was wir hierdurch zur öffentlichen Kenntniß bringen. Potsdam, den 23. Dezember 1879.
Der BYrkE-rath.
Frhr. von chlotheim.
' Cölrr , 9. Janugr, 1 Uhr 1Min. Nachts. (Telegramm) DW englische Post vom, 8. Januar früh, planmäßig in Verviers un) 8 Uhr, 21 Minuten Abends, hat in Ostende den Anschluß mcht erreicht. Grund: Starker Nebel im Kanal. Außerdem wurde in Cöln der Anschluß an die Züge Cöln- OLnabrück und Cöln-Aschaffenburg nicht erreicht. Grund: Verspätete Abfahrt von Verviers.
Im Kunstgewerbe-Museumwräsentiren sich gegenwärtig bis zum Schluß des Monats m übersichtlicbiter Anordnung die an dieser SteÜe [Jeretts besprochenen, auf Grund des PreiSausschreibens vom 24.Iul1v. J., eixigesandten kunstgeWerblicben Konkurrenz- arbeiten, "die im Architektenbause, woselbst sie dem Publikum zuerst vorgefuhrt wiirden, während der gleichzeitigen Weihnachtsinesie kaumdie ihnen gebubrende Beachtung finden konnten. Indern wir arif diese Ausstellung ausmchrksam machen, weissen wir zugleich darauf bm, daß der naeh erfolgter ministerieller Be tätigung der zur Prä- miirung gemachten Vorschläge demnächst, wie bei den beiden voraus- gegangenen Konkurrenzen, zur Außgabe elangende „Bericht der
eine Gesäwwrdwriseüde *vvn' 1139/5761?“ "“das JUN" "1879 “uiid "f“üxjr'ihrew "
Museum “ur Verfügun steht, die aus iibrlicbe Motivirun de - troffenen zEntscheidung arbieten wird. f g 'r ge
. Die Polytechnische Gesellschaft begann aesiern Abend die Sißungen des neuen Jahres. Dem vom Vorfißenden Hrn. Veltmecer erstatreten Geschäftsbericht entnehmen wir, daß die (Ge- sellschaft zur Zeit 632 .Mitglieder zählt. Die Zahl dersclben ist auch in diesem Jahre in stetem Steigen geblieben, allein im leßten Quartal sind 20 neue Mitglieder eingetreten. Das Vermö en der Gesellschafi beläuft sich gegenwärtig auf 34 870 „M Die Geigellsckwft wird ihr diesjähriges Stiftungsfest am 21, Februar durch einen Ball im Hotel Imperial feiern.
Mit der _Yiirzlick) erschienenen Dezembernummer schließt der „Anzeiger “sur Kunde „der deutschen Vorzeit“ seinen 26. Jahrgang. „Diese leßte Nummer bringt noch einen sehr inter- effanten kulturbtstochben Beitrag zu dem Kapitel der Hexenprozesse, chu, Beck in Ulm. m Archive des _dem Frhrn. von Sternback) ac- bortgen Schlosses zu Bludenz in Vorarlberg findet sich eine Reihe vdn Hexenprozeßakten, Welche indeß blos aus dem über die Geständ- mffe der Hexen aiifgendmmenen Protokolle und dem Urtheiissprucbe hefteberi, eines eigentlichen Verhörprotokoüs aber ermangeln und ihrem ubrigen Inhalte nacb eine_große,Wabrscheinlick auf schablonen- maßi e Yehandlung aller derartigen Prozeffe Seitens des Gerichts zizru zufuhrende Aehnlichkeir unter einander aufweisen. Eines dieser Gestandmßprotoxolle wird bier dem Wortlaute nacb mitgetheilt; es datict aus der Bluthezeit, derartiger Prozeffe, dem Jahre 1597, und der Sébauplczß des traurigen Vorgangs ist die Herrschaft Son- nenberg. Von etgcnihiimlichem wirthschaftlichen Interesse ist der gngebangteAuszug aus der ansehnlichen Rechnung, welche der Vogt uber die aefuhrte „gütliche und peinliche Handlung“ und die Hinrichtung gelegt. hat. _ Weiter enthält die vorliegende Nummer zeitgenössische Aufzeichnungen übrr eine Cbristbescbeerung im Jahre 1619, einen Beitrag zu der Biographie des durch seine wertbvoÜe Reisebesibrei- bung bekannt geworderxen Nürnberger Arztes Hieronymus Yiünzer, von 01". rommann, emen anderen zur Geschichte der Haußmarken, von Dr. Ewald Wernicke u. s. w. - Die beiliegende Chronik des Germanischen Museums berichtet von zahlreichen neuen An-
neu errichtete'Handelsmuseum. Auch die kulturbistorischen Samm- lungen und die Bibliothek haben sich mannigfacber Zuwendungen un) Geschenke zn erfreuen gehabt.
Cöln, 6. Januar. (Cöln. Ztg.) Die Kommission, welckoe von dem Vorstande des Central-Dombaavereins mit dem Ankaufe von Kixnstwerken für die am 15. d. M. stattfindende Dombau- Ldtte'rte betraut war. hat ihre Thätigkeit beendet. Von den zahl- reich eingesandten Werken deutscher Künstler wurden 93 Oelgemälde, eme, Marmorgruppe u. s. w. erworben, im Ganzen 107 Kunst- aewmne, welche in den Räumlichkeiten des Kunstvereins im Museum Walraff Richarxz aUSgesieUt sind. Die auf diese Kunstwerke ver- wandte Summe „von 60 000 „7-6. rertbeilt fick) auf die Künstler der nachstehenden Stadte wie folgt: Düsseldorf 37 570, München 10 550, Berlin 3100, Cöln 2050, Hamburg 1300, Grcm§müblen 1400, Karlérube 1150 “M u. s. w.
Londorr, 7. Januar. (Allg. Corr.) Zu dem Eisenbahn- ung [„ück bet Dundee wird ferner gemeldet: Gestern wurden Wei- tere mer Leicizen aus der Tay gefischt Ulid agnokciri. Die Leichen der Opfer des traurigen Eisenbahnunglücks scheinen im Sande ganz in der Nahe der zerstörten Brücke zu stecken, und man hofft, die Mehr:,abl derselben zu bergen. Die mit der Untersuchun] der Kata- strophe beschafttgie handelSamtliche Kommission Verhörte gestern die Taucher, Welche das Wrack des Zuges unter dem Wasser erforschk baden„ und vertagte fich sodann auf unbestimmte Zeit. Die wissen- sÖaftlicixnen Experten, unter ihnen Sir T. Vouck), der Architekt der Tay-Brucke, sollen in London verhört werden. Wenn die Lage der demoltrten Brückxnpfeiler genau ermittelt sein wird, Werden sie mit- telst Dynamrt gesprengt und an die Oberfläche gezogen werden.
In Madrid Hai am 3. d. M. auf dem St. Annenplaiz die Enthullung eines, daselbst anfgesteUten Calderon-Denkmals stattgefunden. Bet der Feierlichkeit waren der Gemeinderatl), der Direktor der Akademie der schönen Künste, Vertreter von Vereinen und der Presse, sowie der Schöpfer des Standbildes, Hr. Figueras, :ugegen. Das letztere isi jehr schön modellirt: es steiit Calderon siHCrid urid auf seinen Knien ein Buch haltend dar, die Fama zu seiner Seite. Am Piedestal sind, ebenfalls in Bronze modellirt, Szenen aus des Dichters Werken zu sehen, nämlich: „Das Leben ein Traum“, .Der Bürgermeister von Zalamea“, „Der Versteckte und die Vermummte', sowie eine Allegorie aus seinen „Heilige Handlungen“.
' Jm Bellealliance-Theater _smdet morgen, Sonnabend, eme Extra-Vorstellung zum Besten der Rorbleidenden in Oberi chlesien statt. Zur Aufführung gelangt das mit so außerordentlichem Beifall aufgenommene Repertoirestück: „Der Rattenfanger von Hameln“, welches an diesem Tage zum 35. Male gegeben wird. Um das Interesse für diese Vorstellun zu erhöhen, werden im 6ten Bilde des Stückes 4 neue lebende ilder gestellt, urid zwar „Frühling, Sommer, Herbst und Winter“. Den Noth- leidenden sou die ganze Einnahme zu Theil werden.
Die Herren Scharwenka, Holländer und Grünfeld ver- axsiglteten gestern im Saale der Sing-Akademie ihr zweires dies- jahrtges Concert. Das Programm bot als erste Nummer ein Trio für Pianoforte, Violine undVioloncell von Hans Huber, eine inter- essante Arbeit von schöner Klangwirkung, Welche von den Concert- Ybern in vdrtrefflicher Weise zu (Gehör gebracht wurde und lebhaften 5 eifall „erzielte. Hr. Scharwdenka trug später noch zwei kleinere Stucke eigener Kompqfitcon, e1n_ Menuett und eine Polonaise, vor urid bchwahrie fich hterdurck) wiederum ebenso als Komponist von femern (Geschmack und_kunstleri1cher Empfindung wie als Meister im Klavrerspiel. Hr. Hollander erwarb sich ailseitige Anerkeununq durch den sehr gelungenen Vortrag einer Rhapsodie von Alex. Böhmer und eines BachantinnentanÉes von Urban, während Hr. Grünfeld im weiteren Verlaufe des ,oncertes eine Romanze von H. Hofmann und die zweite Gavotte von Popper mit dem günstigsten Erfolge zu Gehör brachte. Zwischen den Jnstrumenialvorträgen sang Frl. Elisabeth Schar- wenka zuersi die Scene aus Gounods „Margareibe“, in welche das Lied .Es wczr em König yon Thule" und die Sckomuckarie eingefügt ist, und Water noch drei Lieder von A. (Grünfeld, Wiierst und Kleffel. Dv: Wahl der ersteren Nummer kann als keine glückliche bezeichnet werden; dergleichen STücke gehören auf die Bühne und i'önnen nicht obne Nachtbeil in den Concertsaal verpflanzt werden. Eine viel Zünftigere Wirkung erzielte Frl. Scharwenka mit dem Vortrage der
ieder; hier kamen ihre klangvolle Stimme und die vor-
ziißlicbe musikalische Ausbildung, sowie die verständniß- vo e Vortraaswetse zu voller Wirkung und fanden warme An- erkennung. Nur läßt es die junge Sängerin noch in etwas an dem rechten Haushalten mit ihren Stimmmitteln fehlen. Den Schluß des Concertes bildete eine Serenade für Pianoforte, Klarinette und Violoncell von E. Hartmann, bei derem Vortraae die Herren Schar- wenka und“ Grünfeld von dem Hrn. Kammermufikris Hull) sehr wirk- sam unterstützt wurden.
Redacteur: J. B.." Riedel.
Verlag der Expedition (Kessel). Druck: W. ElSrrer. Drei Beilagen
Berlin:
dieselben betreffen das Rechtswesen bezw. die Staats- und Kameral-
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Beurth.ilungskommission“, der den Jntere enten im Kunstgewerbe-
(oinscbließlich Börsen-Beilage).
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Erste B
eilage
zum Deutschen Reichs-Llnzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.
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ir- „ ß? Inserriie Für den DeUIiäpen Reichs- u. Königl. Preuß. E-xakIéZ-ÄUZÜM! urid 1745 (Zeniral-Handels- register rziwrxxr a:».r “di“.- 111521111143? Expediridu
drr: Deutsüzm Keichx5*2§.nzeiizer5 und Königlich prenßisrhen MaatZ-Anzeigers: Berlin, 8. 77, Wilhelm-Straße Nr. 82. R
, 816011576816 "„U-1 17urersiieiiUUJ8-Zaobsrz. . Zixdiragerrriorrßzi, 15.-:::«6018, ?orwäuugeu a. äsrgi. . Uerkäut'ch-rpaobrnngsn, Lubmisajsusn sw. . 781'1008MZ, Imorrjsarion, JMMUWUJ R n. a. 77. 7071 6116116101181; kapiers»
Oeffentlicher Anzeiger.
5. [UÜUZÜÜSUQ Ißairiisßsmßrns.
6. "sekrebjsäsno ZeixaUUrUrri-odurrgßrr, 7. hirsmrjaods Weisen.
1589.
99.117115:de uw] Srosakxwädi. & V
8. Meader-Wsjgan.
ck [U (181- Börsenr- 9. kawüjsu-Uaabriobdsu.
dsüags.
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Iuserate nehmen an: die Annoncen-Expeditiorren des „Invalideudrm “. Rudolf Mosse, Haasenßriy
agiler, G. L. Daulse & Co., E. Sckjlotke,
Büttner & Winter, sowie alle iibrigen größeren
Annoncen-Bureans. „-*-r*;
Steckbriefe und Untersuchungs = Sachen.
571 ' [ Die Strafvollstrecknngs-Requifition wii)“ den Militärpflichtigen, Schuster Peter Konrad Bottckier aus Tönning u. Gen. (Nr. 295 de? Deutschen Reichs-Anzeigers von 1877) wird hierdurch er- neuert. ()(11. 75/77 8.) JlenSburg, den 30. Dezember 1879. Königliche StaatSanwaltschaft.
570 _ [Ole Strafvollstreckungs-Reqnisiiion wider den Militärpflichtigen Johann Detlef Metzger rms Neuberend u. Gen. (Nr. 11 derDeutschen Reichs- Anzeigers von 1879) wird hierdurch erneuert.
(Aktenz. )(11. 122/77 8.) Königliche StaaLSanwaltsckyast.
567 [ Dir Wehrmann Friedrich August Kellerstvon Jessen, geioren am 4. Marz 1839, evangelncber Konfession, jetzt in unbekannter Abwesenheit lebend, wird beschuldigt, als Wehrmarin dcr Landwehr ohne Erlaubnis; ausgewandert zu sem, (ZHW vori der be- , vorstehenden Außwanderunq der Mtlrtarbehorde An- zeige erstattet zu haben, Ueberirewng gegen §. 360 Nr. 3 des Strafgeseßbucbs. " '
Derselbe wbirdsaßisft Anfordnung des Komglichen Amts ericbts ier e: an
de?! 23. Miirz 1880, Vormittags 9 Uhr, -vor das KönZgliéle Schökfedrigertcht hier, Rathhaus, ur au tver an ung ge a en, , z BZ iénenischuldigtrm Ausbleiben wird derselbe aiif Grund der nach §.472 der Strafprozeßordnung Von der Königlichen Regierqng zu Merseburg aus- gestellten Erklärung verurtheilt werden.
Jessen, den 19. Dezember 1879.
Edler, Aktuar,
i. V., Gerickyissclyreiber des Königlichen Amtsgerichts.
Subhastationen, Aufgebote, Vor- ladungen und dergl.
Verkaufstmxrigc und Edictalladung,
In Sachen des Bürgers Heine Jacobsqhn zu Steyerberg, Gläubigers, gegen den Brinksißer Carl Gohde zu Pennigsebl, Schuldner, wegen Forderurig , sollen im Wege der Zwangsvoll- streckung: ,
1) die zu Penmgsebl unter Nr. 22 belegene BlrinksißersteUe des Schuldners nebst Zu- be Zr,
2) die unter Artikel Nr. 22 der Grundsteuer- Mutterrolle von Pennigfebl beschriebenen, zur Gesammtgröße von 4 da 88 u- 56 qm vermeffenen (Grundstücke
in dem auf; Donnerstag, 26. Februar 1880, Morgens 10 Uhr. an der Gerichtssielle anberaumren Termine öffent- lich gegen Meistgebot veräußert werden. '
Zugleich werden alle, welche an den befrhriehenen un eweglicben Gegenständen Eigenthumsq Naber-, lebnrecdtiiche, fideikommiiiariiche, Pfand- imd andere dingliche Rechte, insbesondere auch Servituten und Realbercchtigungen zu haben vermeinen, zur An- meldung solcher Rechte im oben anberaumten Ter; mine unter der Rechtsverwarnung Vorgeladeti, dax; für den fich nicht Meldenden im Verhaltnis; zum neuen ErWerber das Recht verloren geht.
Der demnächstige Ausschlußbescheid soll nur an die Gerichtstafel angeschlagen werden.
Nienburg, den 6. Januar 1880.
Königliches Amtsgericht. v. Hinüber.
[562] Verkanf und Aufgebot.
In Zwangsvolistreckungssackocn der Braunschweig- Hannoverscben Hypothekenbank zu Hannover, Glau- bigerin, wider den Gastwirtb Conrad Ernst Tim- mermann in Altona, Yßt in Hawhurg, in vater- licher (Hewalt seines obnes William Louis Jo- hannes Timmermann, Sébaldner, wegen Forderung, soll auf Antrag der Gläubigerin das Wohnwesen des Schuldners zu (Grobn Nr. 167
am 13. April 1880, Morgens 10 Uhr, auf hiesiger Gerichtsstube verkauft werden,
Das Wohnwesen besteht aus einem Wobnhause mit Stallgebäude, Kegelbahn und HauSgarten, und Weide, Ackerland und Garten in der Feldmark Grohn, Artikel Nr. 155, Kartenblatt ], Parzelle 1-5 und 24, groß 98 a 41 qm, und in Ackerland und ,Wiese in der eldmark Schönebeck Artikel Nr. Y, Kartenblatt 1, arzelie 140 und 142, groß 48 3
qm.
Alle, welcbe an dem gedachten Wobnwesen Ei en- tbums-, Näher-, lehnrecbtlicbe, fideikommiffari che, Pfand- und andere dingliche Rechte, insbesondere auch Servituten und Realberechtigungen zu haben vermeinen, werden zrr Anmeldung derselben in die obige Siizung unter dem Rechtßnacbtheile hierdurch
eladen, daß für den sich nicht Meldenden im Ver-
altniffe zum neuen Erwerber das Recht ver- loren gebt.
Lesum, den 2. Januar 1880.
[564 x
* Marie Magdalene, geb. Rohloff, zu Berlin, Nau-
l605] Oeffentliche Ztistellung.
Der Uhrmacher Ladislaus Zivolski hier, ver- treten durch den Rechtsanwalt Dr. SeÜo bier, klagt gegen seine in unbekannter AbwesenheitKlebende Ebe- frau Amanda Wilhelmine, geb. Kibri, wegen böslirher Verlaffnng, mit dem Antrage auf Ehe- schcidung, die Beklagte für den allem schuldtgen Theil zu erklären und zur Herausgabe des 4. Theiles ihres Vermögens als Ehescheidungsstrafe_zu 'ver- urtheilen und ladet die Beklagte zur mundltrhen Verhandlung des Rechisstreits vor die 13.641311- kammer des Königlichen Landgerichts 1. zu Berlin auf den 5. Juni 1880, Naäpmittags 1 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Ge- richte zugelassenen Anwalt zu bestellen. ,
Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser AUqug***der*-Klage !):käNND-«MQW. - . Berlin, den 6. Januar 1880.
Buchmald, ' Gerichtsscbreiber des Königlichen Landgericlyis 1., 13. Civilkammer.
[588] Oeffentlicije Zustellurxg. Die Ehefrau des Schiffers Carl Bastian, Ida
nynstraße 23 hat am 2. September 1879 gegen ihren zuletzt in PölilZ wobnbaften Ehemann, dessen zeitiger Aufenthalt unbekannt ist, wegen bösltcher V“rlaffung mit dern Anfrage auf Trennung der Ehe und Erklärung des beklagten Ehemanns fur den allein schuldigen Theil Klage erhqben. _, Dcr Verklagie, Schiffer Carl Bastian, fruher zu Pöliß, wird daher zur Klagebeantworiung und zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits, vor die 1. Civilkammer des Königlichen Landgerichts zu Stettin, Sißungssaal Nr, 27, auf den 13. April 1880, Vormittags 9 Uhr, unter der Verwarnung vorgeladen, daß bei seinem Ausbleiben die bösliwe Verlaffung für dargethan angenommen, auf Trennung der Ehe erkannt imd der ausbleibende Ehegatte für den allein schuldigen Theil erklärt werden wird. Stettin, den 19. Dezember 1879.
Königliches Landgericht.
Civilkammer 1.
Oeffentliche Zustellung.
Die geschäftslose Wilhelmine Büscher zu Kreck- Hausen, Bürgermeisterei Haan, vertrexen durcb Rechts- anwalt ran Werden, klagt gegen ihren Ehemann, den Ackerer Friedrich Kaiser, früher zu Wehrwoif, Gemeinde Dorp, wohnhaft gewe1en, jetzt ohne be- kannten Wohn- und Anfenidaltsort, auf Ehekrbei-
[597]
dung, und ladet den Beklagien zur ' münd ichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die 1. Civil- kammer des Königlichen Landgerichts zu Elberfeld auf den 8. März 1880, Vermittags 9 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Ge- richte zuaelaffenen Anwalt zu bestellen. , '
Zum Zwecke der öffenilichen Zusteliung wird dieser Auqug der Klage bekannt gemacht.
Jansen, , , Gerichtsschreiber des Königlichen Landgerichts.
[574] _ Oeffentliche Zustellung.
1) Der Hotelbesiyer Carl Mäder zu Berlin, _für fich und als GcneraidevoümäÖttgter seiner Brüder: "
3. des Kaufmanns Julius Mader, ' b. stdfrüberen Hoteldesißers, jexzt Kochs Friß * (1 er,
2) die Ehefrau des Konservefabrikantcn Cb. Hanus, Marie, gel). Yiäder, zu Brlm, _ ' '
vertreten durch den Rechtsanwalt Dr. _]ur. Witting
hierfelbst, klagen
gegen ' die Erben der Ehefrau des Bau mers Eduard Bremer, Mathilde, geb. Mäder, zu" eesen, als:, 1) deren genannten Ebemany, fur sick,» urid m väterlicher GeWalt seiner mmderjahrigen Kinder:
. Alma Bremer,
. Rudolf Bremer,
. Willi Bremer,
. Otto Bremer,
. Adolf Bremer,
. Frida Bremer, sämmtlich zu Seesen, _ 2) deren Sohn Karl Bremer, nach Amerika aus- gewandert, 3) deren Tochter, die Ehefrau des Lehrers 131". Röttscber, Luise, geb. Bremer, zu Hildesheim,
wegen
pflichtwidriger Schenkung, mit dem Anfrage auf Verurtbeilunq der Beklagten zur Zahlung von 421.74 87 „Z nebst 59/0 Verzugs- zinsen von Zusteüung der Klage an, und laden den Mitbeklagten Carl Bremer, dessen Aufenthalt un- bekannt, zur mündlichen Verhandlung des Rechts- streits vor die Civilkammer des Herzoglichen Laird- gerichts zu Holzminden auf . den 12. Marz1880, Vormittags 10 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Ge- richte zugelassenen Anwalt zu bestellen. Zum Zwecke der öffentlichen Zusieliung wird dieser Auözug der Klage bekannt gemacht.
Holzminden, den 5. Januar 1880. " L. Sporleder, Landgerichtß-Sekretar,
[“NO-«Oeffentliche Ladung.
Heinrich Herrmann von aufgefordert, sich auf die Bebxuptunq der Wittwe des Georg Wenz, gel). Eidam, in Roth für _sicb und als Vormünderin ihrer minderjährigen Kin- der die Grundstücke der Gemarkung Roth, Karten- blatt 6 Nr. 207 auf'm Mühlenstüci 1 Ar 73 Qu.- Meter und Nr. 208 deSgl. 7 Ar 1 Qu-Mcter, durcb Verjährung zu Eigentbum erworben zu haben, im Termin den 12. 10 Uhr, daß die Eigenthumöaniprüche der Wittwe Wenz und deren Kinder für begründet erkannt werden.
[473]
borcne “Miiller, zu Gera, Rechtsanwalt Barthel, klagt gegen ihren Ehemann, den Zimmergesellen Karl Friedrich Wilhelm Seidemann, früher zu Gera, jetzt unbekannten Aufenthaltes, Wegen Heimlicher Verlaffunq, mit dem Anfrage auf Ehescheidung und Verurtbeilung des Beklagten zu den Prozeßkostea, und ladet den Be-
Landgerichts zu (Gera, Schloßstraße Nr. 23, ]. Treppe
Die Rechtsiiachfolger des gestorbenen Johann Nieder-Weimar werden
Februar 1880, Vormittags unter dem Rechtßnacdtheil zu erklären,
Fronhausen, den 31. Dezember 1879. Königliches Amtögericht. , . ., Luxery... .„ .. Gerichtsschreiber. Oeffentliche Zustellung. Anna Marie, verehelickxte Seidemann. ge- vertreten durch den
klagten zur mündlichen Verhandlung des Rechts- streits vor die 1. Civilkammer des gemänschaftlichen
bock), Zimmer Nr. 7, auf den 6. April 1880, Vormittags 10 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Gerichte zugelassenen Anwalt zu bestellen. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Außzug der Klage bekannt gemacht. Zur Beglaubigung: Affeffor Oeckler, Gerichts- schrciber des gemeinickxastlickoen Landgerichts.
1604] Oeffentiiche Zustellung.
Das k. Landgeriébt München 1., Kammer 1. für Handelssaäyexi, hat mit Beschluß vom 30. Dezem- ber [. I. die öffenilicbe Zustellurrg der von dem Malzfabrikanten Friedrich'HusZ m (Günzenhgusen gegen den vormaligen Bierbrauer Xaver Nteder- maier in Stirn bei Pleinfeld nun unbekannten“ Aufenthalts wegen Forderung zii 3290 «74 14 «5 gestellien Klage bewilligt und irt zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreiirs vor der Kammer 1. für Handelssachen am k. Landgerichte München 1.
Termin bestimmt auf "
Dienstag, den 2. Marz 1880, Vormittags 9 Uhr, im Sitzungsfaale 41/1. Inhaltlich der Klagsckxrift bat vorwürfige Forde- rung in einem Malz-Kaufgeschäfte ihren Grund und geht der Schlußantrag dahin: den Beklagten zur Zahlung von 3292 „M 14 «Z Hauptsache sammt 60/0 Verzugßzirseri aus den einzelnen Lieferungsbeträgen, soww zur Kostentragung zu v.rurtl)eilen. Des Weiteren ist in der Klaße z'ur Kompetenz- begründung unter Vorlage der bezuglrchen Urkunden auf eine Vorsichtspfändung Bezug genommetx, Welche zu Gunsten obiger Forderung vom Kluger am 6. d. M. erwirkt und am 8. d. M. an bierorts verwahrten Mobilien des Beklagten, insbesondere an 4Ballen Hopfen zum Schäßungswerthe von 2000 «M, voÜzogen wurde. . Es ergeht an den Beklagten die Aufforderung, einen Anwalt aus der Zahl der am Prozeßgerichte zugelassenen RechtSanwälie zu bestellen und durch denselben am obigen Termine zu ericheinen. Miinchen, den 31. Dezember 1879. Der kgl. Ober-Gerichtsscbreiber: Müller.
[584] Oeffentliche Zustellung. Die Bauersfrau Margarethe Elisabethe Möller zu Gumpelstadt, vertreten durch den Rechts- anwalt 1)r. Dittmar bier, klagt geJen ihren Ehe- mann Caspar Carl Möller in un ekannter Ferne, wegen böslicher Verlaffung, mix dem Anfrage auf Trennung der unter dem 30. Marz 1869 geschlossenen Ehe und Gestattung der Eingebung einer ander- weiten Ehe, und ladet den Beklagten zur,münd- lichen Verhandlung des Rechxsstretts_v„oc die erste Civilkammer des Landgerichts zu Meiningen auf den 1. April 1880, Vdrmitta s 9 Uhr, mit der Aufforderuug, einen ber _dem ge achten Ge- richte zu elasienen Anwalt zu bestellen. ' ' Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung Wird dre- ser Auqug der Klage bekannt emacbt. Meiningen, den 18. Dezem er 1879. Brückner, , Gerichtsschreiber des Landgerichts, Cwilkammer 1.
[606] Zustellung unt Ladung.
Zufolgc __eines auf desfallsiges Gesuch am 18. De- zember abyin gefaßten, die öffentliche Zustellung bewilligenden Beschlusses des K. Landgerichts Fran- kenthal wird hiermit ' „ '
in Sachen Elise Peil, Spezeretbandlerm, zu Mutterstadt wohnhaft, Ehefrau von Jakob Roe- der, Buchbinder, früher zu Mutterstadr wohnhaft, zur Zeit obne bekannten Aufenthaltsort in Amerika adWesend, Klägerin, durch den zu Frankenthal wohn- baften K. Advokat-Anwals Max Hecht vertreten,
heftung einer beglaubigten Absébrift der Klageschrift an die Gerichtstafel und Einrückung in-den, Reichs- Anzeiger und den Pfälzischen Kurier _(m reßtearem wiederholt) zugestellt und der Veklagre zizr mund- licben Verhandlung dieser Klage in dre hierzu an- beraumte Sißung des K.".l. Landgerichts Franken- thal vom Mittwoch den 21. April 1880,_des Vor- „; . . , Mirrags Um--9«Ubr,«gelade-n-«mit -d-.*-r- WUFOTFWUKF, „ .. - ., „ .. ..
Zeit ohne bekannten Aufenthaltßort in Amerika ab- Wesend, Beklagten,
dem genannten Beklagten Roeder die gegen den-
selben zum K [. Landgerichte Frankenthal erbob'etze Klage auf E esckjeidung wegen schwerer Beleidi- gung durch böswilliges Verlassen mit dem gesieÜt-rn Anfrage: .Es gefalie dem Kgl. Landgerichte, die „zwischen der Klägerin und dem Beklagten bestehende „Che für geschieden zu erklären und dem Beklagten
die Prozeßkosten zur Last zu legen" mittelst An-
einen an diesem Gerich1e zugelassenen Rechtsanwalt zu bestelXen. Frankenthal, den 5. Januar 1880.
Der K. Obergerichtschreiber.
[561] AuLzug. Pbilomene Forster, Ehefrau von CamiÜeSckyweriZ, Angestellter an der Eisenbahn Paris-Orleans, und dieser letztere zusammen in Paris wobnend, Franz Joseph Goepfert, Sohn, gro jahrig, 761111886111" eu 1118115165 zu Paris, Maria orster, Ehefrau des Weinhändlers Andreas ipper, und dieser keßiere zUsammen zu Paris, Jidor Arnicot, Säger & la Toulliére, Gemeinde Charmoilie (Séhweiz), ver- treten durch Rechtßanwalt Couchepin, klagen gegen 1) Franz Joseph Goepfert, Vater, SurveiÜant in Paris, 2) Michael Brigner, Ofenfabrikant in Paris, und gegen
Ludwig Forster, nach Amerika ausgewandert, zur Zeit ohne bekannren Wohnort, ' anf Theilung und Au§einanderse ung der. zwischen den verlebten Eheleuten Joseph Zrster, im Leben (Gendarm in Pfirt, und Therese Schmitt bestande- nen Gütergemeinsckoaft und stellen den Antrag, die Versteigerung der aus dieser Gemeinschaft herruh- renden Güter zu verordnen und zu verfgéen, daß der Erlös unter den Berbeiligten im Verha tniffe ihrer Rechtßansprücbe vertbeilt werde. „ Sie laden den beklagten Ludwig Forster ziir mynd- lichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die szl- kammer des Kaiserlichen Landgerichts zu Mul- hausen i. E. „ auf den 30. Marz 1880, Vormittags 9 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Ge- richte zugelassenen Anwalt zulesteileü.
um Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieZer AUSng der KlaYtbeklannt gemacht.
1:
Landgerichts-Éekretär. *
[576] AuSzug. Durcks Uribeil des Kais. Lar-dqerirbtß Mül- hausen i. E. vom 24. Dezember 1879 ist ziviswea Maria Anna Leistensthueider und deren Ebe- mann Didier Bähr, Kupfersihmied, zusammen zu Ober-Aspacb wohnend, die Gütertrennung ausge- sproében worden. Mülhausen, den 6. Januar 1880.
Der Landgerichts-Sekretär.
Stahl.
[500] MM,
Der ReÖLSanwalt ])r. Wiener als Bevollmäch- tigter der geschiedenen Ehefrau des Grundsißers Friedrich Stolze, Dorothee, geb. Fettback, zu Basie, hat das Aufgebot eines für seine Auftraggeberin iiber eine im Grundbuche von Arensberg Bd. 11. Bl. Nr. 82, 111. Abtheilung sub Nr. 3 ein etra- gene IÜatenfordernng vori 400 Thlr. gebideten Hypothekeninstruments, welches angeblich verloren gegangen ist, beantragt. Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, spateitens in dem auf
den 28. April 1880, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeiébveten Geriehte anberaumten Auf- ebotstermine seine Rechte anzumelden und die Ur- ?unde vorzulegen, widrigenfaUs die Kraftsoßerklarung der Urkunde erfolgen wird.
BiSmark, den 2. Januar 1880.
Königliches Amtsgericht. Heine.
[575] Aufgebot.
Nr. 9384. Der Armenfond Winterberck) hat das Aufgebot des von der Sparkasse querercb auf ge- nannten Jud außgestellten Sparbucblems Nr. 234 über ein utbaben von 456 „M 52 45 sammt lau- fenden 7Yinxen beantragt. _, , '
Der 11 aber genannten Sparbuchlems wird in Folge desien aufgefordert, spätestens in dem auf
Donnerstag, den 26. ebrnar 1880, Vormitta ; Uhr, vor dem unterzeichneten ericbt bestimmten AuTge- botstermin seine Rechte anzumelden und das Buch- lein vorzule en, widrigenfails diese Urkunde für kraftlos erkl rt wird.
Oberkirtl), den 18. Dezember 1879.
Großb. Amthericbt. Der Gerichtßscbreiber: Rittelmamt.
gegen ihren genannten Ehemann Jakob Roeder,
Köni liebes Amtögeri t. g Aditkes. ck
Gerichtsichreibcr des Herzoglichen Landgerichts.
Buchbinder, früher zu Mutterstadt wohnhaft, zur