1880 / 10 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 13 Jan 1880 18:00:01 GMT) scan diff

! ck! Inserate nehme:: an: die Annouceu-Expxditionea dds „Juvalidmdauk“, Rudolf Mosse, Haastnüein & Vogler, G. L. Daub: & Co., E. Eckwkte, Büxkuer &. Winter, iowie alle übrigen gtxößerea

Oeffentlicher Anzeiger.

5. 1581111146111; Wbljusmonu, kabriksu uncl Etoubanclsl. 6. ?araobjaäano Zokanndmaabaxxxon.

Erste Beiiage

NK ck Inserate für den Deutschen Reichs- u. Kömsl. PöMß. Staats-Anzeiaer und das Central-Handels- . register nimmt an: die Königliche Expedition 1. Idsokbnsks nnä qusnuobW-I-obso-

n ' ! de- BkUtsÜkU WÜMZÜIW Md Königlith .o- IUbba-IWUÜQLU, QkaÜ-Ü, YGk-QÜÜKJÜU

kreußis-heu Staats-Auzeigers: Berlin, 8. ". Wilhelmstraße N:. 82. .

u. tisrxL.

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8, L'bszßsr-Woigon. [ Ln (Lor 1361-1014-

UWUTZU-VUMEUS- “ck

doüags.

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Subhastationen, Auf ebote, Vor- ladungen und ergl.

Subhastations-Putent

Mit Aufgebot. In Sachen dks Gastwirtbs Garrels zu Holien und des Auk- tionators Heimann zu Velde

d R P wider Kl R ls

en „an enning zu . eme [011 'da- dem [eßteren aebörsnde, in Bd.2 Blatt'77 Grundbuchs von Kl. Remels rcgtstrtrie Jmmoknle, ein zwischen Albartus und BMW belegenes und mit einem Hause bebautes Kolonat von 3 119. 27 a 54 [Im Größe, im Wege der Zwangsvollstreckung öffentlich meistbietend verkauft werden.

Termin dazu steht auf "

Montag, den 8. Marz d. J., Vormiitags' 11 Uhr, im WirthShause des Lüke Peters zu Klein- Remels an und WWW zu solchem Kauflustige sich einfinden. '

Zugleich werden AlLe, welche an dieses Jmmodike Eigentbums-, Näher-, lehnrechtliche, fideikdmmma- rische, Pfand- und andere dingliche Recht?, insbeson- dere aucb Servituten und Realbnechtrgungen zu baden vermeinen, aufgefordert, dieserhalb Meldung bis zum obigen Tdrmin zu machen, widrigenfalls diese Rechte im Verhältnis; zum neuen CrWerber verloren gehen.

Leer, drm 6. Januar 1880.

Königliches Amthericht 1.

[938]

[950] Oeffentliche antellun „. Die Maria Elisabetha, geb. Jßft, ohne Ge- werbe, zu Worms wohnhaft, vertreten durch Rechts- anwalt Daudistel, klagt gegen ihren _Ehemann Karl Haas, früher Fabrikarbeiter, in Worms wohnhaft, dermalen ohne bekannten Aufenthal'i, Wegen Ehesckniöung mit dem Antrage auf Auflo- sung der zwischen ihr und dem Beklagten bestehen- den Ehe und Verurtbeilung des [eßteretz zu, den Kosten, und ladet den Beklagten zur mundltch'en Verhandlung des ReÖtSstreits vor die zweite Civil- kammer des Gwßh. Landgerichts zu Mainz auf den 20. März 1880, Vormittags 9 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Ge- richte zugelassenen Anwalt zu besteÜen. , Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dte- fe: Außzug der Klage bekannt gemacht.

Moyat, , ' Gexichtsschreiber dcs (Großherzoglichen Landgerichts.

[948] Oeffentliche Znsteüung.

Die zum Armenreéhte belassene Ehefrau des Tagelöhners Thomas Dorf, Anna Maria, eboreue Lejeune, zu Cöln, verxreterx durch den Re Wan'walt Neuß, klagt gegen die Louije, geb. Schoen, Wittwe Jritslh, früher zu Cöln, jetzt ohne bekannten 31139511- und AufentbaitSort, in Verbindung mit den ubrigxn Erben des verstorbeneii Mietbkutschers Franz Wll- helm Schoen, zeitlebens zu Aachen, mit dem An- trage auf Wiederaufnahme einer im, Jahre 1835 bei der 11. Civilkammer hiesigen Königlichen Land- gerichts anhängig gemachten Klaae, 11111 der Vor- ladung, binnen der gesetzlichen Frist, durcb AnWalt vertrejen, beim Königlicken Landgerichte hierselbst zu erscheinen.

Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Aussug der Klage bekannt gemacht.

Aachen, den 9. Januar 1880.

Bewer, Gerichtsscbreiber des Königlichen Landgerichts.

[927] Oeffentliche Zustellung.

Die Frau Johanna , ischer , geb. Kuttner, früher verwitiwet getve ene Hasckjke, ehemals zu Münsterberg, jeyt zu Frankenstein wohnhaft, Ver- jreten durch den Königlichen Justiz-Rath Faffong zu Frankenstein, klagt aegen den vormaligen Gast- hobeesiher Iulius Jisckjer, zuleyt in Bürger- bezirk bei Münsterberg Wohnhaft,

auf Ehescheidung mit dem Anfrage: das zwischen ihr und ihrem Ebemanne Julius Fischer bisher bestandene Band der Ehe zu trennen, ihren Ehemann für den aUein schul- digen Theil und als solchen für schuldig zu erachten, den vierten Theil seines Vermögens ihr als Ehescheidungsstrafe berauözugebeu, vnd ladet den Beklagten zur Znündlichen Verhand- lung des Rechtsstreits vor dre Civilkammer des Königlichen Landgerichts zu (Glatz den 8. März 1880, Vormittags 9 U r.

Der vorstehende AUSng wird dem dem ufent- batte nacb unbekannten vormaligen Gasthofé'befitzer Iulius Fischer öffentlich zugestellt.

Glatz, den 31. Dezember 1879.

Langer, Gerichtsschreiber am Königiichen Landgericht.

[957] Oeffentliche Zustellung.

Der Kaufmann S. Kastner zu „PoUnow klagt gegen den Steuermann Carl Kltßke früher zu PoUnow,je13t seinem Aufenthalte nach unbekannt, wegen 49 .“ 96 „5 und 6"/n Zinsen seit 1. Fe- bruar 1878 für im Jahre 1877 gelieferte Waaren mit dem Antrage auf Verurtbeilung zur Zahxung dieses Betrages und ladet den Beklagten zur mund- lichen Verhandlung des Rechtsstreits vor das König- liche Amtßgericht zu Polluow

den 11. Mai 1880, Vormittags 9 Uhr.

Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser AuSzug der Klage bekannt gemacht.

Polluow, den 2. Januar 1880.

Reinholv, Gerichtsschreiber des Königlichen Amtherichts.

[11105]

“: übrten Hypotheken eingetragen. g f Ausweis der vorgelegten Zeugniffe

somit zulässig.

Forderungen ein Recht zu baden glauben, zur

" ' A [) istermine hiermit unter dem RecktSnacbibeile öffentlich aufgefoxdkrt, daß im spateftens Tm ufge o , Forderungen für erloschen erklärt und im Hypotheken uche

der Unterlassung der Anmeldung die

gelöscht würden. ' 11. Der Aufgebotstermin erd am

Dienstag, den 1. Juni 1880, 9 Uhr, im Geschäftszimmer des unterfcrtigten AmtSrichters abgebaiten.

Nördlingen, den 6. November 1879.

Königl. Bayer. Pfeils, K. AmtSrtcbter.

Aufgebot.

1. In den diengricbtliéhen Hy'pothekenbüchern find die im nachstehenden Ver-zeiéhuiß auf-

find die Nachforschungen nach den rechtmäßigen Inhabern der Forderungen fruchtlos geblieben und, vom Tage der leYten auf diese Forderungen fich beziehenden Handlungen an gerechnet, sind dreißig Jahre verstrichen,

- t d Bei er der othecirien Sachen werden deshalb Diejenigen, welcbe auf die Aus An rag er sts bhp Anmeldung ihrer Forderungen und Ansprüche, und zwar

der Antrag auf Erlassung des Aufgebots ist

alle

Amtsgerickot. er,

Bäiid 11. Seite 1. 446.

HyprWF der Gemeinde Woernißostheim.

Pfandobjekt Befißer

Plan Rr. Söldners-

Metzger, Johannes 391. u. Margaretha,

Bürgermeisters- eheleute von W xernitzostbeim. ]

Tag des Eintrags

3. April 1827.

Gegenstand des Eintrags

12 Fl. 30 Kr. zu 50/0 ver- zinslicber und 27 Fl. 30 Kr. unverzinslichex KaufsÖtlxtng an Joseph Rieß in Hams- fartb , nacb Kausertrag vom 1. September 1816.

und

, ld' . Hero ingen Söldner,

roldingen.

Sölde. Se.

E i i arten. , br [9 Haus Nr. 155.

Oettingen

stein.

Stähle, Balthas, Haus Nr. 49 von H:-

Durchlaucht der Herr Fürst Carl Friedrich zu

WaÜerstein als Chef des fürst- lichen Hauses Oet- tingen - Waller-

105 Fl. unverzinsliches An- leben an Moses Samuxl Stern in Harburg lt. Obli- YFU vom 7. Dezember

13. Oktober 1826.

Georg Keßler bat den lebens- länglichen freien und unent- geltlichen Aufenthalt im Hause, so lange er ledig ist. Nach Contr. Prot. vom 15. Februar 1804.

und

Sölde.

Ebringen. Haus Nr. 493.

Nr. Ebringen.

Wiüadt, Wilhelm, Söldner, Hans 49 b.

7. November 10 Fl. unverzinslickpe Fristen,

1826. (Rest von ursprünglichen in 80 Fl.) an Georg Mathes Herrle in Ebringen. Un- entgeltliches Aufenthalts- recht der Geschwister . . . . Margaretha, Johann und Faul Herrle in kranken- u. errenlosen Tagen nach Contr. Prot. vom 29. Ok- tober 1819.

Sölde.

Alerheim. . Haus Nr. 35.

Merheim.

Gloning, Melchior u. Sophie, Söld- nersebeleute in

30 Fl. zur Sicherstellung des Vermögens dcs adWesenden Friedrich Pfister von Aler- heim nach Prot. vom 10. De- zember 1824.

Plan Nr. 1128.* 1129.“ 1122.* 1132.*

Woerniizostheim. und

lingen.

' . lan Nr. Großforheim P 943.

Meßger, Baltbas Christine, Privatiers - Ehe- leute in Nörd-

Schwab, Mathäus, Söldner u. Ge- meindediener von Großsorbeim.

50 Fl. zu 50/0 verzinsliche und 80 Fl. underxinsliche Aufgabe an Jakob Levi und Israel Israel in Deggmgen nach Kaufvertrag vom

1 15. April 1799.

50 Fl. Kapital mit 50/0 dem Thurmknecht Johann Adam Rumler in Harburg nach Obligation vom 28. Dezem- ber 1779.

22. Dezember 1826.

Plan Nr. [

Alerheim. 3078.

Söldner , Nr. 19 in

Für die RichxtXigikkit des Außzugs: k ; Königl. Gerichtsscbreiber.

Aufgebot. !

[945]

Nr. 5774. Der Rittergutsbefikey Mayer Kaßenellenbogen von Krotoschin (Provinz Posen) hat mit der Behauptung, daß ihm vor einigen Jahren das badische 35 Gulden-Loos Serie 2157 Nr. 107 807 gestohlen Worden und unter„Glaub- baffmacbung des Verlustes dieses Werthpapieres ein Aufgebot beantragt. .

Demnach wird derInhaber des genannten badischen 35 Gulden-Looses aufgefordert, spätestens in dem auf

Samstag, 12. Juni 1880, Bormitta s 11 Uhr, vor dem Großh. Amtsger cbt KarlSruhe angeordneten Aufgebotstermin seine Rechte anzumelden und das eingangsbezeichnete bad. 35 GulderZ-Loos vorzulegxn, widZigenfaÜs dieses Werthpapier fur kraftlos erklart wur e.

Karldruhe, den 12. November 1879.

Gr. Amtsgericht. (Gerichtsscbreiberei. Frank.

[920] Aufgebot.

Auf dem in Beller Kipls. Harsewinkel bele enen Groven- oder Heiz-Kotten steht Band1)(. [att 2312 des Grundbuches von Harsewinkel, .Abxhei- lung 111. Nr. 1 ein mit 40/0 jährlich verzinslicbes Darlehn von 100 Thalern aus der Obligation vom

24. Juni 1810 zu Gunsten der Wittwe des Zellcrs Johann Heinrich Lüike Schlamann, Arma Gertrud,

Bachinger , Georg, 2Kaus oer-

nißoftbeim.

40 F1. 50/0iger Kaufschill_ing und 80 Fl. Fristenkaprtql für den Handelßmann St- mon Strobel Von arburg auf (Grund Obligation vom 2. Juni 1818.

geb. Berling, Kspls. Neumarendorf und zu Lasten des Ackermanns Peter Grove eingetragen." Der jexxige Kottenbesißer Everhard Fuchlenhans behauptet die Tilgung der Post und le 1 noiarrelle Quittung des Goldarbeiters Joseph ck)me dor, vermag aber nicht nachzuweisen, daß das Kapital auf diesem übertragen ist. Auf seinen Andrag wer- den daher behufs Löschung der Post die Wittwe des ZelLers Johann Heinrich Lütke Sckslßmgnn, deren Erben, Cessionarien, oder die sonst in ihre Rechte getreten sind, hierdurch aufgefordert, vor oder spa- teftens in dem am 18. April 1880, Morgens 11 Uhr, vor dem Königliében Am19gerichte 1. bierselbst an- stehenden Termine ihre Ansprüche auf die zu löschende Post geltend zu machen, widrigenfalls fie mit ihren Ansprüchen auf diese Post Werden auSge- schlczffen und solche im Grundbuch wird gelöscht wer en. Warendorf, den 3. Januar 1880. Königliches AmtSJericbt ].

[919] Aufgebot.

Auf Antrag des Johann Kehl, BefiHHrs des Hotels Bavaria zu Cöln und dessen Bruders Joseph Kehl zu Luxemburg, ihren Halbbruder Jakob Ober- meyer von hier, geboren am 8. Mai 1831, über dessen Leben. und Aufenthalt seit langer als 18 Jah- ren keine Nachricht vorhanden ist, für todt zu er- klären, ergeht hiermit an Jakob Obermeier von

Kehl Eheleute von da, die Aufforderung, spätestens in dem auf Freitag, den 15. Oktober [. IS., Vormittags 9 Uhr,

am hiesi en AmtSqerichte anstehenden Aufgebots- termine [?ck persönlich oder schrtftltch zu melden, widrigenfalls er für todt erklärt und fein kuratel- amtlich verwaltetes Vermögen zu 2517 „M den Antragstellern ausgehändigt werden' xvurde. ' Zugleich werden die Erbbethetltgten auf die Wahrnehmung ihrer Interessen im Ayfgebotster- mine verwiesen und Werden alle Diejenigen, welche über das Leben des Verschollenen Kunde gxben können, aufgefordert, dem unterfertigten Gerichte hierüber Mittheilung zu machen. Wiesentheid, den 5. Januar 1880.

KöniglickÉst 'UMtsgericbt.

a . Zur Be [aubigungx Wiesentheid, den 8. anuar 1880, Der K. G&riétssckyreiber: r .

[961] Oeffentliche Zustellung. Nr.667 . DerLudwigBroß,Landwirth zuGriesbeim, klagt gegen den Karl Sckxmider, Metzner zu Buhl (beiOffenburg), z. Zt. an unbekannten Orten, Wegen Forderung aus Kauf, mit dem Antrags auf Ver- urtheilung von 145 „M und ladet den Bxklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor das Großherzogliche Amtßgxricht zu Offenburg auf Montag, den 9. xxebruar 1880- Bormittags] 9 Uhr. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird die er AUSzug der Klage bekannt gemacht. Offenburg, den 8. Janqar 1880. Beller, . Gerichtsscbreiber des Großherzoglichen Amtßgerrchts.

[889] Nr. 4560. J. A. S.

gegen Ludwig Friedrich Krafft 'von Niederweiler

wegen Desertton wird das im Deutschen Reiche befindliche Ber- en des Ludwig Friedrich Krafft von Nieder- wei er mit Beschlag belegt. Müllheim, den 7. Januar 1880.

Gr. Amtsgericht.

Rüttiuger.

929

[ D]as K. Amthericht Obernburg bat unterm

5. d. M. nachstehenden Beschluß erlassen: Aufgebot: '

Johann Gönner, ledig von Leidersbach, geboxen am 13. August 1824, vor 27 Jahren nach Amerika ausgewimdert, wird auf efordert

bis späteftens 5. Oktober_ 1880- sich Persönlich oder sckoriftlixh dahter zu„melden, widrigenfalis er für todt erklart, werden wurde. "

Bis zu oder an diesem Termme [ind Ansprache an ihn dahier geltend zu machen, und etWatge Nach- richten Über ihn anber mitzutbeilen.

Obernburg, den 5. Januar 1880.

Königliches Amthericbt. NoSbaeh. Zur Beglaubigung: der K. Gerickytsschreiber. Plauer.

930 NL:. 129. Auf Antrag des Gemeinderaibs Gremmelsbach ergeht die Aufforderung, etwaige dingliche oder auf einem Stammguts- oder Familien- guts-Verbande beruhender Rechte an 24 Rathen HauSgarten, Gemarkung Gremmelshach, einerseiis Weg, anderseits Albert Dold, Gasiwtrtb, welche die Gemeinde (Hremmelsbach als Theil des Sebulguts befißt, in dem Termine, am Montag, den 8. März 1880, Vorm. 9 Uhr, anzumelden, widrigenfails die nicht anZemeldeten Ansprüche für erloschen erklärt werden wurden. Triberg, den 7. Januar 1880. Großb. Amtsgericht. Zur Beglaubigung: Simianer, Gerichtsschreiber.

[885] BekanntmachuW

Von den in Gemäßbeit des Allerhöchsten Perl“ legiums vom 27. Juli 1877 emittirten Anleihe- scheiuen des Labiauer Kceises ll]. Eznisfion smd am 30. Dezember 1879 dre Anletbescheme

1.th. &. Nr. 48 s 1000 „M dirt. 13. Nr. 58 9, 500 „M ausgeloost worden.

Diese Anleibescheine werden dcn Jnhabxrn derge- stalt gekündigt, daß die Kapitalsbetrage vom 1. Juli 1880 ab bei der hiesigen Kreis-Kommunal- Kaffe oder der Oftpreußischen landschaftlichen Dax- lehns-Kaffe in Königsberg zu erheben sind "und die Verzinsung mit dem bezeichneten Tage aufhdrt.

Bei Einlösung der Anleibescheine sind die Zins“ scheine: Serie 1 Nr. 6 bis 10 nebstAnweisung vom 2. Januar 1878 zurückjuliefern, .

Die Beträge der etwa fehlenden Zinsscheme wer- den vom Kapitalsbetrage in Abzug gebracht.

Labian, den 2. Januar 1880.

Der Kreis-Aussthuß des Kreises Labiau.

Redacteur: J. B.: Riedel. B e r l i n : »»“--«---««-------------7--------- Verlag der Expedition (Kes [ el). Druck: W.E19ner.

Fünf Beilagen (einschließlich Börsm-Beilaqe).

Wiesentheid, eingekindscbafteter Sohn der Johann

zum Deutschen Reichs-Anzkiger und Königlich Preußifchen Stunts-Llnzeiger.

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Yichtamiliches.

Preußen. „Berlin, 13. Januar. Im weiteren Ver- laufe der gestrigen (34.) Sitzung des Hause?: der Ab- geordneten ergriff bei der ersten Verathung des (H'eseß- entwurfs, betreffend, die Bewilligung voßn StaatS- mitteln zur Beseitigung des durch dieUeberschwem- mung und Mißernte herbeigeführten Nothstandes in Oberschlesien, der Minister der geistlichen 2c. Angele- genheiten von Puttkamer das Wort:

Meine Herren! Auch mir legen die Ausführungen des Herrn Vorredners und einige von ihm angeregte Fragen die Verpflichtung auf, vom Standpunkte did mir anvertrauten Nefforjs mit einigen Bemerkungen in die Diskujfion einzutreten. Ick glaube mich dabei der Zustimmung des hohen Hauses versichert halten zu dürfen, das; ich auf aUgemeine Gesichtspunkte nichr eingehe, sondern daß ich die von dem Herrn Vorredner angeregten Fragen nur so weit beleuchte, ,als sie mir in unmittelbarem Zusammenhange mit dem Ober- schlesifcben Noibstande und mit den zu seiner Beseitigung erforder- lichen Abbülfemaßregeln zu stehen scheinen.

Ich beginne mit den Sanitätsverbältniffcn in den Notbsiands- bezirken, die mir resortmäßig besonders nahe liegen.

W;)nn der Herr Vorredner aus eigener Anschauung - und ich wage nicbt ibm zu widersprechen -- die Befürchtung geäußert hat, daß mit dem Witterungsumscblage die SanitätLVerhältniffe in den Noth- standsbezirken [ich Wesentlich verschlechtern würden, und wenn er fich dabei anf ibm b.kannte ärztliche Autoritäten gestü 1 hat, so wiederhole ich, daß ich nicht im Stande bin, mit irgend e er annähernden Sieber- beit seine Anfübrungen von vornherein als der Begründung ent- "bebrcnd zu bezeichnen. Aber, Mine Herren, ein Tröstliches kann ich doch anführen, das ist, das; bis zu diesem Augenblick keine irgendwie in Weitercm Umfange bedrohliche Sanitätk-erscbeinung in den Noth- i'tandsbezirkcn sich gezeigt hat und daß ich dedivegcn die Hoffnun nicbt ausgehe, daß es untkr Gottes Beistand gklingen wird, ancß diese scbtrerste Seite des Notbstandcs ohne verbängnißvolle Jolgi'n an uns vorübergehen zu sebexi. Der Herr Minister des

nnern und ich haben gemeinschaftlich daSjenige gethan, was in dieser Beziehung der Sachlage entspricht. Ich glaube nicht, daß es nötbig gewesen sein würde, die Fürsorge Und dée Amistreue der schlksiscben Behörden iesondcrs zur Wachsamkeit anzuregen, wir vertrauen fest, daß auch ohne eine solche Anregung Seitens des Herrn Ober-Präfidmten wie der beiHeiligien Bezirks- Behörden ach gescheben Wird, Was zur Erhaltung der bis je 1 er- träglicden Gesundheitsznstände in der Möglichkeit liegt. Wir )aben uns aber deffenungeachtet nicht der Verpfliöhiung überhoben geglaubt, in ciucm ausführlichen Reskript, Welches nach Oppeln gesungen ist, alTe die (Gesichtspunkte zusammenzustelien, und zu näherer Erwägung zu geben, Welche unserer Meinung nach zWeckmäßig uud nothwendig dazxi dienen,. prophylaktisch dem drohenden Gespenst des Typhus ent- gegen zu treten. _

Ick mu abcr ferner anführen, und das sage ab zum Ruhm Und zum Lo des betreffenden Landestbeils, daß wenige preußische Provinzen so reich atisgesiattet siyd mit den vorzüglichsten Sanitäts- anstalten wie Oberschlesien. Die Organe der katholischen Kirche, die mit ihnen aifilirten Vereine, die Gewerkschaften, die (xroßen In- 'dusirielien und die großen Grundbcsiße: haben seit einer Reihe von Jahren gewetteixcrt in dcm Bestreben, aÜen Anfordctuncien ent- sprechend, Krankenanstalten zu errichten, und ich zireifle nicht, daß, wenn die sanitären Verhältnisse sich Verschlimmern soUien, diese Anstalten mit ihren Fansexiden zur Verfügung stehenden Betten von der allerhcilsamsten Wirkung auf die Bekämpfung und Beseitigung des Typhus [cin Werden.

Zu dkn Anstalten in dieser Beziehung gehört aÜerdings in erster Linie die von dem Herrn Vorredner erwähnte Anstalt des Johanniter- Malthefer-Ordens in Rybnick, des Juliusbospitalsz es ist keines der Unifangreicbsten aber eines der mustergültigsten, 1ch kenne es aus eigener Anschauung und kann dies mit voller Anerkennung aus- spréchen. Nun ist es richtig, da? der Vorsteher des Johanniter- Malibcser Otdc'ns, der (Graf Pra chma, dem errn Ober-Präfid:nt.n der Provinz Schlesien gegenüber die Besorgni a1isgesprochenbai,daß die bestehende Gcchgcbung und deren Handhabung dieser von ihm béson- ders patronisirten An stalt, und auch (i_nderen Heilanstalten, die in diesem Distrikt vorhanden find, die Mögllcbkeit, wenn auch nicht nehme, so doch wesentlich bLsÖTcinken möchie, das nöibige Hülfsperjonal ber- beizuschaffen. Der Ober-Präsident von Schlesien hat dem Minister des Innern und mir diese Frage Vorgetragen, und wir haben * ich glaube das nachwäsen zu können - durch ein Reskript Vom 31. Dezember, Welches an den Herrn Ober-Präfidenien gerichtet ist, und gegenwärtig in seinen Händen sein mid boffenilich sehr bald an den (Grafen Praschma gelangen wird » wir haben sie in dem Sinne beantworten können, daß unserer Meinung nach eine humane nnd der Sachlage angemeffene Handhabung der bestehenden Ge1eßgebux1g _]ede Schwierigkeit in dieser Beziehung wird beseitigen können.

Meine Herren, warum kann es sich handeln ? Zunäébst um die Verstärkung des Heilpersonals in den bestehenden Anstalten, also darum, daß die Vorsteher und Vorstehe- rmnen dieser Anstalten das in anderen Niederlassungen derseiben Kongregation zur Verfügung stehende Perso:1al in die bedrohte Gegend und in die betreffenden Anstalten verseßt. Zu dieser Versetzung bedarf es gar keiner staajlichen Genehmigung, sdndern nur einer nachträglichen Anzeige, und ich kann aus meiner eigenen Erfahrung bezeugen, das; gerade in Oberschlesien die betref- fenden Orden und Kongregationen sich dieser, wie ich glaube, nicht schweren Pflicht stets bereitwillig unterworfen haben; ich zweifle nxcbt daran, daß sie auch jetzt unter, so bedrohlichen Verhält- mssen diese Verpflichtung um so bereitwilliaer erfüUen Werden. Wen'n ich an das Beispiel anknüpfen darf, was der HerrVorredner in die Debatte brachte an das Julius-Hospital, so zweifle ich nicbt daran, daß die dort vorßandenen 6 Schwestern auf dem kürzriten Wege auf" denjenigen Bestand melden verstärkt Werden können, Welcher d'em Vödurfniß entspricht, es wird nicht das mindeste Hindernis; vor-

[tegen es zu thun.

Meine Herren, es können auch andere Verhältnisse noch obwal- ten, es kann, abgesehen von den bestehenden Anstalten, nothwendig sein außxrbalb derselben auf ambulante Weise die Krankenpflege zu Üben" wahrend der Dauer der gegenwärtigen bedrohlichen sanitären Zustapdp. Wenn zu diesem Zwecke gefordert Werden sollte, was bis- her U1cht gesckpehen ist, daß die Regierung ur Gründung einer neuen Ordenöniederlaffung ihrßGenebmigung eriLeile, so würde aUerdings

diese (Genehmigung versagt werden müssen, denn die Gründung neuer OrdenSniederlassungen ist durch das (Hes? ausdrücklich verboten. Ader, nieine Herren, wenn es sicb darum andelt, und so ist auch dix btßherige Praxiß gewesen für Noth- stande, für singulare Zwecke eine ambulante Kranken- «pflege zu etabltren, so wird Anträgen, die hierauf *Lerichtet werden, von keiner staatlichen Seite irgend ein Hindernis; n den WegZelegt werden. Wir haben also in diesem Sinne dem Herrxi Obere räsidenten geschrieben, er wird die betreffenden Organe, Loweix es nötbig tft - denn das, Was wir atisgesprocben haben, entspricht nur der bestehenden Praxis - mit Jnstruktionkn verseban, UU?) icb zweifie nicht, daß der Hr. Graf von Prascbma darin eine volle Beruhigung der von ihm angesprochenen Bedenken finden wird.

Vorübergehende

Berlin, Dienstag, den 13. Januar

Ick Habe von dem Stgndpunkie meinks Ressorts aus einige Maßrcgeln gxtroffen, die, wie ich hoffe, zur Erhaltung guter Gc- sundbettßverdaltriiffe wejentlicb beitragen werden; ich erinnkre trfgmenjltcb an eme auch 'in den Zeitungcn bekanni gewordene Ver- fggung, Welche getroffen Lst in Bezug auf Etablirung von Volks- kuchen, i_venn 165 es so nennen darf, eine Einrichtung, die fick) bei dem ostpreußischen Rothsiande außerordentlich gut bewährt bat. Es ist ja bekannt, daß namentlich in den ländlichenSchulen eine Anzahl vonKindern ln manchugal recht mangnelbafter Bekleidung, namentlich Fußbeklei- dung, Werie Wege zqruckzulegen hat, daß sie frierend und hun- gernd in die Schule eintreten, und daß bei diesem Zustande, bei sonst schwankenden GesundheitSderbäktniffen sebr leicht Krankheiten in weiterem Umfange eujsieben können. Ich habe mit der nicht genug anzuerxennendexi Hülse des VaterländisÖen Frauenvereins dafür gesyrgt, daß udexal] m_, den ländlichen Distrikten des Notbstands- bezirks solche Kuchen fur kleinere Schulkinder in den Schullokalen etablirt Werden; so daß fie an jedem Schultage dort warmes und aeiundcs Essen erhaltenkwerden. Wir hoffen, daß hiermit in vielen Fallen der,Keim zu wettergreifenden Krankheiten von vornherein ab- geholfen sem wird.

' Der Herr Vorrednerqbat sodann eine Frage berührt, die aller- dings, _qn sich bxtrachtet, fur mein Gefühl Wenigstens im hohen Grade trauxig ist und die es namentlick) darm Weiden würde,wenn *die-Gesundheits- vxrbaltmffe sich noch verschlechiern soUicn,es istdie durch die Ecledigung einer großen Anzahl katholischer Pfarreien erschwerte AuSübung der Seelsorge. Meine Herren, wem foUte nichi das Herz bluten, Wenn er sich sagen müßte, da[; Bei ausbreäoenden Epidemien eine ganze Bevolkerung der Segnungen der Seelsorge beraubt wäre! Aber, Gsott sxiDank, meineHerren, so lieat die Sache doch nicbt; es ist richtig, m Obexschlefien sind eine beklangwerjbe Anzahl Von Pfaxreisn an?; den hekannten Ursachen unbesetzt, aber es ist ebenso rlcbtlI, da[; gergde,1n Oberschlesien die seelsorgerische Ausbülfe durch bcngcbbartc Gerxxitckpe in großem Umfange bat staitfinden können. Meine'Hcrren, ub will hier die schon oft ventilixte und wahr- schetnltcd tiocb Hiker der Erörterung unterliegende Frage, inwieWeit dre Aus::bUng einzelner geinlicber Amtshandluvgcn unter die nach dem'Gcseß vom 1]._Mai 1873 durch das Deklarationsgeseß von 1874 erweiterten S'trafbesttmmungen fäÜt, weiter nicbt ausführen, tcb wil] nur aus dem Kreise xnsmer Erfahrungen betonen, daß gerade in Schlesien imd namentlich in Oberscdlesien diejenigen Usbclstände, Welche, wie ich ancrkenne, in einzelnen anderen Landeéiheilen in größerem Maße sich gezeigt haben, nicht so sehr in den Vordergxund getreten find; dW Praxis dex StaatSavWaltscbaft ist dort in der fraglichen Bezie- hung stets eme milde gewesen und die Gerichte sind nur selten in der Lage gcivesen , elne Verurtbeilung WWU! undefugier Vornahme vdn Athbandlungen vorzunehmen. Meine Herren, ich kann in dieser ,BLZlSHUUg. gugenblicksich nichts Weiker in Aussicht stellen, als was die Hurxianitat der Behörden in dicser Beziehung bisher geleistet hat. Iii) wiederhole, daß in Schlesien in den letzten Jahren, namentlich in Oberschlesien, verhältnißmäßig wenige Fäüe derart voxgekqmmetz smd, da[; man die Seelsorge in einzelnen katholischen Pfarretexi batte, durcb strafgerichtliche Urtbeile hindirn müssen, und :ck zweifle nicht daran, daß insoweit. derartige“ , äile unter den gegenwärtigen Verhältnissen dorkdmmcn so ten , die bejrefkendezi "Orgzne der Justizverwaltung mit dem nöthigen Verstandnis; fur die Sachlage und mit der nöxhigen Milde in der AUfsaffunJ sich verhalten Werden.

Es [md 71121) von dem Herrn Vorredner noch einige, in das SÖulgebtet gebortae Fragen in die Debatte gezogen rvdrden, obgleich ich „gestehen muß, daß nameqtlick), was die von ihm erörterte innere Seite der Schulf'rage anbetrifft, sie, glaube ich, in sehr losem Zu- sa'mmenhauge' mxt der geaen'wärti.en Veraiilaffung irebt, aber ich Will doch, UlÖt untcrlgffen, die andere Seite, die ja hier Hstont Wird und 11112 Recbi, einigermaßen zn bLleucbten, d'.“ b. dkm hwhen "Hause mitzuthcilen, was in dieser Beziehung fUr Oberschlesien frxxber urid auch in diesem Augenblicke geschehen ist und"[)at geschebenxonncm Es wird darüber gckiagt, daß bei der Grundung neuer Schulsysteme, namentlich also beim Bau von Söhns- hauscrp, von den AufficbikbelÖrden mit einer gewissen Rücksichts- losigkctt vorgxgangrn Werde. Meine Herren! Ju diescr AÜgemeinbeit niocbte ich doch diese:: Vorjvuxf als unbegründet bezeichnen. Sowéit die Sache„ m msmen Geficbidkrcis gefaüen ist, muß fck sagen, daß das Andrangen' der Vezirkkbeböxden, Scisulbäuser zu bauen, nich uber das Wirklich Bedürfnis; binaußgegangen, aker was ich bestimmt 1:1 Abrede stelle, 1|t,_daß man die Finanzktäste der Gemeinden dabei bis auf das Aeusxe'rste m Anspriick) nähme. In den Quartalsberichten, lecbe der Herr Fmanz-Mimster und ich vierteljährlich an Se. Maje- stat senden, „um (U19 dem Allerböchsten Dispositiousfonds Gnaden- gxschenke „fur Schulzivecke zu„ erbitten, nimmt der Re- gierungsdezirk Oppeln regelmäßig emen über seine Bevölkerungszahl und _Große Welt hinausragenden Theil in Anspruch. Ich bin [*.-ider in diesem Augxnblick _ es ist wahrsédeinlick) ein Versehen meines Bureaus -- Nicht in der Lage,.Jlmen dies ziffermnäßig Nachzuwcisen, ni) hoffe, die Nachweisung Wild nachher in meine Hände kommen; abex 1ch Wiederhole, gerade in Oppeln ist aus sehr zureichenden Grunden schon von der früheren Verwaltung die allergrößte Rück- sicht genommen auf die verbältnißmäßig geringe Prästationsfähigkeit der Bevölkerung, und die Summen, Miihe in dieser Beziehung dort- 5131 zugenoendet sind, smd außer allem Verhältniß größer, als fast bei allen anderen Bezirken; ich glaube also nicht, daß man in dieser Beziehung der Vorwaltung irgend einen Vortvurf machen kann.

Was nun aber die gegenwärtigen Zeitläufte anbeirifft, so habe ich mich der Uedcrzeuguug durchaus nicht verschließen können, daß 16]; mit außerordentlicben Mitteln, [Weit sie mir zur Verfügung steHen, helfend einzutreten di: Verpflichtung habe. Ich habe des- halb Folgendes gethan. Ich habe die Fonds, welche zur Unter- stüxzung emeritirter Lehrer und zur Unterstüßung der Hinterbliebenen ver torbener Lehrer bestimmt find, sofort nickt unbkträchtlich erhöht, ich habe die Regierung trmäcbtigt, in den sich zeigenden Notbfälien von diesen Fonds ausgiebigen Gebrauch zu machen. Ich will die Ziffern hier nicht nennen, meine Herren, denn sie find allerdings nur

ering, weil ich mich innerbalh des Umfangs der mir zu Gebote Liebenden etaismäßigen Mittel babe bewkgen müssen. Aber Sie sehen daraus Wenigstens den guten Willen der Verwaltung, zu ibun, was fie ibun kann. Ich habe ferner der Regierung in Oppeln sofort eine Summe zur Verfügung gestellt, zu dkm Zweck, um solchen Schulgemeinden, welche jeßt durch den Nothstand, in ihrer Prästaiionsfäbigkeit geschwächt smd und dadurch mit der Besoldung der Lehrer Schwierigkeiten haben, außerordentlich zu Hülfe zu kommen. Ich habe noch einen nicht uuerheblickpen Fonds reservirt, um, wenn die jeßigen Zustände eine längere Dauer annehmen sollten, noch einen Nachscbuß zu machen. _ Meine .Herren, das ist wenig, ich gestehe es, aber es ist alles, was innerhalb des Rahmens des bestehenden Etats -- und nur in dem habe ich mich berve en können _ von trzeincr Seite hat ge- scbeben können. Ick bo e, das hohe Haus Wird daraus weni stens die Ueberzeugung entnehmen, daß es e_m dern uten Wilien au auf meiner Seite nicht fehlt, alles daSjemge zu 1 un, was möglich ist, und was darauf abzielt, den Oberschlesiern im Nothstand alle die Hülfe zuzuführen, die in Menschenkräften steht.

Der Abg. Dr. Scheüwiß bemerkte, daß er sich um deshalh gegen, den Entwurf sRabe einichreiben lassen; weil er Mit der Begründung de SWW in manehen Punkten

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., ekommen sei daß auch ? Not

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nicht einverstanden sei. Der Abg. Freiherr von HUM: abe iiber dexi Wucher und den „Schnaps gesprochen; was derßelbe Über beides gesagt habe, set zwar richtig, indeß seien auch vor „Aufhehung der_ Wuchexgeseße die oberschlesischen Zustände 11) dieser BLJLSÜYUJ außerst zerrüttete gewesen. Nicht emverstandexi set er mit den Ausführungen des Abg. Frecherrn_ von _ Huxne über die poixiische Sprache. Ngck) semer Ansicht [WZE die Hauptschuld an dem Nothstande m ObedsÖlesten in der Sprache der dortigen Latxdleute, welche 111cht polnisch, sondern nur wasserp91nisch spxackzen, und „diese Sprache verhindere jede fortschreikende Bildung. „ES liege das in der Natur der Sache, weil diese Sprache, eme yon der hochpdlnischen verschiedene und hier- durch die Bevolerun 'in eme voixständige Jsolirung ge- kommen [ex. .Der 81 eine unermüdliche Thätigkeit der Staatsregierung geboten. Was die Separationen anlange, so habe cr sick) gerade wegen dieses Punktes zum Worte gxmädet. Cine Zixfammenlegung sei nur auf Grund emos gehqxtg nzotwirten Antrags zulässig, in der Regel 091de hierzu _ die Zustimmung der Majsrität iiach zlache urid_ „Remertcag ch Grundbesitzes, und eme „solche Majdrtiat sei bei einer noch wenig vor- geschrrttenen B9volkerxmg schwer zusammenzubringen. Die Generalkommission set daher noch gar nicht in dcr Lage ge- wesen, Seyaratwnen „einzuleiten. Aber auch abgeschsn hier- vqn, ser 1312 noch nicht separirte Fläche kcineHwegS ithisch mxtsder „ndch 'zu separirenden“. Denn in einem großen The1le dex hier 111 Rede siehenden Kreise existirten viele Feld- marken, m denen dUkck) dme Zusammenlegung keine wssent- liche Byrdeffexung herbeigeführt werden könne, wsil schon gegenwartig 3213er bäue'rlickx Wirth nur ein Grm1dstück be: stße, welches [(h von semem Hof aus bis an die Grenz? der Feldmarderstrecxe. Uebmgenéz müsse man sich überhaupt Nicht ddr [lnsion hingeben, daß durch Zusammenlegungen aÜein emz»; erbesserung der Zustände in den Notbstandskreisen herbei- gefuhrt Werdet) könmz; es müsse vielmehr Fleiß und Intelligenz der Grundbesitzer hinzutreten, wenn durch eine Separation ein bald hervortrßtender Nchn herbeigeführt wsrden soÜe. Er habe nun ferner_ aus den eitungen erseZen, daß bei der Konferenz, welchc m Oppeln zwischen den 5 essort-Ministem uiid dxtrcfseiiden Behöxden stattgefunden, große Klage Über dte'Hohe der_Sxparatwyskosten geführt worden. Wenn die Zettmigen richtig refertrt, so müsse er hiergegsn bemerken, daß diese Klage wohl friiher begründ€t gewesen sein mögs, daß ste aher nach Erlaß des GefeßeS über das Kostenwesen m AuMmanderseßungssachen vom 24. Juni 1875 völlig undegründxt [U und daß im Gegentheil 1th Seitens dex" Mimstcrieti schon 'Bedcnken darüber erhoben wurdcn, daß diese Kosten 1th zu niedrig bemessen seien. Untdx den' versch1eden§n falschen Gründen, die für die Zustande nz Oberschlesien angegeben worden, sei ihm ein „Zeitungsbericht besonders aufgefallen, daß nämlich auch „die Gdseßgcbung vpn 1849, welche die Theilbarkeit des bis dahin geschlossenen bäuerlichen Grundbesitzes gLstattet, hieran mit Schixld trage, da bekanntlich disse Theilbarkeit schon durch d1e Gessßgxbuxig von 1807 und 1817 eingeführt worden sei. Wenn Übrigens gls Grund des Nothstandes auch die schlechte Vodepbescbaffenhezt der betroffsnen Kreise mit angeführt werde, so sei das,mch,tr1chtig. Auch in den Negierurigsvezirken Bres- lau_ und Liegnitz, befänden sick) Kreise, dis mit den NothftandE: kreisen bezüglich der Bodenbefchaffenheit auf gleicher Stufe resp.,noch geringer seien. Die Kreise Hoyecmwerda und Polnisch = Wartenberg [sien durchaus nicht bessor als der Kreis Lubliniß, die Kroiss Rydnik und Pleß ständen in ihrer B0denbeschafsenheit__entschieden höher. Die Kreise Rati- bor und Cofel, soweit 119 auf dsm linken Oderufer gelegßn seien, gehörtsn mit zu den besten und hisr könne der Noth- ftand überhaupt iiur eiUe Folge der durch Ueberschmemmung und Regen vermehteton Ernie sein. Auf eine baldigé Aen- derung der Zustände inden eigentliéhen Nothstandskreisen solle man sich dakzegen keine Hoffnung machen. Bevor nicht dnrch cine sorgfä tige Erziehung ein höherer Grad von Bil- dung und Intelligenz herbeigeführt worden, werds vollständige Adhülfe nicht gesehaffsn werden. Ein großes Bedenken liege: in der Schwierigkeit richtiger Vertheilung ddr Unterstüßungen. Unterstiitzung über das nothwendige Bedürfniß hinaus, würde dort großes Verderben sein.

Der Abg. Dr. von Stablewski dankte dem Finanz:, sowie dem KultuS=Minister für ihre Erklärungen: diese seien so er: freUliche, wie man fie lange nicht von dem Regierungstische

ehört abe. Gleichwohl sollten neue Niederlassungen katho- ilscher' rankenpflegeorden nicht gestattet werden; es bestshe aio em Geseß, welches verbiete, den Sterbenden Hülfe zu bringen. Für die in Aussicht gesteuten Erleichterungen für die geistlichen Krankenpfleger sei er dcm Minister sehr dank- bar, ebenso für seine Zusicherung einer milden Handhabung der bestehenden Gescße. Seine Partei habe ursprünglich selbst eine Nothstandsvorlage für Oberschlesien einzubringen 'beab- sichtigt, habe es aber unterlassen, um nicht den Schem_zu erwecken, als woÜte sie aus dem Nothstand politisches Kapital“. schlagen. Man sei ja in Preußen in den 1cßigcn parlanien- tariscyen Zuständen leider dahin gekommen, daß man nicht mehr frage, was Remand beantrage, sondern wer es beaxi: trage. Er freue Ksich, daß die Regierung zu_ der Erkenntnis; Preußen sein ?rland habe. Die Frage des hstandes in Oberschlesien ei eine rage de_s Pauperiömus und nicht mit Palliativmittcln zu [5 en. Mit der Vorlage im Allgemeinen sei er und seine Freunde einver= standen, nehme aber an einzelnen unkten, Apstoß. Nament- lich befürchte er, es möchte bei der iederemziehung der staat- lichen DarleYen sick) das Verfahren von 1847 wieder olen,1po„. die rücksichts os geforderte Rückzahlung mehrfach Su haftaiw nen im Gefolge gJabt habe. Die „Ursache:; des Nothstgxßxs lägen yiel tiefer, s in der vorxähri en Mißernte, 119 '.ääen aucb mcht in der sogenannten Indo enz „des ,abeäéytesischen Voi'ces, sondern in den oberschlejtschen Ladifundwy bon denen einzelne von der österreichischen bis “ur, russistöm Grenze sich hinzö en, und in dem Manßek EMW begüterten Bauernstandes. rüher [Fade der obersckd ““ck-fck")? Bauer ganz

andexs dagestanden. MWM Ww Üneisé Natural'verpfkeguW