1880 / 42 p. 5 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 18 Feb 1880 18:00:01 GMT) scan diff

tenden Ueberschüffe beschränkt. Aber wem hätte es einfallen können, daß der Steuererlaß nicht durch den alle Ein- nahmen und AUSgaben enthaitenden Etat, sondern durch den ganz besonderen Mechanismus eines andern Geseßes geregelt werden solle? Er habe damals auch zu den Gegnern der Resolution gxhört, aber er hätte nie eine solche Auslegung erwartet, wie sie hier von der Regierung und den Konservativen versucht werde. Gerade der ganze finanzielle Werth gehe ja verloren, wenn der Steuererlaß vom Etat loEgelöst werde. Der ParlamentariSmus solle kostspielig sein, hies sei derselbe nur, so lange das Steuerbewiüigungsrecht jehle. Aber wenn im Etat gleich bei Minderung der Aus- aben auch an den Einnahmen. gespart werden könne, dann ei erst dir richtige Prämie auf die richtige Bemelssung der AUZgaben und Einnahmen geseßt Die richtige Bianzirung und Bemeffnng des Steuererlaffes könne ja nur beim Etat nach Feststellung der Außgaben geschehen. Er hätte in der That ewünscht, daß in dieser eminent wichtigen finanzpolitischsn Frage der Minister selbst gesprockzcn und es nicht einem seiner ntergebenen überlassen hätte, die Ansicht der Regierung aus- zusprechen. Alle Achtung vor dem General-Steuer-Direktor Burghart, aber in dieser hochpolitischen Frage fei derselbe ihm mit seinen persönlichen Meinungen durchaus nicht genug Autorität. Nicht ihn, sondern den jeßigrn Schaßsekretär des Reiches, Scholz, habe der vorige Finanz-Minister bei den Ver- handlungen mit 501: Budgetkommission im vorigsn Jahre zu- gezogen; wie woÜe der General-Steuer-Direktor Burghart also jeßt wissen, was der Finanz-Minister Hobrecht sich damals gedacht habe und wie könne derselbe gar behaupten, daß es das Gegeniheil von dem grwesen sei, was heute der Abg. Hobrecht selbst als den Sinn jener Abmachungen erklärt habe. Solche Vorgänge köiinten wahrhaftig nicht die Auto- rität der ngierung undibrer Kommiffaricn erhöhen. Wenn nun im nächsten Jahre wieder ein anderer Finanz-Ministsr sei _ die Herren wechselten ja srhr rasch _ und auch ein anderer Kommissar und dicser dem „Hansi,- etwas andsres als die heutige Absicht des Hauses Und der ngierung vortragen wollte, als man beUtc aussprrckx, und alsdann Vi?ÜLicht der Abg. Bitter als seine heutige Absicht als Minister angéibe; in welche Lage kämen das Haus, die Rrgicrnng, dir Kommßssarien? Man habe hier das klassische Zsugniß drs Majincs, der jencn Pakt geschlossen habe, und das prrsönliche Vertrauen zu dißsem Manne habe damals die Meijorirät brwogcn, ohne Gssrß 11111“ auf Grnndlage Liner Resolrition und einer Königlichen Vot- schait jenen-Pakt abzuschließen. Er hab: damals- die National- liberalsn gewarnt, nicht so vertrauensiclig zu skin, aber das hätte er sich nicht träumen lassßn, daß in *iolcher Weise vsr- sucht werden könnte, das Vertrauen zu täuschen, wie rs jest durch diese Auslegung des Gessßeniwurfs gescbrhe. Die Nationaliibrralrn, iiicht die wsnigen Konsrrvaiiven, ssien bei Abschluß dieses Pakts AuSschlag gobrnd grwesen. Auf die paar konservativen Siimmrn sci es im vorigen Jahr?- gar nicht angrkommrn. Darrrm komme auch die Auffa sung der Komscrvativen bei dieser Sacbe gar nicht in Betracht. Mitznredrn hättcii mtr die beiden Theilo, dir dcn Pakt abge- schlossen hätten, dsr damalige Finmvz-MiUisier Und die dama- lige Majorität des HausréI, die Nationalliberalcn Und das Crntrmn. Er, als Gegnrr dsr dmnaligrri Vorlage, kbmrr nnr bestätigen, daß deren Airffasirmg die richtige sri. Wenn man irgrnd noc!) zwcifclhaft soi, hiite man sich bei dirsrr Mmtrrie vor Mäkclei und thérpretatior.skiinsten. Er fiirchts, das; 01116 derarlige TäUschUUg des Vertrauens die Folge habe?, da;"; das Vertrauen anf die Autorität der chirrnng Linen argon Stoß erlcidcn werde, den die konssrvativr Partei am chigsten verantwortrn könuo.

Der_Präsid-cnt von Köllrr konsiaiirtc, daß der Vorrrdnrr nicht von absichtlicher Täuschung Und Vrrtranensbrnck) ge- 1pr0chen habe, was drr Abg. Richter brsiätigtc.

Hirrauf Nahm drr Fina11z:§1)iitiisier Vitisr das Wort:

Durch die soeben 0655112 2591116111010 drs Hrrrn PkäfiÖLUtOU bia ich davon cntbmidr'n, 6er die FMM, bb birr ein BcrLranenrbrurb vbrlicgc, zu iprcckch, sonst würde i(b 11211 grbszrrr Criischisdrnhcit da- argrn Verivabrrmg 9111511101 babcn, da?"? irzxeiidwie bier 11011 eiiiem Vcriraurnrbrixrb die Rede sein können Die Rr,1ier1111g bat die Ab- siöbt gehabt Uxid bat fie Heis fest ebaiicn, mii voilcr Loyalität die Alierbchstc Ordrc mid dir Vrrstc'indiguna vom VOriJM Zabrr aus- znsübreii, und 00:1 cinrm Vrriranemsbrmb kann, wwm wir hier ctwa cinen atiirrn Weg (ichen wollten, wic drr jkxif vorgeschlagene ist, g.";r kriue Rede icin. Ick mus; icriier bemrri'en, das; cs mir, 015 dem gegenwärtigen Fi11ar13-5111'i11iiirr, doch wobl iibe:;laffr'11bleibrnnmß, mich mit den .Herren, die Mick) unirrstüxxcn und die mit mir (arbeiten, dahin 311 VMÜÜUÜJM, dai; ii? ihrerseits in den Fragen, WL1chL sie genau stndirt babrn, und 9er wélcbe sie die roliite Kennir:iß der Sackzlagr befitzcn, miri) bixr vertreten. Warm ich daneben five und grnau bbrr, was “():-r Hr. (Hrnrral-Siebcrdircktor Burghart aus- gesprocbrn hat, so Werden Sie dorb Wohl die Ueber- zeugung daß ici) nacb keinrr Seite in die LÜJL kommrn etwas börxn zu müssen, mit drm ich nicht übereinstirmnen kbrmie. Das ist von vornherein auxgcfrblosicn, das; die Herresi, die mit mir arbeiteii 11111) die mit meinen Herren Koliegcn arbeiten, ('Was andrres aussprscben und aussprcchen kökiriirn als dasjenige, was gegenseitig vchrständigt UND genau vorher bcrsin- bart worden ist.

Dcr Hr. Abg. Rickpter hat seinen AnsMrigsgunkt genommen von dem Steuerbewiliigungsreckyt dcs Abgcbrdnetccxbauses. Ja, das ist der Punkt, meine Herren, cm drm dic Wege fick) scbcidcn, w::m cin Weiterfortgeben auf eine Bahn stattfinden ioiike, welche eben iabin führen könnte, das Steuerbcwiliigungsrerbt des Abgeordnrtenbauics der Regierung gegenüber festzustellen oder vorzubereiten. Ich kann Nur be- stimmt aussprechen, daß ein solches Steuerbcwiliiqungsrrcbt in der Absicht der Regierung nicht liegt, das; es nicht in dchlbs1chtd€rRegierung lirgt, weitere Zugrständmisié in Bezug auf die Quotisiruug oder sonstige Steuerfragen zu mackoen ais diejenigen, Welche der Herr Generab Steuerdiretwr im vollen Einverständnis; mit mir ausgesprochen hat. Das ist eine Erklärung, die ich mit der größten Bestimmtheit im Namen der StaatSregierung abgeben kann. Ich m:.ß aber außerdem noch bemerken, daß , wie auch schon vorher auSgesprocben worden ist, die Regierung keinen so unge- heuren Unterschied fmdcn kann zwischen ihrem Vorschlage und dem Vorschlage dcr „Kommission, das; sie daraus eine Unannebmbar- keit des Gesetzes würde folgern uxüffen' im (Gegentheil. mein He:,r Kommissar hat bereits auSgefübr , daß der Kommissions- vorscblag Vorzüge hat, die wir nach keiner Seite hin in Abrede steilen rvollen und die uns vielleicht veranlassen kiinnen, die Frage in ernstlicbe Erwägung zu nehmen, ob wir dem KommissionSantrage nicbt beizutreten haben werden. Jeden- qus aber, mag dem sein wie ihm woÜe, würde die Regierung in dieser Frage und überhaupt in diesem Geses das Wort ,unannebm- bar“ ihrerseits nicht ohne die dringendsie Notbwendigkeit aussprechen. Die Regierung hat das Gesetz vorgelegt, um die früheren Vcrheißungen loyal und voÜkommen zu er- fullen, und sie blxibt dabei, daß sie bis auf den äußersten möglichen Punxt Mit „dem boben Hause zusammen das Gesey zur Ausfübrrm brtxigen wil]. Von einer Ueannebmbarkeit könnte nur dann die ede 1ein, wenn wir die Ueberzeugung hätten _ das ist auch vorher angedeutet worden _ daß es fich nur um eine Etappe

ba'*r11, kann,

nach einem Ziel handelt, das ich vorhin schon als ein solches be- zeichnet habe, nach dem wir uns nicht begeben können, und'welches wir nicht annehmen werden.

Der Abg. Hobrecht erklärte er wolle nur zweierlei kon- statiren: er habe für sich das echt einer authentijchen Inter- pretation, des Sinnes der damali en Zuficheruna ni t in An- spruch enommen; er glaube auI), daß der Wort aut einer Allerhö sten Kabinetsordre nur nach der Fassung zu prüfen sei, wie sie vorliege. Zweitens erkläre er sich dagegen, daß zwischen dem, was er aUSgeführt habe, und den Erklärungen des Regierungskommiffars Burghart ein prinxipieüer Ge en- saß bestehe. Er halte den Generalsteuer-Direktor Burg art für berufen und befähigt, über die Vergangenheit Auskunft zu geben;.es wäre illoyal, wenn er das von dieser Stelle aus nicht anerkennen onte; er habe aber auch den Gegensaß nicht gefunden, deffen Hrrvorkehrung nach seiner Meinung dem Zu: standekommen des Geseßrs, wie das Hans es wünsche, nur hinderlich sein könne. Er habe auch seinerseits nur diejenigen GesichtSpunkte hervorgehoben, aus denen er glaube, daß es ebenso im Interesse der Regierung läge, die Staatsgrund- uni; Gebäudesteuer an die Kommunen baldmöglichst zu über: wer en.

Nach dem Schlusse der Diskussion bemerkte der Abg. Rickert persönlich, er bestreite drm Negierunr-Hkommiffar das Recht, ihm aus angeblich nahestehendrn Zeitungen Ansichten zu suppeditiren, von denen er das geradr Gegentheil offizirll im Hause aUSgefpr-ochen habe. (Rednrr verlas die betreffende StelLe des stenographischen Berichtes.)

Hierauf wurde §. 2 in der Fassung der Kommission an- genommen.

§. 3 lautet nach der Rrgierungsvorlage:

1. Insoweit der verfügbare Erlaßbetrag (§§. 1 und 2) zur Deckung des AusfaÜes einer oder mehrerer Monatsraten der für das belreffende Jahr veranlagten Klassensteuer und der fünf un- 1ersten Stufen der klassrfizirten Einkommenstrucr _ (d. i. bis zu einem Jahreseinkommen der Steuerpflirbtigen von nicbt mrbr als 6000 „M) _ unter Berückfirbtignng der nach §. 6 des (Gcsrizes vom 25. Mai 1873 _ Geseß-Samrni. S. 213 _ getroffenen Feststeklang _ zureicht, soll die enisprrcbende Anzahl von Monatsraten aller borgenanntrn Steuerstufen crlaffen werden. 11. Der etwa verblribende Ueberschß des Erlaßbeiragcs ist zum ferneren Erlaß eincr Monatsrate derjenigen 17011 den Vor- genannten untersten Steuerstufen zn vcrwrnden, für ivclche der- selbe ausreicht, Wobei mit der uritersien Ksaffrnsteuerstufe anzu- fangen und zu der jenärbstibiqenden Stufe, demrn'irbsi auch in derselben Reihenfolge bei dcr Einkbmmcnstewer von der rrstrn bis zur fünften Stufe aufzusteigcn ist. 111. In gleirbc-r Wrise, wie unter 11. angcgcben, isi zn Verfahren, wrnn der verfüxbare Erlaß-

,betrag iibcrbcmpi zur Deckung ciner Monatsrate aller unter 1, er-

wäbnten Erxurrstufen unzulänglich sein sbÜic. 17, Der ciwaise RW- dieses Erlaßbetrages ist demjenigen drs nächsten Jahres zu- zu 2 en.

Hierzu hatte die Kommission folgenden Zusatz beantragt:

§. 311. Soüte der in Einem Jarre deu Kiaiienstcurrpisicbtigen und dcn im €§. 3 brzeichneten Einkommensieuerpfiichtiarn z.: ge- währende Sieuerrrlas; drci Monaisraten bekragen, Mid nocb ein verfügbarer Vetrag übrig bleiben, so wird derselbe zum Erlaß Ljiiks entsprechenden Beirags an der Einkommensteuer dor übrigen Stufen der CinkommenstenerbflickÜigen verwendet, insoweit der noch verfügbare Erlaßbrtrag zur Drckung einer odrr mrbrercr Mormisraieu sämmilicbcr Stufen der Einkommensteuer oder einer rdér mebrercr ier nacb §. Z zunächst ausgescbloffenen Stnfen aus- rcichi. Dic Verirrwdrmg erfolgt, begirmend mii der ircbiien Ein- kommemsteuerstufe, in derselben Weise, wie es im §. Z für die .Klasir'nsteucr und die fiinf nutersten Siufen der (Einkommen- steuer vorgescbrieberi isi. Sollie der 11011) verfügbare Erlaßbctrag znr Deckung eiiier ribUen Monatsrate einer oder mehrerer der er- wähnten Einkommcnjieucrstuien Unzulätrglirb sein, s'.) wird drr Rest drm Erlaßbctrag drs näcbsisn Jahres zugesexzt und zunächst nach 07311 Brsiimmimgrn drs §. 3 rcrerdet. SOM? der 100) §. 2 ber- irigbgre Bekrrig ausreichen_. drei Monatsraicn dcriämr11iiichen Klasirn- Und Citik0mn1e:1steucrsiufe:1 zu rrlaffr'n Und mori) cin Orr- fiigbarcr ?;Trst übrig blcibrn, so wird dcrielbe zam Erlaß voÜLr Mormssraten dcr Klaffenstcurr imd iiimmilicbrr C111k0111111211s161161“ iiufrn in drr im §. 3 und §„ 38. festgesrtziert Reihenfolge ver- wendet.

Der Abg. Graf zu Limburg-Stirum hielt den §. 3:1. für icbr bedenklich nnd bat denselben abzulrhncn. Zwar sei dic: 9111113011511:in bosselben sehr unwahrschsinlich, aber es ssi immer [)x-58111110), brr den höheren Einkommcnsirusrsinfen, wslche die Strusrn am wenigsten drückten, überhaur-t die Hoffnung auf emen Steuerlaß zu erwecken. Die Annahme dieses Para- graphcn würde für dre konservative Partei das ganze Ge- seiz Unanncwnbar machen.

Drr „Regierrxngsk'ommiffar Generalsieuerdirrktor Burg: hart erklärte sich ebenfaÜH grgrn diesen Paragraphén aus 5an 50111, Vdrrednrr angriührten Gründen der politischen Zweckniaßigkert. Auch sri dersslbe thcoretisck) nicht richtig konstrmrt. ,

Der Abg. von Rauchhaupt hielt es für ungerecht, nach Ablehnung des Antrages, von Huene den §. 3.1. anzunehmen. Während dann der [181116 Kuhbaurr seine Grund- und Ge- bäudrsieuer bezahlen miiffo, werde der MiÜionär von der di- rekten Steuer befreit.

„Dcr Abg. Richter glaubte dagegen, daß gerade der §. Ja., drrrn 1edem Falle der. Régixrung keinericiSummen zur Dis- pbsrtion lasse, auf dicsrlbe eine Pressiön ausiiben werde, einem Gesetze znr Ueberwcisung der Grund: Und Grbäude- steuer zuzustrmmsn.

§. 3 'wurd'e angenommen, §. Za. abgelehnt. Hierauf wurden dra iibrigexi Paragraphen dieses Geseßes ohne Debatte nach den Kommissronsbcsckzlüssen angenonnncn.

Der Grießentwurf, betreffend dic: Abänderung der §§. 9 und 12 des Grießes über die Auflösung des L ehn sverfband es der dem sächsischen Lehnrechte, der Magde: burger Polrzeiordnung und dem longobardischen Lehnrechte, forme drm Allgemeiner) preußischen Landrechte unterworfencn Lehne in den PWVMZLU Sachsen und Brandenburg vom 28.t?)iärz 1877, welches in seinem einzigen Paragraphen an e :

„,Die Frist von vier Jahren, innerhalb deren der Lebnsbcfixer die von ihm nach §. 9 Absatz 1 des Gesetzes vom 28. März] 77 getroffene Wahl dem zuständigen Gericht anzuzeigen und den Ent- wurf einer zur Bestätigung geeigneten Stiftungsurkunde dem Lbsr-Fandeögericht einzureichen hat, wird um zwei Jahre ver- nger ", wrirdq nach kurzer Empfehlung durch den Abg. reiherrn von Mmmgerode unverändert angenommen, worauf ich das Haus um 41/2 Uhr vertagte.

LiterarischeNeuigkeiten und periodische Schriften.

Jahrbücher für die deut che Armee und Marine, VeranWortlicb redigirt von G. von arées, Major. Vd. LLKW, Nr. 101. Heft 2 ( ebruar 1880.) Berlin, 1880. Z SchneiderQ-Co, Goldschmidt & ilbelmi.) _ Inhalt: T1]. ie Tbäxigkeit de: ..nfanterie wäbrend der Belagerung von Straßburg im Jahre 1880, Von v. Wedelstädt, Major im 2. Niederschle scheu Infanterie-Re- Yment Nr. 47 (Schluß). _ 8111, Die Sommerlager der russischen

mm im Jabre 1879. Von A. v. Dryaalski, Premier-Lieutenant a. D. ((Sri-[UBé _ XW. Die dänische Armee und Marine nach dem neuesten eorganisationSeniwurfe, nebst einem Rückblicke aus- deren bisherige Entwickelung. Von A. Frbrn. v. Fircks (Schluß). _ )(7. Das Pferdefutter und die Pferdewart, insbesondere der Mj- litärpferde. Von Frbrn. v. Rotenban, Major und etatSmäßiger Stabéoffizier im Königl. Bayer. 1. Ulanen-Regiment. _ )(71. Vor- Yläge für eine Mobilmachung irrt östlichen Frankreich. _ 11711,

erzeicbniß der bedeutenderenAufjäße aus anderen militärischen Zeit- schriften (15. Dezember 1879 bis 15. Januar 1880). _ )(7111. Ver. zeicbniß der bei dcr Redakiion eingegangenen neu erschienenen Bücher 11. s. w. (15. Dezember 1879 bis 15. Januar 1880).

Der Untergang S. M. Schiffes „Großer Kur- fürst“, auf Grund der gerichtlichen Uniersuckoungöakten darpestellt (mit einer Tafel in Steindruck). Berlin, 1880. E. S. Mittler u. Sobn, Königl. Hofbuchhandlung.

Der Bär, JUustrirte Berliner Wochenschrift. Eine Chronik fürs Haus. „Herausgegeben von Ernst Friedel und Emil Dominik. Verlag der Nicolai'schen Verlags- Buchhandlung, R. Stricker, in Berlin. Nr. 6. _ Inhalt: Joachim 1. Roman von Adolf Streckfuß ( ortseßung). _ George Hesekiei, rnit Jilustration. _ Sitten und ebräucbe der Alimärker, von *V- Lange in Oderberg. _ Moabit. _ Herzogin Margarethe von Pommern, von Dr, Th. Unruh. _ Nikolaus Leutinger als Dicbter, von ])1', Markfreund, Auch Einer, von R. F. _ Noch einmal das Hufeisen. _ Miscellen. _ Briefkasten. _ An die Mitarbeiter. _ Inserat,

„Allgemeine Literarische Correspondenz'. Eine Rundschau über-das geistige Leben dcr Gegenwart. Organ des AÜ- gemeinen Deutscbrn Schriftstelicrverbatids. Verlag von Hermann FoltZ in Leipzig. Nr. 57. _ Juha t: Calderon/de la Barca. Zum 17. Januar, dem Geburtstage des Dichters. Von Carl Fulda. _ Kritiscbe' Umschau. _ Neuigkeiten vom Bürbermarkt. _ Journal- Literatur. _ Freies Deutsches Hochstift 311 Frankfurt a. M. _ An- zeigen. -

Nr. 58 enthält Folgendes: Die nwirrmzöjisckyrn Lyriker und ibre Verdeutscber. Von Gustav Weck. _ Kriti1che Umschau: Specht, Theoloaie und Wissenschaft; 110111511116, 1115101113 (16 1311113816; Reick), Studien über die Volksseele; H-Üenbacb, Vorurtbcile der Menschheit ; Dünßer, (Goethe's Leben; Yesillcr, Cai1e1 seit siebzig Jabren; Fulda und Hoffmeister, Hesfiscbe Zeiten und Persönlicbkciten yon 1751 bis 1831; Stabr, Torso; Hartung, Theorie der Musik; «09113113, Das Schloß am Rock,)e Melon; ?)ic'ibwisrb. Oiiieenoveileu; Staberww, Schöne Grister; (331115131111, 1869_]_879; Kayßaräi: „59. Uzkura Ebrimg, Dcr Schalksi'nc-rbt; Lenzen, Tius drr. Heiwaib. _ Kleine Mittbeilrmgrn. _ Neuigkeiten VOM Büchrrmarkt. _ Aniiqrxarisrbe Kataloge. _ Journczlliteraiur. Frries Deutsches Hochstift zu Frankfurt a. M. _ Anzcisen. _ Preis pro Quartal 5 „74

Werbandlungcn des Verrins zur Beförderung des Gewerbflcißes 1880 ([. Zanuar-Hrfi). Inhalt: 1. lrgenbeiieu dcs Vereins: Namensverzeirbniß der Mirxxlieder vom 1. Januar 1880. Leitung und Verwaltung des VerrinI für 1880. Preisaufgaben Und Honorarausickorribungen. _ 11. Abhandlungen: Die bydrauliscben Aufzüge im Cisenbabnbotä zu Vérlin, Beschrie- ben von_ Emil Blum, Direktor der Berliri-Anbalr. Maschinen- Aktiengeicüschast za Berlin-Moabit. Erfixbxüffe ciner Siridienreife in England und Scbotiland. Von Prbfeffor A. v. Gizycki in Aachen. Gedanken 1":er drn Unterricbt im Maschinenzeiäouen an Gewerb- sckoulen, ron Adolph Erizst, Ingenieur und Lehrer an der „Königl. GSWZrbscbnle zu Halbcriiadt. _ 111. Amiliche Mittheilungen: Ver- äudkrung geWerblichr ANläJM. _

Mittheilungem der Großherzoglich hessischen Crnéralstclle für die: Landcsiiatiitik. Inhalt aus Nr.222: Eisenbahnen Dezember 1879. _ Preise der gewöbnl. Verbrauchs- geqnst. Dezember 1879. _ Vergl. mcieorol. Berbarht. Dezember 1879. _ VirbveriiMrnngsAnstalt 1878-79. _ Eymnafien,'Rea1- srbUl-rn und bbbete Lii'iädckyrnsrbnlen 1878_79. _ Sirrbfälic in DarmstadT-Beiirmgrn 1863 «79 nacb Todesnrsarben 11110 7111030120.

Mitibeilungcm der K. und .K. Konsulais-Bebörden bon Oestcrrciri)-Unaarn._ (Januar 1880.) _ J:“.imlt: Deuiirbxs Reick). Lübeck". Schiffahrt und Haridel im Jahre 1878, _ (Hwk;- briiarrnien, Si. Heicria. Wirti3ichaftlichc Verbäiiniiie im Jahre 1878. _ Rußland. Reval. Handrl und Scbiffabri im Jabre1878. _ Belgien. Antwerpcn. Hundelsbrwegung im Jahre 1878. __ Schweden und Nrrwczicn. Christiania. Wiribsckzaftliche Verball- niiie Norwegens im Jahre 1878. _ Otiomaniscbs Reich. Prrvcsa. Ergebnisse auf wirtbsckyafilicbem Gebictr im Jabre 1878. _ Uruguay. Montevideo. Handejs- nrd Säxifiabriswwrguna der Republik Uruguay im Fabre 1878. _ Cbilc. Valparaiso. Handel und Schiffahrt im Jahre 1878. _ Personalnarbrickyten. '

Zeitschrift für Forst- und Jagdwesen. Zugleich Organ für iorstlicbrs Versuckiswesrn. Herausgegeben in Verbindung mit den Lehrern der Forstakademic zu Eberswalde, sowie nach amtlichen Mii- .'[)eilungen von B. Danckelmmm, Königl. preasz. Obcr-Forstmeistcr und Direktor der Forstakademic zu Eberswalde. 12. Jahrg. 1880. 2. Heft. Januar. Berlin. Verlag von Jul. Springer. 1880. _ Inhalt: 1. Abhandlungen. Die Betriebsreqclung dcr 5sierreickischen Staatsforsten nacb der Instruktion vom Jahre 1878. Vom Ober- Forstmeister B. Danckelmann. Die norddeutsrbe Tiefebene, dar- gestelit in geognostiscber und bodepkundlicber chiebung. Von W. Schüße. Ueber die Anistzung der Kulturkosten bei Waldwertbbcrerb- nung, Vom Forst-Affcffbr vou Bornstedi. Der Linden-Prachtkäfer, Zuyrsxbjß ([.-17110121) 111171111118 1781). Vom Prof. ])k. Yltum. _ 11. Mittheilungen. Forst-Tirektor ])r. Burribardt 1". Vom Ober- Forstmeisier von dem Vorne. _ 111. Statistik. Ergebnis; der Holzsamenernte Von den wichtigsten Holzarten in Preußen im Jahre 1879. Vom Oberförster Weis:: Die forft1ichen Verbältniffe von Scboiiland. Vom Oberförstcr-Kandidat Zeising. __ 17. Literatur. Beitrage zur Statistik der innern Vcrwaltung drs Großberzogthums Baden._ Berichterstatter Ober-Forstmeister Danckrlmann“. Uebersicht dsr foriiliäz beachtenSmerthen Literatur. 7. Notizen.

Forstliche Blätter. Zeitschrift für Forst- und Jagdwesen. Hergusgegeben von Jul. Tbeod. Grunert, Königl. preuß. Ober-Forst- meister a. D., und Professor 1)r. Bern. Borggreve, Königl. preuß. Ober-Forstmeisier 2c. 17. (3.Folge4.) Jahrg. 1880. 2. Heft: Februar. Leipzig, 1880. Verlag von H. Voigt. 4. _ Inhalt: ]. Aufsätze. Die neuen Aufforstunaen im Amtsbezirke Wittmund in Ostfriesland. Vom Oberförster a.,D. (Gerdes in JeVer. _ Forstliche Zustände und Anschauunaen in England. Vom Ober-Forstrath Braun zu Darmstadt. _- 1'611077- und L'jtobS-kjns, Vom Ober-Foxstmeister Grunert. _ 11. Bücheranzeigen. _ 111. Mittheilungen.

Mittheilungen des Vereins zur Wabrun der ge- meinsamenwirtbichaftlichen Interessen in R einland und Westfalen. 1880.Nr. 1und 2. Jnlalt: ]) Zur Reorganisation der Handelskammern und des Deutschen andelstags. 2) Die Braun- schweiger Kbnferenz Wegen Erlaß eines Cbeckgeseßes. 3) Referat über die Srßung des Ausschusses vom 2. Dezember 1879.

b'asgoojatxion äouaniörs 110 1'1311r0p0 osutrals. ÜÜÜÜS par Ziebarä (10 kaufmann, V00136Uk an (11011 el; 611 philo- aopbjo. Yaris, Librairie äs (Luanumin 61“. (ck10,

Axige- '

Zweite Beilage zum Deutschen Reichs-Anzeigrr und Königlich Prrußis

Berlin, Mittwoch,

B R Iusrraic fiir den Deutsckßcn Reicbr- 11. König!. Preuß. StaaLs-Anzeiger und das Ceuiral-Handels- register nimmt an: die KönigTié-Xxs Expedition

des Deutschen Reirhs-Anzeéger- uud Königiis) Preußischeu Staats-Anzeigers: Berxiu, 8. 77. WilheÜn-Straße Nr. 82. &

8180111311810 uyä Unrergrrabuu 8-88-61163. Zubeötakioysu,&ck&-3130156, 0113611ng u. ;LkZ .

787100811113, WOÜ183§10U, Airwsabwyg W u. s. w. 7011 öÜ'SUÜiCUSU kayrsrsu.

Steckbriefe und Untersuchungs = Sachen.

1677]

[ 1) Der Trainioldai, Arbeiter leo'mas Ro ineck. am 12. Deicmber 1847 zn Koniawv, Kreis „omst, geboren, 2) der TramsoldatUJohann Friedrich Wilhelm Atvege, am 2. Marz 1839 zu Schwar- miiz bei Grünebera geboren, Werden beschuldigt, ais beuriaubie Rrserbisien obneCrlaubnis; ausgewandert zu sein, obne von der bevvrstebenden Aur'srvanderung der Militärbehörde Anzeige erstattet zu Haben, Ueber- jretung gegen §. 360 Nr. 3 des Strafaeseßbucbs. Disselben werden auf Anordnuna des Kbniglirben Amtsgerichts bierselbst auf den 5. April 1880, Plittags 12 Uhr, vor das Königliche Schöffrn- gericht hierselbst zur Hauptberhandlung gekaden. Bci unentsckyuldigtem Ausbleiben werden dieselben auf Grund der nach §.472 der Strafprozeßordnurg von der „Königlichen Regierung, Abtheilung des In- nern, zu Potsdam ausgestellten Erklärungen verur- tbeili Werden. Potsdam. den 29. Oktober 1879. Die Gerichtsichreiberer des Königlichen Amtslgericbtv. Abtheilung 7. '

Subhastationen, Aufgebote, Bor: ladungen und dergl.

VerkaufSanzeige und Aufgebot.

In ZwangSvoÜsireckungssarbc-„n des Kaufmanns Wolf Rosenberg zu Münden, Gläubigers, wider den Arbeiter August Tbeune zur Blume, Schuld- ners, wegen Forderung, wird, nacbdem der drsfallfige Antrag des Gläubigers für zulässig erachtet ist, zum öffentlich meistbietenden Verkaufe dcs dcm Schuld- ner gehörigen, in dcr Feldmark Mielenhaussn be- leqcnen Artikel 68 der Grundsteuerniuitrrroüe sür Mielenhauscn aufgeführten (Grundstücks, nämlich:

18,78 Ar Acker. die Seebreiie, Ktbl. ] Parz. 318, beaniragiermaßen Termin auf: _ Sonnabend, den 3. Am::l 1880, Naäxmittags 3 Uhr, 1m Capekle'srben (Hastbause zu Mielenhausm an- gesetzt, wvzu Kaufliebbaber damit geladen werden.

Zugleich werden alle Die, welcbe an dem Verkarris- gegenstande Eigenihums-, Näher-, lebnrecbtlrche, fideikommiffarisckye, Pfand- und andere dingliche Rechte, insbesondere auch Serviiuten und Real- bercchiigungen zu haben vrrmeinen, aufgefordert, ihre Ansprüche io gewiß in obigem Termine anzu- meldcn, als widrigeniails für ÖM fich nicbt Melden- den im Verhältnisse zum neuen Erw.rber das Recht verlorc'n gebt.

Münden, den 12. Februar 1880.

Königlicbes Amtsgericht. Leonhardt. Beglaubigt:

C. Günther, Gericbtkscbreiber.

[4169] Oeffentliche Zustellung.

Die Ehefrau des Koffatben Friedrich Arndt, Caroline, geb. Groteiend, zu Vienau bei Brunau, vertreten durch den RecbiSanwalt 1)r. Wiener zu Stendal, klagt gegen ihren Ehemann, dcn Kossa- then Friedrich Arndt, früher zu Vienan, jest unbekannten Aufenthalis, auf Ehescheidung Wegen böslicber «Zerlasiung mit dem Anfrage, die zwischen den Parteien bestehende Ehe zu trennen und den Beklagten für den allein srbuldigen Theil zu erklären, und ladet den Beklagten zur mündlichen Verband- sung des Rechtsstreits vor die erste (Zivilkammer des Königlichen Landgericbis zit Stendal

auf den 4. Mai 1880, Vormittags 9Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dcm edachten Ge- rilbte zu elaffenen Anwalt zu bestelien-ß '

Zum werke der öffentlichen ZusteUung wird dieser Auszug der Klage bekamzi gemacht.

Muller, Gerichtsscbreiber des, KÉniglicben Landgerichts, :. .

[4141]

' *r [4133] Oeffentliche Zusteaung.

Dcr Fuhrberr Heinrich Carl Friedrich Tbcodor Gödecke bierfelbst, vertreten durch dmRecbtsanwalt Lucins bierselbst, klagt als Miterbe seines verstor- benen Vaters, des Bürgers und Karrcnfiibrers Zr- baun Julius Gödecke von bier, gegen

1) die Wittwe des Bürgers Johann Hennig Sudboff, Carbline, geborere Lankow, und 2) den Tischler (Carl Sudboff, als Erben ihres verstorbenen Ehemannes resp. Vaters, des enannien Bürgers Sudhoff, wegen Auf- affung mit dem Antrag::

1) den Beklagten aufzugeben, sick) binnen 4 Wochen als Eigentbümer des auf dem Werder Nr. 1546 hierselbst belegenen Hauses und Hofes Tammt Zubehör unter drm Rech16nachtheile cin- ragen zu lassen, daß nach Ablauf dieser Frist die Eintragung gerichtlich werde verfügt werden, 2) den Eckla ten aufzugeben, binnen ferneren 2 Wochen, nach blauf der 11.11 1 gedachten Frist, dem Kläger das Grundstück qu. vor Herzogltcbem Grundbuch- amte aufzulaffen unter dem Rechtßnachtbei[e, daß nach Ablauf dieser Frist die Auflaffung amtlich werde verfügt werden, und ladet die Beklagten,

kammcr des Herzoglichen Laudßerichis zu Braun-

schweig auf den 26. April 1880, Vormittaßs 10 Uhr,

mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Ge- richte xugelaffenen Anmalt zn besicUen.

FUN“! Zwecke der bffentiiében Zusieliung wird die'er Auszug der Kiage bekannt gemacht.

Vrauusäxtveig, dcn 9. Februar 1880.

A. Rantmann, Gericbisfckareibrr dcs Herzoglichen Laudgeriéhis.

[4149] Oeffentliche Zustclinuri.

Dic Wiiiwe des Rirmendrebers Riäsard Ernestus, Gertrud, geb. Müllrr, obne Geschäft, zu Elber- feld, vertreten durcb Rechtsimwalt Dr. Berthold, klagt gegen den Anstreicher Hermann Ernestus, frübsr zu Elberfeld wohnhaft gewesen, jeßt obne be- kannten Wohn- und _Aufenibaltsbrt, und Genossen, auf Tbeilung der zwiicberi ihr und ihrem zu Elber- f»ld berlebten Ehemanns, Rbmendreber Richard Ernestus, bestandenen ebclicbcn Gütergetneinschait, sowie auf Tbeilung des Nachlasses ihres genannten verlrbicn Ehemannes und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die ]. Civilkammer des Königlichen Landgerirbis zu Elberfeld auf

den 26. April 1880, Vormittags 9 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Gerichte zugelassenen Avwait zu brsjeUen.

Zum Zwecke der bffenilicbrn Zustellung wird dieser AuIzug der Klage bekannt gemacht.

Der Landgerichts-Sekrciär, Jansen.

[4098] Oeffmchbuug.

Der HandelSmanu Gottlieb Neugebauer zu Schildberg klagt gegcn den Bäcker Samuel Wi- dawski, früher zu Schildberg, „wegen 33 „46. und Zinsen mit dem Anfrage auf öfxe111liche ZusteÜung und ladet den Beklagten zur münd1ichen Verband- lnna des Rechtsstreits vor das Königliche Amts- gericht zu Schildberg auf

den 15. April 1880, Vormittags 9 Uhr.

Zum Zwecke der öffentlichen Zusteüung wird dieser Auszug der Klage bekannt_gemacht.

Nair, Gerichtsscbreiber des Königlichen Amtsgerichts.

[4142] Oeffentliche Zustellung.

Die Sckjolastika Streicbcr, Rentnerin zuOber- ebnheim, vertreten durch Rechtsanwalt Traut, klagt gegen den Felix Matiz, obne bekannten Wohnort, aus baarcm Darlehn und rückständigen Zinken mit dem Anirage auf Verurtbeilung zur Zablimg von 495 “Fr. nebst Zinsen seit 10. Februar 1879 und ladet den Beklagten zur miindlicben Vcrbandlung des Rechtsstreis vor die (Zivilkammer des Kaiser- lichen Landgerichts zu Zabern auf

den 28. April 1880, Vormittags 10 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Ge- richte zugelaffenen Anwalt zu besteilen.

Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht.

Hörkens, Landg.-Sekcet., ' Gerichtsichreiber des Kaiserlichen Landgerichts-

[41381 Oeffentliche Zustellung.

Nr. 1827. Georg Fleiß, Landwirt!) in Mönch- weiler, klagt gegen Christian Steidinger, Wariner von dort, z. Zt. an unbekannten Orten abwr1end, aus Darlehen, mit dem Anfrage auf Zahlung von 225 «16. und lader den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor das Großherzog- liche Amtsgericht zu Villingen auf

Samstag, den 27. März 1880, Vormittags 9-1 Uhr.

Zum Zwecke dcr öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht.

Viuingen, den 7. Februar 1880."

Ramsperger, Gcricbisschreiber des Großherzoglichen Amngerichis.

[4118] Oeffentliche Zustellnnq.

Der Franz Jacobs, Küfer zu Wanauien. klagt gegen Jobann Schleider [[.. Küfer, früher zu Windesheim, jest unbekannten Aufenthaltsorts, über 79 „44 10 „3 als Restbetrag für als Bürge des ge- nannten Schuldners an die Kgl.Forstkaffc bezahlten Holzsteigpreis incl. Zinsen und früheren Kosten mit dem Antrags auf Veruriheilung dss Beklagten zur Zahlung von 79 „is 10 -3 nebst Zinsen vom 7. Januar 1880 und ladet den Beklagten zur münd- licben Verhandlung des Rechtsstreits vor das Kgl. Amtsgericht zu Stromberg auf den 14. April 1880, Vormittags 9 Uhr.

Zum Zwecke der öffentlichen ZusteUung wird diescr AuIzug der Klage bekannt gemacht. -

, Hartmann, -

Gerichisschrerber des Königlichen Amtsgerichts.

[4120] Aufgebot.

]) Auf Antrag der Fuhrleute Christian und Jb- hannes Neubert von Schweinfurt, als nächste Verwandten des vor 25 Jahren nach Un arn auerewanderten Georg Melchior Bartbe mes;

deren Aufenthaltsort unbekannt ist, zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die erste Civil-

von Obereisensbeim, der am 11. November 1821 geboren ist;

OeffMMcHer

1. 2. 2. ?erkäustczrpaobraUgsu, Zubszaiczusn sw.

den 18. Februar

ck01 Siaris-Anzriger.

5. Knäusrkichs Utabüsssmsuw, kabrjktzy 11115 Grossbanäcz].

6. sarsabjsäsus Lskarwtwachgsu.

7. Djrorm'jxaba Wijeu.

8. WbsaWr-Wsixsu. ) 111 961“ 136x391:-

X Anz eégÉLÖ . Inserate nehmen an: die Annoncen-Expeditionen des

„Invalwendank“. Rudolf Moffe, Haasenkieiu & Vogier, G. L. Daub: & Co., E. saust“, Vätrner & Winter, sowie an: übrigen größeren

B

Annoncen-Bureans. R

9. ?Wile-Uaobriabrau. bLÜQ-ZI."

2) auf Antrag _des Oekonomen Vaieniin Hegier von „Kolitzberm, als Kurator des Martin Ru- dolph von da, der am 2. Februar 1799 ge- boren und vor ungefähr 40 Jahren nach Ruß- land angewandcrt ist;

3) auf Antrag des Oekonomen Miébael Hofmann von Krautheim, Vormund des Martin Hofler von da, welcher am 16. Jamiar 1809 geboren Im? bär 40 Jahren nach Amerika ausJeWan- er 1 ; auf A-xtrag der ledigen Dienstmagd Martha S_Öeinbbf in Volkach, Tochter der Kaibarina Srbeinbof von Eichcrndorf, Welche am 29. No- vember 1808 geboren und vor circa 30 Jahren nach Amerika ausgewandert ift; aui Antrag des Schmiedemrisiers Matibeus Singer von Reupelsdorf, kinderbererbtsr Chc- mann der Anna Maria Singer, geborenen Roß, als Erbe des Georg Adam Rcß von da, Welcher im Jahre 1813 geboren und im Jahre 1846 nach Amerika auSgewandert ist; auf Antrag des Orkonomrn Nikolaus Seboil bon Kolißbcim, Vormund des Michael Rieß von da, der am 2. Septsmber 1820 gcboxen Fm? Yi Jahre 1837 nach Amrrika ans-grwan- er ;

Werden vorbcnannte Landckabrveseuden hiermit auf-

gefordert, spätestens im Iiufacbotswrmine vom

Donnerstag, den 25. November 1880.

Vormittags 9 Uhr,

Persönlich oder schriftlich bei dem unterfertigten

AmtIgericLie sich anzumelden, widrigenfaiis dieselben

für todt erklärt wiirden.

Bis zum oder am bezeichneten Termine smd etwaige Crbansprücbs oder sonstige Rechic an das vorrmrndschafilici) verwaltete Vermögen der genann- ten Abnxcienden dabier grltend zu wachen, ansonst Über dasielbe nach Maßgabe des _fränkisOen Land- rechtes durcb Ueberiveisung an die fick; meldenden Erbbeibcikigien im Erbrvege Verfügt würde.

Wer über das chan der Verschollenen Kunde geb-Zr kann, 100112 hierüber Mittheilung bxi Gcricbr ma cn.

Volkach, den 28. Januar 1880.

Königlicb Bayerisches Amtsgericht. 11, 8.) Banzer. Zur Beglaubigung: Der Königliche Gerichtsscbreiber. Küttenbaum.

[3969] Aufgebot.

Dcr Tnäjfabrikant M.Steiubaöl) zu Melsungen bat das Aufgebot eines von der Reichsbanksteäe zu Cassel unter Nr. 664 am 27. Juni 1879 aus-geier- iigten Pfandslbeins, Inhalts dessen der Antragsteüer gegen ein Von der Reicbsbank empfqngenes Darlehen von 500 „FC. folgende Effekten verwiändet bat,

Preußische 40/«ige consolidirte Staats-Arileibe:

1.111. 13. Nr. 4038 : „71 2000,

1111. 0. Nr. 45809 = , 1000,

1.111. (3. Nr. 45810 = 1000,

1.111, 0. Nr. 45811 = , 1000,

11111. (ck. Nr. 48358 : 1000 beantragt. Der Inhaber der Urkunde wird aufge- fordert, spätestens in dem auf den 15. November 1880, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Cölnisrbe Straße Nr. 13, 1 Treppe boch, Zimmer Nr. 5, anbe- raumten Ansgeboistermine seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraft- loserklärnng der Urkunde erfolgen wird.

Cassel, den 26. Januar 1880.

Königliches Amtsgericbt. Abtheilung 3. Der Gerichtsickoreiber: ,Castenholz.

[4137] Aufgebot.

Nr. 1115. Johann Wetzel von Sonnenmatt bat bier anaegeben, daß er die folgenden Grund- stücke am 27. März 1846 von seinem Vater, Land- wirib Andreas Weßel in Sonnenmait, erkauft, worüber nacb Beurkundung des Gexneinderaibs Laer; in den Grund- und, Unterpfandbucbern keine

inträgc sicb finden, nämlich:

1) 10 Ar 15 Q-M. Ackar im alm (Alien- baus), neben Alois Asal und onat Kiefer. 2) 5 Ar 40 Q.-M. Acker im Ha1m(Waid), Febxn Josef Philipp We. und Josef Langen-

or . 3) 3 A1: 60 Q-M. Acker auf der Bündien, und Michael

t.

4) .-M. Wiesen in der Bleiche, bei- ders. Carl e- 5) 9 Ar Acker an dem Rotbenbübl, neben Josef

Philipp We. und 211915 Asal. 6) 9 Ar Wiesen im Ram, neben Donat Kiefer und Bl. Köpfer. ' 7) 1 Ar 80 Qu.-M. Wiesen tm Muttle, neben Josef Philipp We. und Donat Kiefer. 8) 3?in 15 Q.-M. daselbst, beiderseits Donat e er. 9) 1 Nr 98 Q.-M. Wiesen im vorderen Gra- ben, neben Blasius Köpfer und Wilbe1m Scbmidt. 10) 5 Ar 85 Q.-M. Wiesen daselbst, neben D. Philipp und J. Schmidt. 11) 1 At 35 Q,-M. Wiesen im Halm, neben An- dreas Albrecht und Michael Srbmidt. 12) 2 Ar 25 Q.-M. Acker(HauSgar!en), Rothen-

/

13) 3 Nr 51 Q.=M. Weide im Loch, neben Xarer Scbmidt und J. Schmidt.

14) 3 Nr 51 Q-Yi. Weide daselbst, nrbrn Mich. Srbmidi und Weg.

15) 6 Ar 75 Q-Yi. Weid? daselbst, neben H. Sebmidt Und Donat Kiefer.

Auf deffen Antrag werden Alle, welcbe an Zbigen

Grundstücken in den Grund- und Pfandbuchern

nicbt eingetragene und auch sonst nicht bekannie

dingliche oder auf einem Stammguts- oder Famr-

liengmtsverband berubende Rccbte zu haben ver-

meinen, aufgefordert, solche Rechte spatestcns m

dem auf , Mietkoch). den 24. März 1880,

. Vorm. 10 Ubr, anberaumtxx'. Aufgebotsterminc anzuweldsn, widrigen- faÜs die nicbt angemeldeten Ansprüche und Rechte für erloschen erklärt Werden würden. Sckjönau, den 31. Januar 1880.

Großb. Amthericbt.

Der Gerickotsschreiber:

Müller.

[41291 Aufgebot.

Der Probst Heinrich Johann Friedrich Sö- rensen zu Neumünster hat das 5211117325131 drr Talons zu den Prioritats-Obligatio- Wustder Sckxleswigscljeu Eisenbahngesell- er hier. .*. Nr. 1818 und hin. |J. Nr. 6083. welche Leßicre rrsp. auf 1000 Thlr. Pr. Crx. und 200 Thlr. Pr. Ert. laufen und von denen die Ta- lons aimcblich abbandrn gekommen smd, bcantragx. Dcr Inhaber der Urkunden wird angefordert, spa- tesicns in dem auf den 2. April 1880, Vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeicbncten Geiicbie, Holm, anberaum- ten Aufgebbistermine seine Rechte anzuwelden und die Urkundrn vorzulegen, widrigeniqiis die Krafilos- erklärung der Urkunden erfolgen wird. Flensburg, den 6. Februar 1880. Königlirhes Amtsgericht. Abtheilung ll. Brinkmann.

...... Aufgebot.

Der Hüfner Friedrich Lange zu Buckyxzoiz bat das Aufgebrt drr Obligation vom 22. (Zer- icmber 1837, aus welchcr im Grundbncbe von Buchholz Bd. ]., Vl. Nr, 1 und von Landungen Bd. 14 Bl. Nr. 672, Seite 421 für, den Hümrr und Lebnichulzen Johann Gottfried Thiele zu Bartz 300 Tblr. zu 49/0 verzinslich eingetragen stebeU, erecks Löschung dieser Summe beantragt.

Der anaber der bezeichneten Urkunde wird auf- gefordsrt, seine Rechte spätestens in dem auf

den 20. April 1880, Vormittags 12 Uhr, an hiesiger Gerichtssteile anberaumten Termine geliend zu machen und die Urkunde vwrzulegen, widrigenfalls die Urkunde ikrr kraftlos erklart wird.

Belzig, den 28. Dezember 1879.

Königliches Amtsgericht.

Ausfertigung. Aufgebot. _

Auf Antrag des stkükbners, Josef Materboefxr von Falkenberg werden Diejrmgen, welche auf die für Wolfgang und Masdalena Marerhoefer von Falkenberg, ersterer seit dem Jabre1806 aasgean- dert und unbekannt wann, leistcre rm Jahre 1832 verstorben, im Hypothekenbuche iur. Falkenberg Band 1. Seite 513 auf dcn) Anwesen des Antrag- stellers eingetragene Kartijcbillmgsforderung von 350 Fl. : 600 .“. ein Recht zubxben glauben, hiermit aufgefordert, dieses Recht innerhalb sechs Monaten oder spätestens in dem auf

Dienstag, den 5. Oktober 1880, Vormittags 9 Uhr. , anberaumten Aufgebotstermine beim unterzeichneten Gerichte anzumelden. _

Für den FaÜ dcr Unterlassung der Yumelduzxg wird besagte Forderung für erloschen erklart und un vaotbekeubu-Ibe gelöscht werden.

Tirschenreuth, den 12. Dezember, 1879.

Königl. Bayer. Amtsgericht. Stkmitt, K. AmMicbter. ' '

Den Gleichlauf vorsicbmder Ausfertigung mat dem Originale bestätigt.

Tirschenreuth, den 12. Dezember 1879.

Der K. Gerickyisscbreiber: Sckjreyer.

[13804]

4139)

[ Auf Antrag des Landmarselmlls Freiherrn ?. von Maltzan auf Burg Penzlin werden aÜe D e- jenigen, welcbe dingliche Ansprüche und Rxcbte an das von demselben dem Gutspacbter Beese zu Wer- der verkaufte Vieb, Feld und Wirth cbaftsmventar zu Neuhof zu haben vermeinen, bier urch g'eladen, solche ibre Ansprüche und Rechte spätestens in dem auf Sonnabend, den 8. Mai 1880, 12 Uhr, im hiesigen Amtherichthebäude anstehender) Ter- mine anzumelden, widrigenfalls dieselben fur er-

loschen Werden erklärt werden.

Penzlin. den 13. ebruar 1880. Großherzoglich ecklenburg-ScbWerinsrbeS

Amtsßericbt. Zur Beg aubiguna: Ulbr cbt,

bübl, neben Alois Böhler und DonatKiefer.

Gerichts-Aktuar.