1880 / 51 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 28 Feb 1880 18:00:01 GMT) scan diff

ja -- und das habe er schon früher hervorgehoben - eine nothwendige Konsequenz 1391: Lage gegeniiber der Sozialisten- fra 6. Neben der Repression 6 man schaffend auf diesen Ge ieten vorgehen, und auch dur solche nsiitute werde ein erheblicher Schritt in dieser Richtung get an. Er bemerke aber ausdrücklich, daß er es auch nur a s einen Theil der nothwendigsn Thätigkiit nach dieser Richtung ansehen könne, die noch a11f anderen Gebieten ckFanz energisch geübt werden müsse. Er erinnsre an die rganisaiion dcs klsinen Ge- werbes, an die FW;]? der Gewerbeordnung, des Innungs- wesens; er erinnere an die, wie ihm sck)iene, außerordentlick) notthbigs Reform auch des FrciügigkeitSJSssßes und des ganzen GLMSÉLE del; Heimathsw ts. Denn dariiber foÜe man siéi) dock) nicht täuschen, das; man gogenwiirtig unter dem Titiél der Freizügigkeik fiir die arbeitende Kiassc das (Eichknthäl von Freiheit g€schnffen habe, daß diese Freizügigkeit eine rein theorstisciw sei, imd daß man da einsr ganz traurigen Entwicklung entgegengshe, welche die Ländcr mit einm“ Masse von Hsimaihlosen sidsrschütie, daß man dem einzelnen Arbeiter weißmache, dLrsEWSkÖLML arbeiten wo er 1119119, WähWUd SL in Wirklichkeit so sei, daß derselbe Überall, wo er GEWÜT laufe armenbcréchtigt zu wcrden, von der Schichle giwicsen werds. Daß dicser Gkgénstaud mit der ganzen Frage der Freizügigkeit, ch Heinmithchts, der Armenverpfkichtnng in direkter Verbindimg sishs, sei gewiß nicht ein Vorwnrf gegen solche Instituto, wis emcr der Vor- rsdnsr cs all§§3€sPWchLn habs. Es liege in der Natur der Sachs, 591111 der Ardsiier, der Achsicht habe, im Micr eine Vcrsorgung zu genießen, werde in einsr ganz anderen Weise seine Kinder erziebin, und es würden auch dis Eindrücko, UNTER densn die Jimend aufwachse, andsre sein als jeßt. Es Wdrde materieli die Nrmenverpfldgung erleichisrt, (1er es liégc auch ein großer prinzipielier Gedanke darin, daß man faktisch einen aroszsn Theil der Armenlast denen anf dis Schultern legen könne, anf denen sie eigentlich iisgen soiite, 11611911 näm- lich, die die TIrbsii-Zkraft auIniißth. 1111d das iki der Haupt- gcdanke, den seine Partei bei der Reform diescr Armcngesc-Z- ngUng verfolgen 1111115: und dsr zum Theil an dissem Ge- biete gelöst werde. Er könne also nur dringdnd wünschen, "daß dsr GLJLUÜUUÖ nicht von der Tagesordnung schwiude, fondcrn dai; derselbe das 3511118 mit Erfolg in dsr nächsten SLssidn bsichiiftigdn möge. '" __

Dcr 21115]. Iiicht€r (Hage11) benicrkts, dsr stMOgMPhUÖS Vsric13t imrde answcissn, daß eine solche Bemekkung vom Präsidxnien an seinen Namen noch nicht gckniipft ski. Aber gleichgültig, er halte sick) nach dem von (111211 Partcißn gleich- mäßig gciibtsu Brauch dicsés Hauses Und ailer parlamentari- sch811 KörpEtschasten fiir berschtigt, Zwischenrnfe, welche den Redner 111151 störtsn und fiir dM Präsidßnten verständlich seisn, zu 6111611211 (Abg. Rickert: Sehr richtig !) und werds sich dies RSM so lange nicht beschränken lassen, wii! ddr Präsident nicht einc chfallsige Aenderung der (51 schäftsordmmg hsrbsi-' JTLÜU habs. Man sei hier weder in der Schills noch in der

“ir )?.

Der Präsident erklärte, er müffs über den [11311371 AUsdruck doch sein äUßSl'stCS Vesremdcn äußern. Der Vorredner habe suppcdiiirt, daß er die Herren bL[)011d[L, als seien sie in der Schule. Das sei ein Aquruck, den er unter ksincn 11111siänden passiren lasstn könne und den er fiir nicht parlamentarisä) er- achte. Was dM ersten Punkt der Bemerkimg chRdg. Richter betreff-x, so beziehe sich da?- nichi“ auf die heutigs Sitzimg allein. Dcr 21119. Richtsr wisse aber sehr gut, daß er demselben vor wenigen Sißnngen dieselbe Bitte aiisgesprochen hadi. Was die Zwi- schenrufe betrcffe, so habe er zunächst nichts wsitcr gethan, als die Bitte Kitsgesprockzen, sie zu untdrlaffen; das scdeine der Abg. Nichtsr iiberhört 311 haben. Derseibe habs auf seine Berechtigiiiig zu ddnsclben hingewiesen; er (Rednsr) bestrdite diefelbs insofern, als er als Präsident m der Lage sein müsse, alles im Hause Gesprochene zu verstehen. Das ssi aber nicht möglich, wenn derartige Zwischenriise vorkämen, dic von den

*die ländlichen Arbeiter mit in Betracht

Worten des Redners wieder verschlungen würden. innere daran, daß daraus außerordentlich Unangenehme Vor- fälle entstehen könnten, die er im Interesse der Würde und Ordnung dieses Hauses 111 keinem Falle dulden wiirde. Seiner Bitte ge enüber, solche Zwischenfälle zu unterlassen, sei der Abg. Ni ter wohl nicht berechtigt zusagen gewesen, er behandle die Herren wie in der Schule, und er bedaure, daß der Abg. Rickert dazu „sehr gut“ gerufen habe.

Der Abg. Rickert bestritt, daß er bei der Bemerkung des Abg. Richter von der „Schule und KÜCHE“ „sehr gut“ ge- rufen habs; der sienographische Bericht werde dies ausweisen; er habe dies bemerkt bei der Stelie, wo der Abg. Richter ge- sagt habe, die Zwischenrnfe wären parlamentarischer Brauch.

Der Präsident glaubte richtig verstanden zu haben, so wie er vorhin angedeutet. .

Der Abg. Richter erklärte, zuniichst möchte er sich gegen die Mißddutung verwahren, 1115 wenn die Vemcrkm1g, man sei hier Nicht in der Schule odcr Kirchs, gigen den Präsiden- ten gekehrt wäre; ein solcher Vorwurf wärs ja schr unpaffend gewysen. Er habe mit der Bsmerkung nnr sagen WOUM, daß man in einsm Parlament niclit so stil] Und ohne eins Stim- nmng zn verrathen, zuzuhören brauchs, wie es.; wohl in der Schule gegeniidcr dem Lehrer oder in der Kirche gegeniiber dem Geistlichsn angebracht sei. Nicht also den Präsidenten [111116 er mit 61112111 Lshrer verglichen, sondern die Redner sich gsgenüder. Weiter bedaiwre cr, dkm Präsideiiten gegeniiber dis Bci).111p11111g anf: rscht erhalten 7,11 müssen, daß dersclde hisr 1101!) keine Bemer- kung iiber Zwischenrufe unter Nennung ssines Namens ge: macht habe. Auf ein Privatgespräck), das er einmal mit VLM Präsidentsn über die - weckmäszigkeit und Angsmssseanik von Zwischenrufen gehabt abe, werde dcr Präsident sich doch hier wohl nicht bcrufen wollen. Wenn der Präsidßnt meim“, der- selbe habs ihm gégdnüber nur eine Bitis aiisgcsprochen, so bedeute eins Bitte einss Präsidenten doch mehr ais sonst eine Bitte. Er sei auch sonst gewöhnt, jsder Bitte des Präsiden- 1611 oiitgegenzukommen, 1111111110111 dadurck) nicht irgcmd ein Rsckxt 116110111111911 Wdrdc. Ueber den Gebrauch eine?. Rechte?) müsse er sich allein vorbehaltkn, 111111) der jedesmaiigßn Stel- lung zur DSÖÜUL zu Entschcidsn. Er glaudec,v dicss B'snierkmtg machcn zu müssen, nicht in seinem eigenen .]ntercffe, sondern im Interesse der Vcrhandlungen dss HÜUsLÖ. Er wisse, daß es andern Redneru sehr erwünscht isi 1111515111116 iii dieser Beziehung Namen 1191111811, durch Zwischénruse 1121113 2111r€g1111g 11 bekommen. Im Uebrigen wsrde er 1191111th sein, künftig ?eine Zwischenrufe fo verständlich zu machsn, daß sie auch der Präsidsnt verstehe.

Der Präsident erkannte die Bsrschtigimg dcr Zwischenrufe insofern an, als sio nicht 311 voiTständig-m Dialogen mit dem Redner ansarteten und 016 VLÜMUDÜMJLU störteii; es müsse dem Präsidenten möglick) sein, sie zu _Vcrsteizcn imd Nöthigßn- falls zu zensiren. Er MÜssL nochmals die Bitte: ansspreckzon, dariiber hinausgehsnde Iwifckzcnrufe zn 1111terlassen.- 21111361- dem konsiatirte der Prii 1155111 auf Grund dss ihm vorgelegten Stenogramms, daß die Vemsrkimg des Abg. Rickert: „Sehr richiig“ allerdings an der vom Abg. Rickert, nicht an der WU ihm, dem Präsidcntkn, bLJLickMLtLU Stciic: [;(-fallen sci.

Der Abg. Ricksrt wandte sich gegßn die Ausfiihrungen dcr Abgg.StU1nm, HeUdorff-Vedra und 131". von Hertling. Jm vorigsn Jahre habe der Minister mehr gegen dis vom Abg. Stumm befiirworteti'n Zwangs:Akterversorgungskaffen gesprochen, als für dieselben; heute: scheine das Umgekehrt? der Fall zu sein. Er wiirde cs 5111111191711, wenn dcr Staat sich auf ein so weittragendes nnd gdféilxlichséx Experiment einlassen wiirde. EH sei nicht möglich, daß die Gcssßgkbungk- maschine mit solcher Schnelligkeit in so grnndlegenden Fragen ardkite. Die Frage! der Einfiihrung von Zwangskaffcii ssi eine sehr schwierige, wsnn man diese Kaffsn 1111] die Fabrikarbeiter beichrä11ken wolle, müsse man _ clmck) ziexn.

Er er:]

Der Abg. von Helldorff 1110118 diese Zwangskaffen nur lokal einrichten, wo sie zulässig seien und wo das Bedürfnis; danach vorhanden sei. Invalidenkaffen auf einem beschränkten lokalen Raum seien aber überhaupt unmöglich. Er und seine Freunde seien nicht gegen Staathwang im Prinziv, da wo derselbe nothwendtg sci, das beweise die aUgemeine Wehr- und Sch111= pflicht. Der Abg. von Hertling glaube, es handle sich: hier um den Scixuß eines N€chts der Arbeiter. Aber man 1110116 ja im (8813211113811 dem Arbßiier eine unerschwinglicheLast auflegen. Der Abg. von Hertiing leite den Staathz-wang für Arbeiter=211terverforgum1skaffen aus der Ar111e11verpflichtimg der Kommunen her. Es fehle aber der Nachweis, daß die Arbeiter diesen Armenetat am meisten belasteten. Da?- Gegentheil sei aber nach ftatistischsn Nachweisen der Fall. In Berlin Hättcn sich in den Jahren 1875, diE 1879 unter den 3750 der Nrmenpfsege anheimgefciiienen Personen nur 1228 Arbeiter alier Kategorien defmxddn. Eine Zwa119e3pflicht zu Alterversorgungstlicht sei nur möglich, wenn sie allgemßin für 11119 Staatsbürger sei. Diese“ Frage sei nicht zu lösen auf dem Wege allgemeiner Deduktiorwn und Wünsche; ksin Staat ssi bisher an 012 Lösung [)erangigangen, nur Napoleon 111, der esimr bis zu einer fakultativen Pen- sionskaffs wie die Wilheimsspends gebrachi hab?. Warte man erst dereii Wirkung ab! Die Regierung möge sick) ihrer Ver- antwortlichkeii für solche Vorlagsn, wie sie der Nbg. Stumm vorlege, dochbewußt ssin, es fchlß a11chjedeftatistischs Unterlage dafiir. Diese weitiragendc imd außerordcntlici) schwierigs Frage 161111? nicht in einigén Sessidndn erledigt werden, ob- wohl der Nbg. Stumm eincn beziiglichen Geseßéntwurf in wenigen Tageii zu Wege gsbracht habe. Trste man fiir jeßt auf die von dem Interpsilanten schon angedeutete Brücke, die geseßlickze Regelung dcr Normativbcsiimmungeu für solche Kasssn, wie (111€!) 61: es wünsche. Zum Kasscnzwang und den Zwangskasswi auf dissem Gßbiets könne er sich nach 13911 5151161119911 Ersaiirnngen nicht verstehen. Eminßnte Sach- versiändigs gäben selber zu, daß die Knappschaftskassen hier- fiir kein gocignatcs ModLlC seien. Der 21111].Stu111111 haba auf die Versmnmlimgsn Tanssnder von Arb€iiern, die sich für seine Vorlage aicmgespWckzen [)ättM, Ungewissen. Er könnts leicht ebenso zahlreich des11chte Ardeiterversannniungi'n gcgsn Zwangskassdn zusa111111endringen, ja zahlrsicbe Petitionen aus Bochiim Uild Dortmund spriiclxn sich gegen dieseibsn aus,. Ebenso die 22 000 Gkiiwrkvereinier mit ihren vaalidcnkaffen, die ja din vom Abg. 11011 Helldorff so gLWÜUschtEil korporativen Vdrdand besäßen. Man sollte vor dissen Juvaiidsnkaffen mehr Respekt 111111211! th seien diese Tausende Freiwiliiger lieber als Hunderttausende zwang-Zweise Hineingebrachter. Staat?,zwang und korporatiwr Verband schlösssn sick) gegenseitig aus. Die Arbeiter derieldsn JtldUstUiEFWClgS seien in 1121:- fchicden€n Gegcndcn völlig verschieden iitxiirt. Der Wochen- lohn variire zwisch9n 3 und 20 «15 pro WOM. Man könne den solchen verschiedsnen Lohn verdienenden Arbeitern doch in den roßen Kaffcnvcrbändcn nicht eins gleiche Bei- tragspflicht auf egen. Das Reich könne hier nicht mit seiner Garantie eintreten, da sick) ja selbst ngM 5118 G0defsroy'sc116 Projekt die deutschen Finanz=Minister erklärt hätten. Mit solchen Projekten erichiittere man die Grundlagen einer soliden (“inanzpolitik und lade den starken Schultern des Staates eine

ast auf, unter der derselbe in Stunden der Gefahr zusam- menbrechen könne. 21117" das Gebiet der Zwangskassen könne er nicht mitgehen.

Der Abg. Melbcck ersuchte die Regierung, ihre diesbezüg- lichen Erwägungen auch auf die Altchversorgung der vielen industrielien Hausarbeiter auszudehnen, dic derselben schr be: dürftig sßien.

Nach dem Schlnß dEr Diskussion folgte eine Rsihe persön- licher Vemerkangeu der Abgg. Stumm, von Helldorff=Bedra und Vahlteick), womit diescr Gégenstand erledigt war.

11 U.?ierauf vosrtagie [ich das Hauß um 41/4 Uhr auf Montag

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ck „"T-:*". IUseräic “fiir den Denii'chen Reicds- u. Könisi. Pränß. Siuais-Anzeiser und das Ccntrai-Hcmdels-

i EWMIWHLMSL, Iuégddoioz 1711115141111Jsx1 : 11. ck3er ;

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5.3.7 851111831211 Wic'sxs-Imzsigers uud Köüigiio) '“ Nmußisshen Htaats-qutigrrs: BWM, 8.17. Wiikxsxm-Swgße Nx. 82.

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rssistär 111ij t a:]: 17,1:- Königlickxe Expedikion JWLKÖÜSÜZ 111111 ÜKTQkk-UÉWW-ZQQÜSU. 5. HZÄWJTT'ZLUZ 1113511115113211151115, kadrikod

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„FUWZZZMWUT“, 111113111? 215151112, Haigfex-ißxiu

& VQKF'N, G. L. Daux'w 8.“ To., E. SÉWÜTO,

285113171? & 129111222, sowie 1115; iißriggrx JTZLLWU Wiiwneen-VMEMS.

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K: ___- ___.

Cteékeriefe und Unterstxchungs-Sachen.

[5291] Urtßeil.

Nr. 4109. Wird zu Recht erkannt: Die Lanthrmänucr Karl Wagner von Unterbarmersbaw, Heinrixh Hoffmann von Sieaeisbaki), Baikiiit Zimmermann von le1 a./H., der Reservist Adam König von Altenheim werdsn me,]en unerlaubter AuxwandernUg in eine Gsldstrafe von je , -- fünfzig Mark -- Tonne in die Kosten des Strafvcrfahrciis vrrfällf. V. R. W.

So geschehen Offenburg, den 18. Februar 1880. Gr. Amtherixbt, Der Gcricbtsscbrcibcr: Beller.

Sträßrich-Erlediauug. Der hinter dem Kaufmann Edmzrd John Michaelis wegen Voll- streckung einer dreiwöch1gen Gefängnißsirafe unterm 29. Januch 1873 eriaiiewe Steckbrief wird hier- durcb zuruxkgenommen. Berlin, den 18. Februar 1880. _Dte Staatsanwaliscbaft beim Königlichen Landgericht 1.

[5265] Königlich Württemb. StaatEanWaiiscbaft Hall. Zurncknahme des Borstihruugöbefehls gegen den vormaligen Postboten Dietrick) von Glehwcnd (1.11. 20. d. M., nachdem derselbe sicb

eutlc1bt bat. Den 26. Februar 1880. Staatsanwalt Schäfer.

Steckbriess- und Strafvollfireckungs- Erledi- nngcn. Die argen den Arbeiter Heinrim Beier aus alle bei Bremen unterm 21. Januar bezw.

8. Fabruar d. J. erlaffcnen Vckanntmackzmxgen smd dnrcv Ergreifang dcs 2c. Boie: exledigt. Halbersiadt, d-;11 25. Fcbruar 1880. Der Erste SiaatE-Anwalk.

E*xißhéößationen, Aufgebote, Vor- ladungen u. dergl.

:: ' _ ' 47 [W) Oeffentliche Zusteanng.

Dcr Karl Kaiser und deffan Ehefrau zu Wie?!- baden, dertrkten durch Rechtsanwalt Scholz zu Wicsdadsn, klagt gegen die Wikiwe dcs Iulius Carfianjcn wegen Anerkennung von Eigenthum und Freiaade vou Mobilien aus 9an vom 11. Ja- nuar 1879 mit dem Antrags auf Verurtbeilung der 2511111111111, das Eigentdumörecht der Kläger an den gepfändetcn Mobilien anzuerkennén und sie an die- selben frei von jedem Pfandrecht berauSzugeben, und lade! die Beklagte zur mündlichen Verband- 11111g_ des Rechtsstreits vor die 111. Civilkammer des 516111111141» Landgerichts zu Wiesbaden

was den 22. Mai 1880, Vormittags 9 Uhr, 11111 der Aufforderung, einen bei dem gedachten Ge- tiibtc zugelassenen Anwalt zu bestxllen.

Zum Zwecke der öffentlichen theliung wird dieser 2111211111 der Klage bekannt gemacht.

Wiesbaden, den 21. Februar 1880.

, Baur, Gertwtsschreiber des Königlichen Landgerichts 7. o.

Aufgebot.

Auf den Antrag des Neffen und Miterben des am 26. Januar 1837 in Silleboel in der Ge- meinde Loitkirkebye geborenen Sohnes des verstor- bcnen Berkel Hoblmann und der Melia, geb. Lo- renzen daselbst, Namens Loren Hohlmauu, wel- cher [)öcbftwabrscbeinlicb am 2“. Oktober 1877 als Ober-Steuermann an Bord des dänischen Barf- scbiffes „Ccckbarina“, Kapitän Carl Christian Fischer, auf der Reife von Hakodate nachokobama mit diesem Schiffe untergegangen ist, was der genannte

[5016]

'Lorenz Hobiumnn cvi'nineil dcffcn unbekannte (Erben

Hierdurch anfgcfordert, sicb bei dem unterzeichneten Amiögericbt spätestens in dem auf

Freiin], den 18. Juni, Vom:. 10 Uhr,

im Gkricdislokalc anstcbendcn Termine zu mcidcn, widrigenfaiis derscibe fiir iddt erklärt und seine Hier unbekanntgn Ericn von skinem Nachlaffc Werden anSgssckylojicn, der im J11lande befindliibe Nachlaß aber den bicr Özkamiten Erben wird überwiesen werden. Apenradc, den 11. Februar 1880. Königlichcs Amtsgericht. 11. Abtheilung. G. L. Müller.

[4982] Aufgebot.

Der Anspäxmer Christian Sckjinke von Trüben bat das Aufgebot der Schuld- und Pfandverschrei- bung 110 (11110 Coswig, den 4./6. November 1846, (1118 Welcher i_ür ihn auf dem Grundstücke des Häuslers Goiifried Mülier Bl. 26 des Grundduchs von Natho 150 Thlr. : 450 514 eixgetraJen sieben, beantragt. Der Inhaber der Urkunde w rd aufge- forderf spätestend in dem auf den 2 . September 1880, Vormittags 9 Uhr, vor dem unterzeichneien Gerichte anberaumten Auf- gebotséermine seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfails die Krastloßer- klärung der Urkunde erfolgen wird.

Roßlau, den 16. Februar 1880.

Herzoglicbcß Amtßgericbt. Thürmer.

[5114]

Nr. 1239. Franziska Fifckzer, Dicnstmagd in Oppenau, vertreten durch Theresia ischer, ledig, Landwirtbin von,Furschenbacb, und I) arianna Hirt, ledig. Laydwirtbm von Furscbenback), klagen gegen Lorenz FtsÖék- Bäcker von Obersasbach, z. Zt. an unbekannten Orten aHWefend, aus Darlehen vom Jahre 1878, und zwar Erstere mit dem Antrage

auf Vernriheiiung-des Beklagten zur Zahlung von 85 „M 71 H nebst 50/0 Zins vom 1. April 1878, Letztere mit dem Anfrage auf Verurtbeiluug des- selben zur Zahlung von 60 „16: nebst 50/0 in:; aus 100 „44 vom 29. Juli 1878 bis 15. Okto er 1879- und von da a:1 aus 60.751, und laden den Beklagten zur mündlikden Verhandlung des Rechtsstreits vor das Er. Atntsgericht zu Achern auf Mittwoch. den 31. Mär] 1880, Vormittags 81 Uhr. Zum Zwecke der öffentlichen Zuficüung wird dieicr Auszug der Klage bekannt gemacht. Achern, den 18. Februar 1880. Dsr Gerichtsscbreiber des GroßZ Ymtsgericbts.

Henn.

[5135]

Nr. 1287. Der beurlaubte Reservist Stefan Roncckcr, Maurer won Oberacbern, 26 Jahre alt, zuletzt wohnhaft in Oberachern, desscn Aufenthalt- unbekannx ist und Welchem zur Last gelegt wird, als Wchrpflicbiigcr nach Amerika ausseWandert zu sein, ohne Von seiner Auswanderung der Militärbebörde Anzeige zu erstatten,

Uebertretnng gegen §. 360 Zif. 3 R.-Str.-G.-B. RM auffAnordnung des Großb. Amtsgerichts hier- e au

Samsiag, den 17. Avril 1880, Vormittaxks 101 Uhr, vor das Er. Schöffenger cbt Achern geladen.

Bei unentschuldigtem Außbleiben wird derselbe auf Grund der nach §. 472 Str.-P.-O. von dem Königl. Landwebrbezirks-Kommando zu Rastatt ausgestellten Erklärung verurtbeilt werden.

AMW, den 23. Februar 1880.

Großb. Bad. Amtsaericbt. Der Gchichtlsscbreiber.

Henn.

Königlichen Land erichts N 17 g

[5184]

Verkaufs-Anzcige und Aufgebot.

Auf„desfa11figen Antrag soll das bierselbst Em Lachtebauser Weg 5111) Nr. 12 belegene, dem Gast“ wirtb Diedrich Adolf Heinke gehörige, in der Grund- steuermuitexroüe des Gemeindebezirks Stadt Celle 8111: Art. 934 K.-Bl. 33 Parz. Nr. 38 und 39 mit 4 Heft. 46 Qu.-M. aufgeführte Gartenwesen, ge- nannt Thqers Garten, in welchem bislang Wirth- schaft betrieben, 111 dem hierzu auf

Donnerstag, den 8. April d. J., Morgens 10 Uhr, angeseßtctx Termine _im Wege der Ziyangsvoli- strecikung, offentlich me1stbietend verkauft werden.

Kaufliebbaber WSXÖLU dazu hierdurch eingeladen und Werden zugleiib alle Diejenigen, welcbe an dem zu rerkaufxnden (,inarienweseu Ekgenthums-, Näher“, Lebn-, fidetkdmm1s1ar1sche, Pfand- und andere ding- liche Rechte, insbesondere auch Serviiuten und Real- berechttgungcn zu hgben vermeinen, hierdurch [aufge- fordert, ibre_ etwaigen Ansprüche in dem obenge- dachten Tesrtnme so gewiß anzumelden, als widrigen- faiis fie 11111 denselben im Verhältniß zum neuen Cr- werber werdcn ausgeschlossen Werden.

Den bekanntsn Pfandgläubigern ist dieses statt Besonderer LZdqu zmefertigt worden.

Der demnachstige Ausschlußbescbeid soil nur duni) Anschlag an hiesiger Gerickoistafel publizirt wsrden.

Celle; den' 23. Februar 1880.

Komglichcs Amtdgericbt. Abtheilung 11. Mosengel. Beglaubigt: Bassum, A. G. Assistent, als Gerichtsnbreiber.

[5152] Verkauf und Aufgebot.

Auf Antrag dss Rechtsaywiilis JüdeÜ zu Cclie aliZ Konkursvirxvaitkr, im Konkurse über das Vkr- wogen dkß Farbers Elster in Steinhorst, sollen die den) Lxßteren gehörigen Immobilien, nämlich die Brinksiyexstclle Nr. 26 zu Steinhorst, zu wclcher folgende deaude Und Grundstücke gchörsn:

1) ein Wohnhaus mit angehängtem Stalle, drci Wohnungen enthaltend,

2) e111e Werksteüe, bisbcr zur Färberei bemißt, 11111 an;;ehciimtcm kleinen Stulle,

3) d1e untsr Art. Nr. 19 der Grundsteuer- Muiterroüe des Gemeindebezirks Steinhorst emgkiragencu Grundgüier, 6 113. 41 a 43 11111

arOF, auf hiesiger Gerichtssiube am Miiktvocb, den 28. Avril 1880, ' Morgens 10 Uhr, öffentlich_verkaust Werden.

Das sammtiiche zur Sielie Febörige Land lieg? zusammxy, daixer bkguem zu bewiribschafi€11Z in dem Hause 111 11181121: Farberei betrieben.

,Die Verkauwbedingungen smd in hiesiger Ge- rtchtsscbxciberei einzusehen.

Zuglßich werden alle Dicjenigen, welche an den Kaufobwfixn Eigcnibumsw Näher-, lehnrecht- liche, fideiko131m111ari1che, Mund- und andere ding- liche Rechte, insbesondere auch Servituteu und Real- berecbtigmmcn zu Haben vermeincri, aufgefordert, ihre Ansprüche im gedachten Termine unter Andro- hung des Rechtsnachtheils anzumelden, daß für den fich mcbt Meldenden im Verhältniß zum 11211211 Erwerber das Recht verlorxn gebt.

Jseuhagen, den 18. Februar 1880.

Königliches Amtsxiericht. Abtheilung ]. Zar: Beglaubigung: Gxaeber, Sekretär, nls (Gerickyisschreiber.

[5133] Oeffentltclic Zustellung.

Der seinem jeyigcn Aufenibalte 116111) unbekadnte Maurerchekse Ludwig Bochlke von hicr wird in der Prozeß1ache des Arbeiters Goitlieb Zillmer [)ier wider ibn Bcbufs Ableistung des ihm in dem Urtcl des hiesigen Amißgerichts vom 3. Nodember 1879 auferlegten Eides vor das hiesige Amtßgericht auf

den 24. Mai 1880, Vormittags 12 Uhx, hiermit geladen.

Zum Zchkc der öffentlichen Zusteliung wird dem M. Boedlke dies bekannt gemacht.

Coerliu 11. Pers., deni 10. Februar 1880.

Gerichtsscbreider des Kiiexi'glichen Amtsgerichts. [5116] Ocffentliche311stclsung.

Die verebelicbte Arbeiter Handrcka, Louise, geb. Dobrin 'zu Sandow, vertreten durch den Rechts- anwalt kommer zu Cottbus, klagt gegen ihren dem Aufenthalte nacb unbekannten Ehemann Ar- beiter Christian Haudreka, welcher am 31. März 1876 die Klä erin und scmen Wohnort Klein- Gaglow verla en, nicht wieder zurückgekehrt und Fildern von fich nichts hat hören laffen, mit dem

nfrage, das zwischen ihr und ihrem Ehemamie bestebeqchand der Ch: zu trennen und ihren Ehe- mann [in: den aÜein 1chuldigen Theil zu erklären und ladet den Beklagten zur müpdiuben Ver- handlung des Recbtéstreits vor. dte 11. Civil- kammer des Königlichen Landgerichts zu Coitbus, Zimmer Nr. 17,

auf den 28.3111111880, Vqrmittags 11 Uhr, mii dcr Aufforderuna, einen bei dem gedachten Ge- richte zugelassenen Anwalt 311 besteUen,

um Zwecke der öffentlichen Zustellung wird die er AuSzug der Klage bekannt gemacht.

Cottbus, den 19. Februar 1880.

Bülow, ' Gerichtssäoreiber des Königlichen Landgerichts.

-' [51381 OeffenMcllung.

Der Spediteur Hugo Sckjobrick zu Cottbus, vertreten durch den RccthanwaltDedolph zu Cott- bus, klagt gegen den dem Aufenthalte nach unbe- kannten Kaufmann Franz Hugo Lieuhoff aus Cottbus Wegen Aufbcwabrunqs-Transportkosten und Spesen von zusammen 164,95 .“ und aus einein Wech el vom 16. Oktober 1879 über 180 „;ck mit dem nfrage auf Zahlung von 344 „M 95 „3 nebst 69/0 Verzugszinsen vom Tage der „Klagezusieliung und ladet den Beklagten zur; mund11chen Verhand- lung des Rechtsstreites vor die 11. Ctvtlkammer des zu Cottbus, Zimmer

r. , auf den 28. Juni 1880, Vormitta s 11 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem ge achten Ee- Xkchte zugelassenen Anwalt zu bestellen.]

Zum Zwecke der öffeniliäxen u ieUun wird die er AuZzua der Klage bekannt gemZchst. [] s Cottbus, den 19. Fedxuar 1880.

, , Bulow, Ger1cht5schrecker des Königlichen Landgerichts.

[5137] Oeffentliche Zustellung.

Der Ritterautdbesißer von Krause zu Pods») und der Hofbefißer Harl Drusch daselbst _ vertu? ien durcb den Juittzraih Banck hicr - klagen gegen:

]) dxn August Drusck),

2) die Wilhelmine Drusch,

3) den Ferdinand Dcuscb,

4) den "Hermann Druscb,

" sämmtlixh in Amerika,

wegen Loscbung einer Post von 150 „M mit dem Antrags auf Verurtheilunq der Beklagten unter Zurlasilegung der Kosten, daß fie in die Löschung dex auf Pgbloiz Nr", 5, und Podiol] Nr. 13 resp. Ritterggt Podiqß fur 1bre Mutter, die verebelichte Etgenthumer Mtchiel Drusch, Dorothea, geb. Druséb, Hastenden 50 Thaler gleich 150 “M willigen, und laden die Veilagten zur mixiqdlicben Verhandlung des Rechtsstreits vor das Königliche Amtsgericht zu Lauenburg i. Pozmn. auf

den 12. Mar 1880, Vormittags 10 Uhr.

Zum Zwecke der öffe11tlich211 Zustellung wird dieier Außzug der Klage bekannt gemacht.

Laucnbmg i. Pomm, den 20. Februar 1880.

_ _ ' Barkowsku,

Gcrrchi§|chre1bcr des Königlichen Amtsgerichts.

[51151 Qeffrniiicije Znftcllnng.

Die Johanne Katharine Hermine Mahr, obne Siand, (Ehefrau von Julius Schmidt, Witt- Mr dex Vorlebten Anna Zahn, Kürschner und Vandagisi'zu St. Johann, Vertretrn durch Rechts- anwalt Leibl, flagt gegen 1) den genannten Julius FWmidt, Wittwer der verlebien Anna Jahn, Kiirsxbnerz und Bandagist zu St. Johann, Urgen- wawtg 1m Konkurse erklärt, 2) Dr. Friedrich Bruggemann, Rechtsannsali zu Saarbrücken, in ssiner Eigenschajt als Verwalter det: Konkurömaffe des 2c._Schn11d_t auf Auflösung der zwischen der Klä- gerirz und 11111111 desaMn Ehemannc besieix-endcn ge- scßllchen ehelichen Gütergemeinschaft mit dem 2111- trage: Kgl. Landgericht Wolle die zwischcn dcr Klä- gerin und 1br1m vkrklaaien Ehemanne bisher 112- standeize gefeßlube eheliche Gütergemeinsckzaft für aufgelost erklaren, ds_rcn Tbeilung fiir den Fal). dcr Annabnie durch die Kiäakrin in zwei Hälften, zkvi- schcn dieser und dén Verklagten verordnen. Die Parteien zur A1“;§51111»111derse1311119 und Liquidation vor Notar deM-cijsn, diesen, sowie einen Richter- koxnmisiar «WWW und ladet die Beklagten zur m11ndl1ch1§n Verhandlung des Rechtsftreits vor die erste Ctvtlkammsr des Königiich2n Landgerichts zu Saarbrücken auf

, den 5. April 1880. Vormittags 9 111113 1111t der Aufforderung, einen bei dem gedachten (Ge- r1ch1e zugelassenen Anwalt zu besielien.

„Zum Zchkc der öffentlichen ZusieÜung wird dreier 2111811111 der Klage bekannt gemacht.

Saarbrucken, den 14. Februar 1880.

' _ Seckler, Gerichisschrcider des Königlichen Landgerichts.

15129] O1ffc11iliche 811101111119-

D1e vereheliäjte Schuhmacher Auguste Boett- cher, gcborene Hob. zu Grunau, Kreis Flatow, Vertreten durch den RechtSanwait Knirim zu Flatow, klagt gegen ihren Ehemann, den Sclmhmackjer Carl Boettcher zu Eriman wohnhaft gewesen, ?iufxni'halt, unbekannt, Wegen Ehescheidung mii dsm Aniragc, die, Eh.“ zu'trennen, den Beklagten fiir den aiiem schuldtgsy Theil imd fie für befugt zu eraéi'ien, von dem gxme1nschgf111chen Vermögen die Hälfte als ausschließitäzes Ergentbum zu beanspruchen, und ladet den Y_cklasiien zur mündlichen Verhandlung des „Richtsjtreijs vor die (Erste Civilkammer des Kömgltkben Landgerikbis zu Koniß aiif den 10. Mai1880, Vormittags 10 Uhr, Mit der Aufforderuni, einen bei dem gedacdten Gc- ricbie zuaelafferwn Anwalt zu bestellen.

Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug dcr Klage bekannt gemacht.

Konitz W./Pr., den 19. Februar 1880.

' Stremlow, Gcrichi€schretber des Köiiigl. Landgerichts-

[5134] Oeffentliciie Zustellung.

Der Kaufrxmnn Christian Rogge zu Hamburg, Uhlenhorst, 111115111: Aussicht 8, vertreten durch den Rechtöanwalt 1)r. Heyden, klagt gegen Hiurich Qnaft 130-1117. (1118 Preußen, dessen Aufenthalt un- bekannkswegxn „Zé 712,50 Hypothekenzinsen fiir die dem Kluger 111 des Beklagten Grundstück in Eilbcck versichert stehenden „14 15,000 mit dem Anfrage auf Verurtbxiluna des Beklagten in die Bezahlung Von „44 712,50 nebst 60/9 Zinsen und den Prozcßkosteu, und ladet den Vcklauten zur mündlichen Verhand- lung des Rechissireiis vor die driite Civilkammer des Landgeriwis zu Hamburg aiif den 28. Rpril 1880, Vormittags 91 Uhr, met dcr Auffordexung, einen bei dem gedachten Ge- richte zugelassenen Anwalt zu bestelien.

Zum Zwecke der öffentlichen ZusteUung wird die:“er Auszug der Klage bekannt gemacht.

Hamburg, den 25. Februar 1880.

, , A. W. Wegener,

Gerichtsscbretberfdes Landgerichts zu Hamburg.

Cwilkammer. [U.

[14615] ngebot.

Der Kaufmaxm Benno Varuck; zu Bcrlin hat das Aufgebot 81!er von Max Landsberg außge- stellten, von Loms Sperling angenommenen Weck)- [els (19 Lato Stettin, den 20. September 1878, uber M 500, 3111715111: am 1. Oktober 1879, bean- kUZJt- Dex Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, spatestens 111 dem auf

den 6. Juli 1880, Vormitta s 11 Uhr,

vor dem unjcczeicbneten Gerichte, erminszimmer Nr. 10, anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumeidenRund die Urkunde vorzulegen, widri en- JUT die Krajtloserklärung der Urkunde crfo gen

tr .

Stettin, den 20. Dezember 1879.

Königlichs Amtsgericht.

[14593] Aufgebot.

Bei der _nothwendigen Subhastation des den Carl und Hemrtetik, ch. Masdlowsky, Chelxuien gehörigen Grundktüxks Trakseden Nr. 95 ist dte 111 dem Grundbuche desielöen Abtheilung 111. Nr. 2 fur dex“: Bötichergeseiien Christoph Rudolph I)iaselowsky m Memel eingetragene unverzinsliäoe Lohnforderyn'g von 49 Thlr. : 147 „71: von Amts- wegen l1qu1d1rt, voU1iä11dig zur Hsbung gelangt und

baZZi'érdteilegt'L !* 1 ie em iquidat ist die Christoph Rudolph

Mgselowsky'stbe Spezialmaffe deshalb angelegt, weil fich Niemgnd zu deren Erhebung gemeldet hat und auch das uber die gedachte Post gefertigte Hy- pothekendokument, bestehend aus der Aquertigung dex Schuldurkunde vom 4. März 1864 nebst dem Eintragungsvermerk und dem vollständigen Au51uge aus dem GrundbuÖe, nicht beigebracht worden ist.

Zum Kyratvr der przialmaiie ist der Rechts- anwalt Osiermeyer in Heydekrug bestelit, welcher das Aufgebot derselben beantragt hat.

Demnach werden Ille Diejenigen, welche an diese Speztaimaffe „Ansprache, erheben WOÜM, hiermit zur Vermeidusng ihrer Au81chlies3ung aufgefordert, die- selbcn spatesicns im Aufgsbdtstermine,

_ deu 2.„J_uli 1880, Vormitkags 12 Uhr, be1 dem Komglichen Amisxxericht zu Heydekrug an- zumelden; ebenso wwd der Inhaber des gedachten Hypothekendokum2nts aufgefordert, daffelbe spätestens 111 demselberx Termine vorzulegen, widrigenfaiis die KraftLOSerklarung desselben erfoigen wird. Heydekrug, den'2. Dezember 1879.

Königilches Amtsgericht.

[12163] Anfgébot.

Herr Kaufmann Edmund Sckjlicke in Berlin hat das Aufgebot 1131531311 13111125 abhanden gekommenen Wechsel§, welche: wie folgt lautet:

Berlin, den 129311017212 1878. Rmk. 100.

Am 12. März 1879 zahlen Sie gegén die- sen Pryna-WWssl an die Ordre von uns selbst die Summe von

Mark_Hu11dert Deutsche Währung _ den 2112111) 111 11116 feibst und stclien es auf » Rechnung laut Bericht. Herrn Chr. Ziener, Mizbelbandlung Gustav Hobräck & Co. in Lkipzig. ' Rückseite: Erne 10 Y Wechselsiempklmarke. Gustav Hobräck & Co.

Fux mich an die Ordre des Herrn Edmnnd Schlicke. 3111) erhalten. Berlin, den 18. Oktober 1878.

A. Lange.

ßeaniragt. Der anader der Urkunde wird aufge- fordert, spätestens in dem auf

den 9. Juni 1880, Vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeicdneien Gerichte, Zimmer Nr. 231, anberaumten Aufaebotsisrmine ssine Rechte anzu- melden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfaiis die Kraftloßerklärung der Urkunde erfolgen wird.

Leiv ig, den 18. November 1879. K mgiiches Amtscxericbt. Abtheilung 11. Steinberger.

[14526] Aufgebot.

Die Gemeinde zu Schönau Hat das AufZeLoi wegen eines von dem vormaligen Vorsckzußbank- und Sparvcrein für Sießmar und Umgegend am 16. No- vember 1870 außgesteiitcn Darielmsscheines iiber die Summe von urwrünglich 200kThaler lautend,

Emil Aidin Ficdier m Siegmar das Aufgebot_1vegen eines cbcnfaUs Von dem vor- maligen Vor1chußdank- und Sparvcrein für Sieg- mar und Umgegend am 16. Februar 1874 uber die Summe von 75 Thaleru ausgestellten Darlebns- schein beantra-ßi. Der JUHaber der Urkunden wird aufgefordert, spätestens in dem auf

den 12. Juli 1880, Vormittags 10 Uhr. vox dem untec1eichneten Gerichte anberaumten Auf- Jedotstermine seine Rechte anzumelden und die Ur-

unden vorzulegen, widrigcnfaüs KraftloSerklärung der Urkunden erfolgen wird.

Chemnitz, dcn 13. Dezember 1879.

Königliches 2111116921icht. Abtheilung 13. Rohr.

Angenomnwn r Ziener

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C

Pödscb-

.„ ., [0.11] Gutcrtrcnmmz].

Durch rechtskräftiges Urtbeil des Kgl. Land- gerichts zu Bonn Vom 24. Dezember 1879 ist die zwischen den Ehelentcu Johann Sckjumackjer, Ackerer und Catharina, geb. Péiiz, obne (Gewerbe, zu Oberbusck), bsstebendc eheliche Oütcrgcmeinscbast für aufgelöst erklärt Woxdcn.

Bonn, den 25. Februar 1880.

Der Gerichtssehreiber Donner.

[5208

] Oeffentliche Bekanntmachung.

Die Maria Margaretha, geborene Oepeu, Ehefrau des Müllers Wilhelm WollerSljeim. zu Dernau wohnend, vertrciem durch Rechtéianwalt Müller, hat gegen ihren genannten Ehemann die GiitertrcnuungSklage erkwbcn und ist zur münd- licbsn' Verhandlung des Richtsstrcits vor der 11. Civilkammcr dcs Königlichen Landgerichts zu Coblenz Termin auf den 23. April 1880, Vor- mittags 9 Uhr, anberaumt, welches auf Grund des Artikels 11 des Ausführungsgeseßes zur Deut- schen Civilprozeßordnung bekanni gemacht wird.

Cobleuz, den 25. Februar 1880.

Stroh, Gerichtsscbreiber des Königlichen Landgerichts.

[2501] Bekanntmaäjung.

Die vereheliaxte Bergmann Karoline Silja- s-er, geb. Markstein aus Waldenbura, hat gegen ihren Ehemgnn, den Bergmann Heinrich Saxo- ber, zuleist 111 Reussendorf Wohnhaft, auf Sibeidnug der Ehe Wegen böslicber Verlaffuna geklagt.

den 12. Mai 1880, Vormittags 11 Uhr,

vor dem Herrn LandgerichtH-Ratb Theremin am

hiesigen Landgericht, Terminézimmer NT, 25 anbe-

ROsembergsÖM ; raumt.

Wir laden hiermit den seinem Anfentbalte nacb

unbekanntxn Verklagten unter der Warnung zu die- sxm Termine, daß bsi seinem Ausbleiben der that- sach11che Klagevortrag 111 6058111180131" gegenibn für zugestanden erachtet und demgemäß was Rechtens

erkannt werden wird. Säitheidu'iß, den 8. Januar 1880. Koniglicbes Land,]ericht, Civilkamm_cr 11.

[51361 Bekanntmachung,

Das Kgl. Landgericht München 1. hat laut Be- schluß vom Heutigen die Vi'rlwndlwrg 556: die Klage der Sajloffermeistcrsfrau Karoiine Kick bier gegen ihren Ehemann Andreas Kick, früdec hier, nun unbetannten Aufsnthalts _ Wegs" Ehe- säjeidung - bezüglicb melcher Klage am 23. De- zember t). Z. die öffetitlicdc Zuftkl'lung bewilligt worden wax, auf Freitag, den 28. April 1880, Voimittags 9 Uhr, vertagt,

, Dex_B:klagte wird daher aufgefordert, rechtzeitig einen Anwaltkaus der Zahl dEr bei diesiciiißém Ge- richte zuzelaswnen Rechißanwälte zu bcstelien und durcquer11elbe11 zu erscheinen.

Klägerin verlangt Uiusiprucb dabin, die besiehende Ehe werd? aus Verschulden 1118 Andreas Kick dem Bande 11ach getrennt und hade Beklagter die Kosten zu trcz'gen.

Munäxeu, den 20. Februar 1880.

Der Kgl. Obexgerécbtssckpreiber. Rodler.

.“ 2 [“] 6] Vckanntmachung

Die Rittergutsbesißcrin Caroline Deibacs, qe- !:,orene" Dcihacs in Friedriwscck', hat als Mit- ergentbumerm, sowie Nießbrauchcrin und Verwal- terin des Gruudstiicis Swiondzvn Nr. 9, jeßt Nr. 8, das Aufgebot dsc auf jenem Grundstücke 111 Adiheiluna 111. Nr. 1 fiir den Wojcieck) Dembinski aus deuxErbxezcsw vom 10. Mai 1850 eingetra- genen,'1111t 5% verzinslicdsn, uach dcr beigebrachten Bescheinigung bereits gstilgtea Erbezeldcrpost zurn Betyage von 660 «;(-. bkaUTragt.

Die der Perron odsr dcm Auscnihalie nach 1111- bekanxckcn Bsrcchiigien werde.1 bicrdurch gemäß §. 100 der G'rundbmb-Ordnung vom 5. Mai 1872 aufgefordert, ,1hre Ansprüche auf die Post spätestens in den“. an bissiger Geriwisster im Tkrmi-Wzimmec Nr. 11, vor dem Herrn 'IimtSricbter Gofticbalk

aux den 22. Juni 1880, Mittags 12 Uhr, a115e1a11mten Termine bei uns anzumelden.

,Die Audbleibsndkn haben zu gewäitigen, daß sie mit ihren Ansprüwen auf die Post ausgeschlossen und die Post im Grundbuch: wird gelöscht w::den.

Säjrimm, den 11. Fékaük 1880.

Königliihes Amrxgerikbt zu Schrimm.

151321 Vckauntumcizung.

Das Kgl. La11dgcricht Passau, Civilkammxc 11, hat in Sachen dsr Kirchsnver1v1itu11g Triftern, als Vertreterin der ©011165m1ssiif11111g daselbst gegen Creszenz Kirschner, Anwesknsbciißerin von Schwai- back), und deren (Ehemann Josef Kirschner, Wegen Hypothekforderung, nachdem der Aufenthalt der Creszenz Kirschner uxikckannt ist, auf ©csuch der Klagsvartci durcb Vksßdlus". vom 14. 1an. Mis. diz öffentliche Zusteliung der Klug: bewilligt.

Seitens der Kiagspakiei ist der Antrag gesteilt, zu erkennen:

1) die Beklagte sci sch111dig, die eingekiagie Hypo- tbcisorderung zn 342 «M 85 H sammi vier- prozentigen bisraus ansständigen Vertragszinsen vom 1. April 1877 bis zur Zadlunz 11:1d ein fünftes Prozent für Verzugszinfcn von der Klagezustellung an bis zur Zahlung an die Klagspartci zu beriäxiißcn und sämmtliche S_trcitskosten zu fraßen, beziehungSweise za erjeyen;

2) die Beklagte sei fernsr schuldig, ziir Befriedi- gung der 11111) ] aufacfübrten Forderung der Kiagspartei die Mvangdverstcizerung dcs Hypo- tbkkenobjekts, déi; Schustergütis in Schwaibacb zu 2Tag1112rk, 6 Dezimalen und dessen Früchte zu gestatten,

Zur mündlichen Verhandlung dor ßesieilten Klaue ist vom Kgl. Landgcrichic Pusan, Civilkamm2r 11., Termin auf

Montag, den 7. Juni 1880, Vormißtaas 95 Uhr, anberanmt, wozu die Beklagte Creszenz Kirschner hiermit vorgcladen wird mit der Aufforderung, zu ihrer Vertretung an diesem Termine einen bei ge- nanntem Gerichte zur anwaltscdaftlichen Vertretung zugelaffenen RechtSanwalt zu bestellen.

Passau, dm 21. Februar 1880.

Gerichtsscdreiberei d1s Königlichen Landgerichts Paffau.

Der Köaiglicbe Ober Gerichtss chreiber : Emmerting.

[5139] Bekanntmachung. In der Civil-Klageiach der Maria Catharina Schüler, Ehefrau des Müllers Alexander Backes. fie obne Geworbe zu Turnemühle, Gemeinde Dendesfeld, Klägerin, gegen ihren vorgenannten Ehemann Alexander Backes, Müller zu Turnemühle, Gémciude Dendesfsid, Be- klagteri, . wegen Gütertrennung, bat die 11. Civilkammer des Königlichen Landgerichts zu Trier Termin anberaumt auf den 23. April 1880, Vormittags 9 Uhr, zur Verhandlung über den Antrag der Klägerin, dahingehend: Königliches Landgericht onc die zwischen den Parteien bxstebkndc eheliche Gütergemeinschast für aufgelöit und die Parteien in Gütern ge- trennt erklären, cine Liquidation verordnen und die Parteien zu diesem Zwecke vor dcn König- lichen Notar Lehmann in Trier oder vor einen Richterkommiffar vermeisen und die Kosten dem Verklagten Backes zur Last legen. Trier, den 24. ebruar 1880. (Gerichtsscbrciberet des Königlickoen Landgerichts.

Zur Beantwortuy diescr Klage, sowie Vornahme dsrf gerichtlichen Sane haben wir einen Termin an

Oppermann.