1924 / 58 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 08 Mar 1924 18:00:01 GMT) scan diff

Ursprungsfirma

Eutfcheédungen der Filmprüssteüe 111 München in

„_.-...... „._.-._.. ._--„._.... __.

der Zeit vom 20. Februar bis eknstblkeßlsch 4.

Ursprungs- Land

Längk de:

“UntragsteUer 1 n 11]

Alt?

Datum

1 “MUMOK“ Zugelaßen * * " 5

Ent- jeheidung

März 1924.

Erneut zu- gelassen nacb Beschwerde ode! Widen 117

"Z BEMLYFUUW

Jugendlichen Ausschnifte m w

auch vor

Unßcbxbare Strahlen. . . . . . . .

A, D. A. C. Winterfabtt 1924 Gar- Frixckz-Panenkiraxn ]., 2. und 3, Fe- mar

Ankunft dk!“ Deutschlandfabrerin München _am 19. Fxbruar 1924 . . . Dux Tragödw eines StaaWanwalts . . .

Orchideen .

Sk€bch11 Jahre POÖ . . . . . . . . .

M ter-Oüermavt-Film . m. b. H., München

Kino-Svezialbaus Georg Eijenmann. München

Union-Xikm Co. 111. b..H., München .

a o c o o a o . 1 o o o - Münchkner Filmindusjtie

Robertson Coje Comp.,

New York

Ingenieur Alexander

Büttner, Sangerhausen

F1ag Fijmindustrie A.=G., Mümben Univerml-Füm Manu- 1aktuting Co.. New mk Jndra-Ylm (RolfRa é),

Mün en

Do.:; Kan11111ädek ...... . . . . .

Dix RSUUWUÖC in Garmisch-Parten- ftrcyen ..............

Ein G€ntlema11 aus dem Urwald . . .

WWU Fümstsrns keisén . . . . . . .

Hitlerprozeß 1111 Film . .. . . . . . .

Hervra-Tüm G. m. b. H., Faüstxiéks dsr Féeidsnschaft. . . . . . .

Mün xn Revexg- 11111 21-65, Mun en.

München, den 4. März 1924.

HejmichMÜUer,München

Messter-Osiermavr-Film G. m. b. H., München

Kino-Spezkalhaus Georg (Eijenmann, München

Union-Film Co. 111. b.H., , München

Müncheyer Filmindustrie ,

FemnchüljeyMüncben

Un on-Film Co. 111. b. H., Amerika

München

Ingenieur Alexander Inland

Büttner, Sangerhausen

Flag Filmindustrie AuG, . ' F YZ“ "151731 21ch11p11 11 eri! u _ -u. e- m a JPG??? 1Mü511chlean ff 1 d n a- ' ( é- , 5111111111921? o a ) In an Hervra-Film G. m. b. H., ,

München Revera-Film A.-G., 5

Münéhen

Fikmprüfstelle München. Dr. L e i b i g.

1924, Hebruar

.|..

Nein bexehx

BesÖMrde , Obennüfß eingexeicht

n. A. 17291 ,

Die. von heute ab zur AUEgabe gelangende Nummer 1.8 des Ne1chsgese3blatts Teil 1 enthält s 3111; VZkaZlntYYUM dsr FeuYLFassanRdes Relchswahl- gee e 1111 es ee es 11 er ie al es ei 2 denten, vom 6. März 1924, usnd h ck p H die Z'). Durchsührnqgsbestimmungen zur Verordnung des ReichsYraftdenten uber dte Ablieferung ausländischer Vermögens- gegenstande, vom 25. Februar 1924. Berlin, den 8. März 1924, Gescßsammlungsamt. Krause.

Preußen. Minésterium des Innern.

Reichssteuernerte1lu11gen an die Gemeinden Gemetndeverbände).

Zur Verteilung kommen:

11) _E 1 n k om m en sj e 11 er (7 (Ek. Abschlag für Februar) auf jeden Rechnungßantetl der Provinzen 14 -- vierzehn „--, der Landkxene 28 - achtundzwanzig ", der Gememden 155 -- einbunrertfünrundfünfzig -- Millionen,

b) für Dotationen sieben 615000a/6-“se sbundmün e n- jausend Billionen Mark - zur Vcrfügung ck ' f fz h M.-B1. i. V. 1923, S. 1165 und 1245).

Berlin, den 6. März 1924.

Der Minister des Innern. I. A.: Dr. (Hanschow.

MinTstcrixmn 'für Landwirtschaft, Domänen und Forftem

Die Wahl des ordentlichen Professors Geheimen Regie,-

rungsrats Dr. Hagemann zum Rektor Lek Landwirtschaft-

]ichen Hoch chule Bonn-Poppclsdor für die Amts eit vom ]. April 19-4 bis dahin 1926 “ist* buxstätigt wurdcn. z

*

Nichtamtliches.

Deutscher Reichstag. 406. Sisung vom 6. März 1924, N a ck t r a g.

Die Rede, die der Reichsminister des Auswärtigen Dr. S t r e f e m a n 11 im Laufe der fortgesetzten Beratung des Not- etgts gehalten hat, lautet nach dem vorliegenden Stcnogramm nne folgt:

Meine Damen und Herren! Der Herr Abgeordnete Dr.Helffe- rich hat einen so großen Teil [eincr Ausführungen der aus, wärtigen Politik und zum Teil auch mir geWidmet, daß er ver- stehen wird, Wenn ich mich auch, ehe ich zu allgemeinen Aus- führungen übergehe, zunächst mit seinen Darlegungen beschäftige. Er hat davon gesprochen, daß das deutsche Volk der Gefahr in?- Auge sehen müsse, vor ein neues Versailles gestellt zu Werden, und er hat zum AuZdrnck gebracht, daß demgegenüber die beste Gewähr für einen Erfolg gegen solche Tendenzen die Idee der Volksgemeinsch 11 ft wäre. Darin kann ich ihm vollkommen z11stimn1cn. .Ich möchte aber doch bezweifeln, ob alle Angriffe, 1112 hier gegcn die Regierung gemacht Worden smd. und ob die Disrrediticrung, die dadurch die deutsche Regierung im Volke erfährt, 'die bcste Basis für die Bildung einer Volksgemeinscha-ft ist. (Zustimmung in der Mitte und links.) Volksgemeinschaft setzt doch auch voraus, daß in einem solchen Kampfe Regierung und Volk miteinandcrgehcn, das Volk aber nicht die Ueberzeugung hat, von einer fcigyn chierung etnm geführt zu Werden. (Erneute Zustimmung.)

Sie haben, Herr Dr. Helfferich, davon gesprochen, daß die charaTionsfrage 111chT allein diejenige Frage wäre, die die Welt benU-gte. Ich glaube, es sind schon viele von uns bei einiger Ueberlegnng dazu gekommen, daß es sich nicht nur um die Frage

„*.

erst das Sekundäre ist. "

auch nicht als das hinsteüen, Was man aus der ganzen Politik einfach ausschalten kann. (Wiederholte Zustimmung.) Schließlich handelt es sich in dieser großen Entscheidung darum, Welchen Weg Frankreich geht, und Wenn Sie den Weg gehen würden, die Reparationsfrage zu ignorieren, dann Würden Sie allerdings die Partei, die nur JnPeria-lismus treibt, zu: ewig herrsckxcn-dén machen. (Sehr richtig!) Und Wenn Sie keine Kraft haben, diesem Imperialismus jeßt den Weg zu versperren -- und ich vermisse immer, daß gesagt wird, was denn an Steno der Politik geseyt werden soll, die die Reichsregierung führt (lebhafte Zustimmung) _, dann glaube ich, wenn Sie uns den Weg nicht zu weisen wissen, gegen diese Macht vorzugehen, sollten Sie der Kritik Zügel an- legen, Wenn Sie dasjenige lächerlich machen, was wir an Protesten und vielfach gewiß vergeblichen Anstrengungen unsererseits als Regierung versuchen. (Erneute Zustimmung.) Wir sind gegen- über Ihrer Kritik in einer seltsamen Lage. Sie fragen b-Li ver- schiedenen Gelegenheiten, Offenburg, Appemveier, Mannheimer Hgfen: Was hat die Regierung getan? Wenn ich Ihnen a11t11ck0rten würda - was dsr Fall ist », daß wir dagegßn protéstiert Wen, dann "höre ich von andexer Seite: Ja, Was sind Protests, mit Pro- testen kommen wir nicht Weiler! Und doch ist es gegenwärtig nkkb-xn 1111131216111 zunächst Formalem, die einzige Waffe, dic wir [)(LÖM.

Nun lassen Sie mich zunächst auf eine Frage kommen, Herr Kollégc Dr. Helfferich, die mich ebenso erregt [W, wie eine 9111131: Reihe Mitglieder dieses Hauses, über die Sie sich doch Wohl, auch ohne daß es im Plenum vorgebracht Wurde, Aufklärung hätten holen können., die Frage Mannheim. Herren auc."- Mannheim seien nach Berlin gekommen zum Auswärtigen Amt, hätten ihre Klagen vorgebracht wegen dss anvchcitner Hafens, hätten die Antwort bekommen: Eine Eingabe cm Frankreich paßte nichj in die Gssamtpolitik. Nie ist ebw-as Dsrartigks gesagk worden. (Lobhafte Rufe: Hört, hört! _- Zuruf des Abgeordnéten Dr. Helsferickz.) Vielleicht gestatten Sie mir, Herr Dr, Helfferich, daß ich meinen

Wohl diejenige Traditon, die Sie vertreten -- in die Lleußcrungcn meiner Beamten, die mir hier gemacht Werden, so lange keinen Zweifel zu sehen, als bis mir der Zsrsifel von irgendeiner Seite beWiesen wird. (Sehr richtig! in der Mitte.) Die Herren haben mit Herrn v. Friedberg gesprochen. Die Herren haben gesagt, die Zollinie gebt mitten durch den MannHLiMer Hafen, und sie haben eine Verlegung der Zollinie gefordert. Darauf bak ihnen Herr v, Friedberg gesagt: Wir sind für die Aufhebung der Zollinie, und deshalb paßt uns dies Schwächere, die Ver- legung der Zollinie, wicht in unsere Politik. (Hört! Hört!) Das ist doch et1vas ganz anderes, a1s es hier von dem Herrn Abgeordneten Dr. Helfferich dargestcllt tvorden ist.

Aber Ste Wollten das 111 das Gesmntbild hiueinbringen, als Wenn das ganze AuZWärtigc Amt am liebsten nicht irgend Wie belästigt werden Wollte mit irgend Welchen Dingen, die gegen

über die ganze Stellung des Auswärtigen Amtes und des der- zeitigen Leiters des Auswärtigen Amtes in einem Irrtum. STe Wollen die Idee hier aufrechterhalten von einem bei dem Regie- rungsantritt eingetretenen vollkomenen KucmWechsel, den Sie Wohl sxdarstellen: vollkommene Trennung von England und Hinneigung zu Frankreich. Ich kann nur für das einstehen, Was ich selbst gesagt habe. Ich darf Sie aber auch daran erinnern, Herr Dr. Helfferich, daß ich einst, als Sie im Auswiirtigen Ausschuß mich dieserhalb interpellierten, Ihnen nicht nur eine Leporelloliste der Bemübuwgen geben konnte, die selbstverständlich -- und jeder andere Außenminister auch von Ihrer Seite Würde es getan haben -- unternommen Worden sind, um eine Verständigung mit Frankreich zu versuchen, sondern auch eine Liste all der Bemühungen vom ersten Tage meines Amtsantrittes an., die dahin gingen, von eng-

dkr Rkparajiom'n, sondsrn 11111 dir großsn 11191113911thth Fragen

lischer- Seije her diejenige Hilfe zu erlangen, die es nns ermöglicht

bandeik, um die hier gestriiten wird. Ick glauBe, wir alle wissen, daß es in Frankreich eine starke Partei gibt - und ich glaube, daß fie gegenwärtig die herrschende ist -„ für die der Weg nach dem Rhein das Entscheidende und der Weg der Reparationen vielleicht

. Aber Wenn Sie WOÜM, daß wir In diesem KanPfe nicht unter- l1ege11, dann, glaube ich, müssen Sie die Frage der Reparationen

Beamten traue. Ich habe schließlich als Minister -- und das ist-

Frankreich gehen. Ach, Herr Dr, Helfferich, Sie befinden sich doch_

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häüe, den paffiVen Widerstand m'cht bedingungslos aufgeben mi_'1ss-en. Es ist damals von jener Stelle gegenüber diesen “.“. mühungen unserem Botschafter gesagt worden: wir verstehen 11 Ungeduld des deutschen Reichskanzlers, auf seine Vorstellungen 1111 keine Antwort erhalten zu haben. .Ich kann auf diese Einzelheit" hier in der Oeffentlichkeit nicht eingehen. Ich habe es HerrU Dx Helfferich gegenüber im Ausschuß getan, und ich kann mich nick1 entsinnen, daß Sie damals auf meine BeWeisfü-hrnngen auch 1111: ein Wort erwidert haben. (Sehr richtig!)

Ich habe wiederholt hier als Reichskanzler den Standpunkt vertreten: ich kann nicht mit einer Ententemacht aUein 1191111 einen Sondorfrisden schließen, es gibt keine französische odsr enF lische Richtung, die meiner Meinung nach jeßt ein deutscher Auß minister einschlagen könnbe, es gibt nur den Versuch, innerhaü djcscZ ganzen Bundes der Entente ein Verständnis dafür zu ftnden. daß die bisher gegen Deutschland geübte Politik nicht nur Deutschland zugrwnde richtet, sondern Europa und die ganze Welt- Wirtschaft, vielleicht d€e ganze Weltpolitik. Ich bin viel zu viel Realpolitikcr, als daß ich annehme, daß irgend jemand aus Web- für uns oder aus Sympathie für Deutschland irgend etwas 1111, Nein, dieser Anrufxder Sachverständigen ist etmas ganz andms das ist ein Appell an die reale Vernunft der W111- schaftler der Welt, stab nichk selbst 5119111de 311 11111111 d&durck), dasz sis Dsutschland zugrunde gehen lassen. Ich 111111111. man sollte dock; auch, Wenn 11un eine derartige Kommission nad Deutschland kommt und sich bemüht, diese Weltfrage zu lösen, vod Wohl anders handeln, als der Herr Kolleg? Dr. Helfferich es vor- gcschlagcn hat. Sie haben vorgeschlagen, daß der Herr Reichs- kanzler, als er die SNÖNrständigenkommission empfing, 115118 sage! sollen: Wir ["chnen dic Mil-itärkontwlle ab, wir lehnen die Luft- kontrolle ab, und wir lehnen all das andere ab. Herr KoUege Dr- Helfferich, Sie hätten diese Rede nicht gehalten! (Sehr gut!i| der Mitte.) Dazu traue ich Ihnen viel zu viel staatsmännischs und politisches Verständnis zu.“ Wie können Sie denn in 111! Wirtschaftskonnn-ission, die unabhängig Von den Regierungen hierhe: berufen und dazu bestimmt ist, politische Dinge gar nicht anzu- rühren, politische Streitfragen hineintr-agen Wollen? Hätten S'! es getan, so hätten Sie die Kommission innerhalb 24 Stunde! gesprengt. _

Ich bedauere LS außerordentlich, daß die Situation, in de: sich noch für lange Zeit jeder Außenminister und jedes Außen- ministerium befinden wird, daß sie nämlich mm die Politik eine] Waffenlosen Volkes machen kann, der Regierung zum Vorwurf 1e- macht wird, auch in bezug auf die Formen, die fie nach außen wäblk Das vorsichtige Tasten ist angesichts der Situation, in der Wik uns befinden, notwendig. (Zuruf bei den Deutschnationalen: Zl vorsichtig!) - Herr Hergt, ich freue mich, daß Sie mir das sage!- Der Herr Kollege Koch hat jüngst nur so in einem Nebensaß, Hm Dr. Breitscheid in einigen Hauptsäyen, gesagt, daß ich als Aub“ minister zu unvorsichtig sei, daß mir das Herz durchginge, daß mil das Temperament zu weit führe. Ich glaube, immer die richkiß' Mittellinie gehalten zu haben. Aber das bekenne ich: es gibt nichts anderes als ein vorsichtigcs Tasten, um Weiter zu kommen, und ich möchte auch hier noch einmal sagen: Wenn Sie über unfere Situation klagen, so Verstehe ich das volkkommen; die Situation- in der wir uns befinden, ist eine furchtbare; aber vergessen Sie doch nicht: für uns, für die Generation, die heute lebt, sind natürlich fünf Jahre ein gwßer Teil des Lebens des einzglnen- und der einzelne wundert sich, wie wenig wir vorwiirts gekomn“?n sind. Wenn Sie aber einmal die Enttm'cklung geschichtlich mssskn- so Werden Sie, glaube ich, sagen können, daß die gei stige Um- stellung der Welt gegenüber dem Vertrag von Be rs aille s in gewisser Beziehung schnellere Fortschritte gemcicht hat, als man es vielleicht geschichtlich hätte erwarOen sollen. (Sehr richtig.) Wollen Sie doch nicht den Weg verkennen, den die E"!“ Wicklung gegangen ist von der Zeit, wo man in Amerika auch " geringste Betätigung m1't Europa ablehnte, bis zu der Anfrage “" die deutsche Reichsregierung, ob es für uns erwünscht wäve, W amerikanische Sachberständige sich an diesem Sachberständiskn“

Sie selbst, Herr KoUege Dx. Helfferich haben auf die Reds dx? Senators Oiven ans Nebraska hingeqviesen, Ja, wenn 17

„einzelnen Regierung anlegen würden.

kollegium beteiligten. '

Rede möglich war, wenn wir nicht nur bei diesem Senakox, sondem auch in den Aeußerungen von Nini und anderen [2131 allmäqlich eine andere Einstellung gegenü'ber den Leiden des deutschen Volkes sehen- nZenn wir die' Empfindung erkennen, daß man diesem deutschen Volke Unrecht getan hat _ vielleicht spricht man das „;ck: direkt aus, aber zwischen den Zeilen kann man das lesen _, so hat dieser Ennvicklungsprozc'ß die beste Förderung, dadurch er- jahren -- und hier komme ich mit einem Satze auf die Innen- politik -, daß man gerade gegenwärtig auch sieht, Welche außer- ordentlichen Entbehrungen sich vieles Vol! auferlegt, um zu der Ordnung zu kommen, die man von außen zerstört hat. Es ist aber weiter auch ein Ergebnis der Aufklärungsatbeit, die Sie, Herr Dr. Helfferich, immer als nicht vorhanden hinstellen und die Ste nicht merken wollen. Es würde töricht sein, wenn ich hier davon spräche, was das Auswärtige Amt in bezug auf die Schuldfrage veranlaßt hat. Gerade in dieser Frage besteht, glaube ich, gar kein Unterschied zwischen der Auf- fassung der Regierung und der Formulierung der Vereinigten Vaterländischen Verbände. Der „Vorjvärts“ brachte heute auch zum Ausdruck, daß die drei Forderungen dieser Verbände kein Postulat der Vereinigten Vaterländischen Verbände sind, sondern daß sie der Empfindung jedes Deutschen entsprechßn, der sich noch seine Objektivität und seine Liebe zum Vaterlande beWahrt hat.

Sie fragen immer: Was tut die Regierung in der Schuldfrage? Sie haben sich auf die Vereinigken Vaterländischen Verbände und andere Kundgebungen bezogen, die gerade in dieser Beziehung erfolgt sind, z. B, auch vom ArbeitsaUZschuß der deutschen Verbände, der sich speziell die Erörterung der Kriegsschuldstage zur Aufgabe gemacht hat. Sie wiffen vielleicht, daß dieser Ausschuß ein eigenes Organ besißt. Er nennt es „Weg zur Freiheit““. In diesem Organ hat er in seiner Nummer vom 1. November 1923 den Dank dafür ausgesprochen, daß ich der erste Reichskanzler geWesen wäre, der sich öffentlich gegen die Schuldlüge geWsndet hätte. Ich glaube, demgegenüber soÜten sich manche Herren und Organisationen doch jetzt nicht so hinstellen, als wenn sie das Privileg hätten, diese Frage aUein zu behandeln. (chhasLe Zustimmung.)

Es handelt iich darum, hier eine sachliche AufklärungSaxbeit zu leisten. Ich habe es nicht nur als Reichskanzler; ich habe es als Außenminister von dieser Stelle getan, als ich bei der großen Kundgebung der Presse davon sprach. Wir ha he n e in R e ck t , die Erörterung der Schuldfrage zu fordern. Wir haben es deShalb, Weil Wir unsere Akten veröffentlicht haben im Benmßxsein des guten Gejvissens des deutschen Volkes und der deutschen Politik. Wir haben das Recht, zu fordern, daß die anderen dasselbe tun. Wir haben in bezug auf Aufklärung von FMM", die bcstrijten waren, mch); getan, als Sie vielleicht glauben. Auch hier aber Werden Sie nichi lediglich durch eine Hypertrophie der Aküvität efwas erreichen, fon:der11 Sis 1121Zrde11 sicher am ehesten etwas erreichen, wenn wir selber auch vorwärts kommen in bezug auf die Aufklärung, die von einzelnen Völkern ausgehk, die selber dazu schon beigetragen haben. Ich möchte nur das eine feststellen: Dem Wunsche, den Sie jahrelang vertreten haben, daß einmal ein verantWUrtlicher Minister des deutschen Reiches diesen Dingen mit Protest begegnete, bin ich durchaus entgegengekommen, obWohl ich mir klar War, daß das selbst- verständlich auch zu Aufregungen bei anderen Völkern Veranlassung gsben Wükde. Es War auch richtig, daß das jetzt erst, in einem psychologisch richtigen Moment, geschah. Diesen auszuwählen, ist doch schließlich das, Was der Außenpolitik in erster Linie zukommt. Darin kann sie sich auch nicht den Weg Weisen lassen von denen, die nicht immer in der Lage sind, den wirklichen Stand der Dinge jo zu übersehen, wie ihn der Leiter der auswärtigen 213911111 über- sehen kann. _ "

Nun lassen Sie mich zurückgehen auf verschiedene Darlegnngen, döe der Abgeordnete Dr. Helfferich gemacht hat, die in mir den Eindruck erWeckten, als Wenn er speziell noch einmal losgehen Wolle gLJZU das Kabinett Stresemann, um einmal zu zeigen, daß dieses Kabinett dem deutschen Volk nicht das gebracht hätte, Was es hätte erwarten können. Sie sagen, die Mark sei bei dieskm Kabinett in Wenigen Monaten auf den millionsten Teil dessen ges unken, Was sie vor dem War. IaWohl, Herr Dr. Helfferich. Ich glaübe aber, Ste sind ein HM zu guter Kenner der Verhältnisse, Sie wissen viel zu gut, wie fin-auzpolitißhk, volks- wirtschaft'liöhe und iveltpolitische Dingo zusammenhängen, als daß 111) Ihnen zutrauen könnte, daß Sie etwa die einzelnen Linien eines Währungsverfaus als Maßstab für die Beurteilung einer (Lebhafte Zustimmung.) Wenn man das tut, dann, Herr Dr. Helfferich, ist der beste Reichs- kanzler in Deutschland Herr Hermann Müller geWesen. Er War der einzige, unter dessen Reichskanzlerschaft die Mark gestiegen und der Dollar zurückggeangen ist. (Sehr richtig! und Heiterkeit.) Das war aber nichk das Ergebnis einer überlegenen Finanzpolitik, Fondern es war der Umstand, daß nach der Erschütterung des Kapp-Putsches die Ordnung in Deutschland wieder Play griff 11111) damit die Mark sich von denjenigen Erschütterungen erholte, .:11 damals eingetreten Waren. Sie haben vorhin vielleicht die 7111rlegu11gen des Herrn Abgeordneten v. Raumer gehört, der „11111 gesprochen hat, daß wir in „den ersten zehn Tagen des „1111111110115 Stresemann sehen mußten, daß wir eine Bilanz über- nahmen, die überhaupt die Außgaben nur noch mit 1 % der Ein- nahmen deckte. Wenn Sie sich vor Augen führen, was es heißt, eine solche Bilanz zu übernehmen, und zwar in jener Zeit, wo Avi? die gesamte erjverbstätige Bevölkerung des befehlen Gebietes von 111153 111173 unterhalten mußten, möchte ich fragen, ob es dann richtig ist“, einen VorWurf daraus zu machen, daß fich der WhrungsNrfaÜ 11111131: “diesen Verhältnissm Weißer for séßjik. (Sehr richtig!)

Sie haben gesagt, daß die ganze Frage der Beseitigung dcs passiven Widerstandes falsch angefaßf w-orden wäre. Sie haben auch davon gesprochen, Herr Kollege Dr. Hefferich, daß Öcxrcn aus der Großindustrie, die zu mir gekommen wären, ohne jede Marschroute wieder weggegangen seien. Herr Kollege Dr. Helfferich, ich wäre Ihnen dankbar gewesen, Wenn Sie hinzu- gkfügt hätten, daß die Herren an dem Abend kamen, an dem mein Kabinett zum ersten Male demissioniert hatte, und daß ich insolge- dessen den Herren habe sagen lassen, als Kanzler in Dennssion bi" ick nicht in der Lage. die Herren zu empfangen und ihnen Richtlinien zu geben. (Lebhafte Rufe: Hört, hört!) Darüber hinaus aber will ich doch das eine sagen, Herr Kollege: Auch die Frage ganz bestimmter Richtlinien für die Dinge im beseßten Gebiet ist gar nicht so einfach zu lösen, daß Sie von einer Regierung erwarten können, daß sie hier für die ganz vcr-

schieden geftalieten Verhältnisse in den einzelnen Teilen eines Gebieies 1y1erse11s genau angibt, Was nun die Wikisci1a,1 1un sou. Wir waren damals gar nicht in der Lage, hier einzugreifen, wml ja gerade die Politik Frankreichs darauf hmauSging, uns weiter finanziel] Verbluten zu lajsen, weil man wvllxe, daß die Kosten des passiven Widerstandes noch monatelang sich hinauSzogen. Denn, Herr Kollege Dr. Helfferich, die damalige Aufgabe de 21 passiven Widerstandes ist Herrn Poincaré gar nicht angenehm gewesen. Ich glaube, vom französischen Standpunkt aus wäre es den Herren lieber geWesen, wenn dieser ganze Kampf Weiter gedauert und das Verbluten Deutschlands fich. weiter vollzogen häne, bis wir nachher. noch ohnmächtigcr gemesen wären, als wir Waren. So haben doch die Dinge wirklich gelegen. Die Frage der Aufgabe des passiven Widerstandes war keine Frage von Mu: oder Feigheit in bezug auf auswärtige Politik, sondem sie war lediglich eine realpolitische Erwägung darüber,“womit dem deutsche11 Volke am meisten genutzt wäre. (Lebhafte Zustimmung.)

Nun werfen Sie mir noch eiavas Weiteres Vor. Ich darf noch auf das zurückkommen, was ich vorhin in einer Unterbrechung sagte. Herr Dr. Helfferich, ich habe oft Gelegenheét, Wenn 1ch dort oben sitze, zu Zehen, und ich freue mich darüber, mit welcher Ammi- nahme Sie den einzeln Redneru folgen und deren Aquührungen auch mit Zwischenrufen begleiten. Ich War deShalb nicht darauf gefaßt, daß Sie sich so energisch dagegen Wenden würden, daß ich einmal einen Satz dazwischanarf. Ich glaube, es würde das Parlament beleben, Wenn nick)! jeder am Freitag das beantwortet, was einer am Dienstag gesagt hat, sondern Wenn er im gegebenen Moment die Situation beleuchtet. Sie haben da folgendes qesagt -- ich muß das hier wiederholen -, ich hätte darauf hingsmiesen, die englische Regierung wäre ja gar nicht in der Lage gewesen, uns zu unterstützen, weil bei dem Ankritt ch Kabinetks Stresemann klar chescn Wäre, daß dieses Kabinett auf die Be- endigung des passiVen Widerstandes hinarbeite. Gewiß, Herr

Dr. Helfferich, ich habe darauf hingearbcétR, Weil ich der Meinung-

war, daß der Zeitpunkt überschritten War, Wo der passive Widerstand uns noch etWas einbrachte. Aber ich habe nicht darauf hingearbeitet, ihn ohne Bedingungen aufzugeben, und al1e meine Bemühungen haben dahin gezielt. Als Emgland uns nun nicht in der Sachs half, als man im ettglischen Parlament den Außenminister fragte: Wie sind denn die Dinge in Deujschland gegangen, Was hast du denn als englisch? Außen- politik getrieben? Da hat der englisöhe Außenminister '- und das habe ick) zwischengernfkn - gesagt: Wir konnten Deutschland ja nicht helfen, bessere Bedingungen bei dex Aufgabe des passiven Widerstandes zu bekommen, Weil es die Dauer dieses Widerstands?- törichtechise so lange hingezogen hat, daß es sich bedingungslos ergeben mußte. Ist das die Auffassung des englischen Außen- ministers, dann können Sie mir doch nicht Vorxverfen, daß ich in dieser Beziehung falsche Politik getrieben und nicht die englische Hilfe im passiven Widerstand auf mich genonnnen hätte. (Ab- geordneter Hergt: Der Widerstand War eben passiv!) - Wenn Sie, Herr KoUege Hsrgt, mir zurufen, es liegk eben in der Pasfivität des Widerstandes, so ist das, wbe Sie mir zugeben Werden, eine Frage, die vorher erledigt Werden mußte, und nicht in dem Augenblick„ Wo das Kabinett Stresemann die Dinge-übernahm, wie sie damals lagen. (Abgeordnejer Hergt: Zu einer Zeit, wo das Kabinett Cuno unter Einflüssen stand, die das leider vsrhindert haben!) - Herr Kollege Hergt, das Kabinett Cuno, das ich als ein inter- politisches, als ein nicht parteiliches bezeichnen kann, hat unter den verschiedensten Einflüssen gestanden. Es wird auch Jhnm die Möglichkeit gegeben geWesen sein, Ihre Anschauungen geltend zu machen.

Ick) darf Wkitcr cmf AusführungM eingean, die 111 bezug auf die Besaßungskosten gemacht wovden smD. Die Regierung soll stch rübrev. sagt Herr Dr. Helfferich. Wenn- ich ihn recht verstanden habe, sagte er, wir wollen lebendige Minister, die für diesen Skandal zeugen sollen. Herr Dr. Hclfferich, Sie tun uns tatsächlickz unrecht, wenn Sie glauben, daß wir in dieser wie in an-der-en Fragen uns nächt gerührt hätten, Dieser _Kampf wegen der Besaßungskosten ist von allen Ministerien, von aUen Kabinetten geführt wordm. Er ist auch von uns geführt worden. Er hat vielleicht bei uns nach der Richtwng hin die schärffde Formulierung der Abwehr erfahren, 1115 wir durch Noten, die wir den ausläwdisch€n Regierungen übersandten, zum Ausdruck brachten, daß wir es ab- lehnen müßtcw, auf unbestimmte Zeit bin die Besaßung-skosten weiter zu zahlen, da wir finanziell dazu nicht mehr in der Wge wären. Wenn ick) hier déese sch.'1rfen, ja sehr scharfen Angriffe höre, die doch eigentlich bei jemandem, der sie liest, den Eindruck erwecken müssen, als wenn die Regierung s1ch um nichts kümmere, als ob sie das deu1sche Volk sterben u-wd vevderben lasse', ohne irgendeine Initiative 11111) Akéivität aufzubringen, so muß ich doch auch hier wieder sagen,: Herr Dr. Helfferich, wenn Sie bald, wie Sie andsuteten, an ver- an-Uvortlicber Stelle stechen werdcn, hmm werden Sie, glaube ick), auch sehr bald erkennen, wia becngt und wie bedingt die Möglichkeiben smd, mm sofort solche Dinge zu än-dsrn. Wollen Sie bitte auch folgendes nicht vergessen. Für uns stand doch die Sache“ ganz anders als ekwa bezüglich der R-LparationSabgabe und anderer Dinge. (Sehr richiiqt links.) Für uns st-antd doch die Sache so -- und deshalb war d1e Frage nicht' nur ein auße1Politischcs. sowdcrn auch ein innnerpolitisches Problew _, daß man uns in dcr Zwickmühle hatte, daß in dem Augenblick, in dem wir obwe Verstän'digung mit den ansdem diese Zahlu-ng aufgaben, jcdenfalls das Elknd der Kommunen, das Elxnd dcs besetzten Gebietes diese Politik der deutschen Regierung begke1tet hätte. (Lebhafte Zustimmung links,) Das wcrr die Situation, vox der wir st-an-den. Selbstverstän-dlich streben wir dahin, daß "ein?: Max11me- rung der Besakungskosten zustande kommt, die uns ubrtgens mch't, wie Sie es zu glauben scheinen, amtlich notifiziert wovden ist as? em Beschluß. der dmpernd bestehen sollte, sondern die von der Repathtons- kommisfion, der KriegS-lastenkommisswn für das Jahr 1922 m den Repapatäonwäan mit dieser Summe aufgenommen war, dre aber m1t Ende des Jahres 1922 beseitigt worden ist.

Ich sage: STe müssen sub doch vor Augen führen, welcbe Még- lichkeiten der Entwicklung überhaupt nur vorliegen- Da darf ich gle1ch auf den Einde kmwmsn, den Herr Dr. Hoetscb in der Kreuz- Zeiturog gemacht bat, indem er sagte, er vermisse ein Programm der Regierung. Sie selbst, Herr Dr. Helffevicb, haben fich ihm ja mvgescblossen, indem Sie zum Ausdruck brachten: der Außen- minister sagt zwar, was geschehen wird, wenn die Micum-verträge nicbt Verlängert werden, aber er sagt nicht, was dann von seitxn der deut'sckxn Regierung geschie-ht. Darf“ ick) auf 119111613 311111611!)

«rien. Glauben Sie. Herr Dr. Helfferich, Wenn Sie Außen- 111-1111xter 113111111 111711) 1291 11111 Sachvc1dtand1genkomm1ssionen zu tun hätten, WEnn Ste 1111: diesen Sachversmnmgenkommissionen hier “111 Berlin und d111ch Jhre Beauftragte in Paris 1“:er Dinge verhandelt hätten, die VCL (Entenxe un.?) 11116 UUTLTÖL'LUC'! weMn sollen, Daß es dann OLLI gngebene Moment wäre, um nun in diese Verhandlungen mit einem deutéchen Programm hiMinzuplaßen, das doch fichcxljcb 'm irgendeiner Weise zunächst einmal das Programm der Sachverstän- digsn deöaVouieren würde? Denn daß wir das Programm dsr Sack.;- verständigen abschreiben oder die Vorschläg€ der Sachverständigcn im einzelnen treffen würden, werden Sie nicht sagen, Ich darf Sie darauf hinweisen, daß ein erster Minister, der in einer sehr die! besseren Situation ist als der unglückliche d2111sche Außenmmiftkr, daß Macdonald neulich im englischen ParlUanj gesagt Hat, man könne von ihm doch nichr evwardcn, daß er 519 Verhandlungen der SachVLrständigen jeßt störe; man solle erst 6111111111 all-ngyin ab- warten, was aus dßesen VerhanDlungen herauskäme, (Höß, hört! links.) Deshalb war es meinés Erachtens durchaus richtig, wenn der deutsche Außemn'mister eine Rxde hielt, die, wie die französrsche Presse sagte, vielleicht dazu bestimmt war, auf die Sachverständigen zu wirken, daß er darauf hinwiss, welch8 Situation fich (1115 eine!: ForÉführmvg der jetzt «gen uns gcführtén Polilif" EXJLÖ'LU k]")mtte, wenn er (1er seinerseits Vermied, etwa einem fich bildendeU Pro- gramm der SachWrstéiwdigen ein Progr-amm Dsutsthlxmws Wxniiher- zust-ellen. (Zustimmung links und in der Mikis.)

Ick darf dann auf Fragen eingehen, die Hérr Dr. Hcl'sf-erich im Zusamth-an-g damit Vosgebmcht hat. Ick wundere mio“), daß das geschisbt, Wchdem wir im Auswärtigen Ausschuß auf Grund der JnÉ-erpeaation des Herrn Kollegen Dauch bereits über diese Ding?, gesprockxen haben. Herr Dr. Helfferich bat NuSkün-fte über die G o l d- bank, über di? Zukunft der deutschen Eisenbahnen don dsr Rogie- ruwg Verlangt. HW: Dr. Hélfferich, ich glaube diesem hoben Haus wird noch vor fEinem Ende 91112 GsXsßcsvorlage zügkben, die sich auf die mmmeHr gestcherte Errichtung der Go!Pnotcnbank nach dsr Idee des Herm Dr. Schacht bezieht. Ick) nehme an, daß Sie bei dieser Gelegenh-eik die M-öglickséxit habM wevden. sich mit dem Herm Reichsbawkpräfidenten über diese Dimze mstinanderzuselZen. Ick; glaube Weiter, daß der Herr ReichMrkchrsminister auch Veranlassung nehmen wird, über 126 Zukun-f-t dsr deutschcn Eisenbahnen bier zu spx-cchcn.

Ich möcht»: (111€: ÖTÖT'L das CMS “11313111: [761 Nm BMULTW des Heym döutschen Röicbserkhr5111111ifters, die Eis enbab 111311 vor Jnternationalisierung zu schüßen, bat er die Mit- aTbeit u11d Unterstüßun-g des gksamtkn K.?Öim'tks, Wir desn gar nichx daran, hier Link IntcrU-atwwalifisrung eintrkien zu lasssn. wie ße, glaube ich, Jhnén, Herr Abgeordneter Dr. Hel-ffericb, vorsckxwebk. Aber auf eins muß ich dock) hinMisen: dazu muß ich mich bekennen:. WWU die Rede ist in einem großen int-ern-afion-cxlén Sachverstäwdigen- gr€1nium davon, daß man Moa die Hälfke des Wertes der dsatschen Bahnen -- das wäre also eine Snmms von etwa 12% Milliarde'n Goldmark - für eine infemakionale Anleihe auflegen könnkte, für d1e Deutschlcmd die Verzin-TUW garakfieren soll, und wenn sich 1111111- m: großen ZsruÉr-UkaWnken dc-r cinzklncn Sbaalcn zur Verfügung stellen, HLN! Dr Helffkrich, Wenn Sie dann annehmen, gLraQe wetl diese Dmg? nicht von den Skaaten, Wicht als polibische, sondxrn zu- nächst als geschäftliche Aktion gemacht werden, wenn Sie als srüberedr Direktor der Deutschen Bank dann glauben, daß diexe großsu Inst:- tute fich für Milliarden verpflichtkn, ohne in der V«W„.1ung.felber sich um diese MilIiarden zu kümmern (lebhafte Zustimmung 111 der Mibtaund links), dann würden Sie s1ch in einem fonDamenta-len Irrtum befindeU. (Abg. Dr. Helfferich: Das ist der Fpringßkds Punkt!) Es ist etwas Wres, ob Sie in früheren Zeiten bei eme: Wirtschaft, die in sah konsolidiert war, internationale Arulsjben aus*! wahmen oder ob Sie angefichts der Belastung, die vor uns steht. 1111d, der vollkommenen Zerkrümmeruwg unserer Wirtschaft, 1707 der nur doch stehen, am dic Welk 1:1 dWscr L&M [7211177191131 1111117111! (_ETKMÖE

u'timmun .) _

Z ] Darf Lk) Sie an den Schluß JHrcr RS:“)? 1111111crn, *Mk'c' Dr. Helfferich! Sie haben Ibm: Rede mit den Worten geschlossde, Ihnen und Ihren Freunden ginge die Freiheit über alles, auch aber Gut und Geld! Ick) habe in ähnlicher Formulierung, nicht immer U11ker 511- stimmung Ihrer Freunde, Herr Dr. Helffericky, Wselbe_au=59echrche1x Dann müssen Sie aber auch die Konfequcxnzcn domus zreher1. E:!auhen Sie dexm, daß irgend jemand in der Ragierung 6111 WM“ dqran hat, überhmPT diese Verhandlungkn zu führen, u111 dtesk» f117a1131elle Hilfen, die nicht uns zugute kommen, sondern 17111 311111111771 3111111111 an Frankreich 9617211? Wir tun es doch nicht aus w1vtxchaf111chcn und finanziellen Ideen heraus, weil wir an Stelle von deutschen Gesell“. schaften solche mit fremdem Eintfluß in Deutschlmk? bwben wollen, sondem wir Nun es, um das Lösegeld zu schaffen, dam1't Nbem, Ruhr und Pfalz frei weWe. (Stürmäschcs Bravo m der MMS und l1nk_s.): Ich haBe wiederholt hier immer wieder “3111-11 Ausdruck gebracht: nb sehe die einzige Möglichkeit, zu dieser Frexhxtt zu ko'mmm, p_arm, daß man slch der charakionsfwge nicht ledigltch negczttv gegenubersteßt; denn in dieser Reparatiowsfrage da haben SU? n1cht nur Frank_renb und alTe die anderen Staaten der Entente fich gegenßber, su: wurjéet auch die neutralen Staaten sich gegenüber haben. Es 1st doch m1n 'em-, mal das Furchtbare: wir haben den größten Krieg_ der Wolthchtcbbe verloren awd wir haben auch den Nachkrieg der Ruhr verlo'rc'ß. Das Zst die Sikuation, vor der wir stehen, und cht smd natur11ch gam andere Awstwn-gun-gen finanzieller Natur nötig, als es vorher der Falk gewesen wäre. Ich will damit nicht sagen, daß der Rubrkkampx ver. geblicb geführt worden wäre; nein, er hat die Aufnxrksémkett der Welt darauf gelenkt, daß hier ein Volk für seine Fre1b91t'kam.pff (lebhaft: Zusti-mmung), er hat gezeigt, daß das deutsche Volk m Ltebe steht zu d'oe'sem armen, ohwmächtigen Deutschland der.Gag-enwart; (Erneule Zustimmqmg.) Deshalb smd diese Kämpfe mcbt vergebncb gewesen.- Aber klar ist, daß, muchdcm wir diesen Katzwf abbrechen mußten, ww isbt auck) sehen mußten, die Freiheit fUr dtejemgu1 zu schaffen, die - „treu, wie das Vaterland es ihnen befahl!“ - m den Kampf. bineingegangen find und die nun ein Recht baden, daß wir. das lebt? auf uns nehmen, was in unferer Kraft steht, um WW dre. Fre1be1t zu «ckck. (Stürmiscber Beifall.) Und, Herr Dr. Helffmcb, tel) mochte Ihnen das eine sagen: ich glawbe, darin besteht abérmals eme voll- kommene Uebereinst-innnung zwischen allen Parteien des qufes, daß es eine solche Freiheit nicht geben- kcmn, ohne daß Opfer 91-7me werden. (Sehr richtig!) » '

Es wivd jekt vielfach geglaubt, man könne die ganze «UW _ _ in die Worte fassen: Zerreißuns des Versailler Vertrages! Ick bm

auch hier der festm Ueberwmma, daß diese Worte ck mehr ck