1846 / 309 p. 2 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

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kanntmachung vom 12. September d, I. (Amtöblajtt Nr. 187), betreffend den Vertrag zwischen Preußen und Großbritanien wegen gegenseitigen Schuyes der Nutorenrechte gegen Nachdruck und unbe- fugte Nachbildung, wonach die polizeiliche Stempelung_ der zur Aus- fuhr nach Großbritanien bestimmten. in Prdußen erschienenen Druck- schriften, behufs der Gewährung der durch jenen Vertra zugesicher- ten Vortheile siattfinden soll, ist angenommen, daß die an dem Titel- blatte eines Buches ersichtliche Angabe des Druckorw in der Regel ergebe, ob der Ort des Erscheinens innerhalb des preußischen Staats belegen sei. Da indessen nach der Königlichen Verordnung vom 18. Oktober 1819 (Geseh-Sammlung Seite 230) alle im Jnlande erscheinende Druckschriften mit dem Namen des Verleger.? und des Buchdruckers versehen sein müssen und der Name der Verlagshandlung auf dem Titel, der des Druckers am Ende des Werkes stehen soll, so kann unter dem auf drm Ti- telblatte angegebenen Orte des Erscheinens nur der Verlags- ort verstanden werden und der Druckort allein „nicht über die Zu- lässigkeit der Stempelung entscheiden. Indem wir hiernach die obige Bekanntmachung deklariren, fügen wir zur Nachachtung des betheilig- ten Publikums und derjenigen Polizei-Vehörden, denen die Siempe- lung der Bücher übertragen ist, die erläuternde Beßimmung hinzu, daß alle Druckschriften, aus deren Titelblatte ein in Preußen liegen- der Ort als VerlagSort angegeben ist, als innerhalb der preußischen Staaten erschienen anzusehen und deshalb mit dem vorgeschriebenen Stempel zur Ausfuhr nach Großbritanien zu bezeichnen sind,"sofcrn nicht Grund zu dem Verdachie vorhanden ist, daß diese Angabe auf dem Titel eine erdichtete oder mißbräuchliche sei. Königliche Re- gierung. Abtheilung des Innern.“

Rhein-Provinz. ( Aach. Ztg.) Der. Präsident der Han- dels-Kammer des Kreises Gladbach hat nachstehendes Rttndschreiben an die Verkehrtreibenden des Bezirks erlassen: „Die Handels-Kam- mer dcs Kreises hatte in einer Vorstellung an den Herrn Obcr-P:ä- fidenten der Rhein-Provinz vom 1sten d. M. aus den durch Tycue- rung der Lebeiismittel und gleichzeitigen Arbeiwmangel den arbei- tenden Klassen für den bevorstehenden Winter und Frühjahr drohen- den Nothsiand hingewiesen und die Mitbülfe des Staates in Linderung desselben nachgefucht. In Erwiedrrung hierauf theilt der Herr Ober- Präsirent unterm “14ten d. M. mit, daß das Verbot der Kartoffel- Ausfuhr und die Zollfreibeit des fremden Getraides und der Hülsen; früchte bis zum Zeitpunkte einer nachhaltigen Preisermäßigung drr Ernährungsmittel fortdauern werde, und daß bereits vor einigen Wockxen drr zollfreie Einlaß des ausländischen Mebls von ihm begut- achtet und dringend beantragt worden sei; fiigt sodaxn zu: die Haupt-Aufgabe Werde bleiben, den Armen Arbeit und Vcrdiensi zu beschaffen. In dieser Beziehung eilaube ich mir, Sie zu cisuchen, mir gefälligst mittheilen zu wollen: welche Aussicht Sie gegenwärtig haben, und zwar im Vergleich gegen dieselbe Zeit im,v. Z., für den bevorstehenden Winter und Frühjahr Arbeit zu geben, um nach dem Gesammt-Ergebniß der darüber eingehenden Aufklärungen: welche Anzahl Arbeiter ohne Beschäftigung wird bleiben müssen: eventuell die Stellung näherer Anträge bei der hohen Staats-Regierung ver- anlassen zu können. Bei der hohen Wichtigkeit des Gegenstandes fiir unsere zahlreiche Arbeiterklasse schmeichle ich mir einer recht baldigen Antwort entgegenseben zu diirfen und würde es dankbar anerkennen, wenn Sie zugleich Veranlassung nehmen wollten, Ihre Ansicht über die Weise, wie weitere4Hiilfe gewährt Werden möchte, dabei mitzu- theilen. Gladbach, den 24. Oktober 1846. Der Präsident der Han- dels-Kammer des Kreises Gladbach. V,olling.“

Dcutsche Bundesaaaten.

Königreich Bayern. Das neueste Regierungsblatt ent- bäkt folgende Allkrhöcbsie Verordnung, die Strasbefugniffe der Kö- niglichen Polizei-Direction München, dann der Stadt-Kommissariake betreffend: „Ludwig :c. Wir finden uns bewogen, die Bestimmungen Unserer Verordnung vom 28. Februar 1838,über die Zuständigkeit der Unterbehörden in Polizei-StraffäUen in den Regierungs-Bezirken diksseitö des Rheins aus die Polizei-Direction Unserer "Haupt: und Residenzstadt, so wie auf die Kommissariate in den Städten erster und zweiter Klasse bciiigiich der dem Gebiete ihrer Zuständigkeit zu- gewiesenen Polizei-Usbsrtretungen, z'u erstrecken. Bezüglich der Straf- befugnisse des Magistrats Un|erer Haupt- und Residenzstadt hat es bei den durch die Verordnung vom 15. September 1818 §§. 98 und 99 vorgezeichneten Beschränkungen zu verbleiben.“

Rußland und polen.

Warschau, 2. Nov. Der Großfürst Konstantin ist vorge- stern auf seiner Rückreise von Stuttgart nach St. Petersburg hier angekommen. In seiner Begleitung befinden sich der Vicr-Admiral Baron Linke, der General-Adjutant Baron Lieoen, der Jiiigel-Ad- jutant Graf Orloff und der Leibarzt Staatsrath Haurowitsch. Sc". Kaiserl. Hoheit besuchte vorgestern und gestern die Kirchen, die Cita- dellq wohnte der Parade bei und erschien beide Abende im Theater.

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einen glänzenden Ball, den der Großfürst mit seiner Gegenwart beehrte, und wozu gegen 800Personen nngeladen waren. Die Stadt war an den Abenden fe|lich erleuchtet.

Frankreich.

Paris, 2. Nov. Der König besuchte am Sonnabend das Schloß von Versailles und kehrte Abend- nach St. Cloud zurück. Ueber die Reise des Herzogs und der Herzogin von Montpensiet, von Bayonne aus, sind noch keine Nachrichten hier eingegangen. Aus Bayonne wiid iibcr ihren dortigen Aufenthalt noch gemeldet, daß der Herzog am 22. Oktober daselbst ein Diner zu 80 Converto gab, wozu auch die Behörden des Orts eingeladen waren. Der Herzogin zur Rechten saß der spanische Botschafter, zur Linken der General- Lieutemnt Hanspez der Herzog hatte den Herzog von Ahumada und Herrn von Asana zu seinen Seiten. Abends erschien das junge Paar im Theater. Am folgenden Tage hatte die Stadt ihnen zu Evrcn ein Jischerstechkn aus dem Adour und Abend!) einen Ball vcr- ansialtet, auf welchem die Herzogin von Montpensier zu dem ersirn Contretanz dcn Maire von Bavonne auffordern ließ, während der Prinz mit der Tochter desselben tanzte.

Der Constitutionnel hatte vor einigen Tagen von nahe be- vorstehenden Ministerial-Veränderungen gesprochen, und auch andere Blätter verkündeten dergleichen. Zest sagt das genannte Journal: „Ueber einen Punkt waren wir im erthum; von dem Ausscheiden des Herrn Lacave-Laplagne und von dem Eintritt des Herrn Hippo- lyte Passy im! Ministerium ist, scheint es, keine Rede gewesen; aber die Abdankung des Marschall Soult und die Ernennung dcs Herrn Guiiot zum Conseils - Präsidenten waren entschicden. Vor wenigen Tagen noch war diese Nachricht ganz ficher; jetzt ist sie es nicht mehr, das Minisierium scheint ane Gedanken an eine Veränderung, namentlich was Herrn Guizot brtrifft, ausgcsept zu haben. Dieser Aufschub wird auf verschiedene Weise erklärt. Man sagt, es seien dagegen im Kabinet selbst Einwendungen gemacht worden, aber diese möchten wohl nicht die stärksten gewesen sein. Die Politik des Ministerinmo ist schlecht, aber unter den Männern, welche sie ausüben, ist Herr Guizot dt'k bervorragendsie, und es war schr natiirlich, wenn er zum Präsidenten im Minister-Rath auörrsehen wurde. Man sagt andererseits, die Hindernisse seien vvn England ausgegangen, und der britische Bot- schaster habe dem Könige einen Besuch gemacht und die Hoffnung ausgedriickt, daß Herr Guizot nicht zum Conseils-Präsidenten werde ernannt werden. Wir glauben nicht, daß die Sache sich so vcrhält; England ist ein constitutionelles Land, und es isi schwer, anzunehmen, daß durch desen Repräsentanten an den König ein sol- ches Verlangen in einer fast offiziellen Form gerichtet worden sein sollte; es würde dies in der That eine Art von direkter Einmischung in die Wahl der Minister sein. Im Vertrauen aber wird versichert, daß das englische Kabinet Herrn Guizot selbst vorgestellt habe, wie übel angebracht seine Erhebung zur Präsidentschaft unter den gegen“- wärtigen Umständen, inmitten der Mißstimmung der englischen Na- tion, sein würde. Auf diesen Rath sol! Herr Guiiot auf seine Be; förderung verzichtet und wenigstens für jkßt seine Präsidentschaft noch aufgeschoben haben. Ungeachtet dieser einstweiligen Verzichtleisiung auf jenes Amt scheint Herr. Guizot aber doch die Opposition des englischen Kabinett; gegen seine persönlichen Absichten" sehr bitter auf- genommen zu haben,“

Zu Mühlhausen wird am 4. November eine allgemeine Ver- sammlung der elsasser Manufakturisien statthaben, um die Fra e des freien Handels zu prüfen und über diesen Punkt'den Wun ck der Industriellen des Elsaffes auszudrücken. Das Ptotectionisten-Comité, von Elbeuf, welches bestimmt ist, sich mit dem Central-Comité von Paris in Verbindung zu seven, ist am 28. Oktober definitiv konsti- tuitt worden. Um dem Comité die Wirksamkeitsmittel zu liefern, hat man sich verpfikchtet, 3 pCt. vom Betrage der direkten Steuern zu unterzeichnen. 'Das Journal des Débats äußert sich über das Verlangen der von Anhängern des Schuy-Systems in Paris als Gegengewicht wider die Freihandels-Vereine gebildeten Association znr Vertheidigunq der nationalen Arbeit, ebenfalls dic Autorisntion der Regierung für sich zu erhalten. Der Pair, Herr Odier, ist an der Spive dieses Protectionisien-Vereins, und das Journal des Dé- bats findet es nur billig und angemessen, auch ihm unter Beobach- tung der Gessye das Leben zu gönnen und dadurch zu einer nur um dcsio ruhigeren Diskussion der Frage für oder widcr Reform des Tarifs zu gelangen. Indessen kann es doch nicht umhin, auf die Anmaßlichkeit hinzuweisen, mit welcher auch die französischrn indu- "firieklen Monopol-Vertheidiger sich herausnehmen, im Namen der ganzen französischen Industrie zu sprechen, indem sie sogar die Frei- handels-Besirebungen als" der öffentlichen Ordnung gefährlich be- zeichnen. Das Journal des Debats erklärt sich nebenbei für eine Tarif-Reform bis zu dem Maße, wo die französische Industrie den Sporn auswärtiger Konkurrenz mild zu empfinden bekäme.

Der Constitutionnel will wissen, die Feindseligkeiten zwi- schen Montevideo und Buenos-Ayres hättrn von ncuem begonnen; es sei dies die erste Folge des Vergleiches, welchen Heir Hood, dcm

in Montevideo als unannehmbar betrachtet habe; Oribe habe in zuerst die Feindseligkeiten wieder eröffnet; er habe Maldonax,o gegriffen, sei aber zurückgeschlagen worden. ; ;

Der spanische Oberst Ramon de Zoyas ist als einer der sien Agenten des Grafen Montemolin zu Chalons vrrbastet wo-

Man will wissen, es wäre sch9n eme politische Annaherung zwis dem französischen und dem englischen Kabmet zu Stande gekom und Lord Palmerston habe bereits den Vorschlag gemacht, sam mit Frankreich die mexikanische Frage zu ordnen. Das G„ findet jedoch wenig G|auden.„ ; ; ;

Herr Leverrier soll mit einer wissenschafiltchen Reise nach D„ land beauftragt worden sein, um die Instrumente der deutschen scrvatorien kennen zu lernen. ; ; ;

Die Unruhen zu Clbeuf sind beigelegt; die; Arbeitxr, mm„ aus der Stadt entfernt, haben sich bereit gezrigt, zu ihren Ar zurückzukehren“, einige wenige werden vor Gericht gestellt wech",

Der National und der Commrrce außern sich mit g' Schärfe über den von Herrn Guizot in Anspruch gepommenen durch Königliche Verordnung demselben bewiUtgtanredit von ' ||; Jr. fiir außeordentliche geheime AUSgaben: Sie fragen, zu m geheimen Zwecke, zu welcher Spionircrei „eme solche“ Summe verwendet wcrden solle, nachdem die spanische Vetntahlungs.J, erledigt sei. ;

Der Minister der öffentlichen Aibeiten, Herr Damon, und.;

babn-Gesellschaft jest trifft, um den Dienst auf dieser Linie,» bessern.

Die Versteigcrung der Epoque_hat vorgestern stattgefund zwei Gebotslusiige, Herr ke la Martmirre und Herr Prodpe: ville, Geschäftsführer des Droit, machten sich den Besiy sti und dsr Leßtcie erwarb denselben um 202,500 Fr.

)( Paris, 2. Nov. Das Portefeuille, welchis zueiß Ernennung des Herrn Guizot “zum Conseils-Präsidcnten; an des Marschall Soult als bevorstehende Thatsache angekimdeti spricht sich in seiner gestern Abend erschienenen Nummer in folg. Weise über die Vertagung dicser Maßregel aus: „Als jener 21 geschrieben wurde“, sagt es, „war er der Lage entsprechend, was Wirdcrhall erklärt, den er gshabt, das Jutetessr, das er alig erregt hat. Aber in der Politik Wechselt eine Lage manchmal modifizirt sich nach den Schwankungen der Gemütbcr oder derWa bark. it der Ereignisse. Es treten manchmal Willensäuderungen, em un hergcsehenes Hinderniß, ein unerwai tetrr Umsiand ein, welche demGeli der weisesten und natürlichsten Combinationen schaden. Wie Pläne hat man nach reiflicher Priifung angenommen imd durch Mißverständnisz, durch einen unzeitgemiiße11Schritt vereitelt gesch Wir haben uns nicht auözusprechen über die Ursachen, mJoige » cher iin Ereigniß, das srlbst den Blättern natürlich erschien, 11 den bedeutendsten Männern der Opposition zum Organdieuen, * nothwendi geworden ist. Das Kabinet vxrblribt in ietnrr ji Zusammenerung, und wir glauben nicht, daß vor der Sessxon lk eine Aenderung darin eintreten könnt'. Wenn mdcßdie Frage Präsidentschaft von neuem angeregt werden soiite,; so qt ka G vorhanden zu der Annahme, das; deshalb brträchtiiche Veraiidxru; im Personale des Kabinets stattfinden wiirden; das Mirnste schließt hinreichend bedeutende Mitglieder in sich, als daß;die nöibig hätte, den Conseils-Xräsidenteri andersto als im Co selbst zu suchen.“ DasPorte euille gilt als em vertrautes U des Ministeriums.

Großbritanien und Irland.

London, 81. Okt. Die Dampf-Jregatte „Gladiator“ vorgestern von Portsmouth mit angeblich wichtigen Depxschen Admiralität fiir den Admiral Parker, Ba'fehlsbaber des britischen schwaders im Mittelmeere, nach Lissabon abgegangen. „D“ gleich Abgang des Obersten Wylde nach demselben Bestimmungsoix wie die Nachricht von der beabsichtigten Verstärkung des doriigrn schwaders, geben den Beweis, daß die Regierun die EkliMsl Portugal sorgsam überwacht. *Die ministeriellen lätter ;erklaren “zwischen, daß, „wenngleich die Lage der Dinge daselbst nicht der sein mag, eine Befürchtung wegen ernstlichir Störung der Ruhe jenem Lande zu rrcbtfertigen, der Regierung doch Anerkennung die Schuclligkrit gcbiihre, mit der sie diejenigen Vorsichts-Maßie ergreift, die, ohne Ursachezu Eifersucht oder zu Verdacht zu geben, * Gefahren vorbeugen können, oder, wenn solche eintreten, fiir Schuh britischer Unterthanrn und Vesiythümer ausreichend sind.“

In Folge der verspäteten Ankunft d“es Couriers des 1 Waghorn mit der indischen Post über Triest iriumphiren der M n_"ing Herald und die anderen Vertheidiger drr marseille! " heute um so mehr, als das französische Boot „Ariel“, dasAlexan 15Minuten später verließ, als das englische Daiiipfschiff-,Ardcnt“,d schlechtes Wetter behindert, 6 Tage und 5 Stunden nach Mai brauchte, während das Boot bei gutem Wetter die Reise in .) 5? Tagen zuriickzulrgen im Stande ist. Ucbkrkics verlor mJ

Unter-Staats-Sccretair, Herr Legrand, sind „rim Sonnabend 9111117 nach Brüssel gereist, um die Maßregeln zu fordern, welcbe dieNo

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unterlaffcne Arttgkeit sei, sondern das Konsulat sei auch geschlossen der Konsul selbsi abwesend gewesen.

Heldrumké

Schleswig, ;2. ;Nov. ung der Stände isi die von dem Adreß-Comiié entworfene Adresse, «eicher cine entschiedene Rechts-Verwayrung gegen den offenen

iind nile aus demselben zu ziehenden Konsequenzen für die tsrech111che Stellung des Herzogthums Schleswig für jetzt und

und crkcnnen es mit pflichtmäßigem Danke an,

werden, ie Einfinß auf diese griindgeseßlichen Bestimmungen Aufrecbthaltung das Verlangen des Lauch ist und das ernsie be.." der Stände sein muß, Fortwährrnd hat das Land an diesen dsascn festgehalten und sich der Hoffnung hingegeben, daß auch das nhauö denselben seine Anerkennung nicbt versagen werde. -schcnder war es, daß Ew. Majestät in Ihrem „offenen Briefe“ vom

Veränderung beabsichtigt _weide.

Tag Zeit, und trotzdem ward die ganze Strecke von

en nach London in 97; Tagen zurückgelegt.

An den oberen Gerichtshöfen in England sind 22 Richter mit 1 , .*77 d, h ?*le „YT 42,500 Pfd. St. Gehalt angestellt, was zusammen 51 chter mit 229.081 Pfd. S1. Besoldung giebt. „ch:s[)ösen, das Jnsolvenz-Gericht, besoldete Friedensrichter u. dgl.

St., in Irland 16 mit 63,004 Pfd. St., in Schott- An den unteren

giebt es in England 128Rich1er mit 85,399 Pfd. St.,

108 mit 53,082 Pfd. St., in Schottland 81 mit 84,470 „_ Sk, oder zusammen 312 untere Richter mit 172,951 Pfd. St.

rlichkk Besoldung.; ; ; Del“ Timrs wird aus Bayonuc uber das Veihalten drs briti-

daselbst bei dem Einzuge des Herzogs von Montpensier

. seinchemahlin geschrieben, daß man dasselbe als sehr bezeichnend

e. Jedenfalls habe derselbe in Folge erhaltener Weisung Flagge unterlassen, was eine itgliedes der Königlichkn Familie bisher

Pascha hat nack;seiner Heimkehr von England zwei zur Erziehung hierher gesandt. Dieselben sind dem er, Vorsteher der Pestalozzi-Schule in Worksop (Noits),

rden.

D (1 n e m a r 11. In der heutigen, eben geschlossenen

Zeiten eingelegt und die Souverainetät und agnatische

folge-Oidnung Schleswigs nachdrücklich behauptet wird, mit 3.5 n 5Stimmen angenommen.

Die Adresse lautet folgendermaßen:

lauchtigstcr, Großmächtigstrr, Allergnädigßer König und Herr! -'-

w. Königl. Majestät AUcrhöch|c11 ?*cfehl sind die“*Stände

Herzogihnms Schleswig abermals vcrfassungömäßig einbcrufen, um

g drr GcseH-Eutwiikfr, wclche Allcrhöchßdiesrlben ihnen ba-

vorlrgcn [.iffrn, so wie durch selbßsiändigc ?lniräge Ew. König!. Ma-

Mitteln zur Beförderung des gemeinsamen Wohls zuverläs-

Kltndk Jil verschaffen. Wir verkennen nicht, daß die Bestrebungen Ew.

ät aiif di»- Beförderung des gemeinsamen Wohls gerichtet daß in dieser Vrzie- gcschcheu ist. Wenn uns andcrcrscics aber auch zu Klagen Veraniaffung gegeben ist, so werden diese doch für danu-

lick zurückgedrängt durch die Ereignisse, welchc rie [estcn Zeiten gr- 1 hobcn, Ercigniffr, die uns und das ganze Land mit iicfcm Sckimerze t und crnsic Besorgnissc hervorgerufen haben. Uns, als Vertretern des es, lirgt die Pflicht ob, diesen Schmerz und diese Besorgnis: vor Ew. gl. I)iiijcixät offen und gerade außznsprecben. *

sicclxxlicbcn Verhältnisse dieses Hci'zogtbnms sind es, Königl.

stät, welche das Volk und die Stände-Versammlung durch die Ereig-

Zeit bedroht erachtet. In welchen Grundsäßcn das Wc-

che dr? schleswig holsteinischen Staatsrecht enthalten ist, das bedarf weitlaufigen Ausfiihrung.

Es ist allgemein bekannt, ja in Zeder-

as Herzogthum Schleswig ist wie das Herzogthiim Hol-

uveraineo selbßsjändiges Herzogthnm, dieHer-

gthümcr Schleswig und Holstein sind grundgeseßlich 1d eben de-Shalb unzertrennlich mit einander verbun- nc Staaten;

sstamm herrscht in den Herzogthiimern.

die Fundamentalsäse des schleswig-holstcinischen Staats- die Grundfesten der Landes-Vcrfassung und des öffentlichen dies, Allcrgnädigster König, keine neue Lehre, fie ist viel-

ali im Lande, hat sich unter dem Regentenhause dcr Schauenburger “ckeii. ist von den Ahnherren des oldenburgischcu Hauses in einer fenen besiimmtcn Weise anerkannt worden und anerkannt geblicbrn bis auf * Tage. Nicht die Lanchtheilmgen, nicht die Einfiihrung dcr Primo"- 11 in den Häusern der Landesfiiisten, nicht. die Erroerbung der "So:!- etät fiir das Herzogthunt Schleswig, nicht ciumal die traurigen Miß- ltnisse unter den Landesfürsten haben an diesen Fundamentaisäyen des

nischen Staatsrichts etwas gcändert. - Es können nach Uebereugung krinc rcchtsbeßändigcn Thatsachen nach- im Laufe der Zriicn einen verändein- gclxabt haben,

Um so

md in drr „Alleri-öchsten Bikanntmaclym'g“ vom 18. Sep- ftaatsrechtlichen Verhiiltnisse dcr Hirzogihiimer eine Ueber-

"J Kälsgesprochcn haben, wclche mit den oben dargelegten Grund-

cn Widerspruch ficht. Zwar wird in dem vvmngefiihrtrn om 8. Juli 1). Z. ausdrücklich eikiärt, daß dadurch der des Herzogthums Schleswig, wie dieselbe bishcr von Ew.

l'1chen Majcftät anerkannt worden ist, in keiner Weise zu nahe getre- erden solle, so wie daß in den sonstigen Verhältnissen, die gegenwär-

vum Schleöwig mik dcm Herzogibum Holstein verbinden, Judesen ist diese Zuficherung wegen

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mit Holßeiu_ so allgemein und unbeßimmt, daß wir daraus nicht haben enmerep konnxn, welche ßaamechtliche Bedeutung den oben bezeichneten VFkhalkmssen beigelegt wird, und außerdem !ommm hierbei mehrere Um- ßandx in Betracht, welche die Bedeutung der angeführten Zusichetuu zu schwachen m _„bobxm Grade geeignet find. Ew. Königlichen Majestät om- niissair hat ;namluh in der jütländischen Stände-Versammluug im Jahre 1844 die konstitutionelle Verbindung beider Herzogthümcr gänzlich geleugnet und nur das Vorhandriisein einer legiölativ. n und administrativen Ver bindung anerkannt, ohne daß dme Aeußrrung von Ew. Königlichen Majeßät, wie man er- warten durfte, als unbefugt wäre bezeichnet und gerügt woiden. In dem offenen Briefe wird ferner auögesprochen, daß über die |aa16rrchtliche Eib- solgt _ Erbrecht und Erbordnung _ im Herzogtbum Holsiein Zweifel ob- wnlten, die nicht bcscitigt find. Sollte nder in Fokge eincr verschiedenen Eibfclge eine Zerstückelung Holsieins in Zukunft eintreten, so wiirde da- durch auch die Verbindung geschwächt orcr aufgelöst werden, 111 n*clchcr beide Hetzoaihümcr mit einander stehen. Wir können die Ansicht icines- weges; theilen, daß iiberhaupt cine vcrscbicdene Erbfolge im Hetzog1h4;m Holßcm alls geltend avgeschen weiden könne“. wir halten vielmchr an der Uebeizeugiing fest, daß beide Hitzogihümer mit allen dazu gehörigen Lan- den auch in der Zukunft in i-ngetheiiter Erbfolge auf kcn Mannssiamm drs oldenburgischen Hauses iibergebcn werden, wie sie von Christian [. an bis aus die Gegenwart vcreibt worden sind.

„Noch; entscbicdencr aber wo möglich sieht mit unserer rechtlick'en Ueber- zeugung dix Ansicht in Widerspruch, welchc Ew. Majestät offener Brief v_cm 8. Jul! d. J. emhält, daß nämlich die Erbfolge des dänischen Kö- ntßöFeseyes auch iyiHctzogthum Schleswig in voller Kraft und Giiltigkeit be : 1. Sollte dieter Grundsaß jc geltend Wkkkkn, so wiirde augenschein- lich, da die nguatisxhe Erbfolge im Herzogthum Holstein gar nich! bezwei- fel? werden kann;, eine Trennung der Hetzogthiimcr unvermeidlich eintreten massey, und somrt das Heriogtlium in seinen wichtig|cn staercchtlichcn Ver- haltninen vcrleßtsrin.„ Und wäre nun gar nacb drm veröffentlichten Berichte ker; yon Ew. Majestat niedergesesten Kommission und nach anderen halb- vfstzkkgkp Schklskt" kek Offene Brief Ew. König]. Majestät so zu verstehen, als sei im Jahre 1721 eine Zrcorporation dcs Herzogihums Schleswig in das Königicich Dänemark voiiwgen, so wäic 1 it ciner solchen Incorpo- ration die Srlbststc'inkigkeit dcs Heriogthums Exlrswig aufs vollständigste vernichtet, die Selbstständigkeit, wclcize Ew. Majeüät doch zu wiederholten Malen anerkannt haben.

„Wir haben Und durch alle dafiir angefiihrten Griiide nicht von der Richtigkeit des Satzes iiterzengen können, daß im Herzogtbikm Schleswig die Erbfoige des Königsgeseyes gelte, welches hier nicht einmal publizitt worden isi. Gar oft und von veisckiicdencn Seiten ist es nachgcwiescn wor- den, daß weder die Vox'gänge dcs Zahrcs 1721, noch die Verträge mit den verschiedenen Linien des Gottotfischen Haasis die legitime Erbfolge im Her- aogthum Schieswig verändert und ai'f die' (Häkigkcit derjenigen Statuten einen Einfluß gehabt habe, welcbe vor 1721 die Erbfolge des Landes im landesfiirstlichen Hause rcgclten. Durch die in dem offenen Briefe enthal- 1cxu Erklärung Err. Königl. Majestät wird in dicser alten Erbfolge nichts geändert werden können. Es ist ein allgemein anerkannt" staatércchtlicher Grundfos, das:, tro bestimmte Siicccssions-Oidrungcn im landesherrlichen Hause beßchrn, das Erbfolgcrecht kein Gegenstand der gewöhnlichen Gesch- gcbung scin iann; Ew,Königl.5))kajes1äteigener Kommissarins bei den früheren Stände-Versammluixgcn dre Königreich hat es mitalicr Entschiedenheit ausge- sprocl*en,daß auch der unumschräniteste Regent die Smrefionö-Ordnurg nicht eiiiseiiig ändern könne; kann er das aber nicht, so kann auch die axisgesp-o- chene Ucbrrzeugnng dcs gegenwäitigrn Regenten, wic gewichtig sie sonst auch sein mag, hiciin nicht über die Zukunft entscheiden, sarn Nicht wcdcr grben noch nehmen, Das öffentliche Recht des Landes beruht auf Vertrag und kann deswegen ohne Zustimmung der Rrpräsentanien des Lkndes cin- seitig vom Regenten nicht abgeänrcit wcrden. - Durch die beilagrnsirer- then Ereignisse, welche die Regierung des verewigicn Königs Friedrich 17. bezeichnen, isi überall in dem staatSrechtlichcn Zustande des Herzogihums Schleswig nichts geändert worden. Ob es in den Abfichten und Plänen des Königs lag, eine Veränderung in diesem Zustande herbeizufüh- ren, dariiber sieht uns hier kein llitbcil zu. Friedrich 17. hat das Herzogthum Schleswig nicht erobert; donn der ci ene altlönig- liche Antbcil dcs Herzogthums befand sich im unbe rittenen fried- lichen Besitz, des Königs, mit dem Herzog Karl Friedrich von Gottoiff aber hat der König keinen völkeri'echtlichen Krieg geführt: er verdrängte den Herzog nur von der Mitregierung des Herzogthums Schleswig, und so wie er in dessen Rechte eintrat, mußte er auch dessen Verpflichtungen anerken- nen; es hatte auch der König keine mit drn Rechten des Landes im Wi- derspmcb strhcnde Erklärung abgkgeben, keine auf Vernichtung des staats- rechtlichen Zustandes hinzielende Handlung unternommen. Das Patent vom “2.2. August 1721, auf welches Ew. Majrüät offener Vries Bezug nimmt, sagt in damals gewöhnlichcr tautologischer Redewrisc nichts weiter, als daß König Friedrich 17. den Heizoglicixn Anthcil an Schicswig mit dem scinigcn zu vereinigen und zu i:?koi'porircn entschlossen war; von einer Incoiporation in das Königreich Dänemark ist durchaus nicht die Rede. Die daraus erfolgte Erbhuldigui'g konnte nach Umständen, Sinn und Wort nur zum Zweck haben, die bis dahin gemeinschafklichcn und privativ-siirsiiicbcn ilntcitbanen gegen den fortan alleinigen Landesherrn zu verpflichten, imd Welche Formel auch dem HuldigmthEide zum Grunde gelegt sein mag, so konnte die staatsrcckitlichc Stellung des Herzogthnms Schleswig dadurch in kcincr Weise verändert wcrden. »- Aus die Faffung des dexxeiiigcn Huldigungs - Eides wiirde demnach auch selbst dann kein Gewicht zu legen sein , Wenn darin eine Veränderung in dcr Erbfolge ausdrücklich anerkannt wvrden wäre, weil diejenigen, die da- mals dcn Ed leisteten, überharpt nnd nach ihrer damaiigen usam- menbrrufung nicht als Repräsentanten des Landis gelten k'onntcn, tveil also eine solche Anerkennung höchstens für diejenigen , welche damals den Eid geleistet, persönlich hätte verbindlich sein iönnen, fiir die Gesammtheit dcs Herzogthums aber völlig bedcuiimgoios war. Eine An- erkennung der Veränderung drr Erbfrlge hat iibrigens auch gar nicht statt- gefunden. - Dmch den in verschiedenen Eremplaren der Landtags-Akxen

bestatigt, daß Prälat uud Ritterschaft dez Herzogthums nicht daran gedenkt haben, daß vor) ihnen die Anerkennung einer veränderten Eibfolge verlangt werde. _ Verstandigerweise konnten! die' Schwörenden unmöglich der Mti- nun sem, daß sie eine neue Erbfolge anerkennen sollten, von der im Ein- betu ungs-Patente nicht die Rede war, und die sich eben so wenig aus dem Eides-Formular mit Notywendigkeit erkennen ließ. Bei der Anale ung des Eirrs-Jormulars_if1 aber vor allen Dingen die wohlbegründete einung deejemgen, der sich durch den Eid verpflichten soll, ins Auge zu sass .

; „Was ferner die „dem Könige Friedrich 17. von Frankreich und Groß- britanien gegebenen, fur das Rech: an sich irrelevanten Garantien! betrifft, so gehtjunzweedeung sowohl aus den Worten der franzöfiscben Akte vom 14, ;Z-iii 1720, als aus dxnen der großbritanischen Garantie-Akte vom 27. Juli 1120 hiivor, d,“)ß diese Gatantieen sich aus den fürstlichen Antheil von Schleswig beschranken und'dtm „Könige nur den Vefiv des damals in seincn Händcn rtfindlichen Theiles von Schleswig sicherten.

„?!ußcidrm muß es endlich noch besonders hervorgehoben werden, daß aus den späteren Handlungen und Erklärungen König Friedrich's [U, :s fich vollkommen heranssielit, daß der König den Vor ängm des Jahres 1721 reinen Einfluß auf die staatörechtlichen Verhältni : des Herzogthums Schleswig eingeräumt hat, Drei Erklärungen Friedrich's 17. in den ersten Jahren nach ,k." ;sch1cswigschen Erbhuidigung sei,;en die Sache außer Zwti- fel. Ziieisi namlich die Anerkennungs-Akte fiir den Herzog Friedrich Karl voii Yion und Norburg voni Jahre 1722. In diescr Akte erklärt König Friedrich 11“. den Herzog Friedrich Karl für seinen Agnaten und fiir einen geborenen Herzog zu Schleswig und Holßein, indem er ihm zugleich ane damit verbundenen Privilegien, Rechte, Vorzüge und Ehren einräumt. Zu den Rechten eiiies schleswig-hois1cinischen Herzogs geb'örtaber vor allen Dingen ein agnati1chcs Erbrecht. Zweitens ist hervorzuheben ein König!. Nesfript an das schleswigsche Obergericht, betreffend den Gebrauch der Notariai-Jnßrnmente im Herzogthum Schleswig, vom 13. Juli 1723. Das darin cnihaitene Verbot gegen die Zulassung Kaiserlicher Notaricn wird da- durch motiviit, daß eine solche Function zum Präjudiz der Hoheit in dem sonverainen Herzogthum Schleswig gerrichen könne. Die Bezeichnung *Schleswigs als eines souveraincn Herzo thums isi in den nächsten Jahren nach der schleswigschen Huldigung tine fLsisichende Formel gewesen, Der- selbe Aukdruck findet sich in der Verordnung vom 13. Juli 1729 wegen Confirmation der Testamente; es hcißt nämlich daselbst: „Wenn Wir t'atscjne der Confirmation der Testamente in hiefigem Unserem ganzen sou- verainen Herzogthum Schleswig eine Uniformität einzuführen Allcrgnädigß für gut befunden haben 11. s. w.“ Man braucht sich nur an die wahre Bedeutung des Außdrucks „Souverainetät“ im Staatörecht des Herzog- tyums Schleswig zu erinnern, um die Uebcrzenguug zu gewinnen, daß demjenigen, was im Jahre 1721 geschehen war, kein Einfluß auf die ßaats- rechtlichen Verhältnisse des Herzogthums eingeräumt wurde, wenn es in der Folgezeit fortwährend in Königlichen Verordnungen und Erlassen ein sou- vemincs Herzogthum genannt wird, Wäre Schleswig durch gleiche Erb- folge mit Dänemark verbunden und in Dänemark inkorporiit gewesen, so hätte dcm'selben die Bezeichnung eines souverainen Herzogihums nicht bei- gelegt werden können.

„DiefcmAlicnnacb, haltcn wir uns unerschüttert an der Ueberzeugung, daß rns Herzogthum Schleswig ein selbstständiges, dem Königreich Däne- mmk nicbt inkorporirtes Herzogthum, daß es mit dem selbstständigen Hu- zogthum Holstein unzertrennlich verbundcn isi, imgleichcn daß in beiden nur der Mannöstamm herrscht, und in dieser festen Urbetzeugung fühlen wir u is, (118 Vertreter des Herzogthums Schle6wig, ge- drungen, hiermit fiir jest und für alle kiinstigeZeiten dic fcieriichste Verwahrung gegen jede andere Deutung des öf- fentlichen Rechts in diesen Landen auszusprechen.

„In dieser alierunterthänigsien Erklärung und Rechtöoetwahrung ist nicht 111043 die Uebrrzeugung der schleswigschen Stände-Vetsammlung, son- dcrn die des ganzen Landes ausgesprochen. Diese Ueberzeugung gab stch schon im Jahre 1814 kund, als zuerst die Usfingsche Proposition und die Verhandlungen der roeskilder Stände-Versammlung iiber eine veränderte Stellung des Herzogthums zum Königreich Dänemark eine allgemeine Auf- rcgung im Lande und einen starken Unwillen hervorriefcn. Man betrachtete die Proposition als einen abfichtlichen An tiff auf die Verfassung der Her- zdgthümer. Ernste Besorgniffe über den rrsolg des Antrags wurden indeß nicht „rege odcr schwandcn wenigstens bald, als die kräftige Verwahrung der holsicmscben Stände bekannt ward, die zur einstweiligen Beruhigun des Landes Vieles beitrug, weil man mit gutem Grunde von derselben dcn Testen Erfolg hoffte und sicher erwartete, daß die Anträge der roeskiidrr Stände- Vcrsammlung, welche an dcn Thron Ew. Majestät gelangten, gemißbilligt iind vxiwozfcn wxrden würden. Diese Erwartungen, wir beklagen es ties, sind nicht in Eiquung gegangen.; Ew. Königl. Majrstät offenerBrief vom 13. Juli d. J. isi erschienen. Mit der Erscheinung dieses oscnen Briefes [| ;cne Ucberzcugung, von der wir zuvor redeten, mit voller Kraft und in dcrsclbcn Allgrmciuheit hervorgetreten. Allgemein wird es cfiihlt und et- kannt, daß der Ausspruch iiber die Erbfolge fiir die Seleständigkeii ds He_izogthums Schleswig und für dessen unzertrennliche Verbindung mit Holstein gcsahrdrchend sei und derselbe dem Erbrech1e dcs oldenburgischen Manns- stammes auf die Herzogthumer“ na;ch dem Prinzip der Legitimität widersirebe und daß siaatörechtltche Verhaltmß aufhebe, in welchem diese Länder 1311 Jen nnZnnßlrérn Nachkommen Christian's [. verfassungömäßig geßanden ha- en un c)en.

; „Alletgnädigsier König und Herr! Wenn ein Volk auf die Selbst- siändigieit seines Landes, auf die Erhaltung der damit in Verbindung stehenden Verhältnisse und Einrichtungen, wenn das schleswigsche Volk auf die Verbindung seines Landes mit dem Hcrzogthum Hoißein einen großen Werth legt, wenn es mit unverbrüch1icher Treue dem ol- denburgischen Mannssiamme anhängt, so ist es wohl begreiflich, wie die in dem offenen Briefe vom 8. Juli d. J. auSgesprochene Ueberzeu- gung Ew. König!. Majestät die Gemüther der Untrrthanen mit Kummer iiber die G-“Jenwart und mitVesorgniffen fiir die Zukunft erfiillt hat; denn das Erbe kes angestammten oldenburgischen Hauses wird durch den offenen Brief in seiner Konsequenz cinem Fürstenhaus: zugesprochen, weiches bish-

Gsstern, nach der Theater-Vorstellung, gab der Fürst Statthalter Vernehmen "ckck, Rosas und Okibk abgeschlosscn, und den man kkk Ueberschwcmmung in Frankreich der Courier von Marseille kkbs'ßändigkeit des He-zogihnms Schleswig und iciner Verbindung enthaltenen Bericht über die schlcöwigsche Huldigung wird es vollkommen dcmLandc vollkommen fremd war, und zu welchem es sich weder durch dar 6 L ck xxx.. Il... _ *»-.„M „„.-..-- _ „_,_.„„ 4 M .___. ___, _-_.____„ - „. ck

Galt es dort, die Stimmung, den schwankenden Auödtuck zu crfaffen, der auf Berg und Thal rubt, so gilt es hier, die menschliche Seelr, wenn ste in das Antliy getreten ist, zu fesseln. Tiitt eine vollendete Technik hinzu, so kann das Portrait der anzichcnrsie Gegenstand der K::nftbettachtung werden, Man darf fich inocffen nicht in Versuchung bringxn lasen, im Portrait erreichte Aehnlichkeit für besonders oder gar allein mnßgebrnd zu halten. Denn so wie ein gut gemalter Kopf immer einer gewisse Portraii- Wahrheit haben wird, so muß ein gutes Portrait auch immer von selbst mit Aehnlichkeit begabt scin. Ja, man geht vielleicht nicht zu weit, wenn man behaupten wollte, daß durch dieselben äußeren Umrisse einmal diese und das anderemal jkne Person könne repräsentirt werden, wenn nur der jedeömalige Auédruck der gemäße, entsprechende und wahre i|. Wir ver- langen also irn Portrait vor Allem anstatt bloßer Naturnachabmrng eine geistreiche Ausiassung dcs dargebotenen Kopfes. Es soll der Kiinülcr nicht bloß zeigen: so ficht das Gesicht aus, sondern: das habe ich darin ge- funden.

Unter den berliner Künftlun glänzen auf diesem Gebiete als Drei- estirn Karl Vegas, Franz Krüger, Ed. Magnus. Jeder hat Feine besonderen Vorzüge und Eigenthiimlickxfeiten; alle drei aber kommen darin iibercin, daß man vor ihren Bildern durch eine lebe dige Charakte- ristik, einen nqtniwaheen, warmen Vortrag, große technische Vollendung und kiäitige Färbung gefeffelt wird. Gehen wir näher ins Einzelne, so finden wir in Betieff de_i Carnation bei Vegas ein Vorwalten des fri- schen, roihen biutkurct'ftr'omten Fleisches, bei Magnus dagegen oft einen fast zt sehr ins Viäuiiche fallenden Schatten, während Krüger's Män- nngefichtck sich "zu einem biaunm, gelblichen Fleischtone hinnei en, selbst da, wo er in der Wikilicbkeit nicht vorhanden iß. Bei Vegas Tewundern wir vorxiixl'cb rie Miinkküktikkn, welcbe alle einen Zug des Redrns haben, als Wären fie nutten in de! Behandlung eines Lieblingo-Thema's gefesselt WNW!- Das A;;ge tbeiit dieses Interesse und sieht daher wie mit dem Gegenstande bescbäfxigt und mitsptechend aus, Die Augen der Bildnisse von Magnys reden nicht blos, fie übeirtden, sie sind vor aliem Anderen pot! "NHMW?! Lebendigkeit und voll Bestechungégabe. Man isi geneigt, "1 „ihnen und "1 lhnen allein den im Angesicht eines Kopfes auegeprägten Geist zu suchkn- und es hat natiirlich seine Voitheiie, deu Hauptspiegel der

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Seele mit besonderer Wärme wiedergegeben zu sehen. Von so vorzüg- _ Aber seine-

lichem Glanze find z. B. die Augen im Portrait Nr. 577. Augen überreden auch da, wo sie uns nicht ansehen; man darf nur auf Nr. 75 sehen, auf das Portrait der gefeierten Jenny Lind. Man“ sü'chtet fast den Augenblick, da die berühmte nordische Nachtigall den Blick senken und auf uns richten wird, weil wir fie dann nicht mehr so unbé-' fangen und ungenirt weiden betrachten können. Krüger's Bildnisse, dxié das Prädikat einer kräftigen Färbung vorzugsweise in Anspruch nrhmxn diirfen und durch überxeugcnre Athnlichkeit gefallen, haben mitunter den Fehler, daß das eine Auge einen anderen Auödruck hat, als das andere, was freilich bei der großen Lebendigkeit des ganzen Anilißes leicht iiber- sehen wird, in genauerer Betrachtung aber immer mehr oder, weniger; ber- vottritt, namentlich weil seine Bilder alle den Beschaurr ansehen. Die Bilder vvn Vegas belebt der Auödruck des höchsten geistigen Jntéresse's, dem die Originale [chen und deffen ste fähig find, und eine bestimmte Cha- rakterisirung von dieser Seite. Krüger giebt mehr die Augenbxicke, wo man sich gehen und das Gemiiihslcbcn vorwaltcn läßt, wo die xidividurl- len Empfindungrn hervdrtreten und fich geltend machen. Masnus faßt sei::e Yortraits am meisten im Verhäliniß zu dem Beschauer 9,uf, welcher dadur eigenommen, ja, oft gefangen genommen wird.

Was die einzelnen; Bieber dieser Meister betrifft, so vndiént von Be- gas vor Allem das Btldniß „Alexander's von Humboldt“, Nr. 43) allge- meine Beachtung." *Der berühmte Verfasser des „Kosmo6“; cbt mit einem braunen Ueberrocke angethan mitten in einer gebirgigcn Gegend. VN ihm aus einem Felsßücke liegt ein Papkcr auögrbreitet, und der Stift in seiner Hand scheint dasselbe bald durch die Gedankenblise seines Geistes bedecken zu sollen. Eine unendliche Freundlichkeit und Humanität spricht aus dem Angesicht. Nr. 44 giebt das Portrait „Rauch'd“. An“ einen Marmoiblock gelehnt, dessen rohe Formation schon theilweise Leben angenommen durch' daraus hervorsvtingende Reliefs, steht der Meißer. da und hält in der Rechien das Werkzeug seiner Schöpfungen, den. Griffel seines Rubmcs, den Hammer. Der halb zutiickgeschlagene Vorhang hinter ihm läßt einen" Blick zu auf das Werk, das er jest unter dem „Meißel hat, und aus 11171- cheo schon lange der dafiir;au6ersrhene Play am Ausgange der Liliden 1111111111 wartet. Em freundltch-mitder Ausdruck belebt das schöne Haypt

.““gend. Vielleicht fehlt nur ein etwas kräftigerer Schatten. Gleick) ami".

in dem Schmucke der vollen, weißen Haare, daD'man leicht und gern die Wohnung eines hochgcbildetcn Kunstgcistes erkennen mag. Until verschiedenen Bildnissen, mit. Nr. 45 bezeichnet, heben wir no;ch das jungen Mädchens hervor, welches iiber ein Felsstiici hinausrchauend einer Orange in der Hand dnrgefiellt ist mitten in einer südlichen N Die andere Hand unier dem reich herunterwaüendcn Lockenhaar_s1iiyt träumerische Haupt. Neben ihr liegt das Strohhüxchen mit fri-chen * men bekränzk. Das Bildhat etwas ungemein Anziehendes in seiner

faffun .

Öit btdairrm die schon vor einiger Zeit gcschrhene Hinroegnahm1 ]cbenSJroßeu Bildnisse?) dcs Großfürsten Thronfol ers von Rußland Pferde von Krüger, welches namentlich auch dur das mit außeroi; licher. Naturwahrhiit gemalte Pfeid die höchsie Aueikennimg verb Unbedingt war dies das schönste Pferd auf der ganzen Ausstellung. ,1 den übrigen Bildern dieses Mcisters erblicken n'ir die Portraits zweier ner spe iellcn Kunsigenossen, das des Malers Prof. Magnus (N1- in höchßt gemüihlicher und ansprechender Weise und das des jungen S dow (Nr. 96), der mit derPalx:1e vor der Staffelei in etwas vorgebo Stellung dargcsieUt iß, etwa wie Einer, der das Original, das er 11 will, genau betrachtet. ,

Von Magnus' Portraits nimmt vor allen Jenny Lind „'*' Aufmerksamkeit in Anspruch. n einem weißen Kleide, dessen Einfor keit durch 4111 anmutbig und lei 1 über den Schooß geworfenes biaues gehoben wird, die Hände nachläsfig und ungezwungen iiber einander gkl fiHk sieda, Blumen im lilondcn Haare. In ihrem Angesicht ist grit!)d x'iebcnßwürdigkeit und Aüspmchslofigfcit ausgeprägt, welche fie bei 1 Aufi cken auszeichnet, iind mit der fie den unendlichen Beifall so bei" den kinzunehmen wei ; Die Carnation isi in diesem Bilde besonders die Hände sind vorzii lich modeüirt und nur der linke Arm in seine!- ,wohl eine richtige eichmmg darlegenden Verkürzung nicht ganz be

isi das Bildniß drr Gräfin Voß (Nr. 576), welches in der Cama' wie in der reichen Gewandung überall mit gleicher Sorgfalt und behandelt ist,i„uitd auf welchem das Auge gern von Punkt zu Punkt '

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ie „Bildnisse ßimn, das; sie Portraits sind. Um z-nd zu wissen, daß man sie ansteht. Daher kommt es, da[: sich, “3 bckonders bei dem Bilde Alex, von Hnmboldt's (Nr. 1628) der 1,7- tttyns Frcnidariiges mit in die Betrachtung mischt. Wir begsgnrn "111 einer so innigen Auffassung, als bei dem oben besprochenenVildc l:gnsiRDarin gefällt uns das Bildniß des Kriegs-Minisicrs Herrn

ven *r. F“,- lebcnsvolle-eAnsfiihrnng a11Szeichnet. Das Vildniß St.Majestät onigs (Nr.

111 im ?lrbcitßzimmer vorstellxe. on atthezcichncter Schör-heit in der Darstellung ist das Portrait der

d“ m““"scbiicvrn Haut vereinigen, so finden sich hier alle Vortrags-

! “Betonung durch diese oder jene Farbe ist vermirden, und es „5 ob nut bloßem Schmelz, mit Hell und Dunkel

" Zuge des Tondichters tragen hier das Gepräge innerer Aufgcregt- 12 durch das unruhig wehende Haar untrrstiist-wird. Sonst isi "d krafttg und wahr gemalt.

[SFW höchst interessante Tafel ist das ein (Nr. 1425) von "d als Portraitstück gleich ansprechend. Wir sehen eine nicht unbr-

.enen Gruppen "sgcpaätes Bild endet, Gelegenheit sieht, eine Menge beurtheilender, genicßcnder, fich

von Stieler in München haben gewissermaßen das Sie scheinen sich als solche pxäscntiren

1629) weit besser, welches s1ch auch überhaupt durch eine

1627) isi von frappantrr Aebnlicbkcit. Wir bedauern die nes sehr interessanten Bildes von Krüger, welches Se.

(Nr.1621) von Karl Sohn. Gleichwie alle Jardin

tion vereinigt und die eine 'Nach die andere a'ifgehoben;

eschaffcn worden Gewänder und das Haar sind mit vorziigliibrr' Sorgfait reißt fich nur mit Miihe von dem schönen, charaktervollen

Hensel 'bringt die Abbildung des gefeierten Komponisien ix Mendelssohn-Bartholdy. Die sonst so freundiichen uud

„Portraiibild mii düsseldorfer Fk- Bos" ZU bezeichnen. Es ift als Genre-

von Künstlern und der Kunst Angehörenden in den Aus- zn Düsseldorf versammelt und zu angenehmen und unge- vereinigt. Die meisten der Anwesenden find um ein beschäftigt, welches, an seine Kiste gelehnt, von uns

endet Physiognomieen zu beobach1en. Da sieht der Wür-

dige Professor Moßlrr, mit der Hand am Kinn, in kritischem Anschauen ver- sunken, da sist der Profrssor Keller, eiii biasses, schwermürhigcs Ges: 111. Karl Schnaase ist hinzugcireten, der dnrxh Hut und Stock, das halb erho- bene Lorgnon und den sorgfältigen Kleiderschnitt unter den vielen, oft be- quem gekleideten Künstlergestaiten in seiner äußeren Erscheinung sofort den Kunstgelehrten zu verrathen scheint. Dagegen niilxert |ck) ihm ganz nach Künsklerart, in einen Sammtrock mit iibcrgesiblagenem Kragen gcklridct, mit langem gelockten Haar und weißem brcitrnnrigm Hirte, der Vlumenmaler Pxeyer, von dem wir später noch rrdrn w rdcn. Abwärts schonend, sch111ßt fich der Grupp: nur äußerlich dcr sanfte, harmlose und doch so launige Hascnclrver an! Er scheint den Worten Volkhardt's Gehör zu geben, von dem wir den Tod Colignp's auf unserer Ausstellung haben, cines schönen Mannes, 3 [& nmlcantcoe friiirt, de:“ mit Meyer ais Brcmeit abseitcn am Fenster im Gespräche fißt, Nrba-n dicsrm stiht ein ernstes, eiwas düsteres Profi!, in |ck gekehrt, der Maler des Jagdre-Ötö, Karl Hübner. Nicht mit von ihm sist Pulian, von dem wir das Nathhms zu Gent (Nr. 697) aiif unserer Ausftcuimg abgebildet sehen. Er_hat eine Landschaft auf den Schooß genommen und betrachtet sie mit jrinem gcmii'hlich-schlau-n Ge- fichte. Aus der anderen Seite der Hauptgruppe, krch'ö im Vordergrund:, sind Mehrere um Lorenz Clasen vcrsammelt, rer q'n heiterer Behaglichkeit mit etwas gcsp:eiztcn Britten dastcht und mit dem z.;sammcngeioan Kunst- blatte seine Anfichten darzulegen scheini. ; Ihm horchen, bequeman die Kiste gelehnt, mit der köinischcn Zeitung m der Tasche, Kiedrich und die Landschafter Scheurrn und Schulten, [mer mit weichen, hübschen, etwas elegischen Ziigen, dieser mit hellen blauen Augen. Dem Nedcnden sieht sein Bruder Karl aufmerksam und thrilnebmtnd ins Gesicht. Außer diesen und anderen mit der Kunst Verwandten sehen wir noch zwei Arbeiter, welche bemüht sind, das eben Außgepackee an die vorderste Querwand zu besc- ftigm. Zahlreiche, schon placirte Bilder fallen in die Augen: Landschaften, Portraits, eine Judith, eine Hagar und die Hasencleversche Weinprobe. In den Fenüerbrüsiungen find auf Konsolen plastische Kunßwerke angebracht, und dies Alles macht das Stück , auch ohne das Inferesse, we|ches die vorzüglich gelungxnen Portraitsihm verleihén, zu einer sehr anziehenden und

lebendigen Erscheinun . Von T h e o d o r 11 d e b r a n d t , deffen Briefiesekin wir schon bespro-

chen haben, sehen wir das lebenSgroße Bildniß von Julius Hübner (971.352). Ein bieicher Mann mit ernsten Zügen und von etwas leidendem A :ssehrn. Von ihm rührt das entsprechend gehängte Bild auf der anderen Seite (Nr. 380) ber, welches Ed. Bendemann vorftellt, von dem wir in einem späteren Artikel noch Gelegenheit nehmen werden zu reden. Gleich- falls ein ernstes Gesicht und von imponirender Haltung, aber schlicht und eixrsach in seiner äußeren Erscheinung.

A. Kornek sucht mitunter durch den ganz wenig geöffneten Mund seiner Köpfe denselben eine lebendiYUngezwungrnheit zu verleihen, welches hier und da sehr wohl gelingt. ir haben mehrere mit Wahrheit und Wärme ausgeführte Bilder von ihm und heben daraus hervor das männ- lichc Bildnis; (Nr. 451), welches fich auch durch ein gutes Airangement der Gewandung und der Nebendinge vortheilhaft auszeichnet.

Unter den iibrigen Künstlern dieser Gattung verdienen noch lobende A:;rrkcnnunZ: "Lonis Blanc. Seine „Kindergruppe mit einem Hunde“ (Nr. 83) i? in Compofition und Ausführung, die auch faz Beiwerk eine brave Anordnunq und Naturtreue zeigt, ein sehr gutes Bild. Adolph chuig's „Bildniß eines Genera! Lieutenanw“;(Nr. 316) zeigt eine ute ZréchUung und kräftige Färbung. Das „Portrait der Madame Schrö er- Deviient“ (Nr. 318) bietet eine etwas eigmthiimliche, nicht ansprechende Auffassun éweise. Wir erkennen in der Dame, welche, die Arme über die Brust ver?chränki, zum Bilde herauslächelt, nicht die Darstellerin derArmidr, der Leonore und der Donna Anna oder anderer heroischer oder tragischer Charaktere.

Wir nennen ferner August Hopfgarten, Theodor Hellwi , Hermann Kretschmer. Von J S. Otto haben wir vergebens d versprochenen Oelbilder gesucht. eine Schüler aber, Rud. Hamps, W. Kalchbtenner, Fr. Wilh. E. Leist, haben recht Erfreuliche] ge- :)ieLert und beweisen, daß sie mit Erfolg ihren Studien unter ihm obgolegm a en.

In unserem nächsten Artikel werden wir sehen, was uns für dieSmal die Blumen- nnd Thiermalerei darbietet. " 5.

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