1846 / 318 p. 1 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

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“*** *!*.“-

Nachträgliches über die dieSjährige Aerndte.

Der ursprünglich für die Volksschtist Der Säemann bestimmte Aerudtebttiaxt des llnterzcicbneten hat mehr Beachtung gefunden, als er er- warten fonme. Die meisten mciner Gönner und Freunde haben fich xjn. verstanden mit dcn katin vorgetragenen Anficbten erklärt, Einige dagegen haben mlt Thatsachen über den Ausfall der Kartoffel-Aemdte mitgetheilt, ch m_ir bts dahin noch nichtbrkannt geworden waren, und wem): aUtrdingö su_r emzelne Dist-tkte besorgnißerregend find. Aus der Provén; Preußen w_1rd_ nur gemeldet, daß dort in einigen Gegenden höchstens ein Dkitthtll, h_aung nur ein Viertheil und noch weniger an Kattoffeln ciner gewöhn- ltchen Aernrtqgewonuen worden 111. Diese Behauptung wird von Sach- Fennem guy Wahlheit liebender! Männern durcb Angaben von einzelnen m guter Kultur stehenden Gütern so bestätigt, daß fie als unzweifelhaft gelten kann. Ucbcrhaupt scheint die Küste der Ostsee von *).)?cckic-xbu-g bas Oswkknßkn in Betreff der Kartoffcl-Aetndtc vormgsweise gklilkl'" zu haben. In meinem Bericht vom 4, Oksober hob ich schon hervor, das; wegen des bescnderen Witterungölanfcö im nördlichen Deutschland selbst in ex-gcn Ve- zieken die größten Abweichungen vorliegen. Mir find Fable bckannt, wo alle Ftüchte eine reiche Aerndte gegeben habrn, und namentlich ist dies bei den Kartoffeln der Fall. Ein Koxresponrenz-Axtifel in dcn Börsen- Nacbricbten der Ostsee in Nr. 85 dritte Beil. aus Königöbcrg vom 19. Oktober theilt über die Kartoffel-Aetndte in Preußen dasselbe mit und hebt hervor, das; sie dort im Durchschnitt ziemlich gut, in Masuren sehr gut und „zum Theil ungewöhnlich reichlich anögefnllcn sei.“ Da ich bei der Veröffentlichung des erwähnten Aekndtebcr'chts keinen anderm Zweck hatte, als meine Beobachtungen und Anfichten mirzmheilcn, so würde ich von den mir privatim zugegangenen Mittheilungen zur Vervollständigung memes Berichts keinen Gebrauch für die Presse gemacht habcn, wenn sia) nicht in den Börsen-Nachrichten dex Ostsee ein Opponent gefunden hätte, der mehr oder Weniger gegen die aus meinem Berichte möglicherweise zu ziehenden Folgerungen auftritt. Die unter der Aufschrift: „Die Lebens- mittcl-Frage" in einem leidenschaftolosen, freundlichen und wohlwollenden Tone geschkicbcncn Aussäse veranlassen mich, auf einige darin enthaltene Behaupnmgen zu antworten. Zunächst muß ich mich dagegen erklären, kaß mein Aerndtebekicht die Provmzial- und OxtSvorstände abhalten lönntr, Vorkehrungen gegen Mangel an Lebenswitieln zu rechter Zeit zu treffen oder die Arbeiter zu beschäftigen. Eine so geringe Meinung von den Fä- higkeiten der mit so wichtigen AeM'crn betrauten Männer kann ich in mir nicht aufkommen lassen, daß fie sub durch einen allgemeinen Bericht über die Aerndte an Nahrungsmittcln abhalten lassen sollten, in die Verhältnisse ihrer nächsten Umgebung einzudringen, Ich selbst aber kann nicht wohl auf die Besorgnis; kommen, es möge an Verdienst für die ländlichen Arbei- terfehlen, Weil mir in mehreren Provinzen, wo ich unmittclbare Einficht von Guts-Verwalnmgcn nehmen kann, nur Mangel an arbeitenden Hän- den, nirgends aber Mangel an gewinnrricher Arbeit bekannt geworden 111. Auch an vermögenden Unternehmern fehlt es in den Gegenden nicht, wohin mein Berns mich ftihrt, welche Lust und guten Willen haben, Kapitalicn anzulegen und Arbeiten ausführen zu lassen. Es fehlt vielmehr noch häufig an genügsamen, willigen und geschickten Arbeitern. Es is! für das wahre Wohl der von Handarbeit lcbrnden Menschen viel wichtiger, src heran- zubilden, daß sie ihre Zeit und Kräfte besser benusen lernen, als andere Vorsorge für den Unterhalt gesunder und arbeitsfähiget Leute Ju treffen. Den Alten, Kranken, Gebrcchlichen und sonst zum Vcrdienü Unfähigcn gebe man reichlich Alles, was ste bedürfen, damit ste ihre hiilflose Lage vergessen, Allen Anderen dagegen gebe man nur Gelegenheit zum Ver- dienst nnd dringe darauf, daß in Zeiten des Mangels dic Verschwendung aufdöre, die bei allen unseren Handarbeitern angetroffen wird. Ist es nicht Verschwendung, wenn cin solcher täglich & Quart und mehr Branntwein

genießt nnd den ganzen Tag Taback raucht? Würde es ihm nicht znträg- '

licher sein, ja, wurde nicht sogar der Genuß selbst erhöht werden, wcnn der Branntwein-(chuß bis auf 2,3 oder „1,7 Quart ermäßigt und anch das Ta- backmuchcu eingeschränkt wiirde? GeMß ist, daß durch solche Beschränkung das Wohlbcfinden dcr Vethciligtcn an fich nur gewinnen würde, und die Ersparniß würde in dcn ärmficn Haushaltungen mehr als die ganzen Staats-, Kommunal- und Abgabcn far Schule und Kirche betragen, die ein Hausvaler diescr Art zu entrichten hat. In dieser Beschränkung über- fliiffiger Genüsse, welche nur Folge der Gewohnheit smd, müssen die Wohl- habendm mit gutem Beispiele vorangehen. Das dadurch Ersparte muß verwendet werden, um dem willigen Akbkitkk so reichlichen Verdienst zuzu- weisen, daß er die Seinigcn mit dem Nothwcndigen versorgen kann. Kreis- „und Gemcinde-Vorsteher mögen ihre Wege und Straßen bauen lassen. Grundbesilzer mögen dasselbe thun. Auch wird es in Norddeutsch- land an wüsten Grundstücken, die urbar zu machen find, nicht fehlen, oder es werden Gräben zu ziehen und Holwfianzungen vorzunehman srin. Die Mittel dazu werden theils durch die hohen Preise für alle vcrkäuflichcn Ar- tikel, theils dnrch die Ersparniß an AuGgabcn für ausländische Weine und andere entbehrliche Tinae zu erlangen sein. Eine so allgemein." Noth, wie die durch Naturereignisse hexbcigcffihrte, muß von allen Klassen der Gesellschaft freudig und willig getragen werden. Dann gehen fie ohne erheblicchacbtheile vorüber, und wcnn allc Thrileihre Pflicht erfüllen,fich in gleichgültigcn oder gar überflüsfigcn Genäffen beschränken, wcnn die Wohlhabendcn, so wir Kxeis- und Gemeindevorstehcr, darauf finncn , den auf Arbeitéverdienst angewiescnen Mitbürgem diesen zu allcr Zeit zu verschaffen, so bin ich überzeugt, daß im Bereich unscres Vaterlandes Niemand sein Nachtlager hungrig einzu- nehmen braucht. Eben so wenig kann ich dem Verfasser der erwähnten Aufsätze in seiner Ansicht in Brtreff der Zukunft beistimmcn, nach we1cher er eine öftere Wiederkehr des Mangels an LebenSmiitcln deshalb besorgt, weil die Regierungen die Fabriken-Jndnstric mehr als die der Boden Pto- dnction begünstigen sonen. Nach meiner Meinung macht fich der Grund- say immer mehr Bahn, daß im Gewerbeleben die größte Freiheit herrschen und die Staats-Regierung nur die Hindernisse entfernen müsse, welche ihre

,bringen wollen, um im Frühjahre Saatkartoffeln für alle diejenigen Fami-

1346

Angehörigen in der freien Benutzung m BodenQ der Kapitalien und At- zutu-erysn, 9. U".

beit siören. Das pktUiiskbt Gouvemzmenx hat seit langer Zeit dies Ziel ['Junki'urt -. vs., 10. U07. 5% u.a. 1081; (;.

verfolgt. Die wohlthätigen Folgen sur dae Bodenbenuyung smd überall 1866.64.'n-x-.o-ok-4eüea6543-. uo,- 87F ox. xejez1.86§z n,. ao. soo 1-"1. -.

üchtbar, wo die Agrargestootbuns den Boden eutstnelt hat. Der Landwitth kolo- 300171974 97. bemerkt im Bereich des preußischeg Staates *?“ Gegcutheil von dem, was Uamburz, 12. Ua!- u-nk-zeeiea 1570 m. der Vetsaffer der Aussäye über du LebenGmutel-Jrage beobachtet haben Usieo, 1]. Un.

Gräben vetsehm, trockene_zut Bewässerung vorrichxen, andere mit Mergel und Moder befahren. Dre Vermehrung der Gebaude aus den Landgütcm

Ueue zv]. 2117/6-

Ruz]. Kurs.] 5% Un. 1082. 4%.1..99*;. will. In allen Provinzen unsetcs Landre, wo die Kulturgeseve zur Aus- zcueo1562. „].-1- 1834157. “18391262. nanu). 168Z.

führung gekommen smd, ficht man wüsie Ländereien umbrechen, nasse mit U.;]. 1062. [„im-:. 97. km. 8651. [;.-am _.

Usriinek Uörze. [)en 14. Xoysmbor1846.

und Gründung ganz neuer Höfe könnten e_hxr zu der Sokge berechtigen, es werde zu viel produzitt werden. Vor tungen Zahlen, als sanguinische ' Landwirthe fich dcm Glauben hingaben, die Chemxker hätten die Bereitung k'omiz.

" l't. (Tour.

yk. Oo", L'.- Zkief. | [ie“. **

kriok. [(Z.-[ck

res Düngets erfunden, sprach man schon von der Umkehrung allet bestehen-

dcn Verhältniss, wenn man Weizen so beliebig vermehren könnte, wie die & ch-lä-Jck. _-

Ziegcl und andere aus irdischcn Urstoffen bcßehende Gegenstände. Zest ist . _ . dies wieder vergrffen, und nun taucht die Bcsorgmß auf, das [ichtigc Ver- “Y::kzzoxz? bäitniß zwischen Produciion und Consumjiou sti gestört, und die Jahre des “___; “&a-„;ck:

Mangels würden nun öfter wiederkehten. Diesen BesotFlichen kann man 5ebck,„„„_-

füg1ich znrufen: „Ihr Kleinmüthigen! habt ihr die Verhei ung der Schrift: . . .! „„daß, so lange die Erde steht, nicht aufhören werden Sonnenschcin und ""::JTLUTITF

Regcu'““, vergesscu? Wißt ihr nicbt, daß schon zu Joseph's Zcit magcre "m_,“ "„a“;

und fette Zahle mit einander abwechselten? Die Wintcriaatcn sieben jest ,; x ]. _ „] in einem weiten Umkreise vortrefflich. Es hat ihnen bei der warmen und "3:8 “;ck

trockcncn Sonuncrwittetung die beste Vorbereitung gegeben werden können. 03," MMU,“ --

Es is daher sehr wohl möglich, daß fie im künftigen Jahre den doppelien [,o-___ “_

Ertrag geben. Dann strömt dcr Arrndtescgen in Menge dcr. Mäxktcn zu, “___ ___MW__1___ _- . und ein unverhältnißmäßiges Sinken der Getraideprcise wikd die nothWen- ZWUÜÜE “_ _- dige Folge sein. Hält ein solcher Zustand des Ucberfluffcs nur zwciJahke 40_,__§m,8_[_,g_ - _

an, so witd man in allen Zeitungcn die thenömten lesen, daß wir im chnfifUß zubscrstickensbefiirchten müffen, und daßh die Regicmnf? denL Fetus a e, ür A as zu orgcn, wie man jest von !“ rvealan !, da die e ens-

mine] wohlfcil sein sollen. Seit Abfassung meines erste.? Berichts habeich JZZZZZZI' Gelegenheit gehabt, auch in die Zustände einiger Wirthschastcn in Ober- *_ch_6]chw__._51b Schießen rinzudringen, und habe alletdings die Ueberzengung gewonnen, daß [);-„"ck ' boxt der Gefraide-Ertrag sehr dü:stig ausgefallen :|. Dagegen fand ich die Kartoffeln theilweise sehr gut gerathcn, leider! aber ist der Bau dieser so wie anderer Wurzelgtwächst dort nur in einzelnen Winhschaften so aus- gedehnt, als es nöthig ist, um ge cu Mangel nnd Noth zu allen Zeiten gesichert zu sein. Mit liegen die irthschaftoverhältniffe von zchn gtoßm

lik].]'0tn].]"agäb. ck.. 011]. 141.413.

31,54. [.yx. [;;-mob. elo. (ko. l'kiok.0b|. [kk]. „wk. abgest- än. cio. kriot.0b|. büos.l;]b. ßixrnb. ck). 410. knot.0b|. "„kein. Fiueub.

cio. än. l't10k.01-1. (10.7.8133: zaum. 0b.-§c*b]ez.k.l- .*

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[!.-81.814.113. Yazxtk-UQWZUKb. nk.-8lkbs'.*ykb.8, al». in. kkiokNl-l. "('on-kölner [Zob- Kieaekscb.Nk.r.o,

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Wi|b.--l!. ((U-0.)

Gütern zur genauesten Kenntnißnahme vor, die 20, 30 bis 70 Meilennach

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verlin-"umburgek

verschiedencn Himmelsgcgendtn von einander liegen, auf dcncn abcr de Anbau von Wurzelgewächscn scit längen: Zeit in großer Ausvehnung be-

Cours.

steht. Dicsc Güter haben eben so abweichenden Boden, als se der wech- ", k e' ,“ s e ! "

sclndcn Witterung des vergangenen Sommers und den Einflüssen derselben

unterworfen waren. Aber alle dicseGüm smd nicht nur in der Lage, daß “WWU". __________ 250 17]

fie ihre Axbciter "t versorgen können, sondern selbst die dürftigstennnd am „.___ _ _ _ ' """" 250 k]" meisten von der Ércckenheit berührten find vcrmögend, zuerrsorgung aus- "Wb",_e_____::_:_'_'_"' ' 300 1711. wärtiger Menschen LebenSmittel abgcbcn zu können. Auf einzelnen isi die “_ ''''''' 300 vu" Acrurte an Gctmide sogar schr teichlich auögesallcn. Meiner Mittheilung [Waun _____________________________ ' über den Ausfall der Aerndke liegen also Thatsachen zum Grunde, und ich Um 300 &

gebe mich der fichercn Hoffnung hin, daß mit verc1utcn Kräften dem wirk- F;", „„ 20 )(- _______________ ' lichen Mangel in den Gegenden, wo der Bedarf nicht geärndtet ist, vorge- *uxzbum_ _ _

beugt werden kann. Es witd nur darauf ankommen, daß der Ucbnflnß um!"".....,.................,'.:

aus einer Gegend in andere gebracht werde, wo Mangel ist, und daß alle

tvahtc Patrioten der Regierung cntgcgcn kommen und mit derselben fiir [“ck-55 ;" (***)-""t i"- 14 “"ck kun- 100 'Wir.

Beschäftigung solcher Leute Sorge tragen, die ohne außergewöhnlichcn Ver- [.,-„ka „_ „_ um.]. „,-_ _ _ dienst fich nicht mit den nöthigen Nahrungsmitteln vctsorgcn können. In „“W“-_ _ _____________________

diesem Sinne haben fich, wie ich zu meine: Freude vernommen habe, die

WMQTtC-WWKU

Stände res virfißer Kreises bcthätigt, welche eine bedeutende Summr auf-

lienvätcr bereit zu halten, wclche fich jene nicht selbst anschaffen können,

Zwei Herrschafjsbefißcr in Hinterpommern nnd Ober-Schlcficn halten zu Sonntag- 15- N9v-„ Im Opéknbausk- gleichem Zweck große Quantitäten Kartoffeln für das Frühjahr bereit. Vorsiellung: Der Fretschuv- Oper m 3 Abth- dScheuklt Ens Fri so1ch_en bGefinnungcn dder Himmel cinen milZetJ Winbter, von Weber. AZfang halb 7 Uhr.

er vice tdar eiten trau 1,“ dann wet cn wir das ma ere a rc ü cr- u die er or [lun d ' " ' - stehen und können uns glücklich preisen, daß wir nicht tingso großes Unglück hausKeisen sverkaustske 9 w“ e" Billets zu den gethnlxchen Lp _ Jm Schauspielhause.

erlebt haben, als die BcWohner der Loire-Ufer.

_ Meteorologische Beobachtungen. Mvntag- 16- Nov- ]846. Morgen; Uacbmittnz's _ _ _ _ [3- R07. 6 Uhr. ' 2 Ubi“. "] Ubi" erl-acbtunx. !" 1 Akt, vom KÖMJl. Balletmelsier Hoguet. Anfang halb 7 Uhr, [„ukulruok ..... 341,51", ['n-. 340,74", ["m"-133855", !).-k. (Luelwökwe 7,80 ll.

']"bnu unkt . . . . _ 2,50 U. + 1,90 n. + 2,9" ll. lkoäemkökmo 1,0 11. - Dunslxsättigung. 96 [pCt. 70 y("t. _ 86 [x(]!- - zusäönst-nx ",005"Rb. ,Im Schauspjtelhau "*.-ne- ....... trüb. trüb. trüb. Rieäerseblag0. 1“ ??kWL'ZMUM * E; Mm] ........ UW. vm". vm: Närmev-eebse! + 6,3“ 11" “"I-Ü"? [WM] (16 Iyälkenqu . . . -- KW,“. -- 'kaxesmjttel: 340,27“„l'ak... + 3,0 n... +0,80“ 3... 84 pct. Us". en 1 acte, ]);u' d]. ])umanolr.

Handels- und Börscn-UachriMen.

Königliche Schauspiele. “130ste Abonnem Musik von C. _

K" M11 aufgehobenem Abonnemem: * oppc. Von Oesterreich, Zntriguenstück m 5 MW., und einem 5111611 frei nach dem Roman des A. Dumas, von C1). Birch-Pfexsk Jm Opernhause. " Vorstellung: Der alte Magister, Schauspiel in 3 MW., „„U, _ Uno„ „;„mszek Hierauf : Dcr grprellte Akkude, oder: Der MuttcrNa-ncnstagB

1Zlste Abonn-M

Musik Von H. Sch

[„ui'm'ärmo . . . . "'" "2,0041. + 6 20 U. + 4,80 Ü. [**]usxm'ökmo 2 8“ Ü. hÜUÖZÖrTTJ-Lr Zxerlefxééng werde" Btaets z" dcn gewohnlichenL sr. 512 Abonnements-Vorsiellung. ].:- 50 611116 3 [3 60111", c0méx]itx (“11 ck50", pa!" 111. 19.111915.

+4_90 ['Lprésenweion (16: [ck (7062 (105 1611111165, K*älitlEK/"w 11011!"-

Verantwortlicher Redacteur ])r. I. W. Zinkeisen.

Qllßß'öj'tjge ]kökß'sn.

Im Selbstverlage der Expedition.

ÜmZtoränm, 10. R07. Kieäer]. "'ikk]. 84:11. 58Y. 5% Sym. TUH-

3% (]0- 37'F- 1,885. _. zusx. _- Zins]. öYz- kreusa- y!“- §eb. ""- l'olo- _. Gedrucft in der Deckerstheu Geheinlen Ober;HofbuchdruckeN1_ __

4% kuss. 1101»- ZZZ-

Mkanninmchungcm

[980] Bekanntmachung.

Am 19, Februax 12.3. is die verwittwctc Hauptmann Anna Louise Schwalbe, geborene Herrmann, hierselbst verßorben.

zufolge der nebst

mnthmaßliclyen Erben Johann Carl Herrmann, welchcr

Ällgemeiner Anzeiger.

gelegcnc, W|. "1. R0. 1391) 1701. 285 des vaothc- an der Gerichtsstelle subhastirt werden. Taxe und Hy- kcnbuchs verzeichnete, dcm Schlossermeistct JobannGolt- pcthekenschein smd in der Registratur einzusehen.

lieb Spaeth gehörige Wohnhaus nebst Zubehör, welches dem Hypothekenschcine in dcr Registra- trr cinznschenden Taxe auf 10,212 Thlr. 23 Sgr.;"sz. abgeschäyt worden, soll M 1847

. . am 3. ä rz .

Da von dem ]cßjgcn Ansenthalte thres Bruders und subhasjirt "",de

Alle unbekannten Nealpräkendentxn weiden ansgebo-

Literarische Anzeigen.

[979] Literarisches.

vor dcm Jahre 1806 in Warschau als Polizei-Secrc- ten, fich bei Vermeidung der Präklusion spätestens in Charakterzüge und hjsiorjsche

mir angesteUt war und vor etwa 14 Jahren in Span-

diescm Termine zu melden.

dau fich aufgehalten haben soll, keine Nachricht zu er- Frankfurt ___ O., den 23_ Juni 1846, _, ra mkntl

langen gewejen ist, werden der genannte Johann Carl ([“ 8.) Königl. Preuß. Lanv- und Stadtgericht.

Herrmann _un_d deffen _nächste Verwandten hierdurch “öf- fentlich ausgexordert, stch bei dem unterzeichneten Ober-

aus dem chen des Königs von Preußen

Friedrich Wilhelm-s 111.

Lagkesgericht 7,11 melden 1_n1d ihre Gerechtsamc iu Vc- [522] Rothwendigcr Verkauf. U?" res Nachlanez ““““?!"th HauptmannSchwalbe SUMMER ZU Berlin, dk" Juni 1846- Gesammelt und nach eigenen Beobachtungen und selbst- wahrzunehmen. Das hiersclbst in der Wohnstraße sul- R0. 5 bcle- gcmachten Erfahrungen herauögcgebrn

Königsberg, den 4, November 1846. Königl. Preuß. Ober-Landesgericht.

gene, auf den Namen des Tuchfabrikanten Carl August von Colcll und dessen 7_m_ino_tennen _Ki_ndet_n im Hypotve; N, F, krnbuche von der Komgsrtadt, K'omgsvtertels 791. 3.3 der Philosophie und Theologie Doktor, evangelischcm

Ehlert,

[521] Nothwendiger Verkauf. du. 1665 a__[)-“1Z. 41, cmgetragene Grundstuck, mcht- Bischof :c. xc. Land- und Stadtgericht zu Havelberg. “ck abgeschayt zu 5946 .*hlr. “24 S_gr. 5 Pf., Lou Dritten Theils erste und zweite Abtheilung. gr. 8. Das Wohnhaus Polizei Nr. 26, zuDDom Havelberg “UF 1253 JRR? ??)?)7s1'éowmtxtnnaLs 11 [Öl?- Magdcbutg, Heintichshofen. 1846. belt en ct das am e emali en - om iste avel- an kk en ? e U a "_ er e -_ are un y- . , "“"-*?" . bergg geßöxigeh Domperstei-hGebäFve und iftm Hproehe- pothekenschein find in der Resrsitatur etnzttschen- M" "“s"" “N"" V“"d' .'" "".wah'“ Ra'io'kß" kenbuche 701 ][ „:.- 518 Nr 33 verzeichnet ken n_*e11_volltx!det_, m _dessen_Sptegcl w" du ed_1e Pets?!" Geschwistern Jon K_choe-n gehöxig. abgeschäzt aus“580() 11chket_t Fmdncb Wilhelm :; [[]-_. nach ihrer stillen Große Tblt uso! _ ___ nebskH' othekeäschein und Bedin un- _ [9781 _Nothwenhtger Verkauf. und ahm durch rcmfte Men1ch11chkeit_ dem deutschen H'," m 7an ?)X . _ _;p [henden Ta e soll Ü Stadtgmcht zu Berlm,_ den 30. Ottobex 1846. zen nabe gebrachten Majestat mu Ltebe und Dank wtc- g 'Ü'stm "7 ck1an ' x“ Das dem Farben-Fabnkantcn Carl Lomo Theodor det erkennen; ein Werk, das, aus innerem Lebenskem

am 2. Januar 1847,

Riefenstahl zugehörige, in der Chausseestraßch. 46- be- und Trieb erwachsen, durchdie Junigkeit und Anmuth

Y_Y_JÜIYÉL Uhr, an oldentlicher Gkkichwstkl“ sUb“ legen: und im stadtgerichtlichen Hypothekenbnche 76]. seiner Darß:Uung,-wic durch die Fülle des Stoffes, :- ' ]K/ 6. d'o. 131. ])as. 241 verzeichnete Grundstück nebst wöhnliche Leistungen bruchstückwcisct Skizzen mit b? -

[619] SubhastauonsÜ-patene. 6 Pf., sou

Zubehör, gerichtlich abgeschäyt zu 9051 Thlr. 27 Sgr. ten läßt und uns als schönes, in fich abgerundetes

Ganzes entgegentritt, nach der Weise Herodots einen

Das in der Dammvorsiadt an der Crossener Straße am 18. Juni 1847, Vormittags 11 Uhr, seltenen Neichthum des Interessanten und Nüylichen in

eingeflochtencn Episoden darbietend, dnrch Welchk Schilderung der Hauptperson als rothcr Fadcnh An Bedeutsamkeit des Inhalts stcht dlctxl Band insbesondne keinem der früheren nach. 1 sers Erwartung, wclche schon durch die Ucbel': dcr Haupt-Abschnittc: Dic moralische Resi“ tion der Armee, die Liturgie _“ die Kirchliche Union, des Königs zwellk, mählung, dieNeigungdesKönigszan ter, einzelne Charakierzüge aus dem! des Königs Friedrich Wilhelm's 111. _. spannt wird, findet reéch11che chtiedig M"ge das Werk, erchcs bereits ci der öffentlichen Gunst eingruömmen zu einem allgemein verbreiteten V Die wackere Veilagshandlnng wird fichcrlich 17611 Veranstaltung einer eigenen, woblfeilcren Bci" die Hand bieten. Dem hochwürdigen Herrn aber wünschcn wir, um eine solche" in seinem vollenden zu können, noch lange ungeschwäck)“ und die Dauer dieser aus der vorliegenden ck sehr ansprechenden Geißcssrischc. Brandenburg.

Vorräthig in Berlin bei Dünunler, Lind

olköbuche M'

Mit dem 1. Januar 1847 beginnt wie gk“ lich der biefigc Stähr-Vekknuf. circa 300 Muttern zum Verkauf gestellt

Simmenau, den 15. November 1846.

Rudolph Freiherr von L

Auch werden

Ivonnexnexrt beträgt; 2 Rihlr. sur ._4 Jahr.

UD. „. . . W _ T*

Inhalt.

.tfcbk Bundesstaaten. (Hrosrlyerzogthuy Badxn. WC _ (;_;xoßyerxogthum Hess-n und bei Rhem. __ (xzxoßhcrzogthum I)iccklenbnrg-Schwcrin. Aufhebung O'Wnygclvcs der Juden, _ Sck»;ei1_*e_n_ aus Frankfurx a. M. __ 5211391 von Naffau; der Bundes-Pmsadml-Gesandte; Schreßbaum-

ollk; gcscßgcbendc Versammlung.)

land und Polen. St. Petersburg. auplaß imKaukaTUS. -- Erneunung. - Ordens-Verlcihnng. -- Vau-

cstimmnng. - Graf Sobolewski +.

nkreich. Paris;. Tic nenen divlomatischen Ernennungen, __ Der Gesankte bei den Vereinigten Staaten. - Lord Normanbv's udien; nnd ltntcrrcdnng mit Gnizot, - Dic Vermählungsfmge. - bd clKader'ö "211rfc171halt. - Ucberschwcmmnng in Algerien. - D citräac fiir die Ucbcrjchwcmmtcn. -- Getichtlicbc Versiegelung bciMar- all “*I-'ommont. - Bcstattnng Duperr-Z's. - Louis Napoleon. _ Die

"xständc dcr Schweiz. -- Vcrmischtcs.

szbritanien und Irland. _London._ __ «»WE-ag. - Lord Brougham m der spamschcn Frage. - Itlandi- : ZUÜälM- - Entdeckungen in Auslralrcn. _

gien. Brüsß'el, Thronredc. - Besorglichc Gerüchte. _ Unter- “su-xg far die mbcitenden Klassen. - Die neue ]tbcrglc Association. -

cschlagnahmc eines Blanes.

uemark- Schleswig. Stänkc-Verhandlungen.

lieu. Rom. Vorbereitungen zu dem großen Kirchenfeste. _ Prti- onen aus Bxloxzna. -- Dcr politische Znstand im Kirchenslaate. _- on der italienische]! Gränze. Befinden der Prinzess!!! Louise :: Prcnßcn. - Vorfichts- Maßngcln von Seiten Sardiniens gcgen e Schwc15. _ Unterhatwlungen zwischen Neapel und Hannover. _- lorcnz. Abrcifc der Prinzessin Albrecht von Prcußen nach Rom. --

eberscbweuummgcn.

nien. Vrics aus Madrid. (Das Minis1crinm; Herr Mon“, drr nzöstsibc Botschafter nnd dcr Tiempo; tugnl. Schreiben aus Lissabon. (T [lung der absoluten Gewalt; Schreiben der sAntaS; Proclamation des Königs an die Truppen.)

rkei. Konstantinopel, Neue Bedrohungen der Christen in Kur-

Nan. ndelS- und Börsen-Nachrichteu. Berlin. Börsen- und Markt- cricht. - Börsenbericht aus Frankfurt a. M.

111 11“. - 5 Jahr- xklßlr. - [Jahr. ' Urn Theilen drr ._Llsonarchie sh"? prris -Erhohun_c_1. crlions-beüvr sur dcn m cincr Zrtle des Allg. Inzcigcrs 2 Sgr.

Nachkickk-jen vom Krieg?.“-

Hofnachticht. - Lord-

Nachrichten aus Portugal.) ckret der Königin iibcr Her- nigin an den Grafen

igsstädtischcs Theater, (Italienische Oprrn-Vorstellung.)

irk VreUau, zu ernennen.

Berlin, dcn 111. November 1846.

Direktorium und Senat der Königlichen Akademie der Künße. (gez.) ])1'. G. Schadow, Direktor.

en wird, enthält: unter

kr. 2765. Die Allerhöchste Kabinets-Ordre vom 6. November d. J., wegen Anwendung dcr in Betreff des Schießpul- vcrs geltenden Polizei-VorWriften auf Schießbaum- wolle und ähnliche Präparate.

Berlin, den 16. November “1846.

Gescy-Sammlungs-Debits-Comtoir.

_Abgcrciß: Dcr außerordentliche Gesandte und bevollmächtigte "111“ am Königlich bayerischen Hofe, Kammerherr Graf von

rnst o r sf. nach München.

Amtlicher Theil.

e, Majestät der König haben Allcrgnädigst gcruht:

Den bisherigen ersten Kriminalgcréchts-Direktor, vvn Schröt- biersclbst, zum Geheimen Jusiiz-Ratl) und Ober-Landesgerichts- ektor bei dem Obcr-Landesgcricht in Köslin; und

Den Rittergutö-Vcsiyer und Kreiö-Deputirten Bürde auf Sniontau zumLandrath des Kreises Groß-Strehliß, im Regierungs-

_ A n z e i e.

" Dre Kunst-Ausstellung wird am onntag den 15ten d. M. um hr Nachmittags gcsxhlosscn. Die ausgesjrlltanegensiändc können Mtttwoch dcn 1811311 d. M. an wieder abgeholt werden.

Das 37ste Stück der GeseH-Sammlung, Welches beute achge-

Allgemeine

Uichtamtlicher Theil. Deutsche Bundesjaatm.

Gxoßhkkzogthnm Baden. Nach dem neuesten Adreß- buche fur Kaxlßnzhe beträgt die Bevölkerung der Stadt, mit Ein- schluß dcs Mtlrtans, 2 ,954) Einwohner.

, Großherzqgthum Hessen und bei Rhein. In der Sxyung der zWettcrj Kammer der Stände vom 10. Nodember wurde die Berathung über den Entwurf der [. Abtheilung bes bür- gerlichen Geseybuchs fiir das Großherzogthum fortgescyt. Der Abg. Glaubrech sprach sich in einem langen Vortrage für unvrr- änderte Beibehaltung der jetzigen Grfopgebung in Rheinhessen und deren Uebertragung auf die dicsscitigen Provinzen aus. Ihm ent- gegnete der Abg. Weyland und bezeichnete die wahre Lage der Sache. Die Abg. Kilian, Wernher und Vrunck rcdctcn zu Gunsten der rhcinhcsfischen Gesche. Dcr Gr. Regierungs- Commissair, M. R. [,)-*. Breidenbach, sich ausfiihrliche Er- wiederuugen bci Erörterung der speziellen Fragen vokbehaltcnd, be- mcrkte nur Einiges im Allgemeinen. Er fand es nicht angemessen, daß man mit aUc'n Gaben dcr Rhetorik und Dialcktik eine präolku- pirte Meinung gegen einen ganzen Gescß-Entwurf hervorzurufcn snche, an dem man doch nur drei Punkte auszusehen wise - die Führung der Civilstands-chistcr, die Form des Abschlusscö dcr Ehen, die Stellung des Jamilienraths - Punkte, über die man bei Bera- thung der einzelnen Artikel spxcchen und sie dann bcanftandcn könnt'. Die Kammer werde prüfen und entscheiden in ihrer Unparteilixhkcit. Nachdem noch verschiedene Abgeordnete das Wort genommen hatten, Y_lyoß dcr Präsident die allgemeine Bcrathung und die öffentliche : ung.

_ Großherzogthum Mecklenburg-SchWerin. (H. N. 3.) An den Vorsiaud der israc1itischen Gemeinde zu Schwerin ist unter dem 9. NoVembcr folgcnchGroßherzoglicheö Reskript erlassen worden: „Wir geben dem Vorsiaude dcr israelitischen Gemeinde hierselbst, auf dessen Vorstellung und Bitte vom 25, März d. J., hiermit zum Bescheide, das; Wir auf die zur Verbesserung der Ver- hältnisse jüdischer Glaubenögenosscn dienenden Maßregeln, wie bisher, so auch ferner gnädigst gern bedacht sein und dazu allerdings auch die Mitwirkung Unserer Landstände in Anspruch nehmen werden. Wie sehr Uns die Wohlfahrt auch Unserer jüdischen Unterthemen am Herzen lie 1, wird dem Vorstand: auch die in Abschrift hierbeige- schlossene erfiigung darthun, wonach Wir die jährliche Schußgeld- Zahlung von Johannis 1847 an aufzuheben getuht haben. Gege- ben u. s. w.“ -- Die an* das Steuer- und Zon-Depar- tément erlassene Vcrfügung lautet: Wir eröffnen euch hiermit, daß Wir gnädigst beschlossen haben, die Juden von der jähr- lichen Schuvgeldzaylung an Unsere Renterei nach Ablauf des Etats- jahreö allgemein und gänzlich zu befreien, dergestalt, daß die inter- mino Johannis 1847 praenumemnäo fällig werdende Zahllmg des- selbcn nicht mehr zu erheben ist. Ihr werdet hiernach zu seiner Zeit die Steuerstuben mit Anweisung zu versehen haben. Von dem ge- nannten Zeitpunkte an werden aber die Juden, wie solches theilweise auch bisher schon geschehen, die Kosten der Unterhaltung solcher Cen- tral-Znstitutc, welche durch das privativc Bedürfniß der jüdischen Glaubensgenoffcn veranlaßt werdcn, namentlich des Landes-Rabbinats und eines zu errichtenden Schullehrer-Seminars, durch Beiträge, welche auf die einzelnen Gemeinden zu repartircn, vollständig aufzu- bringen haben, worüber die weiteren Anordnungen vorbehalten blei- ben. Gegeben durch Unsere Regierung, Schwerin am 9. November 1846. An das Steuer- und ZoU-Dcpartement hierselbst.“

%% Frankfurt a. Ni. , 12. Nov. Sc. Hoheit der Her- zog von Nassau ist seit kurzem von Wien zuriick und stattete auf der Rückreise dem hohen ueuvermähltcn Paare in Stuttgart einen Besuch ab.

Der Bundes-Präsidial-Gesandte, Herr Staats-Minister Graf von Münch-Bcllinghausen, reist in der nächsten Woche nach Wien ab und wird dort wiederum mehrere Monate verbleiben. Der Königlich preußische Bundestags-Gesandte, Herr Graf von Dönhoff, wird als- bald von seiner Urlaubsreise zurückcrwartet, dcr Kurfürstlich hessische Bundestags-Gesandte, Herr Ries von Scheuernschloß, ist seit weni- gen Tagen hier wieder anwesend. Im Allgemeinen sind, trov der Ferien, nur wenige der Herren Bundestags-Gksaudten von hier ab-

AUe pak! - Inßalten des In- und Aus andes nehmen Erstling

' aztf dieses Blatt an für Berlin dae Expedition der Äkg. preuß. Zeitung: . Friedriehsslraße Ur.72. «_

Berlin, Montag den [ZW November 1846.

der Erfindung der Professoren Schönbcin und Böttger hat ein günsti- ges Resukku geliefert. Niemand durfte ihr beiwohnen, der nicht dazu berufen war, doch erfährt man aus guter Quelle, daß die Bedienung des groben Geschüyes mit Schicß-Baumwolle nicht ohne Gefahr isi. Da es keiner Frage unterliegt, das; den Professoren Schönbein und Böttger die ihnen von hoher Bundes -Versammlung auögeseyte Na- tional-Velohnung Zu Theil wixd, so wird seiner Zcit gewiß auch der Bericht dcr betreffenden Kommission zur Publizität gelangen.

Wie schon öfters, so wurde auch dieSmal gleich Anfangs der ordentlichen Session uckerer gesevgebenden Versammlung der Antrag auf Oeffentlichkeit der Vetbandlungen der gesehqebenden Versammlung gestellt. Bisher erhielt dieser Antrag nie die Majorität.

Rußland und Polen.

_ St. Petersburg, 8. Nov. Vom Kriegsschauplav im Kau- kams hat man wie“: folgende Nachrichten erhalten: „Auf dem rechten Mg?! der !aukafischcn Linie feste am 15. Septem- ber ein 200 Mann ßar : Räuberhaufm, unter Ansührung des bekannten Räubers Aslan-Vck BeStukoff zwischen den Posten von Achmetoff nnd Schalachoff über die Luba, in der Abficvi, das von denKosaken eingeämd- trie Hen in Brand zu stecken. Ein Theil der Besaßung des schalachoffschen Forts machte, von dem Licutenant Woropajew und dem Fähnrich Owtschin- nikoff gefiihrt, einen Ausfall und warf den Feind nach einem stürmischen Angriff zalück. Gleichzeitig sandte dcr Militair-Chcs des achmttoffschen Forts, Stabs-Capitain Grusclyezki, eine Abtheilung Infanterie und Kosaken aus, den Wald bei dcr Furt über die Laba zu besetzen. Der Feind IZM, als er sah, daß ihm der Rückzug abgeschnitten war, dicses Kommando mit 1111) an, er fand jedoch tapferen Widerstand und stürzte fich darauf in eiligcr Flucht in die Laba, 4 Leichen auf dem Plast zurücklasscnd. Dcr Anführer dcs Hansens, Aßlar!- Bck Bcörukoff, wurde durch den Sturz seines zum Tode verwundeten Pfer- des samer vetlcyt und simb an demselben Tage. Unsererseits wurden ein Mann getödtet und 5 Gemeine, so wie der Fähnrich Owtschinnikoff, v.“!- wnndct. Am 19. September feste eine Reitcrscbaat von 301) Mann, quo" drm Stamme dcr Tejuschcbsen, von Kali-Girci-Charzyschew geführt, gle_1ch- falls über kie Loba und überfiel die Landleutc in der Nähe der tengmß- fischen Stani'a, die gerade mit Feldarbeiten beschäftigt waren. Auf dte Signalsäyüsse rer Pixels eilten 1"; Sotnia Kosaken aus der Staniza herzu nnd tn'cbcn, unterstüvt von einer Korporalsckmft dcs siawropolschen _Jägex- Regiments, dcr ein Gescbiiv folgte, den Feind in die Flucht. Gletchzeing beseyte eine andere Korporalschasr desselben Regiments, längs der Lahn hinziehend, die Furt uud beschoß die ftiehen'dm Berg- bcwohncr , die dadurch bedeutenden Verlust erlitten und von 1311- seren Truppen noch jenseits der Lahn verfolgt wurden. Der Jcmd verlor allein an Tobsen 18 Mann, darunter 12 Aclteste. Unscrerseits wur- den 2 Mann getödtet und 4 verwundet. Diese Niederlage machte auf die chuschcbsen einen so tiefen Eindruck, daß der gesammte Stamm derselben mit uns in friedliche Beziehung zu treten wünschje und die Temirgojcwzen um deren Vermittelung bat. An der Ostküste des Schwarzen Meeres vek- suchtcn kleine Räubcrtrupps wiederholt unseren Garnisonen Schaden zuzu- fügen, ohne daß es ihnen jedoch gelang. Der Stamm der Dschigcten, der während dcr chien zwei Jahre, in Folge von Mißwachs , sich ruhig ver- halten 1-nd sogar in unseren Befestigungen für Geld oder Brod gearbeitet hatte, schien in diesem Jahre sein Vethaltcn ändem zu Wollen. Die Aestcsten des Seammcs unterfingen fich, einige mit der von ihnen ausgesprochcnm Unterwürfigkeits - Erklärung unvereinbare Forderungen an den Gcnequ-Adjutanten Budbcrg zu richten. Als fie aber eine ent- schieden abschlagige Antwort erhielten, erschienen fie in Unterwürfigkeit zu Anfang Septembers in der Heil:“ engeiß- Feßung vor diesem General und baten wegen ihrer unbedachten reißigkeét um Verzeihung. Det Ober- Befchlshavcr verweilt bei dem tschctschenzischen Detaschrmeut, im Lager beim FortAtschoi, das schon lange im Vertheidigungézußande sich befindet, und wo gegenwärtig die Winterquartiere für die Garnison beendet werden. Die Bcziehungen zu den umwohnendcn Eingeborenen find höchst friedlicher Art, und obgleich fie aus Furcht vor Schami! noch nicht wagen, fich offen zu unterwerfen, stchen fie doch fortwährend mit unserm Truppen in Verbin- dung und versehen dieselben mit LebmSmitlcln. Schamil, der den Tsche- tschenzcn immer versprochen hatte, die Rosen zu verhindern, in diesem Ge- biete scsicn Fuß zu fassen, sagt sich gegenwärtig davon los, unter dem Vor- waude, als riefen ihn Geschäfte und Unternehmungen bcsondcrcr Art nach Da- cs1an. Er hat den Oberbefehl über die Tschetschna seinem vertrauten Ziaib Nnr-Ali übertragen, mit dcm strengen Befehle, die Bewohner dersel- ben von einer ltntchcrfung untcr msfische Botmäßigkeit abzuhalten und KavaUcric-Strciscotps in die Sunscha und in die Umgebung des Forts (Hroönaja auIzusendcn. Einige Streiföcorps habcn fich auch schon in die- sen Tagen gezeigt; als sie aber sahcn, daß wir zu ihrem Empfange bereit seien, vcrzirhtcten ste auf weitere Unternehmungen. Im nördlichen und süd- _1ichcn Dagcsian und auf der kumykischen Ebene, so wie an der leögiscben Linie, ist Alles ruhig, und die an mrhrerrn Orten begonnenen Arbeiten schreiten überall rasch vor.“ _ _ _ _

Der ältere Dragonmn berm rus|ischen General-Konsulat m der Walachei und Moldau, KoUegien-Rath Kotoff, ist zum Staatsrath befördcrt.

Der Kaiser hat dem römischen Architekten und Archäologen Ca-

'"“."*" Wesend. __" _ _ Die in dcr vcrflossencn Woche vor der ernannten Kommumon nina zum Zl1chkn seines Wohlwollens den St. Stamslaus-Orden in Mainz siattgchabte Prüfung der explodirenden Baumwolle nach Im Klasse verli“chrn. *R4„____ 1 _ ck

artnngcu getäuscht wojden, daß wir treten der

'" s emen.

BeideSängerzeichnen fich durch frische Stimmen von seltenem

Königsstädtisches Theater.

“lik"ische Opern-Vorstellung. '0k- Sga. Fodor: Lucia, Sgr. Labocetta: Edgardo, als AutrittSrollen.

(Den 14. November.)

_ Wu betraten das Haus heute in ziemlich gedrückter Stimmung. In gc mancher ungenügender Engagemems eines mit den hiesigen Kunst- e_runch nicht vertrauten Impressmio, hatte rie italicniscbeOper der dies- "g'" _Saison bisher so selten Erfreuliches zu Tage gefördert, waren wir dem jedesmaligen Erscheinen eines neuen Sängers so oft in unseren uch den vor dem öffentlichen . Sga. Fodor und dcö Sgr. Labocetta laut gewordenen "'S!" U_rthcilen keinen Glauben schenken zu dürfen uns für vollkommen "*“-'ng halten. Doch unsere Zweifel warm kiesmal nicht gegründe! und "" durch die braven Lei ungen der

r lernten in der neuen Primadonna Sga. Fodor und in dem Tenor lr“. Labchetta Sänger kennen, die nicht nur den Ansprüchen tines mu- 1sch'geb_!_ldeten Publikums, sond-xrn auch einer strengen mustkalischm Kri- dzu genugen vermögen und ihre Fächer als erst Sänger mit bedeu- em Eksolge aUSzusüUen durch viele ihnen inwohnende Vorzüge be-

].uciä (Li hammer-

Genannten vöUig beseitigt.

Wohlklange Fortheilhast aus ; in demselben Maße durch treff- lichc Gesangsbildung undkun_s1nzäßigen, seelen_vo11e112_3o_r- 1rag, Eigenschaften, mit denen fich cm im Ganzen recht wcrksames L_?mel verbindet. Das: fiel) die beiderseitigen Leistungen untcr so_lchey Umstanden allgemeiner Anekkeunnng erfreuten, bedarf_eigemlich keiner Erwähnung; daß derVeifall aber sogar ost einm emhufiasxtschen Charakter annehmen konnte, während eine Künstlerin, wie die gemalt Garcia, noch auf dcrzselbczt Brettern ihre begeisternden Schöpfungen vorführt, spricht mit uns [in dae neue Acquisuion. _ _ _ _ _

Sgta. Fodor sühttcdic Pakttc der Lucia mustkaltsxbcxsxqts u: der That mit an Vollendung streiscndtr Sicherheit und Klinskfk111gkctt_ aus; durch die Licblichkeit und cbenmäßigr Schönheit ihres Organs und kae edle Verwendung deffekben gewann die Lctßung ein eben so wohlthuendeß als eigenthiimliches Kolorit, wenngleich die Ausgabe in dramatischer Hmficht cine weniger genügende Lösung erfuhr und die Sängerin fick), was Fe_ue_r und Leidenschaftlichkcit des AUEdrucks btjrifft, einigermaßen ihrcr Jndwt- dualität zu entäußem hätte. _

Die schöne, weiche Brustßimme m_ Sgr. Labocetta fand m der ge- tragenen Partie des Edgardo Gelegtnbett, ficb in ihrem g_anzen Schme1z und Reiz zu entfalten. Der Sänger, der beiläufi in der äußeren Erscha- nung und Gesangsweise lebhaft an unseren treffli cn Mantras ermnert, entwickelt eine mußetbaftcOekonomie des Athmcno, ein wundervolles Por-

Znnersfc cxwärmt. Dabei ist sein Spiel durchdacht, stets edel und unter- stüyt die Wirkung des Gesanges ganz qngemeffen. So gelang ihm die Scene im Finale des zweiten Aktes, Lucia gegenüber, sehr woh1; ks ver- dient besondere Anerkennung, daß er fich hier durch den Aysbruch _des Zor- nes nicht, wie es oft Darnellem der Rolle begegnet. zu !!"an un_n_tterltch_en Umherrascn auf derBühne verleiten licß und im Gcgcnthetl hn thm eme edle Mäß-"gung, bei einer dennoch xffextvollen Darstelltzng,_d1e Ober_h_and bchielk. Auch die Sterbcscene befrtcwgte, vorzugötvetse m mufikalqcher Hin acht. _ _ __

sSo errang fich das neue Sängcrpaar vcrdientermaßen retchltchc kunß- lerische Kronen, dic ihm in üblicher Weise durch Dacapo- und Heronthen überreicht wurden“, das Publikum verließ das Haus, da auch von chten der übrigen Mitwirkenden das Mögüche geschah, die Vorstellun? zu etyxr gelungenen zu machen , in befriedigtcr Stimmung. Jeden all_s laßt fich jeyt der italienischen Opcr nach der neuen Errungenschaft eme bes- sere Zukunft prophezeicn. Sgra. Fodor, Sgr. _Laboßetta, Sgr. Pignoli und der Buffo Sgr. Galli snd wohl gccagnct, dje Hauptsiusen derselben zu bilden. 60.

tamento und eine Seelenbaftigkeit des Auödrchs im getragenen

Gesang, die wirklich ihres gleichen sucht und das Herz des Hörers bis ins

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