1846 / 329 p. 2 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

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klagen, nachdem dieselben durch die Iuli-Nevolution und ihr_e Folsen einen so bedeutenden Riß erhalten. Tie_Pr_esse will dies nicht wahr haben: Frankreich habe 1830 nur seine inneren Angelegeiihei- ten umgestaltet, und Niemand habe ein Recht gehabt, sich darein zu mischen; was aber Belgien betreffe, so habe dieses das Werk der wiener Verträge, insofern sie auf dieses Land sich bezogen, mit Zu- stimmung aller Mächte umgestoßen, die bei diesen Verträgen mitge- wirkt. Am Schluß ihrer Betrachtungen ist die Presse übrigens der Meinung, daß, wenn eine Protestativn gegen die“Maßregel in Be- treff Krakau's geschehen sollte, dieselbe nicht blos von Frank- reich und England, sondern von den fünf Mächten zusammen ausge- ben müßte, die mit den drei Schuymächten Krakau's zusammen _das Comité der acht gebildet, von denen die Akte vom 9. Juni 1315 unterzeichnet worden. Der Constitutionncl dagegen wii! winen, daß Lord Palmerston bereits für England allein protestirt habe.

Die Nachricht von der Mission des Herrn Schwaryex, Rydac- teurs der Blätter des ösikrreichischen Lloyds, im Interene dcr Bc- sörderung der indischen Post, veranlaßt das Journal des Débats, welches sehr bemüht ist, Frankreich diesen Transit zuzuwenden, zu folgenden Bemerkungen: „Wir begreifen vollkommen das Gewicht, welches Deutschland darauf legt, daß der Verkehr Englands mit Indien durch dieses Land gehe“, aber wir bleiben bei der Ueberzeugung, daß der Weg über Marseille der kürzeste ist, selbst bei dem gegenwäriigen Stand der Dinge, nämlich ohne Hiilfe der Eisenbahnen. Die. leizte Reise hat dies schon bewiesen, und wir hoffen, die weiteren Versuche werden es unwiderlegbar darthun. Ganz ungewöhnliche Hindernisse auf dem französischen Wege, wie die Ueberschwcmmungen, haben den Courier von Marseille nicht abgehalten, seinem triester Konkurrenten, der solchen Hindernissen in Tyrol, Sieyermatk und Bayern nicht be- gegnet ist, um Vieles zuvorzukommen. Um die Hindernisse des deut- schen Wrges zu beurtheilen, muß man die schlechte Jahreözeit in den Gebirgen abwarten.“

Der Marquis von Larochejacquelin hat sich wegen seines Lotte- rieplanes zum Besten der _überschwemmten Departements von neuem an das Ministerium gewendet und denselben bis zur Uebereinstimmung mit dem Wortlauie der Geseße modifizirt, Es soUen nämlich jest keine Geldgewinne, sondern dergleichen in Juwelen und anderen Sachen aUSgesth werden, wobei die Verbindlichkeit der Zurüänahme zu den ihnen beigeseizten Werthen aufgestellt werden würde, Der _Marquis glaubt, daß die bereits mehreren Verloosungen von Sachen im Wohlthätigkeits-Znteresse gewährte Erlaubnis; auch die für seinen Plan nach sich ziehen müsse.

Obgleich sich die Nachricht bestätigt, daß die Regierung einen Vertrag zu einer transatlantischen Verbindung zwischen Havre und New-York eingegangen, und daß dazu ein Dampfschiff von 450 Pferdekraft auf 10 Jahre bewilligt, ist die Eröffnung dieser Verbin- dung doch noch lange ausgeseyt, Weil der Vertrag der Billigung der Kammer bedarf.

Der Kriegs-Minisier hat dem Ober-Vefehlöhaber der 7ten Mi- litair-Division die Weisung ertheilt, 50 Bagagewagen und 200 Pferde nach Marseille abgehen zu lassen, um Getraide nach Lyon zu beför- dern, welches auf der Rhone des hohen Frachtpreisrs wegen nicht verladen werden kann.

Der englische Romandichier Dickens ist von einer Reise durch die Schweiz hier eingetroffen.

Die Akademie der schönen Künste hat gestern Herrn Duchaiel an die Stelle des Grafen von Simeon zu ihrem Mitgliede gewählt.

Vor einigen Tagen sind die sterblichen Ueberreste Cherubini's, welche seit seinem Tode, den 15. März 1842, auf dem Friedhofe des Pere Lachaise vorläufig beigeseyt waren, in das ihm neu errichtete Grabmal nebsn dem Abbé Delille, Fourcroy, Chenier, Grein) und Mehul gebracht worden.

Am-12. November haben 47 Bettler unter der Leitung eines der Jhrigen, den sie zum Haupmann ernannten, verschiedene Gemein- den des Bezirks Nogent-le-Rotrou durchzogen, alle Meierhöfe, in welche sie mit Gewalt eindrangen, gebrandschaßt und den Eigen- thiimern gedroht, nächstens in weit größerer Anzahl zurückzukommen. Vor acht Tagen erschienen sie, 80 an der Zahl, bei dem Maire der Gemeinde Montigny und brachen kbi'nfalls in Drohungen aller Art aus. Mehrere Brigaden Gendarmerie wurden zu ihrer Verfolgung abgesandt. _

Dieser Tage trugen mehrere Actionaire der Epoque und einige der Gläubiger derselben beim Civilgerichte auf Bestellung eines ver- pflichteten Geschäftsführers fiir die Unternehmung an, weil der Käu- fer des Blattes, Herr Devine, zu dem anberaumten Termine die 262,500 Fr. Kaufpreis nicht gezahlt hatte. Es warde ihm zuleßt eine Frist von 20 Tagen bewilligt.

)( Paris, 22. Nov. Es wird )'th gewaltig viel Dinte vcr- gossen und Druckerschwärze Verbraucht, um alle die heldenmiithigen Artikel in die Welt zu senden, welche die französischen Journale, de- nen nach der eingetretenen fast völligen Erschöpfung der Streitfrage

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über die spanische Vermählungsfrage der Stoff bereits zu mangeln begann, tagtäglich ihren Lesern zum_ Besixn geben in Betreff der Vereinigung Krakau's und seines Gebixis mit Oesterreich. Die voll- brachte Thatsache läßt sich dadurch freilich nicht abändern, aber man gewinnt dabei doch wenigstens so viel, auf etwa 8 oder 14 Tage wieder einen Gegenstand zu haben, über welchen man seiner Imagi- nation vollen freien Lauf lassen kann. Ob es klug gethan isi, wenn ein sonst in der Regel so vorsichtiges und zurückhaltendes Blatt, als das Journal des Débats, wie 1840 nach- dem londoner Vertrage vom 15, Juli und neurrlich erst wieder bei einigen Anlässen, nament- lich den Ereignissen in POiiugal, so auch jeizi den gewohnten Pfad ruhiger Mäßigung und lcidcnschaftloser Abwagurxg der Thatsachen verläßt, vielmehr in dieselben Extravaganzen verfällt, wie die ra- dikalen und reoolutionairen Blätter, kann man dem Urtheile jedes U:;befanglnen auhcimstellen. Durch Aufregung der Leidenschaftkn, zu welcher das Journal des Débats jest vollauf mitzuwirken be- müht ist, kann sicher das große' Zniereffe des Friedens, in welchem auch die Krakau betreffende Maßregel von den drei Schupmäihten endlich gefaßtwurde und gefaßt werden mußte, nichts gewinnen, und diesen Jriedcn zu erhalten, liegt unzweifelhaft eben so sehr im Jntereffe Frankreichs und vielleicht noch mehr, als in dem irgend einer anderen Macht. Nur die revolutiouairen Parteien in Frankreich können den Krieg wollen, und wenn diese bei jeder Gelegenheit darauf hinarbei- ten, das Feuer zu schüren, bis es einmal zu blutigen Flammen auf- schlage, in welchen sie die Morgenröthe für Verwixklichung aller ihrer Hoffnungen erblicken, so kann dies Niemanden befremden. Von ihrer Seite ist cs vollkommen Ernst, wenn sie stets von neuem auf diesrs Thema zurückkommen. Die Jntercffen, welche das Journal de_s Débats vertritt, und welche sehr vielseitig sind, wären aber die ersten, welche den Gegenschlag fühlen würden, gelänge je den Revo- lutionairen die Erreichung ihrer Zwecke. Dariiber hat das Iour11_al des Débats gewiß selber nicht den gcririgsten Zweifel. Sicher wird sich kein ruhiger Beobachter der Vegebnisse durch die Sprache des_ Journal des Débats zu der Meinung verleiten lassen, als sei es ihm Ernst damit, wenn es sogar, mit den radikalen Blättern iiber- einsiimmend, die Frage der Rheingränze wieder in Anregung bringt. In Frankreich mag es gutmiithige Seelen geben, die sich dadurch irre führen lassen, schwerlich außerhalb Frankreichs. Daß im Giunde diese Idee noch immer in sehr vielen, ja den meisten frqnzöjischisu Köpfen spukt und selbst durch die chebnisse von “1840 nicht de_sei- tigt worden ist, ist allerdings denen, die Land und Volk Fra_nkreichs genauer kennen, als durch oberflächliche Anschauung , unzwetfxlhaft, und dieses Faktum sollte auf der anderen Seite des Rheins m_emais vergessen Werden“, aber nicht weniger gewiß ift amv, daß_ die Schreier bis jevt noch selbst nicht an die Möglichkeit der Rcalisirung ihrer Ideen glauben. Nurwenn neue innere Stürme in Joige außerer rider innerer Anlässe über Frankreich je wieder hereinbrechen sollten, wiirde die kricgsluftige Partei nuch Versuchen, Hand ans Werk zit legen. Denn Von ihr kann man mit vollem Rechte sagen: sie hat nichts ge- lernt und nichts vergrssen; aber sie würde auch zu spät die Erfah- rung machen, daß die Zeiten vorüber sind, wo man auf den Zwic- spalt der Nachbarn seine Stärke baute. Ein bemerkenöwerther „Uni- stand, der am besten zeigt, worauf sich das ganze Handeln der Kabi- nette von Paris und London in derirakauer Angelegenheit beschrän- ken diirfte, ist die Haltung der englischen und der französischen Mini- sterialblättcr; auf beiden Seiten des Kanals machen dieselben viel Lärm, aber auf beiden Seiten enthält man sich auch wohlweislich, ein bestimmtes Verlangen zu äußern. Das Jour- nal des Débats wartet ab, was die Morning Chronicle oder die Timex; Tagen wird, und diese beiden befolgen wieder die- selbe abwartende Taktik; viel Drclamation auf beiden Seiten, nir- gends bestimmte Anträge, gegenseitig ist vielmehr das Bestreben un- verkennbar, sich die Initiative darin zuzuschiebem _Man sireitet_sich dariiber herum, ob England oder Frankreich dabei mehr mt_eres]n_“_t, ob das Ministerium Guizoi oder das des Lord Palmerston m gio- ßere Verlegenheit Versetzt sei, und aus allen) de_m geht iiur _das Ein- zige als sicher hervor, daß man weder diesseits noch jenseits weiß, wie man fiel) am besten berauöziehcn solle, ohne sich allzu sehr bloßzustellen und das Unkluge der friiher, namentlich von Lord Palmerston über die Vorgänge in Galizien geführten Sprache in allzu grellem Lichte erscheinen zu lassen. Dann liegt auch eme entschiedene Bürgschaft für die Zukunft, und dies Wurde von denen, welche bei Aufrechthaltung des Staats-Kredits durch Bewahriing des al-lgemeinen Friedens zunächst betheiligt sind, mit richtigem Blicke bald erkannt. Daher erklärt sich, daß der augenblickliche Schrecken an der Börse, Welcher selbst die französischen Staatspapiere anfangs zum Weichen gebracht hatte, so schnell voriiberging; gestern schon „trat wieder Neigung zum Steigen ein. Die Spekulanten haben allerdings jenen Moment der ersten Bestürzung in ihrem Interesse audzubeuten

„qt'WUßt.

Großbritanien und Irland.

London, 21. Nov. Heute Mittag fand der gestern bon" John Russell berufene Minister-Rath statt, welchem alle hier senden Kabineis-Mitglieder beiwohnten.

Die beabsichtigte Expedition des General Flores nach Cc" zu welcher derselie in England und Irland in ausgedehnten: „. Truppen warb, hat hier einen schlechten Erfolg gehabt. Vorg Abends begab sich, wie die Tim es meldet, der Ober-Zoliwä„-_ Herr Forsytb, in Begieitupg mehrerer Unterbeamten, an Bord vor Gravesend liegendkn Schiffes „Glenelg“, welches zu &ka tion drs Generals gehört, und konfiözirte dasselbe im Namen Regierung wegen Verletzung der Gesche gegen Rekrutinmg AuNiisiung fiir den Dienst des Auslandes. Cestern Morgen folgte dieselbe Prozedur mit den Dampfschiffen „Monarch“ „Ncptuu“, welche rbenfalls zu der Ecuador-Expedition gkhören in dcn ostindischen Docks bei Blackmail liegen. Kurz vor der schlagnahme des„Glenclg“ waren “250 _qewotbencLeute an Bordgeb, worden, die alsMairose-n und Marine-Soldaten Dienst verrichtenso Der „Glenclg“ ist ein schönes Schiff von 1200 Tons und .. früher im ostindischen Handel vmwtndet; von den beiden Dampff fen, welche bis vor kurzem Eigen'thum dcr General-Dampfschiffj. Gesellschaft waren, ist friiher ker „Monarch“ für die Fahrt“ Leith und der „Ncptun“ fiir die Fahrt nach Hamburg benuyt w..

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Namen des Rech“ Und Prinzips SU Hülfe zu rufen, was, wie Epoque sogar noch dazu beugerkt, Cbristenpflicht sei.

Wir kön- dem Journal des Débats versichern“, schließt der Globe, wir recht gut wisse_n, was Recht isi, und daß unsere Regierung danach handeln wird. Aber wenn wir in unserem gerechten die Waffen brauchen wollten, deren man sich gegen uns be- eine wie schreckliche Rache könnten wir nehmen an der_D_op- i keitunserer Nachbarn und an ihrer Abweichung vom Prinzip.“

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Zur Befestigung von Guernsey und zur Verbesserung der dorti-

Hafenpläßk sollen nach dem Guernsey Star 500-000 Pfd-Sk-

der Regierung bestimmt sein. __ _ Die Times erklärt sich für Herabseßung der Theezolle, em gu-

Omen fiir den neu gebildeten Verein, der es sich bekanntlich zum le gescyi hat, diese ZoU-Ermäßigung zu erlangen.

Belgien.

Brüssel, 23. Nov. Folgendes ist der Schluß der (gestern bxochenen) Adreß-Verhandlungen in der Repräjentanten-Kammer: Graf von Merode: Jeder genießt_in Belgien der vollkommcnßen eit, kcine Freiheit werde durch die Regierung bedroht, da sie alle gleich ; allein die Meinung, die sich angeblich „die liberale“ nenne, sei es

de welche keine andere Freiheit gelienlasse, als die von ihr geübt werde, t„mache der Regierung den Voiwurs, daß fie fich in die Vereinbarun-

„x Bischöfe mit den Gemeinderätben nicht mische; die Bischöfe ver- nn nur, wozu fie berechtigt seien, fie wollten den Zugcnd-Unterkicht so

Es heißt, Heir Jorsyth brsiße so genaue Beweissiücke über die "aiim, raß er die Menschen zum Hcil führe und jene religiösen Gefühle

stimmung der Schiffe, daß dieselben olineZweifel als der Kron fallen von den Gerichten werden verurtiwilt werden. _„

Die minix'lerii-Uen Whigblätter haben in der krakauer Ange] ?““ heit noch nicht das Wortgenommen, und nur beiläufig finden in ZZ sich einige Vimerkungen bei Gelegenheit der Aeußerungen der" zöischen Blätter iiber das Faktum. So giebt der Globe .. ei 'e Zusammenstellung der Erklärungen des Journal desx bats und der Epoque, stellt aber dabei diese Blätter als L, der französischen Regierung mit ihren eifrigen Protesten gegen EinVerleibung Krakau's in die österreichische Monarchie in lächerliches Licht, da sich, wie das englische Blatt beha tet, dahinter nur das Bestreben xerberge, das alte Verhä nis; mit England, welches die Montpcnsier-Heirath unteiiiiix habe, wiederherzusiellen, „Daß Frankreich“, schreibt der EM) „mit den drei Mächten im geheimen Einverständnis; hinsichtlich Besißnahme Krakau's gewesen ist, hat sich nicht bestätigt, wenn dem offiziellcn Artikel im Journal des Débats glauben. ** Prcis eines solchen Bündnisses ist höher, als ihn Herr Guizot zahlen kann, und nachdem er erkannt hat, daß es ihm unmöglich wordcn ist, mit neuen Freunden aus derselben Stelle sich nikki! lassen, so klopft er wieder an die Thür seines alten Gefährten begchrt Einlaß.“ Aber diescr Einlaß, giebt der Globe zu vc hen, diirfte jeizt schwer zu erhalten so'in, denn wenn das Jouri- des Débats gegen eine Verleßung des wiener Traktats dekl' wenn es behauptet, die drciMächte hätten zuerst England undi“- reich mit zu Rothe ziehen miiffen, und es erivachse, da dies nichi schehen, für Europa nicht so sehr aus dem Incorporationsaktji als vielmehr aus der Behandlung der Prinzipienfrage, großeGesi so sei nur zu wünschen - sagt derGlobe _- das französischeV hätte eine cbeu solche Ansicht der Dinge auch bei der Gelegenv der Heirath des Herzogs von Montpensier an den Tag gelt „Eines von den Argumenten“, heißt es, „welche man damals ge uns erhob, bestand darin, daß wir so viel Geschrei um eine S machten, die keine ernsiiicben Resultate haben könnte, aber nichtsv lautete vom Prinzip. Nun aber ist mit einemmal das Prinzip Hauptsache, und dasJournal des Débais fordert Lord Pai sion auf, seine hinsichtlich der UnabhängigkeitKrakau's übernom Verbindlichkeitcn zu erfiillen; das Recht, sagt das Zournai Débats, dürfe nicht verlcßtwerden. Gewis; nicht. Abt'le/m , Journal des Débats so bemüht um die ?[ufrrchtvaltung * „„

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Rechts ist, warum hat es denn die Vcrleßung des Vertragöv „„

Utrecht bei der Heirati) des Herzogs von Montpenfier v theidigt, _ selbst vorauögessßt, die Folgen derselben wi“ wirklich nicht so ernstlich, was wir indes; nicht zugeben? Auf die Behauptung der iibrigen französischen Blätter, „die uni legte Politik Lord Palmerston'ö“ sei Schuld, daß das Einverneb Frankreichs und Englands gestört und Krakau einverleibt wi“€“„ den wäre, erwiedert der Globe, gerade umgekehrt, „die unüb- legte Politik des Herrn Guizot“ habe dies bewirkt, und daßdi," richtig sei, beweise das Journal des Débats selbst, wennkskx kläre, daß das Prinzip aufrecht erhalten werden müsse. „Tiiiiai zösische Regierung befindet sich in einer ungereimien Lage; siewi zuerst das Prinzip in ihren Beziehungen zu England nicht respekt" und suchte bei anderen Mächten Beistand zu ihrem Widersia Dieser Beistand wird verweigert oder vielleicht unter Bedinguu zugesagi, welche der herrschenden Dynastie fatal sind, und jeytlo sie nun zu uns, nicht um ihren Jrrthum einzugestehen, sondern

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logen das buxamburz'um Romanum von Alex. Wiltheim bezeichnet, dessen Unwissenheit sich in vielen Bkispielcn zeigt. Hierauf sieht sich der Verfasser genöthigt, den Streit über Gesonia und Geusen, den er selbs einm uner- quicklichen, unfruchtbaren enannt hat, um Herrn Dederich's willen noch einmal aufzunehmen, und Jchlicßt dann mit den von Janssen herauSgegebe- nen römischen Alterthiimern in Sceland. Auf Einzelnes, wie über den ge- lehrten Exkurs über Britones und Bistones (S. 67 ff.), können wir hier nicht eingehen, aber es sind fruchtbare Andeutungen in Menge vorhanden. Der Abdruck eines leidener Fragments, geographischen Inhalts, dessen künftige Erläuterung Lersch verspricht, macht den Schluß der ersten Ab- ! eilun .

h Ur?ter den Monumenten, deren Beschreibung und EilänterunZ die zweite Abtheilung bilden, hat Chassot von Florancourt den orso einer weiblichen Figur im Museum zu Trier als den Torso einer Amazone gedeutet und ein Relicfbild nach dem Vorgange Alex. Wiltheim's als das einer Diana unter den Buchen. Die erstere Etklärung diinkt uns etwas gewagt zu sein. Eine geichmachvoUe Gelehrsamkeit abcr bemerken wir in der Beschreibung eines Elfenbein-Reliefs im aachener Münster und einer Sandßcin-Herme von Lechenich bei Bonn. Beide Aufsäse rühren wieder von Lersch her, der in dem ersten die Isis und ihr heiliges Schiff, in der zweiten einen Jupiter Ammon erkannt hai, und erinnern an die lücklichen Auslegungen Bötiiger's, der - was von Hmn Lersch nicbt erwäwt ist - über die Verehrung der Ifis in Rom und ihre Heiligthiimcr zuerst in der Sabina (S. 159, 227, 232 ff. u. a,. verschiedene Stellen des ersten Thiils) und dann in dcr Urania vom Jahre 1827; S. 22-42 gesprochen hat. Für des Verfassers Ansicht über die Vorstellung des Zsisscbiffes sprechen auch die chrißlich-kaibolischen Gebräuche zu Aachen im Zahre1133, wo ein heiliges Schiff, auf Rädern ruhend, vom Cornelius-Miinster nach Aachen und Maßricht von vorgespannten Menschen geiogen wo-den ist. Mit Glück hat Simroä an Seb. Brant's Narrenschiff erinnert und Lersch diese Auszüge in Verbindung mit karnevalartigen Lustharkeiten gebracht. Ob er aber auch mit dem phantasiereichen Herrn Müller in ():-mem] kein came “kt:- sondern ein Carnaval oder cb." nasa], ein Landschifs, erkennen dürfte, lassen wir zur Zeit dahingeßellt sein, In den folgenden Aufsäven ver- mnthet Otto Zahn auf einem etruSkischen Sarkophage aus Mannheim eine Dakßellung aus detGeschichte der Hypermncstra und des Lynkeus, und Urlicbs erliiuteit bei Gelegenheit römischer Grabdenkmale in Bonn durch schävbare Miiihtilungen die Geschichte der einundzwanzigsien römischen Le- ion, WM!" slch die Angabe des neuesten Zuwachses, welchen das König- iche Museum in Bonn erhalten hat, anschließt, und die lebendige Be-

schreibung einer sehr zicrlichen Bronze aus Köln, die einen Amor auf einer Weltkugel darstellt. Alle diese Abschnitte smd mit guten Lithogra- phiccn der besprochenen Gcgenßände zum großen Vortheile der Leser aus- gestattet.

In der dritten Abtheilung: Literatur, beurtheilt Diinßer Steininger's Geschichte der Trevirer und Schneemann's Abhandlung (]:: reha; "!*-ersm- rum und bereichert beide mit sprachiichcn und sachlichen Anmerkungen. Bei den ersteren erinnern wir noch, daß Diinßcr und Schneemann die Form Treveri billigen, während Steininger das Volk Treviri nennt, wie ein in solchen Dingen höchst genauer Philologe, C. E. Chr. Schneider, zu Caesar. (18 be:". 6.110“. ]. 37 auch geschrieben wiffen will, da die hand- schriftlichen Angaben bei Cäsar schr schwanken. Freilich hat er die Auto, rität der Inschriften (m. s. Lersch Ceniral-Museum theiu. Zuschriften ][]. S, 2 f.) dabei nicht beriicksichtigt, Eine zweite Abhandlung von J. Freu- denberg über einige Schriften zur Straßen- und Wegekundc der Römer in den Rhein- und Maingegendca beleuchtet einzelne Stellen der Pcutingcr- schen Tafel mit jener Klarheit, welche den Schriftcii dieses Philologen eigen zu sein pflegt. chi Aniikritiken, Cäsar am Rhein gcgen Herrm._MiiUcr vou Dederich und Gescniacum von Osane gcgen “Dederich, miinen wir jetzt uncrwähnt lassen, eben so die in der vierten Abtheilung gesammelten MiScellen.

Die fiinite und [este Abtheilung betrifft die Chronik des Vereins, aus der wir mit Theilnahme die innehmende Blüthe desselben “und die gcßeigeite Zahl der Mitglieder (icht 12 „Ehrenmitglieder, 204 ordentliche, 5 außeror- dentliche) ersehen, wie uns denn auch anderweitig bekanntgewoideii ist, daß durch gute Verwaltung die Geldmittel des Vereins zu allen ndth_igen_Aus- aben hinieichen. Es enthält aber diese Chronik am Schlusse die wichtige Fachrichi, das; es dem Vorstande des Vereins jrßt nicht mehr nothwendig erschiene, die Bestrebungen desselben aus ein engetes Gebiet zu beschränken. „Es ist vielmehr“, so fährt Herr Urlichs im Namen des Vorstandes fort, „unsere Absicht, von icht an auch die Kunst-Denkmäler des Mittelqlters in den Kreis unserer Forschungen aufzunehmen. Die Ufer des__Rhems und seiner Nebenflüsse smd mit einem Kranze der herrlichstxn Gebaude bedeckt; von Werken der iibrigen Kunsizwei e sind viele in größeren Sammlungen zugänglich. manche noch in Privat äusetn und abZelxgenew Gegenden ver- borgen. Reich ist die Saat, und der kundigen S nute_t giebt es in unse- ren Landen nicht wenige. Sie Alle werden freundlich eingeladen, Hand an das Wer! zu legen. Gleich das nächste Heft, desen Druck „wir noch .in diesem Jahre zu bewerkstelligen hoffen, wiid neben den Denkmälern des Al-

n keine Garantie böten. _ _ fett hskki" Vorschriften zu machen; Leßtere wiirden tm Gegentheil gegen

cn verdienten. es dadurch ein exklusives, weil die Noihwcndigkeit es so geboten; die jorität habe ausschließlich die Regierung bilden miiffcn, weil die Mi- itiit es nicht anders gewollt. Ob die Liberalen, wie Herr Lebeau glaubs,

niimlich aus der _ psc alio skin? Kraft mcht aus sich selbst, sondern aus dcr an- jchm Schwäche seiner Gegner! inden, sobald seine Gegner fich wieder vcrbänden? Uebrigens iibcr- be man die Bedeutung einer Spaltung, welche die Kraft des Liberalis- ck um nichts schwäche. Das Ministerium scheine dcn Saß Macchiaveli's uycn zu wollen, „daß man, um besser zu regieren, Trennungen erzeu- müss.“ t die' äußerste Linke mit tem linken Centrum Hand in Hand? Die live-

„chx halte, welche zum Glück ihrer Väter gereicht. Weltliche Erziehung

er gelten, wenn die Voisieher und Lehrer einer Anstalt religiöse Ueber-

»ungen hätten, nicht aber könne er xine! Anstalt Vertrauen schenken, wo Lehrer nicht diese Eigenschaft besäßcn.

Mithin wären die Bischöfe in Rechte, ihre Mitwirkung solchen Anstalten zu entziehen, deren Lehrer Tie Opposition sei nicht berechtigt, den Bi-

Pflicht fehlen, scbcnkicn fie Anstalten ihre Mitwiikimg, die kein Ver- Die Bildung dez jesigm Ministrtiums anlangend, so

ukunft fiegen würden, werde sich zeigen, es freue ihn aber, mit Helm

an in einem Punkte, nämlich in seinem Urtheii über Pius ])(„ iiber- ' mmen zu konnen.

Herr Verhaegen griff darauf sehr lebhaft das Ministerium an. si spottete er der Behauptungen des Finanz-Minisiers Malou, gesagt hatte, die jetzige Stärke des Ministeriums entspringe

Spaltung der Liberalen. Das Ministerium

Tiefe Kraft wiirde also gleich wieder

Ginge aber in Frankreich bei Fragen allgemeinen Interesses

Partei habe gerade durch ihre Souderung in zwei Parteien ihre Stel-

Jgewal)" und dem Lande einen Dienst geleistet; werde die katholische nei es auch wagen, den «“a-„emen Forderungen der Jhrigcn entgegenzu- m? Wcrdc man wagen, dcn Uebergriffen des Episkopats Schranken zu en? Nein, dies ivcrdc man nicht, da man ein serviles Werkzeng des tus sei, (Herr Garcia ruft zur Ordnung: Es sei nicht zu dulden, .- man die Majorität so angreife, die eben so unabhängig wie Herr Ver-

n sei.) Er wiederhole, die katholische Partei wage nicht, M) von ih-

Ultras zu trennen, man sehe die Spaltung im feindlichen Lager gem;

hoffe, daß die Radikalen sich mit den Kaiholiken gegen die Liberalen

inden wiirden, wie in England schon die Radikalen sich mit den To- zum Siurz der Whigs verbündet. deerxiißcler Wahlgesellschaft beruhe die Zukunft des Liberaliömus; !, rugge-

Aber man täusche sich sehr, nicht

Camhray, Audenarde, Yvern selbst hätten ihre liberalen Gc- Wim, deren Wirksamkeit sich zeigen werde. Man glaube ferner durch jchiichterung auf die Beamten zu wirken, auch hierin werde man fich sahen. Schlie'ßlich müffe er die liberale Meinung Vertheidigcn; sie sei imit jener der Encyklopädistcn des vorigen Jahrhunderts zu verglei- fie achte das religiöse Gefühl des Volkes, doch wolle sie nicht den

fluß dcr Geistlichkeit anf weltliche Dinge, da dieselbe sich blos mit ibtcn stlichtn Obliegenheiten bcfaffcn müsse; hierin liege das ganze System

Liberalen. Bcim Elementargeseß sei er _dawider gewesen, daß der Kie- in den Gcmcinde-Schulen cine Autorität iibe, eben so wenig wolle er

= fiir den mittleren Unterricht, die Kinder der verschiedenen Konfessionen

im in ihren betreffenden Kirchen ihren Religions-Untcrricbi erhalten.

Herr Maiou (Finanz-Minister) meinte, gleich Herrn de Theux, die regung des Landes, die man dem Ministerium schuldgebe, sei eine ganz iiriiche, aus dem Spiel der liberalen Institutionen einfach hervorgegan- ;_d1ese Aufregung sei ein bloßes Zeichen politischen Lebens und unver- dlich. Man könne indessen nicht sagen, daß diese Aufregung eine ge- drohende sei, denn das Land genieße wirklich der Ruhe, indem Regie-

gund Majorität die materiellen und moralischen Jntcressen des Landes

iedigt haben. Unbegriindet sei der Vorwurf, den man der Regierung

"t, die Civilgewalt hinzuopfern, denn es sei bereit, bei dem Unterrichts-

tße das constitutionelle Prinzip durchaus vorwalten zu lassen. Das

nisterium sei an seinem Plast, weil es in der Kammer, in dem legalen -ded1e Majorität fiir sich habe, und es sei Täuschung, wolle man glau-

maxbxn, die Aufregung des Landes wäre blos dcm zuzuschreiben, daß Ministerium am Ruder sei. Es sei nicht zuläsfig, zu sagen, daß die

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Majorität des Landes egen das Ministerium sei, während das legale Laub ihm eine Majotiiät geg: eu habe. So würden die Liberalen immer sprechen, so lange sie nicht die Majorität in der Kammer hätten. So wenig wie das Minisieiium, hätten die Jesuiten dicse Aufregung verschuldet, die Herr Lebeau ihnen ausbütde. Habe dieser gegen die Jesuiten die Ansicht eines guten Katholiken angeführt, so könne er dagegen andere Gewähwmänmr anführen - Chateaubriand's Wort für sie. (Herr Ro iet: Ist es wahr, daß man in den Zesniten-Koliegien den Landes-In itutionen feindliche Dinge lehrt? Hen Brabant lebhaft: Nein !) Au er (Minister Malou) dürfe Herrn Rogier'ö Frage verneinen, kk habe unter den Jesuiten siudirt, und fie hätten ihm die innigfte Vaterlandöliebe eingeflößt. Die Regierung sei in ihrem volien Rechte, die Spaltung der Liberalen in die Diskussion bineinzuziehen; man fra e fie, ob sie den Muth hätten, fich von idkm Extremen zu trennen, dießen Muih würde das Ministerium haben, wenn es dessen bedürste. Bei redlichen Abfichten vertraue die Regierung auf raö Unheil des Landes und appellire an die öffentliche Mcinang.

Herr Dcdecker nahm sodann das Wort und griff aufs heftigste die Liberalen, inSbesondere ihre politischen Jiibrer, an. Er Wars ihnen sogar den schwärzesim Undank gegen die Ultraliberalcn vor, von denen fie sich getrennt hätten. (Neclamationen von der Linken.)

Herr Rogier wies mit Feuer die gegen ihn und seine Kollegen gc- ricbteten Angriffe zurück, und da Herr Dekecker ihm die Zerstückcinng des belgischen Gebiets vorwarf, entgegnete cr, daß di-xjenigen dafiir verantwort- lich zu machen seien, die Belgiens Sache ansgxgeben, nachdem sie das Volk dafiir aufgeregt.

Herr Garcia stellte nun dem Amendement des Herrn Rogier ein anderes entgeqen, welches folgendermaßen abgefaßt war: „Bei der Priifung diefes Gesetzentwurfs (iiber den mittleren Unterricht) werden wir uns axigelegen sein lassen, den Familienvätern moralische und religiöse Bürgschaften zu geben, und die Wirksamkeit der Civilgewalt in Bezug auf die Ausübung ihrer Rechte und die Erfüllung ihrer Pflichten aufrechtzuerhalien.“ Nachdem Herr Liedts, der Präsident der Kammer, erklärt hatte, daß er dieses Amendemcnt zurückweisen würde, wenn das Minisierium in der Annahme deselben ein mittel- bares Vertrauens-Votum, eine Billigung seiner Politik, erblicken wollte, erwiederte Herr de Theux, daß das nicht die Absicht des Ministeriums sei. Das Amendement des Herrn Rogier wurde dar- auf, wie schon erwähnt, mit 52 gegen :54, also mit einer Majoritiit von 18 Stimmen verworfen, Mit Ausnahme des Herrn Eloy de Vurdinne, welcher gegen dasselbe stimmte, und des Herrn Vandensieen, der abwesend war, stimxirtcn alle Deputirte der Provinz Lüttich fiir das Amendement. Der Namens-Aufruf ergab, daß die Herren No- thomb, Savart, Troye, von Cbimay, Defoere, Dehaeme, von Mue- lcnaere, Manilius und Vandensieen bei der Abstimmung fehlten. Die Herren Liedis, Maeriens, Biebuyck und Pirmez, die in der Ver- traueiisfrage, welche kurz vor dem Verwaltungs-Antriti dcs jeyigen Ministeriums gestellt wurde, mit der Opposition gestimmt hatten, stimmten jest gegen Rogier's Amendement.

Das Amendcment di's Herrn Garcia wurde von der Kammer angenommen, worauf dieselbe zur Diskussion der einzelnen Artikel überging und einige derselben nach den Vorschlägen einzelner Mit- glieder und mit Zustimmung der Minister modifizirte. So Wurde in dem Saß: „Es gereicht uns zur Genugtbuung, zu sehen, wie die verschiedenen Quellen der öffentlichen Einkünfte zunehmend foi“tschrei- ten und das Gleichgewicht zwischen den Staats-Einnahmen und Aus- gaben hergestellt isi, so daß der Steuerpflichtige vor neuen Lasten bc- wahrt werden kann“, auf Antrag des Herrn Delf os s e statt: „zu sehen“ geseyt: „die Versicherung zu erhalten“; ferner an der Stelle, wo von den zu befördernden öffentlichen Ar- beiten die Rede isl, auf Antrag der Herren Delfosse, Fleussu, von Tornaco und Lesoinne eingeschaltet: „besonders diejenigen, welche zum Zweck haben, das System der Gewässer und Schifffahrtswege zu ver- bessern und die verschiedenen Theile des Landes vor Ueberschwemmun-

en zu _schiißen“, jedoch, auf Verlangen der Minister, mit dem Zu- Jav: „in dem Maße, als der Zustand des Schayes es gestatten wird“; und der Saß: „das Gesey iiber die Vermehrung der Volksvertretung wird Wünschen entsprechen, welche der ru- hige Zustand des Landes zu befriedigen erlaubt“, auf An-- trag des Herrn Delehaye folgendermaßen abgeändert: „wird Wünschen entsprechen, deren Befriedigung gerecht ist“; es kam dem Antragsteller hierbei besonders darauf an, die Phrase von dem „ruhigen Zustande des Lunch“ ganz aus der Adresse zu entfernen, um so mehr, wie er bemerkte, als dieselbe sich auch in der Adresse des Senats nicht befinde. Schließlich wurde dann die so modifizirte Adresse mit 73 gegen 5 Stimmen angenommen; diese 5 Gegner waren die Herren Castiau, Delfosse, von Tornaco, Lesoinne und Verhaegen.

Schweden und Norwegen.

Stockholm, “17.Nov. Se.?)iajestät der König ist vorgestern abermals auf dem Dampfschiffe „l'Aigle“ nacb Norrköping gereist; die von dort eingchenden Bülletins über das Befinden des Prinzen August lauten jedoch immer günstiger.

Die schwedische Akademie hat um Tegnér auf einen Monat Trauer angelegt, auch seinen Namen unter die ausgezeichneten Män- ner Schwedens ausgefiihrt, denen zu Ehren eine Denkmiinze geprägt und an Feiertagen eine Rede gehalten wird. Daneben hat sie be-

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schlossen, sein Brustbild in Marmor ausführen zu lassen, um es zur Seite Kellgrén's und Leopold's aufzustellen.

Der Winter hat endlich vorgestern den Anfang bei uns gemacht, indem am Morgen alle Straßen mit Schnee, wiewohl dünn, bedeckt waren, der sich auch noch hält. Noch dieser Tage vernahm man unter Anderem aus Linköping und Colmar von solcher Wärme, daß der Roggen yahe daran war, in Achten zu schießen und man ihn aus Besorgnis; zu schneiden anfing.

s ch w e 't 3.

Kanton Luzern. (Köln. Ztg.) In einer der jüngsten Beratbungen res Sonderbandes war man zu dem Beschlusse gekom- men, sich vollständig zu waffnen und eine AriEinberufung der Trup- pen zu verfügén, um den radikalen Kantonen gegeniiber eine Kund- gebung der Stärke und Uncrschrockenheit zu zeigen. Luzern ward übrigkns auf vertraulichcm Wege von einigen auswärtigen Diploma- ten auf das Unkluge dieses Schrittes, der zu vill Herausforderndes an sich gehabt hätte, aufmerksam gemacht, und so betreibt man nun wieder nach wie vor alle kriegerischen Vorbereitungen im Stillkn. hSehrf viele reiche Familien, die siih hier niedergelaffen hatten, zie-

cn ort.

Kanton Bern. Dem Verfassungsfreunde zufolge, ist im ganzen Lande die Polizeisiunde von 11 Uhr auf 10 Uhr vorge- rückt worden, was, wie natiirlich, in der Stadt Bern am empfind- lichsten gefühlt, ziemliches Aufsehen mache und zu den wunderlichsien Versionen iiber die Gründe dieser Maßtegel veranlasst, um so mehr, als dieselbe nicht blos auf die Cafés, Speisehäuser 2c., sondern auch, allerdings seltsamerweise, auf die Gafthöfe ausgedehnt wurde. Der Verfassungsfreund bespricht die Angelegenheit, die „nicht bei den Reichen, wohl aber beim Bürgersiande, böses Blut zu erregen geeignet sei“, sehr weitläuftig und hofft, es werde nicht von langer Dauer sein', den Grund davon giebt aber auch er nicht an.

Kanton Genf. Dem Großen Rathe wurde in der Sißung vom 16. November das Antwortschreiben der Regierung von Waadt auf die Anzeige der hiesigen provisorischen Regierung, daß der Große Rath sie in ihren Functionen bestätigt habe, mitgetheilt. In diesem Schreiben der Regierung von Waadt heißt es am Schlusse: „Wir ergreifen diese Gelegenheit, um Euch zu versichern, daß wir die Ent- riisiung, welche die Protesiation von Luzern gegen Eure Revolution vom 7. und 8. Oktober und gegen Eure jeyige Ordnung der Dinge, so wie dessen Schreiben an den Vorort, in Euch hervorrufen mußte, vollkommen tbeilen; wir haben es jedoch für unnöthig erachtet, auf lächerliche Manifestationen, die eine ohnmächtige Wuth eingegeben hat, zu antworten.“ Hierauf wurde die Erwiederung der provisorischen Regierung verlesen, worin unier Anderem ge- sagt wird: „Ihr habt aber begriffen, daß eine Regierung, welche, durch besondere Gnade der Vorsehung und den guten Geist seiner Bürger, sehen konnte, wie gleichsam durch Zauber die Ruhe auf den Sturm folgte, die Bürger sich vereinigten und die Feindseligkeiten aufhörien; daß eine Regierung, welche sich denWahl- spruch gewählt: Gerechtigkeit für Alle, Toleranz und Annäherung; daß eine Regierung, deren erstes Wort gewesen ist: keine Rache, keine Vedrückung - daß eine solche Regierung der Regierung von Luzern nicht antwortet, und daß sie sich bestrebt, den Blick abzuwen- den von einem Schauplatz der Proscripiionen, der RechtSVcrweige- rungen und des Fanatismus, welcher der Schweiz zur Schmach ge- reichen wiirde, wenn sie als solidarisch für solche Exzesse betrachtet werden könnte.“

Italien.

Rom, 14. Nov. (O. P. A. Z,) Der bekannte englische Reisende, Lieutenant Waghorn, traf dieser Tage hier ein und hatte schon mehrere längere Besprechungen mit hiesigen hochgestellten Per- sonen iiber die baldmöglichste Ausführung der Eisenbahn von Brin- disi (Neapel :c.) durch den Kirchenstaat nach dem Norden, weil er alsdann von Venedig aus die indische Post durch Deutschland nach England bcfördert wissen möchte und durch die genannte Eisenbahn die Unsicherheit einer adriatischen Seefahrt in Zukunft umgangen werden soll. Der berühmte Reisende wurde hier eben so aUSge- zeichnet aufgenommen, als dies vor kurzem vom Könige von Neapel geschehei war. -

Am 11ten versammelten sich mehrereHundertPersonen zu einem Fesischmause zu Ehren des Papstes im 'keatro ck|iberti. Zugleich war es ein VersöhnungSmahl zwischen den Römern und Bolognesern, und Viele von den durch die Gnade Pius'lx. erst unlängst Befrei- ten nahmen daran Theil. Es ist fast überflüssig, beizufügen, daß die schönsten Toasie auf den edlen Herrscher ausgebracht und mit unend- lichem Enthusiasmus aufgenommen wurden. Reden so freifinniger Art wurden während dieses Fesies gehalten, wie man sie hier nicht für möglich gehalten hätte. Mehr als 700 Personen fanden sich, theils als wirkliche Theilnehmer, theils als Zuschauer, in dem weiten Lokale ein. Erst am frühen Morgen ward das Haus und der Corso

tetihams auch mittelalterliche Gegenstände behandeln und von nun at] tike und christliche Kunst gleichmäßig in unseren Zahrbiichcrn vertreten !( -

Wik gebm uns gern mit dem Herrn Verichtetsiattcr der Hoffnunß daß diese Erweiterung der Bestrebungen des Vereins für das Fortbc deffelben von den ersprießlichsten Folgen sein werde. Denn im Allgcm ist doch wohl dcr Sinn fiir die Kunst und Gclehttheit des Mittelaltiié Rhein lebhafter, als der fiir die Denkmäler dcs Alterthums, weil das_ den Rheinländcin näher liegt und viele Erinnerungen der Vorzeit, die Gesang, Dichtkunst und Malerei ihnen näher gebracht sind, ihm; bx dcn Eindruckes auf die gegenwärtige Generation nicht crmangeln !* Und das großartige Beispiel, Welches der Dombau in Köln der ganzen? __ vinz darbietct, muß ebenfalls für die Zwecke des Verxins lebhafte BZF rung entzünden und jeden Einzelnen ermahncn, in seinem kleinen Knut,. Achmng und Liebe die Denkmale zu hegm, wclche die Zierde dcs vater! dischen Bodens gewesen sind. '

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Deutsche Kunst in Italien.

Rom, 30. Okt. (21. Z.) Zu den größeren monumentalen W *. welche aus den hiesigen Bildhauer-Wcrküättcn hervorgegangen sind, i die kolossale Gruppe einer Victoria, Welche einen Jüngling auf die heldenmiithigcr Vaterlands-Vertheidigcr hinweist und ihn dadurch 3" Theilnahme an den Freiheitskämpfcn begeistert - eine Arbeit, welch! * Bildhauer C'mil Wolff far die berliner Zeughausbriicke im höchske" trage ausgefiihrt hat. Der Künstler hat die Aufgabe des Programm durch gelöst, daß er die Namen großer Helden auf einen (“;-_ck!lv gezeichnet, welchen die Siegeögöttin ihrem hoffnunFSvollen Zhglmg edlem Stolz gleichsam wie einen Spiegel der ergangenhctt_ b'" und dabei die Thaten der Vorzeit erläutert. Die scharfsinnig- geschickte Entwickelung des dargebotenen Gedankens ist schon kak" als er die Skizze davon eingesandt, vielfach belobt worden. B"

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„Ein ebenfalls in kolossalen Dimensionen auögesiilxrtes Marmor-Siand- [| Troscbcl's Perseus, welcher auf Befehl Ihrer Königlichen Hoheit Jkau Prinzeifin Albrecht von Preußen in Marmor anögcyiihrt und für Villa Sommariva bestimmt ist. - Der Nestor der deutschen Künstler, der Maler Reinhard, hat unlängst Oclgemiilde vollcndet, welches von einer Sicherheit und Stetigkeit der d„zkl_!gt, um die ihn junge wackcreKiinsiler beneiden. Die Composition '"]?ne schönen Zeiken origineller Begeisterung, in welchen er so manche „artige Natur-Anschauung [enen unvergleichlichen Zeichnungen anver- (U, die seincn Vortrag besonders glänzend erscheinen lassen. Der “"Kanhjsi dic anmuthige Erzählung, welche die Erfindung des korinthi- n Kavliaid auf eine so finnige Weise vergegenwäriigt. Datch solche oden weiß der Meister den Beschauer in die Stimmung zu verseßen,

klcher die landschaftliche Schilderung unternommen worden ist. Weit

krnt , daß

dergleichen mythiscbes Veiwnk das Interesse theilt,

'" “[ck? Figuren der Haupi-Vorsiellung im Gegentheil einen chen Rciz_,_ „wie jene Sinnipiiicbe und Evigramme, Welche den biüoti- " Compoiitionen der älteren Gricchcn einverleibt waren. Hier erfahren

durch die dargestellte Handlung sofort, dai": wir uns in der Umgegend

orinth befinden, und dieser Wink gewährt eine nicht zu verachtende zum Vetständniß eines so bedeutiamen Schauplases menschlicher ße und Herrlichkeit, der in einem gan; anderen Sinn anfgefaßt sein als Ocrtlichkeiten, die wir mit sl.ichtigem Fuß betreten und, mit den

Jen gemeinen Daseins nmkleidet, unserem Gedächtniß eingeprägt, auch

dMb pikante Veduten gesichert haben. Wenn große Männer in hohen "K_sonst Wohl Werke ins Leben riefen, die von jugendlicher Leben;!- ck ein redendes Zeugnis: ablegtcn, so pflegte die ganze Nation stolz zu __auf solche Aeußetungen unverwiißlicher Kraft und Willensfestigkeit. „uns sollte es freuen, daß nicht blos Göthe in späten Jahren so un-

klcblich süße Melodieen gegriffen, sondern daß auch auf diesem schönen

MUMNWUÄÜWUUS scheint besonders auf die Bestimmung dieses ** kk! Reinhard's das fünfundachtzigße Lebensjahr von dem Meister mit

kes Rücksicht genommen zu haben, welches für eine Ausstellung in "„ » Ta eslicht, vor dem die Umrisse so leicht zusammenscbwinden, b_er_echk"t mu te. Die Wirkung dieses kiinßlerischen Kalküls wird fich fre1_ltch “_ Ost und Stelle beurtheilen lassen; daß er in Erreichung derielben _ nicht weniger glücklich gewesen sein werde, als bei mehreren skintk„be in Wiederholungen verbreiteten Kabinetsstiicke, läßt die Erfahrung “"' denkenden und virtuosen Künstlers mit „Zuversicht hoffen,

""nun v

er Genugthming einZezeici-net worden isi. urch kmehübsche onjunktut trifft es fich, daß eben auch von Rboden

6 „Y:? Mik so wunderbarem Fleiß durchgefiihrten Oelgemälde beendigt

es uns in eine ganz andere, aber nicht weniger eigenthiimliche , Während wir dort mit Reinhard einen Blick thun m d“ skolzen frohen Tage des Iiinglingöaliers der Menschheit,

Werden wir hier in eine der griechischen Weltanschauung diametral entge- gengeseßte Gemiithswelt verseßt. Ein friedliches Thal mit einer üppigen sudiichen Vegetation vergegenwärtigt uns die stille Zurückgczogenheii, Welche ein Theil der ersten Chrifren - Gesellschaft mit jener gott- begeisterten Leidenschaft aussuchte, von der wir uns heutzutage kaum einen leibhaftigkn B': kiff zu verschaffen im Stande find. Zu Füßen eines mächtigen Fciéens, dessen HöL-len und Schluchten den Aufenthalt jener Anachorcten bezeichnen, ruht Paulus, dcr exsie Eremit, wclchem der Legende zufolge ein Rabe täglich ein halbes Brod zntrug. Als er den Besuch eines anderen Heiligen empfing, überbrachte ihm jener Nah- runngote die dopprlte Portion. Diese Sage sehen wir hier geschildert, und duxch die Darstellung derselben wird uns der Sinn erschlossen, welchen der Künstler seinem landschaftlichen Vortrage zu (Grunde gelegt hat.

SchießbaumWolle.

Dorpat. (Rig. Z-) Der ProsEffOk der Chemie an der hiesigen Universität, Fricdem. Göbel, theilt in der D orpatschen Zeitung mit, daß er bereits vor der Veröffentlichung der Ottoschen C'ntdecknn ein auf- blißi'ngsfähiges Baumwollen-Präpamt bereitet habe, das fich kl bei 200“) Celsius entzündete und das Schlagen mit dem Hammer dergestalt vertrag, daß es erst nach einer Reihe von Schlägen, dadurch gewiffermaßcn pulver- förmig geworden, explodirte. Ein solches Baumwoilen-Kiigelchen puffte mit starkem Knalle los, verbrannte aber nicht, sondern wurde, schwach vcrkohlt, fortgeschleudert. Nach Bekanntmachung der Oitoschen Entdeckung stellte Göbel dessen Baumwolle dar, überzeugte sich aber bald von vielen ihrer Mängel, ihrer Kostspieligkeit und von der Ungleichartigkeit und Unsicherheit ihm Triebkraft bei Schießversuchen. Schon am 25. Oktober gelangte Pro- fessor Göbel zu einer Methode, die nach seiner Versicherung ]“th zu einer Vollkommenheit gediehen isi, daß fie nicbt nur wohlfeiler als die Ottosche ist, sondern auch ein Präparat von gleicher (wahrscheinlich nicht der Otioschen gleicher, sondern bei den einzelnen Anwendungsfällen sich stets

leichbleibender) Kraftäußetung liefert. Er will als Staats-Veamter jedoch das Verfahren nicht mittheilen, um Mißbrauch zu verhü- ten, vermuthet aber, wie er sagt, gewiß nicht mit Unrecht, daß fie mit der von Schönbein und Böttcher geheim gehaltenen ein und dieselbe

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ist. Von den mit der Göbclschen Erplofions-Baumwolle durch Versuche gefundenen Resultaten find folYnde die bedeutendsten: Aus einem gezogenen Gewehr wurde mit 12 Grau ** aumwolle eine Kugel auf 100 Schritt Ent- fernung durch ein einzölliges Brett und 37; JW in den hinter dem Brett stehenden Fichicnkloxz getrieben. 37'5Gran englisches Jagdpulvex trieben die Kugel auf 50 Schritt nur 2“; Zoll tief in den Klos, mit 42 Gran Schieß- pnlvcr drang das Blei aus einem rundenLaufc auf 100 Schritt LZ Zoll tief in den Klos, aus dem gezogenen Lauf “.'-*; Zoll tief. Eine erprobte Buchse von größerem Kaliber, deren Kugeln etwas mehr als noch cinmal so schwer, wie die genannten waren, trug die Kugel durch 12 Gran Baumwolle auf 50 Schritt dumb das einzöUige Brett und “,x-.',- Zoll tief in dcn Klotz,. Bei einer Ladung mit 15 Gran Baumwolle zersprang das Gewehi, dessen Wände über '; Zoll dick, über der Patentickyraube. Das Gewehr war auf solche Weise gehalten worden, daß der Schießende nicht vcrlcyt werden konnte. Vier Schüsse aus einer doppelläufigen gezogenen Pistole mit vier Gran Baumwollen-Ladung trieben auf 20 Schritt Entfernung die Kugel viermal vonommen gleichförmig durch das Brett und 1YZol1 in den Kloß. Bei einem sechsten Schaffe zersprang ebenfalls ein Lauf, und zwar gleich. fails über der Patentschraube, obgleich" aus derselben Pistole mit (5 Gran Ottoscber Baumwolle ohne Stoß mehrmals geschoffen worden war. Von eiquisch:m Zagdpulver erforderte die Pistole 24 Gran Ladung, also das Seck";- sache von dem Baumwoilengewicht.Diese Experimente zeigen zur Genüge, welch' eine furchtbare Kraft in dem chemischen Präparate liegt (sie übertrifft die des englischen Zagdpulvcrs um mehr als das Vierfache) sie geben aber auch Beweis für die gleichförmige Wirkung deffclben. Nichtödcsiowcniger muß dennoch noch Manches bei derAnwcndung derVaumone und bei der noch unbekannten Natur dieses neuen Präparats näher erforscht und durch ge- naue Versuche festgestellt werden, wie z. *I). die Art der Ladung, ob stark oder schwach aufgescyt werden muß, ob der elastisch_e Filipprf oder der festere apierpftopf ic. anzuwenden ist, denn ach die|es wird die Wirkung modifizren. Professor Göbel schließt mit Folgendem: „Daß mit meiner explosiven Baumwolle Hasen, Feldhiihner :c. bei 8-10 Gran Ladung auf 40 bis 80 Schritt Entfernung geschossen worden sind, isi hier wohl fast allgemein bekannt, und wenn eiiie Kugel aus 100 Schritt Entfernung 4Z Zoll tief in einen Holzkloy einschlagt, sotödtet sie sicherlich auch den Sper- ling und den Wolff."

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