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Großherzogthum Hessen und bei Rhein. In der Sitzung der zweiten Kammer der Stände vom 7. Dezember zeigte der Präsident als neue Eingabe eine Mittheilung der ersten Kammer an, den Antrag des Abg. Wolff auf Errichtung einer besonderen Staats- Anstalt für heilbar: Irren an der Landes-Univer- sität Gießen betreffend. Die Eingabe ward dem dritten- Ausschuß zum weiteren Bericht überwiesen. Die erste Kammer rvar dem-éA'u- trag'e ihres Ausschussrs einstimmig beigetreten, rvelcber dirhirr- geht;.- „die hohe Kammer wolle dem Antrag: des Abg.Her-rn Wolff" insoweitFol'ge geben, daß die Großherzogl. Staatöregierung ersucht werden möge, in Be- zu auf die als unumgänglich nothwendig anzuerkennende Errichtung einer beOonderen ereuheilausialt alsbald eine allseitige und umfassende Prü- fung und Erörterung der auf diesen Gegenstand einflußrcrchen Ver. hältnisse eintreten zu [affen und den Gegenstand dergesialt vorzribe- reiten, daß möglichst bald eine Proposition wegen Errichtung einer Staats-Anstalt für heilbare Irren an die Stände gebracht werde.“ Sodann ward die Berathung und Abstimmung über den Entwurf der ersten Abtheilung des bürgerlichen Geseßöuchs fortgesrh'i. Die Titel: „Von der Eingebung der Ehe“; „von den Rechten und Pflichten der Eheleute rücksichtlich ihrer Personen““; „von der Auf- lösung der Ehe“ (Artikel 53 bis 80) warden meist mit bedeuiender Mehrheit, einzelne mit Einstimmigkeit, andere aber auch mit Modifi- rationen angenommen.
Freie Stadt Hamburg. In dem am 10. Dezember ab- gehaltenen Bürger-Konvente legte der Senat der erbgesessenen Bür- gerschaft namentlich nachstehende Propositiouen vor:
1. Es geht mit dem Ablause dieses Jahres der Zeitraum zu Ende, für welchen die Ac cise-Abgabe bewilligt worden. Zudem" E. E. Rath die Prolongation derselben beantragt, so theilt er der erbges. Bürgerschaft zugleich, in Folge desfallfiger Vorschläge der Zoll- und" Accise-Depuiativn, Anträge Wegen Verbesserungen und Zusäse zu der Verordnung und dem Tarif mit; und indem er sich wegen der näheren Auzeinanderseßung auf die Anlage Nr. 1 bezieht, so ersucht er erbges. Bär erschaß:
die Prolongaiion der Accise-Abgabe für die abr'e 1847 und 1848,
mit den in dem Zubaäjuncto [„ir. 1, enthaltenen Modificationcn iind
Zusäßen, mitzugenehmigen, auch ehrb. Oberalten und Verordneie ['obi,
Kämmerei zu poiesiivireir, gemeinschaftlich mit E. E. Rath, sowohl dre
etwa erforderliche Abfindung hinficht1ich des einzi en noch iibrigen gekauf-
ten Mehlführer-Diensies zu teguliren, als aua? die Zeit zu bestimmen, warm die Aufhebung des Zwangörechts der Mehlführer einzutreten habe,
11. Der hohe Preis mancher nothwendigen Lebensbedürsnisse 'verarr- laßt E. E. Rath, behufs Beförderung der Einfuhr von Roggenmehl , die Herabsetzung des dessau en Accise-Ansases fiir eine beschränkte Zeitdauer zu beantragen. E, E. aih theilt der Erbges. Bürgerschaft die naheren Motive seines Antrages in der Anlage Nr, 2 mit, und ersucht er Erbges. Bürgerschaft: ' „
es mitzugenebmigen, daß die Accise auf eingeführtes Roggenmehl
"bis zum 1. Juli !. I. auf 1Mk. pro 100 Pfund ermäßi ! werde, welche
Verfiigung sogleich nach erfolgtem Raih- und Bürger- chluß' in Kraft
u treten hat;
z zugleich aber Ehrb. Oberalien zu poiesiiviren, sowohl die Festsevung weiterer Details, namentlich in Bezug auf die Qualität des Mehls, sofern und so weit dieselben nothwendig erscheinen wiirden, als auch erforderlichenfaus eine Verlängerung dieser Ermäßigung um 2 bis 3 Monate, gemeinschaftlich mit E. C'. Rath zu belieben. _
111. Da die Stempel-Abgabe vor dem Ablauf:“ des gYenwm- tigen Jahres einer erneuerten Beliebung bedarf, so steht E. . Rath sich veranlaßt, unter *Miitheilung der dessallfigen Motive in der Anlage Nr. 3, bei ErbYs. Bürgerschaft darauf anzutragen:
daß Erbges. iirgerschafr die Prolongaiion der „Stempel-Abgabe fiir die
Jahre 1847, 1848 und 1849, mit den in der Anlage Nr. 3 enthaltenen
Abänderungen, mitgenehmigen wolle. , ,
17. Da gleichfalls die Bewilligung derxemgen Abgaben, welche bis- her gemeinschaftlich, unter dem Namen der kombinirien, beantragt worden, mit dem Ablauf dieses Jahres zu Ende cht, so verfehlt „(F.C. Risch mehr, indem er sich auff die Motive in der nlage Nr. 4 bezieht, ber Erbgef. Biir crchaft daran anzutragen: _ _ "
chß sErhges. Bürgerschaft es miigeuehmigen wolle, daß folgende funf
Abgaben, nämlich: ,
die Kollairral-Steuer mri dem Zehnten,
das Auctionariat,
die Auctions-Abgabe,
die Thorsperre, urid , "
die Abgabe von öffentlichen Vergnugungen, . und zwar die ersien drei unverändert, die beiden _andtrm mit den in der Anlage Nr. 4 enthaltenen Modificationen fur die 3 Jahre 1847, 1848 und 1849 prolongirt werden. ,
7. Bei der vor dem Ablaufe d. 3. erforderlich werdenden, erneuerten Bewilligung der Abgabe von den Eigentbums-Veränderungen dchmmobi- lien erachtet E. E. Rath eine Verbesserung der desfallsigch Verordnung ratbsam; und indem er auf die nähere Auöeinanderseßunx m der Anlage Nr." 5 Bezu nimmt, so beantragt er bei Erbges. Biirgers asi: „
daß dieselße die Fortdauer der Abgabe von den Ergenthums-Veranderrrri-
gen der Immobilien für die Jahre 1847, 1848 und 1849 und zugleich
die in dem Zubaäjuucto bin. ];. enthaltene rrvidirie Verordnung wegen
dieser Ab abe mir genehmigen wolle._ .
71. achdem die Abgabe des Baumgeldes, weiche vorgän rg zum Versuch auf 3 Jahre beliebt isi, einer erneuerten Bewilligung bedar , so er- sucht E. E. Rath, srcrhntkr Bezugnahme auf die Motive in der Anlage Nr. 6, de Erb e . Bär er a i: “
'daß Zexclbe d?e Fortdauer des durch den Rath- und Burgerschlizß vom
23. November 1843 bewilligten Baumgeldes auf unbestimmte Zeri, _und
zwar mit dem Hinzufügen, daß dasselbe nur von einpassirenderr Schiffen
zu entrichien sei, mitgenehmigm wollt:. „ ,
711. Die im Laufe der Zeit veranderten Verhiiltnisse der hamburgi- schen Nhederei haben eine Reviüon der Musicrrolle fiir die_unter hambur- ischer Flagge fahrenden Schiffe, so wie des Reglement für den Wasser- chont, erforderlich gemacht. „_ . . ,
E. E. Rath legt daher der Erbges. Burgerschaft dre revrdute Abfassung vor, bezieht fiel) der Gründe wegen, welche für dieselbe reden, auf die An- lage Nr. 7 und trägt bei Erbges. Bürgerschaft darauf an: “
die in den Zubaäjunceiz [„nr. (2. und 1). enthaltenen Enmurse riner
Musicrrrolle und des Regiments für den Wasserschout. mitzugenehmigxn,
Erb. Oberalien auch zu potesiiviren, sich iiber den Zertpiiuit, wann die-
selben in Kraft zu treten haben, mit E.E. Rath zu verstandigen.
(Beim Schlusse ver hamburger Blätter vom 10. Dezember war die Erbgesessene Bürgerschaft noch versammelt und die R, oluiionen derselben aus die vorsiehenden Propositionm des Senats noch m i bekannt.)
Rußland und Polen.
St. etersburg, 5. Dez. Zu der Siegeénachricbi aus dem Kaukasus ngt eine Privar-Korrespondenz aus Dagesian vorn 28. Ok- tober noch folgende Details: „Als General-LreuienandJürsi Bedu- toff erfuhr, Swami! sei mit etwa 15,000 Mann über ;Zudachar urid Chodschal-Machi in die Dörfer der akuschinschen Gemeinde und bis nach Gubden, in der Herrschaft Schamchal, vorgedrungen, brach er auf, erreichte in Cilmärs-hen am 24sien dci- Dorf Kule ma, am 25sien Aimaki und kam am 26sien nacb Lawaschr, wo ihm die Kunde ward, daß sich Müriden und Akuschinzen aus verschredenewOris-hasien Scha- mil bereits unterworfen und in bedeutender Zahl. in unuaja zusam- mengezogen hätten. Schami! selbsi nahm mit einer siarken Hure_S- Abtheilung und vier Ge chüven in dem „volkreichen, durch seme Lage geschützten Dorfe utischi (Kuiasrhr im früheren Berichte) eine Seitensteüung ein. Obwohl durch deri Marstb mich Akuscha unsere Truppen der Gefahr eines feindlichen Angrif- fes von der Flanke her audgesept wurden, war doch “mich andererseits, wenn sie unthätiq blieben, zu befor en, daß Scharm! rm dagesianschen Bezirke festen Juß fasse. Um ehteres zu verhüten,
. der Infanterie,
- suchten mii dein";1
. ladunx) des Minisiers
1466
enis ich ck Fürst Bebuioff fiir die Offensivx. » „ rcb eine Bewe- gun? ge In das Dorf UUuaja Wurde, auth tm a??“xiinsiigsten Falle, nicht vici3 erreicht;. wollte man die Landschaft vö ständig beruhigen, “mußte man noibwrndi'gcrweise den feindlichen Trupp, den Schami! - persönlich befehligte, verjagen. Dies zu beißerksielli _en, rücktenunsere Truppen. in der MorgendämmerunL des 27 OW er aus Lawasröi ziim Sturm gegen“ Kutischi. Link' wurde “.; "“e-r xrsie Angriff gegen den Aul von Zwei Divisionen des- DragqxreriRegrrrrenis: „Kronprinz von Württemberg“, die Obersi-Lieute nt Obuchoff kommandirte, ausgeführt; die Spike hielt die zweite skadron unter dem Stabs- Capiiain Fürsten Matschabeloff. Auf der rechten Seite stürmten Freiwillige des apscheronschen Regiments, die der Major dieses Re- gimenis, Rautenberg, anführte, und-"die dritten Bataillone des da- g'esianschen und des apscheroxschen Rxgimenis, unter den MajorsSoi- monoff und Bergmann. Die Dragoner verrichteten Wunder der Tapferkeit; auf ihren Pferden siverid, stürmten sie die Festung und kämpften im Handgemenge; wennWe'o noth tbat, saßen sie ab und drangen sodann wieder zu Pferde in geschlossenen Gliedern auf die im Rücken heranziehenden feindlichen Schaaren ein. Ihr tapferer Angriff auf die Massen der Müriden wurde mit vollsiändigem Er- folge gekrönt. Der Sturm gelang vollsiändig! Sowohl der in Ku- tischi sehende Feind, als auch die uns im Rücken von Akuschi her so! enden Schaaren wurden „aufs Haupt geschlagen, und noch an dem Wahlplaße erschixnen Abgesandte des ganzen, dar- ginschen Bezirks, dessen Uiiiérwiirfigkeit zu- erklären. Eine Ge- birgs-Kan'one, 21 Munitiöiis-Kasien mit Munition, viele Feld- zeichen, Schamil's Strritaxkéund 300 Gefangene sind die Trophäen dieses Sieges. Der Fei»? ließ gegen 800 Todte auf dem Plahe. Der Verlust an Todten und Verwundeten auf unserer Seite beläuft sich etwa auf 100 Mann.); Nach dieser Niederlage suchten die feind-
' lichen Haufen ihr Heil in-**-d“er Flucht und zersireuien sich in verschie- - denen Richtungen.
Cin-Tbeil derselben wandte sich gegen das Dorf Kuni, dessen Vewohrrerzi-xmiitlerweile von dem Schicksale Schamil's benachrichtigt, die Flii „igen nicht nur nicht aufnahmen, sondern im Gegentheil sie verfolgteri' und ihnen die Gefangenen aus Zudachar
“ und Chodschal-Machi,___s9_wie die geraubten Viehheerden, wieder ab-
nahmen. Am meisien durch Umsicht und Tapferkeit ausge- zeichnet haben. sich bei dieser glänzenden Waffenihat: der Chef General - Major Fürst Kudaschew, der Chef der Kavallerie, Oberst des grufinischen Grenadier-Regiments, Fürst Orbelian [„ der, Commandeur des apscheronschen Infanterie- Regiments, Oberst Jii-ksi Orbelian, der Ober-Quartiermeisier des Dr:- taschemcnis, Oberst., Lieutenant vom Generalstabe, Kapherr, und der Chef der Artillerie “Ls Deiaschements, Capitain Lagoda. Von der kaukasischen Linie ist„xinx andere günstige Nachricht eingegangen. Eine zahlreiche Abtheilyii “.iabardinischer Abrcken sind aufgerieben, und der bekannte Mahomet-y udeneioff ist dabei umgekommen. Diese Rotte war aus der Tschiifrhna aus ezogen und machte, sich in einem Ver- sieck haltend, die Heerstraße, sgo wie die große Kabarda, mehrere Tage durch Räuberrien unsicher. Gegen sie sandte Oberst Chliupin den Capitain Dawidynißki mit Kosaken und den kabardinischen Milizen, dem es endlich'zaiz'ch gelang, sie zu treffen und in einem Aul zu umzingxln. Die“.Nbreken wollten sich nicbt sogleich ergeben und ver- Öegen in der Faust sich einen Weg zu bahnen; die meisten jedoch"'i€b_xn auf dem Piave, viele wurden gefangen,-und nur wenige kon' xi“ sich durch die Flucht reiten und verbergen. Auch ihrer wird mair "aid habhaft werden. So sind von den vier bedeu-
Z iendsien Part'ei “ngern in der Kabarda, auf deren Aufforderung ' Schamil seineiri'
ir" dorthin unternahm„ zwei umgekommen: im Som- mer fiel Kosch“ s? und jest Kuderretoff. 'In beiden Fällen haben die Kabardineiikselbst mitgéwirkr.“
Am 2ien**§2, während der“Nackt, hat sich das Fahrwasser der Newa unter'haib' der Brandwacbe mit Eis “bedeckt. Gestern, um 3 Uhr MittagszZihurde die wiederaufgesiellte Isaaks-Briicke dem Ver-
kehre frei gcgkxsxn. 1:7 ' "é.“
.x“... Frankreich.
Pari, ZZ|„-8.Dez. Der König kam gestern nach den Tuilerieen, fiihrte deu .IÉxrsiß in einem Minisier-Rathe und kehrte zum Diner nach St. Md zurück. Der Bey von Tunis besuchte gestern Vin- cennes, wöxie'r' in' „Gesellschaft des Herzogs von Montpensier die Festungswerke besichtigte.
Der hérriige Moniieur enthält eine Königliche Verordnung, durch welchi'étdie Be'iimmung des im Jahre 1826 zwischen Frankreich und Engiß-drabges lossenen Handels-Vertrages, wonach die Wieder- auofubr devxxin französischen Schiffen nach England und in englischen nach Fraukioich eingeführten asiatischen, afrikanischen und amerikani- schen Prodjirkie nur unter Verschluß estatiei sein soll, unter den ge- genwäriigmUmsiänden, um der größeren Getraide-Zufuhr kein Hin- derniß in .den Weg zu siellen, mit Hinsicht auf das aus britischen Häfen eiugirführie amerikanische Getraide und Mehl bis auf Weiteres sukpendirt wird.
Der Bev von Tunis soll, wie das Portefeuille mel- det, iWolge der Etiketten - Streitigkeit , die sich zwischen ihm un§„7den fremden Gesandten erhoben, seine Vorbereitungen zu einer Nxxse nach England eingesirllt haben. Das Portefeuille erklärt" dénn auch, daß das diplomatische Corps bei dem von Herrn Guizot ern_ Bey zu Ehren _ge ebenen Konzert nichterschienen sei, ob- gleich 's Journal des ébais die Mitglieder dieses Corps unter „den anwesenden Gästen aufoiihri hatte, und daß . der Grund;;"yieser „Abwesenheii-die dem ey in Frankreich gleich einem souverginen Fürsten erwiesenen Ehren seien. Der türkische Gesandte soll deshalb sogar, diesem Blaiie zufolge, am Tage nach dem Cm- pfang ?“ Bey beim Könige der Franzosen schon Willens gewesen sein, skin: Pässe zu fordern , sich dann aber eines Anderen besonnen und.!)grauf beschränkt haben, mündlich bei Herrn Guizot zu protesti- reirxuxrd sich die Einholung von näheren Znsiruciionen bei ser- nem'Gebieter vorzubebalten. Die anderen Gesandten, voran Lord No:. 1in, hätten erklärt, daß der Bey, als bloßer Vasall der Pforte, ihné'xlxuls Repräsentanten ihrer Souveraine, den ersten Besuch zu ma en, habe, wie dies selbst Prinzen von Gsbliit, mit Auönahme der pr“ miiven Thronerben, zu thun pflegten, und wie es z. B. kiirzlich demPr-inz von Salerno, Vater der Herzogin von Anmale, gethan. DK:;Bey vori Tunis aber“ habe einen solchen Schritt nicht thun _wol- len,;édamii es nicht den "Anschein ewönne, als ob er dadurch mittel- bar'auf seine Ansprüche als una hängiger Souverain, als welchcr er?.k'nichi nur von Frankreich, sondern auch von Belgien und Sar- däii'e'n, in den mit ihm abgeschlossenen Handels-Verirägezr behandelt worden, Verzicht leiße. Diese Weigerung hab: es nun wiederum den fniiiden Gesandten angemessen erscheinen lassen, von jenem Fesie [ern Übleiben, doch da man habe zeigen wollen, daß keine_pers§5nltihe
'mosiiät egen den Bey oder gegen'Herm Gurzoi sie hierbei leite, stiert ihre emablinnenkuxd sonstigen Familim-Mrtglreder der Em- e o gt. as Poriefeu ll'e äußert sein Bedauern darüber, daß Herr
* Guizot durch seine früheren Erklärungen in der Kamrn'er eine mora- “lische Verp ichtung gehabt!"i wegen Krakau's zu protesirren, wozu ??? :
.kuuue, da Lord Palmer on's Erklärung im Unterbause ihm zu?, "_.die Ueberzenguug babe geben müßen, derselbe werde sich einem an-
izöfischen Protesie einschließen. Die Weigerung desselben und Englands
einseitiger Protesi hätten nun vollends Herrn Guizot genöthjgz zu protesiiren, weil ihm außerdem die Opposition gewiß ""Mir haben würde, daß er ohne England nichts zu unternehmen"? So habe er sich demr einer traurigen Noihwendigkeit fügen m (zubir j'empire Enno kä-“g-beuse néceszité), denn ein PkVtesis dieseni Fall ein Akt obne Werth und besiimmir Bedeutung, “ wäre es gewesen, er hätte gar nicht zu protesiiren brauchen. G die Einverleibung Krakau's set nichts zu machen ' es sei eine bloßen spanntheit (extraragance), das Gegentheil zu öehaupte-n; und cine ' Regierung müsse Alles erwägen, ehe sie durch mindestens unnützeßand gen dieZukrmft ibrcholitik kompromiiiire. Sodann wendet fichdieses ministeriell geltende Wochenblatt gegen die Pres s e, um deren gaben iiber den Inhalt der Protesiation zu widerlegen. Wenn besonderen Mittheilungen Glauben schenken dürfe, und" es denke . merkt das Portefeuille, daß- sie diesen Glauben verdiente„“ trage die Protestation den ruhigen und gemäßigten Charakter“ eine Lage nicht verderbe und die Verlegenheitcn des Augenblicks“ erschwerez Herr Guizoi, so versichere man“, habe darin an die „ Revolution erinnert, die im Hasse gegen die Verträge Von ;. vollbracht worden, welche der kiihnsie und lebhaftesie Tbeil MS.“ habe zerreißen Wollen. Die ganze Sinnesart der Regierung desi nigs sei dagegen auf ihre Aufrechthaltung gerichtet gewesen. reich habe dieselben gewissenhaft geachtet. Herr Guizot spre4, her um so mehr seine Ueberraschung darüber aus, daß von," anderen Seite, und wo, seiner Ansicht nach, nicht Riicksicht, Sicherheit eine solche Noibwendigkeii kgri-boten hätten, von jeM trägen abgegangen worden sei. Fran sichs Regierung werdeii,“ „. ungeachtet die wiener Verträge fortwährend als Grundlage des... päischen Gleichgewichts ansehen Und sei entschlossen, nicht da... ! rühren. Mit einer solchen Fassung der Protestaiion erklärt |ck ?)oriefeuille sehr zufrieden. Liese sie dagegen, der Presse olge, auf eine Erklärung hinaus, daß Frankreich sich nicht mehr “ jenen Verträgen gebunden achte, so würde sie der verwegenste, richtsie. Schritt sein, der gethan werden könne, einer von denen, sie einen ganzen Ruf der Weisheit und Geschicklichkeit _ruiiriren kö. (qui zul'kisent :*- äétr'uire toute una r'éxnrtution ria 53Ze§§€ etri'irzbi Möge die Presse sagen, was sie Wolle, das Portefeuille wil! glauben, daß ein Staatsmann, wie Herr Guizot, sicb habe einfallenl. ganz Europa den Handschuh hinzuwerftn. Nach einer solchen Exkl.“ wie die von der Presse behauptete, wiirde nichts übrig bleiben, als .“. 600,000 Mann über den Rhein zu gehen und nach der Oder ' Weichsel zu marschiren. Und dazu, um jenen beinahe 120 Milli»..- Vewohner zählenden Kontinentalmächien zu tropen, hätte man. noch den Moment einer veränderten Stellung zu England sollen? Was für eine Freude würde es fiir Lord Palmerstons dessen parlamentarische Lage leider gesicherter sei,. als man wins wenn er Herrn Guizot auf solche Weise Frankreich mit ganz Euro kompromittiren sähe! „Wir haben aber eine zu große, Meinungvoa Herrn Guizoi“, fiigt das Portefeuille hinzu, „um eineriiizm. ?lick annehmen zu können, daß er in einen solchen Irrthumriiiailei önne.“
Das Journal des Débats sagt über die gegerrwäriigedi drängte Lage des Handels und der Geschäfte im Allgemeinen: „W * dieser Zustand etwas Diisieres hat, worin liegt der Grund? M* darf diese Verlegenheiten nicht einer politischen Ursache beimess Troy bedauerlicher Zwistigkeiten zwischen unserer Regierung und ,d Regierung einer großen benachbarten Nation hat Niemand ei
Augenblick an der Aufrechthaltung des Friedens gezweifeit. M London, 8. Dez. Se. Königl. Hoheit der Prinz Georg von
rechnet in diesem Augenblick auf die Aufrechthaktung des Friedens mehr jemals. Der allgemeine Gang der französischen Industrie hat nicht * ehört, befriedigend zu sein; er wurde durch keine Unvorskchtigie'ri. * eine Uebeireiburrg bezeichnet, außer in einem Punkte. Die mi Lage, denn wir können uns noch nicht dazu entschließen, von „ Krisis zu sprechen, rührt vor Allem von dem mittelmäßiger: Crit der Arrndie und von der Tbeuerung der Lebensmittel, wclche die : mittelbare Folge dieses Umstandes ist, dann von der großen Mt der Ciscnbahn-Uniernehmungen und endlich in einem gcwiffen Gr auch von den Katastrophen her, die durch die Ueberschwrmmun er' einigen Theilen unseres Landes veranlaßt wurden. Diese Ur?a zusammen hatten Mangel an diSponiblem Kapitalzur Folge. DaoG isi, um uns des gewöhnlichen Ausdrucks zu bedienen, selten und“ Preise gesiiegen; die Geschäfte sind mühsam geworden.“ DieHaU" schuld schreibt das miirisierielle Blatt dem Defizit der diesjährige Aerndie zu; dieAngaben über das diesfällige Verhältniß seien schrri kend und noch mehr oder weniger zu bestreiten; nur das sei daß kein Mangel zu befürchten; jede Besorgnis; diexxr Art si?! drk aus chimäriich- weil, in welchem Grade auch die erndte in Flui- reich unzureichend gewesen, andere Länder in diesem Jahre givi- Getraide-Ueberfiuß hätten, so die Länder des Baltischen uriddi Schwarzen Meeres und die Vereinigten Staaten; ob die Preisric- reits ihren Höhepunkt erreicht häiten, dariiber könne eine yvi, Behauptung noch nicht gewagt werden', wenn aber die bi jest veröffentlichten Angaben genau seien, so habe Frank- reich in diesem Herbste bereits mehr Getraide aus dem Auslax eingeführt, als in irgend einem der schlimmen Jahre, die es sk" funfzig Jahren durchgemacht; man könne demnach annehmen, kik die Verproviantirung des Landes nun vollständig sei oder bold! kurzem es sein werde; wenn es sich so verhalte, dann sei es auch“- laubi, die Erwartung zu hegen, daß die Geitaidrpreise ein,weiitti Steigen nicht erleiden wiirden; sollte vielleicht noch ein gewisser trag fehlen, so habe Frankreich ja die britischen Entrepots, drerii“ gefiillt seien, gleichsam vor der Thür. Der Getraidepreis wird:)" jevt an bis zum nächsten Jahre, bis sich die Aussichten für wen“? Aerndie festgestellt haben wiirden, der Regulatorder finanziellen Lassi?“ „Wenn das Geiraide ibeuer ist“, heißt es dann weiter in bits, Artikel, „ma es nun fremdes Getraide sein oder nicht, so gehtn arbeitenden lassen ihren Lobn schon blos für ihren Lebens-Unteth aus; es bleibt ihnen daher nichts übrig für die anderen Bedürf" namentlich nicht für solche, welche nicht gerade die Bedürfnisse, der '“ Nothwendigkeit sind. Dadurch leiden aber viele Fabricairouqzwt's aus Mangel an Absatz, und sind ezwungen, ihre Erzeugnise "*“ Verlusi zu verkaufen. Die Aufhäu ung von Kapitalien, webs? " zurückgelegte Ersparungen sind, hört auf. Der hohe reis des ( iraides äußert auch noch in einer anderen Weise an die finan Lage des Landes seinen Einfluß. In diesem Falle bezieht mqn 115 [ich Geiraide von dem Auslande. Diese Einfuhr von Getratde "" noibwendigerweise in Frankreich noch mehr als anderwärts mtl rem Oelde bezahli, welches zu diesem Zwecke aus den Ansialien bk"
ausgenommen wird, welchen man das baare Geld als Depositum
wöhnlich anvertraut. Diese Anstalten sind die Banken. Ditsk- ** solche Weise eines Theil“ der Hülfsquellen beraubt, „ „ gewöhnlich ihre Geschäfte betreiben, haben kein anderes Mtk'klaß ergreifen, oder glauben es wenigsiens, als die Vvksch
welche sie sonst der Indusirie machen, u vermindern.
ber kömmt es denn, daß die Indusirie de Hülfe, auf 1" ,
sie zählen zu können glaubte, sich vermindern Zehi, _,de trade in de'm Augenblicke, wo él- deren am mei en nothlg b)„ ies fiihrt uns dahin, von der ranzösiscben Bank zu reden-
fiir den Augenblick bei der Bank von Frankreich am meisien ZUM
merken isi, isi die Verminderung ihrer Reserve an baartm
mit melchen *
. Menge der umlaufenden Banknoten“ ist dieselbe wie immer,
etwa die sehr mäßige Summe von 270 Millionen Franken.
xuchdie Reserve an baarem Geld: hat eine siarke Verminde-
Im Jahre 1845 hatte diese zwischen 279 „und , Millionen Franken und im Jahre 1844 zwischen „279 und- „ Millionen geschwanki. 3th ist dieselbe 'auf etwas aber 100 [lionen gesunken, wovon etwa 80 Millionen in' der Bank zu Paris, übrigen in den anderen Comtoirs derseiben liegen. Diese Ver- derung kommi vorzii lich daher, daß die laufende„Rec|Zjnurrg mit StaatSkasse sehr ge unken ist. Die Staatskasse laßt. namlich den ßten Theil ihres baaren Geldes in der Bank, welche auch wirklich sicherste Kassensrihrer isi, den man haben kanr. Aber in diesern „ hat der öffentliche Dienst einen großen Theil des ruhenden Kay,:- „ welches der Staat besißt, verschlungen. k:.chisselbe betragt n_ur noch 35 “ionen. Bis jetzt ist noch Alles gut urid schon.“ Aber wenn die laufende ..nung mit der Staatskasse erschöpft ist, so wurde die Bank, Welche drm del beständig große Vorschiissg gem„acht hat, in ,der Noihwendig- sein, damit einzuhalten. Sie mußte ihre Diskontirungen be- .“nken, oder den Zinsfuß, welchen sie nimmt, erhöhen, oder sich ein außerordentliches Mittel baares Geld verschaffen, wie es englisch? Bank vor einigen Jahren thai, als sie bei der„franzö- en Bank 50 Milionen Jr. ansich. Dieser Punkt verdient die eAufmerksamkeit des Ministers der Finanzen.“ Dieser Vorschläge ' ournal des Débats, so wie dessen, was es sodann über d*en Eisenbahn-Compagnieen zu gewährenden Erleichterungen sagt, chon erwähnt worden.
Der Univers berichtet von der Ansirdclung der Trappisierr z4u oueli, die auf einer Strecke unkuliivirten Bodens mii eiiiemxchrsc e von 62,000 Fr. begonnen wurde, daß ,„dixsxihx .jeyt. gegen ;- Fr, jährlich rentire, wobei noch ein,.großes-Freigasihaus unter- en werde, in welchem zehn .Reisendékiäglich verpflegt würden. Trappisien haben den Werth ihrer Ländereien auf 400,000 Jr. igeri, verkaufen ausge'z'eiäz'netes Schlachivieh, das sehr gesucht is!, haben 750 Acker unter Kultur, wovon 450 zur Weide und "117 Weizenbau bestimmt sind. Sie haben 3000 Maulbeerbänme, 1000 bäume angepflanzt und versuchsweise auch drei Acker Reben an- .t', Ihr Viehskand an Rindern, Pferden, Schafen und Schwei- beirägt 947 Stück. Täglich werden 60“dem Orden angehörige onen, 30 Arbeiter und 10 Reisende durchschnittlich genährt.
Der Courrier frangais spricht von dem Gerüchte, der fran- che Konsul zu Mauritius, Barbet de Jony, habe alle Beziehun-
zu der Regierung jener Insel abgebrochen und sich auf dem psschiff „Crocodii“ nach Bourbon- eingeschifft. Der Konsul hätte [ich erklärt, daß er keinen vorläufigen Besuch dem Admiral zu .cn habe, daß er später dem Admiral für seine Höflichkeit danken e, daß die Zurücknahme der Einladung aber durchaus nicht zu iferiigen sri.
Durch Königliche Verordnung isi Herr Darcimolesk, Bischof von , zum Erzbischof von Aix und Herr von Morlhon, Gerieral- .r zu Auch, zum Bischof von Puy ernannt worden.
Das Cassations-Gesuch des zu Quimperle zum Deputirierr er- nten Herrn Drouillard gegen den Spruch des Königlichen Ge- tsbofes von Rennes, Welcher ihn, als der Bestechung schuldig, mit seiner Mitbeschuldigten vor das Zuchipolizei-Gericht verwiesen hatte, erworfen und Herr Drouillard mit den iibrigen Beschuldigten vor Assisenhof verwiesen worden.
Großbritanien und Irland.
g erlitten.
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bridge iß zum Ober-Besehlshaber der Truppen des dubliner ikts an,S„tekle des General-Lieutenant Wyndham ernannt wor- Somit isi das vor einigen Tagen verbreitete Gerücht, daß rinzl dda? Kommando sämmtlicher Truppen in Irland erhalten -e, er e rg . Aus Irland gehen wieder höchst ungünstige Nachrichten über den lischen wie physischen Zustand der dortigen Bevölkerung ein. Gewaltthätigkeiien, Welche sich das Volk erlaubt, scheinen eher als abzunehmen. Das in Longford (in der Mitte Irlands) er- ende Blatt berichtet unter Anderem iiber eine Bande von 30 0 Kerlen mit geschwärzien Gesichtern, welche mehrere Dörfer *zogen haben, um den Pächtern unter Androhung des Todes zu len, daß sie ihre Pacht nicht bezahlen sollen. Ein unglücklicher ter, der zu erkennen gab, daß er diesem Befehl nicht Folge werke, wurde von jenen Elenden auf der Stelle *ssen. An anderen Stellen dringen Banden zusammenge- rtxr Bauern in die Parhtbäuser, um Waffen wegzunehmen, imßhandeln ane diejenigen, die sie daran hindern wollen. Die übungen der Regierung und der Ackerbau-Gesellschaft scheinen g,zu fruchten. Die Dublin Evening Post berichtet, daß die wrrthschaftlichen Arbeiten in diesem Augenblick (Anfangs Dezem- sebr rm Rückstande sind, daß in vielen Grafschaften die nöthigen ereiiungen zur Bestellung der Winiersaat verabsäumi worden daß diese daher noch nicht 'in der Erde ist, und daß man einsi-
Besorgnisse hinsichtlich der Aerndie des nächsten Jahres hegt.“
lare Journal iebt die nämlichen betriibenden Berichte und rt den Landadel an?, ihre Pächter zur Besiellung ihrer Filder balken, sonst würde im nächsten Jahre der Zustand Irlands noch
mer sern, als im gegenwärtigen. Aud, der Art und Weise, wie sich die Times in ihrem Börsen- **i uber die angeblich von der Bank von Frankreich bei der hie- Bank beabsichtigte Anleihe ausspricht, dürfte sich auf eine hier "stbende Abneigung gegen eine Jinanz-Operation dieser Art en lasserr. Die Times versucht nachzuweisen, daß die Bank nglarrd im Jahre 1839 eine Anleihe im eigentlichen Sinne des es ber der Bank von Frankreich nicht gemacht habe, so daß die ' „ also ein Recht der Reciproziiäi in solchem Umfange "JM beanspruchen könne. Nach Angabe der Times bat *, “k Operation des Jahres 1839 darauf beschränkt, daß ank boxt England, um dem Geldmangel in ihren Kassen “kk", mit dem Hause Baring, Gebrüder u. Comp. eine Ueber- ' “ abschloß, der zufolge dieses Haus, nachdem die Bank bei dem- e"gllstde Sekuritäten deponirt hatte, Wechsel auf drei Mo- zam Belqufe von 40 Millionen Fr. auf berschicdene pariser " zog,_ dieselben an der [onkoner Börse vemegoziirte, und den S m dienBank einzahlte; nach Ablauf der drei Monate, als ““p“ salklg wurden, sei darauf derselbe Betrag zurücktrassirt en, um die Operation über sechs Monate auszudehnen, indeß schon vor Ablauf dieses Zeitraum die Herren Baring durch "VMI der regulairen Handels-Rimeffen in den Stand gefrbt "- “Uk Verpflichtungen in Paris zu liquidircn und der Bank "gland dre verpfändeien Sekuriiäten zurückzugeben. An und at,babe_ also damals die Bank von Frankreich mit der ganzen w:o" ""h“ zu schaffen gehabt. Die Times meint deshalb, "1:11 sene auf den Grund der Reciprozitäi den Veißand der W| ank jest in Anspruch nehmen wolle darunter nichts An- ökont„anden werden könne, als daß die Éank von England die ckIm"?! der Wechsel zu erleichtern habe, welche von der “ Z„Bank- behufs Ankaruseo des ihr fehlenden Silbers, auf derartguser gezogen werden dürften. Daß die französische Van! De Operation beabsichtige, sei unter den gegenwärtigen
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Umsiärxdmkeinrsweges unmahrs „einlich, und da,. wenn der Begehr 2Millronen oder selbst nur 1 illion betragen sollte, jedenfalls der ?diskonio sioigen müsse, so habe man wohl auf seiner Hut zu em.
Herr Rowland Hill isi nun wirklich, und zwar ohne sein An- sizcban, als Secreiair des General-Posimeisiers mit 1200 Pfd. St, jährlich angestellt, hauptsächlich, um seinen Posireformplan vollends auszuführen. Der Posten. ist ein eigens für ihn geschaffener, denn Ybetrsi Maberley bleibt nach wie vor Secreiair des General-Post-
in es. '
Kürzlich wurde “quer durch den Hafen von Portömouib, vom Waiering-Jsland im Dock-Yard bis zur Landungotreppe bei Royal Clarence-Yard, unter dem Waser der elektrische Telegraph gelegt; alle damit angestellten Versuche gelangen vollkommen.
Belgien.
Brüssel, 7. Dez. Jm ablaufenden Jahre sind- über 15,000 Auswanderer von Antwerpen aus nach Amerika abgegangen; die Zahlnder Yrrswanderer wird imxnächsien Jahre dieseZahl bei wei- tem ubersiergen, was aus den jest schon abgeschlossenen Auswande- rungs-Kontrakten sich ergiebt.
Einer, der verdientesien Industriellen Lüttichs, Herr, Orhan. de Rossius, „ist so eben zu gryß'rrxi Vedarrer-nz„jener Stadt- gx'sforben. Er war em Wohlihäierdxx, cirhiiiénden Klösse.
Dänemark.
Kopenhggen, 9. Dez. Se. Königl. Hoheit der Kronprinz von Schweden ist heute Vormittag auf dem Dampfschiffe „Kopen- hagen; hier angekommen und wird einige Tage in der Hauptstadt verweren.
Schleswig, 6. Dez. (H. R. Z.) Der Präsident der Stände- Versammlung hielt esiern Abend mit der zurückgebliebenen Minorität in Gegenwart des tawraths Falk eine Sitzung zur Genehmigung des Protokolls vom 4ten d. M. Den Zurückgebliebenen isi vom Regierungs-Commissair bis zum Wien d. M. Urlaub ertheilt worden, indem bis dahin ihre Mitwirkung nicht erforderlich sein' werde, da zuvor höhere Jnßruciionen iiber das, was ferner geschehen solle, ein- gehen müßten. Man glaubt, daß diese nur das Auflösungs-Reskript bringén, weil durch Einberufung der Stellvertreter, auch wenn Alle fich einfänden, keine beschlußfähige Anzahl von Abgeordneten zusammen kommen wiirde. uud iiberdies dcr gesehliche Schluß der Diät zu nahe bevorsteht. Die zurückgebliebenen fiinf Mitglieder haben übrigens das Verfahren der Re ierung in Betreff der Auslegung des §, 50 keinesweges gebilligt, Fondern sämmtlich gegen allen und jeden Ein- griff in das ständische Petitiorisrecht protestiri, und einige von ihnen haben früher aUÜkÜW anerkannt, daß. das vorgeschriebene neu:
“Geschäfis-Verfahren unzweckmäß'ig sei und das Petitionsrcchi in
Gefahr bringe. I t a l i e 'n.
Rom, 1, Dez. (R. C.) Se. Königl. Hoheit der Kropriaz von Bayern isi heute von hier noch Palermo abgereisi.
Es wird hier “eine kleine höchsi interesante Schrift gratis aus-
gegeben, welcbe die'Forderungen der beiden extremen Parteien im römischen Staate, imd zwar die der Obskurantisien zu bekämpfen und die der Progréssisien in die;“noihwend] bedingten Gränzen zurückzu- weisen, zugleirh aber das. Publikum an den richtigen Standpunkt zu erheben sucht, um die Weisheit und Trefflichkeit des von Pius 1x. bezwecken Regierungs-Sysiems beurtheilen zu können. Als An- knüpfungspunkt isi sehr glücklich das vielbrsprochene Cirkular des Kar- dinal-Staais-Secretairs Gizzi iiber das Vagabunden-"rvesen vom 24. Au“ ust ewäbli. Auf dieses folgt die mit Geisi und tikser Kenntni ge chri'ebene Abhandlung unter dem, Titel: „Einige Worte über vorstehendes Cirkular des Kardinal-Siaats-Secreiairs Gizzi.“ Die Schrift macht „_das größte Aussehen und dürfte wegen der wohl- begriindejen, irefferrden.Durchfiidrung von der besten Wirkung sein. Allgemein glaubt man, sie habe den französischen Gesandten, Graf Rossi, zum Verfasser; sie ist in Paris gedruckt. * Der Papst hat die Bewohner von B'orgo di-Farnza, welche sich jiingsihin arge Exzesse gigen Liberale erlaubt hatten, begnadigt, ihnen aber auch zugleich durch das Staats-Sekreiariat anzeigen,!assen, daß sie im Wiederbolungsfalle nach dem Agro Romano zu öffentlichen Arbei- ten geschickt werden würden.
Griechenland.
Athen, 22. Nov. (D. A. Z.) Eines der wichtigsten Ereig- nisse in Ansehung unserer inneren öffentlichen Angelegenheiten isi die vollständige Auflösung der Partei der Kyverniiiker. Bekanntlich scheidet sich der politische Theil der griechischen Staats- Gesellschaft in drei Parteien: 1) die französische oder die der Anhänger des Koleitis, die seit zwei Jahren und etwas darüber besteht; 2) die englische oder die der Anhänger des Maurokordatos, die gegenwärtig den größten Theil der Opposition auswarht, und 3) die russische oder die der Kyvernitiker. Diese levtere Partei war früher die vollzähligsie und wichtigste. Indem sich dieselbe auf die alten und mächtigen Sympathieen des griechischen Volks fiir Rußland stiipie, indem ihr die Ehre zu Theil ward, den auszezeichnetsten Mann, der je Grie- chenland regiert hat, Joannis Kapodistrias, als Führer zu erhalten und von demselben auf eine höchst verständigt Weise organisiri zu werden; indem sieoxch diesem ihrem Führer in einem Grade hin-
ab, daß sie n heutzutage, funfzehn Jahre nach seinem ode, nach ihm benannt wird und zu ihrem Wahrzeichen das in Griechenland so mächtige religiöse Element bat, übte diese Partei seit langer Zeit den wesentlichsten Einfluß auf die
' Regierung des Landes. Allein die Bedeutsamkeit und Wichtigkeit der
arteien hängt mehr von der Klugheit und der Gewandtheit der iibrer, als von der Zahl ihrer Mitglieder -ab, und dies gilt, wie im Allgemeinen, so namentlich von Griechenland, wo die Parteien nicht sowohl nach bestimmten Grundsäym und durch ihre moralische Kraft, als durch persönliche und materielle Interessen sich von einander un- terscheiden. Hätten die Parteien feste sittliche Grundlagen, so wür. den sie selbst dann, wenn sie ja einmal von gewandten Führern ent- blößt wären, ihre Wichtigkeit wenigstens bis zu einem gewissen Punkte sich bewahren, und immer wiirden sie mit leichter Mühe einen neuen angemessenen Führer finden können. Hängen sie aber .in der Haupt- sache nur durch das Band persönlicher Interessen zusammen, und ver- lieren sie nun in demjenigen, der das Talent und die Kunst besaß, jene persönlichen Interessen an seine Person zu fesseln und mit sich dauernd zu verschmelzen, ihr eigentliches Haupt, so fallen sie selbst leicht auf einander und lösen sich auf, weil sie mit jenem Haupte, das e vertrat, zu leich ihr Wahrzeichen, ihre Fahne, um welche sie sich (hamm, ver! treu, und früher oder später verlieren ße sich unter den ahnen der übrigen Parteien. So isi es auch der Partei der Kyvemitiker ergangen. Diese Partei, die unter ihrem unvergeßlichen Führer, J. Kapodisirias, die mächtigste von allen damaligen Parteien in Griechenland war, galt
nach seinem Tode mir noch eiwas wegen der Bedeutsamkeit des alten Militair-Ch'efs des Peloponnes, Th. Kolokotronis. Als jedoch auch dieser gestorben war, sank sie immer mehr von ihrer Höhe herab. Anfangs wählte man 21. Metaxas zum Oberhaupte, später jedoch (namentlich nach der Katasirophe des Septembers 1843), als K.Zo- graphos von der englischen Partei zu jener zurückgekehrt war, wu ie dieser es dahin- zu bringen, daß er zugleich mit Meiaxas cm der ober n Leitung Theil" nahm. Diese Theilung der obersten Gewalt, die ge- rin e Fähigkeit und die heftigen Leidenschaften der beiden Führer, die Aanriiche der iibrigen ausgezeichneten Männer dieser Partei, das Sich- sernhalien Rußlands von den Angelegenheiten Griechenlands (es ist bekannt, wie sehr auswärtige Unterstiiyung unsere Parteien kräftigt), Alles das führte nach und nach die ziemlich vollsiändige Auflösung dieser Partei herbei. Zwar haben die Führer derselben auch nicht geringe Und nicht wem“ e Fehler begangen; indessen scheint es doch, als habe ein böses Geéchick diese Partei verfolgt und mit sich in den Abgrund hiuabgrzogen. Durch die Katastrophe des Septembers 1843 verscherzte dieselbe die Gunst Rußlands, das sie bis dahin nur inso- fern unicrsiüßte, als sie die anticonstiiuiionellen Grundsätze der Re- gierung vertrat; indem dagegen die Partei bei ihren Grundsäßen beharrte und in der National-Versammlung ein kirchliches Interesse mit leidenschaftlicher Uebertreibung geltend machte, namentlich den Artikel über die Nothendigkeit der Annahme des griechisch- morgenländischen Dogma fiir den Thronfolger in die Ver- fassmrgs-Urkunde zu bringen wußte, verscherzte sie die Gunst des Königthums. Endlich versehten der Partei ihre inneren Zer- würfniffe den Todessioß. Viele ihrer Mitglieder hatten sich schon seit längerer Zkit mit Koletiis vereinigt; TzaveUas,“Kanaris (Beide ge- enwärtig Minister), Rados, Anagnosiopulos (Nomarrhen) und viele ndert hatten vor Jahren ihre Fahnen verlassen und folgen seitdem der Leitung des Minister-Präsidenien. Andere bildeten unter der Führung des Metaxos und Zographos in der Oppofition eine bedeut- same und selbstständige Jraction. Zwar nahmen diese im Schooße der Opposition, deren eigentliches Haupt friiher Maurokordatos war, nur den zweiten Play ein: allein eben diese Opposition sah sich bei ihrer Schwachheit gezwungen, ihnen eine Art von Wichtigkeit einzu- räumen, besonders weil, nach dem AuGtritte des Maurokordawo aus der Kammer, Meteran in gewisser Hinsicht die Führung der Opposi- tion in derselben hatte.
Indessen, was geschieht? Die zur Opposition gehörigen Mit- glieder der Partei der Kyvernitiker, da ihnen nicht entgehen konnte, daß ihre lehren Führer, Metaxas und Zographos, beim Könige nichts gelten und also keine Aussicht haben, ins Ministerium zu kommen; daß ferner ihr Beschüßer, Rußland, sie seit längerer Zeit schon ihrer eigenen Kraft überlassen; daß diejenige Macht, die allein die Oppo- sition unterstüßr, nämlich England, nichts weiter für sie gethan hat, als Roten erlassen, welche nicht geeignet erscheinen, die Opposition so bald ins Ministerium zu bringen; daß, wcnn dies auch je geschehen sollte, doch immer ihre Stellung nur eine untergeordnete sein werde, weil die Früchte des Sieges eigentlich nur unter die Anhänger des Maurokordatos sich vertheilen; daß unterdessen das Ministerium Ko- leitis sich befestigt und die neuen Wahlen herankommen, bei denen, wenn das Ministerium gegen sie den Kampf beginnen sollte, sie nur mit großer Mühe den Sieg davon tragen würden: da ihnen dies Alles nicht entgehen konnte, so kamen sie vor sechs Tagen in der Wohnung des K. Th. Koloironis zusammen und beschlossen, sich von ihren Führern, Meteran und Zographos, loszusagen, ihre Ver- bindungen mii Maurokordatos aufzugeben, die Leitung ihrer An ele- genheiten dem Senator G. Glarakis, der vor Zeiten mit Ko eiiis zu leichen Zwecken verbunden und früher einer der heftigsten Kyver- niti er war, der ihrer Partei von 1838-40 als Minister des Innern große Dienste erwiesen hatte, anzuvertrauen und so in Unierhandlun- gen mit dem Ministerium zu treten, Die ganze Partei der Kyverniiiker isi demnach im Begriff , unter die Fahne des Koleitis sick) zu begeben, ihre Führer aber, Führer ohne Truppen, stehen allein auf der Seite der Opposition und wer- den sich unter die Herrschaft des Maurokordaios und seiner Anhän- ger bxugrn. Arif diese Weise ist es mit der sonst so zahlreichen und machirgen Partei der Kyvernitiker dahin gekommen, daß sie ihreExi- stenz 916 Pariet aufgrebt und daß sie haufenweise zur Fahne des Kolettis überlaufi, zu der sich schon friiher viele ihrer bedeutenderen Mitglieder gewendet hatten; auf diese Weise geht die Partei der Auflösung entgegen, und zwar aus Mangel an einem fähigen und klugen Führer, während die Partei der Maurokordatisien, wenn auch gering an Zahl, doch fortbestebt und durch die Klugheit und Gewandt- heit ihres Hauptes volle Bedeutung erhält. Es ist klar, daß das Ministerium dnrch dies Alles an Kraft gewinnen muß, die Opposition aber völlig geschwächt werden wird.
Türkei.
Konstantinopel, 25. Nov. Am 19ien d. M. arb hier der Scheich-ül-Jslam (oberste Mufti) Mekka“ Sade Assim fendi im vierundsiebzigsien Lebensjahre urid im funfzehnien seiner Amiöverwal- tung, nach plövlich eingetretenem Unwohlsein vom Schlagslusse ge. troffen. Er soll ein Vermögen von funfzehn Millionen Piastern hm- ierlassen haben. An seine Stelle wurde der bisherige Rumeli Ka- siaskeri, Hikmet Arif Bei, der zugleich Mitglied des obersten Kriegs- Conseils in Skuiari war, zum obersten Mufti ernannt.
Die türkische Siaais-Zeitung vom 2. Silhidsche 1262 (21. November 1846) enthält folgenden Artikel: „Auf Antrag des Reichs-Conseils-wird vom Sultan der Bau eines ausgedehnten Ar- chiv-Gebäudes in der Nähe der hohen Pforte angeordnet, womit der Architekt Fossatt beauftragt wird. Dasselbe soll nach der Art einer Bibliothek eingerichtet und die Akten nach gewissen Kategorieen, als: innere Angelegenheiten, auswärtige Angelegenheiten, Diwans-Akien u.s. w., in verschiedene Gemächer veribeili werden. Ein eigenes Be- hältuiß wird für die mit fremden Mächten geschlossenen Traktate, Kabincts-Schreiben und dergleichen Urkunden bestimmt, auch eine Sammlun unentbehrlicher geographischer nnd geschichrlicher Werke dabei _quiftet und endlich der Posten eines eigenen Archivars (Mubafisi ewrak) kreirt werden.“
In Folge der von dem Kurdenhäupiling Bederhan Bei gegen die Nesiorianer verübten Gräuel hat der Statthalter von Mossul den. Befehl erhalten, sogleich die nöihigen miliiairischen Vorkehrungen zu treffen, um jenen Häuptling auf das strengste zu züchtigen. Die von Tajar Pascha bereits gegen die Araber, in der Provinz Mardin, so wie gegen die in den Gebirgen wohnenden Iasidis, errungenen Er. folge berechtigen zu der Hoffnun , daß es ihm gelingen werde, der in Kurdisian herrschenden Anarchie ein Ziel zu sehen. Die verschie- denen Fractionen der nefiorianischen Stämme von Takhobi und Tschel, welche von den Kurden waren an egriffen worden, sind von den Stämmen von Ober-Vervari und eguiani auf enommen und durch die Jürsor e des General-Gouverneurs von ossul mit allem Nö- tbigen verkehen worden. Auch wurden denselben die Mittel zu ihrer Veriheidigung verabfolgi.
Der hiesige Königlich Niederländische Minisier-Resideni, Herr Caspar von Testa, welcher 66 Dienstjahre zählt, iß in den Ruhestand versept und BarowMoUerus, Bruder des früheren Gesandten am wiener Hofe, zu seinem Nachfolger ernannt worden. Der bisherige
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