1880 / 88 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 14 Apr 1880 18:00:01 GMT) scan diff

at nr 2. Garde-Inf. Brig. verseßt. v. Strempel, Oberst und 1(*§,'k1)1tf1m*1xnk)eur des Füs. Regis. Nr. 40, unter Beförderung zum Gen. Major, zum Commandeur der 5. Inf. Brig. ernannt. von der Lochau Oberst-Lt. vom 3. Garde-Regt. 3. F., mit der Führung des Füs. Regis. Nr. 40, unter Stellung Q 18. 8111126 desielben,beauftragt. Frhr. v. H a m m e r | ein , Major u. etatSmäß. Stab? offiz. v. Gren. Regt.

r. 8, in gleicher Eigenschaft um 3. Garde-Regt. ;. F. versetzt. Pennricb, Major vom Gren. egt. Nr. 8, zum etaLSmäß. Stabs- offiz., Bendler, Hauptm. von demi. Regt., zum Comp. Chef, er- nannt. v. Gordon, Sec. Lt. von dems. Regt., zum Pr. Lt. be- fördert v. Kracht, Hauptm. und Comp. Chef vom 3. Gaxde- Regt. z. F., dcm Rest., unter Verleihung des Charakters als Major, aggregirt. v. Loebell, Pr. Lt. vom 3. Ga_rde-Regi. z. F, unter Entbind. von dem Kommando als Comp. Fuhrer bet der Unteroff. Vorschule in Weixburg, zum O_auptm. und Comp. Chef beföxdert. v. Colomb, Pr. Lt. vom Jm. Regt. Nr. 22, als Comp. ubrer zur Unteroff. Vorschule in Weilburg kommandtrt. v. Hom ergk zu Bach, Sec. Lt. vom Inf. Regt. Nr. 22, zum r. Lt. befördert. Kußen, Sec. Lt. vom FüßRegt. Nr. 36, m das nf.Regt. Nr. 22 verseßt. Perkuhn, Pr. Lt. vom Jyf. Regt. Nr. 45, unter Belas. in seinem Kommando als Comp. Fuhrer bei der Unteroff. Schule in Jülich, 5. 1a 5111150 des Inf. Regts. Nr. „72, v. Borcke, Pr. Lt. vom Gren. Regt. Nr. 109, unter Belass. _m seinem Kommando gls Comp. Führer bei der Unteroff. Schule in Weißenfels, 9. 19. IUÜÜ des Inf. Regis. Nr. 81, des Backes, Pr. Lt. vonx Inf. Regt. Nr.72, unter Belaff. in seinem Kommando als Comp. Fuhrer bei der Unteroff.Schule in Potsdam, 51a Inika des Inf. Regis. Nr. 52, gestellt. v. Borcke, Major und persönl. Adjut. des Prinzen Friedrich Carl von Preußen Königl. Hoheit, bis ultimo September d. I. zur Dienstleist. bei dem Drag. Regt. Nr. 6, Frhr. y. Malßahn, Rittm. und EScadr. Chef vom Hus. Neat. Nr. 5, bis ultimo Sep- tember d. I. zur Dienstleist. bei Sr.,Königl. Hoheit dem Prinzen Friedrich Carl von Preußen, kommandtrf. _ 10. April. v.Grol- man , Oberst und Commandeur des 3. Garde-Regts. 3. F., unter

SteUung 9. 1a auido dieses Regis., mit der Führung der 55. Inf. '

Brig, v. Kropff, Oberstlt. und Commandeur des Iäger-Bats. Nr. 9, mit der übrung des 3. Garde-Regts. z. F., unter Stellung 5.13 8111136 deffe ben, beauftragt. v. Vyern, Major vom Gren. Regt. Nr. 109, zum Commandeur des Jäger-Bats. Nr. 9 xrnannt. v. Wi nning, Major vom Inf. Regt. Nr. 81, unter Entbind. von dem Kommando als Adjut. bei dem Gen.Kommando des )(1.Armee- Corps, als etatömäß. StabSoffiz. in das Gren. Regt. Nr. 109 ver- setzt, v. Freybold, Hauptm. und Comp. Chef vom Inf. Regt. Nr. 75, als Adjut. zum Gen. Kommando des )(1. Armee-Corvs kommandirt. Stern, Hauptm., 'aggreg. dem Inf. Regt. Nr. 75, als Comp. Chef in dieses Regt. etnrangtrt. '

Abschiedsbewilligungen. Jm aktiven-Heece. Berlin, 6. April. v. Bos e, Gen. der Inf. und kommandirender (General des )(1. Armee-Corps, in Genehmigung seines Abséhiedßgesuxhes. unter Erhebung in den Grafenstand, sowie unter Belaff. in seinem 'Ver- bälmiß als Chef des Inf. Regis. Nx. 31 und der aktiven Drenst- zeichen, mit ens. zur Disp. gestellt. Lemmer, Rittm. und Comp. Chef vom rain-Vai. Nr. 15, mit Pens. zur Disp. gesteut. _ 8. April. Mogilowski, Major und Bats. Commandeur tm Fuß-Ärt. Regt. Nr. 2, mit Pens. zur Disp. gestellt.

Im Beurlaubtenstande. Berlin, 8. April. Achenbach, Sißci. tLt. von der Res. des Ulan. Regts. Nr. 5, der Abschied be- w g. _

Im SanitäLScorps. Berlin, 6. April. 131“. Andreae, Assist. Arzt 1. Kl. der Landw. vom 2. Bat. Landw. Regis. Nr. 1., der Abschied ertheilt.

In der Kaiserliäxen Marine.

Ernennungen, Beförderungen, Verse ungen xc. Berlin, 6. April. Schimmelpfennig, Zeug- r. Lt., zum Zeughauptm., Pudor. Zeug-Lt., zum Zeug-Pr. Lt. befördert.

YicHtamfkiaßos. Deutsches Reiéy.

Preußen. Berlin, 14. April. Bei den Kaiser- lichen Majestäten fand gestern im Palais ein größeres Diner statt, zu welchem, außer mehreren Generalen, der Königlich württembergische Staats:Minisier 01“. von Mitt- nacht sowie das Präsidium des Reichstags geladen waren.

_ Se. Kaiserliche und Königliche Hoheit der Kronprinz wohnte gestern früh dem VataiüonH-Exerzieren auf dem Moabiter Platze bei, nahm gegen Mittag militärische Meldungen entgegen und empfin demnächst den General der Infanterie z. D. Grafen von Bo e.

Nachmittags ertheilte Se. Kaiserliche Hoheit dem Ge- heimen Negierungs-Rath Professor Reuleaux eine Audienz und folgte Abends 7 Uhr der Einladung des französischen Botschafters, Grafen St. Val1ier, zum Diner.

_ Der BundeSrath, die vereinigten Ausschüsse desselben Für das Landheer und die Festungen, für das See- wesen un für Rechnungswesen, sowie die vereinigten Aus- schüsse für das Land eer und die Festungen und für Rech- nungswesen hielten eute Sißungen.

_ Der Bundesrath hat in der Sißung vom 18. März 1). J. beschlossen, das; zum Zweck der Berechnung der Wechs el- stempelsteuer der Mittelwerth von Einer italienischen Lira Papier auf 0,75 «E zu bestimmen sei.

_ In der heutigen (29.) Sißung desReichStages, welcher der, StaatE-Mmifter Hofmann und mehrere andere Bevollmächtigte „[zum BundeSrath und Kommissarien desselben beiwohnten, thei te der Präsident mit, daß eingegangen seien: der Geseßentwurf, betrxffend die Erhebung von Reichs- stempelabgaben, dieUebereinkunft mit Oesterreich- Ungarn wegen Verlängerung des Handelsver- trages vom 31. Dezember 1879, der Konsularvertrag mit BOSnien und der Herzegowina, die Al] emeinen Rechnungen über den Neichshaushalt des ahres 1875 ,und ein S rxiben des Reichskanzlers, betreffend die Ge- nehmx Upg des eichstages zur strafrechtlichen Verfolgung der „Pfä zischen Volkszeitun “weaen Beleidigung des Reichs- tages. 'Leßteres ging an die Ge chäftsordnungskommission. Die Petitionen: 1) des 2c. Ehrlich zu DreSden, die Erhebung des sog. BerechnungSgeldes für Bekleidung und Lehrmittel im Dresdenxr Kadettenhause 2c. betreffend; 2) des Ma istrats zu Soest, die Verlegung des ersten Bataillons des 55. nfanterte- Neßiment's nach_ Detmold betre end; 3) des Gewerbevereins zu Me ßen,d1eBeW1111 ung bezw.Ab ehnun der MittclfürErbauung einer Kaserne für as von Meißen na Dresden zu verlegende Kgl. „Sächs. 2. Iäger-Bataillon Nr. 13 betreffend; 4 des Magistrats u MöÜn, die Verlegung der 11. Abth. Hol eini- schen Feld- rttllerie-Regiments Nr. 24 von Mölln nach Schwerin betreffend, wurden durch die bei der Plenar- berqt ung zu den bezüglichen EtatsPositionen gefaßten Be- schlü e auf den Antrag des Berichterstatters der Budget-

Kommission, rhrn. von Mal a n=(Hül , ür erledi t erklärt. (SchlUß des Flames.) ib 1 f g

_ Das Staats-Ministerium trat heute, Mittags 1 Uhr, zu einer Sihung zusammen.

_ Nach der im Rei 'S-Eisenbahn-Amt aux estethßn, in der Ersten Beilage verö entlichten N achw e_ts un g u er dteim Monat ; ebruar d. I. auf deutschx'n Eiseanhnen _ ausschl. ayerns _ vorzekommenen Un stille waren ."" Ganzen Yu verzeichnen: 54 Entg eisungen und 16 Zusgmmenstöße fahren-

er Züge, und zwar wurden hiervon 39 Zuge, m1t Personen- beförderung _ von je 3287 Zügen dicser Gatiung Einer _ und 31 Güterzüge rekp. leer fahrenize Lokomotiyen betro en; ferner 53 Ent lei ungexi , 21 Zusammenstöße beim (MYM und 152 son ige Betrieb-Zereigmsse (Ueberfah-

ren von ; uhrwerken auf Wegeübergängen, Defekte an Maschi- nen und agen 2c.).

In Folge dieser Unfälle wurden 1 Beamter und 1_ fremde Person getödtet, 1 Passagier, 12 Beamte und.1 Arbeiter ver- leßt, 1 TLier getödtet und 98 Fahrzeuge erheblich und 187 un- er eblick) eschädigt.

Außer den vorstehend aufgeführten Perunglückungen_ vozi Personen kamen_ größtentheils durch eigene Unvorsrchtigkeit hervorgerufen _ noch vor: 27 Tödtungen (7 Beamte, 13 Arbeiter und 7 fremde Personen), 83 Verletzungen (33 Be: amte, 44 Arbeiter und 6 fremde Personen) und 10 Tödtungen bei beabsichtigtem Selbstmorde.

Faßt man sämmtliche Verunglückungen von Personen _ ausschließlich der Selbstmorde _ zusammen, so ent- fallen auf:

11. Staatsba nen und unter Staatsverwaltung fte ende Privat ahnea (bei zusammen 19 849 [(m Be- trie Slänge, 26 965 km Ge1eislänge und 443 956 949 geför- derten Achékilometern) 101 Fälle, darunter die Zrößte Anzahl auf die El1a3-Lothrin isckxsn Bahnen (14), die. ldenburgische (10) und die Obers lesische Bahn (10); verhältniß- mäßig, d. h. unter Berücksichtigung der geförderten Achs- kilometer und der im Betriebe gewesenen GeleiSlängen, sind die meisten Verunglückungen auf der Oberhessischen, der Saarbrücker und den Elsaß-Lothringischen Bahnen vor- gekommen.

13. Größere Privatbahnen _mitjeüber 1501-11) Be- triebslänge _ (bei zusammen 7514 km Betriebslänge, 9659 km Geleislänge und 137 241483 geförderten Achskilometern) 24 Fälle, dqrunter die größte Anzahl auf die Rheinische Bahn (8), die Recbte Oder-Ufer-Bahn (34), und die Berlin- Potsdam:Ma_gdeburger Bahn (3); ver ältnißmäßig sind auf der Berlm-Hambur er, der Berlin-Potsdam:Magdeburger und der Rechten Oder-U er-Bahn die meisten Verunglückungen vorgekommen.

0. Kleinere Privatbahnen _ mit je unter 150 ](m Betrieleänge' _ (bei zusammen 1063 ](m Vetriebslänge, 1136 ](m Geleislänge und 6 445 501 geförderten Achskilometern) 1 Fall, und zwar auf der Lübeck-Büchener Eisenbahn.

Von den im Ganzen beförderten 11107652 Reisenden wurde Einxr verleßt und zwar fand dicser Unfall auf den Elsaß-Lothrmgischen Bahnen statt.

* Von den im Vetriebsdienste thätig gewesenen Beamten wukdßet von je 16 322 Einer getödtet und von je 2901 Einer ver e .

, 7 Ein Vergleich m:?szemselben Monate des Vorjahres er- gießt, unter Berückfirhttgung der in beiden Zeitabschnitten e'fox'derten Achskxlometer und der im Betriebe gewesenen (He- etslangen, daß 1m Durchschnitt im Februar 5. Js. bei 15 Verwaltungen mehr und bei 18 Verwaltungen weniger und m Summa „ca. 15,7 „Proz. weniger Verunglückungen vor- gekommen smd, als 111 demselben Monate des Vorjahres.

_ _ Zu'r Verminderung des Schreibwerks hat der Minister für Landw1rkhschast2c. beschlossen, vom Etatsjahre 1. April 1880/81ab auf Einreichun einecZ Exemplars der Abs chlüs s e _ Kaffen-Extrakte nebst Bei agsn _ von der Domänen- und For'stverwaliung für die ersten beiden Quartale (April_ Zum iind Jul1-September) des Etatsjahres zu verzichten. Bezüglich der Etnxeichun der Abschlüsse fiir das dritte ngrtal und des F1nalab§zchl1tffes bewendet es bei dem bis- herigen Verfahren.

_ Cine Revisionsbegr'ündung in einer Strafsache durch Telegramm ist, nach einem Erkenntniß des Reichs- gerichts, 11. Strafsenats, vom13.Februar 1880, unwirksam.

_ Der vorgeseßten Behörde eines öffentlich 1) el eidigten Beamten, welche den Strafantrag gegen den Beleidiger ge- stel1t hat, kann vom Strafgericht, nach einem Erkenntnis; des Reick)9gerichts, 111. Strafsenats, vom 18. Februar 1880, die Befugnis; zur Veröffentlichung des wegen der Beleidigung ergangenen Strafurthetls zuerkannt werden.

_ Der Bevollmächtigte zum Bundesratl), Fürstiick) schaum- burg-lippesche Geheime Regierungö-Nat? Spring ist am ver- gangenen Sonntag hier eingetroffen; erner ist der Bevoll- mächtigte zum Bundesratl), Fürstlich reußische Staats-Minifter [)x-. von Veulwiß hier angekommen.

_ Als Aerzte haben sick) niedérgelaffen die Herren: Dr. Paul Carl in Landeck W./Pr., 1)r.Bin9wanger, 1)r. Schmidt, Dr. Micheler, Mißlaff, 1)r. Borchert, 1)r. Gutsck), Pick, l)r. Schwabe, [)r. TriUing, ])r. Unger, ])r. Weitling, Ur. Böhler, Or. Flaischlen, Moeli, 1)r. Heym, 1)r. Zeller und Dr.Wertram in Berlin, 0r.Beust in Pencun, 1)r. Bastian in Ueckermünde.

Münster, 12. April. In der heutigen Plenarsißun des 24. Westfälischen Provinzial-Landtags sind fo : gende Etats nach den Anträgen des provinzialständifchen Ver- waltungß-Ausschu es für die eit vom 1. April 1880 bis da- hin 1882 genehm gt bezw. fe tgestellt worden: 21. Über das Lanyarmen- und Arbeitshaus zu Benninghausen, b. die Pro- vinzral=Pflegeanstalt zu Gesecke, 0. für die drei rrenanstalten der Provin , (1. die von Vinke'schen Provinzial: lindenanftal- ten 8. die rovinzial-Taubstummenanstalten, k. die Hebammen- Lekéranstalt, g. des Provinzial-Landtags, 11. des Ständehauses un 1. der ständischen Verwaltung. Außerdem ist das Regle- ment der Anstalt Marienthal durchberathen.

1 WMKUIJM

Wiesbaden, 9. April. Na? Verlesung des Protokokls wurde in der heutigen vierten P enarsißung des Kom- mu 11 a [: L a n d t a g s ein Antrag des Landraths des Viedenkopéer Kreises auf Erhöhung des für den Bau der Bahn Köl e- Lga§phe bewiüigten Beitrags der Wegebaukommission über- miesen und sodann auf den einzigen Gegenstand der Tages- ordnung, „Antrag des Abgeordneten Böhner befzüglick) des Nothstandes auf dem Westerwald“, durch Ver esung des

Kommissionsberichts eingegangen. Die von der Kommission beschlossene weitere Verwendung von 1500 „45 zur Beschaffung von Saatfrucht, namentlich füx den unteren Westerwald, Wird Seitens des RegierungS-Prästdenten von Wurmb acceptirt und versprach derselbx, sofort Saatfrucht dort zu ver: tbeilen. Eine Mittheilung des Abgeordneten, Präsidenten Winter, daß er ohne Angabe eines Grundes aus der Wege; baukommission, iti welche er gewählt ist, auszutreten wünsche ward zur Diskussion gestellt. Ein Antrag des Abgeordneteä Grimm, keine neue Wahl vorzunehmen, und das Ansuchen des Abgeordneten Winter abzulehnen, wurde mit großer Majori- tät angenommen.

Bayern. München, 12. April. (Al]g. Ztg.) Dag „(Hefeß- und Verordnungsblatt“ beginnt heute mit der Vublizirung der diesjährigen Landrathsabs chied e. * Das „Hof: und Staatshandbuch für das Königreich Bayern 1880“ ist heute ausgegeben worden.

Zu einer unter dem Vorsiße des Regierung=Präsidenten Frhrn. von Feilißsck) vorgestern abgehaltenen Versammlung, zu welcher Personen aus alXen Ständcn und Klassen der Be- völkerung de's Regißrungsbezirks von Oberba ern eingeladen 1varen,kons_titu1rte sich das Kreiscomité für die ittelsbacher Lan desstifiun a zur Förderung des Handwerks in Stadt und Land_. An die Bürgermeister der unmittelbaren Städte und an die Vorstände der Königlichen Bezirksämter wird nun das Ersuchen'gerichtst werden, die Ausführung des Sammlungs- werkes einzuleiten und zu bewerkstelligen und zu diesem Zweck insbesondere disiriktive und lokale Comités, leßtere in aUen Gemeinden zu bilden, beziehungsweise deren Bildung zu ver: anlaffen.

Der Staats-Minister pes Königlichen Hauses und des Aeußexxen, Frhr. von Crailsheim, hat sich von seinem Un- wohlsem m den leßten Wochen soweit wieder erholt, daß er

vorgestern zum ersten Mal wieder im Ministerium selbst amtiren konnte.5

Württetxtberg. „Stuttgart, 13. April. TerKönig hatte Nachts emen „heftigen Hustenanfall, ist jedoch fieberfrei und konnte heute einige Stunden außer Bett zubringsn.

Mecklenburg-SchWeritt. Am 3. d. M. meldeten die „Meckchnb. Anz.“, Se.'Königliche Hoheit der Großherzog habe sich vo'r der, Reise nach Berlin eine leichte Kontusion zugezogen, 'die Saiiens des berühmten Chirurgen Professor ESmarch emen kleinen operativen Eingriff erfordert habe. In Folge dessen werde per Großherzog ein paar Tage an das Bßtt gefeffelt sem. Hißrnack) hätte man annehmen können, daß 61116 V§1serung baldigst eintreten würde. Leßteres ist aber leider mcht Her Fall gewesen, denn unter dem 9. d. M. melpet das amtl1che Blatt, daß Professor E9marck) zu einer zweiten Ko_11sultaiton m Schwerin erwartet werde, da das örtliche Leiden sick) nur langsam bessere.

Sachfen=Weiptar=Eisenach. Weimar, 12. Aprü (Dresdn.J.) Auch m Thüringen mehren sich die Bestrebungen. durck) HYbung des sittlich:religiösen Volkslebens zur Versdßnung derGemüther mitzuwirken. Es ist in den leßten Ja ren auf diesem Gebiet viel und mit dauerndem Er- folge geschaffen worden. „Frauenvereine zur Beaufsichtigung dex Waisen- und Pflegekinder arbeiten mit Ausvauer und Eingebung und erzielen gute Resultate. Auch die Versuche, ese- und Gesangsabende für Lehrlinge einzuführen, habßn lebhaften Anklang, gefundxn, und namentlich ist man bestrebt, Herbsrgen zur Heimatl) einzuführen, um dem umsichgreifenden Vagantenthum unter den Handwerkaurschen Einhalt zu thun.

Elxaß- Lothringen. Straßburg, 13. April. (Els.- Lothr. tg.) Das Gemeinderathsmitglied Camille Schlum-

berger in Colmar, bisher Erster Staatsanwalt, ist zum

Bürgermeister dieser Stadt ernannt worden.

Oesterreich-ngarn. Wien, 13. April.

„DisPOiitionsfondS“

egen die Fonds, dessen Verwendung sich jeder Kontrole nicht bewilligen werde. GrocholSki erklärte,

Partei den DisPOsitionsfonds bewiüige, rung dadurck) kein positives Vertrauensvotum woÜe. Kowalski erklärte, das; Seitens der Ruthenen dcr Dißpositionsfonds wegen der Unterstützung,

hätte, abgel9hnt werde. Der Di5positi'onsfonds wurde hierauf

in namentlicher Abstimmung mit 154 gegen 152 Stimmen » Budgcttitei hatte der Minister-Präsidcnt Gras ZZ.: Taaffe darauf hingewicsen, daß in der Debatte über das Budget im Jahre 1870 der Ab . Skene erklärt habe, der *

abgelehnt. Vor ch

" Abstimmung über den „DiSpOslllOUSfOUdS“

DisPQsitionchonds müsse Angesi ts der Parteiverhältniffß Oesterreichs jeder RYierung bewilligt werden. Er (Gras Taaffe) betrachte die ewiÜigung des Di§p0sition§fonds nicht als ein VertrauenSvotum und werde, wenn ihm der DisPo- sitionsfonds waiUigt werde, denselben in dem Sinne verwen- den, wie Skene i. Z. angegeben habe, nämlich zur Abwehr. _ Dem hiesigen „Telegraphen-Correspondenz-Bureau“

zufolge entbehren die Zeitungsmeldungen, als ob die Pforte '

auf der Basis einer Cession ihrer HoheitSreckUe in BoSnien und der Herzegowina eine Annäherung an Oesterreich-Ungarn oder eine Allianz suche, nach kompetenten Versicherungen jeder Bcgründung.

_ Der „Polit. Corresp.“ wird aus Konstantinopel vom 13.1). M. gemeldet: Unmittelbar nach der Unterzeichnung der Vräliminarakte über die Regelung der türkisch- montenegrischen Grenze richtete Sawas Pascha em Rundschreiben an die Vertreter der Pforte im Aus- lande, in welchem dieselben aufgefordert werden, auf den Zusammentritt der Botschafter der Mächte in Konstantinopel zur Ratifikation des türkisch:monienegrinischen Abkommens hinzuwirken. .

Lemberg, 12. April. Wie die hiesigen Blätter melden, ist die Hierherkunft des Kaisers und des Kron-

prinzen zu den diesjährigen Herbstmanövern bereits offtzieÜ .

angezeigt. Pest, 12. April. In der gestri en unter dem Vorstße Sr. Majestät abgehaltenenMinister: onferen wurde, wie die „Buda . Corr.“ erfährt, der Text des GeZeßentwursz über Mo ifikation des Welkrgeseßes endgültig fSsk- gesteth. "Eine der wichtigsten Betimmungen dieses Geseßent- wurfes nt, daß in Zukunft auch die zum Einjährig-Fre1wil11gen-

(W. T. B.) J:] Das Abgeordnetenhaus beschloß, in die Speziald€batte über das Budget einzutreten. Bei der Bcrathung des Titels

erklärte der Abg. Herbst im Namen der VerfassungSpartei, daß dieselbe aus Mißtrauen Aktion des Ministeriums den DiéZpositions-

entziehe, daß seine ZZZ) aber der Regie: ertheilen

welche die Regierung bei den leYten Wahlen den Polen zugewendet

' n Berechtigtexn z_ur Loosun zu erscheinen haben und nicht MhZ ausschließlich m die gerne?nsame,Arniee eintreten, sondern je nach den Loosungen entzvedxr 11) die gemeinsame oder in die Honved-Armee, r'esxzek'twe in die Landwehr. Die Be- dingun en für den Freimikltgendtenst _bleibxn im Wesentlichen die bis erigen. Der „Gesetzentwurf wurd m kurzer Zeit den Legislativen unterbrxttet werden.

Pest, 13. April. Das Un'terhaus hat mit 172 egen

62 Stimmen den_ früheren Minister ,für öffentliche Ar eiten und Kommurxikationen, Thomas P€chy zu seinem Präsi- denten gewahlt.

Niederlande. Haag, 12. April. (Cöln. Ztg.) Die

weite Kammi-„r der Generalstaaten hat heute den mit

Zelgien geschloffenßn Vertrag in'Betreff des Kanals von Ternenzen mit 55 gegen 7 Stimmen genehmigt.

Großbritannien und Irland. London, 12. April. (Allg. Corr.) Die allgemeinen Wahlen find nunmehr thatsächlich als bcexidet gnzuiehen, uyd„da9 Ergebniß ist, daß die liberale Minoritéit _m, eme M010r11ät verwandelt wurde, die größer ist, als ste in irgend einem englischen Parlament seit 1832 gewesen. Bis zum Sonnabend Abend waren von den 650 Mitgliedern des Hauses der Gemeinen 626 gewählt, nämlich 348 Liberale, 227 Konservative und 51 Homeruler, und die Liberalen hatten den Konservativen 108 SiHe abge- rungen. Am Sonnabend gewannen dis Liberalen je einen Sitz in der Grafschaft Armagh, m Nord-Derbyshire, in Nord- Northamptonshire und in Siid-Northumberland, und zwei Siße in dem Südwest-Riding von Yorkshire. Den Home- rulers gelang es, in der ir1schenGraischaft Carlow die beiden konservaiiven Kandidaten mit bedeutender Stimmenmehrheit zu besiegen. _ ' ' ,

_ 13. April. (W. T. B.) DLL Liberalen gewannen heute zwei weitere Parlamentssiße in East-Worcestershire und einen in North=Lincolnshireck

Frankreich. Paris, 12. April. (Fr. Corr.) In der gestrigen Deputirtenwahl in Besanczon, welche in Folge der Ernennung des Hrn. Albert Grévy, Civilgouverneurs von Algerien, zum Senator außgeschrisben worden war, er- langten: der radikals Kandidat Beauquier, der in seinem Wahlmanifeste u. A. für die Abschaffung der Präsidentschaft der Republik zu wirken versprach, 3580, der Republikaner O. Ordinaire (Schattirung der Union républicaine) 2832, der Republikaner Damd (linkes Centrum) 1436 und Journault, der ehemalige Generalsekretär des Hrn. Albert Grévy in Algerien, dEr noch im leßten Augenblicke als Kandidat auf- getrßt'en war, 475 Stimmen. Eine Stichwahl ist noth- wen tg.

_ 13. April. (W. T. B.) Im Gegensatz zu ander- weitigen Gerüchten über die neuen diplomatiLchen Er- nennungen meldet die „Agence Havas“, daß isher nur die Ernennungen Say's zum Botschafter in London und Duchatels zum Botschafter in Wien als feststehend zu be- trachten seien.

Der „Temps“ erklärt gegeniiber der Nachricht des Jour- nals „Union“, daß der Conseilspräsident de Freycinet bisher keinen Protest deS päpstlichen Stuhles gegen die Dekrete vom 29. März erhalten habe.

Obwohl Streichungen bei dem Budget des Kultus : Ministeriums vorgeschlagen waren, be- schloß die Budget-Suvkomm'ission doch, im Prinzip die geforderten Kredite zu bewilligen, um den durch das Concordat auferlegten Verpflichtmigen nachzukommen, doch nur unter der Bedingung, daß die Geistlichkeit den staatlicth Institutionen gegeniiber keine feindselige Hal- tung einnehme. Der Berichterstatter der Kommission hat den Auftrag erhalten, in seinem Berichte etwaige Desiderata auf- zuführen. Die Subkommisfion lehnte 29 ab, den Kredit für die Herstellung der Kathedrale in Amiens und fÜr die Be- soldung zweier Bischöfe in ngerisn zu erhöhen, Und beschloß, den geforderten Kredit für den Unterricht in den Kircheiz- gesangschulen um 100 000 Frcs. [)erabzuscßen und ebenso dre Unterstützung für die autorisirten Kongregationen für Mäzmer und Frauen zu reduziren. _ Bei der Berathung der Stipen- dien für Seminare stel1te Lockroy den Antrag, die Re: giLrung aufzufordern, den Scminarunterricht zu über- wachen, um ihn den organischen Geseßen conform zu machen.

Italien. Rom, 13. April. (W. T. B.) Die Depu- tirtenkammer wählte in zwcifachem Wahlgange den mi: nisteriellen Kandidaten Coppino mit 174 von 342 Stimmen zum Präsidenten. ZanardeÜi erhielt 144 Stimmen; 24 Stimmzettel waren unbeschrieben.

Türkei. Konstantinopel, 13. April. (W. T. V.) Die Präliminarakte iiber die Regelung der türkisch- montenegrinischen Grenze ist um Mitternacht auf der italienischen Gesandtschaft durch Sawas Pascha und den monte: negrinischen Geschäftsträger unterzeichnet worden. In dem Abkommen wird eine zehntägige Frist zur U mung der an Monte n egro abzutretenden Gebietstheile Seitens der türkischen Truppen festgeseßt. Die montenegrinischen Kommandanten find Seitens der Pforte 24 Stunden vorher von der Räumung eines jeden Punkxes zu verständigen. Die türkischen Behörden stehen für die Ordnung in den zu räu- menden Oertlichkeiten nur bis zum Augenblick der Räumung ein.

Rumänien. Bukarest, 13.April. (W.T. B.) Die Deputirtenkammer genehmigte mit 57 gegen 6 Stimmen den Handelswertrag mit England.

Montenegro. Cettinje, 12. April. „(Wien„ Z.) Sämmtliche Mitglieder des hier akkreditirten diplomatis en Corps haben sich eingefunden, um Zeugen der Feststeaun'g es Termines der Uebergabe und der Uebergabe-Formalitäten für die zwischen der Pforte und Montenegro aUSge- tauschten Gebietstheile zu sein.

Rußland und Polen. St. Petersburg, 13. April. (W. T. B.) Die „Agence Russe“ reproduztrt einen Pa- User Brief der „Neuen Zeit“, in welchem dex Cor- respondent dieses Blattes über eine mit dem chinesischen Gesandten in Paris, Marquis Tseng-kee-ßec, „gc- hgbte Unter redung'berichtet. Leßterer habe dabei erkxart, d19„chinesisY? Regierung sei gewillt, um jeden Preis einen Kruxg mit ußland u vermeiden und die freundschaftltchen Beziehungen zu demkelben aufrecht zu erhalten. Die „Agence RUD?“ bemerkt hierzu, diese Nachrichten bestätigten ihxe eigenen In ormationen; sie sei überzeugt, daß der Marqms Tseng- kee-ßee bei seiner Hierherkunft mit aller derjenigen Acktung werde xmpfangen und gehört werden, welche seinem ange und semen wohlmeinenden Absichten gebühre.

Schweden und Norwegen. 'S'tockholm, 13. April. (W. T. B.) Das gesammte Ministexiym hat _hexxte eine Entlassung eingereicht. Se. Ma1estat de_r KOng hat, sicherem Vernehmen nach, „den Grafen Nerd Posse mit der Bildung des neuen Kabmets beauftragt.

Amerika. Washington, 13.Apr1l. (W.T.B.) Der Staatssekretär des Auswärtigen, Evaxts, at dem Kongreß ein Schreiben zugehen, lassen, 1!) we chem er mittheilt, daß die chinesische N'eßierung Hie Vorschläge des amerikanischen Gesandten bezüg ich der Mittel zur Ver: hinderung der übermäßigen AuY-wanderung der Chinesen nach den Vereinigten Staaten in wohlwolXZder Weise ent- gegengenommen habe. Es werde eme befriedigende Lösung disser Frage erwartet. , .

New-York, 13. April. (7453. T. B.) Der Kongreß von Mexico ist, nach hier emgegangepen Nachrichten, am 1. d. M. von dem Präsidentezi Porfmo Diaz mit einer Botschaft eröffnet worden, m welcher derselbe die innere Lage' sowie die Beziehungen zunx Auslande als befriedigend bezLicßnet besonders seien die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten durchaus herzliche.

Aus dem Wolffschen Telegraphen-Bureau.

L o n d 0 n , Mittwoch, 14. April, Morgens. Der „Standard“ und der „Daily Telegrap?“ erfahren, daß das Kabinet bald nach der Rückkehr Ihrer Majetät der KÖ'ULUL. demissioniren werde. Die Führer der Liberalen haben 016 fÜr nachstsen DonnLrstag an- beraumt gewesene Berathung vertagt. _ DW „Timeß“ meldet aus Kabul von gestern: General Rochrts erklärte den ver- sammelten afghanischen Häuptlingen, i_ne englischen Truppen würden zurückgezogen werden, sohald die Häuptlinge Über die Ernennung eines Emirs einig seien, dessen Regierung Dauer ?ersprxche und welcher England gegenüber freundlich ge- innt ei.

St. Petersburg, Mittwoch, 14. April. Der „Regie- rungsbote“ meldet heute die bereits mitgetheilte Entlassun des bisherigen Chefs der Ober-Preßverwaltung, Geheimrat Grigorieff, welche auf deset; Ansuche'n aus Gesundheits: rücksichten erfolgt. Se. Majestät, dEr Keyser verlieh Grigorieff gleichzeitig eine goldene Tabatu'zre Mit seinem Bildniß in Brillanten. ,

Washington, Dienstag, 13. April. Das Repräsentanten- haus genehmigte ein Amendement zum Armeebudget, wodurch die Verwendung von Truppen zu polizeilichen Zwecken bei den Wahlen untersagt wird.

Stat-Lstifche Nachrichten.

Jm Februarbeft dieses Jahrgangs _der Monatßhefie des Kaiserlichen statistischen Amts ist die außfubrlicbe Bearbeitung der Statistik der landwirthscbaftlicben Bodenßenutzung ent- halten, welche nach dem Bestande der Kultxxrarten vom Sommer 1878 aufgenommen Worden ist. Die Uebersicbten nebst erläuterndem Text geben Aufschluß über die Vertheilung nicht nur der Hauptarten 'der Bodenbenußung _ Ackerland, Gärten, Weinberge, Wiese, W'erde, Wald und einzelner Kategorien des weder land- noch foxstwtrtb- schaftlich benutzten Areals _ auf “561: Gesammifläcbe des Reichs, der einzelnen Staaten und deren größerer Bezirke, sondern" auch über'die Beseßung des Ackerlandes, das 47,8 0/0 der Gesammtflaäye des Reichs außmacht, mit den einzelnen Arten von Getreide. Hülsenfrüchten, Kackirücbten, GemüsemHandengewäckpsen und Futterpflanzen. Außsrdem

nd Mittheilungen acmacht über den Anbau als Haupt- und Neben- bezw. Nachfrucbt, als Winter- und Sommerfrucht, über die Grünfutter- flächen bei Getreide u.dz[. Reber] der absoluten Hektarenzahl der Anbau- flächen in der bezeichneten Spezialifirung findet man die eritfprecben- den Verbältnißzahlen berechnet, Welche den Prozentanthetl der ge- nannten hauptsächlichen Bodenbenußungsarten an der Gesammt- fläche, der landwirtbscbaftlichen Bodenbenuxungsarten an der land- wirthschaftlicben Fläche, und der einzelnen eldfrücbte am Ackerlande zeigen, Dieser sebr umfassenden Bearbeitung der ersten deutschen Anbaustatistik hofft das Statistische Amt noch eine speziellere, yon kartographiscben DarsteUungcn begleitete, einzelner besonders" Wick)- tiger Punkte folgxn zu lassen, zu der bis cht dgs Mat'erial fuydas Reich nicbt voüständig vorliegt. Cine, das Gejammibi'ld allerdings nicht Wesentlich trübende Lücke ist in dieser Statistik durcb Has Fehlen des Fürstenibums Lipp; (Detmold) vorbaxden, welches kerne Nacbwäse Yliefert bat. Abgcstben von den 1189912111 dicses Siaats beim; im eiche die Fiäcbe

des Acker- und Gartenlandes . 25 999 670 113,

der Weinberge . . . 133 845 ,

dcr Wiesen . . . . . . . . . 5907 629

der Weiden und Zutungen . . „. . . . 4602 782

des landwiribscha tliclzen Areals uberhaupt 36 643 927

der Forsten und Holzungen . . . 13 839 205

des übrigen Areals . . . . . . . . 3 393 759

Kunst, Wiffenschast und Literaknr.

Mittheilungen des Verei7ns für Hanzburgiscbe Geschichte. 111. Jahrgang, Nrn. 1 bis 3, Januar-Marz 1880. _ In der (Hencr-xlversammlung des Vereins am 17. November v. I. ist an Stelle des auSgetretenen zweiten Vo'EsiekZers, Pastors 1)r. Möncke- berg, Hr. Hauptmann C. F. Gaedecbcns' ertvablt wyrden. Die Siel- lung des Hrn. ])r. Koppmann als ständiger Sekretar wurde auf fiinf Jahre (1879-1883) prolongirt. Der ersie Vorsteher macht? M1t- ibeilungen über die im September 1880 m amb_urg stattfindendk Vcrsammlung der Vertreter der deutsében Vereme fur Geschichnte imd Alterthumskunde, worauf der Vorstand'beauftrag't wurde, moglichst frühzeitig eine Kommission für di: w1ssenschaftltchxn und ine ge- schäftlichen Angelegenheiten dieser Versammlung zu bilken, Die Zahl der Vereinßmiwlieder beträgt 201. _ Von d'en vorliegenYeu Num- mern enthält die erste vvn C. F. Gaebechenß em uuxfangreicbes Ver- zeichnis; der seit dem Jahre 1876 erschienenen quburLisckyen Medaillen, deren nunmehr bersitß 2204 vorhanden sind, wie es enn in Ha,mb,urg seit mehr als 200 Jahren Sitteist, aufalle bermzrragenkzen Ereignisse, Personen, Familienfeste, Jubiläen 2c. solche Medaillen pragen zu lassen. Unter den hier aufgeführten und beschrichenen Medatllexi findet sich eine solche auf den Fürsten BiEmarck, eme, Preismedatlle auf die Jndustrie-AussteUung, eine andere "auf- die interngjionale Molkerei- Ausstellung (1877), auf die Enibuüung des Kriegexdenkma'ls, auf die Einweihung des St. Petritburms (1878), auf den t'nternattonalen Markt für landwirthschaftliche Gerathe und Mafcbmerx, auf die bundertjäbrige Geburtstagsfeier F._L. Jahns, auf den Dichter Frttz Reuter, auf das 350 jährige Iubelsest des Johanneums (1879), auf die goldene Hochzeit des KaiserpaareS, auf den BYuch Sr. Kaiser- lichen Hoheit des Kronprinzen im JaZre 1873 u. s. w. _ Die beiden andern Nummern enthalten, an er VexemSnacbrixbtenxnd Referaten über in den Sitzungen gehaltene Vortrage, Aufsaße uber die ehemalige Prätur von J. F. Voigt, über den „Namen der St. Petrikirche von K. Wolters, über .das „große Gluck“ der Reper- gesellen, von A. Hach und J. H, Siegeler dasselbe war danach ein Becher mit doppeltem Boden, von denexi er äußere durchbrochen war, so daß man die bei vorherigequchutteln nach oben gekommene Seite des dazwischen liegenden Wurfels erkennen u'nd nach dem Trinken den sequsn8 bestimmen konnte); “ferner über eme Karte von jHamburg aus dem Jahre 1690 von K. Koppmann, üher die angeb- xcbe Sch1acht bci Eppendorf (am 2. Februar 880, zwischen Sachsen und Normannen) vvn demselben u. v. a.

Gewerbe und Handel.

Der VerwaltungSrath der DiSkonto-Gesellschas1 bixlt gestern eine Sitzung, in welcher über die Bixanz des leßten We- schäftéjabres berichtet wurde. Der Gewinn beiragt ca. 9900000 «. wovon ca. 720000 «45 für Verwaltungskosten abgeben und 2400 000 „M für die auf die Kommanditantbeile bereits bezahlte Abschlagsdividende von 4 0/0 in Anrechnung kommen. Aus dem Rest- gewinn soll den Kommanditären eine Superdividende von 6 0/0 ge- währt und ein Betrag von 1287 600 „M der aÜgemeinen Reserve iuaefübrt werden, welche dadurch auf 8069 547,88 „M steigt. Als Uebertrag auf neue Rechnung verbleiben ca. 300000 „je: Nach An- hörung der Bilanz-Revifionskommisfion erklärte sich der Verwal- tungsrat!) mit diesen Vorschlägen einverstanden und seyte den Termin der ordentlichen Generalversammlung auf den 10, Mg: fest. ,

-- Nach einem Telegramm der „B. Börs-thz.“ ist die Dividende der Aachener DiSconto-Gesellschafx fur das Jahr-1879 auf 5% festgeseßt worden. ,

_ Die Verwaltung der Ravensberger. Spinnerei zu Bielefeld hat am Schlusse des 25. Geschafthahrs des Instituts ein gxscbmackooll anSgestattetes (Heßenkblattxrsckpeinen [affe'n und demselben eine kurze historische Skizze angefugt, welcher 'w'tr über die Entwickelung der Fabrik-Etabliffements und des Domizils d'ét- selben Folaendes entnehmen. Im Jahre 1857 wurd? der Betrieb mit 3500 Spindeln eröffnet. Die Stadt Bielefeld_ hatte nach der Zählung von 1852 10 637 Einwohner un) 3 mit xmxr Yampkaast von 40 Pferdestärken arbeitende Anlagen. Gagenwarttz zahlt Biele- feld 29 358 Einwvbner, und es befinden fich im Stadjkretsz 52 ge- werbliche Anlagen, die mit 1344 Pserdekraft arbeiten. Der Grund und Boden, welchen die Ravensberger Spinnerei besitzx, umkaßt 22 133. 20 a; hiervon werden benuth 4 113 47 a für die Spinnerei zu Fabrikgebäuden, Veamfenwohnungen und Hofraum, 57 a zu Arbeiterwobnungen, 5 ha 36 a als (Garten- und „Ackerland und zu Wiesen, 92 a zu Bleichgebäuden 2c., 11 113 fur Bleich- zwecke zum Auslegen der Garne. _ In die Arbeiterkaffen flossen Seitens des Etablissements ca. 88 000 „M, für Wege, Schulen, Kirchen n. s. w. wurden ähnliche Summen verausgabt. 1863 wurde die Filiale Wolfenbüttel als vermeintlicher Ersatz iür unge- nügend gewvrdene Flacbsbeziehungen und Arbeitskräfte gkgründet, doch hielten diese Voraussetzungen nicht lange vvr. Die mit dem Bau und der Verarbeitung der Zuckeriübxn einireienden Verhält- niffe reduzirten die einheimischen Arbeiter auf 41%; jeist Werden etwa 150000 Bündel in Wolfenbüttel produzirt. In Bielefeld stieg 1879 die Produktion auf 510000 Bündel und der Verkauf auf 571 MiUionen Mark. Die durchschnittliche Dividende für die vollende- ten 25 Jahre betrug pro Jahr 291773 „M oder 8,09%. Von den ersten 12 Stiftern der Gesellschaft leben zur Zeii noch drei, die stets dcm VerWaltungsrathe angehörten. ,

Nürnberg, 12. April. (Hopfenmarktbertcht vvn Leyvold Held, Hopfen-Kommissionßgeschäft.) Im Laufe der leisten Woche unterlag der Geschäftsgang am Hopfenmarkte keiner Wesentlichen Veränderung, sowohl was den Preisstand als was die Marktsituation im Aklgemeinen anbetrifft. Gesucht sind wie früher mit wenig Aus- nahmen nur gutfarbige Hopfen. Die Zufubren repräsentiren fort- danernd bedeutend geringere Zahlen als der Umsatz; es bezifferten fich in dieser Woche die Verkäufe auf ca. 600 Ballen, während_die Ab- ladungen nur ca. 260 Bauen betrugen. Die aus diesem Umstande Herriihrende Verminderung der Lagerbestände verhinderte bis “etzt das Eintreten eives weiteren PreisfaÜeS. Alte Hopfen ilind fraglos und umsaßlos. Die Notirungen lauten: Markt- rvaare gering 60-75 „15, mittel 80_100 «M, prima 110_ 120 „75; Gebirgsbopsen 120_130 „ik; Hallertauer gerinJ 65- 75 25, mittel 80-120 „75, prima 130-140 „15; Ha cctauer Siegelgut (Wolnzach, Au) mittel 125-140 „jk, prima 140- - 160 «15; Spalter Land, leichtere Lagen, 115-135 „M, 1chwere Lagen 140-16025; Spalter Stadt 190-200-8; Ai|ch- und Zennqründer gering 60-75 „M, mittel 80_105 „15, prima 115-130 «M; Württemberger gering 60-75 „M, mittel 80_105 „ii, prima 120_130 “Fü; Badischer gering 60_75 „45, mittel 80_105 „M, prima 120_130./M; Polnischer gering 60-75 „45, mittel 80_105 «FQ, prima 125-135 «74; Elsässer gering 60-75 «M, mitte180_105--ü, prima 120-130 «15; Altmärker 60-70 “M; Ober-Oefterreicber 60 _70 «FC; Lothringer 60-70-45; Belgi1cher55_65, 7821: 20-30 „45; 77er 10_20 «M

New-York, 12. April. (W. T. B.) Weizen-Verscbif- fungen der letzten Woche von den atlantischen Häfen der Ver- einigten Staaten nach England 144000, do. nach dem Kontinent 100000, do. von Kalifornien und Oregon nach England 50 000 Ortrs. Visible Supply an Weizen 24 437 000 Bmhel, do. “00. an Mais 15 187 000 Bushel.

Verkehrs-Anftalten.

Si.Peter9burg,13.Apci[. (W. T. B.)

Die Neiva ist cht auf 30 Werft frei vom Eise.

Berlin, 14. April 1880.

Das Direktorium der Fischerei-Auöstellung trat heut Vormittag unter Vorfiß des Ministerial-Direkfors Marcard zu einer Sißung zusammen, in der zunächst das Anerbieten der 80,11- “1'818p110119-00, «i' (3111011111311 8116. WQijUZtoo, durch die Räume der Ausstellung auf eigene Kosten cin: Telephonverbindung herzusteüen, angenommen Wurde. Wie sodann mitgetheilt [werden konnte, ist der Katalog nunmehr vqllständig in Druck gegeben und fichere Hoff- nung, daß er zur Eröffnung ferti? vorliegen werde. Die Verhandlungen mit der Pferdebabngesellscbaft s nd insofern zu emen] Abschlusse ge- bracht, als sich die Direktion der Pferdebahn bereit exklärt hat, sowohl vom Brandenburger Tbor wie vom Monbijouplas direkte Wa,",en nach der Ausstellung und zurück kursiren zu lassen, die an ihren Seiten einen Riesenlachs mit der Aufschrift ,Ftscbereiags- stellung“ tragen werd*n. Die Wagen der Ringbahn werden wah- rend der Ausstellung aÜe 4 statt 5 Ykinuten kursiren. Eine direkte Verbindung der Ringbahn mit der Ausstellung vom Oranienburger Thor aus wird zunächst nicht geplant„ da durch Umsteigen in die Wagen, die vom Monbijouylaß dorthin fahren, Gelegenheit zur Verbindung gegeben ist. Wte Stadtxatb Sarre endlich mittbeilen konnte, werden die angrenzenden Straßen am Er- öffnungstage Flaggenscbmuck anlegen.

Hamburg, 12. April. (H. Corr.) (Yesterxz Nachmittag ZUbr elangte die Nachricht hierher, daß bei der Luhe em großes Dampk- Schiff in Brand geratben sei. Es steÜte sich heraus, daß es dre .,Alnwick-Castle“ war, von Englanh kommend, mit Waffen unh Stein- kohlen beladen und nach Valparaiw lzesttmmt, welche zur Einnahme einer großen Quantität Pulver in die „Elbe gelaufen War. Auf Welche Weise das Feuer entstanden, ist bislang noch nicht erznittelt. Das Schiff ist theilweise unter WasserKciesth und bei der Lgbe auf den Strand bugfirt. Es ing das Gerucbt, Haß dasselbe bereits zum großen Theil mit Pulver eladen ewcsen; dtes_ ist indeß mcbt der Fall, und la en die mit Pulver eladenen Leichter zur Zeit noch ängs Seite es Schiffes. Der Datxivfer soll durcb Fear; bedeutend beschädigt sein. Sonstige UnYücksfalle sind, soweit bekannt, nicht vorgekommen. _ Späteren erichten zufo1ge ist das Schiff hinten voll Wasser und ist bei Hochwasser das Hinterdeck von Wasser be- deckt. Vcrn daaegen sist der Dampfer zietxilwb hoch auf. Der vordere Theil des Schiffes ist ganz ausgebrannt; die beiden vordersten Masten sind über Bord gefallen und das Deck eingestürzt. Das Feuer soll in der Kohlenladung entstanden sein und hat die anze Nacht ge- brannt. _ Die letzten Meldungen besagen, daß kein Feuer mehr zu sehen war; es stic en jedoch noch immer Rauchwol en auf. Der Taucher Hardeors? mit seinem Löschapparate und andere Fabr-

zetsxge waren auf der Seite des Dampfers beschäftigt, das Feuer zu lö,chen.