A a la e 11. gUo ............ 18.......U8111. _ 7011 (18111 77881111888818811811 1318116011818 1. 88118. 1121111881011 13. 11111. ..... 110 ..... 111181 ...... 2118111 831110111 7118111811 1118111111“ 1111 1181058511105» ZÜFSUkJSAÜ-UU; ....... 111 1181 87181111111011811 "7788tx118115818011811 [1811688118118-1T888811 1111ä 1181 (181811 8g81113111811 70111 ....... 1118 . . . 18 . . . _ 79788t11181188180118 (318118131-11811(180118118-1)118811011 211 1181188881881. (8181111181) (1711081111118 (188 (181161'8-1-[13-nä501]aftZ“])1k80T0r8.) 1318881 Kupon 77110 1111811111111", 7781111 (1888811 ZSBTZZ 1118111: 1118 211111 ....... 18 . . 8111011811 17110.
Anlage 111. 1131011.
211 (18111 1318116511818 (181 1178811118118818811811 1181168011811 1. 88118.
111111881011 13. 111131 ..... F0 ..... 111181
...... 118111 . 8011 (18111 1318888188188 (118888 ,[1110118 (118 118118 1T11110118-88118 R0 ..... RK (118 .181118 7011 301111111118 18 . . 1118 1781110885188 18 . 1181 (181 1788191808818811811 (38118181-1181188811afdJ-Djrecrion 211 UÜÜLUMSTÜLL' 1111 7781111188518€1118811-14118281111111Z8-"1'811111118 18 .“ . ÜUZJN'Gijß 778111811. .
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(8181111181) (178081111118 (188 (18118181-118111(188118.118-1)118er018.)
Ministerium der öffentlichen Arbeiten.
Die Königliche Eisenbahn-Direktion in Hanndver ist mit Anferiigun der genereUen Vorarbeiteii für eme norma!- spurige EiFenbahn untergeordneter Bedentung von Lollar nach Gladenbach beauftragt worden.
Yichtamiliches. Deutsches Reich.
Preußen. Berlin, 4. Mai. Se. Majestät der Kaiser und König machten, laut Meldung des „W.T.B.“ aus Wiesbaden, gestern eine Spazierfahrt und wohnten NbendH der Vorsiellrmg im Theater bei.
Heute nahmen S8. Majestät die Vorträge des“ Hys- marschalls Grafen Perponcher und des Chefs des Mtlitar- kabinets, General=Lieutenants von Albedyll, entgegexi.
Nachmittagéz wurde Se. Königliche Hoheit der Großherzog von Hessen mit Seinen Töchtern erwartet.
_ Se. Kaiserliche und Königliche Hoheit der Kronprinz besuchte gestern Nachmittag von 2 Uhr ablängere Zeit die Internationale Fischerei-Ausfteüung Und folgte um 51/2 Uhr der Einladung des, Vize-Vräsidenten des Staats- Ministeriums, Grafen zu Stolberg-Wernigerode zum Diner.
_ Die vereinigten AUHfchüffe des Bundesraths für Handel und Verkehr und für Eisenbahnen, Post und Tele- graphen traten heute zu einer Sißung zusammen.
_ Der Schlußberickxt über die gestrige Sißung des Rechstages befindet sich in der Ersten Beilage.
_ In der heutigen (45) Sißung des Reichstages, welcher der Staats-Minifter Hofmann und mehrere andere Bevollmächtigte zum Bundesrath und Kommiffarien desselben beiwohnten, theilte der Präsident mit, daß eingegangen sei: das Uebereirikommen zwischen dem Deuts en Reich und der Schweizwegen provisorischer Regelung der Han elsbeziel)ungen._ Darauftrat das:“: Haus in die erste Berathung der am 7. März 1880 quien unterzeichneten Nevidirten Elbschiffahrtsakte nebst Schlußprotokol]? von demselben Tage. Der Abg. 01.51381- brück lenkte die Aufmerksamkeit des Hauses auf die Bestimmung der Vorlage, wonach die Verzoüung der auf der Elbe eingehenden Waaren an der Zollgrenze genau 10 stattfinden soUe, als wenn die Waaren zu Lande eingingen. Auf diesem Wege würde es möglich sein, den gesammten nach Altona und Hamburg gehenden Verkehr auf der Elbe durch die Ver- legnng der Zollgrenze M der Elbe unterhakb dieser Städte einer Veronung zu unterwerfen. Er beantrage deshalb die Prüfung dieser Vorlage in einer Kommission von 14 Mitgliedern. Gegen diesen Antrag erklärte der Staatsminister Hofmann in dem Falle nichts einwenden zu 111011811, wenn derselbe nicht das
ustandekommen der Vorlage in dieser Session gefährde. Ein 1achlich88Bedenken'walte aber gegen die angefochtene Bestim- mung nicht 011. Die ZoÜgrenze sei bereits auf der Elbe gegen Oesterreich 1181 der ersten deutschen Zollstation, bei Schandau und am Unteren Lauf des J-lnffes dicht oberhalb Hamburg?; gezogen. Der Vundechath würde auch, wenn die vom Vorredner beanstandete Bestimmung ans der Vorlage entfernt würde, befugt sein, die Verlegung der Zoll- grenze auf der Elbe an eine andere Stelle des ZoUver- eins zu beschließen. Nachdem sich der Abg. Frhr. von Min- nigerode mit dem Antrag Delbrück einverstanden erklärthatte, wurde derselbe angenommen. In erster und zweiter Be- rathung wurde der am 25. Februar 1880 zu Berlin unterzeich- neteVertrag zwischen Deutschland und Oesterreich- Ungarn wegen Beglaubigung der von öffentlichen Be- hörden und Beamten aUSgesteUten und beglaubigten Urkunden ohne Debatte unverändert genehmi 1. Es folgte die erste Berathung der UebereinkUULt zwischen Deutschland und Belgien vom 22. April 1880 wegen proviÉrischer Regelung der Handelsbeziehungen. Der Wirkliche eheime Rath von Philipsborn bezeéchnete als den Inhalt der Vorlage, daß sie den 88111155 (]110 aufrecht erhalte und 111 die Möglichkeit schaffe, auf Grund desselben zu einem Defimtivum zu gelangen. Der Abg. Dr. Majunke sprach sein Bedaztern aus, daß dem Reichstage nicht w1e dem belgischen Repräsentantenhause Aufschlüsse über den materiellen Inhalt des Vertrages und die darüber geführten Verhandlungen gemacht seien. Auf eine Anfrage des Abg. . Grafen u Stolberg (Rastenburg) erwiderte der 281171111118 Geheime Rath von Philipsborn, daß das ]eßige Provisorium nicht gekündigt werden könne, sondern bis zu dem in demselben genannten 1201711111118 118 quem fortbestehe. Darauf wurde die Vorlage in erster und zweiter Berathung unverändert genehm1gt., Das Gleiche geschah mit den Gefes- entwürfen, betreffend die Konsulargerichtsbarkeit in BoSUien,
in der Herzegowwa und in Egypten., ür die Auggaben ,und Einnahmen 1188 Deutsch en Rei 8 für das Etarxswhr 1878/79 wurde der Regierung nach einer kurzen Debatte, an welcher fich die Abgg, Frhr. von Minmgerode, Rickert und Richter (Hagen) betheiligten, nach dem Anfrage der Nechnngs- kommission, in deren Namen der Abg. orn refer1rte, vor1äufige Decharge ertheilt. Es folgte die dritte Berathuyg des Geseßentwurfs, betr. die Abänderung des §. 30 des (He- seßes gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie vom 21. Oktober 1878. „Der Abg. Liebknecht bezeichnete als die Aufgabe der ' sozialdemokra- tischen Abgeordneten, dem Volke das Material zu liefern, damit es über diejenigen richten könne, welche sich zu Richtern der Sozialdemokratie aufgeworfen hatten. Man könne das Sozialistengeseß nicht Mit den, Attentaten motiviren, denn die Attentate seien der Sdzialdemokratie fälschlich in die Schuhe geschoben worden. ' D18_Urheber des Sozialistengeseßes bekämpften nicht die amtatorische Sozial- demokratie, sondern die gemäßigte. Beim Schluff8 des'BlaFteß führte der Redner eine Reihe von EinzelfälLen an, die semer Meinung nach eine mit dem „Sinne und dem Wortlaut des Gesetzes unvereinbare Handhabung desselben bemiesen.
_ Nach §. 3 Th. 1 Tit. 22 des Pr. Allg. L. R. muß jeder Grundbesißer sich solche Einschränkungen ge- fallen lassen, ohne welche ein anderes Grundstück ganz oder zum Theil unbrauchbar sein würde, es kann )edoch naeh §. 8 daselbst Niemand durch wiÜk'irliche Veränderungen in 'der Gestalt, Hauptbestimnnmg oder NußungSart seines Grundstücks den Andern zn dergleichen Einschränkungen verpfhchten. InaVe- ug 01 f diese Bestimmungen hat daS Rex ch8g8r1 cht, ]].„Hulfs- ?enat, durch Erkenntnifz v. 12. Febr. d. J. wlgende Rechtsfaße aiif- eftelli: Hat sich der West 81: eines Grundstfxcks durch 1011]- ürliche Handlungen in eine othlage gebracht, in deren,; olge ihm die Nußung seines Grundstücks anz oder zum Thei xm- möglich sein würde, so kann er von einem Nachbar nicht „eine Einschränkung des Eigenthums desselben verlangetz, damit er aus dieser von ihm selbst gescha enen Noth Wieder befreit werde. War dagegen die na der Veränderung der Benußung deS servitutsbedürftigen Grundstücks bean- spruchte Servitut bereits vor der Veränderung der Be- nußung nothwendig, thatsächlich aber nicht beansprucht worden , so ist die Unbrauchbarkeit des Grundstückes ohne die beanspruchte Servitut nach deffen natürlicher Eigen- schaft und der Art der Benußung zu der Zeit zu beurtheilen, in welcher die noihwendige Servituk in Anspruch gendmmen wird. „Klägerin hat allerdings das servitutbedürftige Grund- stück als Ackerstück gekauft und früher als folcheS benutzt, sie hat dasselbe jedoch gegenwärtig als Thongrube in Bemuzung und befördert von dort aus den gewonnenen Thon nach ihrer südlich der Kohleneisenbahn des Verklagten belegenen Ziegelei. Es kommt mithin bei Entscheidung der Frage, ob gerade der Verklagte mit einer Kohkeneisenbahn zur Gestattunxz drr noth- wendigen Servitut verpflichtet sei, nicht blos auf die Lage des servitutbedürftigen Grundstückes, sondern hauptsächlich darauf an, daß Klägerin südlich der Kohleneisendahn des Verklagten die zur Verwendung des » uf ersterem Grundstücke gewonne- nen Materials bestimmtel iegelet beßßt.“
_ Der hiesige Königlick) spanische Gesandte, Graf von Benomar, hat Berlin mit Urlaub verlassen. Während seiner Abwesenheit fungirt als“ inYerimistischer Geschäftsträger der Legations-Sekretär Don 21118 del- Arco.
Baden. Karlé-Zruhe, 30.211318, (Cöln. Volksztg.) Das gestern erschienene „Anzeigeblatt fiir die Erzdiöcese Frei- burg“ enthäkt einen Erlaß des erzbischöflichen KapitelS- Vikariats in „betreff des Nachweises der gllgemeinen wissenschaftlichen Vorbildung der'Geistlichen. In der Einleitung hLLßtYÖ: „Unser. oberhirtkiches Amt legt uns die unerläßliche Pflichx auf, Mit aÜeerorgfalt die tüchtige Heranbildung und die Athutorisation der uns Miter- stehenden Geistlichen zu „leiten,. Wir smd andererseits aher auch verpflichtet, 1010611, 88 in unseren Kräften liegt, für 81118 ausreichende Pastoratwn zu sorgen und möglichst dem Nothstande unserer Seelsorge, ahzuhelfen. Jm Hin- blick hierauf und da die Pflege der stttltch=religiös8n Interessen am besten diirch das harmonische ZusammeUWirken zwischexi der Staatß- und Kirchengewalt gedeiht, haben wir uns dem Gesetz vom 5. 1). M. unterzogen. Wir begrüßen diesen bedentsamen Schritt zur Anbahnung des Friedens zwxschen Staat und Kirche.“ Der Erlaß führt sedan'n (1118, das Geseß' verlange n_ur, daß „die Kandidaten des geistlichen Standes die Absol- mrung der fiir die Übrigen sogengnnten Berufsfächer vorge- schriebenen Gymngsml-„und akademischen Studien nachweisen“. sHieraiti schließt sich eme bischöfliche Verordnung, welche be- timm :
]) Die Kandidaten der Theologie haben spätestens vier Wochen vor Abhaltung des kirchlichen 0011612118118 1110 8811111111110 'die im Ge- setze bezeichneten Nachweisungen (Absoluwrium und Universitäts- zeugniffe) der Kirchenbehörde vorzulegen. 2) Jene Priester, Welche die erwähnten Nackwäsnngen nicbt vvrlegen können, haben ihre cm- dern Papiere (iiber Heimaihberecbtigung, Studiengang) stets der Kirchenbehörde vorzulegen, das erstemal sdfort, Wenn sie im badischen Theil der Diöcese in der Seelsorge ständig thätig sein wollen. 3) Priester, welche nur vorübergehend, aber zur Steüvcrtretung oder Ausbülse im badischen Theil der Diöcesc zur Verwendung kommen, haben der Kirrhenbehörde vorzulegen Zeugnisse über Or- dination , seitheriqe Dienstleistung 11111: Heimathberechtigung. 4) In allen diesen Fällen wird die Kirchenbehörde an der Hand der ihr übergebenen NaÖWeisungen bei der (Großherzoglichen Regierung die erforderlichen Schritte thun, daß der Verwendung der Betreffenden im Kirchendienfte kein staat- liches Hindernis; im Wege steht, bezw. die erforderliche Dispens ertheilt werde. 5) Zur blos gelegentlichen, bezw. zeitkveisen AushÜTfe Seitens der im Auslande, besonders an der Grenze angesteÜten Priester gemügt der Auftrag des kirchlich besteslten Pfarrers oder Pfarrwerwesers. Falls der aushelfende Priester staailick) noch nicht als zugelassen erklärt ist, so hat der ])Jk0911l18 1081 118111 Ministerium des Innern Anzeiße zu machen unter Angabe von Namen, Wohnsitz und sonstiger Dienststellung des Aushelfenden. 6) Um die Besetzung von Kirchenämtern mit den seit 1863 ordinirten Priestern möglichst zu beschleunigen, werden die Betheiligten schließlich aufgefordert, ihre Papiere baldmöglichst der Kirchenbchörde vorzulegen.
Sacksen=Weimar=Eifenach. Weimar, 2. Mai. FOr. J.) .Die Forstakademie in Eisenach, ein Spröß- mg der berühmten sächsischen Akademie , feiert heute ihr 5010 riges Bestehen. Sie wurde 1808 als Privatansialt von dem ber-Forstrath König, einem Zögling Cotta's, zunächst m Ruhla gegründet, 1830 aber vom Staat Übernommen und nach Eisenach verlegt., Sie steht seit 1850 unter der Leitung des Ober-Landforstmeisters Greve. Die Akademie, die seit 1830 von 1081 Schülern besucht worden ist, darunter 186
aus dem Großherzogthum, 848 aus den Heutschen Staaten,. 47 aus dem Auslande, blickt auf eiiien, Zeztraum ausgezeich- neter Wirksamkeit zurück und hat, Wie in einem Handschreihen Sr. Königlichen Hoheit des Großherzogs an den Leiter derselben aUSgesprochen wird, sich wohlverdiente Anerkennuzig nicht nur im Lande, sondern weit über dasselbe hinaus LM“ Dienste der Wissenschaft und der praktischen Forstwrrthfthafts- lehre erworben.
Sarhsen-Coburg-Gotha. Cqburg, 2. _Mai. (Dr.J.) Der hier versammelt gewesene gemeinschaf'tlichenLgndtag der Herzogthümer Coburg und Gotha hat seine Thatigkeit be- endigt und ist am 30. 0. M. vertagt'wdrden; es_erfolgt nun- mehr wieder der Zusammentritt des hiesigen Spezial_=Landtags- In Bezug auf den bereits mitgetheilten Axitrag eines 211198- ordneten des gemeinschaftlichen Landtags, die vertragsnzaßige Zuständigkeit der Strafkammer in Coburg betreffend, sei noch erwähnt, daß dieser Antrag von der Rechtézkommisston anders gefaßt wurde und in dieser Fassung, mcht m der des Antrag- stellers, vom gemeinschaftlichen Landtage auch einstimm1g an- genommen worden _ist. _
Gotha, 29. April. (Mgdh. Ztg.) Seit dem Jahre 1854 isi der Etat der Staatskasse deS HerzogthumS Gotha. von 1 726 800 auf 2433 200 «15. gestiegen. An Klaffen- und Einkommensteuer wurden erhoben von 1854-1858 228 000 „16. jährlich, von 1877_1881 dagegen 560 000 «18
Oesterreich = Ungarn. Wien, 2. Mai." Wie die- „Presse“ erfährt, werden der König UUd die Konigin der“ Belgier, sowie Prin essin Stephame zu Anfang des Monat?, Irmi Oesterrei Ungarn besuchen. _ , ,
_ 3. Mai. (W. T. B.) Der bisherige h18stge fran- zösische Botschafter, Teifserenc de Bdrt, welcher heilte Nachmittag von der Kaiserin iii AbschiedSaudienz empfgn- gen wurde und morgen vom Kaiser empfangen werden Wird, hat, der „Polit. Corresp.“ zufolge, das Großkrenz deH St. Stephan-Ordens erhalten. ,
_4. Mai. Der volkswirthschaftkche Axisschuß decZ Abgeordnetenhauses nahm die Uebereiiikunfr zwischen Oesterreich und Deutschland über dxe Ver- längerung des Handel?:provisoriums bis zum 30. Zum 1881 unverändert an, Bezüglich des VeredelUngWerkehrH wurde mit 13 gegen 10 Stimmen eine von Jsbary beantragte Re: solUtion angenommen, in welcher die Regierung aufgefordert wird, unbeschadet des Grenzverkehrs dafiir Sorge zu tragen,. daß mit dem 30. Juni 1881 der biHherige Veredelungsverkehr- aufgehoben werde. _
_ Die Vertreter der gemeinsamen Regierung, 1188 die?,- seitigen Und des UUgarischen Ministeriums haben 111 exner Konferenz beim Reichs-Finanz-Minister den EUtwurf einer Vrivilegien-Ordnung, eines Markexi- und MUst'er- schUZ-Geseßes für Vo§nien Und die HexzegonZina, festgesteÜt und hierauf eine Reihe von ZdÜadnnnistrqtions- Angelegenheiten der okkupirten Länder geregelt. _ Mit dem 1.d.M. haben die österreichischezi Konsulate in BoS- nien UNd der Herzegowina ihre Thätigkeit emgeftelLt.
Ragusa, 3. Mai. Eine Abtheilung von 6000 Montenegrinern ist nach Podgorißa abgegangen, um das Vordringen der bei Tust konzentrirten Albanesen gegen Podgorißa zu verhindern.
Großbritannien und Irland. London, 1. Mai. (Allg. Corr.) Ihre Majestät die Königin hat den Earl Cowper zum Vizekönig von Irland ernannt. Lord O'Hagan, der unter Gladstone's Verwaltung 1868 Lord- kanzler für Irland war, hat diesen Posten Wieder Über- nommen.
Die „London Gazette“ meldet die Ernennung des Hrn. Plowden zum britischen General-Konsul in Bagdad. _ Ferner wurden esiern ernannt: Mr. Leonard Court- ney zum Vize:Prä11denten des Handelsamts, Mr. Osborne Organ zum General:Audite11r(J1-1dge Advocate General), Mr. Hibbert zum parlamentarischen Sekretär des LokalregierungS: amtes, Sir A. D. Hayder, Mr. John HolmS und Mr. C. C. Cotes zu Jimior Lords des Schaßamts.
Sir Charles Dilke, der neue Unter-Staatssckretär des Auswärtigen, hat Hrn. George Murray zn seinem Sekretär ernannt.
Das Oberhaus trat gestern Nachmittag um 2 Uhr ZU- sammen. Bald darauf erschienen die Königlichen Komm1ffare auf ihren Pläßen. Der Träger des schwarzen Stabes Wurde abgeschickt, um die Gemeinen nach dem Hause zu entb1eten. Bei seinem Eintreffen war Mr. Brand, der neuerwählte Sprecher, von einer großen Anzahl von Mitgliedern des Unterhauses begleitet. Mr. Brand sqgte: Ick) have Eure Herrlichkeiten zu benachrichtigen, daß in Gehdrsam Ihrer Majestät Befehle, Ihrer Majestät getrcuesteGeme'men, „11121118- üdung ihrer undestreitbaren Rechte und Privilegien, die Wahl eines: Sprechers vorgenommen haben und ihre Wahl auf mich selbst gefallen ist. Ich stehe nunmehr in Person vor Ihren Schran- ken und Unterwerfe mich in aUer Unterthäniékeit Ihrer Majestät huldvokler Bestätigung._D8r Lordkanz er erwiderte: Mr. Brand! wir sind beauftragt, Sie zu versichern, daß Ihre Majestät von Ihrem Eifer für den öffentlichen Dienst und von Ihrer vollständigen Zuliinglichkeit fiir die A118übung dermiihe- vollen Pfkichten, mit denen Dero getreue Gemeinen Sie be: traut haben, so sehr durchdrungen ist, daß sie aufs Bereit- wiÜigfte Sie als deren Sprecher anerkennt und bestätigt. Mr. Brand: Jah“ unterwerfe mich in 01181 Unterthänigkeit und Dankbarkeit Ihrer Majestät huldvollstem Beiehl. Es liegt mir nunmehr ob, im Namen und Auftrag der Gemeinen des Vereinigten Königreiches, ihre gesammte unbestreitbare Rechte und Privilegien zu beanspruchen. Ich bitte Ihre Majestät unterthänigst um Redefreiheit in der Debatte, um Schuß vor Haftnahmeihrer Diener und eigenen Personen, und vor AÜem um die Freiheit des Zutritts zur Köni in, wenn Umstände dies erheischen, forme um giinstig e Dentung aller ihrer Handlungen. Was mich selber betrifft, so bitte ich, daß faÜs ein 3th 11111 begangen wird, derselbe mir selber und nicht J rer axestät getreueften Gemeinen zur Last gelegt werde. er Lordk anzler: Herr Sprecher, wir sind ferner beauftragt, Ihnen mitzutheilen, daß Ihre Majestät bereitwilligst alle Rechte und Privilegien anerkennt,. welche den Gemeinen je von ihren Königlichen Vorgängern gewährt worden sind. Betreffs Hhrer selbst, mein Herr, wird- Ihre Ma'estät, obschon sie wol) weiß, daß Sie einer derar- ngen Zuicherung nicht benöthigt sind, Ihren Worten und T aten alle Zeit die günstigste Deutung zu T(eil werden la en. _ Der Sprecher zog sich hierauf zurii . _ Lord
,. "zum Vorfißenden - muß nun die
Unterhauses weigerte
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Peaconsfield hatte das Haus gegen 2 Uhr betreten und tach Ablegung des LehnSeides seinen Siß auf der ersten Oppositionsbank eingenommen,“ auf dem Platze, den Loxd Granville einzunehmen pflegte. _ Das Haus vertagte sick) zegen 5 Uhr.
Das Unterhaus versammelte sich ebenfaUs um 2 Uhr. Bald darauf wurden die Mitglieder vom Träger desfchwarzen Stabes nach dem Oberhause behufs Vorüellung des neuge- wählten Sprechers, Mr. Brand, entboten. Während ihrer Ab: wesenheit wnrden vier Tische in den Sißungssaal gebracht, vor dem „Tisch des Hauses“ aufgestellt, und auf jeden Tisch acht Neue Testamente gelegt. Nachdem der Sprecher, der nur eine gewöhnliche Perrücke und keine Robe trug, nach dem Unterhause zurückgekehrt, hielt er folgende Ansprache an die
. versammelten Mitglieder: „Ick habe das Haus zu benachrich-
tigen, daß ;„'Ihre Majestät durch ihre Kommission geruht hat, meine ahl zum Sprecher zu genehmigen, und ich habe in Ihrem Namen und zu Ihren Gunsten mein ergebenes *Biitgesuck) an Ihre Majestät eingelegt für alle Ihre alten Rechte und Privilegien, wie Redefreiheit bei Debatteti, Be- freiung von Verhaftung für „Ihre Personen Und die Ihrer Dienstboten, freien Zutritt zu Ihrer Majestät, wenn immer die Gelegenheit es erheischen sollte, und daß (111811 Ihren Handlungen eine günstige Deutung beigelegt werde. Alles dies hat Ihre Majestät durch ihre Kommissäre zu genehmigen und zu verleihen geruht, wie die?: stets von ihr selber oder ihren Vorgängern gethan „worden. Meine erste Pflicht in diesem Hause ist, meinen achtUngsvoklen und er- gebenen D821k fiir die mir durch 11181118 Wahl erwiesene Ehre auszusprechen. Ich Mitglieder dieses Hauses ersuchen, in Gemäßheit des üblichen Herkommens den Lehnseid an dem Tische des Hauses zu Leisten.“ Der Sekretär, Sir T. Erskine May, vereidigte hierauf den Sprecher, der das Haus unverzüglich darauf verließ und bekleidet mit seiner Aflongeperrücke und Rebe zurückkehrte. Der Sekretär verlas sodann das VarlamentSregister in der alphabetischen Reihen- folge der Grafschaften, und sämmtliche Vertreter der Städte in den Grafschaften, sowie die Grafschaft-Zvertreter selber für Bedfordshire und die anderen Grafschaften in der Liste bis Cumberland, leisteten zuerst den Eid. Nach der Eidesleistrmg trugen die Mitglieder ihre Nmnen in das Varlamentsreaister ein. DieseB Geschäft nahm den ganzen Nachmittag bis 5Uhr in Anspruch und Wird heute (Sonnabend) fortgesetzt. Im Ganzen sind bis jeßt 350 Mitglieder vereidigt worden.
Die Spaltung unter den H0merulersschei11tsich immer kritischer gestalten 31! wollen. Partiel! Und sein An- hang haben beschlossen, sich von der liberalen Partei gänzlich zu trennen und im Unterhaitse Sitze auf der Opposition-Zseite einzunehmen. Während der gestrigen Sißung nahmen die Deputirten Finigan und O'Donnel ihre alten Pläße zur Linken des Sprecherstnhles ein. Mr. Shaw, das Haupt der gemäßigten Homeruxer, saß mit seinen Anhängern auf der Liberalen oder ministeriellen Seite.
Seitens Ihrer Majestät Regiernng ist an die dänische Regierung das Gesuch gerichtet worden, an der grönländischen Küste nach etwaigen Spuren des verschoÜenen Schulschiffes „Atalanta“ forschen zu lassen.
Das Indische Amt hat vom Vizekönig ein vom 30. v. M. MMM Telegramm folgcndeanhalts empfangen: „Authentischen Berichten zufolge ist der gestern iibexmittelte von eingeborenen Boten überbrachte Bericht über daS Gefecht des Generals Roß mit dem Feinde uud die Verluste des ltheren in hohem Grade Übertrieben.“
AUS Bombay wird unterm 29. 0. M. gemeldet: Aby Shad, “der Führer des Einfalls in Dubrai, hat seinFort ver- lanen, das zerstört wurde. Er und mehrere seiner Anhänger wurden nach Kandahar gebracht, wo ihnen der Prozeß gemacht werden wird. „
_ 3. Mai. (W. T. B.) In der heutigen Sitzung des „ sich Bradlaugh, den vor: geschriebenen Eid zu leisten und verlangte, daß eine ein-
? fache Erklärung genügen soklte. Cavendish brachte hierauf
den Antrag ein, einen Ausschuß zur Entscheidung dieser Frage zu ernennen. Northcote umtcrstülzte den Antrag, der vom Hanse angenommen wurde. _ Im weiteren Verlaufe der Sitzung wurde die Vornahme von Neuwahlen für die durch die Bildung des neuen Kabinets vacant gewordenen Siße angeo_rdnet. _ Der Deputirte Wolff theilte mit, daß er denznächst die Aufmerksamkeit des Hanses auf die durch den Berliner Vertrag der Türkei gegenüber Übernonnnenen Verpflichtnngen lenken und eine bezi'tgliche Resolution bean- tragen werde.
Frankreich. P0118, 2. Mai. (Fr". Corr.) Das „Journal des DebatH“ begleitet die Anzeige von der Ernennung des Hrn. Le on Say zum Botschafter in London nut 811181: Note, (11 der, es heißt: „Die Regierung hat erachtet, das; 111 dem Augenbl1cke,_ da die Besprechungen wegen eines neuen Handelsvertrags nut England eröffnet 1118111811 sollen, die Fachkenntnisse und schon der Name des Hrn. Léon Say einen besonderen „Vortheil böten. Hr. Léon Say hat nicht geglaubt, die ihm angetragene Mission ab-
“ lehnen zu sollen, sondern er nahm sie unter den Bedingungen
an, unter welchen man sie ihm antrug. Er wird also in London die Unterhandlimgen wegen des Handelswertrags an: bahnen, und wenn er mit dem Titel eines Botschafters hingeht, fo geschieht es, weil dieser Titel nach der Ansicht der Regierung ihm eine größereAutorität fiir die Durchführung einer so wich: tigen Aufgabe verleihen dürfte. Die Anbahnung eineH Handels- vertrags mit England wird die Verhandlungen der beiden Kgmmern iiber den Zolltarif durchaus nicht stören; vielleicht 1011711 sogar das Znsammentreffen dieser beiden Arbeiten, der diplomatischen und der parlamentarischen, dem gemeinsamen Ziele noch förderlich sein. Der Vertrag wird übrigenS von den Kammern bestätigt werden müssen, die hier, wie in allen an- deren FäUen, daS letzte Wort beixalten. Nur dieses Ueber- angSverhälttiiß konnte die Regierung bestimmen, auf die onst sq geschaßten Dienste des Admirals Pothuau in London zu verzichten. Aus denseYben Gründen hat auch Hr. L8on Say nicht angestanden, sich für den Augenblick vom Senat zu entfernen und dem _Rufe, welchen die Regierung zu einem bestimmten wecke an ihn richtete, olge Zu leisten“.
Das „ arlement“ erklärt ich mt der dem deutschen BundeSrath unterbreiteten Wehrsteuer durchaus einverstan- den und sagt, man könne voraussehen, daß Frankreich über kurz oder lang ebenfalls das Prinzip einer solchen militärischen Taxe annelmen werde.
Der emeinderath _Charles Quentin, ein Freund Gambetta's und Mitarbetter der „Petite République franeaise“
ist 11013 dem Minister des Innern auf den wichtigen Posten, des Direktors des öffentlichen Wohlthätigkeitswescns berufen worden.
„_ 3. Mai. (W. T. B.) Auf der Tagesordnung der heutigen Sißung der Deputirtenkammer stand die Interpellation Lamy's (linkes Centrum) „über die Dekrete vom 29. März. Bei Begründung seiner Inter- peklation bestritt Lamy die Gültigkeit der alten Gesetze, die zu Gunsten der Dekrete vom 29. März angeführt worden seien. Der Justiz:Minister Cazot wies die Gültigkeit diefer Geseße nach, die keine-ZwegH außer Kraft getreten seien. Diese Geseße seien vielmehr stets in Anwendung ebracht worden, so oft man wollte, obwohl man sie zeitweiig aus (erichgültigkeit oder strafbarer Connipenz ruhen gelassen. Die Republik habe das Recht, sich zu vertheidigen; die Regierung werde daher die Gesetzgebung in An- wendung bringen, wie es ihr Recht und ihre Pflicht sei. Sie werde die glorreiche Erbschaft der „Väter nicht aufgeben. Die Redner der republi- kanischen Partei erklärten, Angesichts dieser Rede des Justiz-Ministers, auf das Wort verzichten zu woÜen, La Rochefoucauld-Bisaecia protestirte gegen die Dekrete im Namen der Freiheit. Lamy beantragte eine TageHordnung, in we1cher die sofortige Vorlegung eines Geseßes üHer die Vereinigungen gefordert wird. Die Regierung beantragte den Uebergang zur einfachen Tagesordnung, welche mit 362 gegen 137 Stimmen angenommen wurde. _ Der Bonapartist Mitchell wünschte die Regierung iiber die Anwendung des Munizipalgesesz in der Gironde zu interpeÜiren. Dl? TTerathung die er Interpeklation wurde auf einen Monat ver ag .
John Lemoinne hat dem Ersuchen des Direktors des „Journal'des DSbatS“ nachgegeben, wird in seine frühere SteÜrmg zurückkehren und nicht den GesandtsckzastsPosten in Brüssel Übernehmen.
Italien. Rom, 3. Mai. (W. T. B.) Der Minister- Vräsident Cairoli hat an die Vertreter Italiens im Aus- lande ,ein Rundschreiben, betreffend die Auflösung der Deputirtenkammer und die Neuwahlen, gerichtet. Jn demselben wird hervorgehen, daß das Ministerium sick) den Wählern mrt dem Pro ramme nußhringender Reformen im Innern, welche? zuglei Beruhigung und Versöhnkichkeit nach außen hm zeige, vorstellen werde. Dieses Programm entspreche dem Wimsche der großen Mehrheit des Landes.
Ein aus CriéZpi, Nicotera und Zanardelli bestehendes C omité hat, Namens der Deputirten der Linken, welche (im 29. v. M. gegen das Ministeritim stimmten, ein von 51 Deputirten unterzeichnetes Wahlmanifest erlassen, in wel- chem die Gründe für die Abstimmung vom 29. U. M. dar- gelegt und die Wähler aufgefordert werden, von den Kandi- daten der Linken ein klares, aufrichtiges Programm und eine entschieden liberale Politik zu verlangen. In dem Wahl- manifefte wird 311 leich der Wunsch einer Versöhnung mit den Freimden der «.inken, die fiir das Ministerium stimmten, aiisgesprochen. Die neue konservative Partei beabsich- tigt ebenfaÜS, Wahlkandidaten aufzusteUen.
Türkei. Vera, 2. Mai. (W. Pr.) Vorgestern ist ein zweites Teskereh (Zuschrift) der Pforte an die albane- sische ' Lig'a abgegangen, in welcher dieselbe aufgefordert wird, ihre in dem , an Montenegro abzutretenden Gebiete stehenden Truppen 1118 zum 8. d. abzuberufen. _ Der Krieg?-
Mmister bereitet eine größere Truppensendung nach
Kreta vor.
Serbien. Belgrad, 2, Mai. (Vest. L.) Nistics [18011stragte den Gesandten Kristics, neuerliche Schritte wegen Abschlusses des Zoll: und HandelEvertrages zwischen Oesterreich-Ungarn und Serbien vorzunehmen._Die Ersaßwahlen fiir die Skupschlina finden am 21. Mai statt. _Die Staatsbahn sendete 10 Ingenieure nach Leskovac
wegen der TracirungeZardeiten der Linie Nisch.
Aus dem Wolffschen Telegraphen-Bureau.
Darmstadt, Dienstag, 4. Mai, Mittags. Der Groß: herzog Und die Prinzessinnen Victoria und Elisabeth sind, einer Einladung Sr. Majestät des Kaisers zur heutigen Tafel folgend,'heute Mittag nach Wiesbaden abgereist. Die beiden Prinzessinnen werden sich nächsten Sonntag zu längerem Auf: enthalte nach England begeben.
Konstantinopel, Dienstaq, 4. Mai. Der Nuntius VannuteUi ist bemüht, eine Versöhnung der antihaffunistischen Armenier mit Nom herbeizuführen. Der Patriarch, HaffLm, begiebt sich am nächsten Freitag nach Rom.
Nr. 23 des „Amtsblatts des ReiÖs-Postamts“ hat folgenden InhalL: Verfügungen: vom 15.218111 1880: Außergewöhn- liche statistische Ermittelungen über den Postpäckereiverkcbr auf den Etseubghnen. _ Vom 29. April 1880: Post-Dampfschiffverbindungen mit Danemark und Schweden.
_ Nr. 8 des .Marine-Verordnungs-Blatte8“ hat folgenden Inhalt: Geseß, betreffend Dienstzeit beim Lazareth Yoko- hama. _ Sanitätßdiensireglement. _ 0011188 beef. _ Großmonti- ruzigskompetenz der Milttäranwärter. _ Schulverzeichniffe. _ Dienst- 2c. Reisen. _ Wettrudern. _ WohnungWeldzusckoufz. _ Heimaths- 2c. Zahlungen. _ Kohlenbeschaffung. _ Schiffsbiichcr- kisten. _ Personalverändcrungcn. _ Benachrichtixmnaen.
_Nr.1_1des Armee-Verordnungs-Blatts hatfolnendm Inhalt: Amhebung des §. 88 des Reglements über die Natural- verpßegung der Truppen im Frieden nebst zugehörigem Nachtrag und Erganzung des I'. 92 Alinea 2 ebendaselbst. _ Neue Probe des Karabinerfutterals. _ Neue Probe des Lanzenarmriemens und Ein- fuhrung eines Doppellanzenscbuhes am linken Steigbüsel bei den Ulauen. _ Kompetenz an Kocbbolz bei Aufhebung eines Biwaks. _ Anderweite Bezeichnung des 1. Bataillons (Rotenburg i. H.) 2. Thüringischen Landwehr-Regiments Nr. 32. _ Abänderung der Be- stimmungen betreffend die Befugnisse zur Benrlaubuna von Offi- zieren 2c. _ Einmalige Veibülfe für Unteroffiziere; _ 17. Nachtrag zu den Vorschriften über Einrichtung und Ausstattung der Kasernen. Konstruktions - Aenderungen an Kavalleriesäbel mecklenburgisckeen Modells. _ Modifikation des §. 157 des Reglements über die Be- kleidung und Ausküftung der Truppen im Frieden, Vom 30. April 1868. _ Nachweisung der während des ersten Vierteljabtes 1880 bei den Reicbs-Telearaphenanstalten vorgekommenen_ Veränderungen. _ Sibxma 'zu den Liquidationen der Truppen uber die Abfindungs- belrage fur ubernommene Selbftbcwirtbscbaftung von Kasernen und StaUunZen. _ Berichtigung. _ Die Ermittelung! des Eigenthümers eines Ringe", Welcher angeblich einem deutschen Offizier :c. während des lcßten Feldzuges verloren gegangen ist.
Staäßifche Nachrichten.
Gemäß den Veröffentlickouna-m des Kaiserlichen Gesund- beitSamts find in der 17, Jahreswoche von je 1000 Be- wohnern, auf derz Jahresdurcbscbnitt berechnet. als gestorben emeldet: in Berlin 27,5, in 2318811111 33,2, in Königsber 31,6, in
öln 23,1, in Frankfurt a. M. 17.9, in Hannover 22,7, in 1181 16 9, in ngdeburg 27,4, in Stettin 22,4, in Altona 28,1, in Straßburg 27,2, .in Metz _, in' München 42,7, in Nürnberg 28,1, in Augsburg 39,8, 111 Dresdeu 24,1, in Leipzig 26,9, in Stuttgart 23,0, in Braunschwäg 30,9, in Karlßrube 21,8. in Hamburg 25,5, in B818129,6, in Brüffel 22,0, in, Wien 34,2, in Budapest _, in Prag 41,0, in Triest 34,1, in Paris 30,8, in Amsterdam 34,8, in Kovenbagen 33,4, in Stockholm 28,1, _in Christiania 24,0, in St. Petersburg 59,4, in Warschgu 28,1, in Odeffa 37,7, in Bukarest 39,8, in Rom 38,4, in Turm 35,1, in When _, in Madrid _, in London 20,2, in GlaSJow 25,3, in Liverpool 23,7, in Dublin 35,8, in Ediuhurg ' “' 5, inAlexandrien (Egypten) 33,1. Ferner aus früheren Wochen: in New- York 25,8, m Pbrlczdelpbia 19,0, in Chicaao 16 6, in St. Franzisko 15,4, 111 St. Lonis 13,8, in Cincinnati 17,7, in Calcutta 27,9, tn Bonxbav 40,05, in Madras _.
_ Beim Beginn der Woche herrschten an dcn miitel-, 11811- und suddeutschen Beobachtungsstationen WCstlile und nordwesÉTiche, (1:1 den östlichen Stationen südliche und südwestlicb-z Lufxströmunaen, xoelÖe [Eßteke _aber auch bald in nordrvestliche Umgingen. Am 19., 1." Breslau erst am 20, ging der Wind an den meisten Stationen Uher Ngrdost nach Sudojt. in Bremen und KarlLruhe bis nach Süd- West, haufig Mit nordrvestlichen Windriäotungen wechse[nd. Arn Schluß der Woche machten sich jedoch in den ost- und Westdeutschen Beob'achtu'ngsoxten Westliche, an den mittel- und norddeutschen süd- Wesixtckoe, m K1rl§r1che nördliche Windströmungen geltend. Die An- fangs der Woche das Monatßmittel Weit üherstéigende Luftwärme sank besonders in Süddeutschland und stieg erst wieder am Schluß der Woche. Es regnete besonders in Süddeutschlamd vielfarb. Der Gang des Luf1drucks zeigte mehrmaliges Schnyanken, behaupteke aber im Gayzen seinen heim Wochenbeginn eingenommenen Standpunkt,
„ Die Sterblichkeit hat in der Berichtsmoche in den meistén (xroßerenKStadten zum Theil erheblich abzenommc'n. Für die deut- schen Stadte sank die aÜgemeine Sterblichkeitsverhältnißxahl (1111 27,4 (Von 29,9 der Vorwoche, auf 1000 2581111151181 uxid aufs Jahr be- rechnet). Inshesondere Wurde der Antheil des Säuglingsaltcrs an der Sterblichkeit allgemein geringer, so das; von 10 000 Lebenden (aufs Jahr 118188111181) 97 Kinder unter 1 Jahr starben gegen 100 der Vorwoche; (111 Berlin 101 gegen 107).
' Unter den „TodesurnsaéhU gewannen von den Infektionskrank- heiten Diphtherie, typhose erhcr, bes. Flcckthpben, größere Aus- Yehnung, während Masern, Scharlachsieber und Keukahasten etwas 1eltener wurden." _ Die Masernepidcmien in 2518811111, Harburg, Weißenfels, Munchezi verliefen milder, auch in Berlin nahm die Zahl der Opfer ab, in Zwickau, Danzig, Wesel, Amsterdam nahm sie dagegen wieder zu. _ Das_Scharlachfieber greift in Berlin und Yambuxg mehr um sicb. _ D1phtrrische Affektionen traten gleich- aus, haufiger auf, besonders “stieg die Zahl der Todesfälle in Berlin„ Wien, Stuttgart„ Munchen, Danzig, Aachen, St. Pejers- burg, in Hambuxg hat die Epidemie etwas abgenommen. _ Die Zahl der Todesfalle an Keuchhusten wuchs in Berlin, 111 80118011 sank, 118an 83. _ Typhöse Fieber forderten in Königsberg, München, Paris Wieder mehr Oxfer. In St. Petersburg und in mehreren Städten Ost- und Westpreußens hat" der Flecktypns Irößere Verbreitung gefanden, 'Flecktyphus-Todesfalje Werden aUs St. Petersburg 76, aus Danztgx5„aus Thorn und Warschau je 3, aus Königsberg und Braunschweig 18 2, (ins Beuthen, Posen, London je 1 gemelöek. _ Darmkataxrhe der Kinder erfuhren meist Nachlässe, doch ist die Zahl der TodeSfaUe daran besonders in München und S1 Petersburg noch immer eme außergewöhnlich hohe, _ Entzündliäye Erkrankungen der Yihmungsorgange wu_rden aUgemein seltener. _ Die Poxken zeigen 111 LendM, Parts und Odessa eine Zunahme, in Wien, Prag, St. Petersßurg, Barcelona, Bukarest und Alexandria eine anabme der TodesfaÜe. 321118 BeUthen wird 1, aus Krakau, Triest, Rom je 2 PockexüoderaÜe gemeldet.
_ DtedcutscheWaaren-Verkehrs-Statistik, nach den MOUVM des Gescyes" und den zur Ausführung deffelben ergangemn Verordn'uygen _ erlautert von Bodenstein, Sckreiär im Kaiser- lich staiisiischen Amt zu „Berlin. Preis 4 «_Jn dics-sr Bearbeitung des Gesetzes find, um die allgemeine Anwendung deffklben zu erleich- tern, ]edem Paragraphen, die zur Ausführung ÖFFSWLU dienenden Vorsckoriften gesammelt hinzugefügt und erläutern'd besprochen. Eine darauf folgende Sammlung der einzelnen Bestimunmgen, w81ch8 für Zoll- und Steuerbehörden, Post- und Eisenbahn- ve__rrvaltu„ngen zur Handhabung des (GesetZes ergingen, erleichtert 1)?an Agdfnbrung. Das dem-statistisckoen Waarenvcrzeicbniß hinzu- gerJteemgebende alphabetische Wortreaister wird bei der Aus ertigung und Prüfung der Anmeldesebeine besonders dem im Zoünzesen Unkundigen willkommen sein; endlich fördert noch ein aus- fuhrliches Sachregister die Benußung des Buchs.
Kunst, Wissenschaft und Literatur.
' Am 30. April starb bierfelbst der Historienmaler Professor Karl Heinrich Hermann, Mitgkied der Königlichkn Akademie der Künste. _, Von dem Feld- und Forst-Polizeig'eses vom
]. APM 1880 ist jeßt im Verlage Von H.W,J.1küller hierselbsi eine von “01. P. Daude, StaatsaUWalt am Ober-Landesgericbt in Marienwerder, veranstaltete, mit Erläuierungcn versehene, Aussxabe erschienen., Durch das Feld- und Forst-Polizeigesey ist dem auf allen" beibeiligten Seiten bereits seit langer Z-Zit fühlbar gewvrdenen Bedurfniß einer dem gegenwärtigen Stande der Gefeßgebung auf anderen Gebieten entsprechenden einheitlichen Regelung des Feld- und Forstpolizeirecbnts, Rechnung getragen. Allerdings hat , (11111) das gegenwartige Gesetz die Verschiedenheit 1110811188681: und örtlicher land- und forstwirthscbaftlicher Znstande mcht vyükommcn unberücksichtiaf lassen können. Dasselbe hat daher einerseits die von 'den besonderen Bedürfnissen einzelner Gegenden und_O118 am meisten abhängige Regelung der Hütungs- 11110 Weldevexbaltmffe_ den Polizeibehörden übertragen, andererseits die auxonomisÖe Thatigkeit der Ortsbehörden für gewisse lokal zu beurtheilende Verhaltnisse deraestalt anerkannt, daß gewiffe Hand- lungen nur 1111111 mit Strafe bedroht Werden, Wenn sie erlaffencn „polizeilichen Anordnungen zuwider begangen smd, und endlich auch die Befugnis; der Polizeibehörden, im Interesse des Feld; und Forstschußes Polizeiverordnungrn zu erlaffen, n1cht beruhrt und nur insofern eingeschränkt, als diese Verordnungen den Bestimmungen des gegenwärtigen Gesetzes entgegenstehen". Abgesehen hiervon hat aber das Feld- und Forst- PVll'zi'LgesL-ZZ fur den ganzen Umfang der Monarchie einheitliche Vor- schriften uber die Bestrafung, den Schadensersaß, die Pfändung 28. getroffen, welche neben den aÜgemeinen geseßlicben Bestimmungen dahin zielen, die Felder und Forsten gegen Beschädigungcn zu scbüyen. Der vorl1egende Kommcnjar dürfte der zunächst mit der Hand- babmi des Feld- und Forstpolizeiaeseßes bctrautcn Orts- p_olize( ebhrden, Ortßooxstehern und Amtsanwälten, _ ein prak- tisches Hilfsmittel sein, dann auch dem Landwirtbe, dem verwaltenden Forstheamten, sowie den zur Verhandlung und Entscheidun der Feld- und Forstrügesacben als Schöffen be- ryfcnen Laen die Anwendung des Gesetzes erleichtern und end- lich auch dem Richter die einzelnen Bestimmurigen des letzteren an der Hand des gesetzgeberischen Materials und der auf. dem Gebiete deYFeld- und orstvclizeirechts ergangenen gerichtlichen und ad- ministrativen Ent cheidungen in wisseuscbaftlicber Weise, zugleich aber aucb für den praktischen Gebrauch erlämern. Die in dem Feld- und Forftpolizeigesex in Bezug genommenen und dasselbe cr änzenden geseßlicben Vorschri ten des Strafgeseßbuebs, der Strafproze ordnung und der Verwalxungsgeseße sind möglichst wörtlich aufgenommen, wodurch namentlieh dem Laien das Nachschlagen ibm oft nicbtzuaäng- licher andernwiter Geseßbücber entbehrlich gemacht ist. In einem Anbange find das zur Anwendung des Feld- und Forstvol11*i- gescycs für die Ortspolizeibörden unentbehrliche Gesetz 11011114. MU