1880 / 124 p. 5 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 29 May 1880 18:00:01 GMT) scan diff

Sollten die schon )'th so sxhr verminderten Vqrfolgungen der Geistlichen noch mehr vermindert werden? Bewrge man, daß die Gemeinden, die bis dahin von ihrem Wahlrecht nicht (Ge- brauch gemacht hätten, nun auf einmal von demselben Ge- brauch machen würden? Nun, er meine, der Staat habe Zeit und könne warten. Es komme ihm endlich so vor, als ob auch die Vorlage gar zu sehr unter dem Eindruck der unmittelbaren Gegenwart stehe, als ob sie von dem Gedanken getragen werde, daß schwere Unbe- quemlichkeiten, gewisse nicht zu leugnende Nachtheile, mancher Uebelstand drin ende Abhülfe nöthig machten. Dabei sei aber die Zukunft ni t genugfam gewürdigt, die von dem Kultus- Minifter ganz richtix; charakterisirt worden sei. Es handele sick) bei dem, was man gethan habe und jeßt zu thun auf dem Wege sei, nicht um etwas Vereinzeltes, sondern Um eine Phase in jenem Weltkampfe der Kurie. Solche Kämpfe, solche Konftikte, wie man sie in Preußen erlebt habe, kämen wieder. SLi man doch zum zweiten Male in diesem Jahr- hundert allein in diesem Kampf. Derselbe habe das erste Mal mit dem Wahre 40 geschlossen, und wie für den Staat auch der KMW“?s ausgegangen sei, ein siegreicher dürfe derselbe nicht genannt werden. Und welchen Erfolg habe dieses Zurück- weiche11 des Staates gehabt? Als die Entwickelung, die sich an jene?) Zurückweiehen angeknüpft habe, so 111811 gekommen sei, daß sich der Staat von Neuem auf sich selber hätte besinnßn müssen, da sei der Eindruck von jener Niederlage so 111ächt1g gewessn, daf; manch einer, der inseinem Innern auf Seite des Staats gewesen sei, fick) bei Seite gehalten und seine schüHende Hand zurückgezogen habe. Ein ZUrÜckweichen sei mshr oder weniger bedeutungSvoÜ nach dem Grade der Anstrengungen, den man vorher angewandt habs. Was der Staat geleistet habe in jenen 30 Jahren, das bleibe zurück gegen das Maß dsffen, was dsrselbe 111 den [931111 10 Jahren 'auf diescm Ge- 010113 geleistet habe. Darum, wenn der Staat hter zurückweiche, müsse 591 (8111101111 viel stärker sein,. als derselbe damals ge- wesen sei. Worm dem so sei, dürfe 1111111 da die Bssorgniß völlig 1111191511111911, daß der, Staat soviel Unterstiitzung habe, 1110 11111111othwe11d1gs-31, 11m 111 einem neusn Konfiikt zu siegen. Er könne sich auch nicht mit dem Vorwurfe belastsn, auch nur das Gsrimzfte mitgewirkt zu haben, das; diese (Gefahr eine größére werde. Er müsse gegen disse Vorlage, er müsss unter den von ihm cbaraktéristrten gegenwärtigen Umständen gegen jede Vorlage stimmen.

Nach einer viertelsti'tndigen Pause), welche auf Antrag ÖKB Abg. Frhrn. 11011 Schor1emer-Alst zur Lüftung des Saales 116111181 wurde, erklärxe slck) der Abg. Frhr. von Hammsrstein fÜr die Vorlage. Dns aÜgemeincn Motive der Vorlage gäben dem Hanse keine11A11fschluß Über das, was dic Regißrung mit dieserBoWge bezwecke; man habe das erst durch die kürzlich 211011111311 Pnbltkatz'oyen 11011 Aktenstücksn erfahren, welche [)EUTL vom KULtuaZ-thster crgänzt worden seien. Auch der Vorrsdner habs 11111 011€: diesen Schriftstücken seine Argu- n1e11t1»_ 9611111111110". Derselhe habe 1191101111121, diess Aktenstücke 119111161611 1cklgg€nd, das; 111 Rom keine Spur von Neigung vorhanden 161, dcn berechtigtßn Ansprüchen 06-3 Staates Rech- ,111111g zu 111111611, 111111 durch 516 81259, 1188 Vorrsdners (191)? der Gedanke hindurch, d1€se leake 161 ein Gang nach Canoffa. Er (Redner) 311th aus den Publikationen (11111616 Schlüsse. 211121: 1111212131111 111 dem Munde 211188 Mannes, der erklärt habe, daß diEsL Vorlage ihm z11 111811 0009, auch wenn Rom alle derech- tigten Anfordernngen des Staates erfülle, ÖLWLisL für nichts, außer das; skins Verkon visUeicht wegen ihrer bssonderen juri: stischen Vemnlagung ein außkrordsntlichss Hindernis; für den Friedenßschlnß gewesen ssi. E; sxi aber gut, wenn solche energische und sch11€idig€ Naturen s1ch fänden, die einen fal- schen (811111117118 111 ssinen äußersten Konsequemzen 391131911. Dax; sei das: 118131111118 Vxérsienst dcs Vorredners. Er nehme die jetzt ablehnende Haltung der Knrie nicht so seriös, denn Niemand sei in der dilatorischén Bshandlung solcher Dinge 1121110110101 als Rom. Wenn die Regisrung thaisächlich die Mittel 111 der Hand haben werde», 91111 p08§11 0111 Rom zu verhandeln, dann werde auch die Kurie eine andere Haltung 2110181110911. Daraus Erkläre s1ch auch die provisorisch? Wir: k1111g der Vorlagé, denn „auch die offizicllcn Depeschen er- gäbM, daß Erst, WSUU drs Nßgier1111g 1111 Vesißß der bis- kretionären Gewalt sei, man 5611111111) auf die Ergébniffe der "Wiener V2sprech1111gen znrückkonnnen könne. Bei dem provi- sorischßn Charaktkr Ter Vorlage halts er sich auch davon ent- b1111dc11, hier dass Verhältmifz von Staat Und Kirche akademisch zu 9115116111. Die einzig wahre Vereinigung könne nur durch eine freis Vereinbarung beider Faktoren crfolgsn iibcr die Arbeitstheilung, womit man das geistige Und leibliche Heil ihrer Angehörigcn fördern wolle. Die Geschichte habe bewiesen, daß dieses Ideal auf Erden unerrzeickzbar sei. Die Konkordate 1131611 111th di,? Q11€lle11 11Lu2r Streittgkestcn géwssen. Die Mai- gessßgebUng habe cinen (1111161611 Weg emgeschlagen, sic sci nicht zu einem gedeihlichen Z1el gelangt, „wsil ste formel] und 111111111111 anf 10001611A11scl1c111111g€11 bas1rt sei. FormsU sei sie false!) gewesen, weil 116 statt der Vcrwaltyng die Geseßgewmg in V2weg1111g geseßt habe. Hätte man emen Kampf zur Vor: bereitung der definitiven und organischen Regelung des Ver: hältnissES von Staat und Kirche inscsniren wollen, so hätte man ihn dsr Vkrwaltung übcrlassen 1111'1ssen, die sofort im ge- eigncth Momente das Tempo desselben hätte mäßigLn oder 11111 g1111z sistiren 161111111. Man wäre auch dann in der Lage gewesen, die eva11g€lische Kirche ganz außér dem Kampfs zu lasen. Die Gesetzgebyng 1111119 beide Kirchen mit Parität be: 111111118111 müssen. D1es9 211011101 habe in diesem Fakle nur darin bestanden, daß be1deK1rchxn privjligirte seien, denn man habe über Uebergriffe der evangel1schen Kirche in die Machtsphäre des Staates nicht zu klagen gehabt. Alte Volkstraditionen zeigten den Papst als ausländischen Fürsten, der oft mit den Landesherren in Streit komme. Dgs Volk verstehe wohl einen Streit zwischen Papst und Reguxrung, „aber nicht, daß man gleichzeitig den Kampf mit der evapgcl1schen Kirche he-

onnen habe, deren Schirmherr der Kömg set und die steh eine Uebergriffe habe zu Schulden kommen lassen. Dadurch sei das Rechtsbewußtsein des Volkes verwirrt worden, es habe nicht mehr den Kampf zwischen Staat unhPapst gesehe11,son= dern den Kampf gegen alles was christlich sei m der K1rche. Denn man habe in diesem Kampfe auf Seiten des Staat?: die Ge1ster gesehen, die stets 1161118111th. Die evangelische Kirche se_1 a11ch deshalb von dem Kulturkampf geschädigt worden, weil ste e_me Verfassung unter einer Stimmung erhalten habe, die ihr 111cht das richtige Maß von Selbständigkeit gewährt léabe, die 1916 Kirche brauche, Um die ihr von ihremgöttlickxn Stifter gestellte Aufgabe zu erfüllen. Die Regierung gestehe den mit den Maigescßen gemachten Fehler zu _ das thäten stets starke

Naturen _ und WM nach Mitteln zu seiner Beseitigung.

Sie habe deshalb den 2829 der Verhandlungen mit Rom ein-

geschlage11. Als dieselben resultatlos verxaufen seien, habe man nach anderen Mitteln gesucht, auch ohne Zustimmung Roms gewisse Zustände möglich zu machen, um dte' chädigungen des Volkslebens zu beseitigen. Sei M 6 Vor- lage dazu ein geeigneter Weg? Als seine Partei dem Kultus- Mmister darin zugestimmt habe,

Kulturkampfs auf dem Boden der gebung erfolgen müsse,

Anderes erwartet als di bald erwartet, aber do gebung, betre des Staates zu den verschiedenen Kirchen.

heute noch auf demselben Standpunkt, aber ' das bewiesen die

daß die Beilegung des preußischen LandeSgeseß- habe seine Partei allerdings etwas Man habe sie nicht so ck in der Form der organischen Gßseß- ffend die definitive Regelung des Verhält111ffes Seine Partei stehe zur Zeit sei das erfolgten Publikationen. Rom würden dieselben Machtmittel in apst, der in seiner Sphäre Nur ach Provisorium könne er diese Vorlage annehmen, als Definitivum biete sie ihm formeÜe und mate- Denn hätte man daS Bestimmungsrecht der so würde man da:

ese Vorlage.

n1cht möglich, 'Die Verhandlungen Ziele führen, wenn die Regierun der Hand haben werde, wie der

absolut sei.

rielTe Bedenken. Regierung für immer geben wollen, , mit diese innerkirchlichen Fragen thatsächlich der polit1sche11 Denn in 01119111 konstitntionellen sei es jeder Regierung unmöglich, die Vollmacht auf 1181? in einer Weise auszuführen, welche in Widerfpruck) mit dem Willen der Volksvertretung ck auf die Dauer den KutUs-Minister persönlich ' ' xponirte Stellung bringen, M1n1fters) selbst willen nicht wünsch Natur der Vorlage lasse es dis materiellen auseinanderzuseß gemeine politische GesichtsPunkte.

Zeitströmung unterwerfen.

Disse Vollmacht würde 1111 in eine 13 die er um seiner (des Die provisorische ihm nicht opportun erscheinen, Wünsche für das Dsfinitivum hier näher Hierzu kämen für die Vorlage „011- In Frankreich werde 191,31 pf auf den radikalsten (Hru11dlage1tinscex11rt. gen Bündniß mit dem katholidchen Thatsachen ließen für Preußen das Ends Aber anch Ulturka111pf-

ein Kulturkam Preußen steh Oestsrreick). Beide des Kulturkampfes wünschenswerth erscheinen.

die innere Politik werde seit Jahren von der K Deshalb habe man 111 Preußcn lange schaftssystem gehabt, dessen Folgen erjt rbeit zu beseitigen séiétl. , seßgebung habe sich ein [1650112100198 Denn er mache dem

1». in einem en

stimmnng beherrscht.

ein verderbliches Wirt durch jahrelange mühe andersn Gebieten der G1 Schwanken in den Grun Centrum den Vorwurf, daf; dasselbe alle Vorlagen nur nach ihrem Zusammenhange 11111 der Kirchenpolitik bcurtheilt habe Und so aus außerhalb der Sache (185321151311 Motiven die kon: servative Fortentwickslung des preußischen StaateZ gehindert habe. Da?- Centrum werde diesen Vorwnrf 111111 die Vérantwortlichkeit vor dem katholischen Volke nicht tragen 111011211, 111131111 cs diese Vorlage einem starren Prinzip zu Liebe 111110 VLrWer die béssere ZustänW schaffen WOÜL für den vom Centrmn oft beklagten g€istlichen Nothstand. Er hoffe», daß das Cen- trum nach der Kommissionsbcratl)u11g noch praktischen Er- wägungen Naum gebeU werde. Die Nationalliberalen könnten die Vorlags sicher nicht mit dem [1111111911 Ruf verwsrscn: Nack) Canossa gehe man nicht. ein solches gsflügelkes Wort in die Dsbatte, die große Masss greife es ans, 111ißverstehe es Und wende es mißbräuchlich 1111. DW ssi auch hisr der Fal]. Es sei ja allgemein bekannt, daß Heinrich 17. nach Canossa gegangen sti lediglich aus Gründen äußerer Politik, daß die Erschüttsrung seiner ihn dazu bewogen habe,

dsäHen gezeigt.

Ein géistreicher Mann WEL'fL

Machtstsllung und daß er U11111ittelbar 1111111er chn Kampf gcgen den Papst wieder angenommen 110112, der 111 dsr Verbannung gestorben sei. Handels es sich etwa 0181 um ein Analogon? (811111116 1111111 1161111, daß Fürst 2310111011111“- gend etwas Anderss habe sagen 1110111311 mit ssinem 280116 11011 Canossa als: Dsntschland stehe groß 11115 mächtig da, die 61110- päisch2 Politik richte sich nach den Entscheidungen Dentjck): lands; Deutschland werde 11ie betteln 1161111 Papst 11111 VLi- stand. Wenn man diésem Rufe eine falsche Bsdeutung bei: legen 1110119, als hätte Fürst BiS1xta1ck sagen 111011611, erwürds nie Hand zum Frieden bieten - 111111, 5111111 thus man es: thS 111113 Volk werde demselben 1richtfolgc11, 953 11181119 vielmehr das preu- ßische Volk die landesvätcrliche Fürsorge der Königlickxn StaatSregierung zu schätzen wissen, wolche es UNTENWMUL, schwere Schäden des VolkslebenS zu 11611011! Er resumire: Kirchliche und politische Gründe aÜerernstester Art erforderten eine Beendigung des Kulturkampfes, und dsr Weg, den *die Vorlage einschlage, sei zur Zeit der einzig mögliche. politischen Frennde WÜWLU mit ihm der Vorlage zustimmen, aber durch die Einfügung eines.“) Endgültigkeits: termin?- den provisorischen Charakter des ganzen Entwurfs mshr hervorheben. Amendeants schließe ssine sie sei 11a111011tlick) der Meinung, werdcn 1111'1sse, daß die Person des Königs in irgend einer Form weniger 111 den Vordergrund trete. einige Bsdcnken, 111611 er fürchte, Monarchen einer Kritik des HausLS untérzogcn werden. Seine Partéi sei dcr Meinung, das; AÜG, denen das Wohl des Volkes wahrhaft am Herzcn liege, Und die Überzeugt seien, bhängc 11011 der dauernden Erhaltung der christlichen religiösen (Grundlagen, auf 0611811 es erwachsen sei, daß es 1111611 Denen patriotische Pflicht sei, dies die aus dem Elend lerausfi'thre.

Der Abg. Dr.

sie woklten

Parteinicht aus, daß dsr §. 4 dahin 111odifizirt

Er habe hiergegen es könne die Person des

6 Hand zu ergreifen,

cs wsrde ihm nach der habe, schwer, gegen die daß man kaum besser als der Abg. Dr. Falk Schon der Umstand, daß der Mann, der inem Amte zyrückgetretcn sei, um dem Frie- s1ch gegen die Vorlage erklärt Heute habe der Abg. 131, Falk daß derselbe unter

it1dthorst erklärte, Rede, die der Abg. 131. Falk gehalten Vorlage zu sprechen, denn er (1101102, für die Vorlage hätte sprechen können, es gethan habe.

seiner Zeit von se den nicht hinderlich zu sein, habe, spreche für dieselbe. dieses Wort bereits verge _ vollen Beifalle der Abgg. 21ch_ter und Lauenstein und eines Se1te gesprochen habe, das müsse Motiven als dcr Abg.1)1'. Falk gegen die Vorlage seien, zum Nachdenken auffordern. Dem Abg. von Hammerstein könne er für die Tendenz seiner Rede nur dankbar sein; sämmtlick) acceptiren. dem man sich befinde,

wenn dersel

gxqßey Thejles der linken dtejemgen, 1116 aus anderen

könne er

des Kampfes, abe der Vorredner nicht richtig e gcmeint habe,

a_uf die katholische Kirche beschränkt bleiben 0111 evangelische in Mitleidenschaft zu ziehen;

kein Kampf gegen das Vapftthum, Der Kampf have, desl) lische Kirche getroffen, weil sie d1csen Ausdruck bringe in

aber feine

aufgefaßt, können, ohne der Kampf sci “,ondern ein Kampf gegen glb besonders die katho- Glauben prägnanter zum ihren Organen. der Evangelisten

den Glanben.

_ ihrer Verfassung und Dannt 1110119 er den kirchlichen Anschauungen

nicht zu,nahe treten. Davon müßten alle Konfessionen über- ?6ugt sem: wenn es gelinge, den Kampf in dem Sinne zu yhreq und zu_ beendigen, der den Maigeseßen Zu Grunde lzege, und so dte Kirche ganz unter den Staat enge und exn Sxaat0k1rchenthum herstelle, dann werde es mit dem e1gentl1ch ktrchl1chen Wesen vorbei sein, dann habe man statt der K1Yche eme Polizei. Die offiziellen Motive der Vor- lage „seten „sehr knapp; ob man das gefühlt habe, wisse er n1cht, ]Ydenfaüs habe man den absonderlichen Weg b_eschr1tten, 1n offiziösen Zeitungen Aktenstücke zu veröffent- ltche11'; man müsse dabei nicht aÜein die „Norddeutsche All: geme1t1e“, sondßrn auch die „Grenzboten“, die ein hochoffiziö= ses, Organ gewordcn seien, im Auge behalten; der Kultus- M1n1ster habe die Zahl der Dokumente noch vermehrt und er g1au11e, daß die Enthüllungen nach nicht zu Ende seien. Das bx?- )6131 _publizirte Aktenmaterial sei unvollständig und gebe kem r1cht1ges Bild, denn es beschränke sich auf die leßte Hälfte 1163 März und die Monate April und Mai; dagegen fehxe_all6 Nachricht über die Verhandlungen vor dem famosen Mm1stertalbeschluß vom 17. März, der sich darsteÜe als ein Abbruch der bisherigen Verhandlungen und die Annoncirung emes 11611811 Weges. Der Minister habe aus den Verhand- lungenUNe Punkte hervorgehoben, bei denen die größten Gegensaße häxten hervortreten müssen; derselbe habe dW, Punkte 111cht berührt, bei denen eine Vereinigung 1110131111) gewesen sei, wenigstens hätten damals alle Off131ose11 gefrohlockt, es gehe mit den Verhandlungen vortreffltch, 'ma'n werde zu einem Resultat kommen. 2111913 das set 11111 dem 17. März zu Grabe getragen worden, und der Trost, d€11 er für seine Sterbestunde erhofft habe, das Ende des Kulturkampfes zu erleben, sei verschwunden. Um 6111 vollständjges Urtheil sich bilden zu können, dazu ge: [1016 11111 118591111th über die ganzsn Verhandlungen; 516 vor- ge'legte11Akte11stücke. seien theilweise selbst als Extrakte be: ze1chnet und e1gentl1ch 1111'1ßte man erst die Akten kmnplettiren, ehe ma11 1116081196116 Es könne doch der Regierung nicht darqn 11913611, 1rg€nd Jemand zu überrumpeln; er lasse sich 1119111101an nicht 11521111111116111. Im eigenen Namen und im Namen seZner polttischsn Freunde müsse er erkläksn, das; das (5591111111111 111 der gegenwärtigen Gcneraldebatte in keiner Wsise s€_111 dcfimtives Votum zu der Vorlage abgeben würde. .Bei 0111er so emi11€11t wichtigcn Sache werde 1108 Centrum sich wohl hüten, irgend einen übereilten Schritt zn 1111111. Yuszérdxm sei das Centrum ja nicht fortschrittlich 0591 111161111, habe also keine so schnelle Auffassung. Ferner kaläW er, daß, 11.101111 das Centrum 111 die Berathung Visser 980110136, 61110801, LS in keiner Weise den Rechtc'n der 811016 111 1rg€11dwclcher Art etwas nachgcbe' 111111 1111 01111181: 1160111011 mit dom hsiligen Stuhl könnten diese Dinge geordnet 111615011. Er sei endlich der AUsicht, daß dsr Frieden nur [191- gLstLUt 1116111611 11511111», 11101111 111 Proufzsn 11115 Deutschland 3100111611 Staat 11115 Kirche der 81111115 11110 111111: hergestellt sci. Allerdings könne dies Ziel nicht mit einem Schlage erreicht wcrden; 0061 mit Geduld und Ausharren erreiche 111011 11111. Er (16116 diese Erklärungen ab, damit 1111111 nicht sagen 115111117, das Centrum hätte mit seiner Meinung hinter dem Bsrge ge: halten. Nur bei dsr Horstellung des 8101118 (1110 111118 könné 2111 VOÜET Friedc erreicht werden. Jedsnfalls 11111113 81118 11111115- liche Revision dcr Maigestße nothwendig und auf diese Bass habe die Rxgismmg sick) zusrst auch gcstcÜt Und er 1115chte die 8161316111111] fragen, ob sie nicht darauf [1931111111118 Erklärnngen von acobini 131111111911 habe. Nach dem Mi11ist€rial- [Wschln so vom 17. März habe dis Kurie 01161511111§ erklärt, disse USUS Verhandwnmsbasi-Z könne sie nicht (100311111611. Es müßten also auch alle früher 1361110101811 31011- ZLJsWUEU in WégfaU kommen, Das Staats-Mi11i11eriu111 habe zwei Seelen; die eine spreche zum Hause an?, dem KUltUZ- Ministsrinnt, die andere 0115 den offiziösen Blättern, die aus den 018131011611 d??- Minister-Präsidsnten ihreJUstrUktionen er: [)iéltLU. Die Erste sci friedlicher, 011101111611091, ja vcrlockender Natnr; die JWEÜL rufe: „Krieg“! Der 816111188111le habe Einmal gcsagx, 11111111 er anfange, vertrauliche Depeschen zu 1111110311911, so sei"Kricg in Sicht. Da Lk 111111 11ichta1111chme11 könne, das; die „Norddßutscke Allgemeine“ die Depsschen auf demselben Wege bekommen habe, wie der Brief dss Reichs- ka11zl€rs an den F111a11z-M1'11istcr in die Oeffentlichksit ge- kommkn sei, so müsse er annehmen, daß das Wort des Reichs- kanzlers hiér Annwndung finde. Das Verhalten der Regie: rung sLi die Methode des Erlkönigs: freundliche, liebkosende Worte und dann der Refrain: „Und bist du nicht 111111111, 10 111111111) ick) Gewalt!“ Die drei vom K111t11§-Mit1ister angeführten Pnnkte, in denen eine Einigung11ichthätte erzielt wcrden können, seien auch dazu gar nicht eeignet. Bei dem Straf: und Zucht- 111ittelgescße [iLßL sick) 1106153 ein 11101201151-1111110 findsn, wenn Es sick) blos um die Vsröffe11tlich1111g Handels; aber beim Ordens- gsseß nicht, denn die Regiérung w-erde bald selbst 311 der Er- kenntnis; gelangen, daß die Sozialdemokratie ohne die Orden nicht Hekämpfk 111815911 könne. Während man sonst für Ver- einsfreihcit schwärme, verbiete man Vereine, 1110 man beten 111111 wohlthun wolle. Weshalb man den crst betrotenen Weg verlassen habe, sei in den Depeschen auSgesprochcn: dis Hal- tung der Centr11111sfraktion lasse es nicht zum Frieden kom- men. Das, sei auf das 1110011111111 1111-5111» berechnet. In der Deposche erkläre Fürst Hohenlohe ganz unverfroren, das; man hier einer Erklärnng dcr Kurie komen Glauben schenke. Was würde man wohl bei einer Umgekehrten Behauptnng gesagt haben? So etwas habe er noch niemals in einer Depesche ge- schrieben und gelesen. Die Hauptsache sei aber der Saß: Wenn der Papst wirklich keinen Einfluß auf das Centrum hab€,was 1111136 dann eine Verständigung mit il)m?Jnk1tlpathabe gestanden. Nicht die Rücksicht auf die religiöse Noth der Unterthanen sei dEr Grund der Unterhandlungen, sondern der Papst soÜe seinen Einfluß auf das 'Centrum 111 weltlichen Dingen geltend machen. Er begreife mcht, wie man so etwas schretben und gar publiziren könne. Erst klage man über den Einfluß, den der heilige Vater ausjiben könnte auf die Ange- legenheiten des Landes, und dann rufe man ihn selbst um Hülfe an, um Unterthanen der preußischen Krone auf nicht kirchlichen Gebieten zu beeinflussen. Glaube denn die Regi?- gierung, daß eine Mahnung des hßiligen Vatsrs, für 516 Samoavorlage zu stimmen, beim Centrum von Einfluß hätte sein können? Dann werde von der Haltung des Centrums beim Sozialistengeseß ein gewaltiger Lärm gemacht. Das Centrum habe in dieser Angelegenheit gar nicht einmal geschloss 1-11 estimmt. Das Centrum wolle die Sozialdemokxatie ebenfachs be- Zmpfen, nur mit anderen Mitteln; hätten stch denn die Ab- k?-- .

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[(Schluß in:"der Zweiten Beilage.)

zum Deutschen Reichs- m 1245.

geordneten Richter und Lasker und andere auch vom Papst beeinflussen lassen? Das Centrum habe alle Vorlagen sachlich 1181111112111 und sei dabei mit verschiedcnen Paxteien zusammen: etroffsn, mit den KonstrvativeU und a11ch 11111 den Frcihänd- ern und dem Abg. Delbrück. WcHhalb wolle man aUein das Centrum verantwortlich machen? Wo konservative Interessen in Frage gestanden hätten, hätte das Centrum stets für die- selben gestimmt; freilich habe er das Verbot deS Beerßn- und Pilzesmmnelus nicht für konservativ gehalten. Jm Retehex-tage habe er den Tag, an welchem ,der Reichskanzler gesprochen habe, einen Ehrsntag gsncmnt, 1th habe ers auch schriftlich; alle Katholiken der Erde vereinigten sich mit dem Centrnm im Gebét für Gewiffonsfreiheit. Das Centrum sei keine konfes- sioneUe Partei, es verlange freie NeligionSÜbung für alle, die Inden nicht ansgßnomnwn. dem kirchlich-glänbigen Standpunkt, der aks Markst-ein zwischen echtem Konservatisnms 11115 531112111021th scheide. Vorlage angehe, so habe er nicht, wie dsr Abg. von Ha_111me_r- stein, derBorlage entnehmen 1131111611501; 1119181111: 111111 p10111sori1ch sei; denn es komme nicht auf die Motive oder 516 Depeschen, sondern auf den Wortlaut 1613 036111368 1111. . vielmehr ein danorndes Arrangsment ÖSV Verhältmsses zwischen Staat und Kirche in FWU? 511 stehen, dnrck) welches die Lage der Kirche 11161 sch11mmer werden würde, als bisher.

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' RZ KJnserate für den Deutskhen Reichxs- 11111) Königl.

Preuß. Staats-Anzeiger 11111) das Ccnfcal-Handels- register nimmt an: die Königliäxe Expedition dc; Dcutschcn Ucith-aneigerI uud Königlich Prrnßisrhcn StaatI-Anzcigerx:

Veriin ZW., Wilhelm-Sraße Nr. 82.

*EUR-riese 31111) Unterfukhungs-Sachen.

Der Sch1neidermeis1cr August Gottwald, am 2221111111838 111 ConkradszdUz, Kreis Hab:l-“ schwerdf, geboren, 1010011711161: chlrgipn, von 1866 bis 1873 am bießgeu Ort „1110011111171 gyxvcsen, ist durch voklstreckbareß, „111 311151111 Znstam bestätigtes ErkenntUif; dcs Köntglichen Kretsgerich13 bicrsklbst VFM 9. Schks11111111rf1873 wiechnf) réoiedcrlwltlxr VSL"- 11.111111 gro 111 11 1195, w e 1110 Ten qua 1831111711 * die 1[_ iviik m e d 8 Hansfriedeusbruchs, öffentlicher 2311011111111, W117» C m r 11011018 JEM" d1e Staatsgewalt 11115 wkkkerholfcr xorsätxlichersYSrPWvFleßung z11H elitner Gefängniß- 11018 121111 c „I 0 111 11111111 ei 111015211. Es ' t 1111 A1 [1 5 _ , . wird UYU VoUstresckerg d;)?! (TIME: und 21381101611101- Mh e 3 W affeM" UW ZU 61011 11 tigung .iervon 61:11 . ' 11 en urg, den 10.511111 A s d 1[ [,x- , 1880. Königl. Staatßanwaltscbaft. U W er K (1116 c 11111

Ladxmg. Der L1§1111€sobn Adolph Rudolph Frieskc, 11111 13. April 1855 zu waska, Krais Kolmar 1. P. geboren, letzter AUfenthalt Schroff- haux, Kreis Obornik, wird bcskbuldigt, als Wehr- pflichtiger 111 der Absickok, s1ch dem Eintritt? 111 den Dienst des st-Ihknden Hecrcs odcr dcr FMK zu 8111- ziehen, obne Erlanbniß das Bunchgebie1 verlaßen oder nach erreichtem militärpflicbtigen Alter fich außerhalb dks Bundeßgebictes aufgehaltm 311 11118211, _ Vergebsn gcgen §. 140 Abs.1 z111.1 Sé'r.-L§3.-B. éDersclgbÉ 11?er auf de? 12.t Jf1k1li 1880, Vo1'1111t- ags .? 11“, vor ie S ra ammcr des König- 'trgjjs vor «5 1511' ['- ' . ' lichen Landgechbts zu Posen zur Hauptverhandlung kfthjhleungdg, Inf 18 11191: Awtsgcrtä, geladen. Bet u119111schuldißtem 21118111115111 111117) ' derselbe auf Grund der nach §. 472 der Straf- prozcßordnung von der Königlicbcn Regicrnng zu AUS Poskn über die dcr Anklage zu Grunde [ÜLJLUÖLU Thatsachen außgestcllten (Erklärung 8811111111111 wer-

StaatsanwaltsOaft.

8111111101111“ obne Erla111111i1

buches.

handlung gcladen.

Friedland, den 12. Mai 1880.

113638] Oeffentliche Zustellung.

und [abdestFZetxhthsxklgtgten zurd MüYxiÖeltxchVeFWd' „11 e e rets vor as "ni e 1116- '

QMM, Abtheilung 71., zu Halle, Zin?mer Nr. 12, [13068] Oeffentliche Zustkllung- auf den 10. Auxßnst 1880, Vormittags 111111r. , er öffentlichen Zusteüung wird der, zu Fidlin, ,die er 21115ng der Klage bekannt gemacht. selmann hier, k

Halle, den 25. Mai 1880. Fleisckjermeifi Zeiligenstaedt, Boclkau *- jeYiger erichtsschreiber ] Ehescheidung mit des Konialicbeu Amtögericbts, Abtheilung 71.

um Zwecke

Posen, den 26.210111 1880. König!»:

Prozent Verzugszinsen seit 22. Juni 1877,

Zweite Beilage Anzeiger und Königlich Preußischen Skauis-Anzeigcr.

Berlin, Sonnabend, den 29. Mai

Denn (1111353 hänge jetzt von dem Ertnßffen und Belieben eines dersslbe habe zu best1mmen, 011 Gottesdienst giöse Erziehung 611111111111 hälter gemäß:

Damit sei der . Er habe anfangs als er 111 liberalen Blättern gelescn uttkamer bewiljige man das Gescß dem Mi11ister Falk würde_man ex: bewiÜigen; Er geglaubt, den leßteren 1111131381“ aktiv zu sehen. Nach eutigen Rede sei diese Bcsorgmß indes; gsschwundM. Dis Annahme dieses Gesetzes würde di hsrabdrücken; sie würds sämmtliche Kat schen Thätigkeit aUsscl) halten bsi den Wahlen

1SZW.

sortkämpfen bis zum [eßten Athemzuge,

Katholiken würden 11ock) nicht ve1schosse11

sie hätten ihr Pulver 1111111 11111 Aspirationsn Roch au 1011101111116 Kirche wolle nur eben frei ihrer Religion anhängen.

EH handsle s1ch f die Weltherrschc1ft, die so wie die evangelisckx Kirche Der Artikel 4 habe ihn eigent- lich Überrascht, 581111 sein Inhalt sei selbswerftändlich, weil derselbe au?- dam Begnadigungsrecku der KMU? anch kéikl Bedenken, den König in dis Vorlage hi Für ihn seien die Garantien dafür, daß die Bisck) Anzeigopflicht 11111611 eher zu groß als zu gerimx die ULÖUUJ diesEr Pflicht trete kein Punkt dies Kraft. Es ssi ihm unbegreiflich, Wie man dem an Friedensliebe und Entgegenkommen vorwsrf-Z die Verhältnisss stit zmeiJahren beobachtet habe, müsse nicht der Staat sondern eher der Papst sei nach Cano gangen. Wesentliche Grundlagen der Kirchs könne 111111 allerdings 1121 Papst nicht aufgeben. So, wie sie ssi, könne daS Centrum die Vorlage nicht annehmen; er und seins poli- tischen Freunde 111001811 sie aber ruhig prüfen 11115 durch 2110- difikationen 0111161110001“ zn 111111111311 sUÖQU. werde schwer sein, (1821 ehe dis Thatsachs 1111 nicht 0813101118111. Denn er kämpfe nicht 5261 Kampfoö, s011: dern des Friedéns wegen, dessen (1112 so schr 191111111211. Hiérauf vcrtagte sich das Haus 11111 43,54 Uhr.

Einzelnen ab, stattfinden, 011 die Kinder eine 1811 soUten oder 111011; der , ren und versagen 11115 wieder entzteben. Korruption Thür und Thor geöffnet.

große Besorgniffe gkhe habe: dem Minister

sslbe allein könne die Ge

folge. Er habe 11eit1z1tl1ringe11. öfe künftig die Denn ohne er Vorlage in Papstc Mangel

hätte schon

6 St€111111g der Kirche holiken 11011 der politi- [ießem denn man würde auf das Ver- Gewicht legen. Wenn 91“ daß er seine parlan1e111011fche Thätigksit einsteÜ Schlund zwischen Staat und Kirche schließen würde er hineinspringen; er s nicht schxießen, 1300 habe der Minister sc1bst geschildert; ' dém GeWe ngMÜbLL' wie Fannljenvätsr, einem dem Brote ähnlick) sshendén er müsse indes; warnen: s1ch111 MR 311 nehmen; es 10116 11118 wic Brod, aber Es sei Gift. Die:

um 11611 Preis, en würde, ÖLU könnte', dann ürchte nur, derselbe werde fich Die Noth dsr Kirche Centrum stehe

Das CentrUm stehe auf

halb 111116 er es nicht. Er fürchte, das ES scheine ihm rliegs, 100111», cr 11111156 Kinder _11c1ch Geg€11sfande griffen;

OMMMMU NuzcigU. 1

. 1110081116116 12100115561061115, 1711111115611 111111 Ék0§811311(101.

. 7618011160606 136110001m06111111Z-611.

. [1116131156116 1411261Z611.

. '1'11611161-1111261J611.

. kau1111611-M1011116111611. [ bLÜZ-JS.

Juserate 112111111211 an: dic Llnnoncen-ExpeditionM 7:28 1 „Jnvnlideudank“, Rudolf Mosse, Haasenstcin ! G. L. Danke & Co., Büttuer&Winter, sowie alle übrigen größeren Annonceu-Bureaus.

. 8160111111616 11111] [1016180611011Z5-811611611.

. 80011051011011611, 11111Y611016, 701111111111g611 E. SchlOtte,

& Vogler,

““'. 176111111116, 70111116111111134611, 800111188100611 61-0. „76110081111g, 1111101'115011011, 2105201111103- 11. 8. 117. 1011 0116111061160 1131111161611.

fjcntlch 8111118111111.

Di? 1111110111112 Schußnta-Yer JQZJamw Richter, Keb. Metzer, zu Bernburg. vertreten 511111) den Rechtsanwalt 131. Liebe in DcffaU, 1111.11 gegeu 1111211 (Ehemann, den Schuhmacher Gottlob Karl Richter (1116 Bernbnra, wcgen 8131111190: Verfassung 11111 “(12:11 Anfrage auf Ehescheidung, 0110105210911 BLÜÜJWU zur 111ündlich211 Vcrhandluwg des Rechtsstreiis wor Herzoglichen 5301155111008 zu

] 111 1161 13015611-

1). daselbst Plan 33 Acker 1101177710 11 20 (1111 1,60 Thlr. Reinertrag,

11111 80. JW 1880, Nachm. 4 Uhr,

1111 Meisc'scben Gastßofe _ den unterzeichneten Subhastatwnsrchtcr verxteizcrt

111

81111 1881), Mittags 12 Uhr,

1111 héeßzyr Gkricbtsstelle Zimmcr 811.1 das Urtbcik 111111: dcn Zxxscblaa verkündet wkrken. 11118 dsr Gebäudc- 11111) Grundsteusr-Muttékwlle so- 11112 [1111101101916 Abschrift des (Grundbmcbblattcs " Gericht§schreiberei

digen Töeil 111111 ernrthsilung TeffkWCU 111 d

, [13652] Ok setzlickoen (8112011001111ng

afm 11115 111 die PWM)- 1011211 und ladet den Beklag1111 5111 1110111110301 Verhandlung des Reckytsstrsits vor die erst'e Ciwil- 8111117161: des Königlichen Landzerick-ts zu DUNzig auf den 17. September 1880, Vormittags 10 Uhr, mit_der Auffoxderung, einen bei Gertckckte 311411100an Anwalt zu bsstellsn. öffct1111chen 310161111115 wird dicker AUIzug dcr Klage bekannt 511111111191. Danzig, den 21. Mai 1880. Kretschmer, Gerixßjsschrcibsr 028 3101119061811 Landgerickxkö.

Oeffentliche 8111111111111].

Der Handslsmann Heinrich Meyer, Israels Sohn, von Ihringen, Maak gegen den (111 unbrümn- 1111 Orten akkrescädcn inedrick] Hörner, Sohn des Friedrich Hörner, Altocbsenwirxbs Sohn, (1e- nannt „dcr Dragoner“ von Ihringen, wegen Be- freiung eines auf der Ihringer Gcmnrknna, GCWann Grundstücks -1-2 Manns- er von demselben am 31. Juli 1879 11111 dan Preis 131111 342 „11: zum soforti EigeUfßum und Germß gekauft habe, von 61 103 311 (Hu11stcn des Friedrio'.) Altocbsenwirtks SOHN von Ihringen, [eb- ' täglich auf demselben ruhe, 1111103111115 eines im Ka'afvertragc ausdrücklich gegebenen Versprechens, oder auf E11tschädia11111 111

zu Boksenbnrg 111111)

dem gcdackpten

Deßau Zum Zwecke der Die AUSzüge quf den 9. 31111 1880, Vormittags 10 Uhr, 11111 dsr Auffordemng, 8111611 bei dem gedachkkn Gc-

Z11111Zwecke der öffe11tlichenZ11stellung wixd dicser 1 112111111191. Dessau, den 26. 01101 1880. _ Manläudcr, Kanxlei-Ratk), Gcrtcbtsschrekbcr dcs Herzoglichen Landgerichts.

[13663] Ocffchcllung.

Der Kaufmann A. Knppe zu Lingen klagt Zicgeleibesißcr ]“th unbekannten Aufentbalts. käuflicher Lieferung Von Hafer, mit dem Anfrage zur Zahlung von 64 .“ nebst ]. 2111111 5. Is. 11115 ladét dem Beklagtcn zm: 111111101101211 Verhandlung 118 211111118-

AUe Diejenigen, tvclcbe E10e31bu1111- 0021: anker- weite, zu“: Wirksamkeik gcgenDritte der Eintragung in das Hypothekcnbucl) bedürfende', aber nicht einge- eltend zu machen haben, tverdcn en zur Vermeidung der Präklu- sion spätestens im Versteigerungs-Termine anza-

Gerbstedt, den 4. 9,1101 1880. Königlitßes 321111th2111111. WoLfmm.

Axifgcbot.

Herr Kaufmann Edmund Sckjlicke

hat das Aufsel'ot wegen eines 1111111111811 gekomnchcn Wcchsel§, welcher wie folgt lautct:

Berlin, den 12. Oktober 1878. 811111". 100.

Am 12. März 1870 zahlen Sie xxegcn die- en Prima-Wecbssl 011 die Ordre 11011 11118 clbst die Summe von

Mark Hunkcrt Dkuésckoe Wä1711111»;

selbst 11111 stclicu es auf

tragcne Realrechte aufgcfordert, diesel

Neukircbcr Feld, 911111111611

Bertiing aus haust Acker - das

gegen den Altenlingen,

(mf Vyrurtbeilyng 50/0 Zmsm se1t N111311ießung§rkcht, 1 zu Lingen,

Vormikmgs 10 Uhr. wccke der öffe11tlichc11Z11sthu11g wird dieser 119 der Klaas bekannt (117111111111

. Günther, Sekretär, Gcrtcbtéschreibcr des 5101115009611 AmtIgerickats.

K. Würtf. 2111116910021 Sckjorndof.

112727] " Ladung“ [13531] Oeffentliche Zustcüuug. _ t ' D d ' " ' Der Oekonom Emil 311111110111 Carl Chalcs :„exxTrixxMUYJFxÉY, IZB Frkcdria“ Gonne“ TelYeauulLLZ gxb. §j111 Ellbmg 111112.?Fcf11r11.k1)r1847, dcn Weingärtner (Christ (: er zu „111 MTM? 011) 1211128 'I“ U ML“ (1116011 1111111921 sich mit 11111ckek1111ntem Aufcn11)alt in Amerika gehabt Hat, wrrd beschuldigt, als Wehrmann der befindet, wegen Kanfschillingsfordcrtmg von 171.11 arlchens-Zinscnfordcrung 11011109 .“: 20 --3 3 auf Verurtbcilung zur Bezahlung von den 3111: mündlichen s vor das K. Württ.

egen Nichterfüllung des da ihm durch diese Nichtetfül1ung aller Voraussicht nach der Ertrag des gekauften Ackßrs auf die ZeitIaUCr 1011 mindestens nock) 20 Jahren ent- zogen werde. Diesen Schadcnansprucb berechnet er „1111 300 „76. 11111) 112111 den 21111103 auf Vcrurthci- l1111ch1 des Verklagten zur Befreiung des obengenann- 1211Grm1dstücks 13011 dcmbeschriebkncn istuna einks Schadcnersaßcs Von 300 «11, sowie zur Zahlung der Kosten des Ver- fahrens 11110 ladet dcn Beklagten zur 1111111111113111 Verhandlung dcs R1cht§stréit§ vor das G1. 2111111?- gericht zu Breisach auf Frcktag, 11:11 16. 31111 1880, Vormittags 8 Uhr.

311111 Zwecke der öffcnjlichcn Zustellung wird 1111er Auszug der Klage [*ckannt gcmach1.

Breisach. den 14.5.0101 1880.

Der Gerichtsschrcibcr Gr. Ilt11t§gc=icht§.

den 13. Juli 1880,

Ziemr

_ ken Werth in 11115 Rech111111g [aut Bericht. Herrn Chr. Zi-chr, _ MHbelbaMlung Gustav Hobräck & So.

Rückseite: Eine 10 „5 Wechselsfeanlmarkc. Gustav Hokräck & (Co. Für micky (111 die Ordre 7:03 Harm (*.*-1511111111) Berlin, 1211 18.

Nußnießungs-

'Ilng“11011111'e11

Chr

1611119, oder zur

Sawrndorf, klagt gegen ian Uh von Winterbach,

1 auFchandctt za sein _ 4“) 1 5D Uebertret11r1g gcg111 §. 360 51111 3 des Strafgesexz- 111,1tL-58c11111152111

280 „111 72 15- Wcrik) erhalten.

und ladet dc11scl Oktobcr1878.

Derselbc: wird auf den 8. Iuli1880, Vor- V 1111 135 R, tgk ': mittags 10111111, voxdas Großherzogliche Säoöffen- AxRYrthgSckFornde 11112 [Freitag den 15. Ok- gericht z11 Frtedland 111 Mecklenburg zur Hauptver- tober 1880, Nachmittags 2-1 Uhr,.

Bci un111tsch1tldimtem Ausbleiben wird derselbe auf ZchikecsejxerAöufTMiFernYF Grund der_xnacl), §. 472 der Strafprozxßordnung Von dem Kynigltcb preußischen Bézirks-Kommando dxs L'tsBÖLTW-Fns Z.POkstxiWerzischen Land1vchr-Re- atmen r. 0 zu ar en urg aus eteUte Er: - , - _

klärung verurtheilt Werden. (; s 11 [13660] Oeffentllckx Znstknnns].

Die Großhxrzogléchc StaatÉanWalfskbast. mKTVZYJF[ZYYYLUFYJZÉLFUis 111 Crem-

C- Schroeder. Hauptner zu Berlin.

Subhastationen, Aufgebote, Vor:

ladungen u. dergl. dcs Be'klagjen zur Zahlung Von 203 P kasstM seitdesteUYngdcr Klag

roze 1) en 1111 as 11 eil 1"1r vo

Der Pfaudverleiher'J. Stgnge zu inpzkg - streckbar zu erklären, und ladetfden B vertreten durch den Justtzraih Kruckenbcrg 111 Halle, weiteren mündlicbcn Verhandlung des klczdat gegen den Arthur vqn Speck-Sternburg, vor das Königliche Amtsgeriébt zu Storkow fruher in Halle Wohnhaft, jetzt in unbekannter Abtpesenbeix lebend, aus dem Wechsel vom 23. Mat 1877 m1t dem Anfrage auf Verurtbeilung des AUIzug der Klage Beklagten zur Zahlung 111111 148 «11 50 4-5 Nebst

bcaUtragt. Der Inhaber der Urkund2 wérd aufge- fordert, spätestens in dem auf den 9. Juni 1880, Vormittags 11 Uhr. vor dem unterzeichneten Gerickytc, Zimmer Nr. 231, ankeraumten Aufgebotétkrmine seine Rechte anzu- meldcn und die Urkunde vorzulegcn, widrigcnfalls die Kraftloßerklärnng der Urkunde crfolgcn wird. Leipzig, den 18. Novcmber 1870. Königliches Amtögericht. Steinberger.

Aufgebot.

Dic Auguste Mathilde Pauline, geb. Seeli- verehelilbte Arbeiter

geschrift wird hiermit zum _ 1121111111] bekannt gemacht. Gernbtssckyreiber:

1118991 Nothu1111d1gcr Verkauf.

Jm Wege der nothwendiaen Subbaftation sollen

nach1'tcbcnde, der Ehefrau Wendenburg, Amalie, , zu Zabiß gehörige, im Grundbncbe Artikel 12 Abtheilung ].

Grandstücke, welche das“

gebornc Fuck) von Voefenbnrg Band 1. Nr. 1 bis 4 eingetragcmen wgenauute Facb'scbe Bauergut bilden, nämlich:

1) im Dorfe Boeseuburg a. Wohnbaus mit Hof un0 (Garten, 1). Pferdcstal], e. Kuhstall, ä. Stall- gebäude, 0. Taubcnbaus, f. Schenna", €.Kob1en- schbusxpcn und Stall mit 360 .“ Nusungswertb,

8. Flur Elben Plan 88 Acker von 1 113 183 40 0111 18,55 Thlr. Reinertrag,

. Flur Bocsenburg Plan 50 Wcidc 13 a 0,51 Thlr. Rcincrtma,

. daselbst Plan 5111. Weide Von 24 a 70 0111 0,97 Thlr. Reincrtrag.

. daselbst Plan 11a. Garten von 6 a 90 qm 1,08 Thlr. Reincrtrag,

. "daselbst Plan 3 Acker Von 26 11a 37 0

qm 540,86 Thlr. Reinertraa,

Acker von 28 1111. 27 a

Abtheilung 11.

Rechtsa11w1111 (lugt gegen den Srljiffer 11th - Wusterhausen

Sczirlszewsky zu 50 „_3 mit dem Anfrage auf

203 016 Verurtbeikung „111 50 H nebst Tragung der läufig voll- eklagten zur Rechtsstreits

50/0 Taehn haben zum Eintragung Oigentbümcrin Grundstücks " _ Laebn (Grundsteuerbuah ark. 107, (“chaudcsteuerbuch 1111. 110, 8 A1: 20 ertm._Fläckc11i11halt, Wovon 5 Ar. 40 ertm. zur Grundstcuer nach einem Rein- crtrage von 0,42 Thlr. veranlagt smd, mit 12 Thlr. GebäudestcuernuHungswutb), cas Aufgebot der Eigen- tbumsprätcndenten an jenem (Grundstücke 112111111031.

Die unbekannten Eigentbumsprätendentcn werden aufgefordert, ihre Ansprüche und Rechte spätestens dem auf Donnerstag, den 16. September 1880, Mittags 12 Uhr, im Terminszimmer 4 unseres Gerichthebäudes anberaumten Termine an- zumelden, widrigenfalls fie mit denselben weryen aukgescbloffen und ihnen dieserhalb ewiges Stül- scbweigen auferlegt werden wird.

Laehn, den 21. April 1880. ,

Königliches Amtßgcrtcbt.

den 6. An

ust 1880, Vormitta s 10 U 1“. Zum Ztveckeg ;; h

öffentlichen Zustellung wird dieser

bcxnnt gemacht.

Ger1chtsschreiber des Königlichen Amtögcricbts. 50

2) daselbst Plan 1000.

444,15 Tblr. Reinertrag,

elbst Plan 70 Acker von 1 110. 26 a 90 qm

34,57 Thlr. Reinertrag,

4) im Dorfe Voescnbnrg Drescherhaus Nr. 23,

of und Garten, 11. Scheune mit

kußungßwertb, nebst

8. Flur Boesenburq Plan 105 Acker von 2 a 30 0111 0,16 Thlr. Neinertrag,

Die Frau Christine Wißoff, geborene Steu- Verlretett durch den Jurtiz-Ratk) Po- lagt gegen ihren Ehemann, den er Emil Wistoff, früher Aufenthalt unbekannt _ Wegen d-m Anfrage auf Trennun

gtea für den allein schul-

3. Wohnhaus Stal]. 30 .“

Ehe, (Erklärung des Bekla