der von Schneiszügen stark frequentirten Strecke Berlin-Pots: dam-Magdeburg seit dem Bestehen dieser Bahndnstandslos benußt wird. Die Schwellen :des fraglichen Gelerseß bestehen aus Kiefernholz, welches vorxder Verlegung mit Zinkchlorid imprä nirt worden. Die sämmtlichen Oberbaumaterialren find ei der Revision in einem ordnungSmäßigen ustande befunden worden, auch waren die Räume zwis en den Schwe11en und vor den Köpfen derselben gehörig mit Kies verfüllt. Wenn von Reisenden angeblich Theile „morscher Schwe11en“ auf der Unglücksfteüe aufgesammelt sind, so ist zu bemerken, daß viele Schwellen nach der Entgleisung von den aufseßenden Flanschen der Räder zerrissen und zersplittert wor- den sind; eine sorgfältige Priifung mehrerer derartiger äußer- lich defekt scheinender Schwe11en hat ergeben, daß dieselben im Kern durchaus gesund und tauglich waren.
Andererseits ist ein Gewicht auf den Umstand gelegt, daß die Strecke Magdeburg-Oschersleben seit einer Reihe von Jahren mit SchneUzügen Überhaupt nicht befahren und ohne vorherige Verstärkung des Oberbaus seit dem 15. Mai 1). J. wiederum mit Schnelizügen belegt sei. Hiergegen isi anzu- führen, daß einerseits in Preußen bei der Konstruktion des Oberbaus von Voübahnen seither ein Unterschied bezüglich des Betriebes mit Schnell: UUd Personenzügen iiicht gemacht ist und daß andererseits auch vor dem 15. Mai cr. schnel] fahrende Personenzüge iiber die fraglicheStrecke UnauS- geseßt befördert sind. ,
Endlich ist darauf hinzuweisen, daß die dem in Rede stehenden Schnellzuge fahrplanmäßig zugetheilte effektive Ge- schwindigkeit von 75 km den äußerst giinstigen Steigungs- und Krümmungsverhältniffen der fraglichen Strecke durchaus angemessen ist. . ,
Soviel zur Berichtigung mannigfacher irrthiimlicher 2111- nahmen und Folgerungen iiber das vorläUfrge Ergebnrsß der Untersuchung. Die sorgfältigsten Erhebungen zUr Aufklärung de?“ Ursachen des beklagenswerthen UUfaULZ werden fort: ge iihrt.
_ Der Kaiserliche Botschafter bei der Hohen Pforte,
Graf von Haßfeldt, hat sich von Vera nach Buyukdere be-
eben, um daselbst während der Sommermrmate in Üblnher eise seinen Aufenthalt zu nehmen.
_ Der Chef des JngenieuwCorpS Und der Pioniere, General-Lieutenant von Biehler hat sich behufs Jnspizi- rungen nach außerhalb begeben.
_ S. M. Korvette „Vineta“, 19 Geschiiße, Komman- dant Kapitän zur See Zirzow, ist am 7. Juni cr. in Yokohama eingetroffen.
Magdeburg, 5. Juni. Gestern Aberrd Um 7 Uhr begann die Festvorsteüung im Stadttheater, dessen Rärtme mit einem auserwählten, geladenen Publikum bis auf den lebten Plaß gefiiUt waren. Als Se. Kaiserliche und Königliche Hoheit der Kronprinz in Begleitung Ihrer Königlichen Hoheiten des Prinzen Wilhelm und des Prinzen Friedrich Carl in die Loge trat, wurden Höchstdieselben mit einem Hock) empfangen, nach welchem das gesammte Publikum stehend eine Strophe des „Heil Dir im Siegerkranz“ sang. Dae Programm der Vorstellung brachte zuerst lebende Bilder: „Zwei Tage aus Ma deburgs Vergan- genheit“, mit Einleitungs:, Zwischen: und Sch ußrede der „Maid von Magdeburg“ (Frl. Wienrich). Darauf folgte der Priester- KriegSmarsck) aus „Athalia“ und das Geibelsche, von Bruch komponirte „Lied vom Deutschen Kaiser“, vorgetragen vom Reblingschen Kirchengesangverein. Während der nächsten, von der eigentlichen Fesiouverture an*defüllten Pause ver: ließen die Höchsten Herrschaften das Theater, und die Stadt selbst um 8 Uhr. Se. Kaiserliche und Königliche Hoheit drückte wiederholtSein Bedauern darüber aus, das; Er länger inmitten der Bürger Magdeburgs zu verweilen durch seine unmittelbar bevorstehende Abreise nach St. Petersburg ver: hindert sei. Die nicht offiziell zur Artwesenheit auf dem Bahnhofe bei der Abreise der HöchstenHerrschaften berufenen Theatergäfte blieben im Theater versammelt, wo norh die Lustspie1e „Simson und Delila“ von E. Claar Und „Gleich und Gleich“ von M. Hartmann ausgefiihrt wurden.
DenSchluß des festlichenTageS bildete ein von mehr als 900 Bürgern besuchter Kommers im Saale des Odemns, der als besondern Schmuck neben den gewöhnlichen Festdekorationen 34 große Wappen aÜer Städte und mehrerer Flecken und Dörfer des ehemaligen Herzogthums Magdeburg zeigte. Der Kommers begann um halb neUn Uhr Unter dem Vorsiß des Bürgermeisters Bötticher und erhielt alsbald eine erhöhte Be- deutung durch die Theilnahme des kommandirendeu Generals von Blumenthal, der in Begleitung des General:Lieutenants und Kommandanten von Massow und des Volizei-Präsidenten von Arnim erschienen „ war, um im speziellen Auftrage Sr. Kaiserlichen und Königlichen Hoheit des Kronprinzen Hbchstdessen Bedauern auszudrücken, daß es Ilm nicht ver: gonnt gewesen, auck) diesem festlichen Akte pers)önlich beizu- wohnen.
„_ Das Fest des 4. Juni war auch vom Wetter be: gUUftlgk, da nur während des leßten Theils des Festznges einige Regentropfen fielen.
Der Magistrat veröxfentlicht folgende KabinetS=Ordre Sr. Majestät des Kai ers und Königs:
Nachdem Ich in Folge Ihrer Einladung an den Festlirhkeiteb, welche zur Erinuerung an die vor zWeihundert Jahren erfolgte defi- nitive Vereinigung des Erzstifts Magdeburg mit Kur-Branrenburg am gestrigen Tage veranstaltet worden smd, Theil genommen habe, drängt es Mich, der Stadt Magdeburg für die überaus freudige Aufnahme, welche Ich an diesem Gedenktage bei der dortigen Be- völkerung gefunden habe, Meinen wärmsten Dank auszusprechen. Es hat Mir ungewein wohlgethan, zu erkennen, wie Magdeburg dureh den ungewöhnxiÉen Schmuck, den es zu Meinem Empfange amgelegt, das Bewußtsein kiiUd gegeben hat, daß die Verbindung mit Meiner Monarchie, mit welcher es im Laufe der Jahrhunderte _ unhcein- jrächtigt von kurzer Trennung _ durcb Freud' und Leid fest ver- wachsen ist, die Basis seiner jetzigen Wohlfahrt und der Fortdauer seines Gedeihens ist. Die Versicherung des Vertreters der Stadt hat dadurch eine glänzende Bestätigung erfahren. Die zahlreichen Huldigungen, welche Mir von allen Seiten, im Ansch1uffe an die
Haup1stadt, auch von dem übrigen Herzogthum dargebracht werden sind, haben Meine Ueberzeugung von Neuem bestärkt, daß das Magdeburger Land ein fester Hort des treuesten PatriotiSmus ist;- in Wahrung dieser Gefinnung können Stadt und Land sicher sein, wie bei Meinen Vorgängern an der Krone, so auch bei Mir und
Mich verzichten ließ, dem, heiterm Frohsinn gewidmeten Theile dcs Festtags beizuwvbnen, wird doch die Magdeburger Jubelfeier in Meiner dankbaren Erinnerung ungescbwächt fortleben. '
Berlin, den 5. Juni 1880.
W i l h e l m. An den Magistrat und die Stadtverordneten in Magdeburg.
Die Stadt Magdeburg hat zur Feier des Jubelfestes'eine Medailie prägen laffen, die in goldenen Exemplarezi Sr. Ma1estijt dem Kaiser und König, SrKaiserlichen und Kbntglichen Hoheit dem Kronprinzen und Ihren Königlichen Hohertenden Prinzen Wilhelm und riedrich Carl überreicht worden ist, während ein fünftes gol enes Exemplar der Münzsammlung der Stadt einverleibt wurde. Die Mitglieder des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung erhalten silberne Exemplare, alle denischen Städte von Bedeutung bronzene. Dre eine Seite dieser Erinnerungswiinze isi von dem, nur renomrten, Stempel derjenigen Schaumünze abgeprägt, die vor 200 Jah: ren die Stadt dem Großen Kiirfiirsten widmete, _die andere ist vom Stadt-Baurath Aurel Sturmhöfel entworsen und vom Hofgraveur Th. Held meisterhaft gravirt, eine AUegorie auf die Vereinigung der Stadt mit der Krone Preußen.
Bayern. München, 4. Juni. (Mig. Ztg.) Se. Königliche Hoheit der Prinz Ludwig von Bayern, welcher von einer vor mehreren Wochen unternommenen Reise auf [eine Güter in Ungarn morgen wieder hier eintrifft, begiebt 1ich am Sonntag nach Würzburg zur Theilnahme an der da- selbst stattfindenden diesjährigen Wanderversammlung bayerischer Landwirthe. 2111 dieser Versammlung werden auch der Staats : Minister des Innern von Pfeufer und der Referent in landwirthschaftlichen Ntmelegen: heiten, Ministeriak-Nath Haag sowie der GeneraL-Sekretär des landwirthschaftlichen Vereins in Bayern, Professor Dr. May, theilnehmen.
Zu der Sammlung für die „Wittelsbacher Stif: tung“ hat die München-Aachener FeuerversicherungS-Gesell: schaft einen Beitrag von 15 000 4/15, und die Bayerische Hypo- theken- und Wechselbank einen solchen von 10 000 245 ge-
spendet.
_ 6. Juni. (WTB) Se.KöniglicheHoheitderPrinz Arnrrlf ist im Auftrage Sr.Majestät deS Königs: heute Nachmrttag zur Theilnahme an den Trauerseierlichkeiten
nach St. Petersburg abgereist.
Württemberg. Stuttgart, 4. Jurij. Die „Würt- iemb. LandeSztg.“ meldet, eine spezielle Kommission unter dem Vorkiß des StaatSrathH von Pfleiderer sei mit der Nevi- iion des Sportelgeseßes von 1828 beschäftigt, zu dem Zweck, um den Verkehr in mobilen Werthe", Lieferungs: kontrakte, Konzessionen, Verleihungen aller Art Seitens der Verwaltungsbehörden einer theils ganz nenen, theils neu: regulirten Steuer zu unterziehen, und zwar im Sinne aus:
gleichender Gerechtigkeit gegeniiber den Steueransäßen im Im: mobilienverkehr. Die Steuergeseßgebung Bayerns und Badens werde hierbei zum Muster getiommen, ein Hinübergreifen Württembergs in die Steuersphäre des Reichs sei völlig un- begründet. Bei ngrundelegmig der in Bayern und Baden eltenden Sieueravsäße werde die neue Steuer in Württem-
erg ein jährliches “Erträgniß von mindestens 21/3 Millionen Mark abwerfen. „
_ _ 5. Juni. Se. Majestät der König hat gestern die Vreharissteüung und die Geflügelaussteilung in Ulm besichtigt. _ Das Denkmal, welches dem vor 5 Jahren verstorbenen Dichter Eduard Mörike hierselbst errichtet worden ist, wnrde gestern enthüllt.
Oesterreickz-Ungarn. Wien, 4. Juni. Wie die „Presie“ meldet, wird der Kais er die Rückreise nach Wien am 12. d. Nachmittach von Brünn aus antreten Und 11111 9 Uhr Abends hier eintre en. Zwei Tage später werde der Krdnprmz Rudolph (LUS ' rag hier ankommen, Um sich von dem Kaiser und der Kaiserin vor der Abreise nach Brüssel, die er am 15. d. antreten werde, zn verabschieden. An dem letzt: bezeichpeten Tage reise auch die Kaiserin mit der Erz: herzogm Valerie zn einem 111ehrwbchemtlichen Aufemthalt nach dem, Starnberger See und begebe sich von dort nach Ischl. 'Wie, in Hofkreisen verlante, diirfte die Kaiserin mit der Prinzessin Valerie dem PassionSspiele in Oberammergau beiwohnen.
_ 5. Jimi. (W. T. B.)_Erzherzog Wilhelm ist zur Theilnahme an den Trauerseierlichkeiten nach St, Peters: burg abgereist.
Lemberg, 4. Jimi.
_ Der „Dziennik Lwowski“ veröffent- 11rht folgendes Programm
. _ fiir die Kaiserreise nach Ga: [rziem Ter Kaiser trifft in Begleitung des Kronprinzen Rudolph und der Erzherzoge Albrecht und Karl Ludwig am 8. September in Krakau ein, verweilt daselbst einen Tag und begiebt sich dann zu den Herbstmanövern, die während fiinf Tagen zwischen Jaroslan und Karnienobrod stattfinden und an denen 40000 Mann tbeilnehmen werden. Das Haitpt: quartier des Kaisers wird in Mszana, Kamienobrod“ und Medyka sem. Hierauf fährt der Kaiser nacb „Lemberg, wo er am 14. September eintrifft und bis 17. September bleibt, woraui er auf der Rückreise nochmals einen Tag in .iirak'an sich aufhält.
' Krakqu, 4. Juni. Ein Leitartikel ch „Czas“ erörtert dieParteiverhältnisse und die Aufgabe des näch- sten Landtages, der bis zur Ankunft des Kaisers dauern diirfte. „ Der „Cz_as“ fordert daher die Abgeordneten auf, jede Diskusstoxr pbliti1cher und konstitutioneller Fragen auszuschlie- ßen, damit nicht dieselbe Unvorsichtigkeit begangen werde wie 1867 durch die damalige Resolution.
Pest," 5. eri. Der Finanzausschnß hat den Gesch: eiitw'urf uber „die Steuer- und Stcmpelfreiheit der hanpt: stadtischen Anleihe, sowie die Vorlage, betreffend die Zucker- steUer gngenommen. In dem Ausschuss? fiir Kommu- nikationen wurde der Gesehentwurf iiber den Ankauf der Bahrx Agram-Karlstadt, sowie der diesbezügliche Vertrag mrt der österreichischen Siidbah 11 genehmigt, ebenso fand der Gesehentwurf iiber den Ausbau der Linie S1ssek-Novr Annahmex; Minister-Präsident Tisza war fUr die Yonge einFtreYn. ich _ „. Luni. er ; inanza'ch us; hat den Ge“e : entwurf uber den Ankauf der Eisenbahnlinie Agra'nx- Karlstadt nebst dem betreffenden Vertrage gleichfalls ge-
Meinen Nachfolgern stets einem landeSväterlichen Wohlwollen für 5 ihr Interesse zu begegnen. .Wenn auch ein tiefbetrübendes Ereignis; “
nehmigt, und den Geiehentwurf iiber die Ergäzrzung des Grenzbahnneßes mit dcn von dem Konnnunikationsaus-
Deli-Ormqn ist das Centrum Minister General Ernrbth Schumla.
(W. T. B.) Staatswiirdenträger und der Generalität die Ueberf Ühru n g der Leiche Ihrer Ma1estät der Kaiserin aus dem Sterbeznnmer nach der Schloßkirche Zebxrfiihrung nach der St. Peter:
ei t.
1 Großbritannien und Irland. (Allg. Corr.) Se. Majestät der König von Eric en- land traf gestern, von Paris kommend, in London ein. Auf dem Bahnhofe wurde er von Sr. Königlichen Hoheit dem Prinzen von Wales, dem griechischen Gesandten und anderen Personen von Aus eichnung empfangen. Der König fuhr mit dem Prinzen vbn ales nach Marlboroughhouse, wo er wäh: rend) seines Aufenthalts in der englischen Hauptstadt weilen mtr .
Ach Simla wird dem Neuterschen Bureau unterm 3. ds. gemeldet: Die Aufregung in dem Lughman-Thal rst eher örtlichen Ursachen und der Unfähigkeit des Gouver- neurs als einer Feindseligkeit gegen die britische Negiernng
London, 4. Juni.
zuzuschreiben. Alam Khan wurde zum Gouverneur von k()HhuFm ernannt und hat sich von Kabul auf seinen Posten ege en.
Aus Kalkutta wird dem Neutersrhen Bureau unterm 3. ds. berichtet: Hier ringegangenen Nachrichten aus Birma zufolge wurden die rebellischen Vorposten, die eine starke Stellnng unweit Minhla irmehaben, am 1 d. erfolglos an- gegriffen. _ Die Rebellen nahmen den Befehlshaber der gegen ire aus,;zejck)ickten Königlichen Truppen gefangen Und ent- haupteteti ihn.
Kapstadt, 2. Juni. Die geseßgebende Versamm- luxrg verwarf mich zehntägiher Debatte mit 37 gege1128 Stimmen ein gegen das Kap=Ministerium beantragtes Tadel?- botuné WFL]! seiner Anordnung der Entwaffnung von V0: 11110 an .
Frankreich. Paris, 5. Juni. (W. T. B.) Das „Journal officiel“ giebt der Theilnahme Frankreich?» an dem Verluste, den das russische Kaiserhaus durch den Tod der berehrrmgswiirdigenKaiserin erlitten habe, Ausdrnck. Der Vriiiidentder Republik habe sich beeilt, dem Kaiser dre Versicherung 1einer ichmerzlichen und tiefen Antheilnahme zu Übermitteln.
Der französische Botschafter in St. Petersburg, General Chanzy, begiebt sick) heute Abend nach St. Petersburg, um_ als außerordentlicher Gesandter Frankreich bei den Lfeichenfeierlichkeiten zu vertreten. Derselbe wird bei dieser Mission von mehreren höheren Offizieren begleitet.
Dre Präfekten von 35 Departement?) sind für morgen nach dem Ministerinm des Innern berufen worden, um daselbst mündliche Instruktionen in Betreff der Aus- führung der Dekrete vom 29. Miirz er. zu erhalten. _ Von den nicht antorisirten Kongregationen von Männern hat noch keinemrd von den nicht autorisirten Kongregationen von Frauen bis ]eßt eine einzige die Antorisation nachgesucht.
_ 6. Juni. (W. T. B.) In der Kapelle der russischen Botschaft „fand unter sehr zahlreicher Betheiiigung ein Tran er- abttesdrenst fiir die verstorbene Kaiserin von Nirßland statt; der Präsident (Hrézvy, sowie der :ikcinifter- Prandent deFreyrimt waren durchihre KabineteZchech verirrten.
_ 7. Jimi. (W. T. V.) Bei der gestern in Lyon stqitgehabten engeren Wahl wurde Baliue, welchen die ge: maßrgien Republikaner untersiiißten, mit 8290 Stimmen zum Deputw'ten gewählt. Blanqni erhielt nur 5947 Stimmen.
, Bei den fernerenstattgehabten Neuwahlen zur Depu- tirtenkammer wurden in Brest Frcppel', Bischof von Angers, 111111 in Limoges ohne Gegenkandidaten die Republi- kaner Penicaud und Rochechouart=Pouliotgewählt. Zn Lorient ist emeStrchwahl zwischen den Republikanern Mathieu Boy Und Journault nothwendig geworden.
„ Italien;. Rom, 5.'Ju:1i. (W. T. B.) Der Adjntant Sr. Ma1estat des, Königs Hirmbert, General, Morra
Lorriano. beaiebt sich heute Abend nach St. Petersbnrg, um S,r.'Ma]estiit dem Kaiser Alexander die Veleidßbezeugungen des Königs zn „Überbringen. Anläßlich des Todes der Kaiserin bon Nnßlatid ist hierselbst eine 20tiigiae Hbftraner angeordnet worden. _ Der König hat dem (Grafen de Launay das Halsband des Nn1111113iaten-Ordens verliehen.
Neapel, 6. Juni. (W. T. V.) Die Erbffnunxr der Vesuvba hn hat heute stattgefunden. Bei dem zur Feier der Eröffmmg veranstalteten Bankett, an welchem etwa'150 Personen, die Spitzen der Behörden voran, Theii nahmen, brachte der Kbnzesjionär Oblight einen Toast auf Ihre Kaiser: liche Hoheit die Kronprinzessin Victoria, die erste Dante, welche dieBalm bemißt hat, ans. Der Toast wurde mit stürmischen: Verfall anm tiommen. Der regelmäßige Betrieb der neuen Bahn brginnr morgen.
Serbien. Belgrad, 5 Jimi. (18.2.23.) Die Skupschtrna hat die EiseUbahnkbnvention mit
Oesterreich-Ungarn mit 122 gegen 40 Stimmen ange; nommen. .
31rag111e1v1113„6. Jimi. Der Fürst bat die Skupsch: tina «restern 11111 enter dankenden Ansprache geschlossen und tritt heute die Rückreise nach Belgrad an.
Bulgarien. Sofia, 4. Juni. sWien.Z.) Der diplo- matijche Vertreter Serbiens hat gleichfalls gegen den vom bulgaristhezr Ministerium eingebrachten Gieseßentwnrf iiber die Natnralrsattbn der Bulgaren aus den mitSerbien 11110 ?)iumii-ni'en vereinigten Gebietstheilen gleich jeniem"rilmainjchen Kollegen einen Protest erhoben und gleichzemg mri Nepressxlieri gedroht, „welche in Bulgarien bedeutend empsmrden werden müßten. In Folge dessen er- suchte der _bnlgarrsthe Minister:Präsident Zankow den russi- schen 110111111 um Vermittlung, welche auch insofern von Er: folg war, al_'§ das bulgqrische Ministerium erklärte, den an: gefochtenen (Heseßentwrrrs von der jeizt tagenden Sobranie nicht verhandeln zu lassen.
_ _ 5311111. _ (28. Deutsche Ztg.) Fürst Alexander ist herrn), zum Lcrchenbegängniß der Kaiserin von Rußland 11ach_St. Perersburg abgereist. _ Der UWHamedanische Aufstand ist noch immer im Zrmehmen begriffen, Ber- d'er thsurrektion. _ Der Krieg?:- zieht immer mehr Truppen nach
Rußland und Polen. St. Petersburg, 5. Juni..
Heute Mittag fand im Beisein der Hof: und
statt, wo dieselbe bis zur . _ imd Pauls-Kathedrale Die Beiseßuna erfolgt am nächsten Mittwoch.
_ 6. Juni. (W. T. 5 .) Se. Kaiserliche und König:
liche Hoheit der Kronprinz ist heute Abend 6 Uhr hier eingetroffen. Hochnderselbe wurde am hiesigen Bahnhofe von
schuß gesteliten Abänderungsanträgen angenommen.
sämmtlichen Großfürsten, Kaiserlichen Hoheiten, und in Zars-
koe-Selow von S r. Ma ]“ e si ät d e m Ka i's e r empfangen. Gleich: zeitig mit Sr. Kaiserlichen ' Hoheit dem Kronprinzen find auch Ihre Hoheiten der Prinz Alexander _von Hessen und der Herzog Paul von Mecklenburg-Schwerm hier ange- kommen.
Amerika. Washington, 3.eri. (Allg.Corr.) Der Senat hat die Ernennung des Hrn. Harare Mayngrd', gegenwärtigen amerikanischen Gesandten bei der Turkei, zum General - Postmerfter als „Nachfolger des Hrn. D. M. Key bestätigt. _ Das Neprasentantenhacho be: schloß heute, sich bis zum 10. d. M. zu vertagen.
Der Präsident Hayes hat Hry. Eugen Schuyler, gegenwärtig Generalkonsul der Verermgten „Staaten 111 Rom, zum diplomatischen Agenten der Union m Bukarest er- nt. , nan Chicago, 5. Juni. (W. T. B.) Die Konden- tion blieb bis heute früh 3 Uhr zur Sißung beisam- men. Der Bericht der Mit der Priifung der Vol1machten der Delegirten beauftragten Kommmsion' wnrde artikelweise berathen. Die KandidaturGrants" scheint bisher nur 290 Stimmen auf sich zu vereinigen, wahrend 379 StimmeU-Fur die Ernennung des, Präsident](haftskandrdatexi erfbrderiick) s1__nd. Die gestrige Abendsißung war erregter als ]e; die Dwknsnon wurde mehrere Male eine halbe Stunde [mig durch BOTE- demonsirationen, meist zu Gunsten der Kandidatur _Vlame s, unterbrochen. Gegenwärtig seheint Blame die meiste Aus: sicht auf Ernennung zum Präsidentschaftskandidaten zu haben.
Afrika. Egyvten. Kairo, 5. Juni. (W. T.„B.) Die Generalkoniuln waren zusaminengetreten, uw uber Veriinderungen bezüglich der Organisation des 111161- nationaien Gerichishofes zn berathen. Nachdem LMigL vorläufige Bestimmungen getroffen warerr. wurde dteKon- ferenz- vertagt, damit die Generalkonsuln weitere «instruktwnen ihrer Regierungen einholen konnten.
Hine dem Woliischen Telegrcrphen-Bureau.
St. etersburg, Montag, 7. Juni. Heute fand dre feierliche UTZberfiihrung der Leiche Jhrer Ma1estat der Kaiserin vom Winterpalais nach der St. Peter:_ Und Pauls-Kathedrale statt. Der Trauerzug bewegte sich die Iiewa entldng nach der Peter: und Paulsfestung. Se. Ma1esiat der Kaiser folgte unmittelbar hinter dem Lgeichenwagen _zu Pferdex ihm schlossen sich iiimmtiiche Mitlieder der Kaiserlichen Familie und€ die Höchsten Hof: und Staatswürdenirager 911. Airs dem Pbaß vor dem Palais, wo die zur Eskorte;beitimn1ien Regiwemer aufgestellt waren, hatten sich trotz heftigen Regens bererts' am Morgen große Menschenmassen angesammelt; gegen Mittag trat frenndlichere Witterung em.
Kunst, Wissenschaft und Literarur.
Rn München ist am Morgen des 4. Jimi 'der bekannte SÖchhtemnaler Eugen Adam nach längerem Leiden im 64. Lebens- ' e orhen. „„ ' ]ahre__g Fils )(1-17. Band dcr im Verlaxe v“:"k .')“. A. Brockhabs in Leipzig erscheinenden Iniernational'en 2'8211ensrbaftltcbe'n Bibliothek liegt dieSmal ein padagogtsches Werk aus'dem Engli- schen, von Alexander Bain, Professor der Legtk an der Universität zu Aberdch, _ betitelt: „'Erzt'ehuriß als Wissenschaft.“ Der Vers. imiersucbt darm die Kunir des Unterrichtkns, wie schon der Titel besagt, rom 'wtffknswaitlichen Standpunkte aus. Er sucht znnachji zU ciner Definition des BZesens der Erziehung zu gelrmgen urid prnir zu dem Ende sowohl das von den Grürxdern des prenhtszhen Schulwesens aufgesteiite Ideal „der hqrmoni1chen u'nd alerrhrnaßrgen Entwick-lurg der menschlichen Fähigke11e1s 'Wie die Absicht MlU-Z. Die „Preusziiche“ Definition erklärt er _m ihrer Art fur gui, ahrr fie lasse sich mit gewissen Umständen Ubwer m Ueberemsttmmung bringen, namentlich mit der besonderen, „fur Mkanckoe's mehr als 11:11? Anderes vorhandenen individuellen Geschicklichkeit, mri dem Vortheil, welcher der (Hrselischaif aus einer bewnders "he'rworraßend'rn, wenn 511111) d11rch einseitige Entwickelung qewonnenexi Fahigkeit fur einzclne That»;- k.iten LkWÜÖsL; fie [affe dieSchwierigkel't, den ,',gan'zen Menschen mrt sich auszugleichen, bestehen und zeige r11'cht,'n*ie'd1e Gewalt des Er_- zirhers, Welche ihm durch die Nojhwendthketf, eine 'Liuswahl gemax; der relativen Wichtigkeit zu treffen, ayfcrlegt Wird, zu begrenzen set. James MiUs Erklärung aber andrrerieits: dernZ'werk der _EkYLbUUg sri, das Individbum soviel als möglich zu befghrgen, zunczrhji seln Eigenes Glück Und dann das Glück aridercr We1e11 zu [*egrunden, _ ist ihm zu weit gefaßt. Nach Bains AUFLÖT umiafzt .ETZWÖUUJ nicht die Antveridurs. aller unserer inteU-“itrrclien Funktionen; die Fähigkeitrn in produktiver Arlett, wie z. B. m Gewerben, m den selbständigen Unterfrchungen res Mannes der Wisienschafi und m den Schöpfungen des Künstlers, seien vielmehr an? bershredene Art
VN“,
zu iriten. _ Die Gcsundheiteiehre foUte 1196) dem ,Verfasier WU der Erziehungslehre andgesrhlosiet) bleiben. Die [eyjere ieyte ein gewisies Durch1chmtt§maiz von vbwfi1chrr Ge-
1undheir voraus, kümmere iich aber nieht um die Miiiel und Wege, dasselbe aufrecht zu erhalten und zu bermehren. Str beruhre sich mit der Physiologie odcr Hygiene nur 'in Betreff der plastischen oder aneigneirden Funktion des Gehirns m ihrer Bedeutung als Be- festignng derjeniaen Nerrenrerbindungen, welche 01?! Grund- lage fiir Gedächtnis; , Gewöhnung und_ erwdrbene Kraft hc- s113ert. Klingt diese Ansicht sehr Uiatcria11s111ci), sd erkennt der Vrrfaffer doch die Wichtigkeit der pihrbologt'sckycn Be- ziehungen in hohem Maße an, ja das driiteUKahitel, 1111v21che111 dicse behandelt Werden, ist gerade eines der umfanaltchsien und inter- ksantestcn, Er geht hier Von der (Grundlage des Jtitcllckts, der Fähigkeit des Unterscheidens und dcs_Beha11eus aus, „betrachtet die Umstände, welche das lcytere bcgiimtigen und eniwrckelt danßn m eingehender Weise seine Theorie von der Benutzung der Gemuihs- regungen fiir die Erziehung, Welche darauf bcxsirt, daß die Methode das moralische Verhalten des Menschence1chlechts zu _fichern, v-cn jeher in Strafe und Lohn, Schmerz unhVergnuZW beitandext hat. Nachdem dann im folgenden Abschnitte dre Awsdxucke. Welche m der Erziehungsfraqe eine hervorragend nnchitge Stelle einnehmen, wre Gedäwiniß, U-theilxkraft, Einbildungs-krast, Erziehung, Aukbildung. Dissziplin erklärend festgestellt Werden, betrarbtit er die Erziehungs- Werthe und unterscheidet in dieserHinrichtdteW1ffenschgiien(absiqufe, cxpeiimentelle uud induktive, beschreibende und klasfifizrrcnde, lggtiche, praktische und angewandte) von den Sprachen. In den nachsten Kapiteln wird die rationelie Aufeinanderfolge der Lehrgeaenstande erörtert und die Lehrmethode des Verfassers rm Einzelnen auseinandergeseßt. Er redet hier vor Allexn_ dem Anschariun'gs- Unterricht das Wort, jedoch nirht ohne die Wesahren und Mtßlrrv- kciten desselben zu Verkennen und die Mittel zur Bermeldung der- selben anzugeben. Was die Geschichte hctrifft, so'empsiehlt der Verf., da sie für den Standpunkt einer Durchschbittshiidung und Erfah- rung keine be ondere Schwierigkeit darbirte und außerdememe micr- cssante Lektüre außmache, ihr in dem Lehrplan nicht zu vicheii zu- zuwenden. In Bezug auf die Naturwiffenschaften mit ihrem uber- trältigenden Umfang betont er die Rothwendigkeit der Außwahlduck) Will er den experimentellen Unterricht eingemzränkt wisien. Der Muttersprache ist ein eigener Abschnitt gewidmet, in welchem ach,
was fich auf ihre Erlernung bezieht (Wörtervorraxh, Srammairk, höherer schriftlicher Ausdruck und Literqtur1 sorgfaitrg erortert wird. Daran reihr sich ein intereffanteg Kapitel t,;ber die alten Sprache:). Nach Bain müßte die Jahrhunderte aite Einrichtung, deriufo'lge die höhere Bildung ihren Weg durch zwei wdte Sprachen, Latein und Griechisch, zu nehmen hatte, als im Absterben begriffen angesehen werden. Von dieser Vorausseßung " ausgehend. daß das gegen- wärtige System früher oder später geandert werden musse, entwickeit er, welches nach seiner Ansicht der Lehrplqn der Zukarzft "fur dxe höherea Studien sein solLte. In einem weiteren Abschxntt uber dre moralische Erziehung hebt er die Punkte herv'or, bei, denen _1m Unterricht am leichtesten gefehlt wird., Wasdte Religion betrtffi, sv beschränkt er sich hauptsächlich auf die Verbindung derselben _mtt der Morallehre. Ein kurzes Kapitel uber Kunstunterrickyiweryucht schließlich einige herrschende irrige Auffaffuzwcn, besorzders uber das Verhältniß der Kunst zUr Moral M beseitigen. _ Dre Grundahficbt des Werks richtet fich, wie der Verfqffer selbst gesteht, mcht sowohl geßen den Jrrthum als gegen Verrvrrrung. ' Ver den großen _Fdrt- schritten, welche die Erziehungsmethoden bereits gemach_t hahen,_1er es vergeblich sich nach einer einzelnen Entdecku'na umzuiehen, die das ganze System ändern könnte, wwhhaher lteßrxr flsh Verbefferungen anbringen, zu denen der Verfasser 1eme Vorschlaze macheri Wolite.
Gewerbe und (Handel.
In der heute Vormittag abgehaltenen aris;erorde;ii[ichen General- vrrsammlung der Norddeutschen Gr'und-Kredrt-Bani siqnd als aUeiniger Gegenstand auf der Tageßordnuug: Antrag der Yrektwn und des Verwaltrquraths auf Abänderung ch 521r1,'.16 des S'tatu'ts, betreffend die Direktion. „Demgemäß rvnrde beschlossenr Die Direktion besteht fortan aus einem oder mehreren besoldeten Direktorexr 2c. _ Der sich unmittelbar hieran anschließenden ordentlnhen General- verfammlung der Geielischaft wurde die_Biianz pro_1879 vhrgelegt und von sämmtlichen amvesenden Aktwnaren dechargrrt. Die aus- scheidenden Mitglieder des Verivaltungsraths, Senator Vr. Eggers und Bankier Adolf Rosenstein, wurden von der Versqmmlang durä) Akklamation wiedergewählt. Die Bilanz werden wrr morgen mrt- theilen.
Nürnberg, 5. Juni. (Hopfenmarktberirrt vori_Leoz)old Held, Hopfen- Kommissionsgeschäft.) „Vom Hodienmarkte 111 mchiS Neues zu berichten. Das Gescbäst bleibt fortwährend ett) sehr wenig umfangreiches. Die Zufubren sind klein, die Nachfrage ist bescheiden und der Umsaß, der letztgenannten Thaisackoe entsprechend, nur gertrxg. In der Grösse und in der Zusammensrßung dex; L,;qerbesiandes ist keine nennenßwerthe Veränderung eingetreten : gelbliche'Mttielwaare repräseniirt den Grundstock des Vorraths, wogegen Feine gbtsarbige Hopfen sehr schwer zu finden fir-d. Dre Eigner drangen in ihrer Mehrzahl nicht zUm Verkauf und halten an den bestehendewPretsen fest, ohne sich durch die Schwachheit_ der Frage zizr Nachgiebigkeit bestimmen zu lassen. Diese feste Stimmung der Etaner grundet sich auf die geringe Quantität der noch vwhandenen Maark. Der Ex- port ruht ganz. Die Preise find_ unverandert.. Die aUgememe Stimmung des Marktes ist als ruhig "fest zu bezeichnen., Die Not“.- rungen lauten: Prima HuUertaurr, Wirrtfemherger, detixipe, Polen 135_160 4/14, Mittel Hallertauer, Wurttembergcr, 27adr]c_he, Polen 90-120 „M, Prima Elsässer 120-130 “M, Elsaner, Aisrhgrrmder und Marktwaare mittel 90_115 „46.
Verkehrs-Anftaltem
Triest, 6. Juni. (W. T. B.) Der _Lloyddqmsrier .Saturno' ist heuie Vormiitag 7114 Uhr mit der rstmdtschen Uehrrlandposi aus Alexandrien hier etxxgetroffeu.
Berlin, 7, Juni 1880.
VerlinerRennhahn zn Hoppegercn. 1880. Truh- jahrs -Meeting. Sechster Tag, Sonntag, 6. Hunt. Trotz des unfreundlichen Weiters War der Beide.) derBahn"em sehr zahlreicher und die vom Ostbahnhof ahzelanenen Extrarrige nicht viel Weniger beseßt als an den vorhergehenden Meettngiagen. Die Reimen selbst waren recht gut beießi und boten den Bemchern ein reiches Interesse dar. _ Die einzelren Konkurrenzen begannen um 3“ Uhr mit: „ _" ' _
1.2 Jugendrennen. Klubbreis 1500 „46 Zur 21ahr. mlard. und österr-ungar. Hengste und Stxxten. die noch mcht gelaufen. 60 «14 Ciaß halb Rcug. Disk. 800 111. Das Rennen hatte 23 Unter- schriften, von denen 11 Reugeld zahlien und 12 am Ablauf er1chte- neu. Es siegte nach rinem schr ]Patmendcn Renuen des Grafen H. Hxnckel 8811. br. St. „Miß Nakic)“ v. Alibroek a. d. Gareth“. 54.§1chZ (tr.551(g), (Busby) gegen des Hrn. Raimund F. St. „215an v. Breadalhane a. d. La Fille dr. Reaiment, 54x 22 (Ltttle)._k Zett 58 Sekunden. Werlh des Rennens 2025 „44 für „Miß Naklo“, 025316 für .,Agneb“. _ Um 4 Uhr folg'e die1em ZTaUen: ' „
11. Boh-Stakes. Klubpcris 1200 ck Herrenretten. . Fgr 3jähr. und ältere inländ. und österrxungar." Pferde, die me em Remic- im Werthe von 3000 „ck oder daruber gerronnen haheri. 60 .ij Ei!1s., halb Reug. Disk. 1800 111. Das Rennen hatte 13 Uirtersirriften. Für 9 Pferde wyrde Reu'geld gezahlt, 4 erschienen am Pfosten. Des Kitimstr. (Graien Schlippenhach (Garde-Ulancn- Regiment) Zjähr. schwhr. H. .Jromrs' v. Zbustrc' a, "d. Hhmen 65T 118 (tk- 67 kg) (Reiter: LlCU1.1*.'TLPPL"k'Lx1sk1) fuhrte vom Start bis zum Ziel und siegte leicht init 4 Langen gegen des Hrn. 05. J. J, 5jähr. br. Et. „CLÖVL Coeur“ 'v. Buccanesr a. d. Prtcket 73 kg (Reiter: Graf Kinsky). Zeit 1 Minnie 28 Sekundetz. Werth des Rennens 1455 «M für „KWUOÖ“. _ Dem chricn ichloß fich um 4 Ulk an: _ . „
111. ZOalhcrm-Handicap. Kluhprezs 1800 „FC: FU]: Zxahr, und ältere Pfrrde aUer Länder. 100 «14 Einf., 30 3-6. Rena. „DM. 2000 m. 10 Pferde waren zu diesen annen genarmt Und fr: 11 von ihnen War die Annahme erilärt worden, fur 4 wurde jedoch Reugcl: gezahlt und 7 erschienen am Mosten. Es siegte nach einem äußerst ibannendcn Rennen mit 1? Langen des Grafen H. HLUckLl 8811. 4jähr. hr. H. „Rifieman“ _„V- ©1123.1 1. 9.“ d. Aurora ()]-Z RZ (Buébh) gegen Frhrn. (Ed, von ercnheim/Z 41ahr. F. H. „Tyrann ». I)ionseianeur a. d. (Horse 64 kg (Oopp1.„ Zeit 1 81110111th 45 Sekunden. Werth des ReKnnens 2320 „M sur „Rifieman. _ im 5 Uir “(bio, fich diesern ' 81111211 an: ' "
1 1 . )Gjastixcber-Rennen. Staaésprers 2000-14 Fuerahr. und ältere inländ. Hengste und Stbten. 100 «M Eins., halb. Zheng. Dist. 2200 m. Von den 5 zu diesem Reimen aiigemeldrten Psxrden zahlte eins Reugeid und am Pfosten erschienen bier, vorrdexien nach einem eleganten Lauf des Fürsten Hohenlohe-Oehrmgen 3]ahr.F.St. „Dryadc“ v. Cadet a. d. Hamadrhade 52* kg (Madden) des Königl. Hauptgestüts (Oradiß Zjähr. br. H. „Yrrk v. Cambuscarlaéd York- shire Bride mit 6 Längen schlug. Zeit: 1 Mmute_ 53 Sexrrnden. Werth des Rennens 2225 «ck _ Diesem Rennen 1chloß 1rch um
5“ Uhr an: , «„ _
2 7. Verkaufs-Rennen. Klahprcts 1200 «FQ 'zrur Zjahr. und ältere inländ. und österr-UUJar. Pferde. _60 “FL Eins.,hqnz Rcug. Der Sieger ist für 3000 „“ äuflich; fur jede 300,76 billiger 2 kg erl. Disk. 1400 m. Am Ablauf erschienen funf Pferde, von denen des Grafen M. Schmettow 3jähr. br. St. .Foruqriya“_ v. Doge a. d. Prefr Forward (1500 m) 482[ RZ (Peqk'neq) Mit 3 Langen des Lieut. Leistncrs a. F. H. „The Cook" v. VlkglllUs a. d. Cviifidante (1200 w) 60 by,- (BarloW) schlug. Zett 1 Minute 42 „Sekunderi. Werth des Rennens: 1620 „46, Welckxe „Foryarma“ erhielt. "DW Siegerin wurde nicht gefordert, dagegen des Hrn. O. Oehlschlagers 4jähr. F. St. „Frau Grant“ für den Preis von 450 ..“ von Prinz Hayfeldt etWorben. _ Den Schluß des Rennens bildete um 6 U '
r* ' 171. Wasserthurm-Stceple-Chase. Handicap. Klubprers
1800 «M. Herrenreiten. Fiir Pferde alier Länder. 100 akk Eins., 50-461
Reug. Disk. ca. 450) m. Zwanzig Unterschriften hatte dasFKenxen gefunden; 10 von diesen hatten jedoch nur die Annahme erliri. ,und, von ihnen zahlten ?Reuaeld. Am Abiaui erschienen: Lreut. J!?Uchs (17. Hus. Rezi.) a. br. S1. ;Carlotta“ v. Carltog a. d. Salma, 73 kg (Reit. Lieut. v. Kram_1ta), Hrn. O. Oelscbiagers a., br. 'St. „Cairosfie“ v. Skoitish Chief a. d. Curatrixe, 78 „kx (Reit. Liebt. v. Tepper-Laski), Hrn. v. Cramms a. F. W. „Citizen“ v. Citadel a. d. Beauty, 82 k.? (Reit. Besitzer). Dcr LaUs beganri dteSmal aaf der Mitte der Hiirdenbahn und führte sodann über drer Strauch- hörden zu dem gewöhnlichen Startkiur die Steeple-Chase. Nach längerem Kampfe siegte mit cc:. 30 Langen .Carlotta“. Werth des Rennens 2175 „44 der Siegerin.
In der Sißung der Geographischen Gefelbschafi rem Sonnabend theilte der Vorfiyende_1)r. Nakhiigdl rnit, _dax; “(im 9. August die (Gesellschaft, der der Kaltus-Mrmiter auch fur diejes Jahr 1500 „% Zuschuß bewilligt hat, zu Llllik 'außerordentl'rhen Versammlung zusammentreten rrerde, um die hrer versamwelfen Mitglieder der Anthropologisäéeri, Afrikanischen und Geographischen Gisellscbaiten in ihrer *),.Nitte begrüßen zu föhnen. Von den Reifen- den der Gesellschaft liegen dieSmal rerht (ri'mstrge Nachttrhten vrr. Die ostafrikanische Expedition ist am 1. Mai in Sansibar eingetroffen, von 1)r.Buchner[ieger1 zwar keine direkten Nachrichten vor, doch hahennNeger, die aus demJnnern an der Küste eingetroffen find, _in glauhwurdrger Weise erzählt, daß der kühne Reisende die Hauptitgdt des Muata- jamho erreicht und schwa wieder verlassen habe, um ]eineRetie fort- zusetzen. Es wäre dies ein überaus 114,31“?ka und gimsttger Erfolg, der zu hohen Crrvarturmen fiir die ZUkiT-iift berechtigte. Von ])r.Lenz smd Nachrichten iiicht eingegarigen und das läßt voraussetzen, daß es ihm durch seire Klugheit und Bescheidenheit Jeiunaen ist, sich den Weg nach Timbukia zu cröffnen. Brix Hildebrandt sind wiederum rerrhe SammlhnZen eingetroffen. Der Reiiende iclhst befindet sich im ngxen zwar wohl, hat aber sehr imter dem LksÖlJffendLUKEin-[Uß des Kirwas zu leiden; er ist am 21. April von NoisiBi Fuxgehrochen, um aber Mojamka Tananarivo erreikhen, WO er 1e1_n_e fruhereSpatznkiaft wie- der zu erlangen hofft, um alsdann mit iri1chenKraiten biszurSud- spitze Madagaekars vordringen zu kiinnen,)vo em_re1ches Zirbertxxfeld Rib ihm eröffnen soll. Prof, Kiepert berichtete [odann uber emen Taubsiunimen, ErnstGriolet aus Genf, der „bererie gußer" Europa, Nord- und Südamerika bereist hat und angenvlickitch 111A11en merit, um fick) speziell der Erforschung Tibets zu _wrdmen, tn deßen fiir Fremde ?onsi schwer zugänzilirhem „(Gebi-Zf er fich leicht Eintritt verschaffen zu köhnen glaubt, WSLl die T'ihetaner Trub- stumme für heilig erachten. Nachdem alsdann Kapitan' v. Schletmiz iiber die im Oktober d. J. in Hamburg abgehaltene internationale meteorologische Konferenz behufs Einiguxng in der Frage der Pola - forschung ausfiihrlich reiecirt hatte, 1childer1emder Entdecier der pergamenischen Funde, Carl Hamann, i:: JLUÉVO'ÜLT Werje dre Silken mid ChIraktereigenihümlichkeiten der Kleinasien heoölkernden Nationen. «__.-_„____-
Programm für die 11T. Versammlung deutscher
Foritmänner zu Wildbad, roxn 13.„hisq 17. September 1880.
u dirfer Versammlung Werden aÜe Foriimarm r und Freunde des Forstwesens eingeladen; eZ wird gebeten, die Theilnahme an der Versammlung bis längsiehs 15 August 1). I. bei ememdxr unjer- zeichneten Geschäftsführer anzumrlden und neben genauer Bexeichfnung der Adresse anzugehen, ob die Bestellungwmer WehnungYotvx-z dis Zusendung von Druckjchriften gewiiasiht wird. Vom 13. Sertemher Morgens 9 Uhr an ist Über die ganze Daurr derKVer'sam'mlung irn Antrittesaai des Königl. ;; adhotels ein Bureau fur Emzerrbnung m die Mitgliederliste Und Abgabe von Karten zu den Exkursionen und dem Festeffen sowie zur Ertheilung jedweder Auekunft errichtet.
Zeiteintheiluns. Montag, _de". 13. September: Empfang der Theilnehmer auf dem Bahnhof. Ven Abends 7 Uhr an gesellige Vereinigung in der Restauration zum Kgl. Yad-Hotel. _ Dienstag, den 14. September: Sitzung von 7 bis 11 Uhr in dem Kursaal des Bad-Hotels; von 11 bis 12z Uhr Frühstückspciuse; dann Exkursion in das Revier Schrvann und nachherige Besichtigung des Rothexibach- schnrideWerk§chKra11ih & Comp.). Abfahrt vom Bahnhof Wildbad um 1 Uhr, Rückfahrt vom Bahnhox Rothnhacb um 7 Uhr. Abends 8 Uhr gesellige Unterhaimng in der Trinkhalle._§))kittwbch, den 15. Sediemher. SirZung von 8 Uhr Morgens bis 2 Uhr Mit- tags. Nachmittags ZZ Uhr Festrsien. _ Donnerstag, d-IU 16. Sep- tember. Exkursion in das Revier Herrenalb. Ahfahrr 68 Uhr Morgens 111 Wildbad. ;;Urückkuns't Abends YZ Uhr, ]:? 3111117111 Extrazugs. Erfrischung auf dem S:"brretzerkops mid Fruhitbck m Herrenalh._Frei1ag, den 17, September., Nachexkurswnen: ]) durch das Revier Wildbad Über d_2n Wildyce 0111 den Kaltenbronn und von dort durch die Oberförsterei Kaltenbr: _rm Mä) Gernsbach; 2) durch das Revirr Liebenzell 11ach Liebenzell, Hrryau und Calw; 3) m das Rebler Schirann.
Gegenstände der Berathung. 1. Ist, um der vermehrten Nach- frage nach NuHhol Rechnung zu 1ragen,ndthwendtg, dre Buche;- hochwaldwirthsrhaft zu verlaffen, oder berdteni es den Borzqg, m Vu-Denhorhwald möglichst viel Nußholz. emgeW-renai zu crztehen? Referent: Forsiraih Heiß, Landöhut. Correierent: Obersorstmeliter Direktor Tanche1ma1m, Cherewalde. „11. _Welche Erfahrungen sirid mit der najiirlirhen nnd kiiniilirhen Verjüngung 'der Werhiannen- bestände umd mir dem Aribaii der Fkkbte tm Allgemeinen, insbewndrre anf den Sandsteinformationen gemacht worden. Referent: Profembr 1)1' Schuherg, Carlsruhe. Corrcfcrentz Forstrath Probst, Stuttgart. 1][_ Ist es mit Rückfixht auf die Thaimche, daßxas Waldetgeythiim nicht den gleichen gesetzlichen SONY ;;cgrn Angriffe geweht, wre, das sonstige (Eigenthum, gereihjferitgt, eme Acrrdcrunwrrn St_nne gleichen Rechtscbaßes zu crikrebrn._ Referent: Direktor Furit, Aichaffenburg. 117, Mittheilurigen über Versuche, Beobachtungen, Crfßhrungen Ukid beachtenswerthe Vorkrmmniffe im Bereiche des Forstrvexens.
Der thätige „Norddeutsche Volkssibristen-Vrrlag' zu Bremen. hat von der bei ihm crscheinendcnSammlung: „Soziaic Fragen und Antworten" jexzt das 10. Heft ausgegeben, Webber; „Dre englischen Gewerkvereine“__z1_1m Gegenstand; der Besprechbng macht. In klarer, weiten KM:!) reritaridhcber Darstellung giebt die kleine Schrift in großen Umrisien ein Bild von der Entstehung, Entwickelung und Fortbildung der englixckoen Gewerkvercme "(Trades Unimrs) und knüpft daran beherzigenkwerthe Betrachtungen uber die
Licht- und Schattenseiten dieser Verein?. „Gleichsam. vorbildlich für die Eigenart und den Charakter dtejer Vereine Ut der große Gewerkverein der Maschinerrbauer. Dieser Gewerkrerem
entstand in seiner voUen Bedeutung erst_1851 a_u_s der Ver- schmelzmig mehrerer kleinerer. Der bedeuterrdjie von dtfejen wgr el_ne 1826 in ')]?anchester gestiftete Hülfskaffe fur MochaxnkerU die sich 1834 neue Statuten gab. Sie war damal's schon aber ihren Ur- sprungsort hirauögervachsen und umfaßte die Gewerbsgenoffen meh- rerer Pläßc. Sie hies; Hülfskaffe, war aber cm echter (Hewerx- bcrein im heutigen Sinne des Worts, denn_ fie wollte ihre Angebo- rigen (regen die mit dem Berufe des Arbeiters Verbundem'n beson- deren Nachtheile Mützen. Das hies; zunawit nur: Wahdergeld,„ wenn Einer anderswo Beschäftigung suchen magie; Unterityhu_rq_a _fur den Fall unverschuldeter Unfähigkeit zu arbeiteii; Begrabmgkoiten tur Mann und Frau, Zur Aufbrizigung der Yklttkl" dienten Eintritts- gelder und wöchentliche Beitrage. Dre„Ur-tcrftut„3ung rm Fglle der Arbeitslosigkeit wurde indessen nicht gewahrt, wenn Trunkenheit, un- ordentlirhe Aufführung oder Unehrlirhkert die Ursache wm", Der Verein wirkte mittelbar auch den wilden Ehen entgegen. Meldete fich zur Aufnahme Iemgnd,__der m 1chlechtem Rufe stand, so wurde ihm bedeutet, zuvor aus benerc W;;ie uberzugehen. Betrug,“),inier- schlagung Ulid Hehlerei zogen Ausstoßung nach fich. qu Stkthkn und Fluchen in den Versarnt111uugen,laui Trunkenheit, 1.1 selbst auf die Hrreinziehung religiöser und volitrschcr Streitfragen stand Geld- buße. Rücksichtsvollrs 1 erhalten gegen den Lehrberrn tvar atzsdrrick- lich vorgeschrieben. Von 1836 an Wandte man sich gegen UKW!" längerung der ArbeitSzcit ohne Lohnzulage, indem in London tur ire
ersten zwei Stunden mehr ein um ein Viertel höherer Lohn und für