rend dieser re,“.neriscbkn Zeit die Temperatur nicht unb1deutend ae- boben, so geschah dies in noch weit höherem (Grade. als am 24. Mai das Barometer wieder zu steigen begann, als fich eine sebr lebhafte äquatoriale Strömung erhob, der HiMMel fich fast ganz aufbeilte und so die Sonnenstrahlen ibren erwärmenden Einfluß ungehindert geltend machen konnten. Am Rhein fiel, wie die unten folgende Ueberficht über die Wärme- verbältniffe zeigt, der höchste Stand, den im Mai das Thermometer erreichte, anf den 26., in den Westlichen Ptooinzen im Allgemeinen, sowie in den mittleren auf den 27., jenieits der Oderäaber auf den 28. Mai. Nur selten sind im Mai fo heiße und scbw'uie Tage vor- gekommen, wie der 27. Mai ein solcher war, in Bexlin z. B., 010 derselbe eine mittlere Temperatur von 24 Grad hatte, in den leyt- vsrférz'icnen 32 Jahren nicbt; das absolute Maximum dieses Tages, 31,6 Grad, ist in dem angegebenen Zeitraume nur einmal, am 22. Mai 1857, erreicht worden. Während der acht Tage vom 19. bis 27. Mai zeigte an den Westlichen Stationen das Thermometer eine Schwankung von 29 bis 30, an einigen östlichen von 11010 mehr als 30 Graden. Fast überaU stellten sicb am 28. Mai elektrische Ent- ladungen ein, und die plößlick) zum Tbsil mit «Wer Lebhaftigkeit auftretende nördliche Windessirömunq fiibrte eine sckiiieiie*Heri1b- minderung der Wärme herbei, so daß die letzten meist regnerischen Monatstage 8 bis 10 Grade kälter waren, als die unmittelbar 001- birgigmgenen. Mittlerer Barometerstand im Mai 1880 nebst dcn Extreme11,ausgedriicktin Millimetern. Mittl. Ba- rometcr- Maximum Minimum Seeböbe stand Tag Stand Tag Stand K 13 11 i g s b 2 kg 22,6 759,6 29 766,7 23 747,7 L 11 11 1- n b 11 r (1 29,4 59,5 29 67,4 23 46,6 C 011 itz 157 47,6 29 55,0 23 34,6 Bromberg 47 56,1 29 65,9 23 47,1 V r e s la 11 147,4 48,6 29 56,3 6 40,6 Görlitz 217,2 42,4 29 11 34,3 T 0 r g a u 102 52,7 29 23 43,8 Breitenbach 06,6 29 3 698,6 Bcrlin 57,8 29 22 747,1 Putbus * *“ 57,1 29 23 45,5 amburg 61,2 30 22 49,9 Zannover . 57,5 30 3 48,9 Emden 63,2 29 ' 22 55,2 Münster ' 54,5 29 ' * 46,4 C0 [11 58,5 29 48,3 Aachen 442 29 . “ 34,5 T r ic r “ 48,0 29 , 38,3 Darmstadt 42,2 29 32,8 Hechingen 15,2 29 24,9 * 06,2 In der fdlgknden Ueberficht ist die Anzahl der Frosttage nicbt mii aufgeiübrt, da 0011 0711 angegebenen Stationen nur etwa die Hälfte dcttn hatte. In Görlitz und Berlin kam einer, in Kbyigsberg, Bromberg imd Münster kamen 2 u. s. 10., ja in Lauen- burd 6, in Großbreiiknbach 7, in Schreibcrhau 8 Frosttage, d. b. Yggekvor, an denen das Tbkrmometer Unter den Gefrierpunkt ber- a [an . Mittlere Temperatur im Mai 1880 nebst d2n absoluten Extremen. Beigefügt find die Anzahl der Sommertage und der Tage mit Gewitter. Maximum: Minimum: Mittlere ;ck- - Tem- “ : peratur:
Claußen .. 11,3 (12,0) Königsberg 10,1 (10,9) Hela 9,2 (8,5) Lauenburg. 9,8 (10,8) Conitz . . .. 10,5 (11,3) Bromberg . 11,1 (12,3) Breslau 11,4 (13,3) Wang . (8,7) Görliß 2,5) Torgau ... 3,3) Breitenbach _ 0,2) Berlin, . .. 3,1) Putbus . .. 0,9) Hamburg .. 2,4) Hannover. . 2,0) 27 Clausthal . 111,8 27
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) Emden. . . . ,6) 27 Münster. . . 2,6) 27 Cöln ..... 26 Aachen . . .. 26 ' 19 Trier ..... . 26 10 Darmstadt. 13,8 (14, ' 26 119 Hechingen. . 10,5 (12,6) 27 27,8 20 1111161 Sommertagen sind solche zu verstehen, 1111 denen Tbkrmomcicr Über 25 Gr. C. steigt. Niederschläge im Mai 1880, ausgedrückt in Millimetern. Höhe dex Größte bee Tagcmit Heitere Trübc Niederschlage Tag Höhe Niederschl. Tage Tage ClaUßcn . . 99,3 (27,3) 16 1 ,0 21 10 Königsberg 34,4 (44,4) 10 8,8 16 9 Hela . . 206,1 10 59,8 9 9, LaUcnburg . 24,4 (48,0) 10 11,2 11 9 (5,0011; . . . 26,3 (47,6) 10 10,9 14 16 Bromberg . 39,5 44,2) 7 13,3 21 ' Breslau . . 96,9 (48,5) 29 19,8 20 Wansi . . . 279,9 (97,9) 31 32,7 21 (5011111 . . 84,4 (50,1) 7, 21 T0rgaU . . 26,7 (45,3) 24 11 Breitenbach 21,2 (87,2) 23 13 Berlin . . 15,1 (49,2) 23 9 Putbus .. 21,3 32,7) 28 5 Hamburg (55,7) 3 16 annover . (48,8) 28 ]] laustbal . (83,9) 24 ];) Emden. . (49,4) 24 _]4 Münster . (54,6) 28 10 Cöln . . . 1“ (51,1) 28 ' Aachen . . ' (57,7) 28 Tcicr . . . 63,6) 28 Darmstadt . . (66,4) 7 Hechingen (72,5) 7
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14.
Internationale Fischerei-Ausstellung. Dic beidcn stammverwaudtxn Nationen, Deutschland und Oesterreich, sind zusammen durch 551 Aussiei-er vertreten, 0011 denen 535 auf unser Vaterland entfallen. BeideLänder sind es, die 11110 in reichcr Meimc aucb, lebende Fiscbe 00riübrcn, dercn AussteUuna den meisten andeien Nationen durcb die alizUWeite Entfernung zur Unmöglichkeit gemacht irak. Namentlich ist es die Binnenfiscberei, die sich in hervorragen- der Weise an 'der AussteUung friscbcr Fiscbebetbeiligt hat. Nicht an 1001er SteUe ist bierKBeriin und die Mark zu ULUUM; ist doch der 2. Preis Sr. Maxestat des Kaisers einer Berliner Fischereifirma, C. Lindenberg„ zugeiQUen: Wohl der beste Berbeis, wclche Stellung die Berliner Fischerei schon cht einnimmt und wie berechtigt dis Er- wartungen sind, die man bon der ischcrei-Ausstel11111q gerade für Berlin bcgt. In 5 großZn Basfius bat C. Lindenberg jene muntern Thiere unterge- bracht, die zunachst unserer heimischen Spree entnommen sind. Was Lindenberg im F1schbandcl gclcistet, hat A. Micba in Betreff des Krebsl)andels zu schaffen geivußt. Auch bier haben die Seen und
. Flüffe der Mark, näcbst ihnen die Pomm-“rns, Ost- und Wesibrcu-
Zeus das Hauptkoniingent gestellt. Die aroßcn Anlagen 91011112 in vppegarten, sowie wkbr als 20 große Bassiixs, die durébsckoniiilicb eine halbe Million Krebse beberbcrgen, smd ji bekannt Weit uber unseres Vaieilandes Grenzen hinaus; ist doch namentlich Paris ein Hauptkonsument der Micba'siben Krebse, während England nur Krebsschwänze bezieht, von denen alljährlich mehr als 15000 Schock von Micba nach London cxpedirt werden. Ein nicht kleiner Theil derselben kehrt in Gestalt englischer Kyn- serven untcr englischer Etiquette in unsere Heimatb zuruck. Von den Berliner Fischern wollen wir noch A. Tbiedecke & Sohn nennen, eine unserer ältesten und angesehensten Fischereifirmen, deren Produkte einen Theil des großen Neptunbeckens beoöikern. Eine Sammlung aller der Fische, welche in der Sprke und in der Havei vorkommen, hat der Verein zur Hebung der Fiscbzucht im Regierungs- bezirk Potsdam aus,".esteUt, während der Lausißer Fiscberoerem1m Teich des Gartens Karbfen vorfiibit, deren einzelne auf ein Alter 001] 24 Jahren zuxückblicken können. Die Thüringer Fischer babe'n fich zu einer Kdückiivaussteüung vereinigt, die nameatlicb (11111) die F0rel1enzucht berücksichtigt. Die größerenFiscbe aus bayeriickpknGewaffexn, die Gebr. Kuffer-München ausaesieÜt, haben ihnen wohlverdient eme goldepe MedaiUc eingebracht. L.Scbeuermann-Dinkelsbiibl bat durch eine Reibe 0011 Prachtexemplaren die Vortreffliibkeit seiner Goldorfen- zucbi dargelegt, die auch die Jury durcb Verleihung einer "silbernen Medailie anerkannt bat. Die Donaufiscbe bat nahezu voÜzabli-g der Fiicbzucbtverein zu Straubing in Niederbayern hierher gesandt. Eine hohe Bedeutung hat die Ausstellung in Bezug auf die Lösung der sogenannten Aalfrage gehabt. Bis 1874 galt der Aal bekanntlich für einen Zwitter; erst im genaiintexi Jabre gelang es dem Prof. Vr. Svrski in Triest, die märmliiben Gesckylecbtsorgane des Aales auf- zufinden. Dem Direktor des Bsrliner Aquariums 1)1'. Hermes War es vergönnt, männliche Aale auf dsr Aussteliung 0015011101111, die sich bei der durch Prof. Vircbcw 11. A. vorgenommenen €ekt10_n 111 der Tbai als solche erwiesen. Der Umstand, daß die MÜNRllÖLn Gescblecbtsorgane nur bei kleinen, nicht über 44 0111 [armen Aalsn aufgefunden Worden find, macht es erklärlicb, das; die TbatsaCbe 0011 der Existenz zweier Geschiechier bei den Aalen dcn F0rschern_s0 lange entgehen konnte. Dazu kommt, da[; fast alle in dM Gewasiern dis Binnenlandes vorkommenden Aale weiblichen (Geschlechtes sinnd, Wab- rend sich die Männchen in dsr See in der 91611): 011“ Jiußmundungcn oder in diesen selbst aufhalten. Aeußeriicb sind ("12 0011 DL)] Weib- ck80 schnier zu Unterscheiden, und mir Jenaue Kemier VMUOZLU unt einiger Sicherheit die Auswahl zu treffen.
Der Verein für die Geschichte Berlins bat cim Sonn- abend die Reihe ieiuer dicsjäbrigen Wanderfahrten mit einer Tour nach dem Klbster Chorin eröffiiet. In der Apsis nabnz der Redner des Vyreins, Hr, Budzies, Play., um in kurzen Zügen die Geschichte des Klosters von seiner Gründung bis zu seiner, A11fb€bung 001,11:- tragen. Die Stiftung dss Klosters fiillt dxnacb 111 das Jahr 1273, also in die Regierungszeit der Markgraicn Joba11111.u0d Otto 111., die schon in Barsdin (Parstein) urid Marieusee iloiicrltcbe §slnlaßgn hervorgerufeN batten. Mariinsee, 0011 Lebmn aus Mit Yiöiicben und den ersisn Einrichtungen veticbsn, ward zUr oben angsgebenen Zeit nach Chorin verlegt und bestand bier„270'Jak)re, obne raf: große Ereignisse dasselbe zu bervorragender Thaiigert wach gerufen hätten. .Die Liehte 0011 Chorin gehörten zu d'en angx1ehknite11 Prälaten des Landes: der Abt Tobias nabm Tbcgl (111 der Bei- [Latxiig der Aufstände von 1442 11110 1448. Aber ieibit dix Schrecxens- jabre des falschen Waldemar vcrmochten nicht, die Cbormér Moncbe zu persönlichem “T“ervortreten zu veranlaiien. Um so größer War das Verdienst, Welches fick) die Choriner um Kiiliur und Gertyanifi- rung des Lamdes erwarben. Auf ihren Besixzungen hatten fie uberall MusieiwirtbsÖaften und erfreuten sicb der danerxden Gnade der La11desfiirste11. kae Besitzungen umfaßien eine Flache 00n 6 Qua- dratmeilen. Markgraf Waldemar beschenkte Tn Orden noch am Tage vor seinem Tode und wurds bier begraben. 211190 die Hohenzollern gewährten dem Kloster Schi) [Md Gnade, Und is_ist daher (11131111?!)- men, daf; dasielbc in behaglicher Rube foriiebtk, bis eki, 0ntcr iemem 23. lAbte, aufgelöst Wuxde. Nähkk? NachriMen daruber fehlen gänz ick). „
Den 2. Vortrag bicit ar. derselben Stciie Hr.§15(1ufubr§r Rudolf Schnitze. Er gab, iiach eiuer länseren Einleitung uber die (Geschiebts dzs Mönibsweskns und der Oi'denseinricbtungsn iiberhaupt, intereffants Bemerk1mgcn über ÖM Verfall 0011 _Cb01111 und deffen heutigen Zustand. 2111 die Kirche ligt sicb südliéx) der Kreuzgang, der den viercckigM Kiostkrbof auf alien Seiten Utjigiebt. Von dem- selben sind nur noch 2 Seiten und dicse ganz VJETÖÜUT vorbaydcxt. Um den Kreuzgarm 1110011111 sicb die anderen Raume, 0111511111091); zweistöckig. in dcr 6311010012112 das Pfortcnbaus, jc'xxt eme Wgsch- kükbe, mit noch erhaltenem, sebr scbbiiem Portale. Das Refektsrmm. nördlich davon, ist gänzlick) zerfaÜe'n. Das Abtsbaus 3?ng e111_auf 2 Uliiitelsäulen ruhendes Kreuzgewölbe. Dic _Kiost-crkucbe, jetzt (*in Viebsiall, bcfindet sicb daneben. Anjdcr Oitseite des Kreuz- qaiigcs lag wahrscheinlich zunächst dsr_ Kirch." der ._Kabiteiia_al Und im oberen Stock deffeiben der gemeiniame Schlafiaai. (6.111 sebr schönes auf einer Säule ruhendes (Gewölbe im (kstTkkU Tbeib ziert noch jetzt den einen der zur Wohnung eingyriibtctcn Raum."; ebenso sind die „Gewölbe bér Biblibtbi'k 110111 100111 erhal- t.'11. Der Bau derKircbe hat 1262 begonnen 1111d iii 1320 0.:1100dct Worden. Sie bildkt den Glanzpunkt dks (10113611 märkiirbeii Zicgel- baucs. S0 idle Vcrbältnisic, fo geklärte Formen, eine solcbe Voilendung der Zeichnung findet mcm bei anderen Backiteinbauicn nicbt wicder, und 110131) jetzt, 100 die Kirche im Laufe dcr Zeiten ihre Gc- wblbe, die Ostkapeüen, das südliche Nebenscbiff und den (110111111 Theil des so reizvoiien F1*x1ster111_c1f3Werkcs eingebüßt, (1011611 sie zu den be- niunderisten Resten dss Mittelalters Weicbe Schickkale bat die- selbe aucb über sicb erarben [affen miiffeni 1635 durch die Schweden verwüstet, 1680 durch Wallonen besiedelt, 1706 als Jrivalidcnbaus cingcrichtct,durcb Brand zerstört, zu Pierde-_ und Sibrrcincstäüen €i11- gcricbiet, 0h11e Fensterschiben, 0b11e Daub, sand 1817 Slbinkel den Bau vor und rettete die Bausubstanz, deren Perle die Westfront.
Cin Theil des Kirchenfußbodens ist 11011), 111itVra11dsch11tt und Sand
bedeckt, vorhanden, ebenso die Fundamente der Kapellen, ein Stück 201215 zart gegliederten Mittelpfeilers nnd die gemausrten Altar- fundamente. _
An die beiiäÜig aufgenommenen Vorträge schloß sicb 111111 unter Leitung des Obcr-F0rstmeisters Bando ein Ruudgang durcb dic Kirckoe, durcb die Baumschule, mit dem Monumente der im Kriege gefallenen Forst-Ak-adcmiker, durch einen ichaitich1en H0biweg hinauf zum Lärche11ber,1, wo ein Rundblick Über Berg und Tbai, iiber Wald und Feld, über Land und Wasser die Gesellschaft fiir die Mühe des Steigeiis 10b11ie.
In der 24. Hauptversammlang des Vereins für deutsches Ku 11 stgeiverbe mache Hr. Dr. Pabst Mittheilungen Über die Zinnindustrie, Welche, in älterer Zeit Weit verbreitet und blühend, seit neuerer Zeit * namentlich seit der aiiacmeinen Einfiihruwg des Porzelians - nur ::rcb wenig betriebsn wird und leider auch nicht viel Ausficbt bat, jcmals ihre friihere Bedeutung wieder zu erlangen. Ueber die alte (Geschichte der Zinnieibnik haben wir wenig Nalbricb- tcn; 1111r aus dcn Stempeln, Welche den 11011) erhalteiien Werätben abs fruherer Zeit ausgeprägt sind, läßt sich cntnebmcn, daf; in sehr 012an Städten Gießstäiten befindlich waren, in denen jedoch immer nur bandwetksmäfqig gearbeitet Wurde. Dem Namen nach kennt man als bedeutende Zimmicßer dcn NürnbergerCaspar Ender- lein, von welchem das Taufbecken in der St. Lorenzkirche dasslbst bekrnbrt, undnden Franzosen Fr. Brioi; Ubi! diese haben Uikbt nacb cigyyin Eniwurfen gkarbeitet, sondem nacb denen deutscher Klein- 111011ter, welcbe freilich oft die schöniien Muster zeigen. Prächtige derartige Sachen mit schönen dekorativ» Verzierungen befinden sich im btefigenK'uusigen1erbe11111scum. Neuerdings werdcn recht gelungene, aber (in 9111119101 auf die Modellkosten) tbeure Zinmmraren in Mün- chen und namentlich in Karlsruhe angefertigt. In Berlin ist diese Industrie zuerst wieder durch Hrn. O. Schulz belebt worden, und zwar
- glcick) in bersorraaendcr Weiß:; ein von demselben bergcsieliier Zinn-
bumpen kann als I)ieisterstück gelien. Ueberbauptdürste qeradefür Trink. gefäße das Zinn 11011) am bkstkn Verwsndung finden; Bierseidei. deckel aus diesem Material werden in Süddeutschland nach guten UiiodeUen sehr hübsch ausaefübri. - Hr. Levi befürwortete die Be- nutzung des Zinns znr Montiryng 0011 Fayencegeiäßen, wie solches 111 älterer Zeit vortbeilbaft geicbab. - Ausgestellt Waren ein für Amerika bestimmtes, meisterhaft axsxicfübrtes Album mit trefflichec Lederpreisung von Hrn. Treue; eine zur Wanddekoration sich eignende ireffliche Relieffbolzschnitzerei mit der Darsteüung ciner häuslichen Scene (.Daheim“) aus dem Atslier von E. Wendt u. Co. in Niesky; end- lich eine bedeutende KoÜektion hervorrageider geschmiedeter Eisen. arbeiten 0011 E. Puls, darunter 3. B. ein großer Kronleuchter, für das Reicbsjnstiz-Amt bestimmt, ein Kaminborseßer für das Arbeits- zimmer Sr. Kaiserlichen Hoheit des Kronprinzen und zahlreiche kleinere Meisterstücke der Schrniedekunit. Diesen Arbeiten wurde die lebbaftcste Anerkennung Seitens der Versammlung 9230111; 1111- mentlicb folgte die [6131278 mit großem Interesse dsr Sibilderung des Aiisstellers, wic derartige Arbeiten durch verschiedene Stadien der Behandlung sich aus einem einfacben Stück Eisen entwickeln. * Zum Schluß wurd? nocb das im inezimmcr aufgestelltencue Bücher- svind des Vereins, von Hrn. Pingel aefcrtigt, befiibiigt und in sei- ncr soliden, gedikgenen Ausführung allgemein gewürdigt.
Dresden, 20. Juni. (W. T. B.) Die Zahl der in Folge des iesien großen W01kenbruch6 in der sächsischen Ober- lausié umgekommsnen Person-m beträgt nacb den bis 1th ge1nach. ten Fe tsteÜungen 63.
Väder-Statistik. PérsOUi-i:
2111-5211 bis 15. Juni (Fremde und Kurgäste) . . . . . . 12 819 Alcxisbad (im Selk-stbal i. Harz, Anbait-Bernburg) bis 15.
Juni (nebst 148 D111chrcisci1de11) . . . . . . . . 28 Badcn-Vaden bis 18. Jani . . . . . . . . , . . . 9617 Burtslbeid (Rheinprovinz) bis 15. Juni (einschl. der Durch-
reisenden),..........._.....19.“) Cbarlottenbrunn (Schlesien) bis 15. Juni (111-„ckck 26 Dnrcb-
reisendsn)................. 82 Cudowa (Grafsch. Glatz) bis 15.J1111i (nebst 25 Durchreis.). 223 Cimcni(S001bad bei Gr.-Salz?, unweit Magdeburg) bis
18. Juni (310 Nrn.) . . . . . . . . . . . . . 795 Elster (5161111112111) Sachsen) bis 16. Juni (756 Part.) . . . 1056 Ems (Nassau) bis (111360 Mitte Juui). . . ' . . . . . . 1435 Franzensbad (Böhmen) bis Jegen Mitte Juni, ; . . . . 775 Wildbad Gastein (Ober-Oesterreicb) bis'gkzen Mitte Juni . 300 Gleirbenberg (Steiermark) bis gegen Mitte. Juni. . . . . 551 Glücksburg (Ostseebad in SrbleswiJ-Holstxin) bis 17. Juni . 101 (Hoczalkowiß (Oberschlesien) bis 10.271101 (nebit 12 Durch-
reifendeii) (79 Nrn.) . . . . . . . . . . . . _. 111 Gbrbérsdorf (Schlesien) bis 15. Jimi (einskbl. der Durcbreij.) 384 Griesbach (bad. Schwarzwald) bis 15.J11111_(nebst Durchreis.) 6, H0mbur,1 0. d. H. (Rea.-Bez. Wiesbaden) bis 6.,J1111i . . . 1 45-2 F?leberg (Sceb1d in Westpreußen) bis 10_. Zum. . . . . 60 Karlsbad (Böhmen) bis gesen Miike Juni. ., . . . . . 8696 3116113111111) (Rheinprobinz) bis gegen Mitte Juni . . . . . 699 Landsck (Grafschaft Glas) bis 15, Juni (nebst 193 Dnrcbreis.) 565 Langen-Scbwalbacb (Nasiau) bis 20. szi (Fremde) . . . 928 Liega11(bei Radeberg imKönigr.Sakbicn)b1s 15.Juni(65Pait.) , 101 Marienbad (Böhmen) bis gcgen Mitte Jam . . . 2- 334
Maricnborn (bei Camcnz in Sachseri) bis 15.J1111i (64.513.115?) 75, Miixaster am Stcin (bci Kreuznach 111 der Rheinprovinz) bis
gegen Mink, Juni . . . . . . . . . . . . . 201 Manheim (bei Frankfurt a. Yk.) bis gegen Mitte Juni . . 349 Nknenabr (Rheinprovinz) bis 15. Juni (Fremde) . . . . . 702 O11111111111sen (Westfalen) bis 18. Juni (nebst 342Durchreisenden)
(Nrn.).................. 159 Petcrstbal (Baden) bis 15. Juni . . . . . . . . . . 107 Pyrmont (Waldeck) bis 15. Jani . . . . . . . . . . * 279 Rehburg (Hannover) bis 16.Jur1i . . . . . . . . . . 212 Reichenhall (Bayern) bis (Wen Mitte Juni . . . _. . . 295 Reinerz ((Hrafscb, Glatz) bis 15. Juni(11ebst 223 Durchrei1c11d111ck
(44391111)........._...._... (509 Saizbrnnn (Schießen) bis 15.J1111i (ncbst 387 Durchreiienden) 436 Schandau (Königreich Sachsen) bis 18. Juni (138 Part.). . 306 Sctiaiigenbad (Nassau) bis 9. Juni . . . . . . . . . 230 Soden (am Taunus, Nassau) bis 13. Juni. . . . . . . 938 Sudsrode (am Harz, Prob. Sacbicn) bis 14. Juni . . . . 249 T80§i0€chöna11 (Böhmen) bis 15. Juxxi . . . . . . .12726 Tbaic (Probinz Sacbsen) bis 9,J111*-.i (Frsmde) . . . . . 1785 Warmbad (bei Wdikenstein im K'öni,1r.Sachsc11) bis 17.Ju11i
(68Part.). . . . . . . . . . . .. 105 Weicbsclmünde und Wisterplatic(Wisipreuize1) bis 10. J11.1ic.1. 121) Weilbach (RaffaU) bis Mittc Juni . . . . . . . .ca. 50 Weißer Hirsch mit Oberloicbwiiz (Kö.igreich Sachscw) bis
19. Juni (215 Parteien) . . . . . . . . . . . 494 Wissbadcn (Nassau) bis gcgen Mitt: Juni . . . . . . „19824 Zorpot (Ostscebad bei Danzig) bis 9. Juni (104 Familien) . 512
Emden, 16. Juni. Die Badesaison auf Norderiici) ist gestern in gewobritcr Weise cröffnst w0rd811. Dcr Damvfcr „„Nord2111111“ fnbr 111it62 Personen unter Bölicrscbüffen und den Klängen de': Königiicben Badskapclie hier ab 1111d ereikbte nacb 0ierstii11diger Fahrt die Inscl, Welche die beiden eriten Dampfer „Norderncb“ 11110 „Stadt 91017211“, letzterer 0011 Notddcick) kommend, icstiicb geflaggt, ebenfaUs mit Bbiicrscbüsikn begrüßté. _ quie Vormittag inbr dcr Dampfer .N01dernc0“ 111111) Borkum, ivcmit die Saison dort eben- faÜs eröffnet ist.
Homburg 0. d. Höhe. Die Saison schreitet ungkacbici d“? ungünstigen Wittkrung in recht erfre-uliiber Weise vor. Außer Deutsib- land ist England scbon rekbi stattlicb vkrirctcn, zahlreiche Bsstkliungkn auf Wohnungen sind erfolgt, und lebt Jedermann dcr festen Zuverfikbi. das; die diesjährigc Saison eine reibt gute werden wird, s0fer11 1111017111“- Weixcr nur begünstigt. Der Weite, große Park, überragt 0011 den HÖHM dcs Taunus, praxigt im üpvigiten Grim, und es [(t 0011 den wiihreiid drs bergabgcncn iibcraiis strengen Winters cnistan- denen Schäden nichts mehr zu bemerksn. Die Wege sind auf das s0r,:fäitigste 111 Stand gesetzt, und herrliche Blumenbeete umgeben dl? ii“- dsn Anlagen bcsmdiichen Quellen. Seit dem 15. 11.11.11 spielt das Kurorckyestcr dreimal täglich, Morgens (111 dem Elisabctbbrunwen, Nachmittags 11110 Abends im Kurgarten oder im Konzertsaal. Die elexiantxn, großen Säle dcs Kurbauses bieten gerade (111 111111611 TMM, 100 das Verweilen im Freien "1111- möglich ist, eine sebr erwüiischte110111k1111ft für unsere Kurgaiie. Trotz der Ungunst der Witterung ist dis Gemeinde dcr Brunnen- tririker, wclche den Elisabctbbrumncn, dcn Haiipirepräscnianten unsersr Quellen, frequentirt, schon recht bcträcbtliéu - Dru bereits 00101111- denen Kurmitteln ist durch die im vorigen Jabre getroffeneNcu- einricbiung 0011 Mo:*r*éiide'r11 cin äuszkrst sÖäPLUSWEUHLI weitcxcs zu;",esiigt wordcu. Für Uiitcrbaltanzcn ist bekanntlich i11H0111bur.1 aufs Vesta gcsorai, und wird alien A11101dcrunge11, ivxlsbe nur 1111 einen Badeort crstcnR1111_,;cs i11 ii.,srcHinficbt gestellt wi'rdcn könncb, geniigt. S0 ist unter anderen f.;r die Ausfiihrung dcr Theater- 00rsteliur1gc11(Opern) Während der Sommersaiion das gcsammte Opkrnpersonal des Gwßberzoglich bessisch Hoftheatcrs zu Darm- stadt gewonnen, und werden die Vorstellungen am 26. Juni beginnen.
Redacteur: Riedel.
Verlag der Expedition (Kessel). Druck: W. Elsner. Vier Beilagen (einschließlich Börskn-Beilage).
Berlin:
(6751)
EMU BETTULJE
311111 DMisthM ReiW-Anzeigsx imd KöniJlici) 5131019111010 Sissis-Yixzxigir.
;: 143.
Berlin, „Moxxtsg, DM 21 Jun
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"Ziicßtamtliahcz.
Preußmz. B0rl111, „21. Juni. Jm wsiteren Vérlaufe der vorgcstr19911(79.)S13111151 sstzte das Haus der Ab- geordneter) die zivkite Berathung des Gessßentwnrfs, be- treffend _Abandsrnngsn dcr kirch€1ipolitisch811 Ge: seße, 'Mit der Diskrission des, Art. 2 fort. Nach dem Abg. Dr. YZi'tidthorft ergriff der Ministsr der gcistlicben 2c. Ange- [kgctiheliLU von Puttkamer, wis folgt, das Wort:
_Meiixc Herren! Jcb gebe auf eine nolmali e Motivirun des Artikels 2 der Regierungsvorlage nicbt einéumixweniger, als (inein Horx Kommtsiarius dieser Aufgabe mit der erfuböpfenden Sachkenntnis; meiner Anffaffung nacb gerecht geni0rde11 isi, 1011151: an ibm bekannt ist 11110 1011 zu eincm 111911121: gsscbätztcstkn Mitarbeiter macbt.
“Wenn der H:". Abg. Dr. Windtborst mit seiner gewobnien M§11101schaft vexsricbt bzt, um einen Ausdruck meines Hérrn Kom- Utimarilis eme iiyme dialektische Fessel zu icblingen und die ganzen Dc-dukiionen meines Herrn Konimiffarius an diesem Ausdruck gs- xviiixrmaßen iest zu UÜZEZU, s0 babe ici) darauf zu ÖLMUkéll, daß es XZ dieseixi Fail 1016 so baaiig geht, das; 85 1110111011111 beffer wäre, an OteUe cines _sremdcti “(0111210118 100111110115 ein ebrliches dsutschcs Wort 311 schn. Hatte mcm Hsrr Konimiffarius, wie 11: ganz ixnzweifelbaft
beabfiibtigt hat, gefast: die preußische Einrichtung des ké'CllkZUZ 715 .
711211511 ist eine ganz "außergcwöbnliche, ireiiergreifeiide wie die in an- deren Staaten, io batte Lr damit etwas 0011011110101Zntreffer-des Mid UUT dsslénlge aisagi, Was er hat sagen WOÜSU und was ibm nur in dem Ausdruck cxorbitant in einer gewiffkn prismatischen Weise das 911111 Jebzoiben bat crschei11en lassen. Meine Herren, 1005 den Effekb dksxenmen Syruibes, den der kirchiirbe Gerichtshof nail) preußtscbeizi Recht „i_but, auszeicbnkt 001: äb11lichen Jiistitutionin in andere:! Landerzi, tit eben, das; seine kaffatorische Wirkung sehr viel w§1icr gebt, 111112 die Wirkung ähnlicher (Hesctzgebunaen in anderen Latzdern, 111-dem fie den ganzen Inhalt der kirch1ichenV0re11ticheidung einxchließlich der, rein kirchlichen Elemente trifft. Dies ist auch in 1111111211 An.;zen ein Mangel der preaßischeu Geseizaebung, und ich stibe gar nrxbt an 311 sagen„daß, Wenn wir an den Zeitpunkt einmal koxananMrden, _100 man eine umfassknde (Erörtérimg über alle diese Dinge 111 0111111110112"! Weise wird vornehmen können, dies der Gxficbispunkt sem wnrdk, an „irelchcn icb anzukvüpfcn gcneigt sein winJe, um eme Reform auf d1escm Gebiete der Giseyzebung herbei- zu 11 ren. .
Jck) 10111 _mich_ 11010 (111 cinige andere Aeußerung-n des Hrn. Abg. Dr. W,:ndiborit ivendcn, ireil ks mir wichtig ist, fie auf dcm FULL 311 erwidern.
Der Hr. Ab,1._1)r. Witxdtborsi sagt, wenn man diesen Artikél 1111111: dab'Provtsormm sieiit, [vas ja wahrscheinlich in einem bcsoii- deren Llrtckel 12 dem ganzen Absatz angebänst werdkn wird, dann könnte _die Sgibe möalicberweise eix1e andere Physiognomie beiommeii; aber d1e 9121112111111] bat fick) die V011age (iar nicbt als Provisorium «7011391, 1111005 ltht (11111) bis jetzt kcive NSUZLUMJ 0011 ibr 001, daß fie 0011 _0167001 (Geficbtspunkie ausxiebexi würde. Ich behalte Mik iiber d1e1e wichtig; Frage das [este Wort 0011, Wenn wir in der Diskusston des Geieyes cm die betreffende Stei1c gelankt sein Wer- dexi; ich glaube„ das Haus wird das glcicbfails für richtig ballen, Weil d1e Diskussion sonst ganz unreitbar fich vermengt Ukid abspringt von dem Gegenstande, Welcher augenblicklich zur Debattc steht.
N11" 1agt der Hr. Abg. Dr. Windtborst, ici) babe ja in der 5101110111601) an den Berirstcr der Staatsresicnmg die ausdrückliche Frage ßxricbtet: 10111 man uns verspre-ben, daß nach 2111- 110111112 dreier Vorchge in einer oder der anderen Form neu: Verhandlungen „rnit dem römischen Stub] über einen Ausgleich angekmtbft Werden soUen Ukid kann Liiik Garantie dafür gegeben 10210111, 0118 diese VerbandlUUan (11111) zur DMMK“)- rtmg kommen. (Widersbrncb)
Nicinc .Herren, io babe ici) dcn Hrn. Lib). 1)1'. Windtborst ber- siaiidcn: Dic GaraUtic, daß; diese Vcibandltmgeii bis znm Ende durchzeiüb.t Wcrden. Ick babe darauf [111011 die (Ebro 896391, zu erwidsrn, und habs das thbnn untcr V0rlcs11113 0011 Dspcsckxxr, der Depesche 00111 14. ;Mai, daß der Gedanke kciiiisiress ansgsscbloffcn sei, nach dem _Zi:siandck0111111e11 diéscr Vorlage 111-ue Vcrbandlangen mit dem 101111110611 Siwbl (1111001110911, eine Garantie fiir ibrc Wilf- licbe DurcbfÜbrmiz kann 111) in dcm Augenblick in der Tbai WERU in Ausfikbt steilen 11011) übernehmen, ici.) dcnks, das wird Saile der Ziikunit icin, 1111d Niemand kann in dicscm Ansieiibiicke irgendwélcl)? Siii)erbeit hieriiber bicien.
Dcr Hr. Abg. Dr. Windib0rst hat dann feriiec in AUkliÜPfiiilg an eine 0011 mir 11001160 ciiirie Aeußerbng des berkwizit-„n Karrinals 0. Geißel bcirsiien 10011111, das; Mine Abifaffnngdir Aeußernngcn dieses Kirchenfürsicn nicbt die richtige sei, und daß dcr Kärdinal 0. (153611121 den 101-1118114 111) 31111211 grundiäslick) perborrésziri babs. Wcim dcr Hr. Abg. Dr. Windtborst_die Güte haben will, 1110 1111 meine damaligen Wbrte 111 erinnsrn; 10, babe ich auch nicbt bcba111*tet, das; der 011- ewigie Kardinal 0011 Geißel die Ansicbt, die 110 0011090100150, immer gebabt bat, er bat eben sci11011 Standbitnkt gciiwcbisit. Was die Konferenz ier Bisibbfc im Fabre 1848 311 Würzburg anlangt, ja, das 11111111 Fordcxiingtn, die eben ctb0bc11 1011117211 in 0110" Zeit, 100 der Staat in Folge kkl'OlUtiONäri'kBUVSJUUJM 111 volirr Sibwäibe ihnen gegenüber iiaiid, und da führte man 0011 Seiten der b0i)en deutschn Prälatur aiicrdings cine 0011 de! dis Jabres1842 Wilkom- mer. vcrstbicdcne Spracbc'. Ick bitte, das nicbt so auizniaffen, als ob 111) dem vercwigten Kardinal 0011 Geißel, den 110 pers011lich zu k?nnen die [1000 Ehre ()(-habt babe, irgend einen Voriv11rf 10.162211 100iii1“, das lie11__111ir fein, aber ich glaube, iii) bin b-rthigi, mich an eine sblcbc (“*sicntiicbe Erklärung zu 11.111111 und sie mii )'biiieren Crkiärungan derselben Person zu versilcikbcn.
.“JZ Damn hat der Hr. Abg.Wi11d1001st 1106) als. besonders bcdkniiick) im Art. 2 bezeicbnct die Stellung, in irclcbe der Obir-Präfidcnt zu Deiijcni- (1311 kommkn wiirde, welcbe in die Lage geratben, seine Hiilfe 1111311116811, und ba: gemeint, daß wobl 11111: Diejrnigen, irclcbc fikb etwa licbcs Kind béi ibm 1111100911 ködntcn, sich die Hkffmmg wiirden 1111110011 können, daß 111111 wirklich in ibrem Jniercsie eintretenden Failcs dxr Reims (111 den (Hericijisiwf fiir kirckoiiibe Ilsaclcgenbcitcm cinzciegt würdc. Aber, so meint jrciicr der Abg. Winriborit, das isi110ch nicbt einmal 0.10 iiblimmste, sondern die untcrsien Jtistü_k13?ii babm faktisch die Eniscbeidung dariiier in der Hand, ob Thaliacknn 001:- licgen, Weiche geeignet sind, um den Ober-Präfidcntkn 11111Ei1111g111_1g der Berufung anzugebrn. Wenn diese Auffassung die richtige 111, dann frage ich. 100 1011 überhaupt eine Varimltnng die Geficbts- Punkte 11110 Motibe für 1010 E11tscbl€cszmigcn beriicbmcn? D.“.ß die Lokalbebördcn die naturgemäßcn Träger der materikiicn Nachrichten sind, auf Grund dercn die Oberbcbörden ibreCntscbiicszizngen faffcn, das ist docb 10051 nur naturgemäß und nothwendig. „2100, wenn, der Bürgermeister dcrjciiigc Bcamte untsr Umständen 1st, di'bMPfilibt“ gemäß die Thatsachen sammelt, welcbe dann dem Ober-Praiidcntcn ais Uiitcriage fiir sein Urtixkil dienen, so ist, glaube ici), 0111112 nur eine Uebung ausgesprochen, die ganz einfakl) cinen noibivendtscn Ye- siandtbcil jeder geordnctcn Verwaltung bildet und ici) deiikt', meine Herrcn, soweit wird es in Preußen niimals 1011101111, das; DistkélU Bürgermeisterin“ eiii enischcidcndesW01t in ierleiFragcn111100111110
Dcr Abg. 111. 0011 611111) bemerkte, zn scin'er" Ueber- raschung habe das Beispicl des Abg. 0011 der Rock 11091" die Militärgertchtsbarkoit 11110 die 1001109010011, den General
untsr den Krsisrichter zu stellen, dsn lautsstsn Boifall der Horrin vom CSUtkilm gosundeit. Hätten dic Horrem denn ganz vsrgoffsn, dai; beide, Militär: und Civilgericbtsbarkeit, 00111 Stczaie gehandhabt 10610011, das; dir Staat die Grenzen bsider fsstieße? Cr halts das Centrum bei disssm Veispicl fesi, die 11111)t.100gz11[e1ignende Konseqnenz dsffelben sei, daß iiber dis kirchliche und Civilgericbtsbarkeit der Staat zu ent: fcbetdkn babe. Den Dank des Abg. Windthorst an 010 Kouservativen habe namentlich der Abg. 0011 dsr Nock verdient, nicht durch seine Bemerkung iiber die Kreis: r1chter, sondern duch) das 011111110113 und geistreiche Systsm, das derselbe_ 00rgeschlaae11_ habe, die Strxitigkeiten zwischen Siaai 11110 K1kch0 dnrch AititriiaalgerickUc zu etitschLiden. Die 910110 0053 Schistrichters miißto Lin Drittsr, etwa ein Aris- lander, Übernehmen. Komme ksin Vergleich zu Stande, so gshe diz? Sache nach Rom 11115 all das StaatsMinistchn. Das sei die Theorie des Koordinatioiissystems zwischen Staat 111109611100. Dem gegeniiber grsife dsr Abg. 0011 der Nxck die Maigeseße 1116 Werke des Libxralichns 1111; er bLkLLMG sicb m_deßgern zii diesem Werke. Der Liberalismus könne stolz sem, daß derselbs in den Maigssctzen das 5100rdinationssystein aufgsboben habe. Wenn dsr Kultus-Minisier dM Standpimkl' festhaltb, zu 00111 derielbe sich eben bekaimt babs, so s01 ' dersslbs auc!) libsral. Es sei gesagt wor- den, di:: Bkrufuna komme gar nicht vor. Vitrcffs der evangelischen Kirche bestreite er disss lemnptiitig. Habs doch erst kiirzlich Ein bekannter Geistlicher, Hr. Mein- l)0ld, die Berufung an 0011 staatlichen Gerichtshof eingclsgt und Er glaube, 0101er Herr stehe dcm Abg. Stöcksr näher als dem,Vrotestantenverein._ Soiie 1111111 111111 in einem Momonte, 100 111 den höheren Kreiien der evangelischen Kirche der Geist der Unduldsamkeit und der Késsrrichterei wiedsr Pini; greife, diesen Gerichtshof aufheben, welcher den cinzkkn-sn Gcistlicben 00,1? Uobsrgriffen schiiH-z? Er iympathisire sonst nicht mit der 211110111111 des Abg. Virchow, freue sick) aber doch, daß dersslbe 111 ersior' Lesung die Aufmerksamkeit auf diesen Punkt gerichtet habe. Fiir die. evangelische Kirche ssi das Institut der Beriifung an den StaatherichtSbof koinss: wegs grundsätzlick) so 11211, wie mcm aus der Rede des Regie: riingskonninssars hätte Entnehmen können: bis zum Erlaß der Kabinetsordre 110111822 [1110011 für die protestantischenPasiorsn dis Vest11111111111gcn des prertßischen Landrecbts gogolicn. Dasselbe sags 1111 §. 532, niitsr 10€lch0n Umständsn die Elitséßiliig eines Pastors stattzufinden habe, Und §. 533 besage, daß, WSL: sick) 011001 111cl)t beruhigen 100118, an 0111011 staatlicbsn Gerichtsbsf Bkrusung einzuléaen habe. §. 535 Liidiick) bestimme, daß bsi
“katholiscbkn Geistlichen die Berufnng 1111 das geistliche Gericht,
bei yrotestgrxtisch an das LandecZ-Justizkollegium der Provinz z11r1chten 101. Fiir die evangelische Kirche. wäre es also ein Schadbn, wenn auf den 1001115115 01) 0011311 verzichtet würds. Dsr Re'gierixngskommiffar habe darauf hingewiesen, daß diirch die „bisherige Art der Verufnngen jedsn Augcnbiich Konflikte hcrvorgerufen wcrden kii1111t€11. Regi€r1111g habe nicht nur das Recht, sondern 111111) bis Pflicht, 1081111 sicb Mängsl eixics (913111503 boransstslitcn, dieselben auf dem WEZ? dcr (60160ng111113 311 beseitigen, iiicht (11101? 011111) UCbérinililxi des (Jeseßes 1111 0011 Ober-Vräsi: dciiteii, denn wenn dieser 0011 seiner Befugnis; (8001111111) 11111111; so wiirden ja dieMiiiigclimmerwichr zu Tage treten. NUN heiße es,_ fiir das ilcbczrgmigsstadium sei bis Uebertra: gungdks Rsknrws 1111 den Obsr:V1'iisid911tcn nothwsndig. Es sci cm seltsamer Widersprticb, 0111111111 0111111100? 011111, der 111171115115 031111110 in dcr kaibolisäycu Kirchs 111111 vor, in dem: selben Athsm sage 1111111, dcrsklbo könne in dem nächsteii 11/2 Jahren 511 zahlreichkn Konflikten fiihrkn. Es möge ja ssltcn 0011 dem Rkknrs 651301111111) gmnacbt werden. .der Abg. 0011 an111111011 habe aber icl)011 iii dcr Koiitmissisn hervorgehoben, dns; die prophylaktische Bcdentmig dcssclben 0011 0001111 Werthe sei. Artck) in Frankreich ssi dic praktiscbo Bedeutmig des Rcknrses einc größers, als dsr Abg. Windt- l)orst glgnbk. Denn nur ditrck) dcn wsltlichsn Arm kbimteit die Enticixidmigen dcr kikchiich€11 Obsrcn solistrsckt 10010011. JnFrani'reich besichs dcr 91111103 soitJahrhnndertin; es hätte ]edcr, der sick) 0011 den kirchlichsn Oboren verlost glaribe, die Entichcidniig dcs Purlmnsnts 1111116011 kiinnen. Dia Vsstim: 111111191311 der 0011111190611 Artikel gingcii 116111111 so weit wie der 8. 12 des Gesetzes iiber den staatlick)111(80ricl)tsi)0f bLtre-ffs dcr Berechtigimg ziir Einlbgung dLs Rskiirscs. Er komme 311 dem Schluß, daß der 1001115118 fiir die 0011011010100 Kirche eine. große praktiiche Bedeutung habe, fiir die katholische jcdsnfalls 21110 prophylaktische. Er und sLii'iL politischen Freunde 100110110111 R1chtsschus, 102110011 der Staat den 011150111611untsrdriicktcn (536161111011 géwäbre, nicht anfbcbsn 11110 000131? sei dieser Ar: tikel fiir skins Partci 111101111201110110
Der Abg. Frhr. von Minnigewdc crkléirte, daß der Abg. 0011 der Rock lediglich 111 6111011101, nicht im Namen der Parisi 110101010011 habe; daß 0011111111!) auc!) di-Z Konseqnsttch, die 0011 161191? Seits daran gokuiipft 10010011, hinfällig seien.
Die Débatte 1011100 hierauf geschlosson. Dcr Abg. Dr. Windthorst wies psrsönlick) daraiif hin, das; er das, was er in Bezug auf den Ansdruck „cxorbitant“ gesagt habe, 111111) trotz dsr JiitLrprEtaliOU des Kultns:Mi11isters a11frecht crbalte. Er habe nicht, wie der Minister glaube, mit dialektischer Ge: 1011001006 (111 den Ausdruck „exorbitant“ des Regierungs- kommiffars angeknüpft, cr knüpfe (111 die Ucberseßimg dcs Ausdruckcs, die der Minister gegeben, dieselben Schluß: folgornngcn, und hoffe, daß Zdér Minister die richtigen Kon- klusionen aus dem Ansdruck ziehen werde.
Dar Abg. 111“. 0011 Hibdcbraud Und der Lasa bemerkte, der Abg. Windthorst [),-1110 mit der 110100011th Schlagfertigkeit 111111) ihm einige Worte heute gewidmet, welcbe seine chcr: kung widerlegen sollten, das) cr es für bedenklich halte, cin baiifäliiges Haus ruhig 011191113011 zu lassen, 01010 am gceichtcn Ort nnd mit den geeigneten Mitteln es zu rkparircn. Troß der Autorität des Abg. Windti)0rst_ 111090 er 110011 im 01111: 0011301111080 Interesse bei seiner Amicitt stshon bleiben, 11110011 Abg. Windtborst würds dersclbcn Ansich: icin, 1011111 dcricibc Anitsvorstchcr wäre?. Der Abg; Windtborft babe- d111111 weiter sLiUL parimneiitarisch rcicbo Ermbrnng seiner (dcs Rediicrs)
Er. dßiike, dic.
Er erksnne die reiche Erfahrimg des Ab. Windt 0r“t in pollem Maße 1111, aber die Jugsnd sei Linngbler, [ber, mit jedem Tag? gorinaer werde 11110 01“ habe sick) bäUfig iiber- zetigen miixsen, daß man a11ch im Alix? leidkr Nicht in alien Fallcn das Richtige treffe.
Der Ab_. 131: Windthorst erklärte, dé“? Abg. 0011 HMM- bra110 habc ich durch die Erinnsrung an die Jugend verletzt geitibli; sr wiinscbts, es könnte ihn Jsmand („m ssine Jugend erinnern. FSM, habe es ihm gelegen, dsnselben zn verleßsn. 211111) das Alter 1rre zuweilen; im Ailgsmeinen habe es aber 001: der Jugond die größere Erfahrung voraiis. Sollte der Abg.,von nydcbrand das bezweiiein, so wärs das allerdings eme 1111120011056 Ansckmiiimg. '
Dex Abg. Or. 0011 Heydebrand und dsr Lasa, bemerkte, er zinterlasie cs den Abg. Windthorsi 1111 seine Ingend 511 er- 11meri1, denn dsrselbe beweise täglich, das; 21: so frisch sei, wie nur 0111 Jüngling sein könne.
" Der Refersnt Abg. ]))". Grimm fiihrtc aus, der Antrag 23ny 100112 111 allen FäÜcn den 1901115115 dcs Einzslnen bk- seit1ge11, die Regierungszvoriage wolle aber 11111 micht, daß dsr (2111501110 (11170111 kirch11ch611 G0richtsbof rekurrire, sondern der- sslbe solle 010 Vesch_wckrde an den OÖLWPTÜÜIMTEU 11110 00011- 01011 1111 den Minister richten, welcbe prüfen soliten, ob sin offentliches Interesse vorlicge. Das sei derU ichisd zwiicben dsm Antrags Brüel Und der Vorlage. In der Kommission hatten Einzelne Mitgliéder wegen des provisorischen Cl)arakters dcs Weisses die vorliegende Frage nicht 12110111 wollen, und IWM den Artikel gestimmt, obgleich sie der Sache nach damit einverstaiiden gewosen seien.
Hierauf wurde dEr Antrag Brüel und darauf der Art. 2 der Vorlage abgclsbnt.
Art. 3 [antet nach der Regierungsvorlags:
In den Fäiien des §. 24 im Gesc» 00111 12. Mai 1873 sowie des §. 12 im Gifts) 00111 22. April 1875 ist gegen Kirciyendienec fortan abi Unfähigkeit zur Bekleidung ihres Amis zu erkennen.
Die Aberkennung der Fäbißkeit znr Bekiéidung des Amts bat den Vsrlust des Amiscinkommens zur Folge.
Zit anf Unfähigkeit zur Vikleidung dss Amis erkannt, so 611- den die Vorskbriften dcs Geseizes 00111 20.M.1i1874 (G. S. S. 135), des §, 31 im (Geist,; vom 12.2.9111 1873 sowie der » 13 bis 15 im Geseß 00111 22. April 1875 IUtsOkkÖLUk-“L Anwendung.
Der Abg. Stengel béaiitragts, diesen Artikel Unberäiidsrt (1031111900100.
Der Abg. 01. Vriisl bsantragte dagegen:
„Das ._Haus der Abgeordneten 10011e 0611011111911: im Liriikei 3 a. vor ,Unfäbiqieit“ im Alinea1 und vor „Fähigkeit“ im Alinea2 das Wort „recbiiicbe“ einzuskbuitcn; d. 1111 SKU? dcs Alinea 3 aufzunehmen: „Dis ferner 001gcnommknen Amtsbandiungkn bleiben 011112 XSÖUZÖL Wirkung, sind aber nicht mehr strafbar. Dieselbsn ZLFJTcnotthen in den Fiillen des §. 21 im Geskize 00111 11. Via“!
0 em.
Zwischen Artikel 3 und Art. 4 als Art. 32. einzuschalten: „Eine VerniÖtnng ier anaéfocbtanen Exitscheid110g der firchiicben Vcbörde im FaUe dcs §. 23 im Gcskxc 00111 12. Mai 1873 ent- zieht dieser Eiiiscbeidung 0011 selbst jede _rccbtiicbe Wirkung. Ein Zwang der kirchlichen Bxbörde im VLWVÜÜUUJÉWMC 311! Durch- fübriirzg dcr (Fntsrbcidung des Staatsgericbtsbofcs findei dabei 1111121 111101 )tatt.“
Die Diskussion über Art. 3 und 00.1 00111 Abg. 01. Brii1l beamtragtcii Art. 311. wnrde VLkLiUigi.
Der Abg. Dr. Brüel 02rtl3cidigt0 seine A11trc'ig0. Dieser Artikel habe eine“. organisck)eBede11t1111g, 011111 bier wiirden die Maigisch daiiernd 11110 im Prinzip gbiitidert. Es sei erfreu: lick), daß 016 3101310101111 dadnrck) anerkctiiie, hisr habe die Mai- gcssßaebimg iibsrgegriffcn auf das eigentlich Gcbist dsr Kirche. Jkldéfféil 111100 sie in ihrer Vorlage dissen Theil dsr Maigessx: 11101109 11111“ theorsiisch verurtlxilt, praktische Folge gebs erst sein Aiilclidknll'lit 091," Ansicht der Regierung. Er wisse zwar sicher, da); stin Antrag nicht 011g0110111111011 werde, in: déffsn sei dcrselbe geeignot, die inkbnichcnz 11110 Haibbeit dcr ?)kegieriiiigsworiagc klar 311 zeigen , welche auf die Dauer unmöglich haltbar sei. Mit der 910: gierungsvorlage ssi er iiisdivcit Linvcrstanden, als das Erkenntnis; cines staatlichen Gérici)tsl)0fes dic: Absetzung 11110 1111 5710111 nicht 3111“ Folge haben könne, jsdock) stciic die Wort- faffimg dcr Regierungsvorlags das nicht unzwcifelbgit klar. Tbatsiichlici) habe aber dcr Minister 111 der Kommiiiion auf seins Anfrage Erklärt, dasz dis Vistimmimgen dcs §. 18 des Gescßes 00111 11. Mai 1873, 100111111) ein 00r10aistes Pfarr: amt innerhalb Zahrssfrist zu 001013111 sei, anf diejenigsn Fälle nicht Aiiwcndumg finden words, in densn auf Grund dss Art. 3 gegen einen Gcistlicbsn 1111fil11fiil)igksit 3111" Bcklsidimg scincs Amtes erkannt worden 11111110 zwur weil 11113) Art. 3 als Folge. des Erkenntnissss nicbt die Erledi,11111gdcr Stolle cintrctc. Darin lisge dcr ckmraktoristischeUnterschied3106111611demZUstande, den Art. 3 iciwffsnwolie, und dem 1113111011 Reebtszusimidc. Sein Amendement solle diOfLr Ansicht LMM 0171317211011 Aiisdriick m der Vorlage? geben 11110 1111131100111 11011) die Strafbaricit der nach dem staatlicbsn Erkcmitiiiffc 001130110111111011-211 geistlichen Handinngsn aufheben. Dcr chisrungskommiffar 01100 511 Art. 2 sklbsi anerkannt, das; man zu weit gibs, 1011111 man die kaffatorischc Wirkung dcs staat-chrichtlichcn Erkcnutm'ffesaauck) aiif 0011 rcin kirchlich?" Tlcil der angefochtenen 011011111111 Eiitsci)cid1111g crstrecks. Fiir (11 Staat gcnügc es, wenn _die rechtliche Wirkmig der kirchlichen Entscheidung eventUcilkasiirt wordt". Disse Unterscheidung z11 machen 1105100110 dcr 001110111 beantragte 11011? Art. 3.1. Er empfehle dem „Hause 11100 An» träge zur Annahme. _ _
Dcr 910110111ngskommiffar MinistermeirektM ananus oiitgcgiictc, dic 2011111110 dcs Vorrcdnßrs (311151011 über die 911: gierungsvorlaae wcit hinaus. Die chierung vcrmögc die 1101611111103 aus ihrem im Artikel 3. eingcnomnicnen Stand- punkte nicbt 311 5100111, das; die späteren gsisilichen Haiidiiingen eines staatlich abgesetztenKirchendieners straflos 111-310111 sollten. Dcm Volke gexiciiiibcr kämon dic (1119111020. 2111114111111101111113911 0i1l1111l117311r Geltung, ais die ctwaich Handlimchn niit btirgcrli-Ycu F0111111,_101111)e ein 11011111"th Bischof 000110111111 1011111“, 11110 dic Strailosigjcit der ersicrcnwiirdc 7,122111011113 vor dem (5101130 1111 Volke s?ywsr schädigen. Ja 0211; 00111 Amsude- 111-3:71 Brüel 001111111113 erwiihnten Fallc dcs § 21 des (Hiicch 00111 “11. Mai 1873, 100 01110Z11chtha11sstrafo 11001 die Aberkennung
jngcndlicben parlamentariscbén Thätigkeit gcgcniibcrgcstclit. [ dcr 11111*J*Ilii€i)i'11 Ebronrccbtc 00100130, sci cin 91111117?) zu einer