1880 / 147 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 25 Jun 1880 18:00:01 GMT) scan diff

, '“; - - ' " ' . S nde red NorKre en öde von mehr als 2 us; über den Riemenlöcbern, ,so daß das Planken haben am Ende geschniße phantastische Drachenköpfe_ mit k ; sird ?FIr 116211131111; anlegTrsttXlrfr'seitixe Naacbrichtbererrzugegaßgen: g ) Öahrzeug auf dem Wa er gleichwohl nicht so ganz niedrm Ql'lMejZÖM [ptelenderr Zungen und. offenen Rachen mit Reiben großer Zabrxe, * Der'Grabbügel, in welchem dieser bedeutsame Fund gemacht FabenAxann. Diel Obber-Yelingesfind, FilerÄe f§21e SschidffssdrttenOréber ?le Tbétl esirÉu Yelarxzt 122?er leßeerti (FIFelK'beXiktsZt YZWsY l "3 ' ' ' ' ' " ' d i , a ewe en. a u en 111 ie er- 11 me rer ' e ' _ , _ ' E | B i * ist, muß ickon durch seine ungewöhnliche Größe dre Aufmerkiamkeit VikkingearsiieirtspÉJZildeerY beßeckt gewesen, welcbe halb übereinander sind, ist unzweifelhaft, iiber es laßt sich noch mcht sagen, wie fie e e a c

auf sicb „:,ieben; feine jetzigen Dimensionen" find etwa 450 Fuß im Umkreis und 16 Fuß in der Höhe; ursprunglich wird er hober ge- wesen seiv. Verbmluttblich wegen seiner Größe bat er den Namen .Köni s 11 el“ er (: cn. Sgobwlie das Schiff nunmehr außgegraben auf dem Boden de“, Fügels daftebt, macht es einen recht imposanten Eindruck. Und doch ewirken vielleicht die großartigen Umgebungen, der gewaltige Hugel und die das Grab umgebenden 5-6 (Ellen hoben Lebmwande, daß

befestigt, waren. Die Drackxenköpfe gehören paarweise zusqmmen; wabricheinlich waren sie paaWeise an den Stevenplanken, einer an jeder Seite, befestigt. _

Die “Mittheilungen über die m der Grqbkammer grfundenen Beschläge zu Sattel- und Riemcnzeug sind dabm zu herichtigen, daß die für Silber gehaltenen beiden Garniturerx aud Blei find. _Jhrem ganzen Stile nacb erweisen diese Bleibescblage s1ch als etwas in un- serer jüngeren Eisenzeit bisher Unbekanntes und Einzigdastehendes.

la en, die Holzbekleidung der letzteren war abwechselnd gelb urid scbgwarz bemalt, was, von der Seite gesehen, einen lebhaften Anblick dargeboten haben muß. " Die Mitte des Schiffes wird von dem großen Block quSgefuth, in welchem der Mast angebracht war. „Letzterer bat nafch hinten kite- dergelegt werden könne"; derselbe ist „ziemlich schwer, innetner Hohe von 3 Fuß mißt er 3 Fuß im Umkreis; das untere Stuck, welckocs an seinem Platze stand, hatte eine Höhe von fast 11 Fuß. Das obere

zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.

M__147 „Berlin, Freitag, den 25. Juni [ZZgz

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* , man iotZt xiocl) nicbt so leicht den vollen Eindruck der Größe erlangen _ . k ' b ' t i V b“ d it d r ostbaltischen jüngeren . , . , - d s S ' aus dem 1"! el gebra-bt und noch mehr, Stuck, welches abgehauerr im Fahrzeug lag, mißt 22 Fuß", falls ein Ich iti genetg_, ste n er in ung m e , _ , J * Widerstand gegen die St_(latsaeseße, keinen An tand - .- ;

TMK eswfrtiitier aDachth1fommen ist, „Fil? man_ sxben, das; man es Zwischenstück fehlt, tst die _aanze Höhe des MFH“ etswaZHUlFrßZ-G FY)? Clien“?ttdFteberiiiitwexYßrYiristi??? edsuxväzrxlemöleiFndYZeYLZUYF «thßlamtltches. mm, fich d„ einfachen Kontrolvyrschriftrn ohne salles "LF welcthleeronYdréerO'JeZchÉZZMAÖsZrYMZZF ZJJLRFZ . riäxt mit eincm Boote, sondern mit einem wirklichen Fahrzeuge zu gewesen, was im Verbaltmß zur Lange des affe , 11 , m un 1 un 9 ' Preußen. denken 3" fugen. Ick werde - weil es "1 der Kommrsfion wenig geschmackvoll; wenn der Vorredner sein liberales,Roß

, Berlin, 25. uni. Im weiteren Verlau e der gestrigen_(83.)'Sißung eßte das Haus der Abf- geordneteri die zweite Berathung des Gessßentwurfs, be- treffend Abatidßrungen der kirchenpolitischen Ge- s'eße, mit der Diskussion des Art. 10 fort. Nach dem Abg.

begrabene Vikinger sie auf einem Zug nach der Ostsxe ermorden hat.

Das Llusgraben bietet nicht geringe Schwierigkeiten dar. Das Holzwerk, welches sich etwa ein Jahrtausend in dem feuchten_Lebm so gut konservirt hat, ist, wenn es jetzt trocken, nird,"sebr gerietgt, zu reißen und sich krummb zu ziech; H))? !'der jteYÉexis durrebn Wétterung wird das & reu da er me rrre a e mi (1 er u ergo en, zu _ . , ' , Welchem ZTelxkezmém eine FeuerspritZe aus Sandesjord requirirt hat, Jrhrn- WU Heereman ?ngff der thster der geistlichen 26.

vorgetornmen ist und es interessant genug ist, davon noch einmal Kenntmß'zu nehmen, ein'e Erklärung vorlesen, die in der That für diese Seitr' der “Sache m hohem ,Grade charakteristisch ist. Die Herren wtffe:x jedenfalls. daß die ausgebreitetste, und ich darf wohl sagen, mrt dem'großten Segen verbreitete Genossenschaft, die- jenige der barmherzigen Brüder in Schlesien ist. Ich habe selbst

viel ist; wahrscheinlich fehlt jedoch ein Zwischenstück. Interessantist, daß vor dem Mastblock die Ueberreffe eincr Spiüe (Winde) aufge- funden worden sind, welcbe ohne Zweifel dazu verwendet worden ist, den schweren Mast za heben und zu senken. _ Die hinter dem Maste angebracht gewesene (Yrabkxxmmer ist jetzt nirdergelegt, da die schweren Balken das Schiff druckten und

_ '- ttzun bat, deffen Dimensionen zeigen, daß unsere „Vorväter mit dem- "? x selben die Wogen der Nordsee ]ehr wohl durchpflriaen konnten. Man ck ist jrtZt dabei, den Lehm an den Seiten des Schiffes fortzuschaffen Z'"? und zugleich das Schiff, um es zusammen zu halten, zu unterbauen, ZZ so daß es aus dem Hügel fortgefchafft werden kann.

so weiter tummele wie bisher, werde es denselben bald ab- werfen. Der Abg. von Eynern sage: Die Katholiken wären in der Mmorztät nette Leute - nun die Katholiken seien in Preußen in der Minorität! Sollte die von dem Vorredner

Die jüngsten Untersuchungen haben einige interessante Auf- zitirte Stelle aus dem Katechi-Zmus von Perone richtig sein,

“TY; ., . - - - " deo jeder , . . . d' K n rc tj [ „- M , _ , , " ' . ].. d wl 1: er Mit etbeiltes berichtigt und die Fort]chaffung_ in hohem (Grade erschwert haben wur, , . , „. , - . lese :) g ga cm zu betrachten Ge egenlmt gehabt „nd k„..n oe- ! ZFFZFYUHÉYYZ. uÉYn ÖKKMA. nicht? IF diedRiYieirtr wZH- einszelye YZlkenFiit 1edo€b numertsrtét [ZUM]; IZ? (?YKZL dir? “YZ? FIZZTIYYUFSY?-3mcjl)tteYr§1111e-)r:3rset1c§dxr TideYasileraxflßethexYxW . UJZZFYYZXJFYZ YZZtaanrtileFrieii YZF filxhlgijii ZTFrYFrtiifion ba'ltlpstelii) WZ, katsm in ZYX gfanzfen Christ,??xeikxitx sGelIffenschst YmnxißxtjuizgxßeZiestßxerVOZYYrgekTFYoYZZnKYstZFWYZ 5, ZL . rend des Ruderns angelegt worden find. (: em te e en es ur prangt err orm zu" ammenge e , -t w“ d' .; v' n te Reini M und vollständigePräparirririg wie die gegenwärtige“ mich den erren Zorn Centrum e enübcr von mi :) er inge urig un 11 op erung wir , tvie ie er rden, er in Münsier erfunden re . ent tellt ei. Der Kultiis- ini ter e-

zeug nach seinem zukunftigen Aufbxwahrungsorte gebrack tr . zur Konser im a er nsch (! (l v ornberein in einer ungünstigen Fuge befinde; Sie könnger?, wenn Sie vom ersten Augenblick des Geseßes an ohne allen Anstand sicb den tone immer seinen Ytaatssstandxunkt. WelchesMsei sdieiher

S i es 510 elegt, fand man, das; runde Riemenlöcher in der ober- sie?.ck Jarken ßBekleidung drr Schiffsseite angebracht warcn, urid zwar in cinem Abstande von 2 Fuß 7 Zoll vacbInnrn und" mrt Em- schnitten im oberen Theil „versehen, so daß die Riemenblatter durch- -* vcisfiren konnten, indsm die Riemen von Innen hinaysgestrckt wurdcn. " An dcr i::nercn Seite bcfariden sich kleine zierlich gearbeitete Klappen, ver- : mittelst welcher die Riemenlöcber geschloffcn wurden, falls man segelte, ck An der eigentlichen Schiffsseite waren zWei Ober -Relinge von

kann erst stattfinden, wenn das Fahrzeug nach sa-inem schließlichen Aufbewahrungsort gebracht ist. '

Wie sich denken läßt, hat der Fund überall in Norwegen und selbst im Auslande das grö ßte Interesse erweckt. Die Zallder ber- beiströmenden Schaulustigen ist rire große gewesen; an einem der jüngsten Sonntage ankerten in der Nähe des Fundortcs 13 Dampfer mit Besuchern. - Das Fahrzeug soll im Alterthums-Museum der Uitivrrsttät Christiania Aufnalmie finden.“

Aufficthvorschriften gefügt hat. Dafür ist ihm aus den Reihen seiner eigenen Glaubensgenoffen eine sehr starke Kritik zu Theil ge- worden, man hat darin den Abfall von den dogmatischen Grund- satzen der katholischen Kirche in so hohem Maße behauptet, das; gegen den ehrwürdigen Prior des Mutterhauses zu Breslau die aÜxrbeftigsten Anfeindungen daraus entstanden sind. Was hat der Prior hierauf geantwortet? Er bat öffentlich erklärt:

„Von einer längeren Berufsreise zurückgrkcbrt, binicb erst heute in' der Lage, die schweren Verdächtigungen und argen Verun- glimpfungen zurückzuweisen, welcbe die „Schlesische VolkSzeitung“ m den Nummern vom 11. und 18 d. unserem Orden zugefügtbat. Ich erkläre hiermit in der bestimmtesten Weise, daß SeitenL des Ordens der Rigierung nichts geschehen ist, was unserem (Gewissen, den Satzungen der Kirche und den Regeln des Ordens auch nur im Geringsten zuwider ist. Zugleick) hoffe ich, daß durch derartige Verdächtizungen das Vertrauen in nichts erschüttert werden kann,

Intereffant ist es, den Einbruch der alten Grabplündercr zu seheri; die ganze Schiffsieite an der Backbordseite ist f'ortgedatien, die schweren Balken sind vollständig durchschlagezi; diese'Plunde'rrzng muß schon in alten Zeiten geschehen sein, wahrend dre Tradition noch die Erinnerung an die Grabkammer urd deren Platz im Hagel aufrecht erhielt. '

Der im Fahrzeuge gefundenen losexi (Gegenstande ,hcsiben "wir bereits Erwähnung gethan. Es mag htcr nur noch Eintries uber die geschnißten Holzgegenstände gesagt werden. Besonderes Interests errrgen die gefundenen Dracbeuköpfe. Acht 11121 zehn Zoll breite

Wer diese Angelegenheit der “weiblichen Kongregation sprechen, appel- liren'- und ich stehe garsmrht an zu sagen: mit Rott appelliren an die edelsten Gefithle, dir die menschliche Brust bewegen.

er muß, indeui ich tmck) auf den Staatsstandpunkt stelle, fest- halten an der staatlichezi urid von dem preußischen Staat als solcher anerkannten. Nothwwdigkeit. und das bringt mich alierdings von vornherein m eine Lage, die gerade nicht angenehm zu nennen ist. Namrntlicd weiin dcr Hr. Alzg. Reichensperger an die Ritterlickokeit der m der Regierung befindlichen Personen adpellirt, um die B2- __ „---. _ 4x. .; „zzz: handlrrng der Orden auf eine andere Basis zu stellen, so ge- - - - * ' stehe ich ganz offen, daß das für mich ein sebr starker

* . . FL __ Stachel ist, denn ich halte nichts mehr, als die Möglichkeit OeffentlLÖev AUF etJeLÖ Zriftr-ate ULÖUUU an: dir Annoncen-Echdiitdxrru der

des Vorwurf.“): Mangel aii Ritterlicbkeit weiblichen Ordenskongrega- „Invalideiidank“, Rxdolf Muffe. Haaseuikxeiu

und wie weit [affe dersslbe Aenderungen der Maigeseße zu? Das f?r unklar. _Der Staat habe nicht nur die mit Erzis- hung sich beschaftigenden Ordexi aufgelöst, wie der Minister be- hau „te„ sondern auch die Mit Gebet und mit der Kunst sich des aftigenden ,_-- die leßteren hätten wahre. Kunstwerke in Pgramenten fur Kirchen 11110 Kapellen angefertigt. _ Die Konsole„ der man die Krankenpflegeorden unter- werfe, sei schlimmer als die Ausweisung, und diese Kon- trdle werde auch durch die_se Vorlage nicht beseitigt. Dis Er- klarung des Priors der [chlestschen barmherzigen Brüder be- weise Nichts, denn. zu einer solchen sei nur die dem- selben vorgefeßte bischöfliche Behörde berechtigt. Andere Krgnkenpflegeordqn unterwürfen sich dieser Kontrole, die scharfer sei, als sie gegen Vagabonden geübt zu werdsn pflege,

dürmcm Material angebracht, welche an Verlängerungen von Sébiffs- * ' ; die Oder-Relinge neigten sicb etWas rrach MPM deresttgt Waren machten aber doch den Eindruck einer

dem Invert] des Schiffrs,

j * xa , .I“ , . . :*. , "e Rri ;, „„.-,. Köniz. tionen kegcnuder, die firh den edrlsten und Uman ten w-ck d Ixscrat: 75: de DMM!- n ck & Mensckolieit widmen. h s Z ck en er

?); Preuß. StaaWé-"imeiger und da; Crytral-Handels-

Steckbrief. Gegen den unten beschriebenen Kellner Andreas Iulius Kikriß, aus Bernburg im Her- zoithum Anhalt gebürtig, welcher sich verborgen hält, soll eine durch vollstreckbarcs Urthe1l des Königlichen Kammergericbts zu Berlin vom 29. August 1878 erkannte (Gefängnißstrafe von noch 2 Monaten und 9 Tagcn vollstreckt werden. Es wird eriucbt, denselben zu verhaften und in da's Amtsriertcbts- griäng: is; des Ergreifunqsortxs abzuliefern. Berlin, den 22. Juni 1880. Königliche Sta-xtßanwaltschaft beim Landgericht ]. Beschreibungz _Alter: 26 Jahre, Größe: 1,6111], StatUkI kraftig, Haare: dunkelblond, kraus, Stirn: hochgewölbt, Bart: dun- kelblonder Srbnrirrbart, sonst rasirt, Angenkrauen: dunkelblond, Augen: blau,„Na„se: groß, Mund: ge- aewöbnlicl), Zähne: vollstandig, Kinn: oval, Ge- sicht: voll, oval, Gesichtsfarbet gesund„ Sprache: deutsch. Besondrre Kennzeichen: In der linken Leiste eine große rothe Narbe.

Steckbrief. Gegen den _Kanfmazm Bernhard Simon, geboren am 9. April 1880 m Stolp r./P., welcher sich verborgen hält, soll eine durch vqÜstreck- bares Urtheil des Königlichen Kammergericht§ zu Berlin vom 18. Nodember 1878 erkannte Gefang- nißstrafe von drei Monaten voUstreckt werdeii. Cs 1 wird ersucht, denselben zu verhaften und in das, Amtssefängniß des Ergreifungsortes 'adzuliefernH Berlin, den 21. Juni 1880. Königliche Staats- anwaltsrbaft beim Landgericht 1.

[16308]

Sihiffer Gottfried Fink aus Diiffeldorf soll er- hebliche ?lngaben bezüglich des Raubmords an Josef Pank machen können, Ick) bitte denselben auf Be- treten eidlickj über seine Wahrnehmungen einzuver- nehmen.

Mannheim, den 23. Juni 1880.

Gruß!). Landgericht. Der Untersuchungßrichtrr 11.

[16230] Im Namen des Königs! In Sachen betreffend das von dem Säjulvorstaude zu „Oster- holz beantragte Aufgebotsverfahren bezüglich der von der Wittwe des Bockichiffers Johann Friedrich Schmonsees, Meta, geb. Wohlers, in Osterholz und dem Landwirtb Johann Mahnke aus Osterholz, z. Z. in New-York, angekauften, in der Feldmark Osterholz belegenen Grundstücke, erkennt das König- liche Amtßgericbt zu Osterholz durch den Amts- richter Meyer für Recht: Alle Diejenigen, welche dem Aufgebot vom 21. April 1880 zuwider im bentigen Termine Rechte der im Aufgebot bezeichneten Art an den daselbst genannten Grundstücken nicht ange- meldet haben, wetdrn hierdurch solcher Rechte im Verhältnis; zum neuen Erwerber der ge- dachten GrurdestückeFkür verleZtstig erklärt.

Meyer. Beglaubigt: Bode, Gerichtsschreiber. Verkündet am 18. Juni 1880. Bode, Gerichtsscbreiber.

Verkäufe, Verpachtungen, Submissionen tc. [15792] Bekanntmackxuug.

Die Ausführung der Arbeiten und Lieferungen zum Bau einer Wegeüberfiihrung mit hölzernem Ueberbau in Station 32,12 zwischen den Halte- stellen Fangschleuse und Hangelsb r, veranschlaßt auf zusammen ca. 9000 „76, soll in ösZentlicber Su - mission vergeben werden, und ist ierzu ein Ter- min auf

den 1. Juli 11. IS., Vorm. 10 Uhr, vor der unterzeichneten Dienststelle anberaumt. Be- zügliche mit der Aufschrift: " „Submission auf Herstellung einer We endet-

und portofrei einzusenden. ' '

Die Submissionsbedingungen, das. Preisverzeichniß nebst Offertenformular, sowie die Zeichnurigen, liegen im diei'ieitigen technischen Bureau wahrend der Dienststunden zur Einsicht aus, a'UÖ. werden solche daseldst gegen Erstattung der Koptalien au]“ Erfor- dern abgegeben. Ein Exemplar der Bedmgmxgen 2c. liegt außerdem im Bureau des Vereins Berliner Bau-Jntereffcnten, Wilhelmstr. 92/93, bierselbst aus.

Berlin, den 14. Juni 1880.

Königl. Eisenbahn-Betriebs-Amt (Verlin-Sommerfeld), Koppenstraße Nr. 88/89,

[16074] Bekanntmarlxng. ,

Der ziim Bau des Dienstgedaudes des Z).)kimste- riums der geistl. 2c. Angelegenheiten, Unter den Linden Nr. 4, erforderliche Bedarf Von

1000 Mille Hintermanerungßsteineu sollen in öffentlicher Submission vergelen werden.

Verfiegclte Offerten mit der Aufschrift: „Sub- mission auf HintermauerunxJSsteine“ find nebst den Proben an das Baubnrcau, Unter den Linden 4, portofrei bis zum 29. Juni 1880, „Vormittags 11 Uhr, einzureichen, zu welcher Zeit der Termin stattfindet. ' '

Die allgemeinen und spezieller) Bedingungen sind im Baubureau und beim Berliner Baumarkt ein- zusehen.

Berlin, dén 21. Jurij 1880. Die Kgl. Vau-Vertvaltuug.

[16022] Bekanntmachung.

Die Maurer-, Dachdecker- und Anstreicherarbetten inkl. Material-Lieferung zur Ausführusng der'Bau- reparaturen pro 1880 bei dem FilialerttUerie- Depot zu Wittenberg solten im, Submissionswege vergeben werden, wozu ein Termm auf

den 2. Juli 1880, Vormittags 11 Uhr, im diesseitigen Büreau anberaumt worden ist;

Postmäßig verschlossene Offerten sind mit drr Aufschrift „Baureparatureu in Wittenbergé bis zu dem genannten Termine franco hierher einzu- enden. '

s Die Kostenanichläge und Bedingungen liegen im Büreau des Filial-Artilleric-Depots zu Wittenberg zur Einsiébt aus, können auch gegen Kopialien von dort abschriitlick) bezogen werden.

Artillerie-Depot Torgau.

[16310] Bekanntmachung-

Jm Wege der öffentlichen Sudmission sollen:

74 kieferne Bcttungsboblen ». 3 111 lang, 30 cw

breit und 8 cm stark,

33 kieferne Bettungsrippen & 4,5 m lang,

0,16 cm C],

13 dergleichen 9- 6 m lang, 0,16 am [I, beschafft werden, wozu ein Termm auf'der'112. Iuli er., Vormittags 11 Uhr, im dieffeitigen Bureau angesetzt worden ist. ' _ _

Postmäßig verschlossene und mit der arxxeren Auf- schrift: „Submission aus Bettungsholzxr** ver- sehene Offerten sind bis zum genannten Zeitpimkte an das unterzeichnete Artillerie-Depot einzureichen, woseldst die Bedingungen zur Einsicht ausliegen, welche auch gegen E.]"tattung dcr Krpialien bezogen werden können.

Artlllerie-Depot Torgau. [15445] Submission auf die Lieferung von ' 3450 Beitungßboblen k 3 m lang, 30 cm breit, 8 am stark, 1786 Rippenstücke ck 0,9 m lang, 16 ([um stark, 961 Rippenstücke 131 0,9 m lang, 16 0111 breit, 8 cm stark, _ sämmtlicb von Kiefernholz, am 5. Juli d. J., Vormittags 10 Uhr, im Bureau des Artillerie-Depots, wo die Lieferungs- bedingungen eingesehen, auch gegen Einsendung von 1,50 „M bezogen werden können. Cöln, den 15. Juni 1880.

Die zu dem Neubau des Garnison-Lazaretbs in Neu-Ruppin erforderlichen: 1) Glascr-Ardeiten veranschlagt auf 1430 „M 67 H 2) Maler- uud Anstreicher-Arbeiten, veranschlagt auf . . . . 3702 88 409 50 „,

3) Sckpieferplattcrilieferung, Veran-

schlagt auf. . . . „_ . . . sollen in öffentlicher Submtffion an den Mindest- fordernden verßeden werden. _ , Die Bedingungen und Kosten-Anschlage liegen im Bureau des Garnison-Lazaretds, sowie auf drm Berliner Baumarkt, Wilhelmstraße 92/93 zur Em- ficbt aus und können auch gegen Erstattung der Kopialien bezogen werden, * , Versiegelte und mit entsprecdender Aufschrift der- sehene Offrrten find bis zum 5. Juli er., Vor- mittags 10 Uhr, franco cinzusenden, zu welcher Zeit die Eröffnung in Gegenwart der erschienenen Sudmittentc-n erfolgen wird. Neu-Ruppin, den 22. Juni 1880.

Königliches Garnison-Lazarstl].

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Verloofung, Amortisation, Zinözablung u. s. w. von öffentlichen Papieren.

[16129] " , Angcrntunde-Sckchdter Eisenbahn.

Die larit Beschluß der Generalversammlung vorn 21. Juni cr. auf 1,75% festßeseßte Dividende fur das Geschäftsjahr 1879 auf die Stamm-Priori- täten unserer Gesellschaft kann gegen Vorlegung und Abstempelung des Dividendenscheins Nr.7 (afk. §§. 18, 19 dss Statuts) vom 1. Juli ab in Berlin bei der Coupons- Kaffe der Berliner Handel§gese11sc11aft während der üblichen Gesckhäftsstunden m1t10 „M 50 Y erhoben werden. '

Die Dividendenscbeine sind arithmettscky geordnet, mit Nummernverzeirbniß Versehen, einzureichrn.

In derselben Versammlung wurde von den Schuld- verschrübunaen

die Nummer - 2 - über 3000 „;ck zur Rückzahlung am 1. Juli gezogen.

Die Rückzahlung erfolgt gegen Ruckaabe der Obligation nebst den dazu gehörigen, iioch nicht fälligen Coupons nach dem 1.Julicr. bei der Per- liner Handclßgesellschaft, bei welcher von diesem Tage ab aucb die Zi.!ien der übrigen Schuldv'er- schreibungen gegen Einlieferung des Zinsscheins

Nr. mit 150 «M pro Stück zur AUSzablung gelangen. Schtvedt, den 22. Juni 1880.

Der AikifsicljtSratl]

er Angermünde-SchWedter Eiscnbalxn-Gesellsckjaft.

[16332] RostockerWank.

Aus den Verhandlungen der Generalversamm- lung der Aktionäre der Rostocker Bank vom 19. d. Yk, in Welcher 873 Aktien mit 90 Stimmen vertreten warm, wird statutenmäszig das Nack)- stehende bekannt gemacHt:

Der Bericht des Verivaltupxzsratbs der Bank und der Direktion mit den vollstandigen Rxchnungs- vorlagen ist gedruckt und im Voraus an die,.Hcrren Aktionäre vertbeilt, weswegen denn auf die Ver- lesung deffelben verzichtet ist, wogegen der Bericht des Ausschusses verlesen ist. Es wird darm berich- tet, daß der Ausschuß im verflossenen Verwaltungs- jabrc im (Ganzen fünf Sißungen abgehaltxn hat, und daß zur Reviswn der Bankrccbnungen wiederum eine aus drei Mitgliedern des Ausschuffeß,bestebende Committe erwählt ijt. welche die sämmtlichen Reeb- nungen, sowie die ganze Gescbäitdführung der Bank einer Kründlicben Priifung unterzogen hat. Der all- gemeine Revisionsbericbt ist in der Generalversamm- lung vorgelesen und wird aus demselben benxxrkt, daß sich die Revistonßcommitte am Schlu11e ihres Berichts wörtlich wie folgt außgesprocben bat:

Artillerie-Depot.

führung in Station 82,12 der Mieders ]lefisch- _ Märkischen Eisenbahn"

Moniturcn zu stellen gehabt, und haben uns andererseits fo vollständig überzeugt, dgß die ganze Leituna und Verwaltung des (Genbäfts mit vorzüglicher Umsicht und Tüchtigkeit aus- geführt ist, dabcr wir 11icht bloß die Ertbei- lung einer Decharge empfehlen müssen, sondern uns auch grdrungen fühlen, in beiden Beziehun- gen ein bcsonderrs Lob anszusprecben.“ Die Ertheilung der Dechaxae an dxn Vrrwal- tung-“rath und an die Bankdirektion für d(xs ab- gelaufene Rechnungsjahr ist denn auch [Jesckch-isen, Nach der Rrchnungs-Vorlage der Direktion be- trägt der Reingewinn drs abgelaufenrn „(Hesrtyäits- jahres, nachdem bereits eine Abschlagsdivtdende von 4"/0 des Aktienkapitals, gleich 240000 ckck gezahlt ist, die Summe von" . . . . . „94 85421,22 Hiervon gehen zunachst ab: 1) die Tantiéme des Verwaltungs- ratbs und der Di- rrktion mit , . 4/16 3035,40 2) die statutenmäßtge Dotirung des Re- . 17 855,30 20890,70 bleiben «M 64 530,52 Die Direktion bat Proponirt': 1) davon für dubiöse Debitoren-Konto abzu- setzen . . . . ..ck 14000 2) an die Aktionäre z't vertheilen eine Super - Dividende von %% oder 5.35.

serveionds mit .

der Aktie, gleich . 50000 3) auf neue Rechnung . , vorzutragen . . . , 350,52

„46. 64 530,52 Dieser Antrag ist im Beibalte der Befürwortung der Revifionscommitte illm Besckyluffe erhoben, und wird demzufolge eine Superdividende von “;P/.] des Aktienkapitals vertbeilt werden, Welches sick) also im verflossenen Verwaltungt-jabre rnit 457%] ver- zinset hat, Der Rcserdefonds dsr Bank de_trug 250 000 „FC:, und beläuft sich jetzt auf 267 855 «46. 30 „3. _ Die Reihe des Austrittsxaus dcm Aussrdusie traf dieses Mal die Herren Kaufleute Emil Beck- mann, W. Lange, Martin Petersen, W. Scheel und den Herrn Bau-Jnspektor Saniter, sämmtlick) zu Rostock. Die Vorgenannten find durch absolute Majorität wiedererwählt, und haben die Wahl angenommen. . (11. 02888.) Rostock, den 19. Juni 1880. Der VertvaltunaSrath der Rostocker Bank.

[16311] Bekanntmachung. . .

Von den auf Grund des AÜkrhöcbsten Privile- giums vom 6. Juni 1874 ausgegebenen 4,1% Insterburger Stadtobligationen 111.Cm1sston sind in bcuticier Magistratsfißung folgende Num- mern zur Einlösung gezogen worden:

4 58 89 171 174 202 221 222 227 236 267 341 343 345 357 363,

überhaupt 16 Stück 9. 600 «M : 9600 „44

Diese Kapitalsbeträge werden den Inhabern der Obligationen hierdurch mit der Aufforderung gc- kündixt, dieselben gcgen Rückgabe der Schulecr- schreibungen nebst Talons und Zinsschcinen der späteren Fälligkeitstcrmine qm 2. Januar 1881 bei unserer Stadtbauptkaffe in Empfang zu nedrncm, indem mit dem 31. Dezember d. I. die Verziniung aufhört. ' _

Der Betrag der etwa fehlenden Zinsscbcme wird von dcm Kapital in Abzug gebracht.

Insterburg, den 17. Juni 1880.

Der Magistrat.

Redacteur : R i e d e [.

Verlag der Expedition (Kessel) Druck: W. Elsner.

Fünf Beilagen

Berlin:

„Im Uebrigen haben wir, wie der beifolgende

(einschließlich Börsm-Beilaqe).

unterriidtliche Srite den Kongregationen abgeschnitten, wir habrn es zu „thun mrt den Krankenpflegeorden. Von diesem Standpunkt aus, meme'Herren, sage ich, sollte das Centrum die Vorschläge, die wir in dreier Gesetzesvorlage bringen, mit Freuden begrüßen, denn fir cnthalten irn Wesentlichen Punkte gerade ein: Milderung und Abstellung derjenigen Uebelitände, gegen die auch der Herr M)- geordnete Frhr. von Heereman in seinen letzten Aeußrrungen ganz wesentlich polemifirte. Es dürfte also ein großer Theil der Aus- führungen, die sowohl Hr. Reichensperger als Hr. von Heereman gemacht haben, diesem Artikel der Vorlage gegenüber in der That gegenstandsloß sein. Denjenigen Beschwerden, - ich will nicht sagen (111811, aber, emerr großen Theil - welche wir heute gehört haben, will, soweit wir sie als berechtigt anzuerkennen vcrmögen, der §!lrtikel 10 der Vorlage Abbülfe verschaffen.

Nun "kann ich mich, glaube ich, für die heutige Diskussion dar- auf bxschranken, nicht die Vorlage zu motiviren, denn ich nehme an, sie wird vom ganzen Hause anerkannt, und wenn ich mir dieNsdner- liste ansehe, die vor mir liegt, und für dieVzrlagenur einen Redner finde. so ziehe ich meinestheilsnirdt daraus den Schluß, das; die Hrrren von jener Seite (linkt!) des Hauses dem Artikel 10 ihre Genehmigung ver- sagenawollen. Ja, nach der Radnerliste kann ich es nicht anders annehmen ; ich hatte allerdings gewünscht, daß mir in der Diskusfion auch von jetter Seite (links) des Hauses einige Unterstützung zu Theil würde, wahrend ich jetzt allerdings ganz aÜein eintrete.

Also, meine Herren, für die Vorlage plädire ich nicht, sondern ich will nur ganz kurz motiviren, weshalb die Regierung glaubt, den AbänderungSvorsÖlägcn, welche die Herren aus dcn Reihen des Cen- trums gestellt haben, nicht zustimmen zu können.

Wenn also zunächst die Ausdehnung der weiblichen Ordenstbätig- keit wcrlangt wird, anch auf die Waisenpflege, so müsien Sie mir doch von vornhercinzuriestebcn, daß dieser Vorschlag aus dem Rahmen der Krankenpfleae berausfällt, Sie können durch keine Deduktion und durch keine Dialektik es dahin bringen, die Waisenpfiege zu subsum- miren unter die Krankenpflegethätigkeit, und deshalb werdrn Sie mir nicht verübeln, wenn ich erklären muß: die Regierung kann auf diesen Boden nicht treten , Weil sie sixt) eden Von dem grnndsäxlichen Boden nicht entfernen kann, [das; dießOrdenstbätigkeit nur au die Krankenpflege brschränkt blei- en mu .

Dann wird verlangt in einer Reihe von Amendements, daß die- jenige Staatkaufsickot, welche wir glauben festhaltcn zu müssen, in Bezug auf die Krankenpflegerorden gelockert werde, und Hr. von Heereman hat ja ein Bild davon entrolit, in wie hohem Maße die Staatöaufficdt diese segenßreiche Thätigkcit der Kongregationcn nicht nur erschwerc, sondern sogar zu vernichten drohe. Meine Herren, dies ist gerade der Punkt, in welchem die StaatSregierung die Rich- tigkeit der von jener Scite vor mir angeführten Gesichtspunkte be- streiten muß. Die Aufsicht welche der Staat in dem Gesex von 1875 über die Orden und ißre Thätigkeit etablirt hat, ist keine olche, daß die Kongregationen in ihrem Nerv, in ihrer wirklich humanen Thätigkeit irgendwie auch nur behindert wären. Ick glaube, meine Herren, die Praxis wird das durchaus bestätigen.

Hr. von Heereman sagte zunächst, es ist doch geradezu unerhört, selbst bei einer ,blosxen Versetzung aus einer Niederlassung in die andere eine, wenn auch nur nachträgliche Kenntnißnabme der Regie- rung zu fordern. Es liegt vor mir ein Formular für solche Ver- sellungen. Erstens braucht die Anzeige nur allmonatlicb zu geschehen, ke neswegs für jeden einzelnen Fall, und dann enthalten die ganzen Rubriken lcdialicb statistische Bemerkungen. Vor- und Zuname, OrdenSname, Stellung im Orden, Jahr ::Ud Tag der (Geburt, Jn- digenat, Zeit des Eintritts, Versetzung aus der Niederlaffung s. in die Z., Grmid der Verseßung und Thätigkeit in der Niederlassung. Diese leistete Rubrik batte lediglich den Bezug und Zweck, zu einer Zeit, als eine gro e Anzahl von Orden und Kongregationen noch die doppelte, die erzie liche und die Krankenpflege übten, zu unterscheiden, welchem ZWLCk der Kollektivtbätigkeit das einzelne Mitglied diente; nachdem die erziehlicben Niederlaffun en aufgehört haben, fällt diese Rubrik überhaupt fort. Was den rund der Versetzung anbetrifft, so ist die außdrückliche Verfüguxig ergangen, daß diese Rubrik unaus- gefüllt bleiben kann, diejenige Kongregation, der es unangenehm ist, diese Notiz zu geben, macht einfach einen Strich. Sie werden mir zugeben, es kostet etwas Papier und Tinte, aber absolut weiter nichts, es enthält keine materielle Beschränkun? irgend welcher Art.

Was nun die Aufnahme betrifft, so muß cb ja anerkennen, daß der Gesichtspunkt, den Hr. von Heereman zur Sprache brachte, ein sehr wichtiger ist. Ich habe ihm gegenüber auch bereits bei der Etatsberathuna hervorgehoben, aus welchen Gründen die Regierung das Gesetz nicbt anders auslegen zu können glaube, als daß die Staatsau sicht, wenn sie in der That von Wirkung und von einer gewissen arar.tie für die Staatöintereffen sein soll, doch so weit wird eben müssen, daß die Aufnahme des Mitgliedes der staatlichen Gene migiing unterliegt. Und nun, meine Herren, erlauben Sie mir doch eine Frage: Wie kommt es denn, daß gerade die einfluß- reichsten, ich möchte sagen die mächtigsten Krankenpflegeorden keinen Anstand nehmen , indem sie eben den humanen Zweck ihrer segens-

reichcn Thätigkeit höher stellen wie irgend einen systematischen

„KZKILMLYYZÜPÜÖQW__„___ ___„_„_______

so heißt das doch nichts anderes als: diejenigen KontrolvorsÖriften, welche das Geset31875 enthalten, sind den Salzungen der katholischen Kirche und meinen Ordenkrcgeln nicht zuwider. Meine Herren, wenn dieser Orden - und ich könnte noch eine ganze Reihe anderer Orden nemren, ich unterlaffe das aber, um keine unangenehmen Friktioneu bervorzurufen für die Bethciligten _ wenn diese Orden kein Bedenken tragen, vielleicht scbiveren Hrrzens , aber doch faktisch sich den Kontrolvorfcbriften zu unterwerfen, dann werden Sie mir die Frage erlauben, kann man diesen Vorschriften eine so vernich- tende UNd umstürzende Bedeutung beilegen, wie das heute von der Centrumsfraktion und bei früherer) Anläffen geschehen ist? In der Tlxat tragen die Auffichtövorsibristen diesen Charakter in keiner

Weise.

Es ist nun darauf bingcwieien, da[“; die zerstörende Wir- kung dieses Gescßes [ich in den hinkenden Ziffern der Nieder- lassungen in [cbreckbarer Weise geltend macht. Meine Herren, wenn ich die vor mir liegrnden authentischen Zahlen vergleiche, so iit die Wirksamkeit des Ordensgesetzes, einschließlich der Aufhebung der erziehlichen Niederlassungen, deren eine große Anzahl waren, bisher folgende geWesen: Cs bestanden bei Erlaß des Gesetzes geist- liche Genossenschaften, also solche. die sowohl Erziehung wie Krarxkenpflege betrieben, 26, und Niederlassungen 946, und zwar waren davon Mutterbäuser 84, und Zweigniederlaffungen 862. Nach Einführung des GcfetZes blieben bis zum heutigen Tage also nur ausschließlich der Krankenpflege gewidmete Grnoffetiickpasten 36, und Niederlaffungen 609. Meine Herren, das ist doch eine sehr stattliche: Anzahl, und wir haben ja durch die Novelle, wie wir sie hier vor- legen, den lebhaften Wunsch, diese Anzahl noch erheblich vergrößer zu sehen, denn ich erkläre tiochmals, der Staat sieht aurl) sein Inter- esse daran, das; die freiwiÜige Krankempflege sowohl Seitens der katholiscbrn, als Seitens der evaNZelischen Kirckye in möglichst an:- giebigem Maße betrieben werde.

Also, meine Herrrn, wenn Sie sich begmigen mit dem, was wir Ihnen zur Zeit bieten können, das heißt also mit dem bisßer durch die Gesetzgebung anerkannten Gedanken der [?Zitimen Thätigkeit der krankenpflegenden Ordcn, dann würden Sie einen wichtigen Akt, ich will vox1 Ihrem Standpunkte sagen, aller- dings der Selbstverleugnung degeben, aber Sie werden dem Interess- Jbrer Kirche und Glaudsnösenoffen einen wesentlichen Dienst leisten und ich darf deshalb aucb die Herren vom (Centrum bitten, fich dem übrigen Hause, welches, wie ick) hoffe), Artikel 10 miter Ablehnung der dazu gestellten Amendements annehmen wird, anzuschließen.

Der Abg. von Eynern erklärte sich für die Beibehaltung des Artikels 10. Er werdeioglerck) dem Wunsche des Kultus- Ministers bezüglich der Ansicht sLUlLr Partei über Artikel 10 nachkommen. Er habe natiirlichrrwartet, daß seine vorgestrige Rede dem ultramontanen Rosse, welches das Centrum reite, ein starkes Futter zuführen werde, er hoffe, daß es gut verdaut werde, vermuthe aber, daß das Roß dadurch nicht fetter werden werde. Was die Intelligenz in den Rheinlandenbetreffe, so habe er neulich nxir ausgeführt, daß [ eine Partei die untere Bevölkerung in ihre An1chauungen hineinznziehen bestrebt sei, daß das aber schnell gehen werde mit denen, die nach Marpingen gingen, habe er auch nicht geglaubt. Der Abg. Reichensperger habe darauf hingewiesen, daß das Klosterwesen in England voll: kommen frei sei. Er habe ja vorgsstern gesagt, daß die Ka: tholiken in der Minderheit nette Leute seien, aber Mißbräucbe würde das (Gesetz treffen wie der Blitz. Wenn in dortigen Zeitungen Mittheilungen ständen, wie in dcutfchen bezüglich eines Vorfalls in Münster, so würde in England sofort eine amtliche Untersuchung eingeleitet und öffentlich Auf: klärung gegeben werden. Der Abg. Stöcker habe auf drn Vorgang in Tirol hin erwiesen und sich durch die Llenßerung drs Abg. Windtlwrst ehr befriedigt erklärt, der die beiden Kirchen als Schwestcrkirchen bezeichnet habe. Er erinnere den Abg. Stöcker daran, daß der römische Gelehrte Peronc, welcher die Siiße des Syllabus zusammengestellt habe, in seinem Katechismus Folgendes gelehrt habe: „Die Protestanten seien der Abschaum der Büberei und Unsittlichkeit in jedem Lande, die Begt'm'sti er desselben seien auf dem. religiösen Gebiete das, was 1312 estkranken auf dem physischen.“ Er wünsche dem Ab . Stöcker in seinem Familienleben eine liebenswürdigere Sckéweste'r. Bezüglich des Artikel 10 habe er für den größten Theil [einer politischen Freunde die Erklärung abzugeben, das; seine Partei für denselben stimmen werde, und zwar desu)? en, weil sie den realen Bedürfnissen des Volkes, welchem k1rchlt e Organe entgegenkämen, gern Befriedigung gewähren wolle. Der Kampf seiner Partei gelte nur der Uedermacht der römrschen Kirche, niemals aber wolle er sich gegen die seelsorgerischen und religiösen Bedürfnisse des Volkes wenden.

' 1“ Its kbrjefs 11114 ÜÜÜSTU'AQYM a-Zaobav. 5. [näu-rrisljs Krabüsxswsrrw. 1751dest ., _, * Meine Okerrenl Ick will sogar noch einen Schritt weiter gehen. - - - - - - ““*"“ "W"“ “" d“ “MMM EWP" 2.3.13.3574»...„1.1.3.4,1333M3 untl 9.0.3.4... _ &,Bogler- G- L* Mix“ & 80-3. E- 527.512?“- Ich «estehrfur mxmePersou ganz ?ffen- daß ich es firrjckytigbalte- Jeff?“ 3.“ 259?" “ck *" L*)„threr'WUU WU“ [... MUMM "Wudaher "Lhme W ZW der krankSWWW" Ordens- jez Deutschen ReithS-Anzeigers und könig th 11. (181'8'1. 6. Usyggmßäsns „8659.71utrraelru3zw». Buttner& Wiuteir, sowie alle ubrigeir großxrw d,“. katholiickyen Kirche als f()libér die Orden nicht in ihrer Tota- we: Q) Wes?“ erfreu. “, , «» '-**- [LUTZ immer Üb/ 19 daß ste den vorhandenen Bedürfnissen preußisrhen Staats-Anzeigers: 3. WÜÄW'WWMMWW, ZM 1211881811811 M. 7_ [.Zmeio-M MIMM Uuyoneen-Bnreaas- lztat „vorzuezrthglten. Dic Ordensthätigkeit bildet nun eine WesMt- WWU lch da? nun VLkg_lLlch€ mitder Lage der Akten, nach nicht mshr genügten. Statt 350 neuer Mitglieder müßten Berlin 8 77 Wilhelm-Straße Nr. 132. 4, *?"ZL'WOIM, „4411076814003, ZWIJQUM 8. “It!.sztdx-xiNWixzc-ri. ] 114 157, 837.22» _ [le et er1thnmliche und natürliche Ledenxäußerung der Kirche. Es MWM allmonatlicb, die VLMHUWMUZUJM UNd in k]?" FÜÜM der wenigstcncZ 2000 seit Erlaß der Maigeskße cinßétretén sein ' ' ' 31? 71. 8. 77.7011 ÜXSUUWYSU ?ayisrsu. 9, “d“:irgüirxd-NMHFZSHWD. ! ??»NYFG- ?“ fragt 'cb nur, auf welchen G.SKILL“ der Staat seinen Interessen zu- Aufnahme eines Mitgliedes der, Antrag auf Genehmtgung von den Um daS VLdÜrfniß ZU befriedi M Di? ZUM de); 609 NiLdU; X „_ck _ -„7.7:-;:::::::»_-::-::;;:::--;;--:---::;::::- __. “___“-_ nabchft tmdetankdetund OFrpfitchtestisFthiseser Thätigkeit Raum zu LUMILEDS?) Yrutdem regelmaßtg Erstattä Werden UNd der ebrWÜr' [assungen sei nicht so grgoß. man zähle deSS Hospi- . - 1 ,. S ialb ri t 5111) 13. erwei ct, bei der dies- ge M* un „(1 a nun ie preu; e Ledgebung, aut deren Boden tge Olivo e ag : * - - - : Steckbriefe und Untersuchungs-Sacheno verschene Offerten sind b's zum Termm versiegelt [WWW Veknnntmackpmiio jäbxikizgen Zicéißon so wwigrs und geringfügige ich selbstveritändlich |ck? UNd stehen ULM, die ganze erziebliche und Ick kaläke- das; nichts geschehen ist- was DM SWWJM der tql m-L-t emer OdLr FWU“ Schwestern als Ntsderlasjqu. ZU 1 mel konne man von diesen edlen Personen fur „33211811 der

Epidemisn und Kriege nie bekommen. Jeßt erschöpften die WLUngU noch vorhandenen ihre Kräfte vor der Zeit, ihre Jn- firmitat nehme zu, neue Mitglieder träten nicht ein, auch die krankenpflegeriden Orden würdsn durch die Maigeseße und selbst Jarl). dieser Vorlage zum Aussterben gezwungen. (He- misse Erleichterungen in der Kontrole seien erst vom Minister von Puttkamer getroffen, sie ständen (1er für die Zukunft in der drskretionären Gewalt des jeweiligen MinisterL und seiner Beamten, welche dieselbe zur Erzwingung anderer Konzessio- nen stets benußen kön17ten. Er bitte deHhalb seine Anträge anzrmehmen. Der Abg. Stöcker brhandels die Katholiken mit Wohlwollen ser aber noch von vielen Vorurtheilen gegen die- selben erfüllt. Der Abg. Stöcker sollte statt Mitleid mit den auSgewtesenen Ordenslsuten Grfiihl für daS verleßte Recht, für die verletzte Gleichheit der Katholiken vor dem Gescße baden,. Was man den Freimaurern gestatte, die Vsreins- freiheit, sollte man aiich den katholischen Orden gestatten. Der Abg. Stöcker sollte 11ch nicht auf die Autoritäten Choiseuls und anderer Staatsmänner berufen, welche den Papst zu der später von demselben sehr bedauerten Auflösun des Jesuiten- ordens, grdrängt] hätten, der Abg. Stöcker k[zollte eher an Friedrich 11. denken, der di) Jesuiten in Preußen aufgenommen habe. 'Wenn der Abg. Stöcker sich gegen die Maßregeln in Tirol arisgesprochen habe, so verweise er den- selben auf die drakonische Geseßgrbung gsgcn die Ka: tholiken, in Mecklenburg und Schweden. Jn Eng- land sei man gegen die Katholikrn gerechter, obwohl ftir Eng- land das katholische Irland ein wundrrsr Purikt sei, als für Preußen ein katholischer Landestheil. Die Konservativen zeig- ten den Katholiken Wohlwollen, zögen aber der Brwährung desselben einß Grenze durch dem Willsn der Staatsregierung, von dem sie sick) zur Zeit nicht trennen möchten. Er wünsche, daß die_Konservativen fick) dazu aufrafften, ihren wo [wollen- den Ab]ichten gegen die Katloliken jetzt sofort vollcn usdruch u geben und nicht die Wa e, mit der seine Partei jetzt gr- 1chlagen werde, nur in das Zcughaus zn steÜen. Das Gesetz gegen die Klöster und namentlich gegen die barmherzigen Schwestern 1ei dis ditterste Erscheinung des Kiilturkampfes. Als der Kulturkampf angefangen habs, habe er gesagt, es ständen Dragonaden bevor. Man habs ihm damals wider- sprochen. Was indes; geschehen sei, sei schlimmer als die Dra- gonaden in Frankreich.

Hieranf wurde die Diskussion geschlossen. Persönlich ver: wahrte sich der Abg. Dr. von Sthel gegen die Aenßerung des Abg. "thru. von Heereman, daÖ er die Falkichc (Heseßgebung verurt )eilt habe. Er diÜige ihre Tendenz vollkommen, erkenne ihre wohlthätigen Wirkungen auf vielen Gebieten vollkommen an, und nur um diese Wirkung nicht adzuichwéichen, habe er sich gegen einige verfehlte Mittel dicser Gesetzgebung außge- sprochen.

Nach weiteren persönlichen Bemerkungen der Abgg. Frhr. von Heereman, von Emiern, Stöcker und Dr. I)ieichenspergcr (Cöln) wurden die Anträge der Abgg. 1)r. Brüel und “khr. von Schorlemer=Alst abgelehnt und der §. 10 in drr Fa ung der RegieruanSVorlage angenommen.

Art. 11 autet nach der Regierungsvorlage:

Der Vorfiy in dem Kirchenvorstande von katholisÖcn Kirchen- emeinden (§§. 12 und 5 des Gcseßcs vom 20. Juni 1875 Geselxi-Samml. ©.d194) kann durch Königlichc Vcrordnuns anderweit g geregelt Wer en.

Der Abg. Dr. Briiel beantragte, dem Artikel 11 folgende Fassung zu geben:

Durch Königliche Verordnung können unter Adänderuug des Gescves vom 20. Juni 1875 §§. 12 und5 (Gexcy-Samml. S. 241) zum Vorfiße in Kirche11vckrständcn von kextbolischcn Kirchengemein- den dercn geistliche Mitglieder berufen werden.

Der Abg. Stengel beantragte den Artikel 11 zu streichen.

Der Abg. Schmidt (Sagan) bkgründete kurz den Antrag des Abg. Stengel. Es erscheine als ein höchst ungewöhnliches und bsdcnkliches Präcedenz, ein Geseß bestimmten Inhalts aufzuheben und die materielle Erledigung der Frage gänzlich dem Belieben Königlicher Verordnung zu überlassen. Die Aufhebung des legislatorischen Rechts dieses Hauses in dieser Form sei wohl schwerlich überhaupt vorgekommen. Ob man

enercll oder blos von Fall 11 Fan den Vorst dxn katho- ischc-n Pfarrern iibertra en woäe, sei aus den iotiven mr- gends zu entnehmen. olle man die Frage generell WILM-