1847 / 9 p. 2 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

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gen, so wie von den Wünschen, die Sie für Frankreich, für Meine

Familie und Mich selbst hegen.“ Der am 3. und 5. (januar angesevt gewesene abxndlrche Em- pfang beim König ist eines leichten Uebelbefindens der Königin wegen auf den 5. und 7, Januar verschoben worden. Die Königin und die Herzogin von Orleanskbabk" “UF „kaan“ 1assung des Jahreswrchxels Untersiäsungcn an dre Wohlkhak'gkkkts' Anßalten der zwölf Bezirke von Paris verrbkikkn lasst!" DZ,“ “H““ zogin von Orleans hat ferner zur sVékttbetlung an kik VLÖU'fUSk" der resormirten Kir e 6000 rs. e und . Eden so sebr,chwie das Zourgnal des Débcrts sich entbxxfia- stisch über die Neujahrs-dekn äußert, sind drexxpboxrtrorrdblatrerl“ mit Tadel und Spott* dariiber angksÜUk- „Dkk Co"!“tut'on'le sagt unter Anderem: „Die Reden der Prgsidenten Wb“ KÜMMM zeichnen sich, wie gewövniw, durcb lacherl-äxrn Bombask- [WWW Styl und Unrichtigkeit aus; man sollt.? glauben, mernbleje lk'm'" Panegykikus aus dem Mittelalter. Es ist dlksklhk schwUÜU0ex klktl, kalte, aber hochtönenke Sprackzk.“ Dkk Cogrrrer sranßars Fm,“ worrer der Presse; „Dieses Blatt will an der_Rede deo payn- lichen Nuntius mit aller Gewalt ern Uirterprand aUAk771kkÜ'lr Aussöhnung und vor Allem emrn Vkals von_ .der Urbfrein- stimmung dlrMächkk billsiäUlik-b der Montpensilk-Plkkßkh kfb lcke'n. Die Presse täusrbt sick). Lord Normanby war aklkkdikkgs SWV“)- aber konnte sehr wohl obne" Srirnrunzelrr dre Unbedrutende Ybraxe iiber die Jamrliknsrkudkn, wklcbe «„Mq-estat sizb ernkuerzz rehkn, mit anhören. kai die Presse darm emen Gluckwunsch findet, so t u“rieden uüeUr-n,“ "7 sieDX-Ytkzvirc nozuvelle, welche für ein Organ (Huizot's gilt, äUßkkk sjch (jhx'x das Programm der bevorstehendcn Session etwa:) andkks, als das Journal des Dubais. Sie bemerkt nämlich, daß die auswärtigen Angelegenheiten nur im Anfang der Session die Kammer bcsrhäftiqkn würden, und da Herr Guizot in zwei oder drci Reden die französische Politik in Bezug auf Spanien und Krakau rechtfertigen werdk, so bliebe, Welche Erörterungen auch folgen möch- ten, Zrit _qknrrg iibrig, zu erheblichen inneren Fragen, Die Kamrnrr Werde rs sicher als Hanptpsliiht betrachten, alle Fragen zu erörtern, welche die inneren Bkdürfniffe des Landes berührten. Auf ein nech Unterrichtsgksey und aufeine' Tarif-leorm sei wahrscheinlich zu re'chrirn. Die franxbsisrbc Regierung hat zwki neue Agknten in China cr- nannt; der bishkrige Legationo-Skcretair zu Lissabon, Herr Forth Rouen, ist zum Königlichen Kommissar und Herr von Montigny zum Konsul daselbst ernannt. Außerdem hat der bisherige Vrrwaltrr dcs Konsulats zu Canton, Herr N)]! Bkcourt, dasselbe definitiv rrhaltcn und Herr Fabre das Konsulat zu Manan. Ter Königliche Kommis- sar soll rin jiik)rlichrs Gehalt von 60,000 Fr., dcr Konsul in Canton 30,000 und der zu Schanghai, Herr von Montigny, 20,000 Jr. bc- zikherr. Es ist die Rede davon, daß Prinz Joinville nächstens das) „Rom- mando einrö griißrrrn Geschwaders übernehmen soll. Der Bei) von Tunis hat sich wegen schlechten Wcttrrs grnöthiqt gesehrn, am 27. Dczember noäjmals nach Toulon zuriickzukrbrrn, ist aber am folgendcn Tage auf dem „Labrador“ wieder in Scr ge:- an en, g gDer Obersi-Licuteimnt Courby de Cognord, dcr kiirzlich aus Algerikn, wo er lange Zeit Gefangenrr Abd rl Kadcr's war, in Frankreich riritraf, ist zum Oberst-Lirntenant bei dem zu Nami) in Garnison stebcirden kptkn Lancicr-Rrgirncnt ernannt. Tyr Constitutionncl äußert wirdsrbolrntliib seine Uerfrir- drnhrrt iiber den Handrlovertrag mit Belgirn und meint, daß Frank- reich nicht genug Vorthkilc dadurch gcsichert srie'n. Daß die bqui- sche Rkpkäsrnkmltkll-Künllnlk sick) fiir das Recht der briissrlcr Murri- zipal-Brbörden ausgesprochen, französische Branntwrine höher zu be- struern, gilt ibm schon als Vcrlrßirng des Vertrags", ebc'n so ist er uniufriebrn rariiber, daß Werg bci drr Ausfuhr 2.3 Jr. fiir 100M- logramm an Airsfuhrzou iu brzahl-rr habe, Als notbwrirdigc Jolgs davon werde We'rg in Belgirn im Preise fallin, in Frankreich aber steigen, wydurch das Gleirbgkwirbt in drr LinnrnÄNmrufaktur bcidrr Länder gestört und mitbiri der Vertrag vrrlkxztwiirde, indem die' fran- zösischen Spinner und Wrbrr sebr darunter leiden müßten. DasJournal deo Dédato erklärt fich mißgrsttmmt iibcr die Botschaft des nordamerrkanistbkn Präsidknten, dem ctwa») spät Vor seiner Verantwortlichfrit wrgrn drs mexikanischrn Krisch zn bairJiir scheine. Dieser Krieg errrge in Europa großes Zritkrrssr, nicbt qcrade der erikaner wegen, die man kaum bedaure, daß sie wcgén der Feblgrrffe ibrkr Häupter im srbönsikn Klima so jämmerlich lebten, während fie doch in den Freihritskämpfen eines besserkn Loosls wert!) zu [ein schrenen. „?Uilein einstimmig“, bemerkt es, „brklagt man die Vrr-rrung der Vereinigten Staaten. Mit Eifer sieht man sie un- bekannterrGeschrcken entgegeneilen und ohne (Hrund eine Politik auf- geben, der der sie durch Achtung des Gesrbes und Einen dauerbnstrir woblbefesiigtrn Frirdcn glänzten und wunderbares Warbsrhnm qc- nbffen; Präsident Polk hat gut suchen, sich zu rechtsertiqrn. Durch dreßkrregerriche Thatsache, in der er die Initiative ergrifferi, wird sr'irre YYYYIWY? dich3 deéral-Verfassung einen moralischen und virllricbt cn rei vereen vnd ' ' * "' nie WFO“ erholt.“ ß , o em sie sich, Wie zu [rsorgrn qt,

er durch Ueberichwemmungen im Ardische-Drpartementangerich- tete Schaden stellt ich na 9 " reU '“ * *. 3 Millionen Fr. berxus, ck im er Abschayung 1th auf beinahe

Am 7ten wird Herr Rémusat in die franö e genommen; Herr Dupatu wird seine AntrittsrezdefisK-arréHKZtYije auf

Nach dem neuesten Census giebt es in Frankreich “1:30:54 000 Steuerpflickvtige, von denen 6 Millionen keine 5 Fr. bezahlt:): wäh- rend 17,000 blos 1000 Fr. und darüber entrichten. ,

ck Pakts, 4- JS"; Die (PM!“WM Heiratbrn werden untcr allen Fragen der audwartrgrn Politik in der Verhandlung dcr Adres. sen der Kammern den ersterroPlaß einnehmen, weil sich daran die andere Hauptrrage der AUÜÖMUJ des hkkzliädeir Einverständnéffes mit England knüpft. Mrdr und mehr erscheint es gewiß, daß übrr die- sen Punkt einc? ernstlicbe Spaltung in den Reihen der Opposjtjon zu Tage treten wrrd. Mirn hatt? einen Augenblick, als Herr Tbirrs vor kurzem eine Konferenz rnit dem Könige gehabt, der Meinunq sich auqcmcjn hingegeben, auch dieser ehemalige Minister werde in jéner Fraire als einer vorzugsweise dykmstischkm dem Beispiele anderer früherrir,Nki- nister , wie des Grafen Molé und des Herzogs von Vroqlie folgend , mit dern jesigen Kabinet gemeinschaftlirhe Sache,- machen. Seit einer Woche etwa sind indeß entgeqengeseßte Gerüchte im Umlauf. Nun erinnert man sich aber, daß Herr Du- faure in kynastisckxen Fragen sich niemals von der Regierung getrennt, urid daß er stets seit 1839 eine von Herrn Thiers ziemlich unabhän- Yrge Stellung behauptet hat. Seit “1839 ist er ganz mit ihm "zer- allen, und es isi daher allerdings kaum anzunehmen, daß er 1th im kririsxben Aygenblicke, wo Herr Thiers vielleicht sich für immer als Munster ber'Lebzeiten des Königs Ludwig Philipp unmöglich macht, desen Geschrck„zu theilen Neigung hat. Denn daß Herr Dusaure früher oder spater, Herrn Thiers zum Troß, wieder ein Portefeuille zu. erlangen hofft und strebt, weiß Jedermann. Was aber Herrn Brllaultanlangt, so war derselbe allerdings früher der bioße Flügel-

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vokjähxige Session bewies, allmälig das Band der Abhängigkeit von dem früheren Meister gelöst, um aus eigenen Füßen zu, stehen. In seinem etwa vor sieben Wochen veröffentlichten Dankschreiben an seine Wähler im Departement der Nieder-Loire hat er bereits so ziemlich klar zu verstehen gegeben, daß er England gegenüber auf de!" Seite der Regierung fichen werde, Auch ist zu bemerken, daß sowohl Herr Dusan“ als Herr Villarrlt, indem sie so handeln, ganz konsequent bleiben mit ihrem früheren Verhalten. Wird nun Herr Thiers wirk- lich aus eine Seite sich schlagen, die voraussichtlich nur eine geringe Minorität aufzuweisen haben dürfte? Dies wäre jedenfalls ein Be- weis, daß er schon jeyt alle Hoffnung aufgegeben hat, wieder ans Ruder zu kommen, so lange der König Ludwig Philipp lebt. , Von-einem Geistlichen der erzbischöflichen Diözese Paris war eiiie Schrift gegen die Universität erschienen, unter dem Titel )]i- rcm' 1111 (Zollé-Ze, in welcher die Universität scharf angegriffen wird. Man darf es nun als ein nicht unbrdeutsames Zrichen von der ver- änderten Stellung der Geistlichkrit gegen die Regierung betrachten, da[; der Erzbischof von Paris, der so lange selbst an dem Kampfe gegen, die Universität einen so lrbbaftrn Anthcil genommen batte, allerdings ohne seinerseits jemals die Gränzrn einer gewissen Mäßi- grrirq zrr iibkrsihrc'iterr, jryt dikseö Buck) förmlich und öffentlich vcr- wrrft. Das Randschrcibrn, welchcs drr Erzbischof an sämmtliche Pfar- rer seiner Erzdiözese deshalb grrichtrt hat, ist vom 26. Tezembrr da- trrt und lautet: „Herr Pfarrrr! Ein Priester dicser Diözese, Ver- faffcr l'lklkk gegen die Univrrfität gerichteten Schrift, hat die in un- serer Pastoral-Jirstruction vom 4. Dezember 1842 enthaltenen Rath- schl-age drrgeffrn. Bald hat er die Jrrthiimer und das Unrecht der- ]eirrgdn rrbrrtrrxben, die er bckämpst, bald seine Zuflucht zu einer Permlagc und zu Schmähungen genommen, wrlche Niemand, urid arri allerwrnigsien ein Priester, sich je erlauben soll. Mit Hmtanjryung der Mäßigung, wrlrhe ibm sein Charakter und die Regeln einer. brsonrrkncn und billigen Kritik auferlegten, hat dcr Vcr- faser dcs bjmxir- (111 („Zollekzzr- der so großen und so schönen Sache der Uirterricbtsfreibrit nicht gedient, sondern sie, so virl an ihm wirr, bloßgestcllt. Ich bitte Sie", den Geistlichen Ihres Kirchspiels dcn Tadel „kundzrrgrbrir, de'" wir [)iermitleen ausgedriickt haben in Be- trcss k'ljlll“ (xrhrrst, wclche die Feinde der Religion zu benutzen nicht rrnmngclrrrvurdln, Wenn wir nicht im voraus gcgen Alles protestir- ÖW, was jiLTadr-lnöwrrrhcs luthält. Wir benuyen dicse Gelegen- l)r1t,' nm Cre zu bittcn, vcrschirdenen Diözesen, mit denen Sie in Verbindung sicher!, cinen nützlichen Dicrrst zu leisten. Wir verneb- mrn, da[," in der Fcrrrc Pricstrr von gutem (“larrbcn ost getäuscht werdcn iiber die Urycbrr von gewissen sebr unzritigcn Korriiodcrsen, um nicht mrhr zu sagrn. Uritrr dicskn Schriftstellern sind Welche, die biirrr'ichcnd bekannt sind durch die fcicrlirbe Verdummung, deren (4536- gciißmrd sie germ'srn', nber girbt deren auchandcre, die leichtcrdrr- fiihren können, Weil sie sich drn Sibcin ciner großen Ergcbcnbrit fiir dcn hri- 1igen Stuhl und cinrd großen Eiscrd fiir die Rerhtr der Pfarrer“ grbcn. Tao ertcrrffc der „Kirche rrbcisrbr, daß Sie bci Gclcgcnhrit sowohl den Grad bon Autorität, dercn jrne grnicßcn, als das Vcrtrancn, wclrbrs sis verdirncn,3ur Krnrrtnis; bringen. Empfangen Sie,.Hcrr Pfarrer, die Vrrsirbrrung meim'r licbevwllrn Anhänglirbkcii,“ Dicscr Schritt drs Erzbisibofö konntc nicht vrrfrblrn, gutcn Eindruck zu machen, und darf als rin Bciveis des guten Vcrhältniffrs gelten, welches gcgen- wärtig zwischen ihm und dem Großmeister der Universität und Mi- nisier des öffrntlicbc'rt Unterrichts, Grafen Salvandr), hcrrsrht, drr allrrdings arrch seinerseits, ohne den Rechten der Universität irgend etwas 7,11 bergcbcn, dem besten Willrn zeigt, gcrrchtcn Anfordcrungrn dcr Geistlichkeit und der Vrrtbeidigkr der Untcrrichts-Freihcit ein ge- nr'iqtes Ohr zu lribcn. Das nrrrr Grch Übßk den Sckundär-Untrr- “richt, Welches unfehlbar in dcr bevorstrhendrn Scssion ziir Verhand- lung kommen soll, wird davon dcn brsten Brwciö geben.

Eroßbrttantrn und Irland.

London, 2, Jan. Zbrc Majestät die Königin liks; grsiorn, am **.)ii'lljÜOU'Ökilgl, wie alljäbr'lirb, in der großen Ra'itnmnkge zu Windsor an die dortigen ArmrriGeschcnke, in Lebrnsmittcln, Rind.- fleisrb, Plumpnddzng urid Brod bkstet)e11d, Vlkil)k'ilt'll und wobnte in Brglrirnrrg der Königlichen Familie, des Herzogs und der Herzogin von Cambridge und vieler arrsgrzkichnrtc Gäste drm Akte dcr Vertbciluug srlbst bci, Abends fand im Schlosse dramatische Vor- lrsmrg mit Musikbrglrit1111g start, Herr Braffcur, Proscssor drr fran- zösischen Sprache am Jriirgx;C0l1-7ge in London, hatte die Ebre, Racinc's Arbalic drr Königlichen (5)rsrllschaft vorzulesrn, wozu Men- drlosolw'ö Composition von der Königlichen Privatkaprlle nnd drn Sängern drr Oper und dcr Philharmonischen Gesellschaft ausgefiihrt wurdc.

Dic Berichts mrs Irland [affen an manchen Trier! den Ausbruch ernstlichrr Unruhkn fürcdtrn, und Truppen wic Polirci sind in fort- wiihrrnder Bi'wrgitrig. “Lirsribcn finden bei Aasiibung ihrkr Junctio- ncrr mehrfachen Widerstand, und zii (I)arawr, rim'm Dorfe bri Dun- gardon, wo line Vrrbafrurrg bcwerksirliigt werdcn solltr, wurden zwei

ist iiicht blos ein neuer Beweis von dem Fortschreiten der liberalen Meinung, sorrdern bat zugleich eine prinzipielle Wichtigkeit, da eben rn„Tournay dre Sekundär-Unterrichts-Frage den Streit zwischen dem Brsrbofe und dem Stadtratbe hervorgrrufen und der Graf Levon als errchtersiattxr der „Kommission bewirkt hatte, daß alle früheren, dem Vrschose vorlaufig für die Direction und Anstellung des Lebrer-Per- sonals gemachten Konzessionen zurückgenommen und überhaupt die un- ßaribasten, “",“ Rethfe, der bürgerlichen Gewalt verleyerrden An- sprachc dxs Eptßkopats m ein helles Licht gcstcllt wurdcn. Seit die- sen Vorgangxn m Tourndy hatte sieh die öffentliche Meinung entschie- den grgru dresx Uebergriffe der geistlichen Behörde auSqesprochen, und der fruhere Minister Vanderveyer ergriff diese Gelcäenbeit, um in dem vorzulegrnden Unterrichts- Entwurse den Stadträtbrn alle ähn- lrcben Conventionen rnit einer bischöflichen Behörde, wodurch die Lei- xung und Ernennung der Profcfforen an den Kollcqien direkt odrr mdrrektdersrlben überlassen würden, zu untersagen und diéselben fiir "iibrig zu erklären. ,War auch die katholische Partei in der Kammer hernach 1elbsi ge-rröthrgt gcwrsen, die Grundsätze“, die von ihren Häuptern, und nament-lrrbdon rem jryigen Minister des Juncrn, als eine Garantie der rrlrgrören und sittlichen Erziehung waren vertl)cidigt worden, auf- zugcbrn, 10 mußte ihr doch viel daran gelegen sein, daß nicht der Wdhlblzirkwon Tourrmy durch die Ernennung des Hrrrn Lehon auch tdhejsxxr Versahren und Grundsa'xzxn eine öffentliche Zustimmung er- er e.

Um diesen Triumph des gefährlichen Gegners zu dereiieln, hatte dahrr die katholische Partei abermals die öfter angewandte, aber auch schon oft rnißgliickte Taktik in Ausführung gebracht, Matt kiircn Kandidatrn ihrer Meinung, einen sogenanntcn gemäßigten Liberalen vorzusrhlagen, fiir den man dann auch cinen Theil der Gemäßigten zu grivinncn hofftr. Zn Tournay hatte man die Resignation sogar so weit getricbkn, den Schwiegersohn drs verstorbenen Deputirten, der cin energischer Gegner drr katholi- schen Parisi gcwesrn war, als Kandidaten vorzuschlagen, um auf diese Weise" Spaltung auf dem librralrn Felde [)et'VOrzurufe'n; allein das Mairiivrr ist erfolglos geblieben nnd der Graf leon mit cincr Ma- jorität v011200 Stimmen zuchprrtirtcn .'rnanrit worden. DilseWabl in Tourna» bat zugleich den Beweis grlirscrt, daß die liberale Partei, trotz der jüngsten Spaltrmgrn, die zwischen den beiden Harrpr-Niian- cen stattgrsrrndkn hach, drnnoch einig bleibt, Wenn cz siti) um den Triumph grmrinsamcr Grundsi'iyc handelt. Tcm Mi:“.istkriirrn ist die- ser Sieg sehr empfindlich ngc'sen, alle'in j:'t„zt, da auch das Brrdgct drs Ministkrs des Innern angrno'xrnisn, zrigt die- scr eine Intoleranz, von der rr bis jrlgr den Schein zu vrrnrkidrn grsurbi, So wurde vor riniqrn Jaqrn der Se- cretair drr Uirtrrrichtö-Kommission, der nie zu réirrr Brschwr'rdc Anlaß gegeben, und drr schon untcr virlcn Minißrrn gedilnr, abgcsryt, offrnbar wril rr einc (ööcscbichtc drs Uritrrricbiö in Belgien grschrirbcn, in wklcher drr geistlichc nnd rmmrntlirb drr Jcsuitcn-Uirterrirht jimi) (Bebiiyr gewürdigt wvrdcm, und wril derselbe ciric (He'srhiibtc drs ?lnfstandes in Belgirit von 1700 grschrilbcn, Worin dir brrbiirrdric adrlig:gcistlichc Pariri als die Ursaiiic allro Unglücks dargestellt wird.

Dcr Monitcur Veröffentlichte vor kurzem eine Vergleichende Statistik drr Handßls-Arrösul)r fiir 11 Monate drs Jahres, woraus hervorgeht, das; die mit Frankreich abgrschloffene Hairdcls-Convcntion dem brlgischrn Leinwandbandel keinen der Vortheile gebracht hat, wcklchc man sich von ihr vrrsprorbcn. Jm Gegenilxil ist dic Aus-

vom Volke grtiidtrt urid iwri Polizeidiencr schwer dkrwundrt, Die Spaltung zwischen O'Corrnrll und drr jungen chralpartci wird in- zwiscbkn immrr grbßrr. Hrrr O'Neill, kin Fiibrrr dcr Li'YkkWU, hat in einem larrgrrr Schreibrrr an „Allr Repralrr“ ziir Eiiiigung der Partei und zur Loosagnng don O'Connrli aufgerufen. Herr O'Neill war iibrigrtrs, wir drr Standard berichtet, vor ciriigen Jahren noch Tor“.) und Protestant, wurde dann ein Wbig und Katholik, hierauf ein rifriger Anhänger O'Connell's und sucht ert die Lcitcr- schaft eirrrr cigrnen Partei.

Anz cirirm gestern publizirien amtlichen Bkrichte ergiebt sick), daß die in aktivem Dienst br'findlichc Secmacht drs Landes in diesem Augenblicks besteht aus 14 Linienschiffen, “2 Fregatten, 10 “Dampf- Fregatten, 79 Damps-Sloops und kleinerrn Dampfschiffrn, ()2 Sloops und 50 Schiffen geringercn Ranges. Die Liste de'r Jlotten-Offiziere zählt 155 Admirale, 53 Admirale in Prusion, 748 Post-Capimins, (1224 Commanders, 2448 Lieutenants u. s. w.

, Sir Francis Wood, der Vater des Kaiizlrrs der Schaßkammer, ist auf senrem LandsiYc bei Doncaster gesiorbrn, Der Jianzlrr der SÜMHÜMUUU, als sein ältcstrr Sohn, erbt die Baronkts-Wiirdc und Wird dahsr fortan als Sir Charles Wood titulirt.

B c l g t c n.

Brussel, “) Jan. Vorgestern hat Sir George Hamilton Seymour dem Könige in einer besonderen Audienz das Schreiben überreicht, welches ibn von seinem Posten als britischer Gesandter am hiesigen Hofe abberuft.

Das Journal du Commerce don Antwerpen bezeichnet die Schnelligkeit, womit über diesen Hafen der Transit der aus England nach dem ZoU-Verein, wo die Einfuhrzölle mit dem “],Januak erhöht werden sollten, ausgeführten Baumwolleu- und Leinengarne stattge- ha_bt hat. Drei von Hull abgesandte und zu Antwerpen am 24., 2.3. und 26. Dezember Abends angekommenr Schiffe sind während der Tage vom 26., 28. und 29. Dezember gelöscht morden, und die Waaren sind am 29. und 30. Dezember zu Köln angekommen.

“17-1- Priiffel, 3. Jan. Das alte Jahr hat für die katholische Partei mit einer empfindlichen Niederlage geendet. Die Ernennung

Adjutant und "Schüßling des Herrn Thiers, hat aber, wie schon die

des Grafen Lehon zum Deputirren des Wahldistrikrs von Tournay

subr noch mcbr gesunken, und selbst die (Yarrr-Ausfrrbr nach Jrank- reich bat abgrnommrn.

Das vor cirrigrn Monaten gegründete radikale Journal la Constitution hat sich wegen Aborincnte'nmangrl nicht da[- trn können und ist durch Ankauf in die' Hände des Besiyrrö drs Politique iibergrgangc'n, dcr ihm unstreitig dirsrlbc vermischte libr'ralc Farbe geben wird, welche dkn Politique' bedeutungslos gr- macht bat. Es heißt, ('S Wrrde in kurzrm ein neues radikali'ö Jour- nal erscheinen; axlcin wrr zweifeln, daß nach den mehrfachrn, stets grsch)eitcrtrrr Ykrslllblil, ein solchrs Blatt zu griirrdkn und zu baltrn, sicb noch radikale Spekulanten finden werdcn, die ihr Geld in einigen Monatcn zu verlieren Last haben,

I ck w e r ;.

Kanton Luzern. (?l. Z.) Schwrizrrisrbe Vlätikr enthal- ten jrßt dl]! Text cines zwischen der großen errzabl drr schwrizcr Rantoiie rinrrskits und drm Königrriib Belgien andererseits abge- schlossrnrn, aiif Gegensritigkeit gegrürrdrkrn Ausiicfrrrrtrgs-Vrrtragcs in Betrrff schwkrer Verbrrrbkr. Art. &'. bcstimriit ausdrücklich, daß die politisrhrn Vrrgrhen und Verbrechen von dirscr Ucbrrcinkirnft aus- genommen sind; es ist ausdrücklich srsigcscbt, daß cin Individnntn, drsscn AUGliksi'i'lUtg gewäbrt worden, i:] keinkaallc wegen EMW vdr scim'r Airslirfrrung begangenrn politiscbe'n Vkrgrbrns, nocb wegrn ir- grird einer mit einem solrben Vrrgrben in Verbindung siebcnden Handlung verfolgt odcr bkstraft werden darf. Tcnjcnigcn erdgriidss sisrbeu Stiirirrir, wrlrhc dem gcgrnwiiitigkn Vrrtragc bis“ zum Zeri- pirirkt der Ratification nicht beigetreten sind, wird jederzeit der Bcr- tritt offrn _qrbaltcn. Die Ucberrinkunft ist auf zsanJrrNe abge- schlossen. Untrrzcichnct sind die eidgenössischen Komminarrrn, Lind- amman Abybrrg und Kanzler Ninrbxm, und als belgischer Beauftrag- ter Herr Rodenbach, Die Ratification des Vororto ist am 8. No- vember ausgestellt, die Königl. belgische aus Schloß Laeken vom 20. NOchblr datiri,

Kanton Basel. Die Basler Zig. sagt in einem RW. blicke auf das verflosrne Jabr: „Mrhr nnd mrhr ist die Schweiz in dirsrm Zalzre eincr nrucn Richtung gefolgt; noch klappern zwar öffentliche Blätter von Zrsuiten und Sonderbund, ganz, andere Dinge aber find es, welche die Massen bewegen. In Bern, in andt und Grnf sirritkt man sick) um materirlle Fragen, nur_Erlerchterurrg ker 9.)kaffkn, um Herunterziebln drr brmittcltrri K!asxenz, selbst rn Freiburg und Schwy3 ist das der Köder„ worrrrt die ngrerrrng ,zu untergraben versucht wird. Diese allgemeine Ntchturig drr Zett wird durch die Noth des Tages brfördkrt. Schwerlicl) wird hier das neue Jahr eine Aenderung herbeiführen.“

a elland. (Basl. Volksbl.) Die blauen Morrqume'lerbc Ynsf so vielSpektchl machen, gehen diesen Winter ganz still vorüber, dagegen wächst mrbjeder Wochr ,in unserem Land- chen die Geldnotb. Auf die besten Etnsaßungen hin bkkommt Man- cher kein Kapital mehr, und das Amtöblatt ist mit Fallissements- Ankündigungen über- und überfüllt.

s p a n l e n.

H Madrid, 28, Dez. Bis cht kenncn wir die Ergebnisse von 308 Wahlen. Zn 32 Bezirken sind neue Wahlen anzuordnen, Weil die bisherigen auf Personen fielen, die bereits in andereane- zirken gewählt worden waren. Es treten 140 Persorren, dre bisher noch nie Deputirte waren, in den Kongreß ein. Dre Vollzahl der Deputirten beträgt 349, während der vorige Kongreß nur aus 241 bestand. Von diesen sind 120 aufs neue gewähflt worderr.,Auch Herr Sagasti, der als Gesc politico von Madrid dre Verthetdtgungs-Arr- stalten dieser Stadt im Juli 1843 gegen den General Narvaez ler-

iete und den nicht zur National-Miliz gehörenden Bürgern gewalr- sam bie Bärte scheeren ließ, wurde zum Deputirten gewählt, Die Herren Cortina und Mendizabal werden heute hier erwartet. Olozaga kam am 20|en durch Bordeaux, mit dem gehörigen Passe versehen, und ist vielleicht schon hier eingetroffen,

Dic herrschende Partei scheint die bevorstehende Corteö-Ver- sammlung als eine Art Komödie zu betrachten und von der Notb- wendigkeit, die verschiedenen Rollen an die geeigneten Personen nn voraus zu verweilen und das Stück gehörig einzustudircn, durchdrun- gen zu sein. Zu diesem Bchufe wurden die moderirten Deputirten vor acht Tagen ringeladen, einer Versammlung beizuwohnen, in wel- cher man eine bestimmte Vkrabrcdung über dre zu ernennlnden Prä- sidenten, Sccretaire, Kommissionen des bevorstehenden Kongresses treffen wollte. Ta aber nur die ministeriellen Deputirten und kein einziger Puritaner erschienen, so konnte kein Beschluß gefaßt werden. Gestern fand nun eine zweite Versammlung statt, der auch Herr P9checo mit seinen Parteigängern und die Minister Mon und Pidal berwohnten. Herr Pacheco erklärte in einer langen Rede, daß er und seine Freunde sich zur Partei der Moderirten zählten, aber aus das entschiedenste das Ministerium bekämpfen würden, welches sie als den gefährlichsten Feind des Volkes und des Thronrs betraihte- ten. Diesrlbe Rede wird Herr Paccheco vor einem erwi'itcrtrn Kreise vori Zuhörern irn Kongreffe wiederholcn. Tie Minister Mon und Piva] „fanden gestern nicht für angemeffen, mit der Rolle, welche sie ernsiudrren, berrits hervorzutreten. Nnchdrm noch einige andere Le- butrrte das Wort gknommen hatten, brantragte Herr Carriquiri die (Zulaffrrng eines Prdgrrssisten in eine jxdc der bei der wirklichen Aus- fuhrung des Spcfrakelstückeö zu ernennrrrdrn Kommissionen. Dieser Yntrag' wurde mit Unwillen zirriiikgcwirscn, und man verständigte sich uber dre “Personen, aus denen jc'ne Kommissiorrkn, welchc namentlich dre Giiltigklit der Wahlen zu briifcn babe", bestehen sollen.

Ich höre so eben, das; die Minister den Marquis von Vi- luma, dem ausdrüiklichen Willen der Königin gemäß, zum Präsi- denten drs Senates ernannt yaban, Die Gacera zeigt diese Ernen- nung noch nicht an.

' _Die sogenannter: ministeriellrn Krisen ernc'uern sick) unterdessrn niit »der Stunde, indem bald dicse, bald je-nc Prrson aus drm .Ka- binetktreicn will oder einen Play in dknrselben cinzuncbmen trachtet. Ermirdrnd und unnütz würde es skill, wenn ich Ihnen die Namen samwtlrcbcr Personen, die bei diesen Srixvankungcn berheiligt sind, auszahlkn Wollte. Herr Mon ist nach wie vor die Scslc des Mini- sterrrrms, und die regierende Königin zieht aufs neus, wie ich Ihnen bkrerts mrldrie, bci alien wichtigeren Fragen ihre Mutter zu Rothe. Der-Herrog von Rianzarrs hat das besondere Vorrrcht, unangrmcl- det rn, daß (Beniack) drr zrörrigin Isabella einzutreten und sich mit ihr, wie dre dicnstthuenden Hosdamrn versichern, ohne Brobachtungen der Forrrren, dic jcdrm anderen Untrrtbxin, selbst den Jrrfanten, vorgeschrieben sind, zu nntrrhalten. Seit ihrer Vcrmäblung er- schien die „regierende Königin jrdcn Abend in drr Oper in ei- ner an dre Bi'rbxrc stoßrndrn Partrrre - Logs, von ihrem (53c- mabl nnd drr: Tiiibtcrri drs Jirfantcn Don Francisco de Paula bc- glertet. Tic Königin Christine wohnte dagegen keiner einzigén Vorstellung bci, Um so rnrbr erstaunte das Publikum, als am WM)- nachtstage die Königin Isabella in ibre Loge trat, und der Herzog von Rianzares auf der einen, dessen Gemahlin auf der anderen Seite neben ihr Play nahm, der König aber im Hintergrunde blieb. Der Infant Don JranciSco de Paula verweilte mit seirtrn Töchtern und DonEnrique in einer anderen Loge, Nach dem ersiankt erhob sich eine der Jnfantinnen, um die Königin in dcr ibrigen zu besuchen, rrllein die Aya (Hofdame) der Jnfantinnen, Skiiora Arima (Gemah- lin drs mit dem französischen Botschafter innigst befreundctkn Intro- ductkurs des Ambassadruro), widerseßte sich dicsem Vorhaben. Tages dararrf xrklärte drr Infant Don Enrique dicser Dame mit etwas sermarimscher Jreimütl)igkeik, daß, falls sie nicht soglcich den Dienst bei [ernenSchwestern aufgäbe, krsic gcwaltsamaus dcmPalasi seincr Jarnrlre riitfrrnen wiirde. Skäora Arama beklagte sick) bei der Kö- nrgrn Chrrsttne und erhielt darauf eine Ansirllung in dem Haushalte derselben. Dem, Jnfanten Don Enrique soll daqeqen dcr Wink er- tberlt worderr sern, Anstalten zur Abre'ise nach Cadix zu treffcn, wo er seine nZutrschcn Studien vervollständigen soll.

„Im 3101er des Palastes macht sich iibrigens dcr Eiriflrrß drs

Kontgd noch jrcbtbarz Vor einigen Tagen ertheilte er dyn Befehl, daß die dort den Dienst thuenden Hellebardiere sich jeden Nachmittaq urn .) Ubrxznr Rosrrrkranz-Andacht versammeln sollen. Es ist noch mcht entjchtrden, ob dirse Anordnung auf sämmilirbe Truppxn-Coxps arrogedehnt werden wird. Bis )“th marschiren die Soldaten bestän- dig unter dem SchaU einer rauschendc'n Tnnz-Musik in die Kirchen. Auch hat der König befohlen, daß Abends um 11 Uhr sämmt- lrche Lichter irn Palaste, mit Audnabme der für das Allerhöchste Ebe- paar bestimmten, ausgelöscht werden sollen. Ein hiesiges Blatt be- rechnet die aus dieser Anordnung hervorgehende Ersparung auf zehn Piaster täglich.

Llqullerhöéhfte Vcranlaffung gab drr nrnlirh von mir erwähnte Taschrnspieler abrrmals cine Vorsicllurrg in den (Hrmächern derFiiinigin. Mehrere der anwrsendrn Grunden und hohen Beamten wurdcn bci dikskk, Grlegenbeik von dem Künstler zum Gegenstande seinrr auf die Erheiterung der hohen Gesellsrbaft berechneten Späße ausrrsrben.

“Don Jcsus Muiioz, Bruder des Herzogs don Riauzares, wird sich in dieser Woche mit der Tochter drs reichen Banquiers Remisa Vermählen.

Ein pariser Korrespondknt der Augsburger Allgemrinen Zeitung berichtete derselben kaum einen Monat nach der Vermäh- 1ung der Königin Isabella, daß sie sich in grsegneten Leibröumstän- den befände, und unter drm 530. November, *],Y Uhr Abrnds, erhielt er die Bestätigung dieser Nachricht, von drr hier bisher nichts der- lautet. Ern anderer Korrespondent jrnes Blattes meldrt aus Vor- bxaur, und zwar um irrige Behandlungen zu berichtigen, die Herzo- gin von Montpensier spräche fring, die Königin Isabella dagegen kinn Wort franzb'sisch. Mit dergleichen Bkrichtigungen verbälch ,[tchdtgeradc sZ, wre nxit fderjenigen, daß Costa Cabral nicht rum Ge- an en am rer en „Joe crnanr-rt wäre. Au sb. All . kt . born 12ten d. M.) 'g ( J I "5 g

" Ani 25sten erhielt die Regierung Depeschen von ihrem Geschäfts- traZcr in London, deren Inhalt sich auf die Beschäftigungen und Plane des Grafen von Montemoiiu bezogen haben soll. Es wird behauptet, der Geschäftsträger, Herr Tacon, hätte dem britischen Staats-Secrerarr,-Lord Palmerston, verschiedene darauf beziigliche Fragen vorgeiegt, „jedoch keinrsweges befriedigende Antworten erhal- ten. Dad mmrsterrrlle Abendblatt gab vorgestern folgende Erklärung ab: „280 glauben, daß alle Befürchtungen, welche die angeblichen neuer) Rustungen der Kariisten einflößen könnten, grundlos sind, denn da dix Interessen des Thrones sich eng mit der Sache der Freiheit verkriupfen und das;! Volk entschlossen ist, die Vortheile des durch so schwkkx„Opsek klkakUPftrn,Sy|ems sich zu erhalten, so können die ZYterganger des Absolartrorxius sich nur“ noch größere Enttäuschungen belliotxioch sxklbtbakere .Zu-chirg'ungen persprecherr. Die Sache der Re- muertoF" TerdZÜkgrttmrtat ist m Spajntxn untergegangeri „(113 Freunde ;?!“th te Macht aller ihrer einheimischen undanöwartrgen beleben vhne micjht h_m, sie auch nur cruf eme„n Augenblick wieder zu

, sk eme so verbrecherische Kuhnheit sehr schwer zu

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büßen. Die liberalen Institutiorrerr und der Thron unserer ge- liebten Königin siellen gegenwärtig unsere Nationalität dcrr, und die ganze Welt weiß, daß unserULand [iets siegt, wenn es fur die Vertheidigung so heiliger Grundsaye-Firertet.“ . ,

In ganz entgegengesetztem „Sum außerrr sich sämmtliche iiicht von der Regierung abhängige Blatter," moderirte wie progressistnsche, Sie beziehen sich auf die grobenSchmahungen, mit denen dieTimrs, die Morning Chronicle und andere englische Zeitungen die hte- fige Königliche Familie überhäufcn, sreUcn damit den glänzenden Emz pfang, welcher dem Grafen vort Monternolrn in London zu Theil wird, zusammen, lassen sich auf _btttcre Erörterungen der Haltung der dirsscirigen Regierung und des Hofrs ern und ziehen aus Allein den Schluß auf das Bcvorstehen wichtiger und zwar höibst bedenklicher Ereignisse. Noch heute sagt ern von drn) Jnfanten Don Francisco de Paula begünstigtes Blatt (19 Oprnro-n), nach einer strengen Prüfung der Lage müsse man eingedenk scxn, daß der Wanderstab

des Verbannten sich bwweilrn in den Srrpter eines Jiirsien der- .

Wandle. Die Regierung hat drei Bataillons ziir Verstärkung nach den

baskischen Provinzen abgeschickt.

Dns niederländische Geschwader, unter dcn chehlen Sr. Königl. Hoheit res Prinzen Heinrich, bestehend aus den Fregattcn „Jrlno“ und „Sambre“, befand sich am 18th in der Bai von Gibraltar, auf Ostwind wartend, um die Meerenge ru passiren.

Der belgische Geschäftstriiger am hiesigen Hofe, Graf Ziarl von Marnir, ist gestern auf Urlaub nach Vriiffcl abgegangen.

Aus Lissabon melder man, dasr drr Marschall Saidanha am 18ten die Stellung von Cartajo, die er so lange Zeit brbaupjtet batte, verließ und mir seinen Truppen dic .“)iirbtung don Lsiria rin- schlug, um den Znsurgrntcn vafim arrzrrqreifcrt. Ein kleincs_Corps ließ er in Villanova znriick, um die Von Santorini nacb drr Haupt- stadt führendrStraße zu drckrit. Am 2011911 birß rs inLissabon, daß der Feind sich triibcre, urid sämmtliche Bürgi! Bataillone mußten aus der Stadt in die befestigten Linkin rücken. Nirr ein aus drm Handkls- siandc gebildetes Bataillon blirb zur Arrfreibtbaltung der Ruhe in der Stadt, Es hieß, die Truppen drs Jirsurgrntrn das Anras bc- fiindrn sich brreits in Torres Vrdras.

Grrcchcnland.

Athen, 2]. Tvz. (A. 44.) Sr. Kiirrigl. Hoheit dcr Prinz Luitpold von Bayrrn be'findrt sicb "!*(1) ii! drr Quarantaine und cr- biilt dort vonZhrr-n Z).)iajrsiiirku drm Kdnigc nnd der Königin tägliche Besache. Heftige" Siidwcststiirme bcrstattrtcn krincn andrrrrr Arröflug zur Ser, als nach drm nabe gelegenen Argina, von wo der Prinz gc'stern Abends wieder zuriiifkcbrtr.

Der Senat hat in dcr SiHung Vom 10. Tricmbrr den nach- sikhcndrn Adrrsx-Entwnrf znr Brmrtworkrrng der Tbrdri-ere vl)"? Erörterung angenommen:

„Sire! Beim Sihlussc dcr schridrnden rind brim Beginne der angehenden Session vrrcint sich der Senat mii (Zw. Majestät, urn den Namrn dcs Allerhöchfien zu srgnln und ihm für seinen Schuß zu danken. Wir knipsiirdcn, Sire, cine rrrrbcschreibliche Freude, wenn wir Ew. Majrsiät in unsrrer Mitte erblicken und aus Jbrrnr Munde den feierlichen Ausdruck so rdlcr Gesinnungcn gegen das Vaterland Vernehmen. Indem der Senat seine Hingebrmg an den constitutio- nellen König und an das Land |th zur Führeriir habrn wird, wird er sich benriihkn, der Erwartung Ew. Majestät zu entsprechen. Der heiligen Pflicht getreu, wclche uns auffordert, der Regierung unsere Mitwirkung zu leihen, werden wir ihr eifrig darin beisie'ben, daß unsere Finanz-Grsechbung drrvollkomnmet werde, dercn Verbessr- rung und strenge Anwendung mit dem Wohlergehen drs Landes in- nigst verbundcn sind. Die Notbwendigkeik, das Budget zu gelegener Zeit zu Votircn, anerkennend, werdcn wir unsere Sorgfalt diesem wesentlichen Gegenstande zuwenden, deffen regelmäßiger Vollzug, durch Bcseiiigrmg aller Hindernisse, drn Gang der ngirrrmg auf der con- stitutionkllen Bahn nach drm Wirrische Ew.?)iajesiiit erlrirhrcrn wird, Gleichzeitig einseberrd, wie sehr slilifk aufrichtige Mitwirkung in dcr Redartion der Geskße der Rrgicrung Von Nuyen ist, wird der S9- nat alls seine Sorgfalt dkr Priifung jener Entwürfe widmrn, wclrlßr ihm im Laufe der dermaligen Session von den Ministern Civ. Majcsiät wcrden borgcschlagkn Mrdrn. Die Fortdauer drr freund- sckc1ftlicken Beziehungen Ew. Majestät zu den anderen Mächten skiißt dem Senate die tiefste Freude ein; er richtet an drn Himmel seine (Hebete, aus daß dieselbrn sortbestchenjmdgcn. Urbrrzengt, das; der Hauptgegenstand drr Sorgfalt und drr värkrlichen Gcsinnuugrn Ew. Majestät das Woblergebkn der Nation ist, wird der Srnat in drr nämlichen Absicht fortfahren, seine Mitwirkung der Regirrung zu lei- hen. Sire! Der Senat gesellt sich Ew. Majestät bei, um dcr gött- lichen Vorsehung fiir die Wohltbaien und insbrsondere fiir die Fort- schritte des Ackcrbaues und der Handrls-Marine zu danken, überzeugt, das: unter dem Schuss des Allmächtigen, und Dank der fortwähren- den Sorgfalt Ew. Majestät wir bald schen werdcn, wie der Erfolg unsere gcmrinschaftlichen Anstrrngungen znr Förderung drs öffent- lichen Wohls und zur Erfüllung unserm“ Verpflichtungen grgrn dic wohltbätigen Mächte krönen wird. Möge die göttliche Vorsrbung das Vaterland und den König immer in Schuß nrhmcn.“

Zwei Nummern der Hoffnung (Elpis) wurdrn nach einander mit Beschlag belegt; die erste Nummer Wegen unqcziemcndrn Tadcls innerer Zustände, das lcßte Blatt aber eines Artikels wkgen, der an berechnender Lüge Niles übertrifft, Was dicses Blatt bisher veröffent- licht hat. Der Artikel aus „München“ schließt damit, daß zwischen Frankreich, Griechenland und den deutschen Staaten ein Vertrag stattfinde', der Oesterreich «mächtige, 8000 Mann nach Griechenland zu senden, mit deren Hiilfe dann die bestehende Constitution nach dem Muster deutscher Constitutionen (und zwar der bayerischen) umgeformt Werden solle. Die irregulairen Truppen sollen entlaffen, die regulairen der östkrreichischen Hülfs-Armee einverleibt Werden. Jrrdeß habe die Regierung von England den Admiral Parker mit seiner Flotte aus dem Tajo in die griechischen Gewäffer berufen, um das Landen der Oesterrcicher zu Verhüten, Es ist iiicht unschwer, zu erkennen, welche Verschiedene Zwecke durch eine so grob aussehende Lüge erreicht We'r- dr-n sollen, Es ist nicht blos darauf abgesehen, die Armee argwöh- nlsch zu "*sich?"- 1'«, von der Regierung abzuwenden, sondern vorziiq- lich auf die bevorsiehenden Wahlen einzuwirken, Durch bcfreundéte Mithiilfe und beim Schlendrian dcr Lokal-Behörden ist eine bedeu- tende Anzahl Exemplare der konfiszirtcn Nummern nach Lond on Konstantinopcl und Smyrna gekommen,

Moldau und Wallachei.

Bucharest, 15. Dez. Vorgestern fand hier die Eröffnung der *landständifchen Versammlungen statt, Nach abgehaltrnerii feierlichem Jrühgottesdiensi, „welchem sämmtliche Deputirte und Minister sammt dem Klerus berwohnten, begab sich die Versammlung, den Metropoliten als ihren Präsidenten an der Spiße, in den Siz- zungs-Saal, in welchem bald darauf Se. Durchlaucht der Fürst, von der ganzen Versammlung beim Aussteigen aus dem Staatswagen empfangen und eingeführt, erschien und, auf dem Throne Play neb- mend, die Siyung mit einer Thron-Rede eröffnete, Nachdem Se. Durchlaucht sich aus dem Siyungs-Saale entfernt hatte und man zur Ernennung der Kommission schreiten wollte, welche die Wahl-

Mandaie zu prüfen hat, erklärte der Siaais-Secretair, daß er der Versammlung im Auftrage der Regierung die Mittheilung zu machen habe, daß ihre Sivungen nicht mehr öffentlich gehalten und dem Publikum also kein Zutritt zu denselben gesiattet werden solle. So- gleich erhob fich der französische Genergl-Konsul von seinem Sive und ging aus dem Saale, den der enÉlrsche General-Konsul bereits früher verlassen hatte. Die früheren tände-Versammlungen waren alle öffentlich gehalten worden, ohne daß rn der Verfassung etwas darüber bestimmt ist-

Nekrolog.

[)1'. Johann Wilhelm von Wirbel, Wirklich" Gehcimer Ober-Medizinal-Rath, Leibarzt Sr. Majesiéit des Kö- nigs, erster Gcneral-Staböarzt und Chef des eiammtcn „Medizinalwestns der Armee, mir dem Range eines General- azors, Ritter drs Rythm Adlcr-Ordens zweiter Klasse mit dem Stern und mit Eichenlaub mn Brillan- len und vieler anderen Orden Ritter, auch vieler gelehrten Gesellschaften Mitglied.

Wenn ein Mann aus unserer Mitte scheidet, der seine Tage bis auf 80 Jabre gebracht, von welchen 63 Jahre drm öffrntlicbewDienst SUN?“ met waren, so vernimmt man gern eine kurze Rechenschaft uber den Kreis seiner Thätigkeit.

Hcrr ])r'. von Wiebe! wurde den 24. Oktober 1767 in Berlin ge- boren. Erin Vater hatte im siebenjährigen Kriege als anenicur-Qsfizlkk gcdirnt nnd nach dem Frieden auf einem Vorwerke bei Frankfurt a. d. O. der Larxdwirthjchaft gelebt. Der Sohn wurde in Berlin in Penfion ge- gcbrn, Um das Gomnafium zu besuchen; kann wurde er dem chimcntö-Cbirurgus Bounrß bei dem Regimente von Thüna zum Unter- richt anvertraut, bis er, den 1. Oktober 1784, in welchem Jahre sein Va- lrr ges'orben war, bei eben diesem Ncgimente als Compagnie-Cbirurgus eintrat. Cine planmäßige sechsjährige Benutzung sämmtlicber Vorlesungen der Professoren Öls C()l]cgij rjruäict)-c„]1ikrrr§i(ci, der Anatomie nnd der K*!inikcn bereitete ihn nun aufdas würdigste auf die großen medizinisch - chirur- gischen Prüfungen im Winter von 1789 zu 1790 vor.

Den 1. Juni 1792 wurde Wirbel bei dem Jeldlazarcth als Ober- Cbirrrrgirs angestellt, Er folgte dem Gencml- Chirurgus Gbrcke bei dem Nmbrrlant der Armee bis Valmv und zurück bis Koblenz. Dieses innige Verlrältrris; war für Wiebe! rpochemacbend. Seine Selbstverleugnung im bescbweriirbsten Berufe, seine Anhänglichkcit an den vielbewährten Vor- grscHtcn lritrtcn seine gesammte spätere segenöreiche Laufbahn ein. In Verdun hatte Wirbel das Glück, den damaligen Kronprinzen in den Hospitälcrn nmberzuführrn. Spätrrhin geleitete er .";00 Nuhrkranke von Trick auf drr Moscl nach Koblenz. Als ihm, Ende 1792, die Verwundeten und Kranken in Jrankfrrrt a. M. iibcrtragen Wurden, erstarrte er sich drs lehrreichen Umganges mit Sömmering, Weidemann und Richter. _Benn Beginn des Feldzuges 1793 wurde Wirbel zum Stabs-thrurgus befördert und zum Tirigcnjen des Lararclbs in Bingen rrnannt. Nachher wohntx er denBelagcrrmgen und Schlachken, namentlich bei Kaiserslautern und her Pirmasens, bei, so daß es iiberall an der reichsten Gelegenheit, fich zu be- wäbrrn und sich hervorzuthun, nicbt frblen konnte. Zu Ende des Krieges treten als bemekkanWLrth hervor seine Tokior-Promotion in Erlangen, seine ehrliche Verbindwng und eine wissenschaftlicbe Reise im Gefolge des Gene- ral- Chirurgus Gbrckc. Diese Rcise muß, in Verbindung mit Görcke's Reform-Jdeen, ZUM Besten dcs MedizinalWescns der Armee gedacht werden, welche das chige medizinisch-chirurgischc Friedrich-Wilhelms-Jnsiitut be- gründeterr, an deffen Stiftungstage, dem 2. August1795, Wiebe! Stabs- arit bei demselben wurde, An drr Erwriternng dieser Anstalt im Jahre 1707 hatte Wirbel, welcher zum Ober-Staböarzt und Subdirektor er- nannt wnrde, Wcscmlichen Antbcil. Die damalige Gründung der in ihrer Art berühmten Bibliothek des Instituts war allein Wicbcl's Werk.

DieAntriige 511 einer glänzendcren Thätigkeit in Wien wurden abge- lrhni; dagegen crwritcrte cine wiffcnscbaftlicbe Ncisc durch Deutschland, Ztalicn und Frankrrich, im Sommer drs Jahres 1800, den Gesichtskreis, bis die Erircnnimg zum chimentö-Cbirurgus bei dem Regiment von Besser in Bielefeld, den 6. Juni 1801, die Rrrckkrhr in das Vaterland for- dcrtc, Bei Wiebcl's Ankunft in der Heimat wies eiii Königlicher Befehl vom 21. November ihm die SteUc ald chiments-Cbirurgus bei dem Ka- drtten-Corpö in Berlin an. Hier erfreute" cr fich bald eines mngezeichncten mcdiziriischen Rufes, besonders seit der 1802 iiber ganz Brrlin verbreiteten bHSartigcn Scbarl«1chfirber-Epidrmie.

Dic VrrscHung zum Ersten Bataillon Garde in Potddam, den 26, Novcmbkr 1803 eröffnete, in der Lazareth-Disziplin und in der Fort- bildung der (Harde-Chirurgen cin willkommenes Feld neuer Thätigkeit. Dieses Verhältniß fiihrte anch in die Nabe des Hofes, und Michel hatte die Ehre, des Königs und der Königin Majestäekn auf mehreren Reisen als Arzt zu bcglciten.

Von dem Schlachtfelde bei Anersädt mgchte Wirbel den Rückzug nacb Prenzlau mit und wurde", als Kriegsgefangener, von den fremden Behörden in PotSdam zum bleéäecin cn «[ie-1" der kranken Soldaten auf- geboien; doch traf er, nach_ seiner Arrötvecbseinng, vor der Schlacht bei Friedland, bei dem vateriändixchrn Herre in Preußen wieder ein und warde bei der neuen Garde zu Fuß als Regiments-Chirurgus angestellt, auch, mit Bcibebaliung dieses Amtes, den 3, August 1807, zum General-Chjxux„ gas ernannt.

Die Reise mit dem Hose nach St. Petersburg im Winter 1808 und 1809 fiihrte, arif ausdrücklichen Königlichen Befehl, znr genauesten Kenni- niß der dortigen Lamrctb-Ansmkten, von welchen Manches, z. B. die kuss“.- sche Vade-Ansialt in Potsdam, nachgeahmt wurde.

Bci der Riickkehr aus St.Petersburg wurdeWiebel seines Dicnsics bei der Garde cntbunden, um in der Nähe des Hofes zu verbleiben,

In den Kriegen von 1812; bis 1815 war Wirbel iiberall in der Nähe seines Monarchen, stets im Schlacht- und Reisegefolge desselben.

Der von Paris mrs unternommene Besuch in London fiihrte zu ganz neuen Ansichten, Erfahrungen und Verbindungen, zum Besten des Heil- wesens der Armee,

Als Gesammt-Zeugniß fiir Wiebel's Thätigkeit erinnern wir an die Kabinets-Ordre vom 7. September 1814; fie sagt: „Um Ihnen darzuthun, wie sehr Ich mit Ihrer Mir bei jeder Gelegenheit bewiesenen Anhänglich- keit an Meine Person und mit dem regen Eifer zufrieden bin, welcher Sie für die Erfüllung Ihres Berufs sowohl, als für Jedermann beseelt, der Ihres Beistanbes als Arzt bedarf, will Ich Sie hierdurch zu Meinem ZWcitcn Leibarzte und zum Divisions-General-Chirurgus Meiner Garden ernennen.“

Der Feldzug 1815 wurde noch entscheidendrr fiir Wiebel, indem der General-Stabs-Arzt, ])r. Görckc, selbst nach Paris kam und ihn sich von dem Könige zum dereinstigen Nachfolger in allen seinen Aemtern erbat, wclche Birte durch die Kabiners-Ordre vom 9. Arignsi 1815 in Erfüllung ging. So trat Wiebel 1822, bei Görckc's Tode, an die Spixze des ge- sammten HeilWesens der Armee, mit der innersten Neigung fiir jrgliche Ver- besserung, wclche die neue Zeit und die neuen Vcrhältniffe sordcrrcn und möglich machten. ,

Daß Wiebel 1827 in den Adelsiand erhoben wordcn, und das; sei"? Gemahlin als Dame des Louisen-Ordcns für öffentiiches Wohlthun aus- gezeichnet worden, darf an diesem Orte nicht übergqngrn wekdrn.

Seit dem Tode des Königs, welchem er so drk]? Jahre nahe gestan- den, lebte Herr von Wiebel, auch von der gnadrgsikn HUld,dks neuen Monarchen reich beglückt, ausschließlich der Sorge um das Hellwksxn der Armee und der demselben gewidmeten Lehr-Anßakikno, Auch als in den letzten Jahren die HinsäUigkeit des Körpers, wuck'S, blieb sein Beruf rhm über Allis heilig, bis er die'Krankensiube nicht mehr vekxaffxn „konnte. Den 6. Januar Vormittags endete ein" sanft,“ TW seine Ylkllahktge„gesegnete Wirksamkeit. Möge die Humanitat, Mik,tvelchkk er rn all-cn sernxn Yer- hältnissen, im Frieden wie im Kriege, gkwnkk- gesegpet, auch den fünft! cn Geschlechtern noch zum Vorbild dienen und so seines Namens schön es

" ' iden. ,. , ,

GWYFZ'TJ Wiebe! hinterkaßt von seinxr ihm im Tode vorausgegan-

genen Gemahlin eine Toxbter, dle Gemahlin des Majors von Unruhe,

Commandeurs des sten Kiirasüer-Negiments, Welche mrt ihren Kindern und

Kindeskindem seinen V“!"st UMÜ'M- P' __.--_