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dem „kalten, berechnenden Versand:“, „der Aufopferung“, „Uneigennüyig- '
keit“ auch nicht viel. Denn der Marr „sinkt imlmer noeh |eichenblaß auf den Stuhl“, wenn ihm ein Plan mißlingt, und „ihm wird erst leichtrr ums ' Herz, als er weinen konnte.“ Die Organisation soleher Verbindungen macht sich so, Aae warben mit, aus dem augenblicklichen Bedurfmß heraus, und nachxer , ßtllt sich die Eitelkeit vor, das, was geworden, sei die Berechnung unz-N r- ßndubg „seines Selbstbewußtseins“ gewesen. Was wird fich nicbt ar; über die politische Combination seines eigenen Burbes, da? er dolcb ;"; ; seiner Eitelkeit verdankt, wenn auch sonst Nrdenabsichten mit ““Führer“ , stlbß vorlügen? Und mit der Aufopferun rst es auch so weit nr . dci . denn das Opfer hängt genau mit eirrer rrßenzfrage zusarrrmen,chen : die Führer sonsi nichts sein, sonst keine Nolieipielicn konnen, f(L) Wich" sie „ihre Carriérx“ durch die Propaganha. „Dres isi auch .die eß! was , Man's, der selbsi weiß, daß er nicht gefahrirch, rst und.garn1chwae:sthand er eigentlich verbrochen hat, sonsk ware er mch! ruhig nach eu . urü eke rt. „ „ “_
3 c?Zejhalledem mag man sich aber doch buten, dtebxachbeckztrr] gering anzusrblagen, wie das oft _ „saft sollte man glatt rn afi _ lieb _ von der Presse geschieht, welche verg-ßt, daß das- Propagankanrachen nicbt gefährlich ift im einzelnen Fall, so_ndern weil es rmrner eme JZ-ZSpoir- tion zuriickläßt, die nicht zum Frieden srrhrt. Es finb ber alledem Lerhee- ) rungen genug unter den Arbcitern angerichtet und Hunderte urrr dre Zufrie- „ denheit und Lebensfreude betrogen worden. Es handelt fich_]a aiich nicht um Marr und die vier Sectioncn der Propaganda '," drr Schwetz, diese werden 'die Welt nicht umkehren; aber fie smd von einem gewaltigen Prin- j zip getragen, das fie falsch aufgefaßt und woraus fie falsch yrganrsm- hg- ' ben. Dieses Prinzip trägt Segen oder Fluch in sich, aus diesem Prinzip rollt das Vereinswesen und andereSfGroße der Zeit heraus, aber dieses * Prinzip wird zum Ungeheuer, wenn 6eme ert mch: Acht hat.
Aber wird man uns fragen: Warum bringt ihr ein eksrit Au- :. gust1845todte Sache 1“,th wie ein Gespenst hervor? , |
Max: hat, wie er in seinem Buche erzahlt, als Hauptmrttel, um 111 Deutschland Propaganda zu machen, die Gründung einer drmdkratrschen [ Buchhandlung, die Verbindung mit dem Liberaliömus, dre Verhrertung nrr_f- ] regenker Schriften durchzulesen gesucht und aiebi genau die Kunstgrrne , und technischcn Mittel der Verbreitung solcher Schriften durch Colportcure, ; Handwerker, Contrebandiers 7T. an. Nun isi zwar Marr, wre “er sagi_,1m i seiner „Carriére“ gcsrör! worden, die Sache selbst aber scheint m Anomh- , rung gekommen u sein. Denn genau in der angegebenen Art.: mit ähnlichen 'unsigriffen wurden an den von Marr bezerch- : neten Orten Deutschlands Pamphlete und Flugschriften odcr! fliegende Blätter geheimnißvoll verbreitet. , „_ !
Marr belehrt uns ferner, das; die Propaganda durch ihre Yrrflosnng , gerade „die Erfahrung gemacht habe, daß das Ausland wohl cm Boden * isi, welcher den Samen der auf Deutschland berechneten Vemrgung anfncb- , men, aber nicht zur Reise bringen kann", dies kann also wohl niir [ in Deutsckvland selbst geschehen; er meint, „daß durch die Ausio- , fung der Propaganda ihre Ideen nur um so leichter nach allen *orrr Wm- ( den verbreitet werden“, und pocht darauf, „das;, trotz aller Vcrhote, neue politische Vereine unter den Handwcrkern cntürhrn müßten.“ T'ie Dröpofi- ,
tion ist also noch da, nur mit drm Unterschied, daß nun in “Deutschland [ ohrrirt werden soll, und wahrlich, die jiingiien Ereigniffe in Berlin, die Vrrhaftung einiger Handwerker und ihrer Verführer, Wersen nur zu deutlich auf einen ernsten Konnex mit den fremden Propri- ganden und werden es rechtfertigen, wenn wir die Vliiihen, die sich in dcr Schweiz entfaltet haben, genau schildern, damii man über dir Kcime „ in Berlin nicht zu leicht hinweggrhe. i ! i 1
Endlich aber haben auch noch einige Schriftsteller, deren Konnex mit dem „Bourgeois-Librrali6mu6“ deutlich auf der-Hnnd liegt, einen noch über das Prinzip der Propaganda hinauSgehen- den Fortschritt versuchs.
Diese zweitePhase der„Revolution“ besteht darin, daß diese Männer, voran Karl Hrinzen und Freiligrath, nicht mehr blos vorbereiten, sondern bereits zur Revolrrtion selbst, zur Realisirung ihrer Ideen, aufrufen, ihre Pläne bereits an bestimmte Thatsachen anknüpfen, bestimmte Mittel der Ansfiihrung angaben und nicht bios die Handwerker, sondern aUc Stände, namentlich aber das eigentliche Proletariat unter den eben icht fiir giinstig gehaltenen äußeren Umstiin- den in den Strudel hinrinzichen möchtrn. Sie halten fich nicht an ein System, wie die Sozialisten, fie beschränken sich nicht auf AlheiSmus und Demokratie; fie nrhmrn Alles als Waffe, ob gut, ob schlecht, die Verleum- durrg, den von den Sozialisien so verachtetcn „Fürsicnhaß" und die
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ni “ en. Um die Unwissenden auf uklären, mag mit Uebergebung bet kyniestcßle': An riss: auf Personm'aus zdern neueßeu Pamphlet: Heinzeu's
i nur Einiges olsen, was für die neue Phase der „Revolution“ und ihre
Mittel bezeichnend ift,
„Heinzen betrachtet die ganze Gewalt, welcher das deut- sche Vol! gehorcht, mit allen ihren Mitteln u_nd„a11en ihren Einrichtungen, als völlig unberechtigt, als vollig usurpirt, als völliIJLder Vernichtung geweiht.“
„Der illküt der reactionairen Revo|ution sehen wir“, sagt er„ „die un- gebundene Sprache der progressrsiischen Revolution entgegen., Wir bafiren "ns" NLM- zu sprechen, nicht aus den jcsigen nicbtewurdigen Zusirind; wir schlagen uns durch auf das Gebiet einer wahrhaft mcnschlichen Gesell- schaft, nehmen diesen Zustand als ein Vcshtbum dorweg und greifen ldie Erhalte! des jcyigen Zustandes als eindringende Rau- er an,“
„Wie der westindische Sklavenziicbter darauf brsirht, daß der Neger kein Mensch, daß er nur gleichsam zur Kompletirung res Vtrhßarrdrs sei- nes Brfiyers bestimmt sci, bis endlich der Dolch des Gepetnrgten mit leserlicher Schrift das Zeugnis; seines Menschenthums
' dem Peiniger in das verhärtete Herz schreibt, so bestehen jene
34 Sklavenzürhter Deutschlands darauf, daß das Volk ihr angrsiammies Eigenthum sci _ _ daß es als Volk entbehrlich sri ie. :c. _ _ Moge sich die Aehnlichkeit dicser deutschen Sklaveniiichter mit den westmdrschrn
Ö anch bis auf die lcserliche Handschrist erstrecken! xc.“
„Rache, Rache soll dem dcutscbcn Volke in die Ohren gcschrieen wer- den, denn nur Rache kann seinen Treibern gegeniiber Gerechtigkeit sein."
„Es isi Thorheit der Unmünrigen, an eine Zukunft des Königthums zu glauben. Die Zukunft der Politik isi, wie mit der Zeit jedes Kind einsehen wird, republikanisch.“ „Wer iiber das ABC der Politik hinaus ist. der weiß, daß Königthum und VolLSrrcht, wie Königthum und Vernunft, unvere nbarc Widersprüche smd,"
„Dir friedliche Entwickelung, der friedliche Uebergang durch eine Constitution zur Republik isi nicht mehr möglich.“
„Das deutsche Volk wird also eine Revolution machen, eine gründliche“. es wird alle seine Unterdrücker nnd Blutsauger aus drm Lande jagen und eine Jöderativ-Republik errichten. Erst dann wird es ein
' deutsches Volk, eine deutsche Einheit, ein deutsches Leben, eine deutsche
Ehre, ein deutsches Gli““'rk geben.“ „Wir müssen dröhalb zuerst dcm Worte Revolution den Cours erringen, den ]"th das beliebte Wort „„(Hcseylichkeit““ bat.
Ü Dcnn Gesche giebt es nicht, wo die Gesche feine VoliSJefevr smd. Errer
gesrßlickrcr Weg ist der Weg zum Verderben, nicht zur Freiheit.“
„Erkennt es und gesicht es, daß ihr, die Prcußen voran, das Banner der Revolntion erheben müßt. (Lure einficbtigsien VoliSnränner haben dies längst erkannt, und fie wiirden eö offen erklären _ wenn fir sich sicher wüßten.“
„Vor Allem müisen wir sodann die Revolution zu Ehren bringen in den Köpfen der Soldaten. Wir müssen jeden Solda- tin „„!orrnn1piren““, d. h. hnmanisiren, jedrn :,nm „„Verräthcr““, d. h. Jllm Sohn des Volkes, machen. Und das Militair wird, wie wir hoffen, sobald das Volk ihm als solches mit einer Idee auf der Fahne gegeniiber- sicht, dcn Vcrveiö liefern, daß es zu ihm gehört. Und dies Cinversiändniß zu fichkk11, darauf muß mit allen Mitteln dnrch Aufklärung dcr Soldaten, namenilich der Landwehr, hingewirkt werden.“
„_ _ Denn es muß dahin kommen, das! das Militair massen- weise infixirt wird, denn die Massen desselben, namentlich in eir-iztlnrn [ovalen LandeStheilen, Grafschaft Mark, Pommern, Vrandrnbrrrg 2c., sind noch in jenem rohen Taumel befangen, welchcr den Soldaten zum blinden Sklaven nach der einen und nach der anderen Seite zum viehiirhen Un- menschen umwandelt, _ _ Vieh, ja, Vieh waren fir, wilde Thiere in Uniform, mit Tiegerbesiicn und Nrgerhundrn in eine Klasse gehörig.“ ic.
Dann muß gezeigt werden, daß Republiken viel wohl- feiler sind. „Von dem, was die deutschen Höfe mit ihrem Anhang ver- schlingrn, könnte ein ganzes Volk von freien Bürgern eristiren.“
Ferner „muß die Polizei in einem vernünftigen Staat von den Gemeinden, von den Bürgern selbst geübt werden," Und wenn es [vögehw
„Nur nichl mehr zurückgehen, wenn man einmal ange- fangen hat. Die Lehre heißt: kommt ihr (das Volk) einmal aus Auf- spielen, namentlich mit Flinten und Pflastersirinen in der Hand, so spielt so lange, bis der Feind nicht mehr bekennen kann.“ Den kölner Bürgern rmmrntlich ruft er zn, schr erbittert iiber ihre friedliche I)iitwirkrmg zur
schamioscßr _,Bettrlei“. Es ist oder sehr die Frage, ob es im Interesse der „deutschen Bürger“ - isi, der ihren Zweckrffen fiir Heinzen Geld zu sammeln und wohin fie noch i durch das momentane Vergnügen einer kleinen Temonsiraiion grsiihri wt'r- . den. Tori) die Meisten wissen nicht, wie die Abfichten derer find, die sie
Hrrsicllrmg drr Ruhr: „Seht ihr ein andermal das Volk rrirkrr die Fans? erheben, so haltet fie nicht zurück, Wenn der Moment ruch günstig scheint, sondern gibt ihm die rechte Fahne und das Schwert in die Faust und stellt euch an seine Spitze. „„Es [che die Freiheit, es lebe die Rerublii!““ Nieder mit dem Berlinerihum! Aber keinen vorzeitigen Krawall. Erschcint
aber die rechte Zeit, dann mit Tobesverachiung hinein und die bürgerliche Landwehr mii der Fahne voran.“
Und nun der Schluß: „Menschengefühl, Gerechtigkeit, Schmerz, Grimm, Rachelust, kurz, all' ihr treibenden Mächte der Menschenseele, ich frage euch: wann wird endlich der Tag an- brechen, wo diejenigen nach dem Wanderstab der Flüchtlinge greifen, deren henkeriscbe Zuchtruthe bisher so manchen Edlen in die Fremde und in die Verzweiflung jagte?“
„Wäre mit einem Dolcbsioß Gerechtigkeit zu schaffen -- wir gestehen es offen _ wir griffen nach dem Dolch statt nach der Feder!“
Bis dahin Hrinzen: Nun, um den „Kram patriotischer Tugenden auch mit der Schönheit zu schmücken, eine Probe von Jreiligrath's Poefie, nach 'der Melodie dcs „3-3 ira":
„Frisch auf denn, springt hinein, frisch auf! Das Deck bemannt!
„Stoß! ab! Stoß! ab! Kühn durch den Sturm! Sucht Land und
findet Land.
„Ihr fragt erßaunt, wie mag es heißen?
„Die Antwort ist mit frftem Ton:
„Wie in Oefireicb, so in Preußen
„Heißt das Schiff: „„Revolution!"“
„Heißt das Schiff: „„Revolution!"“
„Eo isi die einzige richtige Fähre,
„Drum in die See, du krcker Pirat!
„Drum in die See und kapre den Staat,
„Die vrrfaultr schnöde Galeere! _ _
„Doch erst bei schmetierndcn Drommetcn „Noch eine ZWeite wilde Schlacht! „Schwarzer Brander, schlcudre Raketen „In der Kirche scheinheilige Jacht, „In der Kirrl'e scheinhrilige Zawt! „Auf des Besitzes Silberflotten „Richte fiibn dcr Kanonen Schlund! „Auf drs Meeres rottigrm Grund „Laß dcr Habsucht Schähe verrotten.“ Dann folgt die Verklärnng dcs Prolctariato und: „Wir man's macht“.
„So wird es kommen, eh' ihrs denkt: _ daI Volk hat nichts zu
beißen mehr!
„“Durch seine Lumpen pfeift dcr Wind! Wo nimmt es Vrcd und
Kleider her? _
„Ta tritt ein fecker Bursche vor; der ipriäét; Die Kleider wiißi'
ich schon!
„Mir nach, wer Rock und Hosen wili!ll Z'crlg für ein ganzes Va-
tar on.
„Vor einem sicinerncn (Hebäu Halt machen läßt er truhiglicb:
„Seht ka mein Fklrider-Magazin _ das LandWEhr-4Zrughx11rs nennt es sich!
_ _ _ _ „Ju rvcnig Slrrnden sollt ihr sehn,
„Wird uns ein Linirn-Rrgimcnt sriylagsrrtig gegeniiber stehn!
„Da heißt es denn für seinen Rock die Zähne wrisc11,dran:1nd drauf!
„Patroncn her! (Hriadrn, Kerls! Und pflanzt die Bawrrrtte arif!
„Zum Teufel mich! Was kümmert uns vergangncr Hiri! Raith- vögrlpnck: __ Eines nur schickt firb fur euch _ der
„Wollt -ihr ein Banner: Bettelsack!
„Marsch, Proletarier-Bataillon!
„Ta naht zn Fils: Und naht zr! Roß die Königliche Limic schon!
„Feurr!“ befiehlt der General; „„Chvc!““““ heißt es bei der Reiterei. _
„Doch ha! kein Renner hebtfden Fuß und keine Flinte
schickt ihr Blei!
„Umstürzt der Thron, die Krone fällt, in seinen Angcln (ichzt das ' !
Rei . „Aus Brand und, Blut erhebt das Volk sicghaft sein lang zertretenes Haupt.“
Klarer kann man nichi sprechen; es is] so klar, daß der gesnndeSinn Aller von solchen vrrbrcchcrischen Worten fich mit Ekel abwenden nmß. Vielleicht haben fir die gntc Frlge, daß namentlich die', so fick) berrtsen glanbrn, Deutschlands Erttwirkrlung z:: beschleunigen, die Reinheit ihrer Milte! von neuem priifen, und daß jeder Staatsbürger in seinen politischen Handlanger! noch mehr darauf achirt, Welck)? Keime rr pflegt, kamii er nicht UUchiißl an seinem Verderben und dem seines Volkes arbeitet, während er für Wahrheit und Recht, für Jrriheit und Volkswohl zu wirken glaubt.
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[26k1]
Eckanntmachungen.
[6 Köln - Mindener
] Auf eingekommencn Antrag werden Alle und Jede,
welche an die Verlaffcnschaft des am 7. August d. J. HMM
verstorbenen Pächters Christian Lagenmnn zu Nieder- hof rechtöbegriindete Forderungen und Ansprüche haben und machen zu können vermeinen, zu deren Anmeldung und Beglaubigung in einem der auf den
16.11.30. Januar oder den 22.Jebrnar k.I., Morgens 10 Uhr, vor dem Königl. Hofgericht ande- raumten Liquidations-Termine, beiVermeidung der am
“"*"ArtZé e' i :ké'r _
trn Serie gan; zu belassen isi. Köln, 7. Januar 1847. D i e
Eisenbahn. Die Auszgabe der Artiendo- kamente uber die -1te ?)
|:;11,
“gemäß unserer Bekannt- machung vom 15. No-
Direction.
] , LLien-Gloggniher Eisenbahn.
Taten ; Einzahlung. __ _ Die 4te und [chte Ein- zahlung auf 'die Actien
___-_.- _„„__r_. _ "4" *. „„, „, „....
nzeiger.
cher an der Anweisung zanmpfangnahme der zwei-
vorerwähnten Bekanntmachung namhaft gemachten Bank- hänser zur Andzahlung einzureichen.
Wir bemerken hierbei, daß dieselbe vorn 1. Juli1846 ab zinslos ist und das; bciEiniösung derselben der Be- trag der etWa fehlenden nach dem 1. Juli 1846 fälli- grn Zins-Coupons von dem Kapitale abgrzogen rrer- ken wird. -
Köln, den 11. Januar 1847.
Die Direction.
Literarische Anzeigen.
15. März !, Jö. zu erkennenden Präklufion, hiermit aufgefordcri, indem Creditores im Ucbrigen auf die den Stralsundiichen Zeitungen in extensa inserirtm La- dungen vom heutigen Tage verwiesen werden.
!).-num Greifswald, den 15. Dezember 1846.
Königl. preuß. Hofgericht von Pommern und Rügen, (l„ 5.) v. Möller, przez".
Berlin-Potsdam-Magdeburger
[41] Eisenbahn.
Es gehen täglich folgende Züge: ]. Zwischen Berlin und Magdeburg: von Berlin Vormitmgs 9, Nachmittags 5 u. 7 Uhr (übernachtet in Brandenburg), von Magdeburg Vormittags 8x, Nachmittags 12'5, 6X Uhr. 11. Zwischen Berlin und Potsdam: von Berlin Vormittags 8, 9, 12 (geht bis Bran- denburg), Nachmittags 5, 7, 10 Uhr, von Potödam Vormittags 8, 10 Uhr (kommt von * Brandenburg), 12, Nachmittags 4, 7, 10 Uhr. ck ' Außerdem geht bis auf Weiteres täglich von Berlin und Potödam ein Zu Narbmitt. 2 Uhr. Zu dem Berliner Biuet-Verkaufs- okaie werden Jabr- biüets über Magdeburg hinaus nach Braunschweig, Zalberßadt, Celle und Hannover verkauft. Nach diesen rien wird auch das Gepäck derjReisenden direkt ex- pcdirt.
vember v. Z. voll ein- **
gezahlten Actien findet bei den Stellen, wo die Zahlung geleistet
re. in der „Zeit vom 25sten bis 28ftkn d YKtS, gegen Rückgabe der
JnterimS-Quittungen statt. Die für icht aus- zrtgebcnden Actien tragen die laufenden Nilmmern von 1 bis 10,000, und find bei der Ausfertigung die Num- mern der rest ausfallenden Partial -Qnittnngen nicht angehalten; es werden daher Actien und Partial-Quit- tungen vorkommen, welche dieselbe Nnmmer tragen.
Die Actren find von zweien der narhbenanntrn Di- rections-Miigiieder: von Wittgenstein, Arndts, G. Herrier, W. Joesi, von Moeller, D. Op- penheim, Windscheidt, und von dem Spezial- Djrrektor Kühlwetttr unterichrieben, tragen Wasser- ?klbchtn und find znr Kontrole mit einem Talon ver- k k".
Jeder Artie find zehn halbjährliche Zins-Coupons aygedruckt, „welche mit dem Kontrol-Stempel des Kö- niézlrebtn Jrnanz-Ministeriums, bestehend in dem Preu- ß,! chen Adler mit der Umschrift „"im 513.113 garan- r-rr“, „und neben der NamenseChiffer der Dirrciions- Mitglrcder von Wittgenstein und G. Heuser mit dem Namen des Haupt Rendanten Küpper als aus- gefertigt unterzeichnet find.
Zeder Artie werden in einer Beilage fiinf jährliche Drvrdendendenichcine nebst einer Anweisung zur Em- pfangnnbme der zweiten Serie von Coupons und Di- videndenscheinen beigegeben, welche wie die Zins-Cou- ponö mit der Namens-Chiffer der oben genannten Di- rections-Mitglieder und dem Namen des Haupt-an. danten Küpper als ausgefertigt unterzeichnet sind.
Auch die Zins-Coupons und Dioidendenscbeine tra. gen Wasserzeichen,.und ifi die Beilage, welche die Di- videndenscheme enthält, mit einem Talon versehen, wel-
der Wien - Gloggniyer Eisenbahn muß bis
zum Z1sten d. Mrs. mit 25
Fl. pro Artie in Wien geleistet werden,
Wir sind bereit, diese Einzahlung zu besorgen, und können die Actien zu dem Cntzweck
bis spätestens den ?Zsien die- ses bei uns
eingereicht Werden. Berlin, den 17, Januar 1847.
Hirschfeld &' VZolff, Linden Nr. 27.
Rheinisch? Eisenbahn- [M'] Gcsellschaft.
Da die zur Amortisation fiir das Jahr 1846 arrögelöste Z'; %
z . Obligasion _ Nr. 1036. _ in Folge 'US-TXU unserer Bekanntmachung vom 16. Ja- “ ' "__-*. nuar 1846 bisher zur Einlösung nicbt .;“, 7-3 präsentirt worden is!, so machen wir nach Vorschrift des H. 7. des Allerhöchsim Privilegiums vom 8. September 1843 den unbekannten Inhaber jener Obli ation hierauf aufmerksam, und fordern denselben nuf, olche entweder bei uns oder bei einem der in der
“*"ka-
Vollsländig ist icht erschienen und durch die Iki- co [ Ü i schk B:!»hbandlrmg in B ['r [in , BrUdt'rßk. ITU 13, 311 erhalten:
[431 [] 1119111148.
Peter;.“- et I'm] ']"es'nrncnti *crsirrnis grxiiricae img- nrcnta [11136 zulrersant, ar] kräcru L0(](]. castiZata, [xv tiniinte (1011313, ;1(]|10t-“1ti0ne critica instrucm curl; giozxaksa ct Jrarunmticn ""Zum: Jrnbicns cunjunctrs (kuriz cäiäeruut U. (.:-(18 Labelent: vt ])r. .). l-(dcbk, 3 w e i V ä n d e. (Mit drei Steindrucktafeln.) Gr. 4. Geh. Drrrckpap, 16 Thlr. Velinp. 19 Thlr.
Die so eben arrögegebene zweite Abtheilnng des zweiten Bandes enthält eine Grammatik der gothischen Sprache und wird zu dem Preise von 6 Thlr. auch einzeln erlassen. Leipzig, im Januar 1847. F. A. Brockhaus.
[30] London, Zahnar 1847. Große Vorrath-Niedrrlagen von Fantasie- Gilets und Hosen und wo lien en Zeugen. ,Die Herren East, London &- Holland zeigen hiermit rbrfen Freunden des Kontincnts an, daß sie ihre „Gesihafte Zur; 'der Sackville Street, 34, Piccadilly, in dre sehr geraumrgen Magazine des unter dem Na- mm M e .! te kn 1“) x c [1 a n s o bekannten Lokals Nk-10- Old B-ond Street, verlegt haben , allwo sie um eine Besickxttgimg ihrer unermeßlichen, ausschließlichen und
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IUe pop - Anaalten des In und Lins andes nehmen Sellellunr arts dteses_ Blatt an , für Berlin dre Expedition der AUg. preuß. . Zeitung: Frtrdrichsslraß : Nr. 72.
Berlin, Montag d
Z! n h a l t. Amtkickrcr Theil.
“inland. Provinx Schlesien. Wohlthätigkeit in Bunzlau.
Deutsche Bundesstaaten, Schreiben aus Frankfurt a. M. (Wir- .
de_mnsan-g drr BrnkestagI-Siyun tr.; Vrrd-Tare' Bö! r; Vc r'“ Oesterreichische »).)konarcbie. gWien, Vrßnd'cn drx Erzhelr'TcILJYtÖch Nitrirxiraxrtzd rrrdCÄZhrlrrogin Lildrgarke. . * ! un orn. St.*'etcr ! .- "“ -
fairer T_amen mit Scrrenznrbi. ; Öbl kg' B schaft'glmg kon mos
Frankreich. Yaris, hilanrhropische Gesellschaft. _ Ministerielie und Oppositionöglohrn zur hron-Rcdr. _ Hoffnungen ch Piinisteriumö,_ Charles (Yrmvrlir's muthmaßlichrr Auftrag. _ Petition gegen freien Harrdcix _ Nachrichten aus Algier, _ Vermischtes.
Gropbrrtrxnrn und Irland. London. Hof-Nackrrickrten. _ D*e 12er!) tn Orland. --* Tie Times gegen das spanische Ministerium. _ Mir: Pnrdrt. *
Belgien. Rl=1grr1 iibcr ric französische Nordbahn.
Sriyrvch. Kanton Genf, * ?k»""'„"," ,xrrrbmrg. Gesch rvcgrn Bestrafung der Theilnchmrr an
߄130116 -'Qi'isr'|!ilkilll'11gkii. _ Kanton Waadt.
**?ÜÜM' Rom. Unglücksfällen _ Tie Todesstrafe. _ Vitischrift um Lwtrrcrbcirhnng mehrerer Lehrstühle, _ Die Eisenbahnen. _ Der Gre- q-xrmziiiehe xralcnrcr,
Spanten. Madrid. KongrrsI-Verhanklitngen._ Olozaga's Freilaffnng rrrrgrgri::1dri, _ Falsche Corrpons der inneren Schuld.
Tic Beschränkxmgrn dcs (ZZciraidchandch und Schriktmann's Schrift „Dkk Kornwrtriwr und die Noth der Zeit“.
Htlnrrkxlctls: und Börsen:Nacl)ricl)teu. Berlin. Vörserr- und Markt- *r 1 ; .
Florixrrt im ncncn Saale drs KöniglichenOpernhauses. _ Die Wissenschaft- lichcn Vorlrsrtngm in dcr Sing-Akadcmie.
lejlirher Theil. SLU M*?festät der König haben Allergni'idigst geruht:
“Dem Lbservaisr an der Sternwarte zu Altona, Ur. Peter- sk", brit Rothen Adlcr-Ordrn vierter Klaffe zu verleihen.
Der bisherige Land- und Stadigcrirhis-Raih Jßmcr in Posen ist „zum Justiz-Kommiffarius bei dem Geheimen Lber-Tribunal mit drr Bestimmung ernannt worden, statt seines bisherigen amtlichen (Charakters den Titel eines Justizraths zu führen.
Ter außerordentliche Professor, Licentiat [)r. (Haß in Breslau, ist in gleicher Eigenschaft an die theologische Fakultät in Greifswald verxrht worden.
Bekanntmachung.
Se. Majestät der König haben Allergniidigsi zu befehlen qerubt, das; das Krönungs- Und erensfest in dirsrm Jahre am Sönntaq, den “Listen L*. M., auf dem Schloffe gefeiert werden soll. Der v:;- srhriinkte Namn _qrsiattet nur die Anwesenheit der Herren Ritter und Inhaber Königlicher Orden und Ehrenzeichen, welche ausdrücklich zu diesem Feste und znr Königlichen Tafel Einladungen erhalten Werden.
Berlin, den 18. Januar 1817.
Auf Befehl Sr. Majestät des „Königs wird die Feier des Krö- nunxw- und erenoieströ am Listen d. M. stattfinden. In Jolqe dieser Wm1chchstsn Bestimmung werden die in Berlin anwesenden Bcsihrr .Khriiglsrhcr (Fhrenzeiihrn, welche Weder im aktiVen Militair- dirnstc noch im Siantödietrste sichert, hierdurch aufaesordert, am 20sten d. M, in den Stunden von !) Uhr Vormittarrs bis 3 Uhr Narbmichgö im Biireau der General-Ordens-Kommission, Jriedriths- Straß? Pike “1:59, ÜULU qumen, Chükr'iktlk, dil Ehrenzeichen, welche ihnen verliehen sind, und ihre Wohnung persönlich oder srhrifilich anzureigcrr.
Berlin, den “18. Januar 1847.
Königlirhe Gcneral-Ordens-Kommission.
. Beispiel die
Brüssel. Hofnacirrirht. _ Repriisentations-Vermrhrnng. _ ' Rückblick auf die gesiiirzic Regierung. _ :
“ zu verkaufen.
. ' 0 M . Utrhtamtltcher Chktl. Z! n l a n d.
Provinz Schlesien. (Vresl. Ztg.) Zn Buriilau haben sich zur Linderung der Noth der Arwen bei der gegenwärtigen Theu- rung allerLebensbedürfniffe ebrenhaste Männer vereinigt, welche eines- theils den Armen nicht nur Brod und Kartoffeln, sondern auch, bei
dem kostspieligen Brennmaterial, Reisig und Torf in geringen Quan- titäten zu mäßigen Preisen verkaufen. Diese lobrnSwerthen Bestre-
„ bungen werden nach Kräften von den städtischen Behörden, so wie
wohlhabenden Bürger, unterstiißt. So hat zum
Stadtverordneten - Versammlung 80,000 Stiick Torf zum Preise von 1“; Sgr. fiir das Tausend bewilligt, der Kaufmann L. Dorrssin 15,000 Stiick Tens gänzlich geschenkt, und mehrere andere Bürger und Juhrwerksbrsihrr haben Fuhren zur Her- beiholung diescr Gegenstände umsonst geleistet, wodurch es möglich wird, das Hundert Torfziegcin zum Preise von 4, ja selbst zu LSgr. Der Verein zur Beschaffnng billigeren Vrodtrs läßt ebenfalis keine Mittel unversucht, seinen Zweck vollkommen zu errei- chen„ wiewohl nicht zu leugnen ist, daß sich demselben große Schwie- rigkeiten entgegenftellrn.
Dcutschc Bundesftaatcn.
%% Frankfurt a. IN., “14, Jan. DicVundeÖ-Versamm- lung nahm heute, nachdem die Ferien voriiber, ihre Sitzungen wirker auf, und zwar unter rem Präsidium des Königlich preußischen Bun- destags-Gcsandten, Herrn Grafen von Dönhoff. Außer dem Kaiserlirb österreichischen Präfidial-Gesandten, Herrn Grafen von Miinch-Veiiittghausen, sind nur noch einige der Herren Bundestags- (Yesandteu abwesend und durch Substitution vertreten.
Von Lübeck traf der Senator Ur. Curtius gestern hier rin, um sich, wie man hört, eines Auftrages des Senats der sreienStadt Lübeck bei der Bundes-Veriammlung zu entledigen.
Cs isi noch nichts Bestimmtes dariiber bekannt, daß der König- lich großbritan-sche außerordentliche Gesandte und bevollmächtigte Minister, Herr Jox-Strangways, der auf Urlaub nach Italien ge- gangen, auf seinen Posten nicht mehr znriickkehren werde.
Troß der festen Haltung der Getraidepreist und ihrer Neigung zum Steigen, isi heute, für die Dauer der nächsten 14 Tage, die
seitens der
Brodtaxe von 27 auf 26 Nr. fiir 6 Pfund ermäßigt worden. Die.
Bäcker bexirhen nun, wie bereits gemeldet wvrden, wöchentlich 600 Malter Weizen („Z- 14 J!.) und 600 Malter Korn (Z. 11 Fl.) aus den städtischen Magazinen, also circa 23 Fl. pr. Malter billiger, als der Marktpreis ist. Ob diese Anordnuag von Dauer ist, läßt si firr )th nicht sagen. Der Mangel ist natiirlich in unserer Stadt weniger fühlbar, als in dcr Umgegend, und namentlich ausdem Lande, wr) sick), zu dem Mangel auch Öiilfslosigkeit gefeilt. Die Kälte ist sert einigen Tagen auch wieder strenger und scheint mit jrdem Tage zrrnehmezr zu wollen. Der Main wird sich bald wieder stellen, und xi!) Eröffnung der Schifffahrt wird so bald nieht gedacht werden onnen.
Das Vörser1geschäst ist wieder etwas belebter, die Stimmung der Course fester geworden. Die französisrhe Thron-Nede machte keinen besonderen Eindruck, da sie im Grunde nichts Neues oder Un- erwartetes brachte. “Oer Geldstand läßt wenig zu wünschen iibrig“, Fer Diskonto steht ZZ; pCt. _ Das Waarengeschiist liegt, wie fast uberall, auch hier sehr danieder, wie der GeschästSkakkhk im AUS" meinen stockt. Troxzdc'm giebt sich hier ein reger Eifer zu erkrnnen, dre Gewerblosen und Armen mit den nothwendiqsien Lebrnöbediirf- nissen zu Versehen. *
Ocsterrcrchrsrhc Monarchie.
TZien, 133. Jan, (W, Z.) Nach den aus Ösen eingegan- genen, ärztlirhen Berichten blieb Sr. Kaiseri. Hoheit der Erzherzog Palatin, nachdem der 10. l*anuar ohne wesentliche Erleichterung Vor- Ubkt' gkgangkn War, in der ersten Hälfte der darauf folgender! Narhk Wegen Verschiedener, zwar minder bedeutenden Beschwerden ohne Sckiüf- Um Mitternacht äußerten sich Zufälle, denjenigen ähnlich- welche dem lehren Rückfalle vorhergingcn.
en ]J'L" Januar
Um zwei Uhr nach Mit- '
trrnacht trat jedoch ein ruhiger Zustand ein, der bis neun Uhr früh anhielt. Fieber wurde nicht wahrgenommen.
Da der Gesundheits-Zustand Ihrer Kaiserl. Hoheit der Frau Erzherzogin Hildegarde, so wie des neugebornen Erzherzog, in jeder Beziehung den Wünschen entspricht, so werden keine ärztlichen Berichte mehr auögegeben.
Rußland und Polen.
St. Petersburg, 10. Jan. Im Jahre 1839 hatte sich Ihre Majestät die Kaiserin mit Wohlwollen iiber die ersien Versuche der ökonomischen Gesellschaft zu Moskau, die Seidenzucht dort bei- misch zu machen, ausgesprochen und auf dem Lustschlosse Studeneh, Welches Ihre Majestät der moekaner Gartenbarr-(Heseilschaft zur Be- nuhung übergeben hatte, eine kleine Anstalt zur Zucht der Seiden- raupcn anlegen lassen. Das Interesse, welches Ihre Majesiät fiir dirsen neuen Industriezweig nahm , erweckte in einigen dortigen Damen die Lust, sick) mit der Seidenzurht näher bekannt zu machen, kleine Pflanzungen anzulegen und die Seidenwürmer selbst zu pflegen. Unter denen, welche die Freude hatten, ihre Miihe durch Erlangung einer recht schönen Seide belohnt zu sehen, wird die Hof- räthin Berednikoff besondrrs genannt, welche im Jahre “1845 so viel Seide gewann, daß sie in der dortigen Aussteliung landwirthschast- licher Produkte, am 3. Juni, mehrere Arschin Tüll aus eigenem Produkt vorlegen konnte. Da dies die erste Frucht des hohen Schuhes wor, den Ihre Majestät die Kaiserin der moskauer Sei- den:,uckzt gcsrhenkt, so willigte der Präsidrnt der ökonomischen Ge- sellschaft, Jiirsi Gagarin, gern in den Wunsch der Frau Verednikoff, diesen Tüll zu der Vrautgabe zu legen, welcke die Stadt Moskau der Großfürstin Olga darzubringcn die Erlaubnis; erhalten hatte. Jhre Majrsiät die Kaiserin hat diese Gabe der Hofräthin Verednikoff mit Wohlwollen entgegengenommen und ihr dafiir eitrPaar brillante Ohr- gehéinge verliehen.
F r a n ir r e ': ci). -
Paris, 12. Jan. Der Herzog von Nemours, Chren-Präsidenk ker philanthropischen Gesellschaft, hat derselben 500 Franken als seinen jährlichen Beitrag zugesandt. Diese Geselischaft läßt jährlich mehr als 53000 Kranke behandeln und veriheilt unter die Bedürftigen 500,000 Portionen an Speisen.
Der Moniteur parisien bringt einen Kommentar zu der Thron-Rede, der nichts weiter als eine anpreisende Umschrei- bung ihres Inhalt;! ist. Die Rede, meint dies Blatt, zeichne sich diesrrml insbesondere durch Klarheit und eine Gesinnung inniqen Ver- trarrens aus. In Bezug auf die den auewärtigcn Yngeleßenheiten grwirmetrn Paragraphen läßt sich der ministerirUe Kommentar fol- gendermaßen vernehmen: „Der Frieden ist grsichert, und unsere guten Beziehungen zu den auswärtigen Mächten können durch vorübergehende Zwistigkriten nicht gestört oder gefährdet werden. Die hohe Weisheit, welche so mächtig daru beigetragen, den Frie- den in Europa zu befestigen, wird die Früchte ihrer thätigrn und steten Jiirsorge zn ärndten nicht aufhören; unser Vertrauen in die- srr Hir-sirht isi voliständig, und alle Welt wird, wie wir, sich gliickiich schätzen, dirse Versicherung in der Thron-Rede zu finden. In dem auf die Vermählung des Herzogs von Montpensier bezüglichen Paragraphen hat sick) der König, nls Souverain und als Vater,*Gliick gewünscht zu einer Verbindung, welche die Allianz zweier großen Völker noch fester kittet und zugleich seine Jamilienfreuden noch ge- mehrt hat. Die in diesem Beireffe von Sr. Majestät mit Rührung gesprorhenen Worte machten einen innigen Eindruck auf die Versamm- lung. Die Opposition wird Herrn Gurzot zum wenigsten die Gerech- tigkeit widerfahren lassen, daß die Frage, welche seit drei Monaten den Vorwand zu einer so heftigen Polemik abgirbt, hier sehr klar und freimiithig dargestellt ist. Der auf die krakauer Frage bezüglirhe Para- graph war der (Hegensiand allgemeiner Spannung. Man Weiß, daß diese Frage schon zu vielen Bemerkungen Anlaß gegeben. Das Ministe- rium drückt sich über diesen Punkt in förmlicher Wrise aus, durch deren biindige Fassung die Entschiedenheit nicht beeinträchtigt wird.“ Das Zoirriial des Débats fragt in seinem EnthusiaSmus, ob man viele Thronreden aus den letzten siebzehn Jahren aufzeigen könne, die bestimmter und klarer, fester und zugleich gemäßigter, volksthiimlich und geschickter abgefaßi gewesen; es zollt allen ihren
K o n z e r t im neuen Saale des Königlichen Tpernhanses.
(Den 16. Januar.)
Tic Eimveihung des neuen Konzertsanirs im Opernhanie fand in angrmcsscnrr imd chrerrrverther Weise am Sonnabend drrrrh rin Flonicrt start, Welches Herr Blume, von den bedeutendsten hiesigen und anwesenden fremden Kiinstlern untcrftith, zu wohlthätigcm Zwchc wermisiaitete. Der Hof und eine eben so elegante nls zahlreiche Vcrsammlnng wohnten dem Konzerte bci. Nicht mir der ganze rmtrre Raum, sondern auch die zu Sih- und Stehpläxzen eingerichtete Gallerie dcs Saales waren gciiilii, so daß bei reti gebotenen ausgezeichneten Knnsigeniiffen das Neirrlrat ch UnternihmM? Udjcder Hinficht schr befriedigend ausfiel. Den Saal br- treffcnd, [0 117 VW Ausschmückung drffrlbrn höchst einfach und in edlem Geschmack gehalt"), dic_„Klangn*irfn"g- io nirit fiel) von einem Punkte (1116 beurthcrlrtr laht, gut1siig. 'th cincr nngcsährcn Srbäsung faßt er gegen tanirnd ;Z-rhorcr. Dic "Orenchoncn, r'il'grsrl'rn vun drr Höhe, schei- nen fast die des Konzrriiaalrö rm, Sch-auspicrhausc, obgleich fich jener hinsichtlich dcrxirrsrcrerrCleganz mit dmem nicht jjlkskilykaiin. Als unzwch. mäßig erwies rnb, bcilaufig, "dteErnrrchtung der Stehplahe, insofern dadurch die Passage bci_de1i1 brschrrinkten Raume .der Gallerie behindert wurde, Sie wären am iiighchsten ganzlrch zu beseitigen, wen_n anders gegenseitige Belästigungen rcr SW- und Stehplay-Jnhaber vermieden werden sonen,
Wir [affen diesrn Bemerkungen eincn kurzen Ueberblick dcr künstleri- .schcn Gaben dcs grnusrre1chen Abends folgen, Eine Kritik möchte dirSmal nicht statthaft säreinen. ,
Mad. Crclingcr sprach die von [)|-. Laube verfaßte Einweihungs- Rede. Dcr Schicksale des Hauses , der wichtigsten Kunsi-Ereignisse wmv: darin gedacht, Righrni'S, Reichardt's, Glnck's, Weber's als Vertreter glänzender Kunsi-Epochen Erwähnung gethan. Ihre Namen schmückten sehr sinnig, da? heutige Konzert-Programm. Die Ouvertüre zu „Tigranes“ von Rrghrni eroffnete den ersten Theil, die zu „BrenrmS“ von Reichardt den zweiten Theil; Mad, Garcia sang (mitnntrrfiüsung
der; Konigl. Domchors) die Furien-Sckne aus „Orpheus“ von Gluck“ wahrrrrd Weber durch die Ausführung des ersten Finaie's aus „Oberon“ gcsererdwurde. Das [chtere Mitfikstiicf, bei welchem slch, außer dem Dom- rhhr,-d1e Darrten ,Tuczek nnd Brercndorf brthriligt hatten, ließ das ganzlrche Vericbwrndrnuder reizenden Oper vorn Rercrtoir recht !ebhaft be- dauern. Mochte cdmoglrck) werden, das schöne WerkzurFrende allerMufik- fr-cunde-bald aus scrrrenr vicljährigen Schlummer zu wrck.-n! Die Ausführung sammtltcher Compoyttronrn gelang unter Mitwirkung so erprobter Gcsangskräste und der von T a u b (' rt geleiteten Königl.Kapelle, wie zu erwarten stand, vollkom- men“, qrr_ch weiin dcr wohlthäjigc Zweck des Konzerts nicht jedweden Tadel ausschlone, rnrrsrtcn wir dennoch allseitiqe, höchste Anctkennr'n zollen. Dcr Domcbhr bewahrte außerdem seinen Ruf im Vortrage zweier musterbaft audgcsirhrtcr (Hesangösiircke („1 Cn110|[n) von Zomelli und Lwoff nnd crrthe durch- scrrie anögezeicbnetcn Leistungen wieder das allgemeinste Zn- ierehew Schließlich haben wir zu berichken, das! der ein bcdeutrndes Faß. und Fmgergcschick bcixrndrnde Doppelkiinsiler, Herr St. Léon, auf der Violine eiue Phantasie arts „Lucrezia“ mit vielem Beifall vortrag, fcrner daß Herr Taubert vom Orchester eine Polonaise (!) eigener Compo- sition spielen lich und rnklirb, daß Mad. Garcia am Schluß des Kon- zerw “dnrch ren reizvollen Vortrag mehrerer deutscher und spanischer Lieder (worunter sich das nach einer Mazurka von Chopin bearbeitete" bereits von ihr im „Barbier von Sevilla“ rin ele te befand) die ganze a,nwcsende Versammlnng rnibufiaömirtc. Dank ünerrn und Publikum für Verhei- ligung bei so edlem Zwecke! 2,
Die wiffenschastlichen Vorlesungen in der Sing-Akademie. Zweite Vorlesung. (Den 16. Januar.) Za den intereffanteiien Vorträgen unseres wissenschaftlichen Vereins
gehören die über Gegenstände aus der Natur. Es entsteht hier freilich die
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große Schwierigkeit, den zu behandelnden Fragen das GeWand strenger Wrisenichastlichteit zu nehmen, um dem Laien nicht trocken und unverständ- lich zu- werden, und dabei doch gegen den Vorwurf oberflächlicher Behand- lung sich zu wahren, aber den Redner lohnt dafiir auch eine desto größere Thcrlrmhmc des Publikums, wenn er Beides zu verbinden versieht. Denn cr'kann gctvrß sein, dann einen höheren Standpunkt fiir die Betrachtung srmes- (Gegeniiandes gewonnen zu haben, als ihm die isolirte Fachgelrbr- samkeit vor1chreibt, und dadurch befähigt werden, indem er den geistigen Zusammenhang der Erscheinungen in der Natur nachweist, wahrhaft bil- dcnd auf das Publikum zu wirken. Solche Eigetrsrhastcn find es gerade, wrlwe dcn populairrn Vortrag auszeichnen müssen, der darum immer auch eme der schwierigsten, aber zugleich dankbarsien Aufgaben bleibt.
Die heutige _Vorlrsung des Herrn ].)r'. Troschcl über das Leben dcr Fische entiprach ziim Theil diesen Anforderungen. DrrVortrag konnte allerdings populair genannt werden bei seiner wissensrhastliäxkn GUM“ [age, aber mit dem Unterschiede, daß diese Popularität nicht, wie es sein soll, in dem Zuriickfiihren der aus drr Natur der Fische gewonntnrn N" sultate auf die allgemeine Bedeutung dieser Geschöpf? !*" k" Schopsung, in Vergleichen mit den Verhältnissen anderer Thiere u. s. rv. hesiand, son- dem in Beziehungen des Lebens der Fische 3" ""ß"" “SMM Vor- stellungen und Empfindungen gelegt wurde. Der Redner nahm alles Ern- iies, selbst unter Ansiihrung von Dichterßklkkn- ""s"“ Tbriinahme, "Us“ Mitleid fiir die armen Geschöpfe in Linspkl'ch- ""Z“"- '""" ""and“," “" ständiger Verfolgung ausgefest, von anderen !irmeren Thieren in ihrem Fleische gepeinigt, ein Leben irnmcrwiihkkk'vRAnkiij "'") Schmerzen führ- ten“, der Friede, der auf dem_ ruhigen Gewaser sicb absyirgele, sieht mit dem fortdauernden Zustande des nges erntet b" Ob"fi“ch' desselben im Widerspruch u. s. w. an-ß erhielten wir im Ganzen einen interessanten Bericht über die Sinne, vieVertb-id's'mss“ ""dAnskiffswasfen- das Alter- die Vermehrung und das gesellige Leben d" Fisch"
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