1847 / 34 p. 1 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

111 or auisnen, habe ich für nötbig erachtet, Bergleute. kommen 3" 14! en, welehe die erforderliche ErfahrunZz btfi en, 11111 m Ziesem Diknßzweige diejenigen Erleichterungen und etbe nungen einzufahren, welche die Wissenschaften in anderen Ländern an,d1'e Hanz: gegeben haben. Die auf die vorgeschlagenen Maßregeln bezügltchen Plane werden Zb!!! Ptüfun unterzogen werden.

enn wir nun, meine Herren, unsere Bltcke ans'unseren„mntttn ZU“ ßand werfen, so finden wir ihn so gedeihlicb, wic zu_ugcnd enter anderen Zeit, und so wie dicSchwäche unserer Mittel es nurnngend gestaxten salut!-

ck bin so lücklich gewesen, mich selbst davon zu ubetzeugen bet ke] cds,; ten Rundtti e, die ich durch unsere Dißkikte geplacbk, und von 1)“ d'ch "* skeudi |en Eindrücke zurück ebracht habe„ da ich allenthalben Or nu gl; Wohl and, Fortschritt, in Zerbindung 11111 Vertrauen und Zunetgung 3 meiner Re ierun , and. _

„Die g(Heiße d'r: Viehseucbe hat _im 2157111111111? XF'YTFY? Zyt;- stand des Gedethens geßott, durch d-e kck11chen Ertrag der Aetndten,

da 1 en er 11“ en wurden, und durch dcn,r-1“ . , wo'1n'i't die ?;ötTléche Vorsehung uns begnadtgt hat, 111 jedoch .das lle-be1.fas1 unbemetkbar vorübergegangen. Diese Maßregeln sind noch rmmer 111 tbm

vollen Kraft, bis man die Gewißheit erlangj haben wird, daß die Getßel

' e 1. .. gänzlichDiTc'iÉMt'xenRßhe ist aus keinxm Punkte des Füxßcnjthums 'wah-, rend “Z.„- [ezwexsloffencn vier Jahre geftoxt worde'n, und xnxcmgen, d1e bn ihm Neigung zum Bösen vie Aufficht Yer Regnrung tauschen und dem rächenven Arm der Gescse entgehetx zunlonnen glaubten, hahm bald [11- sache gehabj, es zu bereuen. War dytfen yns sogar schm-etcheln, meme Herten, daß unser Land heute eme Stcberhnt darbn'tet, 1vte man fie nur immer in dm besiorganifitten Staaten finden kann. obgletch dte- Strafen bei uns weit gelinder find, als in allen anderen L-111dern,_1tnd hte Tope?- ßmsr, wie Sie wissen, faktisch abgeschqfft ist. M11 dxr hochßxn Befrxcdt- gung beeike ich mich hier, dem wallachtschenVolke d1e 1hm gehuhrendc Ge- rechtigkeit wiederfahren zu lassen, indem ich anctkcnne, daß d1escs Resultat großenthejls der Milde seiner Sitten zu verdanken ist.

„Die verderblichen Mißbräuchc, die noch unlängst ganz offen began- gen wurden und ganz besondcrs auf den Dorfbewohnern lasteten, smd ver- schwunden; und wenn noch einige davon bestehen, die der Wachsamkeit der Regierung entgehen konnten, so liegt es darin, meine Herren, daß eine gründliche Aenderung in der Moralität der Menschen und die ?luöcqttnng fehlerhaften Gewohnheiten sehr schwer zu erreichen smd; es bedarf bter zu viele: Zcit und einer standhasten Anödaurr zum Guten von Seixcn der- jenigen, die durch ihre Stellung berufen sind, öffentliche Functionen zu be- lleiden, Diese [esteren können in keinem Falle mehr zu ihrer Rechtferti- gung vorsch1iyen, daß fie ihre Stellen oder ihr *.Uvancement lem Schaden ihres Vermögens "halten,

„Die Schäßungs-Anschläge, die mit allen fie begleitenden Uebcln wir- der aufgetaucht waren, die TranSactionen der Dörfer mit den Rekruten, die ohne Unterlas: fiir denUntethalt unserer Pikcts an der Donau, so wie für d;"e zu ihrem Obdach bestimmten ephcmcren Bauten geforderten Ans- gaben, wclche jedes Jahr wiederkehrten, smd, als eben so viele Quellen end- loser Mißbräucve, Abgeschafft worden. Die Dorfkassen, von jeder gesetzwi- drigcn Außgabe befreit, haben nur für die Bedürfniffe, zu deren Bestreitung fie errichtet sind, zu sorgen. -- Die Pslichtigkeit der Do1fbe1vohncr für dic Rekrutirnng, welcbe sie zu lmstcn haben, bcschkänkt steh auf die geschliche Summe von 200 Piaster, einmal für sechs Jahre bezahlt, selbst Wenn wäh- rend dieses Zeitraums sie durch gescßliche Mittel Verpflichtet sein soUten, eine neue Rektutimng zn stellen.

„Die Klagen, welche die Bauern unaufhörlich gegen dicPäcbter erho- ben, haben s1ch durch die skrengen Maßregeln, Welche ergriffen wurden, um so viel als möglich die Rechte eines Jeden sicher zu steam, sehr bedeutend vermindert.

„Die Reserve-Magazine Und heute, wie das Geseß gewollt hat, eine Hiilfe für die Dorfbewohner in Fällen der 91911), ohne andere Last für sie, als daß ste mit der einen Hand nehmen, was fie mit der anderen geben.

„Die Maßrcgcln, Welche im verflossenen Jahre gegen die Hungers- noth, von dcr wir bedroht waren, ergriffen wnrden, Waren so beschaffen, daß fie zur Befriedigung aller Bedürfnisse der inneren Consumtion genüg- ten und dabei die Zntcrcffen des Handels, durcb Aufrechthaltung der freien Ausfuhr, schonten.

„Bei Priifung des Z.:standcs unserer Finanzen, meine Herren, werden Sie sich überzeugen, das;, - ungcachtet er Wcit entfernt 111, dcntäg11chfich mehr entwickelnden Vcdürsnisscn zu entsprcchcn, und troß der Unzulänglich- keiten und den sckWekcn Vcrlegcnhciten, die ein Budget darbictrf, das ein- sär allemal sestgescßt ist und hinfichtléch des Einkommens keine Ausfickkt auf Vermehrung hat, während es in Betreff drr Ausgaben auf diejenigen sich beschränkt, die man zu einechit voraussehen konnte, wo wir noch nicht die Bahn des Fortschrittes, auf der wir heute wandeln, betreten hatten, --

142

unsere Mittel durch biekZen-acbtm Anstrengungen dennoch nicht etschöpfk worden sind, und ihm eringfügigkeit durch die stengste Erspatmß dre Wage gehalten wurde. Die Westiarie-xtasse ist heute frei von allen Sebuldtn- drk?" Zinsen ihre Vulcgenheiten vermehrten. Das Gleichgewicht zwischen Einnahmen und Avogaben ift dergeftalt aufncht erhoben worden, kaß jedes Jahr ein wirklicher Ueberschuß blieb, um mehrere außerordentliche AuSgaben zu knien, als 3. B. die, welche durch d]: In- jtallation des Fürsten gefordert wurden, und andere dergleichen, ,d1e mcht vorausqeseben waren und im Verlauf der [eßtverfiossenen Jahre eanetketen find. Alle übrigen Staats-Kassen smd im besten Zusxande und b1ete_n eine ziemlich bedeutende Reserve dar: d e der Munizipalitaten von ungefahr ei- ner Million Piaßek; die der “.Do-[schaften gcgendrei Millionen; die Central- Kaffe über vier Millionen, ungeachtet der AuEgaben, zu denen sie für ver- schiedene Verbesserungen, die fir angehen, beitragen mußten. (SchlUß folgt.)

Handels- und Börsen-Uathrixhtcn.

Berlin, 1. Febr. Die Course etwas matter als am Schlusse der Sonnabends-Börse. Das Gcschäft größtentheils auf diejenigen Effekten beschränkt, welche zur hmtigcn Liquidation erforderlich.

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Meteorologische Beobachtungen.

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Läöniglich Ickauspic1e.

Dienstag, 2. Febr. Jm Opernhause. 14te Abonnements- Vorstellung: Dramatisch-musikc.lische Akademie in 3 2111111, unter M11- wirkung der Mad. Viardot-Garcia und des Herrn„Kxauo.

Erster Theil: 1) Konzert- Ouvertüre vom Hon1gl._Kammer- mufikus HerrnBöhmer. 2) Romanze und Rondo, fur Bratjche, kom- ponirt und vorgetragen vom Königl., Kammermußkgs Herrn Schulz. 8) Duett aus der Oper: Scmiranns, von Ros_s1m, gesungen von Mad. Viardot-Garcia und Dlle. Tuczek. 4) C111emble-TL1113, aUSge- führt von den Tiles. Bethge, Bordowich, Tattbanxr, Otarcke, den Herren Brue, Ebel, Pasfinf, Stullmüller und dem (.0qx5 (161331121. 5) 9.15 (].: (10111, ausgeführt von Mad. Vrue und Herrn Hoguet- Vestris.

Zweiter Theil: 6) Ouvertüre zu Oberon, von C. M. von Weber. 7) Duett aus der Oper: Die Purttancr, gesungen vqn dcn Herrkn Krause und Bötticher. 8) Arie von Baisse, gesungen m der Oper: 1)011 [)...-;...319, von Mak. Viardot-Garcta. 0) 1)011(.“1, gc- tanzt von Dlle. Galslcr und Herrn Ebll. 10) 1.6 [.:tumm, getanzt von Mad. Brue. _,

Dritter Theil: Der dritte Akt der Oper: Othcklo. Munk Von Rossini. Mad. Véardot - Garcia: Dködemona. Herr Kraus: Othello. Anfang halb 7 Uhr. „4 Zu dieser Vorsthung werden Btllets zu folgenden Opernhaus- Preisen verkauft: ,

Ein Billet in den Logen des Proscemums 1 Rthlr. “1.0 Sgr.; in den Logen dcs crstcn Rauch und ersten Balkons, so nne zur Tribüne, 1 Rthlr. 10 Sgr.; im Pakquct und in den Logcnkch zweiten Ranges 1 MW.; in den Logen 11111) fm Balkon drs dr1tten Ranges, so wie im Parterre, 20 Sgr.; im Amphxthcatkr 10 Sgr.; in den Fremden-Logen 2 Rihlr. ,

Mittwoch, 3. err. Jm Schauspielhauses. Liste Ahonnemeyts- VorsteUung: Männertreue, Lustspiel in 1 Akt. Htcrauf: Tartuffe, Lustspiel in 5 Akten, nach Molixzre. ,

Donnerstag, 4. Febr. Jm Schauspaelhause. 22s1e Abqnnexmentsa Vorüellung: Othello, der Mohr von Venedig, Trauerspxkl m ;)Abtl)., von Shakespeare, übersetzt Von Heinmh Voß.

Verantnwrtlicher Redacteur l)r. I. W. Zinkeiscn, Im Selbstverlage der Crpedition.

chrmkt in der Dcckerschen (Hoheimcn Ober:Hof[mchdruckcrei.

Allgemeiner Anzeiger.

Bekanntmachungcw

[1021] Bekanntmachung.

Die bevorstehende Theilung des Nachlasses des am 30, Augnst 1845 gestorbenen Kaufmanns Anton Frixdrich Ludwig Senglicr wird in (Hemäßheit der Vorschrift des §. 137. Titel 17. Thril ]. des Allgemeinen Landrechts hiermit bekannt gemacht.

Breslau, den 16. November 1846.

Königliches Vormundsohaswgericht.

[6761Edikta1-Vorladung.

Auf 21111an des Kurators und der Verwandten Wer- den der T11ch1ckgeseüej Christian Heintz von hier, ein Sohn des Ttschlermnßers Johann Zacharias Heins, welcher vor 20 Jahtetz fich nach Troppau begeben hat, und, falls solcher mehr mehr am Leben sein sollte, dessen unbekannte Erben und Erbnebmer hiermitöffent-

lich vorgeladen, ßch hjnncn neun M aber im Termin onaten, spatestcns

den 24. Mai1847,nm 9 U r Vorm in unseren1 Gerichtslokale schriftlich oder per111111aic1'7séu mxlden. mdxlgknsfaUs fie für todt erklärt und ihr Ver- mögen demxemgen außgeantwortet werden wirf), dem solches nach der gesesltchen Erbfolge gebühnn witd. WillenberZ, den 22. Juli 1846. öm'gl. Land- und Stadtgeticht,

94

' 21uf den AntraZ) der _Directipn der kain-Weser-Ei- senbabn-Actien- eselljchoß hkerselbsi und dem §. 43, des Statuts dexselben gemaß, Zverden alle unbekannten etwa noch vorhandenen Glaubtger der genannten Ge- sellschaft, welche ihre Auflösung beschlossen hat,_ ausge. fordert, ihre etwam'gen Forderungen spatestens 1111121111. den 8. Mai, Morgens 11 Uhr, cot". Dep.Henn O. LG. Assessor Pfotenhauer, anzunxcldey und geltend zu machen, widrigenfalls s1e damit prakludttt und blos

an die Person desjenigen, wit welchem sie kontrahirt,

verwiesen werden sollen. Minden, den 23. Januar 1847. König!, Preuß. Land- und Stadjguicht.

[739] Rothwendiger Verkauf. Stadtgembt zu Berlin, den 17. An 111? 1846. Daß dem Tischletmeister Friedrich ilhelm Deich- mann gehörige, hier in der vaalidenßraße Nr. 291:- egene und im prothekenbuche 701. 176. Ka. 121

eingetragene Grundstück, gcrichtlich abgeschäßt zu 8279 Thlr. 27 Sgr. 6 Pf., soll

am 11. März 1847 Vormittags 1111hr, an der (Herichtsßelle subhaßitt we1den, Taxe und Hy- pothekenschein find in der Registratur einzuschcu. , Der dem Aufenthalte nach unbekannte Neal-Gläubx- gcr, ManrcrpolferCarl Winke1, wird hierdurch öffentlich vorgcladen.

[843] Nothchdiger Verkauf. Stadtgexicht zu Berlin, den 16. September 1846. Das dcn Schnhmachrrmcißer Johann Gottlob (»Blo- beckschen Erben gehörige, hier in der L111drn|raße Nr. 4-1 belegeue und im Hypothekenbuche von der Louisenstadt 761. 10. (U.». 684 eingetragen? Grundstück nebst Zube- hör, gerichtlich abgeschätzt zu 16000 Thlr., soll

am 10.21pril1847, Vormittags 111161, an der Gerichtsstelle subhaftt'rt Werden. Taxe und H',» voth-«kenschcin find in dcr Registkmur einzusehen.

[541.1

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Berlm .?. “»]. ;„ „„ .. Unter Hinweisung auf * IWW unser Reglement für den . Güter-Verkehr füh- len wir uns veranlaßt, Nachstehcndes wiederholt zur öffentlichen Kenntniß

' zu bringrn: ..“)?“ 1. Alle zur Versen- I' dung kommenden Güter werden in Berlin und Hamburg den Absenderu ohne weiiere Vergütung vom Hause abge olt und eben so den Empfängern voxs HTW od“ dk" veichtr geliefert.

2. Mit dxn hier aUSmündendcn anderen Eisenbah- nen ftkbkp wtr in' direkter Güter-Uebergabe. „.;?-„.??*;.3-*:x,x::“xx.A:f-"i .. B...

. en en 111 S&Jsendukßseéersseitxibesorgt. wird bur o hn e alle [eman e ax 1 diesen drei Vm besonderzn Vexmmelun , und es 1annkch11111c111ieeßi11§ andetwnt heyuhrenvet achnahmen und der éventUeUen baaren Verla : bei der euerlichen Abfertigung eine Sp'eese. den aaren-Emp änget nie treffen, der n'ur die tansmäßige Bahnstacht, in welcher die Kosten für An- oder Abfuhr: mit enthalten sind, zu entrichnn bat.

-Hmnburger Eisenbahn.

22

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Jede Auskunft übxr die speziellen Ejakichtungen wird

unser Dirigent des hiefigen Gfitetwesens, Herr Arndt, gern creheilen. Berlin, den 24. Januar 1847. Die Direction dcr Verlin-Hamburger E-senbal)n-Gesellschaft.

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Die Inhaber von Jntrn'möscbeinen der Oberhohnj- dorfer Steinkohlen-Actien-Grsellschaft werden btrrmzt in Gemäßheit dcs §. 2, dcr Statuten aufgeforynt, d"1e

10te Einzahlung mit 20 Thalem pro Acne 1316 spa-

testcns den 2. Februar 1). J. an btc Herren

Heinrich Kästner &" Co. in Lupzig

zu leisien und die dessallßgen Zghlungen sammt den Znteriméscheinen portofrei an dteselben einzusendetx, worauf den Eigenthümem die vollen Actien nebß D!- videndenleiste und drei Dividendenscheine verabsolgt werden wird. , Zu [eich wird die im „C). 7. der Statuten sur dte nicht zum ßestimmteu Tage bewirkte Einzahlung festgese te Conventionalsfrase von 10 % der aus eschriebcnen E n- zahlungssumme hierdurch zur Nacha tung in Erinne- rung gebracht.

Leipzi , den 3. Januar 1847.

Das Direktorium ver Oberhohndotfer Steinkohlen-

Actien-Geseüschaft.

6113 Einzahlung «auf Ungarische Crn-

MZZJÜ Zé. . tral-Usxnlmhn-Acttm. (Wien-Preszbnrg-Pefth11.1.w'.)_ _ anolgc uns gewordenen Auftmch kann rte 61e Em- zahlnng von 10 % oder J!. 25).

ab Zinsen mit F1. 22. 30. per Artie und “Ä % Agenturspcsen von der Emzah- lungösumme bis

incl. den 13. Februar 184 7, mit 4 % Verzugözinscn vom 1. Januar ab,

bei uns grleistct werden. 4 Berlin, den 28. Dezember 1846.

Hirschfeld & Wolff,

Linden Nr. 27.

.

Citrrarisode Anzeigen.

Vei Hermann Gobert in Hamburg (Neuerwau Nr. 60) ist erschiencn derZert zu: 1e

[6811] - . . „x)ochla'ndcmn, Nomantischc Oper

in drei Akten von Bernd von Guseck.

Musik von Conradin Kreutzer.

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Das Abonnement beträgt: 2 Rthlr. für ': Jahr. 4 Kthlr. - ?.Jahr. ( ll8 KÉhlr. - 1 Jahr. 11 a rn heilcn der M ' ! sah:;e- preis --Erl)o'hu'11ngc1rch'e n er xons-Gebü :* s' Raum etnrx Zeile hdesuZngn Anzcrgers 2 Sgr. '

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3 n 1) a 1 t. Amt'icbcr Theil, Jnlanp. Provinz Wefifalen, DYEÉZTYVVZUI. Dcr EisZanq. un es taate . * ü“ " Xl; YMMD"? fürs dm ijmdta 1|enthum Lippe. Die Ablosnngcn. , n ret . atis. Maßregeln in Bczu au die _- ?ldrcß-Ctnwurf drr Dcpntirten, * Verthcßdigmüg uanhYYYS'des VDK 1F1l11e111 "111'6'11 ,Llnxchhandhmgm über die spanischen Heimtbtn. _- Reckt- GwnsiZn-g_ V1FZ11ch1111KMWS Buftamentr. _ Abgeordncjer dcr Ma- ro; ritanien und Irland. London. Die Tim “' ' Z1h1101111dcn7V1U. - Zursspanischen Frage. Die Fiilat1xe1e161esru'13c1't'11 vx'n ankrctcb. *, Nachr|chten aus den Vereinigten Staaken. » Vek- 711xsch11e3 _- Schrc1bcn “(1116 London. (Lord Palmerßon [in der spani- N_chcn Frage. -- Dae irlandischkn Maßregeln.) B;?dxrlande. „_A_msterdnm. Dix Austrocknung des harlcmer Meeres. - A Ilten. Vrus1csl. Beschluß 111 Betreff der Praxis der Militair- . “rc'b' e. -§-L_ebcnson_ntecl-Frage. ** Abnahme der Ausfuhr nacb Frank- ;11 ,. 7111111131110. -- Schmben aus Brüssel. (D" Notbfiand "nd tc po11t11che Stnnmung; Haltung der Parteien; ein literarisches Kurio- sum; _Scnatoren-Wahl.) Schivctz. Kanton Genf. Die Entschädigung. - Kanton Frei- burg. Entlassung der Truppen, - Kanton Tessin. Eiscnbahn-

qFolrxferenz.N

* a 1en. cave]. Ankunft des Prinzen Luitpold von chrn.

Ykoldau und VZaUacbei. Bu ch arest. Schluß der Rede dc's Hoopodms. ,- Antwort dcr (Hyneral-Versaanlung auf dieselbe,

HFYiDÉlW und Borsen-Nachr1chten. Berlin. Börsen- und Markt-

Das Rathhaus in Münster. -

Fünfte Trio-Soirce im Saale des Hotel de Rus'ic, .- . ur m _ 1 -- _ logie, _ Acgypxjschxs. __ Gymnastik, 1 3 «Kl 1121112110

Beilage.

Amtlicher Theil.

Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht: 'Dre Kznderdcr verwitweten Freiin von Richthofen, gebornen thnzesstzr Von Schleswig-Holsiein, nämlich den Ritterguts- bcxichr Fr-ijerrn thedrich Karl Gottlob von Richthofen auf „Kohlhohe, _strregauxr Kreises in Schlesien, und seine drei Ge- schw:ster, Loutse Frtederike Kathartne, verehelicht mit dem Geperal d'er Infanterie von Naßmer, Agnes Friederike 20,111)-elmtne, Verchelécht mit dem Oberst-Lieutenant Grafen von Lu-tttchau, und Iris Amalie Freiin von Richthofen, Ehren- Stxsts-D11n1e dcs Fräulein-Stifts zum heiligen Grabe, aus Höchst- eagencr Bewegung in den Grafenstand zu erheben; so wie

. Den Domainen-chtmcistern Künyel zu Tecklenburg und Ftlbry zu Münster den Charakter: Domaincn-Rath; und

Nachstehend verzeichneten Personen das Allgemeine Ehrenzeichen

zu errihcn:

Dem Gastwirtb Adam zu Reichenbach, Kreis Reichenbach.

Dem chcr Friedrich Schölzcl zu Langenbiclau, Kreis Rei-

chenbach.

Dem Secrctair Kummer zu Guhrau, Kreis Guhrau.

Dem Tagelöhner August Dittrig zuHerrnstadt, Kreis Guhrau.

Dem Jreigärtner © ottlieb Ba rnowöki zu Zedlitz, Kr, Trebnfß.

Dem Stcuer-Assißcntcn Heinrich Rothe zu Wohlau, Kreis

Wohlau.

Dem Schullshrer Schmidt zu Pluskau, Kreis Wohlau.

Dem Schulzcn Jaber zu Norégavc, Kreis Wohlan.

Dem Häusler Gottlieb Richter zu Krummendorf, Kr,Strehlen.

PW“

!

Allgemeine

Berlin, Mittwoch den Z“" Februa

Dem Bauergutsbeskßer Gottlieb Semenoki u ricder o Kreis Strehlen. z F 613 ts,

Dem Jxxigärtner Gottlieb Milde zu Tamolau, Kreis Breslau.

Dem Kammerer Franz Scholz zs Zobten, Kreis Schweidniv.

Dem (Hrrtchtoschreaber Gottfried Schmidt zu Esdorf, Kreis Schweidniv.

Dem Kanzlisien Gottlieb Jriedn'ch Sitte zu Nimptsch, Kreis

D Nantsxh. C

em (1116 er bri ian iin 1111 u S mi '

Nimptsch. | I g g 3 ck vdorf, Km»

Dem Fretbager Frigdrich Puyke zu Karbiß, Kreis Militsch.

Dem voxmalagen Gränz-Aufscher Friedrich Speer, zu Sulau,

Krets Mtlitsch.

Schulzen Hagedorn zu Ségern, Kreis Strehlen.

Schulzcn Hoffmann zu Kottwiv, Krkis Strcbniß.

Schulzcn Zoppich zu Zedlitz, Kreis Schweidniß.

Schulzcu John zu Katschkau. Kreis Guhrau.

Schulzen Nagel zu Reichwald, Kreis Woblau.

Schulzen Grüttner zu Karschau, Kreis Nimptsch.

Gendarmen Franke zu Mimstetberq.

Gendarmen Conrad zu Lisa, 511116 Neumarkt, und

Gendarmen Block zu Köber, Kreis Steinau.

Dem Dem Dem Dem Dem Dem Dem Dem Dem

Sk..§15111g1.Hohkft der x,“ . - d - . . ,. . *,- mar nach Bonn abgereist. P nz F"? "ck Karl "' uber W"

. Der bisherige Kammergerichts-Ajcffor Glöckner 1 um - siaz-Kon1missa1ius bei dem Land- und:,-'. Stadtgerichte zu sZBzitteane'r'g und der] Patnmonialgerichten des wittenberger Kreises, niit Anwei- sung semes Wohnsißes in Wittenberg, zugleich zum Notarius in dem Departement des Ober-Landeögerichts zu Naumburg ernannt worden.

Abgereist: Se. ExceUenz der General-Lieutenant und Com- mandeur dcr 41en Division, von Wedell, und .Der General-Major und Commandeur der 4ten Landwehr- Br1gade, von Corvin-Wiersbiyki, nach Stargard.

Uichtamtlichcr Theil.

Inland.

, Berltn, 2, Febr. Se. Majeftät der König haben Allergnä- d1gfi geruht: dem General-Major Grafen von .Pückler, Comman- „deur der „11ten Kavallerie-Brigade, dié Erlaubm'ß zur Anlequnq dcs 1hm verltkhe-nen Commandrurkreuzcs erster Klasse vom Herzbglich braunschwetgaschen Orden .Heinrich'ö des Löwen zu eréheileu.

Provinz Westfalen. Der We äli e erkur mel- Yet Folgendes aus Münster vom 30, Zanußrf: ,sZeitYKcstcm Abcnd :| 1111|“ Stadt wiedrr im völligen Besiy des schönen Rathhaus- Gebaudes, dessen vordcrer Theil in Folge der Eroberung Münsters durch Bernard v. Galen im Jahre 1661 in eine Hauptwache umge- wandelt war. Seat jener Zeit war der Stadt-Magistrat in die nur

durch zwä" schmcz1e Gäßchen zugänglichen Hintergrbäude dcs Rath- hauses zxaruckgcdmngt, dx“: oberen Räume des Haupt-Gcbäudes aber lagen Wust und leer.“ Em solcher Zustand konnte allenfalls der frü-

ßische Zeitung-

IU: po - In alten d und 2111- udes Hymn 6:71:11an :ys Edrei'e:_t_slr1ttd “ZT“ Berlin te xpe 1 tou rr . _ _ Zeitung: preuß. Friedrichxaraß e Ur. 72.

r 1847.

heren höchst einfachen städtischen Verwaltung nothbürstég genügen, ward aber peinlich bei der jeßigen umfassenden Einrichtung der- selben, die außer dem Magistrat und der Stadtvetordneten-Versamm- lung die Polizei-Verwaltung, die Armen-Kommission, vas Servis- Amt u. s. w. einschließt. Deshalb gelangte bereits unterm 13. Fr- bruar 1843 an den kommandirenden General des 1711. Armee-Cotps, Herrn General der Infanterie von Pfuel Excellenz, die Bitte des Magistrats um Verlegung der Hauptwache in die unteren Räume des yahen Stadtweinhauses, die, von der Königlichen Regierung 1111- terstiayt, bei Sr. Excellenz die wohlwollendste Aufnahme fand und unter so günstigen Auspizien im April 1848 die Genehmigung des hohen Kriegs-Minisieriums erhielt, Die zur Ausführung d.“ Maßregel erforderlichen Verhandlungen, so wie die baulichen Ein- rtchtungen,„kamen mit dem Schlusse des Jahres 1846 zu Ende, so daß dre Raumung des Rathhauses und die Beziehung der neuen Hauptwache auf den 29. Januar anberaumt Werden konnte, wo sie um 3 Uhr Nachmittags wirklich stattfand. Die städtischen Behörden haben 11111111? w1chtége Aufgabe, die gewonnenen weiten Räume in emea wurd-gen Sis der städtischen Verwaltung umzuwandeln.“

Nhein-Provinz. Seit dem 28. Januar Nachmittags hat der Etsgang bei Deny begonnen, drängen sich die Eismaffen des Oberrhems, welche bis heute den ganzen Strom eingenommen haben, solchergestalt, daß die Verbindung der User nur auf das nothdürftigsfe beschränkt bleiben muß. Man erwartet, daß in einigen Tagen der Drang nachlassen wird, und daß dann alsbald an den Wiederaufbau der Rheinbriiäe gedacht werden kann, deren Bauglikder in der Zwi- schenzeat wieder in den Stand gesevt worden sind,

Deutsche Eundcsßaaten.

Fnrstxnthym L1ppe. (2. Z.) _Ueber den Gang des Ablösungs- Geschafteo 1m Furstxnthum Lappe ergt'ebt sich aus amtlichen Notizen FolQendes: Alle 1116 zum Ende des Jahres 1846 vorgekommenen Ablosungen beZaufen 1111) im Ganzen auf 792,00() Rtblr.; die Ab- lösungen vermzndern sich aber von Jahr zu Jahr und hatten im Jahre 1846 emen Kapitalwerth Von 47,700 Rthlr., so daß sie über 37,00) Rthlr..we111ger als ixn Jahre 1845 betrugen. Diese Ver- nnpderqu bezjeht's1ch,19aup.tsach1ich auf Rauh- und Blut-Zehnten. Dte Ablosungspretse fur retnes Korn und für Zehnten sind rückficht- [:ck des„Jabres 1847 abermalß, und zwar höher als früher, gestie- g'xn; fur Roggen tft der Prets 11m 9 Spf„ für Gerste um 7 und fur Hafxr 5 Pf. pro Scheffel höher geworden. Die Verpflichteten, wclche m de_y ersten Jahren nach Veröffentlichung des Ablösungs- Geseyes, bemght gewesen, sind, rhre- Prästationcn abzulösen, haben durch, dre gesttegenen Pretse, namentlich der Körner, einen erheblichen Gewtnn gemacht.

,Den La-ndtagsth-p-utirtch sind von der Regierung folgende Pro- posittonen, mrtgethetlt, dae zunachst zur Berathung kommen werden.-

1) Emo dre authentische ertekprttation dcs §.4 der Gütcrgemeénschasts- Ordnung vonf1786 bctrcffcnd; 2) eine, betreffend die Abschaffung der An- zeigcgcbührcn m Forstbetrugsachen, so wie die Bestrafung des vierten und ferneren Holzdiebstahls; 3) eine hinstchtlich der Allodification von Lehm und 4) cine tückfichtlich der Catastration dcr Städte. In der ersten Pro- pofin'on handelt es [ich darum, ob die Gütergemeinschaft bei den Bauern auch so weit cintretc, daß derjenige, welcher eine Colona oder Anerbin hei- rathct, die volle DiSposttion des sonst in Gütergcmcinschaft lebenden Ehemannes über das Kolonat erhalte, selbstständig Kontrakte darüber schlie- ßcn, Schulden darauf kontrahiren und Prozcffe fuhren könne, oder ob in Abficbt auf solche Disyvfition die Gütergcmcinschast nicht eintrete und der Aucrbiu oder Colona jene verbleibt". Im Leben und bei den Aemtern hatte man nämlich bisher die (Hütergemeinschasts-Ordnung so verßanden, daß dem aufgrheimthetcn Bauer allerdings solche Disvofition gebühre, die Zuséiz-Kanzlci aber hatte in neueren Zcitcn eine andere Anficht aufgestellt und im entgegengesesten Sinn entschieden, indem sie von einer Stelle des §.4 derGütergcmeinschafts-Ordnung ausging, worin es heißt: „Außer der vorgedachtrn Erbfolge dcs längstlcbendcn Ehcgatten erstreckt fich aber die Gütergemcinschast bei den Bauern blos auf die Errungensckzaft“, und es

drohte dqdurcl) cine große Verwirrung in den öffentlichen Verkehr einzurei- ßen, wetl nun alle Dtöpofitionen aufgeheirathctet Kolonen, welche man

Fünfte Trio-Soiree im Saale des Hotel de Russie.

(Den 1. Februar.)

Unscrc kxilisck)e Thätigkrit Wild dieömal vorzugsweise durch ein zur Eröffnung des Abends exeknjiktes neues Tlio von W. Ekkardt (in [**-11111") beansprncht. Die Arbeit ist, als aus der Feder cines Dilettanten gcsloffcn, jedenfalls als cine vcrdicnftliche zu betrachten, um so mehr, da fie ciner Kunsfgattung angehört, welche zu pflegen sogar unsere heutigen Musiker von Jack) nur selten unternehmen. Uebkigcns trägt das Werk in seiner Totalität kcincSweges ein dilettantischcs Gepräge, Jm Gegenthcil, es bekundet ein ernstes, gediegenes Kunststreben, das fich oftmals recht erfolgreich in gelungener thematischer Verarbeimng und selbstständiger Stimmenführung offenbart. Dennoch schlt es nicht an einzelnen Zügen , denen der Stempel dcs Dilettantiömuö deutlich aufgedrückt ift, wozu wir gleich im ersten Sayc die Art, wie der Grundgedanke im Voß der Pianostimme zu den im Diskant akkord- mäßig angeschlagenen, gleichgültig erklingenden Achtelsnoten austritt, zäh- len, eine Manier, welcher fich anch Onslow gern bcfleißigt, die uns aber, nach unserer subjektiven Ansicht, der Wüldc der Gattung nicht zu entspre- chen scheint. Davon abgesehen, entwickelt fich iedoch das iniereffante Hauptthema auf eine fast durchgehend?) künstlcrischc Weise, während das zweite Moxiv ebenfalls anziehend erfunden und den beabsichtigten Gegensas hervorzururen Wohl geeignet ist, ohne indessen in vollkommenem inneren Zn- sammenhange mit der Haupt-Zdee zu stehen. Hierin, in dem Mangel an innerer Yedanken-Verbindung (denn äußerlich lassen fich wohl die hete- rogensten Gäse aneinanderrcihen), suchen wir den Hauptfehler der Arbeit, der fich, außer in dem eben bezeichneten Falle, am evidentesten im Finale geltend macht. Als flteßendsker, überhaupt gelungenßer Say erscheint uns das Scherzo (1)-1n011), sowohl durch sein charakteristischcs Motiv an m)d fur fich- als. wegen der echt künstlerischen Durchführung des lehnten. Hmfichtlich des (111 den Saiten-Jnsirumenten cou zoräini ausgeführten) Trio's dieses Scherzo's, das, mufikalisch ebenfalls, einen wirksamen Gegen- sas erzeugt, 'gilt obige, die Themen des ers1en Allegto's betreffende Bemer- kung. Geisbge Yermitteltrng fehlt auch hier, obwohl sich das Mufiküück als effektvoll bewahrt, Nächst dem Scherzo möchte das Adagio ([Z-ck"*“)

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der, anztehendste Saß sein. Er zeichnet sich durch melodiöse Führung vor- thetlhaft „auß (wahr-rnd das melodische Element, eine merkwürdige Erschei- nung bn xanem Djlettanten, im Uebrigen nicht vorwaltet) nnd interesfirt außxrdxm m manchen schönen Einzelheiten, ;. B. durch die Art der Wie- dcrszuh'rung de6 Hauptgedankens, der, beim erstenmale dem Piano zuer- tl)_e1lt,-be1 der thdcrkehr in. den Saiten-Jnstrumenten nnter harmonischer Fxgurtrnng- des“ Ptano anftntt. Der [este Sas entbehrt des natürlichen Flussxs '(ww wtr schon oben andeuteeen) am meisten; doch müssen wir die sorgs«1l1xge_Veratbcitung der Motive und das daraus erfichtliche Streben nach-emhensvoller Gestaltung anerkennen. Das Trio, durch die Herren Stetseonsanojd und Gebrüder Stahlknecbt zu Dank außgeführt, machte durch semcq uberwiegend Gutes bergendm Inhalt.:inen befriedigenden Ein- druck auf 6-1e-Ve'rsammlung und erfrenté sich sogar lauten Beisaus, Den ubngcn Theil des “Abends füllten dns erfte Trio von Beetho- ven m lIz-äur und ein Trio von Schubert in 13-411... 2!

Zur Kunft- Archäologie.

Ornamente aller klassischen Kunst-Epochen, nach den Orrginalen in ihren eiganbümlfchen Farben, dargestellt von Wilhelm Zahn, Königlxpxeußischem Professor u. s. w., 1:31:13 Heft. 2),- Tyaler. Berlm, bei G, Reimer. 1817.

Unter den günstigsten Verhältnissen war 18 Herrn Zahn bei seinem vier- zchnja'hrigen Aufenthalte jenseits der Alpen vergönnt, zehn Jahre lang in den im Jahre 79 nach Chrißi Geburt verschütteten und seit den Jahren 1711 und 1748 theilweise wieder aus eqrabenen Städten Htrkulanum und Pompeji zu wohnen und dort die Für die Kunß interessantesten Gegen- stände, vorzugsweise die antiken Malereien in ihrer ganzen Farbenpracht, gleich nach den AuEgrabungen nachzubilden; so entftand die Grundlage zu der reichen Sammlung seiner Studien, die jest Gemein ut det anzen Kupsiwelt werden. Das dreizehnte Heft dieses zweiten 16! Kunß und Waffenschgft wichtigen Prachtwerkes, aus fünf fatbi en Tafeln und einer Tafel erlauterndem Text bestehend, liegt vor uns. ehm: der schönsten annkcn Wand- und Decken-Maletcien aus Pompeji und Herkulanum, so wie eine Auswahl der geschmackvollsten Decken- und Wand-Malereien us

Giulio Romano zu Mantua, sehen wir hier in ihrer anzen arben ra 1, Da Herr Zahn schon seit einiger Zeit sein großes PrßchtworrkT,k „Popmpéji, Herkulanum uni? Sabine“, in 20 Heften ganz voUcndet hat, so dürfen wir hoffen, auch dxcscs Werk recht bald ganz vollendet zu sehen, indem alle Kraft'e der techm1ch111 Ausführung, die früher bei jenem Werke thätig wa- ren, jetzt auch bet dtesem Werke, unter Herrn Zahn's persönlicher Leitung, angcwccht werden können.

Fur Kunst-, Gewerbe- und HandWerks-Schulcn, so wie für Fabrikan- t__en, Baulabhabxr, Architekten, Maler u. s. w., ist dieses Werk, welches agypttsche, gmchtfche, römische, arabische, normannische und mittelalterliche Ornamxjnte, und zwar alle in ihrem cigenthümlichcn Farbenschmucke, enthält, vonz großtcn Nasen. „Dem seit dem Jahre 1827 dnrch Herrn Zahn ein- gefuhrtcxz farbtgen Sxemdkuck hat man es zu verdanken, die farbigen Blät- txr m daeser Vouxommenheit ausgeführt zu sehen, wodurch eözugleicb mög- 11,ch gewochn, em solches Heft zu dem Preise von 21 Rthlr. herßcllen zu konnen, wahrend es. wrnn es mit dem Pinsel ausgemalt wäre, wenigßens Z0uRtylr. kosten mußte. Aus den verschiedenen Tafeln find folgende Dar-

r ungen:

Taf. 61, Eine graziöse horizontale Decke mit reich bemalten Stuck- grßmsen, in dcr Vina di Activ Diomede zu Pompeji, ausgegrabcn 1774' Herr Zahn bemerkt im Texte, daß dies die einzige bis jetzt noch “hast?"? horizontalc Decke in Pompeji ist und fiel) in einem 31mm“ 1)" *.*"mm Räxtme nach dem Garten zu befindet, über dem Thk11k„d“s§“u“'s* '" wel- chem man noch 20 Menschcn-Skelette vorfand, die M m d'ks€",Thki„l„ des Kellers bei der furchtbaren Verschüttung im Jahre 79 "* Chk's" skfiuch'“

atten. . , . ,

Taf. 62. Eine der geschmackvonsten Wände .m gr1ech1schen Styl, in der Casa de' Bronzi 311 Pompeji, ausge “b“" 1833“ welche mit 3" den schönsten Wänden in Pompeji zu zäblxn * - D.,“ Gm» “' Haup'f'w“ ist 'dunkelroth mit den eleganteskkn skßk'ch geschmucktezt Saulen, mit bemal- „n ionischen Kapitälen durchbrochen. Der Oberthul der Wand, ebenfalw auf dunkelrothem Grunde, bikdet bema1te Giebel und Friese von Gebäuden. mit Darüellungen auf den Kultus des Bacchus fich beziekend. , Unten ist die Lamhxjs aus schwarzer,? (Fraud: in verschiedene arch tektomsche Felder

“1 allerlei Laubwetk einge "„ * .. mo Taf, 63, Zwei der schonsien Wand: auf blauem „Grunde zu Pom- peji. Die eine Wand mit der schonen schwebenden Tanzerin, in deren