1847 / 35 p. 1 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

Ukk laßt Jeb zur iZeit noch zu wenig übersehen, als daß es tbunlich uud texthsazu ware, deu_elben zu einer beßtmmten Summe zu veranschlagen und die ßa-rdtsche Ermachtigung zu deren Verwendung zu beantragen. ,

Die Regierung hat xedoch nicht unterlassen können, auf den fur die Staatskßffe muthmaßlich bevorßehenden außerordentlichen Auswand,vor,- ]aufig bmzyweisen, wogegen die nähere diesfalfige Nachweisung, so wie die S„telluug eines die Deckung desselben bezweckenven Postulats, einer an dre nachße, ordentliche Stände-Versammlung zu machenden Eröffnung vorbe- halten bleiben mußDreödtn, am 17. Januar 1847.

Rußland und Polen.

St. Peteerurg, 25- Jan. Sk- Majestät “LK“"s" b"? mittelst Ukases vom 26, Dezember dem dirigirendewSrnatk dk?! Verordnungen übergeben, mit dem Befehle, dieselben "1 Vollzug JU seven, und zwar: eine Verordnung, die Eintheilung d“ transkzmka- fischen Provinzen in administrativer Hinsieht brirefsend, 1,41") zum “"“ dere, durch welche die Verwaltung der durch die erste dkkskk Verord- nungen neu geschaffenen beiden Gouvernxments, Kulaiß und Der- bent, geregelt wird. Gemäß der ersten dieser Verordnungen werden die transkaukasischen Provinzen in vier Gouvernements getheilt, in die Gouvernements: Tiflis, Kutaiß, Schemacha und Derbent. Das Gouyernement Tiflis wird aus den nachstehenden Kreisen des gegen- wärtigen _czrusino-imeretischrn Gouvernements bestehen: Tiflis, Gori, Telaw, ,Stgnach, Elisabethpol, Eriwan, Nachitschewan und Alexandro- pol. Mix leßterem wird der von dem ackalzychschen Kreise geschir- dene Bezirk von Achalkalaki vereinigt. Die Landschaft der offetischrn und tuschaqo-pschawo-chewsurischen Vergbewohnrr gehören, wie frü- her, zu diesem Gouvernement; dcögleichen bleibt die Stadt Tiflis Haiiptort dksselben. Das Gouvernement Kutaiß wird aus folgenden Therlrn dcs gegrnwärtigcn grusino-imeretischen Gouvernements bc- siehen: den „Kreisen, von Kutais; und Guriel, den Kreisen Abbas- Trzman uni? (xbertwtß mit d,er Stadt Achalzych, zu deren Bezirk sie erber gehorten, ,den westlich vom Berge Chepinischewi gelegenen Yorsxrn dcs ,gorischen Kreises und dem Paß von Mamissoii drs ossett,]chcn Bezirks, Mingrelien und Swanetirn werden qlrichfallö zu, diesen) Goiwernement gehören, zu dessen Hauptort die Stadt Ku- tatß beslimmt isi. Das Gouvernrment Schemacha wird aus folqcn- den Kreisen der grgrriwärtigen kaspischen Provinz gebildet: Sibir- w„an, Karabach, Schekt, Talysch und Baku. Der Kreis Sibirwan er- halt den Ramin Scheriiacha, der Kreis Karabach den Namen Schu- scha, der Kreis Scheit den Namen Nucha und der Kreis Tawsch den Namen intquan. Der Bezirk Von Salian wird von dcm ch- grnwariigen Kreise Schirwan getrennt und dem Krcisc Lenkbran einverleibt. Der Hauptort des Gouvernemrnts ist die Stadt Alt- Dchemncha._ Das Gouvernement Dcrbent wird aus den Kreisen Der- bent, und Kuba der grgenwärtigen Provinz Kaspien qrbilrct, dcn Bezirke!) Samar und Dargo, den Besißungen von Kira und denon der Kajikumyken, so wie den übrigen südlich vom awarischen Koiffu gelegenen Landschaftkn Dagestans. Die Stadt Derbent ist der Haupt- ort des Gouvernements, durch dessen Einrichtung die Militair-Brzirkx- Verwaltuyg won Dxrbent ,aufgelwben wird, Jedes dieser Gouverne- mrnis wird unter einem Kriegs-Gouverneur stehen, dcr zuglriil) dic Ciwl-Veerliung leiten wird. Er hat dieselbe Militairrxcwalt, wie solche den thegö-Gbuverneuren der Städte ertheilt isi, iim) diesclbi'n Civilgercchtsame, mit der die Civil-Gouverneure in den kaukasischen Propmzen bekleidet sind, Gemäß dicsrn Blstimmunqen nimmt der Civzl-Gouverneur von Grusien unk errrtirn im "Titel eines die erl-Verwaltunq leitenden Kriegé- Gouvernems von Tlsliö an und der Cbrf der kabpischcn Provinz ken Titsl (MLS rir Civil-Veiwal- tung lettendrn Kricgé-Gouberneurs von €chrmach3. Ter Gehillse ZIS Chess dieser lrßtcren Provinz wird künftig V::e-(YOUverneur von Gchcmacha benannt.

Frankr-i-h-

Paxls, 28. Jan. Das Portefeuille wrist, wir schon rr- wahnt„mcht undrrltlich aus eine nahe „Kriss im Schoße der Verwal- lurig, hm, und sche;nt sich jrßt, während es früher fiir ein Organ des Ministeriums galt, auf die Seite des Grafen Molé und sriiieo Llu- hangrs wenden,z,u wollrn. Es klagt über Symptome einer Wandr- lang 111 der P0llkkk drs Fkabinris vom 29. Oktober und rüqt nament- lich Mehrxres in dem Benehmen des Herrn Guizot währendbcr Adrrß- Debatte m der Pairs-Kammer. So sagt es unter Anderem:

„Was Herr von Montalembert (in der Diskussion des Paragraphen uberKrakau) vorbrachte, entfernt fich Wesentlich von dem Inhalt der Pio- testation, deren, gemäßigte AUSdrüch und Weise Zurückhaltung wir gelobt haben. , In seiner Verwahrung ruft Herr Guizot den guten Glauben an, der fich m Befolgung der Verträge kundgebe, dabei bcmcrkend, er für seine Person, werde streng daran halten. Wir allein haben inmilten aller Dc- clgmgtionen der Presse,diescs Verfahren, das eines wahren StaatSmanncs w„urdig war, laut gepriesen. Darum Waren wir um so mchr erstaunt und bochst schmerzlich beruhri, al? wir hörten, wie Herr Gnizot dem Herrn von ))kontalxmbert fast Glycf wunschte, als dieser ein wahrcs Requifiwrinm ,gegen die Hose von Wien und St.Peteerurg schleuderte. Zsolirunq! So ist es: Zsoltrung Wild„alé politischrs System der Regierung dcs Köniqs Kim hochslehrnden, versandt c,n Männern gernthen. Zsolirung soll künftig s(ZäPtolM: Unes Mimstch em, be!?en versöhnlichen Geiß Europa sicts gc- ensuhlg", ?„solirung ruhmt er sich heute in praktische Anwendung brin- igm Hiin'ls'innetili Gedrnzgenx Schmeichlcr mögen diese plöyliche Aenderung Himlmel'eibxberith, FF,? WtZY'eYTitYkelmForphost, anrühmen und bis zum

„* „_ a en u ' ' Emgebungen ,cmer ublen Laune,; wir werdennsuntxlléitichkimgrccbßxiichTxk7i1ff21rx zu Apofteln emer von den Umständen beherrschten Politik, einer Politik, die

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reichs kompwmitiiren würde. Zit gesellen uns nicht !eibmschastlirbeu Ge- simzuugm, entßaudm aus eine: Au eublitk blinden Intbums. Wenn ein Gtxß des Schwindels sich j ru igsieu, durch Erfahrung gereistesien Manner ['Wir-Rigi, und zw 'n dem Grade, daß eine ganze Versamm- luF'g- sv bekuhmt durcb Weis ' und Einsicht, die Haltung verliert, wollen wir unsererseits Wenigßens uman die Uebctlieserungm einer Politik des gesundrn Menschenverßandes K der Mäßigung halten, überzeugt, daß d" c,n,tschttk,ende Einfluß der große Interessen des Landes bald zu dieser Po- int,! zurucksührm wird. Im Fre 1841, als die Schwierigkeiten beseitigt schienen, welche aus der orientcschm Frage erwachsen waren, als das Ka- bt,net vom 29. Oktober unterhepelte, um Frankreich in das „europäische (Junvernehmen“ zurückzubringentmpfahl die Oppofition die Po|itik dcr Zso- lirimg und, verlangte, man mke gerüstet sein und aus sciner Hut bleich. T*“Usc Politik war gar nicht na dem Geschmack des Landes. Die Isoli- runs w,“! ihm schon zu drücken grwoidrn, die !onscrvativc Parici batte karin thrx Hauptbeschwerde gem das Kabine“! vom 1. März gefundcn. Tas Kabinet vom 29. Okiober indem cs der Jsolirung Frankreichs ein Ende brremte, hat einen großc.Dicnst geleistet; es wurde dafür belohnt dlkxch dlc Landhafre Unterstüsm, der Majorität. Hätte es nicht so ent- schieden beigetragen, Frankrcichmit Europa zu versöhncn, (“5 würde nicht mz ficbrnte Jahr am Ruder gclicben scin. Will man heute, nach so [an- ger„Qancr ciner Nuhrzeii, rie jr unschäsbar galt, als man fie erlangie, znrucksallen in den Fchlcr, der Kun Tbicrö und seinen Freunden so bitter vorgzwbifey wurde? Wäre die 'agc der Dinge nicht an fich schon äußcrsi sckkwtci,|g, po wiirde die Tisiuéfin in der Pairs-Kammer fie vielleicht noch verschximmert haben. Es find dbei wirklich sehr ausfallcnde Worte gefal- len., Der Herzog von Noailleö vat gesagt: „„Was man das System der kngilsch)k,l1 Allianz ,ncnnt, die inige und daurrndc Eintrawt drr französi- ,schrr,1 mit der „engltsrben Politik, | eine Täufchnng , eine faliche Idee, die ich immer bekampst habc.““ Abr der edlc Pair hat fich wobl gehütrt, zu sagen, ob ,er wohl dcnfi, daf: Fankrrich im Augenbliä die Wahl babe in min:! Allianzen; ob er gkaub, cin Verinch, sicl) dcn Kontincnkal- m,achtcr1, zu nahcrn, werde gelinga. Man Wciß ja, daß dirs scin Wunsch sem wiirde; wcnn er das Vcrlangn danach nicht ausspricht, so hält cr fich wobl ubcrzrngt, es sei dies iibefliisfig unter dcm grgcnwärtigen Kabinrt. Tie atsfallendftchdc war inztrsclycn doch die des Herrn von Broglie. Vrrglmcht man ste mir dcn Voxtrc'gen deo cdlcn Herzogs, die er vor mri)- rcranahrcn ebenfalls in der Pars-Kammer gehalten hat, so crscheint ße (112,3 cm Gewebe von Widersyrnchei. Herr von Vroglic greift mik cincr Art Lr-chtsertrgkett zur Politik dcr Jsoliung. Es ist noch nicht lange hct, srit dix blobc Erwähnnrig dcs Wortes .,Jsolirnng" bei Herrn von Vroglie iro- 7111chc oder nes verächtlirbe Brmetkmgen bcrvoxxief. Henke verfolgt er die- jenigen, dir semc iieite,*)_1?kii1uiig niht thrilcn, mit bittrrcn Sarkcwmcn; die Psklic- MU)? kk Üb,sch1ci7k, smd zun Theil gcgen das Kabinrt von St.Ja- mrs Jfklchtlt. Wir bcklagcn dies sehr: die Worte eines Staatömannrs, drr cine namhafte Rolle gcspir)! hm und längcre „Zcit iibcr ConscilE-Präfi- dmr war, wcrden im Aklölklkd strci-igcr Prufung unterzogen. Hcrr von Vrogltc ist ein chrcnwrrthrr Mann, von einer iibrr j-ckcö Lob erha- bcnrn Redlichkeit; abcr cs flhlkll ibm dic Eigcnschoftrn, dic dcn Staatsmann bildcit, (Lr brtrarbtrt die Dinge von dar abstrakten Seite, hat viel Trockenheit u::d Hrrbr in seiner Manier, bersicht sicb 11icht (Ulf die Praxis der Verwaltnng, bat die becngten Anfichwn cines Politikers, dcr seine Juspirationcn aus dcr gcnsrr Srbulc scbbpft; er cntbrcnnt fiir eine Idee, ohne danach zu fragen, ob fie ausführbar ist*, Zeigt fiel) ihm eine Frage: von der dornigcn Seite, so Wendet er sie bcrum, trotz drs gewandte- stcn '»éophisicn, und mcint damit nicht;; llcbcles zn thirn. Ein solcher Gris, nnd wäre er mit den rcichsirn Fäbigkcitcn begabt, mag eine Lagedcr Dinge nicht verstehen, die Takt, Geschrck und Grfiigigkcit in den Formen criordrrt. Es wandert uus gar-nicht, daß fich Herr von Broglic iiber alle Maßen kowpromiitirend gczcigt, daß er zur Politik der Ztolirimg gcratln'n bat, weil er, mrbt im Stande wäre, eine andere einzuschlagen und zu behaupten. Dcr historischen Darlegung des Herrn Gnizot find wir mit äußerster Auf- nierksamleit gefolgt. Er hat geniigend bewiesen, daß die Politik der Re- gtcruxig bei den spanischen Heiratben fich in den Gränzen [ovaler Handels- wcrsc gehalten hat. Schade nur, daß mehrere ungliickselige Ausdrücke sri- ncn_Vortr,ag entstrllcn. Herr (Hnizot will in einer „allgemrincn Freund- schaxt“ mat England verkehren", wir fürchten, ein solches Vcrhältniß wird viele Authmcn zulassen. Anspielend auf die Beschuldigung, wclche fich Ford,)cZaninßon erlaubckt, hat„ Ils habhe dielfileZÖfiYhe Regierung bij dcn pemu en . ciral n ni i a | ri „rig gr andet, at . crr Gui ot erklärt er "'/' “"" A*"OYÜ'JMI “,s ""e ,„*)kicderträcl)tigkcit“ an, zWahrlich iinc solche Sprache ist nicht geeignet, den G [1 ' ““ Staatsmanns w,.c Lord Pal „, _ ro i'll!„es ,so [richt ;_u erzurneudcn "Mio" 117, zu brianftigcn. Wir [,)äkll'll gc-

wiinschi, cs wäre kcinrriri chrimmmro" ..... „„.. «...... .;..„„ «".-„413.75 gckommrn, dcr ficb im Uebrigen so schr auszeichnet, dllkci) crnstc und wür- digc Sprachr. Das englische Parlamcnt bat uns in dicser Vrzirbimg so eben ein nachahmutigswrrtbcs Brispicl gegeben: die Drbaitrn iibrr dic Adresse an die Königin trugen den Charakter rnhiarr X).)kiißignng; dic Mi- nisier zrigtcn dabei cine löblichc Zurückhaltung. Was is? bei dcr gci'ciztcn Stimmung der englischrn Negiernng und der syftcmatisrhrn Entfernung drr Kontinentalmäcbtc 311 thun? Dcr grsumbc Vcrstand girbt Antwort anf dicse Fragr. Frankrcich bat in dicscm Aitgcnblick nicht die Wahl scincr Allianzen; es mus: fich darum, tm: drr Politik von 1841, nicht vrrfcindrn mit drr citizigcn Macht, mit niclrixcr cs noch nacbbarlichc Verhältniss nn- terhaltrn kann. Das Ministerium vom 29, Oktober mag zusehen, ob es im Stande ist, dir giitei1Vcr15-ilttrissr mit England wicdcrhrrzusiellcn. Vcr- mag das .li'abinct Gnizot dic Schwierigkciten dcr Lage zu bcwältiqcn? Jm brjahrndrn Falle mag es am Ruder bleiben, Sollte es abcr fiiidcn, daß cs untcr dcn gcgrbrmn llmsiäUdrn dic Sichrrhrit der Krone nnd dcs Landes nicht vcrblirgen kann, so mag es durcli sein Abtrctrn kostbare Zir- trresscn wabren, dir es stctö so gut 311 würdigen vcrßanden hat. Es ist an ihm, zu untcrsucbcn, ob die Rolle, wrlchc es 1841 iibcrnommen und durchgefiihrt hat, nicht licisje bcsscr andcrcn Händen übcrlnsscn wiirde.“

Bei der Audienz, webbi: der französische Geschäftsträgcr Cba- slrau beim Sultan von Marokko hatte, erschic'n dicsc'r auf einem wcißkn Roffc, umgkbcn Von srine'm Hofstaatr, und empfing so den legeordnexen. Der Kaid Dschilclli stellte den ?lbgc-sandten und drn

DolmrtschcrURUMI dem Siilian vor, ivrichrr zunächst seinrn Dank für ,der! glanzcndrn Empfang aussprach, der seinem Gksandten zu Parts gkwordrn war. Herr Chax'tcau dankte dann auch dem Sultan

wir verderbenbringend nennen diirfen, weil sie dre ganze anunft Frau!-

für die glänzende Aufnahmr,

die ihm auf dem ganzen Wege zu

Theil geworden. Der Kaiser beaniworieie dies mit den Worten: „Dies ist, weniger, als ich thun wollte, um deinen Herrn'zu SRM“ Diese mit starkem Nachdruck gesprochenen Worte schienen auf den Lanzen Hof lebhaften Eindruck zu machen. 'Der Sultan sprach dann olgende Worte: „Obschon ihr Christen und wir Muselmänner sind, halte ich Euch für die besten unserer Freunde.“ Bei diesen Work?" malte sich wahrhaftes Entsetzen auf Aller Züge. Der Geschäftskkä“ ger verlas dann eine Rede, worin der Zweck seiner Mission verzeicb "kk war. Ek Übkkkkikhte dem Kaiser die Geschenke drs Königs, dan" sein Beglaubiguugs-Schreiben, das der Kaid cntgegennahm. Er * die Versicherung, daß die Ereignisse des legten Kricgrs aus er.. erthum entsprungen, und daß er an einen dauerhaften Frieden zwr- schen bcidrn Ländern fest zu glauben sich veranlaßt finde. Nachdem Herr Rochkö sehr laut die arabische Urbersetzuug drr Anrede verlesen, rief der Kaiser: „Ja, den Frieden, deu will ich, Nienmnd kann am Frieden zweifeln.“

Uckeinigtc Itantcn von l?ord-Amerilia.

London, “.?-*“). Jan, Die mit drm Pakcischiffc „Anglo Saxon“ aus Boston vom ,'“). Januar cingcgangcnen Nachrichtrn mrldrn, daß das Vicpräskntanten-Hnus des Kongresses der Verrinigtcn Staaten am ".I. Januar den Antrag auf Erhebung cines Zyliss von Ther und Kaffee mit “115 gegen 48 Stimmen als migcrignct (irjt'xipL-jieknl) und zwar ohne alle Debatte zuriickgewicscn hat. _ Die Sub-Trra- sury-Vill war in Kraft geirrtrn. _ Nach dem Boston Tai. Advrrtiser sal) man einer Botschaft des Präsidciiten an den (“7 nat entgegen, in lVé'lchl'l' die Ernennung cines erirral-Licurenants zur Uebernahme dkö Beschlö iiber die im Felde stehenden Truppen vorgrsiblagcn wcrden soll. Der höchste Rang im Heere dcr Vorei- nigtrn Staats]: ist bis jest bkküUkltlich der des Grncral-Ms-jors.

Grucml Scott war am 13. Dezcmbrr von Nrw-Oalcaiis nach Tampico abgsgangcn, Nack) dcn chtcn Bkkichtkll aus Tmnpico soll sich in dcr Nähe der Stadt e'iii bcdcutkndcö Coaps mexikamschcr Ka- vallerie grxcigt habrn. Von Matamoras aus hatten sich zwei ame- rikanische Infanterie-Regimenier und ein Kavallerie-chiim'nt, im Ganzen 1800 Mann, über MOEquctc auf den Marsch nail) Tampico begeben, Ju Matamoraö herrschte Krankheit nmrr dcn Trupprn. Die Straße von Camargo 110chMon€crry war so imsiclzrr, daß meh- rere Amerikanrr ermordet lvordrn warm!. Ans Monterey erfährt man, das; Gcricral Taylor am 12, Drzcmbcr iibcr Victoria mit einer Division und cinem Thril ciner Brigade nach Tc-mpico aufbrechen wollts. (Hklll'käl Urrra soll mit ()!)!th !).)?cxikanrin in Viciwia, San- tana mit 28,000 in San Luis stehen. chztrrcr ham", wie heißt, ?lmpudia und andrrc Offiziere wagen Frighcit vribaficn ln,",*.n. Dcr amerikanisihr Mneral Wool stand in Pari'ao, (Hinrial Worth in Saltillo.

Ji: eriio hatten nruc Unrubrn st*.?ttge'j.llildl'7k. Tnbsöco, un- zufrieden r.".mit, bci Dem Angriffe ch Commoborc Pcrw biilsloö gc- lasscn worden JU skin, hatte sich fiir Unabhängig e'rklm't. Yucatan war in Vollrr Zinsrkgtmg, und in Crimprcbr ljnttc das Vbik sich gi:- gi'n dic WicdcrvrrcinigiUig w.:t dcr Criitralc:)lcgie'rimg offcn mwg»

sprochrn.

Eisenbahnen.

Paris, 21). Jan. Dic Rrsnltate, wclchc bi,!“ vochsicrn abgehaltcncn (Henci'al-Versammlung dcr Actionairr dll" Ceji'ubabti vba Paris nach Rouen durch danrricyt des Scerctaiis dcr Grscllxclmsr, Herrn Thibeaudcau, über den Betrieb dicser Eisenbahn lvähl“c:'.k)_dt's zweiten Semesters drs verflossenen Jahrrs mitgetheilt worden ]inb, müssen als rutsrhicdcn giinstig betrachtet wrrben und wmrrt am!) die llrsachr, daß die Actien diescr Bahn gestern, wiihrend fast alle: Pa- piere Neigung zum Sinken zrigten, ihrrn fcsicn Stand behauptcirn und sogar iioch stiegen. DicGrsammt-Einnabmrxi drr scrbé» Monate", «. ----“* 'N'" "4! 57.1iner 1510 schloss", Habrtr sick) axis 1,0372996 (51.12 Cent. und die Alnogaocn 1lils Y,;)«2d,i)".“'.f ('m. “.):." C..“. b.- laufs", woraus sich also ein Gewinn Von 2,1151),-i7.5 (Fr. 21) Cent. ergiebt, der in folgrndcr Weise zur Vertheilung köxnmt, niimlich

]) Zinsen fiir () Monate ............... é!lii),1ii)1| Jr. _ Cc'ni, *.?) “1 pCt. fiir die Schuldentilgungs-Flassc 180,00!) _- 3) Bezalxlung von 111311174; Fr. 21) Cent., nämliä): .“!) eincr; Zrbnirls an die Gründer . 1.112,01?" ,. ck31) ;- kx) vonncmchbntclairdic Actionairc 918,1“.75 €)!) *- Zusammen ..... 2,11141,-17.Z (Fr. 21) Crin, Tie Aciionaire iverdcn cine Dividende Von 25 Fr. 25 CM. fiir dir “.)lciic rrimlten, die vom 11), “Februar cm bci dem Vanqnikrbanse Charles Lafsittx in Empfang genomnicn w:“rden kam!. “Die Gesrll- schaft verlangte zugleich Ermächtigung zu Anfimbmr rincs Llnlchcns bon .*") Millionen, um den Waarrn-Statiowcn zu Bi'itignblle'i;l ((unmit- telbar vor dem Bahnhofc Von Paris) und zu Roux" größere Aus- dehnung zu geben und cin brträrbilichcrcs Material an Wagons und Lokomotiven anzuschaffrn, zahlreiche Ausivciibc-Stationkn längs der ganzen Linien zn errichtcn und endlich alle Auögabcn zu dcckrii, Welche die durch die nahe Eröffnung der Bahn von Rouen bis Havre? be- vorsichrnde Vermehrung drs Vérkcbrs Verursachen wird. Dock) soll dieses Anlchen nicht dnrä) Obligationen negoziirt wrrdrn, «"ins Riick- sicht auf den prekären Stand des Geldmarktcs. Das Anlcbkn wurde mit Majorität genehmigt, und der Bericht fand giinstige Auf- nahme.

Allgemeiner Anzeiger.

Ekkanntjnashungcn. [849] Subhastationo- Patent. i [851] E d i k t a 1 - L a d u n g, 13- , Rothwendigcr Verkauf. - Nachdem in Folge ein ctrctenrr Xnsolven -Erklärun [95] Nothwcndtger Verkauf. ]" [!:-'mit") den 19. Mai 1847, Vormittags 3" dem Vcrmögrn dcsgSchneidcrmeisterszMichac?

Das im Conißrr Kreise belegene Allodial.§)jjnc Zastrzembie Nr. 68, landschaftlich abgeschäyt Y:: 21,138 Thlr. 8 Sgr., 4 Pf., und das im Schweßet Kreise bele ene Allodml-Rittergut Brzencxeck Nr. 17, gas 5518 hlt. 5 Sgr. landschaftlich abgeschäßt, sollen 111 termsno den 30. August 3, 10 u r, Nachmittags von 4 Uhr ab, an ordentlicher Geri tssielle vor dem Deputirten, Herrn Ober-Landes- gerichrs-Rath Lepser, im Wege der nothwendigm Sub- haftatwn auf den Antrag eines Miteigenthü'mers ver- kauft werden. Hypothekeuschein und Taxe find in un- serer Reßißratur rinzuseben, und werden alle unbekannte Real-Pratendrnten bei Vermeidun der Präklusion zur Wahrnehmung ihrer Rechte vorge aden.

Marienwerder, den 9. Januar 1847.

Civil-Senat des König!. Ober-LandeSgerichts.

H(?ndljhsxhlmv Nameittags 4 Uhr, sollen _ dem

ge worenen oma ms c öri _ an " r " Gertclitsstclle sxibhastirt wxrdrnéh 3 Off "“W" 1) das Erbpachts-Grundstürk zu Zobanniökorf von 14 Myrgrn 299 [IZKutheu lulmisch, abgrschäyt

I„ Vormittags von , auf 1833 Thlr. 10 «gr.;

2) das Recht auf Gewinnung des Eigenthnms von dem Grundstücke Groß Weide Nr. 9 mit 1 Hufe Morgen 104_[:]Rutbcn !ulmisch _ die bisher zu ;ettemphitentiychey Rechten besessen worden _ LT,?Ü5YZynT-hönd7WÉrthschaftsgebäudcn, abgeschätzt . r. . e " "-

mm 1!- einzusehender? Tu„Xf g maß der im Bu

Marienwerder, den 20. September 1846. Königliches Land- und Stadtgericht.

den, aus den 2 1. J u n i

zu bescheini en, mit dem be

ßen, hierauf den

M uschick zu Budisfin dcr Konkurs-Prozeß zu eröffnen geweiet); als werden alle brkanntcn und unbekannten Glaubigcr nurgcdachtcn Mulchick's, so wir Alle, wclche an depselben und nunmehro an dessen KonkitrSmaffc aus irgend cit'em Nechtögrunde Ansprüche zu haben vcimcmxn, hiermit öffentlich und peremtorisch vorgela-

1847,

als dem festgesesten Liquidations-Termine, zu rechtcr friiher (Herichtözcit au Domstifts-Kanzleistrlle zn Bu- disfin persönlich oder durch gehörig legitimirte Bevoll- mächtigte bei Strafe des Ausschlusses und bei Verlust ihrer Ansprüche, so wie der Rechtswohlthat der Wie- dereinsevung in den vorigen Stativ, zu erscheinen, ihre Forderungen und Ansprüche l?ehdrF anzumelden und

sie ten echtsvertreter hier- über, so w : wegen des etwanigen Vorzugörechtes un-

ter üch binnen 6 Wochen zu verfahren und zu beschlie-

J u l i 1 8 4 7 der Bekanntmachung cines Präklusivbcschkks 1" Bk“ treff dcr Nichtrrschicnrnen, zu versehen. MMU" de'" 3. ?lugusk 1847 der Jnrotulation der Akten und dcrcn Vcrscndung nach rechtlichem Erkenntniß, und den 5. Oktober1847 dcr Publication cines Locasions-llrtcls oder nach Bc- finden Bc1cheides zu gewärtigeir. Uebrigens haben auswärtige Glänbigrr zu Annahme künftiger,anertigungcn und Erlaffc gehörig lrgitimirie Bevollmächtigte zu bcsirllcn.

Domstiftsgerichtc zu Budissiu, den 14. Januar 1847, (l.. 8.) Hartung, Synd.

das Akkonnement beträgt: ? khlk- fiir ' Ja r. 4 Rthlk. - ZINK, 8 mhtr. - 1 Jahr. in allen Theilen der Monarchie ohne prris-Erho'hung. Jnsrrtions-Gebühr fiir den

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Allgemeine

P W U ß [fck e , Z eitung,

Berlin, Donnerstag de4'“" Februar

Alle pak! - Ansinnen des In- und Aus andes nehmen Seßellung auf dieses Blatt an, für Berlin die Expedition der Allg. preuß. Zeitung: Friedrithsßraß : klr. 72.

Von dieser Nummer der Allg. Preuß. Ztg. smd Scparat-Abdriickc zu 23“ SIN all!“ unserer Crpcdition, Friedrichskflraßc Nk- 72/ 3" haka-

J u l) a l !. Zlmltliécr Theil. QU au . Berlin. Patent, die siändis en Einriätri _ „,:Berordilung ,iiber ,die Bildung des Vccrheinigten I)abidtgciexeökTchÜ-Ykiork- „nung aber die pemodischc Znsammrnberufnng dcs Vcreinigtcn ßändischrn DillleULZsses, und desen Befugnisse. _ Verordnung über die Vildun emer fiandtscbrn Deputation für das Staatesckmldcnwesen, _ Rhein? Pro_vinz. E1ögar1g_ des Rheins. _ Wicdt'rcröffnung rer Schifffäbrt Dejjtxck)?" Bundesstaaten. Fiirstrnthum Lippe. Landtag '_ OFsxtelc YZbeervixen. Yürgcrmcistrr-Wahi. * . * e errct t e . onar pie. Cirkul rcl ' "- sung der, Zchmen und Jrohndcn. a s "Uhr" 111 Betreff W- Ablo Frankreich. Paris. Gctraidc-Vorräthc fiir die Armee. _ Expedition nach dem All1,l1l0n1'11s11'0111. _ Schrkibrn aus Paris. (Schwankungen unter drr korirervaiivcn Partei“, die Fractionrn dcr Opposition.) Großbritanien und Irland, London, Ernennung. _ Parm- mcnts-Bc:handlungen. _ Jrläuvischc Noth. _ Papiere iibrkakau. _ Vklljlilchkl'Ö.

DHL,",i'mark. Kopenhagcn. Widerlegung in Betreff der dänischen orn. Schwcir. 57011101! Bern. Vrrhandlnngcn des Großen Raths iibcr

das Badger. _ Kantom Basri. ion (Hens. „schädigirng. * (Fx.].1tszbllcn.

Italien,. ,Rom, llntcrsttixznng der Zrländcr. _ Nothsinnd in NM)?! und Sicilrcn. _ Jrcisprcchnng Lroni's.

, Posi-Konferenz in Basel. _ Kan- Proirslnuon dcs angtrctcncn StaatSrathö gegen die Ent- Kanton Aargau, Befreiung der Lebrnömittrl von

leUiclzer Tbeil.

Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht: , Den bisherigcn Direktor des Progymnasiums i" RS_sskl- ]),“ Ditki, zum Regierungs- und Schul-Rath bei der Regierung '" Danzig zu ernennen,

Ihre Majestät die Königin sind im,2111fange der vorigen Woche von einem heftigen katarrhalisch-rheumatischen Fieber befallen worden), das bisher einen regelmäßigen Verlauf genommen h0ttc., Seit JL'ÜEk11,Jber ist eine bedeutendere Reizung dcr Schleimhäute _mit 8101113?!"ng Steigerung des Fiebers aufgetreten, so daß Ihre Mcw jcsiät LM? sé“,[_)r unkUbigc Nacht verbrachten und diescn Morgen Sich schr angrgrrnen fühlen. _

Berlin, den “.?. Februar 1847.

],)r'. Schönlein. ])]; von Stosch. ])1'. Grimm.

Jbl“? Majestät die Königin haben in der Nacht mit Unterbre- chungen einige Stunden geschlascn, gegen Morgen trat aber wieder Vermehricr Husten rnit Veklcmmung ein, Das Fiebcr ist etwas rr- mäßigt. Berlin, den 3. Februar 18.17.

1)--. Schönlein. l)1'. von Stosch. ])r'. Grimm.

Das 418 Stück dcr Gcseß-Sammlung, Welches heute aus- geqeben wird, enthält: nntrr, , , , Nr. 27111. Das Patent, dic standischen, Cmrrrhtungen betreffend, » 2792. Tic Vcrordnung iibrrdieBtldung dcs VcreinigtenLand- tach. , , , 2793. Die Verordnung iibcr die periodische Zusammcnbkrufung des Vereinigten ständischrn Aussthusscö uud deffen Be- u_niffr. , , , , [OJ Verordnung iibcr die Bildung einer stand-schcn De- putaiion fiir das Staatsschuldenwcscn. Sämmtlich vom (3. Februar 18.17. Berlin, den I. erruar 18*1/. , , , GcseH-Sammlungs-chiis-Comtoar.

» 2794.

- , - " ' ' 3e- Ab ercisi: Sr. Durchlaucht der Komgltch hgnnoxwrsche (ck veral-Liciitcimnt und Präsident des StaatSraths, Prinz Bern hard ZU Sojms-Braunfcls, nnch Hmmovcr.

Uiclztamtlixher Theil. Z n 1 a n d. Das 416 Stiick der GeseH-Smnmlung

Berlin, I;. Febr. enthält Folgendes:

Patent die ständischen Einrichtungen betreffcnd. Vom (3. Februar 1847.

Wir Friedrich Wilhelm, von Gottes Gnaden, König von Preußen :c. :c. T un kund und fügen hiermit zu wissen: , , h Seit dem Antritt Unserer Regierung haben WU" dcr Entwickr- lung der ständischen Verhältnisse Unseres Landes stets Unsere brson- dere Sor falt zugewendet. , , , ,

Wir gerkennen in dieser An elegenbeit,et,ne der wichtigsten Auf- gaben des von Gott Uns verlieZenm Kbytglichen Verriss, tt,1, Welchem Uns das zwiefachc Ziel vorgestecktist: dre Rechte, i,)ie Wurde und die Macht der Uns von Unseren Vorfahren ruh,mre1chen Apdenkens vererbten Krone unversehrt Unseren Nachfolgern m der Regierungzu

nar ie die“eni e Wirksamkeit zu verleihen, welche„ im Einklang mit

)]“;th RetiZtrng und den eigenthünrlrchen Vcrhaltmffei] Unserer Mo-

narchie, dem Vaterlandx eine gcdethltchc Zukunft zu iichem, geeig-

nct i .

Zn! Hinblick hieraus babcn Wir, fortb,aue„nd auf den von Un-

seres in Gott ruhenden Herrn Vaters Maxkstat grqebrncn Gesehen,

namentlich auf der Verordnung über das Stnatsxchuldanejen vom

17. Januar 1820 und auf dem Gesrse wrgen Anordnung der Pro-

vinzial-Stände vom 5. Juni “1823 beschlossen, was folgt: ,

1) So oft die Bedürfnisse des Staates entweder nene Anlrihen, oder die Einfiihrung neuer, odcr eine,C*rl)d,hung der besieöbciidrn Stcurrn erfordern möchten, werden Wir die Provmzml-Gtande der Monarchie zu einem Vereinigten Landtage „mn Uno ve'rsammcln, um für Erstere die durch die Vrrqrdrrung uber das Staatsschuldenwesrn vorgesehene |änd1sch0VÜlekkUYg m An; spruch zu nehmen und zu Leytrrrr Uns ihké'l“ Zustimmung zu versichcrn. , ,

2) Den Vereinigten ständischen Ausschns; wlrbrn Wir fortan perro- disrh zusammrnbkrufrn.

3) Dem Vereinigten Landtage und in drffen Vrrtrrtung ,dem Ver- einigten siändischcn Ausschuss iil*rrtragrn,Wtr,:

.“!) in B:“„Fft'[)llllg auf dll! ständischc'nVltrqto, bi'lödkk Grsrlzgrbung diejenige“ Z))?itwirkung, n'e'llhe den Provmzml-«tandcn dllkch das Gessi) vom 5. Juni "11-425; H. 111. Nr. I„ so lange keine all- gemeine ständische Versammlungrn Smtt finden, beigelegt win“,

])) die durch das Gesch vom “17. Januar 182|d,vorgesehene slan- dische Mitwirkung bei der Verzmsilug, uud Tilgung ,der S„taats- schulden, soweit solche nicht der slcrndischen Deputation fur das Staatsschuldenwesen übertragen wird“, , ,

(*) das Petitionsrccht iiber innere, nicht blos provwzielle Angele- gcnheiten.

Alles dies nach näherrr Vorschrift der Verordnungen vom hru-

iigen Tage: , ,

über die Bildung des Vereinigten Landtages, , ,

über die periodijche Zusammenberufung des Vereinigten slan- dischen Ausschusses und d„esseit Befugnisse, gn'o über die Bildung einer saudischen Deputation fur das Staatsschuldenwesen. , Indem Wir sonach über die Zusagen Unseres Hoxhstsxclrgcn

Herrn Vaters Majestät hinaus, die Erbebuyg neuer, so wre die Er-

höhung der bestehenden Steuern an die„ im Wesen deutscher Ver-

fassung begründete Zustimmung der Stande,gebunden unk), d,ad,urch

Unseren Unterthanen einen besonderen Beweis, Unseres Konigltchen

Verirauens gegeben haben, erwarte" Wil" wit ,derselbcn Zuversicht

auf ihre so oft crprobte Treue und Ehrenhaftigkett, mri welcher, Wir

den Thron Unserer Väter bestiegen haben„ daß sie Uns auch bei die- sem wichtigen Schritte gctreulich zurSeite stehen und Unsere _ nur auf des Vaterlandes Wohl gerichteten _ Bestrebunger,1„11ack)

Kräften untcrsliixzen werden, damit denselben unter Gottes gnadigrm

Beistande das Gedeihrn nicht fehle. , , , ,

Urkundlich nnter Unserer HöchstcigenhandtgenUnterschrift und bei-

gedrucktem Königlichen Znsiegkl. ,

Gegeben Berlin, den 3. Jcbruar 18-17.

([.. 8.) Friedrich .VZilhelm.

Verordnung über die Bildung des Vereinigten Landtages.

Vom 3. Februar 1817.

Wil Friedrich TVilhclm, von Gottes Gnadrn, König von Preußen :c. :c.

verordnen, llkll'h Vernommknem Gutachten Unseres Staatö-Ministeriums, im Vcrfolg llnsrrls, die ständischrnEinrichtungynbctrrffcndrn Patents vom heutigen Tage, iiber die Bildung des Vereinigten Landtages, wie folgt:

[

§- . ,

Wir werden die acht Provinzial-Landiage Unserer Monarlhk? Zu einem Landtage verrinigen, so oft dazu nach Inhalt Uyserrs vorer- wähnten Patents vom heutigen Tage ein Bedürfnis; eintritt, oder Wenn Wir rs außrrdem Wegen besonders wichtigerLanbcs-Angclegen- hritrn für angemessen rrachten.

Ueber den Ort der Versammlung des Vereinigten Landtages und deren Dauer, so wie über die Eröffnung und die Schließung dersrlben, werden Wir für jeden einzelnen Fall besondere Bestimmung treffen.

:)

Wir eitheilcn den Prinzen Unseres Königlicheti„Hi,1use,s, sobald fie nach Vorschrift Unserer Hauögeseye die, Großxahrigkert erreicht haben, Sitz und Stimme im Stande der Fürsten„Grafen und Her- rkn auf dem Vereinigten Landtage. Außerdem bildrn den Herren,- sland desselben: die zu den Provinzial-Landtagen berufenen vormqli- gen deutschen Reichsstände (Fürsten ,und ,Grqsen), die schlesischen Fur- sten undStandesherren und alle Mit Vtrtlsttmmen begabten, oder an Kollektivstimmcn betheiligten Stifter, Fürsten, Grafen und Herren der acht Provinzial-Landtage. , ,

Die Prinzen Unseres Hauses konnen fur einzelne Verhinderungs- fälle einen anderen Prinzen des Hauses mit Führung ihrer Stimmen durch eine von [11153 zu genehmigende Vollmacht beauftragen. ,

Von den iibrigen Mitgliedern des Herrenstandes steht denjenigen,

treten lassen diirfen, diese Bcfugniß in gleicher Weise auch für den Vereinigten Landtag zu. ,_ , In Ansehung der Organisation un,d Verstarkung des Herrenslan- des behalten Mit [11193 weitere Entxchließung vor. §* - _ Die Abgeordneten der Ritterschaft, dxr Städie und Landgemein- den der acht Provinzen Unserer Monarchie erscheinen auf dem Ver-

welche sich auf den Provinzial-Landtagrn durch Bevollmächtigte vcr- '

Zuzichimg und unter Miigar nommen werden.

nicht aufnehmen lassen.

tion aufgenommenen Darleh

den Staatsschulden beigelegt

weisen lassen.

3) nach Artikel [F. der die Kandidaten für d

Haupt-Verwaltung die Deputation für vorläufigen Priifung

Wenn der Vereinigte Land

anordnen.

die Verfügungen

keine Beziehung.

der Hnitpi-Finanz-Etat un

Vorgelegt werden.

geben befugt ist. Sollten Wir Uns bew

Dem Vereinigteit Lan Beschwerden vorzutragen,

bewahren, zugleich aber auch den getreuen Ständen Unserer Mo-

einigten Landtage in gleicher Zahl, wie auf den Provinzial-Landtagen.

Staats oder mehrerer Pro

Aenderungen der ständischen Verfassung,zu erfordrrn, als die Verfassung einer einzelnen Provn tage dieser Provinz zn berathen, sind, Gutachten nur von dem Vrrcimgtrn L diesem alle auf dergleichen Aenderungen handlungen ausschließend vorbehaltex, *

§ 4

Dem Vereini tenLandiagc übertragen Mit die im Artikel ll,. ber Verordnung übergdas Staatöschuldenwesen vom 17,. Januar 18.30 vorbehaltene ständische Mitwirkung bet Staats-Anlerhen, u,r,1d sollen demgemäß neue Darlehne, fiir welch? das gesammte Vermogen und Eiqénthum des Staats zur Sicherheit bestellt wird (Artikel 111. der Vérordnung vom 17, Januar 1820), fortan nicht anders, als mit

antie dcs vereinigten Landtages ausge-

§. 5

Wenn nene T*arlehne von der im §. 4 brzeichneieir Art ,zur Deckung des Staatsbedürfniffeö in Friedenszeitxp bestimmt smd, so wcrdrn Wir solchr, ohne Zustimmung des Vereinigten Landtages,

B. 6.

Wenn dagegen im Fall kine'ö zu erwartenden oder bereits gus- gebr0chciik11 Krirgks zur Bsschaffung dcs nötbigen außerordentlichen Grlrbcdarfs die in Unserrm Staatsschaxze und sonst vorhandenen Re- srrvefonds nicht ausrrichen und deshalb Darlchne aufgenommen wer- drn müssen, die Einberufung des VereinigtenLandtagrß a,bkr v,on Uns in Berücksichtigung der obwaltenden politischen Verhaltnisse nicht zu- lässig bcfnnden ivcrkcn sollte, so soll bci Aufnahme xenxr DJrlehne die ständische Mitwirkung durch Zuziehung der Deputation fur das Staawschuidrnwesen erscht werden. , ,

Drn zu dem gedachten Zwecke untcr Zuziehung dieser Deputa-

ncn steht ebenfalls diejenige Sicherheit

zu, Wclche im Artikel 111. der Verordnung vom 17. Januar “1820

isl.

§s , J| cin Darlehn in der im §. 6 bszeichnelen Weise aufgenom- men, so werden Wir, sobald Wir das Hindermß der Berufung des Vereinigten Landtages filr beseitigt erachlen, denselben zusammenbe- rufen und ihm den Zweck und die Verwendung des Darlehns nach-

8

" §. . Außerdem hat der Vereinigte Landtag:

Verordnung vom 17. Januar 1820 Uns ie bei der Haupt-Vcrwaltung der Staats-

schulden erledigten Stellen vvrzuschlagen, und b) nach Artikel )(lll. derselben Verordnung die Rechnungen der

der Statsschulden anf Grund der durch das Staatsschuldenwesen zu bewirkenden abzunehmen und Um; mittelst besonderer

Gutachten zur Decharge vorzulegen.

tag nicht versammelt ist, werden diese Gc-

schäfte durch den Vereinigten ständischen Ausschuß besorgt.

Q. 9.

Olnc die Zustimmung des Vereiyigtrn !?,z'rndtages werden Wir die Einiiihrung neuer Steuern odrr eme ,Erhbhung, der bestehenben Stcuersäße weder im Allgemeinen, noch an einer e'inzelnen Provinz

Von dieser Bestimmung bleiben, jebo,ch,dte Cm,gangs-, Aus- qangs- und Durchgangszölle, so wie dirxcmgen indirekten Steuern Zinsiqenommen, deren Säße, Erhebung odcr Verwaltung den Gegen- starid eincr Ucbereinkunft mit anderen Staaien bilden; auch hat jene Bestimmung auf die Donminrn und Regalaen,whne Unterschied, ob dariiber die Einkünfte ober die Substanz betreffen, so wie auf Abgaben zu Provinzial-, Kreis- oder Kommunalzwecken,

§. 10,

Fiir den Fall eines Krieges behalten Wir ,U,ns vor, außerordent- liche Steuern ohne die Zustimmung des Veretntgtxn Lanbtages,aus- zuschreiben, wcnn Wir dessen Ziisawmenberufung m Berucksichtigung der obwaltcuden politischen Verhältnisse mcht zulassig bxfinden sollten. In diesem Falle werden Wir aber, sobald es,die Umstande gestritten, spätestens sogleick) nach Beendigung des Krieges, dem Vereinigten Landtage den Zweck und die Verwendung der erhobenen außerordent- lichcn Steuern nachweisen lassen.

§. 1.1.

Wird der Vereinigte Landtag zu einer der in den §§. 4 bis 10 bezeichneten Angelegenheiten einberufen,

so sollen demselben jederzeit d eine Uebersicht des Staats-Haushaltes

fiir die Zeit Von einer Versammlung zur anderen zur Information

Die Feststellung des Haupt-Finanz-Eiats, so wie die Bestimmung über die Verwendung der Staats-Einnahmen und der dabei sich er- Febenden llcberschiisse zu den Bedürfnissen und zur Wohlfahrt des xandes, Verbleibt ein ausschließendes Recht der Krone,

§. 12.

Wir behalten Uns vor, den nach dem Geseßc Vom 5.3uni1823 erforderlichen ständischen Beirath zu den Gesetzen, , , rungen in Pcrsonen- und Eigenthumsrechten, oder andere, als dre rm §. 9 bezeichneten Veränderungen in den Steuern zum Gegenstand? haben, wenn diese Gesche die ganze Monarchie oder mehrere PW- vinzen betreffen, in dazu geeigneten Fällen von dxm Verllntgkkn Land- tage zu erfordern, welcher denselben mit voller rechtlich“ Wirkung zu

welche Verände-

' enBeimth über solche ogrn fmden, stand-sch welche nicht, lz betreffend, von dem Land- so werden Wir ein solches andtagc einfordern und bleiben bezügliche ständische Ver-

dtage§'sleht'das Recht zu, Uns Bitten und _ welche innere Angelegenheiten des ganzen vinzen betreffen, wogegen Bitten und Be-