Kozmiuek, anzw, 5! ip, Valin, Luözowice uud Göry Laszowoke vor-
über, alle Cd?" Orte in? inneren ZoUgebiete |asmd, wendet skb skikdamk
ößlich gegen Mysiachowice, sary, welche Orteykleichsanz schon ins, ","?"
eka gehören, und län! dann zwischen ova Gora-uud Mrexknr a,
a an Czema, Czatkowicr, Dubie, Vrzezinka, Wrxrkomre, Zabterzqw,
Movlaiqra, Pezkowice, Zielonki, Sam„ Vmware, VMWJY';
Zyixslawiu und Luczavowin vorüber, alle drese Ortschaften,!!! den “;ck:-
ezirk einbeziehend, endlich südlich an den Zleickxsalls [ckck m Uk" rüber
Bezirk gehörigen Orten Wabow, Rgézcza, kam:: und szplas' " “ wo sie wieder in die Weichsel einmundtt.
8.
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der eur en rt aften des krakauer Gebietes„ w-
i g denOGrsthbezir! einbezogen worden sind.
- Ly Bobrowniki, Bole- Au u n, Vatan, Bibrce, Bobrck, Bohrt! ma ,
chowice sBsßleri, Bosutäw, Branice, Brzezre,-Br]czinka, Byczyna, Chgrbxx, Cbexmek Cicmigi, CicSZkowice, Cto, CDZZtkonxce. erqa,dC'Il'cTZ'uFizeNJiI, ** naroöowa, Dxbnik, "89391" 9143 “,r “ ,.- , “ ZZFZZTYKGUUM, (Hiebuktöw, Mexboka- Golzow, Gotka K,?»mxlcka, Gromiec, Zatéorzno, Zelcri, Zeziorki, szer, Kantyrowrxe, Karmow, arn- [owice erpa rufiecka, Kobylanv, Kocmorzow, Koscielmki- Irzsztvforzyce- bg b,ei Zjaiti, Lgom, Libisxé wiclki und rugby, Luczanowrce, Modlmtg, VJovlniczra N--d;ierisra, Nowa g-Zka, Oßtxsmca- Parzoxwwice, Paprotytk, " Pczkowice Piotr“, Podlxée, Prawda, Pruffp, rokqp, Przvlgsek,Yncrborowrce, Radwanéwice, Rogäw, Rußcza, Siersza, “tgmsLawowge, O_udoi, Sule- cbow Szyiki, Szrzakowa, Tomaszowice, Troxadvn„'Trq]anowrce, Wadow, qurzce, Wxgrzvnowice, Wixckowice, Woltca, „Wrosemc-e, Wycizsr, Wy- mpsxow, Wosoft brzrg, Zabierzow, Zacheimek, Harp, Zdzrcxslmv-ce, Zaskow,
Zrlkow, Zielona, Zielonfi,
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der Gränzzoll-Acmter uud Zollßraßen im krakauerGebrete.
Die Zollstraße
Zieht bis zu Geht vym Grärrzxqu- Benen- von...... demGränzzou- Amte bro art ,dre m- nung, Amte. nere Lame.
Gränzzoll-Aemter.
Standort.
[. Preußen von 1. Unmittelbar -- ;
Kommer- der Brücke an auf der 1" WHVYZ'SZÜMÄ) d" PMMA“ Ch.,"uff'k- 2. längs der Weichsel
Chexmek, zial- Cxarna. 2. ljangs dxer bis nach *W-
3„«.m,. »?zLFFFY szxoYI 3: üher «Mexx»?-
PSZemsza in wien Lan- """"“ nach L'bmé ma p.
die Weichsel. dungöplave. L_
„„ uber die Ueber- Hulfs- suhrSplätte am Zanmk. Psxemsza- Kasse.
über JeleLn nach
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1. von Preu- ßen über die -- ijupner Gränz- „ „ * ul s- .. [[um-treiben uberJexzor Dombrqwa, Huf 2 Fxxcksiuß- aaf der Jaworzno„nach Jezwrtr Zo amt. [a'nd über die Hutweide, oder Vyczyna.
niwkaer Gränz- brücke.
1. Rechts über Moki nach Myozlacvowice.
_ ;wisuchen" der 2. Gradaus über (;ck-A""- (Hranzsaulx Oßrxénica nach Nowa N.149 u. 1:10. G-Zra.
Von der rusfi- Hülss- schen Gtänze
unmittelbar.
Hülss- “Yon Rußland bei dcr (Hränr- unmittelbar. Zoll-Amt. säule N. 84.
Nach Tonic oder nach
MMMM' Groß-Bronowicc.
Kommer- Von Rußland WcZgrzce. ziak-Zoli- bei dcr Gränz- unmittelbar.
Nach Przdnik. Amt. säule N. 61.
Hülfs- Rußland
Gränzsäule Zou-Amt- N. 31.
über Dojazdéxw nach
unmittelbar. erbrüöw'
Hülfs. GRrrßlsarrdl ranzaue FZM'AM-j 91.47.
über Wyci-xée nach
unmittejbar. Pleszzw.
Frankreich.
Deputirten-Kammer. Si un vo Nach der rapikalen Redx des Herrn Gaviniegr Pa?xxx Jeerbfircll): ßer- sonders hefng gegrn du von dem Ministerium m Bezug auf Spa- nien befolgte Polrtrk und gegen die Heiratben aussprach, wejche die
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tits des Rheins immer günsti er für Frankreich, je mehr Fortschritte Liese machten, und dies werdeerankcer'ch auch jene Mächte, selbst all- mäli mehr zuwenden; man soll: nur durch laute Verkündtgun , daß die xanzösische Wk eine Politik des Friedens unh des Wo lwol- lens sei, der vybreiteten Meinung, daß das sranzbsischeBoli bab- giersg und eroberungosütbtig wäre, immer mehr ea'égegeywtrkex, dann werde die Gewißheit, daß Frankreich jenseits besRheans knne Femkschaft mehr zu besorgen habe, auch seine Gegner jenseits des KauaiYgesugrger machen. In diesem hier au6gesprochenen Sum habe er “sern Amen- dement vorgeschlagen, welches jeden Gedanken an ungehonge Nach- giebigkeit oder Schwäche von Seiten des Kabinets ferrr baltxn solle. Hierauf verlangte Herr Vureaux de Puzy, daß dre Abstrm-mung über den zweiten Paragraphkn, da derselbe das Vertrauen in dre Er- haltung des Friedens auodrücke, bis nach der, Diskussion der beiden folqenden, die spanischen Heirathen und die krakauer Maßregel be- treffend, aufgeschoben werde. Herr Guizot willigte in dies Verlan- gen, und die Kammer trat demselben bei.
Paris, 2, Febr. 'Der König hat dem Königlichen Prokurator zu Rennes, im Departement drr Ille und Vilaine, Hcrrn Malherbe, in Anerkennung der Festigkeit und des Eifers, die er bei den dorti- gen Unruhen am 10mm v. M. gezeigt, wobei er schwer verwundet wurde, den Orden der Ehrrnlegion verliehen.
Die leitenden Art:“kel der heutigen Blätter beziehen sich fast aus- schließlich auf die gestrige Adreß-Debatte in der Deputirten-Kammer. Das Journal des Dé-bats findet, daß Herr Billault, auf desen Aeußerungen man, seiner neuen Stellung wegen, besonders gespannt war, eine vollkommen vernünftige Sprache geführt und durchaus pa- triotische Gesinnungen kundgrgeben; so habe derselbe denn auch nicht umhingekonnt, die Politik dcr Regierung in den spanischen Heiraths- fragen zu billigen, mit der Erklärung, daß er nicht zu denen gehöre, die eine fremde Regierung gegen ihre eigene unterstüßen möchten. Wie würden gewi e Fractionen der Opposition diese Erklärung aufnehmen. Der Sie“: cle, das Organ einkr diescr Frac- tionen, scheint indeß durch die Sprache res Herrn Billault nicht sehr überrascht oder beunruhigt zu sein, denn, bemerkt dies Blatt, wenn derselbe auch die Heiratben gebilligt, so habe er doch auch mit gerechter Strenge die auffallende Form jener münd- lichen Vorzimmer-Verhandlungen zu Eu getadelt, da sie keine Spur zurückließen und unter solchrn Umsiänden keine verfaffungsmäßigc Verantwortlichkeit vorhanden sei. Der Constitutionnel ist sehr kurz und sagt, er überlasse seinen Lesern die Würdigung der Billaultsckjen Rede. Die Presse erklärt, sie stimme den Ideen Billault's völlig ber“, Frieden und gutes Vernehmen, wo möglich, mit EngLand und allen großen Mächten, aber nichts mehr von jencn Znnigkcits-Vetberr- rungen, welche den doppelten Fehler hätten, daß sie unter eutsche!- denden Umständen keine Zuflucht darböten und andere Staaten nur verlevten. Herr Thiers hätte, der Presse zufolge, großen Unmuth über die Rede Billault's verratben.
Eo he ßt, daß dcn Commandcuren der verschiedenen Militair- Divisionen der Befehl zugrgangen ist, alle, wie gewöhnlich, auf sechs Monate beurlaubten Soldaten einzuberufen. Zn drn Departements des Westen, des Innern und des Südwesten dauern die Unruhen noch immer fort. Der Gesev-Entwurf, wodurch 1501384 Fr. zur Ver- mehrung des Effektivbestandes der Armee im Innern des Landes ver- langt werden, hat in den Büreaus der Deputirten-Kammer zu sehr lebhaften Debatten Anlaß gegeben, und die Kommission ist mit dem
Einverßändniß ernannt worden, daß sie in ihrem Bericht den Wunsch ausdrßicken solle, dieser Maßregel einen blos temporären Charakter zu verlei en.
Die Stellung des Grafen Sr. Aulaire soll der Königin“ Vic- toria und dem englischen Hofe grgenüber so peinlich geworden sein, daß er nach Paris zurückzukehren Verlangt hätte. Eine Audienz, um die er bei der Königin nachsuchte, soll ihm ohne Erklärung kurzweg abgeschlagen worden sein.
Zu dem leyten Paragraphen des Adreß-Entwurfrs haben die Deputtrten Gustav non Braumont, Vethnront und Leon von Malle- vr'lle folgendes Amendcmcnt vorgeschlagcn, Wklchks an die Stelke ker vier Schirrßpunkte', von den Worten: „Eine bereits lange Erfahrung u. s. w.“ an (s, Nr. 83 unserer Zeitung), gesexzt werdrn soll: „Möge eine freisinnige und gemäßigte Politik der Regierung jt-nrs moralische Ansehen sichern, welches der Verwaltung so nötl)ig ist, die: Achtung, welche Rechtschaffenhrit stets gebietet, unseren Institutionen ihre fried- liche und regelmäßige Entwickelung, und Ew. Majrstät können auf unsere unabhängige und uneigennüyige Mitwirkung rechnen.“
Der Abbé Lacordaire ist nach Lüttich eingrladen worden, dort die Fastenpredigten zu halten; er wird nächster Tage dahin abreisen.
Der Courrier frangais will wissen, daß es zu Algier zwi- schen Marschall Bugeaud und dem General Lamoriciére Wegen ge- wisser in einem Schreiben Abd el Kaker's an diesen General enthal- tenen Ausfälle auf dcharsrhall zu einem lebhaften Wortwechsel ge- kommen ser“.
Die Epoque greift die Presse über ihre Aeußerungen wegrn der Differenzen zwischen den Kabinetten von England und Frankreich an und giebt derselben Schuld, daß sie im Interesse Rußlands die beiden Länder in Krieg zu verwickeln krachte, während es das In- teresse derselben verlange, den Frieden aufrecht zu erhalten und aus einem vorübergehenden Mißverständniß keinen dauernden Hader ent- stehen zu lassen.
Ein Angestelltkr vom Gerichts-Personal hat im Auftrage der Regierung dre in der Hauptstadt bestehenden Klöster untersucht, es
beiden Länder nicht inniger mit einander verbinden würden d wenig Anklgnx; in der Kammer _fand und mit seinen Aussäüetkrgkx:; Marte Chrrßrrle und gegen Gurzot nur Murren hervorrief, wurde die aligememx Adreß-Qxbatte, rascher als sonsi, bereits geschlossen, und man sehr)“ zur _Erorternng per einzelnen Paragraphen. Der erste, der |ck gusdre Noth zm Lande bezieht, ging ohne Diskussion durch. Als der zwezte an dre Rerhekam, der von den Verhältniffen zu den auowärti en Mächten handelt 6er. 31 unserer Zeitung), erhob sich HerrBtl- louie“, der brkanntltch zu „dem dritten, auf die spanischen Heirathen bezüglrchén Paragraphen “em (gesketn mitgetheilteo) Amendement vor- gesch1agerr hat, 'und rrklgrte, „daß er duese Heirathen billige, da sie ein Schutt zu eurer Pola!!! seren, pie er selbst auempfohleu. In Folge der ekagten Nesyltate sk! dre fra öslsde Regierung mit der englischen in Mißhelligkemn etathen; :ervéeiuetseitz werde nichtPar- tei für eine remde Ma t gegen sein Vaterland ngreis-n. Die englr' ck: im:? sei allerdings zerßörs, aber er gla'ube nicht, da dieses ebel nichk meim: SUK &" MWM wäre, besonders wenn man die, unermkkklbku Opfer berücksichtige, jn we1che Yutaka; babe vimgeu Nüssen, um dieseWb'au naa ,den- srüxren, „ würüjnij zwischen _beédtn Linden! Dkk“ Ust"!!!- Zßlu «“Spceoin' FW"? ' ni kae ZL" XW'Ä' KMM? vm unu- e ,s , m xn “&&-Std:, wenn Cn nd glube, daß jk!-
che Kontinent fie ibm liefern, und obne & 't] OM an seinen Z Jateresstn -oder an seiner Ehre .-zu bringe?!- uktbr'g haben würde;
könne mama“ mit Füßen «»». K-Wr J lj a:- :ein “Hz_ ,'" .“ ? , W .. "“'- , “;;-MM ..H- Stimm, maker. ,m- _ „- » zw.-
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v eil Qiu anke“ du- ütsaiß von Miami, so "eM der MM ;
hat sich bei dieser Visitation d'urchaus nichts Unregelmäßigrs ergeben, vielmehr Alles in der größten Ordnung gefunden.
Vom Zuchtpolizeigetirht zu Montbtison im Loire-Da-partcment wurde kürzlich ein Herr Vadon, der ein Vermögen von 200,000 Fr. haben soll, wegen Aneignung von zwei Faß Wein, [welche bei der “Uw Ueberschwemmung von der Loire ans Ufer geworfen worden waren, _zu drei Monaten Gefängniß verurtbeilt.
W“ "“J" hö"- soll ini Laufe dieser'Session der Kammern eine Luxussieuu m Antrag kommen.
Der Akademie der Wissenschaften wurde kürzlich die neue und schon mxbtmals angewendet“: Entdeckung vorgelegt, den Menschcjn “"ck Ematbmung von Schwesel-Aerber *so zu betäuben, daß dre
peinlichsten chirurgischen O . . 'lben vollzogen werden können. peranonen ob:1e Schmerzen an dem *
)( Paris, 2- kak Zur heutigen Siyun . .. ', g der Deputir- *WtYLIFÄ: Jm sich em zahlreiche- Publikum eingefunden, dar- x wma vaußändig füllt. um & uhr wurde d' S' r- ÜW "“' “ besann ofm- die V anvxu' «* d“ Mm“ ' 3 US Abkeß-Enmmxsg, die. ““ÜM'KH'ÜKLQM' “;;-“6:1" éaragraph
WWW" „* Cutsßul M' _yZ'KetJTJaÉ-“a'Q'I-MZMÉZÜZL
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amen, und die diplomatische Tribüne wie die öffent- '
bt" L'"- s] :WUÖ M" [M" !. .". ' . bx - “t * * YMUWU, mammar“ .Fr QUILT?- m MYM
mur “!!!“": Bebia'gmoß zu
dem auf!! sti, “ behalt". daß in der Unterhandlung nicht mit jener O_ffmheit „ und Loyalität zu Werke gegangen worden sei, die man hatte wunschxn müssen. Waren die Prätensionen Englands übertrieben, so hatte man ihnen offen widerßchen sollen, man habe aber vorgezogen, die Schwierigkeiten zu umgeben, zur U| seine Zußucht zu nehmm. Die starrzösrsche Ehre leide unter solch' zweidum'gem Verfahren. Das Interessx eme: neuen Allianz mit Spanien durfte nicbt Ursache sein , daß man dreGrtrndprinzipien jeder Unterhandlung vergaß. Uebri ns ?laube er, die Herrath habe nicht die Bedeutung, die man ihr beizu egen uche. Seiner Ansicht naoh, sei fie sogar dem Geiste der Juli- Revolution entgegen. Der Redner sucht zu zeigen, daß weder Frankreich noch Spanien ein mächtiges Interesse bei dieser Verbindung haben. Er stellt eine Menge von Hypotheken auf, ergeht fich in genealogischen Unter- suchungen und erinnert an Thatsachen aus der G.-schj*chte, aber ohne auf bestimmte Schlüffe zu kommen. Der Lärm detPrivatgespräche in der Kam- mcr wurde zulest so groß als die allgemeine Unaufmerksamkeit, und es war unmöglich, den Rxdner weiter zu böten, det end- lich die Tribüne verließ. Herr von Lavcrgne, gleichfalls ein neuer Dcputirker, hatte das Wort fiir den Entwurf. Er will nicht die Frage des Vcrfahrcns kes franxöfischen Kabinckö behandeln, diese sei erschöpft durch Veröffentlichung der Dokumente und die in der Pairs-Kammer gegebenen Erklärungen. SoUte fie aber doch noch einmal vorkommen, so wolle er es einem bcredteren Munde übe-laffen, fie ins wahre Licht zurückrubringen, Er wolle dem vorigen Redner folgen über die Grundfrage. Die spanische Seite dersclben sei bis ]“th noch nicbt ins Licht gesetzt worden. Immer habe man die Sache nur vom franxöfischen oder englischen GesichtsßUUkkk aufgefaßt, aber die spanische Rrgierung und das syaniscbe Volk seien nicht minder bcthciligt. Auf dieser Seite seien aber qroße Schwierigkeiten vor- handen gewesen. Vor 1842 habe man fich in Spanien mit der Frage der Vermählung der Königin nicht brscbäftigrn können, wegen des Bür- erkriegrs und des kindlichen Alters der Königin. Gleich arr- Yangs habe die franzöfische Regierung ihre Politik klar und be- stimmt auSgesprocben. Damals babe ein Frankreich nicht freundlich grfinnter Mann in Spanien an der Spitze der Regierung gestanden, darum mußte die französische Regierung fich erklären. Man habe zwar gesagt, die franzöfische Regierung habe kein Recht gehabt, gewissermaßen die Infereffen Spaniens vertreten zu wollen. Aber man soll nicht vergessen, daß der Kö- nig in Frankreich ein Bourbon sei. Eine Stimme links unterbrechend: König, obgleich Bourbon! Herr von Lavergne: Obgleich oder weil Bourbon, darüber habe er hier nieht mit dem Unterbrecher zu rech- ien, mit dem er wahrscheinlich sich doch nicht verständigen würde. Also in Frankrrirb herrsche ein Bourbon, es sci also natürlich, daß derselbe den spa- nischen Thron seinen Verwandten erhalte, stinkt Linie erhalten wollte, um so mehr, als in Spam'en eine Partei sci, welche die Bourbonen vom Thron dort verdrängen möchte. Anf die Geschichte dcs Abschlusses der Heirmhen eingehend, biUigt und lobt der Redner das Verhalten kes Kabinets, das nur mit größter Mäßigung, aber auch mit Festigkeit vom Rechte Frank- reich Gebrancb gemacht habe. Herr Cremienx ergreift das Wort eben gegen rsiese Rede, als der Bericht wegen des Postschlusses abgebrochen wer- den um .*,te,
Großbritanien und Irland.
London, 1. Febr. Die letzte Note des Herrn (Huizot in der spanischen Vermählungs-Angelegenheit vom 25. Januar, welche als Antwort auf die Note Lord Palmerstvn's vom 8. Januar an dxn französischen Votsckxafter, Grafen von St. Aulaire, gerichtxt ist, rst nunmehr auch dem Parlamente vorgelegt worden, und dre Ttmrs Wünscht, daß es die [este in diesrr Sache sein möge. Das Blatt rst mit Lord Aberdeen der Ansicht, daß die Fortführung der diplomatr- schen KontroVerse zwischen Lord Palmerston und errn Guizot ,nur zu Unheil führen und in einen persönlichen Zwist zwrschen den betden Staatsmännern auSarten könne. „Wirsind grneigt“, sagt die Times, „auf das herzlichste Lord Aberdeen darin beizupflichten, daß, da diese Korrespondenz von England begonnen worden , Frank- reich biUégerwcise das lthe Wort haben sollte. Bei der jeyi- gen Lage der Angelegenheiten können wir durchaus nicht ausfindig machen, welch wesentliches Ziel durch einen wetteren drplomatrsrhen Notenwechsel wahrscheinlich zu erreéchc'n oder selbst zu erdenken ser“. Den Gedanken, daß irgrnd ein Staatsmann, dem das Schicksal eines großen Landes anvertraut fsk, durch ,ein solch armseliges Gefühl be- wegt worden könnte, wie dre Eitelkeit,. aus einem leitlschr'n Streit siegrrich hervorzugchkn, sollte man kamen Augenblick hkgrn dürfen, Sowohl natürlich als verzeihliä) isi co, das; Streikende durch die Hiße der Debatte etwas iiber die Grätrze dessen getricbcn werden, was nothwendig zur erfolgreichen Diékussion ist. Wenn aber die Griinde rrschöpft sind und Allrs gesagt ist, was die Vernunft ein- giebt oder die Klugheit billigt, so bleibt cinem klugen Mann keine andere Wahl, als entwedrr zu wirklichen Feindsrligkeitrn über- zugehen oder schweigend den Eintritt irgend eines Ereignisses von hinreichender Wichtigkeit abzuwarten, das zum Handeln auffor- dern könnte. Uns däucht, daß Lord Palmerston und Herr Guizot gerade in dieser Lage sind; der Ton und die Stimmung ihrer leyten Korrespondenz deuten einige Herbhcit an und drohen noch mehr. Mit jener Berücksichtigung des Friedens und jener vollkommenen Würdi- gung der wahren Interessen seinrs Landes, welcbe seine ganze aus- wärtige Politik charakterisit't haben, deutetLord Aberdeen in der [ck- ten Oberhauö-Siynng auf die Urbelstäude, welche die Fortführung so1cher Korrespondenz Wahrscheinlich verursachen würde. Daß seine Vcsorgnisse nicht unbegründet, meinen wir, wiirde wobl Niemand einzuräumen Bedenken tragen, der Geschichte studirt und die unver- meidliche Tendenz einer über ihre nötbr'gen (Hränzen sich verlängkrn- den Diskussion in einen Streit auszuarten, wahrgenommen hat. Unter diesen Umständen, meinen wir, wiirde Lord Palmerston seines Landes Interessen und seinen cigcnenKredit durch Behauptung rénes würdevollen Schkvligklls am hessen berathrn. (Hknug Und viel- leicht mehr denn gcnng ist gesagtwordcn, um d,ie Ehre dieses Landes zu retten und seine Rechte zu behaupten, Es tsi kerne Gcfahrpor- handen, daß man unsererseits voraussrYerr könn“, alö gäbrrr war zu Frankreichs Plänen nuf Spaniens Unabhängrgkert unsere Zusttmmung. Und sollte dasEreigniß je sich zutragen, das zu befürchten heute durchaus kein Anlaß sich bietet, das aber im natürlichen Laufe der Dinge div (Hemahlineincs französischcn Königssohne aufPhilipp's Thron's sehen würde, dannwexden wir auf die bereits erwähntenVorstellungen bin- weifen und zugleich die Bahn einschlagen können, welche die gebüh- rende Riicksicht auf unser eigenes Interesse und die Befreiuug Spa- niens von fremder Herrschaft vorschreiben ma !“
Von den dem Parlamente vorgelegten AJtenstückcn über die spa- nische Vermählungs-Jrage stellen einige Depeschen dcr britischen Ge,. sandten und Minister mehrere Tbatsachcn dieser verwickelten An ele- genheit, in welcher Herr Gujzot durch die Schärfe seiner DiaJekn'k über Lord Palmerston den Strg davon getragen hat, in ein neues Licht und scheinen die Behauptungen des französischen Minisieriums zur Rechtfertigung ihres Verfahrens durchaus. zu wiperlegen, Ve- kanntlirb begründet das skanöösische_Mtn1ßerrum sem Verfahren in der Hauptsache auf zwei Behaupnrrr en, namlrch erstens auf eine vor- ebliche Vereinbarung mit dem brrtr chen Habmet, daß die Königin
[?bella ihren Gemahl nur unter; den Prryzen des Hauses Bourbon o e wählen dürfen und daß allem ausRückslcht auf diese Vereinba- rung das französlsrbe Kabinet dxn Herzog vor!,Myntpensier selbst nicht unter die Kandidat“ für „dre Hand d'er Komgm gestellt habe; wxiteus, daß das englische Kabinet .den Punzen Leopold vonkoburg aks Heixaihs-Kandidaten aufgestxllt und dadurch .das frgnzöüsche Mj- msieri von den Beryflirbtungen befreit habe, welche m Bette ".pr
' _ws (Her Bewähkm? des Herzogs von MARKT? m _ ;vey Uu Ms-Wnda. n „den Iynf-xxnzm zu, 7 _ _ „,xmymnxm
worden find. Beide Behauptungen werden durch die thaksächliche Darstellung der neuesten Depeschen widerlegt. Aus einer äl- teren Note “des Grafen von Aberdeen, vom 16. März 1842, an den britischen Botschafter zu Wien, Sir Roh. Gor- don, geht hervor, daß der Minister Frankreichs Anmaßungen in Betreff Sxauiens du.chaus nicht guthieß; denn es heißt darin als Antwort an die Vorstellungen des „französischen Geschäftsträgers, Herrn Pageox: „Ick erwiederte, daß ich weder Frankreich noch ggnz Europa rrgrnd welches Recht einräume, über die Hand der Kö- nrgm von Spanten zu verfügen; daß, als der König der Franzosen pre Erbfolge der Königin Isabella anerkannte, er dieses that, ohne irgend Welche Stipulatt'on, daß sie einen Bourbon-Prinzku kdllichl'" [VUk- urrd daß er gewußt baben mußte, wie ein solches Ereignis; "„kawkndlg„ungewiß sei,“ Uebrigens lege England kein Veto auf xmen frarrzosisrhen Prinzen, und wenn die Königin von Epmien odcr ihre Regierung solche Wahl träfe, so würde England einen solchen Karrxtdaten bereitwillig annehmen. -- Der Graf von Aberdeen erklarte ferner auf eine Frage des Herzogs von Sotomayor, ob Englarrd mit Gleichgültigkeit es ansehen würde, wenn Jrarrkreick) S_pgmen zwéngen wollte, keinen Prinzen außerhalb der Bourbon-Ja- mrlre zu wählen, daß er Frankreich für zu gerecht und aufgeklärt halte, als daß es so etwas versuchen würde. Würde indcffrn „wider a,lle Vernunft, und Wahrscheinlichkeil“ so etwas versucht, „so unter- ltege es kemrm Zweifel, das; Spanien nicht nur die wärm- strrt Sympatbreen (Hroßbritanienö, sondern ganz Europa's finden wurde,“ - Lord Cowley schreibt ferner den 13. Juli an Lord Palmerstyn, daß der Vorschlag einer Verbindung zwischen dcm Prrnzerx von Kyburg und der KöniginZsabclla die größtk Brstiirzunq m Parts erzeugt habe. .Hkrr Guizot sagte ihm, „wenn man an*f dem Plan bestehen bleibe, so würde er dem Könige anrnthrn, den „(Herzog von Montpensier als Kandidaten auf die Hand rer Königin xzsabclla aufzustherr.“ _ Insbrsondere bemerkenswert!) ist das Schrei- ben des Maquts von Normanby an Lord Palmerston vom 1. September 1846 über eine Unterredung mit Herrn Guizot, aus drm er Folgendes wörtlich folgen lassrn: „Herr Guizot fügt hinzu, daß Fre Königin Isabella zu gleicher Zeit ihre Gutheißung zu der Vermahlung ihrer Schwester mit dem Herzog von Montponsier _qrbcn soUtr.“ „;er gleicher Zeit?“ fragte ich, „nicht zu gleicher Zeit“, erzvrderte er, „ nicht daß die Heirat!) zu gleicher Zcit stattzufinden hanke.“- Jrh bemerkte, wie ich keine Bedeutung darauf loge, daß ich naturlich ganz ohne Jnstructi-sncu von meiner Rrgr'rtung wäre, urn deffen Ansicht iiber eine so unerwartete Mitthrilung geben zu k?nnen, daß ich aber nicht umhin könne, jest, im erstkn Augenblicke, em großes Bedauern über seine Mittheilung auszudrücken und meine Ueberzeugung, daß es sowohl bei der britischen Regierung als m England sehr unangenehme Gysiihle rege machen müsse». Er bc- merkte, er hege die Zuverslcht, daß es keine dauernde Vkrsiimmung zur Folge haben Werde. Ick erwiederte, daß meines Dafürhalteno gerade dtrser Schritt srhr wahrscheinlich rine danernke Aufregung zu urrtxrhaltrrr geeignet sei. „Aber“,*unterbrach er mich, „wrnndir Kö- nrgrn Isabella Kinder hat? dann wollen wir sehen.“ Ich sragtr, ob dteses heißen solle, daß die Verbindung nicht eher Play greifen solle, als bis sie Kinder habe? „Nein, urin“, rief er aus, „fck kann kein solches Versprechen geben.“ Ich fragte, ob thatsächli-ch, als der Ge- genstand früher zwischen ihm und dem Grafen von Aberdeen berührt Wurde, er nicht ein solches Uebereinkommen eingegangen? Er entgeg- nete, „daß dieses der Fall sei, daß er aber dem Grafen von Aberdeen im Februar erklärt habe, daß, sähe er irgend welche Gefahr, daß eine Koburg-Partie stattfinde, so würde er sich selbst Von dieser Verpflich- tung befreit betrachten. Er habe diese Gefahr als gekommen ange- sehen und daher seine Politik geändert, als er zum ersfenmale eincn Koburg-Prinzen in der Kandidatenliste aufgestellt fand, daß das frühere Gouvernement cine solche Verbindung als ganz außer Fra ? erklärt hätte.“ Ich stellte in Abrede, daß ir- gend eim" «pur von solchcr Vereinbarung vorhanden, und daß nach dem , Was Ew. „Herrlichkeit mir mirgethcrlt, fck nicht glauben könnt', daß irgend so etwas je von dem Grafen von Aberdeen Ihnen münd- lich mitgctlxctlt- [worden. Er sagte, er könne mich auf sein Wort ver- sichern, dax; darch 13er Fall gewesen; ich bemerkte, daß ich wirklich nur negativ mrch ayßcrn könne und seine positive Vehauptunq an- nehme, daß übt"? kk!" persönliches Einvr'rständnr'ß dieser Art dir bri- tische Regierung hindert könne. _ Aus einer anderen Note des Mar- quis von Normanby an Lord Palmerston vom 25. September geht hervor, wie derselbe Herrn (Huizot über die rasche Abreise des Herzogs von Montpensier nach Madrid Vorstellungen machte und ihm in Erinnerung brachte, wie cr versichert, die Heirath der Infantin werde nicht zu gleicher Zeit stattfinden. Anfangs erinnerte sich dessen Herr Guixot nicht mehr, als der Marquis von Normauby ihm aber die Einzklnhciten vorhielt, räumte endlich Herr Guizot ein, daß er wohl ctwas Aehnliches gesagt, das; er nämlich gesagt, die Heirat!) der Königin werde „Fuerst stattsimden“ so werde es auch geschehen.“ Der Marquis von Normanby brmerktc darauf, wie er den Wor- ten nur dcn natürlichen Sinn hätte beilegen können, daß nämlich jene Verbindungen zu verschiedenen Zeiten stattfinden sollten, daß er nicht aber darunter verstanden, das; die Königin zuerst mit ihrem Gemahl getraut werden solle!
Die umfassenden Maßregeln der Minister zu Gunsien Irlands haben in Dublin eine sehr günstige Aufnahme gefunden und selbst auf dcn Getraidenmrkt er'ngewirkt, Nur dariiber klagt man, daß die Untersiüßung zum Ankause dcs Saatkorns auf 511,0!!!) Pfd. St. be- schränkt bleiben solle, eine Summe, Welche kanm hinr'a'ichcn wiirde, einen Acre in jeder Baronie Irlands zu besäen, und die wenigstens verfijnffacht werden müßte, nm Nutzen schaffen zu können. anrß, im Ganzen finden die Maßregeln Beifau, zumal ka man wissen will, daß Lord John Russell nicht nngenrigt sei, anf das Begehren Lord Stanley's u. A. wegen Unterstüyung dcr irländischcn Eisenbahnen einzugehen. Aus den Berichten im Innern von Irland gcvr hervor, daß auch dort, wie in Dublin, die Getraideprrise und die Preise der Lebensmittel im Allgemeinen im Fallr'n begriffen sind. In Cork scheint man nicht ohne Besorgnis; vor ernsten Unruk)en gewesen zu sein, da sich das Landvvlk während der lrßten Tage in großen Massen in die Stadt gezogen hatte und lärmend Brod oder Arbeit vertan te.
, it dern Paketschiff „Expreß“ ist die brasilianische Post, Welche Rto Ianerro am 16. Dezember verlassen hat, vorgestern in Jalmouth angekommen. Es wird nichts -von politischem Interesse gemeldet. DerStreit mit rem amerikanischen Gesandten war, da derselbe, noch Ferne Instructionen aus Washington erhalten hatte, noch unerledrgt, dre amerikamschen Kriegsfchiffe hatten auch am 2. De- zernber, am Geburtsta e desKaisers, uicht salutirt. - Aus Mo nte- vrdeo hatte man gchrichten aus Rio Janeiro vom 28. No- vember, dre ebenfalls kcme Veränderung in dem Zusrande der Dinge
melden. H "ck w e i 3.
Kanton Bern. Zur Jesisepun bes Beira es der Grund“ steuer rm Jura, Um als Aequivalent de!9 für den alßen Kantonstheil vom Großen Rathe_beschlossrnen Vermögenssteuer zu dienen, soll eine Kommission “k“ Bin ern bnder Landesweite niedergesevt werden, zu welcher der Fmanz-Drtektor Wahlvorschläge bringen soll.
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KantonéGenf. (Eidg. Zkg.) Bet“ der Berathung über das Verfassungs-Projekt kam auch d'er Ze-Zungs-Stempel zur Sprache. Der Entwurf der Verfasuu?_enkb„telt dre Bestimmung: „Es darf die öffent'u'che Presse durcb emerica fiskalrsche Maßregeln beeinträch- tigt werden.“ Im GroßerZ.Rathe waren axle Parteien über das Prinzip eim“ , daß die polrtrschx Presse befrert sein solle von jeder besonderen teuer, und nur rrut Ruriksicht auf andere, auf Gewinn berechnete Publicationen war eme Memungs-Verschiedenheit.
Italien.
Genua, 27. Jan. Daß HerannaYle drs holden Lenzes wird hier schon fühlbar und verwrscht allmaltg das traurige Bild des
_ starrrn Winters, welcher dieEmal in der hiesigen Gegend, wo der Him-
mel fast immer mild |ächelt, mit einer besonderen Härte aufge- treten ist. Wie bei dem Menschen der 'heftr'gsfe Schmerz [Licht durch darauf folgende Linderung und Freude vergeffen wird, so hat hier auch die Natur mit ihrem bezaubernden Vorgrfühl des Frühlings bereits wieder das Unbehagliche ausgemerzt, was der diesjährige ungemohnt strenge Winter brachte. Ach dies wirkt auch heilbringend auf die zarte Constitution Ihrer Königl. Hoheit der Prinzessin Louise von Preußen, mit Höchsjderen Brfinden es zur allgemeinen Freude täglich beffer geht. Ihre Königl.Hobeiten der Prinz und die Prinzessin Karl vonPrr-ußen, rcren Aclrernliebe keine (35ränzru kennt, füblrn sich bei drr fortschreitenden Genesung ihrer Tochte'r überaus glücklich und seßen sich gern über alles Ungemach hinweg, was dieselben hier, fern von ker theurcn Heimat, haben erleben miiffen. Die Anwesenheit des Geheimen Medizinal-Ratbo Profrffor Casper ans Berlin "übt auch einen wohlthuenden Einfluß auf die grnanntcn hohen Hexrschaften aus, indem drrselbe ein großes Vertraurn des Prinzcn und der PrinzessinKarl, so wie Höchstdcren Tochter, bcsißt. Der am 3. Fe- bruar stattfindende Grburtstag der Frau Prinzessin Karl dürfte hier still verlebt werden, desto glänzender will man abcr das Wirqrnfrst der Prinzessin Lnuise, Wenn deren Genesung wir bisher im Fortschreiten bleibt, am 1. März begehen. Ueber die' Rückkehr Ihrer Königlichen Hoheiten drs Prinzen und drr Prinzessin Karl nebst deren Tochte'r nach Berlin Verlautet noch nichts Vcstimnrrw. Die Sehnsucht nach ihrer Vaterstadt wird indes; dieselben so bald als möglich dorthin zurürkführcn, Die Begleitung drr erwähnten hohen Hrrrschafteu giebt sich der Hoffnung hin, den Frühling schon an den Ufern der Spree begrüßen zu könnrn.
Turin, 23. Jan. Nachrichtrn aus Rom zufolge; hat der bei- lige Vater den Padre Arsenio, einen Mechitaristen, mit dem Empfang dcs türkischen Gesandten, Srdekib Efendi, bei dessen Land?" auf ita- léenr'schem Boden beauftragt. Man vt'kspkakb sick) in Rom aus den chorstchkndcn Unterhandlungrn mit der Pforte fiir die katholische Kirche im Orient günstige Erfolge, wenigstens für di? ZUkUUsk, uud hoffte von Sriten aller christlichen Mächte den aufrichtigsjen Bcistand zur Verwirklichung eines das Wohl der Christenheit so nahe berüh- renden Planes zu erhalten.
Spanien.
ck Pkadrid, 27. Jan. Seit sechs Tagen sind wir Zeugen der Anstrengungen, durch welche ein über dem Throne stehender, ge- seßwidriger Einfluß dem Gelingen einer neuen, den Wünschen der Majorität der Cortes entsprechenden ministeriellen Combination vor- zubeugrn weiß. Nachdem, in Folge der Erwählung des Herrn Castro zum Präsidenten des Kongresscs, der Marquis von Casa Jrujo den Auftrag erhalten hatte, ein neues Ministerium zu bildxn, ließ sich vor- ausseyen, daß das kaum abgetretene in etwas'veränderter Form wie- der hergesteüt werden wüxkc. Der fremde Botschafter, welcher in Herrn Mon die Stöße seines ganzen politischenSystcm-z erblickt, war mitder einzr'gen Person, derenRathschlägen die jungeKönt'gin wie Befehlen gr_l)orcht, darüber rinverstandcrr, das; man Herrn Mon nicht fallen lajscn dürfe, Ter Marquis von Casa Irnjo, denselbi'n Einwirkuugcn folgend, legte am “.?-Men dcr Königin seine mfnisterirlle Combination vor, in wrlchcr die drei abgetrctcnrn Mirrister, Mon, Pidal und Ar- mcro, aufs nrue ihre Pläye fankrn. AUein Herr Mon verlangte dcn Vorsiy dcs Kabinets, (“rn dcr Marquis von Casa Jrujo sich selbst Vorbehielt. An diesem Zwiste stheitcrte die Combination, und der Mar- quis zog sich zurück. Vorgestern in aller Frühe berief daraufdie Kö- nigin drn Präsidenten drs Kongresses, Hcrrn Castro, zu sich und be- auftragte ihn mit der Bildung des neuen Kabinets. Nachdem Herr Castro erklärt hatte, daß er srlbst nicht in dasselbe eintretrn würkc', lud «*r die Herrlu Bravo Murillo und Pacheco zu sich ein und for- derie sie auf, das politische System zu entwickcln, Welches Jeder von ihnen als Minister zu befolgen gedächte. Herr MuriUo erklärte, übrrzsugt zu sein, daß man im Ganzen den von den bisherigen Mt“- nistern eingeschlagenen Weg nicht aufgeben dürfe, jrdorh der moderir- ten Oppositions-Partri einige Zugeständnisse machen müsse, um die Einigkeit unter den Modeiirtcn wikderhrrzufikllen und dem Wieder- auffommcn rer Progresststen vorzubrugkn. Herr Pacheco dagegen enrwickcltc die Nothwendigkeit einer allgemeinen, Nrcman) ausschlie- ßenden politischen Amnestie", der Wiederhrrstkllrrng drö-Schwurgeréch- “'s für Prrßvergehrn, der Uebkrtragnng bürgerlicher Aemter an Civil- Pcrsonen, der Acndcrung nrrhrerer Gkneral-Capitaine und vor Allem der Beseitigung des einheimischen und auswärtigen Einflusses, welcher den freien Entschließungen der jungcn Königin Frsseln anleger. Zu- gleich erklärte Herr Pacheco, daß er nicht mit Herrn Murillo in das Kabinet eintrcten könne, ihm jedoch als Deputirtcr kcinerlci Schwic- r'igkcitt'n in den ch legen wiirde. Herr Castro stattete „der Königin vorgestern Abknd Bericht über seine Unterhandlungen al) und bezeich- nete ihr die Herren Murillo uud Pacheco als diejeniga-n Personen, zwischsn denen und deren Programmen sie zu wäxlcn babe. Die Königin vcrschob ihre Antwort bis gestern früh. Während dieser Stunden fanden Verat[)schlagungen zwischen der Königin Christine und dcrrr frrmdrn Botschafter statt, dem vorzüglich daran gelegen War, Zelt zu gcwinnen, um mittelst _dcs Telegraphen die Befehle seines Souvcrains erhalten zu könnrn. Dao Crgrbniß jener Besprrrbuugrn war, wie man hier überall behaupten hört, der Beschluß, sich vor kcannd in daslanerrneidlichc zu fügen und ein solches Mimsterium aufzustrllrn, das zwar die Anforderungen persönlicher Eitelkeit befrie- kigr, übrigrns aber keine Elemente der Haltbarkeit darbötc und folglich, ungefähr so wie rs vor einem Jahre dem Ministerium Mi- raslorco erging, bald gezwungen sein würde, einem Kabinette Mon-Pidal wicdrr Pins,; zu machen.
Herr Castro erhielt demnach gcftern friih durch die Königin den Auftrag, das Ministeriuw im Sinne des Herrn Murillo zu bilden, und bald wurden folgende Personen als die neuen Minister bezeich- net: Der Herzog von Rivas, Präsident und Minister der auSwär- tigen Angekgenheiten; Herr Bravo Marino, Justiz-Minister; Herr Seijas, Minister des Innern. Um jedoch die Anfordccmrgen einiger anderer Personen zu befriedigen, errichtete Herr Castro zwei neue Ministerien; eines der Industrie (someuto) für Herm-Roca «de To- gores und eines des öffentlichen Unterrichts für Herrn Donoso Cor- tes. Die Finanzen wurden Herrn Santsslan, die 'Marine Herrn Topeto übertragen. Als Kriegs - Minism bezeichneten Einige den General-Capitain von Valencia, Manso; Andere den General- Capitain von Valladolid, Pavia.
Für jest entbajte ich nn'rb aller *nähereu An oben 11 '
Hände und die Bedeutung eines soichen Kabineßs. DYUÜW es gesietn Abend hieß, die Minister-Etneunungen wären bereite Laus- gefertigt, so hörte man wiederum diesen Morg'en, man hätte *Ich nicht verständigen können, und in der That beobachtet heute die Gaceta das tiefste Stillschweigen.
Sobald der General-Capitain von Madrid und General.Jnspec„ teur der Kavallerie, Pezuela (Bruder des Marquis von Valuma), erfuhr, daß Herr Pacheco und der jüngere Genrral Concha ihn als einen Mann bezeichneten, der den König in gewissen, von ihm ge- mißbr'llr'gten Plänen bestärkt, erbot er sich, seine beiden hohen Aemter niederzulegen. Die Königin genehmigte dieses Anerbieten nicht.
Der französische Botschafter, Graf Bresso", war bekanntlich mit seiner gegen den Tiempo gerixhteten anuréenklage von drei Gerich- ten erster Instanz abgewiesen worden. Nun hat das hiesige Appel- lationögericht, an welches der Botschafter sich berief, diesen Ausspruch bestätigt.
I" der vorgesirigen Sißung des Kongresses steine Herr Cor- tina, in Verbindung mit mehreren pro ressistiscben Deputirten, den Antrag, daß die Minister sämmtlrche au? die Vermählung der Köni- gin und der Herzogin von Montpensier Bezug habende" Papiere vor- legen möchten. Man glaubt, der Kongreß werde diesen Antrag, der interessante Diskussionen zur Folge haben dürfte, genehmigen. Herr (Huizot sagte am ?()sten in der Pairs-Kammer, die Cortes, wrlché den beiden Vermählungen ihre Zustimmung ertber'lt hätten, wären wiedergewählt worden, und der Ausspruch Spaniens hätte eine durch- aus von demselben Geiste, von denselben Gesinnungen beseelte, der- selben politischen Meinung angehörende Versammlung gewählt. Einige Stunden später wird Herr Guixot durch den Trlegrapben erfahren baden, daß der erfie Schritt eben dieser Versammlung der war, das Minsisterium, welches die Vermählungen abschloß, über den Haufen zu wer en.
Oßindien.
Triest, 30, Jan. (Oesterr. Lloyd.) Heute Morgens 103; Uhr brachte das Königlich großbritanische Dampfboot „Ardent“ die Dcpesrhcn für die fünfte Probefahrt der ostindischen Ueberlanbposi. Es hatte die Reise von Alexandrien in 137Z Stunden Jrückgelegt. Die wichtigste Nachricht aus Ostindien ist die friedliche eseyung des Prndscbab. Die Bombay Times vom 2. Januar giebt iiber die Ereignisse folgendes Summarium: „Wir sind nun in der Lage, für die Unwichtigkeit der Berichte in den leßten Monaten durch die Mittheilung der jüngsten Ereignisse im Pendschab und im Sind Ersoy zu bieten. Der Wesir Lali Singh wurde des Einverständ- nisseo mit den Aufrührern in Kaschmir verdächtig und die gegen ihn gerirhtrte Auflage des Scheik Emaum-ud-deen durch die von ibm gescbrir'beurn Briefe bewährt gefunden. Bei der in Gegenwart einer aus Schciko und englischen Offizieren 'zasammengeseßtenKommission vor- genommenen Untersuchung wurde dem Durbar verkündet, daß wir mit einem des Verrathes überwiesenen Manne keine Gemeinschaft mehr haben könncn. Lau Singh wurde hierauf abgeseßt und unter eng- lischen Gewahrsam nach Hindostan geführt, denn im Lande selbst würde er bei der aufgeregten Stimmung der Bevölkerung seines Lebens nicht ficher gewesen sein. Die Regierung zog dann die zu ergreifenden Maßnahmen in Betreff der beabsichtigten Zurückziehung unserer Truppen in Erwägung, und es wurde endlich beschlossen, bei uns darauf anzutragen, daß eine Armee von 10,000 Mann während der Minderjährigkeit des Maharadscha in Labore verbleibe, und daß unser Commissair faktisch das Amt eines Wrsirs versehe. Wir will- fal)rten diesem Ansuchen mit der Bedingung, daß die Scheiks sich den Auslagrn für unsere Truppen im Belaufe von 250,000 Pfd. St. jährlich unterziehen. Der Maharadscha ist ein siebenjähri- ges Kind, so daß der Pendschab in den nächsten zehn Jahren umtrr Leitung der britischen Regierung und dem Sckxuyc einer englischen Armee verbleiben wird. Es wäre Wohl ein vergeblich“; Raisonnrmcnt über das, was bis 1857 ctfolgcn kann. Das 1l)te anantkrie-chr'menx mit 8 inländischer: anantcrir-Regimentern und einer verhältnißmäjzr'gen Zahl Artilleri- sten erhielt?" den Befehl, die Truppen abzulösen, welche zehn Mo- nate hindurch so wacker ihren Pflichten nachgekommen sind. Die Ecikh-chiernug willigte gern in die Zahlung der erwähnten außer- ordentlichen Auslagen für die Armee, in Laßore, welche wir zu un- screm eigenen Schupe an der Gränxe hatten „unterhalten müssen. Dies sind die Ergebnisse der sehr getadelten Polrtik Lord Hardinge's, Welck)“ die Eroberung und Ueberziehung eines Landes vermigert hatte, das sich nun aus freien Stücken und auf friedlichem Wege ohm- Widerstand, Unordnung und Unkosten unseren Händen über- lic erte.“
f Was die Angelegenheiten in Sind anbetrifft, so waren im Au- grnblick, als die chte Drpesche abging, Verstärkungstruppen an Ort und Strllc abgegangen. Man fürchtet sehr, daß die Räubereien noch lange sortgcsrßt werden können, da die Krankheiten unter den Trup- pe-n dem Drenste sshr hinderlich sind. Wenn im Jahre 1843 ein ähn- licher EinfaÜ stattgefunden hätte, als sich neun Zehntheile unserer Truppen in den Spitälern befanden, so wären unsere Vorposten sammt den hinter ihnen aufgestellten Truppen der Vernichtung nicht ent an- gen. Die Verheerungen der Seuche im oberen Sind pflegen in f?]nf- jährigrn Zeiträumen wiederzukebren, und wenn wir im Jahre 1848 an den Ufern des Indus Trnppen aufgestellt haben müssen, so kann es leicht geschehen, daß sich die Katastrophe von Cabul wiederholt. _- Der Stand der Dinge in Kabul ist besser, als früher. _ Der General-Gouverneur befand sich auf dem Wege nach Ludianah und wird am 20. Januar in Delhi erwartet. - Im Distrikt von Gwa- lior fielen häufige Räubereien vor, während in den Provinzen anu und Bbopal Vollkommene Ruhe herrschte.
Lord Hardinge soll mit dem Plane umgeben, das Post-Porto in Indien herabzuseßen und ein Penny - Postsystem einzuführen. Zn Bombay war der neue Gouverneur Clerk angekommen und erfreut sich großer Popularität.
Dieselbe Bombay Times enthält auch einen Artikel mit der Ueberschrift ])ecember in lmlia, in welchem gezeigt wird, wie die- ser düstere Monat, in welchem die Engländer drs Mutterla-rrdks 1731) wegen Mangel an Beschäftigung am liebsten hängen und “sausen, m Ostindien seat fünf Jahren die ereignißvollsée int de?" Jahres, dar- stellt. Im Dezember 1841 war die EmpökuW '" GNU“ auf rbrem Höhenpunkte, die Besaßungen von Ghiznr' und Dsche11alabad, waren eingeschlossen, jene von Kabul auf dem Punkt, 8" GW,“? IMM“ In werden, und eine Woche später wirklich “WME" EMIÜ)" darauf wurde “das siegreiche Heer der Vergeltung “Us semem Rück'marschevon dem Reserve- Corps bewillkommnet- und der erste. Schutt zur Bk" seßung von Sind ward von den Truppen ""“,“, S'! CNNM“ M“ bmrdt. Der Dezkmbtk "5 Zakk“ 1843 sah d" SGlachW „"v" Maharajpur und Pum'ar' nnd «were met der Occuyation „vonkaq-Z 1 , _.- Ein Jahr darauf zogen dre Generale Naprer, Smka-uud,
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- „n e en dre räubmschen Stämme dez „'Der-n F?;xoanFpMeR-nd ?ngden südlichen Mgbataiten-Staa'tén hat- ten Zi: Feindseligkeiten ihren Höhepynkt errercht. -- Im De ember 1845 wurden die roßen und entscherdenden Schlachten von und J„„zscyah ge chlagen, und im testen Monate m Ick"- 1 . *