1847 / 50 p. 2 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

zu erlangen, daß die Drohung nicht zur Ausführung komme.“, Die Union monarrbique glaubt versichern zu können, daß die Ynk“ wort auf eine Note Lord Palmerston's an die nordischer: Hofe uber die spanischen Heiratben eine gemeinsame der dreiMächtx sem werde.

em Vernehmen nach, fügt das letztgenannte Blait htnzm _werde diese Kollektiv-Antwort der drei Kabinette von Wien, Bekl!" und. St. Petersbur zunächst in Erinnerung bringen, daß, da d" Hm Kabinette die ?siegierung Zsabella's nicht anerkannt, fie, 01Jck ,U'Öt beabsichtigten, sich von der Zurückhaltung zu ,enifernen,„dké slk bisher inne gehalten, daß sie aber mit voller Befriedigung sab?"- wre das englische Kabinet einen Beschluß gefaßt habe, dkssk" ZMck ß"- Spa- nien zu veranlassen, in Betreff der Thronfolge zu perselkenySkkuyng zuriickzukehren, die es vor dem Testamente Jkkdmands "- M"? : abt. . - gh Nach dem Ausspruch der Aerzte soU Ökk Herzogin v?" Montpcn- sier bereits im dritten Monat guterHoffnung sern und Micr Umstand in den Tujlexjeen nicht ohne- Besorgmß 'aufgenommen werden, weil man befürchtet, daß die Lage des-Augenblrcks dadurch _iroch „schwieriger werden dürfte, indem die Nachricht, daß auch„dre Konrgm Jsabelia sich in gleichem Zustande befinde,- sich zucht bestatigen sdll, sb daß die spanische Crbfolge-Frage schoi1 m ng-herer Zukunft eme nicht mehr blos abstrakte Bedeutung gewinnen "*"de

Der Herzog von Paimelia, Ex-Prasident des portugiesischen Mr- „jstex.Ratbs, ist in Toulon eingetroffen, von _wo er sich nach Paris begeben will.

Herr Emil von Girardin soll erklärt haben, wenn Herr Hebert Zustiz-Minisier werde, so gehe er und sein Blatt, die Presse, dre jevt 27,000 Abonnenten hat, in die Reihen der Opposition iiber. Herr von Girardin ist übrigens in diesem Augenblicke gefährlich krank, und man hegte gestern ernste Besorgnisse.

Auch aus dem hisyer noch ruhigen Osten Frankreichs laufen jeßiNachrichten von Theurungs-Unruhen ein. So meldet man aus Colmar, daß die Ruhe dort durch Plünderung eines Bäcker-Ladens und andere Exzesse, derkn Details man noch nicht kennt, gestört sei.

Aus Algerien wird von einem bedeutenden Treffen bcricktet, das General Marcy, der von Medea!) gegen die Uled Rays ausge- riickt War, zu bestehen hatte; General Zuffuf hatte Befehl erhalten, ihm sofort mit aller disponiblen Reiterei entgegen zu marschiren.

Vorgestern war ein glänzendes Hof-Konzert in den Tuileriecn, die Sänger der italienischen Oper trugen die ausgewähltesten Piecen ihres Repertoirs vor, aber die Aufmerksamkeit der sehr zahlreichcn und gewählten Versammlung war lediglich den sich allenthalben ent- spinurnden politischen Gesprächen gewidmet. Die sogenannte Kabi- nriskrisis war der Gegenstand aller Gesprächr. Einige gingen so weit, Herrn Guizot als französischen Botschafter nach Wien zu schik- fen. Die baldige Abreise des Marquis vou Normanby wurde eben- falls vielfach besprochen, scheint jedoch noch nicht so nahe bevvrstr- hend zu sein, denn auf den “[Neu d. ist ein großer Ball in der englischen Gesandtschaft angesagt.

Mehrere Journale bringen ausfiihrliche Arisziige ans den nichts weniger als zu Gunsten der französischen Politik lautenden Urtheilen der londoner Blätter über die Reden der Herren Thiers und Guizot. Das Journal des Débuts bemerkt darüber: „Die spanischen Vermählungen riefen in England eine Mißstimmung hervor, welche wir für natiirlich, obschon fiir ungerecht halten. Es versteht sich

also von selbst, daß die Rechtfertigung, welche Herr Guizot für seine Politik vorzubringen genöthigt tvurde, das gleiche Gefühl in Eng- land wecken mußte. Die Sprache der britischen Journale scheint uni"; bedauerlich, ist aber durchaus nicht außerordentlich oder uner- wartet.“

Der Constitutionnel widerspricht den Angaben englischer Blätter, als habe Herr Thiers vor der Adreß-Drbatte Konferenzkn mit dem Könige gehabt, dieser ihn gebeten, nicht über die spanischen Heirathen zu sprechen, und ihm Aussicht auf baldige Bildung eines Ministeriums unter seiner Leitung gemacht.

Der Minister der öffentlichen Arbeiten hat versprochen, drn Kam- mern cinen Geseß-Entwurf vorzulegen zur Ermächtigung der Staats- kasse, den Eisenbahn-Compagnieen je nach dem Vorrücken dcr Arbei- ten die Cautionen zurückzugeben.

Professor Mirbeiet hat gestern im Collégede France seine Vor- lesungen iiber die großen Männer des achtzehnten Jahrhunderts br- gonnen. Der Gegenstand seiner ersten Vorlesung war Mirabeau, den er als einen bestochenen Doppelzüngler und Komödianten schil- derte. Ehe die Vorlesung anfing, fanden im Auditorium sehr stiir- mische Scenen siatt; ein Theil der Zuhörer stimmte die Marseillaise an, Andere zischten und pfiffen, beide Theile wären fast handgemrin

eworden, endlich vereinigte man sich dahin: „(";-miro rim [)x-“mx! . amais (311 [**r'ance ['Inßlair; ne [“i“-Zrmr'ak“ zu singen; erst Miche- let's Erscheinen stellte die Ruhe her. '

Großbritanien und Irland.

_ London, 12. Febr. Die Eisenbahn-Bili Lord George Brn- ter fiir Irland bat eine vollständige Minister-Krisis zu Wege ge- bracht, indem Lßrd John Russel in der gestrigen Unterhaus-Sißung ausdrüchch „erklarte, die Minister würden ihre Entlassung einreichen, wenn die Bill die Genehmigung des Hauses erhielte. Schon gestern

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Vormittag batte der Premier-Ménisier ciner Versammlun der libe- ralen Mit lieder des Unterbauses in seiner Wohnung dre Gründe dieses Ent7chlufses der Re ierung aUSeinandergeseyt und dabei be- sonders hervorgehoben, da der Vorschuß der bedeutenden Geldsum- men, welche die beantragte Maßregel erfordert, die finanziellen Ver- hältnisse des Landes wesentlich stören müßte; die Bill Lord George Ventinck'o sei deshalb in ge enwärtigem Augenblicke als unpolitisch und gefährlich zu betrachten, ?o daß das Ministerium es für seine Pflicht halten müsse, abzutreten, wenn der Plan durchgehe. Die Versammelten Parlaments - Mitglieder verpflichteten sich, Alles aufzubieten, um die Verwerfung der Bill zu bewirken, auch sollen vier irländische Mitglieder, nämlich O'Connell mit seinen beiden Söhnen John und Daniel und Herr Bellew, dem Mi- nisterium ihre Unterstiiyung zugesagt haben. Ein Versuch der Mi- nister, Lord George Bentinck zur Zurücknahme oder Wenigstens zur AusseHung seiner Bill bis nach Ostern zu Veranlaffen, soll fehlge- schiagen sein, obschon die Regierung das der Bill zum Grunde lie- gende Prinzip adoptiren wollte; der Lord soll geantwortet haben, er werde die Bill unter allen Umständen zur Abstimmung bringen, und im Fall ihrer Verwerfung sofort eine Adreffe an die Krone dem Hause zur Annahme vorlegen, damit die Regierung die Prinzipirn dcr Bill sich aueigne. Wrrde diese Adresse angenommen, so ser dies einem Mißtraucns-Votum grgen die Regierung glrich zu achten und der Rücktritt der Minister unvermeidlich, Sir Robert Peel mit sei- nem Anhange, der sich über die Maßregel noch nicht ausgesprochen hat, diirfte indrß in dem also vorbereiteten Kampfe den Ausschlag eben. 7

9 Zu der gestrigen Sihung dcs Unterhauses stand die zweite Lesung der Eisenbahn-V-ll Lord George Ventinck's, also die Ent- scheidung des angedeutetrn Kampfes zwischen dem Ministerium und der Protectionisteu-Partei, auf der Tagesordnung. Eye aber die zweite Lesung der Vill beantragt wurde, verhandelte man noch einige andere Geschäfte, und Herr Sharma" Crawford beantragte 11a- mkntlich eine Rrsolution des Inhalts, das; vor Allem dic irländischcn Pachtverbältnisse durch gksetzliche Bestimmungen zu ordnen seien. Der Antragsteller hatte dabei, wie ausseinemVortragehervorging, haupt- sächlich die Einfiihrung längerer Pachttermine und die Verfiigung, daß dem Pachtcr für Verbesserungen seinrs Pachtgrundstiickes Entschädigung zugrsickiertwerdk, imAuge. Sir D.?korreys unterstützte den Antrag. Herr Tuite wollte nur in einer Abseniee-Steucr eine wirkliche Hiilfe fiir Irland erblicken. Lord Castlerea gh und Obrrsi Couolly glaubten den Grund des Uebels darin suchen zu miiffrn, das; die auf das Pacht- Vcrbälttris; bezüglichen Grseße zu aligemrin srien, um auf die in dcn Verschiedenen Gkgeirdkn Irlands bestehenden verschiedenen Pacht- Systcme Anwendung finden zu können. Herr Labouchi-re bran- tragte Namens der Regierung die Vorfrage, cinestbcilö, weil eine Resolution, wie die vorgeschlagene, zu keinem praktischrnRrsultat fiih- ren könne, airdcrenthcil»), weil die Regierung selbst bereits mit einer Bill zur Reform der Pachtverbälinisse beschäftigt sei, die so bald wie möglich nach Erledigung der ]“th vorliegenden irläridischen Maßnahmen eingebracht werden solle. HerrSharman Crawford nahm darauf seinen Antrag fiirjeßtzuriick. Nachdem hierauf Herr Strutt eiireBill eingebracht hatte in Bezug auf die Verhandlungen der Eisenbahn- Kommissionen, welche eine lebhafte Unterhaltung Von keinem allge- meinen Interesse hervorrief, sollte zur Tagesordnung geschritten wer- den. Es erhob sich indeß sogleich Herr Smith O'Brien (wahr- scheinlich im Einverständnis; mit den anderen irländischen Mitgliedern, Miche *Ide I. Russell ihre Uuterstiißung versprochen hatten), um Lord Ventinck zu bitten, seine Motion auf zweite Verlesung der ir- ländischen Eiscnbahnbill noch einige Zeit auszuseyen; man habe in Irland noch nicht Zeit gehabt, sick dariiber auszusprechrn, und man dürfe einen solchen wichtigen Gegenstand nicht voreilig erörtern. Da es offenbar sei, daß die Regierung ihre“ Exi- stenz an die Entscheidung des Hauses iiber diese Frage geknüpft habe, so sci wohl zu bedenken, daß ein Ministerivr'chsrl für den Moment alle' Maßrrgeln hemmen würde, und es sei doch sehr niithig, die vrrhungcrnde Bevölkerung mitLeberismittcln zu Versehsn. Würde die Regierung eine ähnliche Maßregcl Vorschlagen, so würde rr ihr briirrteir, nur nm einen Minister-Wechsrl zu verhüten, wäre sie aber nicht dazu geneigt, so würde er später fiir die Anträge Lord Bentsnä's stimmen. -- Herr Shaw schlikßt sich dem Wunsch aus Aussetzung der Frage an, möchte indessen aus der Bill keine „Kabi- neisfrage machen. Lord John Russell ersucht dagegen den edlen Lord, glcick, mit der Bill vorzuschreiten; um so mehr mirffe er sich gegen jeden Aufschub erkläreii, als man first m drr ganzen Zwischenzeit iiber die Politik “kult" Regierung" tn Ungewißheit schweben wiirde. Srbon jeßtjmirne er 0er erklaren, daß eine Anleihe von “16 Mill, Pfd. fiir irlä'ndrsche Eisenbahircn nicht mit den Absichten der Regierung und der Ftnanzpoiitrk verrrnbar sri; daher werde er sich fiir Verwerfung des Bknktiickschkn Plays gus- sprechen, da derselbe mit dem Finanzplan der Regierung für dieses Jahr durchaus nicht in Einklang zu seyen. Er bitte daher den edlen Lord, gleich seinen Antrag zur Entscheidung zu bringen, indem ieder Verzug darüber das ganze Geld-Sysirm de? Landes in Unruhe und Störung vcrseßen würde. Uebrigens möge man Wasser:, daß die Regierung in dieser Session durchaus keinen Plan

fiir ein ausgedehntes Eisenbahn-System in Irland einführen wolle, _ Herr Osborne ist auch fiir unverzügliche Erörterung der Frage, erklärt sich aber für die Eisenbahnbauten. _ Herr Vuttler bemerkt, daß die irländischeu Mitglieder fast einstimmig sick dafür entschieden, daß es rathsam sei, der edle Lord möge seine Motion auf gelegenere Zeit verschieben. - Lord G. Ventinck erklärte hier- auf, daß er nach wie vvr davon überzeugt sei, daß sein Antrag fiir die irländischen Interessen die höchste Wichtigkeit habe. Gegen ;54 irländische Mitglieder hätten ihn um Aussevung der Motion gebr- ten, Was ihn befremde, da seine Maßregel wvhl so dringend sei, wie jede andere, Indessen hätte rr gern diesem Allsiiinln sich gc- fiigt, um so mehr, als seine edlen Freunde die Existenz des Mini- steriums an die Verwerfung des Antrags gekitupft hätten und zu befürchten gewesen wärc, daß alle sonstigen Maßregeln zur Unter- stiixnrng Irlands durch einm! Kabineerchsei ins Stocken gerathctt wiirden. Nach der Aufforderung des Premier-Ministrro aber und auf desen Erklärung, das; er dil Erörterung der Bill jrßt fiir abso- lut dringend halte, wiirde kk nicht seine Pflicht erfiiUr-n, wcnn rr noch länger damit säumen wollte, und was auch immer die Folgen sein wiirden, so sei er nicht dafiir verantwqrtlich zu machen. Wäre der Minister dann fest cntschlossrn, in solchen Srbwicrigkcitrn das Ruder 31; verlassen, so möge man Wissen, das; er und seins Freunde nicht vor denselben zuriickbcbten. Herr Roebuck spricht sich dagegen aus , das; man aus drrscr Frage eine Partei - Frage mache. Lord John “Russell habe bereits erklärt, das; er nicht die Verantwortung dikskl'Zlel tra“ gen wolle. Auch er erkläre sich dafiir, das; diese die' Grid-Jnierrsscn des Landcs so lebhaft brrührcnde Frage glc't'ch zllk„E'"sch)lWU"A Ik“ bracht werde. Die Tagcsordnnng sollte darauf darrrbrr verlesen wir:- den, wurde indessen auf heute beringt. ““ JM Überhansr kam nichts von Interesse vor, ,

Nach dem Edinburgh Cobrani mehrt sick) d1245r][)ldcr(55c- waltthaten in den schottischen Hochlairdcn so sehr, da[; dicdort stationirten Trupprn bedeutende Vcrstarkung haben an sich Jlkhln mu en.

ffUrrscre Blätter thrile'n [)(-irie rin Vom Lili. Januar daiiries Schreibcn des portugiesischrtr Jinanz-Ministrrö crnxdcn Präsidenten des hirsigcn Comii-"ö spanischer rind portugicxischcr ,Zoitds Inhaber, „Herrn R. Thornton, mit, in Welchem dkmselbrn angezeigt wird„ das; die doppelte Tezima-Abgabe von den Dividcndcn dcr aiic'wirrtigcn Schuld durch Trkret vom 25). Januar aufgehoben ivordci1_ sci, und daß die am 1. Januar grmachtcn Abzüge, sobald es diciimjtirndr gr- siattcn, zuriickgrzal)“ wrrdrn sollen.

“Lic Times besprbbt dic Mitthrilimg cinrö Wochenblatics, da[; die Direktoren der Bank beschlossen liiitrn, “1 Million Pfd. St. 1?- duzirter .“Zproz. Stocks zu Verkaufen, wovon brrcitö Rt)(),1i|i1ind, Si. verkartft seien und noch *..)(thitj Pfd. St., “je nail) dcn] Stand drö Courses, zu Verkarifen blieben. Diess Nachricht [)at-groxxcö ?[ufsrbcn errt'gt, da die Bank dicse Papirre mit .“; pCi. Vcriuxt *.*r'rkprrft babsi! miiszte und dieser Umstand allein sebr ungünstig [chou aiif dcn Siand drr Course zuriickzuwirkrn geeigm't wäre. Obglrtch mir" nun dikslk Nachricht noch keinen Glauben srbrnkt, „so hirli dre Ttinks es doch fiir nothrvkndig, daß man die Wahrheit dqiitbcr rrfahrc, und die Actionaire wiirden bei der nächsten halbjährlichen Generrrl-Vcrsamiir- lung die Gouverneure dariiber zu befragen urid, falls die „Salbe ,]lck) bestätige, zu ermitteln haben, wie dicsejNachrrcht ms Pnblrkrim batte geratbeu können, da irdknfalls die Dtscrctron dadurch vrrch wor- den sei.

London, “13. Febr. Die Debatte übe)“ dic zwsiir Le'srrtrg dsr Bill Lord Bentinck's hat gestern im Unterharqe brgormcn, rs [| abrr "Ick Uschi zur Abstimmung gekommen.

)( London, 11. Febr. Zn „iritzrm andc Cnropa's Qiisikk Deutschland wird wohl dir" großk ?liikirndigung „til Zbrcni Blaitc voin Eten d.M. mit einem grbßcrriantcrcffc rind ciner bxrzlnhrrcn Thril- nabme aufZenommr-n wordcti sern, als bei dem britrjil)cii Volke und innerhalb dieses .“)icirhcs. Man möge England, dejsrtr ?iiispriiibe, un- ter die t'l'ste'i! Staatsn der Welt gezählt zu werden, sicb hauptsächlich auf die allmäligc Entwickelung sr'inr'r geschichtlicher: Institutionen und auf die Aufrkchtkihaltrmg jouer Prinzipien der Freiheit sliibcn, Welche Von srinrn aitcn dcrrtschc'n Vorfahren errrbt und in neuerer Zeit durch die Thronbc'stkigung cinks dr'utschcn Jiirsten-Gcschlechtö gcschiiyt wirrdyn siiid - mati mögc England erlauben, seinslebhafteber'wxndtsrhaftliche Frrudrzu äußern, wcnn Preußen und Prénßknö Mdimrch dic Grrr-irdlagc zu jenen Naiional-Zirstitutionen gelegt haben, welche tn i_mscrcnchttaltrr dic sichcrste Basis öffentlicher Wohlfahrt, nationaler G1“ö[;r und monarclmschrr Macht sind, Jeder Staatsmann dieses Landes, iibcrl)a1rpt Jeder, der von den auswärtigen Beziehungen Englands eine aufgxklärtc Ansicht hat, empfand vor Allem einc wahrbafre Freude iiber den Zri- wachs an Stärke und Vrrtrauen, welchen diese Maßregel der prou- ßischen Monarchie bcilkgt, und gab sick) dann der nicht Wyniger zu:: versichtlichenHoffnung hin, daß diese Maßrcgel dazii bcitragcn werde, die Vezikhungcn zweier Staaten zu stärken, ivrlche so vie'lfarhrn Grund zur Einigung und so wenige Ursachen der Ncbcnbuhlc'isihaft und des gegenseitigen Mißtrmrcns haben,

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anderen Lande“, sagt er, „weder der

zu erinnern. „In keinem

neuen, noch der alten Welt, mi: t d' ' “' “"""“ “!“"- “WschmßUchk kiv"“SZ"- ßia ***-ii biiiiickiiiiaxirleickdeeksc1ésikii- “"h“ die '*'ä"d§sch“pkokkskanti che Kirche als ein Außnahmefau Weder in R"“ "“' "' d'" Kow'" “" die anglikanirob: Krr'che Ans ck :aäaxesé: YYY'YZKLF'SIFTUTUbxißölkkkschasten als eine Staatsiirclxcmzu ' ' me !an etet d - - ., vou 8,000,000 Seelen mit einer Kirche, FächékckjxxrspMeW dB'volkka hören. Man Znacht dafür tliend, daß die Pkokkskanten ,obwobTvté'n Mgr- derzahl, do-xb emen großen bei! des Grundes und Bodens dex !: l m. dazu die hohere Intelligenz befisen, Ick will nicht unmsucherisri univ Protefiamen in Irland zu all diesem Eigenthum gekommen smd , dw e ?k würde damit alte, moralrsrheBeulen ausß,ch,n„ welche btffer géskölossemnblcib ben; will auch nicht untersuchen, ob Kaiboliken, wie die Herren O'Élon und Shit], nicbt so viel Ge"! und brauchbares Wiffen, kurz so Viel In?! ligmz im Kopfe tra en, als die intelligenteßen unserer seh, imeuj mtr . Brüder jenseit des !, Georg-Kanals. Aber „;ck: auch, Mbit?" KFZ so, so sage ich nur dies: wer ein solches rgument zu Gunßm «n„ Staatskirche ausfiel“, der hat keinen Brgri von dem Was? und Warum? einer Kirche. ?! eiuer Eisenbabn-Compagn : gilt das Vermögen allerdings 11! ! an die nzab], und es isi billig, daß ein Actionair mit 500 Actien m:?! Stimmen babe, als 5 Acnonaire mit je einer Artie. Auch eine Ver- m“ eu-Qualiscaiion für Pariammw-Mitgiieder ma hingehen; denn ob- wo ! Reiétbum und Imemgenz ni es weniger as korrelative Begriffe find, so is wär, wo es sah um eine egiolaiive Norm im Großen handelt, der Vm- en-Cmsu vielleicht die einzige anwendbare Regel. indem man von der arion aus bt: war kein E entkam hat, be | nicht die Mine], - |ck dk '!kaan «“Um-ng zu (hoffen. Aber ei Gründau eiuer -Mtcht ß», 5 anne Menscdeu mehr zu berücksichtigen, als Ein eicher. „D" N' is für den, der eine Biblioihek der beim theo- logischen erke befi t, minder wichtig, als für den Mitteiloseu, der * k“- V " 311 laufen, noch auch Zeit, sie lesen. Gelehrten

Religions-Unicrricht bleiben oder dafiir bezahlen? Das wäre eine schwere Belasiung seiner gerinqen Mittel. Soll er sich die Religionslehre als ein Almosen zuflicßrn in en? Das wäre eine unsichere und demüthigende Art. Darum lobe ich mir ein se'sibegriindctes Haus (Hottes, das auch dem Aermsten offen steht, nicht aus Gunst, sondern als Recht. Mancher jrxzt Lebende erinnert fick) wohl noch, daß die Einkünfte des fettcstcn Biothrrms in Irland an den Geßaden des Mittrinreeres von einem Prälaten vergeu- det wurden, dessen Briefe sehr unähnlich denen dcs St. Johannes oder St. Paulus u lesen, find _ !iltkrao nur] (:rnl-czcum'- in der Korre- spondenz der ady Hamilton. Noch immer ist die Zahl der bischöflichen Geistlichen, die nicht auf ihren Pfründen leben, nur aiizugroß.“

Eine sorgfältige Betrachtun? hat Höfken den geistigen, namentlich den literarischen Zuständen Eng ands gewidmet, deren Ergebnis; ihm die Ueberzeugung von der innigen Verwandtschaft deuischen und englijcben Geistes isi. Wenn auch in der (Henny das normänniscbe Element start! ck, so find doch die mittleren und unteren Schichten der Nation noch rm unverkennbaren Vefis ihres altsächfischtn Wesens. _Wo man dk" Gendit- man noch nicht angezogen hat, da spricht man nicht ]cnrs zusammengewur- felt: Conversations-Jdiom, sondern noch ein ziemlich reines Deutsch- Anf "*!* Land: * nur nicht bei dem Bediententrossc -- wenn Bauern fichjbe- Xußtn „und plaudern, hört man norddeutsche Mundarten, mit wenigen

„Umdtyortern gemengt. Das en lische SchissSvolk verständigt fich mit dem Y:?sJlxndksüjm, hanseatischen, ast noch mit dem dänischen ohne Dol- An Vomn'd'm Und die Jtländer reicher als die En [" d d d“

g an et, un re

YZZUKYUÜU "" "Wischen ähnliche Weise, in der sie gesungen werden, 4 " '" Schmerz eines niedergebeu en, leidenden Volkes aus. Zrlän- d sche Bam" "s'" "" ibrem unglii lichen Vaterland an das sie zuerst Fm" uud zureyt denken werden das ibeuetße uud Muße auf Erden ssianische “)“,me "b"" “ck““! i rem Mund und kls"n- :- balten die Uebnliesetungeu in langen edichten Lorin jedernZußchgeYer Hülse! mit Sagen gefeiert wird, Uebri mo her'rschj jetzt das Engliiche in Z; “".“ "“"“ "Mis“ Lakdßkkbe im geLit Binnenland: und an der

«sat Selk , [Mm, ß- pred en cm E v elbe: dit athoiikm aber, die _MÉ !A ck am:? &de um "so- 1:17!" Zum Geißlicber und Leh- m. o ! dem Atmen das Freiwiaigkeito-Prinzip? Soi! er ohne

i en est ausgenommen wo no das “:ck iu ' - neu häit sein: Neben kit englisxn SZach-ÉLY meY'tbFinFw-Fericéin

Wort oder einen Vers crfisch ein, der gewöhnlich laittcn Veisqll arndtrt.

'Das aussterbende Celiiscbe lebt nur noch tn dick 5L*lbzim'igirngen sort, dcm (Harlischen in Hochschottland, dcm 3?„y1111rschcn m ques, de;,m Maus! auf der Jnsrl Man und dem Erslscbcn „1-11 Jriand, Seit *.21 Jahren ,be- steht in London cine Gcsclischaft, die r_rsrjchc Crbauungöschriftcu"vrrbrcrtri. Im Jahre 18-15 wurden 25 neue erstiche Schulen Mit 2319 .*irndcrn rr- offnetÄll unser Reden und Wissen von englischer Tbatirafi tt_nd Selbifisian- digkeit in seinem Handel, seinem Gerichts: und Stadtcwcjrn erme'rst fich aber erst dann als fruchtbar, wenn es uns uber uns selbst und unsere Zn- trreffen aus!]ärt und zu eigenem Thun antrcrbtx Zn drrscm Punkt muß man dem Höfkenscben Werke eine durchaus nationale Gesinnung nachrrib- men, die in die Schule des Auslandes nur geht, nm dcr Hr-nzar dcfto nüslicher sein zu können. Hier find die schwebenden Fragen der ,;Zcrt, an deren Lösung aUe Wohlgesinnten zu arbeiten baden, dn- Z-iiriiist dcnkschxr Größe, deutschen Handels und was, sonst von erhebenden Hoxinimgen in den Herzen der Patrioten bewahrt wird. „;_;,

Der Hydrarchos.

Es ist bereits vor längerer Zeit in diesem Blaue (Allg. Preuß. Ztg. 1844 Nr. 52) erwähnt worden, daß Herr ])1'. A. Koch in Nord- Amerika das Gerippe eines Thieres aufgefunden habe, das von ihm Uigzunrinm ']*|rcr'i310cau|ot]0n (Sichclzahn) benannt wurde und sowohl durch seine Größe, als durch die wunderbare Form seiner Stoßzähne nntrr den lebenden wie unter den fosfilen Thieren bisher einzig dastand, denn dre Länge desselben betrug 30, die Höhe 15 Fuß, und ein ausgewachsener Elephant würde fich daher zu demselben verhalten, wie ein Lamm zum

Mutterschaft. *)

*) Das Nähere über dieses urweltlicbe Thier findet fich in einem bei dem König!. Hof-Bucbbändicr Herrn Alexander Duncker erschienenen erkc: Die Riesentbiere der MM“ oder das neu entdeckte Mixxuukinm “[]-sm_sm- caukoäon (Sichelzahn aus Missouri) und die M*askodontoidxn im Allge- meinen, von Dr. 21. Koch, mit 8 Tafeln Abbildungen, Berlin, 1845,

Was England betrifft, so ist es offenbar, daß die Unterbrechung sxiner Beziehungen zu Frankreich jest in allen praktischen Fragen vollständig ist und wahrscheinlich auch so bleiben wird. Das Guizot-Kabinet scheint ]“th bemüht, von Oesterreich den Beistand zu erlangen, den rs bis dahin von England erhielt. Allein diese Beziehungen diirften ihren Zweck verfehlen, während sie die Politik Englands zu Frankreich wesentlich berühren, so daß jevt schon die eifrigsten An- hänger der (znrmite ccir-iizlo zu erkennen anfangen, wie der fran- zösische Hof Ansprüche blicken läßt, die durchaus mit irgend einer ge- meinschaftlichen Handlung der beidcn Regikrungen unverträglich sind. Während demnach Frankreich zwischen seiner alten PolitZk und seinen neuen rcvvlutionairen Tendenzen schwankt, ist das englische Kabinet eben so wenig geneigt, den Eingriffen auf der einen Seite nachzuge- bc'n, wie den hkftigen demokratischen Leidenschaften ciuf der andkren sich anzuschließen. Auf jenerMittclstrc-ße gehend, welche zwischkndcn bcidcn Extremen der unbcschränkten Gewalt und der Zügellosigkcit liegt, und tvclibc die wahre kanservative Politik Europa'o bedingt, hat die englische Nation lange schon mit bksondcrem Vcrtraueu auf Deutsch- land und auf Preußen in Deutschland geblickt. In allen Fragen der Kontinental-Poliiif wird dic Stärke, die Zuverläsfigka'it und die Wohlfahrt Preußens mit dcn besten Interessen Englands identifizirt, und man hofft deshalb, daß die wachsende Kraft der prcußischrn Nation immer mehr dazu beitragrn wird, diese Bande zu festigen. Wenn die Lage und die Absichten aller anderen Kabinrtie Europa's grgrnwärtig dchr-lt aufgr-decktwerdcn könnten, so wiirde drr Anblick gewisser (erahrcn die kntschirdknstc Mahnung an dir Vrrcinignng drirtsrhc'r Politik mit der Politik Englands sein.

Italien,

„Rom, 2. err. (D. A. Z.) AmSchlusse drs vorigenZabrch cr*1chtcn hrrr von einem r'ömischcn Staatsmann unter drin Titel „,l'i-txiri- [jill'ljilk 5|r[[;j (kirktrlxjr'lk !]l'i (;nrtiirrnit? Z(Zkt'c'tur'im (siZixjit), (“[!][UléiÜixxl'llllj ()i/«i, (in] 24. ixstxztr) MUC)“, eine Flugschrift, wclche deri Zwrrk hatte, dic in Folge des Ruudschrcibrrrö drs Kar- diirals Gizzi durch Abkrglaube'n und Enghkrzigkrit ar! manch?" Ortrn ailsgrwu'gcltc liiid Aufruyr drohende Menge" zu byruhigcia Es heißt darin unter Anderem:

„Dic *))ki'imlngsvrrscl)iedcnlxcitrn iiber die nioralischr T'agc drs Volks und uber die chicrimg trrnnri' im Kirchciistnatc die Partei der Obstbran- sri) nnd die drr Progrcsfisti'n. Währcnd jrite allrs Heil von der Unwiffcn- brit drr Mangc, dcn Almosen dcr Vegiitcrtcn und dcm Strafrigvr erwar- ti'n, wollrn dicse, um dir soziaicn „Zirständc jcdwrdcr Kiassc „7,11 hrbcn, Er» zirbriitg [mit .“)iohrit, EUVTW siait “.'limoscn, Bildung und Birbc Jil!!! Witten statt Firrcht vor ,;Ziirbtigiing. Jene machen in Brtrrff dcs zwritrn Pitiiktrs daz kikrgirrrn Ul ciiirm Staanr-hrimniß nnd die Macht 31! cinem Mono- pol, wahrend diesc das (Hebrimniß diirch Oeffentlichkeit crsrßcir und diirrb ?iiiöirbiing gcsrHlicer “).)r'ittcl die chirrnng fribst bcrinfliissrn möcbtrtr. Ez rit'ilar, daß das Eine ziim Andrrcn fich vcrbält wie Ursache Ji|k Wrrirrng. Trim Wo das Volk durch die Wohlthat der Er- Zlc'l)|i11g mit dem Bcwiisxisrin eigener Kraft erkannt hat, wirs po- litisii) schlecht odcr gti! ist, da wird das Regirrrrrrgö - Geheimnis: lächerlich und das Machtmonopol cin Utopien. Die Mrnschcn zur Unwiffrnbcit und Armut!) verdammrn, isi ein doppeltes Unricht gcgen gött- ltrbcö (*Hcscxz imd HirmaniMms, Doch meim Unwissenheit cin Uebel ist, so wird eine nicht durch Reli iofität geleitete und zu den Brdirrfniffcn dek- Volkes in kcinrm Vcrbältni] e stehende Bildung kein Gut. Wenn Müßig- gang zu vcrbannrn isi, so muß doch nicht alles moralische Fiihlen eincr ziigrllosrn Thätigkeit des anustrialismus hingeopfcri werden.

„Das (Zirkular dcs Staats-Secrctairs is? eine wahrhafte und spontane Erklärung von Grundsäxzen, mittelst deren die Regierung über allen Par- tricn der (Zivilisation huldigcnd die öffentliche Meinung innerhalb der Griinzrn ibrrr Sphäre zurückruft. Der Obdkirrantismus vertraut dem Ztrafgrscßbuche: das Ciriular erklärt es fiir unfähig, Alles diirchzirscven. Ter Obsiurantiörnus fördert den Müßiggang und liebt Hand-Almosen, das Medium der Abhängigkeit; das Cirkular leitet vom Mirßiggange die Ursachen drr öffentlichen Verderbnis: hrr und predigt den Armen das hci- 1igc („Jessy der Arbeit. Dcr Obskurantisniuö will die Unwissenheit dcr Uliklkstl'n Klassen dcr Gesellschaft; das (Zirkular will sic mittels! citicr rcli- aiöo-moralisäpcivilen Ekzirhrrrig einer besseren Existenz enigrgensiilircn. Dcr Obskiirantiönmö will chicrungö -Gehcimi1iß und .“)iegicrnngö--Monopol; das Cirkrrlar erbittet „Hülse von der öffcntiichcn Meinung diirch die Mu- nizipal- urid Provinzmlrätbr. Dcr Obskirranéismuö will um jedr'n Prriö din 31,11"; (]!rl), ungeachtet seiner aufgcwiesencn Mängel; das Cirfiilar iiiirdigt einc :)icform-Eporbe an. Die Basis diescr abcr muß die Volks- rrzicbimg sein. Das Cirkular Will, daß das Volk religiös sci, und des- balb wiinsrbt es dir Hiilfc_ dcr Pricßcr; es will dasselbe gcßttct und «9. bildet, wwbalb dic Hiilkc edler *und rechtschaffrner Bürqcr bcansprrirbt wird“, es will dasselbe tbätig, und deshalb ladet es zurCrlernrrng von Handwcrkrn ein; es will daffclbr disziplinirt, und dcöimib soll es an die HandbabllW dcr Waffen gewöhnt wcrden. Dirjrnige Regierung, Welche dic Y)]kjjjtajx-Disziplin als Mittel drr biirgerlichrn Erziehung adoptirt, bu!- digt der Würde dcö chnsibcn und drr Treue drs Unterthancn. “Die Nr- gierung, wo1chc bci gesrleichcn Reformen in sozialen Vcrbältuiffrn dcn Rath dcr Mitbürger wiénsrbt, scxzt drm Machtmonopoi eine (Hränze. Die Regie- rung, wclche sich nicht siirrbtrt, das Volk arrfiuklärcn und zu bewaffncn, er- liiirt Angrfichts der Welt, das: sie dem Dcöpotiöm-ls entsagt.

„Dcr rrgicrcndc PCWÜ isi Überzengt, das; die den meisten Italienern Unserer Tage gelänsigrn Throriecn und Tendenzen wrdcr unmoralisch, nor!) gottlos, noch nnsriibrerisrb find. Allein rmpaffrnd fiir den Kircbcnsmat sind die Throriccn, welcbe dicSouvrrainctät scbnri'ilcrn nnd die Ncchte drs Kar- dinai-Kollcgiiims vcrlrtzen wollen. Dic crftere ist ein Depositum, kein Do- miniirm, und die zwritcn Vcibiirgrn ["ka ("(jljx'kknkid. Der Wille des Papstes ist beiden gegeniiber nicbt allmätbtig. Unpaffcnd find auch die Tcrrdcnzcn, tvelcbc dcr Rrgicrnng zumutbrn, iibcr jene Traditionen hin-

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wegzuspringen, welche die Grundsteine aller Reformrn sein müssen, die in italienischen Staaten ßabil werden sollen. Gefährlich fü, die öffent- liche Ruhe find jene Theorieen und Tendetizxn, welche den Papst zum Urheber von Unfrieden zwisehen chnßlrchxn Fyrßen machen möchten und von ihm Handlungen erwarten, welchx drr-Granzcn mrralisrber Wirkun en und die des Beispiels überschreitrn. DU" pqpßllchcnllnterthanen mögen nicht glauben, daß ihr Fürst durch emen Streich gegen alle politischen Konve- nicnzen eine vollständige Reform entwerfen und durchführen könne, Wür- den die italienischen Fürßrn nicht besorgen, der_Papü möchte alte Präten- fioncn erneuern und unter guelfiscber Fahne die Provinzen Italiens wcr- sammeln? Nicbt zu viel mögen die Völker hoffen, nicht zu viel die Fiir- sten siirchten, Man unterscheide Zwischen ciner wirklich ronsiitniioncllen Rrgicrung und ciner durcb humane (Hrundlagrii gemäßigten; zwischen eincm Fürsten, der einen Thril seiner Souveramemt aufgiebt, und einem, der [cinen Uuterthanen die freie Ausübung, ihrer hriligrn, irnvrrlrßlichcn Rechte wiedergiebt, tvclcbe dcr DeSpottSnrrrö risiirpirt hatte“, zwischen einem Papste, der die Fahne der Unabbamgigkcit Italiens aussnckr, „und einem, der sicb weigert, Anderen als Weikirug zii dirirrn, sie för- dcrt durcb Vrrtbcidigirng gegen Lisi und gegen frrmdc Unbill. Zwischen beiden ist ein writer Raum, welchen Sophisicrei, niedrige Lcidcnscbaftrn urid kleinliche Eifersucht weder vrrklrincrn, noch verbergen ibnnrn. Und inner- halb dieses Rnnmrs ist Platz frirCivilisationö- iind Jirihritö-Vcstrcbungcn, welcbe drr Pabst ungehindert hriligcn kann, wie er gctban; es ist da Pink) sur Tcndrmrn, die gefördert Werden können ohne Störiing der öffentlichen Ruhe, und se sollen ausgefiihrt tvcrdrn. Warten dic päpstlfcbcn lintcrtba- nen in Frieden, und die ihnen gemachten Vrrsprccbiriigcn Werden rrsiillt werdrn! Warten dic Ztaiicnrr, und das Loos des schönen Landis tvrrd obnr Aufruhr ein anderes werdcn! Erinnern sicb beide an die zahllosen Hindernisse, drtrcn cin Resormsiirsi nothwendig bci jrdrin Srbrittc brgcgnrn muß, und beklagen sic sicb nicht, Wenn die Eile drrLiitsfiiiirrinJ drr Schuri- ligieit ihrcö Wunschrs nicht entspricht, (chrn sic bride virlnicbr dem sie bcacbtrndrn Europa Brwcisc, daß fie cines beffrrcn Gcschickö wr'rtb sind.““

Spanien.

ck Paris, “12. kar. Es ist keinem Zweifel mrbr untkrwow fen, das; auch in den baokischrn Provinxcn iind Navarra Vorbrrritun: gen ge'troffrn werden zu einkm Schlage, drn rie karlistische Partci iin herannahkridrn Friihjahr mich dort zu fiihren ge'dcnkt. “Dic I)ie- gierung zii Madrid hat zwar die Vrsnxximqmi diescr Provinzr'n durch kiicgimentcr mw dein Innern br-rsiärken lasst"; die Brhiirdrn rntrvikx- keln die größte Thätigkeit mid brwache'n 01er schärfste jrdcn Schritt und Tritt der rvcgrn ibrrr karlistisrhrn (Hesiriiiiiiigrn bekannten Män- "rr; die' komnmndirrtidkn Gr'trkralr' und dir Grfc-Politicoö mnchen unanfbb'rlich Rundtrise'n irt dcn ihiien Vr'rdacbt ciirflösrendkn Vrzirken, nm dll! Eifer ihrer liritrrqebcnrn str'ts wach zu ribaltrn; kt'sst'lllillgl- achtet reichen alie dicse Maßrrgkln nicht aus, die in dir kmlistischcn Pläne Eigrwribtctr ani Foribktrirbc ibrrr I)iiistringcn zn bindrrn, und sie sieben diirch zuberliissige Seridborkn in 11111111U'1[*kl)ch)k!iknj geheimen Vrrkcl)r mit einander, so wie mit ihrrnFreiriidcn jenseits der (551111139. Die Namrn der zur Leitung des Uutcrnebmrns bestimmten Männer, die' Punkte, wrlche als Hauptstiiypurikte der Bewegung diciicir sollen, gehört vonMund zuMund, aber es fehlen der Bihördc die nmtrricl- lmchwcise, um cinschrritrn zu können. (Bernds darin liegt der Br*- Wcis dcr großen Umsicht, mit wrlchrr dir Rariisicn bei allen ihren Schritten und Handlringkn zu Wrrkc geben. Indes; schrint ausgr- 1ir.*.cht, das; sie in drii baskischen Provinzen im Allgrmcinen nicht auf großen Anklang rechnen können, Wenn man cinige Distrikte von Béécaya etwa auönimmt, welche auch während des „lebten Bürgerkriegs durch ihre besondere Crgcbenbcit fiir die karlistische Sacke sich auszeichneten. Zn BiScaya ist in dieser Beziehung der Distrikt von Durango beson- 'ch lange das Hofinger des Don Carlos

ck

ders zu nlnnen, wo bekanntlr sich befunden hatte, in Guipuzcoa die Gegend von Villasranca und die zunächst an Navarra anstoßenden Bezirke, auch in Alawa können die Karlisikn aus einigen Beistand rechnen; aber, wie ge- sagt , im Ganzen ist die Bkvölk'erung fiir Arifrecbthaliung des Friedens, nachdern eine lange , mrhr als sechsjährige Erfahrung sie hinreichend iiber die traurigen Folgen drs .Krir'gks bk- iebrt hat. In Navarra wirrzrin die karlistiscbrrr Sympaibire-n noch viel tie'fr'r; ein großer Theil dt'r ganzen Ba'völic'rung der kleineren Städte wie der (Hebirgs-T örsrr bat sic noch treu brwabrt uud wiirdr', wcnn ks zu einem criisilicbrn Airobritchr kommt, aus*») iilrrc keinen Anstand nkhmr'n, das Glück drr Waffen zu Versuchen. Zn Navarra war es auch, ivo, wic friilxrr iii Catalonir'n, die zur Cinrcibring ins Heer aus;]ehobrnkn Rckrutcn sogar offrnen Widerstand wagtcn und zu Tafalia, Estella und anderen Orten den Behörden, ja se'lbsi de'n klriiicn Trrrppenabthkilungkn, die man zukrst gigen sic aufbot, har:- n-acktgkn Troy cntgrgrnseßten, bis sie endlich durch eine stärkere Mi- lrtairmarht zu Paarr'n getrieben wurden. JLHk erwartet die Schul- digen schWLre Strafe. Der Staato:Anwalt zu Pampriona hat in seinen Anträgen an das Grricht ersic'r Instanz daselbst, welchmn die Strafe zur leurtheiiititg anheimsicl, gegen mehrcrc von ihnrn (35c- sangnrßstrasc von “.I, 4, 6 und selbst 8“ Monatrn verlangt, airßcrdcm Verurthriiung derselben in die Rosie". Inch wird durch dre Vcrurtheilung diesr'r Individuen in der Hauptsache im Grirndc itichts xrreirht, denn der Weiß der Bcvölkrrimq wird dadrrrrh nicht rm grrrngsicn grändert, die Crbittcrutig der Familien, wrlcbe' rinr's oder mehrere Gliede'r unter dcn Von den Verhängtkn Strafen Bc,- troffenen haben, vielmehr noch gesteigert, und sir wride'n dabei“ wahr- schkinlich mit (Liscr dic Grlkgrnbkit ergreifen, Narbe zii ncbmcir. Zwischen den Karlisien in Navarra Und je'nr'rr in Horbcamlonfrn wrrdcn durch Vertraute, die sie anch in dcn Gcbirgo-Tistriktkil von

Ober-Aragonien zählen, fortlaufende Verbindun en

In der Ge end von Huesca sowohl als von BarbgasirouFiOerYiarUFité catalonische ZNovinz Lerida hinein haben die Karlisien viele Anhänger nur daß sie in diesem Theil von Aragonien vereinzelter wohnen, daher weniger gemeinschaftlich und im Einverständniffe handeln können: Die Banden unter Ros de Eroles streifen auch von Balaguer, CubaUs und Agramunt aus manchmal bis an die Ufer des Cinca vor, wäh- rend sie auf der anderen Seite sich nicht scheuen, auch in der Ebene zu erscheinen, was hinlänglich von dem Selbstvertrauen zeugt, das sie bereits besiven.

Der Genrrak-Capiiain Breton war am 29. Januar Nachmittags wirklich schon in Cardona (bekannt durch sein großes Gewehr-Maga- zin) mit der Hälfte der Kolonne, die er von Barcelona aus mitge- nommen hatte, eingerückt. Am folgenden Tage rückte er gegen Sol- sona weiter, wo cinen Tag nach ihm auch die andere Hälfte seiner „Kolonne, welcbe seitwärts einen Streifzug gemacht hatte, wieder zu ihm stieß. Von Solsona aus wollte er dann oprrrren, xe nachdem ks die Umstände erheischtkn. Wie sich erwarten ließ, zrigti' dichvöikerung der ganzanegend, welche er durchzog, iiberall die brstcn (_Hrsinnungen; Jeder weiß, wie gefährlich es wäre, auch nur Linen Schmirn vou Verdacht Vor der unerbittlichen Strenge des Ge- nrral-Capimins auf sick) zu ziehen, was aber diese Bevölkerung nicht hindert, ibrc wahre Gesinnung an den Tag zu legen, sobald sie es ohne unmittelbare Gefahr thun kann. Den Karlisikn kam anfangs das urntrale Gebiet der kleinen Rrpublik Andorra sehr zu statten. Von dorter bezogen sie früher Waffen, Kriegsbedarf aller Art, selbst Le- bensmittel, und fanden andercrseits im Fall der Noth eine sichere Zuflirchtöstiitte. Nun läßt aber der General-Capitain Breton die (Hränxe narh dicser Srite so streng absperren uud überwachen, daß aller Vrrkrbr fast absolut rmmöglich wird und die Bewohner “des nrutralcn (*Köebietes selbst schwer darunter lciden. Ob das Gerücht don ?ibsa-Hung des Gouverneurs von Seu dc Urgrl begriindet war, läßt sich noch immer nicht mit Sicherheit angeben.

Das Vorstehende war schon geschrieben, als mir noch neuere Nachrichten von der catalonischcn Gränze bis 7. Februar zukamcn. Man kann sich kine Idee von der Ve'rwirrung machen, die in allen am; Catalonicn kommenden Nachrichten herrscht, wenn man hört, daß drr (Mneml-Capitain selbst durch falsche Angabe?" getäuscht worden sein soll. Denn nackdrm cr zn Cardona und Solsona angekommen war, svll rr c-fabrru haben, so sagt sogar sein rigenrr Bericht aus Cardona Vom 29. Janirar, das; er allen seinen miiitairischen Macht- aufwand mir gegen cine kleine Bande von kaum 110Mann gerichtet habrn soll, die „schlkchk brwaffnet, ohne Munition waren und bei seiner Annäherung aus einander licfrn.“ Indes; brrrscht hierin offen- bar ich so gut Ucbcrtrcibung, ald vicilricht in der allzu starken Srbäbimg dcr Barrdrn lag. Die Thatsache ist unumstößiich, daß drr Iirirgözristand wirklich schon dort besteht“, und daß zwei Männer auf kariistiscbrr Seite" ihn unterhalten“, der ehemalige Brigadier Ros de Erolrs nnd drr Kanonikus Tristmiy, der bekanntlich das Land seit WIT) keinen Augenblick verlassen hat. Man macht sich vielleicht eine falsche Idee don Tristam). Er ist ein kaltrr, ruhiger Mann, voll Ver- tranrn und beinahe Sorglosigkeit, wozu sein Charakter als Priester wohl cbc'n so gut beitragen mag, als die Sympatbicxn, auf welche er fiir seine Sache rechnen zu können glaubt. L'ber-Aragonien, des- sen Berge sich bis ans Meer erstrecken, besiyt viele klline Häfen, durch Welche die Karlisien Geld und Waffen aus drm Auslande br- ziehen könnien. Ober-Aragonikn war gewiffr'rmaßcn das große De- pot, wo Cabrera seine zahlreichcn Bataillone rekrutirik. Diese Leute, welche rmtrr ibm gedient haben, nachbkr aber meist in ihre Berge zuriickgrkrhrt sind, diese Lkliik, wclche Tristany sieben Jahre hindurch zu verstecken wußten, Wcrdcn schwerlich siti) riibrcn, so lange es dcn Führern an Geld fehlt; und darum isi cs grsährlich fiir die' beste- hende chikrung, ihnen die Verbindung mit dem Merke offen zu laffkn. Wynn es sonarh dcn kariißisckicn Vanden wirklich an Muni- tion fcbit, wir (5):*tteral:C-1piiain Brrton sagt, so liegt darin der Bl- wris, daß sie nichts iiber See erhalten haben, daher gezwungen sind, isolirt zu handeln. Aber auf der andkrcn Seite ist auch wohl zu be- drrikrn, das; dm“ ?lugrnblick, wo [UÜU in Lbrr-Aragonicn Krieg füh- ren kann, noch nicht gekommen ist. Jcßt sind alle Berge daselst niit Schuck bedch't, man kann weder bivouakircn iioch “.)ka-l)tiiiär*schc nmchkn, mit cinkm Worte, man kann dort noch nicht das Feld [)alicn. (Henle-Capitain Breton sikht sich, wie aus den oben mitgetheilten Notizen iibcr seinen Marsch hervorgeht, ge- nbthigt, sich ebenfalls auf der schon grbabnten Straße zu halten, und Mr das Land kennt, iir wclchcm er sich befindet, wird begreifen, daß cr nichts Anderes thun konntr. Tork aber können “200 Mann aus Lbcr:Aragonicii, gewöhnt an die Terrain-Sibwierigkeiten des (Hrbirgolandcs, “„I-iti!) Mann Truppen, von Welchen sie verfolgt Wer- den, [('-[ige in Schach halten. (Fs giebt dort eine Unzahl von Stel- lungen, zu denen man so zu sagen nur auf Jelsonstaffeln emporstei- gen kann. _Von diesen Stellungcn aus kann der geübte Guerilla sei- nen (Hegner nrcken, herausfordern, und dieser hat oft drei, vier, fünf Strrrrkmi Wach zurückzulegen, bis er jenen erreichen kann. Kurz, die (Biirrillaö können sich den Boden, wo sie den Angriff erwarten wollen, srlbst atiöwäblrn, und wo sie ihn nicht giinstig finden, fick zurückziehen, ohne daß man ihnen schnell genug zu folgen Vermag. So ist es auch drm GcneralCapitain Breton ergangen, er vermochte Nie-

manden zu erreichen. Es geht ihm, wie es den Franzosen in Afrik

. _

Herr ])r'. Korb, unrrmiidlich im Aussuchen urerilicber kIchrnständc, fcbrtc im Mai 1824 nach '.)kord-Amrriin ziiriick, brsiicbtc zurrß die an fossilen Korallrn rcichr (Hrgcnd an drn Wasserfällen des Ohio und ging von da nach Bloomington im Staate Zotva (Aiowäb), wo er eine schönc Sammlung fossiler Pflanzenreste aus dem bunten Sandstein zirsammc'n- brawtc. Auf der Nurfreise von dort narb dcm Staate Missouri fand er in den znr obcren filmischen Formation gehörrndrn Gesteinen an den un- irren Stromschnellen dcs Miisissippi einige Kiiochcn, die, wie er glaiibt, Ucbcrrrsie cines Frosches oder Salamanders von ricsenbastcr Größe find, und beobachtete in Jrffersou-Coirntv (Missouri) im Bergkaliftein die be- rühmten Bildungen, wclche dcm Eindrucks cines Morrsckxenfrißcs ähnlich schen, wenn auch nicbt anzunchmcn ist, daß sie von Menschen herrühren, obgleich allcrdings damals schon tvarmblritigeThierc lebten, denn auf eincr diescr Felßpiaxten brfindrt fich neben einem der erwähnten Fuß-Eindrlich die Spur eines Vogels, der wahrscheinlich ein Sumpfoogrl war.

Nachdem Herr l)r; Koch bei der Abreise von St. Louis im Dezember 1844 durch das Treibeis gezwungen worden war, nebst seinen Reisrgefähr- “" dadDampfbooe zu verlaffen, waö nur mit großer Gefahr dadurch be- werkstelltgt werden konnte„daß man Bretter iiber die Eissckxolien legte, ging er zu-Lande nach drm „kleinen Staate Golconda am Ohio, wo er in dem devomschen Sandstein interessante Fossilien entdeckte. Im Jahre 1845 reiste ck nachUClarborne im Siaate Alabama, dcffen Umgegend ein ilasüscbcr Boden s"? dm GMDS?" ||. Hier hatte man zu verschiedenen Zeiten ein- zclneckTherle„des Hydrarchos gesunder! und sich derselben zu häuslichen Zw“ "" b'd'e'"; so sah Hkkk„Koch mehrere Riickenwirbel dieses Thierrs in Küm'nm, wo fit als Feuerbocke dienten. um das Holz von der Asche zu "„Um"- """ di's“ fossile" Knochen find so feuerfest, daß sie selbst im Feuer ""es Kalk,“)fkns- wo mg): sk halte u Kalk brennen wollen, keine Verän- derung erlitten. Ein RuckkUWikbtl Lane bexeits mehrere Jahre als Trep- p_cnsiufe v,!" '"ka Hause “legen, ohne daß er durch die Wiiterung und die Fußtrrtte ware ange ri en worden, und einen anderen suchte Herr ])r. Koch “"S v"" Schu“ ' "“ 'kvgkßütztm Hauses hervor, wo er als Eckßein

,ein-s Schornßeins gedient hatte.

, Wiihrend nun Hcrr "1". Koch schon dirHoffnung aufgab, daß es ihm gelingen Werde, cnvas mehr als cinzcluc Theile dicsis 11rmcltlichrn "Thierrs KU rriangcn, wurde er sehr angcnkhm durch die Nackiriibt iiber- rasrbt, das; sicb in_ Washington County das Gerippe eines großen Tbicrrs brslllkc, Welchr's po vir] Knochen habe, das; man sir nicht auf mehreren Wagen fortschaffen könne. Herr Kock) reich natiirlich soqlcirb dorthin, und siiire Auödaitrr wurde diirch dic Auffindung eiucö faskvollsländigen (He- rippeö dicses tvunkcrbarcn Tbirrcs brlobnt. Es [aq in cinem Halbkreisr, Jiizrlire Knochen hatten Vrrschicbungrn erlitten, ein Theil drr" Rippen, drr ,yriiilYockirir, mchrere Rückenwirbel und ein Thril dcs Unterkiefers fehltcn, drr CchÜdll lng ganz umgekehrt und die untere Kimrladc einc halbe Elle entfernt“, von den Zähnen sind sowvbl irn Obcr- als im Unterkiefer nocb nrrere rrhnlten. Dcr vordrrc, mis zarter Knocbrnmassc bestehende Theil drs 3chadclö und die oberen Zahnthcilc batten am meisten gelitten, dorb ist noch so viel von NUcm vorhanden, daß das Fehlende kiinstlich ersetzt werden kann. Die Riirieuwirbcl lagen fast sämmtlich in derselben Stel- lung, die fie bei dem lebenden Thirre eingenommcu bauen; sie waren da- her aiif der unteren Seite volliommcn erhalten, dagegen die Wirbelsoi'tsäße mehr oder weniger zerstört.

Einzelne Theile dieses Thieres, und zwar ebenfalls aus Alabama, wa- ren bereits im Jahre 1835 von ])r. Harlan in Philadelphia beschrieben, der es fiir einen Saurier hielt und ihm den Namen BasilosarrrusX) gab“, R.„Owen in London, welcher die Zähne mikroskopisch untersuchte, stellte das Thier zu den graösressenden Cetaceen (den Seekühen oder Manar; nachstehend) und nannte es, we en der Zwillingsform der Mahlzähne, Jerrgloäon cctm'tiez. Zest, da man die ronen der Zähne, die nur denen der Seehunde gleichen, und em,.fasi vollßändiges Gerippe des ganzen Thieres brsiyt, sind die brriihmteßen Mcrnner der Wissenschaft darin einig, daß der Hvdrarchos eine ganz neue Fa- milie bildet; nur darüber herrscht eine Meinungs-Verschiedenheit, ob es ein

*) Reste des Bafiiosaurus finden an an Malta in berelben Formation, wie in Alabama. "ck ck s [

Siiiigrtbicr oder ein Reptil gewesen sei; fiir die erstere Anficht erklärt sich der Gchcimc Medizirral-Rath ])r. Johannes Miiller in Berlin, fiir die [rotem dcr Grheimc Medizinal=Nath 1)r. Carus in Orch.".

Der Kopf des Hydrarchos ist im Verhältnisse zu dem ungehrurcn, iiber hundert Fuß langen Körper schr ilrin, die Amgen scheinrn daaegen sebr groß gewesen zu sein, und den langen Hals konnte er wahrschciniich schwä- nrnartig krummen, um während des Schwimmens den Kopf weit aus dem Wassrr Ziixkkbcbkn und seine Brute zu erspähen. Auch die Rippcn sind im Brrbaltninc zum Körper nicht groß, habcn aber das Eigenthümiiche, daß sie nach dem untercn Ende hin flach g-driickt und drci bis viermai breitet sind, als am oberen Ende. Die Rückenmarihöbie ist verhältnißmäßt's groß, der Backen-Iknochen sehr klein, die Riicken- und Lenden-Wirbei find skbk lang (der längste mißt 19 Zoll), abrr nicbt sehr dick (8-10 Z"“),- Das Thirr batte wahrscheinlich vier Beine, jrdenfaüö aber zwci Vorderbeine. ,

Eine genauere, wissenschaftlickxe Beschreibung dicscs wunderbaren Th'k“ rcö wird in imzrm von dem Gchrimen Mcdizinai-Raib ?)“ Ca'"6,i" Dresden erscheinen. Möge es dem hiesigen Museum verbleiben undfmcht glrich seincm Landömann, dcm Missourium, iiber den Kanal wandern.

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Berlin 18. ' ebr. Dcr ordentliche Professor 3" philosophischen Fa- kultät der bir igen léiivcrsität, 1)-*, C. Ritter, !sk „onder kussbch-aevsm- phischen Gesrllschaft in St. Petersburg zum Ebk-n- k'tgliede. von der

-_ ', , _ F.", „9 (14-3 !„r-tm'x el (]:-- ßezui-Qrtz cle Ze]- ZTTLUF'XQV'FTFIYUFFM:!YÜch; (6530146) _und von der Commission Cen- lkaj|e (]:: d'latizliqru: (Zu ko)“a||"10 ck- UE'F'AUÜ in Brüssel zum wrt'spon“

ditenden Mitglirde ernannt worden-

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