uribeileu können, ob und welche Papiere aus den Büreaus des Herm Jskuriz verschwuuden sind. „ _
IU l'tl'ielben Sivung des Kongresses erklärte ,der M-mßkk“ Präsident, die spanische Regierung hätte den dßplomatischen Agegtxn der südamerikanischen Freistaaten in London anzeigen lassen, sie """ 7 "ÜN zugeben, daß auf spanischem Grund und Boden der Gznerad Flores seine Rüstungen gegen Ecuador ausführt, „Ader d:;iß "Sk" andere gegen die Unabhängigkeit jener Staatext gék'ÖMS dUsUUZZM unternommen würden. Auch scheint es, 17.715 die ngkkkuns “" C,?“ mm! Flores, der von London hierher zuruckkehren wollte, den 111- tritt in S anien verwei ert at. , , .
Gesiexn ist hier au? den? nördlichaetz Portugal dre Nachr1cht 1111- gegan en, daß die Truppen der Köritgm unter deu1 General _Casal den P?iguelisten am 80sten v. M. b'et,V1lla pouca eme knkschkldk0de Niederlage beibmchten. Der migueltstaskhe General M'Donald blieb in dem Treffen und wurde in Sa_b_xozo beerdigt. _
Die diesseitige Regierung trink Voxbxreitungen" zur Ausstellung eines Observations-Cvrps an der portugiesischen Granze.
vereinigte Staaten von Nord-Amerika.
London, 12. Febr. Das Paketschiff „Queen of the West“ hat Nachrichten aus New-York bis zum 23. Januar überbracht; die Mittheilungen sind nicht von Wichtigkeit. Nach den Berichten vom Kriegsschauplahe scheint der Marsch Santana's auf SantiUo zu nur eine Kriegslist gewesen zu sein, da die vorgerückten mexikanischen Herrhausen nur zum Auskundschaften oder Verproviantiren ausgesandt worden zu sein scheinen. General Taylor rückte indessen am “15,De- zember von Monterey nach Victoria vor, wo 5000 Mann Mexikaner unter General Uma stehen sollen. Die New-Orleans Journale sagen, Santana habe nur “10,000 Mann bei San Louis Potosi zusammen, die dazu mit Allem schlecht versehen seien. Das amerikanische Geschwader hatte die Stadt Laguna de los Ternincs ohne Widerstand eingenommen, wo es alle Waffen und Munition wegnahm und die Kanonen zerstören ließ. Aus Mexiko erfährt man, daß man die Kriegskosken dadurch zu decken suchte, daß die di- rekten Steuern ein ganzes Jahr vorausbrzahlt werden sollen. In Yukatan herrschen neue Wirren. Eine Kommission sollte sich nach Washington begeben, um die Anerkennung ihrer Unabhängigkeitdurch- zusehen; Commodore Connor war aufgefordert worden, die Stadt inzwischen nicht anzugreifen. Yukatan erklärt, das; es zu seiner Selbst- erhaltung sich unabhängig erklären müffe, indem es sonst, allen Fol- gen des Krieges bloßgesikllt bleibe.
DasRepräsentantenhaus hatte eine Bil] verworfen, wclche eine Summe von zwei Millionen Dollars zur Verwendung der exeku- tiven Gewalt gegen Mexiko verlangte. Das Kabinet ist dem Antrag des Herrn Calhouns sebr abgeneigt, daß die Operationen des Hee- res und der Marine hinfiiro sich blos auf Zurückhaltung und Ver- theidigung der jeßigen Eroberungen beschränken sollen. (Henkral Taylor soll sich aber selbst dafür ausgesprochen haben, indkm er die Stadt SantiUo fiir den äußersten Punkt hält, bis zu welchem die Amerikaner vordringen sollen. Er beschwert sich auch über Manqel an Transportmitteln, meint, daß man Von Veracruz aus nach Mex'iko vordringen müsse, und hält die Aushebung von 15,000 Freiwilligen für nöthig,
Cine Bill soll nächstens dcm Kongreß vorgclegt werden, um die Einwanderung fremder Armen und Verbrecher in die Vereinigten
Staaten zu verhindern.
Handels- und Börscn-nachrichten.
Berlin, 10. Febr. Tie Stimmnng der Börse War heute wieder günßiger und die Course der meisten Aktien höher als gestern.
Quittungsbogen in Aufrechnung gebracht. Die Ver-
Marktpreise vom Getra1de. Berlin, den 18. Februar 1847.
Zu Lande: Weizen 3 Rtblr. 9 Sgr. 7 Pf., auch 3 Rtblr. 6 Sgr.; Roggen 3 Rthlr. 1 Sat., 2 Ps., auch 2 Rthlr. 26 Sgr. 5 Pf.; große Guß: 2 Rthlr. 9 S r. 7 Ps-Z kleine Gerste 2 Rthlx, 4 Sgr. 10 Y.; Hafer 1 Rthlr. 24 gr., auch 1 Nthlr. 18 Sgr. Eingegangen nud 90 Wiipel.
Zu Wass ek: Wei e11(weiße-)3Rthlr. 18 Sgr., anch 3 Ntblr. 14 Sgr. 5 Pf. und 3 Rthlr. 9 gr. 7 Pf.; Roggen 3 Rthlr. Z Sgr. 7 Ps-- auch 3 Ntblr. 1 Sgr. 2 Pf.; große Geiste 2R1hlr. 9 Sgr. 7 Pf.; Hafer 1 Nthlr. 17 Sgr. 4 Pf., auch 1 Rthlr. 13; Sgr. 10 Ps.
Mittwoch, den 17. Februar.
Das Schoä Stroh 8 R1hlr., auch 5 Njhlr. 5 Sgr. Det Centner Heu
1 Rthlr., auch 20 Sgr.
Kartoffel - Preise. Der Scheffel 1 Nthlr. 5 Sgr., auch 1 9111911. 2 Sgt. 6 Pf.; meßcn- weis €- 2 Sgr. 6 Ps., naeh 2 Sgr.
Branntwein - Preise. Die Preise von Kartoffel-Sviritns waren am 12. Februar 1847 (12?;_3:; Rthlt.* (frei ins Haus geliefert) pr. 20) Quart & 54 % oder 10,800 % uach TraUes.
1:1. 11 » ZI );
15. » » IZ ;-
11). )- »
17. )) )!
18. .. » 3:17; _ 3:2 .. Kotn- Spiritus: ohne Geschäft.
In unserer Bekanntmachung vom 11. Februar d. Z. ist der Spiritus- Prcis vom 9. Februar 1847 irrthümlich „8333_:1Z.*; Rthlt.“ anstatt: 32"; _ 321, Rthlr. angezeigt Wokkcn.
Berlin, den 18. Februar 1847. Die Aeltesten det Kaufmannschaft von
:;3 .. 331-331 ..
Berlin.
11871111611161'39. [)en 19. 1701111131" 1847.
1'1-. (711111: 111101“. | (16111, 94 --
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Meteorologische Beobachtungen.
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1847. 18. 190111".
Uorxe-x Kubi] 011111131131“!
6 ['bk. [11-01-511'1111111x.
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Königliche Schauspiele.
Sonnabend, 20.Febr. Jm Schauspielhause. :10s1. Abonnements- Vorstellung: Ein Sommernachtstmum, nach Shakespeare, von Schlcqcl, in 3 Abtb. Musik von Felix Mendelssohn-Bartholdy.
Sonntag, “12. Febr. Jm Opernhause. 22sie AbsnnementMVork sicllung: Dkk Barbier von Sevilla, komische Oper 111 :? Abtb., 11111 Solotanz. Musik von Rossini. (Mad. Viardot-OÉ-Jarcm: Rosine.) Dieselbe singt am Schlusse der Oper cin Rondo aus der Oper: ].:1 (;o-1010111001, von Rossini. Anfang halb 7 Uhr.
Zu dieser Vorstellung werden Billers zu folgenden Opernhaus- Preiscn Verkauft:
Cin Billet in den Logen dcs Prosccniums 1 Rthlr. 10 Sgr.; in den Logen des ersten Range.) und ersten Balkons, so wre zur Tribüne, 1 Rtblr. 10 Sgr.; im _Parquet und 111 den Logcn-dks zweiten Ranges 1 Rthlr.; in den Logen „und im Balkon des dritten Ranges, so wie im Parterre, 20 Sgr.; im Amphitheater 10 Sgr.; in den Jremden-Logen ? Rihlr. „.
Die anabcr von reservirtcn Villeis wcrden ersucht, solch“? [11.3 Sonnabend, den “2011-11 d., Mittags 21101, im Billet-Verkaufs-Bureau abholen zu lasen, widrigknfaUs dicse andsrweit pklka1lft- werden müssen. Auch die Jrcibillets köxnnln nur bis zu diescr 31111111be- wahrt werden. ,
Jm Schauspielhause. Mit aufgehobenem Abonncnirnt; Tic Räuber, Trauerspiel in 5 Abtl)., von Schiller.
Uuugtßötliguug. "*EUR" ....... ",in-1 . . 1701110114111: . . . "“ '1'uxe-5111iile]: ll. . . “1- 2,7 “
Verantwortliéher Redacteur 1)1*. I. W. Zinketsen. Jm Selbstverlage der Erpedition.
Gedruckt in der chkerschcn (Heyeimca Ober:«HofbnckWrtnferci.
(1111111111111: 11:11111 11111 15. 1111111, 1111“ ***-111134011 111155111
Bekanntmachungen.
[789] 1) 1' 0 c 1 .“1 111 .“1. Nothwendiger Verkauf.
Die Erbpachtherechtigkeit des'zu Grünhoff belegenen, dem Erbpachtsbesiver Leopold Alexander Venedix zu- ebörigen Grundstücks, welches zu 4 Prozent auf 6529
blk. 17 Sgr. 6 Pf., 311 5 Prozent auf 5221 Thlr. 15 Sgr., zu 6 Prozent auf 4369 Thlr. 20 Sgr. ge- richtlich abgeschäst ist, soll zufolge der in der Registra- tur einzusehenden Taxe, am 29. April X, Z., Vor- mittags 11 Uhr, im herrschaftlichen Hofe zu Klein-Kav an den Meistbietenden verkauft Werden.
Zu diesem Termine werden zugleich alle unbekannten Real-Prätendenten zur Vermeidung der Prällufion hier- mit vorgeladen.
Neustadt, den 2. September 1846.
Patrimonialgeticht Klein-Kaß.
[1136] Bekanntmachung.
Bergisch-Märkifthe Eisenbahn.
.UnterVe ugnahme auf dte in imxerem Gesell- schafts-Statute §§. 11 bis 15 enthaltenen Be- stimmungen, fordern wir „ die Actionaite hierdurch „* aus, die fünfte Raten- „. . *.“.- ' „7.1.71. . Zahlung von Zeh" „„./“!“K/l/Z ;:„Zk Yrozent auf die resp.
“***-“““““ . c1icn bis zum 1.März 1847 nacb Wahl der Aciionmre bei folgenden Bant- hänsern, welche die Zahlungxn vom 1, Januar 1847 ab in den Vormittagssiunden m Empfang nehmen w". den, zu leisten, „
in Berlin: bei Herren Gebrüder Schickler,
:- Eibetseldt » » vonderHcydtKeksien11.Söhne,
,. .. ». .. J.Michelhaus PeterSohnund
.. Barmen » » Gebrüder Fischer.
Es sind bei dieser Einzahlung die über die früheren Einzahlungen von vierzig Prozent sprechenden Quit- tungsbogen mit einem doppelten Venzicbnisse, auf wel- chem außer den Nummern der Quattunngogcn auch der esammte Betrag der mit denselben eingehenden Zub ungen zu vermerken is, bei einem der vorbenann- tm Bankhaus" einzureichen. Eins von diesen Ver- Kichuifsen wird, mit der Empfangs-Bescheinigung des
aukhauses versehen, als Interims-Quittun dem Actionait sofort zun'ickgegeben. Dic Nückga e der Quittuvgsbogen selbst, nachdem aus jedem derselben über die neue Einzahlung quittirt sein wird, erfolgt ge-
Rktradition det Interims-Quitnmg. “
Die aus die bisher kezablten Vierzig Prozent fallen-
den Zinsen seit dem evten Einzahkungstage, 1. No- o., werden gemäß §. 18 des Statuts zu vier
x,», " .."-';“ »“
ck
vember "ptome mit Sechzehn Silbergroschen bei jedem '
zinsung der gegenwärtigen Einzahlung beginnt vom 1. 911.63 1847 ab. Elberfeld, den 19. Dezember 1846. Die Direction dcr Bcrgiscb-Märkischen Eisenbahn- Gesellschaft,
901 [17.- 1171711110111] (5:.-.-1«-701m1n1.1..)
51501111111111»(;€5€1180111111. WEUUUZ Z1n2111111111Z 17011 1491| 2131111 1910714111.
M11. 1111114781311113 11111" (111: 111 11cm (211111111135- 111-Jcn «511111111117111211 111:- 31111111111113611 1,7131111-11 (111: 111010113111: 11131 141111- W1111e|111 1515011111111!)- (105611317117111 1|1E|'(1l]['1k1| 111111561711'11011, 1111: [16111110 1511123111003 71111 2121111 1,[*()7.t:k][ 01101" 21:11" “11111-
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1141 Literarische Anzeigen.
Im Verlage von F. A. Brockhaus in Leipzi'g wird demnächst erscheinen:
Die Kurmark Vrandenbyrg,
ihr Zustand und ihre Verwaltung unmittelbat vor dem Ausbruch des smnzöfischen mieses im Oktober 1806.
Von einem ehemaligen höheren Staats- Beamten.
Ein ehemaliger höherer Staatsbeamtet (Oberptä-
nicht nur eine vollständige, hauptsächlich aus amtlichen Quellen geschöpste, bißorisch-sfatisitsche Darstequng der Verhältnisse, wie fie in der Karmans, im Mittelpunkt der preußischen Monarchie, in Bezug guf Verfassung, Verwaltung und andere Zußände, unmittelbar vor den preußischen Kriegen mit Napoleon bestgnden, sondern zugleich eine zuverläsfige Matxriqlien-Samm- lung und einen Leitfaden sur xmen großen Ab- schnitt der preußischen Staatengeschrchte. Als Yer- mächtniß des Verfassers an die Provtinz, fiir die er während dieser ganzen kakoßk thätig war, und der auch nach seinxm Zuxucktrm ans dem Staatsdienst seine Liebe und; seine Krafte z11- gewandt bleiben, als ein treuer Sytegel zur Verglei- chung zwiichcn Sonst und Zest, durfte das V1_1ch„Z)en Behörden und Einwohnern der Prsvinz 311111 (Hejchans- gebraucb und zur Erinnerung eiwimscht sem und anch fiir preußische Staatsmänner, (Geschichtsfokschkr und Statistiker einen bleibenden Wcrth behalten„ indem .es schon deshalb, weil die Hanptstßdeer Yroym; zugleich der Centralpunkt der Mo11arch1e,1st, nothig war, die Staats-Organisation im Allgemeinen “stets im Auge zu behalten und in ihrer Entwickelung m11-zu verfojlgen.j
Bestellungen hierauf nehmen an an Berlin die
GropillSsche Buch- 11. Kunsthandlung, Königl. Pauschale Laden Nr. 12, in Potsdam die
Nikgt'lsche Bncha11dlung.
So eben ist erschienen:
"48" Luihrr's Werke.
Vollständige A-11sw_ä_1zt_auex seiner Hanptschristen. Mit historischen Einleitungen, Anmerkungen und Regisern
herausgegeben von
Otto v. Gerlach,
König!, Konfisiotialrath und Pastor zu St, Elisabeth. Band 13.
[)e1' U11taueic|1nets, in äeaxkn 17151133 30. oben 1111-8135 Mvt'k übergeganßcn ist, kann -- 30111111'3 "1.111" k'1suc12 1111131", (1671611 11111" N,!!!"Ül 012301" „41153an bc- knnot isl - (111: Racbricbt geben, [];-['s (111: ungün- uigen 7611155111115“, Welck": biaber (16111 ercbeinen (1er [7011121111115 (].-wennn] im Wege smnäen, 551113- 1101] 513110111111 sim] unt] er (1!ka11 (1en "erm 1121111111- gebek 111 (11:11 5111110 gezent 181, (lie sebkeoäon 11511111: 3111" (133 zc1111e||zte ausxugcbeu.
1)?!- yierubnte Zam] xr-cbeint nn 15. Mär:, 11111"
111 glsitrbrn Z17151116111511111101]. 111311111, 15. 1901111131 1847. W711111311111505361, 713115551111011113110111115.
[147] Bei Duncker und Humblot ift crschienen und daselbst, so wie in allen Buchhandlungen, zu erhalten:
Das Preußisch TJeck)selrecht
in seinen Grundsäßen und mit Beriickficbtignng der fremden Gese'ßgcbnngcn praktisch dargcßkllt. Nebst einem Anhange: Von den Mäkkkn und den kaufmännischen Commissionaircn. Von S. Borchardt. gr. 8, geh. 24 Sgr.
[70] .. . _ . . 11111811§11111§11-1.1§111 _]118111111,
1191“ 1111(*11-, [(m-zt- 111111 1111151113111-11-[];-1111111115 1'011
Ze], 13016 &' (1, 150814.
1515015113151: R0. 42, 17.0111: (101 ()110111951131131517. Abonnement fiir 3 1110111111: 1 11111". l;“) 8312 _- “Ilie (11-1' 1161'01'11113-111g, 1111" 11011 54.111101] 3111311111311 11011'11J 11111511e11|1611 1113 1115401111111"- “/.11 0111110111118". 3 “[*1111'. _ J11§s11|11111711cr "1115110111 g1*.“111§. 1**!*'|l*
1111517311131: (111: 1'0111101111711'11351011 11011111311|1Z1511.
[1421| DerUnterricht „ in der landwirthschaftlichen Melioraklons“ kunde
beginnt für den Sommerkurjus 111 der Anstalt 11:5
llnterzcicbncten mit dem 1. April d. ck und dausrt 1116
zum 1. Septbr. Junge Leute, wt'libc dßran Theil neh-
men wollen, haben fich bis zum 15, Marz zu melden. C- Püölg in Kochstedt bei Deßau.
[13011] Vorläufige Anzeige, Mittwoch den 10. März (*. im Lokale des Herrn
K r o l ] ern]. 1311] 111115ch111é (xt [)ÜL'É,
gegeben von Mitgliedern des
König!. (10le (18 1)8.11€[.
Entree ;"- Pnson 1 Thlr., zu den Lo en :'- Person 1,Tblr.- 15 Sgr. Der Beginn des Bütt-Verkauss wird nahtt angezeigt Werden. Schriftliche Meldungen zu ganzen Logen sur resp. 10 bis 40 Personen werden von heute 5111 bei dem Haus-Polizei-Insptktor HUM Tack im König!. Opetnhause entgegen genommen.
_ qu B„a]_l-Comité.
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3 n k) a l !. Amtkiäoer Theil.
I?!!and. Berlin. Ernennungen und Abschiedö-Bewilligungeu in dcr tmee.
Deutsche Bundesstaaten. Köni 11111; Bayern. Ne sri ' d1e Anwendung__ dk“ Schwefel-Aetbetgs. _ Könsqreich sSapctbkieth Landtag. - Konigrcich Württemberg. Landtäg. _ Großher-
. zogtbumHessen un'd beinein. Landtag.(Schlus1.) _ Herzog-
, th11m V_tau11_schweig. Aufhebung der Eingan s-Abgabm von 011- tta1de, Hulsenfruchten 11.s.w. _ Schreiben aus Y tinchen. (Entlassung des Ministexs von Abt! und Beurlaubung der iibrigen Minisien)
Frankreich. Paris. Pairs-Kammer. _ Lord Normanbp. _ Die spanische _E-bfolgcsm e. - Zustände am Hose von Madrid. _ Der Bey voti Tums, _ A,. umas. - Vermischtes. - Schreiben aus Paris. (Dre Abstimmung über das Oppofitions-Amendement zum levtm Adreß-
Paragraphen und die Klagen über Wabl-Corruptiou; Getraide- und Gcldmmkk.)
Großhxitauien und Irland, London. Die Times über die preußisch!" Yatentc zur Bildung eines Vereinigten Landtages. _ Peel und'NuUcll Uhr) die Navigationsgcseße.
BARB- Vkussel, Dieneue Luftschifffahtts-Qfindung, _ Ver- nn e.
Schweiz. Kanton Bern. Die Scbul-Sonode. _ Die franöische Gesandtschaft bestohlen. _ Kanton Basel. Erwerbung des Hüftgu- rechts 1110611111. _ Kanton Freiburg. Die Stadt Freiburg wird in Vertheidigungs-Zusand gesest.
Italien. Rom. Utbmmachung des Landes. _ Die Einnahmen der
Klöster. Spanten. Briefe aus Madrid. (Der Infant Don Enrique; Ver- (Die Karlisien in Catalonien.)
mischtco.) _ nnd 11 116. Handels: und Vdrsen:Nachrichten. Berlin. Börse.
Sing-Akademie. ('Das Paradies und die eri.) _ Kon ert e eben von A. Drtvschock im Saale der Sing-Afadémie. z , g g
"""“ “Amtlicher Theil.
Ihre Majestät die Königin haben auch in dieser Nacht ruhi und anhaltend geschlafen, und der Zustand Allerhöchßderselben 13 fortdauernd recht sehr befriedigend.
Berlin, den 20. Februar 1847, Mok ens 92; Uhr. 111. Schönlein. 1)!"- von Sto ch. ])1'. Grimm.
. . . Urchtamtltcher Thetl. J u l a n d. .
erlin, 20. Febr. Nach dem heutigen Militair-Wochen- blatte ist dmeeraxor von S t,osch, von der Gardc-Artilletie-Brigade, zum etawmaßtgrn "Stabs-Ofßzier, der Hauptmann Kehl von dersel- ben Brigade 111111 ubxrzähliFen Major, mit Belassung in seinem Ver- hältnis; als Compagnae-Che , ernannt, dem General-Major und Com- mandt'ur der Lien Zitfankerie-Brigade, von Zaluskowski, mit Pension und „dem Hauptnmqn von Steinwehr, vom 151“: Z"“ santerie-Regkwknk- als,Ma1or- mit der Regiments-Uniform mit den vorschriftsmaßtgkn Abzeichen fiir Verabschiedcte, Aussicht auf Civil-
Versorgung und Pension, der Abschied bcwiüigt worden.
Allgemeine
crlin, Sonntag den 21"tn
Deutsche Snydesftaaten.
Konigreich Bayern. (R. C.) Die Königliche Regierung von Oberfranken hat an die Polizei-Behötden und Physikate fol- gendes Reskript iiber die AnwendunÉ des Schwefeläthers erlassen:
„Nachdem die Anwenvun des chweseläthers bei votzunthmenken Operationen noch keineswtgeo o sichergeßtm 10, daß hieriiber reine Erfah- rungen brßehen, am allerwenigsten noch aus emitttlt wurde, daß eine solche Anwendung keine nachtheitigen Folgen“ für “eben und Gesundheit hervor- bringt, [11 mehrern! Nachrichten zufolge, namentlich aus Paris, 111 der _!evtcren 3011 eben so ttnße als betrübenbe Thatsachen d-e „ Gefährlichkeit der Aether - Eimtbmung in mehreren Fällen bestangt haben, auch nothwendigmveise es körperliche Leiden und krankhafte Ynlngen giebt, die eine solche Einathmung nicht ver- traggp, _ uberhaupt jede Anwendung in einzelnen Fällen die genaueste E1wagung bedaks,usc|bsi schon in Beziehung auf die gerichtliche Medizin 8901 vorkommen konnen, die Veriickst tigung verdienen: so sieht fich die Koniglichc Regierung veranlaßt, vote anzuordnen, daß der leichen An- wend„u11g des Schwesel-Athers nur mm! der unmitlelbartn einmg von praktischen. Aerzten gesch1hen darf, und keinesweges von unter eotdnetem wundarztlichen Personal, und war bei Vetmeidung von namhayttn Stra- se_n.„ Die praktischen Aerzte szmd iibrigens verpflichtet, ihre Erfahrungen hieriiber, unter genauer Aufführung der einzelnen Fälle, den vorgesetzten pr|t|atcn anzuzeigen, um solche hindurch in den Stand zu seven, der Kö- niglichen Regierung Anzeige hiervon zu erstatten.“
. Konigreich Sack„eu. (D. A. Z.) In der öffentlichen Sißimg der zweiten Kammer knüpfte sich die erste Verhandlung beim Registranden-"V-ortrcY an eine Eingabe aus Leipzig, in welcher die versassungswaßigc usammensetzung den zweiten Kammer in Frage gestellt wird.
Abg. Haase: Es hat mich schmerzlich überrastbt, daß eine Petition pes angegebeneuZnhaljs, von Leipzig darin. cm die zweite Kammer gelangt [ß, Jch kenne Leipzig, ich habe über 60 Jahre von gelebt, und, genäht auf diese Kenntniß, halte ich es für meine Pflicht, die fesie Ueber tagung auszusprechen, daß meine Wähler und der größte Theil meiner itbüt- ger die Tendenz dieser Petition nicbt tbxilen. . Jm Gegentheil. Leipzig hofft und verlangt von der Kammer, daß. sie den. wo nicht unfruchtbaren und supetfcinen, doch mindestens unzemgen Zweifel, der übe: ihre yerfaffupgsmäßKe Zusammenseyung angerxgt wurde, beseiti : 11111: 1h1e Zen dxr ahrungofrage zuwtnv1.' Diese Hoffnung aber ! eilt unt Leipzig_gew1ß das gan e Volk. Ich habe mW gefreut, daß hkUkk- nach- dem wer bereits vier ochen bier „rsammelismd, endlich der Augenblick gekommen 111, wo wir uns mit den' MWM! und Wegen beschäftigen. den Noßen Noihstand, welcher einen bmutenden Theil unserer Mitbürger bt- nfft, ahzumindern, aber um so mehr hat es mich schmerzlich befährt, daß FW“ 111 diesem Au enblicke 11 Recht, .über diese Angelegenheit zu
erathm, in Frage ge ent “kd. _ „ . _.
Ab? Poppe: Auch ich halte mich verpflich1et, öffentlich zu bekennen, daß ich n jeder Beziehun die Ansichten theile, “„welche der Abg. Haase so eben ausgesprochen hat, „11 Leipzig, daran zweifle ich nicht, ist gewiß hin- längkicher Sinn dafiir vorhanden, daß die Rcchté der Stände gewahrt wer- den, und ich habe daher nur zu beklagen, daßman nicht gewußt hat oder nicht wiffen wollte, wie von Seiten der Staatsregierung über die recht- mäßige Zusammenstßun der Kammer die geniigendstm Erklärungen gege- ben worden sind. Die Majorität der Bewohner Leipzigs erwartet und ver- langt, daß die wichtigen und dringenden Fragen, um demttwillen wir zu- sammenbekufen worden sind, baldmöglichst ihrer Erledigung zugeführt und dem Laure nicht neue Opfer angcsonnen werdcn.
Abg. Brockhaus: Ich kann glrichfalls nur beklagen, daß riß jest,
Preußische Zeitung. „
Februar
.Alle pak - Anßalten des In- und Jus andes nehmen Beßellung apf dreses_ _Slatt an, für Berlin dre Expedition det Allg. preuß. Zeitung: Friedri-hsßraß e Ur. 72.
1847.
!* nachdem wir bereits vier Wochen beisammen smd, diese Zweifel angeregt
( |
werden. Ich halte es der Würde der Kammer für an emestn. diese An- Felegcnheit nicht an eine Deputation zu verweisen. ach meiner Anficht leihen uns nur zwei Wege offen, nämlich entweder die Petition sosottbei- zulegen oder uns so lange zu vertagen, bis der Deputations-Vuicht über diese Eingabe vorliegt. Denn wie smd wir im Stande, Beschlüsse zu sas- sen, wenn unsere Kompetenz in Zweifel gezogen wird?
Der Präsident bemerkt, das Direktorium sei der Anficht, daß diese Petition an dieselbe Deputation abzugeben sei, we1che iiber die verfassungs- mäßig: Konßituirung der Kammer nach dem Antrage dr.Schaffrath's ohne- hin Bericht zu erstatten bat.
Abg. Joseph: So weit ich die Landtags-Ordnung kenne, steht jedem Abgeordneten frei, einge angene Petitionen zu bevorworten und näher zu btgründen. Hier aber sZeinc-n wir uns mitten in der Diskussion über die Petition selbst zu befinden. Abgesehen von der formellen Zulässigkeit der Bemerkungen, die hier vorgekommen find, dürfte es einem Abgeordneten kaum zustehen, Ausdrücke zu gebrauchen, wie diejenigen, welche wir so ebm gehört haben. Die vorliegende Protestation ist jedenfalls aus Ueberzeu- gung hervorgegangen, und wenn die Herren fich darauf berufen, Leipzi so genau zu kennen, werden fie es auch insoweit zu würdigen wissen, da fie nicht annehmen, 871 Bürger hätten eine Protestation ohne Ueberzeugung unterschrieben, und ich muß noch bemerken, daß diese Protestation fiel; für weiter nich1s ausgiebt, als für eine Meinungsäußerung der Unterschtiebe- nen; die Stadt Leipzig damit in Verbindung zu biingen, isi durchaus kein Grund vorhanden. Wenn es gewiß zu wünschen ift, daß der Landtag, der nun bereits vier Wochen lang nichts gethan, seine Thätigkeit endlich auf die Gegenstände seiner Bestimmung richte, so wiirve doch , auch wenn wir unter der Zei! noch mehr gethan hätten, der angeregte Gegen- stand eine Hauptstage sein. Ich halte daher im Interesse der Kammer, Fix Petition, anskan fie beizulegen, möglichst schnell zur Betathung zu
ungen.
Staais-Ministet von Könneris: Es ist der Antrag gesiellt wor- den, zur Tagesordnung überzugehen, d. h. die Eingabe beizulegen, Wenn der Abg. Joseph behauptet hat, es sei nicht zulässig, gegen die Eingabe zu sprechen, sich: demselben 5. 60 der Landtags-Ordnung emgegen, wonach die Kammer berechtigt is!, zu beschließen, was auf jede Eingabe zu thun, „ob selbige belxuiegeu“, an welche Deputation sie zur Vorbereitung künfti-
er Beratbunq ab) en, oder ob ste sofort zur Tagesordnung zu verwei- en sei. Das Mi ium enthält sich, über das Formelle etwas zu erwie- dern, es hat seinerseits nur zu erwägen, daß die Kammer s1ch bereits für legal konstituirt erklärt hat, und daß die Protestationen Einzelner außerhalb der Kammer gegen die Zusammensesung und gegen dieBeschlüsse detselben nicht anerkannt werden können.
Der Pxäsivent spricht die Anficht aus, daß er die Kammer für ver- sqssungsmaßig konsiituirt halte, und daß er diese Ansicht theils aus den bisherigen Verhandlungen, theils aus den bereits vorliegenden Alten ent- mbme. Er glaube daher auch, daß über die Zulässigkeit der Beschluß- fassung so lange Zweifel nicht erhoben werden könne, als nicht zugleich be- wiesen wird, daß die Kammer nicht beschlußfähig sei. Daher schlage er vor, die Kammer möge besetiieéen, eine Debatte hierüber nicht weiter vor- zunehmen und die Eingabe an diejenige Deputation, welche mit demsekben Gegenstande bereits beschäftigt is?, zu verweisen.
Nachdem dis Abg. Eisenskuck fich wegen drr bedenklichen Konsequenzen dagegen aitsgesprochrn, die Eingabe beizulegen, bevor die Kammer von derselben Kenntniß genommen, Abg. Brockhaus aber gegen diese Aeußerung sicb mit dem Ansährtn gerechtfertigt hatte, daß er gar keinen Antrag gestellt, vielmehr um die beiden Wege bezeichne! babe, welcbe nach seiner Ansicht der Kammer offen ständen, erklärke sich die Kammer für den Vorschlag des Präsidenten, „
Auf der Tagesordnung stand der Bericht der ersten Deputation iiber das Dekret, vie Nahrungs-Verhältniffe betreffend. (S. das geskrige Blatt
Siug-Akademie. Das Paradies und die Peri. Musik von R. Schumann.
(Den 17. Februar.)
Tie Episode „das Paradies und die Peri“, aus Thomas Moote's geistvoUer Dichtung Lalla Rukh, zum „Gegenstande einer anagefiihrten, mufikajjschenCompofition zu machen, war jedenfalls eine Ausgabe, die einen phantasiercicbcnKomponisten) wie Robert Schitomann, bei der poetischen Fassung des Stoffes begeistern mußte. Die Lötsnng-ker Ausgabe gelang ihm in*der That so gut, als dies überhaupt bn gewissen Schwäckzen des Textes in seiner und irgend eines Mufikers Macht stand, Namentlich ist der Ton des Gedichtes sehr glücklich getroffen. Das morgenländische Kolorit, womit der Stoff anziehend gefärbt erscheint, tritt auch aus der mufikajischenBehandlung iiberall entgegen und verleiht dem Werke ein so eigen- jhüm1jchesG1p111ge, daß es einen fesselnden Reiz auszuüben mcbtversehlt und in seiner Totalität als eine höchst interessante Erscheinung auf dem Gebiete der sogenannttn „weltlichen Oratorien“, zu welcher Klaffe es am süglicbsien zu zählen sein mdchtr, begrüß: werden darf. Dennoch gestaltet sich der (Be- sammeeindich (trosdcm die Erzählung von Seiten des Komponifie11 durcb Einflechtung von mehrstimmigen Soli und durch eintretenderöte md lichst belebt ward)- der im Gedichte fehlenden, kräftigen (Hegen1äye we „„ etwas matt. Eine ?ewrsse Monotonie verbreitet fich über das Game, obwohl die einzelnen V ufiksiücke, an und fiir sich betrachtet, saft sämn“,„,“ch gccignet sind, das höchste künstlerische Interesse in Anspruch zu nebmem So bietet der erste Theil in dem fast durchgängig 1111150110 ge- halteU-n, mächtigen Chor:
„Doch seine Ströme find jest roth Von Menschen Blut“,
und in der fich anschließenden kurzen Schlächtscene eigentlich di: einzigen Lichtpunkte sowohl dicses Theiles als des ganzen Werkes, während die folgenden Theil: des Lieblichen, Duftigen, Reizvollen zwar in Menge, aber des Erfrischenden, Belebenden, in Folge der Textanlage, fast nichts enthal- ten. Erwägt man ghet, daß'Vieles im ersten Theile lediglich als das Er- gebniß kalter Re-flenon etschemt, insofern hier 3. B. eine (wenn auch sehr kunstreich gearbeitete) Fuge aus den Worten: * „Dem! heilig 111 das Blut“, mtgehörigen Orts tm eschaltet ist und überhaupt _mehr das harmonische a'ls das melodiose lement vorwaltet, so beschränkt sich dennoch das Haupt-Intetcsse des Oratoriums -- oder wie man die Tondich- tung sonst nennm wil! _ auf die beiden lesten Abtheilungen, die, reich an Phantast, volle! Schönheiten und oiiJmUer Züge, ein'en erwärmenden Eindruck hervotzusen- Wir erinnern ;. ., um Einzelnes hervorzuheben, an den eigembumlichen Chor der Genien des Nils:
„Hervor aus den Wässern geschwind,
Und seht das holde, liebliche Kind!“ der, obwohl im Styl entfernt an MendeUsobn ansireifend, in seiner
bezeichnenden, kuscbigtn Weist sebr charakterißisch wirkt, ferner an die Udon A1“ der Jung rau: _ ck '
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„O laß mich von der Luft durchdringen" :c.
wyrin fich „eine Tiefe der Empfindung, eine Sehnsucht und Leidenschaftlich“ [ett ausspricht, die von binreißender Wirkung smd, während d" Schluß 1133 ztwcittn Theils, die Arie dcr Peri mit Chor, entsprechend den schönen or en:
„Schlaf nun und ruhe in Träumen voll “Dust,
Baisamischcr mnweh' dich die Last-
Als dem magischen Brand des Phönix cnlsplil'It-
YIM" er sein eigenes Gmblied fingt --
Schlaf nun und ruhe in Träumcn vou Luft, . Du, die treueße, _liebendske Brus?!“ WWW und duftig aufgefaßt, den Hörer in eine wahrhaft poetisckxe _Stim- mung kasksk. Im dritten Theil verdient vorzugswc-se der Emlmnugs Chor der Honkis:
„Schmücker die Stufen zu AUab's Thron“ n.,
seines iieblichen, einschmeichelnden Hanpt-Motivs, überbanpt seine! dastigen- echt orientalischen Faffung wogen, auszeichnende Erwähnung, wiewohl auch die folgenden Mufikstücke des Schönen und Ttefflichen viel entfalten. Das Werk darf mithin als cin den ge euwärtigen Siandpunkt der Kunst einneh- mendes, geistreich konzipirtes, 9 eues und Originelles zu Tage förderndes Tongxbilde mit vollem Rechte zu den beachtungzwerihe11m und werthvou- sien Kunst Erzeugnissen der heutigen Zeit gezählt werden; als solches nahm es in der That die lebhafteste Tveilnahme der Hörer in Anspruch und hätte sicherlich noch reichiicheren Genuß gewährt, als dies ohnehin der Fall war, wenn die Ausführung weniger mangelhaft gewesen wäre.
Wie oftmals, bildeten auch diesmal kieSoli die Haupttlippe, an wel- cher daz Gilingen der Aufführung theilweise scheiterte, abgesehen davon, daß der Komponist seiner Fuüction als Dirigent ebenfalls nicht gewachsen schien und durch seine unzuverlässige Leitung das Ganze oft ins Schwanken brachte. Am meisten bcsriedigtxn, nächst dem Chor, Olle. CaSpari und Mad. Burchardt. Die beiden gescbäsken Sängerinnen führten die Paktiecn des Engels und ker Peri mit wohltbuender, künsilcri- scher Siche1he0, überhaupt zu Dank ans. Der Dilettant, der die Tenor- Soli iibcrnommen batte, genügte indessen schon durcb schWachen Stimm- fonds nicht, obwohl er ein angenehmes Orsa'n befiyt und (wie uns be- kannt) im Zimmer und in geseUschaftlichen Kreisen sebr Ehrenwerthes [ei- stet. Auch Herr Zschiesche vermag rein musikalischen Anforderungen nicht mehr nachzukommen.
Diese ewig wiederkehrenden Uebelstände, in Betreff der Veseyun der Sou bei öffentlichen Ausführungen der Sing-Akademie, zu beseitigen, s eint es nur ein einziges sicheres Mittel zu geben, das man, will man anders dem eigenen und dem Kunft-Jnteresse nicht entge enarbeiten, anwenden möge. Man engagike für die sämmtlichen Aus übruugen des nächsien Winters (da der dieSxährige Cyklus Jeschloffen iß), im Einvetsiänduiß mit der General-Intendantur, die König! chen Sänger, wo 1115 lich kontraktlicb. Wir find überzeugl, da'ß daun plöyliche Absagungm (we auch diesinal seitens der Lesteren erfolgt sein sollen) nicht leitht oder nur bei wirklichen . Erkrankungen vorkommen werden. Selbst im lestenu Fall wäre aber die
“ Jqsühnmg '!iebex zu yerschiebm. anstatt, wie heim, wo es noch dazu ein
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neues, ungekaimtes Wer! zu Ehren zu bringen galt, der Wirkzmg des- selben durcb mangelbasie Vcieöung Abbracb zu tbun und den Horern den Genuss zu vcrknmmem. 2.
Konzert,
geglk'cn von Alexander Dtevschock 1:7: Saale der Sing-Akademic. (Den 18. Februar.)
Da wir eine ausführliche Charakteristik des Herrn Alexand er Drevscbock, als Spieler und Komponist, nach seinem zweiten Konzerte zu geben bcabficbti en, beschränken wir uns für heute auf den Bericht, daß der tleff-ichc Pianiß [eine außerordentliche Virtuofikät vor einer zahlreichen Zubörctschaft mit entichiedenem Etfolge bewährte, Sein Vortrag verbin- det seltene Kraft mit ungemeiuer Zartheit und entwickelt eine Ausdauer, namentlich im Oktaven-, Sexten- und Terzenspiel, wie fie für den Augenblick wohl einzig und allein nur ihm eigen ist. Er spielte zuerst den ersten Sas aus einer Sonate eigener Composition in 947101], Sowohl die Composition selbst, als vorzugSweise der Vorirax, förderten des Schönen, Anmuthigen und Neizvollen in reichlicher Fülle zuTage, so daß der Konzertgeber schon nach diesem Musikstücke den allgemeinsten Beifall ärndteie. __ Noch größere Anerkennung verschafften ibm mehrere, von ihm eben so tnekwou'komponirte, als mit glänzendster Bravour vorgetragene, kleinere Salonßücke, in welchen er die charakterißischen Eigenschaften seines Spieles geltend zu machen volle Gelegenheit fand. Mit der Auf- fassung dcs Konzertstücks von Weber, das zum Schluß des ersten Theils zur Ausführun kam, sind wir indessen nicht überall einverßanden, ;. B. nicht mit dem empo der Einleitung, das uns zu langsam diinne, und dann kes Schlußsayes, das uns zu übereilt schien. Uebtrhaupt verfühk 5" Spieler mit der fremden Composition zu eigenmächtig und lief: im Feuer des Vortrags die Zügel oftmals zu sehr schießen, wodurch die Zntentxonen des Werkes nicht selten verwischt wurden. Die Ausführung tn! , tmk ti" nem Wort, den Stempe! des Bravourmäßigen in zu_bodkm aß“ und räumte dem Virtuosen zu viel Vorrecht vor d'em „Munk,! kin- Dagegen leistete Herr Drevschock in der That Außerordentlichxs "1 M „1111th „ge- spielten Variation (eigener Composition) über das rng!11ch_c Volkß11rd: „(1011 31176 1114: Euren." Ein solcher Grad vox! Kras!“ Gclaufigknt und Aus- dauer der linken Hand, wie er fich in v-Zser ?rece offenxbarte,fttkk89k m'“ Recht aaseitige Bewunderung, wie denn uber aupt die Yehmk des Kon- zettgebers so vollendet ist, daß er ddienterßen Virtuosen sums Jnßnmmm
' werden ver m . „
an dTieSZTniggek'iFet Javelle, hie Heilen Moram ,und Kraus unte: "3- im das .Konzert. Erstere sübxkk- “"ß“ "" VZIM'UW Im" Web." “'“" Konzettßück, die Ouvertüre NU," „Wasserträger , von C ctubiat, yd eine sehr gedankenarme, 1-111-11 auf nßmmentaleffckn Qantara von Tomaschek („,x-4378 ume: ckng des dem Ries, Mw- VW
| 115. en tant sang mit angenehm 2111171111111??- erie, Hm Kraus tk! anspteohmek, abet .?“ng
liches Lied.-