1847 / 58 p. 1 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

Lehren ergebener Depukirter diese Gelegenheit_ ergriff, um senie Aix- ßcht über das Eigentbums-Recht zu entwickeln, welchxs cm [;ck bürgerliches Recht und daher auch allen Jluctuattonen Zeit bürgerlichen Rechte unterworfen sei und daher auch „nach Z"- und Umständen verändert werden könne und in, der That mestkUE in ändert worden sei, erhoben sich andere-Deputirie, um "911111136“ denn langen Reden, das Eigenthumsrecht weniger gls ein naiutri; Rxchk zu als ein öffentliches d. b. durch die Constitution garant-rx .

' ' ' der Antrag des Ministeks eine vertbeidrgen und zu bewerfen, daß C stitution nur eme wirkliche Verlesung dieses Rechts ski, da r'“ ;"d b zur Anlegung Erpropriation des allgemeinen Nutzens weg:“, abe; keineswéqes von Kanälen, Wegen, Eisenbahnen U- s- w., gkß“„t“ ihr Ei cntbun; daß man den Gemeinden, wenn auch ILSU'BUIU ""I; k“ gweitere nehme und ,s Anderer! käusljch überlassk. Wir wollen un ind U11; E t Beurtheilunq dieser Ansicht “"W"-W, "nd nur ““M"."en- “ß. " : wurf allerdifigs den bisherigen Birgrrff der Exproprmtron erweitert, a er; k ' s e es das Prinrip des Ergenehuws antastet. Anstatt abcr mt Ulm wagb1rakten Fraqen, während die Noth an den Mann „geht, I?],éelane'ijx ;;: verlieren, hätie man br'ffer gethan, den praktijchen Gefichtoßuäkt festzuhalten und die Art zu beratben, W11- am bcsirir und schnellsten cinige bundertiausrnd Hektaren in-Luxembrrrg . und m der Kampine angebaut werden köxnnen. Von dreser Seite rst derm auch die Frage in den letzten Sivrwgen betrqchtet worden und wird hoffentlich jetzt eine den gerechten Wunschen einigermaßen entsprechende Lösung erhalten. , , . , .

Der Ertrag der Eisenbahnen steigt mit jedem Jahre; obgleich im Lande seit zwei Jahren keine neue Bahnen eröffiiet worrkri, bai sich doch die Einnahme um mehr als kine Million vergrbßert Und ist seit zwei Jahren von “11', Millionen bis 132; Millionen gestregrn; der Waa- rentranöport hat hauptsächlich zu dieser Vermehr ung beigexragen und rechtfertigt daher immer mehr die früheren Erwartungen, dre man auf ihn qeseyt batte. . *Eine für ein kleines Land wie Belgien gewtß cruffallriide That- sache ist, daß in einem Zeitraum von “10 ngen. in drei Stad_1en, Brüssel, Gent und Tirlemoni, 4 Menschen hingerichtet worden 111111. In den ersten 4 Jahren nach der Revolution fand gar keine Hin- richtung statt, und die von dem Tode bedrohten- Verbrechen waren seliener als jeyt. Nachher glaubte man, daß dies; Verbrechen [ich immer erneuerten, wkil das Volk in der Meinung sei, die Todesstrafe sei abgeschafft. Man fing daher an, den Beweis yon dem Fortbe- siehen derselben zu geben. Das Exempel fruchtcte- nichts; die Outilo- tine wurde öfter aufgeschlagen; troydem glaubte eines der Haupter der katholischen Meinung die Gelegenheit der Diskussion des Justrr-Yudgets ergrrifen zu müssen, um dem Minister eine größere Strenge und barryigere Anwendung der Todesstrafe zu empfehlen, urrd 0 Tage; dararrf freien 4 Köpfe in den genannten Städten. Eine Polemrk hat sicb ]th zwischrn dem Minister und einigen Journalen enisponnen, welche in der Hinrichtung wenigstens des genter Verbrechers eine ungerechte Streiige schr", indem noch vor kurzem Jivei viel ärgere Verbrecher begnadigt worden seien“, wir haben uns "über diese Thatsache kein Urtbeil bilden konnen, aber das wird allgemein bebaupiek, daß sich nach der hiesigen Hinrirbtung der ungeheuren VoKkSmenge, welche sich zu diesem Schauspiele zusam- mengedrängi, eine Wildheit und Zügellosigkeit bemächtigt hatte, die keine Spur von dem moralischen Eindrucke Verrait)e11,we1chen man doch hatte erzielen wollen, so daß man die schon öfter auf- geworfene Frage, ob nicht eine öffentliche Hinrichtung mehr dre thierischen Leidenschaften aufregt und Blutgedanken weckt, als nieder- schlägt, für sehr beheriigenöwcrth ansehen muß. , Nachschrift. Das Prinzip dcr Erpropriation für die unde: bamen Ländereikn ist endlich dissen Nachmittag mit 50 gcge'n “1/ Stimmen angenommrn worden.

Italien.

Rom, 8,Jebr. Nach bcendigter Lichtmeßfeier berief derPapsi am verstoffenen Dienstag die Kardinäle Lambrusihini, Polidori, (Hizzi und Monsignor Corboli-Vussi zu einer außerordentlichen Congrega- tion behufs Erörterung der Ergebnisse der mit den Repräsentanten verschiedener Mächte iiber endliche Beseitigung der aus dem vorigen Pontifikat überkommenen kirchlichen Diffrrenzen bisher gepflogenen Verhandlungen. Zn Betreff Rußlands stellte sich dabei heraus, daß einer gewünschten AUSZleichung noch erst die Lösung wichtiger Fra- gen vorau6gehkn muß, zumal da fast allen von jener Seite für Po- len und Rußland vorgeschlagenen Bischöfen die päpstliche Vcsiätigung vorenthalten worden. Da Graf Bludoff, als früherer Minister des Innern und Mitarbeiter im geistlichen Ministerium, besser als irgend einer wiffen muß, wie den diesfallsigen Klagen der Kurie geniigend abzubelfrn wäre, auch der Modus dafür im kanonischen Recht und in der Vergangenheit Polens Vorliegt, so glaubt man hier, das; höhere Befehle dem Grafen einen Weg vorgezeichnrt haben, auf welchem schwerlich zum Ziele zu gelangen sei.

Gestern ging ein Triduum zu Ende, das auf dcn Wunsch dcs *!*-1113119.“- in der Kirche Sant Andrea della Valle dem Schiißcr grgen :ureiwnrkeir'n Tod Sant Andrea Avellino begangen ward. Zn srinr'r 110111111111] 01111 beklagte der General-Vikar, KardinalPatrizzi, die in miner Zimdr immer häufiger vorkommenden Sterbefälle durch Apo- 41.110. “Mrlivys immer die leßten Gründe davon seien, gewiß isi, “17 )*" PW'MUMC-Polizei einen nicht geringen Theil der Verant- wNÜMM "'"-“ PW? Unfälle trägt. Denn Wein-Verfälscher haben

y'" "17 171511911 ““);avren eine wahre Hochschule, und Tausende von Armen “"R“?" 11.1ng“. :msiatt Acquavita,

Vom Arno, 13- Feb! (A 73) Es scheint daß der Winter ' . . l . j , S

3191“ ZKÖÖWM vyn und weichen will. Schon seit acht Tagen sehen w" selbsk ',e m“";"'" Höbxnxüge, welche das Arnothal beqränzen, 8237" PMA“ und ""k"“ bin. wieder mit Schnee bedeckt,“ und in der Nacht vom “11. auf de-r'r 17. Februar fiel Schnee in der ganzen Ebenx b's “„" d'" M“"UUKL- _ der freilich den Tag darauf wieder weSSmS- D'", M“.“ k" kapmnen 82181 sich in der ganzen Anode!)- nun den Wm.,“ Üb“! b's tres herab [7911111101 und gewährt iin par- purerbenen Lichte „bet Sonnenunixrqang einen prachtvollen Anblick. Dieser Frost, d" baufigrn Regengusse,'we1ch, die Arbeiten im Freien verhindern, vermehren dre Noth der niederen Volkoklassen, über deren Lage allenthalben schlimme N9ch„k'chkkn eingeben- Der Karneval hat zwar begonnen, aber das erpförmrge_Vergrrügen der Korsosabxte" in den Haupt. und Mittelstädnn wrrd nicht, wie gewöhnlich,

"*“-b Wersen von Blumensträußen und Kbnfetiis belebt. Dex sktens-Winter hat den Blumenslor großentbxtls zerstört. Die herr- lichen Kar..'.'ien, welche als schlanke baumartrge Gewächse im Freien 1111 Januar Uinkäebruar mit Blüthen prangen, haben ihre Knoopen dreamal schowfr ;_oitig verloren. Ja selbst die Rosen haben durch den Floss gelitten, unoM-kon und Krokus gucken noch klein und sparsam unter dem Rasen hervor. “Mx. dem Konfettr'werfen hatte man die levten Jahre großen Unfug getriebeWund Tausende von mit Mehl gefüllten Papintütm pflegten als Munitiu beim Bombarde- ment aus Häusern und Wagen, besonders am le en Karnevalstag, geschleudert zu werden., Die Regierung hat dieéRMehwnschwm- dung bei der wachsenden Noth zu skeuern gesucht 1!» das Werfen

254 ganz verboten, wodurch aber freilich der immediaut- und wrvloser werdende Karneval seine lebte lustige Seite verlixrt. Der Fremde, welcher zum ersienmal in Italien ist und„an dre Schtldemng der Quacqueros und anderer heiterer Masken tn Goihes Beschreibung kknkk- steht verwundert, wenn er die paar schmuyigen Vermummrin- gen der niederen Volksklassen oder die ausgepuvten Aeffcher1 voii Km- dem in den Wagen der Vornehmeren rrblrckt. Rory allem ermnert noch an den altitalienischen Karneval alo Vo1ksbrlusitgrrng, urid auch hier klatheder, der ihn mitgemachi, über „die Ernjorriiigkelk, 1a Rob- beit drs Vergnügens. Der Geschmack, dafur, hat rn Italien vonJabr zu Jahr abgenommen und wird sich nicht wieder belebenlaffe-ri. Da- qegen finden die Klagen der 91011), wclche wrr aus den ubrdltchen Ländern vernehmen, auch bier aUmälig ibr Echo. Alle Negrerunqen

in Italien belegen die Ausfuhr der Cerealien mit erhöhtem Toll .

und geben die Einfuhr srri. Toécana hat noch „dazu seit wehreren Jahren besondere Ungliicksfällr gehabt, vor zwe: Jahren dre große Ueberschwemmung deo Arno, im vorigen Herbsbdas Erdbeben. Der verwichene trockene Sommer hat einer fiir die Gebirgslander zrrr Nahrung und Erportation iiberaus wichtrgen Frucht, der_qustame, welche hier vielfach die Kartoffeln ersksi, geschadet,. und .jte ist nur im Casetitino gut geratl)rn; die Lcliirndte war nicht reich. Der hatte Frost im Dezember bat die Wiirter-Gemrrse, Blumenkohl und andere Kohlarten zum Theil ungenießbar gemacht, emen Theil der Lranqrn zerstört und die Citronen-Bäume ernstl-iä) bedrbht. 311 den Marémmen und im Luccbcsisrbcn haben selbst die Oelbaume g_r1itte.n. "Oer Jrsrbsang war bei den anhaltenden Stürmen eben so gksabrlich als wenig ergiebig. Alle Nahrungsmittel schlagen auf, und das Brod wird täglich kleiner. So sieht selbst drr Bewohner des gescgneten Bodens von Italien nicht ohne Sorge m die (Zukunft!

Türkei.

Konstantinopel, 4, Febr. (A. Z.) Die hiesige offizielle Zeitung gab kürzlich nach den Mittheilungen derUKanzleir-n folgende Zahlen iiber die hier befindliche ausländische Vevolkerun'g qu: Hel- lcnen 0000, englische Unterthanrn von Malta und den ]oriischeri Jn- seln 10543, Oesterreichcr 4581, Franzosen 825, Russen 8-6, 5chrser 657, Sardinier 405, Neapolitaner 247, Toskaner 211;- Englgnder 210, Belgier “1823, Preußen “1.44, Spanier 48, Dänen 4/, Hollgnder 27, Amerikaner 24, zusammen “13,407. Diese Angabrn sind jedoch nicht ganz richtig; was namentlich die Deritschcn_ betrifft,_ so ist _zu bemerken, daß die hier angeführten Ocsikrrricher ernenr großen Theile nach nicht Deutsche, sondern thrilö Italiener und theils Slawen aus den österreickyischen Küüenländern sind. Unter densPrrußen „jsnd aber nicht blos Preußen, sondern Deutsche aus agen Zoll-Verxiirsstairien ru verstehen, die hier preußischen Schuß gemkßen. , Tic 41111111 sind größtrntheils ebenfalls Drutschr, Schlk§Wrg-Holstrtiier, so w:? auch die Ruffru, worunter eine brdeuiende Zahl deutscher Kolornsirn aus Süd-Rrißland :c. Auch stehen manche Deutsibe untrr nicht deut- sckem Schnße (z.B. die Schweizer untcr franzöjixchcm) und sind dort mitgezählt. ,

Briefe aus Teheran und Erzcrum melden, daß dcr Schach dle gebeimnisone Expedition mm ganz aufgegeben hat." Der Goudst- neur von Cdorassan hatte über die Turkomanen-Stamme emen be- deutenden Vortheil errungen, mehrere Hundlrt Gefangenx gemacht und 00 Köpfe nach Teheran geschickt, die auf einem der offentlichen Plätze der Stadt mehrere Tage lang ausgespicßt waren. Von drr Chokr'ra sagen diese Briefe nichts, sj: scheint also dort erloschen 311 sein. Dagegen wüthet sie, nach Briefen vom 10. Januar, nun mut größter Heftigkeit in Mekka und Dschidda. Als Mehmed Ali dics erfuhr, ließ er Clot-ch rufen und befahl ihm, in Suez emen siren- gen Cordon zu ziehen. Als Clot-Vey dem Vice-Rönig einige Vor- stellungen machen Wollte über die Nußlosigkeit ciner solchrn Maßre- grl, gericth der Alte in heftigen Zorn und erwiederte: „Zb hab' dich nicht um deine Meinung gefragt, sviidrrn brgrhrc, da[; du un- verzüglich vollziehsi, Was ich befehle.“

L.]andch- und Börscn-Uarhrichtcn.

Berlin, 25. Febr. Die Börse behauptete fich heute „sehr fest.“, ins- besoiidcre erfuhren Berlin-Hamburger in Folge Deckrrrigcnrme Steigerung von circa 1 pCt. Zu den anderen Bahnen keine wesentllche Cours-Ver- ändrrrmg, und die Umsäße beschränkt.

71- Amsterdam, 20. Febr. Am licfigen Fondémarkte haben die Course der holländischen Staatspapirre diese Woche nur sehr geringe Ab- Wechselmigcn erfahren, da das (Urschrift schr still blieb und nch ncmiis vim Wichtiglcit ercignete. Für Actien dcr Handrlö-Maatscbappv xergir'irch die- ser Tage etwas Kauflust, wodurch deren Cours bisj17:135% gesttegep 111. Alte 511103. rusfische Obligationen bei Hope kamen “ofter vor und kritckteir fich von 104€ arrf 104Z/„“/„; dagrgen behauptcian fich 4proz. rrrsfiicbeCciti- fikate bei demselben auf-WF %. Spanisckoe Ardoin-Oblaganoncn gingen tvcnig iiber und unter 193; % und blieben gestern zu 1937,% begehrt; portu- giesische dito fielen von (185; auf (171% und brhaupietcn fich seit mehreren Tagen auf diescm Preis. Uebrigens fiel nichts Bemerkenswerthes vor, und blieb der Gelv-Ziris-Cours unverändert auf 4 % sirhcri. ,

An den Gctraidemärkten dieser Woche wurden w-xder arisehnlnbe Cm- käufe von Weizen zur Ausfuhr gcmacht, wodrirch dre Preise neuerdings gcftiegen find. Auch fiir Roggen erhielt sich Kauflust, .und holten erntge Sorten wieder bessere Preise. Besonders gestern war klsllgk Frage nach Weizen, wobei bezahlt wurde: flir unverzollten 131psd. weißbunter) polm- scben 450 Fl., 127.128pfd. bunten dito 415.420 Fl., 126pfd. dito 408, 410 und 412 Fl., 125psd. dito 405,4“)8 Fl., 120.128pfk. rothbu1;ten dito 400.415 Fl., 129pfd. odessaer Weizen 422 Fl., 128psr. St. Pema. burger dito 402 F1. Jm Konsumt galt 130pfd. rcüocker Weizen 450 Fl., 125psd. nassauischer dito 400 Fl., 120pfd. preußischer Roggen 820 Fl.", unverrolltcr 121psd. pkk11ß1schkk Roggen 320 Fl., 124pfd. rostockcr dito 314 Fl., später 125pfd. dito 5120 Fl., 119pfd. odessacr Roggen 806 Fl., 117, 119 . 120psd. petersburger diio 300.308.311 Fl., später 118pfd. 306 F1. Gerste wurde zu 5Fl. pr. Last höher abgenommen und bezahlt; unvetzollte 113psd. rostocker mit 250 Fl., 109.111psd. dänische dito 230.240 Fl., im Konsumt 112 . 113 . 114 . 115psd. dänische Gerste zu 245.247 . 250. 253 F1. Hafer war wenig vorräthig; 88pfd. seiner wurde zu 215 J], getauft.

Üuswärtige ]körxsu.

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Meteorologische Beobachtungen.

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Königliche Schauspiele.

Freitag, 20. err. Jm Opernhmrse. 24sic Abonnemenis-Vor- stellung: Die Jüdin, große Oper in 5 Aufzügen, nach dem Fraiizb- sischen des Scribe, vom Jreihrrrn vori Lichtenstrin. Musik vonHalc-vy. Ballets von Hoguet. (Mad. Viardot-Garcia: Recha; Herr Kraus: Eleazar, alö [este Gastrolle.) Anfang 0 Uhr.

Zu dieser Vorstellung werden Villets zu folgenden hohen Opern- haus-Preiscn verkauft: _

(Lin BiUet in den Logen des Proscrniums„ des' eritrn Ranges, im ersten Balkon und zur Tribüne “.! Rtblr. Cm Billet '1111 Parquet “1 Rtblr. 15 Sgr. Ein Billet in den Logen des. zweiten Ranges “1 Rtl)lr. 10 Sgr. Ein Billet in dcn Logkn ders driiten Ranges, rin Balkon daselbst und im Parterre 20 Sgr. Ein VrUet im Amphx- theater 10 Sgr. Ein Billet in den Jrrindeiilogen T5 Riblr.

Jm Schauspielhause. ;;.“xsie sraiizöiiiihe Abonnemento-Vorsiellung. ].."- 513(?01](1L 1'6111'050111311011 (18: [,'xirticltr 213, 011: [8 MM! 41011, [)!"01L611011 ..... , (:()!1]é(11l?-U3|1(10§“1116 011 “1 31:10 ,'[1111' 11131. ])(1111101'), (kt (11151378 147111011105 ].,l-[é-rstidrß, 011: [és 105131116111, 601110010-»“8111101'018 011 “1 31:10, [):11' Zcribp. [.o 111.1]01'_(.1*3U3- (711011, 7311007111? 6011101110 011 1 8610, [ml 1113]. 117111112118 (It

[.',1'". . ( [Wk Jm Opernhausk- “Z.“;stc Abonnements-

Sonnabend, 27, Febr. 5 . m ertenmale: Das Blumenmärchrn im Elsaß, ko- Borstellung Zu s Zn Scene geseyt

mi ars Ballet in 2 Abel„ von H. Saini-Léon. , voisi ,demselben. Musik v)on dcn Herren (Hraziani und Conradi. (Mad. Cerrito-Saint-Löon: Lisette, das Vlumenmädchen; Hirr Sawi- Léon: Thomas.) Vorher, zum e1strnn1ale: Eb711-1k1ht!kom1sche Oper in 1 Akt, von C. Blum. Musik von A. Schaffer. Anfang 6 Uhr. Zu dieser Vorstellung werden Billcis zu folgenden Opernhaus- rei en verkau t: P sCin Billetf in den Logen drs Prosceniums “1 Riblk- 10 Sgr.; in den Logen des ersten Ranges und ersten Balkons, so Wie zur

' " , 10 S .' im Parquet 11111) in den Logcn-des szI'ethuetxjreÖlaLthhZ Rtblr.;g1n' den Logen und tm Balkon drs drttken

Ranges, so wie im Parterre, “20 Sgr.; im Amphitheater "10 Sgr.; in den Fremdrn-Logkn 2 Rtlxlr. *

Die Inhaber von. reservirten Brllew wcrden ersucht, solche bis Freitag, den 26sien d. M., Mittags 2 Uhr, im BiULt-Verkauss- Büreau abholen zu lassen, widrigenfalls diese anderweit verkauftwer- den müssen. Auch die Freibillets können nur bis zu dieser Zeit auf- bewahrt werden. _

Verantwortlicher Redacteur 1)1*. I. W. Zinkeisen.

Im Selbstverlage der Expedition.

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Das Ibonuemeut beträgt:

2 k1h1r, fiir 2 Jahr.

4 Kthlr. - ; Jahr.

8 Rthlr. - 1 32a!“ ck. 1 11 T rilen der . onar :: n "„F- reis-ErhohuTZ.

1' s-Gebühk ur den anstterreliIrkr Zeile des Jug,

Anzeigers ? Sgr.

58.

Z n k) a l t.

Amtlicher Theil. nland. Berlin. Bekanntmachung. eutsche Bundesstaaten, Königreich Bayern. Ernennung. * Entbindung dcr Herwgin '))éax in Bayern. - Reise des Kronprinzen. - Kurfürstenthn m Hesse n. Maßregeln zur Abbulfe dez Nothstandes. - Großherzogibum Hessen und bei Rhein. Wasserstand. -- Festungsbauten. -(31roßhcrzogtbum Sachsen-Weimar. Exöff- nung des Landtagek.

Oesterreichische 9)?onarchie- Krakau. Post-Anordnnngen.

Frankreich. Paris. Mission nach dem La P!nta. -- Audienzen. * Minisicr-Entsckruldigrmgen bei Lord Normanbp. -- Gerüchte von Mini- sterial-Vcränderungen, _ Polizeiliche Maßregel egen Dom Miguel. _ Erfolglosigkeit der Sendung nach Marokko. -- (_ cses-Cntwrttf über das Medizinalwcscn. » Bescheid ausG-suche von Eisenbabn-GeseUschaftm. -- Atmosphärische Eisenbahn. _ Vcrmischies. *- Schreiben aus Paris. (Depritirten-Kammrr: Verschiedene Vorlagen und Prtitionen und Dis- kussion des GescH-Entwurss iiber die Verstärkung der Armee; Pairs- Kammrr: Schiffsahrtö-Gesey.)

Großbritanien und Irland. London. Vcrbrecher-Staiisiik in Irland. - Stockring drr (Hcswäste in den Fabrik-Distrikien. - Nolh in Manchester. _ Die '))kajorität gcgen Lord Brntinck's Bill. - Militair-

schule in Cbclsea.

Belgiep. Brüssel. Hofnachrirht. _- Vcrmischtes.

Schwetz. Kanton Basel. Sinken der Getraikt-Prrise. - Kanton TU_sin. Erzcffe wegen Getraide-Ausfubr, - Kanton Genf.

thlren. Rom. Mildes Fasten-Mandat. - Dicisraelitischt153emeindu _- Qobden. - Vermischtes. _- Florenz. chiirden der Prinzessin Luitpold von_B_«1Vern. * Ankunft des Herxogs von Modena.

Vereinigte Staaten von Nord:»Amorika. New-York. (Hen:- ral Tavlor'ö Ansichten aber den Krieg in Mexiko.

Hknßetls: und Vörsmr-Nachrichten- B erlin. Börsen- und Markt- eri ) .

Königsstädiisclch Tbcatrr. (Italienische Opern-Vorstcllnng-) * Die Be- freiungs-Halle bei Kelhiim. Anwendung des Schwesr1ä1hers bci chirur- gischen Operationen. _- Zur humoristischen Poesie. - Literar-Notiz,

ckW- WÉl-“1ntliicher Theil;

Se. Majestät der König haben Allergnädigst gerubt:

Dem Landrathe Schaubert zu Neumarkt, Regierungs-Bezirk Breslau, den Rothen Adler-Ordrn dritter Klasse mit der Schleife zu verleihen;

Allerhöchstihrrn Kammerherrn, den Ritterguts-Besiyer von Breitenbauch auf Ludwigshof, zum Landrath des Kreises Ziegen- rück, im Regierungs-Bezirk Erfurt; und

Den Land: und Stadtrichter Eyssenhardt zu Naumburg am Quais zum Land- und StadigerichtS-Rath bei dem Land- und Stadt- gerichte in Liegnitz zu crncnnrn.

Der Juskiz-Kommiffarius und Notarius Karl Wilhelm Leo. pold Steinmey iii Sprottan ist in gleicher Eigensibaft an das Land- und Stadtgericht in Sa an vrrseßt und ibm die Praxis bei den Gerichten drs saganer und sßprottauer Kreises gestattet.

Uichtamtlicher Ty..." "

Inland.

Berlin, 20, Febr. *Das Amtsblatt der Königlichen Regie- rung zu Potsdam enthält solgknde Bekanntmachung:

Königsstädtisches Theater. Italienische Opern-Vorsiellung.

(Den 24. Februar.)

Die Vorstellung oben gedachtcrOper am Mittwoch erheischt insofern eine Besprcchnrig, als die Partiecn der Norina, des Erneßo und Malatcsia durch Sgra. Fodor, Sgr. Eabocetia rind Sgr. Pignoli zum ersten- male ausgeführt wurden. Da dem Werke nur vier Personen zu Trägrrn dienen, und diese - die Titelrolle gab Sgr. (Halli - durch die besten Mitglieder dir Gesellschaft Vertretung gefunden hatten, so bot die Vorstel- lung viel Anerkennungswerthrö, besonders h111s1ch111ch dcr musikalischenAuö- führung. Namentlich waren es die Primadonna und der Primo Tenoke, Sgra. Fodor urid Sgr. Labocetta, die ihre ausgezeichneten Gesangs" Talente aufs nem" brwäbrten. Erstere entfaltete dir Vorzüge ihrer schönen Stimme und ihres kunstscrtigen Gesanges in der dankbaren Rolle der No- rina mit Gliick und gewann sich gleich durch den musterhaftcn Vortrag der ersten Arie vridienten Beifall. Nicht mindcr erfolgreich betheiligte sich die Sängerin an den Ensenrblesiücken. Im Duett mit Malatesta ani Schlusse des ersten MW und im Teriext des zweiten Ams leistete sie eben so Vorzüglichez als im Finale desselben, eines der gelungensten und wir- kungöreichsirn Mnsiksiiicke der Oper. Wenn dagegen Sgra. Fodor, was das Spiel betrifft, noch nicht ganz vertraut mit der Rolle schien, so leuch- tete doch das sichtliche Streben, auch nach dieser Seite den Anforderungen der Kritik entgegenzrikommen, überall durch. So gelang es ihr recht wobl, Dyn PaSquale gegenüber, die vcrsjellte Schüchternheit zu zeichnen, eben so spat", pie Herrscbsüchtige zu spielen, rbgleich der Moment des Uebergangeö selbs! „nicht fcharf genrxg hervorgehoben wurde und außerdem der zur Cya- raktensttk der „Nortna“ nothwendige Anflug von Humor in der Dar- stellunÖz mri'tngeClthr.

, i' m “m"" nicht aUSgeprä tc, über au 1 me 1 unter eordnete L'kbhübkk'No"? Ns Ernesto erfordertgaus dieskn (TöründLn weniYer Dar- steUungs-Talent, als vielmehr einen tüchtigen Gesangskünstler. Diesen hatte fie it; Son _,Labvcetta Jksundcn. Der so reichbegabte Sänger führte die Yaki e im hochst" Grade lobenswert!) aus und erfreute das lebhaft erregte !

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ublikum nicht minder durch den schönen, stischen Klan einerStimme an

ck, als durch seinen seelenvollen, zu Herzen sprechendSnsVortrag. Den ganzen ZMA?“ semes wundervollen Portaments ließ er, außer in dem Duett des ersten im mit Don PaSquale (worin ihm die hübsche Cantilene:

Y; „Zogno 3037? e cum“ etc.,

zunlachst Seranlalssung dazu iebt), vorzugsweise in den getragenen Akim wa ten. S owob die zu An ang des zweiten Aktes eingele te wie verlau- m, von ,gr. Gerli komponirie), als vor allen Dingen dye : ektvolle Se- mmm mit Chor- und Guitarrm-Begleitung im dritten Akt sang er mit

Berlin,

Allgemeine

Sonnabend den 27'7k"

„Des Königs Majestät haben mittelst Alltrlpöchsi erlaffentn Patems vom 8. Februar d. Z. die Einberufung des durch das Allerhöchste Patent vom Iten d. M. angeordneten Vereinigten Landtages zu befehlen und die Eröffnrrng deffrlben in Berlin auf den 11. April d. J. frstzrrsesen geruht.

Diese Allerhöchste Bestimmung wird in Gemäsrdcit eines an mich cr- garrZenenC-laffes dcs Herm Ministcrs des Innern Excelleuz vom 1070! v. "1. "mit dem Hinzufügen zur öffentlichen Kenntnis: gebracht, das: St. Maxesiat gleichzeitig zum Landtags-Marscball für die brandenburgische" Provinzial-Stäiivt wiederum den Herrn Hos:MatschaU von Rochow aus Stiilpe und zu deffen Stellvertreter den Herrn Grafen zu So!:ns-Varrrth Allergnädigsk zu ernennen geruht haben.

Potsdam, den 19, Februar 18-17.

Der Obrr-Präfident dcr Provinz Brandenburg, von Meding."

Deutsche Eundcsnaatcn.

„_ Königreich Bayern. Se. Majcstiit der König hat den Prasidrnien der Regierung von Niederbayern, Z. B. von Zenetii, vom 1. Marz d. .J. an zum Staatörathe im ordentlichen Dienste in pro- visorischer Eigenschaft befördert und zugleich zum Vcrwrser dcs Mi- mjtcriums des Innern ernannt.

Jbre Königl. Hoheit die Frau Herzogii Max in Bayern ist am 21. Je'bruqr von einer Prinzessin glücklich entbunden worden. Nach dem Bulletin erfreut s|ch die hohe Wöchnerin, so wie die Neugeborene, des erwünschikn Wohlscins.

, „Nach Briesen aus Palermo Vom d'. Februar erfreut sich Sl. Königl. Hoheit der Kronprinz fortwährend des besten Wohlseino und gcdaithtctx die s(hon friiher erwähnte Reise nach Griechenland demnächst (1an re en.

Kurfürstenthum Hessen. Die Kommission, welcbe im bo- rigen Monat von der Regierung ernannt wurde, um dcn Nothüand in den verschiedenen Theilen Kurhessenö zu untersuchen und geeignete Vorschläge zu dessen Abhülfe zu machen, hat während der drei lev- ten Wochen bereits neun Kreise der Provinzen Nieder- und Ober- hessen bereist und ist zu dem erfreulichen Resultate grlangi, daß, ob- gleich in mehreren Kreiser- große Dürftigkeit herrscht, doch im Allge- meinen eine Uebertreibung der Neth stattgefunden hat und eine Hungersnot!) bei dem fast überall, namentlich in der Schwalm- gegend, vorhandenenJrucht-Vorratbe, gottlob nicht zu befürchten sei. Derr: Vernehmen nachLxsvU sich die Kommission in ihrem Gutachten dahinjauogesprochen haben, daß durch Anordnun von Bauten, na- mentlich Straßenbautcn, bei welchen viele DürFtige Arbeit finden, dem Uebel am besicn abzuhelfen sei. Uebrigens sollen auch die ver- schiedencn, durch Anordnung der chicrung bestehenden Hülfs-Vereine den Nothlcidenden bedeutende Unterstiivungen leisten. Die erwähnte Kommission sollie am “18. Frbruar von Kassrl aus, wo sie einige Tage_ zuvor eingetroffen war, ihre Reisen in die Provinzrii Fulda und „Hamm fortseven.

Einen giiusiigen und durchgreifenden Einfiuß auf die Hebung des Nothstandes darf man sich von der Regierungs-Maszrrgel vcr- sprechen, wonach der Betrieb der Branntweinbrcijnereien im ganzen Lande fiir die Dauer von drei Monaten eingestellt wrrderi muß. Die Bedeutung dieser landesherrlichen Verordnung läßt sich leicht ermessen, wenn_nran bedenkt, daß in Hrffrn täglich an Cerealien und Kartof- feln jo viel zur Destillation von Branntwein verbraucht wird, als 400,000 Seelen, also mehr als die Hälfte der ganzen Bevölkerung, zu ihrer Ernährung bedürfen!

Großherzogthum Hessen und bei Rhein. Das Fra_nkf, Journ. mrldet aus Mainz vom 22. Februar: „Der Waysrrsiand Öls Rheins, welcher an dem Pegel der hiesigen Schiff:

eincr Wärnir drr Empfindung, mit einer solchen Vollendrmg, daß in dcr That kein Wunsch iibrig blieb.

. “Dcr ergöhlichen Darstellung des Don PaSqimlc durcb Sgr. (Halli sci nur im Vorübergehen erwähnt, da wir diese Leistung schon bei Gele- genbYt dcr (Haftspiclr dcr Garcia aus dieser Bühne bcsprochen. Eignete fich Egk. Pignoli zum Repräsentanten des gewandten, seinrn und ver- schmrsten „Malatesta“, wie der Vorbcnmmte fiir die Titclrolle, wäre die Totalwiikrmg der Vorstellung jcdensaUö noch größer gewescn; Sgr. Pig" 911 sebh aber nicht nur Humor fiir die DarsirUnng der Partie, sondern auch theilweise der Umfang der Stimmr nach der Tiefe, so wir die nötbigeZun- gensertigkeit fiir die Ausfiihrung drr parlanten Stellen; davon abgesehen, war mne Leistring ebenfalls anetkrnnrrrthwekth.

" Was dir in drn_ Zwischcnakten und nach dem Schluß der Oper aud- ?efuhrten Tanze der 1.131 hier anwesenden Tänzer- und Pantomimen-Geseu- chase des Herrn Vesztct S:;ndor betrifft, so verdienen ihre Leistungen ebenfalls chrende Anerkennung. Doch können wir, für unser Theil, eine derartige Unterbrechung eiiier Opern-Vorstellung nicht billigen,

()().

Die Befreiungs-Halle bei Kelheim.

Etwa vier Meilen oberhalb Donaustauf, welchem gegenüber die Wal- halla fich in der Donau spiegelt, liegt die Stadt Kelheim. In dem fast rechten Winkel, den der Kanal mit dem Donaustrome bildet, steigert sich der Boden vom User an allmälig zu einer ansehnlichen Höhe, und es bil- de1 an der Donanseite das Gestade eine steile Felsenwand. Dort aus dem (Htpfel dieser felsigen Anhöhe erhebt sich der Bau der Befreiungs-Halle. Derselbe, eine ungeheure Rotunde mit Kruppelwölbung, bildet im Grundriß rin Achtzehneck von 200 Fuß Durcbmcsser in der größten Außdchnung der außeren Vogeuhalle (ohne die (Hradinaitn), welche sich bis zu einer Höhe von 60 Fuß, einschließlich der flachen Bedachung, mit dieser an den Kup- pel-Aufbau anlehnt. Um die äußere Bogenbaüe ziehen sich noch dreiGra- dinaten herum, die mit einander '.).."1 Fuß Höhe haben. Mit den Gradina- tm erreicht der Bau bis an die äußerste Linie der Laterne in der Kuppel die Hohe von 175 Fuß. Die Höhe von den Gradinaten bis zum Kranz- Fefims beträgt 100 Fuß. Stellen wir uns im Innern des Baues ins

entrum, so umgiebt uns ein Säulen-Cyklus, welcher in seinem Durch- messer, von einer Säulenmitte durchs Centrum der Rotunde bis zur ande- ren, 100 Fuß mißt. Achtzehn Säulenschäfte erheben sich vom Boden aus auf den Radien des __Achtzehneckv. Sie sind Monolitbe von Granit und haben bei 4 Fuß 4 Zoll Durchmesser mit Basen und Kapiiälern von wei- ßem Marmor eine Höhe von 27 Fuß. Ueber ihnen wölben fich Rundbö- km mit Archivokten von ebenfalls weißem Marmor mirihren Zwickeln zu- ammtn. Die darüber fich aufbauenden 18 Mauetfiächm sind von gelbem

Februar

„AU: o - An allen de , , und lesßandu !?!th BessleULTg . auf dieses Blatt an, für Berlin , die Expedition der AUg. prtuß. Zeitung: . Friedrichsßraßenr.72,

1541“.

brücke heute früh um 7Uhr mit “15 Fuß 4 Zoll Großherzoglich hessi- sches Maß den höchsten Punkt erreicht hatte, ist seitdem wieder in all- mäligrm Weichen begriffen. Vom 17ten bis zum “181en d. stieg das Wasser binnen 24 Stunden um “.' Fuß 6 Zoll (von 0“ 8“-9“ 4“), bis zum 191m um 3“ 9“, bis zum Lixsten um 1“ 9“. An diesem letzten Tage erreichte es eine Höhe von 15 Fuß 2 Zoll. Am 21s1en sank es um “1“- Zoll; heute früh aber war es bis zu “15 Fuß 4Zolk gestiegen. Mrt Ananahme eines geringen Theiles der unteren Leer- gasse, am Fuße der Bauerngasse, der Vertiefung vor dem rothen Krabnen und der ausgegrabenen Stelle, auf der sich das Brücken- gebäude :c. erheben soll, ist das Wasser sonst nirgends in die Stadt eingedrungen; doch wurden dieKrller in der Nähe des Rheins davon angcfüllt. » Die öffentlichen und Privatbanken haben mit dem Ein- tritie der brsseren Witterung bereits begonnen. Das erst vor drei Jahren erbaute Vertheidigungöwerk, die gesenkie Flanke, vor dem eisernen Thore, wird jetzt wieder abgebrochen; es soll an deren Stelle ein in Uebereinstimmung mit den übrigen großartigen Festungsbauten am Rhein stehendes Werk aufgeführt werden.“

Großherzogthum Sachsen-Tseimar. (Weim. Z tg.) Am Sonntag, den 21. Februar, wurde nach dem Gottesdiensie in der gewöhnlichen Weise der ordentliche Landtag eröffnet. Am Nach- mittag hatten sämmtliche Abgeordneten die Ehre, zur Großherzoglichen Tafel gezogen zu werden.

Orscrreuhrsche Monarchir,

Krakau, 22. Febr. Nach einer so eben erschienenenBekannt- machung wird mit 1. März 1847 das Kaiserliche Post-Jnspektorat vori Podgorze nach Krakau verlegt und mit dem hiesigen Artaria!- Post-Amte vereinigt, und es werden “gleichzeitig die sämmtlichen Brief-Cilfabrteit, MaUefahrten und Packposten der Wien-Lcmberger Route über Krakau geleitet. In Folge dessen wird das so fortbe- stehende Posi-Jnspekiorat in Krakau, nach eben denselben allgemeinen Normen, wclche dermalen in Podgorze angewendet werden, Reisende zu den Bries-Eilfahrten, Mallesahrten und Packposten aufnehmen und Extraposten mit Stundenpässen, so wie auch Separat- Eilsahr- ten, abfertigen. In Podgorze wird zwar eine Brief-Samm- lung uiid fürStaffetxen, so wie für Extraposi-Reisende, Welche nicht durch Krakau fahren wollen, eine Poststation fortbestehen, es wird jedoch daselbst keine Ausnahme von Reisenden zu drn Aerarial-Post- fahrten und zu Extraposten mit Stundenpässen mrhr stattfinden. So lange die Zolllinie zwischen Krakau und Podgorze besteht, müssen nicht blos, wie dkrmalen, die zur Beförderung über Podgorze brstimmten Jrachtstücke, sondern auch alle derleiVaggagen der Reisenden, ehe sie dem Posiamte übergeben werden, der Amtshandlung des hiesigen Haupt-Zollamies durch die ausgehenden Parteien unterzogen werden, da an der Zwischenlinie kein Aufenthalt stattfinden wird. Jeder Rei- sende hat sich bei der Aufnahme zu einer Postfahri bei dem Kaiser]. Postamte mit seinem gehörig widirten Reisepasse auszuweisen.

Frankreich.

Paris, 22. err. Das heutige Journal des Débats meldet: „Die Angelegenheiten am La Plata gehen entschieden einer baldigen Ausgleichung entgegen. Man weiß bereits, daß die eng- lische Regierung ihren Bevollmärhtigten in Brasilien, Lord Howden, brauftragt bat, den Traktat zu unterzeichnen, der den beklagenswcr- then Spaltungen, welche seit so langer Zeit die Banda Oriental be- unrribigen, ein Ende machen soll. Der König hat den Grafen Wa- lewski mit einer gleichen Mission beauftragt. Herr von Walewski wird am “10, März auf dem Dampffchiff „Cassini“ von Toulon ab- gehrn. Lord Howden, der sich bckanntlich seit einigen Tagen in

Marmor. "Dieser ungeheure Kuppelrotundenbau nun dient daru, cine wür- dige Umgebung und Einbegung seines monumentalen Kerns zu bilden. Dcnkcn wir uns noch einmal im Mittelpunkie des Podiums der Halle; hier srhcn wéi“ uns in eincr Radien-Cntfcrnung von etwa 40 Fuß von einem r-ngartigen Stylobat umschloffen. Auf diejem stehen in einem Kreise Hand inM-Hand virrnnddreißig kolossale Sirgcögöttinnen. Je zwei sicher! vor den Salm neben einander, sich die zwci nächsten Hände reichend; mit der ande- ren Hand halten je zwei einen crzenrn Schild aus erbeutetem Kanonen- Me1911. Auf der vergoldeten Vorderseite dieser Schilde stehen die Namen drr m den Befreiungßlriegen gewonnenen Schlachten; die Namen der Feld- herren, wc1che ihre H.ere_ zum Sieg fiihrten, liest man in den entsprechen- den marmoinen Jnschriittafeln auf den Maucrflächen des Achtzehneckö, von dener! schon weiter oben die Rede war. Die geflügelten, an 10 Fuß bohcn Bittotien, welche rnit den Schilden, die se halten, einen imposanten Kranz bildrn, find von weißem Marmor. Sie werden nach Schwanthaler's herrlichen Modellen ausgefiihrt. Was das Material, das zur Vestciungs- Yal1e verwendet wikd, betrifft, so muß bemerkt werdcn, das; dazu kein Ltuckcben Holz genommen wird, sondern daß dasselbe nur in kelhrimer Kalkstein, Granit, Slanders-Marmor, Eisen und Kupfer besteht, mit we1ch' listerem Metall die Kuppel und die Vedachung der Vorhalle eingedeckt Werden sou.

Anwendung des SOchwefeläthers bei chirurgischen * perationen.

Die Anwendun der Dämpfe vom Schwesekä'thet ber Opera- ÜMM is! in der 9Klinik des Herrn Geheimeraihs PWM,“ 1):- Jüngken im Chakit-Z-Krankenhanse fortgesrßt trnd hat sebdr- indieressane und glückliche Resultate ergeben. In der vorigen Wochk wu; en erbekßm Versuche mit diesem Mittel bei Augenr-anken gemacht„ an enän s merz- hafte Operationen verrichtet werdcn myßkkn- EMU" jungen "Äkksk sxn- üblen Mädchen wurde das nach mum gewandte untere u enlred durch Brennen der äußeren Wand desselben _an zwei teilen mit konzentrirter Schwefelsiiure, wahrend zehn Minuten wieder nach außen gewendet; und einem widerßkkbkndkn- stbk furch1samen Manne von fünf und zwanzig Zakk?" wurde kin„- durch chronische Blennotrböe herbeigeführte hahnenkammartige sunsose Degeneration der Konjrrnktiva zwischen dem oberen Aygenliede und dem Yugapfel exstirpirt. Beide atienten waren durch das Emaihmm der Jetberdamyse in Zeit von fünf '))??nuten in eine so tief- Betäubung und Gesuhlolosigtert verseyt, daß sie von der Operation keine Empfindung hanm, beim Erwachen aus einem

“,s," Schlase zu kommen glaubten und nun erß den Schmerz fühlten,