1847 / 62 p. 2 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

Zollaufsehern an der Gränze, die unlängst die Runde durch viele IMU" en machte, und wobei unter Anderem erzählt wurde, daß kassiéche Kosaken die Partei der bedrängten Schmuggler

ergriffcn hätten , aus amtlicher Quelle auf ihren wahren Gehalt zurückzuführen. Die Sache verhält sich (Fölgknkkß maßen: In der Nacht vvm “.??“sien auf W -8- Ja-

nuar unternahm eine Rotte von 42 Mann eine „SchwärlelZlbbki Babice; zwei Aufseher griffen diese Rotte an, wobei einer dkr e en

seines Gewehres beraubt und verwundet wurde. Die Rot-te theilte n davon in einem

sich; auf die Anzei e, daß sechzehn anw'dl“ Wikiböhause sich auf?;ielten, gingen skcks Mann von d“ Abtheilung von Cbelmek dabin, machten sie sammt und sondéks ZU Gefangeiien und führten sie. unter Militair-Bedcckung- "“ck Chrzanpw ab. Hikk- auf beschränkt sich der ganze Vorfqll, „der yon dei) ZeituLgs-Korre- spondenten so ar mik „Kosaken, die fur die bedrangten Schmuggler Partei ergreißen“, reichlich ausstaffirt, Wk EmeJse als E'") hochsk tragisches Ereigniß ausposaunt wiirde; ein abermqliger Beweis., was man sich Alles erlaubt, das Publikum, besonders in d'ejn vom ?ck“",- plave der erdicheeten Begebenheit entfernteren Landern, m die

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Im zu führen. F r a n k r e ich.

Paris, 26. Febr. Der Constitutionnel kündete gestern an, das Ministerium sei in völliger Auflösung und schickte diesen Ar- tikel einem anderen noch, in welchem er darauf hinwies, daß die Dauer des Whig-Ministeriums gestcherter als jemals sei. „Diese Zusammenstellung“, entgegnet hierauf heute das Journal des Débats, „schließt eine arge Treulosigkeit in sich; man begreift ihren Sinn und ihre Bedeutung. Der Constitutionnel, der über die Auflösung des französischen Ministeriums in die ausführlichsten Ein- zelnheiten eingeht, sagt uns nicht, wer beauftragt werden wird, das neue Kabinet zu bilden. Wenn es etwa der englische Botschafter sein sollte, wiirde Herr Thiers die schönsten Aussichten haben, und welche Wonne, die friedlichen Tage von 1840 wieder aufbliihen zu sehen! Leider scheint uns nur die Nachricht, insofern sie das franzö- sische Ministerium betrifft, furchtbar gewagt! Wir schöpfen freilich unsere Mittheilungen nicht aus denselben QueUen wie der Consti- tutionnel, aber wir haben doch nicht gehört, daß in dein Kabinet, welches seit sieben Jahren das seltene Beispiel der vollkommensten Einigkeit gegeben, auch nur der geringste Zwiespalt sich gezeigt hätte, und was die Majorität betrifft, so müßte es aus reinem Muthwiüen geschehen, wenn das Ministerium sie verließc, denn sie ihrerseits scheint durchaus entschlossen, das Ministerium nicht zu verlassen. Der Constitutionnel muß sich also schon darein finden: wenn die Whigs in England fesi stehen, so scheinen die Kon- servativen in Frankreich nicht minder fest zu stehen, und man trifft selbst in der Opposition auf Männer, welche glauben, daß es eine unerhörte Feigheit sein würde, Herrn Guizot jeyt aufzuopfern. Tie Kapazitäten des Constitutionnel werden also wohl warten müssen. Der Justiz-Minister isi bedenklich krank, das ist Alles , was an den Nachrichten des Constitutionnel Wahres ist. Wenn ein Mini- sterium so lange besteht, ist es nicht gerade überraschend, daß einmal eines seiner Mitglieder wegen Altersschwäche oder Krankheit sich zu- rückziehen muß. Die von Herrn Thiers gebildeten Kabinette sind freilich solchen ZufäUen niemals ausZeseyt: ihre Dauer läßt sie nicht dazu kommxn!“

Der legitimiftische Deputirte des Maine- und Loire-Departe- ments, Graf von Quatrebarbes, hat an den Redacteur des Jour- nal des Débats folgendes Schreiben gerichtet; „Mein Herr! An dem Tage, wo Sie mich in Paris dem Ball Lord Normanby's beiwohnen ließkn, berie'fen mich wichtige Griinde nach Anjou. Ich habe nicht einmal die Ehre, den Herrn Botschafter Englands von Angeficht zu kennen; aber ich kann Ihnen versichern, daß, so oft mein Gewiffen mich zur Opposition veranlassen wird, ich dies öffent- lich, freimüthig und loyal thun und ck laut auf der Tribüne oder in der Presse kundgeben werde, nicht in den Salons cines fremden Botschafters."

Vom Contre-Admiral Vruat sind neue Drpeschen vom 21]. Ok- tober bis zum “12. November beim Ministerium der Marine Und klr Kolonieen eingegangen. Der Moniteur berichtet über ihren Ju- halt: „Am 30, Oktober, 7. und 12. November hatten Gefechte zwischen den Znsurgenten und den mit uns verbündeten Eingeborenen, welche Leyteren von den auf dem Posten von Panavia stehendkn Trup- pen unterstützt wurden, stattgefunden. In diesen Scharmiiyeln, welche durch die Nothwendigkeit herbeigeführt wurden, die sich auf beiden Seiten der Indianer fühlbar machte, in die Tbäler einzudringen und dort Lebendmittel aufzutreiben, sind auf der Seite unserer Truppen

“Augenblick dcs Triumphs

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aber nur leicht, verwundet worden. Mehrere

hatten sich dem Protektorat unterworfen, aber ohne daß dadurch eine

merkliche Aenderung in der Stimmung der I

zu sein scheint, von denen der Contre-Admiral Braak Keks geglaubt- daß sie die Waffen nicht eher strecken würden, als bis die erwarteten

Verstärkungen angelangt wären.“

Herr Prosper Devine, der Geschäftsführer der Epoque, der

wegen nicht geleisteter Caution dieses Blattes gegen dies Erkenntnis; appeUitt, Weil keine

Parquet zu deponirenden Exemplare des Journals seine Unterzeichnung Die Actionairc der Epoque' haben ihrerseits eincn neuen

trage. Prozeß anhängig gemacht, um die Annullirun

DeviUe und Herrn Emil von Girardin abgeschlossenen Kontraktes zu erlangen, wonach das Blatt Epoque einm Monat lang als Unter-

pfand für das von Ersterem bei Letzterem nen sollte.

Caution geleistet hatte. Redacteur dieses Blattes, ist wegcn dieser Un den 3. März vor das Zuchtpolizeigericht gela

Nach dem Moniteur algerien Vom ailen drei Provinzen Algeriens jeizt vollkomm

sen erzählte man, daß Abd el Kader vor kurzem fast das Opfer eines Drei Männer vom Stamm dcr Ha-

Meuchelmordes geworden wäre. lass hätten auf ihn geschossen, während er

von zweien der Kugeln sei der Emir gestreift Thäter sogleich ergriffen und lebendig verbrani verncur hatte unter den Arabern an Proclamation verbreiten lassen, nm ihnen die

als "ob Frankreich mit Abd cl Kader, wie mit einem dem Könige der Franzosen als Seinesgleichen an Rang gegeniibcrstehenden Sultan, unterhandle; man Werde niemals wieder Linen Vertrag mit ihm ab-

schlicßen, nachdem er die früheren treulos gc ihm nichts übrig, als sich der Großmuth des

Der Herzog von Aunmle hat dem Bildhauer Vilain seine Büste in Marmor bestellt, um sie der Von dem Prinzen in der Provinz Konstantins gegründeten Stadt Batna zu übersenden.

Das Journal des Débats kann in der Beurtheilung der von der englischen Regierung zur Abhiilfc der irländischcn Noth er- griffenen Maßrcgkl die Bitterkeit nicht verleugnen, die diplomatischen Streitigkeiten zwischen dem französischen und dem

englischen Kabinet dk" Whigs gegcniidcr mig nun auch auf sein allgemeines Urtheil iibcr Verhältniffe ihren Einfluß ausübt. So w auf Irland alle Schuld nur

*aus, „kömmt soglcich die Stunde der Büßung', eines ganzen vcrhungerndcii Volkes, wclchks dci“ menschlichcn Schwäche erinnert und ihm du Staudbist! gesjehcn, daß es sie sehr tbeucr bezahlen läß

einem ganzen Volke das Almosen mit mehr Schimpf, Verachtung imd

“Bitterkeit ins Gesicht zu werfen.“ , Der neue Gesey-Entwurf iiber die Mkd Unterricht in der Medizin hat unter den A

unter den Studenten eine'Opposition hervorgerufen; die leyteren,

denen ihre Carrii:re dadurch freilich etwas wollen der Kammer eine Petition dagegen 6

des. ärztlichen Standes und bedrohten seine DerBaron Alexander Guiraud, Mitgli

nicht Vollendeten 6()sien Lebensjahre gcstorb nun in den lehtkn sechs Jahren zwölf ihrer dinen sech in noch jugciidliihem und skck) starben. kabäc'r“, Virginia“ und andcrkr; mich ha Titel „savoyardische Elegiesii“ gcschriebcn,

' x Paris, 26. Febr. Es ist eine ?

dem Vorwande der hohen Getraidepicise die

jüngsten Zeit wieder in die Höhe gegangen

und der mit uns verbündeten Eingeborenen 12 Mann, größtentheils

scher Seite: Grenadier-Vatalllon von Wolfframsdorff, von österreichischer: Leib-chaiüon Masthesen. Die nochmalige Besayung bestand blos aus de_m Jünlier-Vataiüon Thadden. Der König reitet durch ]a [132503 yi|li:in d'? "IMMO!“ Stadt. Kleiner, regelmäßiger, gut gebauter, giit befestigter Ojrt. Von der Seite der hasse 71118 schroffe! Abhang, ganz unzugänglich. anliche_Mundvonäthe. Sie wurden in beiden Armeen verihcilt. Dao B,")d (!*-"* “Is m'mition) rund, nicht so groß, nicht so kräftig, abcr weißer w" '“ uni'Jse. wollte unseren Leuten nicht allgemein behagcn. 25“ * 38“ AUMÜ- Aufgebtachter TranSport franzöfiscber Mon- t'kun NAM!“- dksglt1chtn mehrere Fahnen und Waffen der umliegenden Orts aftcn, die der Munizipalität abgenommen waren, wie solches aucb "mhh“ durchgehends geschah- Unstre Paäknechte wußten die franzöfischcn YYUYÖÜWUY'ZeFchäeTuch" Siturm und Regen bei Nachtzeit. Das , e 11 um er' n. ' „“ ““ diesBemüZlungenftmeiéußbLfcuie. g Fe Das memige "hüt "ck durch 30' " u ' ' “USU“ dk“ Geistes sranöt er Vor annbaurrn. G'sk'“ Wäch'" """" ""» d'mMajo: von (Zaki? iiber „'L- Schicksal ihres Vaterlandes. Ihr ganz ""nimstis“ Uklbtil über den gcgenwä-[igen ußand deffklhmo Ausbxuch d" Armee. Sikläßt Mangienne hart links liegen und älltjenseits w::der iti diegroße Chaussee nach Verdun. Am Ein angdes Waldes seßen slch die Bgtaillons in Zügen, machen Halt und la en die Gewehre und Taschen revidinn. Mein glaubte allgemein, dies als Vorbereinmg zu einer Action ansehen zu müssen. So lange es der Raum geftamu, blieb Alke. in ügen. Starker Marsch bis Verdun. Es fing an sehr warm zu werden, des nahm dermaßen zu, daß es zuth ganknnertkäglich h.;jß Waxy und wir eine sehr beträcbniche Anzahl Maroveucq elamen. Bis in di, ofition von Verdun konnte man wohl ein Drittel der Armee rechnen, 4! dieses sogenannte Marodinn immer mehr zunahm, Winken hin zm» “wieder die Leute mit etwas Sitenge zum Matsckpiren angehalten, ich [“da ab, wie tinem Muoletier des Regiments Herzberg das Mut zum Hai,“, nausßürzte. Man glaubte immer noch, es „würde zur Action kommen, uf der ltptm hälfte m Matsches hörten wir immerfort die Kanonen von Verdun. Bei dem Dorfe Grand Bras blieb die Armee in der schmäh- lichßm Oise aus der ganz frtim Chaussee halten, um das Lagzt-Abßecken abzuwarm. Die erm Abficbt, das Lager auf den Verdun zunachst [segm- dcn höhm (Coke St. Michel genau!) zu nehmen, konnte nicht außgefühtt nerven. Du use Geschü aus Verdun beschoß diese iibrigens dominktenden Hößm, Aufent alt einiger Stunden, den das La er- Abseäen aus der rückwärts lie enden Anhöhe veranlaßte. S 3- "! Anblick von der Cote St. iche! des beinahe mit Weinberkeu umgebenm Bewuns. Gerade vor uns im Stunde die befestigte, xinn ich ansehnliihe ame mit ihm: schön bestätigten Wällen an den Ufern o_ér Kaas. khh: zn: Rechtm die Citad-ne. Marsch der einzelnen Brigaden

!

„MX,; „__, . „„ , , .___ .

iiach ihren besiimmtcn Lagerpläßen.

zwischen der LMU“ und :;tcn Brigade. Die Pos drt Höhen genommen, ohne JilsÜMMc'nhä'igknd z kunft der Marodeurö. Die von Schönfeld und Fronte-meiner Brigadc. B'einahe die Hiilfte

fielen vor Mattigkeit nieder, „Den Matsch hat

Rücifixlxt auf diese blieb er einzig; wie manche Ungemach anderer Art blieb unoabrr noch zu 1“

es von zwei verschiedenen

schrvcig diesseits der Weinberge'vor BeUeviUe.

seitigen Abhang dcr Weinberge zur Anlegung

stimmenden Fleck. Ungefähr eine Stunde nach nem Zrlte am Tische bin, entstand ein heftiges rendes, kleims Gcwthtsemr, e11euchtete,

gen, Es war nichts weiter, als cine er-P

niion ailarmitt worden Uxid von allen Seiten gann. Der erste Plan wird abgeändert, und , am jenseitigen Abhange, sondem auf der Crdte hinter den Weinbergen, eiablits. _* 1. September. Anson von dx: Seite des Kalkreutb chen Corps von rieux, jenseits der Maas. Pontonbtücke geschlagen. UnserFeuer ck wird damit an ehalten. vun geräth an einigen Orten in Brand- jenseits der Maas, wo die Batterie näbkk “' mis besserem Erfolg beschossen unden konnte. schossen alle!?u kurz, bios die Haubiuravat. zündeten. on Seiten der Stadt .waev- dal

wieder!; aus konnten sie unsere Anhöhe nur m

“Die Epoque isi iibrigens heute wieder nicht crschienen, weil ihr die Pressen weggenommen worden, da sie noch immer keine Herr Doré, der provisorische verantwm-tiiche

drr Gränze von Marokko cine

England zu. (_in der Darlegung kes Jinanzzusjanch Von Seiten des Kanzicxs der Schaykanimcr)“, sagt es unter Anderem

England giebt seine Millionen, aber man muß zu-

haupten, die vorgeschlagenen Anordnungen beeinträchtigten die Würde

demie, ist vorgestern nach langer und schn1erzhaftcr Krankheit im noch

Guimud war Verfasser mehrerer Traurrspicle, dcr „Mak-

daß die Unruhen, WEM)? einige Zeit hindurch aus Anlaß oder unter

mshrercn Departements aus die beklagensweriyeste Weise in Gefahr gkbraibt hatten, allmälig fast iiberall wieder erstickt “sind'und Ruhe und Ordnung hcrrschen, obgleich die (Hetmidcprcise'gerade in der

gute Resultat einerseits dem“ energischen Einschreiten, der Regierung

Ungewißheit der Mdinigen. Niemand _ wußteihren Bestimmungsort, Ich reite selbß, mich danach mnzusehcn, finde endlich Mausirin, der mir den ungrfähien Flick bezeichnet, im 1sicn Treffen

der eine. 'Auf Labsal und Erquixkung war nicht viel zu kcchnkn. digte sich dieser höchst beschwerliche Ykarsch in ver fürchterlichstcn Hitze. Zn

31. August, Verdun wird vergebens aufgefordert. Seiten zu bombardiren. Gegen Abend: Versamm- lung der zu Anfertigung der Tranche: und Batterie'cn crfordetlichen Arbei- tet, unter Bedeckung des (Hrcuadier-Vataillons Regiments, Herzog Brann-

heit Abmarsch der Kommandirten unrcr féicklicber Stille, nach dem am jen-

naß aus Beneville, bei welchcr,--wie es bkß- Plinz LAW Jk'di'Wnd ge“ wesen, die sicb etwas zu nahe an die Werke gsfch-lichen, wodurch die Gat-

dés Bombardements nach Miteernacht, anch

i ation war beiGrand Bras eine Zur Commun e nicht von großer Wirkung; "es Ankunft des K uigs bei der Batterie, ungefahr

eim Grunde v , T . i mt wieder seinen Anfang. Ver- age Das Feuer n m auch“'bit Citadel!!-

angesebene Häuptlinge

nsurgenten vorgegangen

verurtheilt worden, hat 6 der geseymäßig beim

g eines zwischen Herrn

gemachte Anlehen die-

terlassung nun auch auf den.

20. Februar herrschte in ene Unruhe, Zu Tiem-

in seinem Zelt gebetet; worden“, man habe die it. Der-General-Gou-

Meinung zu benehmkn,

brochen, und es bleibe Königs anheitnzugeben,

Welche es durch eiiommen hat, und die eiigiisidc Zustände Ulld

älzt es denn in Bezug „Nach dem

da erschallt die Stimme England an das Gefühl zuruft: chcnke, daß t, und es ist unmöglich, izinische Praxis und den erzten, noch mehr aber

mühsamer gemqcht wird, inreichen, worm sie be-

Unabhängigkcik. - ed der französischen Aka-

cn. Die Akademie hat Mitglieder verloren, von s in vorgei'iicktem Alter

t er Gedichte unter dem

rfreuliche Wahrnehnmng, öffentliche Sicherheit in

sind. Man kann dieses

und ihrer Behörden beime en, a ' * tren ? welche die Gerichte mit Bßschleun?dä:1erselts qber Such dei S e ge; , 8 g der eingeleiteten Prozess 9

gen dix Schuldtgbefundenen geubt haben. Eben heute erfahre" wir auch die Urtheile gegen die Theilnehmer an den gewaltsamen Auftrit- tkn zu La Meilleraye und Caudebec im Departement der Niederseine. Unter den Angeklagten von La-Meilleraye wurde einer zu 1 Monat, zwei andere zu 14 Tagen und rie drei übrigen zu je 24 Stunden Gefängniß verurtheilt; schlimmer erging es denen von Caudebec. Unter 8 Angeklagten, *1 Männern und 4 Frauen, wurden 3 zu je einem Jahre (Hesängniß, 3 zu 3 Monaten und 2 zu einem Monat dersclbcn Strafe Verurtl)cilt.

In der radikalen Partei in Jmnkrcich zeiqen sich mehr und mehr Zeichen innerer Zerrissenheit. (Liner dkr radikalen Deputitten, Herr Carnot, Sohn des brriihmtcn Generaxs aus den Zeiten der Republik und dcs Kaiserx'eiiiis, hat vor kiirzsm eine flcinc Schrift unter dcm Titel erscheinen lassen: „105 j'xélijicüllx 0.1. [3 ()!;3110", die man eine neue Jaekel dsr Zwietracht, in,) radikale Lager geworfen, nennen kann, Herr Carnot hatte bis dahin fiir einen Republikaner gegolten, und diese Partei hatte seine Erwählung zum Deputirtcn des (xtanrron- disenicnis von Paris auch als einen von ihr rrlangtcn Triumph betrachtet. Herr Carnot war sogar mit Herrn Garnier Pagi-s Secretair des Wahl-Comité's der äußersten Linken gkwescn. Nun tritt dcrßlbc aber in seiner kleinen Schrift mit dein ziemlich entschie- dcncn Tadkl gegen die Republikaner hexxwr, daß sie die Lage der Dinge und die Wünsche du's Volkes Vcikkmien, dariiber hinausgehen wollen, und verlangt dagegen Von ihnen, das; sie, wie er es künftig tbun Werde, die Charte von 1230, die durch dieselbe cingefithe- Dynastie Orlkaiis und die Erbfolge- in dikscr anerkknncn und ans rein constitutionellem Boden die weitcrcn Fortschritte anstreben sollen, Welche sie Verlangen. Mit einem Wortc, er will Einen constitutionel- lcn Radikaliomus, wie in England kin solcher bcswbt, und bei wei- chkm die Grundlagen der Staatsform und Verfassung nicht mehr in Frage gestellt werden. Eine solche Richtung weicht allerdiiigs allzu sehr ab von dcrjenigrn, welche die französischen Radikalen bishks be- folgten, und es darf also nicht Wunder nehmen, daß Herr Carndt sich dieselben zu erbitterten Feiiidkn gknmcht hat, die idwfast ww cinen Verräthcr behandrln. Mehr und mehr bewahrheitet iich aher, das; 'das Rcicl) der exiri'men Paitcicn seinkin gänzlichen Einsturz tm- mer näher rückt.

Großbritanikn und Irland.

, London, 2.7. Jahr. Die gestxige Sitzung des Unterhau- sk'ö dicntr, wie gewöhnlich am Mittwoch, dazu, bereits vorgerückte Bills um einige Stadien wciterzufördern. Die Zudcmnitäts-Biu fiir "dcn Lord-Lieutenant von Irland, Wegen seiner in Betreff der Ar- bc-its-Akte krlasscncn Brstimmungkn, wmdc zum drittcmnal Vcrlcscn nnd pasfirtc das Hans. Herr Watson bcantragie hieraiifdie zweite Lesung skinkk bekannten Bill, Welche die Aufhebung der noch gegen die Katholiken in England bcstedcndcn alten Pönalgcsch zum Zivcck hat. Sir R. Inglés widcrscyte sich der_ Bill und trug auf Wer- werfimg an. Er erklärt?, das; alle die Katholiken drückenden Ge- setze, wi'li1)e die Sicherheit der Staatökirihc nicht weiter gefährdetkn, bereits abgeschafft wären, daß die )'?le noch bestehenden aber 'auf- rcchterhalten werdkn müßten, weil sie der Staats-Kircbe zu ihrer Sicherheit durch die Katholiken-Emancipakionsbikl ausdrücklich ver- bürgt worden wären. Das Haus möge deshalb seinem vorjährigkn Beschlusse, nach wclchkm dieselbe Bill verworfen wurde , tskll bleiben. Sir R. Peel stimmte, im Ganzen genommen, fiir die zweite Lesung dki' Vill, obgleich er mit cinzelnen Bestimmungen derselben sich nicht einverstanden erklären konnte. Aber er billigte das Prinzip, veraltete, mit dem Geiste unserer Zeit nicht mehr verträg- liche und in der Praxis nicht mehr anwsndbai'c Gesetze _abzaschaffcn. Diejenigen Bestimmungsn dagegen, welche cinzclue Klauseln der EmancipatéonE-Akie ausvkben, wie z. B., daßkatholéschcBiscköfenicht Namen und Titel ihrer Bisihossj'itzeannehmen und niiht in der Tracht ihrer Würde öffentlich krschcincn sollcn, wollte ('r forigclaffsn wissen, Weil sie als kills: Bköiiiguiig fiir die Bewilligung der Katholiken- Enmncipation aiixiisclJ-e'ii sind. Herr Shaw und Herr Goulburn sprachen gegen die Bill“, Leytcrci, sonst ein Anhängkr Pecl'ö, fiihrth die'sclbcn Griinde an, Welche Sir R. anlis vorgebrachr hatte. Die Vill ward eiidlich mit 1112 ge'glil M Siimmen zur zweiten Lesung zugelassen, woranf sich das Haus vejtagte.

In Folge der Aufforderung des Schaßkanzlers versammclie sich heute Nachmittag eine Anzahl der größten Kapitalist-xn aus der City im Schat3ckmte, um ihre Ansichten dariiber abzugeben, wie am besten die blabsichtigte Anleihe Von 8 Mill onen Pfd. zu machen ski. Sikbzelm der anaeschensten Firmen waren hier vertreten, darunter Isaak Goldsmid, V. B. W:“lliams, Thomas Baring, Francés Ricardo,

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iiion kvmd nach dem Lauf :: sein. Gegen Abend ?in- von Viidbcrg passirien die der Rrgimentcr. Mehrere der Teufel gemacht!“ tief So cn-

Strapazen, wie manches ibcrwinden iibrig! Man beschlicßt,

Bei einbrecbcndcr Dunkel-

der Wmfbatteriecn zu be- hck," wie ich zuriick in mei- , mehrere Minuten anhal-

welches den ganzen Horizont nacb Vcrdim zu * In der Vermuthung eines höchst unangenehmen Vorfalls, der unseien Arbeitern begegne! sci, wird Jagow abgeschicki, um Rapport zn biin-

atrouiiie dcs Major Spiß-

ohne Ursach zn scucrn ,be- die Batteriren weiden nicht der Cote St. Michel, dicht

ven Wcinbergen bei Glo-

welche von s die unsrige angeth war,

Unsere 10pfvg. ottiers en erreichten die Stadt und

ten uns daher nicht dc-n geringsten Schaden. Wie es heller Tag wurde- biclt dcr König mit eincm sehr zahlreichen Gefolge zn Pscrde linker Hand der Vakieiic. “Dicses mußtc die Aufmerksamkeit dcr fraxazöfifchcn Artilleri- stcn ericgcn, dciin niiht gar lange nachher schlug cine 24pfdg. Kagel Unge- sädr 20 bis 30 Schritt vor dem Könige in die Erde, so daß Giusto! Lot- Scliriitc "ähm an die Weinberge gc-

mm, der „in inß einige , gangen war, ganz mit Erde bcsclxiittct wmdc. Dei Heizog glaiibt nicht an die baldige Uebergabc Vcrduuö. Wir b?brn

um ohne betracht-

kcin Vclagcrungs- Gcschiig. Verdun ist zu [es, lichcn I)ieuschcnvmlust durch eincn mm;, (]6 "min geiiomnien zu werden. Verlegenheit des Herzogs. Unterhaltung iiber dieie (Hegcnstandc mit Land- ner und anpin. Dei Kommandant wird zum zwriicnmalc aufgefordert und ihm 24 Stunden Bedenkzeit gegeben. Zufällige Umtcrrcdmyg, des Hek- zogs noch Tisch?, in dem Tafelzclt des Königs, mit den) “"Mal-YFU). von Nassau (Siegen), General Lambcxt und noch c'inigxn Emigrirten Übe. un- sere politisch-milimirische Lage. Skhkjkktéstllch bielt “„ihnk" "? das- jenige vor, was sie immer über dicLeichttgkeit einerExoedtt1011 gexxzxezdzmnx. reich geäußert, ferner was denn aus allcn deu VerhUßUUIM 6"le en, die

' 'n inver ändni cn im Lande, dtn Zorthtilhaften Elfixmzm- fie uns von ck“ E st ff mch, dem Mißvekgnugcn der Linien-

en es: , -_

XxlpßeernKUZiPYFrmxyniTeJ 1EnseiifassJlg "th dk" WWUÜUMPGxfimnmgen des

" ' ' : mehr" hatten? Daß es me seine Abnchtge„ großcren Theils der Nano: (3 3 "l d d [1 ' wesen, in einer Spitze ss, rasch "“My-)?", "" LWFUU 311 begehen, mehr-“re wichtige Piäse thetlö hmtcr fiib, tbxilö ziir «eite liegen zu lassen, wenn se nicht den König mit ihren grundloien, e_itlen Hoffnungen getäuscht und die ganze Expedition so unbedeutend. und io wenig schwjkxjg geschil- dert hätten. Zu diesem Ton ,danirtc die itritxrhaliUi1g wohl eine halbe Stunde, wobei der Hmog mit vxelcr Fcüi-xzkrit nnd BcÜZiii:!i:l)eit sprach und ihnen viele derbe Wahrheiten sagn. Da der chzog mit Affekt und daher sehr laut redete, so konnten mehrere der außerhalb dem Zelt Ste- benden daran Theil nehmen und fich herziich darüber freuen, daß ihnen einmal Rech! widekfubr. '

“2. September. Gegen Mittag Ankunft im Hauptquartier eines französischen Oberst-Lieutenants, von eine:: Trompeler begleitet, Beide nach Kriegsfitte mit verbundenen Augen. Er überbringt die von dem Komman- danten angenommenen CapitulationSpunkte, nach welchen die Garnison, ohne dcöarmiri zu werden, freien Abzug erhält und noch denselben Nach- mittag, so viel tbunlich, die Stadt verlassen und diese unseren Truppen übergeben will. General Kalkreuxh erhält den Auftrag, fich den Nachmittag sogleich nach der Stadt zu verfugen, um das nähere Detail wegen der Capitulation, det Uebernahme und des Abmarsches der französischer), (Hay.-

Feuet nicht sehr lebhaft er- Mühe erreichen und tha-

nison Lu regnliren. Mein Bruder und ich erbitten uns von dem Köm' : die Er aubniß, Genera! Kalkrenth nach Verdyn begleiten zu dürfen, (Zs

B. S. L-iovd, Rothschild u. s. w. Folgeude Bedingungen wurden ihiieti croffnxt: 1) der Betrag der kontrahirenden Anleihe sei 8 Millionen P|d.; , 2) die Bietendeu sollen dxn'Betcag in Geld an- geben, wilchkii jie fiir 11!i)Pfd. Stocks in Zproz. Consols zahlen oni*11;--'Z)-kt'!:l Tiskonto wird gestattet“, 4) die Einzahlungen qe- fchehsii in xo!genden Terminen: Freitag, 5. März, werden 12 pCt. dcpontrtz weitere je 12 pCt. erfolgen am 9. April, am 7, Mai, am 11. Juni, am !), Juli, am (3. August, am 8. September und end- lich 19 pCt. am 15. Oktober, macht in Summa K Millionen; 5) die dejponirte Summe wird als Sicherheik fiir die an den folgenden Ter- miiien zn llisicndcn Zahlungvn ;iiriickbcbaltrii, und “Stock?- wcrden atis VLklatlgetl bci jeder Zahlung nach dkr ersten vcrabfolgt; tx) die Zinseii wcrden vom .").Januar “18-17 gerechnet, und zwar Werken die Kontribucntcn am 5. Juli die halbjährige Dividende für ganze Zah- lungs"; we'lche ain odkr vor dem *.). Jiili 17-447 geleistet sind, erhal- till',- /) kiinc Ausiiahmc findet statt fiir öffentliche Gesellschaften; H)- ein dsrjiegclteö Papier wird vor Eröffnung der Gebots auf den Tlsch„jtlcki'kxgklkgk, iii welchcm sich der niedrigste Betina an Grid Verzeichnct sitikkk, welchen Lord John Ruffell und dcr "Kanzler der Schaßkamxncr für jede 101) Pfd. Stocks anzurichmcn fiir qerccbtscr- tigt „l)altkn, so daß, wcnn eine niedrigere Stimme, als die in dem Papier eytlwltcne, bei den vorsckoicdencn Geboten Vorkommcn solln", das Papier gköffnci und der Betrag dcklarirt Wcrdi'n soll“, 9) die' Gebote sollen am nächsten Montag, den ]. Märx, um 1!) Uhr im Schay-Amte stattfindi'it. * , Tk?" Globi", das ministsricllc Blatt, enthält in Bi'zuq anf den mchrcrwakinten angebliihcn Anschlus: Pkkllßt'nö an den Prdtkst Lord Painwrjton's gegen die spanisäxkn Hcii'atlxcii eine Bkstätiqimg kcffe'ii, Was VöksklikZL'm die französischen Blätter aiiiciqtcn. „Öle Kölni- sche_3c1tunq“', siiii'ribt der Globe, „stellt és in Abrede, das; das prciixiijche Jiabijix'k- skitie Zistéiiimiiiig Zu dem Protest Lord Palmyr- sthlxNYJLZ'thl die Heirat» dcöHcizogö vvnMontpcnsicr qchben hab?, add:“ [is_rdiimt eiii, das: man mit drin Eie'ignis; sölbft di1rchauö unzu- Licdku 121. Es liegt lillißk Wah-lwit diescr Erkläriinq ziim (Ziriiiidi'. xlr ?*roicß “_Pi'kiis:_i*iis ist nicht cingygangcn; abcr wir köiiiimi bi"- siimmt „kaix'lki'ii, da[; dsr prcußischc (HÖsUlÖtk in Paris Herrn (Lkuixok bmmchrcch11gt hät, scinc Regierung habe dieselbe Ansicht 'von dki- Sachs ww unse'rr „e_igoiw. Wknii dcr förmlichc Protest noch nicht Kdrtéztkiegi Foxx“? Miso ist die Ursache wohl, daß das preußische Ka- m wuni , src *r 1116 c ein e 'i“ ' * **“ nordischen Höfe skin.“ g g inciijihaxtltcher pritijt dcr dii , Ukbi'k Marseille ift gosicin die indische Ucbcrlaiidpost mit Nati)- r1chikn «1:3 Bombay Vom „';. Januar [)in einqctroffcn. T*“ic Vo-mbay-Tiiiicd bringt wenig Neues: Ter Vertrag mit den Seikkw wuxde Wxilmiachtcii zwischen Dhiilip Sinqh und dein Grucial- (Hondcrnciir “:*attsiitrt. Vier Scik'o-Corpö Werk“?" zusanimcnqcbrakht, Um zu Pixchaucr iiiitki Cnpitain Lmvrcnck an der Gränze aiifqe'sicllt zu wcrdcii., Der Befehl war gkgkbeii, ch Streitmacht zii*-Si11d um “""-)„YTÜUU Ku miiidcrn. Die Trupps]: an der (Kränze' siiid alii'ZVLrjtarkt worden, indem dort gegen 1-1-l7,1]!_14) Mann rcqel: maßigkr Und niircgeliiiiisiiger TruppUi Ulk Aufrechthaltniig “dci“

Richy nörhig sind. Die Ansgxbcn für Siiide Werden dic Cnmahmsii wohl noch iibkr eiiicMillion iibcrsicigsn, wädrcnd

sik im abge'laufcnen Jahre sie um zwei Millionen übrrtrafen. Sir C. Napier ist zum Gcni'i'al-Liciitciiant erhoben „und dem indischen Stab? bcigssellt worden. *- Von Kabul erfährt man, daß Mhbar Chan sich okrgkbcns bemühtk, seinen Vater, Tosi Mohamed, zit bc- wi'gkn, dcn Abgesandten deo Gcneral-Gouverneurs abzuweiscn, wrl- chor dyn Emir ersuchrn sollte, alle in seim'm oder im benachbarten Gebiete? ziiriickgcblicbknen Gcfangenon des Kabulhccres freigcbcn zu lasen. Jm (Hebicte des Nizain herrscht wieder die alte Unord- nung, so das: ein stärkcres Einschreitcn ciiglischcrseits Noth thut. -- Unter ds_n Kimnds von Gumsur waren Unruhen dariiber aiisqebro- (b?!“ da[; dci endlisa'oc “)!gcnt dii- periodisch?" 9)?kiiscl)enopfkr dort in VU'WUN'YU-jnsökk. Zn Madras war die Cdolria aiwgcbioäién, war absr “[Mit im Ablichme'n, *

B c l g t c n. Brüssel, 27“. FW:“. "Dcr Sriiat hat gestern das Justiz-

Vudgct aiigcnoninicn imd dic chtäsentantln-Kammer sich mit eincm Gescy-Ciitwnrf iiber die (Holdmiinxung bcschäftigt. Tie Central-

Scction dsr Kommis, weiche mit Priifimg des GesW-Cnnvuxfz jjbkr [ die Bestrafung von Bklcidigungmi der Person des Königs beauftr'aqt Z

ist, hat siä) durch Eiiiciiiiiiiig dcö'Hr'rrn Tclhoungne Vck?0[[stä!ldiqk, In der Ekction, wclklie dicses Mitglikd krnanni, wurde nach [anxien

leattcn das Wort „Besibimpfungkn“ (()!1t|*nz;(!§) an die Stslle des '

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Wortes„Veleidigungen“ (okkelwes) gesetzt und dann das Prinzip des Geseß-Entwurfs verworfen. .

Die Archive des Königsteichs sind widder durch eine werthvolle Sammlung handschriftlither Dokumente bereichert worden. Leon-Jean de Pape, der im 17ten Jahrhundert verschiedene bohe Acmter, als Gcneral-Prokurator, als Fiskal von Brabant, als Mitglied des höch- sten Raths fiir Flandern zu Madrid, endlich als Präsident des (339- heimen Raths der Niederlande, bekleidete, auch mit mehreren diplo- matischen Missionen beauftragt war, hatte in diesen Stkllunqen eine große Anzahl von Papieren iiber Staats-Anqelkgcnheiten, VerWal- tung und Rechtspflcge gesammelt und in *.)4 Bänden glordnrt. Diese Manuskripte gingen auf seine Erben über; 3111th befanden sie sich größtcntlwils in Besiv des Herrn Huysniann d'Lliinccroix, ehemaliqcn Gouverneurs von Brabant und Mitgliedes drs Ziviigresscs, der diirch seine Mutter von dem Präsidenten de Papa abstammt; dic anderm waren Eigenthum des Baron von Man d'Hodrugc, rhctnaliqkn Sc- iiators, dcr fie auf demselben Wege gkcibt hatten Beide hwbkn nun diese Sammlung den Archiven dss Königreichs geschenkt, und Crstersr hat außerdem noch Verschiedene andere Haxidiibi'isten hiniuqefith, die er in seinsr Bibliothkk hatte, namentlich cin :)icgistkr, ivclchrö die deutschc Korrespondenz des Herzogs von Parma, Alexander Jar- ncst, enthält, der in den Jahren [.“-B8 und 1.374!) (Hkncral-Gouvkrncnr der Niederlande war.

Der anependancc zufolge', isi in rium" dcr li'ßte'nSitzunqrn des General-Conseils dkk belgis-hen Bank die Bilanz ihrer (Héschiiftc fiir das Jahr 18-16 fcsigesicllt und die Dividende auf 1?) Fi“. fiir die Actic bestimmt worden, ein Ergebnisi, Wklihöö von dem geimiiten Blatt; mit Riicksicht aiif die schwierigen Umsiäiidc, dic jene Anstalt zu bi'iicgcn gshabt, als sehr befriedigend bcimchict wird.

Vieurtcmpö will gegen Ende Märi VN! St. Pkicidburg noch Belgien kommen, um ein Konzrrt zum Bcstcn dir Aimé" von Jian- dern und Briisscl zu geben.

Däncmarli.

'Sckjlkéwig, LI. Febr. (B, H.) Von ke'm Präsidciiikii dcr ?)iegirriiiig smd gcgen i'iiizcine Buchhäixkié-r “UKW!"OHUUTZM erlassen, wclche !lLVqllleg gesetzt wsxdcn sollen, Wk]!!! dicse Mrwariitmi miß- liebige Gchriftkn verkaufen wiii'dcn. Schliismuq und Virfiqullljlq dcs Buchladcnö wird angedroht. Es soll, wie ck heißt, als Pi'iiiiip angksxbcn Werden, daß jsda'r Sortiiiirntshäiidlcr fiir den Invair l'inl'ö viiii ibm Vi'rkauftcn mecö verantwortliiii sci. Tie hiésiqi'ii Blick)- [Winkler werks" aber iibxranpt iiicht n::d um so wciiiqcr *ciiie soliiic Berantxvc'itliiiikcit zu iibcrm'l)nii*it vi'i'mögmi, da dci“ Biiiblwiidcl diiiib dic chordiiiing Vom “.'7. Tezi'nibei“ “[B-12 fiir ein freicö biirqcxlichcs Zxkcwkrbc erklärt ist, also Von “Jedem, ohne daß eine Vorbildimq gc.- 1i-Hlich erfordert wird, blkl"ii'bi'11 werden darf. *

I (i] w e 't 3.

Kanton Bern. (O. P. A. Z.) “Hir eidgenössischc Krieqö- riiti; hat in seiner Sitzung am 22. Februar kad Bi'ixcbrcn Luchnö, dic xidgknössischc Inspection seiner Trnppcn cist iiii Jahns [MI abhalten zu lassen, einstimmig abgewicskn,

Ein Abgrordnetcr von Tessin war schoa Vor *.*ixiiixcr Zcit him“,

uni unter Anderem iiber die Gränzbkscyang Oesterreiäjö und andere Dinge? Bericht zu erstatten. Vielleicht wird eine Mission Von hicraus dorthin _nöthig werden, da laut Nachrichten Recht und Eigentlwm schweizerischer Bürger auf den Gränzmärkten (Varese, Laano) ver- leyt Wurden. Der von der Derection des Innern abgefaßie *Gescy-Eniwurf nher das Armenwescn Wurde bereits am “19; Jebiuar Von dem Re- gierUiigZZ-Rath vorberathen. Die Beratl)ung war gründlich und zeiqtc ailgkmein großes Jiiterkffi'. *Das ganze (Hesel;- ist ein UcbcrqanÉö- ,Gesetz vom Grundsatz der obligatorischen Armen-Untersiiißung 311 der- ]cixigcn eincr srciwillgkn Wohlthätigkeit, We'lchs nach H". R;“) der Ver- fannng dic gkslßlikhk Pfliiiit dcr (-5)e'1iiciiidcii znrAribcii-Untcistiiyunq Jilska. Nur Vcrniögenlosc Riiidki', Kraiike' ode'i'Grcise' sollen unter;- 1tiißi werdcn. Vor Allen diirfen ziir Unterstiitzung iiiigkhaltcn weiden: Aeltern fiir Kindkr nnd ihrs Deszrndi'ntén und Kim- derjfiir Aklti'rn imd Aszendcntcn, die in eine der obiqkn drci Kate- „aoric'c'n fallen. Der Untrrhalt se'lbst soll jc iiach dcnchrmögrn dcr Unterstiiykiiden und den Bedürfnissen kkl'sklbl'll durch den Ci01li“ichtcr bestimmt werden. Der Y". «1 bestimmt die Art und Weiss, wir dir Unterstiitzung zu verwenden sci. JiiZukunst fäilt das Jortweisitngs- Recht in die- Ht'imat in Folge Unte'rstiiyung weg. Auch ist die qk- meinschastlfche Verpflegung von schiilpflichtige-nKindern und Erwackiss: nen in der nämlichen Anstalt untersagt. *

Spanien.

H Madrid, 20. Febr. Gcsiern Nachmitta in ' '

Nachricht ein, daß die auf der großen von Saragoffagnagch YYY: führenden Heerstraße belegene Stadt Cervera am 16ten früh Mor- gens fünf Uhr von 2-80" Karlisien unter der Aniührunq des Triftany (Mosen Venet'S), Ros de Eroles, el Griset, Vilella “beseyt wurde während, einigen Angaben zufolge, ein anderes Corps von 3*400, Karlisten sich in der Nähe der Stadt aufsirllte. Die schwache Be- sayung soll zum Theil gefangen genommen worden, zum Theil mit ihrem Befehlshaber entflohen sein. Ein Gendarm, der sich wider. setzte, wurde gctödtet, ein anderer verwundet, die übrigen verhaftet. Die Civil-Bchörden entflohen. Die Karlisien beobachteten die sirengsie Mannozucht und bcgnügtcn sich damit, die öffentlichen Kassen einzu- ziehen und die Sträflinge aus dem Gefängnisse zu befreien. Bei Tagesaiibruch riefen fie alle Einwohner der Stadt von 18 bis 60 Jiyrcn zusammen und befahlen ihnen im Namen „des Königs Kari's sl.“, die verschiedenen Vefesiungswerke, die noch aus dem letzten Bürgerkriege herrühren, abzufragen. Nachdem dies ge- schehen war, marschirten Nachmittags die Karlisten unter Trom- mclrchlag in der Richtung von Guisona ab, wo sie Abends eingetrof- fen sein sollc'n. Diese Nachricht hat hier einen ungemein lebhaften Eindruck her- vorgedracht. Der Gencral-Capitain Breton war so eben von seinem Strkiizugc durch verschiedene Provinzen Cataloniens ruhig nach Bar- xclona zurückgekehrt uud hatte der Regierung gemeldet, es befänden iich kaum Lt) vis 230 Factiosen in ganz Catalonien, und diese hielten sich in unzugänglichen Schlupfwinkeln verborgen. Die progessisiischeu Blätter widersprachen diescr Angabe, allein der Heraldo erklärte die Personen, welche Zweifel in die Behauptungen Breton's festen, fiir Verbündete der Karlisten und Verrätl)er, Cervera liegt in der Cds]]? und ist ein wiihtiger strategischer Punkt, der die Verbindung zwiickicn Leiida und Barcelona deckt. Auch gelang es den Karlisten im chtcn Bürgerkriege nic, sich dicser mit Mauern umgebenen Stadt zu bcimistcrn. Dennoch hat die cht siaitgcfundene Ueberrumpelung nicht ioiyohl einc militairische, als eine politische Bedeutung, und eine solche lcgt man ihr hier in hohem Grade bei.

An dll“ Börse herrschte gestern ein panischer Schrecken. Die Jproi. Papiere wurden zu 31, die ;")proz. zu 2201; angeboten.

Adindö hielten die Minister eine lange Berathschlagung. Die Abbe- riisimg dcs Gcneral-Capitain Breton, so wie dessen Ersetzung durch den General Manso, dcrmaligen (Heneral-Capitain von Valencia, soll beschlossen worden sein. Die Abberufung Breton's, eines der treue- sten Wcikxcugc des vorigen Ministeriums, wird die Parteigänger der Militair-Likmtur gar sehr crbittern.

Dic progressistischkn Blätter schildern heute die Lage des Lan- des mit den düstersten Farben und wälzen alle Verantwortlichkeit auf das [lyte *))iinisierium. Man schreibt dem Clamor publico aud Cataloiiirii: „Wenn 'die Karlisten keine Exzesse begehen und, wie man Varsichert, mit Waffen und Geld versehen sind, so werden sie so vieic Leute finden, als sie deren bedürfen, und nicht verfolgt werden, denn diejenigen, welche sie auskotten könnten, haben keine Waffen und wollen sie nicht verfolgen, Weil eine allgemeine Unzufrie- denyxii hkkksch_k-“ 331 dem Thal von Andorra sollen sich hundert karlqtiicbe Offiziere besinden. Zn Galizien und in der Gegend von Toledo sind gleichfalls karlistische Streif-Corps erschie'uen,

. Dcr Espaüol, den man als das Blatt des jeßigen Ministe- Ziums betrachten darf, behauptet, Cabrera und Jorcadcll befänden [ich, eins spanischem Gebiet, und es würde fiir den bevorstehenden Frühling ,ein allgemeiner Aufstand vorbereitet, Man müsse deshalb unvjcrziiglxch die nachdriicklichstcn Mittrl zur Vorbeugung desselben er- greifen. Die Regierung habe soglrich die Besasungcn der roßen Städte und fesn'n Pläxze zu vcisiäckrn, zweibeweglichc Armee-Zorps, jrdcs von ;.)-),(xlitj Mann, zu organisirkn, das eine an dkr Gränze von Cataloiiicii und Aragonien, das andere an der Gränze von Por- tugal. Außerdem miiffc die Regierung cine Anlcihe von 10Millionen Pmslcrii misnehmcn und dikscs (Held ausschließlichfiir die Bedürfnisse des Ikrii'gködestimmen. „Doch“, sagtdcrEspaüol„,reiche-n dieMittel der Gewalt iiicht aus, um vieGefal)rcn zu beseitigen, die aus dem unklugen Schi'ittrntspringcii, der uns niitganz Europa, mit einziger Ausnahme eines Kabiiirw, dcffcn Eitelkeit und Zntcrrffcn man unsere Sicherheit und „;ukunft zum Opfer brachte, iibcrworfen hat. Wrnn die veränderte Lage» unscrci“ äußeren Verhältniffe die Ursache ist, welche das der in

Spanien best9lckcndcn Ordnung dcr Dinge entgegengeseyte Bündniß (";;") hkrbeifiihrt, so wcrden, so lange die Ursache nicht beseitigtwird,

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wird genehmigt, mit dir Vodingiing, das: ck incogniw geschehe. Ju qröß- ter Schnelligkcit sind die Steine abgrtrciim; ici) zirhe' nicinin llcbcrrock an, und wir solch dem (Hrncml, als zu scincr Sniie gkhlxrig. Als wir das Thor (Ponc St. *.*)i'icixcl) odcr Porte Chauffcc crrrichicn, so war dicsis noch gesidloffcii, jedoch waren die Zilk]! Einrücken in die Stadt be.- stimmten “Bataillone, nämiiil): (Zircimdickc Herzog von Bkaiinscbw-“ig und erstes von Hodenlodc, bcicitö dort angelangt, woran sick) noch cine benächt- lickic Anzahl v-on L'ffi;icrr!1, 31mm! von dem Holikiilodcschen Corps, “Mk" schlossen l,“,attc. (BciicialRalf:"ci-tl) macht si-„U cikcnntliii); cr und seine Ziiitc nicrdrn cingelaffcn, daz Thor wiid wieder geichloffcn. Ei“ reitet durch dic Einwobncr imd dic fnnzösiichcn, bercits 3:1!21Aléi11i1ksck) Versammclten Trup- pen, fast alles Natioiial-Gaiden, gerade nach dcm Rathhaiise. Es wi;d ihm iiberall niit A*btiing begcgnst, Dic Tiiiwpm, die schon unterm Ge- tvchr stand?" und ein, aiich mehrere Brodkc aii iliicn Bajdnctte'n aiisgespießt hatten, pkäscntirtcn fast alle und vcriiiltcn sick) still und bksclU'ikcn. Ans demNalhhausc befanden sta) dix" versaziimcllc".annizipalitiit nebst dcm Vice- Kommandamcn, wyil dir cigcnilichc, anicpaiie, fich kurz zuvor aus Dciperation cine Kagel d-mci) dcn Kopf gejagt hatte, nnd die &?th der wrrscvicdcncii Corps, Dic bsi den in treffendcn Aikangemrniö mit iiitcrrsiirt wiircn, mi: ik)i"-.*x1 Adjittmixcn. (Hemera! Kalkieuth macht die E:öff;ii:i1g sci- :icö Auftrach. (Lr seht fich mit den dabei koiikiiii'irciiden Piksonen an den großen Sessionötiiib, um das Nähere, wie oben gcsagt, scstzxiscßcn imd zn bestimmen, Viel Unriihe in den (chiitbern, Nixdergcickxlagcnhcitimd Kum- mer auf den Gesichtern zit lesen; ein Jeder will mitsprcxden, der Eine hat dieses, der “Finde:? jciicö zu bemerken. (Benevit Kalkkeiith siicht mit Höflich- keit und kaltem Blute dic ",n-5 (jécixiyi-z aiif iixiige Wenige einzuschränken, und komm! Ungefähr nail) Virlimf cincr Stimdc mit allein 311 Stande. Sobald d:“k mearsch der Garnison rcgnldt wa?", wobci immercmfdie noch heute 'zu erfolgrnds gänzliche Räumung bestanden wind, wr1chiöallchglöß- “"W“-ls licwxilstclligt winke, veiliss'en dic fmnzöfis-Kicn Truppen die Stadt 11111) gingin ziir Po": „de France hinaiis. Dic nnsrigcn riiiftcn dazicgcn ("-n "Nd befcxten sogseicb die erforderlichen Ocrtcr. Wahrend dcherhand- 11:11an ging UUes ohne Umstände aus und ein; ich redete mitverscbiedenen k“ Unkkkskndk" und fapd dabei mancherlei Stoff zu Bemerkungen über das “"M"“! Charakteristische der Nation zu machen, Unser Anderen nä- hc'kke fich ,lachelnd ki" ]lmgct Offizier meinem Bruder und sagte zu ihm: :x"; ";),;kailér Oakx'fckxem nn ["'-mcc, on [ez réc-xnnait biun :*a (79111: 111.11“- ck14“ ein altes ColclntFtleck Wies, wo der Stern sehr fichtbargesessen ha_tte, in Begleitung des Herms“ Wir vexlassen das Ratbhaus und reixen zz“: die Stadt Zu bezoss Von Weimar und'emiger anderen Offi- das Steinpslaßer wegeiliehßnß Uebles Reiten in den Straßen, wo

, .,4 schmale u „t Bombardements aufgenommen. Mehre- UUMU» -- - ""Iklmaßkge Straßen. Keine auffallenden Gebäude, Im Ganzen “"' ." “"" NU gut gebaute, ziemlich große Skadi, Wie wt: dte„Straße passte", die nach verCitadeae“ führt, tritt ein sehr hübsches, freundlicheS, wohl ans-zogems Mädchen aus einem Hause, hüpft auf mich

,_ . ! I z",- xreiiiit mik mit vieler (»Biitmiithigkcit die Hand und hcißt uns Preuß?" wiUtommcn, Einer solchen ficundlichen Biwillkommnimg mögen sich wohl ncht Viele in rühmen gehabt habcn, obgleich doch die mciücn Einwohner ];011!!!“ 111-1111: :] ".at-mi,; jp" zu tnaclicn sciiiencn. “.'lbgc'ixaiiciier Friihkitö- damn aus dem Play vor der Citadcllc'. „*ich frage cinen (chimdicr vo- Hcrzog von Braitnschiveiq, der am Thore der Citadellc die Wache haitc, wo dknlt die FreiheitI-Miiyc gcblicdcii? Indem e; hinter sich wirs, ant- wditetc cr lächelnd: „Hier liegt die Ni'll'li'U-Ikawpe“ _ cine bikchrrnc, gc- rvis;_ I Schill) bohr, rothaiigestiicbenc MÜHc. Die Ci-“adcllc, anf tvi'lclirr iicbjt mxhrcrexi Vorrath-choäudrii mich das Zeughaiis bcfindlich, ist nnr allrin Ulll'k,wjkk.[ichkll Beithcidignng fähig. Tie Stadt selbst, obgleich sie cbciifailz ['kskskmf, ist von xn großemllmsange, nm sik!) lange vertWidigcn Ul können. “DcrHe.zog von Weimar, dem der Nils der vcrduner Leqitcii-o und Dmgécß schr wohl bekannt War, zicht Erknndignngrn ein, wo die bksten zn habcn. Man fiihrt uns zu einem Kansmann, Namens Li:o;-x, an der Ecke eines ilwnen _Plzyes wohnhaft, dcr uns sehr höfliib cmpfäigk imd nicht verfehlt, uns aus das beste zu bedienen. Wie es anfing finster zu wcrden, wird an- iirc Coilation durch dcn e-aiirigen Anblick riner in dem Hause gegeniiber "ck befiiidcnden-jungen Person, cincr Verwandten des c:]"cbossenen Koin- iimizdnztcn, gcktdrt, ivel-xdc von dem Ereignis; so ticf erschüttert ward, das; ne m den heftigsten Nervcnziicknngcn nnd Konvulsionen auf der Erde lag und "U., mit Miihe ireggebrarht weiden konnte. Ein starkes Kommando voni Fiijiiicr-Bataillon Legat, unter Kommando des Capitain von Haas, di) smc [*:-I Stadt', es war zu cincr gchcimcn Expeditioi nach Vakantie be- stimmt. Wir ritten xur Porte Chaussee [Maus und kamen glücklich nach dem Lchi- ziiriick, nicht so kcr Liei:teiia:it Graf Hciickel von Köhler Husa- ren. Qik]?! wird menchclniöidciischcrwrisr in der Vorstadt trschoffcn. ;4. September. Der König ritt Vormiitags nach Verdun, um die «takt nnd die Festnng zu besehen. Ich eiite idm noch, fand ibn auf der Cikadille, wohin kill Kommando von Eben Husaren “dcn Maike George aus Vmcniie brachic. Das dorthin abgcgangene, mts Fiisiiicrcn und Hu- saren bestehende Detaschcment dane Ordre, nicht sowohl diesen, als auch den dortigen Postmeistcr aufzuheben, n'eilVeidc hauytsächlick) ink Arretirung Ludwig's M|, auf seiner Flucht, in Varennc, beigetragen hatten. Leßterer War indcffen entsprungen. General Courbidre wird zum Gouverneur von Verdun ernannt, um den Unordnungen daselbst zii sieurrn. Sämmtliche Waffxn, welcher Art fie seien, mußten von oben Einwohnern bei harte! Strafe aus die Citadelle abgeliefert, auch die Tricolor Kokar'den abgemacht und gegen weiße vertauscht wcrden. (Forts. folgt,) K o n z e r t, gegeben von Clara Schumann, geb. Wieck, im Saale der Sing-Akademie, (Den 1. März.) Sowohl durch die au69ezeichneten Leistungen der Konzertgeberin selbß,

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alz in Folge der Mitwirkung einer Garcia, gesialtete sich dcr heutige “))kiisik-Abend zit cinem der gcnusacichftcn di's Winters, Clara Schu- mann, dcn Ruf der Ersten nnter dcn lebenden Klavier-Virtuofinnen mit vollem Ncchtc bmnsprmhend, entfaltete die reichen Vorzüge ihres Spiels, wic ;" erwarten sand, mit dem cntschiedensten Erfolge, In allen ihren Vorträgen bcthätigte fic sich nicht nur als eine ungemein fertise Spielerin, sondern iibirhaiipt als eine gcdicgcne, durchgebildete und geisivolle Künst- lcrin, welehe die vielscitigsien Aufgaben der Kunst zu erfassen und mit vou- kommcncm Vcrsiändnisi zu löscn befähigt ist, Anmmh, Eleganz und gra- ziöic Ueiiixtigfeit einerseits, Kraft, AUSdauer und Gewandtheit andererseits charakteriiircn ihr Spiel und crtheilen ihm durch die schwungvolle Geniali- tat, womit sie es zu beleben weiß, die höchste künsilerische Weihe.

Ein Werk ihres (Hatten, ein Quintett füt Piano und Streich-Jnsiru- mente, eröffnete das Kon ert. Die Composition in allen ihren Schattirun- gcn iind Lichtern, bis aus die fcinstenNüanccn hin, durchdringend, förderte sie die eigenthijmlichen Schönheiten derselben mit wahrhaft künstlerischer Voll- endung ans Licht,. so daß das Werk, da die Ausführung von Seiten der Ycrren Nies, Nonneburger, Richter und Griebel, welche die «treich-Jnsimmentc repräsentirten, ebenfalls nur Gelungenes bot, trefflich zu Ehren kam, einen nachhaltigen Eindruck hervorzurufen nicht verfehlte und die thcilnehmenden Hörer nicht minder durch den Inhalt als durch den Vortrag zyylauten Anerkennung hinriß. Eine bei weitem schwierigere Auf- gabc bewaltigtc die Künstlerin, fast noch siegreicher, in der zunächst gespiel- tcn Inge von Seb. Bach. Sowohl das vorangehende Präludium als die Fuge selbst tru fie durchaus im Sinne des alten MMW- gesund und kcrnhaJt im ?inschlagrn, mit mnsiethafkkk Mark in der Stinnnfiihrnng, überhaupt so verständnißreich und wirkungsvoll vn, daß wir nicht umhin können, dieser Leistung, als der hervorraskk'dßm des Abends, den Preis zuzuerkennen, eine Meinung, welche das Publikum, dür- fen wir anders aus dem der Piece gewotdenrn auseikiskn BeifauCkinm solchcnSchl11ß ziehen, zu theilen schien. Zm zty-ikm TN“- b'km' '“" Schumann das Gebiet der Salon-Compofik'o" “b“"saasimgixtz de?! 72: schiedensten Glück. Eine (neue) ChopinschcBa'kakokk- sw“ '" '

sohnsche Lieder ohne Worte, zucht ein Klaviekskiic'xinxivnmSNTeF-Z[Fkk]!

gaben ihr Gele enbcit, den seelenvoncn Ausyrulk- b?"

die ganze hinrgcißende Genialität ihres Sp'kksA3";e§"txklatu7§nd3e; UK: gen. Daß auch diese Leistungen verdiente nx! _ 9 V ä, darf kaum der Erwähnung, eben so "'""!!- dk'ß d ' genialen "" ' du oben gedachten Gesangskünßlekin (in einer Siciliaua voiiPer ole und in deutschen und spanischen Liedern bcskehend) das Publikum wederum auf

den Gipfel des Enthusiaömus erhoben. 2,

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