1847 / 78 p. 1 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

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_Mcteorologische Beobachtungen.

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“['axegmitie] :!TZ-U) II“" l'ar- - -

“Ronrgltche "311011011116

Donnerstaq, WMärx. Jm Schauspielhause. 4ZsteAbonnements-

Vorstellung: DikKarlsschiilcr, Schauspiel in 5 Abth.,

unserem Expeditions-Lokale, Friedrich§=Straße Nr. 2, von Anfang des künftigen Quartals an Behrenstraße Ikr. 57) in Ctypfang genommen. "_ _ _ Bei der großen Verbreitung unseres Blattcs, namentlich auch im Auslande, glauben wir darauf aumnerksam machen zu munen, da[: außer ger1ch[;

beträgt für den Raum einer Zeile 2 Sgr.

lichen und anderen öffentlichen Bekanntmachungen der rcspcktivcn Behörden drs In; und Auslandes, alle das Gifxnbahuwefen, Literatur und Kunst, betreffende Anzeigen, so wir auch Familien-Nachricbten jcdcr Art in dem Anzeiger dcr Allg. Preuß- lZUM" der Adresse der Expedition in frankirtcu Briefen einzusenden.

Freitag, 19. März. Im Opernbause. 35sle Abonnxments-Vor- stellung: Die Hugenotten, Oper in 5 Abth., nach Scrabe. überseht

den müssen. Auch die Jreibillets können nur bis zu dieser Zeit aus-

bewahrt werden. Im Schauspielhause. 42:1: stanxösische AbonnementS-Vorfiellung. Un 11131“; qui se äérange, coméclie yauäeyille en ? actes, par

Scribe, (Forman et Stan H; 80115 cles, yauckeyille en 1 acte,

"'. +4,1“ n... +0,5"11... 71,41. m

von H. Laube,

Balkon daselbst und im Parterre 20 Sgr. theater 10 Sgr. Ein Billet in den Jremdenlogen 3 Rthlr.

Die Inhaber von reservirten Billers werden ersucht, solche bis Donnerstag, den 181en d, M., Mittags ? Uhr, im Biket-Verkaufs- Biireau abholen zu lassen, widrigenfalls diese anderweitverkauftwer-

zr 01111. cke ]„em'en et _ alia (]e (Zaknayal en 1 acta, [mr 1113]. 835-311] et [)umanmr.

1111130011“; 1111113113 et (Zbar|en1agnt?,

Veranmortlichcr Redacteur Dr. I. W. Zinkeiscn.

Ein Billet im mphi-

Im Selbstverlage der Expedition.

Gedruckt in der 'Deckerschen Gespeimen Oder:ȧofbuchdrnckcrei,

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Allgemeiner Anzeiger.

Jusrratc, dercn Aufnahme in den Allgemeinen Anzeiger dicser Zcitung gewünscht wird, werden an den Wochentagrn von Morgens 9 Uhr bis Nachmittags 4 Uhr in

Zuscndtmgcn von [tterarischen und artistischen _

Zeitung gewünscht wird, bitten wir unter der Adreffe der Redaktion portofrei oder durch “Buchhändlcr-Gclegcnhcit bcwirkcn zu wollen,

Erkanntjnacnungcn.

[1105] [) 1' 0 (: [ „1 111 .“1.

Nachdem von der vcrrhelichten RoeWe, Anne Marie Elisabeth, geborenen Lankan, von hier auf Todeöerklä- rung ihres Ehemannes, des Tischlers Jürgen Heinrich Roewe, angetragen worden, so wird dcmselbcn hiermit aufgegeben, fich pcrsönlich oder schriftlich in der Regi- stratur ch unterzeichneten Gcrickptö zu melden, um wei- tere Anweisnng zu erwarten, spätestens aber in tsr1111110

den 16. Oktober 1847, Morgens 11 Uhr, im (Hkrichwhause hicrselbst vor dem Henn Obcr-Lan- rchZcrichW-Affcffor Fiigemann zur Wahrnehmung seiner Gercchtsamc einzufinden, widrigenfalls der :c. RoeWe für tobt erklärt und. der Nachlaß den fich legitimirenden Erben und in ctwaniger Ermangelung derselben dcm Fiskus zugesprochen werden wird.

Zugleich merken die von dem Tischler Jürgen Hein- rich Roewe etwa xurückgelaffenen unbekannten Elben und Erbnchmcr aufgefordert, 111 Lcr1111110

den 16, Oktober 1847, Morgens 1111191, 311 ersxhrincn, ihre chrechtsamc wahrzunehmen und ihre Legitimation zu fiihren, wirrigcnfnllö dcr Nachlaß den sich lcgitimirenren Erben zngcxprocbcn werden wird.

Salzwedcl, ren 7. Dezember 1846.

Königl. Preuß. Land- Und Stadtgericht. Carssow.

[44] NothWe'ndigcr Verkauf. Stadtgericht zu Berlin, den 4. Januar 1847._

Das zur (Herickcschcn Konkursmaffc gehörige, aus den Namen der Wittwc res Schankwikths Gericke, gebore- nen Friese, und dcffen Kinder eingetragene Erbpachts- rrcht an dem im Hypothckcnbuche von dcn Umgebungen Berlins 7-1]. 82, Nr. 2068. verzeichneten, hier in der M1litairsiraßc bclcgcnen Grundstücke nebsi Zubehör, taxirt zu 9908 Thlr. 20 Sgr. 11"; Ps., soll

am 10. August1847,Vormittags11Uhr, an der Gerichtzstelle snbhastirt werden. Taxe und Hy- pothekcnschein sind in der chisiraiur einzusehen.

Dic unbekanntcn Neal-Prätendenten dieses Grund- stücks werden unter der Warnung der Präklufion hier- durch öffentlich vorgeladen.

[245] Ministerial-Bckanntmachung. ' Se. Königliche Hoheit der Großherzog, Zyre thser- liche Hoheit die Frau Großhmogiu und Großfurstiy, wie der Erbgroßherzog und die Frau Erbgroßherzogm K. K. H, H., find fortwährend mit ZuscndungenUvon literarischen Erzeugniffcn und von Kunstwerken uber- häuft worden. Aus Allerhöchsten Befehl wctdxn daher die deshalb bestehenden, zuleyt unterm 10. Marz 1840 "öffentlich bekannt gemachten Verordnungen wiederholt erneuert. Zusendungen, welche, diesen entßcgcn, ohne voraußgegangene Bestellung eingeben, Werden entweder Ms Kosten des Einsenders sofort zurückgesendet wcrden W uvbeaäxtet auf Gcfahr des Einsenders liegen bleiben. Weimar, anx 16. Februar 1847. Großherzognch Sachfisches Staats - Ministerium, Departement der auswärtigen Angelegenheijcn. v. W aydorf.

[981]

Die Johanne Christiane Friederike S umann von btet, U"? TM)") des Dachdcäetmcisters Johann Otto Schumann “Uh!“ UNd dessen Ehefrau Marie Marga- rethe, geborenen'Pesoldw, geboren den 15. März 1754, und der als memctgeseu von hier weggegangen: Zo. hann Auguß Tanner. ein Sohn des Zimmer esellen Johann Ulrich TMN" VM hier und dessen Ehefrau Margarethe, verwjttweiep Schumann, geboren am 27 Januar 1763, welche beldc- wenn sie steh noch am Le; ben befinden sou“!!- das M"“ Lebensjahr zurückgeleg1 haben würden, und v?" deten Anfenthaltsom seit län- ger als 40 Jahren keme Nachnchten eingegangen smd,

werden, so wie auf ihren T„odesfau deren etwani e Er- ben, auf den Antrag des fur die Zlbwesenden beZeUten Kurators, Advokaten Wilhelm Scharrnbeck bierselbsi, hiermit eäicmlitar citikt, sich zu dem auf den 30. November 1847, Morgens 1011hr, vor unterzeichnetem Gerichte vor der Burg angeseytm Termine einznfinken, um ihre Rechte, wahrzunehmen resp. fich als Erben zu legitimiren, widngegfalw dtenob- gedachten beiden Abwesendrn füt i_odt erklart qnd ubxr deren Vermögen den Rechten gemäß verfügt wtrd, d'a'e ausbleibenden Erbinteressenten aber mit ihren Anspru- chen aus eschlossen werden sollen. Bmun?chweig, den 28. Oktober 1816. Herzogliches KreißÜricht. . Fries c.

1107 [ Auf] Imploriren [)1'13. Klügmann für den hiesigen Buchhändler Hans Detlev Friedrich Aschenfeldt, als

(11112110115 1101170113115 der verstorbenen Anna Catharina, eb. Sinan, deo jvcilnnd Georg Berend Niemann *LittWe, vor dem Härterthorc hicrselbst, werdcn mittelst gegenwärtigen Proklams allcErben, Glänbigcr, Pfand- inhaber und Schuldner der verstorbenen Wittwe Anna Catharina Niemann, geborenen Sierau, gerichwseitig aufgefordert und schuldig erkannt, binnen Jahres und Tach, von deren Tokestagc, den 16. August 1846, an, also spätestens am 1. Oktober 1847, die Erben und Gläubiger ihre Erb- und sonstigen Ansprüche bei Verlust derselben im Aktuakiate des Landgerichts, unter Beobachtung des Erforderlichcn zum ProfesfionG-Proto- koll anzumelden und grbiihrendzujufitfisrcn, dic Pfand- inhabcr von den in ihren Händen brfindlicben Sachrn, bei Verlust ihres Pfandrecbw, dcm implorantiscben Erb- schaftspslcger gehörige Anzeige zu machen. Die Schnid- ner endlich, bei Vermeidung abermaliger Zahlung, ihre Schulden eben demselben zu berichtigen.

So gcschcycn Lübeck im Landgerichte, den 4.Dezcm- ber 1846,

[11 11116111 J. P. Plessing, ])k'.,

Actuarius.

[229 v]

AacheerasrWter Eisenbahn.

Unter Bezugnahme aaf den Art. 8. der Allerhöchß gcnehmigten Gesellschafts- . Stamm! werden die Actionaite hierdurch

** , aufgefordert, die dritte Einzah- Y lung mit 10 Prozent

odcr 20 Thalcrn perLActie

vom 20. April bis» 1. Vkai

dieses Jahres nach ihrer Wnbleei dcn Bankhäuscm: Oeder &' o., - , N. Wergifos “C? M Uaxhcn. Deichmann &“ o., 1- Gebr.lOppenheim &" Cv. )'" Nmstexdam, Anha 1.2“ Wa ener, , , Helfst Gebrüdger Tm B"""“ 6. 'l*16]8n5 71111012" 1113 in Mastricht, gegcn deren provisorische Quittung zu leisten.

Für diejenigen Zahlungen, wclche in Amsterdam und Mastricht geschehen möchten, scßen wir den Cours auf Fl. 35. 50 C, Niederl. Court. für 20 Thlr. Preuß. Court. fcß. ,

Gegen Einsendung der gedachten provisorischen th- tungrn und unserer Partialqnittungen über die zweite Einzahlung können die über 30 Prozent oder 60 Tim- ler lautenden neuen Partialquitmngen bei uns in Em- pfang genommen werdcn.

Aachen, den 15. März 1847.

Die Direction.

Diejenigen Inhaber von Aachen-Masttichter Partial: Quittungen, welche solche bis zum 10. April d. J. bcx den Umerzeichneten anmelden, können die Partialquitx tungen über die 31: Einzahlung hier schon Ende Apr:! c. extradirt erhalten. -

Anhalt und Wagener, Heisst Gebrüder,

Briidersjr. Nr, 5. Haaksche Markt 5.

*

Magdeburg- Halberstädter- 12200 Eisenbahn.

Unter Bezugnahme auf unsere Be- kanntmachung vom 2311en vorigen Mo- ; nats bringen wir hiermit zur Kenntniß . unserer Actionairs, daß die Dividen- „„ ":,.„Üd denscheine pro 1846m1'15'zThlr. “» ***" schon jest von Herrn Carl Dcneckc hierselbst eingelösi werden.

Magdeburg, den 12. Mäxz 1847. "

Diyektorium der Magdeburg-Halberftadtcr Eisenbahn- Gesellschaft. Francke, Vorsisenker.

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F 3 11 ] 11 [1 Z (161' Coupons uncl Wr- ]008k01] Cartiükatß (](31'

[226 1, ]

Russiscb-lloyßschn 1111-

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111111011, [1110 “147 ;1Z01101',

111'1'11112rztml'zc R0. 5.

Witcrarisän Anzeigen.

Bei uns ist so eben erschienen und in allen Buch- handlungen vorräthig:

[239] G e s cl) i ck t l

der

Dknk- und Glaubknsfrkihcit

1 ersten Jahrhundert der Kaiserhcrrschast und des Chriftgznthums.

on ])r. W. Adolf Schmidt, außérordentlichem Professor der Geschichte an der Uni- vetfität zu Berlin, 29 Bogen gr. 8. Preis 2 Thlr. 10 Sgr.

Wir glauben die Bedeutung ßieses gcisivoUen_uztd gediegenen Werkes, das unserer Gegenwart dcn. Spic- gel der Geschichte vorhält und cben deshalb dte Auf- mctksamkeit aller Gebilkcten im höcbßcn G1'ade ver- dient, nicht stärker hervoxheben zu könncn, als indem wir den Hauptinhalt seiner zwölf Kapitel mittheilen.

1. Einleitung. 2. Uebcr den Begtjff von Denk- und Glaubensfxeihrit. (;. Ueberblick des gtschicktl:ch_en Her- ganges und Hinblick auf die Zukunft. 4. Oje Mc.)- na1chie 1,11 Kampfe mit der Nede- und Schnftsre1bctt, 5. Der literarischeVerkehr und derVnchbandcl. 6. Mo- narcbie und Kultus im Bunde geIYU die Glaybcns- freiheit. 7. Die Philosophie im iderstrcit nur dem Absolutismus und der Staats-Religion. 8. Die Belle- tristik als Vermittlerin der Philosophie mit drxn Volks- bewußtsein. 9. Das Verhalten der Monarchie zu den Wirkungen der Aufklärung. 10. Die Vexfolgungen der Philosophie und ihrer Jünger. 11. Dre Monar- chie im Konflikt mit der Erziehung. 12. Schluß-Be- merkungen.

Ausführlickze Znhalts-Auzcigen find in allen Buchhandlungen 31311» zu erhalten.

Berlin, Mäxz 1817. Veit &“ Comp.

Jm Verlag: der Nicolaischcn Buck)- handlung in Berlin, Vriiderstr. Nr. 13, ist erschienen und in allen Buchhand-

lungen zn habcn:

Handbuch des Kriminalrt'chts

[244] und d c r . Krnninal-Poltttk von

„J). W. C. „Z)enke, Geb. Justixkath' u. Prof. 4 Bände. Preis: 13 Thlx. ,

Dies Wer! gehört unsinnig zu deq geastre1chsixn und wichti sien, welche je auf dem Gebrete"de.r Knminal- wissen chaft erschienen sind. Es ist vorzugl1ch bmxxx zu empfehlen, welche an der Gesetzgebung sclbust thangen Antheil zu nehmen berufen findz-ab'er auch fur dnzahlz reiche und ehrenwerthe Klasse dexnxngen, welche fich mti der peinlichen Rechtöpfle e beschczfttgen, 111 es vor) hoher nicht zu berechnende: ichtigkut. Man wird 111 dem Weckt große Ausführlichkeit und Vielens finden, was man bis je 1 in den bändereichsten Handbuchetn der Staats- wiffeu chaft vergeblich gesuchg hat. Band 1_3. ent- halten den allgemeinen Thul, so wie die besonderen Lehren von den einzelnen Verbrechen, Band 4. den Kriminal-Prozeß. _ Zeder Band wird auch einzeln

abgelassen.

fiets Aufnahme finden. _ _ ovitäten, dercn Besprechung im Jcmllcton der Allg. Preuß.

Dcr Preis dcr Insertion

Industrie und Handel Yuswärtigc haben ihre Inserate unter

23011

[ Jm]Vctlage dcr unterzeichncten Vucbhandlgng find so eben erschienen und durch alle in- und auölaydvschen Buchhandlungen und Postanstaltcn zu beziehen, m Ber- [in durch die leiusstbc Sort.-Buchbandlnng (A. Bath), Bruderstraße Nr. 4, in Magdeburg durch die Creussckve Buchandlung, in Franksujrt durch Harnecker & Co., in Stettin durch Saunier, und werden hierdurch empfohlen:

1. Das Zanuarhcft dcr Monatsschrift: Der preuß. Staatsbürger, heransgegebcu vom Pxosesor !)r. H. Berghaus in Potsdam, gegen halbjahngcs Abonnement von 1 Thaler, jährl1ch 2 Thlr.

2. Das Jammr- und Jcbruarhest der Monats- schrift für Scidenbau und Maulbeer- baumzucht in Deutschland,"hxmusgegebcn von Z. E. Rammlow, gegen halbjahnges Abonne- ment von 20 Sgr., jährlich 1 This. 10 Sgr.

Die Stuhrschc Buchhandlung in PotSdam.

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ft'ilcn Preisen, vortäthig in der Gsellins- schen Büche1handlung, Kurstr. 51.

Das so eben in Nordhausen erschienene Wcrk:

Doknmente über die Schleswig -Holstein - Frage. Von einem Holsteinschen Abgeordneten. Laden- preis 15 Sgr., fiir 5 Sgr.

Pierer, Conversations-Lexikon, neueste Auflage. 32 Bde., Ladenpreis 24 Thlr. fur 16 Thlr., mit Prämie eines ausgezeichnet schönen (31101116 v. 13“ Durchmes- ser (Ladenpreis 7 Thlr.) 20 Thlr. Conversations-Lexr- kon von V rockhano, 81c Auflage, geb. 9 Thlr. Cooper's Werte, 10 Bde. Ladenpreis 10 Thlr., fiir 4"; Thlr. Irving's Werke“, 74 Thlr. Ladenpreis 9 Thlr., für 477 Thlr. Veäer's Weltgeschichte, neueste Auflage, geb. 7 Thlr. 1.5 Sgr. Weltgeschichte nach Nottcck, 6 starke Bände, 1 Thlr. 20 Sgr. Er;

änzungen der preuß. Gcseßbüchcr, sogenatznte :) JRännetbuch, geb. 32 Thlr., die erste Anflüge mtt auch ohne Supplement sehr wohlfcil. :c. :c.

[22811] 501111135 (10.11 21. 315117. 1847, Jdcnäs 7 [M]",

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von 2-4 Uhr. Ramelow, ])r. jur., Spand. B1. 3.

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Allgemeine

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Berlin, Freitag den ")"" März

Allr post - Anstalten d » .- und Auslandes nehmen E:sleUZLg

* 1847.

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:xkcrc 11110") das "cnc irläxwiscbc Armcngcscy, _ Vcrtagnnq der “Le- bZttr. _ London. vaj10chk|cht. _ Nene Post «1115 d'en “vereinigtcn *EUR“)!-

Belgien Brüssel VUchsun ' ' * ' _ . . , ,_ g cmcö .)lntrags (1111 Wal)!" orm. Jtaltyn. No 111. Polth Itomplotte entdcät. _ (510111an [cincg “[[, 7110111111111 Vdecnstordenö. _ Schckib Efendi. »panctxcu. «chmben „11:53 Madrid. (Tie Ministkr-Krists; Scbtcibcn dcs „cnfantcn Ton Ennqnc 1111 dic Corch; dic Wegnahme dcr Jiscbcr- EZFrkelmi' dcr BWaffoa; Vckmisci'tcs.) * t en m nen. Tir schjcfc Cbcfic drk bn'wriscb-n N ** " * - ,. _ . ,. ord-Ond-Balm. Handels: und Borscn-Nacbrtclxten. Wcrlin. Börse. *

auktvelxr. _ Schreiben ans

Ter österrei-

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(5111111102017.

lejlichcr Th eil.

St“. ?).anjestät der König habcn Allergnädigst gm'ubt: _ Dm! bisherigen Land- und Stadtgerichtö=Rath Hohenfeldt 111 Memel 311111 Regikrungs-Rath nnd Mitglicde dcs Konfistoriums und Provinzial-Schul-Kollcgimnö in Königsberg zu erncnnen.

Uicßtamtlichcr Theil.

I n l a n d. Berlin, 174. März. Die hiksigc Landnwhr feierte gestern durch

ein Jcsmmyl 111 x_cm mit Waff1'1111“opl)ä1*n cntspre'chcnd geschmücktkn Saale dcs „EngléijenHausss“ ihr vier und drcißigstcs ErinnkrUnqs- fest. "“Im“ Kricgo-Ministcr, Gcncral dcr Jusantxric, von Boye", "dcr Staatö-Mililskkk- Graf von Stolbkrg, dcr Gcncral-Licutcnant von Tittfnrtb, 3101111110101110 vonBerlin, Excellenzen, so wie seine Durch- laucht der Fürst Radziwél], frßjhrrér Commandenr der Men Landwchk- Brigadö, waren als Ehrengästk gcge11wärtig, Nach der Eröffnunq des Festcö mit dym Cmmarsck) dcr Wehrmänner 111 den Saal nntér kriegerischcr Masik krfolgte durch den Kameraden Licutmant Hossaner dic Vorlcsnag dcr Vcrordnung zur Organisation der Landwkhr vom 17, März 1813. Hieran knüpfte derselbe eine Anrede, in wclchcr er hcrvorhob, wie die' Landwehr sklbst inynfangs diirftigerAu-Irüstung stets durchiwenkricgcris11za'11Marl)Yrm Femke imponirt und wie bei alleerr. schiedcnhcit 111 Ständx d0k_l)E1ntracht und Elnhqjt 1111 erhebendcsBcispiel gßgcbc" habt) 11111 ?)211[)sclrgkertc11, wex-lchen dk!“ Kz'tc'gc'r beim Wechskl dcr Umstände im Fach [mixt cntgchcsn konnt", fkklldlg zu ertragen.“ Der Redner schloß seine 21111p1ach81nxt den Wor'tcy: „Mit dem Wunsche, daß die Gcsinnnng 1111011111411'6111? und Etmgkrit auch unsere: Nach- kommen [15.3 in dis spätcnc Zukunft bcscclen und nicht allein in den Zkikkn dcrNoW 1110010101“, svndkrn zu jeder Zcit, wo es dem Wöhlc dss Allgcmcinkn gilt, cbcnfaUG ihr Wahlspruch sein "1589: „Mit 0500, fiir 3361111; und Vaterland!“ lassen Sie Uns die Jrirdcns-Waffe znr .H'and 1191111101 und zur Ehre dcs geseg- 110111 Anrcnch fiir Se“. Maxcstät Jrjcdrtch Wilhclm den (Hercchtcn skill präscx1tirm1.“

Untt'r dcn 531101ko galt der erste Toast dcm Wohle des Köniqö, («xx 3161011111111» des Königlichen Hauses, ano- gebraktjt voxx dcm Tbkx'nkn und Connnandcur dcs hiesigen Landwchrz Regiments, vort chxrn, und von der ganzen Vcrsannnlnng nnt währe.- che*1*]?-*1“:!"I nnsgcnonnncn. Dem stchcndcn Heere 11 nd dcr Land'wghx widmete Sr. Durchlaucht dcr Fürst Radziwill

eénen kräftigen Trinkspruch, worauf dann noch dem Andenken dcr Gebliebenen und Verstorbenen (durch dyn Jeldpredéger dcr berliner Landwehr, Superintcndenten ])r. Spieker), dkn Evren- gästen (durch Premier-Lieutenant Berqling“) und der Ekinnr- rung an den Fürsten Blücher (durch Oberst von Aschoff“) dcr Tribut der Reke und des Bechers mit [kbhastesicm “Dankgefiihl und aufrichtigster Verehrung dargebracht wurde.

% Stettin, “16. März. Nack) der neuesten statistischen Ta- bclle vom Jahre 1846 betrug die Cknwohnerzabl dcs Regierungs- Departements Stettin am Anfange des laufenden Jahres einschließ- lich der Dctinirten in der Landarmen-Llnstalt zu Uckermünde und in der Straf- und Besserungs-Anskalt zu Naugard (resp.165 und 7*];';) 538,672, also 32,033 mehr als bei dcr Zählnng vom Jahre 1810. Davon kommen, nm!) Abrmhnung der Dctinirtcn, [65,963 aus die :D.“; Städte des Departements und 371,820 auf das platte Land. In dcr Ehe leben 85,671 Männer und 85,802 Frauen. Den Religions- Verlyältniffen nach bcfinden sich unter dkn Einwohnern 581,1)66 evan- gelische, 2018 römisch-katholischc und 1 der grikchischcn Religion angehörige Christen, 1 Mennonit, 41,128 Jaden mit und „58 Jüden ohne Staats-Viirgerrecht. Das Dcpartcment zählt 425 Taubstnmme 11110381 Blinde. _ Das ganze ngt'rrnngs-Dcpartkmcnt rnthält “.'-“16,88geographischeQuadratmeilcn, infl.16,24 QuadratmcilrnWaffer; cs leben nzithin auf dt'r Qnakratmeile Land “.?-141 Menschrn.

*Das Haff schkint in diesem Jahre einen ungewöhnlichen Reick)- thnm an Fischen zu enthalten. “Dies hervrisen einzelne, ungc'mcin ergiebige Jischziige. Namentlich wurde am “.?-“1. Januar mit dem so- genannten großen Garn in der Gegend am Altwarp nach Uchermünde zu ein Zug auögeführt, welcher eine Ausbeute von etwa 400 Valgen (800Schcffe1)Bleichkn gewährte, die bei dcm jetzigen geringen Prcisc von ."; Rtl)lr. fiir den Balgcu einen Werth von 2000 Rthlr. habcn _ einkn Fang, wie ihn sich die Fischer kaum zu erinnern wissen. An andern Stellen des Haffs wurden Züge von 100 _ 300 Rthlr cm Werth gemacht.

Deutsche Bund esstaatcn.

Konigreicb Bayern. Der am Königlich bayerischen Hofe bchaubigtc Kaiserlich österreichische Gesandte, Graf von Senfft- lewch, wollte, wie die München er politische Zeitung vom *lliMarz meldet, in den nächsten Tagen eine Urlaubsreise nach Wien an teten.

Die Mission des am 9. März nach Athen abgereiften Majors Von quoltsiein ist nicht an St". Königliche Hoheit den Kronprinzen Maxmztlmn, sondem an Se. Majestät den König Otto gerichtet und son mrt der Ankunft des Legations-Rntys Wendland aus Paris in München zusammenhängen.

„Das, Zntelligenzblatt fiir Ober-Vayern Vom 12011 d. M. enthalt eme Vcrordnung dcr Königlichrn Regierung, nach wclcher dic Anwandung dcs Schwcfcl-Aethcw be'i Vornahme chirurgisch OP?- ratwnen von 111111 an nur unter der Aufsicht und Laitung praktiskher Aerzte Vorgenommcn wcrden diirfl, keinesweges aber von dem untcr- geordnctcn wundärztlichen Personal allein.

Uechr 1,311? neucsken Ereigniffe in Bayern enthält die Augöb. Abcnd-chtung nachstehknden Artikel:

* „Wenn man den Geiß, in welchem die Minister eines conßitutéoncllcn &»:„taates die Lanch-Angclcgcnhcitcn leiteten, kenncn lcrncn "ny würdigen tv1l1,*so braucht man fich blos [ihr! die Art und Weise zu unterrichten, ivie die Stellvcrircter des Volks fich in den geseslichrn Versammlungen 1111er dieselben äußerten, nnd dabei nehmen wir absichtlich Umgang von den an- derkvcitigcn Mcrknmlcn, wir z. B. den stereotypcn Rcdenöarten dcr „allge- meinen Volksstimmnng“ u. s. w., ohnc jckocb cin anderes Moment eben so ignorircn zu können, Wir meinen nämlich den Umstand der Presse und dercn Vexhaltcn in inneren Landcs-A"gelegenhciten. Wrnn wir dicse bci- dcn Punkte als Maßstab für die Würdigung des Ministeriums Abe] anle- gen, blcibt für uns kaum mehr etwas bciznfügen iibrig. Wir können demnach anch, das Wirfrn dicses Ministeriums während scincz zclm- jährigen Bestandcs mit völligem Stillscbwcigen ül'ekqelxrnd, unscre Blicke den neuesten Ereignissen zuwenden, wclche d'assclbe zu sei- ncm Abtrcteu benth hat, und bemerken dabci blos, das? St“- Majcsjät dcm Hcrm von Abel nntckm 10. Dezembcr 3). Z. das Ministe- rinm des Kultus entzogen und dafiir ein eigenes Ministerium gkbildkt hat, Pcs?" Befugniffe dutch eine Königliche Vcwrdnnng vom 27. Februar d. J. 111 cincr Weise erweitert wurden, Welche diese Maßregel als rincn Segen ftir das Vatcrland von jedem Wohlgcfinnten willkommcn heißen Mllß, Ukld m dem .I 5. der folgendermaßen ]antct: „Der Wirkungskreis dcs Mi- nisteriums des Znncrn flir Ki1chcn- und Schnl-Angrlegec'bciten umfaßt: 1) alle ans Religion und Kirchcn fich [*cxichenden Gcgeuständc, insbeson- dere die im §. 6 der Verordnung von: 15. Dczcmbcr 1840 anfgefülxrtcn“, u. s. f. dcutlicb dic Königliche Weisheit konstatirt. Dicscn Umstand, wel- cher unscrcö Dafürhaltens von größerer Bedeutung ist, als es aus den er-

ßcn Blick scheinen könnte, bitten wir ja nicht außer Augen zu laüen. Zn dcr nencstcn Zeit nun handelte cs fich nm eine Sac'cc, reren Ge- »

währung rein in ker Machtfijlle der Krone liegt, und für welche die Mi- nister in keiner Weise cine Verantwortung zu übernehmen habcn. Nichts- dcstowcniger und dem klaren Wortlaute zttm Troy erfuhr eine derartige Bitte dcn schroffstcn Widerstand, der fich sogar so tvcit erstreckte, dns; vicr Minister das brkiichtigte Memorandum eingabe" und sick) dadurch einen Schtitt erlaubtcn, der den offenbaren Stempel der Ucbexhebung aus den Gränzcn der ihnen zugewiesencn Sphäre deutlich nnsgekrückt trägt, indcm sic fich cin Urthc:l iibcr Dinge zumaßen, für wclche dkr Mensch untcr kei- nen Umständen und Verhältnissen Rechenschaft schuldig ist, und dick! dazu noch in einer Sprache, welchc höchstens damit entschuldigt werden kann, daß man durch fie eincn sogenanntcn „Coup“ ausführen zu könnm hoffte. Da rics nicht gelang, so gaben die Ministcr ihre Entlassung ein, die Se. Majestät natiirlich annahm. Wir sagen audeücklich: die Minjster nah- men ihre Entlaffung, 11111 dadurch die bei manchen krcisende Anficht zu berichtigen, als hätte man sie ihncn gcgeben,

Obigcö Dokument gelangte übrigens auch, wundcrbarerwcise, in alle Schichten kcö Volkcs, und zwar mit einer Schnelligkeit, die an das Unbe- grmslicbc gränxt. Doch wir wollen über dicse Thatsachen nicbt weiter klü- gcln, _sonrcrn noch einen Punkt des bcn'ichtigkcn Schreiben?) in Erwägung zicbcn. JU rcmsclbcn wird nämlich von einer allgmncincn Aufrcgnng im Volku.s.w.gcsprochcn und sogar riejTrenech Militairsjindas Spiri gebracht. Nnnbraucbcn wir aber kaum zu erwähnen, daß es doch wahrlich Vcrrath an dem gesunden Sinn der Bcvölkcrung cineH ganzen Landes begehen hieße, wenn von dieser behauptct tverden wollfe, fie komme wegen einer Sache, die fie chmU nicht berührt, in eine gcfährliche Aufregung. Eine solche kann zwar in gewissen Kreisen anf künstliche Weise rbcn nicht unschwer her- vorgebracht we1dcn; allcin in Saft und Blut dcs Volkes geht fie nimmcr über, sondern verschwinvrt rasch wieder. War aber wrgen andcrerllrsacbcn und schon vorher eine gewisse Mißstimmung vorhankcn, wen anders traf kicsclbe, als die verantwortlichen Rathgebrr der Krone? und wic muß man dann cia Vcncbmcn nennen, das, dcn Nimbus dcs Pkärtvrerthums für fich beanspruchcnd, vor'pic öffentlickxe Meinung tritt und so dcn Thron bloßgiebt, zu dem das Urthcil nimmermchr dringen darf, wenn nicht die Grnndvcsten unserer staatlichen Einrichtungen erschüttert Werden sollen? Angcnommcn abcr, 1111111bcrg1oßer Eifer fiir die höchst Person des Monarchen habe einen keraxtigcn Schütt den Minißern eingegcbcn, so muß man billig über die dunklen Wege des (Heschicks fich wundern, daß Männern, welche bei so vielen nnd w1chtigenVeranlaff11ngen, wo es fich um Konfesswn und Polin“? Handeln“, eine bctmmdtrnswcrthc Klugheit an den Tag legten, in cincmAngcnblick ctwa dieselbe entgehen lies:, too die Jntcrcffcn des Lan- dcö überaU nicht berührt waren, sondern nur die gchciligte Person desKö- nigs in das Spiri kam! Angcmommcn selbst, es habe cine Aufregung be- standen und die öffentliche Meinung sci irre gclcitet gekvcsrn, war es da nicht Pfiich! der Ersten res Staates noch mehr, als seither qeschehcn, vor- zntreten und den Wahn zn vrrschembcn, in welchem gewiffe Kreise der (He- seUschaft befangen sein mycbten? Ja, diese Pfiicht mußecihncn um so mehr als cine heilige und unerläßlicbe erscheincn, als sonst, wie fie recht wohl wiffrn mußten, jeder andere offene Weg, aufwelchcm dicses gcschehcn konnte, abgeschnitten war ! Nic nnd nimmermehr aber dmften str ihrrnPoßcn in einem An-

enblickverlaffcn,wo fie,zum Uebckfluß noch chen jedeVcratktwortlicbkcitgeschlitzt, threr Aussage nach das Höchst" und Heilfgße unseres gcsammtcn Staats- lcbcns und unserer Vcrsaffung angctaskct srhcn ontcn. Waren fie crgc- bene Ticncr, dann mußten fie bleibrn im Augenblick der Gefahr, nichtabcr znrüäwcicbrn in eincr Skundc, wo fich ihrerPh-mtafic im grauen Dämmer- 1ichtc cin Pbantrm zcigxc. Nike dcr Kkirgcr is? brav, der seine Fahne im Orange" der Grfahr fester umklamnmt als je und dicsclbc bis zum 111th Blntsnopfcn verthcikigt. Flicht cr sic abcr in einem solchen Momente, dann mag er in dcn hcilr'gstcn Verschwörungen scincr Pfiichttrenc maßlose Falle preisen, Nimmnd wird ihm glauben, sondern das llrtheil der Welt wird ihn richtcn.

Cm Drittes gäbe es noch, nämlich den Fall. daß man Nebenzwccke hciléger hielte, als die eigentliche Pflicht, und diLsc jenen opferte! Doch davon kann hier nicht die Rede sein, und so mütjcn wir uns denn einfach raranf [*csclvränkcn, das unerklärlich und täthsekhast zu finden, für Was wir als Schlüskl dcr Lösmjg niche Thatsachen, sondcrn bloße Vermuthnngcn und F0! r-nngcn anznführcn vermögen!

Da; bei cinem Staats-Ercignisse, wfc dcr so plößlicbc Wechsel eincs ?)kt'nistcrinn-„s, vielfache Sympatlviecn nngcrkgt 11111: verlcyt werden, ist na- türlich, und so fanden fich «11019 ftir Herrn von ?lbcl Männer, und zwar gewichtige Männck, wclche kcjjcl] Benchmcn nicht nur billigtcn, sondern 1111" sogar ihren Tank kayür nusjprcchcn wollten, und dazu noch in einer Weise, zu Orten Bczcichnnng das Frcmkwokt „Tcmonstration“ das Bsir- gerrccht in der detx'tscbcn Sprache erlangt hat, Herr Professor Lqffaulx in 201101an ßclltc nämlich in] vollen Senate cinen bcziiglickyen Antrag, der lebhafte Unterstfißnng bci scincn Kollcgen fand, ohne jedoch dnrchzudringcn, selbst nicht in gemildcrte'r Form. Dieser Vorgang sowohl als cin ander- writigcr Umstand von noki) größerem Gewichte als die Jnitiaeive, wclche Professor Laffmtlr durch seinen Antrag zu einer Opposition in aller Form ergriffen, war die Veranlassung 311 seiner in dcr Vcrfaffung begrün- drten InicScirung. Man sieht, und es mußte wohl bekannt sein, daß diese Beseitigung eines Univctfitäts-Lehrcts von so außergewöhnlich“ Art war, daß jede aus dieser Maßregel der Regierung hervorgehende Handlung Ein- zelner nothwcndigerwcise damit in moralischenZusammenhang gebrachtwer- den W113“. Eine solche Handlung zeigte sich auch bald, indem dem Herrn Laffanlr von „„nicht bcbänderten Studenten““ ein Vivat gebracht wurdc, und zwar znr ungrwöhnlickycn Zeit und am ungewöhnlichen Orte. Da

wir 111111 nicht wagen„ akademischen „Vükgem" so wenig Urtheilskmft zn- zumuthcn, daß fie bc! Thatsachen und Ereignissen blos a.:f dcn äußeren

Schinkelöfest.

Ter drcizchUte Mäkx, als der Geburtstag Schinkcl'ö, hatte nach hcrgcbracbtck Weise am Abend im Saale dcs Hcrrn Milcnß cine zahlrcichc (Hrsrllschast vcrsammelt, Den Mitglicdcrn des Archikckten-Vcrcino, von n'clchcn diesc alljährliche Feier ch großen Meisters anSgcht, hatten fich auch dicscö Mal viele Freunde und Verehrer Schinkel's angeschlossen, un- ter dcncn cs genügen mag, hier nur Sc. Excellcnz dcn Wirklichen Gehei- mm Rat!) Vcnth, den (Hencml-Dirckwr der Königlichen Musccn, Herrn von Olfers, und unseren hochverchttm Nauck; zu nennen. Das Fest erhielt dieses Mal durch die Aufstellung der transparenten Gemälde der ficben Wunderwerke, Welche Herr Karl Gropius nach den Zeichnungcn Schinkcl's mit gewohnter Meisterschaft für seine leyte Weihnachts-Ausstcl- bmg anSgcflÉhrt und auch jcyt freundlichst bewilligt hatte, einen ganz cj- genthümlichcn Reiz. Sie nahmen die'ggnze „Rückwand des Saales ein. In der Mitte thronte in heimer Majestät tn fernem Tempel, von dem mil- den Lichtglanz des griechischen Himmels umfsosseu, der olympische Zeus dcs Phidias. Zu seiner Rkchjkn sch[_o„ß slch Zunächst der Tempel der Diana von Ephesus an. Aus emcm machtigen Unterbau erhebt fich jenes größte Wunder der ionischen Bauord_nung ganz in weißem Mmmor mit seiner prachtvollen Front vor) zehn Säulen der elegantesten Form, hinter der fich noch eine zweite Rctheuvon gleicher Zahl befindet. Zieht nun die- ses Bild durch die lichte 11_nd kuhlc Harmonie des Morgens an, so ergreift das nächstfolgendt, dit hangenden Gärten der Semiramis, durch

vic wärmste Glut dcr Abendsonne, dercn Strahlen durch die großen Oeff- mmgen fallcn, wclche dic gcwaltigc Manctnmssc, worauf fick) die Gärten mwbrciten, in schr glücklicher Weise unterbrcchen. Man glaubt, bier cines dcr wanderbarcn Märcbcn dcs Orick-ts vckwijklicht zu schen. Geiselhaft ragen dagegen in rem Bilde, welches hier dte Reihe abschloss, kierraw-i- dcn Aegyptcns gleich ricsenhafccn Krvßallen in den mondbeglänzten Himmel hinein, und geheimnißvoll blickt die koloffale Sphynx aus einem leichten Pnlmcnwäldche1 bcrvor. Zur Linken des Zeus sah man den Eingang zu dem ägyptiscbcn Labyrinth, gestaltet wie das zu dcn ägvptischcn Temprlxt mit dcn hochßrcbendcn Pylonen, dcn Obelisken und einer AUee von Sphinxen, und in weiter Ferne wieder die Pyramiden. Zunächst schloß sich der noch als über den Eingang des Hafens mit gespreizten Beinen stehend genom- mcne Koloß von Rhodus an. Ungcmcine Bewunderung verdient hier die Weise, wie durch eine lebhafte Bewegung in der ganzen Gex'talt das Unschöne je- ner Stellung vermieden worden ist. Die rothe Flamme, welche aus dem Feuerbcckcn in seiner Rechten ausschlägt, der Widerschein, den fie auf den Körper des Koloffes wirft, machen mit dem nächtlichen Dunkel, welches sonst in diesem Bilde herrscht, cinen hinreißenden Gegensay, dcr mit seinem künstlerischen Gefühl durch ein Feuer im unteren Theil desselben noch ein- mal anklingt. Das Grabmal des Mausolus endlich, welches an dieser Seite dcn Beschluß machte, zeigt in se1ner aus einem dem griechischen Tempel ähnlichen Bau in vielcn Absasen aufsteigenden Pyramide jene

Durchdringung griechischen Schönheitsßnncs mit dem phantastischen Pomp des Orients, wie solche in Kleinafien "ofter ßattgefunden haben mag.

Durch diese Bilder, welche die seltene, Schinkel'n aber besonders eigen- tbiimlichc Vereinigung cincr bcsonncnen und umschtigcn Bcnusun der über Knnsidsnkmale dcr Vorwelt vorhandenen Nachrichten und Abbrldun- gen, mit einer hochpoctischcn, künstlerischen Schöpfungskmft, in ,so hohem Maße zeigen, wurde der Mcistcr der Versammlung aus die „„schonße und lcbendigstc Weise recht in der Art scincz Schaffens vergegenwarnst-

Bald nach Anfang des Mahles hielt der Arcb-“tekt, Herr Hyfmantx- ein Sohn unseres berühmten Statistikers, einc Ansprachk- ""?"" “* d'; Vcrsammlnng begriißcnd, in würdigen, poetischen Wyrten dtelzdkkßns milde Pcrsönlichkcit des zu früh dahin geschkkkkmn MUMM“ we &];er crnsteStrcben in der Kunst so licbreicb fökkkkk'? “"'“"how YU"; Fat“ |, den Werken, wclchcr uns sein reicher Genius bmmwssm“ tre en SE

" nd mit rwigem Feuer“. iner „fordern zur Thatkmft uns auf, erwarmt folgte die Mahnung, dem

kurzen Schilderung der ausgestellten Bilder, _, i' G - - auch in wthcr und tuch1ger efinnung YZFTi,fetT:e11it?d dsFlcFUth-T Asnffokdekung srmem unvergeßlichcn Andenken den gcfüllten Berber 311 weiben- .. - b a ter Gcsprachc und dem Gesange ernst- Als darauf nn Wechselnxßzt? Lie Gläser wiederholt erklangen, einige

YIdenndrasKhÉesZ-oxexdFaxen; kehtity Viele noch Einmal zu der so an- ziehenden Beschauung der Gemalde zmuck. W,

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