1847 / 85 p. 1 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

einem anderen Dampschiff im Schlepptau bier „ankommen. Leske!“

war das der orientalischen Dampfschiff-Compagnze m Londoxl „sebok'I' Schiff „Tiger“, welches am Iten Abends von hier nach Civitavecchia ab egangen war. Die beiden Schiffe waren Nachts auf “"and“ I““ sio en, wodurch die Axe des einen Rades des „Tiger“ brach, Z)? ""e“; hier auogebessert werden muß. Es scheint der'Unfall durcb ,I?" an Aufmerksamkeit der Wachen an Bord des„Ting“ v“"ksach ber den zu sein. Die Passagiere, woruntxr der JUksk SUMMIT “Z; österreichischer Gesandter am neapolitanischen Host, kamen F:!" M- Schrecken davon; sieschifften sich gesterit Abe"? mlsdxm "“"“" 3 schen Dampfschiff „la Ville de Marseille“ wieder cm. ck ein paar

Noch immer will der Winter nicht aushorrn, “"" na" el wieder milderen Tagen sind heute friih die nahe gkkkgknk" HUI mit Schnee bekleidet.

S p a n ZL 11. ss'si'sch Blättern

_ - ,. är. «en progre it xn _

Infolqé ngkkßi'di1l1111'd,daxlgUF Hkkkagkn- „MMS „“'“ Ka'l'stkn in Caialonien beobachten, ihnen zahlreiche Anhanger. Noch mehr aber dürften die unbesonnenkn Maßregeln des Generals Breton dazu beitragen. Am 6ten bxsahl “- Haß “",“ Personen, „welche beunruhigende Nachrichten öffentlich Zder „in Priva-i-Untekredungen verbreiteten, so wie dsl, welche aufruhrerische Papiere aiifbeiiiahrtxn oder vertheilien, standrechtlich abgcuribeiit werden “sollten.“ Fruherbtn bedrohte er alle Alkalden, welche thin nicht Nachrichten von den Be-

wegungen der Karlisien ertheiien wurdxn, mit“ der Todesstrgfe. ,

Unterdessen vergeuden die Deputirten die kostbare 3211 mit der Diskussion der Adresse*, die den beiden Parteien der Moderirten und Progressisien Veranlassung giebt, die gehässigsien, aber begriindetskxn Beschuldigungen gegen einander aufzustellen. Kaum hat irgend em Moderirter alle die Gräueltbaten, welche die Progressisten seit drei- zehn Jahren unter dem Deckmantel der Freiheit begangen, aus der Vergessenheit hervorgezogen, so entwerfen diese ein abschreckendes Gemälde von den Gewalttbaien und dem Schreckenssysiem, wodurch die Moderirten während ihrer Verwaltung die Ordnung aufrecht hal- ten zu müssen vorgaben. Das Land gewinnt dabei die Ueberzeugung, daß keine der beiden Parteien die Zügel derRegierung auf ersprieß- liche Weise zu führen vermag.

Ein von den progresfiftischen Deputirien gestellter Antrag auf ErWeiterung der Amnestie wurde gestern im Kongresse durch 98 gegen 71 Stimmen verworfen. Indessen erklärte der Minister des Innern, daß er nur einem einzigen Ausgewanderten, der um die Amnestie nachgesucht hätte (dem General Don Antonio van Halen), diese verweigert habe.

, Aw gestern Nachmittag die Königin im Prado, wie gewöhnlich,

im schnellsten Laufe mit verhängten Zügeln ritt, stürzte das Pferd

deß ihr zur Rechten reitenden Ober-Stallmeisters des „Königs, Mar-

qms von Casteiar (den man nicht mit dem Grafen von Castellä verwech- seln darf). Der Marquis gerieth unter das Pferd, verrenkte sich die

Schulter und verstauchte das rechte Handgelenk. Die zahlreichenZu-

schauer geriethen in große Bestürzung, da man bei der aufsteigenden Staubwolke anfangs die Königin aus dem Geßicht verlor und be- fürchtete, daß ihr ein Unglück zugefioßen wäre.

Es weist sich nunmehr aus, daß die französische Barke in Fuen- terrabia nicht wegen zu entrichtender Gebühren, sondern wegen der Wei erung, die Papiere vorzuzeigen, angehalten wurde. Der Gene-

- ral- apitain der Provinz batte einem Bataillon den Befehl ertheilt, von San Sebastian an Ort und Stelle zu matschiren und Gewalt mit Gewalt zurückzuweisen, allein dieser Befehl traf zu spät ein.

Vorgestern kam die portugiesische Infantin Donna Anna de Jesus Maria (Gemahlin dcs Herzogs von Loulé) mit ihren Kindern von Paris hier an und siirg im Hotel der portugiesischen Gesandt- schaft ab. Sie wird sich in Cadix nach Lissabon einschiffen.

Der Minister des Innern hat den Herrn Barroso", dsr unter Ferdinand 71]. eine hohe Stelle in der Verwaltung bekleidete, mit einer Sendung nach Deutschland und drr Schweiz beauftraqt, um sich mit der dortigen Forstkultur bekannt zu machen. Einkuderer Beamter, Heir San Martin, ist (wie bereits erwähnt) nach Frank- reich, der Schweiz und Belgien geschickt worden, um die dortigen Gefängnisse und Strafanstalten zu untersuchen.

Griechenland. Ancona, 12. März. (21. Z.) Die [este Post aus Athen

Oekanutmachungem [1591 [265] Erledigter Steckbrief.

Dir am 5.2111gusi 1845 gegen den Tischlergesellen Julius Feidinand Kayser erlaffene Steckbrief wird als erledigt zurückgenommen.

A'lig e „[ck-ck r 21 n z e“

Nothwendige Subhasiation.

Der im Laurnbnrgcr Krcise beiegene Guts - Antbeil Schimmerwiß s., landschaftlich (1108244 Thlr. 22), Sgr. 5 Pf. taxirt, ist zur nothwendigen Subhasiation gestellt und sieht der Licitations-Tcrmin

i vom 7ten b. N.Dbn'nkzt die Nachricht, daß am Zten b. ein iiirkiscbes , Dampfboot mit epe

gierung im Piräeus landete.

Ueber beide finden sich im griechischen Moniteur bereits Andeutun- gen, und nach der Sprache des ministeriellen Journals zu urtheilen, erblickt die griechische Regierung in der bekannten Aeußerung des Königs gcgen Herrn Mussurus keine Beschimpfung, sondern erklärt jene Acußerung für einen einfachen Vorwurf. ierung wird sich nicht dazu verstehen, an Herrn Mussurus Ent- ?chuldigungen zu richten, ja, sie könnte dies nicht thun,

in der öffentlichen Meinung in Griechenland zu richten. Nicht nur im Königreick), sondern im ganzen Orient würde sich unter allen Griechen iiber eine solche Demütbi- gung ein Schrei dcs Unwillens erheben. Denn die Aufregung isi allgemein und erstreckt sich, wie Berichte aus Konstantinopel melden, bis auf die türkische Hauptstadt, deren griechische Bewohner nicht die Leßten waren in dcr Aeußerung ihrer Sympathieen fiir eine feste Verweigerung der von der Pforte verlangten Genugtbuung. Die türkische Anforderung stellt gewiffermaßen, mit Berücksichtigung der unter den Griechen herrschenden Stimmung, nicht blos die Nahe des Orients, sondern selbst den Weltfrieden in Frage, und man begreift nicht, wie die Pforte sich in ihrem Begehren so weit verirren konnte. Noch ein merkwürdiger Umstand scheint binzuzukommen, um dem gan- zen Streit über die Paß-Angelegenheit Karatasso's einen fast aben- teuerlichen Anstrich zu geben, Karatasso soll nämlich der Expedition nach Macedonien, die man ihm in Konstantinopel zum VorWUrf macht, eigentlich ganz fremd gewesen sein und, durch Eitelkeit oder durch andere Gründe-verleitet, der Beschuldigung nicht widersprochen und sich der ihm diktirten Strafe unterworfen haben.

In Athen waren von Wien Depeschen eingelaufen, die eine für Griechenland sehr "erfreuliche Beurtheilung der ganzen türkisch-grie- chischen Differenz enthalten, und deren Inhalt die Hoffnung erregte, daß Oer leidige Streit auf eine für den Hof von Athen ehrenvolle Weise werde beigelegt werden. Die Ankunft des österreichischen (He- sandten, Herrn von Prokesch, ward schon für die nächsten Tage an- gekündigt. Fiir den 15ten d. wurde die Ankunft des Kronprinzen von Bayern in Athen erwartet.

Eisenbahnen.

BraunSberg, 15. März. An der Eisenbahn auf der Strecke von Hermsdorf nach Braunsberg wird, wie es den ganien Winter hindurch geschehen isi, fortwährend gearbeitet. Zunächst beschäftigt man sich mit Ausholzen, Roden und NiVelliren des Erdbodens in- nerhalb der vor dem Frost einigermaßen schii6enden Waldungen bis in die Gegend von Tiedmannsdorfz auf dieser Strecke mögen an 1500 Menschen dabei beschäftigt sein. Das Arbeiten im Freien war bei dem Frosie für die Arbeiter selbst und wegen des gefrornen Vo- dens unmöglich. Mit dem 1. April soll aber auch damitwieder fort- gefahren werden, zu welchem Zwecke sich Arbeiter aus allen Gegen- d_en reichlich einfinden. Zu den Brücken über die Gardine, ein win- zzgeS, gber zur Frühiinqszeit mächtig anschwellendes Feldfliißchen, und uber die Vaude bei Schönfließ find den ganzen Winter hindurch große Massen von Feldsteinen zusammengefahren. Man sagt über 100 Achtel. Die Pläye zu Anbaltpunkten oder Bahnhöfen bei Gubren imd Henndorf sind abgesteckt, und ein schnelles Fortschreiten im Bau sieht in voller Aussicht.

Ristierzcbiezixcb - 015141156110 [Eisenbahn.

1101" (](“1' [K*101117k3k1|11-515011-015ik1i151'110n Lizenlmiin betrugen (110 ]Zin-

[*]-“111!!!ij i'm 11101131 ["e-„brimt' 1847: 1) 38,744 [,o-"5011011, 0/0111!" osnxcnmnmcn «111111! .............................. '.?) ]"in [)xwzagicr-(Zixlikic'k-Uc|iichk30«sc]it ging- ciii ....................... - )- 26 ]“:("U'kx-“iz-txn .................. 281 6 » 7152 (:ll'. Zi) ['s't]. ]“:iil'kzciit ...... 4,507 6 )) 129,13!) (111. ()() [)111. ]"kaciitgut . . . . 56,688 * ( 2 1 . 6 “5 9

42,624 ]itiikx. 26 5x. 10 1). 1,718

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511-1110.) 108,709 [11111]:

chen von Konstantinopel für die griechische Re- Diese bestehen (wie bereits erwähnt) * in einer Note Ali Efendi's an den griechischen Minister des Aeußern * und einem Briefe des Großherrn an den König von Griechenland. *

! 1905.1903 Die griechische Re- -

ohne sich ' Grunde zu -

iger.

Handels- und Börsen-Uachrichten.

Üuzwärtjge ]!örsen. . Qmateräam, 20. 1113". Ui-tlekl. „;ck!- Job. 5812-5911 8711-1731!» 3% io. 36'7. ['n-. -. zuzg- ". Tina]. -. l'alo. -. [)|-susa. kk. Jeb. _. 4% kun. lloy- 88'5.

zutiysrpsn, 19. mä", Sinai. *. Feua zu]. 17';.

]" kaukkUtt 31. Kl., 21.111ärx. 5% Uet- 108F. Z. ßauk-zeneu ];. ult- Uaxk. [kauk-Ycüeu "**-. [lake _. Züezl. *-. lot. 58 5777- yoio. 300 171.967; or. clo. 500 171. *.

U:! !n [) urg, 22. UU". ]!uk-„Qeeion 1570 Ur. [Juz]. [!!-31.106. 1052“-

l- 0 [U] 01] , 19. Diät:. (Tom. 3% 89Y. Uelz. 96. 95. Reue „Rul- LZH. 23- Qusg. Ick. 17. ]6. kanis- 5J. 4-75. 2";% [lol]. ZZZ,“- Y. 4% 110. 9225. 91-7j. ['okt. _. Ing]. kun. 11]. 110. Uku-87- 86. Oln]; 95. 93. Uex- 2175- 5i- ]"eku 40. 38.

[' 31'18, 20. Klän- 5% [lente sio cout. 117. ]5. 3% cio. 6" cour- 78. 95. Reap]. "_“- 3% I]"!- -- l'uz. _.

KUNZ", 21. ]"er- d'oktib.17315. 61031511. 120-55. IUZ]. 10817. 1.17. 9375". "ua]"; _. s'est. 98/14...“-

Mctcorologischc Beobachtungen.

1847. 23. Uliim.

I' ak]- ei ["n“-111“?! Keubacbtuox.

Yokxeus

Raelnuiltaxs i *kein]; 6 Uhr.

2 [Wr. [0 [*]-k.

[...na-uo]: ..... 335,69'“ [)u.5335,96"' kak. 336,40'“ l'arYiiuellwfir-ue 7,70 [l. [.uku-i'iikme . . . + 0,90 “. ] + 11,70 li. + 5,30 Ü. :kluzgy'iikmo 3,5" [i. “[kW]-uvm.... + 0,3“ n.? + 2,4" n. + ],4“ n. lkoäenxsärmk 3,9“ n. ])uoztgi-“Uigunz. 94 [Me. 47 [d("t. 72 x()!- Qusäönstunx 0,004"Ub. *sener ....... uebUZ. [:e-iter. bulbbeitek. Uieä-kocblax [), "“i-u] . . . . . . . . 80. 50. 80. Wärmesecbxe!+]2,2o Falkenxux . . . *- 50. _ + 5,09 Paxexmitte]: 336,02'“ l'"... + 6,0“ “. . . + 1,4" 11... 71901. »"0.

Roittgltchc Schauspiele.

Donnerstag, 25. März. Jm Opernhause. Mit aufgehobenem Abonnement: Robert der Teufel, Oper in ."; Abth., nach dem Iran- zösischen. Musik von dem Königl. General-Musik-Direktor und Hof- Kapellmeisier Meverbeer. Ballets von dem Königl. Valletmeister Hoguet. (Mad. Viardot-"Garcia: Alice. Herr Tichatschek: Robert, als vorlehte Gastrolle.) Anfang 6 Uhr.

Zu dieser Vorstellung werden Billers zu folgenden hohen Opern- haus-Preisen verkauft:

Ein Billet in den Logen des Prosceniums, des ersten Ranges, im ersten Balkon und zur Tribiine 2 Rihlr. Ein BiUe't-im Parquet 1 Rtblk. 15 Sgr. Ein Billet in den Logen des znietten Ranges 1 Rihlr. 10 Sgr. Ein Billet in den Logen des dritten Ranges, im Balkon daselbst und im Parterre 21) Sgr. Ein Viilkt im ?im- pbitheater 10 Sqr. Ein Billet in den Fremdenlogeu 3 Rthlr. ,

Jm Schauspielhause. 46ste Abonnements - Vorstellung; Tie Karisschüler. , ,

Zu dieser Vorstellung bleiben die dazu bereits gekauften, mit Mittwoch bezeichneten Schauspielhaus-Villets gültig; auch weiden die dazu noch zu verkaufenden Villers mit Mittwoch bezeichnet sein.

Freitag, 26. März. Jm Opernhause. -17sie Schaiispielhgus- Abonnements-Vorstellung: Faust, dramatisches Gedicht von Gothe, in 6 Abth. Anfang 6 Uhr.

Zu dieser Vorstellung werden Villets zu nachstehenden kleinen Opernhaus-Preisen verkauft:

Ein Billet in den Logen des Prosceniums 1 Rthlr. 10 Sgr.; in den Logen des ersten Ranges und ersten Balkons, so wie zur Tribüne, 1 Rthlr.; im Parques und in den Logen des zweiten Ranges 20 Sgr.; in den Logen und im Balkon des dritten Ranges, so wie im Parterre, 1.5 Sgr.; i'm Amphitheater 73 Sgr.; in den Fremdenlogen 2 Rthlr.

Zm Schauspielhause. 4-1ste französische Abonncments-Vorstellung. [711 immmc 170016, 731141611110 (31! 1 “(JU), [131' )].)(Zism'. [110112 41'31110111', 7411111071111? (301111111113 (?ii "1 ;ictek, [);11' 310]. ])iix/(kki 01 1131174111116. (Zunai'iizi'tz, c0niéiii0 »In-1941116 (kl! “[ 3610, [):n' ZC!“1|)E.

Verantwortlicher Redactenr l)r. J, W. Zinfciscii. Im Sclbsiverlage der Expedition. Gedrmkt in der Teckerschen Gelminen Ober:Hofbnchdrnckei-ei.

15. Z w e i g, b a l) n, Pirsonknzug.

] l]. |||.

Vetliii.'din 15. März 1847. Koniglicheö Kriminalgeiicht hiesiger Residenz. Vierte Abtheilung.

"K

[266] Steckbriefs-Eiledi un Det iintetm 23. Februar (“|“- hinte? diegunverchelichte Caroline Louise Kuhndt erlassene Steckbriefwird,

da dieselbe ergriffen und ver 1tet , trledigt zurückgenommen, h*f worden, hierdurch als

BtZin, dlen 18. März 1847. dnig iches Kriminalgericht hie'i er R d . Vierte Abtheiliinglg efi enz

am 11. September 13. J., Vorm. 1111hr,

in unserem Kollegienhause an. Hypothekenschein und Taxe sind in unserer Registratur einzusehen.

Zugleich werden die Erben der Renate v. Zelcwska, geborenen v. Gostkowska, zur Wahrnehmung ihrer Ge- rechtsame, so wie alle unbekannten Real-Prätendenten, bei Strafe dcs Verlusts ihrer etwanigen Ansprüche, vorgeladen.

Coeslin, d_en 11, Februar 1847. Königliches Ober-Landeögericht.

Berlin-Stettincr Eisenbahn-

[255 1.)

vom 1.

*- '*1'

'“ “!“/“2434 YYSUE'Z“

Personenzug.

Soiumer- Fahrplan,

April 1847 ab täglich: Hauptbahn. Gütkrzug.

von Berlin 7 uo. - Stettin 7- 15910. - 4 ' Ankunft - in Stettin 11 10 '- Berlin 1.1

Vorw., 8

25 -8

1]. MM“- 4 m" "30 Min- Nachm., 9 Uhr 55 Min. Vormitt„

-45“-- 9-35- -

Z 40 Abends. 3 7 1 - 56 - 3 “. “16

Abfahrt von Stettin 8 Uhr 30 Mt, Morgens, 3 Uhr 30 Mt. Nachw., 8 Uhr 10 Me. Abends. » .. Stargardö »- 15 » 1 » __ » .. 6 » 1T, .. .. Ankunft in Stargard 9 » 55 » Borna, 4 » 54) » 9 » Z.; » )) )' Stettin 7 » 40 )' Morg., 2 )) 25 )) “» 7 » 40! )] », _ Mit den Personenzügen werden Personen in der ]., 11. und 111. Wagenklaiie, Equipggen, Vieh und E'lL'acht“ güter, niit den Güterzügen Personen in der ]]. und ]]]. Wagenklasse, Frachtguter, Equtpagen und Vieh befordert,

und auf der Zlegbahn mit den Personenzügen einstweifen auch sämmtliche Güter 21".

Des Montags, an den zweiten Feiertagen und dem daraus folgenden Tage fallen die Güterzüge der Haupt- babn ano. .

Die näheren Bestimmungen ergeben die besonders nnSzntheilenden svezielleri Jahrplane und das Vetriebs- Reglemcnt, das auf jedem Bahnhofe bei dem Einnchnier fiir 1 Sgr. zu haben ist.

Stettin, den 20. März 1847. D i r e k t o r i u m. Witte. Kutscher. Rhodes.

Literarische Anzeigen. [257 |.]

In der Kummerschen Buchhandlung in Zerbst ])ÜULLthäÜäkbLü ist so eben erschienen und durch alle Buchhandlungen 8 ] kk - . l“ d d“ . ck c U()[] (; 13.8 61". zu beziehen, in Bei in urch ie MyllUSs ) 01,“ 14. d'... 5. „"Beide 151 ncbzt [)'MZUU

Sortiments-BUkhhandlg- “„A-Bath), W0|1lsckllneckur in [);-Ust. 11. 8111117710" 20 5812.

. sii!" einc: Zingztimmc u. [“i-1110 5 Fzg., ['iir [Unna «'1]* Y::ZTkschÜHeUFZL":iuxlg:Powdam durch die [ein mit (11'1' [;o-“111041710079.“- ||. ]."!iöäkij'ä [)010nuixn

. . 5 55-2, 30 cbekxj ca'scbienc-Jn; urlkl Acosta,s Leven und Lehre" 34 [.Zu-1011. d8b1€§111 "Ekzem: Zucb- ". Ein Beitrag zur Kenntnis; seiner Moral, wie zur Be-

richiigung der G usko w sch en Jie tion en über Acosta NWM'Ü'MWG

arakt rißik der damali en Juden. _ " und zur Ltléiks denc Quellen dargeÜLUt [20614 . W9_hnungs-erandetung. von Vom 22- MUZ “b wohne ich wegen ununterbrochenen

v.. v . : r.m a n n I e! li " ek- Betriebes meiner Karto elbierbrauerei . k. PMS“ “"b" broschirt 7? Sg nicht mehr neue Königsstraße Cr. 2, sondern Holzgar- __" tensiraße Nr. 5, Ecke der Flurstraße. Betiin, den 22. März 1847. Ayotheker !)r. W. Keller, Vorsteher des landwirihschafnich-technischen Insitute zu Berlin.

[267] Die Jpeaencbe uml Youizcbe Zeitunz «om_ 161eo berichten 'on äem : ] [gern einen Jud s] bei zus-

i'übruvs ein neuen _beiiereo „Uäovekqu-rlem:

Das Abonnement beträgt: 2 thlr. sür "( Jahr. 4 Rthlr. - ;Iahr. 8 Rthlr. - 1 Jahr. in allen Thrilen drr .Monaräzie ohne preis - Erhöhung, Insertions-Gebiihr fiir den Kaum einer Zeile des Allg. Anzeigers 2 Sgr.

Preußische

?lllgeineinc

Berlin, Freitag den 261?" Pkärz

ZLÜUUÉ

AU- pok - „Ansinnen des In- und Lins andes nehmen SeßeUmig axis dieses. _Slatt an, für Berlin die Expedition der AU. preuj. Zeitung: 7 Lehren -.s1raße Ur. 57.

"1843“.

Das Nedactious- und Expeditions=Lokal der Allgemeiner: Preußischen Zeitung ist vom heutigen Tage ab nach der

Bcbron-Straße Nr. 57 verlegt.

I n h a l t.

Amiliciiar Theil.

Inland. Provinz Schlesien. Geschenk Sk. Majestät des Königs. * Yrbeiirr-Unruhen. * Eröffnung der SÖiffsahrt.

Deutsche Bundesstaaten. Königreich Sachsen. Landtag, * Gjroßhchxogtbum Baden. Verbot des GeseUcii-Vercins in Mann-

_ heim. * Schmidt" aus Frankfurt a. M. (Vermischtes.)

Rilixland und Polen. St. Petersburg. Taufe und Pathen des Prinzen “Engen I)iarimilianowitsÉY.

Frankreich. Paris. Die Uebereinkunft zwischen der französischen Baiikund ker riissischen Regierung. * Preußens Institutionen. -- Nang- strcit. * Y_ctroi-Gesey. * Schießpiilvrr-Traiisport auf Eisenbahnen. * Luftscbimahrt. * Vermischtes. * Schreiben aus Paris. (Vor- ??an RZWWÜO'Ö an den Munizipal-Rath von Paris und Beschiiisse dcs ? ki'lclk-

Großbritanien und Irland. London. Osterfericn- * Die Times iibcr die Anleihe der Bank von Frankreich. * 'Der Bußtag.

Dänemark. Kopenhagen. Das Schiff „Galathca,“ » JiNÜ113"ZU“ staiid des Landes. *

Handels: und Vörsen=Nachrichten.

Berlin und Ain'terda 1. Bdrsen- imd Marktbericht. ' "

Zur neuesten Literatur.

leiiicher Theil.

Sc. Majestät be'r König haben Allergnädigsi geruht:

Den Kabincts-Nath Jllaire zu Allerhöchstihrem Glhkimen Kabinkts-Rath;

Die LandgerichtS-Asskssokkn- Jkkihk" von Mylius ZU Düssel- dorf und Kiesgen zu Saarbrücken, zu Staats-Prokumtoren', so wie

Den Landgerichts-Affeffor Arnolds zu Düsseldorf zum Land- gcrichtöMath zu ernennen; und

Dem Regierungs.Znstiiuien-Haupt-Kaffen-ControUeur Heinke zu Brislan dk" Charakter als Rechnungs-Rath zu verleihen;

Tic Von der Genossenschaft des rheinischen ritterbiirtigen Adels grtroffsne Wahl des bisherigen Pfarrers zu Kesenich, Joseph Schroeteler, zum Ober-Dirckwr der rheinischen Ritter-Akademie 311 Bedburg zu bestätigen; und

TkniFicisii)c-rnieister Wilhelm Böttcher zu Erfurt, das Prä- dikat einw Hof-Jleischermkisiers beizulegen.

Berlin, den 25, März. Ihre Königl. Hoheiten der Großhexzog und die verwiitwete Frau Großherzogin, so wie JhreHoheik die Herzogin Luise von Mecklenburg- Schwerin, sind nach Schwerin zuriickgereist.

Der Landgerichiö-Referendariuxß Paul Joseph Eller zu Köln isi auf Grund bir bestandenen diitten 5Yrusung zum Advokaten im Bezirke dcs Königlichcn Appellationsgerichtshofes zu Köln ernannt worden.

Bekanntmachung. Auf dem hiesige'n Bahnhofe Hei“ Berlin-„Potödmn-Magdehx„gex Eisenbahn wird mit dcin 1. Apiil d. J. eme Post.(&;xpeyjtjon in

Wirksamkeit treten, welche täglich sine und eine halbe Stunde vor Abgang des ersten Dampfwagcnzuges geöffnrt werden und den Tag über offen bleiben wird. Bei dieser Post-Cxpedition können: 1) srankirte und unfrankirte Briefe, ohne Unterschied des Bestim- mungsortes, auch Stadtbriefe und 2) Geld- und Paket-Sendungen, welche mit dem Postwagen auf der Berlin-Poisdam-Magdeburger Eisenbahn-Noute ihre Be- förderung erhalten, ' eingkliefert Werden. Geld;- und Paket-Sendungen nach anderen Orten sind von der Annahme bei dcr gedachtcn Post-Expedition ausgeschlossen. Es eignen sich daher zur Einlieferung bci diesem Post-Büreau * außer den Gegenständen nach Orten, die an der Berlin-Potsdam- Magdeburger Eisenbahn oder in deren Nähe belegen sind * die Sendungen: nach der Altmark, Braunschweig, Hannover“, Bremen, Oldenburg, Westfalen, nach der Rhein-Provinz, nach den Nieder- landen, Belgien, Frankreich :e. Die Annahme zu dem zunächst abgebenden Dampfwagenzugc wird jedesmal geschlossen für Briefe 10 Minuten, für Paket- und Gcld-Sendungen eine Stunde vor Abgang des Zuges. ' * _ Fiir den nächstfolgenden Tag werden bei dieser VahiihofG-Posi- Expedition Geld- und Paket-Sendungen im Voraus nicht angenommei'. Wegen der Wirksamkeit der Post-Büreaus auf den hiesigen Bahnhöfen der Stettiner, der Anhaltischen und der Niederschleiischen Eisenbahn wird auf die Bekanntmachung vom 19. Februar v. J. Vezuq genommen. Berlin, den 24. März “1847. Gencral-Posk-AMk-

Dem Lehrer der Mathematik, Bernhard Gülker zu Bielefeld, ifi unter dem 21, März 1847 ein Patent auf eine durch Zeichnung und Beschreibung nachgewiesene Verbindung von Jlü el-Veniilaioren, um Wind von höhe- rer Pressung als bis er zu erzeugen, auf fiinf Jahre, von jenem Tage an gerechnet, und fiir den Umfang des preußischen Staats ertheilt worden.

DemChi-miker C. Bohl zuKöln isi unter dem *.)1. März18-17 ein Patent auf ein durch Beschreibung nachgewiesenes Verfahren zur Bereitung des Zinks aus Zink-Vitriol auf sechs Jahre, von jenem Tage an gerechnet, und fiir kun Umfang des preußischen Staats ertheilt worden.

Das den Fabrikanten W. Wiesmann und W. Z. Junkie zu Ruhrort unter dem 29. Februar 1840 crtheilte Pacent auf die Darstellungoweise eines sogenannten konzentrirten eisenfreien Alanus, insoweit dieselbe als neu und eigen- , , thümlich erkannt worden, isi bis zum 29. Februar 1852 verlängert worden.

Das dem KaufmannWm. Elliot inBerlin unter dem 18.Juni 1846 ertheilte Einführungs-Patent auf eine selbstthätige Jeinspiim-Maschine fiir Wolle und

Baumwolle in den durch Zeichnungen und Brschrcibungen

nachgkwiksenen Zusammenseßungen, ohne Jemand in der Benutzung ähnlicher schon bekannter Theile dieser Maschine zu behindern,

ist erloschen.

Angekommen: Der Wirkliche Geheime Ober-Finanz-Rath und Direktor im Jinanz-Ministerium, von Pommer-Esche, aus Schlcsikn,

Der Erb-Thürwärter im Fiirfienthum Paderborn, Graf von Mengersen, von Rheder.

Abgereist: Se. Durchlaucht der Prinz Friedrich zu Hessen-Kassel, nach Neu-Streliy.

Nichtamtlichcr Theil.

Inland.

Provinz Schlesien. Auf Befehl Sr. Majestät des Königs sind die bisher erschienenen drei ersienVände der Pracht-Ausgabe von den Werken Friedrich's des Großen als Geschenk für die von Rbedi- gersche Stadt-Biblioibck in Breslau iiberschickt worden. Nach dem an den städtischen Ober-Vibliothckar, Konsistorial- und Schul-Rath Menzel gerichteten Schreiben des Diqutors der Königlichen Museen, Herrn Geheimen Legationöratheo von Olfers, welcher sich der nach- gesuchten Verwendung bereitwiUigst unterzogen, hat der Um and, daß der große König selbst der von Rhedigerschen Bibliothek eine Auf- merkiamkeit zugewendet hatte, daß mehrere der frühesten Aus aben seiner Werke durch Vermittelung des Grafen von Heryberg 'der elben zugekommensind, und daß jede wissenschaftliche Benuvung der Biblio- thek so viel als möglich erleichiert wird, nicht wenig daza beigetra- gen, diese Allerhöchste Bewilligung herbeizuführen,

Ueber die (bereits erwähnten) Arbeiter-Unruhen meldet die Bres- lauer Zeitung vom 23. März Nachsiehendes:

„Gestern hat auch die hiesige Stadt das traurige Schauspiel eines Arbeiter-llnsugs gehabt. Um denjenigen, welchen es während des Winters an Arbeits-Welegenhcit fehlen konnte, solche zu verschaffen, hatte der Ma- gistrat in wohlonender Vorsorge unter Anderem auch eine theilweise Schlämmung dcs hiesigen Stadtgrabens, wofiir an sich gar kein Bedürsuiß vorlag, veranßaltct, wobei circa 500 Arbeiter Beschäftigung fanden. Cs versiand sich von selbst, daß der Stadt diese bedeutende Auggab- nicht län- ger zugemuihet wcrden konnte, als bis zu wiedereintrctendrr warmer Wim- rung fich auch wieder gewöhnliche Arbeits-Gelegenhcitm fiir die Arbeits- suchenden eröffneten. Die Arbeit im gedachten Graben aber mußte um so mehr eingestellt werden, als mit dem Nachlassen dcs Frostes und dem Ein- dringen des Waffers die Arbeiter keine sichcie Stellung mehr in dem Gn;- ben finden konnten. Obtvohl mm der Magijirat fiir den größten Theildie- ser Aibeiter andere Arbeit anweisen konnte, so war dies doch nicht für alle möglich zu machen, und der iibiige Theil mußte dahxr angewiesen werden, sich bei den bereits wieder begonnenen Bauten, der wieder eröffneten Schiff- fahrt oder sonst Arbeit zu suchen.

„Statt dieses in dankbarer Anerkennung der Vorsorge, welche der Ma- giftmt so lange für sie gehabt hatte, zu thmi, zogen diese Arbeiter trupp- weise durch die Straßen der Stadt zu den iyiedcr begonnenen Bauten und versuchten dort mit Gewalt und untei Veiubung vfon allerlei Unfug die fremdcn Arbeiter sortzutreibcn, weil sie diese ,als die U_rsache ihrer eigenen gegenw-Migcn Arbeitslosigkeit bctmchteien. thkt-k schlonen sch diesen Tu- multuantcn mich andere Arbeiter, die Mit ihnen diese falsche Anficht theilien, an, und der Unfug wurde so bcdcutend, daß dieMilitair-Macht einschreiten mußte, wobei es auch gegen diejenigen, welche dem gescslich vorgeschriebenen Aus-

ruf: „a::s einander zu gcheu“,kcinen Gchorsam gaben, zum Gebrauch der scharfen

Zur neuesten Literatur. Oesterreichische Dichter.

Vcrglcicht man der Qualität iind Quantität iiach dieGmde, in dcxnen fick) die verschiedkncn Stämme unserer Nation an der Literatur beilxeiligt haben, so sikht man mit Auönahme von SchWabeii die reichste Verbilligung von dem deutschen Norden anogehcn, und das anö eincm geschichtlich nach- weisbaren Grunde: die südlichen und mittleren Stämme haben ihre große pkodiiktive Zeit in dir GeichicMe bereits gehabt; die nordischcn dagegen, dercn slawische Elemente erst allmälig germanisirt wurdcn, fiihrten dem Ge- sammtlkbcn dcrNation swätek, ja crit gegenwärtig ihre ungebrauchte, unver- schwcndcte Sihöpfeikrast 311.

Wenn aber niich der Siiden Produktivitätcn von allgemeiner Bedru- iitng nur spärlich aiichist, so hindert das nicht, daß er sich seine literari- schen Bedürfnisse selber deckt. Welche Vortheile auch die Ccntralisation haben mag: eincn Vortheil führt der ihr cntgcgengescßic Zustand Deutsch- lands ohne Zweifel mit sich, das; nämlich kein Centrum den Kreis aus- saugt, jedes lokale Bekiirfniß, geistiges wie materielles, sich an Die und Steile befriedigt und so durch die Falle der Erscheinungcn der Mangel der Konzentrirung crsest wird.

So, fehlt es auch Oesterreich nicht an Poeten, deren einigen sogar, niimentlich den in Ungarn geborenen, die Nation im Ganzen ihren Antheil U1chk versagt hat. Lorin hat neuerdings cine Uebersicht geliefert, die manche unseren Leserin willkommene Notiz enthält.

0 Von ViklÜaUS, Lenau erfahren wir, daß kk mit Viktor Hugo in: „_;ahre 18,02 geboren-ist und seine Jugend mit philosophiseu, medizinischen, asirono-m1schen Studien ruhelos verbracht hat, bis eine Reise in die Alpen sel" re“1773**)Wl'k'sksuhl weckte und seine Zunge löste. Er trug seine risien Manuskktpte „1832 selbst nach Stuttgart zu Cotta. der se auf Gustav Schwabs Fursptacbe 3" perlegen fich entschloß. Während das Buch noch "'"“ “* Kresse. war, schkffkk |ck der Dichter, um den Erfolg gleichgültig, nch? Amen a em, um auch'von den Idealen dieser Republik unbefriedi t ziituckzuiehren;, In der Heimat empfin ihn der Ruhm; er schenkte ißt semen „Jans M7Savonaro|ach „die Aßliigenser“ und eine Fülle kleinerer Dichtungen. ' dem Fragmente “eines „Don Juan“ reiste er im Früh-

lin 1844 von Wien na St . , lichsten Geist, vetfinsierte, ck Uitgart, als p[ößllch der Wabnsmn seinen

len wird.

Es scheint, daß er 'Hölderlin's Schicksal thei- . Anastasius Grün- orb. 1806, trat im Jahre 1830 mit den „Blät- .

tern_dcr Liebe“ auf, in denen zwar Empfindung, aber nicht persönliche, herricht, nicht jene starke, geschiihtliche, welche den „letzten Ritter““ und den „Sch101“ durchdringt. Seine „Spaziergänge eines wiener Poeten“ zcigen, wie lieb ihm sein Vaterland war und wie tief er sein Unglück fühlte. Im Jahre 1843 erschien nach sechsjährigcm Schweigen seine Satyie „Nibelun- gentim Frack“, in der er auf Herwcgh's verdächtigeiide Angriffe ant- wor rte.

Motiv Hartmann ist in einem armen böhmischer! Dorfe geboren, dessen Häuser aus cinem ehemaligcn Kirchhofgrund erbaut find. Eine Reise mit seinem Vater nach Teplitz brachte ihn an das Grab Seume's, wo er deutsche Dichtcrloose bedenken lernte, und als er einst auf dem Felde schüch- tern Verse briixete, legte ihm der Wind ein zerriffcnes Notenblatt vor die Füße, dcffen Textworte ihn exgriffcn und anregten. Er kam auf die Uni- Vcrfität zu Prag, der prachtvollen, verwaisten Stadt, und dichtete hier im Verkehr mit talentvollen jungen Männern jene Poefieen, die im Jahre 1845 unter dem Titel „Kelch nnd Schweidt" zwei Auflagen erlebten und zur Verherrlichung seines Vate-landes, wie wenig Andeics, beigetragen haben. So chen sind „Neuere Gedichte“ von ihm erschienen, die auch viel Schö- nes enthalten, namentlich wo der Dichter nicht in allgemeinen Empfindun- gen schweift, die schon längst diirchschweift find, sondem wo er Situationen und Motive beibringt.

Im Jahre 1817 trat Grillparzer mit seiner Ahnfrau auf, die eine Nachzüglerin der Miillacrschcn „Schuld“ war; vas Jahr darauf er- schien seine „Sappho“, von der Byron sagte: Ich kenne den Verfasser nicht, aber die Jahrhunderte Weiden ihn kennen.“ Im Jahre 1819 bereiste er Italien und schied von Rom mit den Worten:

Nun kcbr' ich heim mii stolzein Sinn Und schaff' in gesätiigter Ruh,

Was jung soll sein, wie ich es bin, Und alt soll werden, wie Du.

Eine prachtvolle Elegie an Italien in dem Taschenbuch „Aglaja“ wurde aus sämmtlichen Exemplaren herauögeriffen. Im ahr: 1821 brachte das Hof-Vurgtheater seine Trilogie: „Das goldene Vli auf die Bühne, wo- von bei dritte Theil „Medea“ durch das Spiel der Schröder einige Zeit

ehalten wurde. Ein glücklicher Griff in die Geschichte war „König Otto- ar's Glück und Ende“, ein Drama, das durch die Verwendung der Erz- bcraogin Sophie, der man auch die Aufführung des Wilhelm Tell auf der Hofburg zu danken hat, lücklicb auf die Bühne tam. Vielsaa deshalb

Ykränkt, wandte er sich w eder poetischen Pbamomm zu, schrieb „den treuen

imer seines Henn“, der 1830 zur Aufführung kam, nahm“ mit „des .

Meeres und der Liebe Wellen“ Abschied von der Tragödie, schrieb 1834 ein dramatisches Märchen: „Der Traum ein Leben", das nur durch den Titel an Caldcion erinnert, und 1838 das Lustspiel: „Web' dem, der lügt“, das knrcbficl. Eine im Jahre 1843 unternommene Reise nach Griechen- land wurde durch die Scptember-Nevolution unterbrochen. Grillparzer isi ein seltenes Talent, das unter anderen Verhältnissen zu einer ganz anderen Entfaltung gekommen wäre.

Zedlis ist 1790 geboren, focht nicht umühmlich in den franzöfischen Kriegen mir und schrieb nach dem Frieden seine „Todteiikränze“, die, wie man erzählt, im Salon des Fürsten Metternich vorgelesen, un emeinen Vei- sall bei den "Damen fanden und fich die Protection des Fiir en erwarben. Seine dramatischen Arbeiten lehnen fich fast durchweg an ältere, namentlich spanische Muster an. Seine Bewunderung fiir Napoleon sprach er riick- sichtslos aus Und sagte z. B. in den Todtenkränzen:

Zn Waffen bin ich gegen ihn gestanden, Drum möcht' ich ihn nicht schmäh'ii, als er in Banden.

Seine „nächtliche Heerschau“ ist auch*von Barthéiemy ins Franzöfiscbe überseyt. Von seinem lezten Werke: „Waldftäulein, ein Märchen in 18 Abenteuern“, sagt Taiklandier mit Recht, daß die deutsche Muse- „"ck so oft mit allzu gründlicher: Gedanken Mißbrauch getrieben, in pics“ Dich“ tung Buße ihne, indem sie sich aller und jeder Gedanken entledigt.

Ladislans Pvrker, Erzbischof von Eilan, ist 1772 geboren, |U- dirte, wie tausend Andere, einer amtlichen Laufbahn entakskU- wurde il!!! seinem zwanzigsten Jahre Secretair bei einem Grafen in Palermo, [„so auf der Reise von Seetäubem nach Algier geschleppt ZW ausckabmteuer isxbe Weise wieder befreit worden sein und kehrte nack Wk?" !"“th- Q': ZUB dem geistlichen Stande widmete. Er wurde Psaxrek, Pkwk-E [an und Erb- Lilienfeld, Bischof, endlich im Jahre 1827 Erzbischof "o". „r ..

m,- Humanität und wohnha- Obergespann, in welcher Stellung er durch [ V “hum erwarb Seine tige Anwendung seines Reichtbums sicb “USW“Ü" ' s '

chico“, als an Poefix. epischleiißYeYectbi“ KinadntxietitéeIZaYtenGheLt die österreichische Literatur noch man-

on vene- soit im Nordex! theils mehr wi en, ZßnLaYIZTns YHZAFYMÜJh-iu, “"NO "(Us Mffm, daß seine i(- theilungen uns kein Interesse st einsloßen tonnen. Immer aber thut man wohl daran das !iteratisée'VMd- »“ Deutschland auch da um- schlin 1 wo es “durch äußere Ordnungen etheilt M, von neuem zu be- fesiigeYund |.!) der geißkstn Einheit btw" ! zu werden und 2:- "smn",

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