von Salpius, General-Major und Kommandant von Da-z-g, „
Graf Stillfried, Oberst und Commandeur des 38sten Insaniterte- Regiments, als General-Major mit Au6skcht auf V“]"huns einer Kommandanten-Stelle, „ „ „ G
von Rudloff, Oberst, aggregirt dem Kriegs-Mtnkskkk'lkm- “1.516? [x: neral-Major mit Belassung in seinem Verhakkmß 5“ M eg
Schmlents§5§§ommissiom Ad , u 3 er von der “utan ur, . -
von Leivinöksit, Obersi-Liejutenant vom kiten Jilfa'kkkkkk“?tieg'm"*t“
Brandt, Major, aggrcgirt dem 12tcn anankkk'“-9§9'W2n“t
von Bredow, Major, aggregirt dem Iten Uianen-_ :*!qu ,
von Görschen, Major vom “.?-117?“ Insak'tkk'““R-kg'5'il „“m",
von Blankenburg, Major vom 1810: Znsantxxte-R kg jk„
von Szerdahelly, Major vom 18m- Znsükkkkßi'k“ „egmtn'i “
Lisack, Major, aggregikk dem Z,;ßen-Znsanieric-t egtmen ,
Müller, Major vom 151811 Zniank-Yk'kng'JM" “ („W R„ „„, ,
von Box'anowski, Major, aggklgkkt drm stk" “* : g ') zu Fuß und diciisiieißknder Adjutant beim Gouvernement m MÜk-UZ, a“? 8 als ObykÜ-L1klltlnantsk
Hauck, VMM!" vom sjtkn ananterie-Regimenk-
9 itt au tmann vom 151?"- ÖZn ü quL-KHakiptmann vom LMM von Öerse'n- Haupkmann vom “““"“, Baron vm Butler, Haupimann vom 371101, „ _ ZUM?“- Hauptmamz voni .;Ij'ien Infanterie-Regnncnt, alle .) als Majors, sämmtlich mit Pension zur Disposition gestellt. ei der Landwehr: Den 13. März. von Kamckc, .*)kittmeister vom Ztcn Bataillon Nen Regiments, als Major mit der Armee-Uniform mit den vorschriftsinäßigcn Ab- zeichen fiir Vkrabschiedcte, Rosenberger, Major iind Commandeur dcs [sien Bataillons 21sicn :)kcgiments, als Obcrft:Lieutenant mit der Uniform du's “.'Zükn anantcrie-Regiments mit den vorschriftömäßigen Abzeichen fiir Vcrabschicdete, Aussicht auf Civil-Vcrsorgung und Pension, der Libschicd bewilligt. Graurock, Oberst und Commandrur des 1sien Bataillons 2§Zstcn Regiments, mii dl! Regiments-Uniform mit din Vor- schrjftsmäßigen Abzeichen fiir Verabschiedcte und Pension in den Ruhestand verseßt. Garn, Major und Commandeur des 2tcn Bataillons 12tcn Regiments, als Obersi-Lieutenant mit Pension zur Disposition
gestellt.
Den16, März. Manteuffel, Oberst-Lieutenant und Commandeur dcs Zten Bataillons 7teu Regiments, als Oberst mit der Uniform des 21sicn Jiifantkrie-ngiments mit den vorschriftSmäßigcn Ab- zeichen fiir Verabschieketc und Pension, der Abschied bewilligt.
Deutsthc Bundesstaaten.
Königreich Bayern. Sl. Majestät der König hat am 21. März zum erstenmale während seinks Unwohlseino seine Gemä- cher wieder verlaffcn, um bei Ihrer Majestät der Königin den Theo einzunehmen.
Ihre Königl. Hohciten der Prinz und die Prinzessin Luitpold miiFamilie Werden am 12, April von Florenz abreisen und direkt hierher zuriickkshken.
Dcr Jrcihe'rr von Hunoltstein wird gegen Ende dieses Monats hier Wikdlk 'von Athen erwartet, worauf dann Herr von Wendland nach Paris zurückkehren wird.
Des von Nürnberg aus an Se. Majestät den König gerichtete Ge- such wegen Veranstaltung einer Sammlung freiwiliiger Gaben von Damsn-Aibeiien, Kunst-, Schmuck- und feinerenanustrie-Waaren, um dixsrlben mit andrrcn, aus ganz Deutschland dargebrachten Gegen- stgndkn dieser Art zum Bebufe der Unterstxzuug dcs deutschen 1308- pitals in London daselbst im Mai d. J. verkaufen zu lassen, ist ge- nehmigt worden.
Das Kollegium dcr Gemeinde:Bevollmächtigten in Nürnberg hat den?],ntrag auf Oeffentlichkeit der SiYimgcn und Verhandlungen mit sast„ernmütl)iger Zustimmung angenommen; eine Kommission wird die gdeigneten Vorschläge ausarbeiten, welche der Regierung zur Geneh- migung vorgelegt Werden soUen. .
VV]!
Großherzogxhum Hessen und bei Rhein. Das Großherzogliche„Ministerium des Innern und der Justiz hat nach- siehkndes Schreiben an die Großherzoglichen Hofgerichte in Darm- stadt und Gießen erlassen:
„ „Bekanntiich ist die Statthasiigkeit der körperlichen Züchtigung als Diöziplmarsirafmittel im Untersuchungö-Verfahren durch die Praxis einge- fuhrt worden, die fich vorzüglich darauf siiiste, daß die körperliche Züchti- gung Ubtkbaupt cine auf Vcrbrechen und Vergehen“ geseyte Ktiminalstrase
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langt, schlechthin uußanhast eworden is, so 111 doch nicht zu verkennen, daß „mm solchen nmßänden re_ fernere Anwendung im Kriminalvetsahren wesentlichen Bedenklichkeiten unterliegt. Hinzu kommt, daß der Untersuchung!)- Richter, während er ohne auFemtine Vdrscbrist darüber gelassen ist, in ml- chm Fällen-und „in welchem laßt kk körperliche Züchtigung verhängen kann, demnach Mißbtlltgung, ja noch schwereren Folgen ausgeseyt is?, wenn die höhen Beh-ordc die Anficbt, auf die hin er handelte, nicht theilt, so wie auch nicht m Abrede zu ßellen ist, daß durch Mißgtiffe in Zusiigung dicses Uebe“, schweres_, kaum zu rrpaiirendes Umechj geschchen könnje. Wenn nu!! diese Umstände das Resultat erzeugt haben, daß schon seit geraumer, Zeit die Anwendung der körpcrlichen Züchtigung im Kriminal-Prozeß nm außerst selten vdrkommt, so ist es auch der Fall, den Vorwürfen, welche gegen das 'deutiche Strafverfahren aus diesem Stmfmiitcl hergcieitet wer- dxn, _und _dieUXaum mehr ein wirkliches Objckl haben, ein Ende zu machen, namlich die kowcrlicheZüchtigung ganz aus dcm Strafverfahren zu verban- ni'n. Wir zweifeln nich!. daß Sie mit uns cinvcrßanden sein und hiernach die Ihnen untergebejtcn Gerichte bedeuten weiden.“
_ Das Großherzogliche Hofgericht dahier hat diese Verfügung dem ihm. untergebenen peinlichen Gerichte in Darmstadt und den Unter- gc-richten der Provinz Starkenburg „zur Nachricht und Bemessung“ mit dem Bemkrken bekannt gemacht, daß es mit dem Inhalte voll- kommen einverstanden sri.
Herzogthum Sachsen-Koburg-Gotha. Aus den im “Druckerschtenenen Verhandlungen des Tepiiiations-Tageö ergiebt sich Fol- gendes über den dermaligen Stand der Ober-Steuetkassedes Landes. Die RechnunZS=Uebersicht derselben fiir das Jahr 1845 bis 1846 ergiebt als Totalsumme der Einnahme 244,501 Rtblr., dagegen als die der Ausgabe 232.450 thlr. Die hauptsächlichsten Einnahmen bcstel)en in 79,058 Rthlr. Grundsteuer, 3626 Gewerbesteuer, 27,840Rthlr. Malzschrotsikncr (brutto), 128,500 Rthlr. Zöllen, Branntwein- und Salzsteuer (netto). Unter den Ausgabin figurirt die Militair-Vkr- waltung mit 46,000 Rthlr, (außer dem Beitrage zur Hersicllnng dsr Bundes-Jcstungen Ulm und Rastatt mit 2697 thlr.), die Tilgung dci“ Landesschuld crsicr und zweiter Anleihe mit 16,600 Rthlr. und Verzinsungs-Bedarf mit 36,294 Rthlr. Der Vermögenö-Bksiand der Obcr-Struerkasse hat sich nunmehr folgendermaßen hcrauSgesielli: Aktivbestand 851,860 Rthlr„ bestehcnd in 25,700 Rthlr. Altiv-Ka- pitalirn, 46,728 Rthlr. baarkr Kassenbestand er.; dagegen Passw- bestand 1,744,510Rth1k. Letzterer besteht hauptsächlich in den drei ver- schiedenen Anleihen, der ersten vvm Jahre 1687 von ursprünglich 000000 Rthlr., wovon der Rest noch dermalcn 781,300 Rthlk. be- trägt, der zweiten vom Jahre 1813 (“Zi"),1.)(_)0 Rthlr.), wovon noch “101,900 Riblr. resiircn, und der dritten Anleihe von 18-15 von 600,000 Rthlr.
Herzogthum Sachsen-Wkeiniugen. Am 21, März wurde mit kirchlicher Jcirr der Landtag, nach Ablauf der scchsjährigen Wahlperiode, eröffnet. Im Riitetsiande erblickte man, mit Ausschluß cinks einzigen, die sämmtlichen friiherrn Vertreter. Ganz anders steht es im Biirger- und Vaucrnstandc aus. Diese Deputirten haben sich fast gänzlich rekrutiri; nur zwei der vorigen aus jedem Stunde sind grbliebcn.
Die dieffcitige Regierung hat mit dkk bayerischen eine Uebri- einkniiitwegen Aufhebung der gegenseitiger: Kostcnberechnung bei chuqitionen in strafrechtlichen Untersuchungen getroffen.
Herzogthum Sachsen-Altenburg. Die Prinzessin Alexandra wnd zu Ende dieses Sommers sich nach St. PcterÖburg begeben, um dort zu der Bchufs ihrer Vermählung mit dem Groß- fiirsicn Konstantin nothwkndigen Konversion zur griechisch-römischen Kirche vorbereitet zu werden, Sie ist gegenwärtig sehr eifrig mit Erlernung der russischen Sprache beschäftigt, wofür ihr der Kaiser Nikolaus einen eigenen Lehrer von St. Petersburg gesandt hat.
.K'raniircici].
Paris, 23. März. Der Ministerrath soll bcschloffen haben, einen Gescß-Entwnrf einzubringen, um einigen der Eisenbahn-Com- pagniesn, denen Konzessionen bewilligt worden, einen Theil der ihnen auferlegten Bedingungen zu erlassen. Man sagt, dicser Bcschluß sri eine Folge der Ungenauigkeit in den ersicn Veranschlagungcn dean- genieurö der Briefen und Chaussee".
Dic Budgets-Kommission hat gestern zu Verschicdrncn Erhöhun- gen der Anschläge im Budget dks Ministeriums dcr auswärtigenAn- gelegsnheiten ihre Zustimmung gcgrbcn. Der Gesammtbetrag dieser VriMchrungen beläuft sich auf 74,500 Jr, Vkrworfrn wurde ein Zuschuß von 4000 Fr. fiir das Konsulat zu Tripolis und von 4500 Fr. für die Beamten, welche die Korrespondenz des Ministers mit den diplomatischcn und konsularischen Agenten; angenommen abcr die Er- nennung eines Konsuls am Cap und die Erhöhung des Gehalts dcs Konsuls zu Gibraltar von 12,000 auf “15,000 Jr., so wie die An-
tZar. Wenngl_eich durch den Umstand, daß das neue Sttaf escxz diesc Skkasürt axxöge1ch1eden hat, dieselbe kcinechges, was den Etta prozeß an-
mit welchem Eifer er sich den höch en Auf aben widmete. 1805 nach Bcr- ]!in zurucxgekxl)", erhielt er die chrchollskengAufträge zur Anöfühklmg bib“ 'schkk- h1stor1scher und mythologische: Aufgaben. Am 23. November 1806 Wusrde er zum ordentlichen Mitgliede der Königlichen Akademie der Künste aliißenommen, Selbst Während der nun folgenden Jahre des Un- YUts-i wo saß" alle Kunst feierte, fand er als anerkannter Meister im Zyrrat sßktwahkknd Vkschästigung, Anoliinder und Einheimische n„unscbten in seiner,1ebendigen, bestimmten und zugleich weichen Ma- dilxsr lergeßelii zn sxm, und ein Verzeichniß von Kretschma:'s Albkitcn daröxt rt Wurde ,die Ngmen sehr auögezeichneter Männer und Frauen tchan, Von seinen hlßorislbtn Bildern, die das in damaliger Zeit sel- nom " len|„hnbtn,„ gtoßeniheils aus der vaterländischm Gcschichte tnt- Mommcne ZU san, verdient noch als vorzüglich gelungen die Dmstcllnng des S ch1ak§tsbéxwchnt zu, werden, wie der große Kurfürst unmittelbar vor der Text vo ?! Fehrbellin nach beeydigtem Feldgottesdienß- wozu " skkbsk den um GksgklxchnebexZNDer Hm !| ihre Stärke; er ist die Stärke, die sci- demselb' “T“" bUsk (Psalnx 28, 8), die kleine Heldenschaak- womit kk an den [ lm ask (den 18, Juni 1675) die mehr als zweimal stärkeren Schwe- ms ck _ug- LTW mischndenden Kampf anfeuern: „Bei euch, Kameraden“, m “17- "Mb ikst d“ Nek'uns und Wohlfahrt unseres Vaterlandes. Fech- ß.,:.“.;:?'i?1!;'2' 30131122? “,'." 2.57". B“"Wms"! W" ""*"" Gott anführen,“ Tie MehrzaherUeej: YYY»! F“"Ug will ich euch mit Y,:- Znt dargestellt, und aux!) dqtch CoKvLsmojix Wi) FRIQYM MZ üld. welches ebenjalls m Konigiichen Bess überging, »in, 1): die „ ?_slicbße der Arbeiten des vereidigten Künxlets. Am!) malde 31mm, or- 11" Rückhochften Auftrage ein Bildnis des General-Jeldmarschalls Die?“- "QFk. „ Unter Leinen weiblichen Portraits wird das der Malerin Laus a !!??:ka Von einen Schülern, deren er in einem "langen Lebni viele bil- e, ist besonders Wmv zu nennen, der ihm immer in dankbar!!" Anet- 1! bm blieb. 1817 wurde Kretschma- zum ordenmchen m" des Wm 1210 bei der Akademie ernanm; 1827 wurde ihm ck eng !!?le 31010 im Malm auf m Kön liaben Bilvnzake'tie überna- n,!at der A! Q:!!! bis an sein Ende bet] tte; 1828 wurde “er in den Auaß-lluu . _ax. ke bnusm, 3. m [..m- ahnn wat xt ngnev def IMM „ZW ansß-a. und bei dem dies ähtigen Ordensféße 'am 24. ' “& I:! W UaW. Majestät ihm den Robyn! Abiek-Orden »in- er.. . er bes eum“ TORO“- wie „ck end seiner ganzen
stellung eines Dolmetschers fiir die chinesische Sprache mit einem Ge- halt von 8000 Fr.
„ Die Wahl des Oppositions-Kandidaten Leon von Mallevilie zu emem der Vice-Präsidenten der Deputirten-Kammer hat nicht ver- fehlt, großes Aufsehen in der Preffe zu erregen, Das Journal des Débats warnt die konservative Partei vor der Gefahr, stufen- weise untergraben zu werden. „Vielleicht“, sagt es, „denn wir müssen Jedermann die Wahrheit zu hören geben, vielleicht hat das Ministerium sich nicht genug bemüht, seine Freunde zu sammeln und alle Wünsihe nach demselben Ziel hin zu leiten. Wir habcn da die sogenannten progressistischeu Konservativen, die für Herrn Leon von Mallcoille stimmen konnten, nachdem sie die Verle- sung des Duvergierschen Vorschlags genehmigt hattcn. Wir haben die unparteiischen Konservativen, die kein Vrdenken tragen moch- ten, den bitrersten ihrer Gegner zum Vice-Präsidenten zu wählen, um einen Beweis von ihrer Unparteilichkeit zu geben. Wir haben die jungen Konservativcn , die ihr Talent für die parlamrntarische Regierung proben, indem sie 'blos ihren Lau- nen folgen, Wir haben ferner die sogenannte Majorität der Majoritiit. Diese ist nicht zahlreich, aber indem sie gelegentlich fich absondekt und der Linken ihre Siimmcn giebt, kann so unerwartete Ereignisse und Theater-Coups, von der Art wie die gestrige Wahl, herbeiführen. Das giebt immer Bcdeuiung, und sie sind darum nicht wkniger Konscrvative und sehr gute Konserva- tive! Die Monarchie solle nur in Gefahr kommen, und man werde sehen! Unterdessen machen sie sich ein Vergnügen auf ihre eigene Hand. So viel ist gewiß, daß Herr Leon von Malleville nicht ohne den Beistand einkr Anzahl von Stimmen der Majorität hättc_ge- wählt werden könnkn; so viel ist gewiß, daß vermög: dieser herrlichen Taktik dcr Vorschlag des Herrn Duvcrgier de „'Hau- ranne nicht in den Büreaus zu Grabe getrage'n_wiiidr_, wie. es hätte gesibelirn miissen; so viel ist auch gewiß, daß wir 1?“ eixnger Zcit Stoß auf Stoß “[ckde die Opposition ist erstaunt iibcr ihren Erfolg; nur ihre Mitglieder werden zu Berichterstaticrn in allen Kommissionen ernannt; und Wir Weiß, ob dir Vorschlag dls Hcrm Duvcrgier nicht in Etwägung gczogru wird? Umpartcilithkeit ist ja eine so schöne Sack)?! Nun wow!; das ist abcr der Weg, auf den: die' Majoritäten sich auflöst". Und will man dahin gelangen? Dann würden wir, sinti eincr parlmncntarischcn Regierung, eine Regierung des Zufalls haben, die schlkchkkstk allcr ngilsUngßn. Wir fordein die Minister auf, dies wohl zu bedenken.“ Dic Prcsse ihrerseits will in der gestrigen Vice-Präfidenten-Wahl eine neue warnende Mahnung fiir die Minister erblicken, sich der Erwägung deo Duvet- gierschcn Vorschlags nicht zu widerscxzen, ohne sich in dcr Kammxr zu ciner Vervoilständigung des gegenwärtigen Wahlgeseyeo noch für diese Session zu verpflichten; diese's Blair hält nämlich das besic- hendc Wahlgcscv so lange für UnvNisiändig, als nicht alle zu (559- schwornen befähigte Personen das Wahlrecht erhalten hätt_cn. Die Union Monarchique glaubt, daß die Ernennung dcs Herrn He.- bert zum Zustiz-Minister, in dkn be'idcn Ce*ntren der „Kammer mit großem Mißfallkn aufgenommcn, besonders zu dem „Resuliat der gesirigm Abstimmung mitgewirkt habe; es mache ]tch___hier der Anspruch einer neuen Partei, dc'r jung?" und Plogkésjisttjchln Konservativen, auf Beriiifsichtigung iind Ztirathkzichmig bemerkliih. Der Constitutionnel steht in der Wahl des Herrn Leonvan Mallcoille cin irefflichco Vorspicl zu Reform = Vorschlqgkn, denn Niemand habe die Corruption stärker und gepchicktcr' gebrandmarkk als Hkrr vou I)ialle'ville; 1104) sei zwar dq- durch die Majorität nicht aus ihren Fugen gebracht, aber das M,!- nistcrium miiffc dies Votum immer als eine Niidcrlage und als em Merkmal des Mißtraucns und dcr Unzufriedenheit betrachten. Dcr National stellt sich höchtichstiiberraschi. „Wer hättc j? geglaubt“, ruft dies Blatt, „daß eine Kammer, wi:- dic-se, ks sicb WWS schönen Tages könnte in den Sinn kommen lassen, dem Ministerium, Welches sie ins Leben gerufen, dcn gröbsten Schlag-zii verskxzcn! Ist es cine“ bloße Laune? oder ein Von der Vernunft dikttrtcr Vorzug? Propde- zeit es den Sturz des Hcrrn (I)iiizot? Ist es eine AiiiiyoxtanNnß- land? Odcr ist ('I eine bloße Zutrigue? Alles kann möglich skin, das Thatsächliche aber ist, das; das Ministerium sich in einer Mino- xität sicht,“
Lamennais hat sich, da man scinrnNamen mit den sozialistischen Bewcgungkn in Vetbindung bringen wollte', in einem Schreibcn aufs eni- schicdcnste gcgen dicjenigeTendenz derselben ausgesp1“ochcn,wclchk raöPri- Vat-Éigrnthum ganz aufheben und alles Eigenthumin danändcn des Staats k011zentriren mischer, der dann die Arbeit organisiren und ver- thcilen und den Lohn dafiir den Einze'lnkn zukommen laffcn sollte. Alle Sozialisten-Schulen, sagt cr, die er kenne, kämen zn diescmRk- sulfat, aber die Verwirklichung eines solchen S*.)strms wiirde die Völ- ker zu einer Knechtschaft fiihren, wie sie die Welt noch nie gesehen, und den Menschen zu Liner bloßen Maschine machcn, iim unter den Neger herabwiirdigen, den der Pflanzer nach seinem Belieben go;- brauche, ja unter das Thier, „Ich glaube nicht“, fiihrt Lamcnnms fokt, „das; jemals iinhcilvollcre, verkehrteir, ausschweifcndcie und er- niedrigendere Gedanken im menschliche'n Hirn auogebriitet worden;
das Nachlassen der früheren Kraft fich schon seit Jahren bcntcrklich machte. Nach gänzlicher Erschöpfung durch Altersscbwächc endete am “.'.März d.J. tin sanfter Tod das friedliche Leben des 77jährigcn Greises. Er hinter- läßt der Königlichen Akademie cin chrcnvolleö Andenken als gcwiffenhafter Lehrer, und die noch jest zu Vorbildern dienenden Stndien aus der Zeit seines Aufenthaltes in Rom gebcn Beweis von dem Ernst und der Griind- lichkeit seiner Besticbnngen, Veilin, den 22. März 1847. Im Auftrage des Senats der Königlichen Akademie der Künste.
]):-. E. H. Toelkcn.
Zur Alterthumskunde von Neuß.
Neuß, 15. März. (Düsseld. Ztg.) In den ersten Tagen des März fanden die Arbeiter beim Aiisgkabcn eines Kellerraumcs zu einem Neubau vor dem Zollihor rechts von der Aachcnrr Straße, in der Nähe der Nordfanal-Vrückc, etwa 10 Fuß tief untcr dcr Erde, mittelalterliche und noch einige Fuß tiefer an derselben Stelle im Sande römische Antiken.
Die erßcrrn bestanden in einem vier Fuß langen, einen und einen halben Zoll breiten, dicken, mehrere Pfund schweren masfivcn Schwcrte, dessen metallenrr Griff, in einen dicken Knopf auslaufend, ohne Korb„sizh gelöst hatte und daneben im Lehm lag, dann in einer woblerhalxeney, cm und ein halb Pfund schweren Spiße einer großen HeUebarde. Ste rnbrten unstreitig von den kriegerischen Vorgängen - Belagekuk'sm ""," WP NMH im Mittelalter her. Das Schwert war ein solYes, W" ck d!“ R“"?! bei ihren Faßkämpfen gebrauchten und wegen der Schwere mit bkidkn Handen führen mußten. Die römischen Alterthümer waren einige durch Oxydat1o_n theilweise geschmolzene Lanzenspisen, Stücke von "ku“" Spangen (k"
bulae) und Gro et mün en von adrian, Antoninus Pius und Faustina, “'""! durcb Ruß!" ung 3der Fethigkeit im Boden, auf dem Revers un- kenntlich geworden. Bekanntlich hat in der Nähe dieser Stelle eiii I'anns- Tempel der“ mum eftanden, und is die Römerstraße von :lolkz-zxum ' akon“- nau Neuß) na ().-otra Uster; odet Colom; “jraßn- (LMM!) bini vorbeigegangm, Zaun ßndet in diesem Revier viele Gräber au ener et. 3" desem Funde ee am 12. März noch der Fund eines antiken Grabes, welch: gjzsxuxtÜÖ? _ Xehungm, besonders aber wegen der as
Laufbahn, blieb er bis * " !»thth amp-Auoß-MMMWY'IMxkäm 51373, NFM?
EYMKLYFYZQWW , und “ckck mit Gxoldmalereien, als höchst Es fand nämlich der vor dtm Obnthore zu Neuß, rechts von der köl-
ner Straße, dicht am sogenannten Giitchen und am Erstfanal wo_hy_c11dc Gärtner und Blumenhändlcr Gisler, zwei Fus: unter Dammcrdc aus “Sand ruhend, einen mit cinem sicinerncn Dcckcl vrrschcncn,-srchs iln-d,ci]1k11,h0[- ben Jus; langen, zwei Jus; tiefen und eben so breiten, drci ;Zoll dicken, masüven Sarg, der oben etwas wcitcr als untcn und th licdcher Bimm- kohlcn-Sandstein verfestigt war. Der Deckci, welchcr, wieqder «arg ielbsi, durch den Einfluß dcr Jahrhunderte lang einwirkenden Nasse dcs Bodctis erwcicht und fast bröcklig gemacht, wnrde beim Abnehmen zerbrochen, lst aber in seinen Stiicken noch vorhandcn. Der Znhait des Sarges war folgender: Jm Schlamm schwimmend, 1ag_cin nail) Ojtcii gernbteter, sehr vermodcrter, morscher Körper eines Erwachicncn, wovon nch brsonderß die Wirbelsäule und die Röhrenknochen dcr Glicdcr kenntlich machten. Ucb-cr-dicsein Skeletts waren cini e Eimer einer weißen, in Klumpen vcrthcilten, schmiertgfctng anziifiivlrnden Ma evcrbrkitet, welchefich bei dcr mit ihr in der Apotheke dcs Hkkkn Seis hicrselbsk vorgenommenen gemancn llntcrsuchnng nicbt (1123 O r g a- nisches, sondcrn als (Hips erwies. Vielleicht rührte diese S.!bstaizz dyn zerbröckciten Statuetten von Heiligenbildern, die man dem Grabe beigefugt hatte, oder von einem (Huf; zur Konserviang res Leichnams“ bk.“ „So findet man bei den römischen Gräbern in :«ckan und Tussi?!" U,"? ahn- liche Belegung mit präparirtcm Thon, oft von 1; Fits; _Dtckx. Wciier citt- hielt der Sarg 1) eine tcllcrgroße flache, blaue) gx,l_!1'l!ch vxoixltc a_i_tgelau- fene Schüssel (Opferschale) von„Glaö;_ 2) zwei gla]_erne _Thrancnflaschchm -- [„acrimacorion - dickbäuchig, mat langem Halse, wic eines in dem Houbenschm Fürstengmb vorgefunden und auf Tafel 48 abgebildet ist; ;;) eine roße, runde, dickbäuchige Flasche mit rngem, langem Halse von grünlich chiUerndcm, dickemGlase, ähnlich vonNr.6 auf der Tafc139 des Anti uariums von Houben. „chmuthlich ist es ein Behälter für Weihwasser gewe7cn; 4) eine kleinere dickbäuchige Flasche von wcißem, dickem, krystall- hellem Glase, Htlchks um Ausheben von Schminke oder einer woblriechen- dxn „Essenz gedient [za en kann; 5) fünf an ihren Rändem mit bunten rbthltch-binugelber „Farbung verxiertrn Streifen und im Schilde mit Gold- mglem auögcschmucktc Gnlqsmfein von etwa 6 Zoll Breite und 3 Zoll Hohe mit vier dazu achyrtgen, ungefähr einen Zoll breiten Glassiiicken, welche [estere zum Befestigen der Kanten dieser Täfelchen gegen einander benuyt gewesen,
Di“ Malerei, dmch mlsskklebte und tadirte Goldblättchen dargestellt, zeigte altttsiamentarische "JW biblisch-chtißliche Vorgänge in Bildern, deren Bezeichnung resp. Aufscbnft ganz leserlich und in römischer Lapidarschrist Kk eben war,; eines dieser Tafelchen, das größte und schönße, hatte in der Viet: der hinteren Leise einen Zoll weiten und einen und einen halben
und selbst wenn fie diese Bezeichnun en nicht verdienten, die, in mei- nen Augen wenigsiens, nur gerecht nd, so könnte es doch keine von Grund aus unpraktischeren geben. Der Fourrieriomus und einige aus der Schule der St. Simonisien herrührende Sekten, deren praktische Grundsäpe, meiner Ansichtnach, nichtweniger abgeschmackt sind, zeich- nen sich außerdem noch durch eine mehr oder weniger vollständige Negirung aller Sittlichkeit aus. Ueber sie brauche ich nichts zu sa- gen: die öffentliche Meinung hat ihnen schon das Urtheil ge- sprochen.“
Es heißt, Herr von Lamennais werde unverzüglich eine Reise nach Rom antreten.
Die algietischen Zeitungen vom 151en d. berichten, daß der Ge- sundheitözustand Marschall Bugeaud's sich wieder zu bcffern angefan- gen. Aus Oran wird vom 10ten mitgetheilt: „Die Nachrichten von der marokkanischen Gränze melden nichts, was wegen der Auf- xechterhaltung des Friedens Besorgnisse wecken könnte. Es werden jedoch fortwährend alle Vorsichtsmaßregeln getroffen, einen Ueberfall von Seiten Abd el Kader's überrascht zu Wkrdcn. Die Bevölkerungen sind des Krieges überdrüssig, und es ist dies die beste Bürgschaft für die Fortdauer des Fciedenszustandes.“
Der erwähnte Rangftreit bei dem Begräbnis? res Jiisiiz-Mini- stxrs Martin du Nord bestand darin, daß der Cassatonshof nicbt hinter dem Staats-Rath im Zuge folgen, sondern als höchster Gé- rtchtshof des Reich;; an der Spiße der ge'sammten Magistratur gehen wollte. Um Sixeitigkeiten zu vermeiden, sollten beide nebkn einander gehen;, der Prasident Laplagnc-Barris vom Caffatfonédofc vkrlanqte aher dte rechte Hand. Ferner wollte man den Staats-Nath dcn Mi- ntstkrn gpxethen: allein dann hätte er vor dcm Hause des Königs gehen munen, und dgs ward von diesem nicht zugegxbkn. Als nun dxr „Zug aus dem Zustiz-Minisikrium abginq, rief der Ordner: Dcr Staatö-Rath. und der Cassationshof! * des crstercn eilicn vorwärts, der Caffationshof rührte sich nicht, und erst nachdem_ eiiie hUijdt'kt Schritte weite Lücke sich gebildet hatte, folgtr er, sich stets m dilser Entfernung haltknd, nach dkr Kiklhk.
Dort ab der i) l“ “ x . - . g im Mk“ Hand angkwikscne MW neue (Hilrgenheit, ; Mahnung fiir das Ministerium, auf seins: Hut zu skin, andererseits
4 aber auch ein Beweis von Mangel an Disziplin in der m'ue'n Ma-
zu protesiiren, und nach dem Vi' räbni; [1 e bk-leiete d'r C '" - tionohof den Leichenzug gar nicht. g spaß 3 l l A"“ . Chategubriimd sdli sich „entschioffen haben, zwei Bände „histo- rische Studien uber die franzosische Revolution““ herauszugeben.
, ck Paris, 243. März, In der heutigen Sitzung der Depu- tirtcn-Kcimmer war die Fortseyung der gestern abgebrochenen Diskussion uber den Antrag des Herrn Duvergiek de Haurannc in Betreff der Wahlreform an der Tagesordnung.
darum ob der Antrag von dcr Kimmer eib? in Blkk! t c o " werdkn, solle. * s ' “ck I 3 gl
Herr von Golbery 1pricht Zileksi dagegcn. Er hält es nicht fiir an- gemcffcn, alle veilangten Modifikationen an dem Wahlgcses von 18:41 anzunehmen. ligen, „ Nic _imbc cr'begreifen können, wie man Bürger vom Wahlrmbtc niisschliesxcn konne, die berufen seien, als Richtcr iiber das T*ooz ihrerMit- burger Ausspruch zu thun. untcrsiiisen. Wahlen das Wahlgescy ändern diirfc. Dic Majorirät miiffc zn diescr Acn- derung die Initiative ergreifen. Sie sei stark genug dazu, um diese Sen- dung zu übernehmen, wenn die rechte Zeit dazu gekommen sein werde", Nur am Schlusse eincr Legislatur sei der giinßige Augenblick dax". Herr Dnvcrgicr de Hauranne schlage vor, die Zahl der Wähler plötzlich um 13*-14,000 zu vermehren, dcn Census auf 100 Fr. herabzuscßen. die Zahl
um nicht durch ]
Nur die' Brisiignng der zweiten Liste der Jiny könnte er bil- “,
Jede Modificaxion in diesem Sinne werdc cr * Abcr doch glaube cr nicht, daß man so kur; nach allgcmcinen “
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Die anwesenden Mitglied“ ,
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der Wähler in jedem Bczirk bis auf 400 zu erhöhen; diese Ziffer zu vcr- *
vollständigrn durch die Höchstbcsicucrtcn unter 100 Fr., und eine solche Aenderung nenne dcrselbe unbedeutend. Diese Meinung könne er nicht thrilen. Er könne es nicht für gut haimr, aiif solkbe Weise daß hcsichende Wahlgeses umznsiiirien. Man habe behauptet, das gegen- wartige Wahlgc!e begünstige die Wahlbeßechung. Ob aber die Etthci- 11019 des Wabire tz an eine größere Zahl bcdiirstiger Bürger, durch Her- abseyung dcs Wahlccnsus, das Mittel sei zu Beseitigung dcr Corrnption? das glmibc er Zn'cht. Außerdem schwiegen diejenigen, welche iibcr Coriup- tion schwein, iibxr Diffamation... (Lärm links.) „Ja“, wiedeihoit der Redner, „die Diffamation! Wer nnter uns ist ihr nicht preisgegeben ge- wesen? Wir nnterstiißen, hat man gesagt, ein dem Auslande crgebrnes Ministerium, ein Ministerium ohne Patriotiömus. (Lärm links.) Ich aber sage, wir unterßiißcn cin Ministerium, das die Fahne Frankreichs hoch er- hebt (Murren links), 16, Welchcs dicse Fahne Frankreichs höher hebt, als irgend eines der Ministerien, die ihm vorangegangcn find, (Herr Thiere) regt fich ans seincr Bank.) Wollen Sie eincn neucn Bcwcis vou Tiffa- mation? Schon ist auch dicse neue Kammer, die noch gar nichts gethan hat... (Untrrbrcclxmg links und Lachcn) die noch nichts vollendet hat, als cine Adkeffc an den König, voll der edelsten Grfinnungcn (Murren links), schon isi nuch dicse Kammer der Diffamation und Angriffen allcr Art prciögcgebcn. Ich stimme gegen die Erwägung." Herr Gcnoude, der bekannte Legitimist, spricht für die Erwägung. Eine gewisse Heiterkeit vcr- breitet sich in der ganzen Kammer beim Erscheinen des erncrö ans der Tribüne. Man ruft: Stille! Stille! Der Redner stritt sich, daß eine so wichtige Frage in der gesevgcbcnd-n Versammlung angeregt worden sei. Vielleicht habe die Presse dazu beigetragen. (Neues Gelächter.) „Gehen
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wir auf 1789 zurück (Auskufe: O! o!),„ aus die Zeit, wo zwei Stände sich vereinigten, um einen dritten vtkabzuzlthtn, auf jene Zeit, wo Frank- reich 14 Armeen gegen das Ausland schleude_rte.“ Eine Siimme: Dies ist ein geschichtlicher ertbum des Herrn Thieks.“ Herr von Genoude, fortfahrend: Zu jener Zeit habe die Conskilyante das unverjährbare Recht der Franzosen anerkannt, die Auslagen'zu votiren. (AuSruf: Aha! da haben wir's !) Das gegenwärti eGescv schließe 37,000Gemeinden vou Ausübung dieses Rechtes aus; eSzerZöre also die 1789 veiküxidethleichhcit, welche noch die Grundlage unserer Gesrsgtbung imd Vertonung bilde. Durch Rückkehr zu dem Syßem, daß er verkange, weide man den Grundkaß wiede-hersteUen, daß jeder Wähler auch wählbar sei, und das; jeder Steuexpfjichtigc die Aufiage votirc. „Ihr habt euch alle Gewalten beigelegt“, ruft der Redner der Kammer zu, „,aber ihr habt nichts zu unternchmen vcimocht gegen die Rechte Allcr. Ellen wir also, ganz Jkankikikh znsammrnzubcri:fen; eilen wir, der Nation ihre Rechte wiederzugeben, rie cht ziim Monopol gewor- den sind, seitdcm fit in den Händen von 200,000 Wählern konzentrirt find, Eisen wir, bevor der Snom des Volkes an uns kömmt und seine Rechte zuriickoerlangt, (Heftiger Lärm.) Man spricht von Irland. Irland, meine He ren, ist auch in Frankreich, es ist zu Bouiangaiz, es ist vor cmcn Thii- rcn, iiberall, cilcn wir mit Verwirklichnng der Giuiidswßc von 1789.“ Herr von Liadirkes spriDt gegen die Erwägung. Er habe nicht nach dem vorigen Redner auf ricTiiviine steigen wollen, HU: von Genoude sei An- hänger des allgemeinen Stimnirechis, der Antrag grhe aber nicht so weit, Er habe bcinahe geglaubt, Herr von Gcnoude wollte deiisclben bekämpfen; dem sei nicht so gcwesen, Herr von Gcnoudc brtrachte wahrscheinlich den Antrag als einen ersten Schritt zu dem von ihm angestrebten Ziele. Der ehrenwertbe Herr Abbé (Untcrbrechimg) Dcr Rcdner crkxärt, er habe nicht bcabfichtigt, dem Herrn Kollegen etwasUnmtgcnchmcs zu sagen. Man sage ja auch: Der ehrenwerthe General, der chrrntvcrtbe Oberst. Deshalb habe er fich auch anödxiickkn zu können gcqimibt, Wie er gethan. Herr von Genoude habe von boinirtcn Konsczvmioeéi gciproäwn. Darin ['.ka cin Kompliment für die progressiven Konservativen, Cr licdc den Fortschritt so srhr als Herr von Gcnoude. (Dcr Redner spkmb noch, als dikscr Biricht ds Posischl«sscö wech abgebrochen wcrd:11_iitiißtc.)
Niiht .Hcrr von Dxrpmt, sondern „Herr Icon de Malicvilik, der Oppositions-Kandidat, ist zum Vicc-Pi'äsidcxitcn dcr De'putirtln- Kammer an Hrbcrt'ö Stelle ernannt. Téiksc Wahl, wcnn sie mich
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nur mit Majorität einer einzigen Stimme m_“solgte, isi cincrskits cine
jorität. Jedermann hatte erwartkt, soglt'ici) im ersten Skrutininm
, den ministerilllenKandidatenHerrn von Dupmt mit dcr gewöhnlichen
Majorität ki'nannt zu sehen. Selbst Herr Thikro war so frst davou überzeug], daß er nach Abgabe srim'r Stimme den Saal vcrlicß. Wkder «Herr Guizot, noch Graf Dnch-itel [Mitsu ck der Miihe n'crth
' gefunden, auf ihren Pläyen zu erscheiiicn und an der Abstimmung - Thkil zu nehmen. Es handelt sich ]“th “
Man rollt die Siimmzetixl auf und siehe, Herr von Duprat ist nicht gcwii'ylt, Nie'mand hat die Majorität ei“- langt, Herr Leon von Mallcville', Mitglied der Opposition und
„ [litter-Staats-Sa'csetat'r drs 3111190! im Ministerium dt's Hsrrn
Thiers vom ]. März 1840, fast eben so viklc Stimmkn Uhaltcn als Herr von anrat, eines der crprobtcsxcn Mitglieder der (11th MO jOrität. Man schi'c'itrt zum zweitcn Skrntiniiim und «(hält fast das- selbe Rksnltat wie bcim ersten. Es wird im“ dritten Abstimmung grschritten, und 111111 kömmt Lebkn und Bewegnng in die Kammrr: nile Minister sind auf ihren Bänken. Herr Sanzei Vörkiindet die Wahl Lyon vou V)kalleville's z:!m Vick-Präsidenten der Kammkr mit
1 170 Stimmen gegen 178, dieHi-rrn vonTiiprat zufiklcn. Wie unan-
genehm das Ministerium von dem unerwarte'tcn Ausgange der Vice- Präsidentcn-Wahl berührt wurde, zeigt klar die heutige Sprache der ministcriclikn Blätter.
Die Kammern werden in ihrer gegenwärtigen Session abkrmals einen GescH-Entwurf iiber die Arbeit der Kinder in denFabrikkn zu berathen haben. “Das Prinzip des GeseH-Entwurfs schreibt sich vom Jahre 1841 her. Damals kam ein Gcsrv zu Stande, welches die Zahl der Arbeitsstunden, zu welchen die Kinder angehalten werden
? diirfen, beschränkte. Nach vierjähriger Erfahrung wollte nun die [ Regierung dieses Gescs abändern, theils um demselben eine größrre
Ausdehnung zu gkbcn, thkils UM den Ukbklsti'inden abzuhelfen, die sick) bkim Vollzugs desrlben kundgkgkblti hatten, “.)lllgcmriii wird das darin aufgestkllie Prinzip als gat anerkannt, weichcs die Kander unter die Abbut dks Gescyeö sicllt und die' verschicdk11cn industriellen Etablissements einem gleichförmige" Regime unterwirft. Allgemein wird abcr auch zuge- geben, daß das (Hesey von 1841 oft störend und hemmend auf die nationale Industrie einwirkt, und daß dahrr manchkrlei Abändkrungen der bestehenden Giseßgebung nothwkndig sind. Zudem man nur di:"- jcnigen Etablissements in den Bcrcich drs Gescyes zog, in welchem mehr als 20 Arbcitrr zusammcu arbeiteten, trat dic nothwendige Folge ein, daß Etablissements, die dkrsclben Klasse angehören, je nach der Zahl der Arbeiter, welche sie beschäftigen, entweder Von aUcr Ueberwachung befreit blieben oder dchorschriften des Geseßes untcrwor- sen waren, was offenbaralien Grundsäyen derBiUigkkit widerspricht. Die- ses System hatte außerdem eine! bald l)c1Vortr.-tcndkTe'ndlnz zur Ausbru-
tung des kindlichen Alters zur Folge nnd cincVerschlinmtcrung deo Loosks : rm'jmxigcn, wclckc der gesetzlichen Ueberwachung entzogmi wcrdsn *
Li? Folge diescs Zustaudks der Dinge war, daß dic Fabrik- ' vci'silhl'kk “"I zuversichtlich, daß der Lieblingsplan der französischen
konntkn.
herren und Meißet nicht selten sogar mit den Kelter ' -
der Kräfte der jungen Arbeiter sich verständigten. :cksz
des vorgelegten neuen Gesep-Entmnso dehnt daher „. Wk“
kungs- und Ueberwachungs-System auf alle Manufakturen ".;
Fabriken, auf alle Werkstätten, ohne Unterschied der Zahl du dazu
beschäftigten Arbeiter oder der darin angewendeten Triebkräfte, m, Ernstliche Einwürfe haben sich xrhoben gegen die Bemessxmg „, Arbeitsdauer nach dem Alter, wie sie„das Gesetz von„_ 1841 einge- führt hat. Nach diesem Gesev-e betragt die Dauer der Arbeitözeit 8 Stunden für Kinder WW“! 8 und 12 Jahren und 12 Stunden für Kinder zwischen, 12 und 16 Jahren. Man hat nachgewiesen, daß durch dieses System die Kinder unter 12 Jahren aus einer großen Anzahl von_ Fabriken ausgeschlossen wurden. In sehr vielen anusirieen sieht die Arbeit des Kindes mit der des Erwachsenen in so engem Zusammenhange, daß die des einen ohne die des" anderen gar nicht vor sich geben „kann. Das Resultat war dahxr, daß durch Beschränkung der, Arbeit des Kindes auf 8 Stunden auch die des Erwachsenen auf dtlsé Stundenzahl beschränkt würde. Der Jabrikherr sah sich also in die Alternative verseyt, ent- weder junge Leute von über 12 Jahren anzuwenden oder einenTheil der Arbeit der Erwachsenen zu verlieren. Begreiflicherweise war es fast eine Nothwendigkeit, im ersteren Sinne zu wählen, i_md das Re- sultat war, daß die Fabriken und Werkstättrn den Kindern unter 12 Jahren fast gänzlich verschlossen wurden. Man war also über das Ziel des Gesepes binauögekoinmen. Ost auch sah sich der Manusakturbesiver genöthigt, die geseßiichen Vorschrif- ten geradezu zu überschreiten, und die höhere Verwaltung mußte die Augen dabei zudrücken, in der Besorgniß, noch größeres U-bcl herbeizuführen durch Umsioßung der Arbeitsbedingungen einer Industrie oder durch Entfernung der Kinder aus den Werkstätten, wo sie nkben ihrer professionellen Heranbildung auch ihre Existenz- mittel fanden. Der Artikel 2 des Gesey- Entwurfs dehnt nun die Arbeitszeit der Kinder auf 12 Stunden aus; zugleich ist aber damit die Vorsichis-Maßregel verbunden, daß die Kinder erst mit 10 Jah- ren in die Fabriken oder Werkstätten eintreten dürfen. Nach Art. 3 mus; jedes in dieselben aufgenommene Kind bis zum zwölften Lebens- jahre eine öffentliche oder Privatschule besuchen, außer wenn durch ein Zeugnis; des Maire's nachgewiesen wird, daß es den ersten Ele- mentar-Unterricht sehon genossen hat. Die in die Fabriken eintreten- den zehnjährigen Kinder werden also zwei Jahre zur VoÜendunß ihres Elcmeutar-Unterrichts haben. Es isi kaum anzunehmen, da
die Kammern an dem Wesentlichen dieser neut'n Bestimmungen etwas abändern wcrden.
Großbritanien und Irland.
London, 22. März. Ihre Majestät die Königin wird am nächsten Freitag, den 26stcn, im Buckingham-Palast ein Kapitel des Hostnbaud-Oxdcnö halten, um die Insignien dieses Ordens, die der kiirxlich verstorbene Herzog von Northumberland getragen hat, von dessen Sohne entgegenzunehmen.
Lord Palmerston hat einer hiesi en Firma, welche ihm die Be- schlagnahme mehrerer britischen Schier durch die portugiesischen Be- bördrn zu Porto angezeigt hatte, antworten lassen, daß der englische Gesandte zu Lissabon angewiesen sei, von der portugiesischen Regie- rung die sofortige Freigcbung dieser Schiffe sammt ihren Ladungen zu fordern, da die Beschlagnahme durchaus unberechtigt sei, indem einzig die' ungünstige Witterung dicsrlben genöthigt hätte, erst nach dem 20. Februar den Hafen von Porto zu verlassen.
Die Morning Post schreibt, wie sie vernommen, daß die fran- zösische Regierung dem Prinzen Jerome Napoleon Bonaparte die Erlaubniß vkrweigert habe, vierzehn Tage bei seiner Schwester, der Fürstin Mathilde Demidoff, in Paris zu verweilen, wo gewisje Fa- ntilicn-Angclkglnheiten seine Anwesenheit verlangten. Der französi- sche Botschafter, Graf St. Aulaire, habe des Prinzen Ansuchen um cint'n Paß nach Frankreich unterstiixzt, gicichwohl sei es sofort abge- wiesen wordkn, was um so auffälliger sei, da derseibe vor kurzem cinige Monate in Paris verweilt habe. DiedOppositton im franzö- sischcn Ministcrium komme iibrigens vom „Minister dks Innern, dem Graf?" NK))olk'on Duchatkl, desen Familie vom Kaiser mit Wohl- tlwtcn iibcrschiittkt worden und dessen Muttlr stolz gewesen sei, die Erlaubnis; zu erhaltcn, ihrem Sohne dessen Namen beilegen zu di]! c'n. chr Lord-Ober-Kommissar fiir die Ionischen Inseln hat am 1. März in Korfu die geseßgebende Vesgmnzlung eröffnet. Aus sei- ner dabei gcl)altenen Rede erheYt, daß die allgemeine Schuld im Januar bci Schluss des Fincinzjahres noch 137,488 Pfd. St., ein- schließlich cines Saldo von Z.“),000 Psd. St. an dcn b_ritischen Schatz, bctruq; dicgesammten Gememdeschulden waren 30,98.) Pfd.St. Von
dcr Gysammtschuld werden nur 42,847 Pfd., St. verzinst. Tie Times kommt von neusm aus die ,Absichten der französi- sckcn Regierung imMitteliiindischen Meere zurück und schreibt: „Man
Zoll :icsen Einschnitt, worin vielleicht ein Scbloß odcr ci:1 Charnier be- festigt geern. Es hat muthmaßlick,» ziim Deckel cines Kisichens gedient, 1vclchcs aus den fiinf gläscrnen Täfelchen konstruirt war, das obere Täfcl- chkn war mit der Aufschrift: ck01) [)[nzjcmn (viclleicbt der Name des An- fertigcks der Glaémalerci) in Lapidarschtift versehen und zei to ("inc Gruppc Von Figuren mit alterthiimlichen Trachten; dieses Schmu iifkcl)iu cnthiclt vicUeicht bei der Beerdigung dcs Todtcn werlhvollc Kleinodien dcssclbrn, die mit der Zeit zerstört oder in dem Schlamme drs Sargcs vcrlorcu gc- gangcn find. 6?)
6) Das Fragment cines seinen, glatten, mit edlem Rost bedeckten Mc- tallspiegelö in ähnlicher Art, wie wir ihn auf Tafel 3 in Houbcn's Anti- quarium-schen; endlich 7), 8) und 9) von Thongcsäßcn einc Amphora “ zwrihcnkeligcr Krug _ von seinem wrißcn Thon, cin Opfcrtcllcr mit nach innen umgcbogenem Rande von grober rothcr Erde und ein einbenkrligcr Aschenkrug mit Weiter Mündung von gleicher BeschaffenheißW) Dic glä- sernen und thönernen Gefäße waren sämmtlicl) mit Sand angefüllt, die niedrige Lage des Terrains in der Nähe der ncnßcr Wicse und des Eist- Kanals nach Sclikum, wo der Sarg lag, machte dcnsclbcn dcn vielfachen Uebcxschtvemmungen bci Neuß zugänßlich und verursachte es, daß das Grab hiinfig mit Wasser angefüllt gewesen; beim Zurückweichcn dcs lehnten blieben sodann Lcttc und Sand znriick !!nd fiill- ten nebst dem Sarge die darin befindlichm Gefäße nos dem, das; ersterer mit einem Dcckxl versehen war, an. llebcrdies saugte der poröse Sand- stem oft Fenchttgkeit aus dem Bodcn ein, die dann ebenfalls das Innere
, *) Cs isi von dem hiefigen Zeichnenlehrer und Maler Herrn Küppers :::elxlezinMtg ab;; Yiidc: der fünf Täfelchen entivorfen worden, die spä- , ' e , . .. , PUUYZÜFTUXNU werdennesZZZeschmbung des Fundes vervielfaltigt, dcr „ " orm dieset Thongefäße isi zwar immer noch cfälli im kOomiskbkln sSwl-d db i an auch am Bruch und an der (Zlasurgdes fcipfckte “iß “"T es Aschenkruge2 deiztlicko sehen konnte, ist dazu statt des miZ'eÉZtéede-F dixns grobe graurofhlicheE-de angewandt worden. Bereits Thon efäxß :: dszm Jaxrhundetts nacb Chr. finden wir in den römischen ibie ASZearbeeitm:e iuWeFféxÜktttgßevtesisUnchsteütm !ehmiger Er?! hetgenommen, . , eet*es attedt [ld - meneutik Vd“ Topferkunst begonnen und spät'er, behsondtr; in LtefraZeitkerchlcxlc,
stdxxchGanr"x::kaz'xu,("k"kk- fünftes oder sechs“ Zahrhundext), war
- Einathmung des
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dcs Sasch durchdrung, Man kann sich deshalb nicht Übi'k dic Zerßöklln“ gen Wundern, Welche dir „Zeit aus den analt res 03;al*cs a;:sgci'ik'k hat. Man muß aber dabei noki) g-sicixcn, daß die Goldmalcxci sich bei der lan- gen Zeit, in der fie dicsen verdNblxchcn Einflüssen aiisgcs;x5t _gcwcscn, noch zirmlich gut erhalten hat, . Das Grab stammt unstreitig aus einer vomnitiele1lterlichcn, friiheren (brislich-“n Zeit, aus eincr Epoche her, wo dic Römcr eben dcn deutscbcn Boden durch den Einfall der Völker aus dem fkklli'n Osten _ Hunnen-, (»Jothcn- und Frankcn-Wmtdcrungcn _ verlaffcn haiicn, wo in den Gc- bräxlchcn und Siitcn unstrrr ?iltvordcin 11011) Viclcs von Römcrn, dic hic! über vier Jalahunrcrtc lang ansässig gewesen, anklebcnd geblieben; dahcr das Gemisch von römischcn und christlichen Ausschniiéckmgcn in dem stei- nernen Sarge, das NichtMibrenncn der Leiche, welches das Chiistknthnm Nrbot, das Beiscvrn von gläsernen Und thöiiemcn Gcfiißen, von Gcräthcn aitö E13 mit lö_1nischanormcn unirr Beifügung von Bildcm, die dem christlichen Kultus angchöreu. ])1'. Jäger.
Einige Ventkrkungcn iiber den Gebrauch der Einathmung des Schwefel-Aethers bci chirurgisihen Operationen.
Bereits in dcr Fcbrimr-Sisung des hiesigen deutschen Vereins für Heilwiffenschast habe ich dnrznthun Versucht, daß nach meinen Beobachtun- gen die Einathmung drs Schwefel-Acrhcrö im Wesentn'chen gleiche Wir- kung erzeuge, möge dieselbe durch die Nase oder durch den Mund geschr- ben, vorausgcscyt, daß nur das hierzu cbräuchiichr Rohr eine hinreichende Weite bcßßc, um dir Einathmimg sel st nicht ohne Noth zu erschweren, Meine seitdem gesammelten zablreichen Erfahrungen haben dies noch mehr bestätigt, und ich glaube nicht, daß die ftöreuden und beängstigenden Neben- rrscbeinunqen des Acthemausches, als Unruhe, Krämpfe, Toben, Schreien:c., als die Wirkungen des Einathmens durch die Nase allein betrachtet werden können, vielmehr find diese von der_„Dauer des Einathmens, ganz besonders aber von der Individualität und den constitutionellen Verhält- nissen der betreffenden Patienten abhängig. So sah ich bei einer Dame, der rin Zahn ausHezogen winde, nach_ etwa anderthalb Minuten langer
, ethers dmch die Naje sehr heftige bvßtrische Krämpfe mit laiitem Sexeien und Umfichschlagen eintretm und einen Rausgh, der wohl aber X tunden anhielt. - Unter gewissen Umständen führt die
?icthcr-C'inatymung durch die Nase Unbeqncmlichkeiten herbei, deren Erklä- rxmg schwer einleuchtet. Die vierzigjährige Dame, bei welcher ich, wie be- reits um 0.111 d. in diesen Blättern gemeldet, wegen lebenSgefäbrlicben Knochcnfmßcs die Amputation dcs Unterschenkels vornahm, und welche sich cht iibrigens in dcr eifreulichsten Heilung befindet, konnte die Einathmung durch die Nase, wie ich fie versuchsweise vor der Operation anwandte, we- gen ihm von Tuberculofis nicht freien Lungen durchaus nicht ertragen, wähtcnd fie die Athmung durch den Mund auffallenderweise saß ohne Huscnrciz überwand.
Wie heilsam übrigens auch der Aetherrausch als schmetzverhiiiend auf den Kranken wirft, dem Arzte tritt der hierdurch ost erzeugte Aufregungs- Zußand des Kranken bei Ausführung der Operation störend entgegen, und cs kann nicht geleugnet werden, daß _die Aufmerksamkeit, welche fich theils auf den chirurgischen Akt, theils auf die Beobachtung des Kranken erste!"- im muss, dann etwas Peinliches hat, zumal nicht immer geübte und erfah- mne ?),ssistcntcn bei der Hand smd, um den Rausch und die zu seiner Dauer erfoiderlichc fortgescßte Einalhmung zu überwachen. Erst vor wenigen Ta- gen opcrirte ich auf Veranlassung des Herrn 1)» Matthias einen ein :- klkmmten Schenkclbruch bei einem 13jährigen Knaben, der durch AF“ zivar bctä::bt, aber so unruhig war, daß ich nur mit Mühe die schw“ „s- Operation vollenden konnte, deren sonstiges glückliches Gelingen MM 19“ net ';usiand nicht Weiter hinderte. _
zUlle dicse Bemerkungen sollen keinesweges daziz biegen, den Zsxxkzh cincr Exfindung herabzusesen, welche ich scl'bst als eme b9chß TUNER: preise, und deren Nüslichkeit bereits an so vicien Otten, MJK? be leiteten ich sie am 6. Februar bei einer von dem erixcgiichm NMR" a g ("|ck Operation ciner Knievrrkrümmung zuersi etilfuhxkkx „Ötx'yrsicht hierbei aus Seiten anerkannt ist. Nur möge mqn me die 'Zotrhzkreiwendung des UKW“- den Augen lassen, vor Aaem aber die Metho" “ Erst die
* . - i t en. tausches nach Experimenten bet GeslkklvanIIenaaßet-Üe'ki'uses Berechtigung,
u ikurgischm ' “YYtLZzl-idpeiLtItezuAYZeikxnuéY"zd :? nlöchte1etxvoehilttn§1éibect§§ 'LH-Wehen, .be-„ ' nstand a, * ZoothléhicxistiZcrhYJFiJig; I“-go?ssenschaitlrcher wie in praktischer Hénficht ene besonnene_ Erledigung JHWH 847 Berlin, dcn 26. az 1)- H. W. Berend,
Direktor des gymnastisch-orthopädischen Insitut! tc. "***-*