Det mi ' “elle Globe enthält folgende Berichtigung tmrs?! 1111111111154“- nßch1eu „über das Verhältniß Cnglands zu den xx]: 11an MäÖteu in der spanistben VermäbiungstUSKT “ 1:6 kukfurter Watt vom Men d, M. veröffentl-cht emen Brief 5:1:- Betlin, worin es heißt, daß Lord Palmersßon „abermalq blkxknü “. binetten von Wien und St. Petersburg eine förml1chk EkksäkUnInxzs shie- drr Montpensler-Heirath nachgesucht hat, "Uk paß "'I?" Xun über ser Höfe die Zustimmung zu den von der pkmßksckn “SM“: ghaben
diesen Punkt ausgesprochenen Ansickkn ““"“-“' - olle e 1111 Irrtbum Grund, zu glauben, daß unser fraxökafilßjxittetr b;?“ de? ö|erreichischen
ist, insofern er von einem neuerlinebnkr in diesem Augenblick, wo man
zend“ russischen Regierung sprichk- . d d “ 111 Frankreich zu dem Glauben 3" "“"-"7141901212? gec1'vßinne111 YM
. -- - d mnzosen . ?ZthYTLlWidchkiZn s§:,m§en e11.911Fhren Stand der Montpensicrschen Hk!-
, “ die Nordmächte betrifft, rnitzutheiien. Wir ;FQTTUFZIFL“ug-kenéetxasékalle Mitthgilungen, dre uber, dresen Gegerr- stand zwischen dem britischen Kabmet und den dm großen _nordt- schm Höfen stattgefunden- durchaus_ zu dem Schluß berech- tigen, daß keine Meinungs - Verschredenbert daruber herrscht, daß die Heirath dcm Gerstx des uirechter Yerkrags 11nd drm Gleichgewicht der Mächte 1n Europa entsch1eden „zuwider , isi. Wenn Oeßerreich, Preußen uxrd Rußland mch? e1n_förml1ches Dokument aufgesest und unterzetchnet haben, worm sie ihre Y_nsicht über die Angelegenheit aussprechen, so geschreht es nicht, weil diese Mächte anderer Meinung sind, als Lord Palmerston, oder weil sie abgeneit sind, etwas der französischen Regierung Mißliebiges zu thun; ondern nur deshalb, weil sich einer solchen Erklärung die prak- tische Schwierigkeit entgegenstellt, daß die drei nordischen Höfe dre Königin von Spanien nie anerkannt. Diese Schwierigkeit wird je- doch nicht verhindern, daß der französischen Regierung Andeutungen der Natur gemacht werden, daß sie durchaus al1e Hoffnung darauf muß fahren lassen, als könnte es ihr gelingen, die Wirkung des von ?th thlischen Regierung gegen diese Heirath- erhobenen Protestes 311
w en.“
Belgien.
Brüssel, 27. März. In der S18ung der Repräsentanten-- Kammer vom 24sien d. wurde die Diskussion des Gesep-Entryurfs über die Bestrafung von Beleidigungen des Königs und der König- lichen Familie fortgeseht.
Herr Delfosse bekämpfte den Entwurf, weil derselbe zugleich gegen Presse und Jury, aber auch gegen das Königthum selbst sich richte. Uebri- gens sei es klar, daß man damit die ernste Prrffc, nicht die Spottblätter, die'schlechte Presse, treffen wolle. Der Justiz-Minisicr d'Anethan ver- the1d1gte fich insbesondere gegen den Vorwurf, als scdmn'chlc er dem Kö- nigtbum. Man könne mit mehr Recht sagen, daß die Gegner des Ent- wurxs der schlechten Presse zu schmeicheln suchten. Herr Lebeau fand fich zunachst zu persönlichen Ettlämngcn in Betreff der von ihm ausgegange- ne11 Revision desttrafgcsesbuchs von 1834 veranlaßt; ein großer Unter- schted „lrege zw1schen seinem Vorschlage und dem heutigen. Es ftr mch! zu verantworten, daß 1111111 11131 einen so aufregen" den Ge eyiiand vordringe, dessen Nothwendigkcit nicht bewiesen sei. Der
Iusiiz-Ykrmstcr habe selbst das Königchum gelegentlich der Ausübung des Gnadenrechis bloßgesiellt, und das Ministetium habe bei den Wahlen fich so haußg das zu Schulden kommen lasen, daß man fich nicht darob wun- dern durfe, daß Journalisten das Königthum auch direkt angegriffen hätten. Selbst Corruption scheue das Ministerium nicht, es hieße ja, daß ein Mi- mfier mit Versprechungen von Veränderungen des Zolltarifs gewählt zu werden hoffe. Der Minister Malou erwiederte, da höre er wie- der das Alte, daß an dem Uebel das Ministerium schuld sei. Wer auch am Ruder sei , so werde es schlechte Lcide11schaftcn geben, die weder Königthum , noch den Staat und die Familie achten wurden. . Käme die iiberale Partei ans Ruder, so werde fie sich zu dem heutrgen Gesche Glück wünschen, das eben so zeitgcmäß, als conßttutronell und nützlich sei. Die Prozedur gegen die schlechte Presse, die pws von Verfeumdungen lebe, bedürfe einer Veränderung, indem heute jeder Pamphletist fich in Komumaz verurthrilen lassen könne, obne das; ihn dre Strafe jx erreicht. Der Minister Dechampö bezog die Wahlbcschul- digungen aur fich und bemerkte, er habe die Kandidatur an einem anderen Orte angenommen, weil fie ihm von Männern angeboten worden, die seine dem Lande geieistcten Dienste zu würdigen wüßten. Herr » o 11 Merode sprach gegen die Klatschblätter, die das Publikum da- durch, zum Abonniren zwängen , daß fie bei WrigerungsfäUm mit Angrrffen drohten. Im Interesse der Ruhe der Familie müsse man solche Exzesse zu zügeln wissen. Herr No ier wollte dagegen aus dem Gesey-Eytwurf ersehen, daß es sich nicht mrßr um die Beleidigungen egen den König handle, sondern um ein Gesev gegen die Preßfkcihkiko „ian nehme nur die schlechte Presse zum Vo1wand, um die Preßftkibkik uberhaupt __zu beschränken; dies habe man auch unter der Restauration und unter hollandischer Herrschaft gethan, Jm Gegentheil'müsse man dahin streben, den Journalftempel anfzuheben oder zu reduzircn, man müsse das Gesks sxlbß abschaffen, kraft deffen öffentliche Beamte auf Schadenersay "asm __k'onmen, wenn fie als solche angegriffen würden; statt zu beschrän- ke-n, musse man die besehenden Hemmungen selbst wcgräumen. Der M1“- plskkk de Then! erklärte, nicht von seiner Partei sei der Name des Königs m die__politische Debatte zunst hineingezogen worden. Man spreche von der unxrbottcn Schmeichelti, daß man dem Könige zu Bevarloo eine Statue emchtxn „wolle; das Ministerium habe den Muth, diesen Plan auszuführen. Es su emma! Zeit, jeder Verleumdungßpresse ein' Ziel zu seven, die da mache„ daß Manche die Yrcßsteiheit verwiinschten, weil fie diese mit Preß- ftxchbett verwechselten. trade der Aussang Lewis" Prozess: spreche sii! dl? Nokaendigkeit, das _Gesey zu verbessern. Herr Garcia protestirte' da- gegen, gls ser der Entwurf der Preßfreiheit zuwider; da die Regierung 111111 aber em neueßGeses zm Bestrafung von Beleidigungen und Verleum- dungen dutch d1e Presse einbringen wolle, so wäre es besser, daß man Art. 11, welcher das neue Verfahren auf alle Preßvetgehen ausdehnt, ganz weglasse. Auf dieFrage des Yum Ortserklärt dtrIusiiz-Mini ster, daß Art. 11an aller vor den Asysenhof gehöxende Preßvrkgebcn Bezug haben solle. _Uebngens habe er diesen Artikel aus den Wunsch der Centrnl-Scc- tion “"Ikslbalttt, damit 'es keine spezielle Prozedur für die Vergehen gegen den König gebe; er habe nichts dawider, daß Art,-11 gam von dem hen“-
“ßm EUWUks getrennt werde und wieder in die Central-Section aurück-_
kt re, in welchem Falle er einen Theildes neuen Spezialgeseses in Bette Uk Pkeßverunglimpfungen bilden werde,. Die Kammer.entschied fich so- damx mit 42 Yxm 30 Stimmen für den_ Schluß der Debatte über Art. 1, wombet die A immung aber vertagt wurde.. „ .IN)" folgenden Sihung wurden Art.] und 2 mit überwwgender M“]oklkaiangenommrn, Art.3 aber, welcher bestimmte, daß der wegen 3T: Y:?vergebens der bezeichneten Art Verurtheilte nacb Abbüßung TKM wetdxn sollte, mit “WF" fck?!“ hierauf zu Art. 4, zu welchem Heir van den Cynde 11" d:!rendement v“schlug, dem der Iusiiz-„Minister „ beitrat. wo- dF ""Link-gte vor eine andere Zur? "esiellt werden soll, .als - . ' ki Ekksssung deo Anklagebesch un?- 1112 11119111 1,1. In 91:1..11s'171'111Si'W wurden 1111111 die folgenden ttikel bis zum ikm'urm. "“NRW. d1e das Ministerium selbs! dorsch ug, ange-
abendDäx-W Ber öffenilichen Arbeiten hat am“ vorixn Sonn-
K'““ “,'“skkheilt, da die Einna men der taats-“Ei- m ""““" "- ?» diejekigm vom Fkbruar'v. I'. 11111 139
zu;.“ "" “* Bem'd vo 22 ek 1 wird " 1111 den W,.dde? 112-111 1“ "YGFFH dieß Theeux, ät?“ _,1chchZ41-1 “mne: "m;“ W: 7 U mnar- nern an- . nr “*" “"'qu- 1111t-r Borsik_ der
. falles.
ängnißürafe noch aus 2 bis .5 Jahre unter Polizeiaussicht . 46 gegen 29 Stimmen verworfen. Dre .
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Kautonal-Pnspektoten „ihre feße und geregelte Einrichtung gezeben. Zeder Kon erenz- Bezuk erhält eine Bibliothek, die unter bhpt eines von dem Inspektor zu ernennenden Lehrers sieben und aus der die Lehrer des Bezirks Bücher gelieheir erhalten sollen, vor üglich solehe, dix ihnen für ibtén*Beruf niißlt'cb sind. Für die ehm, welche sich in ihrem Ami besonders auSzeichnen, sind Belohnungen bestimmt, die in Gratificationen von 50 Fr., in Büchern und ehren- werther Erwähnung bestehen und jährlich einmal in den Lehrer- Konferenzen auf Vorschlag der Provinzial-Inspektoren durch das Mi- nisterium des Innern ertheilt werden sollen.
Vieuxtemps ist am Montag von seiner Kunstreise wieder hier eingetroffen. _
s p a n 1 e n. -
H Madrid, 20. März. Abermals eine ministerielle 31106, und zwar, wie es scheint, eine sehr kritische!
Die Königin soll vorgestern Abend die Aeußerung haben fallen lassen, sie wolle kein franzöfischeTMinisierium mehr. So unwahr- scheinlich dies klin 1, so ist doch gewiß, daß die eigentliche moderirte Partei in die grö te Bestürzung verscyt und entschlossen ist, selbst zu gewaltsamen Mitteln zu greifen, um zu verhindern, daß di: Gewalt ihren Gegnern, den Progres'isten, anheim salle. Troß des kaum mit den dermaligen Ministern gexchlossenen Bündnisses, sagen die Verfech- ter der Milrtairberrschaft und gewaltsamen Maßregeln sich wieder von ihnen“ los, und s11chen der Königin ein “ aus den Generalen Narvarz nnd Pezuela und den Herren Gonzaleszravo, Mon, Pidal und Martinezdela Rosa zusammenzuseßéird'es Kabinet aufzudringen. Halbe Maßregeln, verkündigendiese Herren, reichen nicht mehr aus; die Progressisten seien als Rebellen zu betrachten und mit den Waffen in der Hand zu bekämpfen.
Der Heraldo zog gestern alle Gräuel der Revolution, welche seit vierzehn Jahren unter dem Voxwande der Freiheit und des Zeit- geistes verübt Worden, wieder hervor und schiebt sie auf Rechnung der Progressisten, ohne zu bedenken, daß Martinez de la Rosa und
ähnliche Schöngeisier die Männer waren, wclche iiber ganze Zweige
der Königlichen Familie die Acht verhängten und der politischen Um- wälzung freien Lauf ließen. '
„Kaumdaben wir angefangen, uns tolerant zu zeigen“, sagtder Heraldo, „so entsagen plöplich Parteien, die unter der Last ihrer Leiden erlagen und sich mit den kleinsten Zugcsiändnissen befriedigt haben würden, ihren bescheidencn Ansprüchen und suchen geradezu uns die Gewalt zu entreißen. Gestern zeigten sie sich niedergeschla- gen, heute sprechen sie wie Leute, die binnen kurzem Rathgcber der Krone zu sein hoffen . . Aber die Moderirten bcsißen noch zu vrel Patriotiömqs (!), um fich'die Gewalt cntrrißen zu lasset). Sie zäh.- len aus die Armee, die öffentliche Meinung und aus dré Majorrtät in den Cortes. Sie werden der Toleranz ein Ziel sehen, wenn drese ihren Untergang herbeiführen kann.“ , - '
Das anerkavnte Organ des Ministeriums, la Unton, sagte gestern Abend geradezu, die Minister würden anderen Personen Play machen, welche wegen ihrer Energie und Regierungs-(Habrn deln Mo- derirten größeres Vertrauen einflößten, Zugleich tischt es d1e„Er- mordung der Mönche, die Revolution von la (Hranja, die Verraihe- rei Esparte'ro's 11, s. w, wieder. auf. Die progressisiischcn Blätter wenden deute dageZen ein, daß diejenige Partei, welche in der Nacht des 7. Oktober 18 1 den Palast der Königin in ein Schlachtfeld ver- wandelte und ihr Leben in Gefahr sehte," nicht das Recht hätte, ihren Gegnern Vorwürfe zu machen. '
Wer auch zum Besitze der Gewalt gelangen möge, der Streit zwischen beiden Parteien diirfte bald aus dem Saale des Kongresses auf einen anderen Schauplatz verlegt und“, mit schärferen Waffen als denen der Zunge ausgefochten werden. .
Zu der vorgesirigen Sißung" des "Kongresses wurde eine Eingabe Okozaga's verlesen, in, welcher er verlangt, in seiner Eigenschaft als Deputirter zugelassen “zu werden, "und dagegen sich zur Vermei- dung allet Erörterungen verpflichtet, die zur Verleßung der der Kö- nigin gebührenden Achtung Veranlassung geben könnten. Herr Cor- tina und die Progressisten untcrsiiisien den Antrag, der endlich an die Bittscbriften-Kommission verwiesen wurde.
In der gestrigen Sitzung entwarf dcr Marine-Minister eine Schilderung des im Hafen von Furnierrabia stattgefundenen Vor- Er erklärte, der Gewaltsckritt der Franzosen wiirde durch spanische Truppen zurückgewiesen worden sein, wenn die desfallsigen Befehle zur rechten Zeit eingetroffen wären. Die Behauptung der Franzosen, daß, der wikner Kongrcß-Akte zufolge, der Thalwrg _des Gränzflusses die Gränze bildc, könne die' spanische Regierung nicht zulassen, weil die Vidassoa seit unvordcnklicher Zeit im anerkannten Vesiye Spaniens wäre. Die diesseitige'Regirnnrg _hätte deshalb Gcnugthuung von der französischen verlangt“ und hoffe, sie zu exhal- ten. Mehrere Deputirte beschwerten sich darauf mit Heftigkeit iiber die Anmaßungeu der Franzosen. . _. *
Allem Anschein nach, wird es nicht zu der spanischen Inter- vention in Porta al kommen, die überhaupt, der mit der englischen Regierung getroéenen Vcrabrcdung zufolge, nur dann stattfinden soUte, wenn “Dom Miguel selbst an der Spihe seiner Anhänger den Thron Donna Maria's bedroht haben würde. _Gegenwärtig haben aber die Miguelisien drs Prätcndenten Sache fallen „lassen und sich unter die Befehle-der rebellischen Junta von Porto gestellt.
Es ist hier die Nachrickt eingegangen, daß der Graf Vresson nicht wieder als Botschafter hierher zutiiäkehren, sondern in gleicher Eigenschaft entweder nach London oder Wien (?) verseyt werden wird.
Die Herzo, in von Sessa (Infantin Luise) ist gestern mit ihrem Gemahl nach 511116 und Brösel" abgereist, von wo sie sich über Deutschland nach Italien begebxn erdcn.
Die Minister haben die brabsichthe außerordentliche Anleihe von 10 Millionen Piafter aufgegeben. * .“ . _ ' * -
Das am 11ten in Cadix auf Dampfschiffeq eingeschiffre Infan- terie-Regiment traf am 17ten in Barcelona cm. Von hier isi ein KavaUerie-Regiment dorthin abgegangen.
E r i e _ck e n l a n d (5) München, 26. März. Es ist eine große Anzahl Briefe 11116 Griechenland hier eingetroffen, da sich alle Korrespondenteq be- "U hatten, die (bereits erwähnte) glückliche Ankunft des Kronyrrnzen zu melden. Ursprünglich-hatte der_K'ön'ig mit seiner Gemahlm dem
daran bekz'mntlich durch-Unwob'lsein vethindert worden. So fül1_d„d„Mn dkk herzliche Empfang im Piräeus sjait. . Zahlreiche Notabrluäten d" Hauptstadt, unter denen auch der bayerische Gesandte, baxtktn dort der Landung des Prinzen und" folgten dann dem Königlrchen Wagen, theils reitend, theils fahrend, bis zur Königlichen Residenz. in_ A")?" vexuimmt man von keine: Seite, her etwas Besiimmm,
des April wieder 111 München _entreffen'.
der Aufenthalt -auf Siellien_darbo1, 'zudenuven, um dem so lange
nicbt gesehenen'Btudér B b tt . sich neuerdings in_GxixcheeYle -M?in:szt§a en
“wuchsen Bruder bis 111111; Patras entgegengehen Wollen, war, aber „
Ueber die muthmaßliche Dauer der'Anwesenheit des Kronprinzen.
doch will man hier wissen,. St.Kiim“ 1.19.1110 werde 1191!) vor dem Ende . „ Poiitische Zwecke „mißt : weder hm" noch inkAthrri: irgénd-ein'Unterrixhteter .der Réjse des _ Prinzen bei, sondern ledigsch den'Wunsib. dix, Gelegenheit, welche , .
i t ' amheo eJsM ,TFFSUM „i
so daß man sichvets11chi fühlen mußte, an emftekpnßikte, smohl an der Nordgränze als zm Sn, zu denken, hindert; drei nicht die so. wohl für die Pforte,. als" für; die IY'iethische Regimm besiehende Unmö lichkeit, “ohne und gegen den illen der Großmä te ihre ge- gen» rti'geStteitsrage auf das äußersie zu treiben. Indessen muß gleichwohl auch berücksichtigt werden, daß weder in Konstantinopel,
* noch in Athen unbedingte Garantieen dafür gegeben sind, man wude
des Geistes der Erbitterung, des Hobns und der Kampflust nach Belieben Herr werden können. Der erste Schuß an der Nordgränze würde in ganz Griechenland Alt und Jung unter die Waffen rufen! So weit wird es zuverlässig nicht kommen, aber so wie die Dinge be- mts sieben, isi nicht abzusehen, wie die Lösung des Streites erfolgen soll, wenn sich die Pforte nach, wie vor in ihrem Ansinnen, daß Wuffur11i§dmit erhöhtem" Glanze nach Athen zurückkehre, unterstüvt : en w 11 1.
Neben dem umwölkten politischen Himmel hatte sich “endlich der wirkliche von Allem, was Stürme brin en kann, völlig frei gemacht, und der Kronprinz von Bayern wird dre Umgegend von Athen, wie das Land, wohin er seine Ausflüge nur immer richten mag, in jenem herrlichen Frühlings-Gewande antreffcn, welches ewiß jedem Deut- schen, der es je zu bewundern so gkücklich gewesen i , für immer unver- geßlich bleibt.
. Handels- “und Borscn-Uachrtchten.
Berlin , 80. März. Auch heute wirkten die Ultimo-Negulirqum noch nachtheilig auf die Course. Nur Berlin-Hambnrgcr wurden h'oher bezahlt. . [kerlinar [Börse.
[)en 30. 01511“- 1847.
l'k. 00111“. Ikief. [ 6.1.1.
kr. Cour.
Z' 0 n ck.!- [!]-iet, [ 11-111. 1 ne-
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81. Jebulä-Irb, kk|.koe-ä.U-5ckb. ['kör-ien-Zebeme 110. knut, ()|-lig. ck. Zeeb. ä5']'1*. clo. C0. 110. [(at- 11. Ueumötk. U.-§t.1;.l.e.z.u.li.
Zcbuläsetscbk. [konn-k'ölncr sz. Us!]inek Jtoär- ]kk.-§cbk.-]*'kb.lT. Obligationen 110. (19. kkiuk.0bl. "'eztyk. [,k-1111111“. ()älu-Uinclc-n. „e. Crowb- l'ox. 110. l)ü§3.l§]b, Rizevb. 110. 110. ' 110. 110. ["ck-312011]. (.)-tpk. [,k-null". ' / Ungck,-]la]bot.ßb. ['n-11111. 110. I131]. 1.72. Risen!)- |(u|'- u. Renu. (]0. -* 710, 110, l'kiok. ()bl, Zcblesizcbe (10. " ' Uieäetaeb.-Rätk. 110. !. 81331511- 110. ktiotität' kantirt, 14. U.." (10. l'rioriliit Uieä.-Ilk]t. 2173|). 110. „l'kiokuöt 0b.-§eb]e3.l§.l-.Ü cio. l'riok. (10. 1.1. ". Üben]. 121301111. 110. Ktnmm-l'nor. (so" einxcxablc) 110. 110. l'kiot'. 011]. 119.7. Jt-atxak-nt. “l'biikknzek ...... 111111141. («.-0.)
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kraukfnkt ...-11. „11-111. 17, .......... 100 17]. 2 1111. l'etetsbut'z ..................... . 100 81111]. 3 070011911
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Durch höheren Aufnag bin ich veranlaßt, bekannt 11- machen,. das; der hicrbct berufene Ober-Konfisiorial-Raih, Professor ])1'. NmzsFY seme Vor- lesungen hier mit dem Anfang des bcvo1stehcndcn „Sommcr-Semesicrs be- ginncn. und namentlich folgende Collegia halten w11d: . „_ .
]. Ein, Publikum über Fundamental-Theologie in zwct wochentlrchen Stunden. „
11. Zwei Privat-Collegia, das eine über biblische Theologie in funf wöchentlichen, das andere über Homiletik und Katechrnk m zwcr wöchentlichen Stunden.
Berlin, den 28. März 1847. „_
' Dec 11. Z. Dekan der theologischen Fakultat. ])1'. Neander.
vr. Kone: ifi zum Leibarzt bei dem Hofstaatc S1. Köningoheit des Prinzen Georg von Preußen ernannt nwrdcn.
- Königliche H guspicle.
Mittwoch, 31. März. 3111 Schau pielhause, 51ffe Abonnements- Vorskellung. Zum erstenmale: Canova'ö Jugendliebe, Original-Lust- spiel in 4 Aufzügen, von_ ])1'. Karl Töpfer. Anfang halb 7 Uhr.
_ FIQTFY“ 2411112113)“ Z ' Keine Theater-Vorfjellung.
Am Freitag ist das Billet-Verkaufs-Bürea11 geschlossen.
Sonnabend, 3. April. 3111 Opernhause. 50steAbon11trnentskVor- stellung: Der 90sie “Psalm, m „Masik gesevt vom König!. Kammer- musikus Hexrn Helz, und, Regu-em von Mozart, ausgeführt von der Königl. Sängerm Olle, Tuezek, “Olle. Auguste Löwe, den Königl. Sän ern Herrerr Mantras und Bötticher, den Mitgliedern der Königl. „Kapese“ und dem gesammten Chor-Personale des König!. Theaters, Anfang 7 Uhr, . * _
* .Zu dieserPor-stellun werden Billets zu nachstehenden kleinen Qperndauö-Prersen-verkau t: "_ ' ' * Em Bratt inkden Logen d'es Prosceyiums 1 Rthlr. 10 Sgr. :c-
BeranWortlicheZÜkedacteur ])1'.“I? W. Zinkéis e 11. Im Selb'ftverlage der Expedition.
Gedruekt in der Deckersche11 Geheimen Ober-Hofbuthdruckerei; ' Verlage
1.011110"
Reap]. _.
409
Mittwoch den 31 ““' MM:,
Dcutscbe Bundesstaaten. Königreich Württemberg. Ministe- rrai-Erlaß 111 Betreff des Zunstwescns. - Schreiben ans Bra u11schw ciq, (T_tlgung der Landesschuld', Bankscheine; die preußische Pharmakopöe.)*
Rußland und Polen. St. Pcteröburg, Standesrechte der Wai- senhmxö- und Findelkindek. - Ernennung.
cSchwetz. Kanton Bern. Berufung [)1'. Zellex's,
„ztalten. Rom. Ccysnr-Edikt.
Handels= und Borien-Nachrichten. Berlin. Marktbericht.
Dcutschc Bundesstaaten.
, Konigreich Württemberg. Von Seiten des Ministe- r1un18 desZnnern erging unter dem 22. Dezcmber v. J. an die Krets-Regterungen ein Erlaß in Betreff dss ZunftWesens, dcr a11ch dem Ausschuß der Gesellschaft fiir Bcsördrrung dkr Gewerbe nntgctdxrid wurde, damit derselbe dariiber berathc und die Erqcbnisse dem Mmqterium wirthcile. Der Erlaß ist folgknden Inhalts“: *
„Von “einer größeren Anzahl der Zunft-Vorstehrr des L1'111e11wrbcr- Handnwris 1st rheils 1th Abänderung des Art. 72 111 revidirten (5311Ve1bc- Ordnung, thcrls 11m gauzliche Aufycbnng dcr Zünftigkeit dieses Gewerbes gebeten wordc11. Sodanq ist von den Vorsichcrn dcr Färbcrziinfke 111 Stuttgart, Hx-rlbronn, Göppingen und 111111 die Bitte vorgctragcn wordén daß 1111111 Abanker1111g dcr Ministrriql-Vm111911119 vom 10. April 18.27 die, Berc1htrgung zum Farbcrei-(chcrbc in seinem gamen Umfange von der v111131111g1gcn Erßehung 111111 Priifung abhänqiq gcmacht Und so der 1111- 311111431 Lgnstfqrbcr zum Eintritt in die FZkbc-znnff vcranlaßt wcrden 111011111. Ole Bitten dcr Leinenwcber und drr Färber [71113111 fich hauptsr'iéo- l1ch kaxauf, daß dxr Vetrirb diescr Gewerbe 111111111 mehr in die Hände ;))-MUMM 1111TZ11n11v11b1111dc„snhecndrn Pcrsoxxctr iiberg1'h1“, dad111chk abcr dxickxcßsdenwcdrldccxsé Vcrbnnds fur M 1111 3111111111111" verbleibende Zahl allzu
Sieht man diesen Gesuchen tiefer 1111 den Grund “9 i? Z1 1 1 » -
111111111, dgß 1111191 1111r die genannte", sxndcrn anch 11111grf11ßerthFctilxtxxr 11br1gc11 zunftrgen 0111131er 111 eincn Instand gcrathen sind, wclchcr nicht langcr haltbar 311 „sem sche111t. Die Erwcitcrunq des Marktes und die Ver- mehrung dcr Fadrrken bat die Handnwrkcr scit dcr111§1schcinen det(chrrbe- Ordnnng vo111-Jadre1828 in dcn Wettkampf mit dem inkcrnationalcn Hündkl UNd ntlt groyercn (»ichcrbc-[1111111111111111ngc11 verwickrlt. Was sonst der einzelne Handchrfrr dcrsrrtigt “nnd 1111 den Konsumenten unmittelbar Kbgéskvt 11111, das smdr't 1201 der „1111011111110 meisr auch 1111 k.111s111«11111ischc11 H„andel „al? Yro'dUkt 1111er fabrikmässigxn kaerbc-Anlage, 1v11che ausge- rusiet m1t:-)ka!ch1111c11 und einem gr'wsxerkrMapital nnd 1111111011131 d111ch :inc 1ve1tcr grhcndc 211111111115 dcr Ardat, ihre Erzcngniffe leicht'er umd eben dcs- haib Wohlsc1l11 011111, _als- der anf ein kleinrs Kapital und auf srinc ei- gene Handfertrgkmt bc1ch11111ktc Handwerkörnojßrr. Andcrsrsexts hat der menschl1che Erfindungégcixt und eine vkrvollfommncte Technik eine Menge 111111 n;;ten Jabrtigtcn gcsch«1fferr, dnrch w1lchc biOl)1rigc Produkte zünftiger Wcrkstattcn dkrdmngt odcr d_och in ihm" (01bra11chöWcrtde derabgeseßtwor- den find. Emctt großen Umjchwnng in den (53111111be-Vérl1111111iff111010111111) dcr vcrandrrte Gkschmack drr Zcit nnd der häufige Wkchscl drk MON hkk“ vorgebracht, so d11ß von manchen Erzengniffcn, welchc in den älteren Zunft- Ordmmgrn, als 111 dcn Arbeitskreis cines xiinstigcn Handwrrkö fallend, bc- zcrchnct smd, nichts mehr als der Name übrig gcbiicbcn ist. Es darf hicr- nach nicht auffallen, daß der Absaß dcr zünftigen Handwerke in neuerer Zeit eine bedeutende Verminderung crlittcn ha!. In dicser Lage findct der zünftige Handwerker keinrn Schuß mehr in dcr Z1111fte1'11ricl)t1111g. Während ihm das volle Rccht verblichen isi, Andere, welche das Meisterrecht bei der Zunft uicht erlangt haben, von der Verfcrtigung zünftiger Arbeiten abzu- haitcn, kann er gegen die Konkurrenz der Fabriken, dercn Entstehnng un- moglich niedergehalten werden kann, nicht langer aufkommen, Damit hat 1311 Zunftcinrichtung ihren Boden und jenes «116 dem Zunftzwang flie- ß1111dc Recht seine praktische Bedeutung verloren. Was unter diescn Um- sapdcn dem Handwerkerstand Noth thut, ist wohl nicht die Erschwerung der N1cdcrlassung neuer Ankömmlingc oder eine Wiedereinführung ßrcngercr Znnftformcnxnd eines auggedchntercnZ1111stzwa11grs, als wovon nach dem allgcmemcn “Stande des Handels nnd der (Herverbc cine Emporbringunq dcs z1111ftigcn chvcrbcbclrich unmöglich erwartet werden kann, sondcrn di“? Erleichterung des. Urbergangcs von einem (Henwrbc Zum anderen und das Erfircben der M10“, mit den fabrikntä'ßigen (Hewrrbé Anlmgen die Konkur- renz, die 111111 ctn11111l ,1111ch der Natur drr Dinge nicht mehr abgewendet werdcn kann, anch w1:kl1ch zu bestehen. Es ist eine Fordrruüg des 11111111- 1icl)en Rechts, daß, so 111-111 nicht polizeilichc Rückschtcn cntchenstehen, Ze- dcm gcftattet werdc, sc1ne iydioiduelle (Hrschiälichkcit sich'so vi'cl möglich nutzbringend zu machen und ]ein Gchrbe nach eigener Ncignng 111 wäh- len. Dic praktische Ancrkcnnung dicscs Schs im öffentlichen Lebcn isi von gedoppcltcr Wichtigkcit 111 einer Zcit, 1'11 welchcr an décStclle dcs 11c- wohnten Alten ein schnellchechsel im Geschmack und in einqebildctenodcr wirklichen Bediirsniffcn gctrrtcn ist, Mit diesem Wechsel ist eine strenge Abscheidung des Arbeitskreises der einzelnen (chrrbcnichtlänger verträglich. Was ein HandWc-rker 1711111 in scinem zünftigen Arbeitskrcisc produzirt, kann er vielleicht fcko11 nach wenigen Wochen nicht mehr zu Stande bringen, weil er, um einer Modification dcs Gcschmacks Ncch1111ng zu tragen, in den Arbeitskreis eines anderen Handwcrks eingrcifrn müßtc, was ihm die Zunft- gcsrye verbictcn. So isi der Zunftxwang, der ursprünglich eine Wohlthat für den Handwerkersaud gewesen, flir dic writcrc Entwiäclung der ercrbc und ftir den Nahrungsstand der Gcwmbc-Znhabcr cine lästige Fessel gc- wordcn, deren möglichst baldige Wegnahme 1'111 wohlvcrstandencn Interesse derWYterrn „selbst gelegcn zu sein scheint. Freilich trrffcn diesc V111111k11n- gen *.*orzugsweise 11111 bei dc11j1'111'gcn Handwerkern 311, 111111111 rnit den Fa- brikgmverbcn in Be11'ihrung gckommcn sind. Allein a11ch bci dcn anderm dürfte die Aufhebung dcs Znnftzwangö schwcxbch ans erhebliche Schwierig- kciten stoßen: denn bei einem Thrilc Derselbcn ist dicTcchnik so einfach, daß Wenigstens in dieser kein Grund liegt, warum bei dersclben die Znnftforrn noch fortbesteht, z. B. bxi dcn Bäckern, Mrßgcr11 2c., und einanderchhcil, welchcr einer längeren Vorübung bedarf, wird gegen zu starke Konkurrenz dad11:ch gcschiist bleiben, daß die Ausübung des Gchrbs auch nach Auf- lösung des Zunftverbandcs ans polize1liche11 Rücksichtcn von der vorgängi- gen Erstebung einer Prüfung abhängig bleibt, z.B. die Zinnnerlcutc,Man- rer 1111d Steinhauer, Hufscbmicde 11. dgl.
Was nun aber die Mittel betrifft, durch welchc einc Hebung dcr bié- her zünftigen Genmrbe 1111d Erstattung drrsclbcn zum Weitkampfe mit dcn Fabrikgewcrbcn befördert werdcn könnte, so wkrrcn dahin zu zählcn sein: eine tiichtigc ?lnöbildung der Lehrlinge und Gesellen in technischen vervoll- kommnetcn Wcrksiättcn, dic Bernfung ausländischcr tüchtiger Cechnifcr znr Verbesserung dcr im Zniandc bcrcits bestehenden k-Hctvcrbc-Anlagcn, die Anschaffung vcrbefferter Werkzeuge und nach Umständen auch eine weiter eingreifende Tdrilung drr Arbeit, so daß 3. B. ein T11chmachcr nicht auf d1e Verfertignng von Tüchckn aller Feinheitögradc fich wirft, sondern auf die Bereitung einer bestimmten Gattung sich beschränkt, um sofort in dieser etwas Tüchtiges [einen 311 können.
. “Diese iynere Vervollkommnung 1111dKräft1'g1111g dechwcrbe wird aber 111 v1elen Fgllen nur dadurch zu Stande kommen, daß mehrere Mcister 7,11 emem gemcmschastltchcn Betriebe oder doch zu gemeinschafilicher Anschaf- f11ng_ von Werkzeugen oder 11nterrich:sn1itteln fich vereinigen. Eine höhere Erganzung solcher Vekgesellschaftungen könnte vielleicht erzielt werden durch die Bildung neuer gewerblicher Corporationcn, aber nicht mit der Tendenz der Abhalt11ng xder Erschwerun fremder Mitbewerbung, sondern mi! dem- vaecke, fur d_1e gemeinsamen Interessen des Gewerbes durch Zusammen- w1rken eine.: großeren L_!nzabl _von*Gewerbsgcuossen zu sorgen, Hindernisse und Schwtengketten m1t gcme1nschaftlichen Kräften zu überwinden, nüsliche Erfahrungen und,Entdecku_11gm fich anzueignen und zu verbreiten, die Aus- b1ld11ng ver Lehrimge zu uber1yachen,*ver1m [ückter Gewerbe enoffen fich an- FUY'L'F "* M Das thnhen sdlcher orporaiionen ?cheint aber da- du! R (ingt zu werden. daß ihre B1ldung, wenn schon der Genehmigung sen exßkkkung unterworfen, überall in den freien Willen der Gewerbegenos- 8 ,St wird. Ein Zwang zum Beitritt: würde bei der Verschiedenheit
meist nachtheilig wirken, und schon darum scheinen die Zünfte, rückfichtlich welcher die Thrilnabme cine gezwrmgenc ist, zur Grundiage soicher Corpo- rationcn nicht geeignet zu sein, nue denn auch aus denselben, der in neue- 111' Zeit unternommenen Reformcnu1tngeachtcn etwas Bedeutendes nicht her- vorgegangen iii, wenn schon die Fyrderung der gemeinsamen Interessen des Gewerbes, die Ausbildung flir kaißelbe und die Vervollkommnung des Be- tricbcs zu ihren grseßmäßigen Aufgaben gehökt hat.
Alle diese cherfungen, welche aber fiir 111121111111th und Anträge der Kreis-chierung in keiner Weise maßgebend sein sollrn, führen von selbst auf die Frage: ob nicht eine Reviswn dcr Prinzipien der Gewerbr-Ordnung in der Richtung einzuleiten sein möchte, daß der Zunftzwang aufgehoben, der Beginn und Betrieb eines Gewrtbes im Allgcmcincn Jedem, der das Alter der Selbstständigkrit erreicht hat, untkr Beobachtung der bcstehenden polizeilichen Vorschriften freigestellt, die Bildung freiwilliger Corporationen abcr 1?11cht 11111 zugelassen, sondern auch auf gecignctc Weise begünstigt werde
2111 diese Frage knüpfen sich, ihre Bejahung vorausgeseyt, einige wri- tcre, wclche gleichzeitig zu ctöttern find, und 311111: 1) fur weiche (Hervsrbe, abgesehen von allen ZnnrmgSvcrhältnisscn, aus allgcmcmcu polizeilichen Gründen die vorgängige Lieferung _cines Vrfähignngs- Nachweiscs vorzu- schreiben, und ob nicht der chicrung vorzubedalten sein möchte, diesen Bcfähig11ngs-Nach1vciö im FaU. später s1ch zeigcndcn Vedürfniffes im Ver- ordnungömge aucb aus andere Gewerbe auözndchnen? 2) ob nicht über- haupt die Annahme von Lehrlingen an die Bcdingung des Nachweises einer bestimmten Voriibungszrit rind des Besitzes eines guten Prädikats, etwa im Sinne des Artikel 19 des Bürgerrechts (01111315, zu knüpfen, und ob nicht solche Gcwerbe-Jnhaber dutch Vcrlcihnng dcs Prädikat?- cines Meisters «11511131111111111 scin möcbkcn? 8) wclche Frist für die wérkliche E111siii1r11ng dcr Grtve'rbcskcilicit fcfiznseßen scin 11101011“, 11111 die mit alsbal- diger Vollziehung des zu crlassondcn (He'schö verbundencn Stör.11rge11 der bestehenden Gewerbe-Anlagcn 311 vermeidkn? 4) ob nicht, um das“ Ucbcr- strömen vieler Kapitalien von der anustxie 311 dem 1111111 größeren Rciz cnthalécndcn kaufmännischen Handel und eine (Ucféihrdung bei; Kauf- mannssiandes dnrch 11111 allzu schnelle und umfängliche Konkur- rcnz abzumndcn, außer jener Frist vorübergehend noch weitere beschränkcnde Bcsimmungen iiber die anaffnug 311111 fansméinnischen Dc- tailhandel aufzustellen sein möchten? 5) wie für die polizeilichen Veran- staltungcn, 311 denen die Zunstrinricdtnng bisher 111111131 wurde, nach dem Aufhören di:scr Einrichtwngcn 311 sorgen sein möchte, namcntlich aber ob und unter welchen Modificationcn ctwa das 111 Frankreich bcßehcndc Justi- tut dcr [)111131-1'15 (]0 [)s!](|'!]0kljk|105 (daxglstrllt 111 Dkk Schxift von Meißner: „Tie Fabrikgerichtc 1'11 Franfrrick). Leipztg, 1846“) in Württemberg einzu- frihxen sein möchte? 6) ob nicht drr ngilkltng das Recht vmzubrhalten scin möwtc, n'ach Maßgabe der 311 1nachc11dcn Ersahrnngcn die Bildung gc- Werblichcr Corporationcn für bestimmte 1111111111111» odcr Überhaupt fiir gc- mrinmjyige Zwecke (1111!) gegen den Willen der bct1cffc11dr11 Gcrverbcge- noffen anzuordncn? 7) Welche Anordnungen zu trcffcn scin möchten, um da, wo keine gewerblichen Corporationcn dcsnhcn, d1e AnSbildung dcrLchr- linge gehörig zu überwachen und dicsclbcn, 1o wie die Gesellen, in guter Zucht 1111d Ordnung zu Erhalten? 8) wir 1111111 Aufhebung des Grund- sach dcr Zünftigkcit gewiffcr Gcwcrbe das Verhältniß dcr Gcwerbe-Nredcr- [assung zu der (Gemeinde-Genoffenschafk gcrcgclt werden soll?
Mag 111111 aber auch die große Frage d1'r Einführung der Gewerbe- Freiheit bejaht oder vorerst noch verneint werdcn, so ist 3:1 1111te1s11chcn, ob nicht, um den nächsten Bedürfnissen Genüge zu leisten, eine Erleichterung des Zunftzwanges im Verordnungswegc einzuleiten sein möchte. Es bietet fich hierzu nach Art. 11 der revidirten Gewcrbc-Oxdnnng das doppelte Mittel dar, nämlich das; entweder Arbeiten, die bisher ein cm ererbe aus- schließen!) angehört haben, für eine gcmeinfchaftliche Zuständigkeit mehrerer Zünfte 11111111, oder da[; mehrere gleichartige zünftige Gewerbe in ein rin- zigcs vereinigt werden. Vki-.dem ersten Mittel Werden ha11ptsächkich dieje- nigen Arbeiten ins Auge zu fassen sein, welche mit mehreren GcWerbcn verwandt sind und dahkr dic Genoffrn derselben gleichmäßig anloäen, ihre Beschäftigung auf dieselben auIzudchnen. Bci Einschlagung dcs leßteren ches aber möchtcn es folgende GeWelbe sein, deren reale Vereinigung in Betracht kommen könnte, wobei jcdoch hinsichtlich dcr Aufzählung und Zu- sammenstellung dcm selbstständigen Ermessen dcr KrciS-Regierrtng in keiner Weise vorgkgriffen Werden soll: 1)Ho11-A1beiter: chchölkr, (Hlascr, Schmi- ner und Wagner; 2) Gold- und Silbcr-Arbeitcr und (311111111; 3) Gipser, Maurer und Steinhauer; 4) Roth- und Wcißgcrber; 5) Saktlcr, Säcklcr, Kürschner nnd Sch1tkidrrz 6) Zinngicßcr, Flaschncr und K11pferschmicdeZ 7) chcrei-Akbciter: Tuch- und Zcugnmchrr, Tuchschccrcr, Strumpf- und Leinenwebcr und vielleicht auch UM) (116 Hülfsgcwerbc dcrsclben die Fär- ber; 8) Eisrn-Arbeiter: Schlosser, Schmiede, Nagelschmicdr, Mcffcrschmicdc, Schwertfeger, Büchsen-- nnd Wendcnmachcr.
Soll eine Vcrcinigung solcher vcrtvnndter Gcnwrbe verfügt wcrden, so fragt cs fich Weiter: ob 16 nothwendig odcrzwcck111äsrig sri, (111119 die völlige Verschmelzung ihrcr orga11iscket1 Einrichtnngcn anztxordnen, oder ob sich nicht auf dic Vereinigung ihrer (Bewerbc-Bcftxgniffe zu brschränle'n, im Uebrigen abcr jedem (:cherbc „111 gestatten sciu möchte, scincn besonderen Vsrcin fiir den Zwrck von Prüfungen, so wir fiir ökonomische chckc, als einen ZWeig des ganzen, auf die verwandten Gewerbe anégcdchntcn Zunft- Vcreins fortzuscßcn. Zu dicser Frage gécbt dic Erwägung Anlaß, daß mit der Ve1e1'nig11ng dcr Gewerbc-chugniffc der nächstc chck cincr Erleichte- rung des Znnftzwangcs crrcichtist, daß ferner dieschcrcinigung, ungeachtet cincYölegc 1115111 Verschmelzung der verschicdcnen GcwcrbSchigc wegen [er 1111 11116 Ursxldcn erforderlichen cigenthiirnlichen Arrsbildung und der für dcn Betrieb 11otbwendigc11 äußeren Einrichtung doch nicht zu crwaxtcn ist, und daß cbm deshalb jedes chiggrwcrbc bi.“- c111f einen gewissen Grad seine bcsondcrcn Interessen und 1311110111111 [1101111111 wixd, Welche für die Angehörigen des verwandtcn (Hrwrrbrs gleichgültig sind und darum am besten durch Geuossm dcffelbrn 0111111er gewahrt werden könncn. Dabei wäre dann noch anzugeben, welchcr Umfang in Zukunft den Mcistcr-Prü- fungen slit s01che Gewerbe, welcbe bisher eine eigeneZunft bildeten, künftig aber mit einem anderen verWandtcn (Hewcrbe 111 Eine Z1111ft vereinigt wür- den, zu geben sein möchte? Je weitcr ciricsolcheVerschn1clzr1ng verwandter Gewerbe außgedehnt wiirdr, desto mehr wäre die endliche Einfiihrung dcr allgcmcincnGe1111r118srciheitvorbcm'tct, 1111d es wiirde sofort dieselbe spärcrhin ohne crhcblickererleßnng bestehender Jntrrcffcn vor fich gehen können; denn die meisien Eingriffe 111 den Arbeitskreis der zünftigen Gewerbe werden wohl nich: von ganz unbcrechtigten Konknrrenten, sondern von den Genossen dcrwa11dtcr Gewerbe auögebrn, gerade weil diese am meiften Gclegcnhcit 311 solcbcn Ucbergriffen finden und dieselben leichter verbergen können, als der Inhaber cincr ganz unberechtigten Werkstätte. Die Kreis-chicrung wird 1111n aufgefordert, über diesen Gcgenstavd nach 110211 seinen Richtun- gen und mit besonderer Berückfichtigung dcr Petitionen der Järbrr und Leinenwebrr auf den Grund der von ihr bisher gemachten Beobachtungen und Erfabmmgen innerhalb sechs Monaten ein ivohlcrwogencs Gutachten abzugeben.“
Y BraunfchWeig, 27. März. Der Stand unstrer Finan- zen gestattete für das gegenwärtige Jahr die Verwendung der Summe von etwa “100,000 Rthlr. auf die Tilgung der Schulden, und es wurden daher am 181111 d. M. die AuEloosungen auf die gesty- l1'ch vorgeschriebene Weise vorgenommen. Die heute erschienene des- fallskge Veröffentlichung ergiebt K. in Betreff der Kammerschul- den, das; zu ihrer Tilgung 20,000 Rthlr. festgeseßt, davon aber diejenigen 8771 Rthlr. 20 gGr. 8 Pf. abzurechnen waren, über welche in Folge der Ueberschreitung der pr. 1846 ausgeworfenen Amortisations-Summe bereits disponirt worden, demnach 11,228 Rthlr. 3 gGr. 4 Pf. zur Ausloosuug verblieben. Es wurden indeß ausge- looß a) Kapitale in Golde 6200 Rthlr., b) dergleichen in Cou- rant 5200 Rthlk.; mithin zusammen 11,400 Riblr. 13. In Betreff der Lan desschuld en. Die auf deren Tilgung zu verwendende Summe war auf 80,000 Rthlr. festgesevt
worden. Da hiervon diejenigen 2666 Rthlr. 2 gGr. b-
gerechnet werden mußten, über welche aus dem oben angegebenen Grunde bereits ebenfalls dispomrt ward, so verblieben 77,333 Rt lt. 2? Gr. Die Ausioosung erstreckte sich übrigens über folgende 11- pitaé- Summen: a) in Golde 22,550 Rthlr., b) in Courant 56,850 Rtblr.; also zusammen übex 79,400 Rthlr. Der Zinssuß für beide Schuldklassen ist zum Thetl IF und zum Theil 3 Prozent, Die Inhaber der ausgeloosten Schuldverschreibungen haben nun in den leyten acht Tagen des Monats September d. Z. die Kapitale nebst den bis zum 1. Oktober d. I. zu vergütenden Zinsen bei der Herzoglichen Haupt-Jinanz-Kasse hierselbst in Empfang zu nehmen; “ eine Verzinsung über den gedachten Zeitpunkt hinaus findet nicht stati. Geschicher Vorschrift gemäß hat, in Beziehung der Ablösunge- Angelegenheiten, die Herzogliche Landes-Oekonomie-Kommission den Coarswcrth der Kammer- und Landes-Schuldverschreibungen bekannt zu machen, und einer solchen, am ??sten d. M. erschienenen Bekannt- machung zufolge, sind seit dem 10. Oktober v. 3. die ZZproz. Obli- gationcn von 96 auf 97 pCt. gestiegen, die Zproz. jedoch auf ihrem damaligen Courswerthe von 88 pCt. unverändert geblieben. Allein bereits seit einigen Wochen wurden jene in Appoints zu 1000 und «500 Rthlr. gewöhnlich mit 971“ pCt., in soichen zu 100 und50Rthlr. noch höher bezahlt,
Das von der Herzoglichen Leihaus-Anstalt unter dem Namen „Vankscheine“ ausge ebene Papiergeld beläuft sich gegenwär- tig auf 600,000Rthlr, our. 1'11 1-, 5- und 20-Thalerscheinen. Es sind nämlich zu den in den Jahren 1843 und 1844 kreirten 500,000 Rthlrn. in dem vori en Jahre, in Folge der ständischen Verhandlun- gen iidkr unsere EiZenbahn-Angelegenheiten, noch 100,000 Rthlr. hinzugskommen.
Dicchierung hat genehmigt, daß die kürzlich erschienene sechste Aljsgabc dt'r [)|131'n1300[1063 110111551011 am 1. September d. J. in unserem Hkrzogthume an die Stelle der jetzt geltenden fünften Aus- gabe als Landesplwrmakopöe trete. Alle Droguen und Präparate soUcn daher von den Apothekern von jenem Tage an in der Beschaf- fenheit dispensirt wrrdcn, welche den Angaben und Vorschriften jener Au6gabc entspricht.
Rußland und Polen.
Si“. Peteröburg, 21. März. Se. Majestät der Kaiser hat, auf Grundlage eines vom ReichsRathc abgegebenen Gutachtens, die den Zöglingen ker Waisenhäuscr der Kollegicn der allgemeinen Für- sorge und der Jindeldäuscr bei ihrer Z11schreibung zu einem steuer- pflichtigcn Stande zu gewährenden Rechte betreffend, unterm 26.Je- bruar befohlen: .
]. Die Kinder ehelicher Herkunft, welche in den Waisenbäusern erzo- gen werden, erhalten: 1) das Recht, s1ch nach znrückgrlegtem Asten Le- bensjahre einen Beruf zu wählen, gleich den Zöglingen dcr Findelhäustr. 2) Dürfen sie fich bei den Värgergemeinden und Gilden ayschrciben lassen, ohne das; dazu die Zustimmung der [esteren erforderlich ware, und sind sie 311111 Jahre lang von Steuern und“ Abga-ben bxfmt, xedoch mii der Bedin- gung, daß fie, laut den Gesesen aber du Stande, m den nächstfolgenden drei Jahren selbst fiir die Einzahlung der Steuern haften. 3) Soll ihnen das in den Statuten der allgemeinen Fürsorge verliehene Recht, persön- lich von der Rckrutenpfiicht befreit zu sein, auch für die Zu- kunft verbleiben. 4) Dieser Rechte find nicht nur die in den Wai-
senhäuiern der Kollegicn der allgemeinen Fürsorge erzogenen vater- und mutterlosen Waisen, sondern auch diejenigen theilhaft, die den Vater verloren haben, während die Mutter aber noch lrbt. Uebrigcns wird eine solche Eiweitcrung der erwähnten Gesrße nur dann zugelassen, wenn die
Kollegien der allgemeinen Fürsorge bezeugen, daß die Mütter dieser Kinder sich wirklich in der äußersten Armuth bcfinden. Die Gouvernements-Re- gierung und die KoUegicn selbst tragen fiir dckgiet'chcn Zeugnisse die Ver- antwortung. ][. Die den unchelicbcn Kindern, sowohl den Zöglingen der Findclhänscr, als nach solchen, dercn Mütter eincm nicht ßeuerpftichtigen und freien Stande angehören,!autdenr chlementüber dic Stcurrn und den Gesch" iibkr ric Stände gewährte fünfjährige Strurr- und Abgabensrei- heit wird aus zwei Jahre beschränkt, und d1ese nglmge Werden den in den Geschn Übkk die Stände enthaltenen Vorschriften _untcrwotfcn, d. h. es ist 11211111 gestattet, fich dcn Bürgergemeinden und Zünstrn, ohne deren Zu- stimmung, zuschreiben zu lassen, dcégleßchcn dcnßéandgemcrnden, a11_ch ohne deren Zustimmung nachzusuchcn, wober ,xcdoch die in den Geseßcn uber die Stände fiir dic Anschreibung z11 Kronddrfern f_1s1gcsiellten Regrln zu beob- achten find. anleich erhalten sie inkbeiden Fallen Steuer- 1111d Abgaben- frcihcit fiir zwci Jahre, mit der Bedingung, daß fie m den nacbstfolgenden drei Jahren selbst ffir die Entrichtung der Steuern hgsten; während dieser drei Jahre sind sie aber von der Reirrttenpslrcbt befreit.
Dcr (Köchiilfe des Justiz -M1n1sters, Gchxtmerath Sßheremetew, ist diesor Junction enthoben und zum Mttglrede der B1ttschriften-
Kommission ernannt. H (h w e "1 ;.
Kaufort Bern. Am 22. März hat sich der Große Rath versammelt und auf den foigenden Tag die Besprechung der Berufung des [Un Zt'llkr angekündigt. Man glaubt allgemein, daß der Große Rath iiber die in dieser Angelegenheit eingegangene Petition zur Tagesordnung schreiten wird. Auch spricht man von einer Motion, welche einc Reorganisation der Hochschule beabsichtiée, wodurch Zeller's Stellung eine andere würde, indem man ihm a sdann den Lehrstuhl dcr Ppilosophie übergeben one.
Italien.
Rom, “ 7. März. (MZ) Der Kardinal Gizzi hat am gestri- gen Tage das nachstehende Censur-Edikt erlassen:
„Untcr dcn Erfindungen der Neuzeit hob die Prcsse die Macht des Wortes und vervielfältigte Gutes und Böses, Wahrheit und Jrrthum so sehr, daß die Päpste ihr von jeher die crnsieste Aufmerksamkeit zuwendekn mnßtcn, um ihren Nutzen zu fördern, ihren Schaden zu entfernen. Die unter dem Schuse der Päpste in Rom zu großer Berühmtheit gelangtezr Druckereien legen davon Zeugnis; ab, nicht weniger die außerhalb von 231- schöfcn eingerichteten; andererseits die den Mißbrauch diescr so" edlen Kunß ziigclndcn Geseßc, welche das Talent fördern, aber auch verhuxen WOWW- daß die Völker des Glaubens und der Sittlichkeit verlustig wurden. Di; Form dieser Gesche mußte sich in Verhältniß zu der wachsenkknd :I, der Schriftsteller und ihrer Productioncn für die kkssk "“ck ":* 11:11! _ anders geßaiten, und die Revision der Manuskrpkk "“d“?" than?- sam und unvollkommen durch die Oamii betrauten YUM; EZM sei- habt. Leo )(". verordnete daher mit sorglxchék umchéxunigeke und mehr
Bürgschaften bietende Censur, Q.LWJTF".F§«ZT. gierenden PapsteS, unseres Herrn, für li schk P? die Zukunft in voller biete der Wissenschaft, Religion und Moral auch f rlitisch ! Sibkifteu be- Geltung fortverbleiben. Zn Betreff der Censur pv : swä 11 Re- skimmte Tit 1 § 8 jenes «1111111, daß in Fäaxn- wo sie au ! se
' "1 111 u 'Bes'cbwerden oder im Inland gesahrlicbe Erörterungen Veran- F'Zs" 7115111131... „„ „„ «„,...Semmem 11: Erlaubniß für ihre Ver- "(if er::"chun e'inzuholen sei. Die G mwart ruf1_indeffe11 so viele digit ode 'nijxkg: jhejsweise oder au6schlie "ck die polmscben Vorkommnisse [1:- o " ' d Schriften 1116 Leben, daß es dem StanS-Sekretatiat unmögbch sprechen : dem Verlan en der Autoren in der gewünschten Eil nachzukom- Seworden- keinesweges, daß die anßändFe ?reiheit der Presse
men. SeHeili keit M' die „(. durch jene Rü cbt verkümmett werde, andererseits au 11 cbt, d Fk
h?“ in verderbliche Zügellofigkeit 11111 chlage, und hat 11114 11114