1847 / 123 p. 3 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

also 'tine rößere Bürgschaft gewähre, daß bei Fällung des

Urtheils lei enschaftslos und vorrichtiq verfahren werde;_

_ daß es sowohl der Versammlung, wekche die Anklage b„e!ch]0Uctl- als dem Angeklagten zustehen müsse, gcgen cm gkfüllkk'Zf Ut- theil nochmals ihre Bedenken und etwa noch ermittelte ck“*“- sachen einer abermaligen Beurtheilung zu unterwerfen; ,

daß den Vertretern eines Standes in qrößeren ka1§11U1Ulungen d,!e

Vefugniß nicht zu versagen, ein Mrtng ans rvrcr Mttt_c,zrr entfernen, welches sie f-“ir bkscholxi'n crrrtbtr'n, daß ÖYMZU,“ I“ das Urtbei] der TZäblkl“ ,"“ij abxolnt bmdcnd [rm komre„ , und wurde den “beziiglécbcn Bestimnnmgxn kx? Entwurfes “UI W171!"

Gründen mit 11 grgetr 4 Stimnrrn bctgcpsltchtrr._

Dagegen wurde folgende ?]bandcrurrg [*cjchlyyscn :,

Wenn nämlich Paffus !,) mxt dcn “&er crtrgclcrrct wnd: „diese Entscheidung nntrrlrcgr der Bcstatrgmrg des,- Standes„ rwe] aber auf drm Provfn;x'al-Landtage ,das," Angcxchnldrgtcn, vcrtrrtt, ,

so “ist „ZM die Bestätigung das Krrtcrrnrn crrrrrzwetrcn ;mjtanr,

sondern déé Enrsäöcédrrrrg, dq/deWorf „Be1tatrgrtr1g“_1121117 „der;!

bisherigen gcscylick1crt,&:11111c, (IZrthnal:Trdrrung », ,:xl)», ;p]...

513.) nicht sowohl EML zrvrttc „rnth, als„cmc S_anrrrozr dcr von

einer unzurrfkhend kompetenten Behörde gesalltcn Entxrhchung bc-

rrkt.

M Ferner ist nicht abzrrschcn, wrrrnnrdir ,?lppcllatiort nnr dmr," 511

lässig sein solle, wcnn (bci :x.) dic_?[u,sx_cklraßrmg Von drtn,*_])room;r„11

Landtage erfolgt ist, da eine Llrrsyrblrcyung "I'M dcm Krctßtagr odcr

dcm KommunalÉandtage a]s cinc nicbt gcrmgrrc_biirgcrlrchrHsmb

seßuug betrachtet werden muß, und diirfte dcmxnsvkge Pasns .1. ZU elidiren sein.

Bei Passus c, Wurde befunden, Daß [)inrrr rern Worte": „xrrlx“ einzuschalten sei:

bei ihrer nächsten Vcrsammlnnzr; nm die Möglichkeit, das; ein gcfäUteÖUrkhrÜ Vcrsr'bärft wcrden komme, nicht in weite Ferne vrrlcgcn zu können. , , ,

Zu Passus 11 wnrde hervorgehoben, das; rs siäx bci dcr,“ rryrr ten Instanz nicht allein um cinVcrwcrfcn, sondern mtrb_mn rtrt Crit Weiden handle, es also am Schluß dicses Passrrö_l3ciyrn ,mdgc:

durch Stimmenmehrheit iiber den Ausspruch dcr Wahlvcrxammlrmr] in lkyter Instanz entscheidet;

womit die Schlußrvorte rvrgfallen wiirden:

„Bei diesem Ausspruch hat es sein Brrvcnden,"

Ju [P, findet sich nirbts xu bemerken, ,

Abschnitt K*. cnthält die' Modalitäten, nnter denen,!Jir,kkkrhgdr litirung einer von Ständcrccbre'n mrögrschlossrncn Prrjon hcrhrrgc: führt werden kann, wodka“ ständische Konkurrenz glrirbsallö i'ltthl'klilÖ werden soll. , _ _

Hierbei Wurde jedoch bcmrrkt: daß es als Lücke dcs Entwurrö gelten müffc, wenn in diesem Abschnitt cine Wicdrrxulaffung;111“*.),r1_r_c,*- Übun ständische!" Rechte nur auf Antrag dcr Vrrsammlmtg ;ulajytg sein Jolle", welche die Anklage beschlossen vat", sorrdrrn mu; vielmrbr auch fiir die im Abschrritr ]. *1-» I aufgestellten Fälle ciner Möglicb- keit der Rehabilirirung vorgesehen Werden; rmd wird in Vorschlag gebracht, Kart

„der Versammlung. Welche 'die Anklage bcschloffcn bar“ seyen zu wollen:

cincr ständischen Vcrsammlrmg, ZU wclrvrr ?Der Angeklagte gcbdr]

hat oder seinen Vrrbältniffrn rmcl) angc'vörrn wi'rrdr.

Ferner diirfte, mrs Grnnd drr dci Ilbsrimitf ]]l Vertrrtcnrn [*r- züglichrn Ansicht, hinrcr „?lrrssckxlicßutlg“ cinxrrschalrcn stin:

okcr Cntsagrmg.

Nbschm'kt 7]. handelt von dmr Fällen, irl Welchen dic Llrtsiidxmg ständischer Rechte ruhen soll, und trr'tr diesc Suspension rin:

1) wenn das Bürgerrecht rrthk.

Keinknfalls wäre es zu rcchtfcrkégcn, rvmm ermnd vom “Brix- ger- (Ganeéndc -) Ncchtk, wenn am!) nur zrfrwe'fsc, ansgcscblwssrrt worden, demselben das Nrcht cf:1znr(1“nmctr, h(ihr're sthésck-r Nsrtvrr während dieser Zcit auszuüben; nnd s:]yrént dmnmfolgr déksk Vrstém mung zwei„'c1los.

2) wenn cine .Karatrl- odcr Kkrfmr'rml:Unrrrsnckvrmg rfngclritct ist.

Als ZWLéfc'lhafrc Frage e*rsrlvcr'nt: ob schon dic Einlrirnug rinrr jeden Kriminal-Untrrsmrmng die Srrspcnfion ständisrlxm'Reclxtc brgriin dcn solle; oder ob solche néchtvirlmcyrnurdann eintreten diirfe', wcnn wegen eines Verbrechens, worauf einc? ehrcnriilxiqc Strafe“ strlxr, von einer ständischen Vcrsammlrmg anxzuschlic'ßcn sci? _ Dcr Entwnrf hat die erste Altcrrmtin vorgezogen, weil sciwn nac]! drr rrvidirrc'n Städte-OrdnunFLv-om 17. Mai “1831 §. 253, "mb dcrLandqcr11cindc- Ordnung für cstfalrn vom I]. Oktobkr 1841 §, 47 und nal!) der rheinischen Gemeindc-Ordnung vom “.'.“5, Juli “[I]-5 B- 41) bir Einlc'itung einer jeden Kriminal:Untcrsmsnmg jcdrrzcir das ?)inlsxn dcs Bürger- (Gemeinde-) Rechtes um], sich 3L9['**/ und rvnrdc dic_n,*r Ansicht des Entrvurfes desto nnbcdenkléckrr beigetreten, als es [er ständische Versammlungen als peiulfck) und als ungeeignctgclrcn nriinr) ein Mitglied in ihrer Mitte zu wissc'n, iiber deereihcits und,1clb1t Ehrenstrafen schrvebcn', cs aurb fiir ständische Vcrsanmrlnngcn ]rdcn, ]?Us “193 enffprechend erscheinen] will, sich bezüglich der Vcsckxoltrnlxmt emes MÜJÜLÖLS Übel“ dcrärtr'qe Eyentualitäten stellen zu wvllrn.

3) we,m,1, Zieh ständische Versammlung cin förmlichrs Verfahren rin»

„rere at.

, E,?ne vorläufige Ausschließnng des in Untersuchung gcxogrnrn Mt] [redes unrerlregt um so Weniger eincm Bedenken, als es eben „Öl? ufgabe W1e„dek_Jnhalt des Entwurfes ist, die Krvrifcllosc Eln'cn haftrgkert der Mrtglredschaff ständischcr Vcrsmmnlunqcn im vollsten Umfange wghren zu _wollen. *

* ,Hrerber :| anZUsühren,_das; die in diesem Abschnitt bcrcgtc Sus-

,penstorr sich von ('Wer Ansrchließung dadurch wesentlich unterschride,

als ber ersterer nur der Stellvertreter einberufen wirdeaö 3e€therigc

YFMÖUt demz11folge “"ck YM Ml,"- Während bei letzterer cine ncuc

Wahl eintreten muß und htcrmit das Mandat erlischt,

' Abschnitt x'". ist rein formeller Natur und Üuteriicgt keinem

Bedenken. '

Schließlich wurde die Ansicht geltend gemacht, das; es im (550-- sep ausdrücklich auö'esproche11 werde:

" daß eine wissentlrch fal)che Denunciation der gesetzlichen Strafe

der Verleumdun unterltegc.

Das Gesey ?elbst darf als ein zeitgmnäßcs betrachtet Werden, durch welches eine wichtige Lücke dcr vatcrkändischcn (Hrsexxgcbrmg aUSgefüllt und mancherlei Zwäfcln vorgebeugt wird.

Berlin, den 21. April 1847.

Die dritte Abtheilung der Kurie der drei Stände,

(gez.) GrafBiQnark-Bohlcn. Gräß. Schevcn. Dorrglas. von Arnim. von Jaraczewskt'. von Steffens. Manklry. von Münchhausen. Krämer. , Krause.

D, Graf von BocholY-Asseburg. Satttg. Graf Stosch, Offermann. A. de Galhau.

Landtaßs-Kommissar: Nach der gründlichen und im We- Ytléchen aner ennenden Beurtheilung, welche der vorliegende Gesch-

twurs von der Kommis“ion der hohen Versammlun rrfghren hat, Flaube, ich mich bei dem Beginn der Berathung au wetzrge Worte ' eschränken zu können. Der Gesep- Entwurf verdankt seme Entste- .hung'zunächst tinem Antrag: des Rheinischen Provinzial-Landtages,

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welcher den Wunsch aus*esprochen hatte, daß,déc, Cognition übxr die Bcscboltenheit oder Unbe choltenheit seiner Mrtglreder, welche bts da- hin von Organen der Regierung ausgeübt war, kelL Landtqgeßlbst iibertragen wcrden möge, eincm Wunsckyr, Welchem &»:e. Ma1estät der König in dem Larrdtagö-leschieke fiir dir gedachte Provinz auf das bcr'ritwilligste entqegenzukommcn versprochen haberr. , Nachdem arrf diese Weise der (Kegenstand ciunml angcrcgt war, ycbteu cs nnerläß: [ich, ihm eine breitere Basis xu geben, nnd anr theils nxrgen dcs innigen organischen Zusammenlmngcö, in 1velcke1n_dic verychiedcncn ständischen Institute unserer Monaräric xu rénandcrxtclzen, tlchls we:- gcn der Don Sr. Najcsrät dcm Könige ,crsylgch chtrung, C§:1t1*a,l,- ständisrbcr Versammlungen. Fiir die :).]?zrglrrdyrlmft de_rxirersstandrrjt dcr rrnbcscholtenc :)iuf ebensowohl vorgrjrin'txbcn, als für allc iibrrgen stänkisrbcn Versammlungen", fiir die' Krciö1t_ändr [*cstcbcn abcr br"- sonderc Vorsckvriftcn über die Art Und Wci1r*, wie die Frage über Bcsckwltcnbcit odcr Urrbrsckrolkrnlxrir festmstrllcn sri. Indessen sind dicsc M*rscbriftc'n fiir dikvcrsrbicdrrn'n Provinxrn, wie wir gehört bach, untcr siri» schr Msrntlirb vrrxrbirdcn, und cine Provinx ent [*clxrt dicserBrstémmungcn iibcrdirs _qänxlirb. Zolltrn 111111 die Regeln znr Vcrrrrvrilnng drr Vrsrlvoltcrrln'ir fiir [*ölwrc thstanrcn fcstgrsrtzr werdcn, so sabicn rs r(rrhlicv, wo nirbt rwtlxrvcndig, dicsclbcn fiir die urtrrrrn Justanzrn Zn gcnrralisircn, 11le dico war 1111! so unerlÉijZlirbrr, xmäxdrm Ze. *))kajrstär drr „Rdnig (“ic Crrttralsééixrdésckxcn Vrrsamm [ringen [*crnfrn batten, indem rvolxl ercs Mikglrrk r*r'rxcr s[*[l“[]l11 Blr sammlrmg mir Nr*«bt crwartcn konnte“, das: (“fc Vrscivolrcrtlwit odcr [111[*rstbolrrnlvcir srincr J.]kitständc nacb (“rnsrlbrn :)icgrln drrrrtlxcilr wcrkc, Nack dirsrn (Lkrundsätzcn baden n-ir geglarrbt, dcn (Iöcsrtz Entwurf allgcmcin fassen nnd (“ir älteren spcxicllrn Vorschriften, die davon abrvrirlxrn, außer Kraft [Wert xn miisscn.

Was dcn 111.1tr'rfrllr11 **xrrlmlt UR:“ ertwurfs [*rtrifft, so [*rrnbt drr sch anf zwri wrsrntlirlwn Prjrrxfpirn, nämlirb:

]; das: dir“ Ilmsiibrmg drr mersrrdast 'das [*Ör1*str' politésrbr NUN nnr dir [Mbstc politisrbr Mrs in sir]! [*rzrrrifr', das; also alle' Pcrsonrn, 1erer in erirlxrmq arif mrkcrr politisriw odcr Stan - drs Functionen cine Vcrmrindrrnng iOrrr Chro crlséttrn haben, in keiner Weist dic lvö-„bstc Cerr, (“. [*. dir“ der Standsämft, auöijvrn können; auf Dem (Irrtndsarx, 'das: dir Br*srbolrrxxbcit odcr llnkrsciwlrcn: [Mit, so weit sie m'rbt „1115 bestimmten zxrétrricn 511 rrkcnnrn, "Mil Standkögcnossrn [*rrrrtl'rilt wrrrrrt, (“as; also ein j-r-Ucserm [;;-|"]111n r*]!!krkkkU ljliissl.

Ans Diesen (Brnrrdsäxxrn crrrwfckcln jkr]! (“ir e*frr;c-lttré]1Ba'str'rnmrrjr- qr]! (“rs (Irscßcö; wenn im “émrfr' drr ?rbam' rläwcrr“ “.'lriöfurlst iibrr Sas Einzelne _qrwiiusrrvt rvrrdrxr sollte, xo wrrdr i(b dfrxc ;n geben arrn [*rrcr't seid. , , - ,

* k])?arsrlmll: Es sind xn dirycm (35L16B_Ö_“llk11*lli's nacb Q"- 15 drr (Irsäxäfts-Trdnm1_q xwri ?lmcndrrncnrs Vorschläge grnmäxr unk“ mar überreicht rvordrn. “Dcr e*rstr vom Grafen von (Üalxlcn ist allqrmrr nor ?lrt, fck wrrdc also den ?lntmgstrlkrr bitkom, ibn rr1twirt'cln,_:„,n wollrn, und dann die Frage stritcn, _ob er Von der rrglrrnrrrwmäxa «rn AMW von :].)kr'tglicdcrn dcr Vcrjarrrmlnng nnrrrxtiiizt wrrk, nm rim in Brrathnng nehmen zu können. ,

* legcordrt. Graf von (Inhlcn: Ick Ums; Die [WM Ver; sammUmg rccbt schr nm VcMilxnng [*ittrrr, wcnn ick; miri» ;ncrsr Mis B. 7 drs (Brier; Crrtwnrfs brrnsr, _ck“. )' drs (kkrscrx-Cnfwnrfö bat nfrmlir'w dic “Br*stimmrmg;

Allr dcn vorstcdcndcu Anordrrrmgcn *„rrwidr*r'Lxrrtfcndr Vorsrbristmr

wcrden bicrmit mrfgcdo'vrn, Alles also, was i]! Br*;irlmng anf

dir Bcurtbcilrrmr rer [*csäwlrrnrn chrsoxrrrr bésbrr zrrgvrkr'rr lmt, ist von drm Arlqrxrblick 111“er 111er giiitkzr. Zn drr ProvinJ Westfalrn ba'yrrr wir, wir Mr uns dem (Wrtraclxtcn ,]clxört [*abr'rt, r*fll ba'soriöcrrö Vrrfxrbrrn, wir iZOrr Ve'srboltc1lwrft [*r'f kr*c*1'öst(1'11disrldmt Vrrsammlmlgr'n ('nksrl'érkrn wird. Öfrsrö ist “NUM O“. 7 kr'r .*irrr'ö T'rdrrrmzr, *.*Ollstäxtdfg (*c'stixnmr. CD ist ein Von (“9111 [“yorlrscligrn .*Wnéq vrrlfr-brnrö Ncrbt, UW air! Br*starrktvril diescr Cémrir'l'rrmg drr „Kirrfsstäch wir? Ortrrl) 2“. )' axlfsrrblemr, Cin solrbrö .*)Tr'rldt arrfonbrn, ist ;med H'. ]).) drs (Örsrizcö vom .']. ,Fr'brrmr c'. WAW _).nxielörmz] odcr ?lniWrnng [drs ProNnxial-x*„111dtrrgr6 mW! Kn:- lässig. C6 ist allrrdinqs gesagt wordrn: [“First dic [*ctrrffrndc Ztcllc').

Ick kann in Dissen! “.'[bsrbjtitt dcs H, [2 niM finden, r,1x';,_1„vc11,11 Yllfr'][]]_r] nicht rim' Provinx, sondcrn Zwei, drki cin vrsondlklö „"W"-**" schcs Recht haben, dicsrö lcdigliä» 3111“ Cogrririon dr'ö Wcrcrnrgrrn Landtages gehören solle. Es kommt mir darcznxan, obrs e_m ('m,- Zrlncs RUM dcr Provinr ist; Mm wcrrn rs cm„ W[WLS [1], LU Mix; der bctrrffcndc Provinrinl Landtag d»1r11be*r*,gclbx*1“r,wrrdc'rt. ?.b Urrd wclrbcö (köcscx; [)]-er im ?lllgrmcinmr vor;";rchn ]ri, wiirde“ [ck nm], und diejenigen, die mit mir cirlkrlrr ".)lnsirlxr sir-iz, in Dir Notbwe'nrig- kli.- vcrscyr finden, grgrrt dcn (»35r*]kt_4-:(x11trvrrr“s so wovl im (Hanxrn, a]s wir ami) in seinen cirtxclrrpn Tlvcélrn 311 Votirrrt, Wenn nfrbt drr H. 7 mrsgrhdbcn umd damit das allgrmc'inr (kbrsrtz snbsidiarisrb wiirden Jr!) brautmgr, rns: „B. 7 anfgrewvcn wcrdr.

.Klörrigl, „xiommt'ssar; Ick glanbc Jolgrndrs miissc'n : ,

Der vom ge'cyrrcn Antragstrllcr ajrgcxogrtrr Paragraph lautet

allerdings:

[“First Tie betreffende Stelle Ho:“.)_ _

Ick glaub? aber nicht zugcstclxcn zn diir*[t'1t„,rat,: dicser PZM- gray!) dnrrl) dir Vorlage: dcr I)icgicrunq ).)rrlrtzt W,; (xinnml, 11391] 05 silb Hier nicht nm stänkfxrlxcn Brrratl) ,brr rmrr?l[*«,111(,*_rr“11nzr, der Ver- fassung einer Provinz [,xarrdrltz denn drc,?lrt trnd Wcch', jvrr ch„JBr- srboltrnbcit brnrthilt Wrrdcn rollo, [*crirlrrt, rtr sräxrdqclxc Versanunx'r der Provinz krincöch'rcö; und Y][*l']ki'1lö i|r vorgrjclxcn, da];- Wenn dergleichen *.)[ngclrgcnhcr'tcn sich iibcr mehr als ("fur Provinx crstrck/ fen, dicser Brimtb vom Vcrcénégtrn Landtage“ rrfordcrt werden kann. Wir haben abrr vernommen, das; dlc fraglirbcn Bcstimnmngcn fiir Schlesien, Westfalen und dir ck)il)r'i11pr*-.*vén; gleich sind, deshalb ist das Gorwcrnrmcnt dcr Mcinmlz], das; die Vorlage der «schlichen Bystimmrmg Vollständig cntsprcrtvr. Uebrigens wiirde die Unterdriik; fung drs angefochtenen Paragraphen 'das 71mm“ Gescß in die VW stkUM- “Loni! wenn das urin“ Gesetz gclkcn nnd die ältcrrn P_r*oV1_11= Kia] Wcschr bribrlwltcn nwrdrn sollrn, so wiirde Einheit und Konz,?- qncrr; Wikil- Dcshalb glaube r'rb nicht, das; das (“Jouvrrnrrncnt „ck drm lerndcmcnt wiirde "anschließen könnt'". ,

Marschall: Ick frage, ob dem Amcndcmcnr, wclclvrö dal)!" gcht, den Artikel 7 wcgzustrcichcn, bcigctrctcn wird?

(Findet keine Unterstüyung.) , , t

Es hat keine Unterstüyung gefunden. Das zwettc ?!111k'ldL'*:*k'l ist Von dem Abgeordneten Delius gestellt und beste ], dann„daß ),r- 2 des Artikels 1 weggelassen wcrdc, Da dies in Étklzklnhklkk'" „!*-Z"“ geht, so würde es bei dcr Berarhunq der Paragrapherr vorkomrnen. x„rrs Erste, Was von der Abtheilung béschlossen rvorden rst,- kst dk," BWM]; niszfragc anzurrkennen. Es fragt sich, ob iiber dre Bcdursnrßfrqgc Jemand sprechen will. Es haben sich Mehrer? gemeldkk- wahUck'cm- ltck zur Besprechung des Geseßes im All ememen. , ,

Abgeordn. Brust: Meine Herren. Wenn Jemand m,d|c-: sem Saale Beruf hat, über vorlie endes Geskß Z') spre) M4 so “| es

ewiß meine Zentlr _ dre Veran-

r*1"jvfa'k*e*1*1t Fil

erson die das S icksal hatte, er , assung zu &er GésKe zu eimg In der Denk] raff)? Bezug.,auf einen Deputirren der hein- rovinz genommen, und dre er Deputrrre

bin ich. Es steht in dieser Denkschrift, ein rheinischer Deputirter sei in Untersuchung verwickelt worden, und der Ober-Yrokurafor habe dies dem Landtags-Kommiffar mitgetheilt. Indessen rst dach zu bx- merken, daß diese Untersuchung gerade auf d_en Antrag des K,ommts-* sarius oder der Königlicher: Regierung zu Koblenz gegen m1ch ver- hängt worden ist, Man hat mich des GeWobnbcitkuchers beschul- digt. Ein Verletzter Theil, gcgen den ich Wuäver auszrei'rbt haben sollte, war nicht aufgetreten. "**qu die ganze Sache nickxt cin Ten- dcnz-Prozcß gegen mich wäre, so ist es schwer, zu begreifen, wie die Königliche Regierung sich veranlaßt finden konnte, eine solche Unter: suchung gegen mich zu provoziren, Diesrr Schritt war um so auf- fallender, da der Staat dnrck) die Königliche Bank und Srehandlung auch Gelb- und andere Geschäfte treiben läßt, die ciner schr ver- schiedenen Beurtheilung unterliegen. Es ist nämlirh nicht unbekannt, das;, während die' Bank von Pupillenge'ldcrn und anderen Drpositcn nnr “.! pCt. Zinsen Zahlt, sie viel höbcrc Zinsen r'calisirt; rden so ist ck nicht unbekannt, das; dic Scrhandlung (Kesclxäftc trcivr, in diesem ?lugrnblick sogar mit Roggen, dcn sie rn 6!) :)itvlr, eingekauft tmr und irtzt mit [()]! :)itblr, vcrk'anft. ' (,;Fcirch drs I.]kt'ßfallcns.)

Ick will dir,) nickt als c'n Unglück bcklagrn, sonkkrn mtr be- Weisen, 'das; ro arrfféillig war, wfr dir :)]rgicrrmg mill) bier in Unter- snckmng ;iclxcn konnte. Diese“ ist in grosxartigrm Maßstabc gefiihrt worden und rnbigtc damit, das; ici! freigesprochen wnrde, „er bin vom „Landtage entfernt worden und [mbc also Strafe erlitten, ohne das; ein Urthcil gcgrn mirb gefällt wordrn ist. CrttsrlmlöigenSée, das: [“ck Zis mitPrréonlicbrcitrn nntrrlmltcn lmbr, ill) babe abcr ge- qlarrbt, das: die Srlxildrrrmg mrinroBcispirls ndthig rer“, rrthnen zu zer“ cn, ]vic sorgfältig dir Bcstimmmtgrn cines (Pcscxxcßcrrvogcrt werden mir] crx, wodrtrrlr dic Ebru“, drr grrtc Namr rind politijchcs Nackt nur zu [richt gefährdet Mrdcn förmcn. .(“icr in dirscm Gesel; soll dic BÖsÜPMU" [*kir anf allerhand Weise vestimmt nnd mrsrkrrtmr wcrden. , Mjr ]cbcmf abcr, das; eine Vrsrrwltrnlrcit mrr dann brjtcvt, „wcnn rrqrrrd einern Abacorknrtcrr, irgend eincm Marmr (LOW UND Y_111“§1c1*l“i'ck,t (“arch i'lll Urr'lxril rmxogrn sind, cwcr kann von eincr Wrstbolkcndrrr nicht dix: Nrdr sein. Ein [*criilxmtrr :)icrßtölrlsrrr [mt Orclmrhr SWM]; "]“ M'l'llxén't“ c't 4]]k]8=1|:||'t- .»!!skicit.

Wlan also die bloße Anklage drr Untrrsmbnng [*im'rickxt, so is] jlitbtö mrhr sicher und besonders, wril Dir ?)]rgfcrrmg &) in ivrrr Hand hat, jede idr misslicbigc' Person vor, Llnßiibmrg ständisckrer Nrthtc 3,1; entfernen, errbc sonderbare "))kokroc Ölkrdkl obwaltrn, lmbc'n w:r mori) vor drci WOMU gesrlxcn. Da war cin andrrsr ziollrgc von uns nnch amgcflagtY Feine Bcsrboltrnhcir sollrr dnrck» cin Cyrlngi': ricbr untersucht werden, wclcbrö von dcn rhcinésckwn,Ständ979)krtg,lrc- dern arvaltcn rvnrdc. Co Wurde der Bkrr'cbr vorgclcyrn, wo_rx,n Vyagt „„U-dé,“ dcr Tcpnrirrc gcbörc ver lfblt“x,11c11Partcr an, und _]rm xrel]:- vertreter sci eine dem (§5orl*.*_cr'1tr1nc11_t vrcl 911grrtebmcr*c_ Perron. ,Wenn also solckw Moch grltcn 10l|cn„ ro qt xolrbx, llnter)nchnn,_q letchr zn wrovoxérrn. Dann [mbcn wir „'rrrxrnz-Proxrjsc,, weite„r mäss. Jcb („“" also der 517ijer das; nur wirklxrivcö, Urthcrl gcnrrgrn Han,", um eine Srandsrlmft » crrtxichcn, , Wenn grragr rvor',dr'11 rst, dax; rn dmr rbcr'nik'cin'n (Hörsctzcn kröhald m(btö vorgrwhr)! ware, ]o pmk; rch cr- klä1*c:r„daß dcm nirbt so ist. “L„cr ,“.)lrtrfcl *]L,11111r*r“rö,(„0-1. Nnnk? «x-mäayrigr unsere (Scrichtc anödrrtcklrrrx, ,d,as Wablrrckrt, da? ROM, ]UW' xx: sein, ws Nmbr, Vormnnd “,n mm„ das Recht, GUckrrrJornxr * "' Worm Orrs VO!!! (35611er arrsgcxprorixrn rst, ][)

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[*]-Uk“? fck (*,) IMR JENA“, [“ÜsZFLYÜsÜ]V]U*]]l*k]t [*!*]ÜÜ']. , m,) (35,74%; Zn vrrwersrn. _ , , W “ÉZWWÖ «Kommissa 1“: Ick 717“!ka "WL- W? M' W'KLLUS Fall, wrlrbcr' aUcrd'rngs ,die MMU“ “YU“UUZÜUUUI UZ] _IPL'U“ wärriarn (zscsrtx Cntwnrss MMW lk], ,lxrc'r „mm': ,(xrorrk- trrmrr'r rmrrrlirgrrl dürft? :*,“b ÖM" WLW *" F***],“kz L*,YMUNUF "UN darmrf antwortc", W die €**!" *Jxe'r'axtlaUrt-rzr, 2:11! «)]é,k,]]:l, ,xrxgllvcz so «drm acsprockwu, ;m' UW'UUIM'U Ul “UW ,'.*,“'"_ U] ,“,RLIUUUI *)“.sé , ," M ist odm“ nichr. _ "Yorn" alwr i“,rr*,rmwrrc Cr*or*_rrrr111g_drejro LARRY“ von W. woven PN.,mrmlnzr gcertrxrwt rr)e*1*k*r*n_1olltr, xo bm :?]; [";rrit, sämmtlräsc Ycr*[mrrrdl1111_qe*r1„ 111! Hokrrmrmt rmxyrlegcn,“ damit M[[„(xm-UMAUUJ gcwomlr'il :x*t'r(*e*_r1fo1111c*, rms e*§,dar11,tr ]trbe, Cs wer- den dann die Urtlelc (*r-“de'!“ „"ß“-LUKYZJ, (“lk k]]ktkklermgrn des Ober: Proknrarors an ("rm Landtags_.Kiommrjmr _11. 7, w. krrtgrjcbsn Wkrdrn köjrrch, Wrmn also ri]: Wrrxmb drr W,!"WLUUUUUN Wb arrssprirbt, so wrrör (ck M* Papier? im Zrkrctariat nrrdcrlrgrrr lassen, * [Wir]? Stimmen wiinjtchn dico.)

Was dem ;wcith Fall, dlsst'" M' OM", Abgkordnrtc erwähnt, [»,-trifft, dax“; nämlirb bci [']119111,)111Dll“é*1,l,?lpllflx'kéii, dessen Unbestbol- te'lrlkrrr anarfvtbkt'1l, "»"ng d“UW W[N]M Tktlke'yzcn erörtert seien, so «MWT m'» dabei das Urrhrrl (*r'r lrylrrn Vcrmmmlunq für das Worivrrrjmrrrnt in Anspruch rtcbmrn „UZ (""kscn, Érr Fall ist folgen- rrr: [jmnittclbar vor Cröfftxllllg klkxskö Yllgcmrrnrn Landtags erhielt fck cine Armcigr, daß der:)krrs cmrs dcr",ö)r*1“r*ett Hcyutirrrn in Frage M*stkllt sgi, wril e*l“ sick) WWU! grobem, (Wmvoy11[,391rö1c1311111ggch in ge- riävrlfrbe'r Untersnämug brsmdr, Nach, dem ]Wrgm! Stand:“ der Ge- seßgrbnng wiirde ick] allornzn ,k'kill'thljlcn_JD,]UZN haben, ob drr "“Le- prrtirtc als bcsckwltcu crnjtwmlkn «1153111chlrcsxrrr odcrznzulaßcn sci. Les Königs Majestät gcrulrrcn abr!) zu bestrnnm-n, daß, Unter einst- weiliqer Srröpcndirnng, dcö acskßlichcn 5]Jt11,5,(]|L(1, und mit Riicksicht auf ken cbrn vorliegend?" (HNM-(NMVlUJs- dlc xtandrögcnossen dcr Provinz gcvörr WLW] jolltc'n, ,ob Mr_Rus,dc§„Dcpnti_rten br- flrckt sri odr!“ nicht. : Mc OJO?" rl,»)! crrrjttmmrq sm“ nrrbrslcckt er- klärt, und auf (Hrund drcxes 2312eran txt rr, olmc Wcrre*r'r,s zugl- lassen worden. Ick Il*UckF'-„_M!; ("crm das (ÖOUOLL'UTMDUT rrr [rös- ralstcr, znvo1'k011lYU'UU'1'ZUM? Qi,",lJILWM lmx. Wmm nun,"! ,dem Verfärt dcs betreffenden "„der, Pr'.1]rdr,*,11rrrr ge*]tr111(:crr„lxr1t„ dax; drescr Dcputirtc dcr ltbcracht Parker anchUer, 111,1,d„daß 1e_*_rn Stellvrrtreter dcm (zzorrvcrnmucnt vrrl angrnrhmcr ]rrxt, mum, denen Antrag aber rriclvtsdcstowr11igxl" datum, JM, ch Dcputrrrcn 1:th auszusckvlfcjxcn, und wenn diescr Brrrcht, den Herren »:tandcßgcnosscn mitgetheilt ist, so glaube ;ck, das; darm tern anderer Vorrvurs liegen kann„ als vielleicht der der Unvorsirlvtigkcrt und zu großer Unbcfangrnhrtt: jeden anderen muß ich rrnstlitb zuriiäwrisen. Endlich habe iä) noch ein Wort an- zuführen iiber den Antrag drs grehrtcn Rcdrtcrs, daß le_dtglr'ck) ge- richtlicbr Vcrurtbrflnngru drr möqlichc Maßstab der Unbcxrboltenheit seien. Doch glanbc fck, dirscrhalb lrdiglici) an dir Vcrsmmnlung appellircn 311 diirfen, ob wirklich Nicnmnd in recht qrcllrr Weise be- srboltcn sein kann, ohne daß er eincm gerichtlichen Strafrrrthrile un- tcrlcgcn habe. Es wird kcinchcispfcle bedürfen. Diejcniqkn, welche anderer Meinung sind, nur die können dem geehrten cdner bei- irrten.

Abgeordn. Mcvisscn: Hohe Versammlung! Dcr GeseH-Ent-- wurf, der Ihnen heute zur Bcrathung vorliegt, hat, wie ich erlaube, bei dcr Mchrxahl dicser Versammlung gemischte Gefühle,“ einGefühl dcr Befriedigung und ein Gefühl getäuschter Erwartung e.,rw,eckt. Ein Gefühl der Befriedirung, weil er zuerst offiziell den rtchttgen Grundsaß, daß die ständiZche Versammlmr in ihren innxren Angele- grnheiten selbst zu entscheiden habe, aner ennt. Wir haben,nur zu wiinschen, daß dicStaats-chierung recht bald die Jnitmtryeergrerfen und die Weiteren Kotquuenzen dieses Prinzips ziehen möge. Em ,Ges fühl getäuschter rwartung, weil ich glaube, daß nach Verlrruf dreser Dtskussion, die sich eben zu entwickeln beginnt, [,die m,:ctertellen, Ve- skémmungen dieses Gesep-Entwurfs, als der “offentluhen Me,:mmg

Erste Verlage,.

Erste Beilage zur Allgemeinen Preußischen Zeitung.

und der Achtung vor dern Rechte der Personen wider re end bei der grüßen Mel)rza„k)l_d,te,srrö Versammlung keinen Esikr Kg ,finden werden, , W215. z,l,nm_chyt dre (Frage betrifft, ob dieser GéeH-Cntwurf rin Bcbitrfnlß kl? 10 glaub,? ick), nach der Lage der bisherigen Ge- seygebung, da„ dreses Bedirrfniß zwar nicht aus der Laqe “der (HC“:- éetzgebung an Lari), wohl aher aus d_cr Entwickelunq, Weläve die (539/- eggebung, pra ktjch, sertBejtehen dicyer (Hrseßqebunß, qenömmcn bat, bejahend beantwortet_ wcrden muß. Das Gefrtz vom I;. Juni 1823], das Gruydgcscß m_rjere_r ständis-brn Verfaffuuq, fordert die Unbr- scholtenhert dcs :)iures siir _alle Mitglieder, Dirses Gesexz stellte kein Verfahren f,?st, wcznaeh drewUnbescholtenhcit desRufö erkannt werde, es stellte kerne flstc Kriterien für diesen Ruf fest; es stellte nicbt fxst, v,c,)n wem die _Unbksrboltruhcir rrmittelt werden sollte. Natür- lich Wurde cs gcrveycn skin, und einer unbefangenen Auffassung ent; sprechend, wcnn das Gouvernement diese Lücke drr Gcsrlzgebunq zu Gunsten der persönlichen Rechte interpretirt, wenn “es gésaqt hätte, mir der ist bescholtencn Rufes, der durch irgend e]n Kriminalgericht zu einer entehrenden Strafe rechtskräftig verurtbeilt worden ist, 'Ich glaube, wenn sie fick) fragen, wie sik die betref- fende Lücke der (Heseßgebung praktisch aufgefaßt haben, so wiirde dies die Antwort gcwcscn sein, Die Antwort, die aus der Anwendung dcs Geseyes von Seiten des GorWerncments herVorqeqauqen ist, ist eine andere, eine abweirbendc, sowohl in Bczug auf biéJorm, aks inWo- BUI auf Yen rrra,tcriclle11 Inhalt. In Bcrng auf die Form strllt das Gesey nrchr text, w,rr dies Urtheil iiber den Ruf fällrn soll. Das (Houvernemerrt h„at drrse Lücke so intcrpretirt, daß das Gonvernemcnt dieses Urthetl_falle,n1o_ll. In Bezug auf den matrricllcn Inhalt stellt das Gerets nr_cht [est, welchc Kriterien vorhanden und wie sie fest cstcllt ]ein miijxrn, um Jemand fiir bescholtrn Fu erklären. Wie es Icheint, wird rrxt chr der Versuch gemacht, solckvc Kriterien auf- zufindcn, Die ?]]egierunq aber, die bis davin ausschließlirb fiir sick) das Urthril iiber den Ruf der Htändischrn Mitglieder, [“a/ö Urtlvcil Über den Ruf dcrjenigrn Körpersrmst, dic bkrcrbtigt ist, die Staa]?- Regierung zu kontrolltren, die mit der Staan:))kr'gérrunq qlcickvde'rW- tigt zur GeseYJcbung konkurrircn soll, in Anspruch nahim," haf béshkr die Bcscholtcnhcit des anrs gcniigrnd dargctban, auch wenn kein rechtskräftiges Urrheil crgangrn, sondern wenn nur eine Kriminal:Un- tersuchung eingeleitet war. Sie hat das letzte Kritsréum fiir qenii- end erachtet, und nnr darin, daß Verschiedcnc provénzr'alstätrdisckve Lersarmnlangerr mit dieser Auffassung der chirrung 1|icht cirwcrstatr- den waren, weil sie dagegen nachdrücklich remonstrirt, Mil sic qeglaubt haben, das Grstß müsse ' durchaus eine andere Basis r'tben, dr'rr'in haben Sie die Bcdiirfrriszfrage fiir die Cntftcbrmq leksks Gkskßkö zn erkennen. Ich bin, wie gcsngt, ker An“. sicht, das; Öl] dcm [)crttigrn Zustand der Dinge das Gesetz cin drin.» gendes Bedürfnis; geworden ist, damit wir cndlich aus dem „Zustande drs Schwankens, dos Vrrwaltungs-Urtheilö iiber ren unbcsrbolrencn RUF herauskommen. Wird das Bedürfnis; anerkannt, so wird die Wrrterc Frage zu erheben sein: wie, der gute Ruf eines Mensckwn zu definircn ist, Dcr gute Ruf beruht aux dcr unbestrittenen Ehrenhaf- tigkeit der Person, “Décsc Ehrenhaftig eit ist eine doppelte, eine in; nere, eine äußere. Die innere Ehre beruht auf dem Selbstgefiihl, auf dem Gefühl der inneren sittlichen Freiheit, der innrren Würde,

auf dem Bewußtsein, daß die einzelne Persönlichkeit in keinem Akte.

ihres Lrbcnö sich selber, ihr,]:n Ucberzeugungen ungetreu gkwordctr. Diese mnere Urbcrzcugnng [jf jepem äußeren Eingriff Unantastbar, Sie kann auch dann troch fest bestehen, Wenn alle anderen sie nicht ancr_kerrr1r11„sic ,hat m der Gefälschte 'fortbrstanden bei béstorisrbén Pexxgnxn, dre mtr xxx,“ garzzen Nnschmmngswcise, mit dcmRechtsbe- rvußrjrrnxrmd dcr «rtr? rhrcr „“Zeit in Konflikt gerathen waren, sie hgt bc: Sokrarcö, Clrrqtuö, Haß fortbestanden, inmitten solchcrzion- fltktq, rrnd kern (Herrcht dcr Wölk hat sie erschüttern können. Das rst dre rmc Srrthdie innere Ehre der Person.“

Tre ,FWleé Brite ist die äußere Ehrr. Die äußcrc Ebre der Nerson Mrd dargestellt durch die Achtung, die die Person kn ihrer naheren und Wertcrcn Unrgebung in dcr 111r11schlichcn *(Hcsellsckmst, in der_jte lebt, grrrrcsxr. Diese Achtung beruht auf drr Ansickjrdcrch- sellschaft, das: ,drc 211138er Person inihremI)icckytsbrrvußtscirr, inivren Handlungrn mrt de,:n Recht„I-bervußtsefn, mit den Sittkn dicser Ge,.- sellschaft m ungetrirbtcm Etrrklang stehe. Auf dieser vvrauoqcseßten Ueberemstimmnng, berrrht dre ,äußere Anerkennung der EM einer Person. Wo„ch ber uns, dtcse Ehrcnhaftigkeit“;ur Urrtcrlaqe dcr wichtigsten polrtixrbcn Rechte grmacht ist, da, qlaube ick) wird drr (Heist dicser Versammlung dafiir bürgen, das;"sic Bkdérrkcn traqkn wird, diese Ehrrnlmftigkrir ru brmwichn, an diesen Rechten LU rü]: ren, ohne die dringendstc, unabeöbarste Veranlassung. Sic wiZd nicht geneigt sein, daöGesetz larFilinkcrprctircn, sondern strikte. Die Vcrlcßung des allgemeinen Rechtsbrrvußtsrinö dnrch Handlungen bc- siraft das Strafgesetz und nur dann, wenn das Strafgericht“ ft'stqc: stellt hat, daß der Ein;rlnc Von dem Rcchtsbrwußtsrin dcr (Hcsannrrr- heit abgewichen ist, nur dann kann mit Sickvrrhcit sein Ruf fiir bc: scholten erachtet rvcrdcn. Ein jeder Versuch, andere Kriterien aufzu- finden, ist mißlick) und gefährlich. Am gefährlichsten ist der Versuckr, eine spe ieUe ständische Ehrcnbaftigkrit der allgemeinen biirgrrléchén Ehrenhaérigkeit zu substituirc'n. ;;m Lans dcr Gcschickue ist jene E,». wickelung vor sich gegangen, dir" das bcsondcrc ?)]cchtobeWußtseiu, dir besondere Sitte zum Allgemeinen entwickelt [mr. 'Der Psaylbiirger hat sich zum Staatsbiirgc'r, der nur _mir Privatrcrhtcn vrrsehenc Men“ hat sick) zu dcm mit allgemeinen politischcnRechten versehenen Men] en erhoben. Sollen wir nun heute von jener Entwickelung zurückschreitcn, sollerr wir zum Cinzrl-Rechte zurückkehren und dienli- gemcinen .*)_icchtsbrstunnnmgcu aufgeben? Sollen wir hrurr dic C[)rc eines Menschen fiir gekränkt erachten, weil er etwa mit den speziellen Ansichten ciner Kaste, cincö Standes in Konflikt qrrathcn ist, während er dem allgemeinen Rechts : Bcwußtsrin vollkomsncn getreu qcblirbcn ist? Ich glarxbe nicht, daß ein solcher Geist in dicser hoben Versamm- lung vorherrxchen wird.

, Mit d,er hohenAchtunx, die, wie ich glaube, ein Jeder von uns in',d1e p,olttt,schen Rechte Aller haben muß, mir diescr hoben Achtung chrrnt es n,ur unvereinbar, wenn diese politischer: Rcchté eineni ]er therl, was sich auf keine bestimmte Thatsarhc stiitzt, auf keine bestimmte Handlung, sondern nur auf die Ucberzcugung einer bestimmten ständi- Ychen Versammlung, unterworfen werden sollen. Ich gehe von der xxsicht a_us ,urrd„hoffe, daß sie bei der Versammlung “Anklang finden w,rrd„ daß dre h0chsten Rechte, die der Mensch hat, diejeniqcn Rechte, dre rl,),n erst zum„ Meusihrn machen, seine politischen Rechté, daß Sas ",'cht außerk- ztxfalthe Ni'chte, sondern wesentliche Rechte seiner mensch- lachen Natur smd; daß kl", wenn diese Rechte ihm durch ein Urtbril ferner SW'dkng,osskU genommen werden, zu dem Parias der heuti- gen Gesellschaft,h_mausgeswßen wird. Mit dieser hohen Achtunq die 1 _ fur das p,olrtrsche ,Nßchk ,des Volkes in allen einen Gliedcrri,ern- p nde, ,Zrekte :ck an d„te K:;mk, des Geseh-Entwur s ommc, wre Kea , “e t K -- ' §- 1 des Geses-Entwurs 521!) Z:? tzur Krmk des Entwurfs. Der (Ließ vor,)

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Dienstag den 4tm Mai.

Als bescholien sind diejenigen Personen zu erachten, welche durch ein militairisches Ehrengertcht zu einer der im §. 4 bit. b-e der Allerhöchsten Verordnung vom 21). Juli 1843 über die Ehrerrgerichte aufgeführten Strafen verurtheilt.

Der ganze Paragraph beruht, und ich bitte, sich das zu ver e- genwärtigen, auf der Unterscheidung einer bcstémmtcn Standeseßre Von der allgemein-xn Ehre des Volkes, und ich frage Sie: Kann es genii cn, daß irgend eine bestimmte Standes'ehrc einzelnrn Stauch- gc'rroFcn gekränkt erscheine, damit der Mensch srin Menschenrecht ver- lierk, daß ihm sein höchstes politisches (Hut entzogrn Werde. Verfol- qcn Sie den Entwickelungsgang, den der Begriff Standcöehre im Laufe der Geschichte genommen hat."- Die Standesebre war eine ganz andere im Mittelalter, als sie es heute ist, Seben Sie, wie damals die verschiedenen Klassen drr Gesellschaft ohne Skbéll sich Dinge er»- laubten, die heute dem Rechtsbewußtscétt civilisirter Nationen wider:- sprerben. Welche Standesehre ist heute noch mit dem Raubrittc'r- thume verträglich? Sehen-Sie, wie noch im vorigen Jahrhundert dre Standcoehrc bei cinem gewissen Stande gewisse noble Passionen filr chremverry erachtete, und wie noch im hrutigen Jahrhundert die' Begrxne Von Standesehre nnd die Begriffe Von allgemeinrr bürger- ltckwr Ehre streng geschieden sind. Noch heute giebt es einen Stand, bei dem das Duell Ehrensache ist, während der größere Theil drr, hrutégeu Gesellschaft das Due'll zur krimitmlgerichtlichen Strafe gcrtgnet hält. Diese wenigen Andeutungen werden genügen, um Jh»- rtcrr darzuthun, daß kcirrcswcges dic Standcöehre nothwendi mir der allgemrrncrr Ehre iibereinstimme, daß vielmehr noch heute cm [[]]]öx: barer Konflikt zwischen Standesehrc und biirqcrlirher Ehre besteht. Wxxllcn Sie nach diesen Erläuterungen die Standesrhre noch fiir maßgebend erachten, um ihrer etwaigenVrrlcßnng weqen einchhrer J.)]ltßÜTJLk die höchsten Rechte zu entziehen?- Zck) qaube, Sie wer- den eme): solchen Grundsaß nicht anrrkrnnen, soridérn kissen Paffuö dcs (Hesryngtwurfö einstinmriq verwerfen, ch) brauche Sie nicht zurn Urberrlnx; an neueste Vor Hille in unserem ciqencn Vaterlande Zu ermxrerrt, drcse Vorfälle sind nur zu brfannt, unkkich qlaube, das; die große Majorität in die'scm Saale den Personen, dene]: dic Standeö- chrc d,r_rrck) rrrfxétairisckwc Cl,)rkngerichte abgesprochen worden ist, das :*,Zcrrg,1trkz unvrrxchrtcr biirgerlickxerUnbesävoltcnhcir nicbt Versaqen, das; !!,8 drcjclben mit Frrudc in ihrcr Mitte sthcn wiirde.“ Jrl)*l1altc [iir ,durrlmuö unmöglfrb, dm! Konflikt dcr Ztandcöcbre und drr diir- gerlrävcn Chr? 5111" ;]th in unserem Staate" zu löscrr.

Dic Weit? Brstimmung dcs GcsrH-Entwurfs m] 8 lautet:

(Likst vor.)

?lls brsckwlrcn sind diejenigen Personen 7,11 erachten, rvrlckxc im xc-

[xyxickwn Wege vom Bürger- oder (*I-Icrneindcrrcht ausgrsrlxlosrn

qm .

» Crwägeu Sie wohl den Umfang diescr Bestimmung, erwägen Cre wohl„MW Sie thun würden, wenn Sie diese Beskimmunq än- rrehmrn. Gre wiirden eiu kriminalrechtlickW Urtlwil, was dem Men- 1ckrn ?][lcs cntzreht, was sein höchstes Grit ist, “was keine Rehabili- WUM "" Laklfk' dék Jahre zuläßt, [ohne ZWischenkunst Anderer, eiu sylckW Urtherl Würden Sie einer jeden Gemeindc-Corporatéon von einer geringen Anzahl “))?itglieder in die Hände legen. Das KrimZ: nalgerrcht erkennt nur dann, wenn es Zuchthalßstrafe oder xu ei- ner anderen errichtenden Strafe vrrirrk eUt, und nicht einmal in allen diesen Fällen auf Verlust der bürgerlichen Rechte. “Das Strafqeseß betrachtet also das bürgerliche Rcrbt als ein so heiliges (Hut, däs; es selbst dann nicht unbedingt verloren Werden soll, Wenn auck) das Strasgcscy eine cnrehrcndc Strasr verhängt, Nach diesem Para: graphen drs Entwurfs aber soll das Urthrél iibcr ricscs bohe Gut nicht dem Strafrichter, sondern dcm Ju einem solchen llrrhrilc qar nicht qualffirirtrn (Hrnrrindc-Rarlw überlassen Werden, cincr Corpora- tion, dir in ihren Mitglikdern wechselt und gar kcitrc(§5ara11tilctt bie»- tct, soll, das Urthcil iiber das höckrste Reckt des Menschen xnstchrn, und dicjcs Urthcil soll nur auf die' innere Uebcrzcugunq, ganr mbar“ sxhcrr, von al,lcin rechtlich festxustrllendcn Thatsachen, begriindrtwrrkrn. (Y“,rvagrrr Ste dic Frage in ihrer praktischen Bedeutuna; crwäacn «1,6, dak; mvielcnunscrcr (Murcindrnnnr 6, L, “102Vkr'tqliéder den Ge- memdc-Ratl) bilden und es nur 'der Ucbcrrinstfnmnmq Von 4 “oder 6 Prrsoncn chars, e_mem Mitbürger seine hcilt'gsten politisrhxcn Rechte zu nclwrcn. Die Gefahr, die in diesem Paragraph liegt, wird umso klarer [)rr- vvrtrerrn, wenn ich an dir rfnzelnr'n Vcstimmunqen der bestcbcndrn Gcmrmdc«Ordnungen erinnere. “Lis rheinische GentcindwÖrdnnnq sagt: Daz) Gcmeindcrrckyt kann dumb Beschluß dr») Gerncirtdc-kUarlMZ mich dcnrjrmgen entzogen wrrdcn, welcher

1) ;11,1rgcnd rium“ Krinrirmlstrafc vcrurther'lt oder in irqcnd ciner

.Jrrmn'nal lxntcrsmbung nur vorlänfig freigesprochen röordcn ist*,

2) pixi) durcb stine LebensWeise oder durch kiirzrlne Handlungen dir

Mkrrtlirrrc Verachtnng zrrgezogrn hat. *

, Ick] sm_qc Sie, wie vag ist drr Brgriff Veracktunq, wrlrber WM?" Ynkerprctation ist dieses Wort fähig? Wir lege'n, "wenn wir dkll,G,c!ci„3-Erttnmrf anncbmrn, in die Hände weniger nicbt qrmlr'fizt'r Ürckv-Yltgllchx dcr (Hemeéndk-Rätbr das Urtheir iiber die _böckrstcn “', * “"'Ü'Z Jedxn von uns. Wir l_mbcn Vom Körréqlichkn Kommis. Zarrrrö IWMÖ, Wie es im (Heiste des (He'seß-«Cntwurfs lieqc, daß dkl- )F'ZUIL- dem Pk? AYSiibung rrntrrqeordrrrter politischer RrÖte entzogen: [i'l- ÜUÖ “Mk ho_l)eren politiscßen Rechte ausüben diirfen Freilich Lok?“ OZ? I“)"ZFNUMWrrt aus dem Gerste des Entwurfs, der mit “WFM ]",É d'“ UU“ ,Ikkvahlter Mitglieder ständisck er Vcrsammlunqcn bgrorgt qt, abcrparty zu weit geht, daß er kein cdenkrn träqt, Zen ir,rjc|te*rr, Makel, dcn trgcnd Line Corporation drs Landes an déerre crncs I.)]cmrbrncutrcckthat, fiirgeniigend zurracbtcn, diesem Mensären seine Rechte zn entzichcn.

_ „Von Ihnen aber, meinc Herren, erwarte ich ein anderes Urrhril. Crwggcn Ste wohl, daß Ihre Mitbürger Sic hierher gesandt bach, um rhrc Rechte zu schiißen, nicht um dazu bei;:rtraqeryBic bisbrrr'gcn Normen, dre sich _kcinrr Billigung zu erfreuen geHabt haben; durcb Ihr Votnmzu festen, gesetzlichen und bleibenden Bestimmungen Zu erheben. Erwägen Sic, daß in dem GeseH-Entwurf die Ent- zrchrrng ,der p_olitiscben Rechte an keine bestimmte Dauer qe: xniipst_i1t, daß ein Individuum durcb eincn Spruch, der *cs siir bc1ckoltcn erklärt, für immer durchaus recbrlos, aller staatlichen Rechte beraubt, hingestellt wird. Jeb glaube, ivenn Sie sich die tiefe Bedeutung eines solchen Urtheéls vergegenwärtigen, werdcn Sir da- von abstehen, ein solches Urthcil in die Hände" der Genreinde=Rätbe zu legen. Es bleibt mir nun noch iibrig, einige Worte über Abschnktt 4 des „I. 1 zu sagen, wonach den Standesgcnossen ein absolutes Ur- thcil über die Bcscholtcnhcit anvertraut Werden soll, ohne daß sie an irgend ein Kriterium durch das Gcseß gebunden werden. Auch das scheint mir mit einer hohen Achtung vor den Rechten der Person, die die Gesammtheit nur dann entziehen kann, wenn bestimmt charakteri- inrende Handlungen diese Entziehung rechtfertigen, nicht “bereinbar.

gs Strafgxseh fordert bestimmte Thatsachen, um ein Urtheil zu be- grunden. Jedes Gericht der Geschwornen urthet'lt nach innersrer Ueberzeugung über eine befiimmte That. Wollen Sie weiter gehen, als das Strafrecht, wollen Sie sich zu einem höheren exceptionellen

'I»

Gerichtshof konstituiren, wollen Sie JhrUrtheil pure von Ihrer Ue- berzeugung abhängig machen, ohne denjenigen, den Sie verurrheilen wollen, mit irgend einer schüyenden Form zu um eben? Freilich ent- spricht das demGeiste des GeseH-Entwurfs, der ißnen vorliegt, dieser qeht sogar noch werter. Er gewährt nicht allein dem An eklagten keine schiiyenden Formen, nein, er hebt ausdrücklich die ]“ iißenden Formen, die. das gewöhnliche Recht bietet, auf. Ich fra e Sie, wird in irgend einem geselliger: Verein der Ausschluß einer Ferson nicht an die Bedingung geknüpft, daß eine große Majorirät, daß ;; oder & drr AnWesc-ndkn sich dafür erklären müssen? Im Geseß-Entwurf fin- den Sie geradc das Gegentheél. Der GeseH-Entwurf ist so zärtlich besorgt für den guten Ruf der Mitglieder, daß er es genügend fin- drt, wenn 3 der anwesenden Standesgenossen erklärt, daß der gute Ruf bescholtcn sei. “Der Geseß-Entwurf knüpft ferner das Urtheil iiber die Brscholfenheir nicht an das Urtheil einer ganzen ständischen Versammlung, sondern an das Urrheil eines Therles einer solchen Versammlung. Er geht dabei von dem wenigstens konsequenten Grundsatz aus, daß die spezielle ständische Ehre eines Standes den guten Ruf bedingt und nicht die allgememe bürgerliche Ehren- haftégkkét, deshalb knüpft er auch dir Bescholtenhcit an die spezielle Beurtheilrmg eines Standes, nicht an das Urther'l der Einheit der verschiedenen Stände. Wenn Sie meiner Ansicht beitreten, so kön- nrn Sie nie und nimmer cinen Stand für berufen erachten, ein sol- [bes Urthcil auszusprechen; denn ein Urthcil über Rechte, die die (Hrundlagc der menschlichen Gesellschaft bilden, kann nur von der mit der Ausübung dieser Rechte betrauten Gesammtheit ausgesprochen werden. Diesen Grundsay können Sie auch dann noch aufrecht halten, wenn Sie selbst genkégt sein möchten, die subjektiVe Ueberzeugun einen solchen ständischenKörpers zum Richtt'r über die Ehre Ihrer Mitbür- grr 311 nmckwn, Ich habe nun noch den Passus zu besprechen, Wel- cher lautet:

Die Wiederzulassung zur ?luSiibung ständischer Re te werden Wir nur auf den Antrag der Versmnmlung- Welche die nklaqe be- schlossen [)at, genehmigen. Ein solcher Antrag darf nicht vor Ablauf von .*“; Jahren nach der Ausschließung gemacht und nur dann zu Unserer Kcnntniß gebracht werden, Wenn zwei Drittel dm" Ver- sammlung sick) dafiir erklären.

Ick frage, woxn eine solche Beschränkung, selbst wenn Sie das Prinzip, Welches ick) bestritten, genchmigrn? Warum werden die Konscannrrn dicses Prinzips nicbt gezogen? WeShalb wird nicht be- stimmt, daß,1vcnn cine ständische Vcrsatmnlung über kurz oder lang von ilxrcm rrstcn Urt[)cilc iiber eine Prrson zuriickkomsncn, wenn sie ein- srhe'n sollte, das: sie sich geirrt hätte in' der Unterlage ihres Urthefls, das: fie kann Zu jeder Zeit wieder auf Rchabilitirung der artgerecht bescholtknen Person anfragen dürfe. Weshalb sollten dieser Remedur drs Urthcils Schranken ent_egen treten, weshalb wollen Sie diese Strass, dicse harte StraZe, die im (HeseZ-Enrrvurf aUSJesprochen ist, die Strafe, die die Person inmitten der GeseUschaft moralisch rödtct, nicht je eher je lieber aufheben, rvenn diejenigen, die das Urthcil gesprochen, die Ungerechtigkeit desselben anerkennen? Nach dem Wortlaute des? Gesetz-Entwurfs würde der Mensch, den 'Sie für bcscholtcn erklären, fiir immer bcscholrkn sein, so lange er auf Erden *rZandelt; ,der in jkdcm Kriminalrekht der neueren Zeit anerkannte Catz, daß im Innern drr Person durcb die Zeit eine Umwandlung stattfinden könnr, rina énnrrr' Rehabilitirung hat in dem Gesetz.- Entwurfe krinc ?lufrmbmc grfrmdrn. Dcr (SescY=Crrtwurf verdamrrrt Jeden, derselbr zu bleiben, der er rinmal war.

(Uirßt Vor):

T*rr §. 6 sagt,

Die ständisckwn chbrc ruhcn:

1) in allen den FXllrn, in 1vrlchrn tneéndcrccht ruhen;

*.?) Mun crnc Karate]; odcr Kriminal:Untersuchung eingeleitet ist;

I]) :vc_nn crnc jtändfschr Versammlung nach Nr. ]]]. drn Beschluß gcsgßr hat, kxas Vcrfahren eintreten zu lassen, bis ein rechts: kräftiger ?[rrojpruch ergangen ist.

Der Redner, der vor mir gesprochen, hat ausgeführt, welche Gcfahrcn ('S in sich schließt, wenn schon die Einleitung einer Kri- minal.:Untcrsuchnng binrcickWU könnte, Jemanden von ständischen Versammlungen auszuschließen. Die Einleitung citrchrt'mr'nal-Unter- suchung beruht auf dcm noch unbegründeten Verdacht eines Ver- brecbcns. Ob ein solches Verbrechen wirklich vvrliegt, dariiber ent- schcidrt erst das Urthcil des kompktenten Gerichtes, So lange der Anöspruck) des Gerichtshofes nicht erfolgt ist, stehr wohl der Ver- dacht einer That, aber keine “That fest. Es ist allerdings möglich, und diese J)]öglirhkcit ist recht wohl selbst mit dem größten Ver:- tranen, das man Zu den augenblicklichen Inhabern der Staatsgewalt haben mag, vrrcinbar, daß man sich eine Re ierung denke, dre von einem so!chcn vaguen Para mph den allergrö ten Mißbrauch machen würde. Es ist eine solche )köglichkeit ganz besonders vorhanden in kiner so bewegten Zeit, wie der unsrr'gen. Menschen sindimmer Men- Wen; die Gesche sollen nicht nur auf die zufällige Gegenwart Rück:: sicht nehmcn, sie sollen bleibende Bestimmun en treffen, die die per; sönlichen Rechte des Einzelnen unter allen Um täuden, so weit es mög- ]icb und mit dem S_taarszwrck vereinbar, sichern. Diese Rechte aber stud d11rch_jcnrn §. () aufs técfste bedroht. Ick enthalte mich des nähcrcn (xingchrus auf denselben, Weil der vorige Redner ihtr hin- reéckvend brlxuchtet har, abcr das muß ich doch noch zufügen, daß meines Wtyjens in keinem civilisirren Staate *der Verdacht eines kabrechcnö allein hinrricht, eincr Person ihre Rechte, wenn cinch nur rrntherlcn, zu_cntzrchen. Vor wenigen Tagen *bei 'der Diskussion "er dre Adche sagte ein Redner auf dieser Tribiim', das Rechts- gosub] wcckc und stählc die Kräfte drr Völkrr und stiißc die Macht der Krone, has Rechtsgefiihl, meine Herren, wird da am stärksten schr, Wo die Pcrsonenrechtc sich des größten Schutzes der Gesksk erfreuen. Die Achtung der Biirqer vor dem Géscy steht im c- nauen Verhältniß zu der Achtung,“ welche das (Hesses vor bernRe, re, vor der Freiheit dcr Person selbst hat. ' Seien wir daher nicht ]ercht- fertig, wo es sich um die heiligsten Rechte unserer Mftbiiquk handelt Bedenken wir, daß die gewählten ständischen Vcrtrxtkr Ychon durch einen Akt des Vertrauens zur höchsten Stufe dll“ kJUkI„U“1'chM Ehre cmporgclwbrn sind, und das; wir durch unscr Ukkhkkl dresen Akt des Vertrauens wieder vernichten würden; arhten wir das? WWW der Wähler, und erwäqen wir wohl ""s““ „ULM? B““É't' UUI- damrt kein eigenes, kein“ fremdes Recht gekrankt werde,. ,enz Antrag geht dahin, an die Stelle Hes Gksch*Enkw*lkfs emen emzt ?" I)a- ragraphen zu adoptr'ren, dahtn lautxnd- «al? “Wolke" st"? *? kk- sonen zu betrachten, welche durch c,tn Knmmalgeklkht ZU, emer Mikh- renden Strafe rechtskräftig verurtherlt find, UNd welchxn khr? Standes-

enossen die Anerkenntmß unbescholtener Ehrenhaftrgkett,versa7 _ er Gesey-Entwurf geht von dem GrunYsaße Jus, jeden eisen Makel, der eine ständische, Ehre betroffen, fur ,genugend zu erachten, um Jemanden seine polrtrschxn Re kg zu entzrehen. Ich gehe von. dem Grundsatze aus, daß em Urt er] von so peinlicher Bedenum

das Bürgerrkcht oder Ge-

wie das Urtheil über die Ehre eines Mannes, nur auf von - *?

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