1847 / 139 p. 6 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

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in der Kollektiv-Stimme fiihren. Es sind nur, o viel ich weißCxünf Fälle vorhanden, nämlich in der Provinz Preu en sind es die ra- fen DoZna, in Brandenburg sind es die Kollektivstimmen drs Grafxn Harden erg, des Grafen von Redern und die meinige; in der Niederlauxiß die Standesherren und in Schlesien die bevorrechtetcn Kurratsimmren und die bevorrecbteten ideikommiß-Besiizer. Es kommt nur darquf an, daß von diesen fürin? Genossenschaften diejenigen dem“ Sekretariat bezeichnet werden, welche an diesem Tage die Strmmßfuhrrn. Mars ck all: Der Graf von York izls Sccz“eta1tx'_i?cl Herre"- Kurie wird in vollständiger Kenniuiß des Vcrhaltmffcs win„ . Graf von York: Nein, Ew. D*“ch(l„*mcht-„das bin ich nicht, Es i noch nicht zur Sprache gekommrn. ckck wußte nicht, woher ' “' [lic. 1ch thFxsFeYTtFUÉjlkhaéxitwsxky: Ick werde mir erlauben, zur Er- gänzung dex en, was mein ehrenwerthrr Koliegcbgesagi hat, zwer- tvähnen, dai“;s in der Provinz “PosIt dasselbe stattfindet, wo die beiden Fürsten Radzéwili auch nurxme, Ottmine, hadert.“ , Graf Z)]ork: Ick werk; nicht, ww ich im stande bin . . . . . Graf von Arnim: Es rst ganz einfach“, denn rs darf_ nur das Patent „zur Hand genommen werden, wo die Stimmen aufgeriihrt

[ .

snd Fürst von Hohenlohe: Es tritt noch ein dritter Fall ein, nämlich „von drei Bevorrechietcn sind drei Dcputirtc hier. Diese sind persöniick hier, und die Stellwei'trrter sind auch aiirvcsrnd, Diese drei Stellvertreter wiirden nicht mitstimmrn.

Landtags-Kommissar: Nach der Allerhöchsten Cntschcidung ficht allerdings fest, daß diejenigen Mitglieder der .Herren-Kurie, welche zugleich als Deputirte gewählt sind, in einem Falls, wir der gegenwärtige ist, ihre Stimme in der Stände-Knrie abgeben können, wobgegch inc Stellvertrricr fiir diesen Fall ihre Stimme nicht abzu- gr en a en.

Graf von Burghauö: Es kommt lcdiglich aiif die Verstän- digung an, die zwischen daneputiricn und den Stellvertretern stati- gcfundcn hat.

Fürst von Hohenlohe: Es kommt aiif dn») Gesry hier an.

,Grirfvon Burgh aus: In dem Schreiben, welches mir zugrgan- gert rst, qt aiisZcsprochcn, daß die Herren, die gleichzeitig ciiicn Sitz. in der Hrrrcn-Kurie und die Ehre haben, Lrpntirtc cines Wayl- bczirkeö zu sein, berechtigt, aber nicht verpflichtet sein sollen.

Fürst von Lichriowsky: Wenn man hinausgcht, dann hört es von selbst auf, und man ist nicht mehr verpflichtet.

Landtan-Kommissar: ch) mus; wiederholen, was ich gesa t habe, Öl) 853 in dem Königlicherchfehl heißt: berichtigt odcr verp ichtci, dies ist mir nicht bestimmt gegenwärtig; ich glanbc abcr, cs Versteht sich von selbst, das;, wenn dre bezeichneten Mitglirdcr der Herren-Kurie in diesem Falle auf ihr Recht verzichten und es den Stellwerirctcrn abtreten Wollen, von Seitcn 'der Versammlung nichts dagegen zu erinnern sein kann.

Abgeordn. von Tschammcr: Das ist das, wirs ich auf dir- sem Platze “bisher festgehalten hade, Jil) wiirde keinen Augenblick" niehr in diesem Saale bleiben, Wenn nichl Herr Graf Von Brirghauö

die Giite gehabk hätte, am ersten Tage, wo wir versammelt waren dies egen mich auszzusprcchen. ,

. arffrixall: Ich glaube, daß der Gegenstand cricdiqt ist und Wir zur Abstimmung kommen können. Ich bitte die Herren ihre Pläße einzunehmen. Die Frage heißt also: Tritt dichriariimwng dem Anfrage ihrer Abtheilung bci? ' *

&Mtchrcrc Stimmen verlangen die nochmalige Vrrlcsung des u ragcö.) Es wird der Antrag der Abtheilung noch einmal von dem S:“- creiair Verlesen chdln, (Dicsc Verli'simg ersol t.)

Die Frage isi verstanden. Diejenigen .)?itglicdrr, nwirhi' sie we'r- ncinen, weiche also dem Antrags dcrAbthciiimg nicht britrrirn, wiir- drn das durch Aufstehen zu erkennen geben.

Wir kommen nun zur Zählung,

Das Resultat der Abstinmmng ist gewesen, entschiedener Majorität dcrncint ist.

(Viele Stimmen: zählen.) Es kam nur auf einfache Majorität an. (Mehrere Stimmen: Wir wollen die Zahl wissen.) Z blFürst p_son Lichnowsky: Ew, Durchlauckyt! wir wünschen die a, zu Wr] rn,

Marschall: Zn dcrHcrren-Kurie hat die Zählung Sibivicr'ig- keiten gehabt. Der Secretair wird iibrigens das "Stimmrn-Vcrhiilt- niß ungefähr anzugeben suchen.

Eine Stimme: Wir können nicht auf halbem chx stehen bleiben* wenn einmal gezählt worden ist, müssen auch die Stimmen angegr en werden.

Einige Stimmen auf der Seite dcr .Herren-Kurie: Ja!

Eine andere Stimme: Es isi nicht möglich, das; jedes Wort irn Gescye stehen kann.

Eine andere Stimme: Wir haben es immcr so gemacht,

Marschall: Ich habe zu bemerken, das; das Stinmien-Vcr- haltmß soglerckÄ Von dem Sccrctair angegeben Werden wird,

(An? die, ufforderung des Marschalls giebt dcr Secretair von

Lelpzlgixr das Stimmenverhältniß in der Kurie der drei Siändr M- wéii die Stimmen in der .Herren-Kurie noch nicht gezählt wirren. Mehrere Stimmen Verlangen das Resultat dér Ab-

SQUIRT"? Fängcrnzeri Vereinigten Landtags.)

, U 1 er: ' ' ' * ' '

.. ...... Wffingsg...l.§ch3bxx. r.,kzieszxxßY.;;,"xm'xs; der ganzen Versammlung emeichen. Die Fra e ist von “101 Stim- men FjälitsiZFlWZjL/Y? Siimmen verneint Horden. ' , :, ir dmmen mm u " * '

am uglichsten NJW gerichtet werden3 kxötiiFecr?stxrjiifMdesiimMililsJlawelle (Hm en von Arnim, und wir werden in derselben W 's w“ d'g Ab stimmung vorhin vorgenommen worden ist „ämx-che'dß“. [Zl txt * und Sißenbleiben, auch diese Abstimmung öewirketi [ck uf, ehen

Abgeord, Graf vvn Helldorff: Ich diirfté w [ '““d r mit eingebrachte Amendement die Prroriiäi inAns „,th fur Fx You will ich es der hohen Versammlung oder dem Hperrn FWFUÜ och hetmgeben, wenn es angrmessener erachtet wird, das AmenchYrt YZ KFZ;".Grafen von Arnim vor dem memigen zur Abstimmung 3"

Marschall: Die Zeitfol e der Einbrin un d ist noch niemals als Norm für Jie Abstimmungg «ÖgeneZmYanÜnWYs

, Ab eordn. Graf von Helldorff: Ich will nicht entgegeri [em, da erst über das Amendement des Grafen von Arnim und dann über das meinige angimmt werde. Uebrigens kann ich mich mit dem. Amendement des rasen von Arnim keinesweges einversianden erklären, da selbiges jetzt schon eine Geneigtheit zur Zusiinmmn in die Staaw-Garantie in Aussicht stellt, - was dermalen meiner n- sicht durchaus widersireitet. AmianTxsKle: Cs kwird nun der Vorschla mmun om selben nochmals verlesFU. men, und der Herr , , (Dies ges ie t.) k Dkk dFkagé rst vxrfianden 'wordén hwie es ni t zweifelhaft sein “m'- “" sie Mrd _m der Art zur Äbstimmung mmen, daß die,

das; dic Frage mit

des Grafen von ecretair wird den-

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' wel e dem Vo chlage des Grafen Arnim nicht beitreten, dies durch

Auf ehen zu er ennen geben. (Dies eschiehk) .

Es wird nun'wirder die ZäJluug durch die Herren Ordner vor- genommen werden.

Das Resultat der Abstimmung ist folgendes:

fiir ja haben gestimmt 179, für nein .: " 366.

Die nächste Abstimmung wird auf den Antrag des Grafen von Helldorff gerichtet sein', ich ersuche den Herrn Scrrktair, denselben noch cinmal zu verlosen. . _

Secretair von Leipziger: C'») wird sich vielleicht mit diss?!" ?lrncndemcnt der von dem Abgeordneten von Beckcrath vorgeschla- gene Zusay Verbinden lassen.

Graf von Helldorff: Zch bittc, daß meinAmendcmrut allein, ohne anderweite Zusätze, zur Abstimmung gebracht werde,

Abgeordn. vou Bcckrrath (vom Platz): Der Zweck drs von mir Vorgeschlagener: Zusatzes war, die' Nützlichkeit dcr I)iaßrcgcl an: zucrkenncn; diesc Anerkennung lirgt abcr allerdings auch schon in dem Amcndrmrnt dcs Harm (Hinson voanlldorff, weshalb ich auf jenen Zusaß kßi'nln besonderen Werth lege, und in der Hoffnung, dadurch ein größeres Einverständniß in dcr Vi'rsannnlung herbeizuführen, meinen Vorschlag zuriickzichr.

Graf von Arnim: Nack) drm friiheren Prinzip ist ein gestell- tes Amcndcmcnt unabänderlfrii, bis rs verworfen oder angrnommcn worden,

Abgeordn. von Vinrkc: Wenn ein Abgeordnetcr sein lerndemcni zurückgezogen hat, so ist i'd zwar richtig, da[; daffrlbr noch Cigrntlxtm der Vérsammlnng isi. Jedenfalls wird dann aber die Priorität fiir das Amrndrmrnt ch Abgeordnctcn dcr siiidsisriicn Ritterschaft in Anspruch genommen werden müssen Vor eincm ande- ren, was drr Abgeordnete fiir Krefeld srlbst zuriickgrzogrn hat, um dadurrl) eine größere Cinstiimnigkrii der Abstimmung zu erzielen.

Marschall: Wenn ich richtig verstanden habe, so hat der Ab- geordnete von Bcckcraih dic ;))uriicknahmr seines Vorschlags damnf chriindrt, daß dchraf von Helldorffsch Vorschlaq schon die Aner- kennung drr NiiHlichkcit zu rrrichtcndrr Landrcntcn-Bankcn cnthaltr.

Ilbgcordn. von Bcricratl) (vom Platz): Allerdings griit der Landtag dadurch anf dic Maßrcgct rin, daß er den ch bezeichnet, in wclchrm er sie behandeltiit schen wiinsrhi, und zugleich daraufmi: trägt, das; ihm späier deshalb Vorlage gcnmckit wrrdr.

Marschall: Wir kommen jetzt zur Vorlesung drs Graf Hiil- dorfsrhcn Vorschlags und demnächst ziir Abstimmrmg.

(Scrrctair von Lcipxigrr liest das Amendemrnt drs Grafen von Öclldorf Vor.)

Wir kommen zur ?lbstimnmng in der Weise, wir sie Vorhin sibon erfolgt ist, niimlick) dadurch, daß diejenigen Mitglieder, wclche dcm Anfrage nicht bristimmrn, dies durch Aufstehen zu rrkcnnrn gcbrn.

(Dies geschieht.)

Nack) mcincm Uril)cil.", ist das Resultat in diesem Augenblick nicht nichr zweifelhaft, und bloö der Konsequenz willen, nirdt weil ich das Verfahren fiir wiinsiiicnswertk) rrkennc, würd? ich die' Herren Ordner dition, wieder das Zählen vorzunehmen, d. l), wcnn dic Abgeordne- ten, die vorhin gestanden haben, chi noch stehen,

Eine Stimme: Die Frage ist nicht verstanden.

(Aufregun .)

I)iarsii)all: Das allererste Er ordcrniß ist, daß in der Ord- nung Verfahren werde“, das zweite ist, daß dasjcniqc anerkannt wcrdc, was geschehen ist. Die Abstimmnn» hat stattgefniidcn. Tie unzurei- frlhaft große Majoritiit hat sich daFiir ausgesprorixcn, daß dcrAntrag dcs Grach Helldorffnicht angenommen sei, ich und dir, die mir zur Seite stehen, halten das Resultat fiir unzweifelhaft; wenn rs abrr verlangt wird und drrKonscqucnz Wige", kann die Zählung dumb die Ordner rrfolgrn. Zu diesem Ziilgcnbiick ist abcr dasz Stinnnvérhäliniß drr Liufgrstmidenen nicht mehr dasselbi', ich wiirde also in diesem Augen- blick das Ziihlru nicht zulassen kiinnen. **

Abgrordn. von Bardeleben: Ew. Durchlaucht können nicht vcrlanrcn, daß die Versammlung sich Ihrer Willkür iiberliefcrn soll.

Z).) arschall; Ich Weise diesen ganz rmparlamcniarischcn Aus- druck auf das allerentschicdcnstr als unzulässig zuriick, Er ist voll- kommen und in jeder Beziehung unzulässig.

Da die Ordner erklären, da[; ihnen das Zählen möglich qcrvcscn sei, so wcrdkn wir das Resultat vernehmen. * “7

Das Resultat der Abstinmmng ist folgendes: Fiir Za haben gestimmt 267, fiir Ncin haben gestimmt “268 Stimmen. Ich bitte, die Pläizc einzunehmen. Noch vor der Abstimmung hat der FiirstvonLichtwwskr) einen Antrag angezeigt, den wir jcytwcrdcn zu Vcrnrhmcn haben. Auf eine Diskussion über den Gegenstand wird kaum zuriickzukomntrn sein, Wir werdcn aber den Antrag hörcn.

Fürst von Lichriowsixr: Nachdem der Herr LandtagsMar: schall Von vorneweg alle' Diskussion abgrschnittcn hat, wird es dir hohe Versammlung genehm finden, dsf; irh miri) darauf beschränke, die Fassung eines Antrags vorznlcscn:

„Dcr Vereinigte Landtag wvllc So?. Majestät rl,)rfurchtsvollst bit- ten, dic Königlick)? Botschaft iiber die Landrrntcn - Banken an dir Provinzial-Eandtage zu Verweiscn,“

Es wird dann von diesen abhängen, eine genaue Kenntnis; der Bedürfnisse imd Wünsche ihrer ProVrnz sich zu verschaffen und nach Maßgabe derselben auf die ProvinziaL-chtcnbank anzufragen. Jin:- det ein Provinzial-Landtag, daß seinc Provinz nicht in der Hypothekder Nrntcnbricfe selbst cine genügende Garantie erblickt, so kann er entweder dieselbendurch die Provinz allein oder zunächst prim-ipaliwi- durch die“: selbe garaniircn lassen, oder die Garantie des Staats allein oder re- spektive snbsidiarisch' begehren. Es liegt dann dem Gouvernement ob, diese speziell motivirtcn nnd numerisch feststehenden Fiille vor den nächsten Vereinigten Landtag zn briugcit.

Marschall: Es hat sich dchall ereignet, daß zwei LZitragc, der zweite nämlich von dem Abgeordneten Dittrich. zur Sprache kommen, nachdem die Abstimmung schon im Gange qt. Cs,hat,1ich aber so gefügt, daß es nicht anders geschehen konnth Die beiden Anträge gleich nach einander abzulesen, wiirde ich_ nicht fiir zweck- mäßig halten. Es wiirde die Gcfahr eintreten, daß man die Sacho Verwirrte.

Fürst von Lichnowsky: Ich erlaube mir, an Erv.Durrhlaucht die Bitte zu stellen, die hohe Versammlung zu" fragrn, Vb MLM An- trag Unterstiißung findet. Ick glaube, das warZ der wahre, parla- mentarisch richtige Weg, der cht einzuschlage11 M*

Mars ck all: Der von dem Fürsten Lichnowsky verlesene Vorschlag wird allerdings hinreichend Versianden sem, so daß sich kk“ mitteln läßt, ob er die nothwendige Unterstüßung von 24 Mitglie- dern findet, welche durch Aufstehen dies zu erkennen zu geben haben.

, (Geschieht auöreichend.) - Wir werden nun zur Abstimmung kommen. „Ahgeordneter (aus der Drci-Stände-Kurie): Man kann “ijkgltch abstimmen, wenn man das andere Amendcment nicht , Marschall: Es wird alo der Vor la des Ab cordnetcn D'kkkkch glei Mäßig vernommen 1werden. sch g g (Der bgeordnete Dittrich verliest sein Amendemerrt.)

Ich frage, ob der gemachte Vorschlag die geseßlick) nothwendige Unterstüyung von 24 Mitgliedern findet?

(Es ist nicht geschehen.)

Abgeordn. Hansemann: Ich erlaube mir die Frage an Ew, Durchlaucht, ob mein Aittcndcmeni nicht zur Unterstiixzimg Vorgeschla- gen werden soll,

Marschall: Ich habe keines erhalten. Ehr ich den Vorschlag des Fürsten Lichnowsky zur Abstimmung bringe, wiirde cs nöthig sein, ihn nochmals zu verlesen,

Jiirst von Lichnowsky: Ich würd.“ bitten, daß ich den Vor- schlag selbst vori'escn darf. Er lauter:

(Verliest ihn nochnmlö.) .

?)karschall: Wir kommen über dcn vcrlcsrncn Vorsiblag Jm ?lbstimmung, und zwar in der Art, das; diejenigen, welchc dem Vor- 1chlagc nicht bcitrctcn, dirö durch Anfftchen Zu erkennen geben.

(Es ergiebt sick) nicht deutlich, wohin die Majorität sich neigt.)

Graf von Arnim: Ich bitte zählen 31: lassen,

(Cs crfolgt mm die Zählung durch die Trdncr, währrnd dcsscii Vikli' Mitglieder ihre Plätzr vcrlassen.)

I)iarschall: Meine Herren! Tic Sitzung ist noch kciiicöwc- gcö grschloffcn, ich muß bitten, ZHW Pläizr bciziibchalirn.

, (Nachdem die Zählung vollendet war.) __

Die Abstimmung ist folgende: fiir Ja haben 2532, fiir Nein “287 gestimmt.

Graf don Arnim: Nachdcm der Vorschlag der ?lbihrilnng Und alle Amendrmcnts vcrivorch, so wiirde im Wcsénilirhen gar keinNr: silltat erzielt wordrn sein. Das halte ich jedenfalls fiir eincn bikin- grnörverihcn ?liisgang bei einem (Ngcnstandc, dcr doch so vielscirigr Unterstiitzung und vielskiiigcs Interesse crfahri'n [mt und im Lande findci. «- Es scheint mir also doch darauf anznkommrn, noch einen *.)irisrvrg zu findrn, worin die Majorität der Vcrsammlnng ihre Ait:- sirlit wirderfindct, nnd dcr scheint mir darin zu licgrn, wrnn man dia Anicndemcnts, dic vorgeschlagen wordcn sind, im Wcsrnilick/ch ver:

schmilzt. Dirö diirfte cine Vcrrinigimg möglich machrn. _ (Uutrrbrcchimg dnrch Lärm.) *))?arichall; Dcr Redner darf nicht 1111icrbrochcn wrrdcn.

Graf Von Arnim: Mein Vorschlag geht daljin, das; drr Vereinigte Landtag aussprechrii möge: die Crrichtrmg von NMUN“ Banken bleibt jeder Provinz nach ihrem freien Wilirn überlassen, dcr Vereinigte Landtag erklärt jedoch seine Gcm'igtl/ieii, bci srincm riiick): sten Zusammcniritt dirjrnigc Garantie rinirrtrn 31: lassen,

(Nrue Unterbrechung", viele Stimmen: *)?ciri!) ric siti) in Bczng auf die Anirägr dcr Provinzial:Landtage fiir das Ziistandekommen dieser Einrichtung als riothrvcndig ergeben miirhtc. (Viele Stimmen: Nein! große Unrrihc in dcr Vrrsammlnng.)

Marschall: Zuviirderst wird freilich uorl) grimucr, ais ck; schon gcschchcn ist, zu ermitteln sein, wrlchc Untrrstiiizimg der Vor- st'blag des Grafen Von Arnim findet, und es fragt sirix, ob “.'/1 Mit- glicdrr sich erheben, Um densrlbrn 311 untrrstiiizcrr.

(Wird misrrichrnd unterstützt,)

Er wird zur Abstimmung kommen. '

Eine Stimme: Ick bitte“ um?» Wort libri" dcn Vorsriylaq dr-I Grafen don Arnim.

Marschall: Es ist das ein Vorschlag, drr rden so gilt, wir es bei anderen Vorschlägen stattgefunden hat, olmr Debatte znr Ads stimmung kommen kann, denn es kann nicht geleiigiirr Werden, das; wir schon über zwei Vorschläge abgestimmt habcn ohne chxrttr. ,

AbIWWU- GMs Von Schivcrin: Die Bcratlmmg ist m rrnr ganz neue Phase gekommen durch dcn Vorschlag drs Grafen von Arnim, Ich glaube, es ist im allseitigrn Iljit'i'éssi', den ?in- trag in genauere Erwägung zu nehmen, Mit irh glairbr, das; auf diesem Wege zu dem gewiinschten Ziele ru gelangen sein wird. Mit einigen Abänderungen wiirdc ich dem Vorschlage dcistimmrn. '

(Einige' Libgcordncik bitten ums Wort.)

Marschall: Der Graf von Schwerin hat das Wort!

Abgeordn. Grafdon Schwerin: So weit rs mir miiqlirb gcrvcsen ist, das lecndemcnt des Grafen Von Arnim bci einmaliger Vorlesung zu Verstehi'n, so enthält es doch immer nockidcxibcstimnrtrn Ausspruch, das; dic Versammlungbrrcii sei, eine (Hrirantic Fil iidrr- nchmcn.

Graf von Arnim: (Veneigt ist der Iltisdrurs,

Nbgeordn. Graf von Schwerin: Ick glanbr, daIwird dasselbe sein. Wenn ich aber dic Meinung der Vrrsmnmlnng ritbtiq dcrstmi: den habe, so ist sic dahin gegangen, das; sic jetzt siriinicht in der Lage zu befinden glaubt, sich iiber eine zu übernehmende Garantie

erklären Zu können, und ich miißtc daher [Viijlsii)li1,/ki'iß das Ilmen- dcincnt des Grafen Von Arnim in diescr Wrisc vielleicht eine Abän- derung fände, das; Sc. Majestät allcrunicrthänigst gebeten wiirde, die Vorschläge zunächst an die Provinzial-Landtagc zrsnmchcn und dem- niirirst au dcn Vereinigten Landtag zuriickgchcn zn lassen, um drn Antrag auf die zu lcistcndr Garantie 3:1 wirdcrholrii.

(Hrn von Arnim: Es scheint mir nicht iricht Fil sein, eine Fassung in dem Sinne des Libgcordnctcn don Sibwcrin zu findrn, dir nicht völlig zusammrnfirlc mit dcm ?(mcndemcnt drs Jilrstrn Lich- uowskr). Ick wiirdi' darin di'nsclbi'n Tenor cricnnrn, wcnn cs nirirt gar etwas wäre, was sich ganz von selbst vcrstiindc, imd womit iii,» nicht glaubte, daß irgcnd etwas fiir die Sache geschehen sci. T*cnir diese beiden Vorschläge wiirden nur 311 dem Aussprache fiihrrn, daß es dem Provinzial-Landmg vorbrhalfcn bliebe, iibcr das Jnstitni der Landrenien-Vankcn zu bemühen, und daß es dem kiinstigchcrcinig- ti'jl Landtage vorbehalten blicbc, iiber die Garantie zu bcschlirßén. Dariiber ist gar klin „Zweifel, und dazu bedarf es gar keinen? jcyigcn Bcschluffk»). Ick finde darin nicht einmal einen Alisspruck) dcr (Hr- sinnnng des Landtages in Bezug auf die vorliegende Frage. chn Jemand fiir diese eine geeignete Fassung fände, könnte cs nur sehr willkommen sein. Mein Wunsch ist, daß in dem Votum des Land- tages sich finde, einmal, eine freudige Aufnahme der Idee, Landrcn- tcn-Vanken da im? Leben zu rufen, wv sie den Bedürfnissen derPro: vinz entsprechen; zivcitcns durch die Aussicht auf eine edcniuellr Ga- rantie, den Provinzen cine gcwisse Grundlage und Muth fiir ihre» Unternehmen zu geben, indem man ausspricht, daß, wenn die Beden- ken, die sich in verschiedener Art geltend gemacht haben, beseitigt sind, dann der Vereinigte Landtag in der Sache kein Hinderniß sche, um zu einer solchen Garantie seine Zustimmung zu rrthcilen, Dies finde ich aber nicht geniigend ansgrdriickt in dem, Was biöhcr von jener Seite vorgeschlagen worden tft.-

Abgeordn. Graf von Schwerin: Wenn hinzugefügt wird: „Insofern dicse Anstände bcscitigt sind“, dann kann man den Vor- schlag annehmen. *

Graf von Arnim: T_Oic Bedenken haben sich in verschiedener Weise auSqesprochcn, Es ist gesagt worden, wir iibernähmen eine gewaltige Verpflichtung. Ich muß jeder) Bedenken aus dem indivi- duellen Standpunkte anerkennen und ehren, um so mehr, wenn die Versammlung ßch deshalb in irgend einer Beziehung gegen einen Geseyvorschlag auFspricht. Mein Wunsch ist aber, der Landtag möge

aussprechen, er ser zur Gararitic von Seiten des Staates geneigt, sobald jene Bedenken beseitigt sind.

Zweite Beilage

NÖ" 139.

Abgeordn, Hansemann: Im Allgemeinen scheint mir, daß der Augenblick, Amendemenis vorzubringen, nachdem eine Versamm- lung iibcr 6 Stunden zu ammen geWesen ist, nicht giinstig sei; in- dessen, da das nun ges ehen, so erlaube ich mir über das Vorge- brachtc ein paar Worte zu sagen. Ich kann mi aus den nämlichen Griinden, die das verehrte Mitglied der Ritter chaft aus Pommern eben angefiihrt hat, dem Amendemeni, seinem Tenor nach, nicht an- schlicßen. Ick fiigc aber auch noch hinzu, daß es mir kein geeigne- ter Ausdruck zu sein scheint, wenn eine Versammlimg, wie .die gegen- wärtige, selbst eine solches, dercn regelmäßige 2Stedrrkehr in kürzeren Terminen grsichcrt wäre, ausspreche, sie sei qcncigt fiir etwas. Denn es ist nicht der Geist einer solchen Versammlung, daß sie ihre Willeusmrimmg anders als durch Beschlüsse ausdriiich sie kann nicht eine Gcncigthcit im Namen einer Veqrrmmlimg aussprechen, die nach ihr kommt und die, wenigstens iheilwei'c, ans anderen Personen be- steht,

Also diesen Ausdruck wollte ich aus dem Amendcmcnt ent- fernt schen und wiirde miri) ihm sonst nicht anschließen. Auf der anderen Seite Vorkennc ich keineswcgcö, wic wiinschenöwcrtk) es sei, daß aus den hier stattgefundenen Abstimmungen nicht entnommen Werden möge, daß die Versantmlnng im Allgemeinen gegen Errichtung von Landrrntrn-Banken gestimmt sci. Ich glaube aber auch, da[; aus den verschiedenen Vorträgen, die hier gehalten worden sind, auch von denen, die gegen drnVorschlag der“.)[bthcilnng siti) anögrsprordcu haben, schon gcnngsam entnommen wcrdru kann, daß man die Crrichtnng von Renirn-Bankrn wünscht. Damit aber dariiber ganz imd gar kein Zweifel sci, kiinntc die Versammlung nach meiner :).)kcinnng, insofern sie dazu geneigt wäre, mit ganz Wenigen Worten dies aussprechen. Sie könnte es anssprcchen in dcr Ant- wort, dic sic anf dic Königliche Proposition zu crthrilcn hat, daß sie wünsche, dir ?)icgicrrmg möge sich mit der Errirbtung don Renten- Bankcn beschäftigen. Ick abstrahirc fiir den Lliigcnblick" Von der Fas- sung, und iii) gehe nur auf den Sinn. Zn solcher allgemeinen Jas- smig wiirde das Wir ganz Vorbehalten bleiben.

Abgrordn. Von Visinari-Schönhauscu: Jch habr mir das Wort crbcicn, um gegen eine Folgerung zii protestircn, Welche ein grrhrics Mitglied der Pommerschen Ritterschaft aus der ersten Ab- stimmnng, dic ircittr erfolgt ist, gezogen hat, ES schien mir nämlich anznnchnrcn, daß ein Jeder ans denselben Griinden gegcn dri! Vor- schlag gextim'mt hätte, die iim geleitet haben, nämlich, daß die Vcr- sammlimg iiicht in der Lage sci, dicse Garantie zu übernehmen. Ich habe 11,1 meinem Namen und im Namcn vieler Anderer zn crkliiran, das; dtrö nicht der Grand ist, Weshalb wir chen die Vorlage qe- stimmi haben, sondern daß wir uns wohl brfurithaltcn, jede Gäraiitic zu übernehmen, das; wir aber in dem nach der Vorlaqc als wahr- scheinlick) anrnnrdnrcndrn Jiihaltc dcs Gescycs eine Vcrchimq der Bcrcrlxiigtrn gischen haben, die uns vrranlaßi hat, gegen das Gesch zu jtiimnrn,

?lbgcordn. Frhr. vvn Vinckc: Ick glaube, das; das Mitglied der pommerschen Ritterschaft Von drm Redner, dcr zucht sprach, nicht Vorstands" worden ist*, denn co hat nur im Allgemeinen gesagt, daß wir uns nicht in der Lage befinden, eine Garantie zn überneh- men“, iiber die Motive der Ablehnmiq diescr Garantie hat sich das Mitglied drr pommrrsiiicn Ritterschaft gar nicht ausgesprochen, ob sie bestehen in cincr Läsion der Rechte , kodcr in allgemeinen Beden- kcn, oder in proviuziellcn Bedenken. Also von Motivrn ist gar nicht die Rede grwcscn; sondrrn LI ist blos gesagt worden: Wir befin- dcn uns nicht in der Lage“, und in diescr Lage müssen sich dock) alis dic nichi befinden, welchc gegen die Botschaft gestimmt )aicn.

?ldgrordn. von Bisiiiari: wiederung,

Abgeorrn. Frhr. von Vinckc: Ich bitte, mich aussprechen zu lrrffcn. “Nachher wird der gcchrte Abgeordnete sagen können, was ihm bclirbt, Ich kann mich den Ansichten, die das geehrte Miiqlicd rer pommerschen Ritterschaft ansgcsprochcn hat, nur anschließen? fck wiirde niimlich dcm Vorschlage, welcher bei dessen erstem Voriraac cntwiriclt wnrde, beitreten. Dagrgcn mus; ich mich aber gegen den Vorschlag erklären, welcher bei dem zweiten Vortra cvon ihmgcmacht worden ist, indem mir darin eine (Hencigihrii zu icgcii scheint, sich den Ansichten, wclche rin wcrrhrtcs Mitglied der Herren:.iiuric aus- gesprochen Hat, zuzuwenden, wogegen ich mich entschieden verwahren muß. Es ist meiner Ansicht naeh der lrßtc Vorschlag des ehren- wcrtvcn *).)iitglicdes dcr Herren:.Kuric, nur in ganz uanscnilichcn Punkten von dem ersten Amcndcment desselben Verschieden, über welches wir bereits abgestimmt haben, und welches wir mit 366 Stimmen gcgen 179 Stimmen, also mit cincr Majorität dort mehr als Zwei Dritteln, verworfen haben. Jener crstc Vorschlag war inso- fern zwar etwas amplifiziri, als noch die Worte eines Miiqlicdrö der sächsischen Ritters aft darin anfgcnommrn waren, nämlich die Spezialitäten drr weiteren Erwiixung dcr Provinzial-Landiaqc zu iibcrlassrn. Dagegen ist der wrßcntlirhstc Punkt des friiheren Yor- siiilach der, das; der Antragsteller Vorschlag, bevor die erwähnten Bedenken beseitigt sind, schon chi von der hohen Vcrsanmilunq dic (Sicurigtlxir Zur Urbernahmc dcr Staats - Garantie aus*- sprechcn zu lassen. Dies schien mir der materiell wichtigste Punkt zn sein, wodurch der Vorschlag wesentlich charakterisirt

Ich bitte ums Wort zur Er-

wurde, und dieser urspriinglirl/ic Charakter ist noch nicht beseitigt worden. Zur Beseitigung aller dieser Bedenken und damit die [)oi)c

Vcrsanmilung cndlirl) rn einer Art Von Beschluß kommen miiqc, ist Von dem Mitglirdc dcr pommerschrn :)iittcrschaft vorgeschlachr Wor- dcn, wenn ich co recht verstanden habe, das; die Vcrsammirmq Se. Majestät dcn König chrfnrchisvoll bitten möge, dicscn chénstand den Provinrial- Ständen zur wriirrcn Erwägung zu überweisen und dem nächsten Vrrcinigien Landtage einc anderweitc Vorlaqc dariiber machen zn laffcn. Diesem ist Von dem o'terwähnicn Miiqliede dcr Horch : Kurie cn'tgcgcngestcllt worden, dai; es im Wcscntiichcn mit dem Vorschlage eines anderen Mitgliedes der .Herren-Kurie iiberein- stimme, Worüber wir auch schon abgestimmt hatten. Das scheint mir nicht der Fall zu sein. Thur mich auf die Deutung Von Motiven einlassen zu können, glaube ich, das; ein wesentlicher Griind, warum der lcxztc Vwschlag vrrworscn wurdc, darin zu suchen ist, daß in dem- srlben zu Viel Spezialitäten aufgenommen waren und er dadurch an Zircrhert Verlor. Wenn einfach gcsagt wird, daß Sc. T))kajcsiiit der „Yiomg gebeten werde, den vorliegenden Gegenstand den Provinzial- WJUÖYÜJM Juxrwetteren Erwägung zu übergeben und ihn dem nächsten Berentzgtcn §.audtage wieder vorlegen zu laffcn, so ist dies durchaus mch! sakblVS, sondern es enthält diescr Vorschlag die bestimmte A","ch„t dxl'„kasmn"1[llng, ,das; der Gegenstand von so erheblicher Wichtigkeit ist, daß 8 Provinzial-Landtagc dariiber ernste Berathun pflegeii sollen, und ,v?" so höher Bedeutung, da wir wlins en, daß demnachst dk!" VLM'UJtc Landtag sich damit be ckiäftigez al 0 Abies, was «„Uck) dk!" verehrte Abgeordnete aus der Rheiri-Provmz gewünscht hat, ist darm enthalten. Hielten wir die Sache nicht für wichtig,

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Ziveiie Beilage zur Allgemeinen Preußischen

Donnerfiag den20|en Maj.

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Zeitung."

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viellei t ar iir schädlich oder nachtheilig, so wiirden wir eine solche Bitte ckIm g(«Ze.fI)"ici)'esiiit nicht zus-rtchten haben, sondern vielmehr bit- ten, uns mit der weiteren Etwa ung des Gisey-Cnthrfes 3," ver- schonen. Da wir diese Ansicht a er „m, t ihcalerr, so hqben wir Se. Majestät zu bitten, daß "das Mnnierrum 1ich„we1ter mit, der Arisarbeitung von Vorschlagen bkschasUJUl moge und diesel, ben dem Provinzial-Landtcrge zur _Erwagung „vorgelegt werdet).

Es scheint dies das Einzige zu sein. was krmcr Meinung prii- judizirt, ohne die Wichtigkeit des Gegenstandrs zu dcrkenucn. Die

rovinzial-Landtagc werden sich dann vollstiindig lll der Lage be.-

f?:wen, die Spezialitäten zu rrrtier*sircheit, die zur Sprache kommen wiirden, und der nächste Vereinigte Landtag wird sich in der Lage befinden, dariiber entscheiden zu können, ohne cht sctwn im vorauö die Geneigtheit zu einer GaranticMaussprrchrn zn rniiffcn, woriibcr er erst in der Folge wird urthcilen konnxjt.“ Wenzrdtesrr Vorschlag Fur Abstimmung kommt, so würde er vielleicht crnigr Chancen haben, während nach dem neuesten Vorschlage drs Mitglikdcs aus der .Herren-Kurie die Bedenken gcgen die Garantie einstweilen nicht be- scitigt sind. Deshalb schließe ich mich dem ersten Vorschlage des Abgeordneten der Ritterschaft'aus Pommern an und bitte Ew. Durchlaucht, denselben zur Abstimmung zu bringen". ' . .

Marschall: Wollen Sie den Vorjchlag samen, damit ich ihn zur Abstinmnmg bringen kann? . .

Abgeordn. Frhr. Von Vrncke: Tic Vrrmmmluug wollr Sr. Majestät den König bitten . . . Fri) bitte ,dcn S_ecretair," die Frage aiifxuschrciben, weil ich mich [)lll' nicht in der Lage besmdc, schreiben zu können.

(Dcr Scrrctair Dittrich räumt dem Abgeordneten Freiherrn won Vinckc seinen Play ein, auf welchem LrHtcrcr seinrn Vorschlag schriftlich aufsetzt.)

Abgrordn. von BiIntrrrk-Sch'o'nl)ausrn: Ich habe aus der Rede des Herrn Abgeordneten aus Westfalen, indem er sagt, ich hade dcn Grafen Schwerin nicht verstanden, schlirßrn miiffcn, daß er nnch nicht verstanden hat. Ich halte abcr niri)t niitl)ig, meine Worte ru wiederholen und die Geduld der Versammlung zu crmiidrn, da ich glaube, daß irh mich hinreichendBdcntlich ausgcwrociwn habe.

(“ 1'ÜVV,)

Marschall: Falls noch chcrkungcn iibcr den Gegenstand zu machen sind, wäre“ es cht an der Zeit. .

Graf von Arnim: Ick wiirde nnr noii) bitten, daß das Mti- glied aus Pommern, welches sich mcincmVorschlagc genähert hat, sci- ncn Antrag ebenfalls formulirc. _ .

legcordn. Graf von Schwerin: Ich muß erklären, das; ich zunächst dem Antrag, den der Abgeordnete aus Westfalen jetzt gxmacht hai, inhiirircn muß, da es der zunächst von mir auschangenc ist, drrß ich aber auch glanbc, dcm Anfrage des Herrn Grain von Arnim zustimmen zu können, Weil ich darin keinen Unterschied sLN- Ich kann sehr wohl meine Geneigtheit eril-iiren€ znjgarantrrc-n, „insofern die Umstände beseitigt sein werden, die dies 1th unnidglrcl) macher), ich glaube, durch den Vorschlag des Grafen von Arnim ist blos rm Superfluum zugeseßt, ich würde es alio annehnien qunen, obgleich ich glaube, daß der Antrag, wie er Von dem Mitgliede von Westfa- len formulirt ist, besser ist. , .

Abgeordu. Frhr. von Vincke: „(Liest scrnrn rmterdeß nieder- gcschricbcncn Antrag vor.) , _ . _

Graf von Arnim: Das isi daiselbc, mit anderew Worten, worüber die Versammlung bereits einmal vcrneincnd abgestimmt hat, und ich glaube nicht, daß dieselbe iii der Lage ist, zweimal iibcr deri:- selbcn Gegenstand abzustimmen; wir können dann lieber bitten, die Siyring Kli schließen und die Sache auf sich beruhen zu, [a]]cn.

Referent: Wenn nicht BRUJ auf die Garantie 1111 Amin; dcmcnt genommen wird, dann finde _tch keinen ,Grund, warum dic|c ?[nqclcgcnhcit noch einmal den künftigen Vereinigten Landtagen ziir Beichlußimhmc vorgelegt werden soll.

Abgeordn. Frhr. von Vincch Ich wurde so eben von dem Herrn Landtags-Konimiffar auf einen „Mangel aufmerksam gemacht, der sich in dcr schriftlichen Fassung mcinchAntragcs niidct, wrichc bei der Geschwindigkeit, mit welcher ich ]!e habe brrvtrkcn nmncii, einige Nachsicht verdient, Zei) habe nunmehr das ?lmciidcmcnt in dem Sinne, wie ck auch vom Referenten gxwiinscht ist, gefaßt.

(Liest seinen Vorschlag-noch cnzmal Vor.) ,

Zch qlaubc, dicser Vorschlag qi iioch nicht zur Abstimmung ge: kommen; sondern der Vorschlag dcskJiirsten von Ltrhnowdky, „welchcr jedoch mehr Spezialitäten enthält, die tn dcnr mctmgen sich nicht bc- findcn, wie ich mir dies bereits friiher zu erörtern erlaubt habe. ,

Graf von Arnim: In Bezug auf deri Vorschlag crlairbc :ck mir zu bemerken, daß der Einwand, daß der )eyrgc Landirrg irgend- wie eine Verpflichtung odcr Erklärung sar drn folgenden ubernehmc und vorgrcifc, durchaus nicht darin liegt.

Eine Stimme (vom Play): Ick erlaube mir den Vorschlan, den Versuch zu machen, daß der Antrag dcs Abgeordneten aus West- falen Zuerst untcrstiißt wird, _ , , , ,

Jiirst Lichnowskr): Wenn ich gleich init meinem ?imcndrmcnt in dcr Minorität war, so habe ich doxh die Ehre _ai'hübkx, schksühl- 1'cicheiliitcrstiiyitiig zu finden. Hätte tch„bemerkt, oder ivarc mircm- qrwcndet wordrn/ daf; Spezialitäcrii drrjjrlbr undeutlich „machen, so würde irh sie, als nicht unnmaänglich nothig, wrggelaiscn haben; nachdem ich nun aber den wesentlxrycn Inhalt meines Ymcirdemcnxs in dem des chrcnwcrihcn Abgeordneten aus Westfalen Mcdersmdc, jo

iimmc ick dcölalb dcm clbcn clr gern bci. ' s Grayf vori Arnini: Jr1s),glaubc, daß der Antrag dahin gefaßt werden kann, woranf ich Werth lege, daß- dic'ErrickUung vdn Renz tcnbankcn dem freien Entschluß 'edcr Provinz überlassen dicibq, dax; abcr zivcitenö gesagt rvcrdc, dasidcr Vereinigte LandtagUsich in Be- zug auf die Garantie dahin auswrrche, daß es demjnachsicrrVer- ciniqteu Landtage zwar vorbehalten bleiben müsse, dariiber spericll zu bcschließcn, der jetzige Landtag aber in dem Znftttuie der chteribay- ken an und fiir sich und in dem Umfange der Zins-Garantie tm Allgemeinen kein Hindernis; einer Garantie fände. ' '

Marschall: Es scheint mir ]“th eine große Urberemsirmnmng zwischen den beiden chicken Vorschlägen siaiizufinden.

(Viele Stimmen: Nein, nein!)

Beide Vorschläge gehen dahin, daß die Sache durch eine König- liche Proposition dcm Provinzial-Landiage zugewiesen werde„und daß spätcrl)in und in Folge davon der Gegenstand den) Vereinigten Landtage wieder vorgelegt Werden möge. Es kann.mcht qeleugnet werden, daß in beiden Vorschlägen Beides enthalten ist, daß sie also im Wesentlichen mit einander übereinstimmen, und ich glaube, daß die Meinun. der Versammlung am [richiesien ermittelt werden kann, wenn der Vor?chlag des Abgeordneten aus der Provinz Westfalen zur Ab- siimmung und vorher zur Ermittelung der gescßltchen Unterstiitzung gebracht wird.

( Wird hinreichend untersiüßt.) .

Wir werden über den Vorschlag, wie er verlesen worden isi,

in der schon friiher siattgehabten Weise absiimmen, in der Art näm- lich, daß diejenigen Mitglieder, die dem Vorschlage, so wie eryn- lcfen worden ist, nicht beijtimmen, dies durch das Zeichen des Auf- stehens zu erkennen geben.

(Es wird die nochmalige Verlesung des Vorschlages gewünscht, und derselbe wird vom Secretair noch einmal vorgelesen.) Graf von Arnim: Ist die Frage Fesieilt worden . . .

(Wiederholter Ruf nach A ttmmung.) . Es ist mir zweifelhaft, ob wir bei der ragesiellung oder her der Abstimmung sind? Wir hatten die Frage hier nicht volisiandrg ver- nommen, und insofern glaube ich, xdaß eine Bemerkung „uber dieselbe gestattet isi. Es scheint mir nämlich, daß der proponirte Beschluß

- -

mir ctwas enthält, was von Keinem in Abrede odcr Zweiscl gestellt worden ist. , .

Marschall: Meine Herren, wirs eben gesggt worden “ist, ist völlig übereinstimmend mit dem, was ich, vorhin sagte, ncrmlich daß ein wesentlicher Unterschied, rin wesentlicher Gegensatz zw:scheri den beiden lcßicn Vorschlägen eigentlich nicht besteht, und „ferner ermitere ich an das, wovon ich ausgegangen bin, nämlich daß m dem rey! en Augenblick und nach der Wendung, welche die Beraihung und b- stimmung genommen hat, es mir-schemt, daß XUL Anficht der Per- sammlung am leichtesten wird ermittelt Werden kdimen, W dieser Vorschlag, so wie er zuletzt verlesen worden ist, zur Abstimmung

kommi. (Stimmen: Ja, ja!)

Es" wird dann wenigstens ein Resultat nicht geleugnet werden können, Es wird die Abstimmung also in drr Art bewirkt Werden, daß diejenigen, welche dem Vorschlage nicht beitreten, das durch Aufste- l)cn zu erkennen geben. , (Nur rvcnigr Mitglieder erheben sich.) ,

“Hic Majorität der Versammlung ist dem Vorschlage bet- qcirctcu. , _ * Landtags-Kommissar: Nur mit wenigen Worten darf ich die bereits crmiidete hohe Versammlimg noch bchelligen._ Ich bm cinem geehrten Miiglicdc aus der Prdvinz Preußen die Ariiwyrt auf eine Art Interpellation schukdig gxblt-cb'en., Das geehrte Mitglied hat mit brrcdicn Worten seine Bcrcitivilligkcrt und [eine Hoffnung auf eine Verständigung mit dem GouNrncment geschildert; es hat sick) dabei an die Räthe der Krone gewendrt iind vdrausgescyt, daß aiich von unserer Seite mit derselben Bereitwillrgkett cntgegengekom- men werden wird. Ich nehme hiervon Veran-l-affung, zu xaniworten, daß dicse Bcreitwilliqkeit nicht allein bei derzRathen dcr Kroiie, soir- dcrn bei der „Krone selbst auf das volljtändrgste vorhanden ist, wie Sr. Majestät dies bereits in unumwundenen Worten m der Aller- höchste" Botschaft auf die Adrese auSgesprochen haben, und daß na- mentlich dic Riiti)e der Krone denz A-ugcnb-lrck' enigegensehen, wo-ihnen qestatict sein wird, diefe Vcreriwrihgkeri innerhalb der Granzen, welche die Allerhöchsic Botschaft dezcichnei'hai, durch die lei zu be- weisen. Daher richte ich die Bitte an dir Herren'Marschalle, und besonders an den Herrn Marschall dcr Starrde-Z'iiirie„ daß altri der hohen Versammlung vorliegenden Fragen, Welche zu dieser Verstgndi- qung fiihren können, also, um mich kurx, ausziisprechen, die politischen Fragen, so bald wie möglich zur Diskussion in der hohen Versamm- lung gebracht Werden mögen.

(Viclstimmigcs Bravo.) Marschall:

Die Zeit der närhsirn “Ziyang kann jetzt noch nicht bestimmt wcrden. Von Rochow:

Die jetzige ist geschlossen. ,

Die Herren Mitgliedcr der Kurie der drei Stände bitte ich crgcbcnst, sich Montag um Ui-Uk)!“ hie'r versirmirieln zu wollen. Die Tagesordnung ist folgende: , (xsdvcrden dtrxcmgen (Hirtariitcn Zur Bcrathnng kommen, welcbe jetzt, ni deri Handen der Abgeordneten sich befinden, und zwar zuerst das;,cmgc uber die Lan- desnotl); zweitens dasjenige iiber die Rcclamairon des Grqren vort Rcirhrnbach; drittens über das Petitiorrsrecht" und Viertens uber die ständischen Wahlen in Beziehung auf die Drsxidcnten.

(Schluß der Sitzung.)

Inhalt.

Amtlicher Theil.

Inland. Berlin. Vcrordmmgrn, beircffrnd dic expchr Besicllung von Paket-Scndungen und die Bestellung der Zcrtungcn und Abfuhrung der Prännmerationsgclder.

Deutsche Bundesstaaten. Großherngthrim Hessen und b,“ Rhein. Gescy-Entwurf, die Verträge uber Lieferungen von GMMÖC betreffend. _ '

Oesterreichische Akonarchie. Wien. Katsrrl._Patcnt.

Rußland und Polen. St. Petersburg. Taufpathen des Groß- fiirsien Wladimir. - Das Fahrwasser bci Kronstadt. Frankreich. Paris. Anrede dcs K*“niqs an die Zöglinge der Mili- tair-Schule von St. Cyr. _- Ergebnisse der Interpellation Odilon Barrot's. - Die Session der Kammern. - Minister Jahr. -- Ver- mischtes. - Schrciben aus Paris. (Petition von pariser Handelsleuten;

Aenderung der! Kommis ions-Berichts iiber das Reénungswesen.)

Großbritanien und „rland. London. Der ranzdfische Gesandte. » Ernennung Sir Charles Napiers' zum Commander der Flotten-Sta- tion. -- Parlaments-Verhandlungcn. - Antrag auf Ermäßigung der Wcinröllc. - Ersparungen im Haushalt der Königin, - Jenny Lind.- Sckscich aus London. (Die Zurücknahme der Anicndements zur irländischcn Armcngeseß-Bill; die bevorstehende Parlaments-Auflösung und die Wahlen; der Geldmarkt.)

Belgien. Schreiben aus Brüssel. (Rückblick auf die Session; der Nothstand; die bevorstehenden Wahlen und die Parteisiellung; Vermischtes.)

Italien. Rom. Vermischtes. - Florenz. Neues Preßgeseß.

Spanien. Schreiben aus Madrid. (Das Attentat auf die Königin; Nackyrichtcn aus Portugal; Vermischtes.)

Portugal. London. Annahme der von England vorgeschlagenen Con- vention. - Gefecht bei St. Uebcs.

Handels» und Börsen-Nachrichten. Berlin. Börsen- und Markt-

bericht. Amtlich er Theil.

Potsdam, den 18. Mai. Ihre Königl. Hoheit die Frau Großherzogin von Meck- lenburg-Strcliß ist, von Strcliy kommend, hier eingetroffen und im Königlichen Schloffc abgetreten.

Bei der heute fortgeseyten Ziehung der 4ten Klasse 95sier Kö- niglicher Klaffen-Lotkcrrc fiel ein Hauptgewinn von 20,000 Rthlr. au Nr. 71,885 in Berlin bei See er; 1 Gewinn von 5000 Rthlr. au; Nr. 5460 nach Waldenburg bei Uvenhofer; 1 Gewinn von 2000 _ Rthlr. auf Nr.32,995 nach Halle bei ehmaun; 49 Gewinne zu 1000 Rthlr. fielen auf Nr. 11. 1611. 2397. 3261. 3937. 5315. 5351. 8705.