[521] Edikial-Ciiaiion.
Schaft verstorben. Nachdem das unterzeichnete Jnsiiz- amt von der Herxo [. hochlöbl. Landesregierun zu Bernburg mit Regulirung der Verlasserschafi de elben bxairjnagt worden, und zur Fe sieUun der Pasfivmzisse die offentliche Ladung sämmtli er Erb chafis-Gläubiger beschlossen worden is; so werden alle diexenigen, we1che Forderungen an den gedachten Nachla ,
einem Rechtögrunde zu haben vermeinen, hierdurch 8?“ laden, ßch
therligte hierdurch aufgefordert, in dem auf
angeseyten Termine in der Rhederkammer auf hiefigem Rathhause ihre Separationsansprüche und Forderrrn- gen, so wie die ein Vorzugsrecht der leßteren begrun- denden Umstände, anzugeben und die fich ans dieseAn-
' ermeidung des ohne Weitere Praklusion eintretenden Ausschluffes mit ihren Ansprüchen von dieser Masse
Am 6. Dezember v. I. isi der hiesige Oberprediger
aus irgend
„ den 7. Juli d. J., „ , fruh 9 Uhr, Vor hiefigem Herzogl. Justrzamte einzu- finden, um solche in Person oder durch genugsam le itimirte Bevollmächtigte anzumelden und zu be- s eini en. " f .
Die Ausbleibenden haben zu gewgrtt xn, „daß _Tl weiterer Regulirung der Sache auf ne eme Rucki: „t genommen werden wird,
Gernrode, am 30, Mai 1847, ,
(l.. 5.) Herzog]. Anhalt. Justrzamt.
„...“-___-
490 Ediitalladnng. [ Di]e fiir das Debitverfahren des hrefigxn Kauf- manns Albert Ruland angeordnete Kommission des Obergerichts macht hierdrrrch bekannt: daß über das Vermogen desselberi der Konkurs er- öffnet und der hiesige Obergerichts-Anwalt 1)r. Johannes Barlsch zum provirorischen Kurator der Konkursmaffe bestellt ist. ugleich werden alle bekannte und unbekannte Ve-
Dienstag den 29. Juni 1847, Vormittags 113, Uhr,
abe beziehenden Belege beizubringen, und zwar bei
sowohl, als des Vorzugsrechts für dieses Debitver- fahren. Bremen, aus der Kanzlei des Obergerichts, den 22.
Mai 1847, C. Lingen, Secretar.
[460' [)8111[)1§cbif'§3[]1't . ,' 7.1», ?.Wißcbién [1311]- F). I..., 151“.
. «1311175 um] (1811 ]" * .] *K , ck0rä§€0 11118122 („U)(iiäx-En
unc] UEiZoixmc].
Ü'w Vzmps'bnme (Ick Üzmbuksck ]Ülb-1);im[)szc]i'|ssdbr13-Compnguie Neräen iim: ysgeimiisxiguu [***-brio" wiiiircnä (]c-r äiesjäbkjgen me-Zaizon K711: ("0151 bLi-serkztelligen: yon Uambnkg nacb Uulgolaucl iibar (:]!!![TU'LUJ oom 19, .li-ni zn hi.; zum 25, Zeptlxk, jeäen ])Zenotnx, Üonnerstaz unt] Zonnabem]; Mkr'ick: jeäen Klarung, ösilUK-ocb unt] k'kostaß. [)ie: Direction.
[464] Das Nordseebad zu Wye! auf Föhr.
Die Eröffnung dieses Bades findet, wie gewöhnlich, am 24. Juni statt.
Die anonvenienzien, welche, in Ermangelung der Anforderungen der Zeit entsprechender Beförderungs- weise, seithero mit der Reise resp. von Flensburg und Husum nach hiefiger Insel verbunden gewesen, werden durch Einrichtung einer regelmäßigen Dampfschifffahrt wischen Husum und Wvck beseitigt und die Tage dcr nkunft und des Abgan es des Dampfschiffes rerp. an und von ersigenanntem rte, so wie die aus dieseJahrt bezüglichen näheren Bestimmungen, nächstens in beson- deren Tabellen zur öffentlichen Kunde gebracht werden.
Auch der bislang öfterer laut gewordenen Beschwerde über die hieroris, dem Gebrauch anderer Badeörter ent- gegen, stattfindende _Zollnachficht der Reise-Effekien isi d(„rdurckél angholfen worden, daß Se. Majestät der Kö- mg a ergnc'idigst resolvirt haben, daß der Verzollung der von den Vadegäsien eingeführten Effekten bis wei- ter deren eigene Angabe zu Grunde gelegt werden, eine Joana ficht derselben aber nur in Verdachtsfällen stati- nden, olle.
„Lygrs-Besiellungen zu übernehmen wird man bereit- WAY? finden
vck,1m Anfang Mai 1847, Die Direction,
[Mb] Halberstadische Stiftun .
Der Rechnungsabschluß für 1846, wether der U0- 71. der Kaffelschen Au em. Zig. vom 12. März d. I. beiliegt, urid die Vena richtigung wegen der am 5. Juli d. ?, dakner ßaiifindenden 2ten ordentlichen General- veeritclalrtrxm 153312?) "(KMZ Fos 1,41. 144. und 147. derselben
! m a ' ' " ' Zeschä isfiihrungen zu haben.hm und bei sammtlrchen
Kassel, am 22 Mai 1847..
, Das Vorsie era t. Wilhelmine von thTnngenheim.
Fitcrarische Anzeigen.
Bci F. A. Brockhaus in Leipzig erschien o b und is? durch alle Buchhandlungen zu erhalten, ins BUR
[in bei Julius Springer, Breite Str.
20, in PotSdam in der HorvathschenBuch- handlung:
15241 Ungarische Zuftande.
- , Gr. 12. Geb. 1 Thlr.
Für diejenigen, die zu einer klaren Anschauung iiber die' in der un mischen Nation sich kundgebenden Re- ungm und Be ebungtn gelangen wollen, wird diese Ehm von ganz besonderem Interesse sein.
958
[5221 Ausgewählte Zeit.... für die Bade- und Reise-Saison
aus „dem Verlage
von
Alexander
Duncker,
Königlicher Hofbuchhändler in Berlin. Arnim, C.O.L. vou, Reise nach Paris,Gra- Hahn-Habn, Ida Gräfin, Erinnerungen
nada, Sevilla und Madrid. 8. geh. 21, Thlr. Carus. [)r. C. G., England und Schott-
ans und an Frankreich. 2 Bde. 8. geh. 3 Thlr.
-, Orientalische Briefe. 3 Bde. 8. geh, 6'; Thlr. -, EinReiseversuch im Norden. 8. geh. lehlr.
] d' 1844.2T1.8. [.I-;.; . “ ' . , au 'm Jahre he ge) Th" Whltl', Charles, Häusliches Leben und Sit-
Cooplr, J. Fenimore, Streifereiengsurch die Schweiz, 2 Thlr. gr. 12. geh, 3 Thlr.
ten der Türken. Herauög. v, Alfred Reumont.
2 Bde. mit 1 Plan u. 1 Karte, 8. geh. 4“; Thlr.
Vom Verfasser der Briefe eines Verstorbrncn:
Die
Rückkehr.
Erster Theil: Aegyptln, gr. 8. geh. 25; Thlr. Zweiter Theil: Syrien, gr. 8. geh. 23; Thlr.
Barthold, F. W Die geschichtlichen P'er-'Kunsireitkr,Dik„ E.“... Novelle“, 8. geh. «Thlr.
sönlichkeiien in Z, Casanova's Memoiren, 2 Bde. 8, geh. Z Thlr.
DüriUJÖstld , Ida von (Verfasserirsvon Schloß GNZV"), Graf Chala, 8. eleg. geh. 1 Thlr.
Hartmann von der Aue, Zw....
mit dem Löwen. Eine Erzählung. Uebrrseßt und“
erläutert von Wolff Graf von Baudissrn. 8. geh, 1Z Thlr.
G e ibel, E., Gedichts.
Eleg. geb. mit Goldschmitt 2'5 Thlr.
Lkpt'l, Bernh.v., Lieder aus Rom, 8. geh, 1Thlr. Jkit'ndorf, Emma v., Aus der Gegenwart. 8.
geh. 1 Thlr.
RkUUU-nt, Alfred, Dichtergräber, Ravenna,
Arqna. Certaldo, 8. geh, YThlr.
S7l'1)dl'llninl][,s Leben und Wirken. Von
H. Th. Nötschcr, gr. 8. gch, 2 Thlr.
SiiÉIWQEDTÄiniatuw) AuGgabe, geb- :“,- Thlr-
-- -, Völkslildt'r und Romanzen der Spanier. 12. geb, «. Thlr. H [* rlz , Hcrrrik, König René's Tochter, Lvrischcö Drama. Aus dem Dänischen unter Mitwirkung des
Vcrsafferö von F r. Bresemann. 2te (Miniatur-) Auögabc. geh.
Gräfin Hahn - Hahn:
Ida
8 Sgr.
Cecil. 2 Bde. 8. geb. 4 Thlr. Jlda Schönholm. 8. geh. 11"; Tl)lr.Dcr Rechte. 2. Aufl. 8. geh, 2Thlr. Clelia Conti. 8. geh. 2' Thlr.Sibvllc. 2 Bde. 8. geh. 4'ch Thlr. Zwei Frauen, 2Bdc. 8.3?11. 3Thlr.
Gräfin Faustinc. 212 Auf!. geh. 2eThlr. geh. ck Thlr.
s.Sigismund Forster, 2.A.tfl. 8.111rirl), 2 Bde. 2, Aufl. 8, geh,
(x,», Thlr.
Blattkr dkr Erjnnkrung, Gesammelt und hcrauögegcbrrsarrs dcm Nachlaß des Majors
Friedrich von Luck. 8, geh. YThlr.
Deyftrnng, Graf Archibald vou, Der_Thielmaunsche Streifzug, Mit 1 Karte, 8, geb. 1 Thlr. x Rahdkn, Wilhelm Baron v., Wanderungen eines alten Soldaten. 1. Thi. gr, 8, geh. 2"; Thlr.
(Der 2. Theil erscheint im August.)
[n meinem seklaga [“It 10 oben cksclricnen unc] Zu allen Zaclrbauäluuzen 7.11 bril-cn:
][.[.[]§“l"|il|1“l'[§§ WAST- [6"'“] 131." CU.
]Zin [**-“ilirin' «[um-[- ])cu15c|-|ant], (Lie Zch-esx, “k)1'0], llaiicn um] "."-c]- 93143, ]«txnäau, ]Zrt'iszcl, rRrr-ztei'äanj, “Üljélj'jüßkn, Zentrkimlm, N7.1rsr[mu. [)utér "itbeuutzrmx amtlicher (Lucilcn [remuzxrrgubeo 70" (2. [". .] .1 ]] n, ](önißi. preuß. (Zub. ])Uat-[icyizok 018. etc, )"! cZnLk Ücixekakiu “(xn ])eutscirlnut] una] über 300 ÜUZZCL-ten. Preis, “[mm]-:": 3 “[*]-[r', ])k. (Zt. .Mi-5 0kxigcrn bcstmckur': abZLtb-ickt; gcklin, 9013113111 unt] ['*rc)*u|]W;r[-]c. Ilir 18 UiZtreite-u unt] sino") ]"lar-L ron "er]in. ['n-iz, br0-:|-., 10 531". öl, Z ; "1 Z 0 11, Zyunckaucr-Zn'. 2.1.
[496]
Bei Ludwig Hold in Berlin, Kötrigsstr.Nr,(i2 neben der Post, ist so ebcn erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen:
Koppe, J. G, (Landes-Oekonomie-Rath). Vei- iräge zur Beantwortung der Frage: sind große oder kleine Landgüter zweckmäßi- ger fiir das allgemeine Beste? gr. 8. geh. Z Thlr.
[604b] Ankündigung.
Gencral-Charte des Preuß. Staates odcr Preußens glorreichsier 3. Februar, der 11. April - und der erste Vereinigte Landtag, ' choriographisches Tableau, nach amtlichen
Quellen bearbeitet ic. Preis 15 Sgr.
BestellungendaraufnimmtbiSzum20.Zuni 79. I; das Königl. Jntelligen -Comioir an.- S_vaiere Anmeldungen miis en leider unbe- kuck§1 tigt bleiben, da das Blatt noch vor dem, andtags-Abschiede erscheinen muß. We'ßknstls, am 2. Juni 1847.
D" Hauptmann C. v. Stockhausen.
“M*" Verkauf eines Landgutes anf Gothland.
Zu einem der romantischsten und j -- der , sel Gothland, L Meilen von I,"; “YM? ÖRK im irchspiel Follingö o, liegen die vereinigten Lände.
reien don Lilla Wede nnd Norrbv, welche Familien- vcrhäliniffe halber zum Kauf artsqebotrn werden. Dies kleine Landgut wird eine voriheiihafie und „arrgcnchme Er'werbung für diejenigen sein, welche ein maßrges Ver- mögen besißcn, den Ackerbau, ein stilles Landleben und eine heitere Natur lieben.
Lian chc hat ein steincrrtcs Herrenhaus, worin sich stehen mit Oefen vrrschcnc Jrößere tapeziertc Zinrnrer befinden; in einem spätem An audesselben isi die Kirche, Mädchen- und Vorrathskammer. Zn dcnSeitenfiiigcln des Herrenhauses find noch zwei Zimmer und enthält der eine Fliigcl das Branshauö nebst Dritte, der arrdcre das Gctraidcmagaziu. Nahe dabei ist, die von Sternen nenerbarrte Brennerei, wclche beständig Wasservorrath hat. Die Viehhäuser nnd die Wagenremise find von Holz anfgcfiihrt und mit Ziegeln gedeckt., „Außerdem findet fick) noch ein gutes Dreschwerk, wobcierne Muhle, auf Welcher das Getreide fiir den Haushalt vermahlen wird. Die Gebäude sind gegen Fcuerdgefahr versichert, theils in dem allgemeinenVe_rsicl)erurrgösonds, theils iu (Hothlandö Privat-Brandverncl)erurigögcscllschaft, Dcr (Harten ist in guter Kultur 11er mit vielen älteren trnd jiingeren Frrrchtbäumkn xc. lw]rt_51.-_ Norrby hat außer einem Heuschober keine Gebäude und bildet mit Lilla Lche nur ein Ganzes, dessen Ländereien von gleicher Giite sind, und die zusammen bewirthschaftet wcrden.
Als Beweis der Fruchtbarkeit dieser Landstelle fiihren wir nur die Thatsache an, daß, ungeachtet das feste Land Schchnö in den lcßtcn Jahren nur mittel- mäßige Aerudten hatte, im FoUirrgsbo-Thale auf Goth- land kein erheblicher Mindcrertrag verspürt Wurde, und beruht diescr glückliche und doch gewöhnliche Umstand theils in dem Klima Gothland's, das dem Klirna'des nördlichenDeutschlands gleicht, theils in dem giinstigen Boden des Thales, das aus Kalkstein ruht. " ,
Der Acker ist in 4 Schläge gctheilt, regelnmßig an- gelegt und besteht aus Lehm und schwarzer Erde ohne Steine. Er wird _ cwöhnlich besäct 1111110-12Tonncn Wintersaai, halb loggen, lalb Weizen, nut 16-18 Tonnen Sonrmcrsaat, gröétenthcils Gersie, „rind 30 Tonnen Kartoffeln. Die Acrndte an Getraide ubcrsiieg meistens 200 Tonnen. Dieser-Ertrgg, ern Resultat der bisher angewandten al_t herkommlicherrBeackermrgs- Weise, kann durch einen gejchickten und thatigcn Agrono- men bedeutend geloben wcrd'xrr, da der Boden noch wesentlicher Verbesierrinqen fahrg ist, er dietct jedoch schon jeßt ohne Beihülse drr Klinsi alle die Vortheile dar, welche man billigerweiie erwarten kann.
Der Viehsiapel besteht aus 3 Pferden, 10 Ochsen, 12 Kühen, [ Stier und 10-12 junges Rindvieh, wo- für reichliches Winierfutter vorhanden. Die Anzahl des Viehes kann noch bedeutend vermehrtwerden, wenn bei einer veränderten ?lckerwirthschaft eiu rößeres Quantum Heuweidungerzieltwird. Weide und olzung isi um Bedarf reichlich vorhanden.
Lzlus dem Gute liegen ZTagelöhnerWohnungen, deren Einwohner zum größten Theil die Arbeiten des Hofes verrichten. Dies vortheilhafte Landgut wird von„dem Befiser nur deoyalb um Verkauf axrgeboten wer! es ihm unmöglich , szeinen Beruf mit der) Eeschaften des Landmannes zu vereinigen. Der Preis ist 16 666 Thlr. 32 S. Schwed. Bco., welches circa 9400 ihr:.
kunft an das Handlungshaus Heinrici &" Abaxny in Westerwick oder an den Eigner Dr. C. Henrici auf Lilla Wedc bei Wisby auf Gothland wenden. Auch bietet die Dampfschiffahrts-Communication uber Wesierwick nach Wisbv eine leichte Gele enheit dar, um sich an Ort und Stelle eine genaue ennt-nißjdes Land utes zu verschaffen und von der Richtigkeit dieser Anga e sich zu überzeugen.
[605]. , DaF fiir das Mausoleum zu Herrnbausen bestimmte, in Marmor vollendete Grab-Denkmal, der „hochseligcn Königin Majesiät von Hannover ist in meiner Werk-
eini c Tage zur gefälligen Ansicht in den Stunden von
10 is 6 Uhr au6gestellt. , „ Am Eingange wird zur Annahme einer Gabe fur
Nothleidende ein Becken aufgestellt sein. Berlin, den 4. Juni 1847, Rauch.
[595 r.] _ Wohnungs- Veränderung.
. “ HKI. K ' - ;- MJ» Unterrichts, -- - , _. - Anzeige. Einem ohen Adel und geehrten Publikum, sq wie meinen Gönnern, Freunden und Bekanntxn hrermrtmdie ergebensie Anzeiße, das; ich auf der Ftscherbrucke Nr. 12 (am Nühlendamm) em
Institut fur Schrerbkunst errichtet habe. - Indem ich die Anfertigung qller arif das weite Gebiet, namentlich der höhxren' Kalligraphie, beziiglichcn Arbeiten übernehme, ertheiie '.ch gleichzeitig in und außer dem Hause Unterricht in jedem Zwerge dieser Kritik in verschiedenen Kursen an Herren, Da- men und inder, zu denen ich- Theilnehnreride und alle sich dafiir Jrrteressirende hiermit ergcbknst emlade.
Ernst Schütze ]ur1.,
Lehrer der Schreibknnsi an der-öffentl.„HandelE-Lehr- Anstalt :c. und akadennscher Kunstler.
Unterricht für erwachsenc Pcrsonen [608d] m
der deutschen Sprache.
Beim Anfang m'ncr Kirch in 2 Abtherlrrngen:
1) um die gründliche Erlernung der Mutter- sprache der einer fremden vorangehen zu lassen (alsoKiucl) fiir A_uölandcr);_ ,
2) um richtig deutsch sprrcheri (thijetjtllch,den Gebrauch d er Kasus: mir, nnch, x;hneu, Sieic, kennen) zu lernen - „ ' ,
bitte ich, Meldungen gxfaliigt ]tht zu macheri und
nicht aufzuschiebcn. In die „Kurse fur Nxcht-schreiben,
Stil und Litteratur sieht der Eintritt ebenfalls
offen. * Der Unterricht für Damen ist Vor- und
Na mittws für Herren Abends, ck Ed? Naehsc, Lehrer fiir Erwachsene, Universitäts-SiraßeNr.4, [)zktekrvrcchtö.
„___-.___“
[60212] ' ' K [*]mxbsi; 177161111878 11.11111-
äumx kijr' ]Z'xickrzr, [101011- ir'xijezr, ZiSl'lU'élUÉl'Li- u. ]Zl'ÜUlÜW(31111)1'Ll][1(él'€1 - 138- 5it'/.(31'„ [(0l](]i[01'€[], [(Link- [81110 11. 5, M'.
Die ekpkldbto 3e||k (]Eutlicbe: praktische KnWt-ZZUUJ 7.111“ „Anl'e-rtigunkz eine!" in Unglnnt] ganz neu rkl'unäeoen
sebr sosl'U-n 1chU118111Ls€ 0t]e:r Zäkmo, *.*/cl“
(“in“, im trockenen uni] Üiizxkßun 211513111];- i-iimr Ze:- 1kir1) eincr ]Zmnnlu-cinbr'ennrrci in 'i-(lcm [,k-kn] 111141 in "|o(]4-r* Qilnnliläs 7011 ]cticm 54-1 zt .Zl'bk bil- lig Zele-i'rigt «i-rric-n kann, kriisjigxr «Ze ][“1163 un- tiei'y (;Ziiirunßzmitio] *.*/5th nur] sie]! ).“!!!l'l', [ung, ()|-nc 7" Wrilurbon um] ()'"11: an "]["kk ']"reibkkast Lu *EUR-ron, hält, ist Fogon ptrkknl'ruio; [Linxentbmß im" I “[h]-'. ['k. ()|-t. (70-*l1r]m]t|iir|i (Lek (Jebeim- ["alt"-15) bci (Lem UniokAeici-ncton 211 [;;-den um] (]ukab jctle Ü--a!-|mnr]]un§ nnr“ orm eieanllu-n 211 bexicben. Zrmrj'kt Wim] nacb, (]:-[*.*] (]iesek *Im-“skb!- xxz/cig jestu bexsonäew ym'tbcilbast unt] rekmikem] „izt, (].-1 (11111311 tlcr] Ztillzmnt] zZi-mntljcircr Üi'ennckcrcn
übern" klänge“! „'m IlllLl' "eso izt.
Zcbnltx Zn 815k11klx. nem: ]"kstriüici-xslr. U0- 78:1, könig]. [*)rcul'z. nplxr'obirtixr W[ptxiin-kcr, Cirermkok
unc] ["";-krise]! *tékt'bniZl'lkk ["abkilmnt.
[607 r.] Engl. braune Tbce-Kcffkl ,
dergl. auch in Britannia-Metau, sywiUe Thec-wnd Iraffcc-Kannen, Zuckerschaalen und Spulnapfc m Britan- nia- Metall, empfing so eben eine große Sendung Carl Zeibig, Königl. Bauschule Nr. 5.
58814
[ Schmidt's "41113! ßnk'ni, Linden Nr. “26 und 45 „in Berlin, empfiehlt sowohl seine eleganten als auch cm: auf jede beliebige Zeit an hohe Herrschaften zu ver-
miethen. C. S ck in i d t.
Preuß. Cour. gleich ist. Die Kaufsumme ist baar zu er!: en, und kann es beliebip" an etreten werden. a
efiekiirende wollen sich ge Uig wegen weiterer Aus-
statt im Königl. Lagerhause vom 6. d. M. ab auf .
sach möblirten Zimmer, einzeln oder zusammenhängend"
Das Abonnement beträgt:
2 Rthlr. fiir ): Jahr. 4 Kthlr. - FJahr. 8 Kihlr. - ] Jahr.
in allen T eilen der Monarchie ohne rcis-Erhöhung.
Bei einzelnen klammern wird
drr Bogen mit 2"; Sgr. derechnrt,
Allgemeine
Preußische Zeitung.“
Im: poll - An
und Axslandes W311 :resßeM
o_uf dieses. blatt an für Berlin
dre Enedetion der [lg. preuß eiltng: .
Behren - Straße Alk, 57. In sertions-sedii t ' kaum e in e_r Ze ile ““I-MAY? Anzeigers 2 Sgr.
&=?“ 155.
Inhalt.
Amtlicher Theil. „ , „ Landtags-Angelegeuheiteu. Sitzung der Kurie der. drei Stände vom 1. Juni. Bemerkung zum Protokoll der letzten S_tßung; die Abnahme der Nechmm en der Haupt-Berwaltung der Staatsichulden unddie Verlängerung der auer des Vereinigten Landtags um 14 Tage; Therlnahmc der Mitglieder der einen Kurie an den Sisungen der andern als Zuhörer; Fortscyunq der VerhandlunZen iiber das Gutachten, betref- fend dic Petitionen auf Aenderung der ierordrmngen vom 3. Februar 1847, mit Riicksicht auf die frühere Geseßgcbung; Allerhöchster Erlaß wegen Verlängerung der Dauer des Vercnngien Landtags; Beschluß in Betreff des Zutritts der Mitglieder der einen Kurie zu den Verhand- lrrngxen der andern, - Sisung der Kurie der drei Stände vom 2. Juni. Bemerkungen zu dem Protokolle der vorhergehenden Sitzung; Antrag wegen Anwesenheit der zur FaffunZeincs vollgiiltigen Beschlusses nöthigen Anzahl von Mitgliedern in den c“iyrrngcn; Antrag auf Verta- Ymg dcs Vereinigten Landtags bis zum Herbste; AUerhöchstcr Erlaß in ctreff der nachträglich eingereichter! Petitionen Wegen Liquidation der Verluste dcs diesein cn Handels in Krakau und Vcrbeserung der Han- delsbezichungen zu Spaniru; Foriseyung der Verhandlungen über das Gutachten, betreffend die Petitionen auf Aenderrm der Verordnungen vom 3, "Februar 1847, mit Rücksicht auf die frühere * esengbung,
Beilagen.
Amtlicher Theil.
» Brianntmachung.
Tic rim 1“. “Juli d. J. fällig werdenden Zinsen der Staats- Schirldthnc können, gegen Ablieferung dco ersten Coupons der Serre; T€., Odin *14tcn d. M. ab bei der Staatsschulden:Tilgnngs- Kaffe hrrrjclbxt, Taubcnsiraße Nr. 81), in den Wochentagen von 9 bis 1_ Uhr “Vormittags, in Empfang genommen Werden. '
Cs Wird dies mit dem cherken bekannt gemacht, daß die 3" rcgltxirendeu Coupons, den bereits friiher ergangenen Bestimmungen zrtsolgc, nach den Apoints geordnet und von *einem die Stückzahl und deri Geldbetrag enthaltenden aufsunrmirten Verzeichnisse begleitet sein mu en.
ff Berlin, den 2. Juni 1847.
Haupt-Verwaltung der Staatsschulden. Rother. von Berger. Namn. Köhler“. Knoblauch.
Abgereisirx Se. Excellcnz der General-Lieuienani, Chef der Land-Grndarmerre und Kommandant von Berlin, von Ditfurth, nach “Lankersrn rn drr Grafschaft Schaumburg.
Fandtags - Flugricgrnhritcn.
Sixxirng der Kurie dcr drci Stände am1. Juni.
Dir Siynng beginnt um halb 11 Uhr unter dem Vorsitz des I)iarschallö don Noriww mii Vcrlcsung drs Protokolls der vorigen Sitzung durri» don Srcrrtair Abgeordneten von Dolffö. *
?Marsrlmll: srindrt sich etwas gegcn das Protokoll zu erin- nrrrr.
Abgrordrr. don Viniic: Ein ein:,igcs Wort bitte ich hinzuzu- setzen, in dessen errslassrmg ici) iibrigens selbst Vrranlassunq qrqcbcn [)r'lbk. Bci der Stelle drs Protokolls, wo von meinem Llrircrrdrmcni die Rede ist, ist gesagt, „die .*)ieiirtc des Landtags.“ Nach dem Kon- zcyt heißt rs abcr: „das bestehende Recht““, und so habe ich es vcr- lrjcrr. Ick runs; gestehen, in dem, wird ich dem Herrn “))iarstball cin- gcrcrcht haba“, ist das Wort „bestchcud“ arrsgclaffcn. Da ich es iibri- gens vrrlcsen habe, so bitte isl), cs nachträglich hinzuzuscycrr.
, Marsriiall: Dcr Zusatz ist bereits gemacht worden. Wenn sich sonst irirliis iu bcmcrkrn findet, so erklärc [“ck das Protokoll fiir grrrchmigr. Orr Herr Abgeordnete von Vinrkc hat in“ einer alliie- mrmcn :'[ngrlcgrnheit das Wort. *
. Abgrordrr. von Virirkr: Ick habr' mir das Wort erbeten, nnr eme Fragc an den Herrn ?)iarschall zu richten in Bczichurtq auf das allgcmeinc (Hose:), bemerke aber eben, das: fck dcn arrdérmr Theil metrics Crcnwlarö nicht zur „Hand habe. Es ist in der Verordnung VV"! 3- Jcbrnar („ iiber die Bildung drs Vkrciniqtcn Landiaqrs, und zwar in dem §.8, dcm Landtage dic Bcfngniß iibertragen wor- dcn, nach Art, 13 der Verordnung Von 1820:
„Dic Rechnungen der Hauptverwaltung der Staatsschulden auf Grund der durch die Deputation für das Staatsschuldcnwcscn zu brwirkcudcn vorläufigcn Priifung abzunehrnrn nnd mittelst bcsondr- rer Gutachten zur Dccharge Sr. Majestät vorzulegen.“
Da der Vereinigte Landtag in diesern Augenblick beisammen ist, so kann von dieser Uebernahme, von der Abnahme der Rechnunqen durch den Ausschuß keine Rede sein, sondern es wird nach meiner Meinung dies eine Function sein, die der Vereinigte Landtag wahr- zunehmen und zu erfiillen hat. Es könnte sich fragen, ob nicht eine Vorprüfung vorausgegangen sein muß, allein diese Vorpriifnnq scheint sich nicht auf don Vereinigten Landtag beziehen zu können, weil der Landing zum ersten Male beisammen ist und noch keinen Ausschuß dcputrrr hat. Man mag iiber den Vereinigten Landtag denken, wie man will, so wrrd so viel gefolgert Werden müssen, das; der erste Yercmigte Landtag diese Rechnungs-Prüfun vorzunehmen hat und nicht warieri kgm! arif die später erfolgende TOrganisirunq dcr Depu- tation. dre xrit auf ihn folgen muß, m diesem Augenblick also noch gar "ÖM exrssm'i. [
a) un ere par amentarische T äti keit mit dem nä en Sonn- abend stch endet, s'? scheint in Bazar? augf die Prüfung dZfterwähnten Rechnung foahr rm Verzuge zu sei!: und n'o'tbi 'zu fallen, diese Rechnung wahrend der_noch iibrigen 5 Tage der FWU ung zu unter- werfen. Ich wollte mir erlauben, den Herrn Marscha zu bitten, da- fur Sorge tragen zu wollen.
Berlin, Sonnatag den 67?" Juni
Marschall: Der Herr Landtags-Kommissar wird die Antwort selbst geben.
„ Landtags-Kommissar: Ich kann in dieser Beziehung zu- ngchst die Aufklärung geben, daß des Königs Majestät mittelst griä- drgsierBotschaff vom gestrigen Tage die Dauer des VercinigienLand- tages auf 14 Tage zu verlängern gcruhi haben, und daß dieselbe wahrscheinlich heute noch "hier zum Vortrage kommen wird, indem ich solche dem Herrn Marschall dcr .Herren-Kurie bereits mit dem Ersu- chen iibcrgcben habe, sie möglichst bald an den Herrn Marschall die- ser Yersammlung gelangen zu lassen. Was aber den Antrag selbst brtrrnt, so unterliegt es keinem Zweifel, daß schon diescr erste Vcr- crrngix Landtag dazu berufen ist, die in dem Gesrye vorgesehene Firnctwn in Beziehung auf die Staatsschuldrn-Rechnung zu “erfüllen. Dre Rechnungen der Haupt- Verwaltung der Staatsschulden gehen ziicrst an die Ober- RechnungszKammcr, und von dort kommen sie hierher ;_uriiii, nm denjenigen Weg, der von dem (Hescy, wie er so rbcn von dem geehrten Abgeordneten bezeichnet worden, vorgeschrieben ist„ zu nehmen. Sie sind bereits an den Herrn Marschall übergeben, mrt dern Ersuchen .....
Marschall:_ Ich habe sie noch nicht bekommen.
Landtags-Kommissar: Wenigstens habe ich ein Schrcidcn vvllzogrn, imd wird es noch heute an den Herrn Marschall gelangen, worin lch rim ersuche, die durch das Gesciz vorgeschriebene Prozedur vor"zuLel)riierr. Ich bin übrigens der Ansicht, daß die Deputation fiir dirk?"Staatsxchuldenwesen die ihr durch das Gesetz zugewiesene dor- lausrgc Priifung drr Rechnungen vorzunehmen habe.
Marschall: Der Herr Abgeordnete von Metternich hat eine allgcmetnc Bemerkung zu machen.
Abzixordn._vorr Metternich: Der Herr Marschall hat uns gestern dre Eröffnung gemacht, das; die Diskussion über die zur herr- trge11_Yerathrrng vorliegenden Fragen so lange soll fortgesthwerdcn, drs Kerrwr inder Vcrsammlnng mehr dariiber das Wort verlangen wird. So sehr wir auch den Gerechtigkciwsimr des Herrn Marschalls dankend anerkennen müssen, so mus; ich “doch bemerken, daß es wohl 3" ,rvrrt fiihren wiirde, wenn den 22 Redncrn von gestern heute noch wertrrc rmgjcschricbcnc 54 folgen möchten. Jil) glaube, es werden ngß Wentgx rn diesem Saale sein, die sich über die vorliegende Frag); schon ihre Meinung gebildet haben“, ja ich qlaube annehmen zu durfen, daß kein Mitglied in der Versammlung ist, welches nicht udxr das Patent vom 3. Februar (:. u:“: die etwa ewünschten Mo- drftcaironen nicht schon seine Meinung midhierhergeJracht hai. Es hat [ich in der Versammlung bereits herausgestellt, daß einTheilder- selben dahin sircbt, möglichst viele Rechte auf das Gebiet der ständi- schen Befugnisse hcrübcrzuzichen, und zivar weit über die Gränze deffcn hinauö, was dem Lande durch das Allerhöchste Patent voin 3. Februar konccdirt wvrdcn ist, während ein anderer Theil glaubt, mit demjenigen, was uns durch das Allerhöchste Patent gcgeberrwor- den ist, zufrieden sein und die Erfahrung dariiber sprechen lassen Jil rniissen, wie und Wann das ständische Gebäude", das durch die Gnade Sr. Majestät des Königs cht unter Dach gebracht ist, zrr vervoll- ständigen sein möchte. Wenn ich im Geringsten nicht verkennt“, das; wir alia Ursache haben, manche Wünsche in Beziehung auf die Mo: ?mcatroncn unseres VcrfaffungG-(Resech schon jryt zu verlaut- uircn. . . . .
Marschall (unterbreckrend): Ick muß doch den Herrn Redner durch cine Bemerkung unterbrechen und ihn bitten, auf das Materielle der Sache nicht einzugehen, da andere Redner vor ihm das Wort haben. Ich glaube, derselbe wird etwa den Wunsch arrödriickcn wol- len, iii) solle die Debatte sich nicht so weit ausdehnen lassen.
?lbgrordn. von ".chtirrniri): Das war auch mcine Meinung, worauf iii) sogleich gekommen wäre, Wenn mich der Herr Marschall nicht unterbrochen hätte. Ich wollte nur Vom Herrn :))iarschall dic (Mrrcigihcii erbitten, die hohe Versammlung zu fragen, ob die “Öc- batte nicht Un“ Abstimmnng rcif sci.
Marschall: Nati) dem, was iel) in der gestrigen Sitzung cr- kliir_t habe, kann ich auf den gestellten Antrag nicht eingehen, sondern muß die “Öcbatic fortgehen lassen. Vorher will ich aber doch die hohe Versammlung fragen, ob es ibr nicht vielleicht genehm sein wird, iibcr eincn Gcgcrrsiand scirr cirrfachcr Art eincn Vrsriilnß zu fassen. “Die .Herren Mitglieder werden im Besitze cines Protokollcö scirr, betreffend drrr Beschluß der .Herren-Kurie Wegen dchhcilrrahrnc an den Verhandlungen der Kurier! dnrch iiirc _qegcnscitigrn Mitglie- dcr. Ter (Brgcnstand sicht allcrdings nicht auf der Tagesordnung- allcin es wäre“ möglich, das: nach dern Vortrage dicses Protokolls und einigen kurzen Erläntcrtrngcn des Herrn :)icfcrcntcn von der holmi Versammlung [*cschlosscn wiirde, dcm ?luiragc bcizutrrtrn- 111" dcr .Herren-Kurie einen Beweis dcs Zuvorkommcuö iirt'cr“ Wiimsrbc i" _qc- bcn. Ick schlage vor, diesen Versuch in nmchc11. Sollte sich eine Diskussion dariiber erheben, somiisztc frcilicl) dicLZcsrirlrtßrtr1l)11tc an.., gescyt bleiben.
Abgeordn. von Vinckc: Darf irt) mir die Frage erlauben, ob
der Grgcnsiand schon in dcr Abtheilung bcratlwn worden ist? , Marschall: Ja! Ist Zdncn das Protokoll nicbt zugckommcn? ES steht sehr qerrrmcin Exemplar zu Diensten. “Ick bittc'dcrr Herrn Abgcordncten Saitig, dcn Rcfercrrtcnplaiz einzunehmen.
Rcfrrcrrt Satti g liest:
Protokoll der [U. Abtheilung der Kurie der drci Stände.
Berlin, den 30, Mai 1847.
Der vierten Abtheilung lag heute der an die Kurie der drei
Stände miigetliciltc Beschluss der .Herren-Kurie: an des Königs Majestät dic allerunierthänigste Bitte zu richten, Se. Majestät der König wolle Allergnädi | zu gestatten qeruhen, daß die Mitglieder der einen Kurie den Verhandlungen dér ande- ren als Zuhörer beiwohnen diirfen,
zur Berathung vor.
Die Abtheilung hat sich bereits bei einer friiheren Berathung dafür ausgesprochen, von Sr. Majestät dem König die Oeffentlichkeit der Verhandlungen des Vereinigten Landtaßs überhaupt zu erbitten. Die- vorliegende Bitte ist auf eine Oeffentlich eit in gerin erem Umfang gerichtet, ohne die Bitte auf Oeffentlichkeit im weiteren ämfange aus-
1847.
zuschließen. Sie ist daher dem von der Abtheilung als zweckmäßig erkannten allqemeineren Grundsav nichtallein vollkommen entsprechend, sondern um so mehr erechisertégt, als für die Mitglieder jeder Kurie ein besonderes Jntere e vorwaltct, den Verhandlungen der anderen Kurie beiwohnen zu können. Wenn daher auch die Räumlichkeit in der .Herren-Kurie zur Zeit den Mitgliedern der Kurie der dreiSiände rmr eincn beschränkteren Zutritt gestattet, als dies umgekehrt der Fall rst, so liegt dies doch nur in äußeren Verhältnissen und darf nach Ansicht der Abtheilung nicht abhalten, auf den Wunsch der Herren- Kurte bereitwillig einzugehen. -- Die Abtheilung beschließt daher einstimmig,
den Beitritt zu dem obigen Beschluß der .Herren-Kurie zu befür-
worten. Graf von Loeben. von Katie. Von Peguilhen:Grabowo.
Schier. Riebold. Briinningbaus. Nethe. Fabricius. von Poninski. g. w. o. Sattig.
Es ist von Seiten der .Herren-Kurie in Folge der Berathung," welchc dort über diesen Gegenstand stattgefunden hat, an den König- lichen Herrn Landiagö-Kvmmissar die Frage gerichtet worden, ob in Ermangelung einer Bestimmung hieriiber, sowohl im Allerhöchsien Patent vom 3, Februar d. I. als in der Geschäftsordnung es der Absicht Sr. Majrsiät des Königs nicht entgegen sei, wenn die Mit- glicdrr der einen Kurie den Verhandlungen der mrderenKurie, so weit die Ocrtlichkcit nach den Bestimmungen der Marschälle es gestattet, beiwohnen. Darauf hat der Herr Landtagö-Kvmmiffax Folgendes geantwortet, und zwar in cinem an den Marschall, Herrn Fürsten zu Solrirö:Lick), gerichteten Schreiben:
„Den Inhalt Ew. Durchlaucht hochgefälligen Schreibens vom l1tcn d. M., den auf den Antrag des Herrn Fürsten von Lichnowsky gcfZßtJr Beschluß der .Hcrrcn-Kuric des Vereinigten Landtages be- tre en ,
daß den Mitgliedern der einen Kurie gestattet Werden möge, den Verhandlungen der anderen beizuwohnen, habe ich die Ehre gehabt, zur Kenntnis; Sr. Majesiiii des Königs zu bringen.
Allerhöchstdieselbcn haben mir hierauf aufgetragen, Ew. Durch- laucht zu eröffnen, daß an sich gegen diese Absicht nichts zu erinnern und im GeschästS-Reglement nur deshalb darüber keine Besiimmung getroffen sei, weil sich der Ausfiihrung in dem von der .Herren-Kurie gegenwärtig bemrß-ten Sixiungs-Lokakc Schwierigkeiten cniqegenstellten. Wenn aber jcncr Antrag von beiden Kuricn an Sc. Majestät gerich- ict Werden rriöckite, so wiirdcn Allcrhöchstdicselben nichts dawider ha- ben, dar; die Tribünen beider Säle zu gegenseitigem Besuche während der Sitzungen bcmrßr wiirden, obglcich diejenige dcs Rittersaales bei ihk?" beschränkten Dimensionen nur einige Mitglieder der Stände- zirrrie arrfyrrtchmen im Stande wäre“.
Berlin, den 22. Mai 1847.“
Marschall: Vielleicht möchte die hohe Versammlung diesen ?lntrag dcr Abtheilung fiir unbedenklich halten.
?ldgcordn. von Vinckc: Ich [mbc eine Bemerkung vorzutra- gen, die ich mir nicht als eine persönliche Bequemlichkeit artözulegen bitte. Es haben sieb mehrere Mitglieder hier auf diese Pläye csevt, urn die Vorträge bcsscr Hören zn könncn. Ist es wohl die ??bsichi, den Mitgliedern der anderen Ruric dicse Sitze einzuräumen?
Marschall: Nein! Sondern die Absicht ist die, daß die Tri- biirrcn, dic sirix in den Siilrn befinden, für diesen ereck benußt wcrden.
Abgeordn. von Vinckr: Das ging aus dem Anfrage der Ab- ilrcilrrng nicht hcrvwr, und darum habe ich mir die Frage erlaubt.
Erne Stimme (vom Platz): Es wird wohl am besten sein, auf einige Wochen eine Vcrcinbarnng zu treffen .....
(Große Unruhe im Saale, wrlrbc verliindcrt, die weitere Bemer- kung des :)iedncrö zn vrrstchcn.)
Marschall: Ich will fragen, ob die hohe Versammlung, als ein Brwciö ihres Zuvorkommcns gegen die wünsche der anderen „Kurie, diesem Bcschluffc ohne weitere Diokusfion beisiimmen will? Wenn irgend erand dagcgsn etwas zu erinnern findet, so bitte ich," sich zum Wort zu melden. Da dies nicht geschiehi, so nehme ich an, die Versammlung sci drm Anfrage der Abtheilung einstimmig beige- irrten. chr werde den Herrn Referenten bitten, das Konklusum auf- zusetzen. Es könnte meines Dafürhaltens heute noch geschehen und dcm Herrn Marschall dcr Hcrrcn-Kurie übersendet Werden. Wir fah- rcn nun fort in der gestern abgebrochenen Berathung.
Abgeordn. Rasch: Die Frage, um welche sich am gesiriqcn Tage die Debatte gedreht hat, und um welche sie sich auch héute noch bewegen wird, die Frage: ob ein Rechis-Anspruch auf eine periodische Einberufung des Vereinigten Landtags vorhanden ist, oder ob nm“ die Nüizlichkeit und Noihwcndigkeit einer solchen Anordnunq geltend gemacht werden solle, wird bei der großen Verschiedenheit der Ansichten über diesen allerdings nicht zweifelsfreien Gegenstand in diesem Saale wohl schwerlich zu einer Ucbereintimmung führen. Es fragt sich aber, ob nicht auch, ohne Lösung die!“ Frage dennoch eine Uebereinstimmung der Ansichten in Crstrcbung des emeinsamen Zweckes xu erreichen möglich ist. Der ereck ist wohl Zit uns Alle derselbe: Wir wünschen eine allgemeine Landes -chräsentation, sei sie genannt Reichstag oder wie immer, eine ständische Vertretung für die ganze Monarchie in ihrer Einheit, mit möglichst umfgngreichen Befugnkscn und mit fcstbcstr'mmter periodischex Wiederkehr ihres Zu- sammenZeinH, durch eine unwiderrufliche erfaUUUJS-Urkunde verbürgt zu erhalten. Das ist der eine und alleinige Zweck v_on 11an Mit- gliedern nach allen Seiten hin. Tres?" Zweck zu xtrerchen, lst viel- leicht möglich, ohne in die Spezralrtaten der Motive einzugehen, zu erreichen auf dem Werz)? des audgkspwchknkn WMW“, auf dem We e des Antrags. ehmrxt wir. nach „dtxsem gememschaftlichen Zie e hin, die Verhälxnisse, wie „ste gegenwart» sind, so det ch: Des hochseligen Körngß Marsiqt hatte denn: ande eine erf uns verheißen; des xesrgxw onigs Majesiai hat diese Verheißung erfiillen wol1en, so wert ihm nicht schon durch den hochseligen Kö»
ni selbst entgegengekomtiien war. Zwischen Verhei an und E:- fußung liegt eben, was jest m Ziveifel gezogen iß, ?;ng die Frage