1847 / 155 p. 7 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

"“Am Wohl m- Vaterlandes gilt. Ich habe mich daher“ auch der '

Au Zhi uikht a chließen können, die ein geehrter Redner aus der Rh roviuz von dieser Tribüne aus sprach, in welcher er eum; ' te. daß sich der Landtag zum Hüter dxr Regtenzng bereit machen Lell“. Ein solcher Ruf, glaube ich, ist noch "“„bk Wg; war ha en uns über unsere Regierung nicht zu beklagen;11ch meme, wir können froh und getrost ihr uns unterrverfen, "',kd MM" wir dadurch auch gleichzeitig dieses Vertrauen im Volke nahren und

fördern. (Vielstimmiges Bravo!) ,

Das is namentlich der Grund, es ist das Vertrauen! was nuch durch und durch beseelt, daß ich eine WANN“; AussckU1175Yd yer Deputation für durchweg überheblich halte. Es kann 131? hohe ““C-Maw- Regierun die vorhandenen Rechnungen tzem YZ'kkUngl" TMMIL dann in xhrer Gesammtheit vclprlkcigru, und [ck honk, wxr wkrdz-n me.. mals U haben uns 41 *e a en. ,

DÜW *noch,einen Ylugenblch die hohe Ver'mmnlnng *." An spruch nehmen, so will ick nock_k1m,nal an das „PKÉEUÜ 'von! 3- JF- bruar und an die Königliche BoUchTsk ZN" ““Z“-)', Zi,?)"l "1111511?“ L'" ihnen sehe ich die Verheißung,_ dap; Sk. Majeytat her Komg „M* schieden ausgesprochln „dak, da[; er den-angelcgtey Pau («"gan- dischen Lebens sortentwackeln werde, 11,1th ":ck hege dae ,srohc Donny)“; und nähre sie beständig, daß S_e.Ma]e1tax hallrgen,V1tten ,xmd Wun- schen des Volkes, billigen Wüxqchen und Batten senzkz' Staydc umbf geben und eine angemeffene Wiederkehr des Verctmgten Landtagks gewähren werde, so weit _ck mit dem wahren Wohl des Volkes ver- träglich ist. --- “211143 dirn'n kurz cntwickeltxn Griinden habe :ck der hohen Ver-“ammlung die Annahme dér Relatton der Abthealung gebor- samst emp ehlen wollen.

(Vielstimmiges Bravo!) ,

Abgeordn. von Zychlinski: Meine Herren! Nur wenig? Worte nach den viel gehörten. Ich stimme gegen den ?_[uöschnw denn sein Antrag ist eine wesentliche Abänderung dcs bejteheudxn Patents vom 3. Februar. Aus den früheren (Hescven können Wik, nach meiner Ueberzeugung, keine Rechte herleiten. Das Gesetz ,vom 22. Mai 1815 verheißt die künftige Zusammcnbernfung Ö?!" NEUW- stände; das Gesey vom “17. Januar 1820 stellt die Besugnzy zur Aufnahme von Staats-Darlehncn unter die Garantie der kiinftag 311- sammenberufenen Reichsstände, und sollte ihnen jährlich Rechnung ge- legt Werden, d. 1). wenn sie zusammenberufc'n waren. 'Das Gesch vom 5, Juni 1823 organisirt dic Provinzial-Stände, aus Jvclchen künftig die Reichsstände hervorgehen sollten. Ich frage Sxe _mzu, meine Herren, welches von allen jenen Geseyku betrifft die rcichsxtän- dische Versammlung? Wm“ sir denn eigentlich ins Leben getreten? Keinesweges; mithin haben wir auch keine Rechte erwerben können.

(_Gelächtcr.) _

Erst des jetzt regierenden Königs Majestät habc'u am dem von seinem erhabenen Ahnherr" gelegten Fundament das ständische Nes'k ins Leben gerufen. MitVt'rtrmn'u hat kl“ eöunö gegeben. Woblan, meine geehrten Herren, lassen Sie aus mit demselben Vertmucu e*nt- gegenkommen, daß das Vaterland von nns sagen möge, das;, wenn-

leich wir hier in diesem Saale verschiedenen Glaubens, Verschiedene!“

nskcht iind, in einem Gefühle sind wir gleich, in der Liebe und dem

Veriumm zum König. Lasxen Sie uns, meine Herren, nicht an dem

rÜiieln, was wir eben erst erhalten haben, von dem wir noch keine

Erfahrung haben. Es isk viek leichter niederzmcixen, als anfxübauen,

ein Band der Liebe und Verehrung umgiebi den “61413 und seinVolk. Vertrauen ruht zwischen Beiden. Angenommen, meme Herren, Sie hätten von Jhrcu Rechten irgend etwas Verloxen, ,was ichthnen nicht zugestanden hab?, so sage ich Ihnen, «3 gxgbx „eme _chxne zarte Rücksicht, einc Konvknfeuz, kinr Pietät 7111" den Kömg, dem! dss Va. terkmdes theuerstes P.1Uad-'mn ['n'-“bt sk]! König. ,

Abgcordn, Sattfg: TU“? Abtheilung hat die Ansicht ausgr- sprochen, daß der reéchsständéschkn Versaunul-mg nicht ein I)iecthaU- spma?! auf jährL-“che Wiederkehr zusteht, wohl aber das Rkchk ans pc- rsodiche Wiederkehr, Ick trete dieser Ansicht bea“; ich glaube, daß sich aus dem §. 18 des Geseßes vom “17. Januar 1820 ein Recht aus jährliche Wiederkehr nicht herleiten läßt. Die jährliche Wieder- kehr ist der reichsständischxn Versammlung in jenem Paragraphmt nick): als ausdrütZliche Befugnis; beigelegt worden, sondern es ist nur gesagt worden, daß die Recknuugslegung alljährlich erfolgen soll. “.)-lber nnr haben, daffelbe Verhä tniß bei den Provinzial-Ständcn, wo eine Menge Provtuzéczl-Znsxitute bestehen, denen allen von den Ständen selbst vor,g_esckrte„ben rst, ihnen jährlich Rechnung zu legen; dennoch sind die Stande mcht jährlich versammelt, sondern bewirken die Prüfung dm“ Rechnung, wenn sie zusmnmeutreten. Wohl bin ich aber der Ueber- zeugung, daß der (Heist der früheren Gescßgebung und "anwaltlich der alle irte §. 13, der reichsständischen Versammlung die Befugnis; zur percodischen Wiederkehr beilegt. Denn Wenn ihr die Befugnis; beigelegt ist, die Rechnung abzunehmen und ein Gutachtrn dariiber an Se. Majestät deu Kömg behufs der Erkheilung der Tklhal'gi' ab 30 eben, so würde nach meiner Ueberzcugung dies Recht kin éllnso- r1s11)es sein, wenn sie nicht in kurzen Zeitfriste'n zusammenträtl, weltbi- es,mögli machen, dieses Recht wirksam auszuüben. Ein Recht, eine Wallenser lärung kann nicht so verstanden werden, daß sie illusorisch wtrd. Wir würden zum Beispicl eine Rechnung, die uns erst nach 15. Iahrxn vorgelegt wird, nicht mit Wirksamkeit prüfen können.

Qtek Brufung könnte keinen Erfolg haben. Wir kommen also durch M1? tkkachtzmg zu dem Resultat, daß jedenfalls die Priifung in 1? kurzen Justen nach der Rechnungslegung erfolgen muß, das; em Erfolg davon erwartet werden kann. Sind wir zu diesem NMUN JUMP, 1o „überzeugen wir uns auch, daß die Land- stände m kurz,?" kegelmaßigen Fristen nacb Lequnq der Rechnung, also mtzethalb zwe-er bis dreier Jahre“, wieéer z*usa1nmeuberufen Werden Mk en. Ick, habe Ufo die Ueberzeugnuq "daß nach ken friiheren Ge even em NEch1 besteht, die periodiséée Jusaminenberu“un , dcr Reichsstände ZU verlangen, Wenn es 'ich aser darum hankcltg ob wir Se, Majestät dez!_.§1'o',nig um Aner1emmng dieses Rechts" éitten nxollen, so hglte :ck daes für eineForm, die nicht erforderlich ist ";ck bm der Meinung, daß es ausreicht, Sr. Majestät offen “311 s.aq1*n* wir halten es für unser Recht, die periodischeWiederkchr der Reichs-I stände zu verlangen. 'Wir sprechen diese Ansicht“ frei und unumwüm den aus; wir buten aber, uns die Ausübungdieses Rechts qestatten zu wollen, um so mehr, als (Hriinde der NothwendigkeiZ un'd Niitz.

!ithkeit gleich alls dafiir sprechen. .-

Mars all : Früherhin schon hatte der Hekr Abqeorduete von Auerswald das Wort verlangt, konnte es aber wegcij Unwohlsein nicht nehmen, weshalb ich ihm dasselbe jevt gebe.

Ab eordn. von Auerswald: Zumeinem Bedauern abgehalten, an den erhandlungen der voriqen Tage Theil zu nehmen, da'rf ich wohl um so weniger auf die Einzelnheiten derselben zurückkommen, ale ich dadurch Gefahr laufen könnte, Sie mit Wiederholungen zu emüden. Zu eim“ en Bemerkungen jedoch fühle ich mich gedrungen und v sichtet. L? gehöre zu denjeni n, welches auch heute noch 1m_d_au ua den ufstellungen des ennZust-“z- inisters und den “weißen! Ver dluugen, so weit diese mir bekannt geworden sind, von- der Uebereinßimmung der früheren Gischt mit deuAllerhö en , ennmß. Febxuar nicht überzexxgen können, , Ick ge öre ,- bnjmigen, welche, es „mch: nur für ein 1, sondem m viel hö- erem Stadt noch für eme ernße, gebotene P icht halten, die- dem

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Könige" anzuzeigen,“ “aber nicht anzeigen als Motiv“ Ein elner fiir et- wanige Anträge des, Landtages, sondern atxzuzeigen s Motiv- dex hohen Versammlung “elbst, Wenn und insoweit es durch die Stimme derselben anerkannt 411. Ich gehöre ferner zn denjem' en, die vor Allem auf dies Motiv Werth legen, als auf das weä'ntlichste und hauptsäYlichste, alles Andere enthaltende und in diesxr Angele euheit andere . Xotive nicht eher erledigen wollen, als bis daes erste k ak ge- worden ist, zu denen also, die den Wunsch haben, daß wir uns zuerst einigen und verständigen, obwir glauben, auf den Grund früherer Gesche und Königlicher Zusagen Se, Majestät der König um Anerkennung bestehender Rechte bitten zu können, näclvstdem aber uns darüber ver- ständigen, in welcher Weise wir aus Gründen der Niiylicbkeit und in- neren Notbrvendigkeit diese Bitte ferner motiviren können. Ich würde mich hiernach dem Gutachten der Abtheilung sowohl, als anck vcr- schiedeuen der eingebrachten ?lmendmnentö anschließen, insofem sie das ausdrücken, was rer leytc geehrte Rerulr vor mir erwähnt hat. insofern nämlich klar, deutlick) und ]m-"a daraus hervor:- geht, das; die Vcrsammlunq und bis zu wclchem Grade sic sich iiber den Anspruch auf Aixerkeunung bestehender Rechte seitens Sr. 9)?ajcstät des Königs geeinigt hat, und inwiefern sie zweiten.) in den Niihlichkeitögriiudcu übereinstimmt, Dies vorange- schickt und darin gcwisserumßcn meine'm Vom!!! vvrgreisend, bétte ich nur alle diejenigen in der hohen Vorsammlung, Mick)? sick) aus einen! ähnlichen Standpunkte befinden, wenn ZUl'VeschlllßnaYMK i_iber Has Gutachten der Abtheilung, iiber cinzclne leendmucntéF und über em- zelne Punkte derselben kommen sollte, mw: ZU schms Rechnung zu halten iiber jkkc'ö Gran (Heseleichkcit odcr ».)kiiylicldke-it, das dßbel zur Sprache könmtt, sondern nur darauf zu halten, dax; dcr Stxm “11111“ die Ueberzeugung, die wir haben, klar und deutlich aus den Beychlyncu [)(-['vorgehe und von S:“. Majestät 11icht111iß1ckerstauden wcrden könne, xm? Faß sie in dem rechten, wahrhaftcu uud chrerbictigen Tone Sr. YMMUU dem Könige vorgetragen und zur Entschcidung anheimgestcllt merkzen, Ich erlaube mir ferner, nach diescrAuffordcruug an diejenigen [nemox verehrten Kollegen, welche auf demselben Standpunkte mit mir 11917911, noch einige Worte an die Verehrern .Herren von einer anderen I)itch- mug zu richten. Es ist, wie fck hört; in den vorigen Tage." txnd auch heute behauptet worden, wäre bech-nklich, ja gefährlich, Wenn wir Schritte thun und Anträge beschließen wollten, welche aus Abänderung der neuesten Allerhöchsten Verordmzngcn hinausgehrn - Anträge, die nach der I)ieinung Einzelner mcht nothwxndig sind, und deren wir ganz iiberhobcn werden könntxjx, Wenn war; in dym Vertrauen auf die Gnade des 51611ti axis jema- ?1Ue1*höchjte_ Wm.- l)eit nnv aus die Entwickelung de]“ anuznst ----- sckangen nnd xo, alles bedenklichr Drängen nnd Treiben vcnneMnd, den'mhcrstcn, am w.?- nigsten gefährlichsten We'g cinschliigru, - Ick dj_ttc um!, aber, :ck fraqe Sie, ob wir wirklich mit gutem (chanerx jagen konnen, day wik'bki den Schritten, kik wir hier fiir das Land 11.141) [Jederzeugung nnd in voller Einstimmigkeit reiner 21017111th nu?; 1171111013913?" thun, am) um irgend eine Gefahr oxmn-lanc'n könne:)“J Mit voller_11c:bcr- zeugung spreads :ck es aus, da[;- 100“, km; prmßqckw Volk, ans emen! Sta'ndpunkte stcycn, ken dir Gephubtc mch! gekanyt im]. Ich glaube uicku, daß ein Volk cxistirt l_zat, welches "ebe," "i'llli'l' xo entrvtck'xlxen Intelligenz einen solchen tiesxn JWDH O_qu Yactgt gegen Jas 5101113: thun! bewahrt hat, wo ricxc ['SWR-l' C1geujchaste11_ res Bolfo,_dtc1e beiden mächtigen Potenzen innersten Staatslchns, xo Hm,!!!“ m .Har't-d Zehen, iich To innig durchdrungen haben. Ick sage cmcr-„Yt-etat gegen das Königtymn, nicht aber gegen dm abstrakten Vegrtn emes Königthunw, Tondern eines Königthnms, Welches seit Jahrhunderten _- Weun ich mich des AnÖdmäs bediencn darf -- Fleisch und Bein gewonnen hat in den Vorsleßungcn. und Empfindungen des Volks, durch ein _qcliebtkö nnd gcchrtcö'Kö11igshanö, dem wir anhänzxen, vom Ersten bis zum Leyten. Beieiucm solchen Standpunkte, bei 101- ckl', mit wahrhafter Entwickelung dm“ Intelligenz zugleich tief bc:- griiudc'tcr Pietät, und da wir zudxxn uus beo hohen Vorzugeö cp- srent'n, daß unser König selbst, denen Herz, wie- hier ,so-oft sckon dankbar erwähnt ist, zu de'" gkbilkRkstkU 301111111qu ]cmer 41-911 gelkort, dann sollen wir doch noch irtmwr [131110505 xo [ruht zu vxel oder zu wenig zu thun, immerbksorgcu, mtßverjtaudr'n 3-1 Maden, und darum zögern und schweigen? 111th wagen, deux Beßsc-rxkcr 11214013811- gung und “Z'Lahrhe'it („is auf den (?)rund zu )eheyé *;m, Zvn' konnxn es, wir diirfen es wagcn. denn wm“ nxagen )a„u1cht_.1 dabcx. Es ist oft gksagt worden, wir xolleu, uns mehr an Buchstaben, an Wyrte halten; lassen Si? mw aber mnnml an Buchstaben, Zn'Wyrxe ZW!)- stct' Bedenmng halten, an alle Worte, rn» „ker .Kom'g jmt ]enzer Thronbesteigung an uns gerichtet 1,»at,_und du' wn" mcht berechngt sind, anders als nach ,ich selbst zu denten._ Ich stage Sir, ist es wahr oder nicht wahr, wemx ich saqc, dax; yon dem er- sten Tage an, wo dcr König zu den Semigen prack), ,bls zur letzten Botsckmft, in den Königlich Worten E11! Verxlangeg,-)a, man kann sagen ein Durst nach voller Waßrhcit Von nnxexer Sllki' sick kundgo. geben hat, die Jotderung, Das wir es ihm nacht verhsblrn mögen, was in unserem, was in des VOlkiVs-MMZ?" leb]? Und drm sollten wir nicht entgegenkonnnln nnd cntsprcchn 1_nit Cina“ und mit Trexxt'? Und wenn wir so entgegenkommen, 10-1olltc man U,]„ls vorwerfen können, es sei dico ein unehrcrbictigcö Drurgeu unk) “Orangen? Nein, meine Herren, davon kann hier nicht die Rede 1110, wo es darauf ankömmt, vor einen edlen Jiirsten hinzntrcteu und ihm zu antworxen, wie es einem tiiMigen und kn'eucn Volke gebührt. Ju dissen: Sinne Werde ich hier und blk :lllcm, was xoeitcr-vorkonunt, stinuney, und in dilsem Sinne bitte ich Sie, diejemgle Bkdenkxn und ZW?!- fe'l, die nicht in der Sache scl_bst begriindet "“DDR“!“ 41; der 119081“: zeugung, welckzc Jeder von diexer h_egt,__zu bcjxtttgcn, stch zumemxgt'n und" möglichst sich an einander anzu'xchljeßen, w:? treue, vaterlandqche Herzen sich an einander schließen kötZWU. (Schluß solgt.)

Zntxalt.

Amtlicher Theil. _ , , . .

Inland. Berlin. Cruemmngen und Abschieds-Be-n*1l|_1_gnnqcn m dx!“ Armee. - Provinz Schlesien. Ankunft der Prmzeum Albreau m Camenz. _

Deutsch? Bundesstaaten. Schreiben auIFranksum. (Unwohl- sein des_Landgrafen zn Hessen=§ckomburg; Vcrmnchkesß

Frankretcb. Paris. Hofnachricht. - Maxschall Gryllchv 12 ,

Großbritanien und Irland. London. sxquvmscytffd-Jrländisckxe Zystände. * Nachricht von einer Schlachf uud Ntederlage der Mexikaner bn Cerro Gordo. _ Neue Ueberlandpvsk-

Belgien. Schreiben aus Brüssel. (Die bevorstkhklldk" Wahlen; Sin-

. km der Getraideprcise; Aerndte-Aussichten-) , -

S anixu. Schreiben aus Madrid, (Die Jmewennon in Portugal; . achnchten aus Lissabon; Vermischtes.)

Poring-„ll- London, Eröffnung der thdseltgkencn det drei Mächte gegen dje Znsur enten,

H:]!Uli- und örsm-Na-hrichtm. Berltn, Börsen- und Markt- en .

. Amtlicher Theil.

Monats-Uebersicht der preußischen Bank, gemäß §. 99 der Vank-Ordnnng vom 5, Oktober 1846,

A k t i v a. 1) Ge,?rägtes Geld und Barren ............... 14,084,900 Rthlr. 2) Ka ey-Anweisungen . “1,757-90') 3) Wech1el-Vestände .................... *.* ..... 1526840] 4) Ymbard-Darlehne ......................... 10,177,ém0 5) “staats-Papiere, verschiedene Forderungen und Aktiva ................................ 13,077,200 » P a s s i v a. Banknoten im Umlauf ...................... 11,332,900 Rkhlk' ) Depositen-Kapimlicn .................... “24,394,400 ;- ) Darlehn? des Staats iu Kaffen-Anweisunqen (nacb Niickxahluug von 2,5011000 Rtßlr, «!"-*. H'. 29 der Bank-ermmg vom 5. Oktober 175416) ....................... erthabon o_on Staatska“scn, Instituten und Pravat.-P:*ryonen, mit inschluß dcs Giko- Verkehrs ................................... Veklin, den I], "Mai “1847. Königl. preuß, Haupt- Bank-Direkiorium. (gez.) von Lamprecht. Witt, Reichenbach. Schmidt, *

Uiclxtamtlicher Theil. I n l a n d.

Berlin, 5, Juni. Se. Majestät der König haben Allergnä- digst gerubt, dem Wirklichen Geheimen Legationöratk) und Direktor Ml Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten, Freiherrn vqn _Patow, die Anlegung des von des Königs der Niederlande Majestät tbm. ver- liehenenSserns zur zweiten Klasse des Großherzoglich luxemburgjschen Ordens der Eichenkcone zu gestatten.

(154141411; .: 5,6372604)

J)1k'.)?11,

Berlin , 5, “Juni. Nach dem lvcntigen "))kilitair-Wochenblatte ist der Hauptmann “Schulz, vom 37. Znfanterie-Regimcnt, tmd der Hanptnmnu, Baron won Vietinghoff, gon, Scheel, v-om 1-23, Jan. teric-Ncginxcut, zumMajor ernannt, so wie dem R1ttmeqter a. “.:., von leeben, zuletzt im 7. Husaren-chiment, der Qqukter als Major beigelegt worden, Ferner ist der Hauptmann Slldlék, vom “.'. Infanterie;Regiment, zum etatömäßigcn Major crknanut ,nndx dem Oberstlieutcnaut „Kaim: von Hofen, vom 5. Insaniertc-chmxx'nt, mtc km“ Nrgimcntö-Uniform mir dcn oorstlniftömäßigeu21138111)?" 111171111- abschievete, Aussicht auf Civil-Vm'sorgnng und Pcnnon Dr: Abjkhlt'd bewilligt wordcn,

Provinz Schlesien. (Brest, 7.570) Ym “.?-', Mai skill) nach :; Uhr ist Ihre Königl. Hoheit dic Y_rinzejyin 211brccht von 3 reußen nebst Gefolge auf Höchstfhrer RiZckreqc anz Ztalrrn auf dem Ochlossc zu Kamenz eingetroffa'n und ward, dem Vernehmen umb, längere Zeit dort Verbleiben.

Deutsahe Eundesßaaten.

4641- Frankfurt a. M., 2. Juni, Ein Unkvohlsein, das in den letzteren Tagen Se, Durchlaucht den Landgrafen zu Hessen; Homburg betroffen, scheint wieder bkscitigt zu sein, wir aus Hom- burg angedeutet wird, _

Sc, Königl. Hoheit der Kurprinz:Mitregent von Hksscn erfreute bei Höchstseiner ?[ancscnheit dahier am?) die nahe kurhessiscbe Stadt Bockenheim mit cinem Besuckw und nahm auch dort die Baulinie fiir die L))kain-Weser-Eisenbahn in Augenschein. Bei der Wahl der Stelle „LM die Anlegung des Lokal-Bahnhofcs hatten sich verschieden- artige '; "teresse" geltend zu machen bestrcbt, doch wird die Scuba- uun dnrch Höchsten Ausspruch wohl definitiv bestimmt sein und der Bau der Bahn bald beginnen. ,_

Der Kaiserléck) russische Miuister-Residcnt am Königlich neapoli- kanischen Hofe, Graf Chrcptowitsch, traf vorgestern hier ein, Die Zahl der vornehmen russischen Familien mehrt sich mit jedem Tage; die meisten wenden sich den Bädern zu, besonders Homburg nnd Kis- singen, .Tros aller anlockcndenBiilletins ist es nur zu wahr, daß in allen Ta_mm§-Bädern bis jeyt noch große Stille herrschte, und es jeyr erst anfängt, etwas belebte!“ zu Werden. ---- “Ön- iibc'mns giinstige Wendung der Tl)eurung_sfrage wird den Badebksmh nun auch 11111?!"- stiiyeu. Dic Fruchtpreijk sind in unserer Gegend um 50 pCt, ge; fallen, und natürlich wi1'd_die Brodtax? in gleichem Verhältniss her- abgeseyt. Morgxn wird ]ie wieder sehr ermäßigt, wahrsxheiulia) auf *.)8 Nr. fiir 6 Psd, Brod,

Frankreich,

Paris, “1, Juni. Die Nachricht, daß die Herzogin von O1“- leanö und der (Hraf von Paris nach dem Bade-Ort Vichy abgereist seien, wird heute für nngcgri'mdet erklärt, Ihre Königlichen Hohei- ten haben Paris nicht verlassen,

*))karschall Grouchy ist, 8:3 Jahre alt, gestorben,

Großbritanien und Irland.

London, 31. Mai. Die Dampfsxcgatte „ije'lope“ traf am 5. April mit drei Sklavruschiffen, welcbe sie bei ihrem Kreuzen an der Westküste" von Afrika jveggenonmwn hatte, zu St, Helena ein; eines derselben hattc 820 Skiavt'n an Bord.

Aus Dublin wird berichtet, daß am 23, Mai “.' bis „"1000 Per- sonen in Kilkenny eine Versammlung hielten, in welcher sie ihx'e Ab- sicht, sich den Maßregeln des Hiilfs-Comité's zu wiederscßen, laut ankiindigtrn und erklärten, daß sie die Suppenküchen nicht läch-r dulden wiirden. *- Zu Ardygonnnon griffen kürzliß) Yber 100 : waffuetk mehrere Häuser an, erbrachenuntcrFllzxtenxchiinen die Thiiren und nahmen einige Waffen weg. Aufkden emen Hausherrn wurde ein Schuß abgefeuert, der zum Glü-Y mcht traf, ' __

Die „Caledonia“, welchc Halifax am “18- Mar verlane" hat,

bringt die Nachricht von einer__blutigcn Schlacht zwgchen dcn Ame- rikauern und Mexikauern bei Cerro (HorM. Dae Schlacht fand am 18. April statt; die Amerixancr bltehxnC-teger, und 5000 Mexi- kaner streckten die Wa en, Santana "111. entkommen und stand am 25. April mit dem Net der Truppen ,slldllck) VNYIÜÜPW- I" der Hauptstadt schien man noch immer Wjderstand leqten zu wollen.,

, Die Urberlandpost aus Bombay vom “.'. Mat meldet nachts von besonderem Interesse. In Aud dauerte,» dre Unz'uhcu noch fort. Der General-Gouvemeur Lord Henry Hardmge beabsichtigte, im Ok- tober nach England zurückzukehren.

S r l g i e n. U- Brii el, 29. Mai. Die für den 8. Juni bevorstehenden

Wahlen beschätigen jept allein die öffentliche Aufmerksamkeit; doch

scheint uns die Re samkeit und Spannungxiel geringer als vor zwe: Jahren zu sein. amals hatte man fmlrch d.“..s'Gesüh-l, daß alle Kräfte aus eboten werden müßten, um einen “thster, wre Nothomb zu bekämp en, der durch eine seltene Thätigkert und große Gewandt-

-heit viele wichtige Gesetze unter den schwierigsten Verhältnissen durcb-

ebracht und sich dadurck) viele Freunde erworben hatte. Noxhomh Hel damals, weil er, nach unserer Anstcht, sein längere Zett mat Glück durchgcführtes System der Vermittelung nach der Diskussion über das Universität.?-Prüfungsgeseß verließ und von da an,. von der gemäßigten liberalen Niiance verlassen, nun in der „katholischen Partei seine Stöße suchte. Das gegenwärtige Ministcnum besteht

und hält sich kraft dls Trägheitsprinzips; und so wie überhaupt.seie-

1880 alle voxwaitend katkwlische Ministeria'n rief.- passive Schwkrkraft der Bkagung. [.,-s Landed entgegengeskßt und wemgetGesrtze von Belang zur Diskussion nnd Annahme gelxx'aiht hab's", "Mm z, B, um nur einige anzuführen, ras große qunbabngejeß vom Mmqtß- rium Rogier, daz Elementar- Unterrtchtsgescß und der Vertrag nnt dem Zollvert'iK vom Kabinet Nothomb,„durchge,br,acht_ wurdkn,/_so_hat das gegenwärtige ausschließlich katholqche Mnnstxnum das, Exyjtxm der Unthätigksit und des 1:115'5'01'811451', w-e es s'chkmt,-auf dn- Sptye getrieben und d:»nscxben Geist den Kannnkrn nntgethanlt. .

Noch nie ist eiueSkssion so fruchtlos voriibergegangen, wre die diesjährige, Wenn man cine Partei 11.141) 11)!"le Worte“" bennykilkn muß, so kann man der katholischen Partei, Wenn sie aUein am Ruder steht, ohne sich mit liber-ale-n Elementen zu verbinden, nur das Zeugniß e*inkr systematischen Unthätigkcit ausfüllen. Aber aus diesem Grunde zeigt 1111.) ijt auch.:“n den Wahlooxbkrkitungkn keine große Lebendigkeit. Bkim sriikxeren Ministkrinm mußte die Opposition und die Preffe sia!) nail) Griinden und Beweisen umsehen, um den Geg- ner zu b-"kämpfkn, )'th sckeiut ihr aber das bloßr 'Daseén dicses Kabinkts, welchks selbst von einem der bedeutendsien katholischen Deputirtkn als kik! Nnatbronismus oder als eine Herausforderung (gegen die libt-ralk Meinung) bezeichnet wutde, die 1)1t11'i'1chl!1dk Recht- fertigung für die- l;“be'rals Politik Und eine Bürgschaft rw Sie'gt'ö in den Wahlen zu scin.

Bei dieser Eristpnzfragi' entwickelt jedoch das Kabinet eine Energie, die in einigen Fällen alle bisher bei den Wahlen b:“obackvteten Riicksichtkn aus den Angra zu verlieren sche5nt. “Oer Zwirspalt, der zwischen dcn sogenannten Alt- und Jmtg-Libemlen eingetreten, schkint dem Ministerium Muth, Hoffnung und den (Bedanken eingeflößt „zu haben, bei de)" Wahlen eine strenge Scheidewand zwischen seinen Kandidaten, die' 176 auch nur durch seinen, den katholischrn, Cmsluß erwäh11_n*isset1 wjll, und alle anderen Kandidaten auszustellen, die nicht_ on?" sick) vou rc" liberalen in den Associations" repräsmttirtrn Einsliissen lossagen wollt'", So wie 01)?! die liberale Partei sich die katyolisabt'n No:":ot-ntiM, bischöflichen Wahl-Cx'cxortatPnen n. s. w. hatte gsfaUsn lassm: müsst", so hat:? man [*iöhcr andarcrskjtö ami, iiber die ?lssokéntionkn fc-e'n Jntcrrikr ausgesprockxen, die in 401911] Lande„wo d:“? *in-* Pgttei in der ge'isiéfclxen (kanlt eine so mächtige Lrgamsatévu sizdrt, kin nothwendiges Korre'ktiv und Gegengewicht gegen ein andert-s gefährliches Erne!" sind, Jetzt hat mm ;„ B. das Kabinst einen „Königlichen Prokurator übgkslßt, weil kl' sich als liberalkr Kandidat auogksproabkn hat, und dem Staats-Minister (ohne Portksruiljej und Adjutanten des „Königs, (General Goblet, dll" seit Jahren als gemäßigtes inbemler immer durch den Ein. fluß vm“ Association in Toumay e'rnannt wurde, die Alterna- tive gestcllt, zwisibeu sriner Entlassuu? oder seiner Vkrzicbtleisinng auf diese Kandidatur zu wählen, Der General hat ans Gründen, die wir nicht zu berühren brauchen, das Letztere erwählt, es hat aber die- ser Fall eine so allgkmeine Mißbilligung erfahren, daß selbst die katholi- schen Blättkr mit Stillschkvkigkn d-Iriibkr weggegangkn sind.

Auf diese Weise wird der Bruch zw7schkn der [xberaken und"

katholischen Partei nur umi) größer, während im Gegentheil darauf hingkarveitet Werden sollte, eine Vermittelung zu erzielen. Die Abnahme, wclche die katholische Partei unauégesetzt im Lande erfährt, ist ersichtlich für Jedermann und der Skeg der liberalen Meinung , welcher nur durch Umstände cinen Aufschub erleiden kann, lin gewisses Resultat allkr seit Jahren sick) immer entschiedener hcrauostellenden politischem Thatsachkn, Die ?in- sichtsvollkren Häupter der kathoxisäxt'n Partei sehrn die'se Wr'ndung auch voraus, suchcn einznlenken und sich von dem Joche, welches ihnen aufgelegt wird, zu bcfrcien. Die Wahrheit dieser Thatsache erhellt aus einem VoxfaUe, der für die ganze Stkllung dcr kathoZi- schen Partei charakteristisch ist.

Der intelligentcstk Minister des gt'genwärtigcn Kabincts, Herr Deschamps, dem die Wendung [“e-r öffkntlichen Meinung néckt evt,- gangen ist, war bisher allein durch dcn katholischen Einfluß in einem Wahl-Distrékte ernannt woxren, in welchem sich aber die' Majorität cht auch zur libkrnlcn Me-inung ncigt, “Da der M'niser Nach den friiheren Vorgängen wenig Hoffmmg hatte, wie'dkrktwäblt zu werdrn, so hatte kl scxt längerer ZM sich Jrkunke in xiuem an- deren, ]lbk1"a1ljl,a1'll'119101119115 kunt) di:“ ".dusljiallkn Interessen gclcitetkn Wahlbezixk zu k:"!1'lk1*i']lZlsUch1, dcr am!) so e*bcn dura) kine vom Mimsikr beantragte Maßngl rin?" großen Vortheil ethaltcn hatte, Eine Dc- putation rer zkohlknminen;Besißsr von Charleroy hatte dakcr dem Minister die Kandidatur angeboten, abcr zngl-„-ich die' rein induskriclle und keinwwkge'ö k.:tdowsche Bcdeutung dieser Wahl brfiirwvrten wollen, Hier gab nun der Minister die von de:“ “Deputation veröffentkchtk merkwürdige Erklärung, daß ihm seine bishkrige, von ('in-*r Partei in den Wahls]! angt'wies'knt' Stellung unbequem gkworden sei und er, wenn t'ö ihm erlaubt sei, é'ijkk bekannte Unterscheidung (res 1101'1'9- qne (“t q-am'qm- (von “Dupin auf sich anzuwe'ndkn, rr, ":ck: weil „Katholik, sondern obgleich Katholik, ernannt zu wUdcn wünsche“.

Damit ist, nach unserer Ucbcrzkugm:g, die alleinangenn'ffene 311-- künftige Stkllung de's Katholiziömus auögkspl'olan. Tie kntholésckxe Partei «11.3 solche mus; aufhören und gebt amt) in dem ILide'kspruch, in welch?" sie mit drr politischen Bcwt'gung und mit dcn Grund- säven drr Verfassung tritt, [“Wilma“ zu Grunde. Wenn schon überhaupt nicht, so sollte sie am wxnigstkn bei einer Verfassung, Welche die- absolute Trc'nnnng des Staats und der 11111110 ausgespro- chen hat, eine politische Pulte!“ bilden Wollen und die Rt'ligion selbst

dabei kompronüttireu. Ist die kirchlich-pol-tische Seite- in den H:“ntcr-x

grund getreten, so wird die religiöße Ueberzcugung nur um so mehr“ geachtet wsrrcn und dann hoffentlich nie mehr ein Grund dm" Aus- schließung bei einer Wahl oder einem Amte sein.

, Ob riese Wendung ohne eine gjößcra'Kr-“siö vorsich geht'u kann, jvnd p_on der Weisheit der Krone abhängcn. Je längrr abcr d:4' UKW!!!» Yaxtei am Ruder erhalten wir:, desto gtößer wixd die Opposttton im Lande, und desto mehr verstärkt sich der Radikaliömus auf Host,?" “lkTgcntäßigte-n Ansichten. Seit dem Bestehen des ge- genxvaxttgertKablnets hat sich diese Richtung auf eine sehr bedenkliche Werse ll1legnde- au6gebreitet, die gemäßigten s. g. Alt-Liberaleu haben Überallomxt !bk k]"? Transaction eingehen müssen, und die hiesige gemäßigte CWUCM'W" "“,"“? sab sicb gezwungen, sämmtliche Wavl-Kan- dtdaten dex „AU'U'W “zu gdoptiren, damit aber zugleia) ihre Aufiösung ZU "UMZUW'M' C'.“ sam,“ dvb? Zeit, daß, wie auth die Wahlen Kuésßukkk mogen, “'"" bhbtte Gewalt einschreite und ein anderes Mtntskkxmm „blU'k- Da kit Krone in levterer Zeit mehrfach die Bil- dung ""es “b"“len Kab'm“ y“sucht, welche auch vor zwei Jahren nur an der Forderung der eventuellen Auflösung der Kammern schei-

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terte, Und das jehige Kabinet nyr aks lch1er Ausweg galt, so Fehl zu erwarten, daß die Wahlen eme natükltche Gelegenheit zur eu- derung darbieten werden. . _

Endlich fangen auch baer dte Getrmdepreise etwas zu sinken an. Laut den hier eingegangenen Nachrichten verspricht man sich im Lande iiberall eine vorzügliche Aerndte. Dre Roth ist aber fortwährend sehr groß. In Gent hat sich die-Sts-dt m' Gemeinschaft mit der Re-

ietung dazu verstanden, dcn Jabrtkcn, dae lhre Arbeit hätten einstel- en mij en, für drei Monate eine bedeutende Summe für Waaten- Verkau!s zu garantiren, indem der dabei mögliche Verlust zur Hälfte von der Regierung, zur Hälfte von der Stadt getragen werden soll. So übt die Regierung eine direkte Intervention in einem particulairen Handelszweige an.), während sie sich geweigert, cérrkn alle Klassen interessirendrn thraidekauf voxzunebmcn. Die Eiskxbabnrn babxn für die 4 ersten Monate 17 pCt. mehr eingxtragen als im vorigen

Jahr?. 2- p a n i c u.

_ „Ö Viadrid, “26. Mai. Gesten! Nack11xétmg überbrachte ein (Zollner von Bayonne die dorthin durch den Trlegraphen gelangte Nachricht, daß am Listen in London zwischen Lord Palmerston und den Rkpräsentantrn Jrankrkiäxö nnd Spaniens eine auf dem Qua- drch'l-Al11'anz-Vertmge begründete Uebereinkunst abgeschlossen wmden [pure, kraft dcm: in Folge der Weigerung der Janka von Poxto, jack) unter den ihr vorgelegten Bedingungen zu unterwerfen, eine spanische“ Arma“? in Portugal kinrütken und den Aufstand mit gewuss- netxrßand unte'rdrücken soll, während französisckje nnd englischeKriegö scknsfk the'ils im Tajo iiber die' Sicherhrit Lissabons wach?", theils im Duero die Tperationln gegenPorto unterstiißen werden. 4_S.Al|g. Pr. Z. Nr, “].-31.)

. Die näheren Bestinmmngkn dirskrUsberkinkunst kennen wir noch naht. Indessen hat die Regierung dcreits gestern den General To" Manuel de' la (Toruha, der vorgestern nach Valladolid abgegangen FWT. den Befehl zugeschickt, sich beréit zu halten, um auf den ersten 2733111 mit scinkn Truppen in Poxtugai einzurückrn. Man will in- deen bxzweifeln, daß die Truppen mit dcn «forderlichenHiilfsmittkln ausgerünet sind,. um in einemso verödetknLande, wic Portugal, eincn erfolgrxérben Feldzug unternehmen zu können. “Die Rrgikrung hatte zu diem" Brhuse eine Summe in Wechseln, die von der hiesigen 231an auf Badajoz gezogen waren, zur Bezahlung der Truppen ab- MAM, allein diese Wechsel kamen gestm'n mit Protest von dort zurm.

DU" knglikck)? Gesandte ist so eben (e'im- Stande vor Abgang dll“ PM) von Aranjuez hir!" cingettoffkn und bat sich sogleich zum Ministm-Präsidknten begeben,

_ Tura) außerordentliche Gcle'ge'nhcit babs" wir “.)1ackréchten aus Lijsabon vom “.'Usten erhaltkn. Am [Inn waren der Tbrrst Wyldc und der spanisckpe Briqakix'r, Marqnis d'EYpaüa, von Porto dort nßit'dkr kingktroffkn, Dir Juni.; lxatte die mm 1121111] vorgclkgten Bk- drngungmt néckt gcnehmigkn wollen, sondern von ihxek Skit? gewisse Anfokkkrnngkn aufgestcllt, weltbe je'ne Vermittler für unzulässig biel- tkn. Da man am “then in Lissabon enfuhr, dasz Sa da Bankeira, wie ich Zdnkn _qt-ste-rn meldktk, den mit dem Grafen thaes abgc: schlossenen T'Laffsnstillsjand ausgekiindigt hatt», so berief die Königin die Gesandten Englands, Spaniens und Frankreichs zu sich, um, sie zu veranlassen, den Baron Sa da Bänbeira zur Eingebung emeö neuen Waffenstiustandes aufzufordem. Die zu diesem Behufe vou dcn drsj (Hesandtku nach Setubal (lb efertigteu BevoUmä-hkigten konnten von S5“ da Bandeira nur dée Zusa e auswirken, daß er, unter der Bedingung, seine Befestigungö-Arbexten; fortskßkn und Ver- stärkungen an sia) ziehen zu düxfen, aus weiterevier Tage die Feind- seligkeit rinstkllkn wolle. “Diese- BedingnngctsanMte aber der Graf Vinhakö, Befehlshabkr der Königlichkn Truppen, nicht anneh- men zu diirfen, falls er nicht auSdrücklich dazu exmächtigt würde. Vermutdlick) we'rden dahkr kik Feindseligkeiten bei Setubal wieder er- öffnct'worken sci". Zn dkrNacht vom Mster! wurden ein englisckws und ein spanisches .Krikgs-Dampsschiff vou Lissabon nachPdrto mit Sabreiben an den Grafen dao Amas abgcse'rtigt, um eine Verlängkrung dn Eiw- stellung de'r Jeindseligksitrn von ihm zu verlangen. Jiér den Fall, das; e:“ décsen Antrag zurückwikse, sollten beide Dampfschiffe vot'Porto kreuzen, um zu verhindern, daß eine zur Verstärkung Sa da Van- deirg's bestimmte Division von dort auslikfi'. - DerBaron Renkuffa' schifstc sich am “!!)ten nach England ein, um sich von dort als (Hl- sandte'r nach Paris zu bkgeben.

Die Königin hat nach ihrer Zuriickkunst von Aranjch die Appar- tcmknts bezogen, welt!):- sie vor ihrer Vermählung bewohnte,

Gkfikkn Abend ging sie, von ihrem Saxwiegervater und dessm Tocktxr veglritct, im Pmdo spaxikrkn. Ter Infant Don Francisco de Paula bat jeßt mit [cincr Familie den Baku thiro Vt'l1asse'n und bson-nt klllsklbl'n Pawft mit der Königin,

Gestern Vormittag fuhr der französiscke Gesandte "mb drm Pardo und hatte eim» Zusammenkunft mit dchönige, dcr sit!) folt- während wréqert, srfnrn Anfcntdalt hierher zu oerlc'gen.

Dkk päpstlickxc Bcvoklmäaztigte, Msgr. Bruani, bat vorgestkrn Nachmfttng in Zrun den spanischn Bodcn benoten. T*e'r Hrraldo ruft hmm“ bet" d-escr (Hrlrgeubeit aus: „Wir freuen uns, xu scbe'n, daß sich mit jedem Tage die' Eroberungrn unserer Revolution 111901" und mehr befestigen. Die Ankunft des Msgt“. Brunel" auf spani- schechbike ist dks leyte' Stoß, den die' Parta'igängrr deo Karlömuz erhaltkn.“

P o r t u g a |.

London, 311. Mai. Nene're Nacbr'ichtcn aus Lissabon vom 2211?" d, M. melden bereits dir Eröffnung dm“ Feindseligkeiten de'! drci Mäckte England, J-rankrkécb und Spanien gcgen dic portugik: siscken Znsurgm-tru in Folge da*;* am Listen in London .1bge“s(1»losspm-n llcbex'ciuknuft. "Lic Imam von Porto hat Dir ihr angetragen?" Bk-

,'dxlngungxn 11,11?!“ Unm'nwrfung rntschie'dcn zuriickgkwicscn, und de'!“ Krieg nt erklart worden.

__ „Y_wm' t'nglische Stbiffe, die' „Amerika“ von 7-40 K. und da;) Tampmchtn „Polypbmnus", so "q“.» kj"? spanistbk'

Fregatte, sind von Lissabon abgegangen, um die' drci Dampfschiffe

dcr Junta, welcbe kiirzlick) von St. Ude.) nach Porto gegangen sind, um friscke Truppen xu holen, aufzufangen. Zahlreiche Desertioneu fanden indes; in letzter Zeit VU]! dcn Königlichen Truppen in das Lager der „“Jusurgentcn in Zt. [loves statt. Man glaubt, dm“ ganze

.: Aufstand wcrdc jetzt, nackdem dic Intervention erfolgt sei, eine mi-

gnelistische J'm'bx annelnyxn, und co ]ollezxjancl) bez'ciw von England mehrere nnguelixtixchk Osnprrk gelandet 141]! und 111 Villa Real eine

Junta gebildet haben.

Handels- und Vorscn- Uathrtchtm. Knxwöriigs [kürzen.

.Kmutakäum. ]. .]uui. [';-a...]. nm.]. ua. 571- 5% x,... 18T 3% 410. 361,“ ['n-. 5. *aus. --. 2114-1- -. 1-01“. _. knn“. l't. Ied. _. 4% [Kuu- |1o|po 89. _

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[.ullosär-ue- . . , .

Romgluhe Lachausptclr.

Sonntag, 6. Juni. Jm Oprrnhause. 689? Abonnements- “Lkot'sthung: Die Daua'iden. (Ille. (Huérinot wird hierin mtherrn Hoguet-Vestriö ein!)» 414241911)» tanzen.) Vorher: SinfoniekU-CI-Lk), von Beethoven. Anfang halb “7 Uhr.

Zu dieser Vorstellung werden Billetö zu folgender! nnttleren Lpernhauö-Preisen verkauft:

Cin BiUet in den Logen des Prosccniums “1311th!k.“10Sgr.:k.

Jm Königlichen Schloß-Theatm“ 3:1 Charlottenburg: C'" Arzt- Lustspiel in 1 Akt, frei nach dem Jrat|3é§11]ckkl,vo? J; „Ch: W“ es, Hierauf, zum erstenmale wiederholt: Großxahgg, Qustsptcl m ?, gf- zügen, von Bauernfeld. (Herr RickYer, vozu Otadttheater zu LU 318- im ersten Stück: Arthur Derwood, !!!! kuk'kk": Herrmann,) An ng 6 Uhr, . .

“Billetö “U die er Vorstellun sind has Sonntag, Mitiags 1Uhr, im Billct-VcZkanfstiireau des Éäxausp-clhauses zu Berlm und Abends im Schloß-Theatcr zn Charlottenburg an der Kasse zu folgenden

aben: . , PrelslYnzuBallet zur Jremdxn-Lyge 1 R_thlr. Em Vxllet tm erßkn Range Logen 20Sgr, Cm thlet m emer Parquet-Loge WS_gr, tc.

Verantwortlicher Redactem' [)|-. J. W, Ziyktistn. Jm'Setdßmlaqe duM

Gedruckt in du Dtaetschey Geheim O_bn-doßM-«nk? “.;