““Wo-dsr», «Reik: wenig ufge'nomiuen m:,- an über-
Ws“ soer, da keine Aeußenmg mhm- , u,
werdedéeAeußm'm des mehrten M“- grudu "mh uvetßänd
,- * li bleiben. Die,1vörtl e,Wiedetgab,e der M*“ “*“!“ Sa der ßenographrschen Berichte, womit sich :
= die M , _ und das vorgetragene Protokoll vom Land- “.ng _ak tue migt erklärt wird.
eordu." ei ! von T ammer: n der,Zeitung vom MSU Tast folgende Wosrctl: aus einer Lede eines verehrten "eien für Westfalen, für die GrafschaftMark, enthalten und
Wörtlich so: , “ ' ' würdi e That des ,Landtagcs „feiern Fr? anb'e WIngduÉé, Xaejestät de? Königs Friedrrch'ß, ]l., der "W'Ük' os Schlesien erobert hat, desen edelste Sohne hrer
Kw" . . . .„ ,
“ (Eine (?ntnuzrerla tgleasTTr? e side das nicht
r b eordnefe ;_a te au „ , „,_r ,n ,
[ä FF, Yve;- z.? age auch; ich finde das ntrht racherlrch,. Ich weiß, da?"Schlefien reichÉenug qt an gefinnungstuchrrgen Mannern, um die ihm in „"s“-er ersammlrrng zustehendrn Raumx ze,hr,r rind zehn- mal mit gleich würdigen Mirnncrn zu füllen“, wre die,]emgrn smd, welche diese Plähe gegenwärtig emnehmen; aber ,wenn ich dies ,anch einräume, so kann ich doch nicht zugeben, daß slch auch von diesc,n iiur einer edler nennt, als wir, denn keiner kann mehr durchgliiht sem von der Liebe zum König und von der ewigen Wahrheit überzeugt, als wir, daß es nur eine Wohlfahrt giebt, das ist die Wohlfahrt des Vaterlandesz
Abgeordn. Hansemann: Ich habe zweierlei Gegenstände zur Sprache zu bringen. Der erste betrifft noch Berichtigungen, der Re- den, welche Mrtglieder dieser Versammlung bis zu dem Zeitpunkte gehalten haben, no die Stenographie in den besseren Znstand gebracht wurde, in Welchem wir fie jetzt sehen, und bis zu dem Punkte, wo die einzelnen Mitglieder veranlaßt worden sind, ihre Vorträge selbst nachzusehen. Es wird nämlich eine Arisgabc von den Verhandlungen nach den stenographifchen Berichten veranstaltet, und der Heransgrbcr hat die Mitglieder dieser Versammlung aufgefordert, etwaige Unrich- tigkeiten in thren Reden noch zu berichtigen, damit ihre Vorträge rich- tig ausgenommen werden könnten. Solche Bcrichtigungen, wenn sie auch den Sinn durchaus nicht verändern, sondern nur etwaigen Un- sinn wegschaffen, werden von der Censur nicht zugelassen, indem sie nur eßattet, die Berichte wörtlich, wie sie in der Allgem. P reu- ßis en Zeitung erschienen sind, aufzunehmen. Nichtsdestowcnigcr erscheint es wünschenswerth, daß die Berichte aus jener friiheren Zeit auch korrigirt erscheinen können; Manchem von uns wird dies besonders angenehm sein. Wenn er auch nicht darauf gesehen hat, ob etwa Unsinn in seinen friiherchorträgen in der Allgem. Preu- ßischenZeitunq enthalten war, würde es ihm doch lieb sein, daß bei einer vollständigen Herausgabe der Verhandlungen dieser Unsinn WegfaUe. Jch gründe auf dieses Sachverhältnif; die Bitte an den Herrn Landtags-Kommiffar, die geeigneten Maßregeln treffen 311 wol- len, daß die seitens der Censur bisher cntgegengcstellten Hindernisse
wegfallen mögen,
Landtags-Kommissar: Wenn der hohe Landtag oder dcffcn Sekretariat eine anderweite Reduction der früheren Abdrücke dchcr- Kandlunqen vornehmen und mir diese zur Einsicht vvrlegen will, so
abe ich durchaus nichts dagegen :„u erinnern, daß sie nachträglich edruckt Werde, und bin bereit, die Ccnsorcn dieserhalb mit Anwei- un zu versehen, Ohne diese Prozedur aber würde es weder dem GeJrß noch dem Landtage gegenüber zulässig sein, eine neue ver- änderte Auszzabe zu machen.
Abgeordn. Hansemann: Ich bin mit dicser Erklärung „voll- ständig zufrieden, und es würde also nur Sache der Mitglieder sein, welche Berichtigungen zu machen haben, den vom Herrn Kommissar angedeuteten Weg einzuschlagen.
Eine Stimme (vom Play): Habe ich dancrr-r Konnniffar richtig verstanden, so wäre das nicht Sache der einzelnen Mitglieder, sondern es hinge davon ab, ob das Sekretariat sich der Miihe untcr- ziehcn will, diese Rcdaction zu übernehmen, und auf diese Weise würde die neue korrekte Auflage gcwiffermaßen in die Hand des Herrn Kommissars gelegt werden.
Landtags -Kommissar: Allerdin ö wiirde dicser Weg zu machen sein, derselbe, den die Stenographte ursprünglich zu machen hatte. Die stenographischen Berichte sind auf dic1cm gescßlichcn Wege zur Oeffentlichkeit gekommen und können deshalb auf keinem anderen Wege korrigirt werden. Wollte man es jcdcm einzelner: Mitqliede überlassen, seine Reden zu korrigiren, so könnte dies nicht im Jntereffe des hohen Landtages liegen.
(Viele Stimmen: Nein! Nein!)
Eine Stimme: Also würden die betreffenden Redner aus-
schkießlich den vom Herrn Kommissar bezeichneten Weg einzuschlagcu ha en. , , Abgeordn. Hansemann: Die Sache scheint fich vollständig zu erledigen, wenn jeder) Mitqlied, welches Berichtigungen zu nmrixcn Yat, fie dem Sekretariate eiuschickt, "und wenn dieses drinn, den nam,- ichen Weg einschlägt, der mit den Verhandlungen, die m der Zer- tung erscheinen, auch ein eschlagen wird. „ , _,
Eine Stimme: ann wäre aber eine aUSdruckltche Erklarung des Sekretariats nothwendig. , ,
Abgeordn. Offermann: .Was einmal m der Zeitung„ steht, das ist heilig, jede Aenderun könnte sogar ,den Smn y,erandrrn, welches nicht geschehen darf, igelbsi wenn er lllcht ganz„logrsch ware. Ich erkläre mach gegen jede AendermYz sollte etwas geandxrt werden, so muß es geschehen von der ersten thung awdurrlx erqurendc 2,lr- tikel der Zertun , worin auf die ersten Vorträgx hingewiesen wird. Gegen einen so?chen Umdruck aber müßte ich mtch ganz entschieden erklären.
Abgeordn. von Saucken: Ich bin wieder einmal wie früher in der Lage, als Gegner einer Sache fiir diese das Wort zu ergrei- fen, wie hier, als Feind der Censur die Ceusur in Schuß zu nehmen und muß es ganz recht finden, daß etwas nicht gedruckt werdcndarf, was nicht mit den offiziellen Mitt eilunge'n durch die stenographischcn Berichte übereinsiimmt. J ebe zu,-daß Unrichtigkeiten darin vor- komm'en, aber an welches el würden wir kommen, wenn es jedem Abgeordneten erste en soll, je t noch in seinen Reden zu ändern? Die Welt Mix: daI, wenn Unnchtigkeit'en vor ekommrn sind, fie zum Theil wirklich auch im Flusse der Rede siattgefJnden haben. Unsere Verhandlungen, wie sie in den stevo raphischen Berichten erscheinen, sollen nicht als ein !ünßlich ausgebil eres Werk schöner Reden hin- s'ßellt werden, sondern sie sollen wortgetreu sein. Ich muß daher wünschen, daß sie mit allen Fehlern und erthümern, wie in dxr AUS- ?k- Ztg., aufgenommen werden, und kann es nicht billig "" 4 “ dnn Sekretariat noch ein so schwieriges Amt, als bean- Wsk Tikißebürdet wem. - '
Su?“- Ich wollte bemerken, da dies
zvon Lei i er: ps 8 1." das
.* W insofern “sehr schwieri e Mühewaltuns * «**-i:»? „?:.“rr: r*rrr "- objet:- v-xy- _ _ «Z «im “»- nano,»;- W, würde.“
wohl unbe-
bebenki mehmi ,-d W ungen, welche mit Geßehgmigyng'geÖeSZ-M _ die ! g,;ePr. Zer- nmg auf mommen snd; “LMM eum! Hetauöga _der Land- tago- Verspandlungen“ sagt In den onétext der_Reden aufgenom- men werden. , ,
, LandtagS-"Kvmmissar: Dagegen isi meinerseits nichis zu erinnern. “
Secretair von Patow (vom Play): Es ist das, was ich sagen wollte, bereits von-meinem Kollegen gesagt worden. Ich halte es für unmöglich, daß das Sekretariat nach Verlauf von vielen Wochen „dergleichen Be'richtigurxen vornehmen kann, und ich glaube auch nicht, daß unser Gedächtmß so weit reicht.
Eine Stimme (vom Play): Ich glaube, wenn Wir konse- quent sein wollen, daß nachträgliche Berichtigungen allerdin_ s aufge- nommen werden können, daß aber nicht nach diesen Beri tigungen die Reden geändert werden können.
Secretair: Meine Meinung war allerdings, daß es wün- xichxnswerth ist für die Leser, diese Berichtigungen im Kontext zu
n cu. (Ruf nach Ta eSordnung.)
Abgeordn. Hansemann («'-u?! der §)ied11erbiihrrc): Nach den Erklärungen, die von zweien der Herren Secretaire abgegeben worden sind, nach welchen das Sekretariat sich nicht mehr darauf einlassen will, zu prüfen, ob dergleichen Berichtigungen begriindet sind, läßt sich in der Angelegenheit freilich nichts thun, und ich bedaure, daß der von dem Königlichen Kommiffar angedeutete Weg nicht praktika- bel erfunden worden ist.
Die zweite Angelegenheit, die ich zur Sprache bringen wollte, besteht in der Bitte,“ daß die Versammlung beschließen möge, daß in der Allg. Preuß. Ztg. auchdic Namen der Abstimmcndcrr, Wenn namentlicher Aufruf stattfindet, aufgenommen werden. Wir haben gewiß mit großem Dank anzuerkennen, daß der Herr Landtags-Kom- missar - ungeachtet der ihm zustehenden BefitYriß, etwas in den Verhandlunqcn nicht drucken zu lassen “ dicse- * efugniß bisher, ,so viel ich weiß, noch nicht amchiibt hat. Auf diese Weise schen wir, daß jeder Tadel, den wir über das Ministcrimn aussprechen, vollstan- dig auf cnommrn wird. Ich zolle deshalb dem errn Landtags- Konnnismr insbesondere meine volle Hochachtung, und :ck glrrube, daß die Versammlung, wenn ich mich so ausdriickcndarf, von einem kler- ncreu Gesichtspunkte ansx'iehen würde, wenn sie dem großen Publi- kum dic namentlichen Abstimmungen dore_n,tl)altrn„wdllte, wahrend von Seiten des Gonvcrncments die vollsic Ltberairtat m Beziehung auf Publizität stattgefunden hat. Aus? diesen Grunden trage ich darauf an, daß die lcytcn Abstimmungen m dre ,Allg. Preuß. Ztg.„cbe11- falls aufgcnonmrcn werdcn mögcy, und :ck bcmcrkenoch, daßubcrall dic Publication der Namen stattfindet, wo parlamcrrtartsche Verhand- lungen vollständig in den Gouvernements - Blattern mrtgctherlt Werden.
?lbgcordn. Graf von Schwerin (vom Plaße); Ich muß mich dem Anfrage dcs Abgeordneten aus der Rheinprovinz entgegen- seyrn. Jch schr keinen Grund ein, wrshalb wir dre Namen in der Allg. Pr. Zeitung vcröffrntlirhcnwvllcn. cher ngcordneie wird sein Votum vertreten und den Kommittentcn gegeniiber st,ch durch die Ver- lage der Protokolle rechtfertigen können., Wollen wir aber 111111„a1l"= ßerdem noch die'Stimmlistcn in die Zeitungen abdrucken, so, korrutc dies doch wirklich so gedeutet werden, als geschehe es der Emschuch- terung wegen.
Abgeordn. Graf Bon Gneisenau (vom Plaßc): (“;ck Wollte nur der Versammlung in Erinnerung bringen, daß ein ganz gleicher Vorschlag gemacht worden ist nach der Abstimmung iiber die Petition in Betreff der Dissidenten. Die Versammlung hat die Veröffentli- chung dcs Namensaufrufs nicht nur für damals abgclehnt, sondern auch fiir die Zukunft beschlossen, daß die Namen nicht in die Allg. Preuß, Zeitung kommen sollten, „und zwar aus dem Grunde, weil sie bereits im Protokoll'gcnanuf wcrdeirr “'
Abgeordn. Sicgfrrcd: Es handelt sich nicht darum, wie es gedeutet wird und was man davon denken soll, sondern nur darum, ob es geschehen darf und geschehen soll. Bei den namentlichen Ab- stimmungen werden die Namen genannt, und es wird ?[trtworigc- geben. Es wiirde demnach Sache des Stenographen scan, dicses wiederzugeben, - es geschieht dies aber nicht, weil manrö außer- dem ergänzen kann - der Regel nach müßte es aufgeschrieben wer- den und demnach in den Druck kommen. Ich glaube daher„ der An- trag des Abgeordneten aus der Rheinprovinz ist ganz richtig, wenn er sagt, er bcanspruche den Druck der Abstinnmmgcn,,durch Narrtcns- aufruf. Der Fall, wclche" der Abgcordncic Graf Gneqxnan erwahnte, war ein anderer. „ Es handelte sich damals darum, daß die Stimmen veröffentlicht wiirden, welche durch die Ordner zusmmncngczählt wcr- den, um zu erkennen, wie Viele aus jedem Stande für oder gegeii gestimmt haben; ich stimme demnach dafiir, daß dic Abstimmung mit Namens-Aufrufung in den stcnographischen Bericht spcziell aufge- nommen und mit demselben in der Zeitung abgedruckt worde. ,
Abgeordn. Offrrmann: Zch Kimme fiir kcn_?111tr,ag„1nde11r ich dafiir halte, das; die möglichst auögedel)1ite Oeffentlichkeit von außerordentlichem Nuycn ist. Ich sche keinen Grund, unseren Kom- mittenten die Kenntnis:, wie wir gestimmt haben, vorzuenthalfrn, da sie hierdurch allein ersehen können, wie sie von den Angordnctrn, dre die Redncrbiihne nicht besteigen, vertreten wcrden. Erne Thatsache ist in das Protokoll gekommen, und eine jede solcher Thatsachen kann auch in den stcnographischen Bericht hineinkommcn. ,
Abgrordn. von Bardeleben (vom Platze): Zch m,uß mich dem Antrags dcs geehrten Abgeordneten aus der Rheinprovinz anch anschließrn, weil ich die Ueberzougung habe, daß dar; Land e? wirn,sch,t, in solchen entscheidenden und wichtigen Fällerrzu wissen, wre drcjcm- gen, die von ihm gewählt sind und den sie thr Vertrauen grschenkf, gestimmt haben. ' Diesen billigen Wünschen unserer Jommrttenien, von denenich genau unterrichtet bin, zu entsprechen, ist fur uns Pflr t, und erkläre ich, daß dieses der einzige Grund ist, der mich veranla t, dem vorliegenden Antrag beizutreten. „ ,
Abgeordn. von Saucken *(vom Plaße): Ich muß, mr_ch ent- schieden dagegen erklären, uns dem einfachen Grunde, weil ,die Ver- sammlung darüber bereits Beschluß esaßt hat, urid thl dieser Be- schluß festgehalten werden muß. iir diese Trat konnen wir nur die angenommene Regel befolgen, für die nächste Versarnmlrrng kann vielleicht ein anderes Verfahren eintreten. Es War, hier mcht blos der Fall, daß die Stimmenzahl der einzelne," Provinzen angrgrbrn werden sollte, sondern es ist darüber entschieden Worden narh eurer Abstimmung durch Namens-Aufrnf. Auf,dreses ,Jaktum beziehe ich rkm'ch, und es darf daher der Antrag nicht weiter zur Berathung
ommeu.
Abgeordn. von Manteuffel 11. (vom Platze): Ich schließe mich meinerseits dem Anfrage des Abgeordneten aus der Rheinpro- vinz an, muß aber voraussehen, daß er ck nicht blos bezteherr so,ll auf die levten Abstimmungen, sondern kon equent durchzuführen ist fk!" den g en Landtag, daß demnach alle namentlichen Absrimmungen mitgetheilt werden m en, welche im Laufe des Landtages vorgekom- UZJ |?“ Dansk! "isi, onsequmz darin, und es werd sich durchaus néWKm-ax ,
* Kbgeadmvsn MFA": In einem anderen Falle rsd zwar be- reist die' ' ' [mg 'der .«bßirmuugm durch. Namens-
“ der Berathun,
aufruf“ lo en worden es hat aber keine Erörterung überdie rmzipieerrschvnß über MÖkünbe skattgefrzuden, weshalb die Veröffm- rchung zu wünschen sei. Ich schließe n!,tch daher dem Antrage, daß die Veröffentlichung m allen anderen Fällen erfolge , entschieden an. Abgeordn. Naumann (vom Platze): Ich muß mich gut!; dem Anfrage anschließen. Wir haben gleich anfangs ,das Prix! rp fxfige- Telit: wir wollen Alles, was hier verhandelt wird, vero entliehen; aher müssen auch die Abstimmun en, welche durch namentlichen Aufruf erfolgen, in den stenographis cn Beruht konrmen. Ich wurde mich als Secretair jederzeit verpflichtet erachten, dieselben aufzu_neh-„ men. Wenn in einem einzelnen Falle die Versammiung bestimmt hat, es solle die Abstimmurr durch Namens-Aufruf mcht vera,)ffent- licht werden, so ist ein so cher Beschluß, nur maßXbr-nd ,für, den einzelnen Fall, nicht aber eine generelle Bestzmmun ., ollie 11,1 einem einzelnen Falle die Versammlung der Memung ,ein, daß dre Ver- öffentlichung nicht n'o'tl)ig sei, so kann sie unterbleiben; aber es darf nicht prinzipiell sein. „„ , Abeordn. Graf von Merveldt (vom Plaßc): ;zcl) wolite ]UU' erlauben, zu bemerken, daß in dem Falle, wenn der Antrgg dre Ge- nehmigung des Landtags fände, die Abstimmrmg m H„!nsicht der Dissidenten ebenfalls in den steuographischen Beruht nachtraglrch auf- genommen werden möge. Marschall: Ick , Fall ein bestimmter Beschluß vorliegt-
den a n. , , kAtkkrgeordn. von Byla (vom Playe): Da, Wik,vo11 mehreren Seiten qchört haben, daß darübxr, schon abgestimmx ist, so glrrrßbe ich, ist die neue Debattx nicht,zula1stg., Entsirht Zweifel, ob daru er abgestimmt ist, so muß in dresex-,Bkzaehung nn Yrotokolle nach§e,!e- henwerden; dann wiirde sich dre Debarte h_esrrtrgrn las„cn. .! er eine Debatte fortzuführen, ohne, daß, wir wtjsxu, qt daruber abge- stimmt oder nicht, -- das haite tch fur unthunlrL). , Ab eordn. Kraszcwskt (dym Plaßr)5, ckck stunmc dagchn. Unsere erhandlungrn si1.d ohnedies volummos, wn haben nicht em- mal eit, ic dur ulc en. „ , Übqeosrdn. vckZzn HLitte (vom Plaßc): Ick wurde nichts, da? gegen höhen, diesen Antrag zu befürworten; ich erlaube nnr rndeß nur auf etwas aufmerksam zu machen. Dre Konsequerrz und die For- derunq der Gerechtigkeit wiirden alsdann cs nothwendig machen, daß, chnin einer Sache irgendwie der Antrag auf Namensaufruf geschr- hen wäre, alsdann in derselben chhe alle Absttwmungen namentlich erfolgen müßten, denn um den Stun dcs Abstmrznenden ke_nnen zu lernen, muß man sämmtliche Abstrmmungcir vergleichen. Also, Mk!- ucr Ucberzeugung nach, würde die Gcwahruncho YMMD gr„ rcrhtcrwcise dahin führen, daß, sobald der einer HMS? Bl„s _) "2? De Namcnöaufrufö gefaßt ist, auch über alle e_mdercn vorliegen„crt men- dements die Abstimmung durch Namensausrnf geschehen mußte.
(Dazwischen ertönte mehrmals der Ruf : Laut! lauter! auf die
Tribüne !) , Abgeordn. von Meding (vom Plaße, nachdem ihm dies H,“? Marschall das Wo,rt ertheiltJYaixZI, DJs„twas :ck sagen wolte, )a
:* its der Herr Landra s- ar! a gc" ax . , , „ bc c Achordn.Somerbrodt (vornPlatézc):E1,t_rpaarWd,1tc. Irgend, wie wir "täglich uns überzeugen, in den strnographrmxzr Berichtcrr Akllrs aufgenommen wird, was hier vorkommt, ja sogar G,elach,tcr, Hchrt'U „ Brävo, Trommeln, so kann doc! , konsequent damit„ cin so wr ,) iger Akt, wie die*Abstimmung durch Nmuerrs-Aufruf, urrmoglichwegge Weir werden, da sie der sicherstlrx,Beweiskfrrr das,???blrkum ist, Welche xc“
' er Ab eorducte 1er n er enncn giw . „
smmmSg cdcretaigr: Wennck benécrkt worden ist, daß "Uk ski!" ,d?" spe- ziellenJallBrschluß gefaßt worden sei, so nnslsß :ck dcmwrdcrsprcchxii, Es ist ein spezieller Fall allerdings chranla ung grwescn, Wer„m Beschluß ist genereklx gefaßt worden, ,)ch glaube nnch auf da;. Jro-
“ n :- onnen.
wwuLllZFYek-chtxn.zGraf von Schwerin (dom Play,): “Orr Marschall lat erklärt, daß in Bezug auf einen speziellen, Fall bereits 6111€,E11k- chridung erfolgt sei, und daß irr_Bczng auf d,i_cserrJall cs dabchvcr- blcibeu müsse, daß die Stimm-thcn nicht veroffentlichtwerdcn, „Harm abcr, glaube ich, muß ein Motiv mehr gefrmdcn, 1vcrdc11„, den ALUÜJ nicht anzunehmen. Die Angordnetcn, die be: drr fruhr'rcn zrage von der I)iinorität aus die Veröffentlichung der Stmrm-Lrstrn bean- tragten, würden sich mit Rccht Verletzt fühlen, wenn man )_cl,_4k„VOll dckMajorität aus ein Verlangen gestalten wollte, dem man fruher nickt Gelör ab. _ ,
) Abqé'ordr? Hansemann (vom Platz,): Metric .Herren! Ich bcmcrch das;, nach meiner Ucbcrzeugung, die hohe Lécrjammlrmg ein Volles Recht hat, einen ihr innere? Reglement brtrcncudcn Bcschltrß in einer späteren Sißung zu modifizircn. Was rtnc Vcrjamnrlurig 111 dieser Beziehung einmal beschlosen ,hat, karin durrh eincn ]patcr*,c,11 Beschluß modifizirt werden, denn wir leben )a, von Er,f,a[)rungcn;w]1e bilden unsere Ucbcrzcugung, und diese ,kann sich also andern. „ ckck habe übrigens meincsthcils nicht das Mtndestc dagegen und ,wrinschc vielmehr, daß der Antrag eincö Abgeordneten der Ritterschaft Sach,- sens auch mit großer Majorität angenommen Werde, wonach drr,fr1,1- here Beschluß inVeziehung auf „die ?lbstmnnung wcgcndcr Reltgrom- Angelegenheit nachträglich modinzrrt wiirde. ,
7 Abqeordn. Graf von G11,erse11arr,(_vom Platz): Ich bemerke, daß dieser Anfrag nicht von mrr'gestellt rst, sondern vdn einem Mit- qlicde aus Westfalen, und zwgr von demselben, der ihn auch schon dei der Berathunq über die Dissidenten gestellt ha]; , ,
Abgeordn. Hansemann (vom Play): Tann war :ck im (" 1 . , QtrtYFgcordn. don Biomark-Külz: Wenn jedcsnml dre Namen dcreinzeluen Stimmendrn veröffentlicht werdrn sollen, so erfordert es die Gerechtigkeit, daß ein Jeder vorher gehort werde. Wenn meine Stimme öffentlich genannt werden soll, so Will 1ch auch, daß meme
iirde elört werden.
Gr ](Wegge)n des Geräusches in dcr Versannnlung konnte der Redner nicht weiter Verstanden werdcn.) , ,
Abgrordn. Allnoch (vvm ,Plaß): Ich kann mich nur dem gechi- ten Abgeordneten aus der Rhem-Provmz, Herrn Hamemaun, an? schließen, denn es sind nicht Zedern von nur.; Rednertalentc gegeben„ es kann nicht ein Jeder und es W1Ü ,auch mcht em Jeder diese Tri- biinc besteigen“, aber es wird auch kem Abgeordneter le)oh,len dann sein wollen, stine Abstimmung zu erkennen zu geben. was publikum hat nie so großen Antheil an rinseren Vrrhandlungcn g,e,nommen, als jeßt warum sollen wir ihm dre Herrytmß un,serer Ndsttrnmung ent- ziehe,", um so mehr, als Se. Majestat uns die ,vollstandrge Oeffent- lichkeit gegeben hat. Meine Herren! Machen,wrr da,von mr weitesten Sinne Gebrauch und entziehtrn rvtr dem Publikum dre speziellen Re-
immun ni *
sultate der W| Z ck Ich erlaube mir den Vor-
Ab eordn. Stoepel (vom Play): , , schlag, ;die Debatte zu suspendiren und durch CmZicht der stenogra-
' en rotokolle u konstatiren ob der Beschlu , phtsch P überzdie Petition/ die Dis denten betreffend, b os em
e ieller Be" lu fiir den vorlie enden all War, oder ob er als sgpenzereller Vxschlrßß für künftige J “l_le bindende Geltung habe, danach werden wir unsere Abstimmung bestimmen können.
Zweite Beilage
muß bemerken, daß iiber diesen einzelnen Welcher nicht geändert wer-
bei Gele enhcit.
“7x- -* “ “ .*:1 (. ,. * ,-7„«4«M»*-ch;*.,«:- „„.-„:*:r-aHx-éxxx.“ »
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Zweite. Beilage zur A*k-lßemei
Ab eordn., Diitrich (vom Plaße): Zur Unterstiißun des An- trags er aube rch mrr zu bemerken, daß bei Berathung des eschäfts- Reglements beschlossen worden, daß die Erfahrung, dre sich im Laufe de,s Landtages herausstellen würde, nachträglich geprüft werden soll. Ein „solcher Fredi, ist der vorliegende, und ich stimme für' die hierdurch begrundete Zulasstgkert der Veröffentlichung auch dieses Theils der Verhandlungen. '
Abgeordn., von, Werdeck (vom Platze): Ich wollte nur be- merken„ daß nicht dre stenographischen, sondern die amtlichen Proto- kolle fur diesen Fall maßgebend sein können.
, ,Abgeordn. Kra,us e aus Schlesien: Ich kann nur mit Freuden beisttmmen, rveun dre Namen veröffentlicht Werden, namentlich die Abgeordneten der Landgemeinden, die wir Gemeinden von 5 Kreisen und 100 Quadratmeilen im Umfange Vertreten. Nun bekommen wir zwar 2 Exemplare der Verhandlungen, die allerdings mitgetheilt wer- den können, aber ber drr großen Ausdehnung ist es unmöglich, denn MZ" _esb,auZ) ÖMZ an jeder,? Orte„L oder, 3 Tage bleibt, so würden do «') is a rc verge en, an aus ie em Grunde “ “' - schert„,)?aß sch ?ilamean abgfezdruckt werden. s muß lch wun
. ar a : er *,crr Ab eordncte N. “ - maligxltz Beschlußkverlesen. g “mmann well den da
“ geordn. aumann (verlie die b t - Protokolle der sSiHung vom 20 Masit c.: e reffende Stelle aus dem
- - - „ o wie auch ein früherer Antra des A
Grafen voir MerVeldt, die namentliche Abstixmmunqs[?,?xoriiinchii
Zeriringsbericht aufzuurhmeu, abgelehnt worden war.“*“
st, dzchalYladiilch kW;, [Hierkmch meme vorhergetlmnc Bemerkung, daß
:) am ie e u na me nur an einer * ' * hak- bestätigt wird, ) f 1 srezrellen Fall bezogen
, Abgrordrr. Grqf v, Gneisenau: Ick habegrgendcnVorschlag meinerseits nichts emruwenden; ich muß aber die Versammlung ersuchen, daß, wenn ern Beschluß gefaßt wird, er auch fiir alle Fälle als Nbrm gelte. ,Es,l,regt M der parlamentarischrn Folge, daß die Minorität der,IRa)or1tat sich, j,?drsmal fügen miiffe. Es würde aber ein Pe- errtsvruö der Maxorriat sein, wenn es in ihrer Hand läqe, die Ver- offentlichung der Abstnnmung zu hinterfreibrn. *
Abgeordn. Graf vvn Helldorff: Ich erkläre mich ganz ein- vrrstandewmrt dem, was der Abgeordnete aus meiner Provinz gesagt hat, "W[kä), daß alle Absiinmmngen durch namentlichen Aufruf bc- kgnnt gemacht werden. Ich thue dies um so lieber, da desfalls muh dre beiden ,verehrltchen Abgeordneten aus der Nicderlausiß Und aus Pysen sich in eiiiem so glücklichen Einverständuisse befinden.
, Ober =,Pra11dent vo,n Meding: Das ist aber nicht möglich, ,wie sche,)n richtig bemerkt ist, Es ist wegen des speziellenFalles, wor- uber die Versammlung„ einen Beschluß gefaßt hat, rem unmöglich, daß, der Brschlrrß ,zur*uckgenonnnen werde, und aus diesrm Grunde scheint es tmr, nothig, daß wir jest von dem Beschluß, diese Abstim- mung zu Veroffentlichcu, abstrahircn müssen.
, Marschrll: Es liegen drei Anträge vor; der erste eht da- htn, einen fruheren, bei einem einzelnen Falle gefaßten BeschJUß wie- der aufzuheben. DiesemAntrage kann ich nicht nachgeben und kann die Frage, ob der Beschluß wieder aufgehoben werden soll, nicht zur Ab- stimmung bringen. Der zweite Antrag geht dahin, für den vorgestern stattgefundenen Fall zu beschliexen, daß die Bekanntmachung des na- mentlichen Aufrufs stattfinden oll“, der dritte, daß alle Abstimmungen bekannt gemacht Werden sollen, Dies könnte auf die vorhergegange- nen Fälle mit bezogen werden, Ich will zunächst zur Frage stellen, ob wegen der 'vorgestrigen Beschlüsse die Veröffentlichung der Ab- stimmung durch namentlichen Aufruf stattfinden soll. Das ist ganz analog dem Falle, der schon vorgekommen ist, und ich behalte mir vor, nachher die Frage allgemein zu stellen.
Eine Stimme (Vom Plays): Ein paar Worte in Beziehung auf die Fragestellung. Zu der vorgcstrigen Debatte haben die ua- mentlichen Abstimmungen cinen Beschluß nicht herbeigeführt, sondern der Beschluß ist ohne namentliche Abstimmrmq erfolqt. Deshalb halte ich dafiir, das; in Beziehung auf dre vorgeitrige Debatte eine Mit- theilung ganz ohne Erfolg ski" Würd?-
Marschall: Dies ist keine Bemerkung zur Jraqsiellung, son- dern cine materielle; da wir aber bei der Fragstellnng sind, so möchten wir dabei bleiben. Diejenigen also, welche wünschen, daß die Ab- stimmung durch namentlichen Aufruf bei den Beschlüssen der letzten Siyun, in dem stenographischen Berichte veröffentlicht Werden sollen, bitte i ) aufzustehen.
(Da das Resultat nicht klar ersichtlt'rh ist, werden die Ordner
ersucht, die Stimmen zu zählen.)
Das Ergebniß der Abstimmung ist folgendes: Fiir die Veröffent- lichung haben gestimmt 272, dagegen 219; die Veröffentlichung muß also stattfinden. *
Abgeordn. Zimmermann aus Spandau: Ich habe über diesen Gegenstand noch eine allgemeine Bemerkung zu machen.
Marschall: Aber [Feine materiellen, denn wir sind bei dcr Fragstcllung. Ich habe dre Absicht, die Fra e zu stellen, ob ins künftige alle Abstimmungen durch namentlichen [ufruf in dem stcno- graphischen Berichte veröffentlicht werden sollen. Z| gegen diese Frage etWas zu bemerken?
, Abgeordn. Grafvori Renard: Sollte nicht die Frage auf dre Verflossenen und künftigen Abstimmungen zu richten sein?
Marschall: Es kdnnte dte,Mei,nung sein, daß es nicht nöthig sei, fiir die Vergangenheit etwas in dieser Beziehung zu bestimmen, ich werde also die letztere Frage besonders stellen.
A'baeord, Graf Gnrrsenarr: Es soll die Frage doch nur solche AYstimnnmgcn betreffen, dre kerne Petition an Sc. Majestät den König zur Folge hqben . . , , '
Marschall: Meme Frage bezieht sich auf alle Abstimmungen' durch namentljckzen Aufruf.
Abgeordn. Zimmermann aus Spandau: In Bezug auf die Fragestellung erlaube ich mir eine Bemerkung: Unser Reglement hat hat den Grundsaß aufgestellt, daß die Stenographen die ganze Vcr- handl-ung zu registriren haben, und dazu gehört auch beim namentli- chen Aufruf das Verzeichncn der Namen und der Antwort. Der Versammlung aber sieht es nach dem Reglement ferner frei, Theile oder die ganze Verhandlung von der Veröffentlichung auszuschließen, also meines Erachtens auch die Abstimmung, und die Versammlung kann, deshalb gese„vlich nicht den allgemeinen Beschluß fassen, alle Abstnnmungen veroffentlichen zu Wollen, sondern; sie kann meines Er- achtens nur verlangen, daß nach den Bestimmungen des Reglements verfahren werde, wonach in der Regel die Stonographen Alles nieder-
zuschrÄFen ?abenG f _ „ geor n. ,ra von Schwerin: Nachdem nun bechlossen, daß fur den WF m ,Rede siehenderrFall die Veröffentlichung serfolgen soll, ,so glaube 1ch- :|„es dUkchaus nothwendig“, auch anz allgemein den Gruztdsaß der ,Veroffenxlichung anzunehmen, sonst kgom'men wir in das hmem, was “" M'fgl'ed aus Schlesien rm edeutet hat. Wenn
in jedem einzelnen Falle der Abskt'mmung trsi g agi werden soll, ob
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nöthig ist“, die namentliche Abstimmung durch die Zeitung zu veröf- fentlichen, so verfallen wir ,in einen TerroriSmus der Majorität ge- xxenkdie Minorität, den ich ,in keiner Weise für gerechtfertigt hal- en ann. .
Abgeordn. Dittrich: Der §. 24 des Ges ä ts-Re lements schreibt vor: „Es steht dem VereinigtenLandtagechjeßerzeit fgrei, die- jenigen Verhandlungen, bei welchen er es für angemessen erachtet, von der Veröffentlichung auszuxchließen.“
Tritt dieser Fall ein, ann kann auch die namentliche Abstimmung ausges losseu werden so gut wie etWas Anderes.
A geordn. Graf von Renard: Wenn die Majorität der Ver- sammlung jédeöntal darüber zu entscheiden hat, ob eine namentliche Abstnnmung veröffentlicht werden soll mit dcn einzelnen Namen oder nicht, so herrscht in dieser Beziehung die Majorität als ohne Appel- lgtwn entscheidende Behörde; sie kann in jedem einzelnen Falle näm- lich sagen, nun soll veröffentlicht werden und nun nicht. Ich halte dies nicht ,für recht und muß mich gegen eine Maßnahme erklären, wodurch dre Minorität der Versammlung unterjocht wird, die ich in einer Art 1_md Weise wedcr_billigen, noch anerkennen kann.
Marjchall: Ist noch gegen die Fragestellunq ctWas zu bc- merken? - *
, Angordn. Zimmermann aus Spandau: Meines Erachtens schrank dicse Beurerkung nicht eine AbWeichung vom Reglement mo- twrren zu können, sondern nur einen Antrag auf Abänderung des Reale- mcnts in dem vorgesYriebeneri We,?e. *
Marschail: (.“s Versteht si) Don selbst, daß, wcnn jeßt die Frage bejaht wird, die Bestimmung ch Reglements, wonach einzelne Theile dér, Verhandlnn der Veröffentlichung entzogen werden können, auch rrtdgltchcrweisc auiJ einzelne Fälle der Abstimmung bezogen wer- den konnen; dies habe ich nur noch anführen wollen. , Abgeordn. Graf von Schwerin (Vom Play): ich doch iiicht; nachdem beschlossen, das; die Publication drr Gtrmmlrytcn fiir einen einzelnen Fall erfolgen soll, wird die Versammlung auch ohne Verlesung des Reglements den Grund- saß annehmen können, daß die Publication bei namentlichen Abstim- nrrrztgen stets erfolgen solle, und sie wird es im Jutercsse dcr Mino- rrtat wvhl auch thun miiffen. '
, Marschall: Demnach wiirde die Frage die sein: Ob die Versammlung beschließt, daß inskiinftige alle Abstimmungen durch nanrentlachen Aufruf mit Nennrtnq der Namen in dem sienographischen Berichte zu veröffentlichen sind? Die für die Bejahung der Frage sind, wollen ,gefälligst aufstehen.
(Pause. Dre Veröffentlichung ist mit qroßer Majorität beschlossen.)
Abgeordn. von Auerswald: it Bezug auf die eben er- fr)lgte Absttwmnng ,gcstatte ich mir, über die Art und Weise, wie die namentliche Abstimmung in den Zeitungen bekannt gemacht werden sdl[„ ,noch folgenden Antrag. Ich wiinfche nämlich nicht, daß nur drxxcnrgen _Namen ausgefiihrt werden, welche estimmt haben, und wie ste, gestimmt haben, sondern wie es in ähnlichen Fällen, namenx- l1ch bci ständischen?“lusschiiffen, geschehen, daß jedesmal das vollstän- dige Namens-Verzeichniß gedruckt und bei jedem Namen beigeseyt werde, ob und wie er gestimmt,hak- daß aber namentlich bei den- ),entgen, welche bei wichrigen Abstimmungen vielleicht wegen Krankheit gxfehldhaben, der Grund ihrer Abwesknheit bezeichnet wird, damit diese nichr bei ihren Kommittenten in den Verdacht kommen, daß sie ihre Pflicht Versäumt haben.
Das glaube
, (Bravo!)
Abgeordn. Hansemann: Ich bin mit dem Anfrage des ver- chrlichcn Mitglicdcs aus der Provinz Preußen vollkommen einver- standen und erlaube mir nur eine Bemerkung hinsichtlich der Aus- fiihrung. Diese scheint mir in solchen Fällen ganz einfach „FU sein; es werden die Namen hintereinander abgedruckt, wclche Ja, und dann diejenigen, die Nein gesagt, und endlich diejenigen, welche auf den namentlichcn Ausruf nicht geantwortet haben.
[Mehrere Stimmen: Nein! Nein!) _ Es ist dies die Ausführung, und ich habe nur angeben wollen, rvrc sie zu bewirken sci.
Abgeordn. Dittrixch: In Bezug auf diejenigen Mitglieder, Welche Wegen Krankheit an den Vcrhandlun en nicht Theil nehmen, muß ich als Secretair bemerken, daß die ecretaire der verlangten Angabe der Griinde fiir die Vergangenheit nicht zu genügen im Stande sein Werden und daher die Bitte stellen müßten, daß künftig diejenigen Mitglieder, wclchc durch Krankheit verhindert werden, den Versammlungen beizuwohncn, dies anzeigen mögen, weil sich sonst das Sekretariatausrcr aller Schuld setzen muß, wenn die Griinde der Abwesenheit in den „Liste:: nicht angegeben sind. _
Marschall: Ist gegen diesen Untrag mit seinen ?),)?odisiratt'o- urn etwas einzuwenden?
Eine Stimme: Ich möchte mir nur erlauben, noch den Vor- schlag zu machen, daß dann auch iiberhaupt alle Gründe der Abwe- senheit angegeben Werden . . .
(Llnhaltcndcs Geräusch. Klingeln des Marschalls.) ,
Marschall: Die letzte Frage wird sein, ob auch die Abstim- mungcn dnrch namentlichen Aufrufbci friiheren Fällen, mit Aanghrne drs cinen, wegen dcffcn dcr Beschluß bereits vorliegt, nachträglrch Veröffentlicht Werden sollen. Diejenigen, die fiir die Bejahung dieser Frage sind, bitte ich, aufzustehen.
(“Dies geschieht.) Es ist keine Majorität dafiir Vorhanden.
Abgeordn. Mevisscn: Meine Herren! Ich habe Sie in einer persönlichen Frage einige Augenblicke um Ihre Aufmerksamkeit zu bitten. Der Herr Königliche Kommiffar hat in seinem Schluß-Vor- trage vorgestern sich liebsam mriner Person erinnert und in die Worte, die ich am Montag auf dieser Tribüne gesprochen, hineininterpretirt, daß ich wünsche, da die Krone künftig ihre Räthe aus den bered- testen Mitgliedern die er Kammer “wähle, Ich habe Vorgestern auf diese Worte des Herrn Königlichen Kommissars nichts erwiedert, Weil ich glaubte, daß die groxe Wichtigkeit des Gegenstandes, die Ihrer Bcrathung und" Vcschlu nahme unterlag, er; nicht wünschenswerth machen könne, dieselbe mit persönlichen Fragen zu vermischen, und ich cstche, daß ich aufrichtig bedauert habe, daß der Herr Königl. Kom- mi ar die Wirkungseiner schönenRede am Schlusse derselben von der Sache
. ab. auf Personen hinübergelenkt hat; ich glaube es mir aber schuldig
zu sein, heute die Interpretation, die der Herr Königliche Kommissar meinen Worten gegeben, als zu weit gehend zurückzuweisen; ich habe am Monin e erklärt, und ich bin heute noch unverändert derselben Ansicht, da die Krone in einer ständischen Monarchie einen weiteren Kreis fiir die Wahl ihrer Räthe habe, als in einer absoluten Mo- narchie; ich glaubte und glaube, daß die Krone in der leßteren aus- schließlich nur auf das Beamtxnt um hingewieLen ei und die übrigen Lebenskreise der Nation-nur dur die „Augen es eamtenthums ken- nen lernen könne, daß in Verfaj ungs „- Skäaten WTM das Talent, Was in der Nation vorhanden, im öffentlichen : sich _offen- bart und der Krone sichtbar wird. Das war der Sinn - der
,e,n „Preußischen Zeitung,-
Miluvoch den gem Juni ,
Worte, die ich“ am Monta e e ro en -
giaube, daß sie eine, tiefe Wa rhei? sTntléajtm,halY„Z Trsmd '.
dre Jedem ,von Ihnen am Leben sich wohl einmal aus edrän NLF- wtrd, und :ck bm der Hoffnung, auch nach den Vor en desg K" .?" irchen Kommrffars selbst nqch, den Tag zu erleben, wo junge o::og- xnzrgx VerfaLurr sich konsoltdrrt haben, wo auch in unserem Étaatch wie an Frau er und England und in allen übrigen conßäutjoneueex“, Staaten, das Talent aus,allen Kreisen, wo es hervorgetreten also auch und soZTar vorzugsweise aus der ständischen Versammlung: zum Rathe der rone berufen werden wird. Der allgemeine, “für alle Beamtensta'aten ohne Unterschied “HMM Grundsah aber, den ich aus-
gesprochen, die Behauptung, die:“ auf e ellt abe da in ändi Mdnarchieen üderhaupt der Wa [kretsg s[Ter torre fßr :'()er RMZ? writer set, als rm Veamien aate, schließt noch nicht die Nothwendig= keit m sich, daß sosorddte ußanwendung dieser Grundsäpe auf un- sers,? heutigen Verhaltnisse gezogen werde, und noch weniger at in mcmrn Worten dre Tendenz gelegen, daß'der Wahlkreis der „Krone, den ich erwartet und auf alle in der Nation schlummernden Talente thß Unters,chred ausxxedehnt zu sehen wünsche, abermals eine Be- schraykung m dem Smne erfahre, daß nur die beredtesten Mitglieder der Kammer zu berufen wären. Dt“ es e Nuyanwendung, di es e In- trrpretgtton smd au,ssch!ießlich Eigenthum des Herrn Königlichen Kommissar. Ich weise jeden Antheil daran, so weit mein'e Person dabei m Frage, zuriick. Landtng-Kommissar: Dürfte ich einen Augenblick um das Wort barten? Als ich vorgestern von dieser Stelle aus die Aufmerksamkeit der Versammlung mit eim“ en Worten in Beziehung auf das, Ministerium und diejenigen Angriffge, welche dasselbe im Laufe der dreitagrgerr Dxbattc erfahren hatte, in Anspruch nahm, habe ich allerdings zwei Bitten gestellt; die eine, daß die Versammlung an- erkennen möge, daß wir den Rath, den Se. Majestät der König von uns gefdrdert, nach bestem Wissen und Gewissen mit Freimuth und ohne, Rurkhalt gegeben hätten, und zweitens, daß wir nicht ein Hin- derntß sem wollten, wenn Se. Majetät weiseren und besseren Rä- then, unsere Stelien anzuvertrauen ür gut befinden sollten. Die Beziehung,an e,tt,1,e ,Aeußxrung des Deputirten der Stadt Dülken war nur eme berlaufrge; tch glaube aus seinen Worten entnommen zu„h,abcn„,daß er es ,für wiinschenswerth halte, Se. Majestät der Konig mogx Seine ,Räthe künfti nicht allein aus den Beamtenwelt, aus drr Bureaukratre, wählen, ?ondern aus denjenigen Mitqliedern dcr ßattdischen Versammlungen, welche in derselben sich bésonders au,szerchnen möchten,; habe ich gesagt, „aus den beredtesten Mit- giiedern“, ,so habc ',ch geglaubt, daß man hier vorzugsweise nur durch die Rede, slch auszeichnc. Ich will aber sehr gern jede andere In- tcrpretatron, welche der Redner seinen eigenen Worten gegeben haf, als eine authentische und daher als die richtige annehmen. Marschall: Der Herr Abgeordnete Brust hatden vorgestern angekündigten Antrag, betreffend die Bestimmung einer ewissen An- zahl von Mitgliedern, die zur Gültigkeit cines Besch?usses sowohl der einen als der anderen Kurie nothwendig sein müßten, eingereicht, ZMB , tersuche: ich die vierte Abtheilung, ihn zur Berathung vorzu- ercr en. ' Die Versammlung hat jeyt eine Königliche Botschaft zu ver- nehmen. Secretair vo,n Leipziger (liesi Vor): „WWPFrZedUch Wilhelm, von Gottes Gnaden, König von reu en :c. :c. entbiekrt Unseren zum er en Vereint“ ten Lundin e v r - treuen Ständen Unseren gstträdi cn GZJuß. g ? sammelten gc , Dem Uns unter dem 27 817“th v. M. vorgelcgtcn Antrag, daß fiir dre Dauer der gegenwärtigen Theurung durch gemeinnüyige An- lagen, sowohl unmittelbar aufKosten des Staats, als mittelbar durch Unterstiißung von Kreis-, Kommunal- und 'Acticn-Unternehmungen dieser Art, den arbeitenden Klassen neue CrWerbSquellen in höchst. möglicher Ausdehnung eröffnet Werden mögen, sind Wir schon dadurch zuvorgekommen, daß Wir unter dem 18. April d. J. Unseren Mi- nistern des Innern und der Finanzen eine namhafte Summe zur Dis- position gestellt haben, um da helfend einzuschreiken, wo sich an en- blicklirhc » nicht durch die zunächst Verpflichteten Personen oder or- porationcn zu bescitigendc -- Noth zeigen möchte. In Ausführung“ dicscs Befehls ist bereits der Angriff außerordentlicher öffentlicher Ar: beitrn und die Verstärkung der fiir friiher“ eingeleitete Bauten, na- mentlich auch fiir Festungsbauten, ausgeseyten Fonds mehrfach erfolgt. Nichtsdestoweniger haben Wir von dem Antrage Unserer getreuen Stände gern Veranlassung genommen, diese Art der Verwendung der bewilligten Summen als die zweckmäßigste zu bezeichnen, und befoh- len, vorzüglich auch dahin zu wirken, daß die vielen, unter Zusiche- rung von Staats- Prämien genehmigten Kreis-, Kommunal- und Acttcn-Chausseebauten, da, ivo wirklich Mangel an Arbeit und da- durch Noth sich zeigt, schleunigst in Angriff genommen werden. Uebrigens bleiben Wir Unseren getreuen Ständen in Gnaden gewogen. ' Gegeben Berlin, den 1. Juni 1847. A (gez.) Friedrich Wilhelm. n
die zum Vereinigten Landtage versammelten Stände.“
Abgeordn. Mevissen (verlie den Entwurf zur Bitte der Kurie der drei Stände des Vereinigten andtages we en Umwandlung des zur Zeit bestehenden .Handelöamtes in ein selbst ändiges Ministerium
für Ackerbau, Handel und Gewerbe). Wenn ich mich nicht täusche,
Abgrordn. von Auerswald: so lautet der Antrag auf Umwandlun des Handelöamtes in ein Mi- eWerbe. Ich hätte gewünscht,
“nisterium für Handel, Ackerbau und dieser Ausdruck wäre beibehalten worden; er ist aber in der ganzen Denkschrift nur am Schlusse- noch einmal da gebraucht, wo vor,! den verschiedenen Provinzen die Rede ist. Wenn ich mick nicht etau cht habe, so ist immer gesagt: Handel, Jnduftrie und Gewer e,
bin keinesweges gegen das Wort Industrie eingenommen; aber na einem gewissen, in einer früheren Sißung erörtertgn Nebenbegrtff und nach der entschiedenen Opposition, die das Wort txt der Anwendung, die Herr Referent davon gemacht zu haben scklk"- erhalten hat, glaube ich daran! anfragen zu mii en, daß ks- wo “'s statt Gewerbe
und Ackerbau e e t 1“ wieder ? ck?" werde un? fortwährend. ,nur von GeWerbe,gHFndeß,und.Ackei-Jbau die,.Nede bletbe. ,Was MMM Wunsch beftäti t, find einzelne Stellen, ,die m,tr zwar,ber dem, raschen Verlesen- des ZhutathkU's "ich“ ganz mnnerltch geblieben stay," vo,n denen es mir aber ges “"“"ZFZ, (Zi,?chokn FxxsZF-JLFM; g s
- - b eren ! . - ? en "“ Segen seinen eigener,?h ,? zu begeisterte Ansi von der ck t., [tend
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zu ma “ ' " “ ; d Natronal-anußnx em eführt werden ollen; » rebt :::.-OZZY, ;;?- sie gar mrht dafür haJOen, und ich glaube uicht,gdaß, _
. [un den Bechluß gefa t_ habe, : als: “ Cr. Mo- ZääéeZsxnmmKön ge besonders anzu hren. Zenn“ Q? S_aß also