1847 / 163 p. 9 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

fü: die Zeit pop einer Mam»- zu der anderen ur Infot- nmkif voxgelegökdrd .gHaube, daß die“ Be:iehuugen bes Sch es dteseo Gesepes zu d en Cingauge sexek nahe UM. Die Ansaug- beseichmen der WM ? WW neuer Dumbo: pdxr . ewill' ng neuer oder er- böhjxr jenem. Tritt kinet- pon hiesxn FTW! ein, „so so!! dem VKM“! LMMR der Haupj-Finanz-Ctat !md1d1e, Uebersicht dx,- ck» Haushalt- vorgelegt Werden. Es kann dtes vffkUb9k UTM WM elk haken, ,als den natüxk-“Fxn, daß der Landtag m exam v.!«hev Ut nicht blindlings urthei en, sondern m genauer Kumtni der ckck: sein Unheil ab ben c. Es versie!)t W von s k, “daß, Wenn es sich davon audelt, ckulden aufzunrkmxzt oder neue Steuern zu bewilligen, diejenigen, welche S“ M“ “sat dem Köm" e einen entf eidenden Rath zu gebxn haben, NFZ YUM“ fonvért s n müssen, o die Rothwendi keit emex sykchk" a regel vorhanden sei, denn nur, wenn ck dt“? okhkand'gkkkk dazu aus de" von der Re kerung emachten orlagen crgtebt, wtrd der Landtag «ü ZuvexßZt und &cwjffcnhaftjgkeit das vejrlaugte Gutqchtxn ab- eben können. Eine andere anmuttclbare Beziehung kann ;ck tn dem es- wischen Vordersaß und Nachsav nicht erkennen. Ob nun dürsse Zn rmation dadurch erlangt wezde, daß der Haushalts-Etat und dre Uebersicht der Verwendung enter besonderen Abtheilung zur Berathun und Begutgchtun vorgelx 1, oder ob, was mir natür- Uther, ja lF1:- nothwendtg ers eint, duFenige Abtheilung, welcher die Frage vorliegt, ,ob neue Schulden konsentirt oder Steuern bewilligt werden sollen, “dtese anormation vorbereite, dies scheint mir eine Frage von geringer edcutung zu sein, Ich laube, daß der Land.- ta alkcrdt'ngs auf eine oder die andere Weis? in dieser Beziehung ianrmt'rt sem muß.“

Die lcßte Erklärung des Königlichen Kommissarius lautet wie folgt: „Ich habe allerdmgö gesagt, und der Jinanz-Ministcr ist mir darm beigetreten, daß in diescr Beziehung kein Geheimnis: bcßchc.“

Ick mu“ abcr erklären, daßich aus dem allein, Was uns vor- ;:„elegt ist, urchaus keine genügende Information habe schöpfen onnen.

Finanz-Minißcr von Diiesberg: Das, was der verehrte Rxdner exagt, is! eigentlich ein Monitum gegen die Art- und Weise, wzt der ?'zinanz-Etat aufxeskellt ist. Was für Zwecke der Haupt- ?manJ-Etat und die Uebertcht dcs Staatshaushaltes bcabfichtigt, ift chou oben sehr ausführlich erörtertwordcn; ich bitte aber, den Haupt- Fmanz-Etat, der jeßt vorgelegt ist, mit dem aus Früherer! Jahren zu verglmchen, und man wird finden, daß er weit aus iihrlicbcr ist“, wenn er m dieser Beziehung nicht genügt, und eine größere Ausführlichkeit einnscht wird, so wird sich die Verwaltung, sobald es von Sr,

„axestät geßattet wird, eines umfassenderen Details gern angclcxcn sexn lassen. Soll aber dies geschehen, so ist eine sehr lange Voa'zk- rettung erforderlich. Es miisscn zu dem anckc die einzelnen Kassrn- Etats, die dem .')aupt-Etat zur Grundlage dicm'n, umgearbeitet wcr- detz, was viel eit, und weit mehr Zeit erfordert, als iibrig war JUN“) dcr Erthcilung dcr ständisckven Gesch und der Eröffnung des *crcmtgtcn Landtages. Ick glaube, das: dcr Zweck cines „Haupv Jmanz- Etats und einer Ucbcrfiebt dcs Staatshaushaltcs durch die Vorlage vollkommen erfüllt wird, und es hat sub iibcrdics die Vor- letung immer bereit erklärt, da, wo es nothwendig war oder qc- wunscht ward, noch jede weitere Auskunft zu geben. *

“_ Mgrsckoali: “Die Zeit is) so weit vorgcriickt, das: es nicht m_pqltch 1st,'den Gcgenskand zu Ende zu fiihren, und es muß dich dér na sien Slßnng, dercn Zeit ich beute noch nicht bestimmen kann, vorbehalten bleiben. Die heutige (Ziyang ist geschlossen.

(Schluß der Siyxmg nach “UI Uhr)

Heute, Sottntax, den 13. Juni, erhielten wir, als wir bereits im Vesiße der Mann kripte zu den vorstehenden Séxumgcn, “.'le Folio- blätter, waren, noch die Manuskripte: 1) zu den beiden Séßungen der Kurie der drei Stände vom 9. und “11. Juni, im Ganzen UL Folioblättcr, Morgens 8 Uhr 51) Minuten; *.*) _;u der Sistang der Vereinigten Kurien vom ".Zunf, 211 Folioblätter, Morgen?- “11 Uhr. "Diese drei Sisunaen werden, wo möglich vollständig, in dem morgen auszugebenkcn Vlatte erscheinen. D. Rer. d. Allg. Pr. Ztg.

Bericbtigung. In dem sienograpbisckzen Berichte von der Ziyang der Herren- Kuric vom 4. Zum“ (Allg. Pr. Ztg. Nr. QW) ist Seite 1001, Spalte 1, Z. 16 von untcn m der Aeußerung dcs *))?arscballö statt „was ich auch damals in vollkommen hinreichendcm Maße gezeigt habe“

zu lesen: was sicb auch damals in vollkommcn hinrcickxcnkcm Maße gezeigt hat.

Inhalt.

Amtlicher Theil.

Inland. Berlin. O'Conneli's Tod und die Polemik res Weßyhä- [1s„en Merkures gegen die Allg. Pt, Ztg. Königéberg. F andelb-Syßem und Eckyuszölle.

D ebe Bundesstaaten. Schreiben aus 3 : ankfurt. (Vermischtes.)

Fkt! ck Pans. Gesangemuhmung des Grafen das Amas mit “UW Tmßßm-Corps"und Absendung franzöfischer Schiffe nach - ortugnl. - Schritt des fran oüschen Botschafters in der Schweix. - oufinschc ""WYWÄW edizlnalßäsey. - Oppoütious-Adreff'e an die M!;- :::: "- SÉÜbAÜYLkZiÜ-Hr - Fix. * Yak ?kcbateQT-z- Vexmisth-

-„ !. ratten "er in' ueaudund die Kabßen; Rethü-VetIälmisse der beiden Kanmnné) , g

Iro, nien nud . rlauk. London. Hofuaéjtichten. - prinz veta- "„FMmßyPa'lYZ-Y ?ndhandlmtgm : nugies-sche

. _ t en : "* .

e". täs : Ergebnis der neuen W ?ulammn- Ußoku-g

[

V a len. R bm'se des Kronprinzen von B .

m _ 's" [:X-“ny FUZÜ'YUchÜYkK-ayx)neffenttiche Sivung

xm“ ; „nme es un _ ma ung„zyr Unterzeichnung.

* . Y W-KcW Parts. Gmaidemäme

_ Amtlicher Theil.

DUKWZKYsej-Saymluu, wens" heute aus- 'Rr. Bäo. Die W541- Kabinets-Otdre m- 14. Mac“ v. , M....“- WWQ“ “W.“; .:::

:!:-ssen bmÜgtu Mische- Domchor; '

[W,

2851. You demsäben Tage, betreffe» die der Stadt; Earich 11! Bezug auf den Bau und die Unter [tun einer Chaussee von Ellrich bis zur braunschweigi chen andes-

JW in “der Richtung aanorge bewilligten fiskalischen ' e e“ . -

, . von) 2 ßen desselben Mvnats, betreYnd die der Stadt Mühlhausen, und den, Gemeinden . roß- und Klein- Grabe in Bezug auf drn Bau und die Uutekhaltun der noch unchaussir1eu Strecke von Mühlhausen au Sondershausen bis zur Landesgränze bewilligten fiskali- _ schen Vorrechte; und 2803. vym 9. Zum" d. Z., die Beseitigung der Zweifel iibcr dae Auslegung des 9". 33 der Bank-Ordnnng vom 5;_Oktober “1246 wegen Annahme der Noten der preu- ßlkchen Bank bei öffentlichen Kassen betreffend. Verltn, den 14. Juni 1847. Gkscß-Sammlungö-chitö-Comtoir.

Uichtamtlicher Theil. Z! n l a 11 d.

, Berljn, 12. Juni. Der Tod O'Connell's hätte uns, wie lkdkm "MW?" gköß=kcm Blatt, die erwiinschtc Gclcgenheit gcbojon, aqf das Lehen und ercn die'scs merkwürdigen Mannes zuriickzu- b1117c11, War hnbm aber gegen unser eigenes Interesse ein selbst- stIUD'IZE Ukkbxal über O'Connrlls Zwecke und Resultate, so wie" iiber die M'Ukl- mxt welchen er agitirte, Vcrmieden, weil dieselben Zwrckr Ukld MUM, dic O'Connell durchaus nicht eigcnthümlich angehörten, auth it'Uk noch allenthalben in der Welt fortwirken und mit den augenblickichen politischen und religiösen Zntrressrn noch so schr vcr- Wi'bk find, daß ein Urtbcil nicht ausgesprochen werden kann, ohne zu lknv eine bestimmte Parteistcllnng emzunehmen, welchc sich mit nnßercn Zwecken nicht vereinigen iäßt.

“Da wir aber von einem so bkdcntcndrn Ereignis; nicht ganz schwcigcn konnten, so haben wir tyciw dura) wörtliche Auszüge aus ""!!"skbt'" Journalen, theils kurch Korrespondenzen aus London, 1111- serc'n Lcscrn wenigstens das [1111301 nahe xn bringen gesucht, welcbks in England selbst, frrilich von km“:“ Seite unparteitsch, iibt'r O'Connell gefällt wird.

Nichts dcstowrnfger findet fill) der Westpbälisebc Mkrkur in Nr. "183 bemiißigk, unserem KUkrcsponkentrn aus London vorzu- werfen, er habe den Haß der protestantischen Mitbriidrr gcgen dcn Liberator dadurch crwccken wollt'", daß rr die Worte ansspricht: „Wenn O'Connell in Irland tbättg war, so hat er fiir Nom gc- arbcitct.“ kaskn Vorwmf halten wir für nngrrrcht, miisscn es aber, was die Snche selbst betrifft, Unserem Korrespondenten über- lassen, sich dagegen zu rt*chtfcl“tige'n, so wir denjenigen, welcbe u:»scrc Zeitung vom 30. Max Nr. 1-10 gclcscn haben, ihn von diesem Vor- wurf frrizusprecben.

Dagegen müssen wir uns gegen die unverkennbare Absicht des Westphälischen Merkur, nicht blos die Redaction der Allge- meinen Prc'ußis cn Zeitung mit dem Korrespondenten zu identificiren, sondern elbsi eine höhere Potenz hinter dem nicht amt- 1ichen Theil unserer Zeitung wirkend hinzustellen, entschieden zuriick- weisen. Der “Wesiphäliscye Merkur behauptet nämlich nichtallein, daß unser )( Korrespondent ein sehr deutlich bezeichneter „preußischer Staatkmann“ sei, sondern stellt es auch als „notorische Thatsache an“, daß dt'c auswärtige Korrespondenz der Allgemeinen Preußi- schen Zeitung von den „Gesandtschaften besorgt werde,“ ja der Westpbälischc Mkrkur geht noch weiter und nrnnt uns „ein Regitrungsorgan, ein Blatt, welches Billigkeit, Gkreklssgkrjt nnd Mäßigung fiir sich und seine Kommittentkn so oft in Amspruc!) nimmt und ihrer gerade jest so sehr bedarf.“

Dissen mehr als aus der Luft gcgt'iffenen Brbauptnugmt babcn wir die einsache Erklärung entgegenzuseßcn: “|. das; unser )( Kor- responkcnt in keiner Art mit der preußischen Regierung in eincm Vcrbäkkniß steht; 2. das; unsere answätigen Korrespondenten rein Von der Wahl der Reduction abhängen; 3. daß „unscrc Kommittcnten“, oder rund herausgefagt, denn das ist genuine, dic Staate-Regil- rung schon mehr als einmal sick) von jeder Vcrantwoxtliäxkeit an dem nicht amtlichen Theil unserer Zeitung loogcsagt (mt, wie namentlich klft in der Siyung der Trsi - Stände =Knrfe vom 112. Mai der Königliche Landtags=Kommisarius erklärte, kaß die Allg. Preuß. Ztg. nur in ihrem amtlichen Theil einc amtlickyc sei, und daß das, was in :hre'm nicbt mntlichr11Thc*ilc kksckint', nicht (05 von der Regierung ausZegc-ngm betrachtet werdcn könne.

Man hat uns oft den Mangel an freicr Bewegung vorgewor- fen; derselbe rührt abcr hauptsächlich von dem stets sick) ekneucrukrn Jrribum über unsere Stlllung her, wie er auch jryt wird:"! bei dkr Anschuldigung benußt ist, welche der Weßph. Merk. gegen uns erhoben hat. Wir erklären kcohalb, raß wix alle diejenigenAngriffe auf den nicht amtlichen Theil, welche nicht bci der Reduction als ihrer lesten verantwortlichcn Quelle stehen bleiben, künftig ignorsrcn werden. Den Westph. Merk. aber wollen wir fragen, ob eine unte'r dem Eindruck der öffentlichen Meinung in London geschriebenc Korrespondenz gegen O'Connell etwa denselben Vorwurf verdiknf, als die Absicht, welche der Wrsépv. Merk. mit seinen Beschuldigun- gen verbunden hat?

Königsberg, 5. Juni. Die hiesige Hakstxtngschc Zeitung vom 4. Zum bringt eine Korresponkenz aus Ttxxit, welche an die Verhandlungen der Herrrn-Kurie iiber eine Revisor! dcs Zoll-Tarifs xolgchre mehr allgemeine Betrachtungen über diesen Gegenstand nup :

Wo der Eine alles Heil von einem sogenannten Freihandels- Syf-eme, verbunden mit verhältnißmäßigen SchuH-Z'o'llcn für Fabrik- und Manufaktur-anustrie, erwartete, glaubte der Andere in einem strengen Differenzial- und Recixrozitäts-ZoU-SystemL das Mittel eincr durchgreifenden Aenderung umerer jeßigen La e zu pnden. Auf die Frage aber, wo denn eigentlich der Siv des ebels sei, und ob nicht vielleieht gerade in den Schuy-Zöllen der ganze Grund unserer Noth liege, darauf kam Niemand. Was ist denn 'em cJrcihandelé:Systcm in Verbindung mit Schup- öllen? - Sicherlkxh d'och kein Frei- handels-System, und was md erhöhte Differenztal- und Reciprozi- täts-Zöüe denn anders, als eine neue Steyer für die ganze Bevöl- kerung zu Gunßen einer einzelnen Thätigkeit? 'Wenn schon bei den vorhandenen Schu -Maxregeln, die wahrxattg keine geringen zu nennen nd, gew! : Zn ustrieztyeige nicht ehen können, warum denn di en Schuß umme weiter ausvesthjnen und )en: anustrieen im- mezsLFem ihrem Verderben ent "e hren *- Je mehr eine in- du. : Unternrbmnn künßüch FMM, je mehr al o ein lohnen- der Gewinn in Aus cht geketst, wird,. desto m r Ka "italien, Wo medYArbeitska-äfte werden* zu(ihr hngß , .- “ese a er kön- neu "“ck etnkgey ahren bei o erweiterter ttgkeit-eben so wenig beßehen, ass dre üheten !- getigérem Schuße , und so muß denn

elbftnbend dieses Schup- ins Unendliche hen und einen uxmer größeun MES vonYten in den Abgrundgedes Verderbens re-ßen. Man sollte doch endlich einsehen, daß auf keinem Gebiete das Syßem der qubheét, das System der Paäiafive sv ' und efahrdxohend tsi, als ßerade auf dem Gebiete der Oekonomie und ndußrte. Schuy-Zö e für Ackerbau, für iandwirthschaftliche Gewerbe zu befürworten, ist noch Niemanden eingesfallen; im Gegen- Zheile, man vertraut ihrer unversicgbaren Kraft o viel, daß man umner m'uc Steuern, direkte und indirekte, au Lie häuft. Weshalb also *nur-Industrieen schiißen, deren ganzes e ens-Element crade mxr m dtcxem Schutze liegt“, weshalb schwächliche TreibhauspJanzen !]11t Ausgp _crung der besten Kräfte knltivircn, während den 2 unden, cmem kraftagcu Boden natiirlich eutsprosscncn Stämmen uft und Sonne vcrkümmert wird? _ Wirvcrkcnnen nicht die menscheufreund- ltchc Absicht. dez! unglücklichen Jalwt'k-Arbcitcrn helfen zu wollen, ehen so wcmg dtc Schwierigkeit, bei der einmal vorhandenen Noth cxn geschicktes Mittel aufzufinden; wir wissen aber auch bestimmt, daß cme fernere Verfolgung des bctrctcnm Wegcs das Elend bis ins Un- endliche ausdehnen muß!“

Deutsxhc Bund csßaatcn.

"X")? Frankfurt a. Mk., 1]. Jun:“, Se. Königl. Hobejt der Kurfürst von „Hessen unternimmt seit einigen Tagen wieder dae gewohnten Spaziersayrtcn, isi somit vollkommen wieder genesep. _

Se. Durchlaucht der Landgraf Wilhelm zu Hess?" w?!" sk!k kurzem auf dem be'na11)b.1rtcn Schlosse Rumpcnheim und wird nut seinen nächstcn (;ohcn Venvandta-n cinen Thril des Sommers daselbst verbringen.

“Dcr Bundröpräsidial-Gesandte, Herr Graf von Miinch-Belling- hansa'n, hat bc'kriw am vcrflossrncn Smmabend Wien Verlassen, war aber gestern Nmbmittag 11011) nicht hier angekommen.

In unserer Stadt wird dur-haus noch klin stalker Jrcmdenzug bemerkt, und die Bäder sollen sich noah keines mylrcichcn Besuchs cr- fl't'llé". Die seit 7-4 Tagen eingetn'tcne kühlere Witterung wirkt darauf ein. Andx'rkjse'ikö wird dicser Wittrrungs-Umschwung auch vetsucht, die Fruchtpkcisc in die Höhe zu nciben, Was aber hoffentlich bei den giinstigen Umstänkcu wa'nigsjcnö nicht nachhaltig gelingt. Dcr starke Aufkauf res Schlnchtoikhes auf dyn deutschen Märkten fiir Jraukreéch nnd Cngland hält auch hier die Flcischpreisc schr l)och. * Von der Börse ist wenig zu sagrn. Die Notirung unterlicgt rein demTageE- Impuls, und von lebhafter Kauflust in den Fonds ist keine Rede. 'Das (Held ist aber immer noch schr flüssig.

Frankreich.

Paris, 1). 30111“. Der lwntigc *).)?onitcur meldcxx „DUFT-

schcn ans Lissabon vom *.). Juni melden, das; die spmusthk R98“)- rnng die Nachricht erhalten hat, das; (Bras T*aö "2111111611111 “„I-IMU] Mann gefangen genommen worden und das; alles Eigentbum dcr Junta in die *).)kacht deo (53cschwadcrö- Wk]- ck05 Porto blokirtc, gcfallcn ist.“ DW Journal des TY“- batö entnimmt dcm Tonlonnaio vom 6,3100 „folgende VachrtckW „Co schcint gewiß, das; an Sc. Ik'önigl. Hthlk, dcn „Ykmch M" Joinvillc der Be ehl ergangen ist, eines oder 3ij Schr e von dem unter seine Bcfehle gestellten Geschwader zu dctachn'cn und "“ck zkortmal u ickcn,“ , ) J?" k?nerxtchSchrcibcn, Welches der französische Botschaftx-r" m der Schweiz, Herr Bois lc Comte, an den neuen BunchPrgndc11tcn, Herrn Ochsrnbein, gerichtet hat (_s. unter Schroet'z), nnll dre [ckacsigc Tppositions-Prcssc einen Angriff auf die Unabhängigkeit der Cid- gcnosscnschast erblicken; jedenfalls, meint ein Theil dtcscr Blätter, sei der Schritt untcr den gegenwärtigen Umständen ein sehr Unpassender. "Tiefer Ansicht ist namentlich auch die Presse. Dcr Constitu- tionncl sprüht sich noch heftiger dagegen aus, und erklärt die Ant- wort dcs Herrn Orhscnbcin fiir fest und würdig.

Herr Consin hat der Pnirs-Kanmtcr zxvci lecudcmcntö zu dem (BescU-Entwnrf iiber das ?).)kcdizinalwcscn überreicht“, das eine ist fiir Beibehaltung dcr (55csnndlxcitsBeamten, das andere gcgen die Vc- scytmg dcr mcdizinisch Lehrstühle durch Bewerbung.

Lao Crntml-Comitö der sogenannten constitntéoncllcn Opposi- tion [vat 1'1'111' von den M*pntirtcnOdilon Warrot, TUVcrgicr dc Hau- rmmc, (Husmv von Beaumont, Leon von Mallcvillc nnd Chambcron nntcrxcichnetc Adresse an die Wähler gerichtet, Worin (*I, nach Angriffen auf die Politik des Ministeriunw, die Bildung yon Co- mitös in allen Walvlblzirkcn empfiehlt, um dicWählcrlistcn zu braus- sixbtigcn, da es wohl möglich sei, daß zu Anfang nächsten Jahrcs 01th Wahlen stattfinden.

Der Gcscßcntwnrf, Welcher die Stadt Paris autorisiren soll, eine Anleihc von “.J.-") MiUioncn zn machen, ist gcstcrn von der Kom.- mission dcr DeputirtcnMammcr mit einer Stinnn-Majorftät gut- geheißen worden.

Dcr Minister des Innern, (Hraf Tuchatcl, ist auf dem Wc c der Besserung und wird zu Anfang der uääfftcu Woche in Parts ;uriickcrwartet. ,

Nach dem Univers wird der Papst im nächsten Konsistornnn nicht blos dem Erzbischofe Von Cambray, HerrnGimud, sondern auch dem Erxbischofc vvn Bourges, Herrn Duponf, dcn11111'd11111lsl)111_vex- leihen. Die Regierung will Hcrrn Giraud zum Primas dcs „Kap:- tels Von St. Denis ernennen; er soll jedoch dem Namen nach Erz- bischof von Cambray bleiben und in seinem Sprengel durch emen Gcneral-Vikar, den er selbst wählt, Vertreten werden.

Der Infant Don Enrique, Von dem man glaubte, daß er nach Bayomxc reisen und Von dort nach Spanien zurückkehren werde, ifst zu Toulose geblieben, wo er angeblich für längere Zeit scinen Au - cnthalt nehmen will. ,

45:1 Nantes hat man Briefe aus China erhalten, nach denen „du: Capitaine mchrerer französischen, englischen und amerikanischen Schiffe bei dem Kaiser von Japan Audienz gehabt und ihn ersucht hatxen, seine Häfen, dem Handel ihrer Nationen zu öffnen. Man ckrfc'lh'st nicht, welchen Bescheid ihnen der Kaiser gab.

)( Paris, !).Juni. Die Deputirtenkammer skßkk beuke in ihrer öffentlichen Sitzung die Verhandlung, deSnGesehentwurfs tn Betreff der außerdentlichen Kredite für Algerien fur das Jahr 1847

ort.

f General Lamoriciére sprßcht uerlsf, ( Aufxnexxsaankeit.) HerrvonTracv abe gesagt, Afrika werde stets eme er e m_he11_ fur ankreich sein. Ievt Fei der Kneg eendet, die Unterwer-fung vo sfandtg, die Ehre unserer Waffen gerettet, jest kei also der Augenbltct es auf ugeben. Herr v. Tracy un- terbrechxnd: „Das habei nicht eéagt.“ * enem! Lamoriciäre: „Aber der ehrenwerthe Deputirxe at ge agt, der Au enblick seivkxünßig, die Be- finahme sehr zu beschränken. Die Best naßme von lgerien aber ist eZ! großes Unternelévmen dieser Zett und !: eses Landes, das größte, das Frankreich nach at:,ejsthat. Jedes ro ! Unterm men schafft auch Verle- genheit"! für diejenigen, die „sich damt esaffen. ie hat ein Volk Gro es unternommen, Koloxuceng rundet. ohne auch Vcrlegenheiten fiel; zu scha en. Aber hat man : eme gw :, mächt- : Nation darum von einem ro en unternekmen a ehen sehen? Ein Vok das aus so! em Grunde au 1 es Unterm men na ayßen ver ichten wollte, wurde an jeden Einfluß in der Welt verzichten. Emen sol en Rath würde ich 111: meinem Lando geben.

von Tracy hat ferner esagt: Wenn Afrika keine Verb mheit mehr fur Mkeich sein solle, müsse6 man es kolonifiren. Nazi) d,: en Anficht aber 117 die Colonisation unmöglich. Herr DeSjobert hat dies m Abrede gestellt. Ich habe also jest nur Herrn Desjßbertzu antworten. „Derselpe hat Br- hauptun en und Ziffern angebracht m semer Rede. Waren d„1esclbcn un- umstößlin wahr, dann würde auch ich zum Aufgeben Al enens rathen. Aber ich wiU den erthum dieser BeYauptungen und . xm beweisen. Algerien kostet nicht 125 Millionen rlich, Joie Herr eSxobert gesagt- sondern höchstens 100 Millionen. Der Boden asi fruchtbar, dae Vergangen- heit bewei es, die römischen Kolonieen beéengen es, man muß thn um Mit Gesch"! und Einfi t und mit den n'öth gez! Kapitalien anbauen. “_Hexr Desjobert hat es auch iir unmöglich erkléjrt, dle chnstlicYe und muselmanxu- sche Bevölkerung neben einander zu regieren., Ick konntx dagegen eme Menge von Betspielen des Gegentheils anszcxhlen. Allxrdmgö' darf man nicht gleich die beiden ackerbautreibenden vaolkeryn en 'm Bcrzihrungy-it einander bringen. Man darf 3. B. nicht eme chnßltche (Hememden xmtten unter lauter muselmännische stellen, oder umgekehrt._ NU". allmaltg, je weiter die militairische Beherrschung des Landes nm sach gmft: Faun man die verschiedenen Religionen und die denselben ?ugcthane B-volkergnyxn einander nähern. Die Kolonifirung kay]! anerdxxgs und augenß emrch nicht stattfinden, oZne die Araber zu beléz zgen. Dre Herrschaft s_el sxhon ij? ihnen lästig. cr Bericht der Kommt say" Zak abcr unrecht, slch daruber zu bekla en. Herr Desjobert hat mich d1e, oftxn 17er Kolonzfinx-ng atzf eine Mtlliarde an eschlageu. Ich wall yacht m emen Streu uber dre J:“ et eingehen. der es fragt Fch, soll d-ese Summe aus der Stgats- „*La! e oder aus der Tasche der olonißen cntnommen werden? In jedem Fall wird, meiner Uebcrzeuguug nach, der afrikanische Boden fünffach dte darauf verwendeten' Auégabeu wiedercrschn.“ Hrrr Dcsjobcrt sucht

?ierauf 11 zeigen, daß seine Ziffern nicht nur Gebilde der Einbildungskraft

eien. ie stüßicn sich auf die Budgets dcs Kriqcö, der Marine, der Finanzen nnd der Justiz. Die Ziffer von 125 “))?Üioncn jährlicher Aus- gaben fiir Algerien sei das Resultat des fortwährenden Kricqes und Werde dadurch noch bis auf 181 Millionen steigen. Er habe cskcrn allerdings vergessen, von der Einnahme zu sprechen vermittelst dcr Huflage, die von den Arabern bezahlt Werden müsse. Dieselbe [affe sich auf 14 “.Nillionen anschlagen. Aber darum bleibe immer noch eine ?lusgabc von 117 Mil- lionen. General Lamoricik-rc: Gestern habe Herr Dcsjobcrt die Aus- gaben auf 125 Millionen qcstcllt, heute auf131, es sei zu fürchten gcivcscn, daß er bald auf 150 Millionen kommen werde. Er freue sich dahcx, das; er jetzt wieder aus 117 Millionen herabgchc. Nbcr auch darin [ct 11130) roße Ucbcrtrcibnng. Herr Desjobcrt: Er glaube im chgcnthctl, scmc Jinschlägc sehr gcrmg gemacht zu haben, Herr vonszacv: Warum (He- ncral LanwriciQ-rc nicht auf den Einwurf der Unmöglichkeit der C'x'halt1111g Al criens bei einem Seekrieg geantwortet habe? Ein anderer Einwurf ]cr: da die Kolonisten kein (Sketraidc bauten. Was 1vcrdc_ aus der Yrmxc 1vcrdcn, wenn im Augcnblickc cines Kriegers, wic Wahrjchcinlich sek, dlc Araber die Lieferung des Gctraidcs au sic vcrtvcigct'n? (Bencml' L1111_19- ricik-„rc: Ein Krieg mit England wiirde die französische Arzyec m Akrzka nicht in die schlimme Lage bringen, die Herr von Tracy bgsurchtct. Emc Küste vonAndLieucs ?lusdchnung lasse sich nicht blokircn, nne ctnm Toulon oder Algier. Im Jahre 1810, wo man auch an einen Krieg geglaubt, habe die öffentliche Meinung auch nicht die anückziehung der Armee aus Afrika verlangt. Herr (Huizot besteigt die Tribiinc._ Cr komme nicht, das zu bekämpfen, Was der General Lamoricik-rc gesagt. Zwisckycn dcm, Was der General, und dem, jvas dic Rt'xicrung wolle, sei kein besonderer Unter- schicd. Er habe sich dahcr auc!) nicöt iibcr dessen Rede im Ganzen zu be- klagcn. (Dcr Minister sprach noch in dem Augenblicke, wo dcsPostsWlnffcö halber dieser Bericht schließen mußte)

Nach den cus Algier vom “1. Juni céngctroffcncn Berichten schcineu dic Kabylcn, welche sich mutlich, nakh dcm blntigeu Kampfe mit dem Armce-Corps des Marschalls Bngcand, untchorfen haben, wirklich sich ganz ruhig zu verhalten. Denn am I!. Mm“ War das Dampfschiff „Cmnclcon“ zu Algier von Bugia mit der Nachricht angelangt, daß die Feldzugs-Kolonnc die bekannten C'n pässe durch- zogen hatte, ohne irgend emen Widerstand zu finden. ??ndcrc Nach- richten waren durch Araber auf dem Landivege nach Algier gelanqt. Nach denselben war die Kolonne bei den Beni Abbes gélagxrt, 1fnd Von Seiten der ncncrlich 1mtcrworfcncn Kabylcn hatte durchaus kein Angriff stattgefunden. Dieselben zeigten im Gcgcnthcil dic größic Bcrcitwilligkcét, die fiir die Transporte nöthigcn Uastthicre zu liefern, Der General Gentil war mit Erhcbnng der Auflagen beschäftigt, die allgemein ohne Schwierigkeit bezahlt wurden. Bcfcstfgt sich sonach die französische Herrschaft auch in dem bisher noch unabhängig gewesenen Theile von Kabylicn, so hat der Marschall Bugcaud allerdings Frankreich durch seinen lcyten Feldzug eincn unbercrhcnlmrcn Dienst geleistct und seine Laufbahn als (5301113911100 von ?(lqcricn aus eine seiner friiheren Thatcn höchst würdige Weise geschlossen, “Das; aber das Journal des Herrn Thicrs sich jcyt znm cffrigstcn Lobrcdncr des Marschalls macht, isl eine Taktik, deren * lan dahin geht, dkn Marschall zu ge- winnen, um, Wenn der (Hliickstern des Herrn Thiers ihn friiher oder später doch wieder einmal zur Gewalt zurückführen sollte, gleichfalls seinen „illiistren Degen“ bereit zu haben, Welcher in der Person des Marschalls Bugcaud seinem Ministerimn als milimirischc Notabilität zur Stiiße dienen soll, wie cht das Kabinct vom 29. thobcr auf den berühmten Namen des L))karsclmlls Soulf Gewicht legt. Vor kaum vierzrhn Tagcn__l)attc jenes Blatt noch in den lebhaften Tadel («16 Feldzuges nach Nubylicn cingcsténnnt, cht erklärt es denselben fm“ emen ?roszcnxund in würdiger Weise durchgefiihrten Gedanken.

MMM yartscr Blätter geben Von Zeit zu„Zcit dic schlaqcndstcn Proben Von :hrcr llnbckanntschaft mit dcnRcch16vcrhästx11ssén ihres rgcnxn andcö. Eines derselben meinte vor cim'qcn Tagen qanz crnstltchl dte Typutirtcn-Kammer solle, untcr Verwi'iqernng dc't“*von dex Pafn'S-Imn-Uncr Verlangten Ermächtigung zn Vcrfoiqunq Emil Von (“?trartpn's, dtesen vor ihren eigenen Richterstuhl ziehén, "als ob die D-xpnt!rten-Kammcx in sich selbst noch cine andere richterliche Gewalt hatte m_:ßer chu Fallen, wo es sich nm Beleidigungen handelt, die YIM ste gertchxet wurden, Selbst mehrere Deputirte drückten ihr

efreyzdcn daruber aus, daß k-c'mc Gegenseitigkeit zwischcn dcn bci- den Kammern bestehe und dtc DcputértenKannncr einen air, dxr str ctwa "vcrießt hätte, nicht vor ihre Schranken ziehen konne. Das komn11 indes; einzig von der Vorschrift dcr Charte 13911 18.10, wonach filr chbrechcn oder Verquhen irgend welcher Art ch Pairs nur vor hen “Richterstnhl dcr Pakrökammcr qestellt Werden komzen, wc_lche Mit ihren lt'gislativcn ?lttribntioncU auch rich- Mllchc kakldkk- “"ß“ denen, Wclchc durch Anqriffe auf sie selbst in Zlnlspmch gcyomnxcn wiirden. Unbestrcitbar abckist, daß die Dcputir- vez; YM?" YKLYZTYYFMKWZ ekémxte, Dm'gelrichtlichcs fEt'nsérciten

„_ 1 emen atr ervor urn en r die Dcputrrtenkantmcr verletzt habengwiirdc, ) 3 , c

Großbritanien und Irland.

London, 8 Juni Ihre Köni liche ) ' ' '

. . 0 et 1) .

KentZT F;)? gestern in Woolwich 11.111? Osteédehc'iugetsechéffxxéogm von zurückgekkih .'"ö Oékm' von Schweden ist gestern nach Portsmouth

k! u d -- - . ,

in AJZ" ck“s§"„nznj:1veJ-Z:.sxéaf"gt' dre dortigen Arsenale, Wersten :c, ae :

poxtugiesisßhe “FMPa'laments-Verhandlungen hatten wiederum die

rventions . An el, “1 (H v (YY'EHMFN kW??? bAnfrageß 11221321;- Öxmdie e :::-P:? e“este tn Sprache die nach fran stach: Oberhause “'"? DMMK? ]Uk abqe an;;en s,ein und mos “fck"! Blättern. an den Prinzen von Joiuville seiiltßs Geschwader naclsmessyäeW-kbßdm Auf“? "ham" haben soll, m“ ob dieser Prinz, als ältester Offizitrchdezu ["g" '"' D“ Ems fm?“

über die vereinigte Flotte der intervIUZ-Kndßß UYthxnüKYebé-FY

- George Venti"! dieselbe

b:, wie dies gewöbalé bei kombinirien Operation:: der Fan sei? J,: Mama“ 'von anLdovu erwiederte. „daß 2 nur von'det Absendung zsruzösißbet SMT «Portugal wisse, und daß es cba ".,“th sei, wa |: best!) *" Im Unterhause steaje Lord

. axe und erhalt von Lord I.Russe11 zur Aufwokt, daß gar koinqu-pembamng gttwffen worx-ensei, die Geschwa- der der "spektiven M54"? """! dk," ÖbWÜb] emro einzelnen Ossi- iero zu stracn. Im Gesenkt)?“ s“ dm „AdmtralSir W,Pmker det Besch! zugesangeu, wede- übkr das franzofifche', noch über rns spa- nische Geschwader das Koinzvallko, ö“ Übkknkth, obschon man glaube, daß sxin Rach m'cht Meruchßch1191 von den Anderen bleiben werke. Was den Prinzen von Joinvxlle betreffe, so halte er es für un-nöthig, set'netwegcn eine Bemerkung ZU macht", ka cr keinen (thnd habe, zu glauben, der Prinz werde nach ker portugiesischen Küste gehen. - Die iibrigen Vt'rhandlungen des Parlaments bieten kein aUqcmci- nes Interesse. Herr Spoonrr veranlaßte eine erfolglose Debatte durch einen Antrag zur Ebrcnrcttung des vor kurzem vrrstoabcnen Ex-Gouverncurs-von Vm1dikmcrwland, Sir C. Wilmot, dcr weqen angeblichcr meomlität von dem Kolonial-Minjstnjum abgeseßt nZar.

Dcr Observer wiederholt die Nachricht, daß die Session des Parlaments vor der zwcite'n Woche des Zuliwerde geschlossen werden, und fügt hinzu", daß die Auflösung dcs Parlaments, wenn nicht außcrordcnkliche Umstände eintreten, dem Schlusse der Session unmit- telbar folgen werde. In dieser Erwartung werden bereits iiberall Vorkehrungen 34 den Wahlen getroffen, Zn Lyndon zirkulirt eine Aufforderung an Sir R. Peel, sich zum Parlamrnts-Kanrikatcn für die City zu melden.

Lins mehreren Orten geht dir Nachricht cin, daß die K'm'toffa'l- Krankheit sich yon nmte'm grxcigt habe, indes; läßt sich iiber die Aus- dehnung dcrsclbcn noeh durchaus nichts Vestinnnte's angc-l'c". Andere bestreiten dic Exstcnx der Krankheit überhaupt, koch habc'n die'Nach- richtcn dorsaler am Fiornmarktc eincn Einfluß auf die Wcizknprejsc ausgeübt.

Belgien.

„Brüssel, 11). Juni. Vorgestern haben die "('nen Wahlen zur Erganzung dcs Sc'nats nnd der I)icpräscntantm!Nannncr stattgefun- den. Die liberale Partei glaubt, nach dem Resultat dcrsclbcn, nun- "U'Ok auf 5-5 Stimmen in dcr I)ikpt'äsc-1tantmt Jiannnc'r, also auf die absolxltc Majoritäf, sicher zählen und vécl1cicht noch “15 Schwankcndc aus ck]]? Si'itk l,)cri'tbcrzichcn 311 können. Die .Kmmncr bcstcht im G)]J'ZC'U 11115 1074 Mitglécdcrn. Lic Jndcpcndancc will indc'ß MUT"- e'ö sci gestern in einem 3111130101000!) beschlossen worda'n, daß" dqö Ministcrlum siti) Vor diesem Crgcbnisx drr Wahlen nicht zurnckztehcn, sondern die nächste Scssion dcr 5.“cgfolatm* abwar 1le wyllc. (Näheres iibcr dt'c Wahlmr werden wir morgen in c't'ncm Schreiben aus Brüssel mitthcilcn.)

Zi 1 a l i c n. Rom, “1. Juni. Henke friih ist €?.3115nigl. Hoheit dcr Kron-

prinz von Bavcrn Von hier iibcr Modena nach 2000110611 abgereist, GksikkU *.)lbc'nd nahm der [Prinz in einer “_Privat-Llndicn; vom Papstc Abschied.

Der Sohn O'Connell's ist hier angekommen, um, wie man sage, das Herz seines Vaters hier bciznsclzcn.

Wissenschaftliché und RUM - Nachrichten.

Oeffentliche Sitzung der Königlichen Akademie der Künste.

(Den 11531011.)

Am Freitag in den Mittagsstunden fand eine öffentlicleriizmtq dcr .K'öniqlichcn Akqdcmic der Künste unter dem Vorsixzc dcr Sa'11ats-T'.'kitqlicdcr und n Gegenwart einer zahlreiehen Versammlung von «Herren und Tamer: in üblicber Weise statt. Eine kurze “Elnsxmcbc des Direktors ker ?lkakcmic eröffnete die Sitzung, welckxcr sicl) dcr ahrcs-Bcricht dcs Sccrctairs «111- schlos;. Des Verlustes mehrerer Mitglieder der Akademie durcb dcn Tod Wurde in demselben gedacht; darnntcr des Professor Krctscbmar, der am “2. März 1). Z, im 77ste'n Jahre verschieden ist, und des |):-. (“Ottfried Wilhelm Fin ck, auswärtigen Ehren - Mitglickcö dcr mufikali- schen Section, dcr sein Leben am 27. August vorigen Zahrcs zu Leipzig endete. Dic Vcktbcilung von Prämien an Sckvfilcr im Farbe der bildenden Kunst, der Musik, so wie an Schüler der Gewerkschn- len, erfolgte ebenfalls. Auch kamcnkéglcickvvic die Frobchrbciten dcr Zeich- ncn-Klaffen in den Sälen ausgestellt sind), wie a [jährlich, wieder verschic- bcne Compositioncn von Eleven der akademischen Musikschule zur Ausfiih- rnng, Arbeiten, die fiir den glücklichen Erfolg der mit rastloscm Eifer fort- gesetzten Bemühungen der nmsifalischcn Section um die Ausbildung ihrer Zöglinge mlsS nruc Zeugnis: ablegte" und seitens dchLctztcrcn cin rfibm- lichst anzuerkcnncndcö Kunststrcbcn und tlwiltvcisc nicht rmbcdcutendcs Talent dokumentirtcn, so das: durcb sie dir „(Zam der bereits aus dieser Schule hervorgegangenen tüchtigen Musiker vcrmrhrt zu sehen sichcrc Aussicht vor- handen ist.

So ließ ein vierstimmigcs „.O-e [":-rin“ mit Orckycsfcr-Vrglcitung von Wilhelm Burchard den riistig aufstrebenden Musifcr nicbt Vcrkcnncn. Das Mufikstlick bekundete, im Vergleich zn einer im vorigen Jahre bei ähn- licher Veranlassung zu Gehör gebrachten geißlichen Arie, offenbaren Fort- schritt und war, würdig aufgefaßt, von cntsprccbcnder Wirkung. Eine vick- siimmige Motette mit Orchester:

„Dir traue ich, Gott, und wankc nicht“,

von Wilhelm Nesslcr, verdient besondere Anerkennung. Kiinßlcrisch- abgerundete Form, Klarheit der Stinnnfsil)rung und effektvolle Znsirnmen- tirnng zeichnen das Werk aus, das sich namcntlich in dem kräftigen chori- schen “Theile von glänzender Wirkung gestaltet und einen sehr befriedigenden T'otal-Eindruck hervorrief. Von vot'zugsweisc zu bcacbtcukcm Talente zenqtc cin Svmphonie-Saß (in [')-moll) von Carl Stein. Die Ansprüche, welche man an eine derartige Composition 30 macbcn bcrcclvtigt ist, erschri- nen durch die Arbeit des Genanntcn in Ziemlich bobcnt (Imke rcalifirt. Geschmack, Gründlichkeit und Gewandtheit leuchten hervor und werken so- wohl in der Erfindung der Themen, als in dcr sorgsmncn Ausarbeitung und wirksamen Znsttumentirung crfichtlich, obgleich, unseres Badünkcns, die Wirkung des Ganzen durch ein weniger konsequentes Festhalten drs Haupt- Gedankens noc!) gewonnen hätte. ,

Außer diesen drei besprochenen Mufikstsicken kam schließlich noch em größeres Gesangstück (Recitativ, Arie und Chor):

„Was pochst du, mein Horx?“ aus der Oper Zpfilautc von Karl Villcrt zur Ausféilymnq, dcr wn je- doch beizuwohnen verhindert waren. Wir erwähnen indessxn, daß dem V“- fasser dteser Arbeit und dem obengedachtcn Elrvcn “Wilhelm Nessler durcb Ertheiluna der roßen salbernen Medaille (mit emgeßqchenem Raum? eine besondere Auozei nung zu Theil wurdc. „Em vollständiges Verzeichm der Prämim-Vektheilungen erfolgt durch aMklU'hc Bekanntmachung. 2-

Einladukg zur Unterzeichnung

auf die Geschichte des deutschen Poxkes, in fünfzehn Bildern dargeLellt von Karl“ Hetnrtch Hermann aus rcsdcn (früher 111 „München ).

So nich wir an Werken smd, welche die Geschichte unserxs Volkes einzelnen Theilen oder in ihrem ganzen Zusammenhange erzahlen und

so manns falke“ und anerkennen ert du: 8 zelne den ürd ge Thesen mid iim?!) ZPÉY “„YYJLMÜ gemacht worden sind, so schien es dem Unter eichnetm biö'htt doc; immer

noch an einem Werke " fehlen, welches den [um“ xzutßchxr KkskkütßßorsUcher aglsschvioäkxstiljxnlicheuxwéiJeleü bei??"K-ZÜM en ount un e en re ga e un : * - Uk!" VolkeZ vor di; SYescMch _ liebt! tvxrm'? ted. bg] g Ennv erung “. iedeut e e ' te tee aer er idendenKun ein *-

bares und ““You-s' ld dar, daß es dem num eichneten ,kkeine :!:wfäir'b ge Aufgabe erschien, d: ekbe der Jugend und den reunden des Vaterlandes in emer kusammenhän enden Reihe von Bildern vor Augen zu WW so daß er d Jem Unterne'ßmen snt einer Ruhe von Jahren seine ganze Kraft ewidmet at. * g Auf emuntert durch vielseitige wohlthztende Anerkennung, so wir stößt ausg die hohe Protection Sr. ngeßät des Kön: s von Preußen, Z:.- abfichtigt er daher die vollendete Arbe,“ m funfzehn lättern (von 1 Fuß 8 Zoll Höhe und 2 Fuß 4 Zoll Brem), „deren„ Inhalt unten näher ange. geben werden wird , nunmehr zu vxxdsfentllchen und durch bewährte anerkannte Meister im Stahlfkiche anssu "UYU 1gffen.„ Um aber die be- deutenden Kosten des Unternehmens zuve tb er nberbkt'éken und die rasche Förderung und Vollendung desselben sichern zu können, wendet er sch hier- mit auf dem Wege der Unterzeichnun an sämmuiche Freunde der Kunst und vaterländischm Geschichte, vorne lich aber auch an Schuk-Atkßaltea und "Familienväter mit der Bitte, das Werk seiner Liebe und Be ng durch ihre tyätige Theilnahme freundlichß untekftüßen und fördernzakaikn.

Die ganze Reißefolge soll, von einem angemeffen erklärenden Texte bkac'm- in möglich kurzen Zeiträumen, in fünf Lieferungen von je dnl Blattern cxunggeben werden, Der Unterzeichnungspkeio für die aßen Ab- drucke mrs chmcfischem Papiere für “ede Lieferung soll 8 Thaler, für di“? ?laasgabe auf gujcm Velmpapier 6 Tsaler sein.

Nach dem Erscheinen der ersten Lieferung hört die Unterzeühmmg entf und muß alsdann ein erhöhter Ladenpreis eintreten.

Berlin, im Zum“ 1847. K. H. Hermann aus Dresden, früher in Mänchtn.

Nähere Uebersicht der einzelnen )(". Blätter.

Im Allgemeinen wird hier bemerkt, daß die ersten beiden Blätter dé: heidnische Zeit, die späteren die Entwickelung unseres Volkes it UMF"! des Christenthnms darsteUcn, und daß die architektonische Ein eilm: ne- jeden Blattes größtentheils aus Monumenten zusammengesest is _ e der Periode angehören, welche es enthält und also eine kleme KunégesÖichte mit darbietet.

Blatt 1. stellt in einem größeren oberen Felde die germanische Götter- und Glaubcnölrhkc in ihrer Fülle und Tiefe, in den darunter liegen?: kleineren Feldern das Leben des Volkes von des Kindes WWU is zum Helrcntode: das Haus -- die Ehe -- dic Aerndte -- kbar- nmchung Todtenscier » Gottesdienst » Gericht - Volksver amm- lung u. s. w. Von 113 vor - 180 nach Chr.

Blatt [|. Der Wcttkamps mit den Römern von dem ersten Zusammen- stoßcn dcr Cimbcrn und Tcutonrn, mit dem Heldentode ihrer Frauen und Kindcr - durch die Kämpfe dcs Ariovt'st _ Marbod _ Armin. Im oberen Felke der Untergang der Götter als Schluß des heidnischen Glaubens. Von 3180 7-14.

Blatt 111. Jr.“, Hanptscldc das ckis11ichk Glaubcnsbekenntniß, also die Offenbarung als Grundlage der ncuen Volks-Entwickelun ; darunter die Fortsetzung der Kämpfe mit Rom: das Anbringen dcr rutschen e en Welschlaud Hrrmanrich Alarick) _ Gcnserich -*- die gotßik3 e Vibcliibcrscßung - Chlodins des Franken Bekehrung - Bekehrung dcr Vaycrn, der Hessen, dcr ,hüringcr u. s. w.

Bart [»“. Entwickelung der „Kirche und des christlichen Staake?! unter „Karl dem Großen und seinen Vorgängern (507-«80b). Der Sachsen dreißig- jähriger Widerstand.

Blatt 7. Gestaltung dcs deutschen Reiches uneer Karl's Nachfolgern und Heinrich 1. (814-936). Kämpfe dcs Letzteren mit den Ungarn. Be- gründung der Städte und des Bürgerstandes, wie der Herzogthümtr.

Blatt U|. Deutschland unter den sächsischen Kaisern und Konrad 11. (936 bis 103€9): Schlacht auf dem Lechfelde, Erneuerung des abendländischen Kaiserthums, Vorbereitun der kirchlichen Kämpfe.

Blatt U||. Zeit der salis cn Kaiser von Heinrich 1". bis Heinrich U. (1039»1120). Innere Entwickelung des Reiches, Kämpfe und wech- sclx:1*r Siege dcr Päpste nnd dcr Flaisck. Grcgor U11. bis zum Kon- korkate. -

Blatt »!!1, Kaiser Lothar dcr Sachsc und die cxften Kreuzzüge bis zu Friedrich |. (1090--1100). „Kämpfe im Reiche.

Blatt |R. Tie" Zeit der Hohenstaufen von Heinrich 7]. bis um Tode Konradin'ö (1190----1*„'t)8). Höhe des Mittelalters, Grund einle ung des kdlncr Domes, Volksfeste, :*)kinncsänger, Stand der Theo ogie (Scholastik) u. s. w. Mönch-, Rittcr- und Zunftwesen, Vthmgeticht n. s. w. Bekehrung Prcnßens.

Tafel )(. Es zeigt sich die Nothwcndigkeit einer neuen Ordnung be? Dinar mit Rudolf von Habsburg. Der dettxsche Orden in Preußen, Lndwig's des Bayern Kampf im Reiche und mu Rom. Hussrn's Fkam- 111cnto1*(1229*1*115). __ _ . _

Blatt 241. Bcginn der neuen Zeit: Kaiser Manmilmxt, lcptes Au aachen des Nitterthums, das Rcicbökammcrgcricht, die böhmij ep und rischen Brijdcr, Lutter zu Wittenberg und zu Worms, dcr cjchsmg zu Augs- burg, dcr Ncligwnssticde :e. (1417 -,15„7h). .

Blatt U|]. Der dreißigjährige Krieg nut seinen Greueln und Hrlden: bie protestantische Union, die katholischcLigua, der Aufstand zuZN-ag, Gußav *.)ldolphö Landung, die Zerstörung Maßdxhurgs, du Schla 1 bei en, die protestantischen Theologen, dcr we fallsche Fricdcxc. (1609-“é0 171,6

Blatt )(!!! Die Zeit von Kaiser Leopold,". 13-16 oseÉh [|. (1 176.7): EinLuß smnxösischcr Bildun , dtc Kampe eutschlaqu mit Schweden, ürkcn, Franzosen, quen, Prcußens"m11 O truth (der

Sie bci Fehrbcllin; Bcfreitzng Wtens von-den Turken' trhemmgen

der Franzosen am Rhein; dje Schlachtxp bet Mollwiß, Heuthtn, Zom-

dorf Tr., hubertsburgcr nnd par-ser Fncde); neues ufieben deutskhk

Blatt )(!7. Von den französischen vaolutions- bis u den deutschen Bestei- unqskricgcn (1795-1815). Auflosung des deuté enReickées Schlacht bci" Austcrliß, Jena, Coma, Aufstand der valer,„ „ck! : “Asper"... . :'lufruf 1813, Schlacht an per Kasbach, bei LU zig, amm, .- Der chitc Einzug in Paris, dle Bundesakte, Nxxpo eon auf helena, Die Männer der Erniedrigungs- und Erhebun sznt.

Blatt xx“. Die Ge enwart und-die Z ust: Der Bundesta , das Wartburgstst, die 2 issenschask, dre Kunß, die Dichtkunst, die ulm, das Handwm'k, der Handel, der chndmann, der Staat, die Landßände. die Kirche, streitcndc und triumphnende. Und somit Grund und Ver- qangcnhct't, Zukunft und Ziel. ,

* Dies nur das (Herü :. Ueberall rst angestrebt worden, neben dzt. s- g- politischcn odcr äußeren ?at-Entwickelung dex Jahrhunderte aueh buchs- mal bewegende geistige B ldung der Zeit zur Anschauung zu bringen. inncrstcn Zusammetähange dam-t, äu eriich unabhät'sgé? Haven. bea : iibrigens der Verfa er, die wiffenschaniche und künß mschk WM Entwickselung ausfühälicher noch in zwei besonderen Blättern dam! und er cheinen u la en.

. Die hier zgeschilderten futhn Blätter deutsche! MEW“ W

vom 10. Juni an auf einige ochen i_n der zuuz VW kk? “S*

Wilhelmö-Anstalt für Arbeitsamt im Gebäude der Konfgl. M ) "una-

J-uz „R..

' 'Kunst und Wissenschaft.

stalteten Kunst-Ausßeaun (gegen xin GUMMI?“ "" 5 und rsvird znr Bequemlich 't zugletch em BW 3" UK“?! legt ein.