tionen, die der vereiuißien Abtheilung vorgelegt waren, znrizckgehén an die Abtheilun der etre enden Kurie. Der jetzt zur,?!bst-mnxung vorliegende BesZluß unter cheidet sich der Form nach m H,“ "“ck“ von denen, über die eben abgestimmt worden, ,und wenn iiber diese hat abgestimmt werden können, so muß ich zweifeln, daß "Iknd "" Grund vorhanden sein kann, über den vorliegenden Antrag nicht ab- stimmen zu lassen. Ich bitte, denselben vxrleseit zu lass", da das Mitglied sich hierdurch von dem Gesagten iiberzkugk" dms“-
Marschall: Wir kommen zur Verles'ik'g des Antrags des Grafeii von Arnim. „
Abgeordn. Sommerbrodkd: Ick bitte, “ZU veranlaffen, daß alle
n wer en. , AmenxißtxeezijißerrsiD????Tlx'st; Ew. Durchlaucht haben noch zu bestim- men, in welcher chhefolgk die Amendemeuts zur._.Abstin1mung kom.- men .H'Tradre ls1iball: Dicinhefolge, in Welcher die gefiillten Amen- dements nmimehr zur Absitmmuug kominen Werden, wurde folgende sein: zunächst das des Grafen bon Arnim, dann event. das des'Ab- geordneten Dittrich, sodann event, das des Abgeordneten von Vmcke,
und endlich event. das des Abgeordneter: Milde. _ , Abgeordn. Sommerbrodt: Dürfte ich wohl die Bitte stellen,
daß sämmtliche Amendemenis erst vorgelesen wcrden, „ehe „sie zur Ab:- ßjmmung kommen? Wir sind in diesem Augenblicke nicht im Stande, zu beurthcilcn, wie sie sich unterscheiden.
Marschall: Ich habe nichts dagegen, Werden. '
Eine Stimme: Ich erlaube mir die Frage, ob die Amend?- ments nicht durch die Entscheidung des Herrn Kommiffars an die Abtheilung zuriickvcrwiesen sind.
(Mehrere Stimmen: Nein! Nein!)
Marschall: Das ist nicht geschehen, es ist nur erwähnt wor- den, daß die Rückgabe an die Abtheilung erfolgen möge; dicser Vor- schlag ist aber in der Bcraihung gar nicht weiter verfolgt, uoch we- niger ist dariiber abgksiimmt worden.
Eine Stimme (die vorige): Es ist aber dock), wenn ich rich- tig verstanden habe, bemerkt worden, daß sie außer dem Bereiche der Proposition liegen.
Landt'ags - Kommissar: Ich muß bemerken, daß ich nicht ge-
sagt habe, die bisher vorgebrachten Amendemcnts lägen siimmtlick) so weit aus dem Bereiche der Proposition, daß ich sie nicht mehr fiir Amendements erachten könne; nur in Beziehung auf diejenigen Amen- denients, ivclche sich auf eine Modification dchlaffcnsteuer, ohnenii- bere Verbindung mit der Mahl- und Schlachisteucr, beziehen, babe iii) dies gciiußert. Lb unter den iibrigen Amcndements noch andere in "diese Kategorie gehören, dariiber Vermag ich mich, da sie mirnicht sämmtlich gegenwärtig sind, nicht mit Bestimmtheit zu erklären. * Abgeordn. Tfchocke: Ick» muß den Antrag unterstiißen, der da- hin gerichtet isi, daß sämmtliche Amendemcnts vorher verlesen wer- den, damit die Versammlung cinen Maßsiab hai, fiir welches sie sich erklären kann,
Abqeordn. Dittrich: Es miißien nach einem friiher angrnom- mcnen Grundsay dic Amendemenis in der Rcihefolge abgestimmt Werden, in der Li? eingebrachi iind.
Marichaii: Es ist gegen den Vorschlag, die Amendemenis erst ianimiiich „zn verlesen, erinnert worden, daß dies nur Verivechsc- lung herbeiführen wiirde. Das Zweckmäßigste wird icin, daß wir iie crst sämmtlich verlosen hören, und dann jedes, wenn dariiber abge- stimmt wrrdcn soll, noch einmal. Der Herr Secretair wird sie also der Reihe nach vorlesen.
Secretair Frhr, von Waldboti: Das Amendcmcni des (Hra- sen Von Arnim lautet:
„Indem der Vkreinigie Landtag Bedenken trägt, schon jetzt seine
Zustimmung zu einem Geseize zu erihcilcn, welches durch die Ein-
fiihrung cincr Einkonimcnstcucr nur die Abschaffung der Mahl; und
Schlachtstcuer erreichen wiirde, erkennt derselbe an, daß im Wege
der Geslygebung - zur Verwirklichung des Grundsayes ciner di'r
Steuerfiihigkcit vcrhältnißmäßig entsprechenden Besteuerung der ver-
schiedenen Klassen der Einwohner - auf einc Erleichterung drr
Abiaben der ärmsten Klaffcn nicht allein in den mahl- nnd
sch?acktsieuer-, sondern in gleicher Weise in den klas-
sensicuerpflichtigen Orten hinzuwirken sein wird, und daß die wohlhabenden Klassen den hierdurch entstehenden Ausfail, so weit es nöthig, zu decken im Stande sein diirften.
Derselbe bittet daher Se. Majestät, die Erreichung dieses Zweckes huldreiclist in anderweite Erwägung nehmen und dem näch- sten VereinigtcuLandtage deren Ergebnisievorleqen [affen zuwolien,“
Ferner das Amendement des Abgeordneten Dittrich: -„Se.Majestät den König zu bitten, 1) die Mahl- und Schlacht-
sieuer aufzuheben, und 2) zu deren Ersoy? der in den unterenKlas-
sen der .iilaffensteuer Steuernden mehrere Klassen anordnen zu wol- len und zugleick) solche, welche den jeHigen höchsten Steuersaiz übersteigen.“
Das Amendemeni des Abgeordneten von Vincke lautet:
„Des Königs Majestät zu bitten:
1) die Mahl- und Schlachisteuer in den Städten untcr 10,000 Seelen aufzuheben und den iibrigen Städten, wo dieselbr noch erhoben wird, zu überlassen, an deren Stelle das etatsmäßige Mahl- und Schlachisieuer- Aufkommen durch eine Einkommen- 1txuer, nach, näherer Festseyun , aufzubringen;
2) die Befreiungen von der Klaéensteuer, so weit sie nicht auf Siaais-Verirägen beruhen oder einzelnen Steuerpflichtigen der UUFUÜM Klasse zustehen, aufzuheben;
- 3) bei ,der Klaffensieiier zwischen den Sägen von 24 und 48 Rthlr, drk! ZWschenstufen, mit je 6 Rthlr., steigend, JMschen .de," Säßen von 48 und 96 Rthlr. drei Zwi- schenstUf€W "Uk )? “12'„Rihlr'., steigend, ieMchen ,d?!) Satzen von 96 und 144 Rthlr. zwei Zwi- schen ufen, mri )e 16 RMN- sxej end,
- und Ubkk144 „MM. noch bis zu 500 Rihlr. in an e- .nzesserxxu Zwischem'aumen von 'e 24 Rthlr. höhere Kiaiieu emzufuhren, von den durch dieselben nicht betroffenen Kontri- buenten aber Aversionalquanta, nach dem Süße von ;; pCt des Einkommens berechnet, nach näherer Feßstyunq des Mini; ßeriums zahlen zu lassen.“ '
Endlich das Amendement des Abgeordneten Milde;
„Der Vereinigte Landtag erkennt an, daß die Steuergesey ebung
vom 30. Mai 1820 den im Laufe der Zeit eingetretenen Zerän-
derungen in den allgemeinen Be 13- und Vermögens-Verhälmissen
, der Staatsangehörigen nicht me rentspricht, und beschließtdeshalb eme auf den Grundsäßen der Leistungs-Fähigkeit zu gründe»; durchgreifende Reform zu beantragen.“
* Marschall: Es sind zwar noch mehrere Anträge ein egan-
Yi; aber die verleseuen sind diejenigen, welYß .die meiste Yum-
daß sie vorgelesen
sung gefunden haben. Wir kommen zur siimmung iiber den ., ,des Grafen bon Arnim, der nun nochmals verlesen wird. „(Die , _exlesung geschieht durch den Secretair Frhrn. von Waldboti.) ,. Ick sept voraus, daß der Antrag versianden worden ift; er kommi, also “2:1" Abßimmung. «(EML F““ :",15: „Namentliche Abfiimmung!“ Viele Stimxnen: . , ,a „ | ' „ '
'Wo
* Käufer hier gewesen,
1136
Abgeorbn. Schauß: Ich möchte mir erlauben, Ew. „Durch- laucht zu bitten, den Herrn Antragsteller zu fragen, ob er nicht ge- .nei'gxs sein möchte, die Worte „schon jest“ aus dem Antrag heraus- zu a en,
(Viele Stimmen: Nein!)
Graf von Arnim: Diese Aenderung ist nicht mehr staithajfi.
Marschall: Ist der Antrag, welchrr gelesen worden ist, hm- reichend verstanden? Ich nehme dies an, und wir kommen nun zur Abstimmung auf kürzerem Wege, durch Aufstehen uud Siycnbleiben. Diejenigen, Welche dem Antrags beitreten, werden das durch Auf- stehen zu erkennen geben. _
* (Eine große Anzahl Mitglieder erhebt iich.) ,
Wir werden zum“ Zählen kommen. Die Ordner werden die Zählung vornehmen,
( Es wird nunmehr die Zählung vorgenommen.)
Das Resultat der Abstinnnnng ist folgendes: mit Ja bach gestimmt: 249, mit Nein haben gestimmt: 232. Der Antrag ist also angenonnnru und damit der Gegenstand erledigt, Es ist zu er»; wähnen, daß die Anträge, deren ick) gedacht habe, uns weiter hier "iii)k beschäftigen, sondrrn an die Kurie der drei Stände zurückgegr- ben werden. Der Gegenstand unserer heutigen Berathung ist been- digt und die Sißuug geschloffen.
(Schluß der Siynng um ZZ Uhr Nachmittags.)
___-._....“-
Bcim Schlusse unseres blutigen Blattes, bis Mittwoch Nachiiiii- tag 2 Uhr, waren uns weitere I)ianuskriptt' 311 den Vcrhandlungrn
des Vereinigten Landtags nicbt zugcfommen. ?. Ned. d.?1ilg. Pr. Ztg.
Uichtamtlicher Theil. Z n 1) a 1 t.
Inland. Berlin. Feuersbrunst, _- Briefo ausKöiiigsberg (Wok,)lili.i- tigkeit; Schifffahrt). --- Danzig (Wohltbätigkrit). - Breslau (Wyli- markt) und Di] sseldors (Vcrmäckrtniß; (Hirverbcgerichte; ziiisircic Vorschiiffc).
Berlin, 15. Juni. In der vergaiiqcncn Nacht, 2731110“, brach in dem sogenannten Maricnkirchcnhause, Épandaurrftraße “13, Feuer aus. Dasselbe theiltc sich bon dem ziirTabacks-NicdcrlagcdesRauf- manns Krüger benutzten Flurkamin schnell der ..Ha'ilsircppc 11111 und nahm seinen Weg nail) drm Tachstuhle dcs cinstockigen (Hebaudcs. Letzterer brannte nieder. Cin Dienstmädchen, wciches das Feuer zu.- erst entdeckte, warf ihr Tcckbrit auf die Straße und sprang darin ieibii auf dasselbe herunter. Sie erlitt dabei eine Verstaiichung bot- der Füße. Cine andcrc bereits bejahrte Person ward durch den Ar- beitsmaim Generaisb.) mittelst einer Leiter gerettet.
% Königsberg, “1“1.Zimi. SowohlvvuSciicndes Publikums mid dcr Privatbereinc, als der städtischen Behörden, geschieht viel, um dcr ärmrrcn Volksklassc Beihiilfe zu gewähren, da die chcns; mittel immer noch sehr thciicr sind. Wir könnten mannichfachk Bei: spiele anführen, wie hier gerade bci Freudenfgsteii der“"Arme-n gcdachi worden ist. Der Z).)kagistrat selbst hat 4500 Scheffel Kartoffeln gekauft und läßt dieselben zu 1 ?)it lr. pr. Scheffel an hiesige Arme zum Aus: scyen ab. Zu gleicher „ eit gebt er damit um, ähnlich wie in ande- ren Städten, Brodinarken einzufiihrkn. Bei den dazu angesiellten Untersuchungen hat sich ergeben, daß mit Ausschluß des Bcdqrfs der Fcsiungsarbeiter, wclchc bei drr Baudirection schon Brod zu bill: eren Preisen erhalten, die billigcrc Liestrung von täglich 7165 ?ckde rod bewirkt werden müßte. An Gelegenheit zum Erwerbe selbst fcbli e_s uicht, iiber tausend Personen arbeiten am Festungsbau, viele bci PNY vatbautcn, bei städtischen Waagen in den Speichern, endlich auch bci Schiffsbauien. Diese letzteren beschiixtigen zur Zeit 104 Personen, von welchen 88 zum Bau zweier gro en Schiffe verwendeiwcrdezi.
Eingelaiifcn sind hier im Mai 175, ausgegangen 198 Sihlffk- Keines der ausgelaufene" Schiffe aber nahm Titiswander“er mit, wie uber- imupt die Auswandcrungslust, wclche voriges Jahr ganze Schaarcn berbeifiihrte, sich wesentlich zu verringern scheint.
*Di- Danzig, 12. Juni. Die Karioffelzufuhrcn ,l)abcn„sich_,in Folge des Verschlusses dcr Brennereien,geineyi'b, urid die,?)r'eiirqjind beruntergegangen. Dazu hat auch die Thatigkeit ZWcier hteiigen Handelsherren nicht wenig beigetragen, Welche den Ankauf von 2000 Schffl. Kartoffeln zu 1 Rthlr. “15 Sgr. und den Wiedcrbchkauf derselben, jedoch nur in kleinen Quantitaien, zu “1 Rjthir; „ Wr. Veranlaßt haben. Der Ausfall wurde theils durch freiwiliigc Sub- scription, theils aus dem Bestande gedeckt, weiche11 der PrivaiZBersm zur Vertheilung von Suppen im Winter erubrigt haiktcx (Uri hic?- siger Bäckermeister, der schon seit Jahren Brod an taglich 1,1)0'bls 200 Diirfiige austheilt, hat nicht nur diese" Speiidcn bei der )eyigen Theurung nicht eingestellt, sondern durch wvchcntltche anßerordeniliche Vrodveriheilungen noch Verstärkt. Em glxtch ehrxnwertlxs BUeisptel von Aufopferung giebt ein hiesiger, vormalig-„er Militair, der wahrend der leßten vier Monate einen nicht unbeirachtlichen Fonds zur 2111- schaffung von LebenSmitteln fiir die Nothleidenden der-Vorstadß. worm er wohnt, zusammengebracht und dazu Von serireméeigenen spajrlrchen Einkommen von monatlich 10 Rihlr. allmonatlich .? Rihlr. beigetra- gen hat. , ,
Die Schifffahrt ist bedeutend lebhaftegals ,"" vorigenoJahre 311 derselben Zeit; im Hafen von Neufahrwaner sind vom (.)-“1; April bis 20. Mai eingegangen 175_Seeschiffe, ausgegangen „1;- See- schiffe, je 16 und 60 mehr als 1111 vorigen Jahre.
, % Preßlau, 13. Juni. Aeußersi erfreulich ist, die Erschei- Z'nun , daß, wie der diesjährige Markt gezeigi' hgt, die schleischen lglen mit ihrem Werth sich nicht mehr für abhanxsuß von dem ebarf Englands halten dürfen. Es sind gegen sonst x 1" LW"? englische und diese haben nur wenig Empa auf den Markt geübt. Desto größer waren die Einkäufe franzosi cher, nieder- „ländischer und rheinischer Jabrakgnign. Besonders bei den Crstxren *babm sich durch die vorjährißen Einkäufe die schlesischen Wollen emen “Uß'ksk günstigen Ruf erwor en.
Q Düsseldorf, 11. Juni. Bekanntlich hai derweY-orbene Professor Benzenberg der Stadt Düßeldorf auß?!“ seiner m . ilk gc- !egenen Sternwarte nebsi Bibliothe und In umenten die daran
liegende Gärtnerwohnun nebst Garten und ein Kafpiial vqn 5000 T alern und 23 Stück chiien der Diisseldorf-Elber elder Eisxnbahn ie ameniarisch vermacht. Ueber die Verwendung dieses Verniächtms- ses im Sinne des Testators ist nunmehr von unsereni Gemeiiideraih entschieden und zwar in folgender Weise. „Die Gemenide Diisseldorf gründet auf dem von dem Erblasser zu diesem ZWeck ihr vermachiexn (Hütchen in Bilk und mit Hiilfe der ihr von demselben in gleicher Absicht vermachien Kapitalien cine Sternwarte, Welche nach dem Willen des T'estators zum Andenken an dessen Ver; siorbene Gattin den Namen Charlottem'uh erhiilt. Von Sei.: tcn der Gemeinde wird ein Astronom angestellt werden, dem die Verwaltung, unter Leitung eines Kuratoriums (bestehend aus den Direktoren der höheren Lehranstalten hiersclbst, zwei Gemeinderätben iind zwei wissenschaftlich gebildeten Mitgliedern der Bürgerschaft, so wie dem Ober-Biirgcrmeisier, ais Vorsißenden), iibertragen wird. Er erhält freie Wohnung, ein fixes Gehalt von 200 Rthlrn. und eine Remuncration, als Ersaß fiir die durcb die wiffenschafiliche Thätig- keit der Anstalt vcrursachicn Kosten. SollienachAbgang cines Astro- nomen sich nicht alsbald ein gccigzieter Nachfolger auffinden [0ss1'11, so bleibt die Stelle so lang?, bis cm solcher gcwonnrn, iiiibcscßi, und werden die Einkünfte dieser Zeit zuriickgclrgi, um zur Erganzung dcr wissenschaftlichcn Hiilfsmittcl verwendet zu werden. « Trimii es der Sternwarte nicht in Folge ihrer Beschränktheit mid Vereinzelung, so wie bci dem Umstande, daß sie sich voraussichtiich meist in Handen angehender Astronomen befinden wird, an derjenigen Aurcgiiiig fcblx, wodurch sie sich eine wissenschaftiiihe Bedeutung erwerben korinc, .'!“ vielmehr darauf geleitet wcrde, sick)2l11fgabeii zu stellen und der Wii- scnschast Materialien zu liefern„ioil dcr ,Ver'sii-cii gcmachi werdcn, str dcr Sternwarte eiiic'r der inländischen Umvcrsiiaicu (Voriaiißg B01111) in der Art anzuschließen, daß diirch Vermittelung des Kuririoriuiirs dcr Astronom dem Direktor der grbßcreiiSicrnwarie uber stine Wi]- senschaftliche Thätigkeit und deren Ergebnisse periodqchc Rechnung lege und zugleich das Knrawrmni selbst 'von dbrihxr durch perio- dischéBenrthcilimg des Geleisicien du? Gcwtszlixit erhalte, das; die diesseitige Anstalt dcm Zwrcke ihrer, Griiiidmig und den Voraussetzungen, unter weichen dic Geniemde cine aiißcrordcnt- lickie Beihiilfc gewähren sollte, entspreche, dix_s_elbc Steile, welche das Kiiratoriiim zur Uebernahme eines derartigen winciischriftlichcn Patroiiais wird chinnen können, soll bei cinircicndcr Erledigung_dcr hicygeii Siellé 1011 eine I)iitwir'kurig bei dcr Wiederbesciznng dcrjclbién crjrickit wcrden. Ein fcrncrcs Miticl, der Sternwarte eiiie Bethmligung am Ganzen dcr Wisseusibaft zu sichern, wird illVekön01it11ch1111g und Ver»: breitung der astronomischen Jahrbücher bestehen, in welchen die Er.- qcbniffe der vorgeschriebenen, so wie der von dem Astronomekii 113111» “freier“ Wahl vorgenommenen Uebungen, niedergelegt wcrden, UM!
brit werdcn auf Kosten der Anstalt gedrmit und nach Bcrscndimg an die bcdeutcndcrcn deutschen Sicrnwarien in den Buchbandcl Jcbrmiit.
Nack» einem unter den Papieren dcs Versiorbxucn gefundcnxn Plau borii “14. Februar “11209 sollen die Von dem Aiironomrn taglich vorzunehmenden Bcobaéiiiungcn, in Foigcndcm “bestehen: 1) rir Beobachtung der geraden Aufstrigimg imd „Abweichrmg Fer Sonne, des Mondes und aller Planeten im Meridian; „L) die “5000111101111- qcn, welche zur Bestimmung der Parallarchr (Fixstern? dicncii, dri das Uranomcter ihre Position innerhqib dcrwzekmidc bestimmt; .3) dir, wi'lcbe zur Bestimmunq der Abcrraiwn klcncL Und 3111" UnkixsliiinUJ der Frage: ***/b das Licht der Verschiedeiicn Sterne, Hki'cjilLeZiUbL si. vcrschicdcn ist, auch eine merkbar verschixdciig G51*schWlYklgk1*lt hab:, 4) «ck60 ein vollständiges Fixsti'l'll-Vll*3k1chUM mit zu .iufggbcii, air dcnén Jahr aus Jahr ein gearbeitet werden soll, und zwar nach [oigrndxr Trdnuni : 3) Es werden dabei gar keine alten Bcobachiungcn zii Griiiirc qclcgi, Fondern die Position von 1000 FriiidaLiciiiiilstci'iicii Tiki'ik Vom Frii[)linqs-Nacbtglcicl)en-Pimkthcrgcicitci. ). iewtcilnng ciiies (Fundamen- tal-Sicrn bcrubt auf 50Miiliipitcationcn rm zwci Vi'l'schlédcilkll YYY!- dcn, wclche bis auf die Raumsekundc „mri einander"stimmen mriUc-n; 11) 100,000 Sterne, die ohne ?)iiiltiplirqtiott gcnicncn werdcn, blos- dnrcki ihre qerade Aufsteigung nnd Abwlichung“ 11111 Urmwmetcr, iiber in zwei vcrschiedciicu N(irliteu; (*)" link, nnbcitnnmtc Anzahl kirmcr Sterne, so weit das Uranomctcr iir zeigt, welchc mir riiimal bobb- achtct werdcn, indcm der Bkobachtcr das Jnstrmncnt stilistrbcnxlaßt und zonenweise Alles bcobacbici, was vbrkommi. Lilly die!? Bebb- achtungen werden, so wie iic, gemacht ]iiid, obne 12,111in Correction ins Journal getragen, und diese Journale-wrrdcn Whrllch ohne alle Correction abgcdruckt, Nach «1031110911 wird dann aus dicsanour- nalen ein Ganzes gemacht, sowie dieses die Direktoren siir gut pndcn, z, B. ein großes FixsternVerzeichnis;, wo alle SWWL auf cine Pc- 1'iode gebracht sind u. s. w. Außerdem verlangte dcr Bciigc folgende täqlirbc physische Beobachtungen: des Varomeicrs, Thernwmcters, Hri- qrbnn'tcrs zu bestimmten Stunden, dcr Magnetnadel, sowohl der ge- iv-Zhnlichcn Dcclinationsuadel als auch der ncurn, weickc Deklination imd chlirmiion zugleich anzeigt.
Nach dem Statut dcs Gcmcindc-Raihs soll die Aristalt iii vol- ler Seibsiständigieii erhalten werden_nnd mit den hieiigcnbdbcrcii chr-Anstalfen zwar in kein Verhältniß freien, doch soll, es iiicht ails geschlossen sem, da[; dcr Astronom, so Weit cs sciirc TZikkp'iMkcl't mrbt beeinträchtigt,“ Lehrern der gedachten Anstaltk11,- dic sick) fllkkbli' Gi“.- gcnständc seiner Beschäftigung, intercssircn, 111-1100: dcsfallsigen Bc- miihungcn sich förderlich crwcisen, auch Schuicrn LME“ Ansthfinng von Instrumenten oder deren Gebra'uch zu gcwwmen grimiic. Ye Bibliothek soll indesien auch allgemein beiiiiizt werden konnen.
ck Diisseldorf, 10. Juni. Das seit 2 Jahren hier beste:- he'nde Gewerbegerichi bewährtscincn Einfluß mehr und “MKW“, nicht den sachverständigen Spruchrichiern gegeniiber Vcrnntielung odrr Entscheidung streitiger Fälie ohne Zeitbcrlusi“ imd ohne crhcblrchr Kosten bewirkt wird. Im Laufe des Geschäsisxahrcs vom “1. Mai 1846 bis 1. Mai “1847 sind “123 Klagen eingeleitet worden, davon wurden erledigt: 38 im Wege des gerichtlichen Vergleichs, 12 durch außergerichtliches Abkommen und “73 ,dnrch Verweisung an d“)? Hauptbiireau, von lchtercn iViikd011,-Uiikdek “2/1 vor Gericht und .Z außergerichtlich durch Vcrgleick) beseitigt, und es erfolgten 11111“ 41) richterliche Eriißchidlungen. Ein dem chcke des „zustituis gewiß sehr 1 r (lendes 5 e u iat. ,
ejtspéiix von ders Regierung zur Verfiigung der (HL111L111ÖL gestellter: 1058 Scheffel Roggeii sind zu 7pfiindtgen mid IZZpsundigcn Vrodtrn Verbacken und an solche Biirgcr „ _Welcl)e„ keine Arnienpflegc beziehen und deren ökonomische Verhaltnisse so ubel gestellt smd, dss; sie den laufenden Brodprets nicht aufbringen,koimieii, zum Preise von 7 Sgr. das Brod abgegeben worden zu ,einerZeit, wo der La- denpreis deßelben 10 Sgr. betrug. Neuerdings ist Jon Serien der Regierung ehufs Beschaffung von Saat-Karidncin fur die 9rmeren Ein eseffenen der Gemeinden des Kreises Dusseldorf, cm zmsfrcter Vorxikchuß von 60 Rthlrn, unter Garantie des Gememdcraihes cin- eboten worden, welches Anerbieien, ob len!) die dazu erforderliche &umme bei den jeHigcn hohenPreisen der artoffelurrrca 2000 Rthlr. betragen diirfte, mit Dank angenommen wurde. Es wird dieseWohi- that sicherli den Allerunbemitteltsien zu gute kommen, da bei wei- 1em die meiien Jeldbebauer bereits ihre Kartoffelfelder bestellt haben.
Zweite Beilage
M 166.
Inhalt.
Deutsxhe Bundesstaaten. Königrei Hannover. Gescs über das Eisenbahn-Schuldenwesen. - Herzogt um Holstein. Ankunft des Gxoßfursien Thronfolgers von Rußland in Kiel. _ Jürstenthum Lippe-Detmold. Die Webesiuhl-Abgabe eriajsen.
Rußland und Polen. St. Petersburg. Uebertragung von Baar- schaften m die Vorrgthsgcwblbe der St. Petersburqisckicn Festung
Frankreich, Paris, Note Emil von Girardin? 1111 die Konimisfion der Depritirtcn-Kiimnier. _ Marscbali Brigcaiid. » Bkkickik der 510111- misfion uber Verlangerung dcr frcicn (Hetmidrcinfnlir. -* Kommissions- Gutachten uber Banksragcit, - Tic ?ldreffc des Comité's dcr constitu- troncUe-ii Oppoiitton. - Vermischtes. - Schreiben aus Paris. (Vor- lagen uber Portugal; Zntcrprllation in dcr Pairs-Kainmer' die Kom- miifions-Arbcitcn 17er das Budget.) )
Großbritanteuxuyd Irland, London. Parlaments-Verhandlnn- gen: Die neue (Iicxzingniß- nnd Deportations-Vill; HerrnHume's Antrag XJR! dic portugicxijche Intervention, -- Nachrichten aus Mexiko und Kesxmdtcn. - ,ermischtes.
Belgien. “Yrujicl. Kabinetsbcratbunqcn. - Neiigcwähltc Repräsen- ixmten. _ Schreiben aus Brüssel, (DieRcsultatc und dicwahrschein- lichen “Folgen der Wahlen.)
Sckiwerz. Kaiitoit Bern. Schreiben des französischen Botschafters an Herrn Ochscnbem und Antwort des Leßieren, - Kanton Basel TaJsaßiiitgs-Jiistruction, .
Jtalten. Florenz. Einberufung der Notabeln, _ Abfassung "x_uer Civil- imd Kriminal-(Heseßbücher.
Spanten. Schreiben ans LNadrid. (Tas Amas und ein Jnsur en- ten-Corps gefangen genommen; Vermischtes.) g
Portugal. London. Wegnahme des Znsurgcnten-Geschwaders und Gefangennehmuiig des Grafen Tas Antas. -- Dic Junta soll die Bedin- gungen Englands angenommen haben,
Wkoldau und TIaUaclwi. Bucharest. Zollverein zwischen der Wal- lachei und Moldau.
Türkei. Konstantinopel.
Konmiission zur
Bedcrhan Bci.
Nock) ein paar Worte zur neuesten Statistik Polens,
Wisskonfcbaftlickye und Kunst-Nachrichteu, Konzert von J. J.
Lo irZisriski.
3,1?11chels= uud Börsen-Nackxricbten. Berlin. Börsen: und Markt- icm it.
Lciiisrijc Bitndcsiiaatcn
Königreich Hannover. *Die Gcsci§=Sammlung cui- hiili das naibstcbkiidc (Licsciz iiber das Eisenbahn:Schuldcnwcsen:
„Ernst August 21", Da die in den Gesetzen vom 4. Mai 1842, “20. Januar 1815 und (40. Juni 1246 enthaltenen Vorschriften über das Ciscnbahu-Sckiuldenchsen cincr Ergänzimg bedürfen, so erlassen Wir, 11:1- ter vcrfaffungsniäßigcr ?)iitwirkitiig der allgemeinen Stände, folgende Be- stimmungen: §. 1. Nach dem Gescße vom 4. Mai 18421, §, 22 und dem vom 20. Januar 1845, §. 1 soll ein von der General-Stcuer-Kaffe garan- tirtes halbes Prozent des Betrages der Eisenbahnschuld, aus den reinen ?lnfkiinftcn der Eisenbahnen, der Tilgungsfaffc alljährlich gezahlt Werden. Da es einer Vorschrift iiber den „Zeitpunkt bedarf, von Welchem an dies halbe Prozent zu bcrechnen ist, so treffen Wir diese dahin, das; selbiges vom Tage der Einzahlung der einzelnen ?liileihebrirägc an bcrcchnet imd drr Eisenbahnsckynldcn-Tilgungskane gezahlt werden soll. §, 2. Im Ge- icize vom 20. Januar 1845, » 2 findet sick) ein Vorbehalt, nach welchem der Zriscbiis; aus der Gencral-Steuerkaffe an die Eisenbahnschulden-Til- iingskaffe von jährlich 60,000 Rthlr; abgeändert Werden kann. Dieser JZorbcbali wird hiermit aiisgchobcii._ G.;s Wird alio der Eisenbahnsckmlden- Tilgnngskaffc diescr ailjäbrlicbe Zillickytß von 60,000 Rthlrn, nnabändcrlich gezahlt Werden, bis die «chrild, sur die mich dem Gesetze voni 4. Mai 1843 zu bauenden Eisenbahnen völlig getilgt is. ._ 52.1“. Fiir die Eisenbahn- irbiildeii folien sämmtliche das iibrige Laiidcsxcbiildeiitvescn betreffenden gc- scslicben und sonstigen Vorschriften gxltcn, insofern nicht riicksichtlich ber Eisenbahnschuldcn 21biveichcndcs festgcieyt ist,“
Herzogtbum Holstein., „Ani “13.3100, friih geg_cn9Ui)r, ist S9, Kaiserl. Hoheit der Gkbßfiirii „ii)ronfolgcr vou Rußland mit seiner Familie in Kiel eiirgeirossen und scyic, nack) eincm Besuche bei Sr. Diircblaltlhk dcm Herzogc Von &)obstcm-(Hiiicksbnrg, die Reise nach Hamburg mittelst eiiies Crirazngcs cms dir““,Eisciibabn ,fort. Das Kaiserliche Tanifsckxiff- auf welchcm drr, Gro];furst_ dic Rexsc gemacht hat, vcriicß bereits hcute Nach111lkküg Wlx'dkk' N'" “F)ait'U- während ki" Zivcitcs Dampfschiff, welches zur Begleitung gedient hat, noch hier zurückbleibt.
Fürftcuthum Lippe-Detmold. Dem Regierungs- Blatte vom 13. Mai zufolge, hat Se. Diiriblancbt dcr Jiirsi dcn Webern des Landes die chcstubl- Libeß bis zu einem Drittbcile dcs gewöhnlichen Vctragcs criaffciw "x-ieie Wohltlwt kommt, einer sehr zablreiibcn und bctricbsamcn Klasse von Uiiterthaiien zu Gute, da die Spinnerei und Wrbcrci cin Haupt-Crwcrbszweig dcs hiesigen Landes ist.
Rußland und Polrn.
St. Petersburg, “10. Juni. Ngchdkm fick) in den Gewöl- ben der Expedition der Krcdit-Biilcitc miss 118111? ,ein Fonds in klin- gender Münze angesammelt haiko, wurdmi mit Katschß)“ Genehmi- Jing Anordnungen gciroffcn, dic Goldminizcii "LÖ Silberbarrrn, im Zesammtbctrag bog 1210304151 Silbcr-Ziube! M.! Kopckkll- ill das- Vorrathsgewölbe der St. pctcrslnn'xiislbW 5391711110 Überzufiihren. An dem dazu bestimmicn Ta c, den ]. Jil"!- U'kläkk? der Rkickis-Con- trollcur, im Beisein des * inanz-Ménliki'l's- kkxl le der Expedition dcr Kreditbillrtie Vrrsammelten ?).)iikglkßxé'" Us „(*-9111“le dl'k Kkédii-An- stalten ".ind den Dcputirien drr Borjrn-3111111111101!!!«baft und der aus- iäirdischen Kauflcutz, daß der unich !bi'ex' ?iiifiiibt "iibcr in die S1. petersburgischc Festung deponirtc (Fonds in kiiiigcndcr Münze und in edlen Metallen bis jcyt noch iinangetaiict sci, und da,: der seitdem wieder angesanmrc!te Fonds 1031 ebenfalls dorthin gebrackit werden solle, Weshalb er sie er'siicl)c„ die 'zur Ucbcrsiihrung bestimmte Mch Goldmünzen und Barren, w:.c_ bei den vorigen Gelegenheiten, xu ri“- vidjxcw Nachdcn! diese Rcvqion geschehen war und es sich dabei“-
,geben hatte, daß die Goldmünzen und Silbcrbarrcn den oben auge-
zeigten Betrag ausmgchten, Wurde im Beisein dcrse'lbcn Pcrsonrn zum Transport geschrtite11, welchcr aiich deffelbi en Tages unter einem von zwei Stqbs-Ofstzieren kommandirien Kaba eric; und Jnfmiicric- Convoi beendtgt wurde. Nzich vollbrachtcm Transport stellte das Conseil der Kredii-Anstalten m der Plenar-Vcrsammlunq seiner Mit»- lieder, unter dem Vorsiß des Generals der Kavallerie, “General-Ad- xutanien Grafen Wassili) Wasiljewitsch Lewa choff, und in Geqen- wart des Kommandantender ?. petersbur i en Festung, Genérals der Infanterie, JWan Nikmts Skobelcw, Jo wie der nänilichenDe- putirteii der Börsen-Kaufmann chaft, eine neue Revision des in das
1137 , Zweite Beilage zur Allgemeinen Preußischen Zeitung.
Vorrathsgewölbe der JEÜZUJ Übékqesührieu Kapiials an und iiber- zeugte sich von dem vollstandigen Vetrag desselben. In Folge dessen wurde ein Akt ausgeseßt und derselbe von den bei der Rthfion zu- gegen gewesenen Personen unterschrieben.
Frankreich.
Paris, “12. Juni. Die Note, Welche Emil Von Girardin an die Kommission der Dcputirten-Kammer gerichtet hat, die mii Prii- fung des Antrages dcr Pair's:Kaininer in Brtreff seiner beauftragt ist, beginnt mit einer feierlichen und rückbaltsloscn Erklärung, daß er durchaus keine Beleidigung gegen die_ Pairs-Kammcr habe aussprechen wollen, und daß er glaube, diese Erklärung miisse und werde der „Kammer genügen. Uebrigens, fiigt er hinzu, gesetzt selbst, er hätte behauptet, daß ein Pair wirklich seine Ernennung erkauft babe - was er aber nirgends und niemals gesagt _- so wiirde doch drch- wcis eiuer solcken Thatsache schwerlich dazu dienen, die Ehre und Wiirdc der Pairschaft zn erhöhen. Dann fährt er fort: „Ein Vcr- sprechen der Pairswiirde ist allerdings gegeben worden, aber nicht gegen Zahlung einer Geldsumme zu Hiindkn oder zu Gunsten cines Ministers, sondern gegen Zahlung einer Summe an ein Jonriml (die Epoque), auf dessenErl)a1tung das Kabinct großen Wcrtl) legte. Die Summe wurde bezahlt, aber das 'Wir-Versprechen nicht gehalten. Dies ist die Thatsache in all ihrer Wahrheit. Ick behaupte es Und bleibe dabei.“ Er fragt ferner, was man noch weiter von ihm verlangen könnt', und mcint, dic Nemmng der Per- 10", weicher das Vexrsprccheu qcmachi ivordcn, wiirde doch mir zur Befriedigimg-dcr öffentlichen Neugier und Schadenfreude dienen, abcr ?“ PMW ,wie-bis niiizen-können. „Was den Vorwurf der Verleum- [ixxchJRUMLYi?_s(k)11xßi diese in den heutigen Blättern veröffent-
). !* „?, ,', e,! offentlicl), 1111 Rainer der Regierung, von dem Fi- rmtiz-Mimstcr mcht_ nur der Beschnidigunq, daß man ein Pairie-Ver- ]precbi'ii “sirgrben, ioiidcrn auch der Besibiiidigimg, das; man ein Thea- icr-Prwrlcgntni bewilligt, imd Verschiedenen anderenaiiqcfiibrtchbat; sachen gemacht worden ist, so werde ich darauf von der Tribüne *aus antworten, wenn jener Ausdruck nicbt erläutert odcr zurückgenommen wird. Die Sache der quikrimg wird es dann sein, 311 bcwciscn, daß sie dem Handel fremd geblieben, auf den nicht die Presse allein 101- tcr den Journalen aufmerksam gemacht bat“, aber die Behanptimg, man habe Von dem Handel nicht?; gewußt, wird nicht hinreichen, um eine Verlonmdung 311 bcgriindrn.“
Marschall Bugcaud, dcr am 8. d. M. zu ?))Tarscillc crwarii'i wurde, hat einen Adjutanten an den Eigciithiimcr des dortigen Ho- tels, in welchem Zimmer fiir ibn vorbrrcitrt wiirden, mit der Nach- richt abgeschickt, daß er zu Cette landen werde.
Zn der schon erwähnten ?lbsii)ic'ds-Adrcssc an die Armee in Lil- gericn sagt der Marschall unter Anderem: „Wie könnte ich mich von Euch trennen, obne tiefi's Vrdauern zu empfinden? Ilir lmbt nicbt aufgehört, mich sechs und ein halb “Jahr lang mit einem Vertrauen zu bechrcu, das meine Kraft und die Eurige bildete. "Dieser Zug Von Einigkeit zwischcn Führer und Truppen macht die Heere fähig, große Dinge zu leisten“, Zhi" habt sic vollbracht.“ Der Marschall zählt hier alle Waffentbaicn und Erfolge auf, die das Heer errungen, und sagt in Bezug auf die Kabylen-Cxpcdition: „(in'osz-Kabyiieu diente Einen Feindcn als Zufluchtssiäite und Hoffnung“, eine dauernde Gefahr schwvbte iiber Euren Häupter". Die bloße Kunde cincr Ex:: pedition reichte hin, um Euch den Weston dcr Dschurdschura-Jieitc zu unterwerfen, und in drci Kämpfen habt Jbr dicse stolzcrchrgbewob- ner bezwungen, die sich rühmte", nic Jemanden unterworfen gewesen zu sein; der Osten wird Cini) wohl nicht mehr Widerstand li'istcn.“ Nailidcm dcr Marschall dann hervorgehoben, was die Soldairn dort zur Colonisation des Landes gethan, Welche Straßen das Heer aii: gelegt und wie es bewiesen, daß es eben so gut den Boden kultivi- rcn, wie ihn zu erobern Vcrmöge, spricht er die Zubersiibt aus, daß dasdHecr unter einem anderen Führer nicht minder seine Pflicht thun wer e.
Der von Herrn Marei de Bort Vcrfaßie Kommissionsberickyt iibrr den Gcseiz-Eniwurf, nach Welchem die Gesche fiir freie Einfuhr von Gciraidc und anderenLebensmitteln noch weiter verlängert, und zwar, nach dem Vorschlage der Regierung, einstwi'ilen bis 511111 iiäibsicn 31. Oktober, jedoch mit der Befugnis; fiir die chicrunq zu éiiicr weitcri'n »Prorogaiion, wenn sie sich als nothwendiég erwéiscn sonic, mittelst Königlicher Verordnung, stellt bekanntlich den ?iiitraq, man solle die Maßnahme gleich jetzt bis zum 31, Januar 11448 iinsdcii; nen, 1). l). bis zu dem Augenblicke, wo die Kammern wieder beisam- men sein werden, auf daß sie selbst dann dariiber entscheiden iiiiinii'ii, ob eine abcrnmligc Prorogation der Maßnahme statiZiifindcn babc. Diese Vcrfabrnngchisc crsibriiit der Kommission rcqclmäsiiqcr/ nnd beruhigender, als die Uiigewißbcit, in wclchcr cine Céiiiäiiitiqiiiiq dcs *))iinisteriums, die Frage durcbVerordnungen zu cntschcidc1i, dcnxmn. dclsstand sowohl im Jnlaiidc wie im Auslande halten wiirde, “Die Kommission macht znglcick) anfincrksam darauf, daß das Baltische, das Asowsthc und das Schwarszecr drr Schifffahrt schon im No- vember geschlossen seien, Und man demnach später auf keine anderen Zufuhren hoffen könnte, als auf die aus den Vereinigten Staaten, wclibc zunächst mir die Vcrprovianiirung dcrHiifcn dcs Oceans bilden wiirden. Nail) dcm Dafürhalten dcrsiommission ist aber keinesweqcs ZU besorgen, das; eine Prorogation dcr Maßrcgcl bis zum 31.Jaiii1ar 1848 den Jntsrcsscn dcs ?iiicrbaiii's durch eine Ucbcrstiirzuiiq dcr riickgiingigcn Bewegung und ein allziisiarkcs .Hcrabdriickcn der Preise Nmbtbcii bringen werden Die Erfahrung friihe'rcr Zeiten babe dar- gethan, das; eine gute Arriidtc, wclche cinem Mißjalzre folge, "th) bis zur iiiiibstcn *.)lcriidtc [who Preise foribcstcdcn lasse. So hörte erst am Schillffk der Jahre 1013 imd “1818 drrEinfluß dci'Ausfällc Von 1011 und 1811“) auf, sich fühlbar zn nmckyen. “Lchommissions- Bericht enthiilt iibrizicns die' crfrcuii-i'e Mittheilung, das; die Llcrndte- Aussickiten siib sowohl in Frankreich, wie auch in allen iibrigen Ländern, aufs günstigste gestalteten; daß im vorigen Herbstc bei weitem ausgcdciwtcrc ?lussaatcn, als gewöhnliii), stattgefunden, daß in diesem Friihjahrc zahlreiche kiinstlirbe Wissen, die' man unicr anderen Umstiinden wohl dem Graswachse überlassen hätte, wieder mit Grimidr-Ilussaaieu bestellt worden“, und cndliii), daß die Kar- toffeln, fiir welche es trotz aller besorgnißwcckenden und uniibcrleqirn Voraussagungkn an Aussaat durchaus nichtgcfehlt habe, ailcnthaibcn das Vertrauen derer, die nicht verzivcifeln mochten, noch erhöhen und rechtfertigen. Alles scheine also eine mehr oder weniger baldige Wiederkehr der Normalpreise zn vcrsprechen, Es sind jedoch, iröß der Ausdehnung, welche nach dem Vor chlage der Kommission dem Anfrage der Regierung gegeben werden oll, und iroß der beruhigen- den Aerndte-Aussichten, einige 'Depuiirte der Meinung, daß man noch
weiter gehen müsse, und es ist ein Amendement zu dem Geseß-Ent- '
wurf eiithrachi worden, daß während des nämlichen'Zeitraumcseine ollfreie infuhr des Schlachtviches gestattet Werden solle. Dieser ' ntrag geht von zwei Führern der Freihandels-Gesellschast aus. Man glaubt jedoch nicht, daß derselbe große Aussicht auf Erfolg
Donnerstag den 17 „„ Juni.
habe. Es war ein solcher Vorschlag bereits im vori e' der Diskussion der geschlichen Bestimmungen, um d«Yin**))erti-jiijgacktißnl es sich nun handelt, gemacht worden,. und es hatten sich damals dessen Urheber genöthigt gesehen, ihn wieder zurückzunehmen, um einer förmlichen Niederlage zu entgehen.
Die Kommissson der Deputirtenkammer, welche zu prüfen hat ob die Verlängerung des Privilegiums der Bank von Bordeaux zä genehmigen sci, hat den betreffendeii Geseyentwurf unter der Be- dingung angenommen, daß das Kapital. der“ Bank Von 4 Miilionen Fr. auf 5 Millionen erhöht werde. Dre Kommission hielt es für geeignet, einige der wichtigen Fragen, welche die neuen Noten der Bank von Frankreich berühren, ciner Priifung zu unterziehen, und hat sich unter andercn Punkten einmiithig gegen das Projekt einer ein- zigen Bank für das ganze Königreich, dagegen fiir die Aufrechierhal- tung der Tcpariemcntalbanken aus esprochen.
Die erwähnte, bon Ldilon arrot, Duvergier de Hauranne, Gustav von Beaumont, Leon von Malleville und Chambaron unter- zeichnete Adresse dcs „Centralcomité's dcr constitutionellen Opposition“, bcgiimr mit der Ausfiihrung, im letzten Monat August habe die Re- gierung durch Allen bekannte Mittel, so wie durch mittlerweile verletzte Versprechungen, denWählcrn eire ansehnliche Majorität abgewonnen, und zum erstenmal seit “18:34 habe man, wi? cs scheine, der Oppo- sition Unrecht gegeben; die diesjährige Session der Kammer aber, wo man sich allen politischen, finanziellen und administratiVe-n Refor- men hartnäckig und systematisch widersetzt habe, beweise zur Genüge, was es mit der konserbaiiben Politik sei und was davon zu erwar- ten, Frankreich sei durch diese Kammer und durch das Ministerium um seinen Einfluß gekommen, selbst da, wo sie ihn durch eine Allianz rer Familien fest und dauerhaft herzustellen vorgegeben; durch immar zunrbmcndc Unordnung in den Finanzen wie durch die großen Män- gel dcr Verwaliung sei das Defizit auf 500Mi11ioncn Fr. angewach- sen, und endlich komme ein öffentlicher Skandal nach dem ande- ren an den Tag. Seit Herstcilrmg der Repräsentativ - Re- gierung, meint das Comité , iki ein ioichcr Zustand der Dirige i_ioch nicht da gewesen. Derselbe habe sogar die Majo- riiai gcipaiten und eine ministerieile Krisis veranlaßt, *die noch keines- w-cges voriibcr sei. Die Opposition babe iich iyrcrieiis dcn Muth
nicbt iicbmen lassen und immer ihre Schuidichit qeti)mi. Wie in dcr abiaufriidcn Session , werde sie auch kiiiifiig*fiir heilsame Re- formen in die Schranken treten. Aber, wic sich die ministerieile Partei im Dunkeln rckrutirc durcb täsilikl)? Vcrtbeilnng bon SteUcn, Würden, Sribvcntioncn, dnrck) Patronstbastcn und Vergünstigungen altri“ Art, so iiiiissc die Opposition fest und unablässig Von dcrbffent- liiiicti Mlinitiig getragen sein, um zu bestehen, zu wmbscn und zu sicge'n. Tic Biirgcr solitan sich darum mit Juicrcsse bei den Wah- len [*ctbciiigcn und mit den Dcpuiirtcn zu gemeinsamer Wirksamkeit in Ummtcrbrorhcncm Verkehr bleiben. Man empfehle deshalb die Bildung eines Comité's in jedem Bezirk, welchcs die Wahllisien zu iibcrwachen habe, damit keine Namen mit Unrecht hineinkämen oder herausgcstrichcn wiirden, und hierzu seien sogleichL'lustaltcn Ui treffen, da Wahrscheinlich zu Anfang nächsten Jabrcs neue Wahlen statifinden wiirden. *Die Adresse schließt dann mit einer Ermahnung an die
Wähler, einig, eifrig und untcrnebmend 23.1 sein, das Auge unbrrriickt auf das Ereignis; von 1827 gerichtet; dann werde der Erfolg nicht ausbleiben.
Das Journal dcs Debats crnmhni, in Veranlassimq dieses
von dcm Comité der Opposition 011 die Wäbikr crlassrncwRund- sckiri'ibens, scincrseits die' koriscrvaiivrn Wähler, ebenfalls wachsam “u cm. » "Ms das französisckw Ucbmigs-Gcscbwadkr sich am (3. Juni zu Palma auf ck))1ajorka befand, sendktc Prinz Zoinvillc dic Dampf- Frrgatte „Plutbn“ nach der kleinen Insel Cabrrra, dcm Gefängniß iixd'dcm Grady der Franioscn, wclchc nach der Schlacht bei Baylen in die Hände der Spanier gefallen waren, um die dort liegenden Gebeine derselben christlich 311 bestattcn. *
Dic 311111 31. Mai angesetzt gcivescnc erste Abfahrt der trans-
atlantischen Paketschiffe von Havre, welchc untcrblcibc'n mußte, wird mm 311111 "14. Juni bestimmt angekündigt und soll von Cherburg er- Viii'il. f 3 Herr Mercier, französischer Gesandtschaft»?!kimba? in Portugal, [)at Paris verlassen; cr iibkrbringt dem Gosandtcn iii Liffaboii, Herrn von Varcnncs, Tcpcsrbcn aus dem Ministerium der auswärtigen An- gclcgcnbcitcn.
Man sagt, der König der Brlgirr ivrrdc diesen Sommer die Bäder von Vichv besuckmi.
Wiederum werdcn sicb zwri [riesige "Journale bcrséiinielien , die Patric nnd der Commcrrc, jcrbil) in der Weise, das; jedes der beiden Biiittrr untcr ciiii'm bisbcrigcn Titel fortfäbrt zu erscheinen, und zwar M eine Morgens, das andere ?ibends. Das Kapital der „McxchsgUschaft ist auf 500,000 Jr. «1111161th und durch 500 Actien 511 1000 Fr. Vertreten. _
Man vrrsichcrt, das; ciiirlicbcrcinkmist zwischen den Regierungen Von Frankreich Und England fiir die' Postbefiirderung zwischen Paris und London iibcr Boulogne mid Vermittclst dcr Nordbahn , anstatt des bisbcrigcn Weges iibcr Calais, abgeschlossen ivordcn sei. Die ciigiisiiirii Briefe und Zeitungen werden auf diesem Wege um 24 Standen friibcr zu Paris ciiiii'rffcii.
Tas Lrichcnbcgriibnis; des Marschalls (Ziroiicbr) hat Vorgestern mit großem niiliiairischcn Pomp stattgefunden. Nach abgehalténem Traiirrgoitcsdirtisic in dcr Ziivaiidciikirche, dem der Kriegs-Minister, viele (zicncraic imd Pairs bciwobntcii, bewexse sick) dcr Ziiqnack) dem Iiirciilwfc dcs PT-rc la Chaisc, wo die Leiche beigesetzt wui'dr. ?im Grabe wiirdcn mehrere Reden gklwltcn.
“Zins das wiederholte und dringende Grfiick) des Herrn Andrea Donizetti, Bruders und Repräsentanten der Familie des Komponisten Gaetano “Donizetti, hat der Poiizei-Präfekt die Eiitlaffung des Leß- iereu aus der Jrrcu-Heilanstalf von Zvrv bewilligt, und derselbe wird nun nach Paris gebracht werden, um bicr untcr drr Tbl)_ut seines Neffen zu leben. Er war vom Februar 1815 bis jrbt, alw iiber 2 Jahre, in dcr Jrren-Ansiait. . , »
Die Stadt Paris hat bis cht schon 0 Millimicii (zr. fiir Brod- karten ausgegeben und wird im Juni noch 51 Millionen zu diesem Zwecke brauchen. Uebcr 30,000 Arbeiter aus dcrNormandie sind im Mai aus ihrer Heimat umb Paris gxiommcn, um hier bei gleicher Beschäftigung und gleichem Erwerbe ilch mich noch der Begünstigung dcs wohlfeileren Brodtcs zu erfreuen., , . ,
Der Unterrichts-Minister hat m,.skkxli'l' Bertheidigungs-Rede fiir das neue Mcdiziual-Gescß hauptsachlich die Stellung der Ge- sundbeiis-Beamten in Sibiris- genonsnncn." Er nia te darauf auf- merksam, daß schon vor langerer ,Zklk Manner wie haptal, Cuvier, Dupuytren, darauf edrungcn, em Institut zu, unterdrücken, welches jedem llnwiffenden, obald er nur von itzend einem Arzt ein Zeu niß aufweisen könne, daß **..r sechs Jahre hmter einander Krankenbesguche mit ihm gemacht, dre arztliche Praxis gestalte, zum Verderben der
Kranken, die sich ihm anVerirauten, und zum Nachtheil der was“!-